SS- zwar 3 Ausiak^ ■SäifsS _vcibfiertcoj >t- FahrbuG -—^eliersweük 0646- Osram» tiemdclw sofort söttet iß* iiir WcMttiimpii Nraukhciitil. Lhitfs jungen ÄHeinrich Zgbkl < Gr. ieB, Anz, erbeten. _ iständige, in aller Haut^ rsahrenc Mädchen iui*- nqals HauSniadchcntt- llein ftir sKrt durch M tt Herr, LonnevittOHt: AFräüMHe^E Md.Hausb.b.allemil-E M-MLLK yici» , 11 iBK ^Äiiche^AÜD^ ncn, ^MftcckcE Fr. #« >M ISggÄ inen j । »ttSE velieab/lm«v ® Nr. 183 Zweites Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 5. August 1908 Erscheint tügllch mit Ausnahme des Sonntag». Die H6k(jenet ZamtlienblStter- werden dem e%lnjetgci* Biennal wöchentlich beigelegt, das „Krelsblati für 6en Kreis ©leben" zweimal wöchentlich. Tie „candwirtschaftlichen Sell- fragen" erscheinen monatlich jrocitnaU Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen RotattonSdruck anb Verlag der Lr ühlfche» UniversitötL - Buch- und Ktetndruckerei. ÖL Laag«, Dieben. Redaktion, Expeditton anb Druckerei: Schul- strafte 7. Expedition und Verlag: fcjS5L Redaktion: 11*. TeL-Tldru AnzeigerDieften. Zur Strasprozehreform Wird uns von parlamentarischer Seite geschrieben: Die Grundzüge einer neuen Strasprozeftordnung und im Zusammenhänge damit einer Aendcrung des Gerichtsvcrsafsungs-- aescyes sind levthin bekannt gegeben worden. Dre vollständigen Entwürfe sollen nächstens veröffentlicht werden, und es steht zu erwarten, daß sie kommenden Winter an den Reichstag gelangen. Die jetzt geltende Strasprozeftordnung vom 1. Februar 1877 ist das unvollkommenste der großen RcickfSjustizgesetzc, unvollkommen namentlich deswegen, weil bei ihm polnische Gesichtspunkte die sorgsältige juristisch-technische Arbeit beeinflußt haben. Aus Laien- und aus Juristen-dlreisen wurden schon bald nach dem Erlast des Gesetzes lebhafte Abänderungswünsche laut. Diese Wünsche betrafen vor allem zweierlei: die Teilnahme von Laien an der Rechtsprechung der Straskammcrn und die Ein- sührung der Berufung gegen die Urteile der Strafkammern. Beiden Wünschen werden die neuen Gesetze entgegenkommen. Die Berufungsgerichte werden allerdings nur aus rechtsgelehrten Richtern bestehen. Es ist zu hofsen, das; diese letzte Bestimmung nicht zu unüberwindlichen Schwierigkeiten mnerhalb des Parlaments führen möge. Was im übrigen über das kommend« Recht bekannt geworden ist, wird weitgehender Zustimmung gereift sein: Die Schwurgerichte werden bcibehaltcn. Tas Strafbefehlsverfahren wirb ausgedehnt, ein beschleunigter Prozcft in grösserem Umfange zugc- lasseu werden. Das ist erfreulich. Der Strafbefehl ist geeignet, das Verfahren schnell zum Abschluß zu bringen, dem Angeklagten die Peinlichkeit der öffentlichen Hauptverhandlmcg und erhebliche Mafien zu ersparen, die Gerichte wesentlich zu entlasten. Weiter wird in Erfüllung liberaler Forderungen die Untersuchungshaft eingeschränkt, der Zeugniszwang gegenüber der Presse in der Hauptsache beseitigt, die Verteidigung im Vorverfahren verstärkt, den Schöffen und Geschworenen eine Entschädigung gewährt werden. Zu billigen ist die geplante Einschränkung des sog. Lcgalitäts- prinzips, d. h. der Verpflichtung der Staatsanwaltsä-aft, jede zu ihrer Kenntnis gelangte Straftat zu verfolgen. Mit besonderer Genugtuung wird man den Versuch begrüßen, der Eigenart der von yugcnblidxn begangenen Delikte gerecht §u werden, diese Delikte sämtlich den Amts- bezw. Schöfscngerrchten zuzuweisen und besonders geeignete Richter für sre zu bestellen. Roch in der vergangenen Reichstagssefsion ist namentlich die national- liberale Partei durch den Abgeordneten Bassermann dafür cin- getreten, daft dem Jugendstrafrechte erhöhte Aufmerksamkeit zuteil verde. Ohne den kommenden eingehenden Beratungen vorgreifen zu wollen, mögen schon jetzt einige kritische Bemerkungen zu der geplanten Reform am Platze sein: Die Organisation der Strafgerichte wird sehr kompliziert werden: der Amtsrichter ohne Zuziehung von Schöffen für Ueber- tretungen; der Amtsrichter mit 2 Schöffen für kleinere Vergehen: die Strafkammer, bestehend aus 2 Richtern und 3 Schöffen für schwerere Vergehen: die Schwurgerichte für Verbrechen; das Reichsgericht in der Zusammensetzung von 2 Senaten für Hoch- und Landesverrat; das Landgericht in der Besetzung von 3 Richtern al» Berufungsgericht gegen die Urteile des Amtsrichters und der kleinen Schöffengerichte; ein Strafsenat von 5 Richtern als Berufungsgericht gegen die Urteile der Strafkammern (größeren Schöffengerichte-; ein Senat des Oberlandesgerichts bestehend aus 5 Räten als Revisionsgericht gegen die Berufungsurteile der Drei- Richter Kammern; ein Senat des Reichsgerichts als Revisionsgericht gegen die Berufungsurteile der Fünf-Richter-Kammern und der Schwurgerichte. Das macht nicht weniger als 9 ver- 'chiedene Strafgerichte. Tie Organisation der über die schwereren Vergehen urteilen- oen Gerichte, des eigentlichen Zentrums der Strafrechtspflege, befriedigt nicht recht, reobei die große Schwierigkeit der Sache nicht verkannt werden soll. Sind die beiden gelehrten Richter der ersten Instanz über eine Rechtsfrage verschiedener Meinung, so kann diese Rechtsfrage durch die 3 Schöffen kaum befriedigend gelöst werden. Die Unzuträglichkeiten, die die geplante Besetzung der Gerichte mit 2 gelehrten Richtern für den inneren Dienst der Gerichte mit sich bringt, leuchten zudem ckhne weiteres ein. Richt recht verständlich ist eS, warum der Berufungssenat je nach örtlichen Verhältnissen an ein Land- oder Obcrlandesgericht aiigc- schlossen werden soll. Der Senat ist nicht als Senat des Oberlandesgerichts gedacht, sondern soll jedenfalls aus Land- gcrichtsräten bestehen. Es ist also wünschenswert, daß das auch äußerlich dadurch zum Ausdrucke kommt, daft er ausnahmslos an die Landgerichte angeschlossen wird. Tie Vorschläge der Regierung unterlassen es mit Reckst, die Oberlandesgerichte al» solche zu Berufungsgerichten zu machen. Die Ausdehnung der Oberlandesgerichtsbezirke steht dem entgegen Ernster Erwägung wird es bedürfen, wie die geplanten Aende- rungen ohne allzu große Vermehrung des Ricksterpersonals durchzuführen sind. Tas Anwachsen der Zahl unserer deutsckstn Beamten wird immer bedrohlicher, und das Ansehen der Gerichte wird durch immerwährende Vermehrung der Richterzahl nicht erhöht. Tie sog. Voruntersuchung soll beibehalten werden. Das Verfahren würde ganz wesentlich gewinnen, wenn sie beseitigt werben könnte. Das wird aber aus politischen Gründen schwer möglich sein, und deshalb wird man sich besckzeiden müssen. Tie vorliegenden Notizen lassen nicht erkennen, ob ein Krebsschaden unseres Strafprozeßrechts beseitigt wird. Ter übertriebene Formalismus der Strasprozeftordnung kennt im Vergleiche zu alleren Gesetzen wenig Formalien, hält aber an diesen wenigen um so fester. Wenn Urteile, die gefällt sind, nach tagelangen, vortrefftich geführten Verhandlungen nur deswegen kassiert werden, weil einer von zahllosen Zeugen bei einer späteren Befragung nicht aus einen kurz vorher geleisteten Eid verwiesen worden ist, so ist das in hohem Maße unbefriedigend. Will der Vorsitzende endlose Weiterungen und die Wiederholung der schwierigsten Prozesse vermeiden, so muß er so peinlich auf die Formaten achten, daß seine Aufmerksamkeit notgedrungen von der eigentlichen Sache abgelenkt wird. Die Richter aber der Sache zu erhalten, muß die vornehmste Ausgabe unseres künftigen Strasprozeß- rechts sein.___________ poiitlfdbc Lagesschau. Eine Erklärung für Tr. Schücking. In der Angelegenheit des Bürgermeisters Dr. Schücking veröffentlichen die freisinnigen Parteileitungen in Schleswig-Holstein folgende Erklärung: Tr. Schücking in Husum war bei den vergangenen Sanbtag§- ivahlen Kandidat der Freisinnigen Volkspartei und ist als über- zengtcr Anhänger liberaler Grundsätze nnS bekannt. Diejenigen literarlschen Veröffentlichungen, welche dem Regierungspräsidenten in Schleswig den Anlaft zu dein Versuche boten, ihn trotz feiner verdienstvollen foimnimalen Tätigkeit seines Amtes zu entsetzen, enthalten im ivesentlichen nichts anderes als ein Bekenntnis zu liberalen Anschauungen über das Wesen der Staatsverwaltiing im allgemeinen und eine aut solcher Auffassung beruhende Darlegung von Mängeln im gegenwärtigen prenftischen Verwaltungsjistlem. Unter dieien Umständen bekundet sich in der Verfolgimg des Herrn Dr. Schücking die Auffassung, daß in dem führenden Bundesstaate Preuften es selbst einem Gemeindebcamlen nicht mehr gestattet ist, sich in seiner außeranitlichen literarischen Tätigkeit zu freifinnigen Grundsätzen zu bekennen. Ter Herrn Dr. Schücking ausgedrungene Kamin ist aber nicht nur eine politische Angelegenheit seiner Partei. Auf dem Spiel steht m diesem Kampfe das versassungsmäßige Recht der freien Meinungsäußerung, soivie ferner Die politische Unabhängigkeit und freie Persönlichkeit der (Semembebeamten. Die (Scmcmbebcamtcn dürfen nicht nach Art der stets absetzbaren Regierungsbeamten zu willenlosen Werkzeugen der jeweiligen Regier- nngspolitik herabgedrückt werben. TieS zu verhindern ist nicht Sache einer Partei, sondern Pflicht eines jeden Bürgers, dem die freie Persönlichkeit als höchstes Menschengut gilt. Wir erwarten daher, das; die preußische Staatsregierung sich der unhaltbaren Auffassung deS Regieruiigspräsidenien in Schleswig nicht anschließen wirb. Sie würde sonst'die Fortsetzung der gegenwärtigen Reichs- Politik aufs äußerste gefährden. Die Erklärung ist u. a. unterzeichnet von den Ncichstags- abgeocdneten Carstens, Dr. Heckschcr, Dr. Leonhart, Speth- mann, Dr. Struve und den Landtagsabgeordneten Hoff und Waldsteiu. Herrn Schücking wird, wie die „Voss. Ztg." schreibt, aus Grund des § 157 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung dec Prozcft gcniacht. Dieser Paragraph lautet in seinem zweiten Absätze: „TaS Disziplinarverfahren kann mit Rücksicht auf den Ausfall der Voruntersuchung durch Beschluß der in erster Instanz zuständigen Behörde eingestellt werben/ Hieraus folgert das Ministerium, daß nur der Bezirksausschuß über die Einstellung des Disziplinarverfahrens Beschluß fassen kann. Französisch oder Englisch in der Reifeprüfung am Gymnasium. Ter preußische Kultusminister hat verfügt, daß die Obec- prituaner der preußischen Gi)mnasien von jetzt an das Recht haben, anstatt im Französischen, sich in dec englischen Sprache einer mündlichen Prüfung zu unterziehen. Diese Freiheit dec Wahl erstreckt sich nicht etwa nur auf diejenigen Anstalten, an denen in den Obcrklaffen das Englische anstelle des Französischen als verbindliches Fach gelehrt wird (z. B. am Friedrich-Wilhelm-Gymnasiuni in Köln), sondern auch auf diejenigen Gymnasien, au denen nach wie vor dec englische Uiiterricht von Obersekunda ab wahlfrei bleibt. Jedenfalls wird von der Neueinrichtiing bald Gebrauch gemacht werben, namentlich von denjenigen Abiturienten, die ihres späteren Berufes ivegen (z. B. Marineofftzicr-Aspiranten) sich besondere Kenntnisse im Englischen zu erwerben haben und denen eine amtliche Bescheinigung dieser Kenntnisse vorteilhaft erscheint. 21 ns Stadt und Land. Gießen, 5. Angtist 1908. ** Vom Großherzog empfangen würben Post- direktor Schott von Alsfeld, Ltenerkvminissär Reimherr von Lauterbach, Professor Walde, Rektor der Technischen Hochschule; zum Vortrag den Finanzminister Tr. Ohiantl), den Vorstand des Mbinetts G.'heimerat Römheld. ** Uebcrtragcn wurde am 31. Juli d. I. der Schul- amtSaspirantin Elisabeth Fritz aus Mainz eine Lehrerin- stelle an der Gemeindeschule zu Seligenstadt, St. Offenbach. ** Ernennungen. Der Großherzog hat am 1. August d. I. den Lber-Rechnungsrevisor bet der 2. Iustift- katurabteilung der Ober-Rechnungskammer, Heinrich Pepp- ler zu Darmstadt zum Direktions-Assistenten bei der Hessischen Landes-Hypothekenbank mit Wirkung vorn 1. Auaust 1908 ab ernannt. Am 1. August d. I. wurde der Gerichtsassessor Franz Blechner aus Bensheim zum Regierungsassessor ernannt. ** Die neue Rangliste des XVIII. Armeekorps mit dem Stand vom 1. Mai d. I. ist soeben erschienen. Vom Königlichen General-Kvmmando des XVIII. Armeekorps ausgearbeitet, enthält die Rangliste sämtliche Offiziere, einschließlich Reserve und Landwehr, sowie Beamte, Behörden und Geschäftsräume im Bereiche des XVIII. Armeekorps und den Großherzoglich Hessischen Hof, sowie die Landgräfliche Linie von Hessen. ** Zur Landtags Wahl in Schotten-Laubach ist uns aus Schotten eine anonyme Zuschrift ^gegangen, die uns die Stimmung in diesem Wahlkreise richtig darzustellen scheint. Ta wir aber anonymen Zuschriften prinzipiell keinen Raum in unserem Blatte gewähren, so müssen wir es uns leider versagen, auf dieses Schreiben näher einzugehen. ’* Gießener 93 o l f S b a b. Im Juli würben 13 317 Bäder verabreicht gegen 13 798 im Juni 1908 und 13 396 im Juli 1907 ober im Turchschuitt pro Tag 430 Bäder gegen 460 im Juni 1908 und 432 im Juli 1907. Der Besuch hat sich im einzelnen wie folgt verteilt: Schwimmbad: 5570 Manner, darunter 715 zu 10 Psg,, , 2024 Frauen, , 367 , 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 324 Männer, 195 Frauen, , 2. , 942 , 663 Brausebäder 1. Klasse 1160 Männer, 244 Frauen, „ 2. . 1697 , „ 369 , Dampf- u. Hcißluftbäder, soivie Massage zus. 101 Männer, 28 Frauen. Tie Personemvage würbe von 300 Personen benutzt uub das Bad von JO Personen besichtigt. •• Jcrienzug. Am Freitag den 7. August d. Js. verkehrt — gleichwie im Vorjahre, ein Feriensonderzug ab Metz über Trier — Eoblenz — Riederlahnstein — Wetzlar— Gießen—Kaffel—Rocdhansen—Magdeburg nach Berlin. Abfahrt Eoblenz Hbf. 558 nachm. „ Ems , , Limburg 719 r Ankunft Gießen 835 r Abfahrt Gießen 903 „ von öer Saalburg. 4= Tie diesjährige Saalburgfahrt der Bereinigung der Saalburgfreunde begann am vorigen Donnerstag mit einer Besichtigung des Limes-Kastells und feiner Umgebung. Landbauinstxktor fr- Jacobi, der Sohn des Erbauers der Saalburg, 'ährte zu den augenblicklichen Ausgrabungen, die den Gräben des ältesten Mnstells nach gehen. Der Schluß der Besichtigung galt den Geschützen, die Oberst Sck;ramni in Metz auf Grund literarischer Quellen und in Anlehnung an die Reliefs her Trojanssäulc rekonstruiert hatte und die alle ihre Verwendbarkeit bewiesen haben. Im Limes- Museum, welches das Mommsen-Relief von Götz schmückt, sind in Vorbereitung die AussteNu'.gen der Funde von den anberm Castellen, frier finden auch die Schenkungen des Herrn Riessen (antite Gläser aus Köln > und Freiherrn Hehl v. Herrnsheim Ausstellung. Eine neue Ucberrecijung durch den Kaiser ging dem Limes-Museum, das nach Mommsens im preußischen Kultusministerium befindlichem Vermächtnis ein Gesamtbild römischer Kul- tur an der deutschen Grenze geben soll, in jüngster Zeit 5": von Herrn Fiersheim in Frankfurt a. M- gestiftete vorrömische Altertümer, die ebenfalls in den ehemaligen Schreibstuben des Pastells gezeigt werden sollen. In allen diesen Räumen wird die römifche frygokaust-freizung venvandt und bewährt sich bei geringen Multen ausgezeichnet. Eine besondere Zierde wirb das .yeiligtuni dec Saalburg erhalten: es ist nach laugen Anstrengungen gelungen, in Italien eine antike Statue des Mars zu erwerben, die in Der Renaissance mit einem Medweeckops versehen worben ift. -tiefer Kvps wird in Italien bleiben und die Figur mit einem uacl-gebil- deten Haupt als Kultbild des Saalbiirgheiligtums ihren Platz finden. Ter zweite Tag war einer Wanderung am Limes entlang über Zwischenkastell Lochm ü h l e zur K a p e r s b u r g gewidmet, reo Direktor C. Blümlein von der Homburger Augustc-Vistoria- sckxule und Tr. Helmke aus Friedberg die Ergebnifse der augenblicklich) im Auftrag der Hess. Regierung unternommenen Ausgrabungen zeigten. Tas Mafien, für das cin römycher Jcamc noch nicht gefunden worden ist, war sehr vernachläffigt^worden. Ta der Boden noch nicht so durchwühlt ist wie der der ^aalbnrg und in gaitzen Teilen noch) fein Spaten angesetzt ift, so finh trwpl noch) reichliche Funde zu erwarten, während bisher nur.Gesatze und Bronzegegenstände ans Licht kamen. Augenblicklich ift, nachdem auf eine publizistische Anregung Blümleins hin die hessische Regierung die Grabungen in die Hand genommen, die Aushebung des Schuttes im Werke, der den alten Graben deckt. An einer jetzt freigelegten stelle haben sich die römisck)en Arbeiter verhauen. indem sie von zwei Seiten vordrangen, und cs blieb bei der Biegung des Grabens eine Art Zunge ft.-hen. Hier wurde den Teilnehmern vorgeführt, wie der Arbeiter bei der Aushebung des Schuttes, den „gewachsenen" rötlichgelben fchlveselfaroigen Grund des Grabens erkennt. Von weiteren Funden der letzten Zeit seien auadratische Platten an den Toren, ohne Inschrift, genannt, die mit besonderen Zangen auf die Mauer heraufgehoben wurden, wie hinten das cingeftauenc „Wolssloch" beweist, und eine goldene Radel im Bade. Dieses, in seinem früheren Zustande eines der bester- l>altenen in Deutschland, hatte Bodenheizung, deren über 75 Säulchen aus Ton oder Basalt als Träger des oberen Estrichs jetzt meist enttvendet worden sind. Tie Anlage hat sehr gelitten, da die römischen Abzugsgräben der Quelle, die zur Speisung des Bades gedient haben, im fcaufc der Jahrhunderte zugeschüttet waren und die Mauern andauernd unter Wasser standen. Tic neuen Arbeiten begannen mit der Rutzbarmachung der alten Gräben, die moderne unterirdische Abflußrohre erhielten, und seitdem steht die Padanlage wieder trocken und sicher. Run aber, wohin mit dem Wasser? Ta kamen nennen wir sie einmal, die „Buxtehuder", die in der Röhe ihr Wasser herunterleiten —, sie fragten, ob sie die 'Jlcbren nicht an die ihrigen anschließen könnten, und so geschah es. Aber sie batten nicht mit dem neuen Kreisarzt gerechnet, der Leim Amtsantritt seinen Rayon inspizierte: er erklärte die Quelle, die nicht unter 3 Meter ans der Erde kam, als ui'.benutzbar für Trinkwasser. Tie Buxtehuder mußten die Röhren trennen, und die Quelle von der Kapersburg mußte sich im Wolde verlaufen. Hub der Winter kam und deckte den Wald- boden zu, und der Kreisarzt saft wieder in seiner Hauptstadt. Ta entdeckte ein Wanderer, »wie unsere Buxtehuder aus dem Walde ein Rohr zu ihrer Leitung von neuem ber ab führten, und so haben sie ihr Wasser und der Kreisarzt seinen Willen. Diese Mär des 20. Jahrhunderts aus dem Lande .Hessen, in dem ja auch den Brüdern Grimm Hie schönsten ^Geschichten erzählt wurden, ist in der Tat ganz köstlich Tie nächsten Ausgrabungen aus der Kapersburg sollen nun der Rvrdoststrecke des Mastells gelten, wo eine Art Arrestlokal liegt; hoffentlich) haben sie ein wertvolleres Ergebnis als die riesigen Haufen von schweinsknochcn, die jüngst gesunden wurden. — ,H a i n b l ä 11 c r“ nennt sich ein neues litlerarifches Unternehmen, das, ui großem Foliosormat, seine erste antographierte Nummer uns dieser Tage auf den Redaktionstisch legte. Em Herr Alfred Horleöeck ans Recklinghausen hat das „Vorwort" geschrieben. Er spricht darin viel von dem „Schmutze' in der modernen Litteratur und will anbahnen eine »edele Literatur! Edele Sprache'. Edlen Stoss! füllt einem Wort gesagt: Tichtung! Reine Phantasterei, Phraserei und Uebcrnatürlicbfcit! Meine Künstelei, Sinnlichkeit und falfcfte Leidenschaft! Natürliches Emp- finden und Hineinleben in die Seele eines anderen, cbelen Menschen, ursprüngliche, wahre, angeborene dichterische Kraft verlange ich von einem Tichter, sonst ift er eben ein Stümper. Entweder etwas vorstellen und sein mit dem ganzen Menschen oder gar nicht. Einen Alittelweg gibts nicht!" Hm! Bestimmt nicht? Ist denn z. B. das .historische Schauspiel in 4 Akten von Alfred Horlcbeck", das den Tilel führt „9lnbrea§ Hoier und die Helden Tirols" unS dessen erster Alt den letzten Teil des ersten Heftes der „Hainblätter^ einnimmt, wirklich von ^ursprünglicher, wahrer, angeborener dichterischer Kraft" in all feiner kühnen Anlehnung an Schillers .Wilhelm Teil" ? Und ist es wirNich bis auf die „Hainblätter" gar so schlimm bestellt mit nuferer gegenwärtigen deutschen Litteratur, gibt es in ihr tatsächlich so viel „Schund, Schmutz unb niedrige Gesinnung, daß dem Tieferschauenden manchmal angft und bange wirb um das (einige, charakterfeste tugendhafte deutsche Volk, zumal wenn man sieht, daß die Jugend, bie bie Stütze des Staates bilden soll, mit immer größerer Gier jegliche Schmntzlitteratnr in sich aufnimmt" ? . . . .Tie deutsche Litteratnr ist tief gesunken, beinahe bis zn dem Punkte, aus dem sie das koinmeuoe, so sehnlich erwartete Genie finden muß, nämlich dem Nullpunkt, dem Stande tiest'ter Erniedrigung." Ei et! Jst's inog- lid)! Uns, bie wir das deutsche Schrifttum der letzten drei bis vier Jahrzehnte einigermaßen ztt kennen glauben, wckls durchaus nicht gar so schlimm scheinen; ganz im Gegenteil, uns scheints, als ob wir endlich nahe am lange ersehnten Aufstiege zu neuen stolzen Höhen wären. Doch die Herren Horlebeck und Stephan Kann, der Herausgeber und Lyriker des Blattes, ein junger Gießener, mögen trotzdem recht viele Gleichstrebende finden unter unserer aufwärts wollenden Jugend. Sie brauchen gar nicht, wie sie hoffen, das .neue Gerne" ztt finden, dem sie den Weg bahnen wollen. Schon, tute es zum Schlüsse des „Vorworts" sehr richtig heißt, „der (Bebaute, etwas Großes und Ebeles gewollt zu haben, weckt innere Befriedigung", .lieber das Alltagsleben hinwegzu- fetzeu, Ideale zu wecken, das Gute zu pflegen" ist verdienstvoll, der Jünglinge heißer Eifer löblich. Nur zu! Doch nicht gar fo überzeugt sein vom eigenen Werte, und Achtung entgegen bringen dem Vorhandenen ! Unsere Zeit ist wahrlich nicht so verächtlich! Und eine Lust zu leben und zu schaffen, auch litterarifd), tvac's für den Idealisten doch eigenll tch auch schott vor dem Auftreten d. „Hamblätter". — 511 c i n c iltin st ch r o n i f. Henri 9)1 a r t e a u wurde bei 'der Uebernahme feines Lehramtes an der König!. Hochschule für Musik iu Berlin der Titel Professor verliehen. . Ankunft m.Berlin Potsdamer Bahnhof 7M vormMao« tim-8. August — zu welchem u. a. auch aus den Stationen EmS, Lim. bürg und Gießen ermäßigte Rückfahrhefte nach Berlin mit einer Geltungsdauer von zwei Monaten auSgegeben werden. Die Fahrpreise betragen: ab EmS 43,2 Mk. 2. Klasse und 27,6 Mk. in 3. Klasse , Limburg 39,9 , 2. , , 26,0 , , 3. „ , Gießen 35,6 , 2. 23,1 „ , 3. , Die Rückreise ist mit ollen fahrplanmäßigen Zügen — ftnit Schnell- und I^-Zügen gegen Zahlung der tarifmäßigen ^Gebühr — gestattet. Auch ift Fahrtimterbrechung auf der Rückreise innerhalb der Geltungsdauer beliebig oft und beliebig lange zulässig. )( Reiskirchen, 1 Aug. Gründung eines -Turnvereins. Nachdem s.i'on verschiedene Male erfolg los angesetzt tvordcn war. auch hier einen Turnverein ins Leben zu rufen, ist die Gründung eines solchen durch eine Anzahl junger Männer nunmehr Tatsache geworden. Tie bei der ersten Sitzung im Gasthaus „Zum Hirsch" aufgelegte Mitgliederliste ergab bereits einige 20 Unterschriften: man darf aber bei den Sympathieen, die man der Turnsache hier entgegenbringt, weitere rege Beteiligung erwarten. Ein auf vorläufig gewählter Vorstand wird, sobald die vorberei- lenden Schritte getan sind, eine Generalversammlung ein- berufen zwecks Besprechung der Soßungen und endgültiger Borstandswahl. Tem jungen Verein: Gut Heil! (X.) Heldenbergen, 4. Aug An der Straße von ^stheim nach Eichen im Landkreise Hanau läßt die Reichs- slimeskommission gegenwärtig Ausgrabungen nach Ueberresten römischer Ansiedelungen vorneh men. Obwohl die bisherigen Arbeiten nur als Vorarbeiten Au betrachten sind, kann man doch schon mit den erzielten Resultaten recht zufrieden sein Mehrere Umsassungs. mauern sind bereits frc,gelegt, darunter zum Teil im Qua brat vollständig erhaltene Ownndmauern von Gebäuden Die Mauern sind 50—100 Zentimeter dick und meist noch vorzüglich erhalten. Auch zwei Türnte wurden freigelegt, der eine in runder, der andere in cckigcr Form Der römische -Ursprung des untere« Mauerwerks läßt sich schon dadurch ffeststcllcn, daß man bei den Grabungen Teile römischer .Urnen, sowie die für die römische Bauart typischen Falz ffteine vorfand. Ausgegraben wurde ferner ein Altar nut Figur, verschiedene Rtünzen, .Halsschmuckslücke u. a. m., die iweitercn Arbeiten werden zweifellos noch wichtige Ergeb nisse liefern. Weiter ist eine Steinschicht in breiter Fläche freigelegt, wobei man es zweifelsohne mit der alten Heer straße nach Eichen zu tun hat, da sie entlang der aus gegrabenen Mauenoerke läuft. R. D. Darmstadt, 1. Aug. Die überseeische sA u s lv a n d e r n n g a u s d e m Großherzogt u in H e s s c n ist in einem fortgesetzten, erfreulichen Rückgang gegriffen. Während in bat Jahren 1871 75 jährlich durch ischnittlich 2100 Personen beiderlei (Geschlechts der alten Hei mat den Rücken kehrten, um ihr Glück zu allermeist in den Bereinigten Staaten von Nord-Amerika zu suchen, fiel die Zahl der hessischen Auswanderer in den Jahren 1876 80 auf 1124 "Personen jährlich. Von 1881 85 stjeg dieselbe bann auf die hohe Zahl von 3371 Personen, ging dann 1886—90 «wieder auf 2082 und 1891 -95 auf 1268 Personen zurück H8on da au beginnt dann auch auf diesem Ofcbict eine dauernde Wendung zum Bessern ; die Zahl der Auswanderer ging in den Jahren 1896 !90o auf 378 im JahreSdnrch schnitt zurück und blieb auch bis zum heutigen Tag auf diesem niedrigen Satz stehen. In den Jahren 1901—05 be trug die Zahl der Auswanderer aus Hessen nach den neuesten Ermittelungen der Zentralstelle für die Landesstatistik durch jchnittlich nn Jahr 350 Personen, 1905 wanderten sogar nur 312 Personen aus und 1907 im Ganzen 374 Personen, darunter 150 weibliche. Die Auswanderung ans Deutsch land hat nn - ine 1881 ihr n Höhepunkt erreicht Die Dnrchschniltszijfcr stellte sich für he s f en v iel gü nst iger dlSi m Reich undde u N a ch b ar ft a a t e n. Während im Reich auf 10000 Einwohner .5,1 Auswanderer kommen, auf Bayern rechtsrheinisch .5,2, die Nheinpfalz 4,6, Württemberg 6,6, Baden .5,1, kommen üi Hessen nur 3 Auswandere r auf je 10000 Ein wohne r. R. B. Darin stadt, 4. August Das Innnngs Ivesen in Hessen nimmt allmählich eine immer weitere Entwicklung ut der freieren Organisation des Handwerks hin. Nacli der neuesten amtlichen Statistik, die den Stand der Verhältnisse vom Monat März 1908 znr Grundlage hat, bestehen jetzt im ganz n Grobherzogtum nur noch 4 Biua n göiuiiungeit und zwar eine Spengler- und 'Installateur Innung mit .36 Mitgliedern in Offenbach, eine Bäcker-Innung in Gießen mit 37 Mitgliedern, eine Backer ßlmung im Greife Alzey mit 137 Mitgliedern, eine Barbier-, Frisenr und Perückenmacher Znnnng in Bingen mit 15Mit gliedern, eine ebensolche Innung in Mainz mit 125 Mit gliedern, eine Glasennnnng in Mainz mit 30 Mitgliedern, eine Küfer Innung für Mainz mit >1 astet und Weisenau mit 64 Mitgliedern, eine Maler-, Tüncher- und Lackierer Innung für den Kreis Mainz mit 119 Mitgliedern, eine Schlosser- unb eine Spengler Znnnng für die Stadt Mainz, eine Wagner Jnnniy; für den Kreis Mainz, ferner eine Bäcker-, eine Schlosser und eine Schreiner Innung für Worms. Diesen Zwangs-Innungen gegenüber zählt das Großherzogtum 5 2 freie Innung en, bariniter 26 in Der Provinz Starkenbnrg, 10 ui Lberyeffcn und 1b in Rhein- Hessen. Darmstadt besitzt darunter 8 freie Junnngen, Mainz .7, Offenbach 3, Worms .5, Gießen 3, X-'anterbadt 4, >>eppen heim 3, Bensheim, Bingen unb Pfungstadt je 2, die übrigen Städte, Eberstadt, Griesheim, Michelstadt, Neu Jfcnburg, Ober Ramstadt, Rcichelsdeim i. O., Urberach, Viernheim, Alsfeld, Bad Nauheim, Friedberg, Oppenheim und West- Hofen ie 1 Zwangs-Innung. Die Zahl her Mitglieder der 11 Zwangs Zminngen betragt 982, die der diesen Jnnnngen unterstellten Gesellen 1737, die der Lehrlinge 753, wahrend den freien Innungen insgesamt 2117 Meister, 3368 Miellen und 672 Lehrlinge angeboren. An freien gewerblichen Vereinigungen zählte die Provinz Starkendnrg 22 Vereint gungen mit 605 Mitgliedern, die Provtin Cbcrhcffcii 6 Vcr- eintgnngen mit 117 Mitgliedern unb die Provinz Rhein Hessen Vereinigungen mit 624 Mitgliedern. Die Zahl der Orlsgewerdeverenie betrng Anfang r.f *s Ul Starten bürg 72 mit '»>46 Mitgliedern, in Cbrrlyeffen 29 mit 2522 Mitgliedern und in Rheinhessen 24 nut 2*.x*2 Mitgliedern, in Snnuna 12.5 Crtx'p iverbcvet. .ne nut 10970 Mitgliedern. ft- An» dem Kreise Wetzlar. 3. August. Dem vnsmcrkjamen Beobachter unb Wanderer kann cs nicht entgehen, wie gerade m dem letzten Jahrzehnt dieOdstdau m - zücht m unseren, Kreise trfreulidje Fonschrnte gemacht hat. Ueberall sind neue w iiehnel m geu» :< Ob'la «lagen tnllianbcn. Hier sinb es Bergknppen, da Ceblänbereien, dort geschätzte Talschluchten, die mit ihren pingen Baumkronen eine Zierde der Gegend bilden. Die alte ThrSrebe: »Von dem Baume eß ich doch keine Früchte mehr!4 verstummt immer mehr unb viele arbeiten getreu den Dorten deS TichterS: ,53a8 uns not ist, uns zum Heil ward» gegründet von den Vätern; aber das ist unser Teil, daß wir gründen für die Spätem.4 Run ist bald wieder die Zeit gekommen, wo eS gilt, den Ertrag der Pflanzungen einzuheimsen. Ueberall winken die reich beladenen Aepselbaume und muffen gestützt werden. Auch die Zwetfchenernte scheint gut auSzu- fallen, dahingegen gibt eS sehr wenig Birnen. D. Hanau, 3. Ang Gelandet mürbe im Main ein tungcr Mann als Leich» Nach trn bei der Leiche geiunbenen Papicrcn ist es der 17 jatrnge Gustao Kinn, Sohn des ^vehern- händ'.Trs Stein *u Hainlta« Tu Ettern wurden 'o»ort benachrick»- uqt. Arbeitslosigkeit und kvankbaiu Veranlagung fallen den «ingcn Monn in den Tod getrirben haben —- In ^klein- strotzenburg sand gestern unirr überaus lebhaftem «vr rinden - zudrang das 39 Maingauturi'.ien statt Mit dem Gaulurmen mar die Fahneniveihe brr Turng-mllschoft Shcin Qror^nburg ver- bunb-m — Das 5anbfauptet, ntdu gewußt zu haben, baß sic ihren eigenen Baier geheiratet habe. Ta Wolland über seine Trauung feine amtlichen Urkunden verlegen konnte, wurde er verhaftet. * Das Tors der U it c h c I i d) c n. Unter der frommen Einwohnerschaft des Dörfchens Tito unweit Potenzas (Jtal.) hat die Vergeßlichkeit eines StandeSbeainten heillose Verwirrung an gerichtet. Mau hat entdeckt, daß er acht Jahre hindurch die in Tito abgeschlossenen Ehe« nicht in das standesamtliche Register eintrug. Die Folge ist, daß 140 Familien ihres geschlichen Bestandes beraubt wurden. Zwar wurden die jtinber aus diesen Ehen regel recht in dem Geburtsregister verzeichnet, für ihre Legitimität fehlt jedoch der urkundliche Nachweis. . . . Die Unterlassungssünden dos Standesbeamten wurden durch einen Zufall entdeckt. Eine Bäuerin wollte sieb auf dem Bürgermeistoramte einen Paß holen, weil sie einen Besuch ihres Mannes im Auslande vorhatte. Sic erhielt jedoch den Besckieid, daß das amtliche Register von ihrer Eheschließung nicht die geringste Bemerkung enthalte. Die Ein wohnerschaft des Torses hat den Staatsanwalt gegen den Standesbeamten her beigerufen. Kleine Tagcschronik. Zu der Ermordung der Triester Sarieiefängcrin Lucie Jabbn durch den Abenteurer V. Födransperg meldet die „R. Irr. Pr." aus Triest: Zn der Wohnung Födranspergs fand die Polizei die Jnivelcn der A-abbri in einem Bücherkasten mit doppelter Wand, ferner alte Valenciennes- und Brabanter Spiyen und an bere Wertgegenstände Die Polizei ließ auch im (Harten nach graben, woher die Ztteider der Fabbn, die sie bei bei Ermorbung trug, gcfunbcii würben Sie ivaien mit Aut bedeckt. Ijandcl. — Teutschei N c i ch s b a « f a u - w e i s. Ter AuSiveiS für die vierte Jul,woche zeigt cme Verininderung deS Metall- bestände- von 49,637 Millionen Mark (i. P. von 43^92 Mill. Ptk.). Tte Wechsel Haben tun 30,033 Millionen Mark zugenotntnen gegen 2" 688 MilUotten Mark, die Lontdarddar leHen um 32,825 Mtlltotictt Maik gegen 24,566 'Milliotteti l'lnit. Tie Bank verfügte über eine Menerketc Notemefcrve von 123 538 000 Mk. gegen eine solche von 268 476 000 Mk. am 23. Juli t. I. nnb gegen eine fteueritetc Noten- rckroe von 26 8U9 UOO Pik. am 31. Juli 1907. Von den Giro- eu,lagen würbe der Bank 60,905 Millionen Mk. um Vormdre 65,159 Millionen Tlarf) entzogen. Im gatzzen ist der Status zwar mit dem Ultimo etwas angespannt, aber ledenfallS besser als in der gleichen Zett des VoriahrcS. P luku •?. ’trittfdic Wochenschrift für Volksivirtschaft unb v^oanzwesen " rau.gebfv. olcorfl Ärnhard Inhalt iwm 31. Heft des Jahrgänge?: Solingen — Vcrnnltung Ingenieure. Von Tipi Zng Ludwig 5fha? .rrankfrtrt a M — Revne der Presse — Au den Börsensälen. Bon Bruno Buchirald. — sriegsapostel wider Wil'cn. Sderfchleltsche MagnatenindnfNte Ter tllusor,sct8 Regreß. jivet Briefe. - (> roßbanken nnd Nttlelstand — Rohe RcName. - Gedanken über den G^ldmarli Von Jnstus. - Plutn:-Merk- täfel. - 'Äntivorten s H?nusgebcrs Laren des Welt Handels (L-abal uoef-j uno ngejtellte Nene Lttcratur. — Generalversammlungen. . . . nemenw Oierteliahrl. per Poft, Buchhandel unb direkt vom Vertag 4..5U Mk. Prvdc- befte graris in jeder Buchhandlung und vorn Verlag. Berlin- übarlottenbiirg. Otoetbcfrr. 69j Die Marftpreisc für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brorpreise am 3. August 1908. Höchste Schlachtviehpreise m g r a n f f u r t a. TL Fleischpreise in Die he. Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80-82 Mk. ' , ftg.Echlachtgew. 92—95 P'. , 68-00 . '/, Rg. 78-86 Psg. V, , 70-80 , . 60-76 , Getreidepreise m Mannheim Brotpreise in Dießen Weizen 100 Jtg. 22.00-22.25 I'tk. Roggen 100 Rg. 18.50-19.00 Mk. Weißbrot 2 Hg. 62 16g. Zchivarzbrot 2 Kg. 58 Pig. Liligesanöt. ^rür Form unb Inhalt aller unter biticr Rubrik stcbendcn Artikel fibernzirmt btc Redaktion dcrn Publikum gegenüber fcütcrfa Verantwortung^ Lollar. 31 Juli, In Nr 175 Ihres geschätzten Blatte- gaben Sie einer Zu- schritt Raum, bie sich mit b:t hiesigen, allerdings pbr^manget- hasten Straßen-Beleuchtuvi befdjäfngt. — Gestatten Sie mir, hc allgemeine Aufmerfsawk.it aus einen anderen, sehr wunde», aber ;cilgc*mö6en Punkt in unser-r großen Gem«nde zu lenke». Tas ist der Feldschutz Als vor lan t:reit Jahren der damalige tatkräftige und energische Flurichutz Jobs. Schäfer bvchbeta^t fterb. wurde drifcn Stelle dem Forstwart Fuchs gleich^itig mit übertragen 25ber da- war ein arger Mißgriff unb sollte sich schwer röcten. Denn nach eigener AuS age des JormvaNs war und ist ihm von inner vorgesetzten Bebörbe der Großb- Cber’6rteti zwar gcilauer, den Feld c* atz zu übernehmen, aber nur unter brr Bedingung, daß der Wvlbfckuitz darunter nicht leidet. Was auch ganz in der £rbnung ivar Nun aber sind int Lause der Jahre viele Neuanpslanjungen von Cbftbäumen gemacht worden unb werden noch immer mehr gemacht. TaS hiesige Hüttcnwerk hat feit etwa acht Jahren feine Arbeiterzahl mehr als verdoppelt (heute noch ca. IKK) Arbeiter, von denen viele zur hiriigen <*t meinbe • igtwg'n sinb Die Folge war größer.- Nachfrage »ach lündwir.ichafllick'en Er eugnisscn wie Gemüse unb Obst Tiri. niutini natürlid) geschützt werden. Unb jetzt stellt sich heraus, daß der Feldfchntz nn ganz unzureichender war, denn der Forft- ivarl unb gleichzeitige Flurfchütz könnt nicht gleichzeitig beibe A em ter vetieb.n TaS Felb mußte leiden, da der Inhaber beider Stellen in erster Linie a-orftnxirt ist und von Morgens bis Abend« im Wald fein soll Naturgemäß mehrten sich die Klagen über die vielen 7\-cib- unb Obstdiebstill , fo daß mxh eine Hilfskraft speziell für den Obstie! utz angestclll werben mußte. Hierfür bc- willigte man zuerst 2.5 Mk. unb später 125 Mk Da nun der eigentlich« Inhaber der o>'ld>d?ützcn-Stelle an der Ausübung dieses Amtes, wie oben ausgefühlt, mehr ober weniger gehindert »st, unb dabei hoch fruiS e.tua bretfnd'"* Ofefalt bes Hittsschützen br zieht, w Ixibcn wir die merfwürbigr Tatsache, baß zwar zive, Flurhüter bezahlt werben, aber nur d r eine den Dienst a!S solcher ai:süben kann unb habet ganz unzulänglich entlohnt wirb. Die Folge ist natürlich, daß sich die ft lagen über mangelnden Feldschers und dadurch hcrvorgerulen? Diebstäht - ins Ungeheuere steigern Man ßel,c nur einmal in die Treiber unb lesonbers auch in solche, ko wir Landwirte Obstbäume gepflanzt haben, unb sehe ba, roü die so prächtig stehende Frucht in weitem ekreis um die Bäume zertreten ist unb wie an ben letzteren die Zweige a(»gerinnt werden Hier ist es dringend nötig, daß in der Feldhüter Frage endlich einmal Abhilfe geschafft wirb und baß in tKT Zeit der reifenden Fnickft- und Obst-Ernte event. noch eine dritte PersSnlichknt rin. gestellt wird. Meteorologische Beobtrchtnngen der Station Gießen. Verantwortlich sür „Aus Stadt unb Land" unb „Gcrichtsfaal". I. D.: E. Anderson. August 1908 ’ Var'oineier ouf 0* reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit ilbcrrente 99.20 17» Uugnr Goldrento . . — 4?< Italien. Reute . . . —— d?e l'urtugiesen Serie 1 61.80 3% Portugiesen „ 111 63.20 4-,'/. ruM. Staaten ul. lUOa 9*90 4« Japan. Staatsanleihe H9.53 4 % Conv. Türkeu von 1903 93.45 IX Griecb. llunopol-Aul. . 30.00 19» hussere Argeutiuier . 35 m3 3°/, Mexikaner . . . 66.70 i>>7» Chinesen .... 97.40 Aktien: Bochum Guss.....221.00 Buderus K W.....11025 .iidcnz: test. Berliner Börne, 5 Cauada E. B. . ... b 9.00 barmsUidter Bank . . . 125.00 Deutsche Bank .... 233.50 Dortmunder-Union C. . . 58.20 Dresdner Bank . . . . 140 75 Teudenx: fest. Elektriz. Lahmeyer . . . 119») Elektriz. Schlickere . . . 1 U7.<0 Eacbweiler Bergwerk . . 201 36 Gelsenkirchen Bergwerk . 194.2V Hamburg-Amerik. PakelL 112.3> Barpener Bergwerk. . . -Oljüe LanrahtitU......210.5» 8urdd. Lloyd . . . . 94 2v Obeischles. Eiseu-Iudastrie U9 7> Berliner Handelsgc«. . . 162.« 1 ’arinstAdlcr Bank . . . 126Jj Deutsche Bank . . ... 23.12- Deutsch-AsiaL Bank . . 1.NL5- Diskonlo-KommandiL . . 175.56 Dresdner Bau< .... 140.2- Kreditaküen.....197.4t Baltimore- und Uhio- l.isenlahu.....93.2 Gotthard bahn .... — Lombard. Eisenbahn . . 215- GesUrr. titaaUbahn . . . 148.0 Pnuce-Henn-Liaeübabu . 121.44 August. Anfangekuree. Barpener Bergwerk. . . 200.4» LaurabOUe ..... 209.0» Lombarden E. B. . . . —.— .\ordd. Lloyd.....96 D l drkenloee......144.5» ’ ------- - Bei Brechdurwiallcn unb Zommcrbinrrbdru der »tnbrr bat 'ich .Huf etc” ohne l'hldjuitnu. in Woher gekoMt. al» Nabr mittel hervorragend beroabTt Tie un .M u * c t e- enthaltenen ivctnnosse bictvii den Or,ianioineu, welche btc TurctfaQc oerur» iachen, einen schlechten Nährboden, ivoourch die Mianfbcit behoben wird. Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die ßrühl’eche Universitäts-Druckerei, Schuletr. 1 v' Nc Unter 13unl i* ,.!l jlcnn njfbcra, 'J Äincli tigtgtn ßi i^cudiier Steßc tett: roii korsteh all.- Äießi ßicßc Tu Tu «asst mit (i »itj Tietz »'krnch, 6 c-rmlitt ,,tr hrlem 4tbunftob ♦ linierst tzr *' Untersetz, 41 ^'ldrrral . br- <*-*) n ♦J 3d)luiicl| »love. Ul Lücherbr b io Vmöc . 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KlamhinM Seb. pimnul NW j 4 NW 2 | still : slill ! *ut:+w:c. 1755 215 148 .. i aller r> WM )V0DUlw Land" und „Geiiihlsl^ eri'on. __ rsberochte von der Bank für Hi* rOBt Anfang» ;ener Bergwerk- • rabütte • • ibardeu P- , . . J jd. Lloyd Keulos® • liessen. August, 1.15 Uhr. iig. triz. Lahmeyer • • ■'. ;triz. Schuckert. • • iweiler Bergwerk . • - eukirchen Bergwo • ^rg-Amenk-Paket! 11- pener Bergwerk. ■ , ,1(. rabütte |iner Haudelsges. • • ... uistiidter Baut . • wehe Bank ■ • tscb-Asiat Bank iouto-Eommaudit. . sdner BauK . ■ • • - Jwore’und Ohio- isenlabu • JÄ* ... 'lät Der* C. C. der Teutonia i. A.: Luley MWM Gerichtsassessor Elans Kreis (F. M.) 19018 geziemend in Kenntnis zu setzen. I. V.: Heye r. Der Vorstand: D. Schlosser. bis 10 der §§ 4, 5 D1/, Samstag, den 15. August d. Js., vormittags Uhr, dem Eröffnuugstcrmin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Hießen, den 4. August 1908. Großh. Hochbauamt Gießen. Gießen, den 30. Juli 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 4. August 1908. Großh. Hochbauanit Gießen. I. V. : Heyer. emzureichen. , Giegcn, den d. Augmt 1908. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum jllPMll Mo für Armen- u. IMenpS* Ordeutliche Generalversammlung Mittwoch, den 12. August 1908, nachmittags 5 Uhr im oberen Saale des Gemeindehauses, Kirchstraße 9. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Prüfung der Rechnung für 1907, 3. EriveiterungSbau des Schwesternhauses, 4. Rähadende, 5* Säuglingsheim, 6. Hauspflege. Die Mitglieder werden hiermit auf Grund und 7 der Satzungen ergebens: eingeladen. Arheitsvergelmng. Die Arbeiten und Lieferungen für die EntwäfscrnttgS- anlagc des Chemische» Laboratoriums zu Gießen werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung gelangen: Los 1. Acußcrc Entwässerungsanlage, darunter 560 cbm Ecdaushub, 320 lfdm. Thonrohre und 100 lfdm. D. N. A. Rohre. Los 2. Innere Entwässerungsanlage, darunter 65 lfdm. D. N. A. Rohre. 80,00 lfdm. Bleirohre, 6 freistehende Faycnccklosets pp. Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephan- straße 18 eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Schneidermeisters Ludwig Sommer in Klein-Linden wird Termin zur Wiederholung der Abstimmung über den Zwangs- vergleiehsvorschlag deS Gemeinschuldners auf Mittwoch, dcu 26. k. Mts., vormittags 10 Uhr, anberaumt. Die Arbeiten und Lieferungen rur Herstellung emes Reben gcbäudes aui Babnboi Großen-Linden tollen vergeben werden. Aiigebolsiliuster liegen bei unterzeichneter Jnspertww.iluunn Nr. 16, zur Cinuckt aus; auch tonnen dieielben für 1. ^tr. won imx iipiirfiflclbfreie Bostanweyungf bezogen Iverden. -tic ^ngevoic werben am 15 kuoufl uorn,. 11 llS, “inl Jnsvcl, Egcbaud- oc- öffnet. BoUendungsfrifl 3 Monate. BufchlagSfrist 14 Tage. Glebew den 4. Augu» 9cWeb^nf,cItion L B '* Vergebung von Bauarvetten. Folgende zur Einführung einer Niederdruck-Dampfheizung in das Gcrichtsgcbäudc zu Gießen nöligen Arbeiten und Lieferungen nämlich: Titel 1 Erd- und Maurerarbeiten, darunter 53 cbm Grundaushub, 24,00 cbm Schornslemmauerwerk, 16,00 cbm Betonfundamente, 80,00 qm Llinkersteinbelag, 80,00 qm Belonfußboden re. Titel 2 Wclstbinderarbeiten, darunter 85,00 qm Zementverputz, 70 qm Wandputz, Heizkörperanslriche re. werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 zur Verdingung ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagcn können auf unseren» Amte, Stcphanstraßc Rr. 18 cmgesehen, Angebotsfornmlare und Bedingungen (keine Zeichnungen) dorther gegen Selbstkostenpreis, soiveit der Vorrat reicht bezöge,» worden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Er- öst'nungstermin Samstag, dcu 15. August IDOS, vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen. ------Die Erd^ Maurer- und Qberbauarbetten zur Herstellung eineö Anöziehgleifes am Nordende des Babnhofü G»euen (1300 cbm Fundamentausbub, 22a0 cbm Mauerwerk und Beton, 300 c Troctenmauerwerk und 300 m Oberbau) tollen in einem ^.oie oct düngen werden. Zeichnungen und Angebotniuster liegen auf unsrem technischen Bureau, vedderich,trage ll7/^.^Mner 30, zur arbeiten wird der Burggraben von heute an bis aus weiteres für den Führend Radsahrverkehr gesperrt. Die untern» 10. Juli 1908 ungeordnete Sperre der Jo- hanncSstraßc wird hiermit ausgehoben. Die nuterin 18. Juli 1908 angeordnete Sperre der Straße „Auf der Bach" wird hiermit ausgehoben. Die untern» 18. Juli 1908 ungeordnete Sperre der Wehsteingasse zwischen Walltorstraße und Auf der Bach wird hiermit aufgehoben. Gieße,», den 4. August 1908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B.: Froelich. HolzLieferlMg. Die Lieferung dep Holzbcdarfcs für den Hand fort i g kcitA unterricht der biesiaenÄnabenschuie für das Winterhalbiahr 13Wj,0it soll öffentlich vergeben werben. Es »st zu liefern reines linden oder < Prof.H.Braun.G.m.bh. j \ Bad-Kreuznach J Seine lieben E. M. E. M. A. H. A. H. i. a. C. B. i. a. C. B. erlaubt sich unterfertigter C. C. von dem zu Mainz erfolgten Ableben seines lieben alten Herrn das beste existierende Waschmittel, dessen > enorme Wasch- und ßlelchkraft das höchste Entzücken der Hausfrauen hervorruft. 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Hierzu laben wir unsere Mitglieder freundlichst ein. Tcr Borstand. odieaufVorrai m,t OminalWea. Schnittmuster LS Pieauia. in Rormaigröhe, giu nyend. der loternal Modejonrnal-SompagBie Parte II"* Berlin NW. 52. Die neae*tcn franz. Moden-Zeitungen liegen zur Einnicht! Alleinverkauf für (Steden: fÄn ft“! Sette, a*. Mäusbura 10. Neue Kartoffeln per Ztr. 4.— Mark empfiehlt Z Weiset, Sflnntnlr. 6 41,15) Telephon 2D. Erstklassige besinnet kannte Produkte der Branche. I fr.Nsrr : 1 piujdsta.-,1 m rvit6Nii( n •nflSRi.ETy,’1 tURO Sonaienscliirme hervorragende Neuheiten in wem, »ehwarx und farbig. Spitzenscbirme, Schleierschirme, Stickereiscbirme sowie andere garnierte Genres. „PURO“ med. chem. Institut Dr. H, Scholl, München. Stück 5 Pfg. L. Steinhäuser Reuen Baue 17 l«*-I LellerSweg37 Einmachzucker Ör. Eier St 7 Ma. Triukeier 8Psg. ,>it. BlütenmeblPid l^P» ciiipt W. Ullrich, Schlobaasse 7. Stuhlschreinerei von P. 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