Nt. 151 Erstes Blatt ISS. Jahrgang Donnerstag l.Juli 1909 Der ®U. {jener Anzeiger erscheint täglich, außer JP’"' ;'-£y V/ Sonntags. - Beilagen: T ~ J T ▲ viermal wöckentlich fl J| ▲ A A JftA V*”' » />> x^X r . Z" * A 6ief>enerSamflieflblätter; Ä Tgfflk gg 4^77 MmT M A Jggg ^W» V 1H Ao*entLXtete. ■ MM ■ flV HA HF I 9 97 B Lp N f ■ '-i v< -- V >] i ■ blatt furbea Kreis Sieben W jtoä DH pjl klrV/t X'-Z7 q 8Ä ' 1 pä Lj K-* N I i fei* mcnmd7n.m'^:MW M W M ■■■ zweimal monatl. Land- HF ■ fcj V M. ■ ■, W L wirtschaftliche Zeitftagen V" M £S ru W M XT V Aerulpred) - Anschlüsse: 6?. Wf A M sür die Redaktion 112, »W ,5iJF *^*<»5^ °LLL" Gemral-Anzetger sm Gberheffen Annahme von Anzeigen -«y “ »ff iS vörr^uags"s"uh? Kofafiottsbrutf und Verlag derVrLhl'schen Univ.-Vuch- und 5teindruüerei R. Lange. Kedattlon, Lrpeditton und Druckerei: Zchulstrahe 7. >^ezngspcel>: monatlich 75Ps.,vver!el- jährlich Mk. 2.20; dirrch Abholc- u. Zmciqstelleir monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— otertel- jahrl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal lö PL auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und , Vermischtes' K. Neurath; für,Stabt u.Land" und „Gerichtssaal": E. Heß; iür ben Anzeigenteil: H. Beck. Aus Stadt und Land. Gießen, 1. Juli 1909. Born Wetter schreibt uns ein bekannter ^anbiuirt: „Hätte mer en gute Reege, es verdorrt alles!" Wie oft habe ich diese Worte m den letzten vier Wochen nach der Begrüßung von den mir begegnenden Landwirten hören müssen. „Es gibt ka Faurer, daS Vieh verhungert", war die Fortsetzung der Unterhaltung. Wenn ich nun auch so manchen feisten Agrarier mit den Worten: Ihnen sieht man doch noch keinen Futtermangel an u. s. w. tröstete, so war es doch die höchste Zeit, daß Regen kam. Aber wenn die Not am größten ist, ist die Hilfe am nächsten; so auch diesesmal mit der Trockenheit. Nachdetn sich schon am Sonntag nachmittag im südlichen Teil des Kreises Gießen kräftige Regenfälle einstellten, gab es Montag mittag in Gießen selbst und nordöstlich davon starte Niederschläge, teilweise mit etwas Hagel. „Das scheckt alles noch naut, es muß noch besser futnmc", tadelten die Landwirte den Wettermacher. Und es kam besser! Von Dienstag nachmittag 3 Uhr bis Mittwoch nachmittag 4 Uhr hat es in einem fort geradezu Bindfaden geregnet. Dieser Landregen, der über ganz Mittel- und Südwestdeutschland niedergegangen ist, hat der Landwirtschaft hunderttausende von Mark genutzt. Ohne Schaden durch Niederschlagung von Getreidefeldern, ohne Sturm und Hagel sind die'iWiesen und Felder gründlich angefeuchtet worden. Nun wächst der zweite Klee kräftig heran, der zweite Grasschnitt (Grummet) nicht minder; die Kartoffeln setzen reichlich Knollen an und die Getreidefielder bringen keine notreife Frticht, sondern ein volles ausgewachsenes Korn. Kurz gefaßt: der Regen war köstlich, er hat geholfen. Nun warmes Wetter dazu, und 1909 gibt ein gesegnetes Erntejahr. . ** Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß- Herzog Haden dem Fadriranten Adolf Bens in ge c in Mannheim das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Antrittsaudienz. S. K. H. der Großherzog haben! heute mittag kurz vor 1 Uhr den Oesterreichisch-Ungarischen auße:-> ordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Grasen: B o l e st a - >i o z i e b r o d z k i behufs Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens in besonderer Audienz empfangen. Um 1 Uhr sand im Residenzschloß zu Ehren des Gesandten Gala- täfel zu 22 Gedecken statt Ter Gesandte und Legauonsiekretär Graf Calice folgten gestern abend der Einladung Sr. Erz. des Stoatsininiüers Dr. Ewald zum Soiwer mit den Mitgliedern der Tarmstädter diplomatischen Vertretungen. P fa r r d i c nst na ch r i ch t e n Ernannt wurden Varr- assistent Metzger zu Rimbach zum Pfarrassistenten in Affolterbach ' Pfarrvikar Buch hold zu Rothenberg zum Pfarrajnstenreit in Rimbach: Piarrverwalter Rühl zu Wöllstein zum Pfarrvikar in Kriegsheim; Pfarrvikar Frank zu Raunlieim zum Pfarr- vermalter in Hutzdorf; Pfarrassistent Winkler zu Laugen zum Pfarrvikar in Raunheim; Pfarramtskandidat Haupt zu Maur- Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Ministerrat statt. Gießen, 30. Juni 1909. Prof. Luley, 2. Vors. des natlib. Vereins Gießen. E. Kaufmann, Wahlkreis-Vorsitzender. *) Nach unserem Bericht haben beide .Herren nur ihr Bedauern über das Fernbleiben der natlib. Redner ausgesprochen. "Red. Gruppe der Getreideverkaufsgenossenschaften liegen nur lückenhafte Angaben vor, wonach bei 17 Genossenschaften ein Absatz vvn 8 Mill. Mark gegen 7,2 Mill, bei 25 Genossenschaften im Vorjahre zu verzeichnen. Aus der überaus bunten Reihe sonstiger Genossen- schasten seien noch die Maschinengenossenschaften hervorgchobeu, bn denen 140 Genossenschaften einen Buchwert des Besitzes - - vornehmlich handelt es sich um Dreschmaschinen — von 1,8 Mill. Mark ausweisen. Tie junge Gruppe der Elektrizitätsgenossen- schäften, die zum Teil eigene Elektrizitätstverke mit eigener 5ha' ■- erzengung, zum Teil nur Leistungsgelwssenschaften umfaßt,- ii*fut bei 18 Genossenschaften einen Besitzwert der Ansagen in .Höhe von 2 Mill. Mark auf. 20 Baugenossenschaften geben einen Besitzwert von 9,8 Mill., 27Vichweidegenossenschaftcn einen solchen von 1 Mill. Mark an. — Freilich fehlen dem leuchtenden Bilde auch nicht gewisse Schattensetten. Sie kommen in den nicht uw beträchtlichen Verlusten bei den Kvmhaus-, Obst-, Gemüse-- verwerttmgs-, Elektrizitäts- und Winzergenossenschaften zum Ausdruck. Es darf erwartet »oerden, so schließt der Bericht, daß die hier gemachten Fehler in Zukunft vermieden werden, und damit das landwirtschaftliche Genossenschastswesen auf allen Gebieten sich nutzbringend und auch finanziell erfolgreich fortentwickelt. — Wie immer, so siird auch zu der diesjährigen Tagung des Reichs- Verbandes Vertreter des Genossenschaftswesens aus Oesterreich, der Schweiz, England, Frankreich und Belgien angemeldet. des Reichsverbandes. Da Ende 1907 insgesautt 14 285 Sparund Darlehnskassen bestanden, so berechnet sich das gesamte Betriebskapital der gerwssensck'aftlichen Dorfbanlen Ende 1907 auf etwa 1850 Mill. Mark. Es dürfte gegenwärtig schon die zweite Milliarde überschritten haben. In der Hauptsache haben die Kassen ihr Betriebskapital durch Spareinlagen, Einlagen in lausender Rechnung und Anlehen aus dem eigenen .Kassenbezirk zu gewinnen gewußt. Für die Gesamtheit der 1907 bestehenden ländlichen Genossenschaften berechnet sich der Betrag dieser Spareinlagen im weiteren Sinne des Wortes auf etwa 1620 Mill, und darf gegenwärtig auf annähernd 1800 Mill, veranschlagt werden. Ganz besonders verdient die Tatsache Beachtung, daß trotz der im Jahre 1907 herrschenden Geldknappheit die Zunahme der Spareinlagen tm ganzen genommen reine Beeinträchtigung erfahren hat. Im allgemeinen haberr also die ländlichen Sparer den Verlockungen zeitweise höherer Zinsen von anderen Geldinstituten keine Folge geleistet, sind vielmehr im wohlverstandenen Interesse ihrer heimatlichen Sparkasse treu geblieben. — Die Summe der Darlehen gegen feste Frist rmd in lausender Rechnung berechnet sich bei sämtlichen Kassen sür Ende 1907 auf etwa 1500 Mill, und darf gegenwärtig wohl auf 16.50 Mill, artgeschlagen werden. Eine gewaltige soziavolitische Kleinarbeit spricht sich in diesen Ziffern aus, denn die Zahl der Kreditnehmer beziffert sich aus über 1 Million. Zugleich beweist die auf den einzelnen Schuldner entfallende durchschnittliche Tarlehitt- suntme von 1400 Mark, daß cs sich vornehmlich um die Befriedigung der Ansprüche kleiner und mittlerer Darlehnsnehmer handelt. In steigendem Umfange findet daneben seitens der älteren, großen Geldüberschuß besitzenden Kassen Südweftdeufchlauds auch die Gewährung von Real- «Anlage-) Kredit statt. Die in Hypo- tbcken sestgelegte Summe ist gegenwärtig wohl bereits auf 200 Mill. Mark zu schätzen. Nicht minder bedeutsam sind die Leistungen der ländlickten Genossenschaften auf dem Gebiete des gemeinsamen Bezuges von landw. Bedarfsartikeln. Allein bei den besonderen Bezugsgenossenschaften betrug der Wert der Bezüge 94,4 Mill. Mari im Jahre 1907 gegen 76,4 Mill. Mark im Jahre 1906. Neben diesen besonderen Bezugsgenossenschaften bewirten in steigendem Umfange auch die Spar und Darlehnskassen, Molkerei-, Kornhaus usw. Genossenschaften nebenher den gemeinsamen Bezug. Speziell der Bezug bei den Spar- und Darlehnskassen ist wiederum namhajt gestiegen. . Sehr beträchtlich war auch die Zunahme der gemeinsamen Bezüge bei den Mol- kereigenossenschasten. Unter Einschluß des Bezuges sonstiger Genossenschaften sowie der zum Teil sehr abnahmefähigen Einzelmitglieder der Zentralgenossenschaftcn kann der Gesamtbetrag aller gemeinsamen Bezüge im Reichsverbande für das Jahr 1907 au? annähernd 200 Mill. M. veranschlagt werden. So bedeutsam diese Summe erscheinen mag, so mag doch daran erinnert werden, daß sie nur etwa eilt Siebentel des Gesamtverbrauchs der deutschen Landwirtschaft an landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln dar- stei.lt. Gerade der gemeinsame Bezug ist hiernach noch ungemein entwicklungsfähig und bedarf es gesteigerter Kraftentsaltting aus diesem C/ebictc. Erfreuliche Fortschritte zeigt -ferner die Entwicklung der Molkereigenossenschaften. Es betrug die eingelieferte Milchmenge bei 1719 Molkereigenossenschaften im Jahre 1907 2030 Mill. Liter. .Hiervon wurden als Frischmilch verkauft 123 Mill. Liter. Im Zusammenhänge mit dem Wachstum der städtisch- industriellen Entwicklung ist der Friscomilchabsatz in ständiger, lebhafter Zunahme begriffen und gewinnt die Frage der städtischen Milchversorgung erhöhte Bedeutung für genossenschaftliche Kreise. Die erzeugte Buttermenge weist eine Zunahme pon 65,9 im Jahre 1906 auf, 69,6 Mill. Klg. im Jahre 1907. Infolge der gestiegenen Butterpreise zeigt sowohl der Gesamterlös für verkaufte Molkereiprodukte wie die Auszahlungen an die Mitglieder eine durchschnittliche Erhöhung, und zwar betrug die sJletronr 5 Zahlung an die Mitglieder 9,4 Pfg. pro Liter, wobei zu berück-' sichtigen ist, daß der Wert der unentgeltlich an öie Mitglieder Au§r-an-. Nachdem die Plenarversammlung der ungarischen Unabhängigkeitspartei cntspreck>end dem Anträge des ^e- kutivkomitees die Vorschläge Lukacs abgelebnt hatte, die auf eine Kabinettsbildung mit der Unavhängigkettspartei abzielten, erscheint der Versuch der Lösung der Krisis gescheitert. Lukaes wird demnächst nach Wien reisen, um dem Könige zu be- ridjten. Die Lage ist völlig unklar. Die neue Zirkularnote der Pforte wird in Wien als zweifellose Verschärfung der Kretafrage angesehen. Oesterreich-Ungarn wird sich gleich Deutschland auch weiterhin der Einmengung enthalten. Mali ist hier ferner der Ansicht, die Schutzmächte würden um drohende Konftikte zu vermeiden, es nicht umgeben können, vor dem Abzug ihrer Truppen im Einvernehmen mit der Türkei und Griechenland bestimmte Vereinbarungen über das weitere Schicksal Kretas zu treffen. Als wesentlich friedliches Syrnptom wird der Umstand angesehen, daß sich der König von Griechen land zu einer Badereise rüstet, während es noch vor kurzem hieß, er werde Griechenland diesen Sommer nicht verlassen. Erktärung zur freisinnigen Versammlung in Lollar. Am letzten Samstag haben in der freisinnigen Versammlung zu Lollar sowohl Herr E l ö s s e r - Darmstaot, als auch S>err Pros. Urst ad t'-Gießen, ihr Bedauern und auch ihr Erstaunen*) darüber ausgesprochen, daß wir, die national- liberalen Redner in der Korellversammlung, letzt nick? ^erschienen seien. (Gieß. Anz. Dom 29. Juni 1909.) Wir erklären, daß wir es nickt für wünschenswert halten, in. der jetzigen, politisch überaus bedeutsamen Zeit, wo der gesamte Liberalismus (Freisinn und Ncttlib.,» in der Frage der ReickssmaißzreforM Schulter an Schulter kämvft, in dem hiesigen Reichstagswahlkrcts zur gegenseitigen Bekämpfung auszuziehen, umsoweniger, als die Versammlung zwecks Aussprache über die Finanzresorm einberufen war und der Redner, Herr Elösser, ja schon lange, „die Brücke zu den Rationalliberalen abgeb roa? en hat" (Hess. Lib. Wochenschrift). Wir glaubten, im Sinne unserer h i e s i g e n P a r t e i f r e u n d e und a u m der besonneneren Frech'innigen, die e r f r e u \ i d) c t m " i i c i) i r l noch ö t e M . yryert iloeu dürsten, zu Hande l u, wenn wir jetzt den Kampf, der uns s. Z t. i a u i - gedrungen wurde, ruhen ließen. Deutsches rreich. Der Geheime Sanitätsrat Dr. Friedrich ©nbemann, früherer natwnalliberaler Reichstagsabgeordneter sür Kassel-Mcl- fimgen und Landtagsabgeorduetcr für Kassel-'Stadt i]t am Mittwoch vormittag gestorben. Das Bayrische Vaterland beftätigt, daß der bayerische gegnet man einem erfreulichen Fortschritt. 36 Vielwenoertunis- genossenschasten geben für das Jahr 1907 ihren Absatz auf 6,9 Mill. Mark an. Bei 57 Eierverkaufsgenossensckraften betrug der Absatz 1,5 Mill., bei 113 Winzergenossensckwften 4,16 Mill, bei 45 Brennereigenossenschaften 3,12 Mill. Für die wicktme politische Tagesschau. Ein neuer deutscher Bauernbund. Vertreter des Bauernstandes aus dem ganzen Reich gründeten am Niitttvoch unter Teilnahme von mehreren nationalliberalen und freikonservativen Reiche- und Landtagsabgeordneten einen Deutschen Bauernbund, bessert Ziel ist, die Interessen des Bauernstandes in der energischste Weise zu fördern. Der neue Bund schließt namentlich diejenigen Landwirte zusammen, die mit der Art rmd Weise, wie der Bund der L a n b!v i r t e die Landwirtschaft zu förbern sucht, nicht einverstanden sind. Besonders zahlreich beteiligten sich artch die Ansiedler aus den Provinzen Posen unb Westpreußen. Die erste große Bundesversammlung findet am 6 <$u(i in Gttesen statt. In das Prä'i dium nnirben gewählt: der Reickstagsabgeordnete Wachhorst de Went- als erster Vorsitzender, ferner Landtagsabgeordneter Want- Hoff, Reichstagsabgeordneter Löscher und Landtvirt Härte-Posen Stimmimgsbilö aus dem Reichstage. Berlin, 30. Juni. Zu einer Zeit, da auch die ftühesten Kommissionen ihre Arbeit ttoch nicht beginnen, die fleißigsten Fraktionen noch keine Sitzung anbewirnnt und der Beamte des Lesesaales gerade die ersten Morgenblätter einzuspannen pflegt, traten aus dem Portal des Reichshauses die Sperren v. Richthofen, Freiherr v. Bertling ünd Dr. Spahn. Nack der viertägigen Pause bietet auch der heutige Tag noch Raum für die Verhandlungen hinter den Kulissen, denn die offizielle Finanzreformarbeit wird erst morgen fortgesetzt. Heule steht auf der Tagesordnung die Interpellation der Sozialdemokraten über die Lebensinittelteuerung und die Getreidezölle. Der Platz des Fürsten Bülow ist leer. Und leer sind auch die Bänke der Rechten, denn die Herren, die den agrarischen Kanzler erschlagen haben, wissen, daß seine Werke ihn überdauern und daß sie von der Jnterpellatton der Sozialdemokraten nichts zu befürchteii brauch.m Nur als Repräsentanten gewissermaßen der agrarischen Politik sitzen auf ihren Plätzen in den vordersten Reihen der Rechten der Präsident des deutschen Landwirtschaftsrats Graf Schwerin- Löwitz und die Häuptlinge des Bundes der Landwirte, Dr. Hahn und v. Dlbenburg. Neben dem Stellvertreter des Kanzlers von Bethmann-Hollweg, der die Interpellation beantwortet, wird bi1' Regierung durch den preußischen Landwirtschaftsminister v. Arnim vertreten. 9hir mäßig besetzt sind zu Anfang auch die Bänke des Zentrums und der Linken; umso voller die Tribünen, aus denen man sensationeller Ereignisse harrt. Aber diese Erwartung löirb nicht befriedigt, und wenn man aus dem Auftreten der Redner unb der Stimmung bes Hauses Schlüsse ziehen darf, so glaubt man aus keiner Seite an eine Auflösung; denn die ruhige, ja fast sachliche Art der Behandlung des Themas, das so manches Mal schon die Gemüter auf das leidenschaftlichste erregt hat, paßt gar nicht auf eine unmittelbar bevorstehende Wahlbewegung. Müde und apathisch wie unten die Mitglieder der Parteien leitet Graf Stolberg die Sitzung: er hat sich von dem Unwohlsein, das ihn der entickeidenden Abstimmung über die Erbschaftssteuer feru- gebaltcn hat, erfreulicherweise erholt. Anderthalb Stunden spricht der Begründer der Interpellation, Abg. W olkenbuhr. Eine trockene, mit viel Statistik untermischte Siebe, die bei aller Uebertreibung und Einseitigkeit doch viel Fleiß und Kenntnisse zeigt. Nur am Schluß wird er lebhafter unb versucht, politisch zu wirken. Er bietet der Reichs- regieruug die Unterstützung seiner Partei im Wahlkampfe an, wenn es gegen die Agrarier gebe. Der Staatssekretär hat keinen schweren Stand. Er lann sich darauf berufen, daß die Zollpolitik des Deutschen Reiches auf einer starken Mehrheit im Reichstage beruhe und daß diese ihren Standpmrkt in dieser Frage nicht geändert habe, unb das wurden auch hie verbündeten Regiernna-'n nicht, tun. Die Zollpolitik sei ein einheitliches Gunzes, aus oem man nicht einzelne Stücke herausnehmen dürfe. So wenig Deut',chland noch cm Agrarstaat sei, so wenig sei es und solle es ein Industriestaat sein, sondern eine glückliche Mischung von beiden. Herr v. Beth mann-Holl weg schien einen Trust zwischen dem Bund der Landwirte und dem Hansabnitd für das wünschenswerte ’.u hatten. Im übrigen führte der Staatssekretär unter lebhaftem Beifall aus, daß man mit solchen Experimenten, wie es eine zeitweilige Aufhebung der Getreide- unb, Futtermittelzölle sein würde, an der Lage nichts ändern und daß solche Mittel bei den Verhältnissen des internationalen Weltmarktes ihre Wirkung verfehlen würden. Tie von den Svzialdenwkraten beantragte Besprechung bieder Ministerialerklärung wurde von allen Seiten gut geheißen. Der Generaldirektor für das katholische Deutschland, der Zentrurns- abgeerbnete Pieper, der seine Partei vorgeschickt hatte, verkannte den Ernst der Lage nicht, sah aber zu einem Einschreiten im Augenblick keinen Anlaß. Abg. Dr. Arendt (Rcichspartei) lehnte ein Eingehen auf die Interpellation schon deswegen ab, weil sie non den Sozialdemokraten komme, und sein Nachbar aus der Rechten, Graf Schwerin Löwitz, wollte für die Höhe der Weizenpreise die Getreidehändler verantwortlich machen: anstelle des Bundes der Landwirte den Hansabnnd. Der Staatssekretär hatte von einer vorübergehenden Ersckustnung gesprochen; der Vertreter der linlsliberalen Fraktionsgemeinschaft, Abg. Kaemps, wies ihn darauf hin, daß. diese vorübergehende Erscheinung vorn Minisrertische schon im Jahre 1907 erwähnt worden sei; aber auch die Freisinnigen wollen nicht die Gewaltmaßnahme der plötzlichen Beseitigung der tz^etreidezötte, wohl aber ihre allmähliche Herabsetzung. Der Sprecher der Nationalliberalen beschränke sich ans die Erklärung, daß seine Parteifreunde an ihrer gruirdsätzUcken Auffassung über die Wirtschaftspolitik festhalten unb eine Aufhebung der Getreidezölle jetzt nicht für zweckmäßig halten. . Damit war die Besprechung der Interpellation elgentlrch zu Ende. Der frei)innige friesische Landwirt Fegter kennzeichnete noch die Hörigkeit der Konservativere gegen den Bund der Landwirte, unb der Sozialdemokrat Dr. Südekum würzte die letzte halbe Stunde der Sitzung mit Anspielungen auf die politische Lage. Er sprach von dem Kanzler auf Abbruch, von dem uwiefränten König in Preußen, Herrn v. Heydebrand, und prophezeite dem Bunde der Landwirte, daß Füllt Bülow der leine Kanzler sei, den er abhalftere. Zum Schluß erleichterte bet bavrische Bauernzenttumsmann Dr. Heim sein durch seine Mstim- ntung bei der Erbschaftssteuer beschwertes Herz. Morgen geht es an die Verhmtdlung der Verbrauchssteuern. 25. deuischer LanLumtschaWcher Senossenschastrlag. i. S. u. H. Stettin, 30. Juni. Mit der 12. Generalversammlung seiner Beantten-Wohlsahrts- kasse und der 12. ordentlichen Generalversammlung der Versicherungsrasse der Deutschen' Landwirtschaftlichen Genossenschasts- bcamleit begann heute die Hauptversammlung des Reichsverbandes der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die Ver Handlungen, die hier unb in Swinemünbe gepflogen werden, haben wichtige Fragen des deutschen landwirtschasttichen Genossenschaftswesens zum Gegenstand, jo die Ausdehnung des Depositen b an kivesens auf dem Lande, die Mitwirkung der landwirt- schaftlichetl Gmossenschaften bei der inneren Kolonisation, die Einführung der elektrischen Kraft auf dein Lande, die Salpeter- 51ombination, ihr Zusammenbruch und ihre Neubildung, die Abgrenzung der Tätigkeit der landwirlschastlichen Organisationen auf genossenschaftlichem Gebiete u. a. mehr. Der vom Präsidenten Haas erstattete Geschäftsbericht gibt einen interessanten Ueberblicf über die gegenwärtigen Leistungen der landw. Genossenschaften. Besonders bemerkenswert er- scheinen b’e Leistungen öev ;":r.V H'N Spur ,■ 11Zar-, 'h'.^kajsen. Es betrug bei diesen Kauen bc-_ Reichsoerbandes das Betriebs kapital Ende 1907 bei 11 669 üassen 1560 Mill. Mark, 1906 bei 11373 Kassen 1426 Mill. Mark. Hierzu gesellt sich ein Betriebskapital von 188 Brill. Mark bei 1767 Kassen außerhalb Ministerrat die Verständigung mit der neuenReichs- zurückgegebenen Magermilch zumeist nicht in Rechnung gestellc a g s me h r he i t beschlossen Md bre bayerischen Vertreter beim I wurde. Auch bei der Gnippe der sonstigen Genossenschaften be- Bundesrat entsprechend instruiert hat. Ter Ministerpräsident von' L ....... }aal. Bemerkt Vf rotte n m de Klinik e4 sich 511 und ben 1 jiixitcnmdle oorgtnomm frih rour ren Qifl fr(b a nen 7!nrtch *1? rhtgonq icQung schöne ireftplGi) natiV dcr Cbm nut dem Blick auf Wald und Berg und nicht zuletzt eine herzliche Festfreude, dte auf jedem Wc’idjt leuchtet, werdet» den Besuch deS FeneS lohnen. — bchadendach. L.Juli. Gut hiesiges Fräulein hat am Musterriegenturuen beteiligen G? entsenden :Ktegen: bet Turnverein und der Männerturnverein .;u 1SN)Ä ! n brft inöfit $»'llgaiountpe int ub kmeter Äa'ier bi-5 ;um 16. 3uh Ser ''.ddanrederung xjirf Wiesbaden tn le vormittag enolgte 1^ des neuen Stabt- Vffing durch Regier- S^'IuHnrufunn in 3un feoöeuborn tu «Vresten lir unter aitabl von u Go. in ite Ul r u P - den non «u bald Seit re* arten <*tunb* mürbe rin obgetenh un*> Lautenschlager zu T- zi: <4räfenhauiri'. Cito '£ Sun.. B Wettstreit in der ersten Stadtklasse den 2. Preis mit t>4« Punkten, sowie den siir den Stundenchor gestifteten lucrp vollen Ehrenpreis mit 970 Punkten. Die in der ersten I Stadtklasse tonlurrierenden Vereine waren: Badenio K'e.rls- ruhe mit 160 Sängern, Eintracht Pirmasens nut 131,1 Männerchor Pirmasens mit 1 - •, Sängerbund Mannheim I Mäfertbal mit 90, Bauerscher Gesangverein Gießen mit 66 Sängern. Tie „Bauern" als der flcimte Verein erzielten mit | dem Vortrag des Prctschores (Des Nigers Heimkehr von lxieaar) sowohl, wie mit ihrem selbstgewahltc.i „Morgen lieb" von Rietz stürmischen Beifall. ES mar, ^vie bic I „Wormser Leitung" schreibt, eine seine Arbeit. Tas Re- niltat war: Badeuia Karlsruhe 1. Preis, Bauerscher besang- Verein Gießen 2. Preis, Jiannhcim-Häfertbal 0. Preis und Mannerchor Pirmasens 4. Preis. Ter ^funbendior wurde oen Pereinen (gemeldet hatten hierzu IS Vereine> eine Stunde vorher übergeben und unter Kontrolle des fest- lebenden Vereins eingeübt. Gewählt war ein Liedchen im Volkston, „Im Tal", eine schlicht-innige Weise. Es wurde durchweg prächtig vorgelragen, so dag das Publikum aus die Entscheidung der Preisrichter sehr gespannt mar. Ter Vauersche Gesangverein ruckte, wie wir aus der „Wormser Reitling" entnehmen, mit der feinen Wiedergabe des Ehoic. !energisch in die erste Reihe. Beim ^aiserpreissittgen blieb her Vauersche Gesangverein mir 2 Punkte butter Badeuia- uarlsrube, die die Medaille errang, zurück. Am Nachmittage wohnte unser (^roßherzogspaar, von allen Seiten inbclnb begrüßt, dem Wettgesang bei. Ter Vauersche Gesangverein lehrte am Montag abend zurück und wurde an der Bahn sudelnd empfangen. Unter Voranlntt einer Musikkapelle lokal „Postkeller", wo bei fröhlichem Kommers die Siege gefeiert wurden. Tie errungenen Preise sind im Kadett des Herrn Köhler, Scl>ulstraße 1. ausgestellt. lichc Guterrechr und Gütererbrecht der übergeleiteten Ehen im Bereich der Rechte oer Provinzen Starkenburg und Cbrrbefici. wurde der Preis dem Hub Rulb, Biidrugen, zu erkannl Von beiden von der midizlnifchen Fakultät gc stellten dlusgaben, jiir den akademischen und für den Balser- preis, ist keine gelöst worden. Von den fünf von der pdilo foplstsclfcn Zrahiltnt gegebenen Themata sind nut zu dreien Vewerbnngsschriften eingegaupen Tiefe sind bic Eingabe au«? der sranzosisclten Philologi«' „Tie Sprache von R.thcll im 13. Iahrlmndert," ihr Bearbeiter ist I Schickel, Mainz, dv Aufgabe aus der Phhsik: „Tie verschiedenen Methoden zur Bestimmung der inneren Reibung von Flüsiigkeiteu sollen einer vergleic1)enden lritischen Besprechung, und. so iveit sie zu eimvandssreien Ergebnissen nicht geführt Haden, einer ernnimcittellen Nachprüfung unterzogen werden," deren Bearbeiter K. Menges, Bechtolsheim ist, und die Aus gäbe aus der Arc1>aologic „Tie literarische und bildlich. Ikbrrlieicrnng über Zeus Ammon soll neu gesammelt und ifefi beljanbclt werden," die von ft*. Tahmcr, Gießen aclo.t ____bc. Den ersteren beiden Verfassern wurde der volle Preis, dem letztgenannten der halbe zuerkannt. Es folgte nun mehr noch die Bekanntgabe der Preisanfgaben für da. 3atrr 190'' 10. Tiefe sind: 1 für die theologische Fakultät ?,Die (tzeschiüüsanschauung Albrecht Ritfchls:" 2. für die juristische Anfultät: „Ter Vereicher.ingsansprucli ans § 21 des Scheckgesetzes soll unter Verwertung der Literatur uno 1 Juoiiutm zum Artikel 83 der Wechselordnung erläutert j liier den 3. für die medizinische Fakultät: a) für den akade-, nnschiil Preis: „Es solle« die kadaverösen, sowie die durch Entkalkiing, .vmrhmg und Einbettung bedingten Verande rungi 1: de? innAen Thre durch mikroskopische Unter snchungen sefcgestellt werden," b' für den BalserpreiS: „Tie Frage der Entstehung der Melaena neonatorum ist o.peri- nientell nachzupnifen:" 1. für die philosophiscl'e Fakultät, a aus der E hei nie: „Untersuchung zyklischer Harnstoffe der aronutHfrben Reibe," b aus der Mineralogie: „Tie Para genäsis der Mineralien auf den Eisenerzlagerstatteu in der Umgebung von Wetzlar," r) aus der Staatswissenschasl: „Tic Entwicklung der Kirchensteuer int Großherzogtum veffeii," di ans der Nassischen Philologie: „De sympoticiS antiq 11 onim seriptis quavratur, ratione habita tarn historiae quam arlis," 0- aus der englischen Philologie: „Das Altertümliche int WortsckM' oer englischen Tichtung des 18. Jahr Hunderts". Ihn 1 ■ Uhr fand ein Festessen der Dozenten und Beamten im Neuen Saal bau und um 5 Uhr findet ein 5t, Fr's, P a b t't von ?tut von «ijeo tu TatmncM rvfrn werden, einer Iatzl. die im '»a;: noch nie und vor । einigen Fahren «clbTt auf dem afüei des Äixtelroeinfreiie*.* I faunt crvrüht worden tft Es sind Hobe Anforderungen, dir I n'-ueroings vom Gau Sxffen gefrcllt werden, und an die sich noch nicht jeder Verein gewöhnt hat Ader die ’Tprbc- rungen sind berechtigt, denn mir dadurch ist es möglich geworden, ^ok der Gau. wenn er nach allsten aulintt. mit so großen Erfolgen gekrön' wird, :vrc die- aut dem letzten deutsche-n zurnien und kürzlich auf dem Mlbberg im Taunus geschehen ist. Di* aus den offiziell! richten hervorgeht, hat der Otau Hessen au» dem Frankfurter 1 2 urnsest von sämtlichen deutschen (*.iuenj>ic meisten Muster i icgen gestellt, und auf dem letzten F^ldt'erqfest bat^ rr | ca. 2 » ricgcr, oar niter den ersten, zu verzeichnen - Ta? diesjährige Bergfest des c^aues Reffen, verbunden mit -tum i.ihrt und Wetturnen, wirs am 8. August auf dem Gier* *- e r g abgebatten. Tic Volks umlichen Hebungen des ^ett- > impfe- sind schon ausgewahlt, werden aber erst nach dem Marburger Fest bekanntgegeben. . *lv-. *• Ter Ernst Ludwig Bere»« hielt geifern in Tarrnstadt seine vauPt v e r sa m mlu n q ab -rrhr. r. Heyl gedachte des rerstorbenen Cbcrburgcrmeuler» ' kor.ieweg. dessen Andenken die Annx"'enden durch Erheben Lon den ehrten. Taraui erstattete Laudeswobnungs inspettor Gretzfchel den Fahre, bericht. «. er 'tuficnberid)! schloß sich an, lowie die Neuwahl de.» Borstandes. An Vorträgen standen aui der Tagesordiiung: ..Tuberkulose und Wohnungsfrage" von ftreisass'.s.en arzt ~r -te -r. .rm'taot und „oseldbeschaffung für arbeiierhaufer über bic rnundel sichere Grenze hinaus" von Prof. Sv. Bierrner- Gießen. Zeppelin I. Sot gestern abend < Ihn rst l ■ 1 it f nnmtnJwrtt t n Ö c • ignahnenweihfest feiern konnten, ist gröfetrnteil» sein Verdienst, 'deberhnupt hat er für alle gemeinnützige Bestrebungen unserer Stadt ein großes Interesse bekundet, jo daß sein Scheiden von hier allseitig bedauert wird. --- Homberg a. d. 2hm, 30. Juni. Am 11. und 12. Juli feiert dcr Mannergesangverein Fahnen- t ive i h e. DaS reizend gelegene Städtchen im Festschmuck, der Ter Wortlaut des Speisewagen Erlasses. Tic „Nordd. Allg. Ztg." teilt jetzt den endgültigen Wortlaut der Bestimmungen mit, die neuerdings der preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten über die Regelung des! Verkehrs in den Speisewagen im Gebiete der preußisch 1 hessischen Staatsbahncu g.-lrofjen hat. Sie lauten | 1. In allen Zügen mit Klasse, die Speisewagen führen, ist der eine Raum des Speiseivageus ausschltetzlich für Reisende 1. und 2. klasse, der andere für Reisende aller Wagen klassen bestimmt. Nach jeder gemeinsamen Mahl zeit sind die beiden Räume des Spcisetvagens 'n lüften. Tic Reisenden haben während dieser Zen den Speiset iw gen zu verlassen. In den D-Ziigen mit '» Mlaffc haben die Reisenden, bevor tie den Speisetvagen betreten, sich Platz j karten für die Plätze in den Wagenabteilen zu beschaffen. Tas Zngbeglcitversonal ist streng anzntveisen, daß die Ver l teihtng der Platzkarten mit größter Beschleunigung bewirkt wird. ‘ I. In der Regel sind die Speisewagen erst 20 Mi nuten, nachdem der Zug die r'N'gangsftalion verlassen hat, zu öffnen. Es bleibt den Idinglichen Eisenbahndirekiionen überlassen, in geeigneten Fallen ber besonders zu bezeichnenden Zügen eine frühere Ccifnung des Speisewagens auznorvncn. ... Tie Reisenden der Ml affe tonnen sich in dem allen Reisenden zur Verfügung stehenden Raume zu den »aupt- inahlzeiien Plätze belegen, und zwar, wenn mehrere Mäh', zeiten uache-uander stattfinden, nach ihrer Wahl zu der ersten loder eri'.er solgeudeu. Wenn der gemeinsame Raum voll 1" I setzt ist, jo können ihnen zur Einnahme von Makstzeiteii freie IPlätze and) in dein den Reisenden 1 und Ülasse voibe- baltencu ''tanmc zur Verfügung gestellt werden Tas Zug am Sonntag morgen erledigt mrrOeu soll, ist ein ganz beträchtlicher Zuwachs zu verzeichnen Für die Cbcritnfe haben sich (in Viel) 19), für die Untcnmfe 292 (in 2ich rrft 111* Turner angemeldet. Es müssen je zwei Pflüi't nbungen und eine Kürübung am Reck. Barren und Pferd, und drei volkstümlich- Hebungen S abhoch Tr ifprnng, Mugelftonen । aus geführt werden, ferner eine Pslichrfre,- übung Tie Höckrstzadl von Punkten, di. erreicht vrd 'i kanii, beträgt L‘»o. Ten Glanzpunkt des Marburger .'e bilden voraussichtlich die allgemeinen F r e i üb u i gc d am Sonntag nachmittag unter vcimr d«' «auinvu lvarts Will -retzcn von buo bis Turnern ousge Gartcnkonzert daselbst statt. •’ Bataillonsbesichtigung. Ter kommandie j nebst Begleitung hier eingetroffen, um Bataillonsbesichti gungen vorzunchmcu. Er hat im Großherzog von Hessen Wohnuitg genommen. "Der „fortschrittlich-politische BildungS -1 . Dcrcin* hielt letzten Montag seinen letzten öffentlichen Vor- iragfiabenb in diesem Vereinsiahr ab, ber in Rnbetracht der ungünstigen IahreSzeil gut besucht war. Bei dieser Gelegenheit sprach Herr Dr. Strecker auü Bab-91auheim über daSI Thema: .Wahlrechf. Redner begründete in seinem scharf durchdachten Vortrag die Berechtigung deS Wahlrechts, das dem Volke die Möglichkeit gebe, in die Schicksale deS StaotSlebenS regulierend einzugreifen, erörterte dessen Entstehung und gab die Richtlinien an, nach denen dasselbe roeitei auOgeftaltct werden müRe, um eine praktischere Be- beuhing für doS Volk zu bekommen zur Wohlfahrt deS gesamten Staatslebens. Tie Diskussion, die sich an die mit großem Beifall angenommenen Ausführungen Dr. Streckers anfchloß, konnte nur von geringem Umfange fein, da bei Redner genötigt war, sofort nach seinem Vortrage abzureisen. •• Turnerisches. Tas .n;. Turnfest des Gaues s.fesscu", das vom 3. bis Juli 111 Marburg abgc | halten wird, verspricht bei einigermaßen günstigem Detter in hirnmfdicr Beziehung 2.le .rüncrcit Feste des Gaues weit zu übertreffen, wenigstens Hal die Beieiligung am Wetturnen noch nie die .völic dieses Jahres erreicht. Zum M u st e r r i e g e n t u r 11 c n n»erden bM Vereine, darunter zahlreiche L'anbbercinc des Gaues, 77 Riegen entsenden, ivahn'ud es vor zwei Jahren m Bad Rau heim nur Iß und im Vorfahre in Vid) erst .»»> ivaren. Zum erstenmal tritt dabei ein ganz neues Gerät aus, die Stützhanteln, mit denen zwei Riegen ^Bad Rauheim und Butzbach turnen -Al- günstige Nachwirkung des 11. deutschen Turnfestes ui Frankfurt a. M. wird e> wohl zu verzeichnen sein, hng diesmal die e r ft e n Fechterabteilungen im Gau sich e n <5äbetfcd)ten >, der Turnverein Bad Naul^eim Florett fechten > und der Turnverctn Türn-aficnhetm (Stabfechten And) beim Ei 11 zelwetturnen, das zum erstenmal schon ipflijcrftteei anruichnt d i Für die P Fstt^rbrunneii von liXN.» ÄiiNmci-! » •orOfi: di. inirrcls ^skom. d le gen,et - exm 2." Jun, 7 Sekundeniller. fortgesetzt. Es fiilt minmrbr al» iuf. oer erste Gruvrcnwaiienverk im ? Bälde erstehen wirb um 12 Uhr die Ticnfteir ____ Zur jAk-berbefetzunq werden ausge- ISÄvxx 'bv IBfarrfteUeii : • >?-hr.L;r irv ".-nv . adi Fr-süd .- bem Cbcafnt zu Solms Rooe!henn stehl tu letzterer bas raten — Uc bertragen wurde dem Vebr.r vemrich im tt IWdb und oem Lehrer ll*dn-it Sumin* unb Familiengüter im Werte von 11 ilhonni '.* Erbach auüfchlos;, für den Erbgraicn als nickt l'"dcnb erklärte, wird kostenpflichtig abarminen xie d- fenct des überlang. ;v.irtu, bis lut -tune, noch mdit ergom Sic wird ucniu lutvhd) 1111 negativen iiiint cnolgen, luuul das Urteil zu irngunsten der Antragsteller ausgesallen. Lia un over, 21). Jim» Vor dein bKiigen VonögcrLl t als I Berufnngsinftaii. gab dieser Tage der Gebern. s?on.H unb kfhc i Intenemtt e r nön ilichen öonrtfduiridc m vammeer r. ^ubivi-i BarnaV eine Gastrolle in einem Prwalbcl.ibigun.i^proietz, in welchem ?r In erster In'tani m 30 Mark Geldstrafe c cnrtei t movo n mar Ter berühmte unstier, der • r,r furUtdi .11« .»• Mbrigto Biihncnnibiläum gefii.it hat, m achtziger ,»ahrai al> Direktor des „Berliner 1 hcotert- ber erklärte Lublinn aller berliner Backn-ä,.' war, und biS zmn EiNlritt ^r Paul Lindau 4 in bic Intendantur der >i.',uiHchen -chammele das B.r> r königliche Smauim.lliauo leitete, bai das bertf. da» 10 viele u. ! Earnav jun., ber Mit dem Gelbe s.ili' Katers fich CMC 'bi inträghd). PrarG tn v nover gefck ' en M'd hort auch gc- I Gattin und liest hieic mit ihren Minoent ui wenig idwncr ferne -.twn \u einer «hmentation der notleibcnbrn .yrau war er uni.t ! men Umst.'.-i. ... b " " d.ist d.-- ubl.- ra-.e der .^r.iu i-ilo Ta.ic m-.i’iahi mürbe lu' auch ;u bei. Lbren des alt . 'f rat." «anuin - Berlin dram Tic aran ging bann mi1 ben htinbew nad> ‘Xmrrita. wo ibi; Roilage irbedi em- fedr groNc .ms Hannover ft am in über pratnntrr Ärn - r annehmen mutzten H> dann Tr ..ach D/utfchland I uirucf i.* btt war, " blte er iid) bewoaen, mn-'ch'i i" arnaj jun Idem Skaitdal ein En? m.-ch. Barium se" erflart iid) imhntlub Ifehtn neuen amtiid .> r.ieltung al 3ni n.-’v bm 4dmqh- Verurteilung des i'c rct? Bnrnan aufrechterHielt mit oer Begründung, dost e- einen Mann, der auch rm ,»ntereNe .-irres .r.rvn> t iüa aew u n ir.. durch »eine aWHige Nunbaebung ! o en tzoitka-.ie habe Mi brr tiHnietnb.nebmi Hnnrich Gnlcr III. mit ;um Bürgermeister gemäblL Ter Gcgenkai «riatz IX etb:c« 82 Ctmunen. Ter un er ausgestellte Polizei diener Vkanrer Hatte au: verzichtet. F E Bon der unteren . 0 ba, '.V Wf.rjm bes xüiostd <*eh. Cberbaura:- r d> r Der Mafckmeri unb truiatnrrn adrrk votm Vjdr: c M.k au.a •übrten Bob:e»eiiuche 'üt pen wa. ier w. i k .in 5ire.fr Höch nem äustern günftigen Xefultatc gefüt beim» in bn Riddaebene, ift es «elunge 1 oberhauvtfS Bürgermeisters Tr. unqgral 0. Starck. ?kach Ueberretfbiu.g der .'linttzzeichen bicLl Bürgermeister Tr. Glässing eme kurze Ansprache an bic Stobt» oerorbneten, die mit einem Hoch am Darmstadt fchlötz. fc. Au« Rheinhessen. 29. Juni. Heimer Kopf, in den Gemarkungen Hahnheim und Jom- heim, muhten wegen Reblaus - Verseuchung zirka 3’/4 Hektar Weinberge mit zirka 30 000 Reben vernichtet werden. Tie beteiligten W uzet 'ircngten wegen deS Echabens einen Prozeh an, der alle Instanzen durchlief und zu 1 r- qunften der Winzer auSgiug, da ber Entfchadigi'nqTanfpruch, 32 400 Mk., zu hoch bemefien war. Tie Winzer hatten nunmehr eine Eingabe an die Grohherzogliche Regierun 1 gerichtet und gebeten, die entstandenen fto'icn m. Höbe von rund 13 828 Mk. im Wege der Gnade auf bie 3laat«faffc zu übernehmen. Diesem Gnadengefuch uurbe nicht stattgegeben. ss Marburg, 30 Juni. Em vom Stubentenfr't heimkehrender junger Mann c. Verletzungen dadurch, dah er tn seiner Wohnung eine R rze Hilferufe geiuecften Hausbewohner folgten für die Hebet« sührung deS BebaiiemSweiten in b:e Rlind. — Wiesbaden, 30. Juni. Vkagistrat und Stadtverordnete wählten heute »n gemeiniamer Cttzung den Ged. Lbersiiianzcal Glaffing von Tarmflabt, einen geborenen Gietzcner, mit allen gegen eine Stimme und bei vier cUrnm- Iw erdrücken, Juni. Tas Sckwuraericht verurlerste nach dreiiägiaer Berbandlung den de» Mordes und Raubes an der aetia.Vicn .'tckcrcr mrd tz.ibriG.be ier ^i.dreris Schilcher aus u 14 Jahr Trikotag^ü und Strümpfe 6-9 25 Pfg. 50 Pfg. farbig und geringelt 35 Pfg. farbig und geringelt . . MM- 5 Prozent Kab^tt in Marken. SSM A. Holterhoff Soho® E,SSa»* Giessen, den i. Juli 1909. 3732 Rabattmarken in üblicher Weise :: Rabattmarken in üblicher Weise Oh Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sagen aufrichtigen Dank ESathilde Flimm geb. Müller, Fritz Fiemm jr. u. Frau Kathinka geb. Sack. P-oransüchtlichc Witterung für Hessen am Freilaa dem 2. Juli: Wolkig, kühl. Nur geringer Regen. Nördliche Winde. Herren-Socken, Makko ohne Naht, weich 25, 40 Pfg. Vigogne-Herren-Socken ohne Naht 30, 50, 75, 1OO Pfg. Damcn-Strümpfe, B’wolle. la. QuaL schwarz und lederfarbig 50, 75 Pfg. Flor-Damen-Striimpfe, glatt und durchbrochen, vorzügliche Qualität, schwarz und lederfarbig 75, 90 Pfg., 1.25, 1.50, 1.70 Mk. beginnt heut® Sämtliche Sommer-Artikel sind im Preise bedeutend herabgesetzt b s Wetters, dos wiederum mehrmals die Feuer auslöschte, zwang di- Mannschaft, soweit sie entbcfjrlidi war, Nvtquart, ere zu beziehen Die Regengüsse setzten häufig mit tricger mit- erlebt. Lord Delamere hat das Schauspiel für mich arrangiert. Um mir zu zeigen, wie man bequem und ohne Gefahr Photo- !graphische Aufnahmen wilder Tiere aus nächster Nähe befommen kann. Mali hatte eine groste mit starkem Stahlgitter geschützt? Eisenkiste von zwei Meter Höhe und Breite konstruiert, die am Boden offen war, so dast sieben von uns hineinkriechen und mit Hilfe von innen angebrachten Handgriffen diesen soliden Menschen käsig bequem weitertragen konnten. Der Boden koiinle verschlagen werden für den Fall, daß ein Löwe den Menschenbehälter augrcift und umwirst. Am Morgen nach dem Frühstück kamen Boten, die berichteten, dast man drei Löwen aufgespürt habe. Wir brachen sofort auf, die Massai in zwei Reihen neben uns. Bald kamen unsere Vorreiter zurückgaloppiert: unmittelbar vor uns in dem niederen Gestrüpp sah er eine Löwin. Wir blickten genauer bin und dann sahen wirs auch : über dem Grafe ein paar glühende Augen, der Kops der Löwin. Wir nahmen inneren Käsig aus und bereiteten uns vor. Die Massai erkundigten sich, ob wir unsere photographischen Apparate in Ordnung hätten: dann drangen sie mit lautem Geschrei vor. Zwei Häuptlinge folgten der gekrümmt dahinschleichenden Löwin in unmittelbarer Nähe. Ein dritter wurde von ihr im Sprunge niedergeworfen. Unwillkürlich hielten wir den Atem an. Aus welcher ttrsackie konnten wir nicht erkennen, aber die Löwin sprang sofort auf und liest ihr Opser -Wch Mi» SS lc.F r a n t f u r t a. M.. 1. Zuti. (Tetegr. Orig. - Bericht des „Gieß. Anz.".) sJlmtlid)C Notierungen der heutigen Pichmarkt- preise. Zinn Verkaufe standen: 36 Ochsen, 00 ans Oesterreich, 1 Brillen, v aus Oesterreich, tzö Kühe, verseil, Stiere und Rinder, 966 Kälber. 73 Schafe lind Hümmel, 1114 Schweine, 4 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. — Bezahlt wurden hir 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 78—82 TU., 2. Qualität 70—73 Mk., 3. Quatiiat 60—64 Mk.; Bullen: Qual. 64-66, 2. Qual. 00—00; Rübe 1. Qualität 70—72 Mk., Zufolge vorgerückter Saison verkaufen wir Sommer - Artikel bedeutend unter Preis Besonders preiswerte Angebote. Trikot-Herren-Oberhcniden, gelblich od. weiss mit farbigen Einsätzen zu 1.65, 2.25, 2.60, 3.00, 3.50 Mk. Makko u. poröse Herren-Hemden zu 90 Pfg., 1.50, 2.50, 3.50 Mk. Herren-Hosen aus Makko und porösen Stoffen 1—, 1.35, 1.75, 3 — Mk. .Netzjacken 40, 50, 60, 85, 90, 130 Pfg. a1___ _ 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gew.: Stoiber 1. Qual. 92 - 94 Pia., Lebendgew. 52—55 Pfg., 2.Qnal.68—75Pfg.,Lebendgew.40-45Pig., Schlaclstgcw. 60—65Pfg., stebcndqew. 34-38 Pig.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgeiv. 78 80 Pfg., 2. Quäl. 70—74 Pfg. Schweine: 1. Cual. <2—73 Pf., Lebendgewicht 56,5-00,0 Pi., 2. Qual. 71—72 Pf., Lebendgewicht 56,0-00,0 Psg., 3. Qual. 65—69 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfa. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand nnbedentend, bei.Lleinvieh g»it, Ueberstand keiner, bet Schweinen gering. 1. Qual. 64-66, 2. Qual. 00—00; Stube 1. Qualität Pfg. 1 Erbsolgcilreit djicb heute das Lber- Agnalcn, der Grasen Grasen zu Grbach- er Provinz Ztackcn- 1 Grbgrnicn Grasmus etrSrtnlichcn stamm- ich Mark' des Äaufcs id'i bindend erklärte, re tzräslichcn Agnaten A\[ einigen. Acincckl zeit beim Lanbgcrichi, mcnrecht eiiigelomnicn ist vom ersten öc noch nicht ergangen, rinne erfolgen, zumal ausgefallen. t hcjigen Landgericht (ib iciins hosrat und jetzige t Hannover Tr. Ludwig ilbclcidigungsprozetz, m rk Geldstrafe vclurtent r erst kürzlich scm o0- >cn achtziger klarte Liebling all r inst Dr. Paul Lindau's chanspiele da» Äcrliner Ä das s° viele be- iroücn Soll« zu haben. m, und dort auch 9 1C -cheidung von feg utwenig jchöuttLme ÄÄ”rtli>cr 5rrtU LZZ zuuach' ! . von ihnen - idilicBli» 11. crklarti nw inlt alls^LiSnin dort «lh^Znigliche^ itcndaut Zürnutzung der Lp!";ev/§h2"in & nohin ib® . den bc' gcnllock' cl? AarnaN ® so gut wie völlig unverletzt liegen. Srbrciend and lärmend vrr folgten die Maifai das IKaiibticr. Fast einen Kilometer we r zog sieb diese Jagd hin. Dann machte di- Löwin »all imd wendete sich dm Verfolgern au. 2km unserem Käsig ans sahen wir^alles genau in unmittelbarer 9täf)c; wir sahen, wie sie mit den matzen ivütend den gelben Sand crufwirbelte, sahen wie alle Musreln des geschmeidigen Körpers sich ansvannten, sahen, wie iie iich zum Sprunge duckte. Tann schost blitzschnell ein h rann er Körper durch die Lust: sie sprang mitten in die Schar Zier Monat. Aber schon hatte sich die Grupve geiölt, die meisten Urbilder wirbelten, die Speere blitztm, das Durcheinander löste sich und wir iahen das Raubtier sterbend am Boden." Kleine Tageschronik. In den letzten Tagen sind im .H a m b n r g e r Stadtviertel St. Georgen annähernd hundert Fälle von F l e i s d)J) e r g 1 ’ - tung üorgefommen, die zum Teil einen leichten, zum -Leu einen schweren Verlauf nahmen. Die eingeleitete Untersuchung ergab, dast die Vergütungen durch das Fleisch einer kranken Kuh verursacht waren. Gegen den Tierarzt ist ein gerichtliches Verfahren .eingeleitet worden. , Im Grünewald rannte cm Kraftwagen gegen einen Baum. Alle vier Insassen wurden Herausge-I schleudert. Zwei Damen wurden getötet. Fürst Eulenburg ist mit Gemahlin und Dienerschaft auf dem Stettiner Bahnhofe in Berlin eingctroffen und hat seine Wohnung in der Königin Augusta-Ltraße bc- Neunkirchen ist gestern abend der baherische M i l i - tärbal lon „Reiber" mit vier Offizieren in Uniform g e- 1 a ^Gestern war in der Schweiz der kälte st e In n i t a g seit einem halben Jahrhundert. Aus mittleren mtd boberen Lagen der Alpen luirb wieder starker Schneefall gemeldet. Um Sänti^gipfcl stieg die Schneehöhe wieder am zwei A'ictcr. Tie Rettung des italienischen Arbeiters, der in den.teilweise cingcstürzten B r u ck w a l d t u n n c l seit sieben Tagen lebendig begraben ist, bereitet groste Schwierigkeiten. Bisher ist 'cs noch nicht gelungen, Lebensmittel durch einen Rettungs ftollen zuzuführen. K?(ud) gestern hörte man den Eingeschloslencn noch rufen'. . . .... . In Avigliano, einem Tarte an der Ei>eiwahnlinie -luriu- Modane wurde gestern der Babmvärter Matino von feiner 18- jährigen Tochter durch zahlreiche Dolchstiche getötet, ine it er sich ihrer Heirat widersetzt hatte. Der Geliebte, der das Mädchen zur Tat anfhetzte, ist flüchtig. Bei den 2 ch i e st ü b u n g e n der Strandbatterre am Kap Brun wurde der Schleppdampfer „St. Jean d'Agrcwo" von einem fehlaegaugcnen Geschos; getroffen. An Bord wurde erheblicher Schaden angerichtet. Tas Schisserboot „Emma Marde" ist in der Nahe von Island g ei niiE en. Tic gesamte Besatzung, bestehend aus 27 Mami, ist u in g c t 0 m in e 11. Am Montag brach 'der Damm deS Wasserreservoirs von i Ham nt er f e st. 3 000 000 Kubikmeter Wasser überströmte die Felder, zerstörte drei Brücken und riß drei P a ck h ä u s e r , mit Material in den See. Gestern ist em R e s e r v e w a s 1 c r - : r 0 h r unter der Erde gesprungen, weshalb die Stadt augenblicklich ohne Wasser ist. ______________________________________ Krtz ■ 'lugaE!’lnü ;ub'hnctcr KJc,t '6l-' 5um ?et ic.r 9(ibbQnLfh :i,rt "um Stabt, 5, iut^ Siegt«, ^i-iche» hich 7 »t° Stabt, ’ltabl ’*“» «b Zam. rKl'^unq 'irta 10 Reden “*be86^b,nä ""b zu un, AdigungSanfptuch, hatten nun, ^Mung gerichtet 111 Höhe von runb d'° Staatsfüfic zu c nch^stattgegeben. vom Ttubcntensest anqene Nacht schwere Wohnung eine Kerze war. Tie bnrch bie len für bie lieber, nit. gifttot und Stabt- er Sitzung den Tetz. )t, einen geborenen mb bet vier Stimm» 'ter. Wilh. Wirsig 8 Seltersweg 8 L „„-rteSi« U””! «ft'*»» 11 Mein diesjähriger Räumungs-Verkauf Grösse 1—5 Hinder-Söckchen Grösse 1—5 Handel. — Deutsche K 0 l 0 n i'a l g e s e l t s ch a f t für <5 ü bmeft- afi 1! a. lieber die neuen Funde an der Spenccrbai' ivarer die ‘IKcinungen iibcr die röste der gcümbcncn ~ tamaiitcii geleckt. Nunmehr ist nut eine Rückfrage die Antwort eingetroffen, dast von jenen Tiamanten durchschnittlich ie 10 auf ein Karat gehen sollen. Das ist also ein relativ geringes Durchschnittsgewicht. nförltc. -rt aUz 6ct) Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei Dem plötzlichen Hmscheidcn und der Beerdigung unsere- innigstgeliebten Garten, VatecS und BcuderS Herrn Konr. Joh. Wentzel Dautechoiker u. Gemeivdeeinuehmer von ^avg-GöllS agen wir Allen herzlichen Tank. Insbesondere danken wir dem Herrn Bürgermeister Romps, sowie den Herren Ebel, 5lieser, Kockerbeck, Grauer ll Reuter für die warmen, troslspendenden Worte. Die tieftcauernden Hinterbliebenen: Katharine Wentzel Wwe. u. Kinder 3726 IuliuS Wentzel als Bruder. 3it uethifitfeii 37-.. Bettel!' ngen aui jegliche Fii'iirleistiisgen werden noch übernommen. H. Haas Krabcnttraste 11. 8790} Prima frische LandbutterAu8zköchen billigst bei Argust Wallenfels Ä4tttv17 Telcvbon 262 Neue la. Taichen nbrfeb.emf. 1 M. 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