Nr. LOS Erstes Blatt 158. Jahrgang Samstag 5. September 181)8 fSfdsB r ▲ fik ▲ ▲ aa ? A A a|äk Stttzener^amNttnblätteri W DU WW^W VH W 4BH) Nbbole- u. irodmnlroikbentLKrels» En WdU W » V KW M B fl W MT WH ■ ■ Md ■ jfl B IW ||T monatlich 6ü Pf.: durch blat1füröenKreis(5k6en HßHfl RHSk BZ ■ H 0/ H & M ■ H -<2k 1Z El BÄ S fiL< fl di-Post ML.L-oienel- gegK/lviWIlvl UllivlUvl^a General-Anzeiger für Gberhefsen MW &m^Srtnioubt Rotafionsörut! ttnö Verlag dervrühl'fchen Univ.-Vuch- and Steinbraderet 8. Lange. Heöaftion, GrpedMon und Druckerei: Zchulftratze 7. E.i,S?W5 V**HHl44Uy v “•* *^7 *-* ilAdy|vlllvl4 « Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Apolitische Wochenschau. Gießen, den 5. September. In Straßburg hat es der Kaiser als feine innerste Neberzeugung ausgesprochen, daß der europäische Frieden nicht gefährdet sei. Der Frieden beruhe aus zu festen Grundlagen, als daß sie durch Hetzereien und Verleumdungen, von Neid und Mißgunst Einzelner eingegeben, so leicht um» gestürzt werden könnten. Bürgschaften des Friedens sieht der Kaiser im Verantwortungsgefühle der Fürsten, im Wunsche der Völker selbst, den ^rieben zu bewahren und in unserer Wehrmacht. Aus diesem Gefühl der JriedenSsicherlzeit heraus hat es nun die deutsche Negierung unternommen, eine Regelung der marokkanischen Frage vorzuschlagen. Der Vorschlag der deutschen Regierung bezweckte nichts anderes, als die Unklarheit und Ungewißheit der Lage in Marokko zu beseitigen. Der Vorschlag wollte vielleicht auch die Franzosen sehr zart daran erinnern, daß eine dauernde Besetzung Marokkos sich nicht mit den internationalen Ab- machungen von Algeciras vereinbaren ließen. In Frankreich hat man den leisen Wink verstanden und glaubt bereits, daß Deutschland den Franzosen einen Zwang auferlegen wolle. In England ist der deutsche Vorschlag natürlich auch wieder auf Widerstand gestoßen und man meint, daß Deutschland wieder einmal einen Knüttel in das Rad des französischen Vorgehens in Marokko schieben wolle. Tie Die Sprache der englischen Presse über Deutschland wäre jetzt vielleicht noch weit unfreundlicher, rvenn nicht England selbst von anderen Sorgen gequält würde. Seit dem Umschwünge in der Türkei gährt es in der ganzen mohammedanischen Welt, und in Indien allein sind der britischen Krone nicht weniger als 60 Millionen untertan. Die indischen Mohammedaner l>aben sich zwar in letzter Zeit von politischen Umtrieben sreigehalten, aber in London wartet man doch mit Mißtrauen die Wirkung ab, die das Beispiel der Türkei machen wird. In Aegypten zeigt sich schon eine Wirkung: man verlangt dort nicht ohne Ungestüm die Selbstverwaltung und die Verfassung. Ist die mohamme- danische Frage für die Engländer in diesem Augenblicke auch noch nicht aktuell so verlangt sie doch die vollste Ausmerl- famkeit der britischen Politiker, damit man vor plötzlichen unangenehmen Erfahrungen verschont bleibt. Da nun die Türkei aus ihrem jahrzehntelangem polst- ttschem Schlummer erwacht ist, um sozusagen über Nacht ein Verfassungsstaat zu werden, hat es eigentlich nichts besonders Ueberraschendes mehr, daß nun auch China ein Verfassungsstaat werden will. Durch em kaiserliches Edikt ist dori jetzt die Verfassung angetündigt worden. Wenn sie kommen wird, kann also nur noch als eine Frage der Zeit angesehen werden. Wie sich eine Verfassung in China bewähren würde, darüber gehen vorläufig noch die Urteile aller ftenner des Reiches der Mitte weit auseinander. An markanten politischen Ereignissen ist, wie wir eben gesehen haben, die abgelausene Woche sehr arm gewesen. Auch auf dem Gebiet der inneren deutschen Politik ist wenig neues zu registrieren gewesen. Das meiste Interesse gebührte oer neuen Strafprozeßordnung, deren Entwurf jetzt endlich bekannt geworden ist. Man sieht in diesem Entwürfe durchaus nicht alle Wünsche erfüllt, aber man ist doch zufrieden mit den mannigfachen Verbesserungen, die er bringt. Nur der berühmte Berliner Srrafrechtslehrer Professor v. Li s z t finde, an der neuen Strafprozeßordnung vieles auszusetzen. Er meint, es sei schon zu viel gesagt,, wenn man die neue Strafprozeßordnung eine halbe Reform nenne; man könne sie höchstens eine Vlertelresorm nennen. Die kleinen Verbesserungen nützten nichts, man könne sich auch ohne sie behelfen, bis man wirklich reformiere. Nack- Liszts Meinung müsse eine einschneidende Verbesserung des Strafprozesses beim Anklageverfahren einsetzen. Und selbst damit wäre noch nicht viel geleistet, solange unsere Züchter aus einer Kaste stammten. Es seien bei uns noch sehr vielen guten Elementen die Wege zum Richteramte verschlossen. Die österreichische Strafprozeßordnung, die in eine liberale Aera entstanden sei, müsse der deutschen Strafprozeßordnung samt den Aenderungen des Entwurfs bei weitem vorgezogcn werden. Die österreichische Strafprozeß- ordnung vorn Jahre 1871 sei aus einem liberalen Guß geformt, während man bei uns allerhand Kompromisse ge- lchlossen habe. Von der neuen Reichsfinanzreform ist bei uns noch immer so gut wie nichts zu hören; Herr Sydow hüllt sich in mysteriöses Schweigen, und da liegt der Schluß nahe, daß der Staatssekretär des Neichsschatzamtes selbst kein rechtes Zutrauen zu der Lösung der Finanzreformsrage habe. Was man von den Finanzplänen der Regierung bisher erfahren hat, ist in der Tat nicht sehr ermutigend, denn man glaubt einen einheitlichen, von großen Gesichtspunkten geleiteten Plan zu vermissen. Man hört verschiedene neuen Steuern nennen und erfährt, daß die Regierung für den Notfall auch noch eine zweite Garnitur von Steuern auf Lager habe. Geht oie eine Steuer vielleicht nicht durch, dann will man dem Reichstage gleich eine andere an deren Stelle anbieten. In den einzelnen Parteilagem werden berat auch schon bie einzelnen Steuermöglichleiten zur Genüge erörtert. Der Reichstag soll dieses Mal in den ersten Tagen des Novembers zusammentreten. Bis dahin hätten die Blockparteien nun allerdings noch Zeit genug, wenigstens ihrerseits einen gemeinsamen Plan auszuarbeiten und sich darüber klar zu werden, nric der Block sich zu der Reichsfinanzreform stellen solle. Von solchen Erwägungen hört man aber leider nichts. Innerhalb der Blockparteien tritt vielmehr immer deutlicher das Bestreben zutage, sich bei erster bester Gelegenheit z>t trennen.. Lie Mockmüdigleit zeigt sich namentlich im Lager ‘oer Freisinnigen, deren Unter Flügel nicht müde wird, zu versichern, daß das Zutrauen zum Fürsten Bülow geschwunden sei. Man mißtraut dort auch den übrigen Blockparteien und selbst den freisinnigen Führern. Der Abg. Müller-Meiningen vor allem wird aufs schärfste angegriffen, weil er trotz der trüben Erfahrungen, die der Liberalismus in Preußen gemacht hat, noch im Block ausharren will. Man erhofft von einem entschiedenen Ruck nach links allein das Heil, hofft, daß Fürst Bülow dann einen heilsamen Schrecken bekommen wird und womöglich sofort für die erwünschte Ministerverantwortlichteit und die Demokratisierung der Verwaltung sorgt. Das erscheint ja unmöglich, aber das Berliner Tageblatt erklärt die Politik als die Kunst, Unmögliches möglich zu machen. Ueberfchätzt der demokratische Flügel des Freisinns da nicht ein wenig seine Kräfte? Eine Verfassungsänderung zu erzwingen, schon heute zu erzwingen, das vermag der Liberalismus bei der heutigen Verteilung der politischen Kräfte nicht, und er wird es erst recht nicht erzwingen können, wenn er sich mit der Sozialdemokratie verbündet. Erst muß der Liberalismus in sich erstarken, aber er wird nicht erstarken, wenn er sich in das Fahrwasser der Sozialdemokratie begibt. I Das wissen die besonneneren Elemente im Freisinn sehr gut und darum sehen sie beit allein gangbaren Weg zum allmählichen Erstarken des Liberalismus in der Blockpolitik. Mag diese an sich auch noch so schlecht sein und noch so viele liberale Wunsche vorläufig unerfüllt lassen, so ist sie doch einem Zustande vorzuziehen, bei dem die Macht Der Reaktion nur wachsen kann. ________________ E. A. politische Tagesschau. Salzburger Ministerbegegnuug Gestern nachmittag hat in Salzburg eine dreistündige Unterredung zwischen Aehrenthal und Tcktoni stattgesunden. Hauptgegenstand der Verhandlungen ist die Türkei gewesen. Die ,91(116 Fr. Pr.* meint, man könne schon jetzt feststellen, daß die Gedanken und die Ansichten der beiden Staatsmänner in allen maßgebenden Punkten übereinstlinmen. Die beiden Staaten hätten erkannt, daß die Interessen Italiens und Oesterreichs auf dem Balkan von einem einheitlich geschloffenen und festgclegten Vorgehen der beiden Mächte am besten gewahrt würden. Beide Staaten müßten darauf achten, daß das ottomanische Reich unverletzt erhallen bliebe, und der Wechsel, der sich jetzt mit der Konstitution vollziehe, sei ein Vorzeichen für die gute Entwickelung der Verhältnisse und gäbe die Möglichkeit einer friedlichen Beilegung der Kämpfe und Unruhen in Macedonien. Die beiden Staatsmänner seien von der Notwendigkeit überzeugt, daß an den bestehenden Verträgen in keiner Weise gerüttelt werden dürfe, und daß der Berliner Vertrag bedingungslos beachtet werden müsse. Minister Tittoni, dec sich von einem Journalisten hatte auS» fragen lassen, hat bei dieser Gelegenheit auf die ruhige Entwickelung der Ereignisse in der Türkei hingewiesen und bemerkt, daß Italien nur ein ruhiges Anhalten dieser ruhigen Entwickelung wünsche. Bemerkenswert ist es, daß Aehrenthal heute eine Zusammenkunft mit dem deutschen Staatssekretär v. Schoen in Berchtesgaden haben wird. Ob bei der Begegnung zwischen Tittoni und Aehrenthal auch, wie eine Korrespondenz behauptet, eine Begegnung zwischen Kaiser Franz Josef und dem König Victor Emanuel besprochene worden ist, entzieht sich natürlich der Kenntnis. E. A. Ausland. König Eduard har gestern seine Kur in Marienbat» beendet unb ist nach England abgereist. Der König von R u m ä n ie n leidet, wie jetzt festgestellt ist, an einem Magentatarrh mit neuralgischen Begleiterscheinungen. Man hofft, ba)> der König rasch seine Kräfte wieder erlangen werbe und daß keinerlei Grund zur Besorgnis für die Zukunft vorliege. Reaktionäres aus Rußland. Die reaftionäxei Partei ist in letzter Zeit in Rußland wieder erstarkt. Sie will die Duma beseitigt sehen und führt, wie man jetzt aus nachstehender Meldung erfährt, einen keineswegs er,vlglosen. Kampf gegen die Kadettenpartei. Das Tumamitglied Prof. Petraschitzti ist vom Ministerium für Vollsaufklurung aufgefordert worden, aus der Kadettenpartei auszutreten oben die Universität zu verlassen. Der Befehl hat große Aufregung unter den Professoren und Studenten erregt. Wie verlautet, steht ein gleicher Befehl an den Rektor der Petersburger Universität, Borgmann, den Prorektor Professor Braun unb Professor Grimm bevor. EinLand, wo diefremdenGesandtenzwecki los s i nb. Der Kvrrespondent des „Newyorker Heralb" iw Carracas berichtet; Präsident Castro habe in einer Ver- Au; dem Leben einer Tageszeitung. Redaktionsschluß! Der „Spiegel" ist immer dichter beschrieben — der Spiegel: so nennt man nämlich die Ueversickst der Artikel und 9toti3*en, die ins Blatt kommen müssen oder doch sollen. Und nun möchte man, da alles gesetzt ist, das Blatt „umbrechen", d. h. den ^toff auf die einzelnen Seiten, Spalten, über und unter den Strich verteilen. Ja wohl! London bat eben telegraphiert: Der Gesandte geht von dort weg. Ein Revirement in der Diplomatie. Ist's aud) keine Ente, die morgen beschämt? Das Telephon klingelt dorthin. 3m auswärtigen Amt spricht man vorsichtig von einer Möglichkeit — eni anderer gut Informierter hat auch schon waS lauten hören. Also ins Blatt. Und nicht nur die Aacknickst. Jetzt muß auch ein anderer politischer Artikel kommen. Weg mit dem bisher vorgesehenen! Und eilig, eilig schreibt der Politiker, schickt Blatt für Blatt m die Druckerei, wo fieberhaft gearbeitet rvird, dainit die Ausgabe noch zur rechten Zeil fertig wird. In der Redaktion ists dann ja für_ein paar Stunden Mmse ruhig geworden. Aber unien, ivo die Setzer, Maschinisten, Revisoren, an ihrer Spitze der Metteur en vages und der Redakteur, der die richtige Fertigskllung des Blattes zu überwachen Hal, an der Arbeit sind, geht jetzt der Teufel um. Geschwärzte Hande und oft auch rußige Gesichter selbst in den neuesten Prachtbauten. Denn das Material, das Zinn, so schön es glänzt, gibt erst in der Berührung mit,der Druckersä-wurze den geheimen Sinn preis, und die Druckerschwärze ist einmal schwarz, fett, klebrig und — anhänglich. Die alte Druckerei batte getrennt Setzerei und Gießerei und Druckerei: bei manckxm großen Btalt wird auch noch so gearbeitet. Aber Vie neue Technik hat da durch eine anscheinend kindlich ti'arc Ersindung die Arbeitsweise geändert. Es ist die Aionoline- oder Monotype- oder Typograph-Majchine erjunden worden, die eine Att ^a,imbmajchme zum Setzen ist. Der Setzer sucht nickst mehr seinen, Buchstaben mit drei Fingern aus dem Typenkasten heraus .nur für einzelne Rubriken des Blattes benützt man noch die alten räcchchinen,, sondern tippt wie auf der Schreibmaschine, und anwmatiicy formt sich der Buchstabe, der Zwischenraum, oer nächste, und eine einzige Masse bindei so das chanze z-um Guß. Tie ciiiöeinen so her- gestellten Stücke der Manuskripte müssen nun natürlich tarrigiert und revidiert werden. Ta sitzen also die Korrektoren, ie zwei, oder der eine liest bfn — oft gar nicht lieblich — geschriebenen Text, der andere t»ergleicht, ob der Setzer sich nicht geirrt, die Orthographie des Landes beachtet, den Druckanorb nungen tyojse geleistet, fot Das ist die erste Korrektur. Der komplette Artitm unterliegt dcx HausrevisioL, bei irgend wichtigeren Aussätzen noch der des Slutovs oder Ressortredakteurs — und zum Schluß muß einer das ganze Blatt lesen, ob nicht trotz allem ein Unglück geschehen ist. Und alles das in 100 Minuten so ungefähr! Aber diese Satzstücke, groß oder Hein, auf Tafeln in Klammern festgehalten, sind ja lose Dinge. Aus ihnen muß eine Zeitung werden, in bestimmtem Format, so und so viele Spalten auf jeder Seite, so und so viele Seiten das Blatt. Das ist nun Arbeit des Metteur en vages, der die Seite herstellt. Der Leser muß ein Reckst bekommen, aber Papier ist teuer, und vor allem sollen die Rubriken im Einklang sein; so fällt denn manches schon Gesetzte wieder weg, für morgen, oder für nie. — Die Bürstenabzüge sind gelesen, und dann geht es endlich ans „Umbrechen", d. h. ans Einteilen in Spalten und Seiten. Ein österreichischer Erzherzog hat einmal sehr leutselig einen Journalisten gefragt: ,La, wie macksen Sie das, mit einem Feuilleton z. B., daß cs gerade so viele Spalten l-at und der Leitartikel drüber aufs Wort ausgeht und alles so Platz hat?" 9hm liegt das Blatt in zusammengepreßten Zinntafeln da; die werden steveotyp.ert, d. h. mechanisch umgegossen; dann arbeiten die?Raschinen, die gleichzeitig drucken, das Papier biegen, falzen, klicken und — auf der anderen Seite kommt das fertige Blatt heraus. Tie Setzer yehen nack) Hause Wer in der Expedition warten schon Ausl rageriiinen, Austräger, Kinder — die in die verschiedensten Teile der «stabt lausen und die frischgebackene Zeitung ab- geben. Automobile und Wagen stehen bereit, bringen die Provinzauflage an die Bahn. Da oder dorn luartet vielleicht schon einer sehnsüchtig auf die Zeitung, ein Dichter, dessen Drama gestern gespielt wurde, oder ein schauspieler, der aufs „Urteil" wartet. Oder einer, der die Wellgeschichte nicht rasch genug belauschen kann. Oder ein Börsenspekulant, dessen Vermögen von einer Nachricht abhangt. Die das Blatt gemacht haben, ruhen ein paar Stunden, bis das Tagewerk von neuem beginnt. Dasselbe Tagewerk — und doch täglich ein anderes. — Mulai Hafid als Dichter. Ein fesselndes Kontrastbild von beit oeiden Brüdern, bereit erbittertes Ringen um den oultansthrou von Marokko mit dem Siege Mnlai Hafids letzt seinen Wschluß gesund.n zu haben scheint, zeichnet Vico Manlegazza im Corriere della fern. Ws bei einen Seite steht der sckzrvaniende Abdul Aziz, der die Erbschaft des kriegerischen Mnlai Hassan dazu benu:;:, in kindischen Liebhabereien die Zeit ''ich zu vertreiben, der sein Volk sich entfrembei, fein Haus mu allerlei europäischen to)tjSeligen Spielereien an;ullt und fast wie ein launisches Kino die harten Pflichten eines Herrscher von MaroKtz weder aussüllr noch erfeniu. In diesen. Tagen wird in London ein Buch von Cunningham Graham über? Marokko erscheinen, das zweiscllos bie zahllosen wahren Anekdoten von der Launenhaftigkeit AR>ul Äziz um neue Beispiele bereichern wird. Graham war einmal Zeuge einer Szene, die üt ihrer Komik begreifen läßt, wie Abdul 2^iz einem energischen entschlossenen Rivalen schneit unterliegen musste. Als Gast des Sultans wurde er eingeladen, einer Truppenverlegung von eiuemt Ott zum anderen beizuwohnen, die der Sultan selbst leiten wollte. Es war schon Abend, säst dunkel, unb ein starker Regen ging hernieder. Man kam zu einem Fluß, durch den eine Furt führte. Langsam passietten die Truppm. In diesem Augenblick traf eine Kamelkarawane ein; sie führte eine Anzahl Klavier« mit sich — ein Dutzend ober vielleicht mehr —, bie der Sultan; vor einiger Zeit bestellt hatte und die er mit großer Sehnsucht -u erwatten schien. Er spttngt vom Pferde, lässt sofort ein Instrument auspacken, es wirb in den Sand gestellt und inmitten des strömenden Regens beginnt der Sultan mit einer Hand — bie Matchiche zu spielen. Es gab niemand, der es gewagt hätte, den Sultan darauf hinzuweisen, daß dies eigentlich nicht der geeignete Augenblick fei, um Klavier zu spielen. Die Truppen: mußten Hatt machen, und wir alle, so erzählt Graham, mußten im Regen warten, bis der Sultan des Spieles müde wurde. Der Bruder, der heute die Herrschaft von Marokko tatsächlich in den! Händen hält, ist der direkte Gegensatz zu ^lddul Aziz. Mu lat Hasid ist von hoher Gestalt, und aus jeber seiner Bewegungen spricht die verhaltene Energie des zielbewußten Mannes. Ein dichter schwarzer Batt umrahmt das gebräunte Antlitz. Scharf heftet er das lebhafte uno bewegliche Auge aus jeden, mit bem! er spricht, und es scheint, daß er alle Geheimnisse und Gedanken des Gegenüberstehenden prüft, abwägt und ergründet. Er ist fanattscher Mohammedaner, aber im Gegensatz zu feinem Bruder, der niemals einem ernsten Studium abgelegen hat, cm Mann von ernster Bildung^ bis vor kurzem noch liebte er es, ftunoenlang einsam in das Studium arabiicher Dichter sich zu öerfaiteiL Er selbst hat viele Gedichte geschrieben und beabsichtigte auch, sie in einem Band v erein ig t hcrauszugeben. Die Manuskripte zu diesem Gedichtbuche wie auch das Rianuskript eines gcschichiliü)en Wettrs hat er durch einen Freund nach Kairo gesandt, wo sie veröftentlicht werden sollten. Seine unbeugsame Willenskraft bewundern selbst seine Gegner. Auch vor Grausam.- leiten, so sagt man, macht sie nicht immer £>alt. Aber in dem Strudel der imigfien Ereignisse war Mnlai Hafid sich klar, daß alles darauf anüim, zu zeigen, wie fest ar einmal ergriffene Zügel zu fuhren we^iß, unb io deckt sich sein Wesen mit jenem popurnretr Bilde eines ^uttans, oer als ein nnericrjrfencr zu Pserdq in die Schlacht zieht, seine Feinde zncheigr uno mit Lapseckch bie Klugheit des Meabewußren Füi/rers. vereinigt sommlung die Bemerkung fallen lassen, die fremden Gesandten seien zwecklos im Lande, er sei froh, sie alle los zu werden. Trr Ikorrespondent des genannten Blattes erfährt Wetter, daß Castro einen Zwischenfall mit dem deutschen Vertreter Kalte. Cr weigerte sich nämlich, diesem zu gestatten, ein chiffriertes Telegramm über das Kabel via Columbien nach Berlin zu senden, ohne vorher eine Hopic dieses Telegramms erhalten zu haben Ter deutsche Vertreter Baron von Secken dorf weigerte sich jedoch enttchieocn, diesem Verlangen nach- -ukommen. Wann wird der Uebermut Castros endlich einmal die verdiente Strafe finden. Die Lage in Persien. Ter Korrespondent des „Rewyork perald" berlchte,. die pessimistischen Nachrichten über Die Lage in ß rrmächttgt initzuteilen, das; mit Äusnahnie von Täbris im ganzen Lande Ruhe herrsche. Ferner erfahrt er aus autoritativer Quelle, das; bet Scha. cm neu es Wahlgesetz ausgestellt habe, und daß die Mejhiß an dem angerün- digten Tatum wird einbcrusen werden. Ter 2cl)ah habe aus diesem Anlaß dem Lande gegenüber die Erklärung abgeben, daß er entschlossen ist, das Parlament oeizubehalten, um gemeinschaftlich mit diesem zum Wohle des Bolles zu arbeiten. Bei den vielen widersprechenden Nachrichten, die in letzter Zeit aus Persien verbreitet werden, ist auch diese Nachricht mit Vorsicht auszunehmen. Gießener Ltraftaminer. Siu Gewissenloser. X Hießen, 4. Sept. Ein Küsermeifter w Nieber-Weifel vermißte m jemcr Werkstatt einige von ihm angcstrtigte o^g.iutuiwc. ^xux von hier gebürtiger Lehrling gcstano ihm, daß er über das Abhaiwen- tontmcii der Sachen etwas ioifsen müsse, zu, ocr Scyncidecmclstcr Jt >t. habe ihn unter dem Bonvanve, er wolle ihm einen Anzug amnqjen, beltellt und ihm gesagt, er möge ihm einen Huber besorgen. Ta solche nicht vorrätig waren, have er ihm einen Emmachstänber gebracht, wofür er ihm ÖO Pfennig gab. Dicroei habe ihm st. weitere Vergütungen in Äusucht gestellt, ialls er ihm noch mehr Sachen bringe. Zn bet Folge brachte ,hm der Junge noch zwei Weinsäßcheii, einen eichenen Huber uiw einen Wascheboct, )oroie etwa anbeithald Zentner Kartoffeln und je uU Pfund Gerste und X)aiec. Xie zaletztg.iiannten Sachen hat ,der Zunge zu acht verichiedenen Malen hingcbracht unb zwar in Sacken, die U; ebenfalls behielt. 2cm Zungen hat Ä. tüt die Sachen, die einen Wert von etwa 4U Marl hatten, 5—6 Mark vergütet und ihm einen Dolch, oen er aui 4 Mark schabte, gegeben. Tie Vcrhanbiung ergab, daß ccr wegen MeineidSver- leitung bereits mit Huck-u-aus bestrafte Angekiagte Ä. auch einen Wagneilehning zum Tiebstahl zu verleiten Deriudjt bat, worauf dieser jedoch nicht einging. Mü Rücksicht aui üie Gcmemgcfäyr- lichteit seines Treibens vertagte ihm oas Heticht milbernbe lim- stände und erkannte ivcge.i Anstiftung zum Tiebstahl und geiverbs- unb gewohnheitsmäßiger vehlettt aui eine H u a, t h a u s st r a f e von 1 Fahr *3 Monaten unb zehnjährigen Ehrverlust. Ta bei der L)öhc mr Strafe Fluchtverdacht vegtundct erschien, wuroc vastbefeht erlassen und die vas ihm Veranlassung gab, die Milch einer chemischen Untersuchung unterziehen zu lassen. Ter Befund ergab Formalin- und Wafserzusatz. G.gcu bie Lic- feranlen der Milch, len T i rc k to r dc r E u? z c j l c r M o l k r r c i genossenschaft _ Gdzzcll wurde Anklage luegcn Vergehens gegen oas Rahrungr- iNiltelgejetz unbwegen lleberlreiuiig Oec Ruld-berkausorDnung erhoben. Das Sd>o>seiigecid)t Nidda, daS mit Aburteilung der Sackte betraut warben war, hielt nicht für sistgestellt, daß Sch. der Milch Wasser und Formalin zugcsetzt hat; eS konnte auch mdü annehmen, daß er oiesis angeaamet hat und gewußt hat, daß es geschieht, oa et nur den kaufmännischen Betrieb leitet unb sich um oen techtiisd>en nicht kümmert. Er ivußte zwar, daß Formalin in der Molkerei benutzt wurde, gab aber an, er habe angenommen, eS gesd>che zum peinigen der Gefäße. C. gab zu, der Magermilch cvotmaliu zugesetzi zu haben; diese sei aber nur an die Mitglieder zur Fütterung oeö Viehes abgegeben worden. Dagegen stano fest, bau er Formalin m das Bassin geschüttet hat und die Milch in Kannen gefüllt würbe unb nach Offenbach verbracht worben ist. Bxihreno das Sdjöfsengericht dez. des Sch zum Freispruch kam, verurteilte es C. zu einer Geldstrafe von 2U Mark. Die SiatSamvattsd-ast verfolgte zwecks Erhöhung der Strafe Berufung uno niad>te geltend, bau im Zuteresje bet Wichtigkeit dieses Nahrungsmittels insbesondere für Binder, dafür gefolgt werben müsse, daß derartige Fälschungen unterbleiben unb beantragte eine Geldstrafe von löü Mark. Nach dem die Veneibignng heivorgetoben l-atte, daß F-ormalin nur als Konservierungsmittel, nm das Verderben ber Mitch aus bem Trans- Port zu verhindern, Vertvendnng gefundeii habe unb sogar von Autoritäten zur Konservierung der Mild, auch für die Säuglinge empfohlen werbe, erhöhte oas Ger ich die Strafe des E. auf l UO Mark, indem es lieivorhvb, baß nach den Feststellungen Formalin gejundheitsschidlich ist. es hielt aber dem Angeklagten >u gute, daß er die Sck.idlichkeit nicht gekannt hat. Unterschlagung und Bilanzfälschung. 3m Frühjahr vorigen ^ahr»s erfolge die Verschmelzung der Spar- und Lelhkasse zu L b c r a u nm ber Tarlehnskasse des geiiauttteii Lries Bet dieser Gelegenheit wurden bie GefchiUs biicher einer Revision uuierzogen, wobei es üch heraiisstellte, baß der Rechner der zuerst genannten Kujfc Fr. W. R, ber aud) Gemeinde- und -tirchenrechnec ist, seit lbi3 ,ich Unterschlagungen hat zuschtlben konnnen lassen. Ten bei der Revision sich a- gebeiiden Fehlbetrag von mehr alS 9U0U Mark hat R. gedeckt ES ergal' sich aud), baß :H. btc Bilanzen ^roiieniltcht hat Er eutfdyulbigt sich nut Sd-vetb- beziv. Druckfehlern, doch gab er zu. e4 sei rnoglid», bau er 'ich an dein Gelbe vergriffen habe. Auch ipmdj er von einem ihm abhanden gekommen n, oer -lasse gehiwigr-n Staatspiipier Zm grotzen und ganzen stellte er nm, als sei ihm nich möglich, Auisdüuß über oen Verbleib des Geldes zu geben. Dem Verstand ber Küste konnte der Borwuti nicht erspart werben, daß er sid, zu wenig um bie Aufsicht und bie Revijwn gekümmert habe, l» mußte angenommen werden, daß bie Veruntreuungen vor einer Reihe von Zähren stattgc- lunbcu haben unb daß bteie eine Dohe von über 5U0u Mark erreich haben, wat infolge ber ZinSverniste »m Verlause der ^ahre cm Defizit von über 9UOU Mark ergab. Die Bitanzfatschung hatte den Zweck, zu verhüten, daß oer große F-ehldcrrag entdeckt werbe. Erne völlige Heining ber ^ach ivar Nicht möglich, lüSoejondere fbinb tiicht fest, baß im Lause ber letzten fünf Zähre B.-runtreu- iingen vorgekommen sind. w.Syald lucgen ein getretener Beriah- rung Freispruch eigtng. Dagegen muß.e iv.gen der Bilanz- tälfdiungen, bie luS m die letzten Zähre znruckrcichen, Verur tcilung cm treten, wofür 2 Monate Gesangnis und .>UO Mark Oklbftraic für angcjeigt erachtet wurden. (ßcridH*faaL Frankfurt a. M., 4. Sept. Tie Tapezierer Ludwig unb Ries, die am 7. _iai lvahrend des Tapez, eici - streik« ArvettSwiUige delafttgten, ivuiden heute wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbeordnung vorn Schöffengericht zu je einer Woche Gefängnis v e r u v t e \ 11. - Ter Bttlch- banblcr yemrid) '1*1 Ülker, der stark gewasserte Milch al» 1< o l l- >n11ch verlauit hat. würbe zu kochen ja.igni» verurteilt, kit ist wegen Mtlchsalschung schon desiran. Gn Kampf auf dem Meeresgründe. Zn einer Schilderung ।einer Erfahrungen a;4 Taucher erzählt der war zu eifrig bn ber Arbeit, um baraur zu ackten Zn Sekundenschnelle schwirrten biefc Oköonfcn vorüber Zch wari mich herum unb nun sah ich es pol mir, em Grausen erregendes, ein .Furchtbares. Es vli-mp ir teil eines Bootes Und bann erkannte ich es beutlidjcr; es war wie cm großer Schnabel, gekrümmt wie ber eines gewaltigen Papageis unb Darüber starrten große grunltuatfenbe Äugen. Malt unb grausam waren sie auf mich gerichtet, unb bann sah ich aud, weite ge>t^listige Schatten int Wasser unb erkannte ihren Ursprung, . ausdr-.itetcn, sich wo krümmten unb sich mir cnigegenrccktcn, gleich den ttiomgen Äeftcn Zd, gab baS 'Jtotjignal. Dann aber war ich von Den großen leder- artigcn Armen umttammert. Vor meinen Äugen öffnete sich ber schnabelförmige Schlunb uno legte sich um meinen Jtrupia- helm. Zch spurte, wie meine Rippen sich hoben unb mein xxlm s< r ersten Umarniu 11 ctngeoi zweifelten Ruck bekam ich einen Arm rvi. 9!och hielt ich eine kurze Eisenbarre m ber i?ano; ich fticß, stieß noch einmal. TaS Ungeheuer hielt cme Weile inne uno wu’btr sah ich Oie großen grünen Augen auf mich gerichtet. Ein neuer Stoß von mir, bann packte einer Der großen Fangarmc bie Barre unb entriß sie meiner 4?anb Zch war hililos. Mit meinen gummigepoltunen Fausten schlug ich um mich. Es war, als od ich gegen einen kocryetx-lfterten Leib schlüge, unb ich glaube nicht einmal, daß das Ungeheuer es spürte. Langsam näherte sich mir wiebte dieser gtaßluoc Jtopr. Tas gab mir eine Eyaucc. Zch ballte die Faust uno mit aller Wucht schlug ich aus dos große giimmcnoe Auge und versuchte es ui zerschmettern. Aber aud) hier diese elastische lederartige ■ -i. Der Polyp ,ax?b meinen Arm bei,eite und nneocr preßten sich Die sieden, acht, neun Glieder Ks TiercS um meinen Uvrper, zogen sich zusammen, enger, immer enger, und ich spürte, wie meine ztrast erlahmte. Zn biejcm Augenolick kam mein Gejährte nut Waisen und Messern m die Tiefe unb mir zu vUje. Meine beibeii Arme toutoen Durch ein einziges Der großen Greif- Werkzeuge DeS Polypen seft an Den Körper gepreßt; ich sah noch, wie zwei oer Fangarme an einem < eisig en Riis bes Meeresgrundes fid) anllammfttcu und bann spürte ich heftige Schlage, btc burch meinen ganzen Körper gingen unb bie mich überzeugt haben, baß diese untcrfetiiaKn Polnpeit elektrische Sdzlage auStetlen können. Ter Kampf ivahrte nahezu eine Stunoc. Zd, bekam etwas Freiheit, konnte Waffen drjraien und fo nach uuo nach gelang es und, den grausigen Feino zu bezwingen. Mit Messer UND Speeren enoebnen wir uns Der Fangarmc, bie von allen Seiten burch bas dunkle Wasser sich uns cntgcgemvalztcn unb schließlich ge- lang I ugt .. teln und von km Körper des Polypen loszulösen. Sie hatten eme Lange von ettva fechs Metern; unmittelbar am Rumpfe hatten sie einen Turck>- messer von zivölf Zoll, ber sich nach ben Enoai zu verjüngte. Mit dem Speere butdwobrtcn wir den Rumps, unb nut unsäglicher Mühe wurde er bann an die Ll/erstache geschasst. Roch über sechs Stunden lang zeigte er Leben Spater Haden wir unseren unterseeischen Feino nach London verkau't, too er jetzt tut' British-Museum au»iestellt s pt soll. Verinifd?U». • Von einer schiveren finanziellen Schädigung ist ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Lehrerschaft bedroht, lieber baß Vermögen ber Zentral-Mi- litär-Darlehnßkasse für Lehrer A.-G. zu Berlin, Elifabethklcchfir. 34, ist berttonkurß eröffnet worben. Diese Kaffe würbe un Zähre 1903 mit einem RktientapUal von 200 000 xJ)l(. gegründet. Hierzu kam im Lause der Jahre eine wiillion Mark Spareinlagen, die von etwa 600 Sparern eingelegt worben sind. Der KonkucL ist bablirch veranlaßt, baß Sparer, die nach rechtmäßiger Kündigung ihre Einlagen nicht hatten znrückcehalten können, ben Klageweg beschritten. * Der heilige B u r c a u l r a t i u s ist aud), so narb der „Pfalz. Preße" gefd/rieben, m feiner baycrlsdrcn Spiciart cm ganz origineller Kerl. Lebt Da in Weisen heim a. S. ein alter Krtegcr, der zwei Feldzüge, Ibbti uno 1870/71, brav niit- gcmacht und einen siechen Körper nad) Hause gerettet hat. Ter Brave erhalt hierfür monatlich 33 Mk. zas wurde »hm von Reid-Swegen zuerkannt. Run sollte man un harmlosen Unter- tancngemiit meinen, ber Mann erhalte sein Gelo unverkürzt burch 'Post ober Einnehmerei ausbezahlt. Aber t^er Mensch denkt, St. Burcaulratu.s lenkt. Seit 13<2 muß ber Mann, also 3 6 m a l 12 'Monate, sein Gelb beim thentamte Dürkheim ab holen, ist gcznuugen, icweus einen halben Tag zu Dcr- läumcn. Fahlgelb unb Zebrkoften auszuicg.n unb hat aiso all- monatlich bie genannten Multen gering zu 2 Mk. berechnet, 2 Mk. A u s 1 a g c n. Ter alte Krieger erl-alt also iucyt 33, lonbern nur etwa 31 Mk. Ter Schabe n ist also, außer Zinsen uno Zeit- i crHiunnus, in 36 Za Irren zu 12 Monaten 3bmäl 12nial 2 ist d"4 'Mark. So ivie ihm ergeh, rs aud) einer tzroß. U Anzahl feiner cme Maschine, ein Znstrmnent ohne eigen iß Denken, nur -ge- liohnt, un Trctmuhlenmobus zu arbeiten, nie eingefallen ist, wie töricht er hanbelt, wie er an prakufchern Perfahrcu hinter dein genugftcit Ostsd-öfi-manne rangiert. Vörsen-fWochcubertcht. - Frauifurt a. , 4. September. ■ lieh Dorbcreitine^n V »eiung oer WiHfch.ch Daran« lvetterc i ttcher Ratur beein'lußt. Tie G e l D 11 u i > i g ke i t Dau.-ii an . wie weit sie etwa durch ben Zufluß ausländua-er Mittel unt.-rstutz. Miro, laßt jick) uiw» *<-vau leihtelkn zaß große B»ivoge u>. etet ent.lflmjtn JlnLigc- ■vxXtc in Der letzt.u J:it in auSlandaaxii Bentz übergegangen sind, i.iiifTlietil feinem jweiiel, namentlich baont oentayerungß- unb anbete e esettjchafi u ,a».: . «.n^eltownen darin d. n, ..cd oie jur cme fu . ,i gc m- t.c 4 .'ruicnagc Ber juiju.ig nrciz |i.r jic u.cicl j.lui dj» f.ud Geloer, oie längere dju:u neu, . iß .un Der |i tnuiuj .no-r floriere Än- ;i *c f.c .t, ui.» f..c Oie Ba»cy., uiig von G.ti.wr ta'Ain- ul» |uc u:uc 4iouo4euu>.ijtteu. aua) ven r^jj.f^i Gclv- .-buti OuQ ui»in nigst au» bem Ubai. Bom Eisen- und Lo h l e n m j r kl, die wichtigsten Zwelgck unserer Zubustrie. lauten die Berichte im Augenblick gerade weniger aüiist i Txe Erneuerung d.S Roh.i'en-Lsndikats stoß: aef große Schw erigkciten. dadurch w.rb.di. Sausluft ar.' Dem Enen- nterf: unterbunden und in stvhle muß Oaf SynOikat nie Abscvlüffe nach Dem Ausland konzesswnen mooen. Äud, tm Kalisynbi- fal beginnt <4 mehr unb mehr zu kriseln. Ein: größere Anzahl Werke stell: erdöm^ 'Suotenan'pruch: an M» Svndikot. die nidn befnebigi nct;. l.lv—1^0 viibueieier 1 cu 8—9 Pfg^ itäfe pr. 6t. 6—8 l'l„ liaicmalle 3 St. b—<$ Plz^ Erdfen p. PiO. 18—24 Pig., Linien p. P'd. 25—40 l *g„ *oubet pr. Pr. 0,80—1,00 Pik., Hühner pr. St. 1,00—l,6o Mk^ r?ahne vr. Stück 0,80—1,80 Mk„ «Häufe t r. PW. 00—00, tinten pr. Stuck IX bifc 2,20 Rck., Lchfeu'ieijch vr. Pid. 78—86 Plg^, Hub- unb Rinbslei'ch pr. Pliind 74—76 Pjg^ ä chiveiziEsleilch tiveinrtleifa), gesalzen, pr. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfb. 70—80 Idg., panunelfieifch pr. t’ö. 70—84 Psg. Kailoi'elii pr. 100Kg. 7.00—8.00 R,k., Zwiebeln vr. Ztr. 8,00—10,00 lUlL, i’lild, pev Uitec 20 Pjg., Weißkraut per Stück 0—00 Pig., per Zentner 'Mk. o.oo—0.00. — Aepiel oer Ztr. 00—Oo Pik., Birnen per Ztr. Oo—00 Pik. Russe 100 otüd öo—uo Psg., per Zir. 0—00 Pik. Kirschen per PW. O,oO—0,00 Pik. Platttzeu von 7—1 Uhr. CingclanOt. (oür Form und Inh ilt ... übernimmt bie Reaktion bc.n Luulu'um gegenüber keinerlei Bcranuvonung.) ® r ü n b c r g. Ein großer Mora ft ist schon da« gongt Zahr hindurch bei Den Rendanten der Bahnbcaiulrii-Wohnung« m der londoner Sttaße, die nach dem Weg Piarduigerhol und Langenhecke adzivcigt. Man hätte Den Abflußgraben nicht zu- werfen ,ollen, os liegt sogar noch Erde an' ocin Weg, tue na Sommer von der Bahn nu.gelaßen i|i. E» wäre Pflicht Der Horden, für Befettigimg dieses PiißftanocS zu folgen. Picyrcre Bürger. ' " -- LL» tiJirni)ii>ii)ßi,ü)v ^>u*oDcid)iiiiigcii ber Station blicßcn. Sept. 1908 iparometer aui 0‘ rednzieri 1 entperaiiu Der Lust = 2- Q — 51 Z = 1 .. mbflärfr Wetter 4. ' 2’* 741,4 17L 12,2 84 W 4 Bew. Vimmd 4. 9U 74.-,l 14,0 11.5 07 \\i\v Bcd. Viinmrl 5. 7- :49'4 10,0 7,7 84 >w 2 Bew. pnnind Hon ite Icmueratu c am 4.S i'tbr. — 4- Riedrigste • • 4. • 9 6 ’ c. Teletomsciie äCursuericute des tileKicuei Anieiger», mitgeteilt ruu der Bauk (Ur llaedtl und Industrie, OitMrs. Frankfurter Kiirsi 3;,®,, Beichsanleiue . . 0-b do. . . 84.«3 JH*/t Konsuls .... 92.0u öH do.....84.00 a>te/e Hessen.....91.iU 3j»'/, Ulierbesseu . . . 90 o i • Uesterr Guldrcute. 99.10 4'/,", Uesun. Mlucrreulo — 4:e V ugar Uoldrcute . . 62.50 4% Italien, ttento ...-- Portugieaeu dene I 61.00 3S l’urtugicseu , 111 62.40 4he,e ruso.btaatsaul. iUUu tu 95 4 , nz.au MaalaaideiLe 92.lb 4?» Conv. Türken von 100.» 04.00 Tilrkeuluse...... 146 90 1)4 Uncch. Mouupol-AuL . 51.70 4X ausaerc Argtuünier . 85.80 o°/e AlexiKauer . . . 65.00 4 >»*’/• cuiueeeu .... 98.25 Aktien: Bochum Guss..... 226 80 Buder ne KW. . . . 114.50 1 endeuz ziemlich fest. lirrliuer nur««*, 6. Cruada L. B. . ... 171 50 l'aiiustadter Bank . . . 127.3b Deuucne Ban» .... 2d7.7u Durtmnnuer-Lmon C. . . — Dresdner Bank . . . 144.60 Tendenz: fest. >, 6. September, 1.15 Uhr. LlekUiz. Lalnueycr . . 120 71 Elektnz. dcbuckcrt . . . 1U8.W Escbwciier Bergwerk . -’ud t’i Uc.ecukircUcu Bergwerk . Laniunrr• Amcnk i'aketL li&M liarpeucr Bergwerk. 2v»jS l.aurauütto . 213j< -Xurdd. Uojd . . UoJi Ubtiscbles. b-iseu-IudusUie 102'4 Berliner Uaudelagea. . . 161.71 Dar ms (Adler Bank . . . 127.(4 Deutsche Bank .... 237 4. Deutsch-Asiat Bank . 1&2« Diskvnlo-KummaudiU . 177Jl Dresdner Baux .... 144.51 KreuitokUcu . . 2U1A Baltimore- nun Uldo- Liseulaun..... W.M uolthaxdbahn.....— Lombard. Eisen bahn . . -- **' Ueatorr. Staats bann . . . 14" -*■ i'nnee-lleun-LisenbaliB L'D September. Aufan^akurse. liarpenec Bergwerk. . . 207J« l.aurahütle . . . . . umbarden E. B. ... — Aordd. l^ojrd..... i uraculoac......U«.iX ^Cafcßcn auobäi Wenn Sic Zßr Kind liC'uno. Laiiucr und geistig friid 'ub cntwidcjj leben wourit 'v geben Sie totn * r. * Oacuiator.cn. La'en xif >.a, jcpmu iciäc sei w* leu Rachahniuti»»en auitu>ca: T odes-Anzeige Röm. 8,18. Jes. 66,13. Der Herr über Leben und Tod hat heute meine geliebte Schwester Fräulein Adeline Schack in einem Giessen, den 4. September 1908. Die ev. Pfarrer Dr. Otto Schönewolf Trauben Darmstadt, den 4. September 1908. telltans l Mer a’Z# Marktstraßc 27 Gebrüder Berdux Bahnhofetr. 27 Fernsprecher 231 G. m. b. H. fite Im Namen aller Hinterbliebenen : Fr. Pfr. L. Schönewoif Alter von 65 Jahren aus dieser Zeitlichkeit heimgerulen Statt besonderer Anzeige aus seiner segensreichen Arbeit in seiner Gemeinde Eski-Schehio in Klein-Asien abzurufen in sein Reich. . Freunden gefallen hat am und Neffen, den Otto Schack Superintendent aus Wien: zugleich im Namen seiner Gattin und Kinder. Statt jeder besonderen Anzeige. und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, dass es Gott 2. d. Mts. meinen unvergesslichen Sohn, unseren . lieben Enkel, Bruder Heute und Montag früh erhalten wir je eine grobe Sendung Feinster frans. Tafel-Trauben weiss nnd blan wir offerieren Steigen ä ca. 20 Pfund per Pfund 21 Pfg. 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September L I. mittags 1 Uhr sollen auf dem Hessenbrückerhammer bei Wctterfeld das von der Gemeinde Wetterfeld erworbene Blocksägegcbäude massiv aus Bruchsteinen 1-stöckig I. 15,70 Mir. lang 7,60 Mtr. breit II. 14,60 Mtr. lang, 9 Mtr. breit, ferner Anbau Neubau massiv'2-stöckig 9 Mtr. lang, 6 Mtr. breit auf den Abbruch nach den daselbst bekannt gegebenen Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. 5232 Wetterfeld, den 4. September 1908. Gr. Bürgermeisterei Wetterfeld Krauß. Frische Preisselbeeren treffen Montag ein. Einmach - Zucker 10 Pfund Mk. 2.20. Direkt von der Fabrik an Konsumenten ohne Zwischenhandel, daher billiger und frischer: Süssrahm - Margarine Marke „Luisa“ von gleichem Geschmack und Nährwert wie feine frische Molkereibutter, unter gesetzlicher, staatlicher Aufsicht hergestellt, , _ _ __ lb /o per Pfund 60 Pfg* in PostkoUi ä 9 Stücke ä IPfund franko jeden Postort Deutschlands- Nach Wahl des Bestellers Nachnahme oder Zahlung am Schlüsse jeden Monats. 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