Erstes Blatt 159. Jahrgang Nr. 282 fet «letzener Lnztt-e, erid)ftnf täglich, auver Lonnlags. - Beilagen: piet mal wöchentlich ßietzenerZamtUenblLtter, Möeimal roöctienlLKtdSi diaNtardenUrrisSiehen (Tienslng und Freiing); jiveunnl monnll. Land- virilchastliche Seilfragen Remipvcd) - Anschlüsse: für die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse lür Deveschenr Anzeiger Gießen. Mittwoch 1. Dezember 1909 Ä Vezugsprel»: JL-. 3$ ^9 monatlich75V.,viertel- a a Ak aa Al a a Ak jährlich 'Jlt 2.20; durch MtiMtdM1 Jl AVsss Md. @8 W HZ H K W W Uz M O iS iUZ $8 jährl. auäschl. Beflellg. «Hl Eg fMj feÄ KÄ K® RN aZa. X 4 ' V.jl "UX ff M ffl ZerlenpreiS:lokal 15V, U W H BL & gL KJ KL W W auswärts 20 Venmq. v U M Mw V W7 V M W M V w Che,redakrenr:A Goetz. AiZ^lr Verantwortlich für den A«y *’=^r G a> ZU* <" Äs' ** politischen Teil: August General-Anzeiger für Gberhesten LSS znnalsme von Anzeige» V Ä< V 5 II u. Land" und.Gerichts- blS oori^tla^s'tth? Rotationsdruck und Verlag der Sriihl'schen Univ.-Vuch- und Steiudruckerei H. Lange. Reöaftton, Expedition und Druckerei: Zchnlstratze 7. y^e,:flenteüe:B;6.UVeX Die heutige Nummer umfafet 16 Seiten. Die Thronrede. Wenn auch der neue deutsche Reichskanzler Herr v. Bethmann-Hollweg sich bisher über die Ziele seiner inneren und äußeren Politik in tiefstes Schweigen hüllte, so waren doch mehr oder minder offiziöse Febern schon seit Wochen dabei, zu verkündigen, daß sich in der äußeren ^olitiT des Reiches nichts ändern werde, und daß das Arbeitsprogramm des Reichstages in seiner bevorstehenden Tagung ein aus parteipolitischen Gründen möglichst beschränktes und indifferentes sein werde, so daß auch aus Dem Gebiete der inneren Politik keine Ueberraschungen zu aewärtigen ständen. Und diese Auguren haben recht behalten. Denn wie man auch die Thronrede, mit welcher der Kaiser den deutschen Reichstag eröffnete, drehen und wenden, und wie sehr man sich bemühen mag, zwischen ihren Zeilen zu lesen, — viel Ueberraschendes bietet sie weder auf dem Gebiete der inneren, noch dem der äußeren Politik. Sie nimmt nur ganz allgemein Notiz von den dem Reiche neu erschlossenen Einnahmequellen, wenn sie die Vorlage des Nachtragsetats für 1909 und des Reichshaushaltsetats für 1910 ankündigt, hütet sich aber schon dabei, das Wort „Sparsamkeit" überhaupt in den Mund zu ßehmen, sondern spricht vorsichtigerweise nur von dem „Bestreben", mit den aus der Reichsfinanzreform gewonnenen Mitteln die finanzielle Stellung des Reiches zu festigen. Wohl mag es unendlich schwer sein, der augenblicklichen parteipolitischen Situation Erwähnung zu tun, ohne Anhänger oder Gegner der Reichsfinanzreform zu verletzen, wohl mag es unendlich schwer sein, dem früheren langjährigen Reichskanzler an dieser Stelle Worte der Anerkennung zu spenden, ohne das Vertrauenskonto des neuen Mannes zu gefährden, aber wir müssen gestehen, daß wir einen, wenn auch nur leisen Hinweis auf die Kämpfe des letzten Sommers dennoch erwartet hätten, vielleicht auch mir ein Wort, das die bürgerlichen Parteien zur Einigkeit gegenüber der Sozialdemokratie angesichts ihrer Ver- Üiste bei den Ersatzwahlen ermahnt hätte, — aber nichts xmon. Trotz der Thronrede ist die parteipolitische Situation .r. Deutschland so uaitiel" wie vordem. Der neue Kanzler- Hat die hauptsächlichsten Differenzpunkte zwischen den Partien, nämlich Arbeitskammergesetz und neue Fernsprechgebührenordnung, aus den Debatten der kommenden Tagung gestrichen. Zwar wird die neue Reichsversicherungsordnung nnichließlich der Witwen- und Waisenversicherung, die a so bestimmt dem Reichstag, wenn auch wohl erst nach Ostern, zugebt, zu harten Kämpfen im Parlament führen, und ebenso steht es auch hinsichtlich des Restes der großen Gewerbenovelle. Erfreulich ist es aber immerhin, daß die soziale Fürsorge auch unter Bethmann-Holltveg nicht still- tehen soll, sondern durch einen Gesetzentwurf über die Haus- unb Heimarbeit, wie auch durch ein Stellenvermittlungs- chd eine weitere, wenn auch bescheidene Ausgestaltung erfährt. Daß die neue Strafprozeßordnung und die Novelle zum Gerichtsverfassungsgesetz den Reichstag beschäf- IClciitcs KeriiUeton. — Alfred Rethel. Bor fünfzig Jahren, in der ^iacht zum 1. Dezember 1859 starb in Düsseldorf Alfred Rethel, der geniale Künstler, nachdem er in langer Geistes- mtf)t bereits jahrelang vorher ein lebendig Toter gewesen. Seine glänzende Begabung hatte sich bereits im Kindes- i'.ter gezeigt: gleich nach der Konfirmation war der 1816 in Aachen geborene Rethel zu Ostern 1829 nach Düsseldorf gekommen und tinirbe das „Wunderkind" der von Schadow geleiteten Akademie. „Seine ersten Zeichnungen", meint Lolfgang Müller, „boten das Ansehen, als hätte cm gewiegter Künstler diese energischen Linien gezogen; seine siühesten Kompositionen wiesen schon Gedanken auf, als wenn sie der reifsten männlichen Anschauung entsprossen." Lald wurde dem genialen Jüngling der abltrakte Jdealis- wus der Düsseldorfer Schule unbequem, und er schloß sich eine Weile Philipp Veit in Frankfurt a. M. an, unter b'ssen Einwirkung er die religiöse Richtung eine Zeitlang schlug. Sein frühestes Bild auf diesem Wege, „Der heilige Bonifatius", gelangte in die Sammlung des Konsuls Sagner in Berlin, aus der belanntlich später die National- gilerie hervorging. Von einem 1837 entstandenen Werke ..Der Verbrecher, den die Nemesis verfolgt", geht die Sage, i»)B das Bild einen falschen Richter, dem es durch die Verlesung des Frankfurter Kunstvereins zugefallen war, in Wahnsinn getrieben habe. Am bekanntesten aus Re- Oels Periode war sein „Daniel in der Löwengrube", der l'ch im Stäöelschen Institut in Frankfurt befindet und durch ciüh und Lithographie vielfach bekannt geworden ist. Auch Zeichnungen für den Holzschnitt lieferte er, jo die Jllustratio- ittn zu RotteckS Weltgeschichte", und die Blätter, die er im Hchre 1848 zur Revolutionszeit unter dem Titel „Auch im Totentanz" zu Versen von Robert Reinick durch Hugo cürtner in Holzschnitt ausführen ließ. Sein letztes und rühmt estes Werk waren die vom Kunflverein für die Rhein- lende unb Westfalen bei chm bestellten Fresken aus dem Karls des Großen für den Aachener Rathaussaal. Fn Jahre 1847 begann er die Ausführung, für die er ich durch eine italienische Reise vorbereitet unb, da auch schon sein Nervensystem zerrüttet roar,. gestärkt hatte. «1$ er von den zehn bestellten Fresken im Jahre ILol bis vierte vollendet hatte, machte er eine Reise nach Dres- »m, unb hier verfiel er dem Dämon des Wahnsinns. Joseph ans Kehren mußte an seiner Statt die Fresken nach Rethels 9kachdem die in Ihrer letzten Tagung vereinbarte Steuergesetzgebung dem Reiche neue Einnahmequellen erschlossen hat, muß beharrlich dahin gestrebt werden, die finanzielle Stellung des Reiches mit den so gewonnenen SDbitteln zu befestigen. Der Ihnen zugehende Etatsentwurf für 1910 entspricht dieser Aufgabe. Em Nachtragsetat für das laufende Jahr umfaßt die Rückltände aus den Jahren 1906 bis 1909 zusammen, die das Reich nach dem Finanzgesetz vom 15. Juli 1909 zu übernehmen hat. noch zugemmrmen. . . , — Ein Schritt zur Losung des Fermatschen Satzes Die Göttinger Kgl. Gesellschaft der Wissenschaften Hal Herrn Ä Wieferich aus Münster i. W. für seine kürzlich, in Crelles Journal veröffentlichte Abhandlung über die Fermatsch.' Gleickumg xp x yp = zp einen Preis von 1000 Mark aus den Zinsen der Wolfskehl-Stistung verliehen. Es isl Wieferich, der F Z zufolge, in dieser Abhandlung auf Grund der klassischen Arbeiten von Kummer gelungen, den Beweis dafür zu erbringen, daß jene Gleichung jedenfalls dann in ganzen durch die Primzahl p unteilbaren Zahlen nicht lösbar ist, wenn die Zahl 2j __ 2 durch p- unterlbar ausfällt. Dieses überraschend eimacye Resultat stellt den ersten Fortschritt seit Kummer in der Theorie dcs Beweises des letzten Fermatschen Satzes dar. Das Kapital der Wolsskehl-Stiftung im Betrage von 100 000 Mark ut bekanntlich ovm Stifter für denjenigen besttmmt, der das Problem der Fermatschen Gleichung vollkommen löst. — Ein Theaterorchester, das über obei unter der Kritik ist, hat das kroatische Nationaltheater in Esseg auszuw'isen. Die Theater-Intendanz hat an die Blatter e' Zuschrift ichtet, in der es heißt: auch schon gehört h Adolf Friedrich zu --------- ~ , c . - Worten begrüßte und ihn als gwnalen Foricher und charaktev- vollen Helden der Wissenschaft feierte, regier die Herren von der Schwedischen Gesandtschaft mit dem Gesandten Baron Trolle an der Spitze, die es sich auch diesmal nicht nehmen ließen, dem Vortrage ihres berühmten Landsmannes beüuroübncn. — öebin, der bei seinem Erscheinen lebhaft begrüßt wurde, wrach in überaus temperamentvollec Weise über seine gesalirvolle Durchquerung der bisher unerforschten Gebiete von Tibet. Nur ein Unterschied war in dem gestrigen Vortrage gegen den ersten wahrzunehmen, den Hedin hier hielt: der liebenswürdige Plauderer hat sich, tote die BBC sagt, noch weiter in der Deutschen Sprache ver- vvMommnet und sein Humor hat an Frische und Ursprünglichkeit Gerichlsverfassungsgesetz über die Organiialion deN Strafgerichte werden Ihnen von neuem unterbreitet werden. Unsere überseeischen Besitzungen in Afrika und der Südsee entwickeln sich erfreulich. Das Anwachsen ber eigenen Einnahmen hat das Reich von Ausgaben für unsere Kolonien nicht unerheblich entlastet. Es wird Ihnen vorgeschlagen toeroen, die Usambarabahn bis zum Kilimandscharo fortan ■ > führen und das südwestafritanische Bahnnetz ausznrunden. Diese ' Babnbauten in Südwestafrika werden es ermöglichen, die Kops-- starte der im Schutzgebiete verwendeten Trltppen weiter zu verringern Die Zunahme der werktätigen Bevölkerung und die Erhöhung der Vermögenswerte in den Schutzgebieten inachen eine Reform des Gerichtswesens erforderlich. ZunäckN wird eine dritte Instanz in der Heimat zu errichten sein. Der Entwurf eines Kolonialbeamtengesetzes wird Ihnen vorgelegt werden. Auay werden die Bezüge der Kolonialbeamten neu ^u regeln sein, nachdem die Besoldungsreform im Reiche abgeschlossen worden ist. Das Gesetz vom 16. Dezember 1907, betreffend die H au- delsbeziehungen zum britischen Reiche tritt mit dem 31. Dezember dieses Jahres außer Kraft. Es wird Ihnen ein Gesetzentwurf zugehen, durch den der Bundesrat ertnächtigt werden soll, den bestehenden Zustand um weitere zwei Jahre zu verlängern. Auch ein Handelsvertrag zwischen dem Deutsche« Reiche und Portugal wird Ihnen unterbreitet werden. Um dem deutschen Volke eine ruhige und kraftvolle Ent-' Wicklung zu sichern, ist meine Regierung andauernd bemüht, friedliche und freundliche Beziehungen zu den anderen Mächten zu pflegen und zu festigen. Mit .Befriedigung sebe ich, daß das mit der französischen Regierung getroffene Abkommett Über Marokko in einem Geiste ausgefuhrt wird, der beit Zwecken, die beiderseitigen Interessen auszugleick^en, durchauv entspricht. Im Deutschen Reiche ist ebenso wie in der österreichisch- ungarischen Monarchie dankbar der Zeit gedacht worden, als vor einem Menschenalter die durch den Beitritt Italiens zum Drei bünde erweiterte Allianz beider Mächte ins Leben trat. Ich hege das Vertrauen, daß das Zusammenhalten der drei verbündeten Reiche auch ferner seine Kraft für die Wohlfahrt ihrer Völker und die Erhaltung des Friedens bewähren wird. Und nun, geehrte Herren, wünsche ich Ihren Arbeiten ge-' deihlichen Erfolg ztrm Heile des Reiches! Entwürfen vollenden. — Sven Hedin, bet berühmte Tibetforscher, weilte vorgestern wieder in Berlin, um auf Einladung der Abteilung Berlin-Charlottenburg der Deutschen Kolonialgesellschaft über seine Reise durch Tibet zu sprechen., Es war derselbe Vortrag, den Sven Hedin im Beisein des Kaiserpaares am 12. März im Ktvll- fefcn Theatersaal vor der Gesellschaft für Erdkunde gehalten hatte, und den er — wie m scherzhaft in seiner Einleitung bemerkte — bereits zum 109. Male wiederholte. Trotzdem war der große Saal bet Hochschule für Musik lange vor Beginn des Vortrages überfüllt, und in den Seitengängen, auf der Bühne und den Galerien standen die später Gekommenen Kopf an Kopf gedrängt. Manck-er mag darunter geroefen fein, der den Vortrag im März auch schon gehört hatte, so der Vorsitzende der Abteilung, Ler^Og Adolf Friedrich zu Mecklerrburg, der den Redner mit herzlichen „Das Kommando des k. u. k. Infanterie-Regiments Nr. 78 hat in einer Zuschrift vom 20. d. M. der Intendanz mitgeteilt, daß es stch veranlaßt sehe, das Theaterorchester sofort zu kündigen, falls sich in den Tageszeitungen noch einmal Kritiken seiner musikalischen Leistungett im Theater — ob lobende oder tadelnde — finden würden. — Im Interesse des Fortbestandes des kroatischen Nationabtheaters stellt daher die Intendanz an die geehrte Redaktion^ da§ höfliche Ersuchen, in Hinkunft von einer Kritik des! Theaterorchesters in Ihrem geschätzten Blatte gefälligst Abstand nehmen zu wollen!" — Die Esseger Blätter fügen, der Nat.-Ztg. zufolge hinzu, daß sie diesem Verlangen, oaö1 ohne Beispiel dastehe, nicht werde entsprechen können. Das Militärorchester spiele im Theater und sei daher der Kritik wie jedes andere unterworfen. Sic verlangen« aber, daß infolge dieses Zwischenfalles, in dem das Kommando das Recht der Kritik konfiszieren wolle, das Theater sofort an die Schaffung eines eigenen TheaterorchesterA aus Zivilmusikern schreite. — Einen Ausstand während der Borstel^ lung veranstalteten die Beleuchter der großen Oper zn Paris während einer Ehrenaufführung für den Könige von Portugal. Nach dem ersten Aufzug weigerten sich die Arbeiter entschieden, die Bühne zu beleuchten, wenn ihnen keine Lohnerhöhung bewilligt werde. Wohl ober übel mußten sich die Direktoren zur Unterzeichnung des fertig ausgearbetteten Vertrages entschließen. Ob sie an die erpreßten Zugeständnisse gebunden sind, ist untfj fraglicher, als die Arbeiter nur mittelbar in ihren Diensten stehen. Die Beleuchter sind nämlich von der Eoison-Geselbi schast angestellt. Selbst Jaurös sprach sich in einer Versammlung der Journalisten schule gegen ein derartiges Vorgehen aus. — Kleine Kunstchronik. Frank Wedekind wurde bei seiner Vorlesung im Konventgarten in Ham- bu rg energisch ausgezischt. — „Pittchen" ist der Titel einer neuen, breiartigen Komödie von Klara Vie- big, deren Stofs und Hauptfigur ihrem Roman „D a s Weiberdors" entnommen sind. — Björnsons Lustspiel „Wenn der junge Wein blüht" wurde bei seiner zweiten Erstaufführung in die int Münchener „Schauspielhaus" pattfand, sehr freundlich, aber mit großer Zurückhaltung, ausgenommen. tigen würden, war schon bekannt. Wo aber bleibt der angekündigte Gesetzentwurf zur Entlastung des Reichsaerichts, wo die Neuordnung der Gebühren für Zeugen und Sachverständige und wo schließlich das Gesetz über den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit, sowie die Neuordnung des Reisegeldes und der Diäten der Beamten? Und wie steht es ferner mit der Neuregelung des Apothekenwesens und wie endlich mit dem Ausbau des Talonsteuergesetzes? Darüber sagt die Thronrede nichts. Dieses Manko wird dadurch einigermaßen ausgeglichen, baß auf kolonial em Gebiet m.h-ere recht begrüßens werte Gesetzesentwürfe in Aussicht gestellt werben. So vor allem bas sehr notwendige Kolonialbeamtengesetz, eine Reform des kolonialen Gerichtswesens und die Erweiterung des ostafrikanischen und südwestafrikairischen Bahnnetzes. Was in der Thronrede über die auswäriige Politik gesagt wird, ist flüchtig und unbedeutend. Besonders die Erwähnung der Marokkofrage war sehr unglücklich. Wir können in dieser Beziehung uns nur der ^Natl. Korresp." anschließen, wenn sie schreibt: Arn nüchternsten ist der Exkurs über das Auswärtige aus- gefallen. Unb wir möchten falt annehmen: der wird auch am wenigsten Beifall finden.. Kann man denn wirklich im Ernst behaupten: das Marottoabkommen sei aUenthalben in einem Geist ausgeführt worden, der den Zwecken, die französischen unb deutschen Interessen auszugleichen, immer entsprochen hätte? Unb tut man gut, noch immer von feindlicher Stelle unter Vertrauen auf den Dreibund zu proklamieren, wo doch in Wahrheit kein Halbwegs Urteilsfähiger dies Vertrauen mehr hegt. Uns scheint: diesen Bedenken sollte auch in der kommenden Etatsberatung Ausdruck gegeben werden. Wie wir denn überhaupt gerade im Lichte diel er Thronrede die Notwendigkeit, von der wir schon neulich hier gesprochen, ganz besonders empfinden: unsere auswärtigen Geschäfte mehr, weit mehr als bisher im Reichstage zum Gegenstand patriotisch sorgender Erwägung zu machen. Die Thronrede bet der Eröffnung beß Reichstags lautet wie folgt: Geehrte Herren! Bei bem Eintritt in Ihre Beratungen entbiete ich Ihnen, zugleich namens der Verbuirdeien Regierungen, Gruß und Willkommen. Die Arbeiten des Bundesrats an der in einem Vv,.entwürfe bereits bekannt gegebenen Reichsversicherungsordnung nähern sich ihrem Abschlüsse. Dieses Gesetz wird neben einer Vereinheitlichung des geltenden Rechts und Aenderunaen in der Organisation bie Krankenversicherung aus weitere Kreise aus- dehnen und der Fürsorge für die arbeitenden Klassen die Hinter- bliebenenversichermrg hmzufügen. . Ein neuer Gesetzentwurf wird die Vorschriften der nicht vvu- stündig verabschiedelen Gewerbeordnungs-Novelle zu- sammenfassen, über welche »wischen den verbündeten Regierungen und dem Reichstage ein Einverständnis bestand. Daneben wird ein besonderes Gesetz über die Hausarbeit vorgelegt werdeii Außerdem wird Ihnen der Entwurf eines Stellenvermitt- leraesetzes zugehen. „ , t_ Die in der letzten Tagung gleichfalls nicht erledigten Entwürfe einer Strafprozeßorbnung und einer Novelle zum Ueher die erste Sitzung bes Reichstages sieh!e BL- richt im 3. Blatt erhalten wir noch folgenbes Stimmungsbild: Aus den feierlichen Eröffnungsakt folgte im Reichstage nüchtern und geschäftsmäßig die geschäftliche Eröffnung der Tagung. Die Tische des Buirdesrats waren leer. Tie Abgeordneten hatten die zweistündige Pause benutzt, um ihr festliches Gelvand mit dem bürgerlichen Ärbeitsrock zu vertauschen. Aber das Bild war nicht ganz das gleiche^ wie sonst äm ersten Tage des neuen Zusammenseins. Dio ScheidegrenzenzwischenlinksundrechtS tra^u. in fast plastischer Sichtbarkeit hervor. Nur hier und ba sah man einen Herrn von der Rechten zu ben Bänken her Liberalen herüberkommen, ober von her Linken Händedrücke' mit Mitgliedern der rechten Seite wechseln. Umso geschäftiger verhandelte der Direktor des deutschen Bauernbundes, Dr. Böhme, bei den Bänken der Nationalliberalen mit Abgeordneten dieser Partei. Graf Oriola hat über die Kolonnen des Zentrums hinaus nach der,Gegend der Frei- konservativen herübergewechselt und wenigstens heute dort, Platz genommen; offiziell ist beim Bureau des Hauses ein Wechsel der Plätze noch nicht beantragt worden. Einen Inhalt hatte die heutige Sitzung nicht, sie galt nur der Fest-, stelluna der Beschlußfähigkeit, die das erste Mal zu Beginn einer neuen Tagung in aller Form durch Namensaus-1 ruf zu erfolgen hat. Bon da ab gilt bekanntlich der Reichs- 2330876.24 bec Ohwbonteinrr Xftnie mit ben bie des Diskus frinerTet Risiko, jeborf) ein vcrsdäridigeo QMdjdft unb \cid^rung bei verkchrSvolilischen Znteressen der Gesamtheit nördlichen öercrolanbe* bedeutet. 21iislaiiö. Raed rrnrr Wäirmndbung au» Vollst nqwn babe bw nurb- cuncrikonljchc Äentmam gegen bw nm der sranzöf ifcke n Kammer befduoitair Sollerhöbuiig «f Baumtrv!! !7 gezwungen nbai tämua. Zoll revr en alte» zu ergreifen Hrssischt £anö«fpno6t. Ä. 9 Tarrn ftabt, 30. Rov Tie achte ordentliche CDang. Lande-snnvde ist heule vormutaq im 3n.-lodalaed^ude au ihrer Konsumierung zusammen getreten Tr. Sifung wurde vom Lder fon(iftx>nalpr«üibcnten D Rebel mu einer Aniprache ei ö||net, in bei er erklärte, bajB juch bie neue Tagung mit einem Tic Denkschrift verbreitete sich bann über den Ausbau brr Wittel bahn stnribib'Windhuk auf Kapspu r unb den Ausbau der 'NordfiidbaH.i und stellt dann bie finanjieflen Wirkungen des Cx'samtvorjcküageS zusammen Das (Gesamtbild zeigt, daß der Ziviletat durch die Ausführung des Programmes, abgesehen von den Bauraten keine Belastung erleidet, daß die (Gesamtheit der Maßnahmen vielmehr einen ansehnlichen lieber)chust abwirft, der eine angemessene Tilgung der Änleihebeträge gestattet Ter Wilitärctat aber, also das Reich, erfährt eine große Entlastung. Das \3duibflebict kommt demnach nicht nur aus eigener .'traft in den Besitz von 671 L.lo- meter vorhandener und 528 .'Kilometer neuer Bahnen, ohne bas Gleichgewicht seines Etat* zu gefährden, sondern erleichtert außork-rm in hohem Maße dem Mutter lande die immer noch nötigen teueren militärischen Leistungen für die Kolonie. Deutsche» Neicb. Dem Reichstage ,st ein Gesepentwurf mgegang«, wonach der Termin für bav Inkrafttretoi der Witwen- unb Waisenversichcrung durch aMprechLnde Aenderung des Zolltariigtsedts und des 'Geheck bett, dir dinterbliebencn-D-n- sidierungrwnds unb s!ichsinvalidenfondS rmn 1. Januar 1910 au» ben 11. Avril 1911 hmausgescloben werben soll. Die ..Norob 'Iflg Zlg." schreibt: Tw ..Rheini'ch-Äemilischt Zeitung" ocröncnüidu eine Zuschrift aus Berlin, in welcher ui-nung de» beutidjen Ortschaft ers in 'h. a-'lrniTtjn 'vrickt. Die Rebe Bernstorf'« g-cen eint dem ReichSintrrei'sc »chäbliche 9rnnud?ung allbeutscher Zdr'n mit der amtlichen Politik de« Reich.-S gab rrrr Reichs- kanzler fernen Grund, gegen ben Botschafter einen Tadel au*- zusprechai Bei der Reichstag Serfatzwahl am 26 ds MlS rnurten nndi dem amtlichen Wahlergebnis at^egeben für jhinert -Sei 25843, rüt R.umann Ti reu’ 21831 3 onmmrn ad. Die 3cdbte Roswck wid ViSmar kbntm bie Borlage gleichfalls ab. Du Regierungsvorlagr wurde somit abgdebni- tag andauernd für brschlußfÄhic^ so lange nutzt au* An- Ioe einer Abstimmung i-er ZweifelSarnrag beim Prüschmm etngebrocht wirb. 337 Mitglieder erwiesen sich als rrifent Morgen, in der zweiten Sitzung, erfolgt die endgültige Zwnuiturerung des Kaufes durch die Präsidentenwahl. Die Eisenbahnen in Deutsch-5übweftasn1a. (Line Denkschrift des Reichskolonialamts beschäftigte sich mit der Gestaltung de- Eisenbahnnxscns in Deulfch-Südwestafrika. In dem allgemeinen Teil wird die bisherige Entwickelung der Verkehrsmittel geschildert unb insbesondere die lln ulangtül feit dir Dtutt bahnstrecken Swakopmunb-Üaribib und nartdid-Windhuk dargelcgk, für deren Betrieb jährlich Hunderttaufende mehr au'gewende. werden, als eine Bahn etwa von der Bauart der Lüderitz ober der Ltavibahn beanspruchen mürbe, welche lepicrc die Gtaatebahn bio ftanbib oupl'ziett Bei der Ltavibahn. die erheblich billiger arbeit t a's d e St^aiSbahn 8 , S 921' 22 bc^ro. 28 Pfennig pro Tonnenkilometer läßt die Tarif- gebarunfl zu wünschen adrig und d.e ursprünglich als Minen» bahn gebaute mit Ähätzriger Tarifhoheit au säest artete B:hn dal auch keinerlei direktem Interesse, der Landw.rtschafk b:* Entgegenkommen zn zeigen doS fic beanfpruden muß. Bie! besser auSgestattet ist der Südbezirk. Tie in fl-ipepur erbaute (hfatbahn von Lüderitzbucht nach Keetmanshop die in diesem Jahre bis stalkfonlein in der Richtung auf Warmbad Der* längert worden ist, hat schon bisher ihre hohen stofien (etwa 40 Millwnen Maik, durch Berminderung Der Truppe und der Transportkosten ein ,cf pari unb der seiner »eit auf 550000 Mark berechnete jährliche Betrieb Szusckuß für bie Linie Lüderitzbucht-.stceimanühop hat auf 200000 Mark für die ganze Bahn ermäßigt werden können. Dagegen entbehren die Teile deS Lchutzgebiet,; zwischen Äindhut und Keetmans- hop einer Schienenverdindung ganz und der Mangel dieser Verbindung nach der 'lüfte tft das Haupthindernis nicht nur für eine weitere gedeihliche Entwickelung, sondern auch jür die Herabsetzung der bewaffneten Macht auf daS sonst »Durchführbare Maß Der zweite Teil der Denkschrift entwickelt bad Verseh rS p r o g r a m nl, das, wie sich auS dem Borstehenden rrnlbt, nach folgenden Gesichtspunkten in Angr.fl genommen werden »miß- Eine Umgestaltung der bisherigen Verhältnisse ist unaufschiebbar Tic Regelung der DerlehrSv,rlniltmsle muh eine 9brb- Sudvcrüinoriu,- ciull, ließen Solang bt fe N« steht, wird nach Ansicht bc4 .'toinmandos auch bei der h.utigen Truppen^ahl r.itr (Gewähr »ür bie bauernde Erhaltung von Crb- nung unb Sicherheit im Dchuvgcbietc nicht übernommen lücrbcn können. Wenn aber auch hiernach auS wirlfchastlichtN und stra teaischeu Orünben der Bau einer Mrdsüblime gerechtfertigt er scheint uuo der 'liatbrocto erbracht werben kann, daß eine solche Linie sich aus Ersparnissen am RcchSjuschuß in verhältmSmäßi.» kurzer Zeit wettmachcn läßt, so darf doch ein solches umfangreich s sch .: Rück fichten ober auf wirtschaftliche Hoffnungen hin nicht in Angriff genommen werben. muß vielmehr eine feste, auch heure bereu# greifbare Basis olme eine für bic Beioohner beS LchutzgebictS drückende Belastung. Reich unb Lchuhgebiet von Zubußen unb £piern fteigefldÜ. ES i st b c n 61 i d) t ig l: a Ankauf ber Ltavibahn inebst Zweigstrecken zu einem Preise, der etwa Denjenigen Kosten entspricht, bic das Reid) für den Bau dieser an unb für fich iwt- wendigen Erschließungslinie nud) selbst aufzuweiiden^ habjn »vürbc. Hiervurd) wird der Um* oder Neubau der Strecke Swakop* mund-Iakalswater »ioribib erfvart. Aus biefem Ankauf sollen durch eine Bervachtung, entsprediend ben bei nahezu allen anderen deut scheu Xolouialbaluifn vorhandenen Borgängen bare Vorteile über die Verzinsung hinaus für die Schupgebietkaisc gezogen werden b) Umbau der Strecke st a r i bib - Ä indouk. dier mit ist verbunden neben besserer Beförderung ein locitercr Zuwachs der Einnahmen für die Schutzgeblitkakfe. c) Bau der NoidfÜbverbindung. Tic unter a) und bl dem Schudgebietc rufallenden reinen Einnahmen werden dazu hinrcichen, sowohl den AnkaufsvreiS der Ltavibahn, wie die »osten oeö Umbaues der Strecke .'larilnb-Windhuk und des Baues einer 'Jlorbiübmtbuibung zu verzinsen und zu tilgen, soweit diese üoflcn »udit aus üiibecrn vorhandenen Mitteln aufgebracht iverben können, •oie teidini nud> bin. einen etwaigen erheblichm« Betriebszui'ctzuß her Neudaustre^ zu begleichen. Ei) kann daher die Balancierung de» Zivil et ats des 2d)uvacbirt- noHflänbig erhallen loerben. unb etwaige 5kigiTuniieu bn rdmn Einnahmen des gefamtrn ShstemS werden zur Verbesserung dielfs Zivileiatd verfügbar fein. Die (VtnchinipuTTfl dieses, ein zu ammenldingCltdeS Ganzes dildeirdcn BiDgramms wird bem Sckmtzgebtet 1200 .Kilometer landeseigen« Bahnen ohne zZ'fährdung des Gleichgewichts in feinem Ziviletot verschaffen und dabei i*inc crhcbhd'c Entlastung des ReichSctatS mit sich I'ringen Hierbei fallen mit Rücksicht auf die Finanzlage des Deiches die etttzalnen Anleiheauoten so verteilt werden, daß m keinem Zol>rc eine irgendwie namhafte Belastung nut Anleihen eintreten wird kommt die L'nnvtdlung des -- biet?, wie sie au» den Zolleinnahmen sich ergibt. Dem Reiche wie dem Schutzgebiet, und zwar beiden in voller .-höhe, zugute, und c> wird gleichzeitig zunt ersten Male daS Schutzgebiet in der Lage sein, aus eigenen Mitteln nicht nur fuh Verkehrswege -u ithaffcn, sondern auch dem gesunden Prinzip der Anteilnadme an Den RoichSlasten Rechnung in tragen dadurch, daß burd) bie Leistungen deS Schutzgebiets ans eigenen Einnahmen der Reichszuschuß auch rur den Milüaretat vermindert werden kann. Der dritte Teil der Denkschrift geht auf die einzelnen Maßnahmen ein und befd iftigt sich zunächst nut ber Verstaatlichung der Nordbahn Swalopmunb-Lnguati- MarÜnb, Lnguaii-Tcumed, Lnguati^ rootfontein. Zu ben wichtigsten Bestimmungen des Vertragsentwurfs, der aus Den Verhandlungen der ytolonuitenuaL tung mit ber Ltavigefelljchast brrvorgegangen ist, wird erläuternd bemerkt Neben der .VO Äüomrtn langen Ltavibahn ist als jlanf- gegenstand dir Dofserl.-Nunasanle.ge in UstikoS beronber.* aui- aciubn. «eil fic in ben Bäckern brr O'deUfdxn» nicht auf Bahust'nro steht, aber für bnt Bahirbrti' b uTrmrbebrltd*. ist ?lu[yrbcm ist in Nu jiauf ber Lmw Ctozn^rootijmem. 91 Kilometer lang, embewgen. bic brr Snnd Drst Afnco Eom- vanp. der MurtergeseNichaft ber Ltovigrsrlüchasl. gehört. T« Ltavi Bahn liebt wriKti mit Mk 18 163 247^0 Summc Mt 20 494 122,74 ni Buck Zu beefft Summe fhxtrn aufvr Den Bauzinfcn noch ner Zuschuß von I 730 OiM) Mark, trn bei AiSdre merzen unn -avrm' bec Bschtfunegung des Bau<> ber Ctoviiwbn tKkiftri bat An Untet nrtin, -r ittvain cnibüU di Srnnau Ifzüchickr Der chooi'twnttinei Strecke ebcnfall* nuU1. Demi Dtnc .st ui Reger ertaux. Brruulick» der Cial»itNihn liegt Die Sache »e> Tene Ümir hol betznnitvch ichon ntibinti> des B urs große Militörttau/vortc (Trteiltrt Znwlgebenen iinb Da ur.o Bekrubskonto Des wnerolumrat.-tmu-: ? bei chatt indv iderf .r.i-emanDer- uhalttu Dödrrnd nun bw ivnTvir.'?Ttttn Mk wiD in; .zweiter« Bctrrtt^a n . 1208 2 Äi? 333^3 Mk. UebendmB bei man BctticdS kee f' rz«uen nm nmb 40 Proze»! auumurifex Den bobni irriirti"rae* Mriteflcn. Ter ai5 der VerHondllmg bcmqnerianga' #a u f pre i< be» trog; nui 2<330ö7o,24 Mar/, loh.dx borch Den Preis der L^nicrb.4^10-5411:2:^ ui Uiafo* unb Die lUtten von beitmbetat Erg^niungen auf nmb 25 Millwnen Mark vermehrt ui tünt C alrvflreiuni tu nmb 5 M:Un?n.-n Mark je am 1. furl 1910, 1911. 1912, 1913 unb 1914 Restratr zuzualch 4 Prozent Zimen auf Den rw-ilS uubrzablten iduipret*rtn zu bealcidw« find. Die VolkswirtsdTafllicken x»ucwfctt ) nb m criter 2mic tu cd» Die Sickerung einer verstänb« en tznirro’ ti? gewahrt. Tie Grtrlisch a f t ixi‘ pmöchst wichtige (ErmäBigungcn romendtd? hn Den Biehverkehr zugcstanben und «bann Dz revigen Ton e unter Berückio ttgunz Derer Erniaß-aun^o« akS ’.'Jiai.maltar’ie anerkannt, fo Daß fte bei rückgängiger iltmiimftur Den aüganniun Verfahr nicht hoher belasten tarn: Noch Dnn Äböloufe Der Pad« hat Der FiSkuS für TorlferMäßigungen trete x>aiti> at Dan stmtc. Daß er Der NotTvendigkeit einer weiteren Berbilligung Der Iran*' Porte ohne wettere* nachdmrnen kann. Bereit* barte zieht bte Bahn etwa 30 Prozent ihrer Roh- einnahmen aus Transporten, bie mit bem BcrgwrrlSortriebe nicht* ,iu tun haben. Es kann unbeornklrck anperommen werben, baß sie h.er aus etwa 2 Prozent Raue auf die Baukosten erarbeitet. Dann ober fichtrt allem Der Verkehr. Den Die Lahn Äaribib Dinohuk t-iitc zu führt, eine Roheinnahnre von 1,2 Millionen Mark und nrtc Reinemnahrne von mntbbciltn* 600 000 Mark weiteren 2,4 Prozenl Zucken Unberückfid.tigt »st hierbei Die Vermehrung Des Verkehrs, bie zweifellos bte 'Ausbeutung ber Marmoroorkommen bn ilanbib bringe» ir.rb Tic in ber Grunbung begnffate Afrtka- »vlonial'Mormor-Oeiellschaft. bic sich jener Aufgabe mit fünf Millionen Mark Mapital widmen will, redmet mit eatem ZahrcS- absade von 1800 Mubtlmrtrrn, was ungefähr 50 000 Tonnen AusfuhrtranSvorte beDcunn wurde, zu denen eine ansehnlich.- Menge von BeburfniSartikeln als Einfuhnransoorte hinzutreten würde. Den» jedoch von bieiat ÄuSlichten nrctztS tn Rechnung gestellt wirb, bietet bte hervorragende Eignung DeS nörblidk-n Lerewlmibes zu Vieh- unb teilweise zu Ackerwirnrdasl Die Gewähr, daß bieses Lanb mit .22*^ ^tzrcdk £:Wii( ”€ftede ”0 2hn» . s So Heietz über die Entschädigung der v eilt! , ck en kür Dienstwohnungen und wei er mü dem P rrnfchl^ ptrt Etat deS Zentral kitchenfonds zu dcfchälnge»' bähen tverde ES herrsche angesichts der ungünstigen skt: bas Bestreben vor, weise Sparsamkeit M üben, um bit eteuerfroft der hessischen Bevölkerung nickt noch mehr ar ^ufparnert Lenere Vorlagen würden der om:t>öe noch he: gelegt werden über die Gründung neuer yarreten und Psarrgemettiden, sowie über die AuSaestal.ung deS kirchliche, LeweinweienS Die oberste Reprafen:arion der ^Dana; Landeskirche erblicke es als ihre Aufgabe, die inr.eie «raf; und da- Ansehen der ftirebe zu starken und sie zu gebe b- licher Seilerentwickelung zu führen Die Dtche muflc im Znncrn 'estgefügk fein de, dem schweren itamp', den unb CEhnücnium in unserer Zett zu führen haben Rech feien die evang. .ikircken noch Bolkskircken mir dem bewußter Sillen, kille i-itingelischen in sich zu vereinigen, und mar "urdre nick:, was die Gegner vorcQisfaaen wo.len daß der ihaiij] xire • der Prozeß einer Auslösung in einzeln: Gruppen drohe. Ader de^üalb müsse dafür gesorgt toetsci. daß die Synodalen alS die durch die Berfafiurig berufeae- obeiften Vertretungen deS evang. Lölkes, sich alleyü he. :i*ufet bleiben, daß sie berufen find, Hüterinnen Der in br BolkSkircke verkörperen Einheit der eoang Ehristen zu fein Lbe: lonjistorialrat Nebel hieß dann den Betrrerer tki Minineriums Ministerialrat Best und den Zertteter bc hessischen Division Langermann willkomnicn. Zum provisorischen Pra,identen wurde Geh. Schulrat D 5 tarn 3 und zu Sckri-lführern Dekan Sagner-Grunderg unb Pfarrer S a ck - Bosendcim gewählt. Sodann wurden bv 17 neu einge retenen f.'titglieder verpllichttt und in bte e» sangreid^n Lahlprüfungen ctnqtireien. die bie gano Sitzung in Anspruch nahmen Die nächste Sitzung tmirch auf Mittwoch vormittag angesetzt. J kirttmcrui ^rr im *,*urg txr te tzrämii c.1 lalaf «r'Llirßrr Aränbrt scllk ist f «ir gmni tMadnrn Aräpr bri An» itadt und Eand. Gießen. 1. Trzember 1909. • • TageTkalender für Mittwoch. 1. Dez.: Bläht* theatcr: ,Iie Liede rood)t/ Aickang 7 Ubr. R 0 101|e u m: Prograntmivechsel (Prang's Kölner fPudrthr- Ensenible). e •• Die Wiederholung der MenanderAui führung im Stodttheaicr war gestern gleichfalls s hr aat besucht. Tie Darsteller »varcn fänitlid) ziveifellos mit E.frr l unD Liebe bei ihrem Spiel, und unsere erste Besprechung ber Uraufführung sollte darüber reinen Zweifel roaüa lassen Vir möchten aber Darauf hinweisti- daf, „QMM lritiken . soweit sie der Auffassung des berufsmäßigen t:i- tiker- öffentlich entgegentreten wollen, in Der R gtl ei» feilig ans Serk gehen. Lhne un» in Einzelheilen riiho lassen, stellen mir, um Mißversiändnissen von ib iyen. f l Daß Du* unter „Eingtjandt" in Nr. 27V peröMcnt.i ten inb al» BeiveiSstücke i lerlen Anschauungen über Die Menande» Aufführung fubjeriipct Auffassung von Herren enifprinyi. Die an der Aufführung mehr interessiert waren al» Der bh« voreingenommene Zuschauer Vir nigen hinzu. Daß miim» lifttsckr .'hritit nur Aufgabe von berufenen nnparlei schc« SackU'erständigen fein Tann. Demgemäß; m gei: aber tftige Einsender und Beschwerdeführer auch auf auocren Geb e.c für die Zukunft belehrt sein * TaS Großhcrzo gS paar reift, wie uns au* Darmstadt drahtlich berichtet wird, heute abend auf einige Tage zum Besuch des PruizenpaarS Heinrich von Prei.ßeA nach jtid. • • Pfarrperfonalien. Der Grohherog hat bei Pfarrvcrivaltcr Oemt. Römer zu herchenham bte eoonxch Pfarrstelle daselbst übertragen. • • Lehrerperfonalien. Erledigt sind: Die einem evang. Lehrer zu besetzende LehrerfleUe an der ®einrmb<» | schule zu Lber-Scharbach. Dem Inhaber kann eine Ccl- znlage bewilligt werden. Line mit einem fatb. Lchker zr besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Trösel. T* mit einem evang.Lehrer zu besetzende Lehrerslelle zu Dahlke. "Die Verkehr»einnahmen au* dem Perioneo- unb Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung für die EckenbohnbirektionSbeztrke Jeankfurt a. M. unb Mami im Lkloder 1909: 114O9CXK) Mk. oder gegen daß Borja* mehr 821 OOo Mk. « 7.75 Prozent: in der Zeck o bic Schuler bu Milttärschw mmanstaltrn b-nuem ben^ Treu Verfügung erfhfdi fick nicht nur auf bif Schäler te »"• wohnlichen Sinn, lonbent auch auf die s4ottbüdu»g*fchü1er. • • Evang. Bund Am nächsten Sonntag findet b: Stein- Garten der erste Fa millen-Abend in dtefe« Vinter stall ES ist dem Borst and gelungen, Profestor 1 Ir Sckoll vom Prediger-Scnnnar in Fnedderg Redner für diesen Abend au gewinnen. Profestor Bckc.. rorrd einen Vortrag übet da* Thema: „Tie Zu knn' der Religion" halten, unb es darf wohl juf gehen. bei den cm unb • Bunde* in dieser Frage aereckr '^ werden Der äutze« I Nahmen des Abend* wird her übliche sein. T einige Instrumenta^I Vonräge den Abend verschönern Siehe Znserat I " Vom Stadttheater schreibt man uni: a- Vorstellungen des nächsten Sonn.agc, nachmittag* ,.scn*| mrnradrtiträum'* unb abends ..Fideler B^uer". finden bellw bei kleinen Preisen statt. Ausdrnckltch bim^rft |r*| daß Du* Aufführung des .Sommernacht^traum.- . 1 ausgezeicknct durch Auistallung wre Darstellung, die ietzrr I des Lerke* ist. Die auf. Heinrich Neuling 6528 09162) tote uns c- end auf ein:: I von Piech! f.rog hat bij n die evanA mbet 1909. 6tai-l Huer SBiitltd nder-Aii. iMß seht p (los mit (ji’l s Bespreche veisel rodel daß M -mäßigen bl er Regel ts steilen ein;] a'ib:yen, \A entiL.;tcn d )ie Menan>l n enispriiP m als dein u, daß joint)] unptuiei:te [en übereilt:! jeren ßma Meiner werten Kundfckaft teile ick> eraebemt mit, dan die bisher von mir belriebene-Minercilmasseriabrik am •'Derrn 8udwig Werncr übergegannen ist. Indem ich für das mir m leicpeni atze bewiesene Vertrauen danke, bitte ich um gütige UnterituVung meines GeichäslSnachsolgers. Gießen, den 24. November 1909. I. Leichtweis, Bürslemchtr Sonueustraßc 18. xc. Limburg, 29. Nov Tie 2-'jährigeArbeiterin Magdalene A i m j a^ aus Altenberg, Rretd Wetzlar, war beschuldigt, ihr in der Nacht zum 17. August' ds. Js. außerehelich, im Freien geborenes Rtub getötet zu haben. Der Sachverständige devonierte, daß daS Kind gelebt, infolge Würgens am Halse und infame einer Verletzung der Schädeldecke gestorben sei. Tie Angeklagte gab auch zu, das Kind gewürgt und in eine Hecke qeroopen zu haben Trotzdem verneinten die Geschworenen die Schuldiragen, woran' das Gericht auf Freisprechung erkannte. _______ Plastische Kunstfiguren -—— auf Paneelbretter etc. 6499 gerahmte und ungerahmte Biker und Rähmchen "Ut geeignet für Preise zu Weihnachtsverlosungen. Kulante, prompte und fachgemässe Bedienung. Fenster u. Fensterscheiben werde.) billigst repariert. THEO SCHAEFER, Glasermeister, Tiefenweg 19. Bürstenwareiü in großerAuswahl, Türvorlagen, Fensterleder, Schwämme, Korbware» etc. empfiehlt: Ich beziehe mich aus obige Mitteilung und sichere meinen ver ehrten Abnehmern rederzeit aufmerksame Bedienung oU. Hochachtungsvoll Ludwig Werner, . Mineralwasserfabrik. Wicseck, Telephon 716. Niederlage Alte Post, Gießen. die ihrem Treiber durchgebrannt war, suchte ihre Zuflucht in der Stadlktrche, indem sie aus den zii den Glocken führenden Turm flieg. Es war keine kleine Arbeit, sie auf dec engen Wendeltreppe rücklings wieder herunter zu befördern. rv. Offenbach, 1. Dez. Der Inhaber der Schleismaschinenfabrik Meyer L Schmidt stiftete anläßlich des 25jährigen Geschäftsjubtläums seinem Personal 50 000 Mark als Grundstock für eine PensionSkasse. -a-, Launsbach, 30. Nov. In dec Nmn'schen Gastwirtschaft wird unter der Leitung dec Kreislehrerin Fräulein Müller ein 7wöchiger Haushaltungskursus abgehalten, an dem auch einige Mädchen aus Wißmar teil- nehmen. Für das Winterhalbjahr sind drei dieser Aus- bildungskucse im Kreise vorgesehen. [j Marburg, 30. 9Ioü. Am Sonntag abend kam cs im Dorfe Kappel zwischen Studenten und Dorfbewohnern zu einer ganz gehörigen Schlägerei, bei der u. a. auch Wagenrungen und Messer benutzt wurden. Etwa sechs Beteiligte sind verletzt, davon einer lebensgefähilich. (Nach einem unS heute zugegangenen Telegramm ist der bei der Schlägerei verletzte Schreiner Schwick seinen Verletzungen erlegen. Red.) kg. Kirchhain, 30. Nov. Ter neue Bauernbund scheint den Wahlkreis Marburg-Franken berg^Krrct)- hain energisch bearbeiten zu wollen. Der Syndikus des Bauernbundes hat in vielen Orten des Wahlkreises bereits Versammlungen abgehalten. Atu vergangenen Lvnn- tag fand hier zunächst eine Vertrauensmännerversammlung statt, bei der auch der frühere Abgeordnete des Wahlkreises, ^r B ö ck e l, anwesend war. Nach der Vertrauensmänner- Versammlung fand eine öffentliche Versammlung statt in der die Ziele des neuen Bauernbundes eingehend besprochen und die Gründe klar gelegt wurden, die Dr. Böhme und leine Freunde zum Austritt aus dem Bund der Landwirte veranlaßt haben. Da nur Mitglieder, Freunde und Conner des Bauernbundes eingeladen waren, sand in der Versammlung, die gut besucht war, keine Diskussion statt. Sit» 'M ,«t eOcJ lttoete u mui|t 1 l btn £>.l haben. e>n beut; und r N bngd • tinitfJ «orgt roJJ H berufe bet in 8ertrettt t,. vertretet V • M h StllA.. tunberg wurden V tb in btt it bie gch Mng hmj Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Ter nitemwe, gestern nördlich Schottland lagernde Tiefdruckwirbel zieht langsam ostwärts: er liegt heute vor der norwegischen Küste und ruft fast über ganz Cnrova milde, zum Teil stürmische Südwestwinde hervor. "Doch sind meist mir ganz geringe Regenfalle m unserem Gebiete niedergegangen. Die Morgentemperaturen liegen überall bet 5 und 6 Grad Wärme. - Ter Nordwestwirbel wandert in östlicher Richnmg weiter, so daß seine Westseite uns bald Westwinde und Abkühlung bringt. , Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 2. Dezember 1909- Starke bis stürmische nach Nordwest drehende Winde; spater Abkühlung, Regen- und Schueeichauer, besonders im Gebirge. Bade - Eletitagea in einfachster bis feinster Ausführung empfiehlt Christian Zimmer 6518) Bahnhofstraße 12. „Ich wer am ganzen Leibe mit Flechten behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag u. Nacht nicht in Ruhe ließen. Nach einer Einreibung von kaum 14 Tagen mit 3nttcr’d Patent - Medizinal- Seife waren meine Flechten vollständig verschwunden. ?>hrc Seife ist nicht 1-50 Mk., sondern 100 Mk. wert. Sergeant M. in G." aStL0Pf.il5°/otg)u.lA0M.l35°/oig, stärkste Form,. Dazugehörige Sntfo^h - (s reme 75 Pfg. u- 2 M., ferner Seife stnildi, 50 Ps. u. 1.50 M. ^n der Univcrntäts, Engel- u. Hirsch Apotheke, bei Aug. Noll, C. Seibel und W. KUbingcr. (sls/t umsonst. . . . ** Karambolage. Gestern abend 61'2 stieß der Wagen Nr. 3 unserer Straßenbahn am Treffpunkt der Schanzen-^ und Bahnhofstraße mit einem Möbelwagen der Firma Karl Stückrath zusammen. Ein Glück war, baß der Wagenführer der Elektrischen langsam fuhr und sofort bremsen und rückwärts fahren konnte. Außer einer unbedeutenden Beschädigung des Straßenbahnwagens wurde eine der vorderen Blendlaternen völlig zusammengedrückt, die andere nur wenig in Mitleidenschaft gezogen. Nach Aussage der Zeugen, die bei dem Zusammenstoß neben dem Wagenführer standen, hat dieser keine Schuld. Ter Lenker deö Möbelfubrwertes wollte in starkem Trabe aus der Schanzenstraße über die Bahnhofstraße hinweg fahren und halte keine brennende Laterne am Fuhrwerk. Die Fuhrwerkslenker müssen sich eben mit dem Vorhandensein der Straßenbahn eiurichten, vorsichtig sein und Augen und Ohren offen halten. ♦* ließ er den Verkehr in unserer e-lobi gebt die Straßenb a h n setzt schon einen recht interessanten lieber- blick. Während die Wagen, die über den Seltersweg nach der Licherstraße resp. Kaiser-Allee fahren, eine Durchschnitts-Einnahme von ea. 10—50 Mk. erzielen, bringen die Wagen der Linie Bahnhofstraße-Wallror Marvurger- Straße etwa nur die Hälfte der Einnahme der anderen Fahrstrecke. Die Beamten erklären, daß auch der Per- onenwechsel (das Ein- und Aussteigen der Fahrgaste) auf )cr Strecke über den Seltersweg stärker sei, als bei der an- . reren Linie. s. Lollar, 30. Nov. Am Sonntag erschienen die Vertreter der Regierung und der Gemeinde am Neubau des neuen Schulhauses zur fest ltch en Einweihung. Ein größeres Publikum hatte sich beretts eingefunden, ebenso die Lehrerschaft mit der Schuljugend. Die Feier wurde mit dem Gesang „Gott grüße Dich" von Schulern sind: Dik-W 1 der Geiiim'M ann eine toll falb. Lehm M ;u Trösel. ßW e zu WaK-I mPeri'MH ;9er in. und ito| en das der Zkli,;B oder geg»,| nt. j^e W | Hessen häl!11 mber, in-■ Seslchtig^-1 ftd) uini-'l nsch'A I folgt iSreslroi:; ■ [idjen/^l iann W. .I lSeßl'^I iedizin'1^" I llt2eihe#l r k-L, "Si >n, W ■ Fci^^M dar zwei ersten Klassen unter Leitung des Lehrers Da ab eingeleitet. H-ierauf hielt Pfarrer Eußrnann die allen ui Harzen gehende Weiherede. Ganz besonders betonte er, daß die Eltern die Sckmle unterstützen müssen, indem sie die Kinder zu allem Guten und Edlen anhalten und so den Lehrern ihr schweres Amt erleichtern. Hierauf übergab Kreisstraßenmeister Senßfelder, der die Bau-Arbeiten geleitet hat, den Schlüssel an Regierungsbaumeister K n ö l l, der ihn an den Vertreter des Kreisamts und der Kreisschulkommission weiter gab. Rcgierungsrat Welcker dankte zunäckstt für die Einladung und bedauerte, daß Ge- heimerat Dr. Breidert und Sckmlrat Kleinschmitt (letzterer ist wegen Ueberarbeitung beurlaubt^ am Kommen verh.n- dert seien. 'Ferner sprach er seine Freude über die Bereitwilligkeit aus. mit der die Gemeinde den Schulneubau übernahm. Bürgermeister Schmidt sprach in markigen Worten den Behörden und allen, die an dem Bau mitge- wirkt, namens der Gemeinde herzlichen Dank und öffnete das Haus zur Besichtigung. Nun flutete die Menschenmenge in das nach den Entwürfen des Baurats Diehm erbaute Haus. Jedermann war über den im einfachsten Stil gehaltenen und doch s) vornehm wirkenden Bau entzückt. Leider war der Schöpfer verhindert, der Feier beU zuwohnen. Nach der Besichtigung versammelten sich alle in dem geräumigen Saal zur Linde. Hier dachte .Hauptlehrer (Lehrt vor allem des Geheimerats Dr. Breidert und Schulrats Kleinschmitt, die jeberjeit der Schule ein warmes Jnteresie entgegenbrächten. Lehrer Daab dankte der Gemeinde für das schöne neue Heim und sprach die Hoffnung aus, daß die Gemeindevertretung auch in Zukunft gegen Schule und Lehrer mit Wohlwollen erfüllt sein werde. Regicrungsrat Welcker dankte namens der Kreisschul- tommission und des Kreisamts für die Einladung und die Worte deö Hauptlehrers Sehrt, sprach seine Freude aus über die tüchtigen Lehrer Lollars und richtete an die jüngeren Lehrer die Mahnung, ich den älteren Kollegen anzuvertrauen. Beigeordneter Schwalm gedachte ebenfalls namens der Gemeinde der Lehrer Lollars und sagte der Bauleitung, den Handwerkern und allen denen, die an dem schönen Bau mitgearbeitet, Tank. Ferner dankte er den Buderus scheu Ci.enwerken, die der Gemeinde bei Anlegung der Zentralheizung in beiden Schulhäuscrn den Kessel zum Geschenk gemacht haben. Regierungsbaumcister Knöll und Äceisstraßenmeister Senßfelder toasteten nochmals auf die .Handwerker Lollars, die bei dem Neubau ihr bestes Können gezeigt hätten. Die Feier wurde durch herrlich ausgeführte Lieder der Schuljugend sowie der Gesangvereine Liedertafel und Germania verschönt. o; Friedberg, 30. Nov. Nächsten Freitag hält der linksliberale Verein im Saalbau eine össentliche Versammlung ab, in der Landtagsabg. Damm über die Arbeiten des Landtages, Pfarrer Korell über „Rechts- und Linksliberale im Reiche und in Hessen" spricht. b. Friedberg, 30. Nov. Unter dem Vorsitz des Pvlizeikommissärs Weiß bildete sich gestern eine Zwangs- tn 11 un g dec Bäcker von Friedberg und Fauerbach. Von 22 Bäckermeistern waren 19 dafür, 3 fehlten. — Eine Kuh, **Dcr Männerturnverein hielt, wie man uns heute 1 schreibt, am Samstag in Steins Saalbau fein Winterfest , ab, das sich eines sehr guten Besuches erfreute. Auch auswärtige befreundete Turnvereine und der Gau Ausschuß hatten Vertreter : in stattlicher Anzahl entsandt. Tie Veranstaltungen selbst, die ' in rascher Anfeinandecsolge daigeboten wurden, waren mit Aus- ! nähme eines Singspiels alle turnerischer Natur und zeigten, bai; der Verein mit seinen Leistungen sich iwch auf^ der Höhe befindet, auf die ihn feine Erfolge in den letzten Zähren gestellt haben. Tie F r a u e n a b t e i l u n g zeigte gut eingeübte Stabübungen und einen Girlandenreigen, der solckstu Beifall fand, baß er nach der Pause noch einmal aufgeflihrt werden mußte. • ■ Zöglinge führten einen Stabreigen mit Pyramidengruppen UUI. ber auf gute und namentlich gleia>mäßige Schulung schließen ließ. Tie Fechterabteilung zeigte zunächst eine Muster- riegenvorsührung und ein Kontrafechten mit verschiedenen Paaren aus deutschen Säbel, Florett in fester und loser Mensur und italienischem Säbel auf Hieb und Stich. Unter diesen Einzel- partien waren einige sehr gute Stiftungen, die allgemeinen Beifall sanden. Was nun die aktiven Turner anlangt so zeigten ihre Leistungen am Barren und Reck, daß sie mit ihrer aegenwärligen Schule auf dem richtigen Wege sind. Sie zeigten nt schöner gleichmäßiger Durchbildung Gipselübungen in eurer Form, die für die nächste Zeit zu den besten Hoffnungen berechtigt Den Gipfelpunkt der Darbietungen der ersten Riege bildeten aber zweifellos die z. T. sehr schwierigen S tu tz- hantelübungep, die zeigten, in wie mannigfacher Art dieses neue Gerät zur Ausbildung des gesamten Körpers benutzt werden kann Auch von fachmännischer Seite wurde diese Vorführung rühmend anerkannt. Das von einer Turnschwester und zwei Turnern zur Darstellung gebrachte Singspiel, das zwilchen den turnerischen Darbietungen eine angenehme Abwechselung brachte, sand solchen Beifall, daß die Mitspielenden sich wiederholt aus der Bühne zeigen mußten. Bevor man zu dem von der Jugend mit Sehnsucht erwarteten Balle überging, begrüßte der erste Sprecher die erschienenen Gäste, wies aus die Bedeutung des Winterfestes Hin, auf dem von allen iurnerischen Kräften den Mitgliedern des Vereins Rechenschaft über den Stand des Turnbetriebes abgelegt zu werden pflege und schloß mit einem begeiitert aufgenommenen „Gut Heil" auf die deutsche Turnerschaft. Ten Dank der Gaste brachte in beredten Worten Herr W. Metzler, der erste Sprecher des T -V Marburg, der auf die seit Gründung des M. T. V. Gießen bestehenden engen freundschaftlichen Beziehungen der beiden Vereine hinwies. Sein „Gut Heil" galt dem Wachsen, Blühen und Gedeihen des M. T. V. Am Sonntag fand eine 4cachscier im Philosophenwald statt, die sich eines mindestens gleich guten Besuches erfreute. Hier sprach der zweite Sprecher allen Mit- wirkcnden des Winterfestes den Dank des Vorstandes und Turn- rate5 für ihre treue Mitarbeit aus und insbesondere hob er anerkennend die Tätigkeit der beiden Turnwarte hervor. Diesen galt auch sein „Gut Hell". Der erste Turnwart gab bicien Tank an seine Turner weiter und forderte alle Mitglieder aus, tätig ein jeder an seinem Teil mitzuwirken, daß die für 1910 geplante Feier des 25 jährigen Bestellens des Vereins eine der ! Veranlassung würdige Veranstaltung gebe. _ ** Der Verein Kanaria für Gießen und Umgegend (gegr. 1899) eröffnet am Samstag, 4. Dezember, aus Anlaß seines 10 jährigen S'.iftungsfestes, seine 4. Lokal und Verkaufs-Ausstellung edler Kanarien Vögel sowie Käfigen und Zuchtutensilien, verbunden mit Prämiierung. Die Ausstellung findet vom 4—6. Dezember im „Posttellcr" statt und mit ihr ist eine Verlosung verbunden. Anr Samstag, 4. Dezember, erfolgt die Prämiierung der e.isgestellten Vögel, der sich abends aus Anlaß des 10 jährigen Stiftungsfestes ein Kommers anschließen wird, zu dem die Ehren-Mitglieder sowie Gründer deS Vereins eingeladen sind. Die Ausstellung selbst ist für Jedermann während der ganzen Dauer gegen ein geringes Eintrittsgeld offen. Der Verein wird den Besuchern durch Ausstellung guter Vögel etwas Gutes zu Gehör bringen und da die bereits früher veranstalteten Ausstellungen des Vereins den Besuchern noch in bejter Erinnerung sein werden, darf wohl auf einen regen Besuch gerechnet werden. Aber auch alle, die sich einen flotten Sänger zulcgen wollen, mögen den Besuch der Ausstellung nicht versäumen, zumal ihnen hier die beste Gelegenheit geboten ist, aute Vögel zu kaufen. Außerdem erhält der 100., 200, 300. usw. Besucher einen guten Kanarienhahn Dennifcbtes» * Blaufuchs. In den Berichten Don seiner ^Ärbpolfahrt: erzählt Eook, daß er von den Eskimos gegen Kleinigkeiten, wre Taschenmesser, Nadeln und Scheren, kostbares Pelzwerk cmgetau)d'i habe. So erwarb er für ein Taschenmesser einfachster Art, das nur wenige Groschen wert war, eine von einer Eskimofrau getragene Hose aus Blaufuchs, deren Wert auf einige hundert Dollars zu schätzen sei. Der Tausch war nicht schlecht, denn nächst ^ilberNiws ist Blaufuchs unter dem Pelzwerk dec Familie Reineke das Kostbarste, das die Polargegend bietet. Wenn die Hose noch gut erhalten ist und hinccick't, um daraus eine Pelzgarnitur zu her- fertigen, so tarnt der Erlös erheblich mehr als zwei- und dreihundert Dollars letrageit, zumal gerade in den letzten Fahrest die Preise für Blaufuchs erlstblick in die Höhe geschnellt Und. Im Fahre 1904 standen die Preise sehr schlecht, aber im folgenden Jahre fliegen sie um reichlich sechzig ProzerU ihres voriähc'gest billigen Wertes, und 1906 nockunals um etwa zwanzig Pci. ni. Seitdem haben sie sich auf ziemlich gleicher Höhe gehalten^ Allzu groß ist ia das Angebot in Blaufucl)S nickt, denn das ^tcr ist ziemlich selten und schwer zu fangen. Auf den Londoner Auk-- ttonen, auch auf denen der Grönländischen Stonipagmc tu Kopenhagen und auf den russischen Riärlten, unter denen die Irbiter Messe obenan steht, erscheint Blaufuchs gegenüber anderem Pelz- werk immer nur in mäßiger Menge. Dasselbe gilt vom [oflbarejt Silberfuchs, von dessen dunkelbraunem, fast schwarzem Grunde nck alänzendweiße Haarspitzen abheben. Besonders edle «veile dreies Königs unter den Füchsen haben es schon auf einen Preis von iner ■ bis fünftausend Mark gebracht. Natürlick) werden Silberfuchs und Blaufuchs auch imitiert, und zwar in einer so ausgezeichneten Weise, daß den Unterschied nur der Kenner herauszufiuden vermag. Benutzt werden zur Imitation die Felle des sibirischen Weißfuchtzs und des sibirischen weißen .Hasen. Infolge ihrer natürlichen weißen Farbe lassen sich diese Felle bestens färben,jo daß sie als Silber-, Blau-, Schwarzfüchse und als silbergraue Chinchilla vor- ülglich bestehen tonnen. Was die Leipziger auf meiern Gebiet leisten, ist ja weltberühmt geworden, wie beim überhaupt ber Rauchwarenhandel und das Zurichtern, Veredeln und forben von Rauchwerk einen ber blühendsten Industriezweige ber alten Pleiße- stadt bildet. Russen und Amerikaner wissen diese Leistungsfähig-, teil zu scl^ätzen und nach Gebühr zu nützest. Kleine Tagcschronik. In G e f r e e s in Oberbayern wurden durch die schadhafte Kirchenheizung während der Predigt 30 Männer, grauen und sämtliche Schüler aus dem Chor plötzlich durch Kohlen- gas betäubt, so daß der Geistliche Wort die Predigt ab- brechen mußte. Trotz sofortiger Lüftung erkrankten auch noch außerhall' der Kirche viele Personen. Durch einen einstürzenden Hölzschuppen wurden der Bürgermeister von Trubenhausen, Hellwig, sein Sohn und eure seiner Töchter lebe ns ge f ä hrli ch ve r le tzt. Mehrere Arbeiter, die ohne Fahrkarten in einem Abteil dritter Klasse des nach Budapest gehenden Zuges Platz genommen hatten, warfen bei Debredzin den Schaffner aus dem Zuge heraus, als er die Fahrkarten prüfen wollte. Der Schaffner geriet unter! die Räder und wurde furchtbar verstümmelt . Sämtliche Assistenten und Veterinär-Aerzte t^r Wiener Kranken-Anstalten bescklosseii in einer gestern abgehaltenen Versammlung, wegen der Nichtbewilligung ihrer berechtigten Fordr- rungen, ihre Stellen zu kündig en. Bei S himon oseki ist während emes heftigen Sturmes der japanische Dampfer Kisagatamara gesunken. 25 Leichen wuroen an die Küste gespült. Ein zweiter japanßcher Dampfer namens yunjenntaru ist auf der Höhe von Jongampo untergegangen. Grssinal-Drahtmeldungen. Aus dec hessischen Kammer. R B Darmstadt,'1. Dez. Tie Zweite Kamme- nahm in der heute fortgesetzten Beratung ber Wa hlrechtS « Vorlagen den Artikel 67 der Verfassungsurwstde m der Fassung des Ausschußantrags an. Artikel 7o wurde Mit allen gegen 3 sozialdemokratische Stimmen angenommc 11. ^odann wurde mit ber Beratung der einzelnen Be,timmungen deS Gesetzes über die Landständc begonnen. Zur Thronrede. Paris, 1. Dez. Tie Thronrede Kaiser Wilhelms wird in der hiesigen Presse zumeist mit Befriedigung be- prochen. — Das Kriegsministerium hat drei Aeroplane angetauft und richtete an die Offiziere die Aufforderung, sich zur Ausblldung im Benutzen der Apparate zu melden. Leipzig, 1. Dez. Ter Stellmacher fRofher aus Berlin wurde vom ednourgevicbi, iiackdem die Geschworenen die auf Toimelmorb lamenbe Lchi.ldllage bejaht hatten, zweimal zum Tode uermteilt. Rolher Halle seine Frau und fein -Lwchtercheii durch Bleiweiß vergistet. LuftschUsahrl. Flugversuche in Mainz. N. Mainz, 30, 'Dior. In nächster Zeit werden arr bem hiesigen Sande von dem bekannten früheren Rcmifahrer V e r - Heyen Flugversuche mit einem Bleriot'schcn Eöchecker oorge^ nominell werd u. Zu diesem Zwecke wurde ihm iwm Gouvernement in dnn am Saute angreuzmden Festmigsgelände ein Platz willigt, auf dem eine Halle für die Flugmasck.ine erridytet werden Außer dem stcht ihm im Notfälle militäriidtc Hülfe zur iBeij fügmig. Dafür wird Verhetzen verpflichtet sein, Dm gieren Zutritt zur Halle zu gestatten und sie mit der Behandlung und Führung ber Flugmaschine vertrau! zu machen. Mft bem Vau der Halle wurde gestern begonnen. Auch ein Teil „ber .Flugmaschine ist gestern cingctroffen.________________ 1 I -Hl ■fei I LIEBIG5Fleisch-Extract ||| Die ii AaÄerdem dir mikl. Kae*rnfltFn'i «er ;r. *t das erstklaff. N.vitätcnprogramm Nechtskoniulenten 5 Tarnen. Tireftion E. Satbc. (/9 lader trcunbltct'i etn Saht» txRmu limiM Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 (09161 al* Lportsmann, bumonfldd). Gendarm histo» emofiebU Ter liebe 8297 AechrK oortkithllstes Angebot (BQ Tel 319 Errchenolatz <. an rat OiatHti Jul M Ave l*»MUqe>«1tdeW Hnb berU»fc emqe laden. Bester Mtfallputz * e aftl tt'd. 30 «t ner, Rcienwca 15. «naheb 6. flab. 2var-fcy * bie ät 40 P, IMHB ♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦ H66 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Gnte Kleiderstoffe besonders : billig. :: :: c. .i»td u.jaCi Napoleon und die Kürstiu v. Hatzfeld, groheO riiches Drama aus der Zett Napoleon*. p jqöa I raui erii ri CbRtai V-' r^dL l Cwoitna v. W cawnebli Ich habe grosse Poeten Kleiderstoffe a. Bluwn- s tot Fr tasierwt preiswert erwarben und verkaufe die selb* a an m* rorden t* ' lieh billig. Lina Bernard, leinte l Zum 'heutigen Programmwechsel: Tie malerischen Pyrenäen, Naturaufnahme. Ter Heutigen Nummer des tdrehener Ünjeufrl levo: ifpeft der n rma Letz Ute tttt A «5»tz. Tuchs*beit in Lpre»berg (Lausitz) bet. b„ AkMMtll sie nicht beim Saul einer Nähmaschine ui> vor mein Vaaer au befttbilaen oder Vreiie etn*ulorbem rCBISD r ricbrttfc Linker, Ludwiosir 16 «•alb Qt Jc^ta fr kur Frisch eiogetroflso sind: Sil)thlj(iilti|tt Milte 'Jliirialj=tiofüo W|ih>9hl|hftt NnhMlz-Znitbiiik Jittliriäljt tirtroifnttt Sonintit w- Möbel IS bet* oorritia und preiswert ui gaben. ft?in tßübeUB Siintx. , ' "M !iJ 1 " ?’ «» & M*a1 61 ht dij L KB W | Ml d I t»ne - der Dtiteiä I V5 'lau I .: vanch Eberh. Metzger fA i«. ii*i %lwn. r. Giessener Konzert verein Viertes Konzert Erster Chor-Abend Mittwoch dm S. Dezember 1909, abends 6 Vt Uhr mit einer HAUPTPROBE: Dienstag den 7. Dezember abends 51/. Uhr in der Stadlkirche. Im vord. Rwt vor. wlhrrad u. nach der V enteilen» W FJn Blütrafret le den ilgn-n -Mn in prachtvoller Au^Utlanx- • ’*SM Weihnachts-Oratorium (in 2 Abteilungen) nach den Evangelisten Lucas und Matthäus für 4 Solostimmen, gemischten Chor, Orchester und Orgel von Job. Seb. Bach. Donnerstag den 2 Dezember, abends d'/B Uhr in Ntelns Maalbsa (»% Herr Rolf Roberts - Karls horst- Berlin: Vorträge zur Laute. Eintrittekarten sind zu 1 ML abends an der Käme zu haben. Angehörige unserer Mitglieder saht die H Litte. Kanfm. Verein und Orlsgewerbevereln. Seemannsheim. Aalltornrahe 46. Clnb.: Guüav Roepven VaütorNrahe < Jeden |f nnvanl »onntaau.il I Ubt Äriblrtiopüre hoent» Ikonzert- Boiucrt. Rachrn. von 4 Ubt ab flouArrt der .D»roter Navelle" imu komischen Forinteeiu (MBB gute Toltor, komische 6|tne. Tie Ähre, muornches Drama von Henry Laoedan. tu Imkll- n. Ailldtr-Konstttiall Pelzen, enorme Außwahl, von Kleiderstoffen, ------ Tie io beliebtes ------- echten Nürnberger Lebkuchen auS der nhrürn Veb'üdmerri von Ölcore (»lock ‘.Kurubrra emoieblen au den biüiflken tt retten Gebrüder Adami IXauebnra 14. «fls ~^T----mi----ii ■ ■tefcia i’ -'jo k ecati tu - 1148(4 ß gfflaT: ■ :Xllau in Xu! • Sillen ■ rchPr 6' Abschlag, i vklttllisni. W. 15 Vi-, 29 Pfq. und gerS'lel 25 Pia- H. K.-Laneuer, Neuenweg 15. iXitShcb d. Siad^ Loar Verrmia Eier Eier Eier frtts tettch Spinat 20 bei Emil Kalbfleisch, Cbtt u. tiicmrikbanblMB*, ®S) ^onneatnafit JL AU (Ziehen. 2onncnltralte 12 ivorm. :Hott<*> 1^* erteilen Nal in Hcdiiolatben. emo- feblcn sich tn Ameruamta von ^el uitien, 2 teuerbenarattonen. (finttebuna v auhenftnnben. flut ftelluna v. Ber nöa.^erArtchn. jc — Telcvbou 631. — l SarU, büß S,' hlljl ttin i J* Cütbffl ”4- ^6 6 Ip l Dttbt Er § r CiWtiH i __:’a S It r<(tinat| «T.ia Din Ach rsd kiiit d dch-ut eh um n ?'VKSL K S.nrr.j fc l:«I M i’»Den [•jein kilhll - k^tz ve Staat, eubv. unter Staats« MHB| euteloht stehend« Höhere Handelsschule Landaö (Pfalz). I.»iiilsr*iil! H. HilbJUr, Handelskurse SÄ..tr.b3'r?5.,S lokal* ■ Feoelenetsraum« la laipeeanteo Weubaetea. QewiwnuaTU B«aofdehUH277