Die heutige Nummer umsaszt 16 Seiten. Ihn einigermaßen erfreulich in unserem innerpolitischen Leben war nur daS Zusammenhalten des Reichstagsblocks; er hat allen trüben Voraussagungen zum Trotz flute gesetzgeberische Arbeiten geleistet und er ist vor allem ein rid)» liges Erztehungsmitlel zur Ginifltcit gewesen. Der üielgc* chmähte Block der bürgerlicl-en Partelen hat gezeigt, daß es selbst bei uns, im geradezu vorbildlichen Lande der Partcizersplitterllngen, mvg.ich ist, kleinliches Parteigezänl um großer gemeinsamer Interessen willen zu^ückzustellcu. Wir sehen hier vorerst allerdings nur einen A «fang zu' Besserem, aber immerhin einen ersreulichen Änsaiig. Große Zukunstöhofsnungen, ja geradezu unausdenkbare neue K^tursorlschrilte haben uns die Ersolge der Lus.schiff' sahrt im abgelaufenen Jahre versprochen. Daß bie jüngsten Erfolge aus diesem Gebiet Deutschen beschieden gelms.n ist, erfüllt und mit Stolz. An Mißgeschicken hat es bei diesen ersten kühnen Versuchen der Tnrchschiffung des noch wenig erforschten Lustnceeres nicht gefehlt, aber wie ein Mann hat sich das deutsche Doll da zusammengetan, um das begonnene große Werl nicht zugrunde gehen zu lassen. Noch bessere Erfolge als das alte Jahr wird uns Hassent.ich das neue scheuten. Bon den vielen Umwälzungen In der Weltpolltik veo dienen es zroei, ganz besonders betrachtet zu werden, >veil sie allem Ans ^eiue nach von g.Öderer W r.ung au, d.e zu- cünstige politische Ausgestaltung der Well fein werden. Es sind das der Thronloechsel in China und die Vorgänge aus dem Balkan. Der Tod der alten fremdens.indlichen LVaiserin, der Tod des kranken, machtlosen jungen Kaisers und die Regentschaft des der »vestlichen Shdtur freundlich geslnilteu Prinzen lassen die endliche Modernisierung des Reiches der Mitte erwarlen. Die Annexion Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich und die Unabhängiglcitserklärung Bulgariens aber haben die so lange ängstlich gemiedene Orientfrage äufgerollt. Eine endgültige Siegelung der vielen strittigen Fragen auf dem Balkan, in dem einen oder anderen Sinne, steht außer Frage. An der Schwelle des neuen Jahres sehen wir und politisch manchen Schwierigleiten und Gefahren gegenüber, und die wirtschalliicl)e Depression mic allen ihren traurigen Folgeerscheinungen will uns schier alle frohe Neujahrshvff- nung rauben. Das neue Jahr wird ohne Zweifel ein Jahr der Kämpfe sein, vielleicht gar her Kriege, aber ist eS nicht so, daß alces Große nur durch Kämpfe zu erringen ist. Und ist nicht das Leben selbst in feinem innersten Wesen der .Krieg? Weit schlimmer als Kampf und Krieg ist das Unglück, das den Menschen jählings, unerwartet und ungerüstet trifft, wie dis Gruben Katastrophe von Radbod und die neue noch entsetzlichere Erdbeben atastrrphe in Süd.talien Solche furchtbaren Vorfälle lassen uns Menschen mit einem Sdjlagc deutlicher als alles andere, unsere Ohnmacht erkennen und Zum Zahreöwechsel. Ein schweres, ereignisvolles Jahr Ist nun zu Ende gegangen. Mit Blut gezeichnet war sein Anfang und sein Lude, und wirischaftlict)e Depression, Arbeitslosiglcit und soziale Röte von mancherlei Art, StaatSumwalzungen, Thronwechsel und tiefgreifende Veränderungen der inneren unb äußeren politischen reonstellaiionen bezeichnen den wri> leren Verlauf dieses Jahres 11)08. Aber der Schluß dieses trüben Zeitabschnittes bedeutet diesesmal weniger denn je einen Abschluß; wir sehen uns vielmehr erst am Anfänge neuer politischer und kultureller Entwickelungen. Wir vermeinen Zeugen eine» neuen großen Werdens zu sein und den 'Pulsschlag einer neuen geogen Zeit zu verspüren. Ob es Dicklich etwas Großes nntb, dessen Werden wir zu belauschen vermeinen, das allerdings muß die Zuluust kehren, ibic Menschen Hammern uns mit unseren besten Hofsnungcn aber imer so gern an jede Zukunft uub erträumen und crwünscheu uns von ihr ein Glück, das und die nüchterne fcognuiHirt stets versagt. Sotche Zutunstshvsfnung allein erhalt uns aufrecht und verhütet eS, daß mir umer den niederdcuckendslen Erlebnissen des Tages znsammenbrechen und verzweijetn. Zum Verzweifeln traurig hat sich im abgelaufenen ßahre unsere Reichspolilik enlw.ckelt. DaS Aftern, das jic beherrschte, die Methoden, die in ihr angewandt wurden, haben sich als falsch erwiesen, unb das deutsche Volt mußte te sich eingestehen, daß unsere bisherige Policik der schönen ^eden, der Freundschaftsbeweise und der mancherlei Besuche nur Mißtrauen gegen uns hervorgeruseu unb uns in der Wett fast vollständig isoliert haben. Es hat sich mü erschreckender Deutlichkeit gezeigt, daß die Wege, die unsere 3icgiercnben unb Diplomaten uns in ben letzten Jahrzehnten geführt haben, nicht die richtigen gewesen sind. So nieder-- drückend aber auch diese Erkenntnis für den nationalen ctols war, so hat sich die dringende Notwendigkeit einer Umkehr von dem bisherigen Wege deS Fvrtwurstelns ans Herz gelegt. In den kritischen Tagen nach der verhängnisvollen Veröffentlichung des Daily Telegraph hat eine Aussprache zwischen dem obersten Leiter der Reichspolckik und dem deutschen Volke viel zur Klärung der Lage beigetragen. An der Negierung, dem deutschen Volke und seinen parlamentarischen Vertretern wird eS nun liegen zu zeigen, daß die Lehren dieser trüben Tage nicht vergeblich gewesen ' ^ Äus das Fiasko, das unsere deutsche Politik im atz- gelaufenen Jahre auf auswärtigem unb innerem politischem Gebiete erlitten hat, muß eine grünbliche Acnderung ihrer Organisation folgen unb Umkehr, wenn wir nicht noch Schlimmeres erfahren sollen, als bisher. un^frorenste Wanderredner des Kepler-Dun- des ist gegenwärtig Dr. Arnold Braß, der sein Ziel zu erreichen sucht durch Reden und Säiristen gegen die Dei^nDenztlMirie unu hcfonbeis gegen deren meiftgcliaßtin ßvlgefchuß, die „rtvstammung des Menschen Dom Affen". Tabei hütet er sich wohl, aus mc im» luiiMMlcßiiajen Beweise für letztere einzugehen, welch uns oic PatacoMologie und uetglcidjeiibe Anatomie in d.e Hano glot. Sck;on vor zwei Jahren öcioffetitliane »ßraB,eute Broschüre: „Ernst Haeckel ats Biologe unb die Wahrheit" (96 Seiten); darm wird Die „Natürliche Schöpfungsgeschichte" der schärfsten Kritik unterworfen, ihre Slaminoänme werden als wertlose Hiioothesen verworfen, das bioßcnctiiütf Grundgesetz wird als ein drolliger Einfalt täck>crtich genmcht unb die Gastraeacheorie „ein Zeugnis für ttnkenntn.s ph.xiotogischer Giundaiiscfauungcn ge- runuu. Ich haue auf dieses boshafte Paniphlrt wie auf Dielt ähnlich Schmuhschrisien nicht gLaiunrortet. Statt fein Unreckst eiuzugcst-eheu uno die boßhaften, gegen Mich geschleuderten Berteumdungen zu widerrufen, ü€CöhCnUiü)Le Bratz »uc einigen Wochen gegen muh eure neue Sch müh, 'ch.lt unter dem Titel: „Dos Assenpwbtem; Profcs.or Ernst tfaeucid neuem gefatschte Emoiyoneu-oüber" (mit 40 Abbildungen, Biotogrichr Bei tag, Leip.ng,- 2 in angeblich en Fälschungen vesilwen sich auf einigen Tafetn, bie ich icii» 190a in meinen Berliner Borträgen über ,chcn Kampf um den Eittwickelungsgcdanken", teils 1-907 .in meirrem Vortrage über ,chas ALenschriproblem unb die aber dann trat an der Kawor.sisten Kustü eine gewaltige Fluttvelle auf, also älnilich wie auch diesesmal. Ueocr die Beranlaßung der südiurlicnischen Erdbeben ist durch die Forschungen von Eduard Sueß zuerst Listst veroreitet rooroen. Aspvrmvnte, Scylla unb bas Peiorittmische Gebirge sind nacp diesem berühmten Geologen Trümmer eines voeeinst zuiammenhängcndcn GevirgSkcrns, den heule bie Straße von Messina burdiquert unb dessen hauptsächlichste Bruchwand an der Westseite dcS Aipromonte gegen die Liparisä)en Inseln fefaut. Diese Bruchoand ist die Straße gewesen, aus der auch un Jahre 1783 nwndiciong die unterirdischen Riächte in Wirksamkeit waren. Andere Erschütierungrn in der Umrandung des südlichu Tyrrhenischen Meercs las,en erkennen, daß jene Linie von 1783 nur einen Teil eines Kreisbogens bildet, der die Xlipami östlich unb südlich umgibt Außer dieser peripherischen Linie ist in derselben Region noch eine Anzahl ariderer Stoß- linten bekannt, die stiahlcliförmig uott den Liparen ausgehen unb »um Teil die peripherisch Linie kreuzen. Professor Sueß sagt, baß in einem durch bicic peripherische ^inte aogegrenzten Raum oie Erdrinde schüssclfönnig sich einsenkt und daß hierbei radiale Sprunge enlstrhen, bie gegen die Lsparen konvergieren. Diese L'inicn sind ui der Nahe des Zeittrums mit oulkamschen Ausbruchs- stcl.eii besetzt. Jede Glech'gewichtsstvrung der einzelnen mächtigen Erdschollen verursacht gesteigerte vulkanische Tätigkeit auf den JnfcUi unb Erschütterungen ces süditalienischen Festlandes oder Siziliens. Diese tektonischen Verschiebungen unter der Erdoberfläche sind eS, die die Erdbeben von 1905 unb höchstlvahr- schinlich auch das Dom 28. Dezember lnnvvrgerufcn haben. Ob diese Berschcvungen vorläufig zu Ende sind ober noch focidauern werden, läßt sich natürlich nicht sagen. Zwischen ben einzelnere Betätigungen können Pausen von Jahren liegen. Wenn aber der Vorgang weiter schreitet, so müßen nach der An>chauuug von Sueß un Lause vieler Jahrlausenbe bie niedrigen Gneigbergv oci imitaniidKH Urgebirgs, die Granitbcrge der Scylla unb ein guter Teil des Peloritauschen Gcbirgs unter dem Tyrrheiiischtt Meer begraben werben, die Straße von Messina wird sich er* ivcitern und von der heute noch aus den Trümmern ertennoarere UmucuguHfl der jüngeren Gcbi'.gs^ine des AppeninS wird hväjstcns yoifd:Mire jvuia>r«Ap./., von oct ha-rpc^u^ich bet südwestliche Teil Kalapiiens uno das nordöstliche Küstengebiet der 3mei SUilicn betroffen worden ist, fat, ben Aussähruiigen e.ncS '.'Jiit arveiters der K. Z. zufolge, Bobemvellen verursacht, die, fotueil oiü jetzt betoiint ist, von den Selsmogiaphen bis nach IRorb* ccutstliland verzcichnct wurden. Auf der Erdbebemvarte in Lai* oach kündigten uic Jnstcumente ben Vorgang am 28. Dezember j Uhr 22 Min. 21 Eickk. an, dock wirb nidM gesagt, oo bieje Zeitangabe sich auf den Aiisang oder auf das Maximum oer Störung bezieht. Die Hamburger seismographßck^ Warte J>e- zeichnete'als Beginn der SckfwiNguuacn ü Uhr *24 Min. 16 Sek. liefe beiden Angaben würden auf eine Z^ortoewegung dec Vibrationen von mehr als 7 Kilometer in der Sekunde fchiießen lassen, einer Gesä-rvinoigkeit, die längs der Ecdoberfiäche bei sotchett niemals stattfinoet und daher beweist. Daß die )6ibrationen in tiefen Sächchten der Erbe zw.schcn icncn beiden irrten sortichritteu. Doch muß biei'er Schluß ungewiß bleiben, bis die Scis.iiograinmc genau untersuä-t sind. Auch üoer die Größe der Vcrheeruilgeri herrscht noch Ungewißheit, weck bie Telegraphen gcstort finb; aber die Mttteiiung, daß uei Eatanm das Meer sich utigetvöhtiiich oewegte — lpahescheintich vorn Ufer zurückzog unb mit stucken Wogen zurück.kehrte —, läßt auf eine große vesiigkeit Der Erd- eridbütteiung schließen, ^iü)Italien ist seit alterd cuS erbbeoen- ceich befcmnt, und Kalabrien bcsondecs seit den furchtbaren Er- eignisseu im Frühjahr 1183. D.e letzte große Katastrophe, die Kalaorien traf, land am 6. Septemoer 19Ja statt. Wie auch oei früheren Beben erfolgte bie Erder schütte rung in der Richtung auf bic Liparischen Inseln hin. Das älleer war vorher ruhig. Titel in der „Verl. V-Etg." einen Artikel, bei feine Annvon auf die mancherlei in Der letzten Zeit gegen ihn gerrchleteu Angriffe ist. Ml entnehmen ben Ausführungen brb Jenenser Gelehrten das folgende: „Durch zahlreiche Zuschriften aus ben verschiedensten Bildungsreisen sowie durch viele irrtümliche Mitteilungen auS Zeitungen dec letzten Wochen bin ich zu nachstehender Eiku.rung gezwungen: vor drei Jahren in Iciia der Monistenbund gegründet wurde, stellte er sich zur Aufgabe die Förderung und Verbreitung einer einheitlichen Weltanschauung, welci-e als rhr sicheres Fundanienl lediglich bic erfahrungsgemäß, auf Beobachtung u.ch Versuch aestüttten ErgeoNiise oer mobernen Naturporfchung gelten läßt Sie lehnt vollständig jede sogenannte „Offenbarung" ab, jeden Glauben an „Wunder" und übernatür liefen Geisterspuk. Ihr wichtigster moderner Fortichiitt ist bei Sieg des EntwicketungsgedankenS und namentlich der von Darwin reformierten Aostannnungslehce ober Deszendenztheorie; ihr bedeutungsvollster Folgeschluß bleibt bie Anwendung berfclbcn aus ben Menschen, die Erkenntnis, daß auch der Mensch, gleich allen anderen Säugetieren, sich aus einer langen Ahnen rewe von niederen Wirbeltieren stusemvei,e entwickelt bat NalucgcikUiß fließ unsere neonistisefa Naturphilosophie von Anfang an aui Den heftigsten Widerstand der hemfanden christ* liehen Theologie unb dec mit ihr verbündeten bualistiiwen Schul- pbiloiophie. Denn Die alten Giauvensiehcen des Ehc.stentums, bic buSlK-r a.s die festen Grunblagcn deS Kulturlebens gegolten Haven, verloren DaDutcu jcbc wiisenf^tastliche Geltung. Zu ihrer Rettung wurde vor einem Jahre in Frankfurt a. M. der fagcnaiuiu- die Nichtiflle.t des menfchlichen Strebens und Schaffens, und bas ist bas Sck)werste: trotz dieser Erkenntnis Lebensmut unb Lebenshossnunfl nicht zu ver.iercn. Aber hört ihr bie alte Stzlveslcrfllocke? Sie begräbt ein Jahr ber Kämpse unb Schmcioen unb tünbet uns ein neues voll neuer Kämpse an. So hat sie schon ganzen Nielischcugeschlechtern gcilungen unb so wirb sie ivohl noch unzählbaren Menschengrschtech- tern Hingen. Ist es nicht wie ein Hauch ber Ewigiett, der aus diesem eivigen Aus unb Ab bes Menschenlebens zu uns hcrüberweht. Was ist groß, unb was ist klein? Zeit und Raum — ein unendliches wagendes Meer, worin nur dieser Augenblick, in dem wir eben leben, der einzige feste Punkt ist. Aber schon bie nächste Welle lann es roieber um reißen unb vernichten, was eben noch fest unb stack war. Wie Drängt es uno ba zum Menschen hin, zu all ben Andern, die gleich uns un Kämpse des Lebens flel-en, ihnen die Hand zu reichen unb ihnen unter dem geheimnisvollen Klange der Stzlvesterglocken ein glückliches neues Jahr zuzurmfen.____ JJiii iiitO Land. Giiykn, 31. H jcmbtt 1908. ** Für die neue hessische Landes*Bau- gewerischule sind die Sauarbeiten jetzt bereits so nxit geschritten, daß die Uebergabe des Gebäul>es bestimmt im Hccbst nächsten Jahres erfolgen kann. Da die Mittel für Den Rohbau des Hanfes im Staatshaushaltse:al der beiden Vorjahre im Betrag von 294 000 Mart bewilligt wurden, jo bleibt jetzt nur noch übrig, die Kosten für die innere Ein* tidjtung des Gebäudes anzuforbern. Es finb bafür im Etat für 19u9 49 000 Mark uub für Ergänzung ber Lehrmittel 4000 Mark, in Summa also 53 000 Mark eingestellt worben. — In Verbindung damit steht auch eine Forderung von GCOO Mar! für Umbauatbciicn im Gebäude der Zen tratst e I l e für die Gewerbe, die infolge der Verwendung der zurzeit von der Baugewerkschule benutzten Räume notwendig geworden sind. Die Einrichtung der Zentralstelle war zuerst nur für den bescheidenen Betrieb von 1894 vorgesehen; die Arbeiten haben sich aber int Lauf ber Jahre mehr als verdoppelt, so baß die Zuhilfenahme dieser Räume notwendig geworben ist. " Er lebigt Ul eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehcerslelle an der Gememdeschule zu Frosch- häufen, eine mit einem kalhol. Lehrer zu besetzende Lehrer- icüe an der Gemeindeschule zu K l e i n - K r o tz e n b u c g. Ihrem Inhaber tönnen die Funktionen -emeö Haupllehcers an dieser Schule gegen eine besondere Vergütung übertragen werben. Tie mit einem euang. Lehrer zu besetzenbe Lehrer- neüe an der Gemeindeschule zu Wallbach. Dem Fürsten zu Löwenitein-Weitheim-Rosenderg unb dem Fürsten unb Grafen zu Eibach-Schönberg Hebt Das Pcäientalionsiecht zu. ! Herrentiere von Linnö" vcrösfcntiichl hatte. Woh.gemcckt, es zaisqmrgen oer linb dies Dovstellungcn, welck-o dazu bieucn sollen, lungst bekannte Dcorei'sor u t n )l Haeckel verÖ,.enlluyü unter dem obiger.! fatsachcn einem größeren BitoungSkreise zugänglich zu niafan. - w -•»' ■ -- k— otTic oecgijtetcn Pfeile, welche der fromme zveplcr»Bunb (von „christlicker Bi-uberliebe" äberfließenb) gegen mich avschiestt, und von denen wahrscheinlich sein Häuptling, Dr. Braß, irud) einen großen Vorrat im Köcher fat, fliegen au[ ihn selvft zurück. . dcsfalb vor Gericht zu ziehen, wie viele Anl)angcr unb iVicunbc von mir wünschen, uaiauf vcrzichre ich. Mvgcir die Herren Reinke, Tenncrt, Braß uiw Eie. fortfahren, miet) auch jeraerlyin zu verleuniden und zu oerb'idfligen, auch gönne ich ihr Vergnügen, den zahlreichen Theologen uno Melaphyickecn, L^zen- tiaten uno Pfarrern, welche daraus dankbaren Stoff für ilyre Predigten unb apoloactisafru Vorträge entnehmen. Ihr Beinül)en, Die Dogmen des jübisch--cl>risllick)en ReligionS^eväudeS zur bleiben» ücji Giunblage der von ihnen erstrebten DuaalLjuicn Wcltanichau- ung zu gestatten und mLi den empirischen Erkemttliijfcn der mo- Deinen Naturwissenschaft yi vecfchmelzcn, ist fetbft der großartigste ß-älsck ungsDerfuch Ich selbst stehe seinen sortgeiehtcn Haßei füllten Angriffen mit völligem Gleichmut gegenüber unb werde deshalb keine geiichttiche Kmgc anstrcngcn.", Jndenl ich jetzt, so schießt Beoicssor Haeckel, mein 75. Lebensjahr vollende unb mein zoologisches, feit dem 48. Lebensjahre mncgehootes Lehramt niedcrlcgc, scheide ich vvm osfentlichcu Leben dec Wäfensfail mit Dem Bewußt.ein, meine Urliste in langer unb Dxirtcr Lebensarbeit — unter großen Opfern — dem Dienste der Wahrheit ersolgreick) gewidmet zu haben. Nr. 307 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Donnerstag 31. Dezember 1308 AirA|| Ar II |TTAI 1Ti -SLL-S B“2VIV11VIwVw 44invIHV4 ssns SSr General-Anzeiger für Oberhessen WW tüi Die iogetiluuiuiei Rofaffotufrnl und Verlag 6er vrSHI'Ichen pnlv.-vuch. un6 Steinöruueret X lange. Keöattton, «trpebttton unb 0ruderet: Schi-Istr-He 7. bis oomuiinge 10 Uhr. ......... Mll । MIhIM„,i i ■■uti - ri-.-in—-— Ter Direktor der vatikanischen Gallerten Prof. Ludwig SeiK 64 Jahre alt. gelt 11. September in Albano. Ter Wirkt. Geh. Oberbaurat Tr. Friedrich Mer. berühmter Krrchenerbauer, 81 Jahre alt, gelt 15. September in Berlin. Ter Historien- und Porträtmaler Professor Gottlieb Bier, mann. 84 Jahre alt, gejL 2. Oktober in Berlin. Der Berliner Bildhauer Harro Magnussen, 47 Jahre alt gelt 3. November in Grünewald. Ter Kunstmaler und Illustrator Hermann Lüders, 72 Jabrv alt, gest 27. dLovember in Gr.-Lichterfelde. L. Musiker und Komponisten. _ Ter berühmte Geigenvirtuos August Wilhelmy, 63 Jahre alt Ter Geh. Baurat 5fc. ing. Theodor Peters, Direktor des Vereins deutscher Ingenieure, 67 Jahre alt, gest. 2. Septems tn Berlin. Ter Bildhauer Professor Max Klein, 62 Jahre alt. aeft 6. September in Grünewald. -n. Dutenhofen, 30. Dez. Eine lohnende Win- terbeschäftigung finden zurzeit diele Arbeiter aus der ganzen Umgegend an der Zickzackstraße Dutenhofen— Garbenheim, auf der für die Folge die Bahnüber- g ä n g e in Wegfall kommen sollen. Die Arbeiten sind den Unternehmern Weimar-Waldgirmes und Schimmel aus Dorlar übertragen, die ihren Erdarbeitern einen Stundenlohn von durchschnittlich 30—32 Pf. gewähren. Die Lahnstraße Dutenhofen—Garbenheim wurde aber bisher sehr beeinträchtigt durch den lebhaften Verkehr auf der Doppelstrecke Gießen—Wetzlar. Ter norwegische Schriftsteller Ionas Sie, 75 Jahre alt, gest. 5. Juli tn Bürum bei Christiania Ter Nomanschrifsste^er Theodor Dnimchen, 55 Jahre alt. gest. o. September in Berlin. . Ter frühere deutsche Reichstagsabgeordnete und Chefredakteur Wetzel tu Gunbsheun (Rheuih.) mit Herrn Jakob Grüll m önö ylmmeint. — Fräulein Pauline Trundt m Älürnberg mit veirii Christian Frickmger tu Wetzlar. — Fränleut Netichen Hol- manu tu Oberbiel mit Herrn AdoN Möller in Laubuseschbach. — ötmtlein Marte Schmoll tu Marbttrg nut Herrn Wtlbclm tu Polen. — Frättlettt 2)rette Spörhaje mit Herrn Heinrich Corell, beide tu Marburg. Vermählte: Herr Heinrich Augsburger mit Fräulein Ella Lchwalm, beide in Marburg Ge stör bette: Frau Gertrude Elles, geb. Hombach, m tHütniob. — jyrnu Konrad Kren der Wiltve in Nidda. — Herr Joh. Deuirtcl) 4 arthel, Herr ^ubtutg Heiitrich Sitxtft, beide tu Butzbach» peil' Ltto Betz in Friedberg. — Herr Phtltpv Heger in Heimann- Item. Herr Tr. tned. Karl Becker, Frau Margarete Mühlbau's, geborene Gleisner, beide tn Marburg. — Herr Jakob Oßwald m «UJvl^VOCle Ter populärste Münchener Komiker, Jakob Geis, 68 Jahre alt, gest. 3. Viärz in München. ÄoKapellmeister Karl üteiß, 78 Jahre alt, gest. 6. April tu Frantfurt ig. M. L-ofschauspieler Richard Eichrodt vom Ptannheimer Hofthcattt, 68 Jahre alt, gest. 14. April in Mannheim. Tie sächsische Kammersängerin uw) Geiangspädagogm Auatiüx Götzch 68 Jahre alt, gest. 29. April in Leipzig. xer Theaterdireltor und Schriftsteller 1'rootf L'Arronar, 70 Jahre alt, gelt. 24. Mai in Wien. Tie Tragödin Anna Havermnd, 57 Jahre alt, gest. 29 Mai in Blasewitz. Der Intendant des kgl. Hoftheaters in Hannover, Kammer- Herr v. Lepel-Gnitz, 64 Jahre alt, gest. 11. Juni in Berlin. Die Schauspielerin ?Aarie Meycr vom Berliner Le,singkheater. 67 ^ahce alt, gest. Mitte Juli in Berlin. Ter Theaterdirekwc Jojs Ferenezy, 56 Jahre alt, gest 27. j^ult ui Buenos Aires. <_ . -cc Overregisseur des Dresdener Hoftheaters, öofschauspiei^r Ludwig Stahl, gest. 24. August in Blaukenoerge. \ sonstige interessante Persönlichkeiten. . -i-er rusiische Schachmeister Michael Tschtgvrin, 58 Jahre ult, gest. Ende Januar in Lublin. . . T^r Begründer der deutschen Sekundäcbahnest Harm. Bach freut, <4 Jahre alt, gest. 4. Februar in Berlin. Ter Großindustrielle Kvurmer-ienrat Mich. v. Pvsckinger 74 Jahre alt, gest. 19. Februar in Tuhiug. Berlagsbuchh.tndler Robert Julius ^linkhardt, 68 Jahre alt, gest. 6. Pllirz üt Leipzig. Der frithere Mitinhaber der Hoivaldt-Werke, Ingenieur Bernhard Voivatdt, 58 Jahre alt, gest. 9. Mär- in Kiel. Ter Oberbürgermeister von Ärannhetiu, Dr. Otto Beck, 62 -Jahre alt, gest. 30. März in Maunheün. Lismarus Saur-cster Malwine v. 'zlrniitr, 81 Jahre alt, «st 31. Marz in Berlin. T«r Leitziger Berlagsbuchhändler Alphons Dürr, 81 Jahre alt, gest. Mitte April in Leipzig. per Geh. £oinntet§iencat uuv uationalliberale Parlamentarier Dr. ing. Albert Niethammer, 75 Jahre alt, gest 17. April ant Krtebstein. M eisterkurse für Handwerksmeister und ältere Gesellen. Bon der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt werden im Lammenden Monat unter Leitung tüchtiger Handwerksmeister Meistcrlürse von dreiwöchiger Tauer aügehalten: für Schuhmacher in der Anfertigung von Schuhen und Stiefeln nach Maß in der Zeit vom 4. bis 23. Januar, für Schneider im Maßnehmen, Grundmodellzeichnen und Zusclmei- den vvm 18. Januar bis 6. Februar, sowie von 14 tägiger Tauer für Maler, Weißbinder und Lackierer im Holz- und Ma normalen vom 4. bis 16. Januar. Auf den letzteren Kurs sei an dieser Stelle ganz besonders hingcwiesen, da sich in diesem den Teilnehmern auch eine gewiß erwünschte Gelegenheit zur Ausbildung bietet, sowohl in dem in neuerer Zeit wieder vielfach zur Anwendung gelangenden stilisierten Holz- und Marmormalen, als auch in moderner Flächendekoration in Leim und Kalkfarbe. Weitere Anmeldungen zu den Meisterkursen sind baldigst an die Zentralstelle für die Gewerbe zu Darmstadt, Neckarstr. 3, zu richten **WeihnachtsfeierderFünfziger 1853—1903. Das Restaurant Niegelmann an der Bahnhofstraße war am Montag abend vollständig von Gästen gefüllt. An langen weißgedeckten Tafeln saßen Männlein und Weiblein — etwas mehr als 80 Personen — bei einem Abendessen. Alle Berufszweige unserer Bevölkerung hatten sich beim festlichen Mahl unter dem brennenden Weihnachtsbaum zusammengefunden. Es waren die ^Fünfziger von 1303, die mit ihren Frauen eine gemeinsame Weihnachtsfeier in wohl gelungener Weise begingen. Musik, Gesang und Reden wechselten miteinander ab. Eine Verlosung, bei denen meist Gegenstände verabfolgt wurden, die Damen gern annehmen, erhöhte selbstverständlich die Stimmung der Gattinnen, die zu den glücklichen Gewinnern gehörten. Selbst ein Tännchen wurde zwischendurck), wenn auch nur auf kleinem Raum improvisiert. Wie es soliden Hausvätern zukommt, war die Festlichkeit mit Eintritt der Polizeistunde (2 Uhr nachts) beendet. ** Der Evang. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag, 3. Januar, eine christliche Musik-Aufführung. Mitwirkende sind hierbei außer dem Gemischten Chor und Kinderchor des Vereins, Konzertsängerin Ida Stammler (Sopran) und Musitlehrer Gernhardt (Orgel- mit Chorleitung). Außerdem unterstützen noch Freunde des Vereins die Veranstaltung in dankbarster Weise durch Uebernahme des rezitatorischen Teils sowie Mitwirkung in einem Streich-Quartett. Die Darbietungen sollen sich im Rahmen schlichter geistlicher Volksmusik bewegen, wie sie unsere Meister vom großen Thomascantor Bach bis zu den noch lebenden Komponisten des geistlichen Liedes in so herrlick)er Auswahl schufen. Auch die instru- mentalen Einlagen, ein Vicloncell-Solo mi. Org.lbcgl Lung, sowie ein Satz für Streich-Instrumente sind aus der Reihe der Werke gewählt, die schlicht und erhaben zugleich zu jedem sprechen. Der gesanglich-musikalische Teil der Veranstaltung wird durchrantt von einer Auswahl der schönsten Gaben geistlicher Lyrik und ihrer Grenzgebiete, so daß einer Ermüdung weniger im Musik-Hören geübter Besucher nadj größter Möglichkeit vorgebeugt ist. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt zu der.Veranstaltung bei der Eintritt nicht erhoben wird. ., Lteotutgsich^er Ernst Rictschels, Bildhauer Professor Gustav Adolf Mich 82 Jahre alt. gest. 24. Juni in Laubegast Ter bekannte Maler und Illustrator Georg Varlösius, 45 Jahre alt, gelt. 10. Jutt in Berlin. 2.er khiul/aucr Louis Castan, Begründer dcs bekannten Berliner PanoptuUms, gest. 14. Juli in Schöneberg J.er Maler Walter Le.ft-.Low, 43 Japrc au, gest. 25. Juli int natorium Grünewald. , TerBiuchauer Pio-e^or ^no p. Nechtritz-Steinlirch, 52 Jahre alt, gest. 29. Jpii in Berlin. -tcc L auiue>|ter uno Bahttureufcr auf dein Gebiete des Kunst- gewcroes uno dec modernen Bautunsr Prof. Joseph Maria Olbrich, gest. 8. August in Tcrmstadt. 99 _ fi.$ r ö ? $ j f $ e s‘ Ter Stenographenverein »Slolze-Schrey beginnt, wie ans dem Jiisciaienletl bei beuttgen Nummer des G.-A. ersichtlich, am 12. Januar einen Uiiterrtchtskttrsus lur Tarnen und Herren. Tas Enngunassyiteiti Stolze-sch^t zeichnet sich durch leichte Erlerttbarleit und Mutc prakttsche Berwertuttg aus, sodap die Teilnahme an dem Kurin, ledermann empfohlen werden tarnt. x Lindenstruth, 30. Dez. Heute morgen flog ein Luftballon über unser Dorf. Ec kam aus der Richtun.- Nordosten und flog nach Süden. Er passierte unser Dorf in Höhe aon etwa 400 Meter. )(Ober-Bef singen, 29. Dez. SehralteLeute besitzt unser kleines Dorf. Der Wagner Biehl wird in Kürze 94, Landwirt Jox 92 Jahre, die älteste Frau, eine W^we Jox, 89 Jahre alt. Im abgelaufenen Jahr ist hier nur eine Person gestorben. = Fried berg, 30. Dez. Die Mitgliederversammlung des Mathildensllfts Friedberg hat für 1908 1000 Mark füt bte Industrieschulen in den zu dem Bezirk des Mathilden- sliftS gehörigen Gemeinden oerwilligt. Nach der, auf die Seelenzahl vorgenommenen Verteilung dieser Summe erhalten Beträge: Assenhetm 29,20 M., Bad-Nauhentt 110,51, Bauern- Henn 5.93, Beienheim 12,49, Bönstadt 17,41, Bruchenbrücken 17,24, Dorheim 28,08, Dorn-Assenheim 16.32, Friedberg 246,03, Ilbenstadt 26.43, Melbach 17,49, Nieder-Florstadt 46,63, Nteder-Mörlen 24,67, Nieder-Rosbach 15.66, Nieder- Wöllstadt 35,93, Ober-Florltadt 7,68, Ober-Mörlen 59,53, Ober-Nosbach 37,87, Ober-Wöllstcadt 23,05, Ockstadt 36,34' Ossenheim 9,18, Neichelsheun 22,80, Rödgen 7,37, Schwalheun' 20,47, eöbcl 20,05, Staden 11,21, Weckesheim 10,07, DZtsselshenn 8,40, Wölfersheim 29,22, Wohnbach 17,74. P Friedberg, 39. Dez. Wieder stehen in unserer Stadt zwei wichtige Neubauten bevor: ein Amts- gerichtsgebäude und eine Blindenanstalt. Ersteres soll auf das Gelände der Blindenanstalt zu stehen kommen, die Blindenanstalt auf das gestiftete Ohlersche Gelände. Die Leiden jetzigen Gebäude entsprechen nicht mehr chren An- forderungen und sind zu klein. Das alte Amtsgerichtsgebäude liegt in der besten Geschäftslage an der Käiserstraße. Durch seinen Verkauf hofft man die Kosten des Neubaus zum größten Teil decken zu können. Die Pläne sind entworfen. (s) Darmstadt, 29. Dez. S. & H. der Großher- z o g hat das Protektorat über die in der letzten Juniwoche des Jahres 1909 im Ausstellungsgebäude auf der Bla- thildcnhöhe stattfindende große Jubiläumsausstellung für das Hotel- und G a st w i r t s g e w e r b e und verwandte Berufe übernommen. Mit der Ausstellung ist der 17. Bundestag des Bundes Deutscher Gastwirte, der 40 000 Mitglieder \)at, verbunden, die Veranstaltung findet anläßlich des 25 jährigen Jubiläums des Rhein-Main-Gastwirt- verbandes statt. Es ist beabsichtigt, um Staatspreise nachzusuchen. Geplant ist mit der Ausstellung einen Weinmarkt zu verbinden, um den einheimischen Winzern Gelegenheit zu geben, direkt mit den Wirten in Verbindung zu treten. Weiter ist eine Massenspeisung in Aussicht genommen und ferner soll eine Kochkunstausstellung angegliedert werden, falls es möglich ist, einen Ä'ühlraum zu schaffen. Auch der Hessischen Möbellndustrie soll Gelegenhell geboten werden, sich durch die Ausstellung von Hotelzimmern in jeder Preislage an der Veranstaltung zu beteiligen Der 3ug der Todes im Zahre <908. HL riftsteller, Dichter und Journalisten. Ter unvergleichliche Humorist und Zeichner Wilhelm Busch, c6 ^zahre all, gest. 9. Januar in Mechtshausen bei Seesen. Tie plattdeutsck-e Dichterin Anneinar^eken Schulten (Alnnne Wuthciuw). 89 Jahre alt, acst. 9. Januar in Greifstvald. ~er berühmte dänische Dichter Holger Trachmann, 61 Jahre alt, geft 14. Januar in Hornvaek (Seeland). Ter Chefredakteur der „Neuen Freien Presse" Dr. Nmard Bacher, geb. 7. Wirz 1846, gest. 16. Januar in Wien. xer „5^eichsglöaner" Joachim Gehssen, 67 Jahre alt, gest. 2. Februar in Berlin. Ter Dichter und Schriftsteller Franz Held (Herzseld'!, 46 Jahre alt, gelt 4. Februar in München. Ter Dichter und Muiikhlstoriker (aller 48 er) Theodor Held, 86 Jahre all, gest. 4. Februar in Erlau (Böhmen). Die bekannte Schriltstellerin Mac.e -schrämm-Macdonald, 62 Jahre all, gest. 7. Februar in Dresden. ier italienische 3>omansc>)r^tlteu.cr Edmoitdv de Amieis, 62 Jahre alt, gelt 11. Marz in Bordighcra. Ter Lyriker Emil Prinz Sa)önaim-Caroläth, 56 Jabre alt. geft 30. April auf Schloß Haseldorf. Ter Chefrcpaktenr ter „ötradjurger Post" Pascal David, c>7 Jahre ait, gest. 17. März in Straßburg t Els. Ter bekannte Journalist Alezanoec p. Huhn, 56 Jahre alt,! gest. Ende März in Berlin. französische sltovellift Francois Coppöe, 66 Jahre alt, gest. 23. Mai in Paris. Ter SaMifisdeuer Tona5o Wedekind, 36 Jahre alt, geft 5. Juni in Wien. (s.) Aus dem Solmsbachtal, 30. Dez. Mit dem Bau derSolmsbachtalbahn soll mit nächstem Frühjahr begonnen werden. Die Lage- und Höhenpläne, sowie, - -------------- die Tauw.r.sverzeichn sse und Nachw.isungcn dieser Neben- ^^7' - -- bahn liegen bei den Gemeinüevorstehcrn zu Steindors, Aws- alt, ?eft. 3o' 2,”rr- 57 2-br- Hausen, Burgsolms, Oberndorf usf. zur Einsicht offen. Die Ter Operndirigent uiu> Wagnerinterprct Pros. Jos. Sucher Solmsbachbahn wird gleich der bis zum Frühjahr voll- ^5 Jahre alt, gest. 4. April in Berlin endeten Nachbarlinie Weilmünster-Usingen Gebiete bes £^tDryn&e/n3 Verkehr erschließen und das mittlere Ter^.sikpLdaMg und Komponist, Hofoperndlligem w Wei- Lahntal mit den Städten Usingen, Homburg v. d. H. und mar, Prosenor srarl Müller-Hacrung, 74 Jahre alt, geft 11 SSi Frantfurt in direkte Verbindung bringen. Auch hier ist SMottenburg. der Bau eines langen Tunnels — ca. 2 Kilometer — er-1S1 ^Soilape^meister und Komponist Pwfessor Emil Büchner, forderlich. Es gilt den 500 Meter hohen Höhenzug zwischen ^Ärife? Gmil Vogel 49 Gravenwi.sbach und H. sselborn zu durchbohren. Von Jahre alt, gest. 18. Juni in Nikolassee. Hasselborn fuhrt die Bahn Über Brandoberndorf, Zkrösselbach, n T« OrgelvirMose Professor Paul Honreyer, 55 Jahre alt Kraftsolms, Niederquembach, Bonbadcn, Oberndorferhütte ^ 27. Juli in LestHig nach WuWtUt. In B.andobtrndors nnd tz ss.l 17 boen sind die Stationsgebäude schon im Rohbau vollendet. Ter berühmte Geigenoictuose Pablo de Sarasate, 64 Jahre Dieselben sollen zur Aufnahme der Bureauräume und ber Z^st- 21. September in Biarritz. Dauverwaltung bienen. Die ganze Strecke ist 24,5 Kilometer I xn ^^u^nu»nist Muiiko^r Professor Rudolf Thoma, lang unb umfaßt ein: SBert^rägebiet von 220 Quadrat- ° Ter SitjÄr ’te‘ Komvonik L 38 (tlomefcr mit ca. 30 000 Bewohnern. I Tegner, 50 Jahre alt, gest. 18. Novemoer in Weimar. d Frankfurt a M., 30. Dez. Den statistischen Jahre?- _ L4- Aus der Bühnenwelt Ueberstchten für Frankfurt ist zu entnehmen, daß in der gegen-1 iq «htmCEK‘n7tr-S. in ^erIin' Karl Ncbe, .vLrtieen Bera»taa.,ngr-Pen»d- 21 183 Personen zur Ber. LnLr, vN-Lnge?Ä'mbort Stritt, 60 J-h,, mögen 8|teuec hcrangezogen sind. Es geht daraus hervor, alt, geft. 11. Februar in Dresden. daß Frankfurt nicht weniger als 261 mehrfache Millionäre I. er älteste Schauspieler Deutschlands, Louis Kühn, zuletzt hat. Dazu kommen 338 einfache Millionäre, (mit einem Ver-> I -V! ^eiß^n ani ^iktoriatheater tätig, 93 Jahre alt, gest möqen oon 1^ btS 2 M.Nioncn) dos macht znsamn.tn 599 ' T°/Heid"oe.ha7er d-s Wiener Hoiburgth-aters Föritz Är-Kl Diillionare. Ferner gibt es noch <08 Personen, bic eine 169 Jahre all, gest. 12. Februar in Wien. halbe bis eine ganze Million haben. T-ie gefeierte Opernsängerin Paullne Lucca, 67 Jahre alt X Ha n a u, 29. Dez. Heute nachmittag e r s ch o ß s i ch >9cft ~281 ^bruar. in .Wien. in der Wohnung seiner Mutter, einer Lehrerswitwe, der 25 Jahre alte Schreiber Alfred Ziegler. Die Beweggründe für die Tat sind nicht bekannt. — Die Kgl. preuß. Tomäuen Rüdigheimerhof und Wllhelmsbaderhos gelangen im Jahre 1910 zur Neuverpachtung. __ Ter Berlmer Großindustrielle Kommerzienrat Arllmr Koppel. 57 Jahre alt, geft. 12. Mcai in Baden-Baden _ Ter Cbeiburgetmfifter von Leipzig Tröndlin, 70 Jahre alt, gest. 27. Mai m Leipzig. s^uio i T SarI 63 3* «’'• -- &»»» »■— L jfssarm: 11 ä* ^K. Maler, Brldhauer und Architekten. I ----------- L.cr Berlmer Maler und Zeichner, Akademiepwfessor Paul L «'rl-bi-: Sräntem Sinn a Schmidt m Robben mit denn 61 Sjta19. Äat in WeJtotf ' 3 ' S7uleltt G!ll= ^umbut» in 91,»ba in ÄT“ ***- 6ti ält, geft 27. Sebnmr «Ä « — sÄSWn « Ter einzige Sckirner Menzels, der deutsche Meissonier Prof (tei fffhlJSih?' -tiu§bc?rf) ,mu £ei‘nt ^all Hulsenbeck tit Ronsdori Fritz Werner, 81 Jahre alt, gest 16. April in 'Berlin * TJ ° ctn Glnabech Retzie nut Herrn L'lbelm Historienmaler Julius J-rauk, 82 JZe all, M 30 Avril mll Ärm Adon ■ ^^auleitt ^lllfc 5rant m ^bad) in München. 9 ’ U-Pnl|,mt peirn ndol» Eichhorn in Cfavben. — Fräulein Anna nehr tn Tcr Porträtmaler Professor Emil Neide 65 JaKr-> alt wCi EÄ”’ Lnut Heirn Johannes Winter in Munster. - 30. April in Tresden. ' < Ö - Snt istaulem Agne^ Heckner m Friedberg mit Herrn Eugen Aicheler Ter Landsa>ausmaler Julins Siemei-iner 71 «u ««a I J T" Kraulern Rditje Geyer in Friedberg mit Herrn Theodor Anfang Ällti iÄTgäberg i. & " 1 L?,'^beruadt. - Fräulein Johanna Kahn in Friedberg mit Tcr Baumeister Ooeroanrat Vras Dr ina ß>rt*.r ^^b Haikmann in Berlin. — Fräulein lllara Elly ur 68 Jahre all, gest 5. Mai in llarlsselde Schäfer,, Lretzlar^nit Herrn Willy Oelschläger in Tuiüburg. - Fräulein ™ $?r. ^an$.,d^’t^aecc H^naun irtüger, 74 Jahre alt, gest 29. Mai m Baden-Baden. über feilte Gesundheit zn klaren hatte, der überlege sich jetzt, ob es viel! icht an feiltet Lebensweise gelegen fjnt. — Wer angestrengt arbeiten mutz und dazu noch unzweckmätzig lebt, darf sich nicht wundern, wenn seine Gesundheit darunter leidet. Kathreiners Malzkassee ist wohlschmeckend, gesund und billig. Millionen Menschen trinken ihn seit vielen Jahren regelmätz g. tlxitr eröffnen am Montag dem 11. Januar 1909, abends 8'/2 Uhr, in unserem Vereinslokal Eas6 Ebel einen Ansängcrkursus in der Abclsbcrjiktsiieil Zknograp^ie für Damen und Herren. — Honorar 6.— Mk. — An. Meldungen sind an den 1. Vorsitzenden, Herrn Sekretär Loh, Gr. Stemweg 20, zu richten; sie werden aber auch zu Beginn des Unterrichts entgegengenommen. Gießen, 28. Dezember 1908. v*/,. Tie Vorstände des Babelsberger Stcnographenverein Gießen (E. V.) gegr. 1861, und des Damenvereins Gabelsbergcr Gießen. Wer während der Feiertage em gutes und wolsibe- kömmliches Glas Bier trinken will, der versäume nicht zum X. Pfarrer Ausseld. Psarrer BcchtolSüeimer. Stadtrat Helm. Ltadtrat Janu. Mirdjcnrat Tr. Naumann. Pfarrer Schwade. Weuihaudler Äuguit Schwan. König!. Preuss. Klassen-Lotlerie. Tie Ziehung der I. Klasse 2201ct Lotterie beginnt am 12. Januar. Vto 7s 7» Vt 7- Vi 6T - M. 4 M. 5 M. 8 M.10 M. 20 '2'7740P 1000 cmpsiehll, jo lange Vorrat Der Königl. Prenß. Lotterie-Einnehmer hbucäiißcker- 7320 Neuen Baue 11. ST? Zum bevorstehenden Anlageterminc empfehlen wir nachstehende Wertpapiere, die wir zum jeweiligen Tageskurse — ohne Berechnung einer Provision — abgeben: Neueste Württemberger Staats-Anleihe Neueste Rhcinprovinz-Anleiho ) 4°|0 Neueste Fuldaer Stadt-Anleihe 4 , Frankfurter Hypothekenbank Pfandbriefe unkündbar bis 1V1O 41 Frankfurter Hypothekenbank Pfandbriefe unkündbar bis 1915 41 Frankfurter Hypotlieken-Kredit-Ycrcin Pfandbriefe unkündbar bis 1915 4°|0 Frankfurter Hypotheken-Kredit-Verein Pfandbriefe unkündbar bis 1917 41 Meininger Hypothekenbank Pfandbriefe unkündbar bis 1918 4°|j Preussische Centralboden-Kredit Pfandbriefe unkündbar bis 1917 4°|d Rheinische Hypothekenbank Pfandbriefe unkündbar bis 1917 4°|0 Westdeutsche Bodenkredit-Anstalt Pfandbriefe unkündbar bis 1918 ausserdem haben wir stets 4n|0 Stadtc-Papicre 31, und vorrätig, die wir — soweit Vorrat reicht — abgeben. Giessen, 14. Dezember 1908 Johnnesstraasse 17, gegenüber der Johanneskirche. Fernsprecher 168 u. 2089. illSSl©