°mnien Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. rie iHmtz » 1$)08, abevii 1471 jmwLNöuer, einige noch unbekannte ment dazu bildet. — Von Wilhelm Fürsorge für die schulentlassene Jugend. Zur Beratung eines Gesamtplans, der der Fürsorge für die schulentlassene Jugend von 14 bis 18 Jahren zu Grunde gelegt werden soll, waren unter dem Vorsitz des Abg. dort Schenckendorfs Vertreter der Deutschen Turnerschaft, des Zentralausschusses für Volks- und Jugendspiele und des Deutschen Turnlehrervereins in Berlin zusammenge- treten. Diese Konferenz hat sich auf folgende Beschlüsse geeinigt: I. i) Tie Rücksicht auf die Gesunderhaltung des deutschen Volksstammes wie die Bewahrung der nationale». Wehrkraft erfordert dringend, baß die Körperpflege mit dem Verlassen der Volksschule nicht abgeschlossen, säubern auch in den folgenden Gnlwicklungs- jahren dieser Jugend fortgesetzt wird. 2) Tas einzige Mittel, alle Angehörigen dieser Altersstufen in diese törperlnhe Ausbildung einzubeziehen, ist die Durchführung der P f l i ch t f o r t b i l d u n g s - schule für alle Knaben und Mäbchen des 14. bis mindestens des 17. Lebensjahres und die Einfügung körperlicher Uebuugen m den Erziehungsptan dieser Schule. 3) Zu diesem Zwecke ist notwendig a) ein Reichsgesetz, das in Abänderung des § 120 der Gewerbeordnung den Erlaß des dort erlaubten Ortsstatuts iür Gemeindeir mit mehr als 20 000 Einwohnern verbindlich macht, b) der Erlaß von Landesgesetzen in sämtlichen Bundesstaaten, wodurch der Besuch der Fortbildungsschule für alle aus der Volksschule entlaßene Knaben und Mädchen verbindlich gemacht ivird. 4) In den Lehrplan dieser landesgesetztichen Fortbildungsschulen ist die Pflege von Leibesübungen in niindestens zivei Wochenstunden für alle Fortbildungsschüler verbtiidlich emzufügen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob die einzelnen Schulen nach diesem Gesetze einen direkten Fortbildungsschulzwang haben oder einen indirekten. 5) Lim es den Gemeinden zu erleichtern, daß sie den Betrieb von Sprüchlein das Märzheft von Velhageu & Klasings Monatsheften in einem Gedächrnisauijatz von Hans Müller-Braucl, darunter die hübsche Widmung, dte Wilhelm Busch dem Verfasser in sein Stammbuch schrieb: „Die Welt, obgleich sie wunderlich. Ist gut genug für Dich und miet)!" , — Hans Eisold, ein junger Mann, in dem ein Dichter sich regle, ist in Dresden, noch nicht 22 Jahre alt, gestorben. Seit Jahresfrist veröffentlichte er im Dresdener sozialdemokratischen Blatte Skizzen und Erzählungen, die viel Aufmerksamkeit erregten. Mil großen, fast romantischen Plänen war er als Sech- zechtjähriger losgewandert, nach Hamburg hinaus, geführt von der Sehnsucht nach der Stadt größten Weltverkehrs. Er kam | aber nicht dazu, festen Fuß zu fassen und wurde zur Seite geschoben, auf die Landstraße. Todkrank, von der Scbnänbjucht befallen, kehrte er ins Heim seiner Mutter zurück, keines dauernden Arbeitens fähig und dann ganz erwerbslos. — Kleine K u n st ch r o n t k. Bernhard Mannfeld , der bekannte Radierer, dessen Bilder aus deutschen Städten eine so große Verbreitung gesuiiden haben, begeht heute, am 6. d. Alt., in Frankfurt a. M. den 60. Geburtstag. — Tie deutsche kunstwissenschaftliche Gesellschaft wird in F r a n k -; furt a. M. am Samstag konstituiert. Sie verdankt ihre Ent-f stehung einer Anregung des früheren preuß. Alinisterialdirektors Althosf und des Generaldirektors der königl. preuß. Museen Dr. Bode. Zu dieser konstituierenden Versammlung werden Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. Zweck der Gesellschaft ist hauptsächlich die Herausgabe einer monumentalen Publikation, die ein Seitenstück werden soll zu den „Monumenta germaniae historica“. — Im Deutschen Volkstheater zu Wien vegegnete Ibsens „Frau Inger auf Oe st rot' trotz der fesselnden Inszenierung mir kühlem Interesse, was hauptsächlich in dem fernlicgenden, spröden Stoffe begründet ist. Ter Beiiall galt zumeist der Darstellung. — Zu Alilgliedern der französischen Akadeniie wurden der Dichter R i ch e p i n, der Mathematiker Henri P o i n c a r ö und der Schriftsteller Francis Eh arm es gewählt. wälderin" von Hasemann ist von viel gewinnender Anmut. Hieran reiht sich Feuerbachs Kinderbild „Schlummerlied' aus dem Leipziger Museum und cme schlichte wahrgesehene Landschaft „Weioen am Bache" von Peter Burnitz. Dann folgt Max Klingers „Gesandtschast", und in dem „Sülleben" von Schuch, einem 1903 verstorbenen Dialer, klingt das Hest ans. Hervorgehoben sei noch, daß alle m der Sammlung wiedergegebenen Bilder zum ersten Diale iarbig erscheinen. Dem Besitzer der vor einigen Jahren erschienenen Heike „Hundert Meister der Gegenwart" wird die „Deutsche Dlalerei des 19. Jahrhunderts" besonders willkommen sein, da sie eine wertvolle Ergänzung und ein historisches Supple- Derrtscbes Reich. Berliu, 5. März. Der Kaiser ist heute abend 11 Uhr 15 Miauten nach Wilhelmshaven abgereist. — Kaiser Wilhelm wird auf der Reise nach Korfu, wie der National- Zeitung bestätigt wird, in Venedig mit dem König von Italien Zusammentreffen. Dieser Besuch wird einen durchaus familiären Charakter haben. Die Rückreise des Kaisers auZ Korfu wird dann über Triest erfolgen. Von dort begibt sich der Kaiser nach Wien, um dem Kaiser Franz Josef seinen Besuch zu machen. — Der Verein Deutscher Arbeitgeberverbande nahm in seiner heutigen Ausschußsitzung folgende Resolution an: Der Verein hält es einstimmig für ausgeschlossen, daß die in dem Gesetzentwurf betreffend die Arbeitskammern zum Ausdruck gebrachten Aufgaben verwirklicht werden können Vielmehr erblickt er in den Arbeitskammern auf paritätische, Grundlage eine schwere Gefahr für die gesamte deutsche Industrie, weil sie zur Verschärfung der Gegensätze führen werden. Der Verein spricht sich aber hierdurch keineswegs gegen die gesetzliche berufliche Interessenvertretung . der Arbeitnehmer im Sinne der Kaiserlichen Botschaft vom 4. Februar 1890 aus. Breslau, 5. März. Die Sosnowitzer Polizei tritt jetzt den gegen die im russisch-polnischen Jndustriebezirk wohnenden und beschäftigten Deutschen angezettelten Bewegungen entgegen. Es wird nach den Urhebern der beiden Aufrufe und der den Deutschen zugestellten Drohbriefe geforscht. Vier junge Leute wurden bereits verhaftet. Der Landrat von Bendzin hat einem höheren preußischen Beamten erklärt, daß die weitgehenden Maßregeln getroffen worden seien, um die Deutschen vor polnischen Vergewaltigungen zu schützen. München, 5. März. Die Professoren von zehn deutschen Universitäten haben dem Münchener Professor Schnitzer für sein mannhaftes Eintreten zugunsten der akademischen Lehrfreiheit eine Sympathieadresse zugehen lassen. Reu-Strelitz, 5. März, lieber das Befinden der Groß Herzogin von M e ü le n b u r g - S t re l i tz, die seit längerer Zeit leidend ist, veröffentlicht oie „Mecklenburgische Landeszeitung" folgendes amtliche Bulletin: Die nervöse Depression, an der die Großherzogin seit einiger Zeit leidet, wird, wie es in der Nalur der Eclrcmmng liegt, sich nur allmählich bessern, doch steht zu hoffen, daß die Großherzogin in absehbarer Zeit eine Reise wird antreten können, durch die die Gesundung beschleunigt werden wird. Aus S.aSl uuo lano« Gießen, 6. März 1908. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Tie gestrige Sitzung unseres S.ad.parramen s war nur sehr kurz, wenigstens insoweit östenlltch verhandelt wurde. Es standen nur zwei Punkte zur öffentlichen Beratung, die in wenigen Minuten erledigt waren. Zunächst wurde noch einmal das Orisstatut über die Wertzuwachs- (teuer beraten. Es hatte auf der vor einigen Wochen beschlossenen Grundlage die erjorderliche ministerielle Genehmigung gefunden und gestern war nur kroch über einige von der Regierung gewünschte . geringfügige Zusätze zu verhandeln, die von der Berjammlung deöatielos beschlossen wurden. Als Zeitpunkt für die Einführung des Statuts wurde der 8. März beschlossen. Gießen ist damit die erste hessische Stadt, in der die Wertzuwachs steuer zur Einführung gelangt, da in mehreren anoeren hessischen Stäoten (z. B. Darmstadt, Mainz, Offenbach und Friedberg) zwar Ausland. Die Morgenblätter melden aus Gmunden: Eine Masse kl fahrtvon Anhängern des Herzogs von Cumberland wird am dreißigsten Todestage König Georgs V. von Hannover am 12. Mai nach Windsor stattfinden. — Der Berl. Lokalanz. meldet aus Neapel: Die Eigentümer der hiesigen Bäckereien schlossen am 5. März nach vorheriger Ansage an den Magistrat sämtlich ihre Läden, um nicht zu den amtlich festgesetzten Preisen das Brot verkaufen zu müssen. Tie Stadt ist tatsächlich brotlos. Die benachbarten Städte versuchen nach Kräften den Ausfall zu ersetzen. Eine Anzahl Bäcker treibt dabei ein Doppelspiel und verkauft unter der Hand Brot zu Liebhaberpreisen. Der Erlaß eines Dekrets, das die Uebernahme aller Bäckereien durch das Militär anordnet, steht unmittelbar bevor. Rom, 5. März. Negus Menelik von Abessinien hat die Häuptlinge, die an dem Angriff auf die Italiener im Somalilande teilgenommen haben, zur harter Gefängnisstrafe verurteilt. Der Berl. Lokalanz. meldet aus London: Kaiser Wilhelm machte der berittenen Kappolizei tausend Pfund Sterling zum Geschenk als Anerkennung für deren Dienste bei der Vernichtung Morengas. Nach einer Meldung der „Central News" aus Kapstadt stammt das Geschenk aus der Privatschatulle des Kaisers. Paris, 5. März. Zu Beginn der heutigen Kammersitzung brachte der Finanzminister eine Vorlage ein betr. Gewährung außerordentlicher Kredite für militärische Operationen in Marokko. Tie verlangten Kredite belaufen sich aus 15 Millionen Fr cs., von denen 10 Millionen auf das Budget von 1907 uno 5 Millionen auf das Budget von 1908 verrechnet werden sollen. Aus den Einzelheiten der Vorlage geht hervor, daß es sich int wesentlichen um den Ersatz von Munition und Proviant handelt, die aus Algerien nach Marokko über führt und dort verbraucht wurden. Dem Vernehmen nach ist die Mitteilung der französischen Botschafter in Berlin und London Über die Entsendung von Berstärkungen nach Marokko von der deutschen und englischen Regierung verbindlich ausgenommen worden. > nach v'° IttrFilo parlamentarisches» Berlin, 5. März. Die Interpellationen über die Bca in ten-Besoldungs-Vorlage werden im Reichstage am Dienstag zur Beratung gelangen. m m — Der nationallib. LandtagS-Abg. Geh. Rat Wi t t in g teilte dem Vorstand der liberalen Wahlvereine seines Wahlkreises Lehe-Geestemünde mit, er werde bei den nächsten Landtagswahlen nicht wieder kandidieren und auch eine etwa auf ihn fallende Wahl nicht annehmen. stelle des von ler als irzt ,ufig bei Herrn ck-Berlin GmE iog.Ltublvortnl intritt frei. in (ie|)tn r 'S:**# 'Sch Bil Gegt. ^le Klassen höbet« lul-Exaroiua^ , Kleine W. mner. Beginn des Sonng entziehen. Auch Berwcutungs- und Gehaltsfragen — der Referent erinnerte an die ungenügende Bezahlung des Statisten- und Technikerper,onacs — wurden besprochen. — lieber b t e Gründung eines neuen Theaters in Frankfurt a. M. sind in Frankfurt Nachrichten verbreitet, tue auf falschen Informationen beruhieu. Ein Projekt besteht tat- jächlich, und dahinter stehen zwei Münchener Regisseure. Ter Ab- chluß der Berhanbluugen ist in nächster Woche zu erwarten. — Ozon - Luftreinigung t in Theater. Aus Stuttgart wird berichtet: In unterem Hosthealer ist fchon seit einiger Zeit ein Ozon-Apparat zur Lustreimgung im Gebrauch und be- währt sich gut. Seine Wirkung ist auffallend. Betritt man abends den irisch ozonisierten Zauschaucrraum, so hat man die Empfindung, als ob man Lust im Freien nach einem lranigen Gewitter atmet; nur selten (wenn der Apparat m'olge imgemuier Kontrolle zu stark arbeitete) wird em gewisser Phosphorgeruch lästig. In der Regel atmet man freier und leichter und spurt nicht mehr die Nachteile der großen Menschenansammlung. Eine iveitcre Wirkung der Ozoiiisierung ist die außerordentliche Klarheit und Schärie der Bühnenbilder. So mancher Zuschauer, der srüher ein Opernglas nötig halte, um die szenischen Vorgänge deutlich und genau wahrznnehmcn, kann diesesHulisnuttel nun entbehren. Die Bühnenkünstler sind von der Lzomiierung entzückt, ivenigstens die längeren, sie versichern, daß bas Sprechen unb Singen m bem ozonisierten Raum weniger Anstrengung eriorberc als früher. Die älteren empfinden es zum Teil schmerzlich, daß Runzeln, Falteii und andere schwer wegzuschmmkcnde Zeichen des Lebensherbstes jetzt dem Pnblikum leichter sichtbar roeröen als früher. — E i n G e g e n ft a n b ber Bewunderung bleibt nach wie vor bic Technik bes Dreifarbendruckes, bie eine neben getreue Wiebergabe jebes beliebigen Gern ä l b e S ermöglicht. Tie Pflege bicses neuen Kunstziveiges hat sich ganz besonders bie Verlagsbuchhandlung E. A. Seemann ui Leipzig zur Ausgabe gemacht, und ihre bisherigen Publikationen sind in bie weitesten Kreise unseres funftliebenben Publikums gedrungen. Zetzt tritt sie abermals mit einer neuen Sammlung auf den Plan, bie ben Titel führt: „Deutsche Malerei bes 19. I a h r h u n b e r t s-, einhunbert farbige Nevrobuktionen nach Gemälben (vollslänbig in 20 Sicherungen zum Abonnementspreis von je 2 Mark). Das Werk beabsichtigt einen UeberblicE baiuber zu geben, waS seit Beginn bes 19. Jahrhunderts aus dem Gebiete ber Malerei in Deutschlaub geleistet worben ist. Es werben also auch Künstler vertreten fein, bereu künstlerische -Tätigkeit um Jahrzehnte zurückliegt, beren Arbeiten aber unvei'bicnt vergessen ftnb, benn auch unter ihnen befinben sich Perlen ber Malerei, bie in der neuen Sammlung mit Recht ans Licht gezogen werden. Ohne jede Einseitigkeit wird die Bilanz deutschen Schassens im vorigen Jahrhundert gezogen, unb wir finben in bem soeben erschienenen ersten Hefte neben Feuerbach unb Klinger auch weniger gehörte, wie bie von Hasemann, Burnitz unb L-chuch. Die „Schwarz- bereits Anträge auf ihre Durchführung gestellt, aber noch! nicht darüber beraten wurde. Hoffentlich gehen die finanziellen und sozialpolitischen Vorteile, die Von vielen weiten aus der Erhebung dieser Steuer erwartet werden, im weitesten Umsang in Erfüllung. Der zweite zur Verhandlung gelangende Punkt betraf die Bewilligung eines Zuschusses für Sie Heimarbeitsausstellung in F r a n t f u r t. Der sozialpolitische Ausschuß hatte schon früher die Bewilligung von 200 Mk. beantragt, aber der Finanzausschuß, an ben damals die Sache verwiesen worden war, loar für Ablehnung, da hier fast keine Heimarbeit zu Hause sei. Die Mehrheit schloß sich oem Finanzausschuß an. Wir bedauern diesen Beschluß, deun für Hebung der sozialen Verhältnisse sollten fortschrittlich gestnnie Stadtverwaltungen immer zu haben sein, auch wenn sie im Einzeisall rein uumsrtel'bares Interesse an der Sack)e haben. Vor lvenigen Tagen erst hat Abg. Nautnann int Reichstag in einer warmherzigen Rede die VerbesserungsbedürstigUit der Heimarb.i.er-Vcr- hältnisse überzeugend tlargclegt und die Nützlichkeit der Heimarbeits-Ausstellungen hervorgehoben, und es wäre für Gießen keine Schande gewesen, von praktischen Finanzer- wägungen in dieser Frage abzusehen und Naumanns Spuren zu folgen. — Die nichtöffentliche Sitzung wurde dann mit einer sonst nicht üblichen Maßregel cingeleitet. Sämtliche Beam.e mußten das Bürzermetsterei-Gebäude verlassen, das hinter ihnen verschlossen wurde. Ob diese Geheimnisirämerei, die der Beratung der Leamtendienst- verhättnisse und der Gehaltserhöhungen gaU, wirtlich not- i wendig war, erscheint uns zweifelhaft. Um 1/28 Uhr ersolgte Vertagung auf heute nachmittag 4 Uhr, da die Beratungen nicht zu Ende geführt werden konnten. Kleines Feuilleton. /— Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Eine Uraufführung erlebten wir gestern nicht im Schauspielhause, das aller bin gd auch mit einer solchen herankommen wirb („Die Meisterin", bem Werk einer Homburger Dame), sondern im Residenzthealer. Es handelt sich um das Werk eines Frankfurter Autors, und ob ber gestrige Erfolg, den bes Autors Freunde bem neuen Stücke bereiteten, stark genug sein wirb, um es aus feiner Verborgenheit herauszulreiben, möchte ick bezweifeln, wennschon bas Stück eine Reihe unverkennbarer Talentspuren aufweist. Es führt den Titel „Die Wa h l" unb fein Verfasser ist der Reserenbcrr Wenzel»Go lbba um. Eine junge Frau wirb vor bie Wahl gestellt, ob sie ihren Mann, ber zum Bettler geworben ist unb sich als ein brutaler Maoist enthüllt hat, verlassen unb einem anberen folgen soll, den sie Hebt, ober ob sie trotz allein bei ihrem Manne ausharren soll, der ein neues Leben beginnen will, unb sie braucht nun nicht ganz zusammenzubrechen. Dieses Thema aber ist für die Strafte bes Verfassers zu schwer gewesen, dagegen bekundet er unverkennbares Bühnengeschick in den Szenen, bie ben finaiv geilen Zusammenbruch des Mannes unb seiner letzten verzweifelten Rettungsversuche schildern. Die Aufführung bot ein überraschend Mt ^getöntes Ensemble. — Heute ist der Grundstein zu einem ck kunst - Mus eum gelegt: der Inhalt dieses Museums wirb auf jeben Fall geschmackvoll fein . . . Dr. G Z. 77$^* Frankfurter Th eater fra gen befaßte sich dieser Tage die Diskutierabteilung des Demokratischen Vereins zu Frankfurt. Ein Referat bezeichnete die geringe uno überdies durch alelrhaud Vergünstigung noch einge- Zahl billigert Plätze, das Syirein der Vorverkaufsstellen und die Umständlichkeit der Billetbestellung als die -Momente, die die Frankfurter Theater ihrer Bestinimung, V01ksbi 1 dungsstätten zu sein, entsremdeten. In ^^.Ihngen und lebhaften Diskussion wurden die Reform- ^rschläge des Referenten unterstützt und zum Teil ergänzt. Gin Redner empfahl, an den Theaterkassen Sonntags et ne 11 Vorverkauf für die ganze Woche einzu- Nchten. Von anderer Seite wurde auf die künstlerische ^"Kulän glich leit des Repertoires hingewiesen und die Gründung eines zweiten Schauspielhauses gefordert, ein Wunsch, der auch in dem Ver- hanßen nach einem städtischen Volkstheater zum Ausdruck kam. Ein Redner erklärte eine „Vereinigung der Theaterinteressenten" für geeignet, die Resormwünsche durch vUeutUche Agitation zu verwirklichen. Ein anderer Redner sich gegen den Rat des Sief ereilten, der Lheakeraktien- geieilschaft im Falle der Unnachgiebigkeit die Subvention zu 2 Uhr pünftti ioru rtra| Berlin übet Iroxi ion statt. 16 | k,Laa.'M5Üs iäiidler Siineibtv •r Vorstand. Nr. 5« Erstes Blatt ~ 1S8. Jahrgang Freitag v. März LLS08 Sonntags. - Beilagen: T ja La A A. AA A A A A A A jährlich Mk. 2.20; durch Alf A|T WH ff f At A|V ü^WlviivIlvl 4 liuUvi^ wirtschaftliche Seitsragen w Nr ▼ auswärts 20 Pfennig. Fenisprech-Anfchlüsse: ft > ÄW Verantwortlich für bie Rebaktiori 112, _— " AwV W * ww zWk < < ** für ben politischen Teil: e» General-Anzeiger für Gberheffen ’xnQb!r^g"eerunmn« Rotation§dniS und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerel. R. Lange. Redattlon, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. AmIiaentell^s"Eck bis vormittags 10 Uhr. __ö B Leibesübungen in der Fortbildungsschule neu einsühren, ist gleich- zeitig bei den Landesregierungen zu beantragen, daß für dieses Lehrfach die staatlichen Zuschüsse in deniselben Maße zu gewahren sind wie für den sonstigen Fortbildungsschulunterricht, und zwar hat dies schon alsbald, selbst vor Erlaß eines Landesgesetzes, betreffend die Fortbildungsschulpflicht, für die Gemeinden 311 geschehen, die in den Unterrichtsplan ihrer Fortbildungsschulen die Pflege der Leibesübungen aufnebmen wollen. 6) Außerdem ist die Erweckung und Pflege eines größeren Interesses in der schulentlassenen Jugend für alle Wirten von gesundheitlichen Leibesübungen auf dem Wege freiwilliger Tätigkeit dringend iiotwendig. n. 1) Fortbildungsschüler, die in geeigneten Vereinen und unter- sachverständiger Leitung gleichwertige Leibesübungen in reichendem Maße betreiben, könncii von der Spielpflicht der Fortbildungsschule befreit iverden. 2) Unter Umständen kann bestehenden Vereinen, wenn sie über ausreichende Einrichkungen nnd Lehrkraste verfügen, die regelmäßige Fürsorge für die Körperpflege der schulentlassenen Jugend überharrpt oder doch zum Teil überlrageir werden. Es wird sich dies vor allein da emp'ehlen, wo eine Fortbildungsschule bisher noch nicht besteht oder ihre Schülerzahl sehr groß i|t. B) Zum Zwecke geregelter Leibesübungen, zur Erweckung und Pflege des Interesses der schulentlassenen Jugend an allen Arien von gesundheitlichen Leibesübungen, zur Herbeisühruiig gemeinschaftlichen Vorgehens der Turn-, Spiel-, Sport- und äbiilichen Vereine auf diesem Gebiete, zur Bildung von Jungmannschasleii, zur Beran- stallung von Volks- und Jugendfesten mit Wettkämpfen und,Wettspielen, zur Beschaffung von Turnhallen, Spielplätzen, Eislauf- uiti) Schwimmgelegenheiten usw.dienen Orts - oder Kreis-Ausschüsse, deren Gründung aus Anregung der Regierung erfolgen soll. *• Tageskalender für Freitag, 6. März, abends 8 Uhr: Städttheater: .Ein idealer Gatte". Samstag, 7. März, vorn,. 8 Uhr: Musterung der Militärpflichtigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1907. ** Das Tnb erknlo semuseum der Landesver- srcherungsanstalt Grvßh. .Hessen, das im Herbst vergangenen Jahres seine Wanderung durch Hessen Beenbet hat, ist nunmehr von neuem aus die Wanderung gegangen und zwar nach Bayern, too es am 26. vorigen Rionats zunächst in Würzburg in Gegenwart des Protektors des Würzburger Vereins zur Bekämpfung der Tuberkmose, Regierungspräsidenten Dr. v. Müller, eröffnet wurde. Anwesend waren u. a. der Bischof von Würzburg, v. Schlör, der Divisionskommandeur, Die Spitzen der Militärbehörden, Professoren der medizinischen Fakultät, Aerzte, der Oberbürgermeister Hvfrat v. Michel mit einer Anzahl Stadt- und Schulräte, der leitende Arzt der Lungenheilstätte bei Lohr, Dr. Pischinger. Nachdem der Vorstand des Vereins zur Bekämpfung der Tuberkulose, Regierungs- und Kreismedihinalrat Dr. Egger eine Begrüßungsansprache gehalten, eröffnete der Regierungspräsident die Ausstelluug, indem er aus die Bedeutung derselben hinwies, insofern sie es sich zur Aufgabe gestellt habe, die Bevölkerung über die Gefahren der Tuberkulose aufzuklären und über die Bekämpfungsmittel und die erzielten Erfolge zu belehren. Nach DankeLlvorten an die hessische LandesversiciMungsanstalt sür Ueberlassuug der Ausstellung schloß der Redner mit einem Hoch auf Den Prinzregenten. Ter Vorsitzende unserer Landesversicherungs- an,talt. Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, hielt -sodann einen längeren Vortrag über den Kampf gegen die Tuberkulose, insbesondere über Inhalt uno Zwecke des Museums. Gelegentlich des sich unter Führung des Geh. Regierungs- rats Dr. Dietz anschließenden Rundgangs nahmen insbesondere der Regierungspräsident uno der Bischof Verau- lassung. Geh. 9iar Dr. Tietz iyre volle Anerkennung über das Tu vertu lose museum uird seine edlen, der leidenden Menschheit dienenden' Ausgaben auszudrücken. Tas Museum gelangt demnächst aus Ersuchen der betreffenden Behörden in den meisten größeren Städten Bayerns, so zunächst in Schweinfurt, Aschaffenburg, Bayreuth, Bamberg, Hof, Fürth usw. zur Ausstellung. * * Die Gießener Vichmärkte für 1909 sind wie folgt festgesetzt: 12. und 13., 26. und 27. Januar; 9. und 10., 23. und 24. Februar; 9. und 10., 30. und 31. März, an letzterem Tage auch Frühjahrs-Pferde- markt; 20. und 21. April; 4. und 5., 18. und 19. Mai; 8. und 9., 22. und 23. Juni; 6. und 7., 20. und 21. Juli; 3. und 4., 17., 18. und 31. August; 1., 21. und 22. September, an letzterem Tage auch Herbstpferdemarkt; 5. und 6., 19. und 20. Oktober; 2. und 3., 16. und 17. November; 7. und 8., 21. und 22. Dezember. Nom Monat März ab sinden an jedem zweiten Viehmarkttage auch ein Krümermarkt statt. * * Lehrer Personalien. Zurückgenommen wurde das dem Lehrer Joh. Flach zu Groß-Karbeu sür eme Lehrerstclie an der Geinemdeschule zu Harxheim zugefettigte Dekret auf sein Nachjucheu und beschlossen, ihn dis aus weiteres auf seiner seitherigen Stelle zu belassen. Uebertragen wurde dem Lehrer Will) Hedrich zu Oppenrod eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Treis a. d. Lda. * * P o st - P e r s o n a l n a ch r i ch t e n. Angenommen als Te- legrapheugehilf innen Karoline 5) a b e n i ch t und Ottilie L i - powsky in Gießen; als Postagent Landwirt Friedrich Schneider in Ostheim. Erledigt ist eine Steueraufseher stelle bei dem Hauptsteueramt Mainz. "Inden Ruhesland versetzt wurde am 26. Febr. d. I. der Lehrer an der Gemeindeschule zu Hohenstadt Gg. Lorz auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. (Hohenstadt ist eine dec hessischen Exklaven in Baden und liegt in der Nähe von Wimpfen.) * * Aus dem Bureau des Stadtth eater^ Auf verschiedene Anfragen hin sei mitgeteilt, daß Die vorgemerlten Billetts zum Ey > o l d t-Gastspiel am nächsten Dienstag jederz^' zu den Bureaustunden an der Theaterkasse tu Empfang genommen toeroen können. Das Ko Losse um nimmt nach der kurzen Fastnachts- pauw morgen lerne Vorstellungen wieder aus. Im vorderen Lokaf spielt von jetzt ab eine ungarische Kapelle. Zum Bü ding er Bant krach. Der Zusammenbruch des Bankhauses Rothschild-Wertheimer zieht immer weitere Kreise. So finden unsere Leser im Inseratenteil der heutigen Nummer die Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen des GerichlsreferendarS Emil Burk nm» geteilt, der ebenfalls mit Hosrat Rothschild Geschäfte machte und dabei sein Vermögen einbüßte. Auch an diesem Konkurs ist der Vorschuß- und Kredit-Verein Ober-Block, stadt beteiligt, der eine Wechselforderung von über 60000 Mk. on Burk hat. Im übrigen sind die Verhältnffse des Ober- Mockstädter Vereins noch sehr wenig geklärt und es wird noch mehrere Wochen tmnern, bis em genauer Ucberblicf über bie Verhältnisse möglich ist. Die Eingaben über die Verluste der Kaffe beruhen lediglich auf Schätzungen, immerhin stehl jetzt schon die traurige Wahrheit fest, daß sie aiißerordenttlch groß sind und jedenfalls m die Hunderttausende gehen. Jedenfalls sollte dieser Zusammenbruch den tändtichen Genossenschaften eine Mahnung sein, von der gesetzlichen Möglichkeit der beschränkten Haftung Gebrauch zu machen. Wohl die wenigsten derartigen Kaffen werden eine Leitung haben, die das Banklvesen genügend versteht, um ohne den Rat von Anderen die Geldgeschäfle führen zu können. Kominen sie dann zil einem Hosrat Rothschild als Ratgeber, so ist die Gefahr des Zusammenbruchs für sie groß. Einen gewissen Schutz bietet m einem solchen Falle eben die beschränkte Haftung, während die unbeschränkte Haftpflicht für viele Genossen bei einem Konkurs direkt den Bettelstab bedeutet. Bei dec Größe der Ober-Mockstädter Verluste _ würde es sich übrigens empfehlen, auch dort behördlicherseits Untersuchungen anzustellen und zu erwägen, auf welche Act eine Sanierung der Verhältnisse möglich ist. — Die Nachricht, daß Altbürgermeister Möckel sich in einer Nervenanstalt befinde, ist übrigens unrichtig. Er ist begreiflicherweise sehr über die Verluste aufgeregt, befindet sich aber sonst wohl in Ober- Mockstadt. — Ueber den Aufenthalt des flüchtigen Hofrats Rothschild ist immer noch nichts bekannt geworden. ?Daubringen, 4. März. Tie Quellsassung unserer Wasserleitung, die in der Gemarkung Alteubuseck liegt und nunmehr zum Teil vollendet ist, wurde von der Tiefbau-Unternehmerfirma Peter Schepp u. Preis in Burkhardsfelden ausgeführt, der auch die Ausführung des Hochbehälters übertragen worden ist. Letzterer ist schon in Arbeit genommen und soll am 1. Mai in Betrieb gesetzt werden. △ Grünberg, 5. März. Ueberfallen und schwer mißhandelt wurde auf der Straße von Deckenbach nach Höringen ein auswärtiger Hausierer, den Landleute am nächsten morgen halb erstarrt und in bedenklichem Zustande auffanden. X Nieder-Gemünden, 5. März. Unser pflichttreuer Bürgermeister, Direktor der hiesigen Molkerei-Genossen- schaft, hat vorgestern einen Schlaganfall erlitten, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. § Unter-Seibertenrod, 5. März. Die nochmalige Verpachtung der Gemeinde-Feld- und Waldjagd hat sich über alles Erwarten gelohnt. Bei der heutigen wiederholten Verpachtung der Jagd erhielten sieben Herren aus Ulrichstein den Zuschlag für ihr Höchstgebot von 502 Mk. Seither kostete die Jagd nur 180 Mk., bei Der Neuverpachtung erzielte sie nur 310 Mk., jetzt also einen Mehrerlös von 322 Mk. gegen den seitherigen Pachttietrag. (:) Deckenbach, 6. März. Eine Hiobspost bekamen gestern die Mitglieder der vor Jahren verkrachten hiesigen Spar - und Darlehnskasse, Indem ihnen mirgeteilt wurde, daß zur Deckung der Passiven einstweilen jedes Mitglied 1000 M k. beizutragen habe. Da nun ein großer Teil der Mitglieder wenig ober gar kein Vermögen besitzt, so inüssen auch noch die anbern nach bem Genossenschaftsgesetze für biese hasten. X Berns selb, 6. März. An unserem mit einem be- beutenben Kostenaufwand errichteten Wasserwerk hat jetzt auch bie Gemeinde Atzenhain teilgenommen, während bie gutsituierte Gemeinde Bleidenrod die günstige Gelegenheit, gesundes und billiges Trinkwasser zu erhalten, leider ungenützt vorübergehen ließ, trotzdem dort die Wasserverhältnisse viel zu wünschen übrig lassen. A bleu-Ulrich st ein, 5. März. In der Arbeiterkolonie befanden sich Ende Februar 101 Arbeitslose. In Vieser Frequenz macht sich schon das bessere Wetter bemerkbar, denn den 35 Zugängen standen nicht weniger als 48 Abgänge gegenüber. Davon gingen 29 auf eigenen Wunsch, während 3 durch die Kolonie und 6 durch eigenes Bemühen Stellung erhielten. Wie immer, war die Zahl der ungelernten Arbeiter unter den Kolonisten mit 25 am größten. Merkwürdigerweise befanden sich auch 18 Angehörige der Landwirtschaft sinter ihnen, sowie 'ein ehemaliger Lehrer. -j- Lauterbach, 4. März. Für die vielen Wander- freunde Gießens, die regelmäßig die Pfingsttage zu einem Ausflug nach dem Hoherodskopf und Taufstein benutzen, wird eS sich empfehlen, dieses Mal den Rückweg nach der Lauterbacher Seite des Vogelsbergs hin zu unternehmen, d. h. wenn zwei Tage zur Verfügung stehen. Dec schönste Abstieg ist entschieden der markierte Waldweg über Hopf- mannsfeld und Frischborn und von dort durch das in den letzten Jahren mächtig aufgeblühte Fabrikdocf Blitzencod nach der altehrwürdigen Stadt Lauterbach. Da am zrveiten Pfingsttage der Blitzenröder Gesangverein seine Fahnenweihe durch ein großes Gesangs- und Volksfest feiert, so bietet sich dem Wanderer in Blitzenrod noch Gelegenheit, ein richtiges Früh- lrngsfest in Gottes freier Natur mit zu verleben, bevor von Lauterbach oder vom Orte selbst aus die Rückfahrt angetreten ivird. Da Blitzenrode an der Bahnstrecke Lauterbach —Grebenhain liegt, so läßt sich der Besuch des Festes selbstverständlich auch in einem Tage ermöglichen. Nähere Einzelheiten mit 'Angabe der paffenden Zugverbindungen werden seinerzeit im Anzeigenteil dieses Blattes erscheinen. R. B. Darmstadt, 5. März. Gestern fand im neuen Iustizgebäude unter Vorsitz der Fürstin Erbach-Schönberg eine Vorstandssitzung des Vereins Braunsharoter Heim, Schutzverein für entlassene weibliche Ges angene statt. Es wurden meist interne Angelegenheiten behandelt, u. a. die Vorbesprechung für die am 21. d. Mts. ftattfinbenbe Generalversammlung. )( Marburg, 5. März. Als heute auf dem Hauptbahnhof 58tei) verladen würbe, riß sich ein Stier los und ging burch. Beim Wicdereinfangen bes Tieres würben zwei Personen verletzt. — Aus dem nördlichen Teile des Kreises Frankenberg ivird gemeldet, baß bort ber Schnee stellenweise noch einen halben Meter hoch liegt. W. F r a n k f u r t a. M., 5. März. Die Stadwerordneien- versammlung erklärte sich heute mit ben von bec Regierung für bie Errichtung eines staatlichen Reformgymnachums in Dachsenhausen gestellten Bebingungen einverstanden, sprach sich aber Dagegen aus, baß, wie der Magistrat roünjchte, an ber Anstalt auci) eine Borchule eingerichtet werbe. — Heute nachmittag um Drei Uhr fanben Friedhossarbellec auf dem Frankfurter Friedhof den etwa 50 Jahne alten Trenftmann Heinrich Ruppel tot auf bem Grabe leiner Frau liegend auf. Er hatte sich durch einen Schuß in ben Munb getötet. R. B. Darmftabt, 5. Mürz. Vor dem Kriegsgericht ber 25. Division hatte sich heute der Unteroffizier Karl Ruhl aus Bernluti-shain zu verantworten. Er hatte einem anderen Uittcrossizier ein Portemonnaie mit Inhalt entwenbet unb sich bann aus Furcht vor Strafe, toon feinem Truppenteil entfernt. Er nahm auch ein Gewehr unb Platzpatronen mit und wollte sich, tote er behauptet, erichießen, tat es aber nicht. Ein anderer Unter» oihiiir sah ihn uml)erirren unb brachte ihn in bie Kaserne zurück. T gangen. Auf der Schisfswerst Johannes Thormaehlen u. Co. in Elmshorn bei Hamburg, die 70 Arbeiter beschäftigt, brach Großfeuer aus. Die gesamte Werftanlage und die Maschinen sowie 6 im Bau begriffene Schuten sind zerstört. Vom Clevelander Schulbrand. Die Gesamtzahl ber Opfer ber Schulvranbkatastrophe von Clevelanb beträgt bisher 1.78, sämtlich Kinber von 5 bis 14 Jahren. Nur 80 von über 300 Kinbern sinb unversehrt bavongekommen. Aus ben Trümmern des Schulhauses von Collingwood sind jetzt bie Leichen von 165 Kinbern geborgen. Dreizehn Kinder werben noch vermißt, eS bestehl kein Zweifel, baß auch sie b erb rannt sinb. Die Zahl ber Verwundeten wird auf hundert geschätzt. Die Polizei vermutet Brand- stifttiug. Die hohe Zahl der Opfer ist nur auf den unglaublichen Umstand zurückzusühren, baß beide Ausgänge ber Schule abgeschlossen waren. Mehrere Väter und Mütter umgekvmmeuer Kinder sind in Nervenkrämpfe verfallen, da sie, vor den verschlossenen Gittern stehend, hinter denen die Unglücklichen sich drängten, ohne Hilfe bringen zu können, oen Untergang der Kinder mü ansehen mußten. Die Jdentifi- 'crung ber in langen Reihen liegenden Kinderleichen gab Anlaß zu tiefcrgreifenden und aufregenben Szenen. Unter Tränen schritten Väter und Mütter schweigend die Reihen der entsetzlich verstümmelten, vielfach ganz ^unkenntlichen Körper der armen Opfer ab. Mit bangem Auge suchten sic nach dem kleinstefl Erkennungszeichen, prüften die Jceste ber Klcibung, erkannten erschüttert ihr Liebstes, ober gingen von Augst unb Kummer niedergebrückt langsam weiter, von einer ber kleinen Leichen zur anbern. Die grauenhafte Erregung bei biesem bitteren Geschäft hat mehrere Eltern bem W a hn s in n nahe gebracht. Der Portier bekundete, er habe unmittelbar nach der Entdeckung des Feuers Signale gegeben und sämtliche Türen geöffnet. Trotzdem habe er sic bann mieberum geschlossen gefuiiben. Der Mann hat burch bie Katastrophe seine eigenen brei Kiirbcr verloren. Falls cs sich bestätigen sollte, baß bie Schulbchörbe ober bie Bau-Inspektion sich Nackflässig- feien haben zu Schulden kommen lassen, wird wohl eine Reihe von Verhaftungen erfolgen. Das Grubenunglück von HampStead. Aus Birmingham wirb gemelbei: Die ganze Hamps- theabgrubc steht jetzt in Flammen. Tas Feuer brach am Mittwoch abend ans, nachdem bie Tagschicht gefördert war und die Nachtschicht von 22 Arbeitern eben in den 600 Fuß tiefen Schacht hmabgelassen wurde. Auf bie Notsignale ber Leute wurde der Fahrstuhl schnell heraufgewunden. Er enthielt sechs Mann, der Rest war bereits unten. Ein Rettungskorps konnte sie nicht erreichen. Tie Rettudigs^ arbeiten dauern fort, und verzweifelnde Angehörige sowie Hunderte von Zuschauern umstehen die Schachtöffnung'. Wenig Hoffnung besteht, daß die crngcschiossenen 22 Mann gerettet werden. 2 Mann vom Rettungskorps, die weit in den Qualm vordrangen, wurden bewustlos an Die Oberfläche gebracht, konnten jedoch ins Leben zurückgerufen werden. Sie erklärten, daß es ihnen gelungen sei, mehrere Tore zu schließen, welche dus Vordringen des Rauches verhindern würden. Nur wenn die Eingcschlosscnen in einen abgelegenen Teil der Grube hätten flüchten können, wäre cs möglich, daß sie noch am Leben seien. Zuweilen klingelt Die elektrische Glocke, Doch glaubt man, Daß Erdstürze Dies bewirken. Z>ermifd?6€». • Z u der Berliner Friedberg-Affäre ist eine über- raschende Neuigkeit nulzuteileii: Direktor Bohn und seine Geliebte Fräulein Emmerich sind nach Berlin zurückgekehrt. Bohn hat sich f el b st d e r B e h ö r d e g e st e 111. Aisidemsewen Tage, an dem das Paar Berlin verließ, reifte es, wie jetzt bekannt wird, nach London und nahm dort in einem Prwathotel Wohnung. Bohn halte, um sich untentlich zu machen, sich den Schnurrbart abnehmen lassen. Er sah streng darauf, daß feine Geliebte die Wohnung nicht verließ, während er selbst ost ansging. Am Samstag voriger Woche eröffnete er ihr, daß es mit dem (Selbe bald zu Ende gehen werde. Ta man ihr ja nichts anhaben könne, so sei es das beste, sie kehre nach Berlin zurück. Er selbst werde noch oeriud)en, Beschäftigung zu finden. Gelinge ihm das nicht, so weide er nach Südamerika iahren oder ebenfalls nach Berlin ziirückkehren. Fräulein Emmerich suhr darau'hin ab, traf am Sonntag in Berlin ein und nahm bei Verwandten Wohnung. Ter Verabredung gemäß korrespondierten sie nicht- miteinander. Dagegen setzte sich Bohn mit Berliner Verwandten in Verbindung, folgte dann bald seiner Geliebten und stellte sich am Tonnerstag der Behörde. Tas weitere Verjähren liegt jetzt in den Händen des Untersuchungsrichters, Landgerichtsrats Kade. Wie Bohn seiner Geliebten erzählt Hal, befindet sich Friedberg noch in London. — Dnrch die Selbsl- siettuntz Bohns wird das Verfahren in der Friedberg-Affäre be- jcheunigt werden, weil er die Gefchäftsbücher zu iühren haue und mit den Machinationen im Hause Friedberg am meisten oertraul ljtNQl'|unga, Dt, doch düM I jt von der sehr [ strauch: A. Ban- und Nutzholz. als weniger » 2 5 n 1 [D22/2 Theobald. der Nutzholz-Versteigerung B6/3 1 Adler BftS, Natur - Bieoenbonig B7. Eichen-Scheiter Eichen-Knüppel Kiefern-Knüppel Eichen-Stämme von Buchen- „ „ Fichten- „ Lärchen- „ „ besteuert mit lO Proz. bei einem Wertzuwachs von [D6/s 3 rm Nutzholz (3 m lang) 1,63 Fm., 98 Stämme 3.1 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Die Jagdnutzung der Gemarkung Salzböden soll Freitag den 13. d. Mts., nachmittags um 3 Uhr, in der Schadeck'schen Wirtschaft zu Salzböden auf die Dauer von 6 resp. 9 Jahren öffentlich meistbietend verpachtet werden. Das Jagdrevier umfaßt 475 Hektar einschließlich 130 Hektar Wald und ist von dec Haltestelle Friedclhausen in einer Viertelstunde zu erreichen. Zeitweise kommt in demselben Rotwild tzoc. Die Pachtbedingungen können bei dem Unterzeichneten jederzeit eingesehen werden. -1497) Der Jagdvorsteher: Müller. 18 2 24 1 310 2 nk herrinm Ms vernichtete. Feuerwehr. Drand, der in st. Viele Stock, ünbe im Werl! d verloren ge, machten u. La eiter beschäftig Anlage und bi; ten sind zerstört Aus dem Gemcindcwalde Oberkleen von vormittags etwa 12 Uhr: 12 Stämme 2. Kl. = 17,07 Fm., 152 Stämme 3. und 4. Kl. — 95,49 Fm. und 15 rm Nutzholz (2 und 2,5 m lang) 19 Stämme 3. und 4. Kl. — 7,78 Fm. und SittlichkertZverbrechens zu zwei Monaten Gefängnis "verurteilt | wollen. * Der Präsident der großen Karnevalsgesellschaft in Nürnberg, Kaufmann Breuer, wurde, nachdem er noch am Dienstag wegen seiner Verdienste hochgefeiert und durch einen Lorbeer kränz geehrt worden war, am Aschermittwoch wegen U n t e r s ch l a g u n g Dbn 7000 Mark verhaftet, die ec als Buchhaller einer Fabrik veruntreut hatte. ' Bei dem New Yorker Millionär Henri Thaw, dem Mörder des Frauenverführers, Architekten White, beginnen sich nunmehr tatsächlich Spuren von Irrsinn zu zeigen. im einzelnen zu vergeben. . ., L. . Die Angebote sind porto- und beftellgeldfrer nut Birken: lustigen zeigen. Groß-Rechtenbach, den 5. März 1908. Das Bürgermeisteramt. [fLb,et größte c. °lsher nichts "Pack 10 u. 20 Pfg. (1274 Adler-Drogerie,Seltersweg 39 Otto Schaaf. 10 bis 15 „ 20 „ 30 „ 40 „ 50 „ 60 „ 70 „ 80 „ 90 „ 100 „ 110 „ 120 „ 130 „ 140 „ 150 „ 160 „ 170 „ 180 „ 190 „ garantiert rein, empfiehlt 468] Emil Fischbach. 3. Kl. und 54 rm Nutzholz (2 und 3 m lang) Aus dem Gemeindewalde Niederkleen von nad)», Hesaneberg, alt SeidenlabriKt., Zürich Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen Jeder Art. Zollfrei! — Muster an Jedermann! D’/i 15 Proz. 20 ,, 30 „ 40 „ 50 „ 60 „ 70 „ 80 „ 90 „ 100 „ HO „ 120 „ 130 „ 140 „ 150 „ 160 „ 170 „ 180 „ 190 „ 200 „ bis etwa 2 Uhr: , 1 Stamm 1. Kl. = 2,51 Fm., 18 Stämme 3. und 4. Kl. — 6,04 Fm. u. 10 Stangen 1. Kl. HoSzversteigerung In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. werden versteigert: 3. Morttag, den S. März 1908 von vormittags 9 Uhr an aus den Distrikten Neuer-Wald und Aspen- Fichten-Derbstangen Rmtr. Eichen, Nutzknüppel. V. Brennholz. bett t W loeitere S 1 m das L? Spicker 23 — 52 cm Dm. 48 u. 49 „ „ 12—24 .. „ 13 11 11 lssar- 'n un«re -l elll. 21 di> es, sich «W it ipeiW '>■ (it selb .7 >ndns'"2E ’^on"109 Inj - öleli vraMatastroph linder von 5 bü . sind unversehil oon Collinglvoo! oigen. Dreizehi ein Zweifel, des Zerlvnndetei vermutet Lrand ur auf den ui? j j beide Au.-> lvaren. Mehren sind in ‘ lossenei» Gittere rt l drängten, ohne der Knder mii 'n [engen Reihen j^l rgreijenben uni ■ -1 tten Bätet uni 1 ) verstümmelt ffl einen Opfer < ! ltrinsteit idung, ertannta ;■ 1 linft und Mnim: I er kleinen Leiche: W :i diesem bitter« n n nahe gebracht I ittclbar nach oer | d sämtliche Tiiru 3 )erum geschieh M ovhe seine Mgene:« iii cn k 1 wird moyl 1 Rmtr. Buchen = 1 Rmtr. Fichtenstöcke. Zusammenkunft ist am ersten Tage beim Steinbruck) im Distrikt Aspenstrauch, am zweiten Tage im Distrikt Buchwald an der Kreisstraße am Ausgang des Ortes nach Mainzlar. „ (1444 Treis a. d. Lda., den 2. März 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. _____ Kelranntmachung. Wegen Vornahme von Pfiasterungsurbeiten wird die Blockstraße vom 9. März bis 11. April 1908 bis auf Veiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 4. März 1908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. R e i n h art.______________________ Vergebung. Für das Großherzogliche Provinzial-ArresthauS zu, Gießen soll a) für die Zeit vom 1. April 1908 bis 30. Sept. 1908 die Lieferung der erforderlichen MzchnnO- hbö MmMMstMe: Brot, Wecke, Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, Hammelfleisch, Frankfurter Würstchen, gemischte Wurst, Schweineschmalz, Nierenfett, Kokosntißbutter, Kaffee, Milch, Bohnen, Erbsen, Linscli, Gerste, Mehl, "Reis, Gries, Hafergrütze, Nudeln, Handläse, Heringe, Eier, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Nelken, Kümmel, Miiskatntiß, Essig, Seife, Schmierseife, Soda, Stroh, Wichse, ferner die Entleerung der Kehrlchtgrube b) das für die Zeit vom 1. April 1908 bis 31. März 1909 erforderliche HeiMgsmatcnal, nämlich etwa 1400 Zentner' gewaschene Nußkohlen, 30 bis 50 mm Durchmesser, etwa 50 Zentner Antrazitkohlen und etiva 20 Rm. Tannen-Scheit- holz im Verdingungsivege vergeben iverden. Versiegelte Angebote und — soweit tunlich — Proben sind kostenfrei bis 311111 Eröffnungstermine Mltmsch, dcil 11- Wlj 1908, vomitt-gs 10 Uhr; auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft hier — Justiz- gebäude, Zimmer Nr. 43 — niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdmgungswesen beir., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der. Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft emgesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Für die Kokosnußbutter kann der Zuschlag erst nach stattgefundener Prüfung der vorzulegenden Proben durch den Anstaltsarzt erfolgen, im übrigen bleibt der Zuschlag 3 Tage vorbehalten. Gießen, den 20. Februar 1908. Ter Oberstaatsanwalt am Großherzoglichen Landgericht der Provinz Oberheffen., Rmtr. Buchen = 53,5 Rmtr. Eichen — 93 Rmtr. KiefermKnüppel Rmtr. Buchen — 180 Rmtr. Eichen = 255 Rmtr. Kiefern-Zopfrcis Bekanntmachung. Die Johann Georg Seipp III Wiv. von Ober- Hörgern beabsichtigt auf dem Grundstück Flur I Nr. 124/125 der Gemarkung Ober-Hörgern einen Dampfkessel zu errichten. Pläne und Beschreibungen hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieses im Kreisblatte für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern vorzubringen. Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern. H oller.[1498 Reizende Nechiim - Kinderwagen eingetrüffen. - Alleinverkauf .der berühmten BremraborÄmder- wageu zu Original-Fabrikpreisen. __ /m , Y*21 August Äi.ilbenger, ;etzt Seltcrswcg 79 (Neubau). vorstehenden Sätze. _ , r, _ , 8 4. Die nach § 3 ermittelte Steuer kommt voll 5,ur vebuug, wenn seit deut früheren Eigentuuiswechsel nicht mehr als 10 Jahre v er floh en smd. Betrügt dieser Zeitraum mehr als 10, aber höchstens 15 Vmi)tc. so iverden nur zwei Drittel bei >Lätze des 3 erhoben; betrügt dieser Zeitraum mehr als 15 Fahre, so ermäßigen sich bteie Sähe auf die Hülste. v. , , , ,iZ Vient der frühere Eigentumswechiel vor dem Inkrafttreten dieses Ortsstatuts, so gill das Grundstück als bet denen Mrrafttreten erworben 3, Äbs. 2 des Wertzuwachssteuergesetzes vom 11,05 cbm Inh. 2,71 „ „ 5,88 „ „ 0,15 „ „ 18,47 „ „ Original-Drahtinelldungerr. Köln, 6. März. Laut Köln. Voilsztg. b. ad,ichtigt die Regierung, dem Landtage eine Vorlage zur Fundierung etner Olt- marken bank zugehen ;u lassen, für die 100 Millionen verlangt werden. . , t . W cimar, 6. März. Ter Landtag enuchte dte Regierung um. Vorlegung eines Gesetzes zur Verhinderung des KontraktbrucheS landwirtschaftlicher Arbeiter. . Brescia, 6. März. Tie italienischen Behörden verhafteten an- ber österreichischen Grenze einen höheren ungarischen Gencralstabsoffizier, in dessen Besitz topographische Karten und photographische Platten gesunden wurden. Lo n d o u, 6. MÜrz. Hier hat sich ein Komitee gebildet, das 200000 Pfd. ©len. aufbrinaen will, wovon die Hälfte verwendet werden soll für ein Shakespeare-Denkma l in London, die andere Hälfte für die inrernatwnale Shakespeare-Forschung. Man hofft auch auf Spenden aus dem Auslande. , rJX Verdun, 6. März. In der hiesigen Garnison herrscht^ die Grippe in besorgniserregender Weise. Etwa 400 Soldaten liegen im Lazarett. Innerhalb 4 Wochen starben 12 Mann und 2 OsssZcre. _______ Freitag, den 13. März d. Js., vormittags von ---------o» * T» * 10 Uhr ab UN Gemeindehause zu Oberkleen. WKichslreferuttg ' für das Kreiskrankenhaus Alsfeld. 10 bis Die Lieferuirg der für das Kreiskrankenhaus Als- Eichen: feld nötigen Wäsche, wie Bett-, Leib- und Küchenwäsche, ferner Krankenkleider, soll unter den im Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 enthaltenen Bedingungen vergeben Eilen. handel. Berlin, 5. März. In der heutigen Sitzung des Auf- ichtsrats der Deutschen Bank wurde die Bilanz per 31. Tez. 1907 vorgelegt und genehmigt. Der auf den 26. März embe- rufeneu Generalversammlung wird die Verteilung einer Dividende von 12 P roz. in Vorschlag gebracht. Die Gesamtumsätze beliefen sich auf 91.61 Milliarden Mark (gegen 85.59 Milliarden im Vorjahre). Das Jahreserträgnis betrug brutto 52 462 764 Mk. (1906: 48 912 318 Mk.), wozu der vorjährige Gewinnvortrag von 1115 791 Mk. tritt. Diskontermüßigung der Bank von England. Wie vorauszusehen war, haben heute die Leiter dieses Znstttuts den Diskontsatz um 1/2 Proz. auf'3^2 Proz. herabgesetzt, womit nun die Rate seit Jahresbeginn gerade um die Hälfte zuruck- gegangen ist. Das Jahr hat mtt einem Satz von 7 Proz. beschlossen, und das neue Jahr am 2. Januar gleich eine Ermäßigung auf 6 Proz. gebracht. 14 Tage spater ging dann der Zinsfuß auf 5 Proz. und am 23. Januar weiter auf 4 Proz. zurück. In der Zwischenzeit haben sich sowohl die Verhaltniffe m den Vereinigten Staaten wie in Aegypten konsolidiert, und da in der letzten Zeit ein bedeutender Rückfluß an die Bank stattgefunden bat, io konnte nun in England wieder in vollständig normale Geldverhälttiisse eingetreten und die heutige Diskonter- mäßigung durchgeftihrt werden. Die offizielle Rate stellt sich jetzt um ein volles Prozent niedriger als zur gleichen Vorjahrszeit. Damals wurde erst am 11. April der Diskont von 5 auf 4y2 und dann am 25. April weiter auf 4 Proz. ermäßigt. Unter den nunmehr bestehenden Verhältnijsen darf es als zweifellos angesehen werden, daß die Deutsche Reichsbank baldigst ebenfalls zu einer »Diskontherabsetzung, wenn auch nur um y2 Proz., schreitet. Ortsftatut betreffend die Erhebung einer Wertzuwachssteuer in der Stadt Gießen. Aus Grund der Bestimmungen des Gesetzes, die Wertzuwachs' sieuer betreffend, vom 14. Dezember 1.107, wird aus Beschluß der -Ltadtverordneten-Bersammlung vom 11. Januar und 5- .Aaia 1M8, nach Anhörung des Kreisausschusses, Ministeriums des Innern vom 21. tycbutat 1908. zu Jir. -Ui. 0.^. 3150 und mit Zustimmung Großherzoglichen Attnlsteriums der eri5 namen für die Stadt Gießen folgendes Ortsstatut erlassen. . s 1 Die Stadl Gießen besteuert den Wertzuwachs dev m ihrer Gemarkung belesenen Grundbesitzes in allen Fällen euies Eigentumsivechfels, der nicht unmittelbar aus Erb,all (& 19^2 biß 2!" Wenn^dÄfrühere Eigentumsmechsel zwischen dem l. Ja- mar 1908 und dem Jllkrasttreteu dieses Ortsstatuts liegt, ist a s Wert des Grundstücks zur Zen des ,ruhereu Eigentumswechstw nicht der Erwerbspreis, solidem ber gemeine Wert^ zu dem ange- ßcbenen 3ciu.mntt anzusehen; dies gilt nur in den Jallen, in denen bet gemeine Wert um mindestens 20 iprozent niedriger ist als der (frrocrbßvreu-.^ uu6eIjnutcn Grundstücken wird der Wertzuwachs Kleine Tageschronik. «auptmann v. (Soeben wurde in Allenstein am Ton- «.erstag auf dem evangelischÄi Friedhof in aller Stille^beigesetzt. Grabe warm nur Mutter und Bruder erichrenen. ^er mned- iöt jyar militärisch abgesperrt. Aus Wunsch der Mutter wurde Sarg noch einmal geöffnet Die Sckstitttverletzung am Haße S: übrigens gleick) nach dem Selbstmorde vernäht worden ^mi Sarge folgten chva 14 5)erren, darunter 6 Offiziere und 2 Kricgs- tCIT£n imd Viehhof vom Turm der Peterskirche hei ab. Der Selbst^ mörder schlug am Kirchendacy auf und stürzte von da aus die So er tot liegen blieb. Von den Pas'santen an lener ver- fehrsreichen Stelle wurde niemand verletzt. Reiter war lveg^n 14. De^encher 1C07I. . m rf tz 5. Die Steuer ist fällig binnen 4 Wochen nach Zustellung der Zahlungsaunorderung. . 8 6. Im übrigen gelten die Vorschriften des Wertzuwachs- steucrgefetzes vom 14. Dezember 1907. . . 8 7. Dieses Ortsiiatut tritt nut dem 8. Marz 1908 in Straft. Gießen, den 6. März 1908. . . Grotzherzogliche Bürgermeisterei (Stegen. Meeum. crhöht werden muß. Zu dieser Berickstigung istman auf Gtuno hon 2600 Beobachtungen mit dem Fernrohr und 11000 photographischen Aufnahmen gekommen, ^^i wichtigsten ^cd der Arbeiten, die zu dieser Berichtigung Ehrten, hat rwch der jüngst verstorbene Direktor des Pariser Obseiwatorium>s,-.oewh, cusgesührt; sie waren möglich durch die Entdeckung des ganz kleinen Planeten Eros im Jahre 1893. : ,, „ L00 Proz. und mehr Bei bebauten Grundstücken beträgt die Steuer die Halste „nr An Stelle BobnS ist zum Direktor der Automobil-Zentrale der Bücher.Nevisor Preuß ernannt wordeii. Bet seiner Eiiilieferung - «i<»Snnnni§ uerfüate Bohn nur noch etwa ilber 10 „laxi. _ i“b ?rafcl;enb und di° Mitteilung-., Dr. H. Jlg-nst-ins ,m st-.!-stpn Seite der von ihm herrausgegebeuen Berliner Wochen- chrift Das Bl a u b 11 ch" über die FluchtFriedbergsuiidden kaum ' 'rimiblidmi Sureaiirrati§mu5 der Berliner Post-, Polizei- und 1 werickstsbehötcheu, das danach allein die Schuld an dem Entkommen j Hbg9,aub9(awin en. Im Brndn c--T-l (Zirot). W eine kolossale Staublawine große 953 a l b b e ft an de und v te le c b ä 11 b c weggerissen. Die ganze Ortschaft Brand ist in Staub gehüllt. Viele Fenster wurden eingedrückt. — Aus ©OPPJ»* nein flnnb Umgebung sind infolge des Lawineninigluck^ gegen k00 Italiener, mehr als die Hälfte aller Arbeiter mu Lotschbetg- . inne[ heimqereift. Die Arbeit im Freien wird wahrscheinlich erst jm Mai wieder aufgenommen werden. Für -oO .tunelarbciter werben gegenwärtig iawinensichere Baracken l)ergcrid)tet. Entfernung der Erde von der Sonne N größer, als man bisher annahm. Auss rieuerdingsange- f clllm Berechnungen ergibt sich, daß dte Zahl von 148 o00 000 nicht neu au ist und auf 149 471000 Kilometer 143,5 Rmtr. Buchen = 16,5 Rrmr. 133 Rmtr. Buchen = 8 Rmtr 7 Rmtr. Aspen == 2 Rmtr. 467,5 Rmtr. Buchen = 62 Rmtr. Eichen = 20 Rmtr. Aspen — 5 Rmtr. Kiesern-Zopsreis 30 Rmtr. Buchen = 20 Rmtr. Eichen = 50 Rmtr. Aspen = 20 Rmtr. Lärchen-Baumreis 16 Rmtr. Buchen = 6 Rmtr. Eichen --- 3 Rmtr. Fichtcnstöckc. Dienstag, den 10. März 196-8 foott vormittags 9 Uhr an aus den Distrittefl Zipfcnmald, Hainbuch, Hecgc, Buchmald und Todenberg: A. Bau- und Nutzholz. 11 Eicheu-Stärnme von 22—34 cm Dm. 4,01 cbm Inh. 10 Fichten- „ 11 14—17 „ „ ^,36 „ „ 377 Fichten-Derbstangen ^4,11 „ , 3 Rmtr. Eichen, Nutzknüppel. Li. Brcunholz. 1,5 Rmtr. Buchen = 34 Rmlr. Eichen = 6 Rmtr. Kieferu-Scheitcr ’er§kt(aih «Ä8 ui" 1" a ? das; es iK I! Hi9e besindrl,. t ^nKohlevII den. Von da den sonsii^ Tw. äI Mer brach t 'n in de» 600H A die auigem*® „jiL unten. \ e Sie AetM ■ f hckws8,®?;; t: Jeltu 6®! ’Jfc eic» t i)^ ' ein-' hiossenenwx ^^/uweilen^ 5 Stangen 1. Kl. entfvreckender Aufsckimft versehen bis Mittwoch, den! Nadelholz: 107 Stamme 3. u. 4. Kl. ==^35,90 ^m., 08 IS. März d. Js., vormittags 11 Uhr, an uns ein- Stangen 1. bis 3. Kl. und 123 rm Nutzholz. zusenden Um diese Zeit erfolgt die Eröffnung der An- 3) Aus dem Gemeindewalde Ebersgöns von nachmittags aebote Es sind fertige Muster oder doch Stoffmuster 2 Uhr ab: deizuleacn Eichen: 4 Stämme 2. Kl. = 5,86 Fm., 64 Stämme Zuschlagsfrist 10 Tage . 3. u. 4. Kl. = 29,14 Fm. und 36 rm Nutz- Lieferfrist 5 Wochen. Die Lieferung hat frei Kreis- holz (2 und 2,5 m lang) krautenhaus zu erfolgen. Nadelholz: 157 Stämme 3. und 4. Kl. = 40,40 Fm.,s Alsfeld, den 5. März 1908. _ 1056 Stangen 1. bis 4. Kl., 1530 Stangen 5. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. und 6. Kl. (zu Bohnenstangen geeignet) und Hölziuger. ____________51 rm Nutzholz (2 und 3 m lang). Die Herren Förster 2lpel zu Oberkleen und Müller zu Niederkleen werden die Hölzer auf Verlangen den Kauf- roClbC2lnqebot§formuratc mit näherer Angabe über Stück-1 Nadelholz: l Stamm 2JH. Stanqen 1 bis zahl und Stoffe sind gegen Zahlung der Auslagen nut >md 4. ftt. - 3,,41 Fm., 1. Stangen 1. 20 Pfg. — von auswärts wetter gegen Vorauszahlung von 20 Pfg. Porto — von uns zu beziehen. Atufter 2) für Leibwäsche und Kleider sind bei uns emzusehen. mittags Es bleibt vorbeballen die Lieferung tm ganzen oder Eichen: Märkte. fc. Frankfurt a. M., 6. März. Öen- und ©trobmarft (Ora.-Tel. d. Gieß. Auz.) Angefahren waren 17 Magen Heu, 3 Wagen. Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.00—3.50, für Strol) .Jf. 2.40-2.50, fJllafchinen^anaftrAh Mk. 2.00-0.00. Alles lfia,mll eliicuppetitretzenoe Leilkatefsc. I | In Schlüssel-Tnbcn besonders sparsam im Verbrauch, uz" t\ Eisenbauanstalt DARMSTADT. Dachstühle — genietete Träger — Stützen moderne Fassaden — Hallen — Treppen etc.