Montag 4. Mai 1908 Nr. 104 Erstes Blatt 158. Jahrgang Der Eietzeaer Anzeiger zsremBy ä Ä vezngSpretS: cr|d)em: -5 glich, außer Jgäf W monatlich75Pf., viertel- fl* t Afe Aii Atf 11 ttlAtAAy^;^ (Dicnsiag und Freiing): «A g» pF W Ps F\S 3A VC P» ^7 '38 ß| kL W W W. H jährt. ausfchl. Bestellg. S58ÄS«X/BVlMkJl V>II IVIMVi- sssrtres •=»- General-Anzelger fur Oberheffen rZKS Annahme von Anzeigen V » I u. Land- und „Gerichts- ßfivo^nMaA'iouhr^ «otatkonrdruck und Verlag derVnihl'schen Univ.-Vuch- und Stelndruckerei. H. Lange. Redaktion. LxpedMon UN- Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzei'gen'te?^?'H?BeL Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen. Apolitische Tagesschau. Zur Affäre Eulenburg. Neber die Vernehmung des Fürsten Eulenburg in Liebenberg wird weiter berichtet. Der Fürst empfing die Geric^sbommission, die aus sieben Personen bestand, in ruhiger Weise und ließ sich nach der gerichtsärztlichen Untersuchung von Landgerichtsrat Schmidt eingehend vernehmen. Er war durchaus sicgesgewiß und erklärte, daß "sich bei einer Gegenüberstellung mit den Zeugen alles zu seinen Gunsten aufklareir würde. Der Fürst will sich unter allen Umstanden zu der Gerichtsverhandlung nach Berlin bringen lassen, „und wenn er sich im Bett in den Nerichtssaal tragen lassen müßte", um mit den Zeugen konfrontiert ;u werden. Sollte dies angesichts seines Zustandes nicht möglich sein, so müßte sich der Gerichtshof mit dem Staatsanwalt, den Verteidigern und dm Zeugen nach Liebenoerg begeben. Im Verhör soll Fürst Eulenburg noch angegeben haben, die Zeugen Riedel und Ernst hätten ihn mit seinem Bruder Friedrich verwechselt. Hierzu ist -u bemerken, daß nach den von beiden Zeugen angegebenen und inzwischen seftgestellten Einzelheiten (Persönlichkeiten des damaligen Grafen, Wohnung, Korrespondenz, Dienerschaft, Kenntnis des Hauses Starenberg) eine solche Verwechslung absolut ausgeschlossen ist. Die beiden Zeugen bemerken: „Wir kennen den Fürsten Eulenburg ganz genau!" — Ein Mitarbeiter des Bahr. Kurier hat den Ficher Ernst in Starnbserg ausgesucht, der erklärte, daß er in den letzten Tagen einen sehr wichtigen Brief aus Berlin erhalten habe, der große Sensation erregen werde. Er wolle diesen Brief dem Staatsanwalt übergeben, und da werde wieder einmal etwas großes sich abspielen. In Starnberg ist man der Ansicht, daß es sich hierbei mn einen neuen Prozeß Harden gegen Äcoltke handelt, so daß man auf große Enthüllungen gefaßt sein kann. In Starnberg sind noch mehrere Personen vorhanden, die neben Ernst dem Fürsten Eulenburg nahe stehen sollen. — Ter Kriminalkommissar, der den Landgerichtsrat Schmidt in Begleitung mehrerer Krinlinal- beaniten nach Liebenbergs begleitete, hatte den Auftrag, den Fürsten Eulenburg zu verhaften und in das Berliner Untersuchungsgefängnis einzuliefern, wenn der Zustand des Fürsten es irgendwie gestattete. Das Gutachten des Gerichtsarztes Tr. Hoffmann lautete bekanntlich dahin, daß ein Transport des Fürsten unmöglich sei. Deshalb bleibt der Fürst vorläufig unter Bewachung von Kriminalbeamten in Liebenberg. pat?lamentcmfd?es* Die Vertagung des Reichstages — also nicht der Schluß .der Sessi.-w — stechfest Vach der >.'icllehr deck Reichskanzlers wird diese Entschließung der Regierung, die noch der Bestätigung des Fürsten v. Bülow bedarf, bekannt gegeben werden. Am 6. Mai schon dürfte die letzte Plenarsitzung, die Feriensitzung, sein. Die erste Sitzung r m Herbst wird nach Mitteilungen von zuständiger Stelle nicht früher als aus beul 0., n idjt später als auf d e u 2 4. N o v e m b e r fest' gesetzt werden. Es soll aber die Gewerbeordmulgskomniission ihre Beratungen schon einige Zeit vor dein Wiederzusammentritt des Reichstages aufnehmen, damit im Plenum kein Mangel au Be- ralungsstoff eintritt. Drni Reichstag- ist der Entwurf wegen Aenderung des Gesetzes betreffend die W e ch s e l ft e m p e l st e u e r zugegangen. Die Teuerungszulagen wurden von der Budgetkommission des Reichstages unverändert a n g e n o >n nun. Stimmungsbild aus Sem Reichstage. Berlin, 2. Mai. Es ist doch Z^tg in der Kolonialverwaltung'! Unsere Beamtenschaft in der Heimat muß mit Neid auf ü>re Kollegen draußen blicken, die nicht im Vorspann für die Reichsfinanzreform mitziehen müssen, sondern für die Gehaltserhöhung, sobald das Bedürfnis einmal anerkannt ist, gelegentlich sogar telegraphisch beordert wird. Herr Erzberger regte sich sehr darüber auf, als er heute bei der Beratung einer kolonialen Rechnungssache das Wort hatte, und verlangte größere Rücksicht auf ixte Finanzmisere des Reiches. Aber man hatte nicht viel Lust, sich mit derartigen Rekriminationen abzugeben, ließ noch Herrn Arendt das Verlangen nach schriftlichen Berichten aussprechen und ging dann in mediaS res. Die gestern abgebrochene Aussprache über die W o h l - fahrtskassen industrieller Betriebe wurde nod) eine Zeitlang fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Erörteruirg standen die Einrichtungen der Firma Krupp. Bei Herrn Schultz-Bromberg fanden sie unbedingte Vertretung: die Freisinnigen wiesen zwar ebenso wie der Abgeordnete der Reichs- partei. die Uebertreibungen der Sozialdemokraten^ zurück, die an diesen Kassen lediglich die Schattenseite einer Fesselung der Arbeiter an den Betrieb erblicken, aber sie verschlossen sich dabei nicht der Einsicht, daß die Beitragspflichten der Arbeiter auch eine Sicherung der Ansprüche an die Kasse rechtfertigen, soweit es das Interesse des Betriebes zuläßt. Auf den gleichen Standpunkt hatte sich gestern auch der Staatssekretär des Reichs- justizamtes gestellt und das Aussichtsamt für Privatversicherung wendet der Frage seine Aufmerksamkeit bereits zu. Die gar zu einseitigen Einzelvorschläge der Sozialdemokraten wurden von allen Seiten abgelehnt. Im übrigen bot die Sitzung des Interessanten nicht viel. Das umstrittene Gesetz über die Haftung der Tierhalter wollte man den Tücken einer Zufallabftimmung im schwach besetzten Hause nicht aussetzen. Die Erleichterung des Wechselprotestes wurde in zweiter, das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz in dritter Sefung kurzer Hand verabschiedet und längere Debatten veranlaßte dann nur noch die zweite Beratung des kleinen Befähigungnach- weises und hier ist es nur noch die Sozialdemokratie, die unentwegt die Fahne grundsätzlichen Widerstandes auftecht hält. Deutsches Reich. — Ein Hirtenbrief gegen den Modernismus. Die in Freising versammelt gewesenen bayrischen E>rz- bifchöfe erlassen einen gemeinsamen Hirtenbrief gegen den Modernismus an die gesandte bayrische Geistlichkeit. Darin wird eine historische Darlegung der modernistischen Streitfragen gegeben und in der entschiedensten Form gegen die neuen Bestrebungen Stellung genommen. — Das Befinden des Königs von Bayern. Die „Münch. N. N." hoben über das körperliche Befinden des seit 30 Jahren geisteskranken Königs Otto von Bayern, dessen sechzigster Geburtstag vor einigen Tagen t: gang en wurde, ErO.-.n>.i gen cingezo'gen Seine Wahrte vorfteÜnngen haben ihren Charakter nicht geändert. Der König leidet fort an Furcht- und Schreckoorstellungen, das ihm von übelwollender Seite Schlimmes zugefügt werde. — Seit Einführung des badischen Kilometerheftes im Jahre 1895 bis Ende April 1908 wurden 3,7 Mill. Hefte verausgabt und hiervon über 73 Mill. Mk. vereinnahmt. 2luslattö.~ — Der Pose nev Weihb i i cho f Likowskiäst vorgestern von Rom abgereift. Ein Artikel der römischen „Ilalie" behauptet, Likowski habe dem Papste allerlei Klagen über Vergewaltigung bet P^ len durch die preußische Regierung öorgetragen und um den Schutz des Papstes gebeten. Diese Darstellung ist unrichtig. Ter Papst bemerkte im Laufe der Ansprache, es lasse sich bei gutem Willen mit der preußischen Regierung gut leben. Er seinerseits habe nichts auszusetzen. Hochzeit am Zaren Hofe. Gestern nachmittag wurde in der Kirche des Großen Palais die Trauung des Prinzen Wilhelm von Schweden mit der Großfürstin Maria Pau- lowna vollzogen. Dem feierlichen Akte wohnten bei der Kaiser, die Kaiserin, die Kaiserin-Mutter, der König von Schweben, der Großh erzog und die Groß Herzogin von Hessen, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Rumänien und Prinz Nikolaus von Griechenland. — Aus Caleu11a wird telegraphiert: Die Polizei entdeckte eine weitgehende Verschwörung zur Ermordungun- b i l ie b u c r Beamter. Gestern früh vor Tagesanbruch wurden zwei Häuser in Calcutta durchsucht. Man sand sechs Bomben und große Mengen Sprengstoff, ferner ein Exemplar der Fllustrated London News, in dem 'die Darstellung der Ermordung des Königs und des Kronprinzen von Portugal angestcichen war. 23 Personen, sämtlich Bengalen, wurden verhaftet. Ter Bursche, der die Bombe in Mnzzaffarpur warf, wurde 38 Kilometer von dieser Stadt mit einem anderen jungen Bengalen verhaftet, als sie nach Calcutta zurückkehren wollten. Der Täter gestand das Verbrechen ein. Die Verbrecher hatten den äüagen der Frau S'ennebl) für den des Richters Kingsford angesehen, den sie wegen seiner barten Urteilssprüche ermorden wollten. Der Wagen der Fran Kennedy glich demjenigen Kingsfonds genau und befand sich gerade vor Kingsfords Hans, als die Bombe geworfen wurde. lvichernseier. Die Wichernfeier unserer evang. Gemeinde begann am Samstag abend mit dem angekündigten Vortrag von Prof. 0. T r ews aus Halle in der schönen neuen Aula oer Universität, in der sich eine recht ansehnliche Zuhörerschaft eingefunden hatte. Wichern, so führte der verehrte Redner aus, gehört zu den Gtwßen, die unserem Volk im 19. Jahrhundert geschenkt worden sind. Er gehört zu den inspirierten prophetischen Persönlichkeiten, die erfüllt von einem unmittelbaren Drang, in einer ganz bestimmten Richtung des Lebens jidj zu betätigen, von einer unmittelbaren Ueberzeugung, von Gott eine ganz besondere Lebensaufgabe empfangen zu haben, sich auswirren müssen, wenn das Leben für sie einen Wert haben s "l, ihren Beruf erfüllen müssen, auch wenn sie dabei noch so schwer leiden müssen. Das bewährt sich bei ihm in der Sicherheit, mit der er von früh an sein Ziel erfaßt und darauf losgeht. Es war die idealste Aufgabe, die er sich erwählt hatte: Die Rettung der Verlorenen aus leiblichem und sittl.chern Elend. Dazu war er durch eigene Not, die er im Eltern hause nach dem frühen Tod des Vaters erfahren hatte, befähigt, als er mit seinen 16 Zähren schon der Ernährer der Familie werden mußte. Schon damals schrieb er in fein Tagebuch: „O könnte die Meiychenfischerei mein Handwerk werden, mein Leben lang!" Da offenbart sich auch die innerste Wurzel feines Lebens: feine tiefe Frömmigkeit. Früh unter den Einfluß der pietistischen Steife Hamburgs gekommen, in denen damals allein lebendige Frömmigkeit zu finden war, ist er ihrer Engigkeit entwachsen. Ein weltoffener Mem'ch voll aufrichtigen Frohsinn ha» er ihtme» dagegen protestiert, ein Pietist zu sein. Kein Wunder, daß er sich dem Studium der Theologie zuwendet. Nach tüchtigem Studium in Göttingen und Berlin, wo er zu Füßen Schleiermachers und Neanders saß, und außerdem durch den Umgang mit Mannern, wie Goßner, Baron von Kottwitz und Dr. Julius, in die dunklen Tiefen des Volkslebens und in die Rettungsarbcit daran eingeführt wurde, kehrt er 1832 wohl ausgerüstet nach Hamburg zurück. Die Leitung der dortigen Somitagsschule, die Arbeit in dem von ihm gegründeten Besuchsverein läßt immer klarer die Aufgabe des Rettungshauses für verwahrloste Kinder vor seiner Seele entstehen. Bis ins einzelne entfaltet sich ihm das Bild des „Rettungsdorfes", wo ein kleines Häuschen neben dem andern entstehen soll, in jedem ein Hausvater mit einer Schar von Kindern, die eine innig verbundene Familie bilde, alle geschart um den Betsal, von dem der lebendige Geist ausgehen soll. Es war Wichern vergönnt, seinen Plan in seltener und ungeahnter Weise völlig durchzusühren. Dazu half ihm feine ungemeine Gabe, Menschen zu inspirieren und mit seinem Geist zu .erfüllen, dazu sein ganz ungewöhnliches organifator. Talent und fein Feuergeist, dazu vor allem seine große Erziehergabe. Er war eine Herrschernatur, staatsmännisch begabt. Instinktiv findet er die richtigen Gesetze und Ordnungen dieses Organismus. Für jedes hat er den rechten Platz. Und das alles leistet er nur verwahrlosten Kindern und jungen Handwerkern. Dadurch ist das armselige „Rauhe Haus", in das er am 31. Oktober 1837 Aleines Feuilleton. — Die Ausstellung „Das deutsch? Dorf", das auf einem Terrain im Grünewald bei Berli n erstehen wird, will die alten dörflichen Baustile verschiedener Gaue unseres Vaterlandes zur Darstellung bringen. WaS die in den Museen aufgeftapelten Äegenstände nie zu zeigen vermögen — lebenswahre Bilder einer vergangenen Kultur —, das läßt sich nur durch cm solches pret- lichtmuseum erzielen. Für daS Freilichtmuseum ist auf Veranlassung des Kaisers vorn preufe. Laiidwirtschaftsininister ein günstig be- legenes Waldterrain zur Verfügung gestellt ivorden. Zunächst fällt Der Blick aus em chtdeutsches Bauernhaus (Hinterpommern) mit Vorhalle. Auf der anderen Seite des Hauptweges ist em moosbedecktes Spreewaldhaus vorgesehen, uinzogen von einem breiten, erlenumftanbenen Wasserlauf. Es folgt das niedersächsische Bauernhaus, mit hohem Strohdach, Pferdetöpfen am Giebel und weitem Bogentor. Der Uebergang zum mitteldeutsch-fränkischen Haus wird durch einen Fichteustand vermittelt, in dem eine Lberharzer Kote, eine Behausung für Kohlen- und Waldarbeiter, aufgej teilt wird. In das Rheinland führt ein Gebäude mit hohem Schieferdach. Ein Teil des Innern dieses Hauses ist einer Weinstube Vorbehalten. Eiii Rebgarten hinter dem Hause mit Eu^sttichen Burgruinen erhöht die malerische Wirkung. Rechts steht das Schwarz- ivaldhaus von Tannen umrahmt. Tas ^erraui steigt allmählich. Wir befinden uiis vor einer oberbayerischen Behausung. Eine Alm mit Sennhütten und kleinem Viehbestand stellt den Uebergang her zii den folgenbcn Bauerhaustypeii. Durch Zeisen, an Marterln vorüber steigt der Wanderer zum Tiroler Hans btnaui, mtt Giebel- rnfsatz und durchbrochenen Geländern, -ten übrigen Teil des Ausstcllnngsplatzes, anschließend an den Torsteich, nimmt das märkische Dorf- ein. In dessen Mitte erhebt sich eine märkische Kirche, hufeisenförmig von Höfen, Gärten und Hausern umgeben, feine Dorsbäckerei mit dem Backosen tm Freien, eine ^orffct)mieöe, das Torsschulhaus, eine Windmühle und anderes vervollständigen das Bild. Auch ein großer Dor'krug ist vorhanden, der den Besuchern Erfrischungen spendet, und vor dem stch em Imben- Mmftanbcner Dorsanger ausbreitet. 2lls spatere fmb' nod) -in friesisches, westfälisches, elsässer tmd schweizer Hausi m sicht genommen. Hessische und fränkische Bauernhäuser dagegen scheinen leider nicht vorgesehen zu sein. - Von des „Königs der Boheme" Danny Gürtler neuesten Kasseler Leistungen haben wir berichtet und auch gemeldet, daß er dort nach der von thin selbst unsgeiandten Notiz m ein Duell mit Regierungsassessoren verwickelt sei, wobei ihm der jozialdetnokr. Äbg. S ch e i d e m a n n als Sekundant dienen sollte. Die romantischen Schilderungen des „Königs der Boheme" von seinem Reneontre in dem Carabet des Kasseler Atonopolhotels werden nun durch Mitteilungen, wie wir heute von anderer Seite aus Kassel erhalteti, zerstört. Danach hat Gürtler allerdings den Zivischenfall provoziert, doch ist es nicht richtig, daß Assessoren von ihm Prügel bekommen haben. Gürtler selbst hat uns geschrieben: „Ich stehe vor dem Duell". Vor diesem Diiell wird der braue stehen bleiben. Ter Assessor dachte selbstverständlich keinen Atigenblick daran sich mit G. zu schlagen. Scheidemann läßt in dem von ihm rede- gierteu Volksblatt eine Erklärung los, in der er feftftcllt, daß er selbstverständlich eine Aufforderung, Gürtlers Sekundant zu sein, wenn sie erfolgt wäre, rundweg abgeschlagen habe. Ten Redakteur der Kasseler 2111g. Ztg., der den „König der Boheme" in satirischer Weise kritisierte, nannte Gürtler in seinen Vorstellungen unter Nennung des vollen Namens „einen erzgemeinen Lumpen, einen hundsgemeinen Schuft, Rindvieh, hinterlistigen Dreckfchmotz" ufw. Bezeichnend für Danny ist, daß er dieselbe Kritik, die ihn hier so in die Wut versetzte, nach einigen „redaktionellen" Aenderungen als Reklame im Anzeigeteile der „Alüuch. N. Nach." abdrucken ließ. Wiederholt machte G. hier mit hessischen Fäusten Bekanntschaft. Täglich ließ Gürtler Flugblätter verteilen, uufiimigfteii Inhalts. In einem dieser Flugblätter war em halbes Dutzend Telegramme an Harden enthalten, in denen das freundschaftliche „£>u* gebraucht wurde und die den Anschein erwecken sollten, als ob Harden mit „feinem Wahrheitsjünger" Gürtler auf intimstem Fuße stünde. Harden erklärte demgegenüber m einer Zuschrift an die „Kasseler Allg. Ztg.", daß er Gürtler nicht kenne und keine Beziehungen zu ihm habe. 9lm Sonntag vor 8 Tagen wollte Gürtler im Gewerkschaftshause „jum Volke" reden. Als er hinkam, erklärte er, fein Freund Harden komme in einer halben Stunde. Wer die Wahrheit und Freiheit liebe, möge mit ihm am Bahnhof „dem großen iWanne eine Huldigung Vorbringen". 2-300 junge Leute folgten G. Harden kam nicht. Ader Gürtler hatte seinen Zioeck erreicht: der bestellte Photograph machte am Bahnhof Aufnahmen, die wohl demnächst als Reklameplakate Tannys in die Welt flattern und die Unterschrift tragen werden: .Das Volk in Kassel huldigt dem König der Boheine, dem großen Wahrheitsapostel, dem neuen Messias Danny Gürtler. — „Die literarische Gegenwart. 20 Jahre deutschen Schrifttums 1838 —1908", so lautet der Titel eines mehr als 300 Seiten zählenden Buches von Richard Urban iXeiüenoetfag in Leipzig). In zwölf Kapiteln unterrichtet der Verfasser feine Leser über das Schrifttum der Gegenwart. Was er über Hauptmann, Sudermann, Wildenbruch und andere über Gebühr gerühmte Literaturgrößen unserer Tage sagt, ist nicht sonderlich wertvoll; er weiß von diesen Männern und ihren Werken nur das zu lagen, was Hunderte vor ihm in reizvollerer Form, mit mehr Geist und eindringlicher Charakteristik vorzutragen wußten. Ueberhanpt bietet sein Buch wenig ober gar nichts neues zur Bewertung des modernen Dramas. Leseiiswerter schon ist, was er über den Zeitroman zn sagen hat. Freilich erwähnt Urban weder Hermann Hesse noch Entil Strauß, weder Thomas Mann noch Ludwig Thoma, weder Holzainer nod) Bock, weder Karilloti noch Fritz Philippi, dagegen dii minorum gentium wie Paul Lindau, Heinz Tovote, Cmpteba, Beyerlein, Frenssen und die ^obeltitze, und sogar so üble Herren wie Hans R. Fischer und etilgebauer, sowie den faden Freiherrn v. Schlicht. Von sich selbst spricht er auch mit hoher Wichtigkeit. Tas Beste des Buches sind die 4 Schlußkapitel, die die Lyrik der Gegenwart kurz und knapp behaildcln. Wohl verinißt man auch in diesen Kapiteln, wie in den vorhergehenden, manchen Poeten, der den Vorzug verdient vor dieseni oder jenem Erwähnten, so z. B. den soeben verstorbenen Prinzen Emil Schönaick)-Carolath. Aber was er hier sagt, über Schaukal, diesen „Pierrot der Moderne", über Börnes Fr hm. v. Mündihaufen, Stefan George u. a., ist durchaus zutreffend. Wer sich an Hand dieses Buches in das moderne Schrifttum emführen lassen will, wird, wenn es ihm nicht um tiefgreifendes Urteil, sondern nur um eine gedrängte Uebersicht zu tun ist, sich sagen dürfen, daß das ihm von Urban dazu gelieferte Rüstzeug ausreichend ist. Die von dein Verfasser reichlich eingestrenten Sck)rtst- proben werden jedenfalls die meifteu aufmerksamen Leser veranlassen, sich mit gar manchem modernen Dichtwerke bekannt zu machen. — Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft. Eine Kollektiv-Ausstellung der Wiesbadener Selbst- Schaffenden wurde am Sonntag im dortigen Rathausfestsaale eröffnet. Unter den 6 Kategorien der Atissteller haben die SDlalex das Uebergewicht. Aber jede Kategorie hat Autoritäten aufziiweisen, deren Ruhm über die engere Heimat hinaus strahlt. — Der Intendant des Hostheaters zu Gotha, Kammerherr Paul v. ©bart, ist aus unbestimmte Zeit beurlaubt und wird nicht wieder aus seinen Posten zurückkehren. — Auf einer Versammlung des Goethe- b u n d e s zu B e r l i n wurde eine Resolution angenommen, die sich gegen die Versuche wendet, die Freiheit in Kunst und Wissenschaft zu beschränken. (Ausführlicher Bericht folgt morgen). — Die Beisetzung des Prinzen Emil zu S ch ö n a i ch - C a r o l a t h fand am Sonntag in der Kirche zu Haseldorf bei lleterfen in Schleswig tm engsten Familienkreise statt. Stil einer kleinen Schar Kinder einzog, eine Lebensquelle für die Werke der barmherzigen Liebe für die ganze Welt geworden. Es gab ja schon vor ihm Rettungshäuser. Aber für Wicherns Lebensarbeit war es der Keim, aus dem die gairze Fülle einer die gesamte Not umspannenden Rettungsarbeit „der inneren Mission", sich entfalten sollte. Zunächst ein neuer Stand von durch Erziehungsarbeit erzogenen Berufsarbeitern der praktischen Hilfe, der ihm ganz natürlich aus dem Bedürfnis seines Familiensystems erwuchs. Ganze Scharen seiner Brüder hat er hinaus- gesandt als Hausväter in Rettungshäusern, Herbergen, Arbeiter- tolonien, als Gesängnisaufseher und Kolonistenprediger. Bald macht sich sein Einflltß in ganz Deutschland geltend, der König Friedrich Wilhelm IV. wird auf ihn aufmerksam und bedient sich seines Rates und feiner Hilfe. Die entscheidende Stunde für ihn wird der Kirchentag zu Wittenberg im Jahre 1848, wo er mit seinem gewaltigen Worte, die am Grabe Luthers versammelte Schar der besten evangelischen Männer Deutschlands ausrief und sortriß zur helfenden Tat, zur Organisation der rettenden Liebe. Auf jene Stunde, auf die im Auftrag jener Versammlung geschriebene Denkschrift über „hie innere Mission der deutschen evang. Kirche", die er bezeichnender Weise an „die deutsche Nation" richtete, auf die gewaltige Tätigkeit, die er seitdem unermüdlich durch zwanzig Jahre hindurch in Wort und Schrift, in Versammlungen und durch seine „Fliegenden Blätter aus dem Rauhen Hause" entfaltete, geht im Grunde fast alles zurück, was wir heute an Betätigung sozialen Pflichtgefühls in organisierter Hilssarbeck barmherziger Liebe unter uns haben. Es ist geradezu ein Strom von gesellschastsbildender Kraft von chm ausgegangen. Aber Nicht um diese oder jene einzelne Organisation ist es chm zu tun. Vor seiner Seele steht die sittliche und religiöse Wiedergeburt des ganzen deutschen Volkes. Dieses Ziel hat er freilich nicht erreicht. Es ist auch durch feine einzelne noch so weit gespannte Aktion zu erreichen. Es ist aber sein Verdienst, es dem deutschen Volke gezeigt und eingeprägt und es dafür auf den Weg hofsnungsmutiger Glaubensarbeit gewiesen zu haben. Daß Wichern gerade an seinem höchsten Ziele scheiterte, ja daß tr, einer der Größten des 19. Jahrhunderts, so wenig populär geworden ist, hat die religiöse Gleic^ültigkeit und Verständnislosigkeit des liberalen Bürgertums in jener Zeit verschuldet. Seine Führer sahen in ihm nur ein Werkzeug der politischen Reaktion. iJn ber Tat waren Versuche gemacht worden, ihn, zur Durchführung eines großen Versöhnungswerkes in politischem Sinne Hu gewinnen. Er hat sich dem aber bestimmt entzogen. Allerdings wurde er 1857 als SNitglied des Oberkirchenrats und als Vortragender Rat im Ministerium nach Berlin berufen. Das galt aber lediglich seiner bahnbrechenden Arbeit für Gefängnisreform und Armenwesen. Er hat sich darin unvergängliche Verdienste erworben, u. a. durch seine Wirksamkeit für die Einführung der Einzelhaft und Hebung des Personals der Gesangen- )dörter, zu welchen u. a. auch Brüder des Rauh?n Hauses berufen wurden. So trefflich aber auch deren Wirksamkeit nach dem Urteil berufenster Zeugen war, wurde gerade das verhängnisvoll. Ein unglücklicher Vorfall gab Wieherns Gegnern den Anlaß, einen Sturm im Abgeordnetenhause und in der Presse zu erregen, der dauernd Wicherns Bild in den weiteren Volkskreisen entstellte und dann verlöschen ließ. Es ist Zech, daß er aus der Verdunkelung wieder auftaucht. Denn Wichern ist der Mann, der wie keiner vor ihm in Deutschland, den sozialen Gedanken in Staat und Kirche und in der Gesellschaft Überhaupt zur Geltung gebracht hat, den Gedanken: der Einzelne ist ein Glied des Ganzen, die Gesamtheit ist dem Einzelnen gegenüber verpflichtet. So allein können die großen Fragen der Not gelöst werden. Dem Staat hat er die Aufgabe gestellt, den Sinkenden und Schwachen zu helfen. Daraus ist unsere ganze soziale Gesetzgebung erwachsen. Der Kirche hat er den sozialen Hilfsgedanken eingeprägt, sie aus dem einseitig lehrhaften Element herausgehoben, die Aufgabe des Pfarrstandes umgestaltet. Das größte aber ist er selbst: Dies Herz voll Liebe und Erbamrung, der Mensch, der sein Glück darin gesehen hat, anderen zu helsep, und davon einen Hauch 'inserem ganzen Volke eingehaucht hat. Pfarrer D. Schlosser dankte dem Redner für seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen, und sprach den Wunsch und die Hoffnung aus, daß ihm auch mit ber Tat gedankt werden möchte, mit einer neuen Belebung des sozialen Verantwortlichkeitsgefühls und mit größerer Bereitwilligkeit zur persönlichen Mitarbeit an den großen Aufgaben, die uns Wichern gestellt hat. Zugleich lud er zu dem am nächsten Sonntag, den 10. Mai, in Steins Garten stattfindenden Familienabend ein, hei dem Herr Konsistorialrat D. Mahling aus Frankfurt, der Mitherausgeber der Schriften Wicherns, reden werde. S. Aus Stadt rind Land. Gießen, 4. Mai 1908. Born städtischen Voranschlag. III. Für öffentliche Feierlichkeiten waren vergangenes Jahr 11 000 Mk. vorgesehen gewesen, darunter 10 000 Mk. für die Universitätsseier. In diesem Jahre wurden mit Rücksicht auf das fällige Jugendfest und den zu ermattenden Kaiserbesuch 2500 Alk. vorgesehen. Für gemeinnützige Zwecke erhöht sich der Voranschlag von 15 274,40 auf 17 294,40 Mk. Während der Zuschuß zu dem Theater wiederum mit 3000 Mk. bemessen wurde, sind für den Omnibus 2000 Mk. Zuschuß mehr eingestellt worden (im ganzen jetzt 9000 Mk.). Für die St raßen Unterhaltung sieht der Voranschlag 95 015 Mk. gegen 94 600 Mk. vor. Es ist dabei zu beachten, daß im vorigen Jahre im Betriebsetat 28 800 Mk. für Neupflasterungen u. s. w. enthalten waren, dagegen in diesem Jahre aber nicht, da die betreffenden Beträge sämtlich im Vermögensetat erscheinen. Somit sind die <ür die eigentliche laufende Straßenunlerhaltung bestimmten Beträge mit rund 29 000 Bit. mehr angesetzt als früher, em Vorgehen, das im Interesse des guten Straßenzustandes nur zu begrüßen ist» Auch die Ausgaben für die eigentliche Straßenreinigung sind etwas höher angesetzt als im Vorjahre. Der vorgesehene geringere Betrag (67 050 Mk. gegen 69 750 Mk.) erklärt sich daraus, daß vergangenes Jahr für die Aufstellung eines Bedürfnishäuschens Ecke der Neustadt und der Bahnhofstraße 4500 Mk. eingestellt waren. Die Straßenbeleuchtung wird 2000Mk. mehr erfordern und ist jetzt mit 41 000 Mk. vorgesehen. Die für die öffentlichen Anlagen aufzuwendenden Beträge sind nut 19 890 Mk. stall mit 17 355 Mk. im Vorjahre vorgesehen. Der Mehrbedarf erklärt sich auf den um 3400 Alk. erhöhten Aufwendungen für die Unterhaltung der Anlagen. Für Bänke sind diesesmal 500 Mk. vorgesehen, während eS im vorigen Jahre 1500 Mk. waren. Tie Bachunter Haltung erfordert 1500 Mk. mehr, die ’ür die Beseitigung der Uferbrüche am Unterwassergraben des Elektrizitätswerkes erforderlich sind. Der Titel „Kanäle" hat durch die Einsetzung der Kanalgebühren in ihrer vollen Höhe eine vollständige Umgestaltung erfahren. Sie sind mit 150 000 (50 000) Alk. in Einnahme gestellt, während aus den Gemeindesteuern 50 000 Alk. Zuschuß geleistet werden soll. Für die Unterhaltung und Reinigung des KanalnetzeS sind 18 000 (16 000)Mk. vorgesehen, für den Betrieb der Kläranlage wiederum 11000 Alk., während für Befoldungen wiederum 4140 Alk. eingestellt sind. Für die Verzinsung des auf 3 470 000 Mk. vercm- .chlagten Anlagekapitals sind 127 500 Alk. nötig, während für 'Schuldentilgung 34 133 Mk. vorgesehen sind. Die Pumpstation an der West-Anlage und das Filial- a r b e i t s h a u s sind m Wegfall gekommen. Tie Aufwendungen für F eu e r l ö s ch z w e ck e wurden von 4460 Alk. auf 5200 Alk. erhöht, während die aus der Landes-Brand- versicherungskasse gewährte Vergütung von 13 000 Mk. auf 14 000 Mk. stieg. * •• Das Neichsvereinsgesctz. In Heidelberg sand gestern auf bayerische Einladung hin eine Besprechung der Minister der süddeutschen Staaten statt, m der über den Erlaß einheitlicher Ausführungsbestimmungen zum Reichsvereinsgesetz beraten wurde. • • Für Spaziergänger. Da die 9(rbeiten auf den Militärschießständen beendet sind, wurde auf Ansuchen der Bürgermeisterei widerruflich die Hauptschneise, die durch den Schießstandswald an der Wache vorbei über die Oberhessische Bahn die Reiskirchener mit der Licher Straße verbindet, an den Sonn- und Feiertagen dem Verkehr für Fußgänger frei gegeben und zwar in den Monaten Mai bis Oktober von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends und November bis April von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Das Betreten der Schießstände selbst bleibt verboten. Den diesbezügl. Weisungen des Postens und der Patrouillen ist unbedingt Folge zu leisten. -Licht-Luftbad. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, findet heute, 4. Mai, abends 8y2 Uhr, im Hotel Einhorn eine Versammlung statt, in der die Gründung eines Licht-Luftbades besprochen werden soll. ** Verein gegen ben Mißbrauch geistiger Getränke. Auf ben heute abend 8Vi Uhr im Hotel Einhorn statt- finbenben öffentlichen Vortrag des Direktors Tr. Dietz über Trinkerfürsorge unb bie sich anschließende Haupt-Versammlung des Vereins sei hier wiederholt aufmerlfam gemacht. Bei ber Wichtigkeit ber Verhandlungsg egcnstanbe bars ein zahlreicher Besuch erwartet werben. Jeder mann ist freundlich eingelaöen unb willlvturnen, (siehe auch Anzeigentell.) • • Behaftet wurde gestern ein Italiener, der am 1. I. Mts. einem seiner Landsleute ohne jeglichem Grund einen Messerstich in die Brust versetzte unb sich seitdem verborgen hielt. — Der Arbeiter, der seinem eigenen Bruder unter erschwerenden Umständen vor einigen Tagen 85 Mark entwendete, wurde ebenfalls festgenommen. Den größten Teil des Geldes hatte er bereits verjubelt. • • Gestohlen: In der Nacht vom 2. auf 3. I. Mts. wurde an einer Wirtschaft in der Walltorstraße ein Fahr- rad gestohlen, während der Eigentümer in dem Lokal ein Glas Bier trank. In gleicher Nacht wurden aus einem Keller in der Alieestraße mehrere Flaschen Wein mittelst Einsteigens entwendet. "Schlägerei. In der Frankfurter Straße kam es gestern abend zwischen jungen Leuten zu einer Keilerei, wobei es blutige Köpfe gab. Die Polizei stellte die Teilnehmer fest und die Sache wird ein gerichtliches Nachspiel haben. * * Zur Rothschild-Affäre. Hofrat Rothschild wurde heute durch einen Oberregierungsrat vom Ministerium m Darmstadt im Provinzial-Arresthaus einem Verhör unterzogen. Hofrat Rothschild wird sich wahrscheinlich schon vor dem nächsten Schwurgericht für seine Taten zu verantworten haben. - b- Li ch, 3. Mai. Wegen des Ende Juni hier stattfindenden Gauturnfestes lassen viele Hausbesitzer ihre Wohnhäuser neu verputzen. An dem Hause des Kaufmanns H. Vogt am Marktplatz fand man eine 250 Jahre alte Haus- fassade, die mit ihren noch gut erhaltenen kunstvollen Holzschnitzereien und Inschriften würdig ist, den besten unter Denkmalschutz stehenden Häusern an die Seite gestellt zu werden. Die Inschrift, soweit sie bis jetzt leserlich ist, laufet: Tausend und Sechshundert mit noch 66 Jahren, ward am 5. Heumondstage in dem Jahre wie vorgemelt nach Geburt des Herrn Christi beinah fast verflossen waren zu des Bauherrn vielem Nutzen dies Gebäu hie hergestellt. So wünschte G. P. Textor. Außerdem befindet sich noch ein Bibelspruch daran, der erst nach vollständiger Reinigung leserlich werden dürfte. — Grünberg, 4. Mai. Der „Nationale Wahlverein für Grünberg und Umgegend" hatte für gestern zu einer Vertrau ensmännerversammlung ans dem Landtagswahlkreis Grünberg eingeladen, um zu den kommenden Land tags wählen Stellung zu nehmen. Von den 33 Orten des Wahlkreises waren 26 durch 54 Vertrauensmänner vertreten, während aus den anderen Orten Entschuldigungsschreiben eingegangen waren. Nach kurzer Aussprache wurde Bürgermeister Lang aus Odenhausen einstimmig als Kandidat aufgestellt nachdem zahlreiche Vertreter aus den verschiedensten Gegenden deS Wahlkreises für dessen Kandidatur warm eingetreten waren. Bürgermeister Lang dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und erklärte sich zur Annahme der Kandidatur bereit. w. Bad Nauheim, 4. Mai. (Tel.) Tie Herzogin- Mu 11 e r v o n A n h a 11 ist mit Gefolge hiev zur SVur eingetroffen. + Angersbach, 3. Mai. Nachdem die letzte Rechnung der Gemeindekrankenversicherung mit einem Defizit von 600 Mark abschloß hat der Gemeinderat die Erhöhung ber Mitgliederbeiträge von 2 auf 21/2% des ortsüblichen Tagelohns mit Wirkung vom 1. April er. beschlossen. 0 ©ungenau, 2. Mai. Als Nachfolger des von hier nach Lindenstruth versetzten Lehrers Hahn wurde Schulverwalter Hille von dort bestellt. X Radmühl, 2. Mai. In Kürze findet hier Bür g er - meisterwaht statt. Es ist zu erwarten, daß der jetzige Bürgermeister Frank zum dritten mal gewählt wird. D a r m st a d t, 2. Mai. Die Vereinigung für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie in Hessen hielt heute ihre achte Versammlung ab. Amtsgerichtsrat Almenröder- Franksurt a. Main lyicli einen Vortrag über bas Thema „Wünsche und Erfahrungen bei der Ausführung des Fürsorgeerziehungsgesetzes und beffen Beziehungen zum Jugenb- gerichi". An ber Diskussion beteiligte sich auch Staats Minister Ewald, ber erklärte, baß für die Einführung von Jugendgerichtshöfen in Hessen zurzeit kein Bedürfnis vor- liege, da bie Anzahl ber in Betracht kommenden Fälle zu gering sei, doch werbe bei ber in Aussicht genommenen neuen Geschäftseinteilung eine befonbere Behanblung der jugendlichen Straftaten in Aussicht genommen werden. Die Versammlung nahm folgende Resolution an: „Die Bereinigung begrüßt es mit Freuden, baß auch im Großherzogtum Hessen der Gebancke einer engen organisatorischen Verbindung zwischen Strafrechtspflege unb Fürsorge für Jugendliche Verwirklichung finden soll. Sie beauftragt den Vorsianb, die Entwicklung dieser Einrichtung zu verfolgen, in ben Versammlungen barüber regelmäßig Bericht zu erstatten und nach .streiften für bie etwa mögliche unb wünschenswerte Unter stütz- und ber hierbei so wichtigen Fürsorge tätig zu werben. Dazu gehört z. B. die Gewinnung von Hilfskräften, Förderung ber Idee burch Vorträge, Sammlung von Nachrichten, Feststellung! ber im Großherzogtum Hessen vorhanbenen Fürsorgevereine unb Pfleger unb Mitteilung dieser Namen nn bie Vormunbschafts- ridjter." Aus ber Rhön, 1. Mai. Schloß Bieberstein, die Wartburg der westlichen Röön, 506,6 Meter hoch, auf einem beivaldeteen Berge gelegen, ist freute niedergebrannt. Das Schloß wurde 1150 vom Fürftabt Aiarquard zum Schutze gegen die Milfeburger Raubritter erbaut, es entging trotz harter Be-i drangung im Bauern- und dreißigjährigen Kriege der Zerstörung. In i-essischen Zeiten war es Amtssitz bis 1830, bann stand es leer und kam 1872 in Privatbesitz. Im Jahre 1903 kaufte es Tr. H. Litz unb richtete es für bie höheren Klassen seiner deutschen Landeserziehungsheime ein. Kurz vor drei Uhr nachmittags brach heute der Brand aus. Tie etwa 70 Zöglinge des Heims waren teils beurlaubt, teils auf dem Felde. Es war nichts mefrr zu retten, da Wassermangel herrschte unb nur ein 60 Meter tiefer Ziehbrunnen, einer ber tiefsten in Teutschland, zur Verfügung staub. Die Feuerwehren von Langenbieber und Kleinfasfen mußten sich barauf beschränken, die angrenzenden Wirt- schastsgebäube zu sckstitzen. Ter Besitzer war in Haubinda und mußte telegraphisch gerufen werden. Den Zöglingen ist fast alles verbrannt; einzehre liefen nur notdürftig bekleidet, herum. Sic sind im Biebertalhotel in Langenbieber notdürftig nntergebracht. Man verntutel, daß durch die Hantierung mit einer ÄKlampe durch einen Schüler der Brand ausgebvochen ist. [] Marburg, 3. Mai. Die städtischen Steuern für 1908 sind auf x24 °/0 Zuschläge zur Einkommensteuer (einschl. 25 % Kreis- und BeztrkSsteuern) und 155 % Zuschläge zu den Realsteuern festgesetzt. Mchlich-sozialer Longieh. S. u. H. Bielefeld, 30. April. In feiner Schlußsitzung beschäftigte sich der kirchlich-soziale Kvngreß zunächst mit dem Thema: Theosophie und Spiritismus. Der Referent, Frhr. v. Schmitz-Hoffmann gab einen geschichtlichen Abriß des Eiitdringens der Theosophie in Deutschland, indem er zugleich die einzelnen Partien des Systems der Theosophie charakterisierte. — lieber ein christlich-nationales Seminar zur Ausbildung von Arbeiter- fefretären referierten Lie. M uutm - Berlin unb Gewerkschaftssekretär Wa 11baum-Bethel, unter Vorlegung folgender Leitsätze : ,Tas starke Anwachjen ber christlich-nationalen Arbeiterbewegung besonders in ben Jahren 1904—1907 machte den Mangel an Anstellungsfähigen unb in ber agitatorischen Kleinarbeit erfahrenen Kräften bemerkbar. Deswegen, sowie in Hinblick aus bie erfolgreiche Agitationsarbeit ber Sozialdemokratie war die Bildung von sozialen Ausbilbungskursen ein dankenswertes Unternehmen des Gefamtverbandes evangelischer Arbeitervereine. Die bisher in Berlin, Frankfurt, Dresden und Hannover abgehaltenen Kurse haben fruchtbringend gewirkt; sind aber reformbedürftig. Ter Charakter ber Kurse als Wanderkurse bringt Leiter und Dozenten um bie Möglichkeit, an begangenen Fehlem zu leiten unh erschwert eine systematische Grundlegung. Die Stoffdarbietung muß eine möglichst einheitliche Tendenz aufweifen und in mehr gemeinverständlicher Form erfolgen. Die Kurse müssen wirtschaftlichen Charakter tragen, indes darf keine zu große Belastung mit Theorien unb Problemen, bie von vielen nicht verstanden werden, statcsinden, vielmehr ist Ausbildung für die praktische Arbeit: Vortragstechnik, Diskutieren, Tisponieren, Agitation, Vereins- und Veriammlungstechnik erwünscht. Ohne Vorkenntnisse solle keiner zum Kurse zitgelassen werden. Angestellte, Sekretäre und solche, welche in einem örtlichen Unterrichtsturfe, ober in leitenden Aerntern ber christlichen Gewerkschaften unb evangelischen Arbeitervereine ben Befähigungsnachweis erbringen, dürfen Teilnehmer eines ständigen 6—8 wöchigen Ausbilbungskurses sein. Für die A B C- Schützen der Voltswirtsck)aft fmb örtliche, möglichst von Arbeiter- unb Gewerkfcyaftsfekretären geleitete Unterrichlskurse einzurichten. Es sind die Vorschulen für bie, ständigen Kurse und die ziehungsanstalt für die jeder großen Bewegung fehlenden Kräfte für die Kleinarbeit. Der Gesamtverband ev. Arbeitervereine, die F-reie kirchlich-ioziale Konferenz unb andere befreundete Or- gauifatiouen Müssen an diesen ^lusgaben gemeinsam arbeiten. Solche Ausbildungskurse sind unentbehrlich, nicht nur für Arbeiter- unt Gewerkvereine, fonbern auch für andere Gesiimungsverbände, tote bie Ev. Jünglingsvereine, die zwar nicht in die sozialen Kämpfe eingreifen sollen, aber ihre jungen Mitglieder sozial schulen müssen." lieber bie religiös-sittlichen Aufgaben der Presst sprach Pa>'tor S che ff e n-BerliP. Ten Abschluß ber Tagung bildete eine Evangelisationsver- fannnlung, die abends in der Volkshalle statcsanb und von 1500 Personen besucht war. Freiherr v. Schmitz-Hoffmann unb P. Waubke-Bieleselb hielten evangelisa.lvr.isch. Ansprachen. Mit einem Schlußgebet des Pastor G. von Bodelschwingh fand der Kvngreß bann sein Qntbe. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 4. SJIai. (Orig.-Telegr. des „Gießen Anz/') Amtliche Notierungen ber heutigen Fruchtmarktpreise Ltzetzen Alk. 21.50—21.75, Kurhessischer Alk. 20.25-21.00, La Plata Alk. 22.50—00.00, Kansas Alk. 00.00—00.00, loggen (hiesiger) Mk. 19.25—19.50 Gerste (Wetterauer) Mk. 20.75—21.75, Franlen- selber Alk. 21.75—22.75, Hafer 16.50—17.50, MatS Alk. 16.25—00.00. Weizenmehl Mk. 29.50—30.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 28.50 bis Mk. 29.00, 3. Qualität Mk. 27.00—27.50, Roggenmchl o Mk. 29.75—30.00,1.Qualität Alk. 28.75—29.00, Werzenkleie Alk. 11.51' dis Alk. 11.75, Roggenkleie All. 13.25—13.50, Mcuskenne Alk. 13.00 bis Mk. 13.25,' Franken, Pfälzer, "Ried Mt. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab frier-. 1c. Frankfurt a. M., 4.Mai. (Telegr. Orig.-Bericht des v®ie6 Anz."). Amtl. Notierungen der freuugen Viehmarktpreif e. Zum Verkaufe stauben: 610'Ochsen, 81 aus Oesterreich, 59 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 1045 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 0 aus Dänemark, 208 Kälber, 244 Schafe und Hammel, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 2047 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen 1. Qualität 74—78 Alk. 2. Qual 66—68 Alk., 3. Quäl. 55—58Mk.; Bullen 1. Qual. 64 bti 67 Mk., 2. Quall 58—60 Alk.; Kühe 1. Qual. 66—68 Alk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 38-40 Mk, 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual 00—00 Alk. Kälber: 1. Qual.98—100 Psg., Lebendgewicht 58-60 Ps.< 2. Qual. 82—88 Pfg., Lebendgewicht 46—52 Pfg., Schlacht- gewicht 68—72 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 74—76 Pfg, 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 61—62 Pfg., Lebdgeiv. 48,0—00,0 Psg., 2. Qu. 60-00,0 Pfg., Lebeudgew. 48,0—00 Pfg., 3. Qual. 52—56 Pfg. Lebeudgew. 00 Pig. Geichäft bei Hornvieh gedrückt, Ueberftauö erheblich; bei Klemmet): Kälbern und Schafei. gut, kein Ueberstand; bei Schweinen gedrückt, Ucber|ianb erheblich. Griginal-Drahtmewungen. Nürnberg, 4. Nlai. Die gestern frier stattgehabte Landesversammlung ber deutschen Volkspartei in Bayern war außerordentlich zahlreich besucht. Mit über hundert gegen zwölf Stimmen wurde eine scharfe Resolution gegen den Sprachen-Paragraphen des Vereinsgesetzes angenommen. Dort m und, 4. Mai. Freifrau von Rüxleben, die auf Schloß Buttenberg ihren Gatten erschoß und sich dann selbst schwer verwundete, ist in der Nacht gestorben. Die Untersuchung hat ergeben, daß Freifrau von Rüxleben ihren Plan, den Gatten zu ermorden, schon vor einiger Zeit gefaßt hat und in allen Einzelheiten genau ausgedacht hat. Mailand, 4. Alai. Tie Fenster eines Eisenbahnwagens, in dem sich diePrinzen von Cumberland befanden, wurden unweit der Station Pescart bet Verona durch Stetnwürse z e r t r ü m m e r t. Tie Prinzen biteben unverletzt. Kleine Tageschronik. In Stuttgart wurde ivährenb des Aufzuges ber Wach- Parade auf Dem belebten Schloßplatz eine Knabe von einem La st" automobil ber Daimler-Motorengesellschaft tot gefahren. Tie Rostocker Staatsanwaltschaft hat eine Anllage gegen die Möcktenb. Voltszlg. eingelciiei. Redakteur Franke wirb beschuldigt, kirchliche Einrichtungen beschimpft zu haben. In Breslau erschien am 2. b. M. in der Redaktion der soziatbem. „Volkswacht" ein Kriminatinspektor mit zwei Krtz mmalkommifsaren, um Haussuchung vorzmtehmeii, bie 2 stunden bauerte und lich auf alle; im dep Rrebaktivn befindlichen Gegenstände V V? Itiltung,, SflUÖ w.' xriii Mcich'f \ Mai ivc Vereine m TerP ein-Parli- mitenioui", Hugill®1 tieljinöcrt. 3« 2d üirche der goltesi Mensch ha' atbt keinen In de Siileijtiges Ml, wa Wnnrbeil errletzi, em AnS ü .Swanhild jni) achtel JnN -aus der Ü itlillcn bei Ä Leiden cchwa Die B, Leun Danksagung- Giessen, den 4. Mai 1908 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen H. Hansel. Für die zahlreichen Beweise der Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Neffen, Enkels und Vetters Friedrich Schäfer stud. matte* sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. H M- vg i G W M 'M «. Haas III Bletchstr. 8, Hinterbaus, Telefon 698 T Vdlsiändig selbsttätig!) Ohne Rasenbleiche und ohne Reiben B [Ozon- ^Alleinig bhitenweisse Wasche durch einmaliges Kochen - Greift die Wäsche nicht im Geringsten an.-Desinficirt gleichzeitig. Bequem.Vorteilhaft.1/2tt>35Pf. iRiT II Itnfr Ueberall erhältlich. ierEdbrikanl: Joseph Müller.Seifenfabrik Limburgülahn. Meteorologische Beobdchtnugen her Station Gießen. f*. ,i" < M; ■ i;A: • 6. Mai: „Ein Fallissement." Donnerstag den 7. Mai, abends bald 8 Ubr: „2x2 = 5". Freitag den 8. Mai: „Wallensteins Lager." „Tic Piccolomini." Samstag den 9. Diai: „Ser Dieb." Sonntag den 10. Mai, nachmittags halb 4 Ubr: „Bei uns da drüben." Abends 7 Uhr: „Nora." Montag den 11. Mai: „Watlcn- steins Tod." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubr. Wichernteier. Sonntag, den 10. Mai, abends 81/« Uhr, in Steins Garten: Familienabend. unter Mitwirkung des Evangelischen Kirchengesan^vereins, des gemischten Chors des Evang. Arbeitervereins, Vortrag des erm Konsistorialrats D. Mahling aus Frankfurt a. M. (B*/5 Zur Teilnahme ladet herzlichst ein Evangelischer Gesamtkirchenvorstand. Oberhessischer Verein für innere Mission. Evang. Arbeiterverein. Zweigverein des Evang. Bundes. Prima Kognak Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literslasche 2 dJlt, ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner geltenmeine französischen Kognaks unter Originalverschlub als die besten, welche der Markt bringt. 748) E. Dort, Walltorstr. 45. Versteigerung. Dienstag, den 5. Mai d. o£»., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich, Neustadt 55, dahier gegen Barzahlung: 1 Pferd, 2 Schweine, 3'/, Dtzd. Knabensüesel,ca.lOO verschiedene Bohlen, 1 Orchestrion und Möbel aller Art. (2838 Born, Gerichtsvollzieher Neue Feder „ 1.— Uhrglas „ 0.25 Uhrzeiger (03763] „ 0.15 Für jede Reparat. 1 Jahr Gar. Uhrmachep Koch, Walltorstr. 18. 03771] Regcnfässer, Waschbüttcu mrd alle Küserartikel billig. N. Körber, Sonuenstraße 13. Damenbinden per Dutzend 80 Vfg. u. 1L0 Mk. Gesc> w. Aron, Korsetlenhaus, (2354 letzt Scltcrswcg 59 gegenüber Hotel Prinz Karl. 03754] Gelbe und rote Nrüb- kartoffeln sowie gute Ziegen- mUch abzug. düchruussberg 7. Mai Barometer am 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute iZeuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 1908 3. 2»& 747,3 17,7 9,7 64 8 2 Sonnenschein 3. 9“ 746,6 14,1 9.7 81 NNE 2 Bew. Hiimirel 4. 745,0 9,8 8,2 91 NE 1 Bed. Hunmel Höchst Temp eratur am 4. Ma — ■+ 18,8 6 C. Steuern ^menfteuer L55% Zu- 7Ö k tz'7- EZ Senden A 'ubinda Ullö Jfoiofi ! Jmm. Sj, ; "iergcbrnch^ Äcinpe ' 30. April, irchlich-sozjal- lnd lln gab einen em Teutsch- ©Ditang ber lch'Nalio- Jttbcjter« Mlverlschails- »Igtnbet Seit, den Arbeiter- te den Mangel Beinarbeit er- t ömblick auj e war die Bis- I wertes Untei> ■ ’iötwine. Die I c, abgehallenen I dormbedürstig. I teuer und Tv- I ,zu leiten mit» I ^toiidarbietmg | und in mehr 1 fscn wich'chasl. | Belastung mit I landen meiden, ■ (ktische Arbeit: I i, ^eins- und I de solle keiner I are und solche, I enden Ämtern I Arbeitervereiiu I mer eines stän- 1 c die A B C. V t von Arbeiter. :je einzurichten. : und die Er- chlenden Krästr ntervereine, die isreundete Lr- rbeiten. Solche c Arbeite» uiH gsverbände, wi: ozialen ilämpse syulen müssen." der Press. Rechtsschutzstelle erteilt unentgeldlich [Die/3 Rat und Auskunft nn Kranen nni) Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 5—7 Uhr, ^teuen Baue 25, III. Das Honigdepot des Oberheffischen Bienenzüchter- Vereins befindet sich einzig und allein bei C. G. Kleinbeun, Bahnhosstr. 59. Preis 1486 per 1 Pfd.-GlaS Akk. 1.10 inkl-Glas, Gerieytrsaal. Hamburg, 2. Mai. Die Strafkammer hob das Urteil des Schöffengerichts vom 6. April 1907 auf, durch das der verantwortliche Redakteur des „Simplizissimns" Gnlbransson wegen verleumderischer Beleidigung des Rheders Adolf Wörmann zu 3Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Gnlbransson rourbc jetzt wegen einfacher Beleidigung zu 500 Mk. Geldstrafe ver- urteilt. Univerfttäts-NacHrid-tenI^ Der berühmte Bonner Altphilologe Geheimrat Professor Dr. Franz B ü ch e l e r ist am Sonntag plötzlich am Herzschlag g e- st o r b e n. Aücheler war 1837 in Rheinberg geboren. Gr war in Bonn seit 1856 Gymnasiallehrer. 1858 würde er a. o Professor der klassischen Philologie in Frelburg, 1862 o. Professor dort, 18Mi kam er als Ordinarius nach Greifsivald, 1870 wieder nach Bonn. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 5. Mai: Zienrlich trübe. Verschiedentlich Regen. Strichlveise Gewitter. Zunächst wäriner. Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 5. Mai*): »Figaros Hochzeit." Mittivoch den 6. Mai, abeiids halb 8 Uhr, zum Besten der Witwen- imb Waisen- kasse des Orchesters: „Em Walzertrauni." Domierstag den 7. Mai: „Pelleas und Mellsande." Freitag den 8. Alai: Gastspiel der Kammersängerin Gutbeil-Schröder voii der Hoioper in Wien: „Garmen." Samstag den 9. Akai: „Tie lustigen Weiber von,Windsor." Sonntag den 10. Mai, abends 6 Uhr: „Tie Meistersinger von Nürnberg." Montag den 11. Mai, abeiids halb 8 Uhr: „Die lustige Wuwe." Schauspielhaus. Dienstag den 5. Mai* : „Wallensteins Tod." Mittivoch den ngellsationÄe» unb von löOO iimaun unb nsprlichen. Mü vingh sand der i\0P r. deS „Gieße» iimartiprcilt -2LU0, La Plaw lonqeu ktW -21.75, ijranie»' mir. 16.25—-OO-^ » * «J» ««Ulf SSÄ uu.uo. Alles ptt A-E'K 2 Sliece u>» Z-IS f Ö74-76 A Äin LebdjM - 35^ & *h,tt sA h Sommersprossen leberflecken etc, entfernt rasch und sicher Creme Odin Preis Mk. 2.00. 12698 Germania Drogerie, .Carl Seibel. Lästige Haares» anHinnwwB men entfernt sicher u. schmerzlos Prof.vr. Grünewalds Pulver D. 1.50 Mk. Alleinverkauf Pelikan Apotheke, 2699] KreuLPlatz 2. ZastlungSuuffordernug. Die für das Rechnungsjahr 1907 rückständigen Kapital- zinsen können an den Zahltagen innerhalb der nächsten 14 Lage noch ohne Kosten ziir Universitätskasse entrichtet werden. Gießen, den 4. Mai 1908. Grosiherzogliches Universitäts-Rentamt Weimer. Sonntags jungen H beehren sich anzuzeigen y Odin Zülpicherplatz 8. 0 Carl Hirsch n. Frau Lina geb. Hanau. Statt Karten! Die Geburt eines kräftigen Eintritt frei. Freie Diskussion. Verein -er ....... 2» TieuStlm, den 5. Mai, abends 8'/- Ubr, im Saale des Hotels »Zum Einhorn" vVs OeffleatL Vortrag* des Herrn O. Riedel über: „Blockpolitik u. Liberalismus“ erstreckte Tie Schubfächer der ^abwesenden 3tei»rteure ADert und Radtofs wurden erbrochen, da Schlüssel nicht gefunden wurden. Es l-andelt sich um ein Verfahren gegen Unbekannt tvegen Di e list a h l s von Akten aus der Fürstlich-Pleßschen Grubcnver- lvaltung, die Enthüllungen über den Reichstreuenverband enthalten. Die Haussuchung verlief ergebnislos. In Paris wurde der 60jährige Bankdircktor Raim- b a u b voll seiner Wirtschafterin im Schlaf erdolcht. Tie Mür- Dcrin wollte dann den Leichnam fortschaffen und zerstückelte ihn, als es ihr zu schwer wurde, die ganze Last zu tragen. Ein Vetter des Weibes erstattete Anzeige. ' Bei dem Kaiser-Huldigungsständchen des Rieder- österreichischen Sängerbundes in Schönbrunn bei Wien am 7. Mai werden 97 Landvereine mit 1951 Sängern und 108 Wiener Vereine mit 4667 Sängern mitivirken. Ter Professor der Ezernowltzer Universität Dr Loewl, welcher eine Partie auf den bequemen und niedrigen Gaisberg bei Salzburg »mternonlinen hatte, wird v e r m i st. L. ist wahrschemllch verunglückt. Tie Nachforschungen werden durch den heftigen Regen behmdert. In Wien wlirde während der Maiandacht in der Michaeli- üirche der Porzellannlaler Adolf Hermann, ein Anarchist, wegen (tz o t t e s l ä st e r li n g und Religionsstörung verhaftet. Der Mensch Halle während der Predigt in der Kirche laut gerufen: ,Es gibt keinen Goll!" In der Nähe von M o u t i e r s (Frankr.) ist ein Teil eines Güterzuges, dr sich loSgerissen halte eine starke Steigung herunter- gesausl, wobei mehrere Wagen an einer Biegung entgleisten. Mehrere Bahnarbeiter, welche sich auf dcn Bahnkörper befanden, wurden verletzt, einer gelötet. Ans Dionteöibeo wird gemeldet: Tas schwedische Segelschiff „Swanhild" ist auf der sog. englischen Bank gescheitert. Der tiapüän unb acht Mann ber Besatzung sinb gerettet worben. In Ncwyork ist das Hotel Aveline, bas größte Gasthaus ber City, voll staubig niedergebrannt. 25 Personen erlitten ben Tob in den Flammen. Georg Becker Am Samstag abend verschled nach langem Leiden, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwager und Onkel in seinem 49. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Familie Becker. Gießen (Dammstr. 4), den 4. Mai 1908. Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 5 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. (03744 (03773 Watzenborn, den 4. Mai 1908. Für die uns bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten, Vaters, Großvaters, Bniders, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels Konrad Ruhl Gastwirt erwiesene Anteilnahme sagen wir hiermit Allen unfern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wenn nicht dann Gute Milch, möglichst Sahne verwenden Sitte ausschneiden! TC ier Haven Sie iHn nicht richtig zuverettet! Probieren Sie mal eine der neuen Kochvorschriften: Haben Sie schon Kathreiners Malzkaffee probiert 'k Kat er Ahnen geschmeckt? ten kochen lassen unb mit beut kochenden Malz- kaffee dann noch l*/i Lot (30 Gramms Kathreiners Malzkaffee langsam ü b e r b r ü h e n. — Mischung von Kathreiners MalMssee mit Bohnenkaffee oder mit Kaiao: 1 Lot (20 Gramm) ziemlich grob gemahlenen Kathreiners Malzkaffee nut 1 Liter kaltem Wasser übergiesien, zum o dj e n bringen, einige Minuten kochen lassen unb mit bem kochenden Malzkaffee lLot Bohnenkaffee langsam überbrühen ober mit dem durchgeseihten kochenden Malzkaffee 3 gehauste Lkaffeelöffel (12 Gramm) Kakao anrühren. — Einfache Zubereitung (überbrühen): 3 Lot (60 Gramm) Kathreiners Malzkaffee ziemlich grob mahlen unb mit 1 Liter kochenbem Wasser langsam überbrühen ober aus einer Kaffeemaschine Herstellen, genau wie Bohnenkaffee. — Sparsame Zubereitung (kochen): 2 Lot (40 Gramm) Kathreiners Malzkaffee ziemlich grob mahlen, mit 1 Liter kaltem Wasser übergietzen, zum Kochen bringen unb einige Minuten kochen lassen. — Doll unb aromatisch (kochenund überbrühen): 1 Lot (20 Gramm) Kathreiners Malztaff' ziemlich grob mahlen, mit 1 Liter taltenl Wassi. übergieffen, zum K o d) e n bringen, einige Allnu- Sita- ii. Sctactogeitf* der Burk’schen Konkursmasse sind in dem Silbergeschäft des Herrn Karl Voll. Giessen, Seltersweg 53 zum Verkaufe ausgelegt. 2850 Tapeten Reichhaltige Musterkollektionen in jeder Preislage. 2845 Robert Hasse Inh.: Otto Täubert Schanzcnstrabse 6. Telephon 326. 10 MarK Belohnung „ demjenigen, der Aufschluß über den Verbleib meiner 'Frau geben kann. Sie verließ am Freitag nachmittag die Wohnung. Ein Arzneiglas und ihr Körbchen wurden aus der Lahn auf* gefischt. Wahrscheinlich ist sie in der Lahn umgekommen. Marl Mandlsr, Krofdorf. Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühi’eche Universitäts - Druckerei. Schuletr. 7 Heues Stadttheater. Freitag, den 8. Mai: Gesamtgastspiel des Hoftheaters und der Hofrnusik aus Darmstadt. Der Waffenschmied Komische Oper in 3 Akten von Lortzing. Anfang pünktlich 7 Uhr. Ende 10 Uhr. Karten im Preise von Mk. 7.50 bis Mk. 2.50 und Textbücher zu 20 Pfg. in Ernst Challiers Musikalienhandlung am Neuenweg. Kolosseum Giessen Walltorstr. 36—38 (früher Casc Leib) Telefon 644- Spezialitäten-Theater I. Ranges. Wundervolles Programm. Heute Montag Große Vorstellung. Stürmischen Erfolg erzielt der berühmte Juh-Antivode Mstr. Almerdo, sowie das übrige Programm. Anfang Wochentags 8 Uhr. Im vorderen Restaurant Familien-Konzert des' arWiener Damen-Orchesters „immer Fidel4* “Oj bei gänzlich freiem Eintritt. Anfang 7 Uhr. [03778 Es ladet ergebenst ein Direktion Albert Rappmann llmiiaiilicte Landhaus mit Stallungen u. herrlichen groß. Obst-, Gemüse- u. Blumengarten, evtl, mit etwas Land, tu landschaftlich gesunder, schön. Gegend nicht weit von der Universitätsstadt Marburg gelegen, soll sosorr vernlieten werden. — Anfragen unter F. C. E. 800 an Nudolf Messe, Frankfurt a. M. [ss-/s Für ein siebenjähr. Mädchen wird in besserer Familie Pension gesucht. Gute Erziehung Bedingung. Angaben des Pensionspreises mit Darlegung der Verhältnisse unt. 03733 an den Gieß. Anz. erb. Arttcrcr StotntetSc„ Privatunterricht. Erfolg gesichert. — Schrift!. Angebote unt. 03729 an den Gießener Anzeiger. Ein Schneidertisch sowie verschiedenes Echnerderwertzeugzu verk. [03735] Steinstraße 70,1. St. Hlirfflitrtft iüng.Wirtsleuten JVll IIUjUII .u Pachten gesucht. Schriftliche Angebote unt. 03730 an den Gießener Anzeiger. hnnfi au mieten ob. laufen 9“”^ gesucht, eventuell auch mit Laden. Schristl. Angebote unter 03619 au den Gieß. Anz. erbeten. LchLI»r erhalten gute Pension DiYUler 03Q98] Bleichstr. 17, pari. U-rnk Ikdrrmanu. etwas zu borgen, da ich '. nichts hafte. 103747, Frau Belten. 03764) Für ein rentabl. Fabrik- untern, wird ein Kapitalist ne». Schristl. Angebote unter 0376. an den Gießener Anz. erbeten. 18 000 Mk. an II. Stelle auf prima Objekt gesucht. Schristl. Angebote unter 0375? an den Gießener Anzeiger erbeten Vertauscht am vergangenen Dienstag im Kaiserhof, l. Stock, einen seid. Regenschirm mit rundem Griff u Beichlag, Fabrikzeichen am Band „Wigdar". 1^30 Abzugeben Westanlage 9, I. 03752] Ein Dameustiefel zwischen Osivaldsgarien und Seltersweü verloren. Abzugeb. geg. Belohn. H. Sauer, Wirt, Oswaldsgarten, Ultramontan-jüdisch- kvangel. Vereinigung. Morgen, Dienstag abend 8Ubr EMsisn nchAciii-LiiiSe«. 03748)ZusammenkunftStamintlsch. aV5 Modell-Costümes .geben wir jetzt zu bedeutend ermässigten Preisen ab Gebr. Jmheuser Marktplatz 9—10 03715) Stubem. Bett, sow. Stube a. einz.Pers. z. v. Nahrungsberg 12 Möbl. Zimm, billig zu verm. 03713,________Diezstrahe 6II. 03699) Elegant und einsach möbl. Zimmer mit und ohne Pension zu vermieten. Bleichstr. 17, pari. Acht. Lchuhmachergeseüe sofort gesucht. (03640 B. Amend, Hundsgasse 4. 2820] Zuverläss. Schreinergeselle aus dauernd gesucht. Asterweg 16. 03743] Nrästiger Arbeiter gesucht. Schneidemühle, Hammstratze 27. 2 träft. Arbeiter zur Montage von Eisenkonstruklionen am Neubau J-rrenanstalt, Licherstr., sofort gesucht. Meldungen bei 03770] Monteur Fischer, daselbst. 03671] Tücht. Pferdeknecht gesucht. W. Rinn VIII., Heuchelheim. Gesucht, zum 1. Ium, J2769 (fruKmor der etwas Land- wirtschast versteht. Meldungen an Oberföster Antbes, Kloster Haina, Kr. Frankenberg (Hessen). 03745] Zuverläss. Fahrbursche ges. I. K. Spies, Mineralwassergesch. 2817] Fabrbursche gesucht. Georg Hcbstreit, Klinikstr. 21. 2829) Zum Ausfahren der Milch zwei tüchtige Männer oder Frauen gesucht. Mllchküche für Säuglinge, _____________Welzsteingasse 43. Lehrling gegen Vergülung ges. Jacob Lchlosscr, Spengler u. Installateur, Kaplaneigasse 5. _______________(03761)_______________ tkpsllsstt eme tüchtige Putz- und Waschfrau. (W37 iRU hplnntrnfip 25. Für Atitte Mai suche ich ein braves in Küche und Hausarbeit erfahrenes [2842 Mädchen nicht unt. 17 Jahren. GuteZeugn. Bedingung. Frau Friede. May, ________________Lieblgstraße 47. Eine tüchtige Verkäuferin bis Ende Mai, sow. ein Lehrmädchen aus achtbarer Familie geg. sofort. Vergütung per sofort gesucht. Lilieufelds Sambwarcubaus, 03646] Seltersweg 52._______ Tüchtiges Mädchen für Küche und Haus mögl. für sofort gesucht. Betr. muß schon in besserm Hause gedient haben und genügend von der Küche verstehen. Zu melden 03774»________Johanneöstr. 4, I. Ein Küchenmädchen mit einem Monatslohn von 25 Mk. sucht zum alsbaldigen Eintritt Provinzial Siecheuanstalt. ________________IBVi]________________ 03767] Suche ein Mädchen für tagsüber sowie mehr. Mädchen f. Gießen u. Bad Nauheim per ,of.u. spät. Frau Herr, Sonnenstr.6. Unübhängigtfl Mädchen oder Frau | für tagsüber gegen hohen Lohn gesucht. Näh. Bismarckstraße32, p. Lehrmädchen gegen sofortige Vergütung gesucht. 2753] H. Kühn, Papierhandl. 2717] Sol., eins. Mädcücnwelch.d. steinig, d. Geschäftsräume nicht zu übern, braucht, sucht, a.d.Vermiet- frau. FrauL.Noll, Bahnhosslr. 51. Wegen Verheiratung meines jetzigen, suche zum 1. Juni Mädcrien das kochen kann und die Hausarbeiten versteht. 2815 Frau Staat», anwalt Brill, _______Slephanstraße 27._______ TWMS Mädlhei gesucht. Eintritt kann sofort erfolgen. FrauReg.-Baumeisler Kuhlmann AlsfelL C3/e Für 1. Juni ordentl. sauberes Mädchen gesucht, das schon gedient hat. 2826________Reuen Bäuc 271. Kravks Mädchen | mit guten Schulzeugnissen stndet Lehrstelle in d. Spezialgeschäft von Franz Bette, Mäusburg 10. 03720] Jüngeres Mädchen gesucht. Mausburg 14. Bureaugchilsc, der auch Stenographie u. Schreibmaschine kundig, sucht Stelle s.sos.,eotl. a. snrndenw. Beschaft. im Beischr. von Geschäfts- büchern u. d. gl. Näh. durch Aktuar Mann, Justizgeb., Zimmer 42. _______________(03775)_______________ Än« MrrimieiKer sucht sich bis zum 1. Juli 1908 oder später zu verändern. (03753 Junger Mann, 19 Jahre all, welcher augenblicklich in einem Kol.-Waren-Geschäft en gros als Expedient tätig ist, sucht, gestützt nur gute Empfehlungen, per 1. Juli er. passende Stellung. Schriftl.Angeb. m.Gehaltsangab. unt. (6758 an den Gieß. Anzeiger. Jg. Mann, mililfr., kautionsf. f. Stelle a.Kassierer, Kassend. o.dergl. Schriftliche Angebote unter 03739 an den Gießener Anzeiger erbeien. Sohn achtbarer Eltern, der die Oberrealsch. m. Sekunda verl. hat, wünscht in einem en gros Geschäft die Kaufmannschaft zu erlernen. Schriftliche Angebote unt. 03636 an den Gießener Anzeiger erb. Jg. Mädchen sucht leichte Stelle durch FrauSchäser, Sonnenstr.3. _________________103768]_________________ 03760] Aelteres Mädchen sucht Stellung. ____Löberstraße 14. Vwlm-Unterricht erteilt (03443 O. Schneider, Neuenweg 32, II. — Schüler von Prof. LvuiS van Laar, Genf. litM-Mbai. Herren, die sich sür das Zustandekommen eines Licht- Luftbadeö interessieren, werden gebeten, sich zwecks näherer Besprechung nächsten (03623 Msstag, Len 4. Uni, abends SV, Uhr, im Hotel Einhorn einzufinden 03561) Zwei Schüler finden gute Pension.Wilheimstraße 3. ttianen «ich Herren und Dämon la wenigen Tugen »chuelUCeru bei tniz knoignen. — Eine icböne Schrift ivi heutzutage einfach Bedingung Jede, eelbel die »cblechteeta und nnleaerllcbirte ScbriA (mag dleaelbe von Scbreibkrampf, Zittern otc- berühren). wird durch meine in gut Deutecblend sowie im Auslände ringe. fUbrte Methode dauernd schön und ge- Ihuflg. tausende verdanken ihre schöne Handschrift nebet guten Stellungen der Absolvierung meiner Lutcrricbtakune. Ferner gründl. Ausbildung in Buchführung. Correspondens, Maschinenschreiben etc. Auswärtigen Fahrtvorgütnng oder brieflich. Unbemittelten bedeut. PreisermlUslgune. Prospekte und Probcstnnde gratis. Dir. Schreiber’s soeci»i-in°uu>t n für Calligraphie und Handelswissenschaft. Giessen, Eckt Bahnhofstrasse u. Wolkengasse. Im Weinrest. Schott, I. Etage, Kurse können täglich bis zun. 6. Mai begonnen werden. (03595 Schöne 4 Zimmer-Wohnung zu verm. Oteubnu Liebigstraße 89. 03iC3] Näh. Schissenbergerweg 65. 3 Zimmer 03766) Gr. sch. 3-Z.-W. mit Zubeh. 2. St., svf. beziehbar, zu vermieten. Näheres Neustadt 14, part. 03742] 3-Zimmcr - Wohnung zu vermieten. Steinstraße 73. 2518) In meinem Neubau ist eine 3-Zimmer-Wohnung per 1. Mai ob. später zu vermieten. Näheres Löwengasse 28. 2 Zimmer 03734] Frdl.2-Z.-W., I. Etg., a.ruh. Leute zu verin. Wetzfteinstr. 40, p. 2190] 2-Zimmer-Wohnung zu ver- mieten. Näh. Kaiser-Allee 58, II. Verschiedene Kaiser-Allee 5, p*16 2 eleg. Wohnungen, 7u. 6 Zimmer per 1. Juli oder später zu verm. SÄlofigasse 17 kleine Wohng. im 3. Stock an ruhige Leute zu vermieten.|2774 03519] Meine Wohnung zu ver- mieten. Leihgesterner Weg 24. Roonstraste 2. (2329 Im Vorderhaus 1 Stube, 2 Kammern und Küche per 1. Mai zu verm. Näh. Ludwigstr. 28, I. 2824] 2—3-Zinimer-Wohnung nebst Mansarde fojovt zu vermieten. _______H. Zimmer, Kreuz 1. 1568] Verschiedene 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen zu verm. -Näheres Slephanstraße 25, I. 2831] Schöne Mansarden Wohn. zu vermteten. Sonnenstraße 6. 2827] Familien-Logis und 2 möbl. Zimmer zu vermieten. _________Roll, Mäusburg 12. 03749] Kleines Logis an ruhlge Leute zu verm. Walltorstr. 49. 03753]Stübchen mit Kabin. 1 Trep. hoch,unmöbl.z.v. Gr.Steinweg 5. Kleines Logis zu vermieten. 03776] _________Rittergasse 23. 2841) Wohnung, Zimmer, Kabinett, Küche zu verm. Schützenstr. 11. | JMlöbl. Zimmer ] 03728] Zwei gui mobl. Zunnler zu vermieten. Ludwigsvlatz 4, III. 03738] 1 solider Arbener kann Kost u. Logis erhalten. Hundsgasse 4. 03769) Anst. saub. Arbeiter kann Logis erhalt. Neustadt 19, I. St. 2846j Schönntöbl.Zimmer mit voll. Pens, zu verm. Ost-Anlage^. 03757) 2 schön möbl. Zimmer zu vermieten. Diezstraße 6, I. 03751] Stübchen mit Bett zu ver- mieten.____________Maigasse 11. 03522] Möbl. Wohn- imb Schlai- zimmer, mit elektr. Licht u. Schreio- risch zu vermieten. Settersweg 70. 03532) Fein möbl. Wohn- u. Schlaf- zimmer zu verm. Ludwigstr. 30, p. 03562] 1—2 gut möbl. Zimmer m. Klavier zu v. Wilhelmstr. 3, II. 03656] Möbl. Zimmer sof. ob. spät. zu verin. Löbershof 8, part. 03653] Ein fein möbl. u. e. eins, nröbl. Zimmer zu verm. Roonstr. 16, II. 03679) Möbl. Zimmer zu Vermietern Hosmannstr. 7, p. 03673) Sch. möbl. Zimmer m. sep. Emg.sof. zuo. Wilhelmstr.53, p. 03690) Möbl. Zimmer zu verm. ____________Seltersweg 87III. Möbl. Zimmer zu verm. (03701 _________________Löbershof 5II. 03727) Möbl. Zim., elektr. Licht, z. verm. Frankfurter Str. 143 Möbl. Zim. m. sep. Eing. z. verm. 03711)______Ebelstrafie 2611. 2 ineinandergeb., freundl. möbl. Zimmer mit sep. Eingang part. a. Wunsch m. Kammer in noch neuem Hause m. Vorgarl. zusammen oder einzeln zu vermieten. (2766 Walltorstr. 73, nächst d. Ost-Anlage. 03620] Möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Seltersweg 81, part. 03628] Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Steinstraße 48. 03457] Schön möbliertes Zimmer zu nenn. Ostanlage 40. 3 für Schneiderei za äusserst vorteilhaft billigen Preisen, Canfild do. Phönix. das beste und neueste, Dutzend 35 Pfg. 12 20 15 Pfg. Pfg. Pfg. Pfg- Pfg. Pfg. Pfg- Pfg. I. Druckknöpfe, garantiert rostfrei, Marke „Zukunft“ Beste Druckknöpfe, Marke „verknpo“ Kragenstäbe, alle Höhen, Dutzend 06461, garantiert waschbar, 25, 80 Pfg: Grösse 2 3 50, 60 Pfg. Beste amerikanische Marken Darmblätter 0275, bestes deutsches Fabrikat, Grösse 12 3 W - hchl Zutaten Futterstoffe I. Jaconet. Rockfutter, 100 cm zu 38 u. 45 I. Orleans (Lttster), zu 50 u. 70 I. 80 cm-Satin, zu 60 u. 90 I. Taillen-i£öper, zu 45 I. do. englisch Troill zu 65 u. 95 Brooks, englisches Nähgarn, 500 Yards 30 Pfo-, Ackermanns Nähgarn, Nr. 24—80, 500 Yards 17 Pfg. Gütermanns Maschinen-Seide, lO-Gr.-Rolle 45 Pfg. „ Reform, 160 Meter 26 Pfg. „ Ideal-Röllchen 9 Pfg. U 3tahlstecknadeln, 50 Gramm-Carton 22 Pfg. A.Holterhoff Söhne Seltersweg 20. Giessen* Seltersweg 20. Engros-Lager der Handelszentrale deutscher Kaufhäuser, Berlin, E. G. m. b. H. Beauty a*y8 Grösse 12 3 4 65, 80, 95, 105 Pfg. Grösse 2 3 4 75, 85, 105 Pfg. 03762] Gut erh. Landauer sofort prelsw. z. verkaufen. Alte Post. Für Wirtel ZLL Likörkühler (Neusilbers zu verk. 03731] Schützenstr. 15. Mans. Eine noch neueZicgelprefse.belg. System, preiswert zu verkaufen, weil sich Material nicht eignet. Ziegelcibefitzer H. Zivv, 03732) Aslar bei Wetzlar. Alte Flaschen kauft N. Körber, Sonnenstraße 13.___________[03772 037551 Gebr. Damenrad preiSw. zu kauf, gesucht. Ebelstraße 12. Früh-u.SM-KarloffkiüL 03737) Teuselslustgärtchen 14. Fast neues 7»- a h r r a d mit Freilaus zu verkaufen. [03736 _______Bismarckstraße 11, part. 03740] 2 Ziegenlämmer zur Zucht zu verkaufen. Edersttaße 6. Bruthenne Ein edles Wagenpferd schwarze Stute, ohne Abzeichen, 1,72 in hoch, 6 Jahre alt, fehlerfrei, lammfromm, zu verkaufen. 2843] Karl Friede. Stroh Reistkirchen (Kr. Wetzlar). 2455] Der 3. Stock meines Hauses, 7 Zimmer mit Zubehör, ist per 1- Juli anderweit zu vermieten. Adolf Zinßer, Süd-Anlage 9. | 5 Zimmer | 2849] 5 - Zimmer - Wohnung im 3. Stock, neu hergerichtet, per sos. oder spät, zu verm. Kaiser-Allee5. I -4 Zimmer [ 2144] Elegante 4 - Zimmcrwoh nung Mil Bad, Gas, elektr. Licht und Zubehör per sofort zu verm. Ü. Damm, Liebig,tr. 97. llerlchiedenes Ihiuf-(i3clnd)c 91 ,iln hino l5M (