Nr. 30 /4^ Erstes Blatt ISS. Jahrgang Freitag 5. Februar 1909 Der Siehener Anzeiger ä Bezugspreis: erscheint täglich, außer Hr monatlich75Pf., vierlel- SonntagS. - Beilagen: a a a ▲ a a ^a a a jährlich Mk. 2.20; durch Äti«S; A 4a# AM AM All WI Ai A Ap m°LchäU-da-ch ssStniEntlld ZllridÄIEl«W« zweimal monatl. Land- M M, W W ES W EL WJ Zeilenpreis: lokal 15Pf., wirtschaftliche Seitsragen 8 M Xjjr M Xr W Xy eg 16Ä auswärts 20 Pfennig. Fernsprech - Anschlüsse: In £/ ßfJF Verantwortlich für die Redaktion 112, - e «r <■ *,* für den politischen Teil: MM General-Anzerger für Oberhessen UZM für dl- Taoesnunnner Hotafionsörutf und Verlag der vrühl'schen Aniv.-Vuch- und Steindruckerel R. Lauge. Redattion. Expedition und Druckerei: Schulpratze 7. Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags y uyr. _______ ______________ Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. LtimmungsdUd aus dem Reichstage. Berlin, 4. Febr. Die sozialpolitische Woche hat begonnen: man ist in die Beratung des Eta^s des Reichsamts des Innern eingetreten. Bisher hat Herr v. Bethmann-Hollweg fernen parlamentarischen Verpflichtungen doch wenigstens hin und wieder einige Tage abringen können für die immerhin nicht ganz unwesentlichen Nebengeschäste, die ihm als Chef des umfangreichsten aller Aemter obliegen; nun aber wird er vierzehn Tage fang ohne Unterbrechung an seinen Platz auf der Bundesestrade des Reichstagssaales gefesselt fein, und für die Bewilligung seines Gehaltes hat er sich zunächst eine Woche lang einer sozialpolitischen Klausurarbeit zu unterziehen. Man sollte meinen, die Verhandlungen der letzten Monate hätten für die grobe sozialpolitticpe Aussprache beim Gel)alt des Staatssekretärs nur wenig übrig gelassen. Große und kleine Gewerbcuovellen mit ihrem nahezu alle Gebiete des wirtschaftlichen Lebens behandelnden Stoffen, GesetzentnÄrfe über den unlauteren Wettbewerb, über Arbctts- kammern u. enfrage teilten. Im wetteren Verlauf ter Sitzung kam es wieder zu ehr stürmischen Szenen. Der Führer ter Jungtschechen, Dr. Cramarz, hatte die Instruktion des Hantelsministers ziim Posterlaß in Böhmen eine Gaunerei und Betrug genannt. Der Minister protestierte hiergegen in ruhigen und höflichen Worten und als er aus ter Instruktion ten Satz vorlas: In gewissen Fällen ist die tschechisch .Sprache zulässig .... wurden die Tschechen über das Wort „zulässig" förmlich toll. Sie tobten und brüllten und stürzten mit erhobenen Fäusten auf ten Minister los, um ten sich sofort die Deutschen wie eine -schutzmauer zus ammen s chloss em. Da? russische Anerbieten zur Regelung der Streitigkeiten zwischen der Türkei und Bulgarien ist nach Meinung türkischer Blätter derart ungenügend motiviert, daß selbst die russische Botschaft hierüber keine genügenden Informationen habe. Die russische Ententevermittlung sei eine delikate Frage und müsse von ter Psorte gründlich geprüft werden. Nach ten früheren und späteren Vorschlägen der Pforte sei es jedenfalls vorteilhafter, daß Bulgarien sich direkt verständige und 100 Millionen sofort und 25 Millionen in mehreren Raten zahle. Der jungtürkische „Schura i-Uemmet" sagt, die Nachricht über ten russischen Vorschlag sei gestern falsch wiedergegeben worden. Rußland habe seinen Vorschlag ter Pforte nicht direkt, sondern durch englischeVermittlung gemacht. England verlange eine Abänderung des Vorschlags, nach welchem die Türkei Bargeld erhalte, d. h. daß Rußland ter Türkei bar 80 Millionen Francs gebe und 45 Millionen durch die türklfchc Kriegsentschädigung verrechne. Im Sinne dieser englisckfen Vermittlung werde ter heutige Ministerrat ten russischen Vorschlag beraten. Der deutsche „Osmanische Lloyd" schreibt: Ter Vorschlag sei verlockend, aber die türfqcfcn Blätter charakteryieren richtig das russische Desinteressement. Die Mächte, insbesondere Deutschland, können die bem' Frieden dienende Annahme des Vorschlages willkommen heißen. Bulgarien feteine denselben auzimehmen. Die Türkei habe noch nichts beschlossen, 2/ie hiesigen Finanzkreise sind dem russischn Vorschlag nicht geneigt und führen aus, daß das nur 18 Jahre dauernde Freiwerden der für die türkische Kriegsentschädigung verfallenen Einkünfte für eine Anleih ungünstig fii. Aus Stadt und Land. Gießen, o. Februar 1909. •* In Audienz empfangen wurde von S. K. H. am Mittwoch u. a. Regierungsbauführer Hauck von Friedberg. ** Entlassen wurde der Gesangenaufseher am LandeS- zuchthaus Marienschloß Aug. Hallstein. " Ueberfallen und beraubt. Der in Heuchelheim wohnende Bahnbedienstete Ferdinand Germer, ein 20 Jahre alter junger Mann, will am Montag abend zwischen 9 und 10 Uhr auf dem Heimwege auf der Rodheimer Straße hinter der Hardt-Allee, etwa 50—100 Meter davon, von zwei Leute überfallen uub eines Teiles feiner Barschaft (52 Mk) beraubt worden sein. Germer, der die Sache der Polizei angezeigt hat, will die beiden Räuber in der Dunkelheit nicht erkannt haben. Er ist der Ansicht, daß es auf ihn von vornherein abgesehen war, weil die Angreifer gewußt haben müssen, daß er an jenem Abend seinen Monatsverdienst bei sich getragen hat. Es ist unbegreiflich, wie Menschen ten Mut haben, unmittelbar in der Nähe der Stadt auf einem belebten Wege ein solches Verbrechen zu begehen. Germer trug bet der Affäre eine zerrissene Hose und Kratzmunden an der Backe davon. Ueber die Unsicherheit de§ WcgeS nach Heuchelheim wurde in den letzten Jahren wiederholt geklagt. " Einen interessanten Fang hat unsere Gendarmerie gemacht. Sie verhaftete — wie man hört auf der Ganseburg — einen Bettler, der bei seiner Festnahme dem Gendarmen fcug, ob er den Sternickel suche, der sei er nicht. Sternickel ist ein seit 1905 von der Berliner Staatsanwaltschaft gesuchter, übel berüchtigter Verbrecher, der rein wie weggeweht zu fein fcheint. Ein Vergleich des Bettlers mit der Abbildung SterniclelS im Polizei-Telegraph hatte das Ergebnis, daß eine gewisse Aehnltchkeft zwischen beiden vorhanden ist. Allerdings ist die Abbildung in dem Fahn- dungsblatt nach einer 10 Jahre alten Photographie wieder- gegeben. Die Berliner Staatsanwaltschaft ist sofort telegraphisch von der Festnahme des interestanten Bettlers benachrichtigt worden und e§ wird sich ja wohl aufklären, wieso der Bettler bei seiner Festnahme zu der Frage wegen Sternickel gekommen ist, ob er sich damit nur interessant machen wollte, ob er vielleicht wegen seiner Aehnlichkeit vielleicht schon als der gesuchte Sternickel irgendwo festge- nommen ist oder ob er der Gesuchte ist. Jedenfalls hat man den Vogel bis zur Erledigung der Angelegenheft in der Ost-Anlage einlogiert. Wies eck, 4. Februar. (Verspätet). Am Samstag, 30. Januar, fanden sich die Mitglieder des Kriegervereins nebst Angehörigen im Lokale des Gastwirts Ziegler zusammen, um den Geburtstag des Kaisers zu feiern. Auf die Begrüßungsansprache des I. Vorsitzenden Rinn folgten Theater- auffuhrunaen und komische Vorträge, die sehr vielen Beifall fanden. Lehrer Muller hielt eine kernige Ansprache, die mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unseren Kaiser und unseren Landessursten schloß. Kamerad Flurschütz Weller gedachte der Helden in dem Feldzüge 1870/71. Der Abend verlief ans das schönste. l Rödgen (Kr. Gießen), 4. Febr. Am 30. v. M. feierte der Kriegerverein den Geburtstag unseres Kaisers im Saal de? Kameraden Wagner. Nachdem der Vorsitzende Ernst Jnderthal in kernigen Worten deS TageS gedachte, an dem der Grundstein dcS Reichs gelegt worden war und mit einem Hoch auf den Kaiser geendet hatte, folgte »Heil Dir im Siegerkianz". Darauf ermahnte Kamerad Oswald treu zu Kaiser und Reich zu stehen. Sein Hoch galt dem Vaterland. lH Steinbach, 4. Febr. Im Beisein der Vertretet des Kreisamts und der Kreisschiilkommifsion Gießen fand eine Sitzung des GemeinderatS statt, in der über die Er- richtung einer dritten Schulstelle und die Erbauung eines Schulhauses verhandelt wurde. Es wurde be- schloflen, an Ostern dieses Jahres eine weitere Schulstelle einzurichten, den Neubail aber mit Rücksicht auf die großen Kosten — ca. 85 000 Mk. — die die Wasserleitung vor zwei Jahren verursachte, auf einige Jahre zu verschieben. Eine Wohnung soll als Saal eingerichtet werden. Die beiden jetzigen Schiilklassen sind stark überfüllt und zählen rund 160 Schuler, wovon 90 auf die zweite Klaffe entfallen. Nächste Ostern werden etwa 30 Kinder in die Schule ausgenommen. Die Zahl der Geburten steigt fortgesetzt und betrug 1908 — 40 Kinder. — Unserer Gemeinde fehlt nur noch eine Bahnverbindung. Man hofft hier und in Albach und Annerod, daß in nicht zu ferner Zeit die Gießener elektrische Straßenbahn über Annerod hierher geführt wird. Diese würde man dem Eisenbahnprojekt Gießen— Steinbach—Ettingshausen—Laubach entschieden vorziehen. Die Gemeinden sind zu Opfern für die elektrische Bahn bereit. — Leih gestern, 4. Febr. Wie mitgeteilt wurde, feiert der Gesangverein Lieder kränz am 3., 4. und 5. Juli sein 46jä()cige§ Jubelfest in Verbindung mit 'einem nationalen GesangSwet tstreit, dem man in den Kreisen der Brudervereine großes Jntereffc entgegenbringt, denn es haben sich schon vor dem erst noch ftattfinbenben Delegiertentage verschiedene Vereine zur Teilnahme gemeldet. Hauptsächlich ist dies ivohl darauf zuruckzuführen, daß der Verein Liederlranz in Sängeckcetsen sehr bekannt ist. Hat er doch selbst schon manchen Wettstreit besucht und mit vielen Vereinen in friedlichem Kampfe um die Stegespalme gerungen. Oft schon kehrte er preisgekrönt zurück. — Birklar, 4. Febr. Gestern abend veranstaltete Pfarrer Köhler in unferer Gemeinde einen Evmig. Familienabend, bet- einen sehr jchönen Verlaui nahm. Um 8 Uhr eröffnete Pfarrer Köhler die Verjammluug, dann »ourde voni hiesigen Gejangverem cm Sieb vorgctragen, worauf unser Pfarrer über die Entstehung Birklars, über frühere Sitten und Gebräuche, Steuern und Abgaben, Besotdung der Getsttichen und Lehrer und über die Stanbes- yerrfchaften einen Vorti ag hielt. In beit Pausen würben noch mehrere Lieber vom Verein unb sonstigen Anwesenden gelungen. Lehrer Sußner gedachte des genußreichen Vortrags unb bankte in warmen Worten bem Rebner. Bevor ber Abjchieb erfolgte, wurde der Antrag zur Gründung einer Volksdibliothek geftcUt unb cS wäre wünschenswert, baß sie zustanbe fomnu. L. Friedberg, 4. Febr. Die schriftlichen Prüfungen der Abiturienten des Gyinna st ums begannen am Montag. Es beteiligten sich daran 12 Gymnasiasten und eine Gymnasiastin. Tie mündliche Prüfung ist auf den 27. Febriiar festgesetzt. = Krofdorf, 5. Febr. Am nächsten Sonntag, 7. Febr., abends 8 Uhr wird ReichStagsabg. Franz BehrenS im Saale des Gastwirts Freund einen Vortrag halten. (S. Anzeige.) s. Marburg, 4. Febr. 8llS Privatdozent der medizinischen Fakultät habilitiert sich morgen Dr. med. Oskar BrunS mit einer Antrittsvorlesung über: „Die Ursachen und die Wirkung ber Dyspnoe." ^V. Frankfurt a. M., 4. Febr. DaS Bureau der Luftschiffahrt-AuSsteklung 1909 versendet heute die Zirkulare, durch welche zur Beschickung der Ausstellung ein* geladen wird und die Bedingungen für die Beteiligung bekannt gegeben werden. Aus diesem Zirkular ist folgendes von allgemeinem Interesse: Dio Ausstellung findet vom 10. Juni bis 10. Oktober 1909 in der hiesigen AuSstellungS» und Festhalle statt. Eine Prämiierung der Ausstellungsgegenstände ist vorläufig nicht in Aussicht genommen, dagegen werden Wettbewerbe aller Art stattfinden. Eisgang und hochwaffer. Gießen, 5. Febr. Ein gigantisches Schauspiel hatten gestern nachmittag zahlrcickie Zuschauer von ber Lahnbrücke aus, eine Augcmveite, nnc sie seit langen Jahren nicht dageivesen ist. Die Eismassen, die durch das Tamvetter und ten Regen auf ter Woog, also Hinter dem Wehr an Burks-Mühle, sich gestaut hatten und einen förmlichen Damm quer über ter Lahn bildeten, barsten und krachten gegen 1 Uhr und setzten sich mit Getöse erst langsam, dann schneller über daS Wehr flußabwärts in Bewegung. Tie scharfe Strömung tes hoch- gcheu-den Flusses trieb die großen Ci^chvlken mit voller Wucht gegen die Pfeiler der Lahnbrücke, so daß sie prasselnd zerkleinert wurden. Die Menschen auf ter Drücke sahen mit Interesse dem Eistreiben zu. 23on Stunde zu Stunde schwoll die Lahn an, das Wasser stieg in bedenklicher Höhe und ging über ten Schweine- markt hinweg bis an die Krofdorser Straß:, die man um 4 Uhr nachmittags noch auf beiden Bürgersteigen prssieren konnte. Immer neue Wassecmasien fluteten unablässig zu, so daß um 6 Uhr die Krofdorfer Straße auf ter rechten Seite unter Wasser geshellt war. Xuftig die -um TwAten fid)inqie Wäsch»: int z3*nbc flaltretr, »rar irre diese Zeit nur noch mittels an*« Nacken- zu erreichen, llre 10 Uhr abends war der ?yabrbamir der ÄTOfberfct Gerate iiberf(utrt uno an den lehren £»freiten ftanb das Nasser bereit- lihcz beide Bürgersteig-, dabei ftieg die Saitenntnge noch ju* sehende Von der Lahn bi3 -u den Hohen der Hardt bildere do' Vytlb einen förmlichen Tee, ans dem nur die neue- ÄTvfborKi Q,txnv knapp hervvrsah. Xie Bassermassen waren teilweise m die Garten und Ho frei len jenseits der Latznbrücke rengdmingat -"'c lind die Irrten, die an der Stadt an dem sonst so kleinen .tüfidxn liegen, überschwemmt, oatn au& dem Klübchen ift ein förmliche Strom geworden, des'en Äassremengen wegen di-) hohen Standes der Labn nicht abflieyn Tannen. Tic Eisbahn und die Wiesen hinter ihr gleichen einem nwben See Hoffentlich versaust sich da» Wasser so schnell, wie i-5 gekmrmen ift und der Schaden ift nicht so groß, wie man bc- lürchteb IW alte Zölle hatte gestern abend die Stadt dafür Vorsorge getroffen, wenn wirklich eine Wassernot für die Bewohner be4 unteren Teils der Häuser rechts m der 5h$foorfcr Straße über Nacht emttrtai würde, diesen Beistand geleistet werben konnte Man hat einen Lerbradungsstcg gebaut und Nacken bereit liegen LuS Marburg wird gemeldet: Die in der oberh. und Hinterländer Bergen und TSäldern lagernden gewaltigen Schneemassen haben sich begünstigt durch das cingetrelene Regemoetter über Nacht in Wasser verwandelt. Die vielen kleinen Backe und Flüßchen, die sich aus den Seitentälern in die Lahn und Cfrm «gießen, lind zu Strömen gervvrden und die Folge tii, daß das ganze Labn- 2al einem großen See gleicht Das Wasser kam so unverhofft schnell, daß in manchen Dörfern, z. B. nt Ker ubach, Warzenback und den Ortschrsten südlich Marburgs, die Landleute mitten nt der Nacht ihr Vieh aus den Stallen retten mußten Die schmutzige trüben Fluten brachten heute eine völlige Holzbrücke, sowie eine Menge 6>rube»- und Bauholz mit Wie aus Fran kenberg gemeldet wird, ist auch die Eder aus ihrem Ufer getreten und lmt bei (Aerbringhausen zwei Sisenbahnviadukte zerstört. Ter 'betrieb der Eisenbahn strecke Marburg—Warburg wird durck Und- feigen aufrecht erhalten. Auch sonst laufen au- der näheren und ferneren Umgebung Hiobsmeloungen über Hochwasserschäden ein. ( Dav rasche Schmelzen der großen Schncemassen, das durch Regenwetter verursacht wurde, hat dav Ohmtal in einen >See verwandelt. Dav Wasser reicht bis an den Fuß bei !dav Tal begrenzenden Hügelketten. Die Brücken vciinögcn die Wassermassen nicht zu fassen, so daß sie überschlagen 91 (le Mühlwasser müssen gestaut werden, weil anders das »Wasser zu stark auf die Mühlräder fällt. Da der Boden noch nicht aufgetaut, dringen aber auch die Gewässer von den Bergen in die tief gelegenen Ställe und Keller ein, Fel!) unb Wiesen erhalten nun die erstliche gründliche Bewässerung und die Maulwurfvplage wird nun beseitigt. An Lollar staute sich am Mittwoch abend gegen 10 Uhr W EiS vor dem Steg über die Lunida ne dar Schulsttatzc derart, ton das mittlere F-est» samt den cijcrneu Trägern gegen »all Uhr zusammenstürhtr. Ferner haben die EiSmasscn eineir hölzernen V’i#btcd)er vor bei Brücke, bet Straße Lollar—Gießen zur Hälfte abgebrochen. Letzteres wurde durck die Rrguliernng ber Lumda -»crursacht, durck die die früheren Wasserstauungen beseitigt smd Aetzt fließt da- Wasser rasch ab, Ivie weiur es einem W» hr hinunter fällt. Die Lumda steigt tmmrr noch langsam. Bei Heuchelheim ist der Bieberback in einer Weise au seinen Ufern getreten, wir lange nickt. Die breite Dorfstraß? zwischen stütthanS und Brücke ist überflutet und dadurch für die angrenzenden Bewohner jeglickc Verbindung unmöglich gemacht Biel sack» drang daS Wasser in tue augrenendrn, Keller und utan war hoher sgenottgt, brr Bvrräte dann in Sicherheit zu bringen. iXrt Lahn tat zwisäien Gießen, Klein-Linden, Heuck.'lheün diS Atzback nick Asetzlar bildet einen einzigen Se c. Bei Klein Linden, Dutenhofen unb Dorlar steht das Wasser bis des Menschen besaßt. Er ist au dem Ergebnis gekommen, daß, das Gewicht als bedeutsamer Faktor bei der LebenSv«sick«uug an- zuschen ist. Dic von Wuct» kleinen Leute «reicken da» erford«- ticke Normolgcwicht leichter und eher als hir großen. In der^ ssslben angenehmen Lage finb die Frauen im Vergleich zu twrt ytännern. Eine Schwere, dic das nack dem V'ilHltUiS onrr4 ;lörpngroße und Lebensalter berechnete Normnlgewickt nm mehr als 20 Prozent übersteigt, bezeichnet Svmoiids als Uebcrgewrckt. Wenn cs nach bem 28. X.'ilh-n*?]Ql>rc eintritt, gilt es ihm als bc-, benkliche» Zeichen. Da» Uebcrgewicht, so kann man ganz allgemein behaupten, trägt zur Verkürzung des Lebens bei, svwvhL bet Mälurern wie bei Frauen Bei den letztern allerdings, fo bemerkt er fein, tritt dieses Uebergewickt seltener «ras. denn Rrauar lassen r i selten so weit tomiucn, daß fic nberslüssiges Fett ankctzen. Obwohl Svinond» seine statistisclxn 'belege nur out b« Bevölkerung ber Vereinigten ^.taaten und .stanadas gewonnen hat und ausdrücklich bemerkt, sie paßten auf Deutsche nutzt, ba biäe gewöhnlich stärk« und jckwcicr gebaut seien, so ist er doch zu der Erkenntnis gekonimen, daß bav Uebergewickt imni« ein böses. Zeichen ist. TaS Fett des Menschen, sagt er mit einem Anslugz von Humor, scheint überall dasselbe zu iein, wo man es auch sinder, unb hat dieselbe Wirkung aur die voraussichtliche Lebensdauer sowohl in England, Tcutickland. Holland, Belgien. Frankreich, Italien, Mepiko tote den Bereinigten Staaten. Tas, wasl Symonds Untergennckt nennt, ein Körpergewicht, das nicht untre 80 Prozent oeS NornialgewichtS h^obgeht, erscheint ihm als viel, weniger gefährlich, doch ist ein Körpregcwichl, da» unta btfi angegebene MindestqrenAc derabgeht, namentlich für die lüngant Lebensalter von vahf ugnisvoll« Bedcittunq Altz eine sehr häuug» ui Verbindung mit solchem Mindergewicln vorftmnnenb< Krank- beit nennt er bie Tuberkulose. Tägigen hebt er als befotüxr* bezeichnenb hervor, daß von den „U eher gewichtigen" nach feinte Berechnung fein«, weder Mann noch Frau, an Altersschwäche gestorben sei obre das acklzigste Lebenstabr erreicht habe.^ Dow den „Untergewichtigen" aber jcien 22 Mann« unb fünf Fraucir an Altersschioächc gestorben: auch hätten 14 von ihnen das ochrziqste LebenStahr unb zwei sogar das neunzigste Lebenswahr «reicht. Tr Svmonds »aßt baba bas Ergebnis fein« Untresnckung kurzi bahin zusannnen: Ueber.rewickt ist eine Last, unb fem Ersatzvorrat, von bem man in Zeiten brr Not unb Krankheit zehren könnte. * Ein moderner Mojes. Im Land her unbegrenzten Möglichkeiten macken alle sozialen Einricknungen eine ständige Urnivandlimg durch. Sie werden immer wieder modernisiert nntv unserer brütigen 3cu anaepaßt B'SH« erstreckte sich diese M<>- dernü'ierung stets nur aui .Handel, Industrie. Erziehung und bie Liebe. Jüngst nun laudtfe ein neu« Prophet auf, ber eS notwendig befand, auch die Zehn Gebote zu verändern, sie unser« modernen VrehäUnii'en anzupassen. Reverend Solare au# Hebe» land bot eine Gemciiide von rangen Männern und Mädchen, Methodisten, rkongregatwnisttn. Baptisten obre Presbyterianer, un ganzen mehr als 20 000 Menschen, tu ein« großen ReligwnF- qemein'chaft um sich geickarl, denen er eint neue, moderne Ätlifliott predigt. Ta in diesem neuen Rahmen Ne biblischen Zehn Gebote keineswegs hineingepaßt hätten, hat der Reformator es fich angelegen fein lassen, neue Gebote, bie unseren Verhältnissen Rechnung tragen, ra verkünden Es sind dies wlgrnde: 1. Stets möge Lein G.-'ilfN lächeln, damit bn anck beinc Mitmenschen d«idurcks reireuft 2. Tcui Händedruck sei stct» kräftig, denn du bist rut Mann und keine Giraffe. 3 Komme nie zehn Minuten zu spät und mit brummig« Miene in dein Bureau I Deende deine Arbeiten im Bureau nie zcdn Minuten zu früh und zeige nie, daß tu dickhaiü, sie beendet zu haben. 5. Wenn cui zwei Dollar besitzit, enh dir nie ben Anschein, zehn im Vermögen zu haben. 6. Bleibe n. d inen Talen und auch tn beincn Vergnügungen. 7. Ergib dick nicht dem Flirt unb ber Zerstreuung, d Wenn du in ein. n Cmmbu» steigst, benütze st-IS nur einen lege deine Beine auch nickt aui die Polster danke, denn bu mußt Ruck'icht nehmen au’ berat Mitmenschen, damit sie Rücksicht negmzÄ hilf dich. Sei auch vorsichtig beim Ausspucken, denn du könntest jemand treffen. 9. Strebe stets danach, all deinen Mitmenschen liebenswert zu erscheinen. 10. In allen Lebenslagen beweise stets, daß du eine gute Erziehung genossen hast. — Was wohl Moses sagen würde, wenn er diese Zehn Gebote seines amerikanischen Nachfolgers zu Gesicht bekäme? Kleine Tageschrouik. Ingenieur Wetzel, der ehemalige Direktor der Sbandaner Straßenbahn, der wegen des Unglücks bei Ruhleben zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde tont Kaiser zu zwei Monaten Festungshaft begnadigt. Der Direktor der Bonner Bank für Handel und Gewerbe, Dahm, ist wegen Konkursvergehens verhaftet worden. Dio Regierung bat Maßnahmen gcgendic schlagenden Wetter in den Bergiverken getroffen. Auf den königlichen Gruben werden Versuche nrit der sogenannten Düse gemacht, die das Ansammeln des trockenen Kohlenstaubes verhüten. Die Versuche haben Erfolge. Wegen Unterschlagungen von etwa 69 000 Mark haben sich in Landshut die Bankinhaber Ernst und Joses Pappen berg er der Staatsanwaltschaft gestellt. Ter vor wenigen Jahren mit einem Geldaufwand von vier Millionen Francs erbaute Kursaal in Spa steht in Flammen. Der starke Wind begünstigt den Brand. Das Dach stürzte ein. Der Konzertsaal ist vollständig vernichtet. Der Suez-Kanal ist seit gestern früh durch den festge- lahrenen Dampfer „Sado Marn" gesperrt. Handel. — Preußische 5llasienlotterie: Tie Erneuerung der Lose zur 2. Klaffe der 220. Lotterie nurß mit Vorlegung der Lose 1. Klasse spätestens bis zum 8. d. M. geschehen sein.' Auch müssen die Freilose zur 2. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose der J. Klasse bis zum vorerwähnten Termine emgeforbcrt sein. -- Deutsche Staatsanleihen. In neuester Zeit zeigt sich wieder ausgesprochene Festigkeit bei langsam steigenden Kursen für die deutschen und auch für die Anleihen der Bundesstaaten. Besonders gestern herrschte in den letztgenannten Werten ein ziemlich lebhafter Verkehr. Nachdem in den letzten Tagen zögernd Anfragen aus dem Auslande, ganz besonders aus Frankreich, nach deutschen Anleihen und Reichsschatzanweisungen gekommen waren, sind mm auch aus Paris ziemlich bcdelltcude Kaufaufträge für Reichsanleihcn eingelaufen und zwar nicht nur per Ultimo, sondern vorzugsweise per Kasse. Tie neuesten Käufe von Reichsanleihcn sind insofern auch bemerkenswert, als feit sehr langer Zeit Paris nicht mehr als Käufer am Markt war. — Kleine F i n a n z-E h r o u i k. Ter erste Kurs der an der Berliner Börse neuzugelasseneu Aktien der M aschinen- fabrik Luther in Braunschweig stellte sich auf 101"/, — Em Konsotiruin unter Führung der Bank für Handel und Industrie in Bcrlru 16 Mill. Alk. 4°/0 bis 1909 unkündbare Oldcnburgische Staatsanleihe übernommen. (:) Wetzlar, 4. Febr. Bei den in letzter Zeit abgehaltenen Holzv erst eigeruii gen wurde durchschnittlich däs Klafter Buchcii-Schcilholz mit 40 — 44 Alk., vereinzelt sogar mit 48 bis 50 Alk. bezahlt, Rollscheiter kamen mein viel billiger. Selbst Prügelholz kostete ein Klafter bis 36 Alk. Auch die begehrten Durchforstungsreiser haben wie das Oberholz den doppelten Preis gegen früher. Berlin,!. Febr. Die Betriebseinnahmen der S ch a n t u n g- Eisenbahn betrugen im Januar dS. Js. 157000 mexikanische Dollars gegen 145 000 mex. Dollars im gleichen Monat des Vorjahres. Bonn, 4. Febr. Tie Konkursverivaltung der Bonner Bank für Handel und Gewerbe hat gegen zehn Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Klage auf Schadenersatz m noch nicht sestzustellender Hohe, mindestens aber 1 Million Mark, erhoben. Tie Zivukaminer I des Landgerichts Bonn hat Termin zur Verhandlung auf den 23. Februar d. I. festgesetzt. Märkte. ke. Frankfurt a. M., 5. Febr. Heu- und Strohmarkt. Angefahreu waren 2 Wagen Heu und 00 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.70—3.80, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 0.00 - 0.00, Maschiuenstroh Mk. 0.00. Tendenz fest. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Samstag den 6. Februar: Meist trüb. Schneeschauer. Kälter. Windig. Grigttral.Oraytmeldunsen. Berlin, 5. Febr. Die Neichstagscrsatzwahl in D ü r e n- Jülich für den verstorbenen Grafen Hompesch ist auf den 3. April festgesetzt worden. Brüssel, 5. Febr. Die Kammer nahm einen Antrag an, ivelchcr die Kenntnis der deutschen Sprache von den Gerichtsdiencrn in denjenigen Bezirken verlangt, die zum deutschen Sprachgebiete gehören. Das ist der erste Sieg der deutschen Bewegung in Belgien. Petersburg, 5. Febr. Die Verhaftung Lopuchins hat auf den Zaren einen tiefen Eindruck gemacht. Er äußerte zu seiner nächsten Umgebung: „Auf wen kann ich mich nun eigentlich noch verlassen?* Auf Befehl des Zaren soll eine Spezial-Kommission ernannt werden, an deren Spitze ein Flügel-Adjutant steht, zwecks gründlicher Untersuchung der 2lffärc Lopuchin-Äsew. Paris, 5. Febr. Dem Matin zufolge dürfte bei einer etwaigen Demission Tittonis der italienische Botschafter in Paris, Gras Gal liena, sein Nachfolger werden. Die tieftrauernden Kinder. 0788) Gießen, Neuenweg 6, den 5. Februar 1909. Bilanz pro 31. Dezember 1908 1907 Ausgetreten sind in 1908 Demnach Bestand Ende 1908 • Die Beerdigung findet Samstag, nachm. 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Die Mitgliedcrzahl betrug Ende Es traten tu 1908 neu ein Der Vorstand: P. Reuschling 4r. K. Lotz. Klein-Linden, den 31. Dezember 1909. Konsum -Verein E. G. m. u. H. Klein-Linden. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Schwester und Tante Hm Marie TrankWwe. geb. Nlm nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. 119 10 129 8 817) Jung, Direktor. Aktiva. M. An Kassa-Konto 173.43 , Ware»! 7489.10 , Mobilien 137.07 „ Utensilien 17.60 , Debitoren 1618.54 Passiva. M. Per Mitglieder- giithaben 1993.— , Rescroefond 2034.52 „ Betriebsrücklagcn 2350.41 , Restgehalt 520.25 „ Reingewinn 2537 56 M. 9435.74 M. 9435.74 Jagd-Verpachtung. Dienstag den 9. Februar 1. Js., nachmittags 11 Uhr loll auf hiesiger Bürgermeisterei die der Gemeinde Oden- Hausen zustehendc Feld- u. Waldjagd auf 6 Jahre, unter ben vor der Perpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich inetstbietcnd verpachtet werden. Das Revier hat guten Rehwildsland, auch sind Fasanen vorhanden, ist Bahnstation und der Jagdbezirk leicht erreichbar. Ovenhausen nm 16. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Odenhansen. _______________________Laug.__________________(450 Holzversteigerung. Donnerstag beit 11. Februar 1909, vormittags 9^ Uhr an soll im Anncröder Gemeindewald folgendes Holz ^versteigert werden: a) Werk- und Nutzholz. 30 Fichten-Stämme V. Kl., 12—18 Mtr. lang, 7 Fm. haltend Ö65 Fichtenderbstangen, 6—11 Ctm. Dchm., 27,46 Fm. haltend 7,4 Rm. Nutzreisig, zu Bohnenstangen geeignet. b) Vreunholz. 5 Rm. Kiefern- und Flchten-Rundscheit 75 Rm. Eichen-, Kiefern- und Fichten-Knüppel 6780 Eichen-, Kiefern- und Fichten-Wellen HO Rm. Fichten-Stocke. Die Zusammenkunft ist beim neuen Pflanzgarten. Annerod, den 3. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 808)______ Horn. Nutzholz - Versteigerung im Gememdetvaldc von Groß - Rechtenbach Donnerstag den 11. d. Mts., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr Distrikt .Tiefegraben": Eichen: 14 Stämme II. Kl. = 21,97 Fm., 47 III. Kl. == 30,71 Fm., 6 IV. Kl. — 1,58 Fm. und 17 Rm. Nutzholz. Nadelholz 20 Stämme III. u. IV. Kl. = 3,58 Fm., 635 Stangen I.—III. Kl. und 4 Nm. Nutzholz. Groß-Nechtenbach, den 3. Februar 1909. a6/, Das Bürgermeister-Amt. Auf Kredit Anzahlung Plocksir für Mark 165 Anzahlung Mark 15 non Mk. 3 Einzelne Möbel Schränke, Tische, Kommode, Vertikows, Büffets, Sofas, Divans, Chaiselongues,Trumeaux Spiegel, Uhren, Kinderwagen für Mark 60 Anzahlung Mark 5 für Mark 90 Anzahlung Mark 8 für Mark 120 Anzahlung Mark 10 10% Rabatt auf alle Konserven um zu räumen. [ k L. Steinhäuser. Kroftbalsam das neueste Mittel, nur (hv'7i: Adler Drogcrie, Ctto Scham. 'M Mv- .. . ,.wu; *x>' ----*r-4j MW Warenhaus 1. Goldschmidt Schulstr. 6 GIESSEN Schulstr. 6 Tanz-Schuhe Grösste Auswahl meiner aparten Dessins in allen Preislagen. Wilh. Herbert g Inh.: Carl Herbert a5/, K Marktplatz 2 Marktplatz 2 « Beachten Sie bitte meine Schaufenster. Sehlnlltiige der 95 Hg.-Woche! Jede Zusammenstellung ist ein ganz as/ hervorragender Gelegenheitskauf! Holzversteigerung. Freitag den 12. Februar l. Js., vormittags 9', Uhr werden bei Gafnnrrl Hörle zu 'Dterlau aus den Distrikten Eichheege, GänS- heege, Beunewaid, Haag, Burgwald 1 und 7, -voheroth, Atgenbodeu und Vinnenitrutb der Forstw artet Merlau, sowie den Diftrikicn >iratzverg, LinneS, Lehnheimer Linneö, Kammerwald und Flensunger Kops der Forstwanei Lehnheim versteigert: Scheiter Rm.: 40 Buche, 2 vainbuche (runb), 2 Ahorn, 78 Eiche (20.5 Rm. rund, für Wagner), 4 Birke, 2 Erle, 246 Kiefer (runb), 32 Fichte (runb), 2 Weltzwnnc. Knüppel Rm.: 38 Buche, 4 vainbuche, 4 Esche, 2 Ahorn, 2(6 Eiche, 2 Elsbeere, 11 Erle, 2 Aspe, 279 Kiefer, 2 Lärche, 8!» Fichte. Knüppelreisig Rm.: 46 Buche, 74 Eiche. 12 Asve, 116 Kiefer, 91 Fichte <42 Rm. in Schichtens. Gewöhnlich Reisig Rm.: HO Buche, 8 Esche, Ahorn, 286 Eiche, Birke, 6 Erle, Asve, 2 Fichte. Störte Rm.: 10 Buche, 62 Eiche, Birke, 2 Erle, 103 Kiefer (8 fein gespalten», 185 Fichte. Auskunft erteilen Großh. Forftwart Müller zu Mücke. sowie Forstwart-Asvcram Glicht berg zu Aierlcm. Grünberg, den 2. Februar 1909. Groszherzogllchc Lbcrförsterei 9licder-Ohmen. Schneider. königliche Oberfösterei Rotzberg. 4.-6. 300 Der im Termin anwesende Rendant nimmt Zahlungen ent- Holzverkauf öffentlich, meistbietend, Freitag 12. Februar von morgens 9 Uhr ab in der Eißner scheu Gajuvirlschäft zu Rotzberg: aus den Forftonen Fohlenstall, Anger (an den Straßen zum Toienweg und nach Winnen) Fichtenberg, Zipfen, Röderburg, vorderer Hang. 1)-. 2 Eiche: 20 Rm. Stützrollen, 2 Mtr. lang zu Gartcm'sosten 47 Rm. Scheu, 40 Rm. Knüppel Buche: 6 Fftm. starkes Schnittholz 400 Rm. Scheit, 200 Rm. Knüppel ' Fichte: 7X5 Fstm. Stämme 3. und 4. Klasse 109 Stangen 1.—3. Masse gegen. Die Gemeinde Salzböden hat im Distrikt »Faberstiick' Gerneindewaldes Salzböden freihändig zu uertauren: 9 Ätadelholzstärnrne 2. Kl. mit zus. 15,15 Fm. 113 „ 3. Kl. mU zus. 65:54 Fm. 141 „ 4. Kl. mit zus. 26,50 Fm. Angebote nach Klasien nehme ich bis 15. Fedr. einschließlich entgegen. Krofdorf, 3. Februar 1909. Der Bürgermeister. Braun.B5,'. Kassiererin zum 15. März gesucht. 815 Schriftliche Offerten nur von solchen Samen, welche schon ähnliche Posten bekleidet haben und in der Buchführung bewandert sind, erbittet Carl Nowack. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über den Nachlaß des verlebten Heinrich Huhu in Gießen wird nach erfolgter Verteilung der Masse hierdurch aufgehoben. Gießen, den 3. Februar 1909. B*7.) Großh. Amtsgericht. F reibank. Schweinefleisch Psd. 50 Big. _________(B^_________ Mit jedem Tage erwirbt sich mein 1385 Hübneraugenmittel „Radikal" »er Flasche 50 Psg. immer mehr Freunde. Germania-Drogerie:: Carl Seibel Nächste Nähe des Bahnhofs und Kliniken. — Telefon 593. mit Brut vernichtet radikal Bado* machen Goldgeist. Patentamt!, gesch. No. 75198. Geruch- u. farblos. Reinigt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhütet Zuzug von Parasiten. Wichtig für sdnütiiiäcr, fluche SS kt«, erie. [ss4/? | HS -—~--Telefon 624. Bringe meine Säl© zur Abhaliung v. Festlichkeiten jeglich. An in empfehlende Erinnerung. Kuchen, Torten u. s. w. täglich frisch. [813 Gemütliche Kaffeczimmer. Grüß. Gesellschaften Anmeldung, vorher erwünscht. Hochachtcnd _______________J. liübbcrt. Täglich frische Lahnstsche, Schellfisch und Zauder zu haben, ^öwenganc 13. [0789 HosllilHiii'ö Merkalk tU Cü)t und billigst bei [759 August Wallenfels Marktplatz 17 zu haben. J. Brahms. Programm; nmictaascht werden. L'nglltlg dnd an allen 8 Tagen rotweuAft und gelbe Karten. v*/. ■ D‘/w am neuen Stadttheater, Johannesstrasse 1 Telefon No. 120 und 174, Aktteil-Kapital und Reserven: ISS1/. Millionen Mark. t Ib”,', Dietl. Müller. Unser ■1 hat beflonnnu Alle Lchuhwaren gelangen in biefen Tagen zu reduzierten Prenen zum Verkauf. 45,000 Mk. W (a7. Gewinne 20,000 Mk. W Springmanns Schuhhaus 11 Steh. Mk. 10.—, Porto n. Liste 30 Pfg., sind m Lose Mk. I haben bei dem General-Debit Giessen, Bahnhofstrasse 58 Ihr*/ liehen Verkaaf«teilen. C . OFFENBACff^* - -j ____ — — .. lz i . «xe txc_ 1 ' ' 'j - -Ti ■> 1632 Gewinne Fr. Abt. M. Fllke. G. B. Pergolese. J. >. Bach. J. Mdlheeoa. G. F. Handel. (Altdeeuch1e. 16ö0) 1 i • ist bekanntlich die Bezeichnung unseres weltberühmten Spezialisiere* und als solche uns patentamtlich geschützt. Indem wir uns wegen der durch fragliche Annonce geschehenen V er- letzung unseres Zeiohenrechtes an dem Namen „Salvator“ die geeigneten Schritte vor behalten, warnen wir gleichzeitig vor jeder weiteren missbräuchlichen Benützung unseres Zeichens. München, im Februar 1909. 2 Unsere Depositenkasse nimmt Barbeträge zur Verzinsung gegen Ausstellung von Spareinlagebüchern an und zwar täglich vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Samstags nur bis 4 Uhr. Die Bank für Handel und Industrie ist in Hessen zur Anlage von Mündelgeldern geeignet erklärt worden. Aktiengesellschaft Paulanerhräu Salvatorbrauerei. Fr. Heg*r. L. via Beethoven. UN SEIFE I FAUSTRIMG Eu gros: Trlbu* A Sondheim. (»je».« en. Fr. bdcher. R. Wagner. H. Wolf. R. blranw. Fr. Schobert. Mark 1 —, Schüler- von Errat Challier Herrn Hausverwalter Bitter zu beben. T • Die von dem Plencr bezogenen Sperr*! tzkarten mU**cn bei flrnot Challier rinlrlHrbnrlon tu Mark 2.-, (Spernitz Mark 2.50), Stndentenkartcn LinirHlSKanen karten Mark 0U>O 8iud in der Muaikalieubandiang Kudolph’s Nachfolger), sowie ebenda an der Kasee, für Studierende auch bei Rob. Schumann Manfred Dramatisch. Gedicht Vorher: Kran« Schubert: Lu voll. Sinfonie In b in oll. Bank für Handel und Industrie Niederlassung Giessen b- Heidenröslein c) Wiegenlied 7. Lieder am Darier: a) Schmerzen . . b) Morgentau . . Bankfür Handel und Industrie Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank) Giessen Erklärung. In Nr. 25 des Giessener Anzeiger vorn 30. Januar 1. J. erlässt Albert Rappmann, Kolosseum Glessen, WaUtorstrasse 36 ein Inserat, welches eine grobe und straf bare Verletzung unseres Zeichenrechtes an dem Namen „Salvator“ enthält. Hiegegen öffentlich zu protestieren, sehen wir uns umsomehr veranlasst, °als mit der fraglichen Ankündigung kein anderer Zweck verfolgt sein kann, als von der Volkstümlichkeit der Bezeichnung „Salvator“ und der Beliebtheit des so bezeichneten Bieres für ein anderes Produkt Nutzen zu ziehen. Programm. 1. Schlafwondel, Chor • eapella . - - 2. Romanze für Violine, mit Begleitung des Fundorte op. 40 in G-dur S. Lieder am Klarier; a> behuueht, op. Nr. 3 b) Wie bist du meine Königin, op. 32 Nr. 9 l e) An die Nachtigall, op. 4*> Nr. 4 d) balotne, op. 63 Nr. b 4. Chöre a eapella: a) Die »rille W aeeenose .. b) Frühling ..... 5, Solostacke alter Mekler Ihr Violine, mit Begleitung de» Planofurte a) Arie b) Gavotte •••»•■>■ e) Air . d) Menuett . . . . . • 6. Volkslieder für Chor a eapella: a) Es flog ein kleines Waldvöglein Anfang de* Konzerte* nachm. 67« L’hr. Hauptprobe ora Hlttwoch, den 17. Februar, nachm. 3*/, Lhr. Sonderabonnements zu ermässigten Preisen T Äciae NitiofoWt 3*1 V’Ö. 75 itfg. Reiner Hau&bail-Katio Md. V5 uiffl k L.Stelnhieeer a) Dir Abonnenten: Rote Karte (6 Abende), denen nur das 7. Konzert (Missa) zusteht, können Abonnements für das 0. und B Konzert erhalten (Umtausch ihrer roten Karte unter Beibehaltung des bisher Innegehabton Platzes und Zuzahlung für: I. I latz Mk. « II- 1 latz Mk. 6. , III. Platz Mk. ÖO, IV. Platz Mk. 350 bl Für Jedermann 0- 7. und 8. Konzert) I. Plata Mk. 12.—, H. Platz Mk, 10.—, IIL Platz Mk. 7.50, IV Platz Mk. 6.—. Es wird höflichst gebeten, die gewünschten Abonnements möglichst bald. »patenten» aber bis 6. Februar zu bestellen. Vom 7. Februar ab, wo der Kartenverkauf für die einzelnen Abende beginnt, kann kein Abonnement mehr abgegeben werden. Eintrittspreise für ein Konzert: . 1. Platz Mk. 6 —, 2. Platz 4.—, 3. Platz 8.—. 4. Platz 2.50, unnumenert nur zur Missa in der Stadtkirche) L— Karten für Studierende Mk. L—. Eintrittspreise für eine Hauptprobe. Mk. IAO. Für Mitglieder nur Im Vorverkauf (bei Challier) Mk. L— sonst Mk. 1.50, für Studierende nur Im Vorverkauf Mk. 0.75, für Schüler Mk. OLO. Der Vorverkauf findet bei Ernst Challier (Rudolph** Nachf.) statt, mit An* hahme der Karten für Studierende, die (für das Konzert nur in beschränkter Anzahl! nur beim Hausverwalter Herrn Ritter zu haben sind. Kartenverkauf für das Kirchenkonzert am 16., vom 13. ab auch bei Herrn L. Find gegenüber der Stadtkirche. Festbuch, Texte, Musikführer bei Ernst Challier, für das Kirchenkonzert auch bei Herrn Land. Am 14. u. 18. Februar sind nur blaue und Sonder-Abo n ne men t#knrt en gültig, am 16. Februar hlnue, rote und Sonder-Abonncmentskartcn. Wohitätigkeits - Konzert des Kronbauerschen Quartettvereins in Giessen Dirigent: Herr Professor G. Trautmann, Grosah. Univ.-Musikdirektor. Sonntag, den 7. Febmar 1909, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschafts-Vereins Unter gütiger Mitwirkung von Frau Berthe Bonlin-Berg, Konzertsängerin aus Berlin (Gesang). Herr Walter Davisson aus Frankfurt a. M. (S lohne). Giessener Konzert-Verein === Jubiläums-Konzerte zur Feier des neunzigjähxigen Stiftungsfestes des Akademischen Gesangvereins (6., 7. und 8. Konzert de» Konzertverein») 6.rte« - Fr.,1, fort a. H. Chor; Der AkadcmUckc Geeangverela- Am Sonntag, den 14. Februar: Orchester-Abend Im Stadttheater. Mit wirkende. Frau Erika Wedekind, Kammersängerin aus Dresden. Prufesaor G. Trautmann (Klavier-. narhtnltl.K, ,>/. Ihr. der Hauptprobe v.rmlttwr- 11 Ihr Am Dienstag, den 16. Februar: Chorkonzert in der HUdtkirche. Mit wirkende: Fran Kampiert. Frau Hallwach.. Herr Lohmann. Herr Ad. Müller Organist; Herr Görlach. I van Beethoven: Missa solemnis. Anfang dea Konaertc* nachm. 6'/. Ihr, Hauptprobe am Hontag, den 15. Februar nachmittag* 61/, Ihr. Am Donnerstag, den 18. Februar: Chorkonzert im Stadttheater. Mltwirfcendc Hcrrtieneral-Inteudunt E. von Po**art, Fräulein Helene Achterberg, Herr Karl Neurath, Giessen. c) Wiegenlied . . . » - 8. Chöre mit Begleitung de» l'iaaoforte: a) Mondenschein (fflnNtimmig) b, Nachtgeeang im Walde Louis Hederich, ■owte bei den Kgl. Preus» Lotterie-Einnehmern und in allen durch Plakate erkennt- MM Wohlfalirts-Eotteric in Frankfurt a. 91.