MG x .ettcilt unentgeltich r ia ""d tiueimi M-W MhenerSautuum,^ lll‘idjem Bediel oenlen, Jicretetuen, übernim ^cdillbrung turn Sinans. WÄtrf '^nb. - ■v;"»' UW Än^w4Ä-' öLfec.6inL «t W >j|Qnh8^«jr Mittwoch, W* Mtalied üW ^SLNM MöMS» ,eues stadtthes —' Giessen. Hrtkfto; Poik.p««’e: VoT ^kS-Vorstel*, n Vemei^i von [>•: Kslikchn iSefornuDaMniUnibitii! njei tjeincbe, irraneuL. i Mtoüiiche Stevis^ ttengilr Dislreüon. fini;; F. 13426 an Haalki^ ogler, A.-G« 8-raufluti i Hcatc Titti- admds ti W ZasammeükM! «“ÖS5?> dem» PrelWLr6tM yndervors^, Hlt^,leü DeDef «r .. OlwEMir^- >!*? *•&»* "Sfr*-* t0 Ult*1* ”JW ifläl 1 mne 'rnb fuihen w lüür irDlf flute-1‘tniwi 325] AismürcksNM b jmtijte &inb £« Dnerte unter 01699 an l: tutejiclle deS Qiiefe. r 13-18900 M ii L Hnvoche, an vüiL. mtzzahler au vergeben. LchiMl Angebote mttn! i den Giegener ÄiueW^ or den ^etenageu eine» e ticrren'llappenrliij verloren. »ugeben gegen LclohM Dienstag SS. Dezemder 1908 158. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 305 Giehener Anzeiger ettd>etni täglich mU Ausnahme Oe» BonntagÄ. General-Anzeiger für Cberheffen Rotahonfbmd and vertag der vrübliche» UnwersuäkS»Buch- and Stcinörudecet. 8t Lange, «lefcen. Redaktion, ErvedMon und Druckerei: Schul« ftraßr 7. Erpedlnon und Verlag. 51. Redamon: 112. ret.-AvruAnzeiger(Steßen» Dre ..Oletzener LamtllendlSNer" werden dem ^Anzeiger' otcrmal wöchentlich beigelegt, das „Krelsblan für den Kreta Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftttchen Seit» hegen" erlchemen monatlich zwelinat bande verboten. Gegen das Verbot sollte heute eine von | so werden Sie verhaftet und vor Gericht gestellt toerben/ ° _ .... , « . <____ rr___l__< rS urfi Knr hpnpinl nniirne ine I!>ediensLeLenverbande angehörte, hatte der Polizeidirektor. ei 'trikawa den Polizisten die Zugehörigkeit zu diesem Ver-sS I aus dem Schaum herauszüngeln, löschen. Eine besonders günstige E die schließlich auch erlöschen. Eine besonders günstige Eigenschaft des sich bilden- Phänomene, mit denen ein Htzren. Aus Prag wird uns nämlich unter dem 28. Dezember gemeldet: Wegen des Verhaltens eines Tells der ^staatlichen Wachmannjchaft in Prag, der einem auf anar- ohistischer Grundlage fußenden tschechisch-nationalen Staats- ist ihm in einem wenig schmeichelhaften Kabeltelegramm mitgeteilt worden, das von 80 Venezolanern unterschrieben ist und nach dem Daily Expreß angeblich folgenden Wortlaut haben sott: „Ihre Rolle ist ausgespielt, Ihre Macht zertrümmert, Venezuela steht nicht mehr unter Ihrer systematischen Tyrannei und ist entschlossen, eine neue Aera einzuführen. Ihre Besitzungen werden konfisziert. Wenn Sie es jemals wagen sollten, nach Venezuela zurückKukehren, Nach den „Central News" wird sich der venezolanische Bevollmächtigte Paul, der bei der deutschen, französischen und britischen Regierung beglaubigt ist, mit dem amerikanischen Botschafter in Paris beraten, um die Streitfrage mit Holland zu erledigen. Gerüchtweise verlautet, daß Castros dlus- lieferung auf Grund aufreizender Drahtungen verlangt werden solle. Das niederländische Ministerium des Auswärtigen ist neuerdings der Ansicht, daß nach dem jetzigen otanb der Dinge die Schwierigkeiten mit Venezuela vorläufig den Schaumes besteht darin, daß sich gleichzeitig eine recht erhebliche Külte entwickelt, die der Vergasung des Benzins oder anderer brennbarer Flüssigkeiten Einhalt zu tun geeignet ist und dadurch weiter zum Löschen des Mandes beiträgt. Die eine Lösung enthält doppelkohlensaures Natron, Süßholzwurzelextrakt und Glaubersalz, die zweite Kali- Alaun und Glaubersalz. tpolitnebe Cagcsfcbau« Eine neue Jnstizuovelle. Dem Bundesrat geht in den nächsten Tagen eine neue Zustiznovelle zu, um bei Heinern Diebstahl, unbedeutendem Hausfriedensbruch und nicht zweifelsfreier Erpressung bem Strafrichter eine größere Freiheit zu geben, bcei der Strafabmessung milder zu verfahren, als jetzt. Anderseits sollen die M i n d e st st r a f en für Bele i di- HungenundRohheiten verschärft werden. Der Wahrheitsbeweis soll eingeschränkt werden, um unnötiges Ein- beringen in das Privatleben zu verhindern. Die Befugnis Min Ausschluß der Oesfentlichkeit sott erweitert werden. Diese schon lange ersehnten Verbesserungen unserer Nechts- stslege werden gewiß allgemein mit Freuden begrüßt werden. Tausend Personen besuchte Staatsbebiensteteuversamrnlung Stellung nehmen, die jedoch behördlich aufgelöst wurde. Als die Versammelten demonstrierten, wurden sie von Polizisten aus dem Saal gewiesen. Zwischenfalle an der österreichisch-serbischen Grenze. Bon serbischer Seite sind in den letzten Tagen mehrfach Ueberfane auf österreichische Grenzposten verübt worden. Heber einen Ueberfall auf eine österreichische ©en- darmerie--Patrouille am Drina-Ufer teilt der offizielle österreichische Bericht mit, daß der Angriff nicht von der serbischen Grenzwache sondern von serbischen Bauern ausging, von denen zwei erschossen wurden. Von militärischer Seite wird der Zwischenfall dem Umstande zugeschrieben, daß die serbische Regierung an die serbische Grenzbevölkerung etwa 1OOOOO Mauserßewehre verteilt hat, wodurch anarchistische Zustände geschaffen worden seien. Es wird vorgeschlagen, die österreichisch-ungar.sche Regierung solle von Serbien sofort die Entwaffnung der Grenzbevölkerung verlangen. Ein neuer Zwischenfall hat sich ereignet. Der Korporal Johann Franz vom 33. Infanterie-Regiment wurde aus Vorposten am ungarischen Donau-Ufer von drei Mordgesellen erschossen. Seine Brust war von drei Flinten- kugeln durchbohrt. Die Täter entkamen in der nächtlichen Dunkelheit auf das serbische Ufer. e Tie Lage in Pcrfl-n. Die Ungewißheit der gegenwärtigen Lage in Persien wird durch allerhand widerspruchsvolle Meldungen ^illustriert. Gerüchtweise verlautet sogar, daß aus den Schah ein Attentat verübt worden sei. Diese Nachricht scheint sich indessen nicht zu bewahrheiten. Das „Verl. Tgbl." meldet aus Petersburg: Die Nachrrcht, daß ein als Priester DCrileibeter Mann in das Kabinett des Schahs eingedrungen sei und ihn durch einen Schuß in' die Schulter verwundet habe, wird von der persischen Gesandtschaft und von der orientalischen Abteilung des Ministeriums des Auswärtigen für unbegründet erklärt. Nach einer weiteren Meldung aus Teheran gibt die Lage zu einiger Beunruhigung Anlaß. Die Bazare sind zum Teil geschlossen. Die Patrouillen in den Straßen sind außerordentlich verstärkt. Die Nachrichten aus der Provinz lauten ungünstig. Die nationalistische Bewegung gewinnt in Asterabed immer mehr an Boden. In Mesched ist sie von neuem aufgeflammt. In Rescht haben 100 Kaufleute in dem türkischen Konsulate Zuflucht gefunden. Der Gouverneur dort droht, sie mit Gewalt verhaften zu lassen. Alles in Allem ist d ie Sage ziemlich ernft. « ; Die endgültige Absetzung Castro« Ausland. Der österreichische Botschafter in Konstantinopel hat der Pforte wegen der letzten Boykollvorfällo in Beirut neue scharfe Proteste überreicht. Die türkische Kammer hat in ihrer gestrigen Sitzung folgende Slntmort auf das Glückwunschtelegramm des deutschen Reichstages abgesandt: „Tie Wünsche deS nach einer Billion VLanncr gleichLominen würden, deren jeder rund 100 Kilogramm wiegt.' Dies alles in zehn Tagen! Ein-1 dringlich lehren uns die Nachrichten von den Heuschrecken,chwärmen die Sprach dieser Ziffern. Im Jahre 1884 wurden au| Cypern allein 256 Tausend Millionen Wanderheuschrecken getötet; was wurde werden, tonnten sie sich alle ungehindert vermehren! — Eine Stubenfliege wird innerhalb eines Sammers zu 20 Millionen Individuen, im fünften Sommer zu: 3,200,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000 einer unfaßbaren Zahl! anwachsen. Ebenso sind Spinnen produktiv; jede legt yunberte von Eiern una in einigen Sommern halte man so viele Spinnen, wie sie die obige Zahl der Fliegen oaistelll.— Auch die höheren Tiere, wie die Fische stehen an Fähigkeit zur Vermehrung oen Insekten noch lange nicht nach. Ter Stockstich laicht vom dritten Lebensjahre ab acht bis neun Millionen Eier jährlich, was nach drei Fahren, da die jungen Fische fid) wieder fortpslanzen, 40 000 Millionen Tiere ergibt, roeldje Zahl die Schiffahrt unterbinden müßte. — Was das organische Leben alles zu leisten vermag, beioeisen einige stati- llschc Angaben. Die Holländer salzen jährlich 624 Millionen Fische ein und auf der Neufundtandbaick werden im Jahre über 300 Millionen Stuck Stockfische (ä ly2 Meter Länge und 40 Kilogramm schwer) erbeutet Piazzi-Smith durchschnitt im Juli 1856 nördlich von den Kanarischen Inseln zu Schiff einen Medusen- ictirarm von 60 Kilometer Breite, was schätzungsweise für die Overftächeuschicht allein 225 Millionen Einzelwesen bedeutet — Von der därsacheit, mir der die pflanzlichen Organismen sich entwickeln und von bis dahin öden Lanostrichen Beiitz ergreifen, zeigt das Bilsenkraut, das juhrllch 10 0U0 Samen in einer Pflanze erzeugt Würden sie insgesamt erhallen bleiben, so n>are das Endergebnis 10 000 Billionen Pflanzen, die genügen würden, um die 144 Billionen Quadratmeter Festland unserer Erde innerhalb fünf Jahren mit eurem unburajotuigiidjen Dickicht zu br- aeden. Tiefe Proben mögen genügen, das Wunderbare der Ver- mehrungssähigkell der Organismen vor Augen zu führen. — Schaum als Feuerlöschmittel. Eine eigenartige Methode, mäßige, im Entstehen begriffene Brände brennbarer Flüssigkellen rasch und sicher zum Verlöschen zu bringen, wird von Branddirektor Effenberger in der Frankfurter Wochenschrift Umschau (Herausgeber I. H. Bechold) angegeben. Es handelt sich hauptsächlich um Benzinbrände, wie sie in Auwgaragen, Drogerien, aber auch im Haushalt beobachtet werden. Auf der Hauptfeuerwache in Hannover ist eine Reihe von Versuchen angestellt worden, die den Beweis erbracht haben, daß derartige Brände am besten durch Schaum erstickt werden. Aus einem bombenartigen Apparat, der eine lange Ausflußröhre hat, werden zwei Salzlösungen gegossen, die fick) miteinander mischen unb, ohne daß ein erheblicher Druck erzeugt wlld, eüien zähen Schaum bll- den. Dieser nimmt dem Feuer immer mehr von seiner Angriffsfläche, bis zuletzt nur noch einige wenige Flämmchen E. Foskett die amerikanischen Psychologen überrascht hat und die von vornherein mit Mißtrauen betrachtet werden müßten, wann nicht Münner wie William James, der bekannte Psychologe und Professor der Harvard-Universität, Zeugen der seltsamen Erscheinungen gewesen wären. Fostett gao vor einer Anzahl Studenten der Psychologie zwei Seancen, von denen die eine in Boston im Haufe des Professors P. F. Hall, die letzte in Cambridge, Massachusetts bei William James stattsand. Die Gelehrten hatte» alle. V)rsick^smaßregeIn getroffen, um Täuschungen auszuschließen', und die Bedinguitgen der toben waren sehr streng abgesaßt. Bei der erfkn Sitzung befand «ich Foskett mit einem kleinen Tische in der Dlltte des Zimmers und führto hier eine Reihe von Fal'trtrickS aus. Dann bejtani) er eine erstaunliche Feuerprobe. Zunächst Hetze gegen Teutschland. Auf die Art, in ivelcyer der Londoner Korrespondent Yerc „Nvwoje Wremja" die neueste Massendesertion in der j ranzö fischen Fremdenlegion behandelt, macht der ,„5t Petersburger Herold" als auf ein Musterbeispiel einer Wwissenlosen Hetze ausmerksam. Das Telegramm vom 18. (;5.) Dezember lautet: „Der Aufruhr der Fremdenlegion in "lgier ist eine äußerst schmutzige Jntrigue deutscher Agenten, ehemaliger deutscher Offiziere. Die Ausrührer schrien „Hoch Deutschland" und versuchten die algierischen Araber auf- öjiiroiegeln (!). Die deutsche Diplontalie begreift, wie sie kompromittiert (!) ist, und deshalb kühlen die Berillier Offiziösen die öfsenlltche Meinung ab, indem sie er Hären, doaß der Zwischenfall ein ausschließlich lllnerjranzösischer s,ä. Die französische Regierung ignoriert auch um des JriedcnS willen die deutsche Sntrigue; doch ergreift sie ernste Maßregeln gegen weitere Ver,uche Deutschlands, die i ranzösische Herrschaft in Algier zu untergraben. (Diese L’iiitfcectung ist wllllich originell und überrascht selbst bei twr bclannten lebhaften Phantasie des Argus-Korrespon- irxntcn. „Herold".) Der Führer der Ansrahrer hat mit Prrnz Eitel, dem Sohne des Kaisers, korrespondiert. Die Afrührer hatten auch Beziehungen zu den deutschen Wohl, vriigkeitsgesettschaslen in Paris, Chalons, Nancy, Belfort «"diese Denunziation ist besonders niedrig), welche, wie sich L ttjt erweist, den Antimilitarismus in Den örtlichen Gar- , fsonen prupaganbierten. Diese Gesellschaften folgten der Kosung eines Zentralkomitees in Köln. Im Falle eines Krieges würde ein Ausstand der Antirnllriaristen unter Führung der Agenten der Wohltätiglellsgesettschaften ge« plant (!). Diese Entdeckungen überzeugen sogar die Opli^ nu|ien davon, daß Deutschland unaufhörlich die Sicherheit her Nachbarn bedroht." Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt dazu: „Das ist eine so tolle und verlogene Hetzerei, wie I ie uns seit langem nicht vorgekommem ift Sie muß nie- beiger gehängt werden." Staatsbeamte als Aagehorige eines Anarchistenverbandek. Im Lande der Tschechen ist heute wirttich schon alles möglich, sogar, daß die Hüter der öffentlichen Ordnung rmb der Staatsanwalt einem Anarchistenverbande ange^ Kldnci Feuilleton, — Ein neues Gemäloe von Max Klinger. Aus :reip»ig wird uns geschrieben: Max Klinger malt zurzeit eitrig im einem Riesengemalde der honrerisck-en Well, das in einer ; 2anae von 20 Meter 1909 zum 500 jährigen Jubelfest der Leip- >ger Universität die Aula sclMücken wirb. Wie der dem Gemälde Christus im Olymp", ift auch hier die olympisch-klassi>che Herr- ichkell in eine großartige Landschaft heroischen Charakters hinein- bnuroniert und darüber leuchtet die Sonne Homers. — Max llinger ist ferner das ganze Treppenhaus des städtischen Museums n Leipzig überantwortet morden, aber bis letzt hat sich der beeilter '1^ in tiefes Sck.weigen über seine Absichten gehüllt. — Deutsche Aerzte im Urteil der ameri- kanischenBlätter. Es heißt dort in den Besprechungen Iber die Tuberkulose-Ausstellung in Newyork: „Den Deutsch- llmerikaner, der die Ausstellung besMcht, muß es mit einem cerzeihlichen Stolze aus sein altes Vaterland erfüllen, weirn >t die Aufstellung des Deutschen Reichs mit den Vorsuh- mnaen der anderen Länder vergleicht. Unter Leitung des Kea -Rats Dr. Hamel, Berlin, stehend, ist sie ungefähr \o lmiianareich, wie die Ausstellungen des gesamten übrigen lluslandes, sie steht auch in bezug auf Gründlichkeit, lieber- jichtlichkeit und Bielsritiglell unzweifelhaft an der Spitze aller Einzelausstellungen, so daß ihr mit Fug und Recyt der Ehrenpreis eingeräumt worden i)L Sie veran,chaulicht die gesamte, in ihrer Organisation muilergultige Wohlfahrtspflege des Deutschen Reichs usw. usw. a^urch oas geradezu wunderbare System der Tuberkulose-Bekämpfung würden Deutschland alljährlich 100 000 Blenschenleben erhalten. — „DieDeltvhne Tod". So abivrüxrlic^aus den ersten Augenblick der Ausspruch klingt, daß ohne den Dod em Leben auf unserem Planeten unuibglich wäre, ist er gleich.vohl be- reiligt. Ter Grunü hierfür liegt in der ungeheueren Vernich- rungssähigkell der Organismen, vornehmlich der niedrigsten Lebewesen. Tie nachstehenden Daten, welck>e wir einer intcressanten Abhandlung in Der populär-wissenschafrlichen Revue „Ler ^teiu der Meisen" entnehmen, illustrieren das Gesagte. Las Rotisor, ein Heinß tierisck)cs Lebewnen, Bringt durchschnittlich 30 Eier hervor unü zeugt in einem Jahre rund etwa 70 Generationen. Menn alle Individuen diesn Geschlechterfolgen erhallen blieben, würde am Ende der letzten Generation eine Ntasse von Rotisoren vorhanden fein, die einer Kuge^ gleich wäre, deren Halvn^iser größer wäre als jener des benannten Universums! . Auch höher stehende Jnsellen, wie Blattruuse, Gaitweipen, die ^aatlliege oder die zarte grüne Aphis vermehren sich in ungeheuerem Um- fange. Ein Exemplar der letzteren bringt an einem Lage 2o Nach kommen; am ziveiten Tage beträgt die Zalst Der oorharwenen Aphis sckion 25x25 — 625; am dritten "Tage 625x2o= 15 625; am vierten Tage 15 625x25 — 390 625 Individuen u. ]. f. bei ungestörter Vermehrung. Ta 10 000 dieser ätherischleichten Insekten V-o Gramm wiegen, so läßt sich berechnen, daß die voll dis zur zehnten Generation vorhandenen Aphis dem Gewichte ließ er die Flammen von Streichhölzern rund um seine Fingern flattern und Dann hielt er beide Hände so lange über eine Kerosen- tampe, bis der Zylinder vom riaudte völlig geschwärzt war. Zum Schluffe goß er etwa einen Liter AlkllM in ein offenes Gefäß, zündete ihn au und badete nun seine Hände zehn Minuten langt in der brennenden Flüssigkeit, wobei er den stammenden Alkohol auch über Gesicht und Arme goß. Er wurde sofort danach von Aerzlen genau untersucht, aber nicht die geringsten Spuren von Brandmcrknmlen oder Blasen konnten beobachtet werden. Fosktt erklärte, daß die Flammen nur das Gefühl einer angenehmen Wärme erweckten, Tie zwelle Sitzung, die bei James stall fand, brachte so jelljame ^rsa-cinungen, t-aii die beiden Gelehrten es einfhoeilen abgelehnt hatten, sich darüber zu äußern. Ein anderer Teilnehmer der Sitzung gibt eine kurze Beschreibung des Vorganges. Er erklärt, daß Foskett sich „vollständig bematerinlinert" habe und fügte hinzu: „Während wir ihn beobachteten^ schien er sich in dünne Luft anfzulösen. 41 Sekunden lang war er verschwunden, dann trat wieder die Materialisation ein. Der Anblick war so erstaunlich, daß wir erschreckt waren und die Prüfungsmstimniungen vergaßen. Wir haben Foskett geucten, das Phänomen noch einmal vor uns zu wiederholen. Es scheint nicht gmuviick), aber er schien sich wirklich zu Demateriahfieren. Wir wiuen nicht, was wir davon denken sollen." Während der Proben blieb Foskett vollkommen paiiio. Die Zeugen glaubten nicht, daß hypnotische Einflüsse bei der Wahrnehmung die,er Er- scheiimtig eine ötolle spielen unb nehmen an, datz es sich um eine vejondere psychische ^riaft handelt, die bislang noch sicht be- odachtet und erforscht wurde. behoben sind. ___________ Dcutdches Ueid>. Zur Nachlaßsteuer. Eine Anzahl Professoren der Berliner Universität und Mitglieder der Akademie der Wissenschaften petitioniert an den Reichstag, daß von der Nachlaßsteuer Kunsllverle aller Art, Manustripte, Urkunden und seltene Bücher freigehallen werden. Die Petition verlangt eigentlich nur etwas ganz selbstverständliches, aber es wird doch gut sein, wenn derartige dlusnahmebestim- mungen im Gesetz besonders angegeben sind. Die südasritanischen Diamantfelder. Gegenüber den Gerüchten von dem angeblich beabsichtigten Verkauf des Diamanlfeldes Kolmanstop bei Lüderitzbucht wird an hiesiger maßgebender Stelle darguf hingewiesen, daß die Interessen des Reiches vom Staatssekretär in jeder Weise gewahrt werden würden. Die Firma Lenz, die Kvlo- nialgesellschast sowie daS Sieich verkauften jedenfalls nicht ihre Diamanlfelder. Der Botschaftsrat Wilhelm von Stumm, erster Sekretär bei der deutschen Botschaft in London, ist nach Berlin berufen worden. Er arbeitet bereits im Auswärtigen Amt. Es ist beabsichtigt, Herrn von Stumm desb- nitiv mit der Nachfolge des Geheimrats Siehrn e t s zu betrauen und ihn zum vortragenden Rat in der politischen Abteilung zu ernennen. Lohnstreitigkeiten. Die Morgenblätter melden aus Görlitz: 400 Glasarbeiter in Weißwasser haben infolge . des neuen Lohntarifes die Arbeit niedergelegt. Tie Wahlmänner des Wahlkreises Deer- felden-Hir sch Horn-Winsen stellten .Mr die demnächst stattsindende Landtagsersatzwahl den Rentner Dr. Breimer als Kandidaten auf. Dr. Breimers Wahl, der ein Detter des seitherigen Kandidaten Breimer ist, güt damit als gesichert. Er dürfte sich der nationalttberalen Partei anschließen. E a st r o hat gestern die Privattlinik Professor Israels in Berlin verlassen und ist wieder in das Hotel Esplanade übergesiedelt. Er wird dort von Israel weiter behandelt werden und angeblich die vorgeschriebene Diät weiter beobachten. — Der „mensä> 1 iche Sa Iain anbei*". Aus JceroDod wird berichtet: Außerordentlickws Aufsehen erregen die psychischen 'n junger amcrihmischer Mechaniker Frank scheu Psychologen überrascht hat und die deutschen Parlaments für den Erfolg des türkischen Parlaments sind mit sehr großem Beifall ausgenommen worden. Ich beehre mich dem einstimmigen Beschluß der Versammlung gemäß hierfür bestens zu danken. Der Präsident." Der neue deutsche Botschafter in Madrid, Mas Tattcnbach, hat dem Könige von Spanien gestern sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Der Zug der Loder im Jahre (908. i. A. F ü rst 1 i ck? e i te n. Der lebte Großherwg Diskana, Ferdinand IV., 73 Fahre 'mit, gest. 17. Januar in Salzburg, Prinz Leopold zur Lippe, 62 Jahre alr, gest. 28. Januar in .Heidelberg. König Carlos I. von Portugal, 45 Jahre alt, ermordet iT. F-ebruar iit Lissabon. Kronprinz Luiz Filipv-' b?n Portugal, 21 Jahre alt, ermordet am 1. Februar in Lissabon. Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg, 82 Jahre alt, gest. 7X Februar in Altenburg. Fürst Leopold zu Sn'm-Salm, 70 Jahre alt, gest. 16. Febr. onf Schloß Anholt in Westfalen. Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg, Gemahlin des Prmzregenten von Braunschweig, 54 Jahre alt, gest. 10. Juli ioai Schloß Wiligrad. Herzog Karl Borwin von Mecklenburg-Strelitz, 20 Jahre alt, gest. 24. August tn Metz. Herzogin-Witwe Antoinette von Anhalt, 70 Jahre alt, gest. 13. Oktober in Berchtesgaden. Großfürst Alexis Alexandrowitsch von Rußland, die Triebfeder zum russisch-japanischen Kriege, 58 Jahre alt, gest. 14. November in Daris. Kaiser Drmngsü von China, 36 Jahre alt, gest. 14. November in Peking. Kaiserin L ' Tsüssi von China, 74 Jahre alt, gest. 15. ^November in Peking. Legationsrat Graf Friedrich v. Rherra, Sohn des Prinzen '.Karl von Baden, 31 Jahre alt, gest. 20. November in Berit. B. Hof- und Staatswürdenträger, Diplomaten, Minister usw. Ter kaiserliche Generalkonsul a. D. Geh. Regierungsrat Julius fo. Eckirdt, 71 Jcchrc alt, gest. 20. Januar in Worms. Ter frühere sächsische Kultusminister v. Schlieben, 60 Jahre «alt, hest. 7. Februar auf Gut Taubenhemr. Der frühere Minister Ignaz v. Plener, Mitglied des Herren- Ahauses, 97 Jahre alr, gest. Mitte Februar in Wien. Ter preußische Kammerherr Frhr. Georg v. Holzhauscn, 67 Jahre alt, gest. 5. März in München. Ter erste Bürgermeister von Hamburg, Dr. Joh. Georg .'Mönckeberg, 68 Jahre alr, gest. 27. März in Hamburg. Ter italienische Botschafter in Paris, Graf Giuseppe Tor- «ielli, 72 Jahre alt, gest. 9. April in Paris. Andreas, Gras Potocki, Statthalter von Galizien, 47 Jahre alt, ermordet 12. April in Lemberg. Ter frühere russische Botschafter in Berlin, Graf Paul Schu- taaloro, 78 Jahre all, gest. 20. April. . Ter frühere englische Premierminister Sir Henry Campbell- iBannerman. 72 Jahre alt, gest. 22. April in London. Ter Regierungspräsident in Köslin, Graf v. Schwerin!, 55 Jahre alt, gest. 5. Mai in Bad Soden. i Ter langjährige italienische Minister des Aeußern Giuliv iPrinelli, 60 Jahre alt, gest. 9. Juni in Rom. Ter frühere spanische Ministerpräsident Vega de Armijo, '84 Jahre alt, gest. 14. Juni in Madrid. Regierungspräsident v. Varnckow, 60 Jahre alt, gest. 22. Juli in Osnabrück. Ter frühere ^Ministerpräsident Rudini, 70 Jahre alt, gest. .Anfang August in Rom. Ter Domherr von Naumburg, Graf Ernst zu Solms- Laub ach, 72 Jahre alt, gest. 12. August. _ Ter deutsche Botschafter in Washington Frhr. Speck von "Sternbnrg, ö6 Jahre alr, gest. 24. August in Heidelberg. Ter Bürgermeister und Präsident des Senats von Lübeck, Dr. E. Schön, 64 Jahre alt, gest. 13. Oktober in Lübeck. Ter frühere Ministerialdirektor int preuß. Kultusministerium Wirkt. Geh. Rat Dr. Ällthoff, 69 Jahre alt, gest. 20. Oktober m Steglitz Der frühere preuß. Justizminister Herm. v. Schelling, 81 !Jcchrc alt, gest. 15. November in Berlin. C. Militärs. Sächsischer General der In'. Tr. Kürt von Raab, Ehren- jdoktor der vhilosophischen Fakultät zu Leipzig, sächsischer Historiker, geb. 15. Juli 1834 in Bautzen, gest. 1. Januar in Leipzig. ' Ter bekannte Militärschriststeller und langjährige Präsid^t der Artillericvrüfungslommission, Generalleutnant a. T. Hermann von Müller, 76 Jahre alt, gest. 8. Januar in Berlin. Ter L^mmandeur der 1. Fußartilleri^Brigade, Generalmajor /Behrens, 59 Jahre alt, gelt 8. Jairuar in Charlottenburg. ; Generalmajor z. T. Georg Henke, zuletzt. Kommandeur der !78. Infanterie-Brigade in Brieg, 65 Jahre alt, gest. 18. Januar in, der Villenkolome Eigenheim. Ter Chef des Militärreitinstituts in Hamwver, Generalleutnant u. Festenberg-Packisch, 59 Jahre alt, gest. 1. Februar in Hannover. Generalleutnant z. T. Otto v. Garnier, zuletzt Kommandeur der 17. Kavallerie-Brtgade, 78 Jahre alt, gest. 2. Februar in Meuwne. Generalmajor D. Camillo v. Maliszewski, zuletzt Kom- ivmndeur des 110. Infanterie-Regiments, 72 Jahre alt, gest. 6. Februar in Kassel. Generalmajor z. D. Franz v. Art, zuletzt Kommandeur des Truppenübungsplatzes in Tvberitz, 56 Jahre alt, gest. 22. Februar in Hanau. Hauptmann Hans Glauning, 10 Jahre alt, gefallen am •5. März in SüdLamerun. Ter frühere württemöergifche KmegSminister General der Inf. Gustav v. Steinheil, 76 Jahre alt, gest. 13. März in Stuttgart Hauptmann Friedrich v. Erckert, 39 Jahre alt, gefallen am >16. März bei Geinab in Südwestafrika. Ter bekannte Reiterführer Generalmajor a. T. v. Pcsbel 87 Jahre alt, gest. Eiwc März in Wiesbaden. Ter Kommaitdeur des Gardepionieroalaülons Oberstleuütant .Adalbert Stechow, 49 Jahre alt, gest. Anfang April in Rapallo Feldmarschallleutnaut Prinz dmdois SoulOtotk, 68 Jahre alt gest. 9. April in Wien. Ter russische Genial N. P. Linewitsch, 70 Jahre alt, gest 23. Aprtl tn Petersburg. -x (%:alt Frhr. v. Loch 8U Jahre alt, gest 6 Juli tn Bonn. Ter Generaladjutaltt des Großherzogs von Hessen, Generalleutnant Karl v. Wachter, 60 Jahre alt, gest. 11. Juli ■tn Tarmslaot. Ter General der Ins. z. D-. Gustav v. Golz, 75 Jahre alt, gest. 19. Juli tn Homburg o. d. Höhe. Ter Chcf des.Zioitkaometts Geh. Rat Dr. v. Lucanus .77 Jahre alt, gelt. 3. August in Potsdam Ter General der Kavallerie v Harnisch, zuletzt kommandiereu- der General des 4. Armeekorps, 79 Jahre alt, gest. 5. September tn Berlin. Ter Gründer und Leiter des Kolonialvereius Generalleut- nant z. T. v. Ztcgner, 70 Jahre alt, gest. 28. Septemjec tn Halle a. S. Der frühere Chef d:s Militär-Reitinstituts in > -oder Generalleutnant Frhr. v. Mitzlaff, 59 Jahre ait, gest 30. cheptbr. Ter siegretchc japanis^ Heerführer Graf Nvdzu, 67 Jahre alt, gest. 20. Oktober in Tokio. General der Infanterie z. D. v. Fischer, 62 Jahre alt, gest. 30. Oktober in Stuttgart. General der Inf. z. D. Karl V. Hugo, 63 Jahre alt, gest. 6. November in Berlin. Ter langjährige Chcf des Militärbildungswesens General der Ins. Otto o. Strubberg, ,87 Jahre alt, gest. 9. November in Berlin Ter Chef des Militärkabtnetts General der Inf. Graf tr. Hülscn-Haescler, 56 Jahre alt, gest. 14. dkovcmber in Tonau- eschingen. Deutschlands ältester Offizier, der Generalmajor a. D. Philipp v. Frank. 103 Jahre alt, rieft 15. November in Berlin. General der Inf. z. D. Julius tr. Bergmann, zuletzt Gouverneur von Straßburg, 75 Jahre alt, gest. Etrde November in Wiesbaden. D. Politiker und Parlamentarier. Ter frei konservative Parlamentarier, Mitglied bt# preuß. Abgwrdnetenhonscs Karl' Will). Schmidt, 62 Jahre alt, gest. 7. Januar in Breslau. Ter Vorsitzende des Alldeutschen Verbandes, langjähriger Reichstagsabg. Prof. Tr. Ernst Hasse, geb. 14. Februar 1846 in Leulitz bei Wurzen, gest. 12. Januar in Leipzig. Ter ehemalige Präsident der Bremer Bürgerschaft Heinrich Claußen, 83 Jahre alt, gest. 13. Januar in Bremen. Der Präsident des preuß. Herrenhauses, langjähriger Reichs- tagsabg. Fürst zu Inn- und Knhphausen, geb. 14. Dezember 1827 in Hannover, gest 16. Januar tn Lütelsburg. Tas Mitglied des preuß. Herrenhauses Dr. Hans v. d. Mals- burg-Escheberg, 77 Jahre alt, gest 4. Februar in Kassel. Ter ehemalige Präsident der Bürgerschaft von Bremen, langjähriger Vorsitzender des Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger Theodor Gruner, gest. 20. Februar in Bremen. Ter nationalliüerale ^arfantentartet und frühere Reichstags- abgeordnet: Gustav Hartwig, 69 Jahre alt, gest. 25. Februar in Dresden. Ter nationalliberale Parlamentarier und ReichstagSabgeord-- nete Oekonomierat Karl Stöcker, 63 Jahre alt, gest. 25. Februar tn München. Ter Parlamentarier Obetlandesger'.ä4sMÄsident Strössen- reuther, 80 Jahre alt, gest End« Februar in Nürnberg. Ter konservative Parlamentarier, Reichstagsabg. und Mitglied des Herrenhauses Otto von Holldorf-Bedra, 74 Jahre alt, gest. 11. März itr Bedra. Tas Mitglied des Herrenhauses Graf Mortimer v. Tschirschky- Renard, 63 Jahre alt, gest. 18. März in Gr.-Strelitz. Ter frühere langjährige Reichs- und Landtagsabg. Justizrat Herm. Beckh, 75 Jahre alt, cest 2. April in Nürnberg. Ter konservative Parlamentarier Wilhelm Gras Douglas, 59 Jahre alt, gest. 22. April auf Schloß Gondelsheim. Ter deutsche Landsmannminister, Mitglied der Fortschrittspartei Franz Peschika, 52 Jahre alt, gest. 80. April in Wien. Ter Zentrums-Parlamentarier und Reichstagsabg. GrafNah- Hauß-Cortnons, 87 Jahre a.it, gest. 4. Mai in Warmbrunn. Ter Zentrums-Abgeordnete Erzpriester Hoheisel, gest. 10. Mai in Schweidüitz. Ter nationalliberale Parlamentarier Dr. {^niarb Lotichius, 60 Jahre alt, gest. 24. Mgi in St. Goarshausen. Ter 'konservative Abgeordnete und Alterspräsident des Reichstags, v. Minterfeldt-Menkin, 86 Jahre alt, gest. 16. Juni auf Menkin. Ter frühere demokratische Präsident der Bereinigten Staaten von Amerika Grovcr Clevelaud, gest. 24. Juni. Ter sreisinnige Parlainentarier, langjähriges Mitglied des des Reichstags und preuß. Abgeordnetenhauses, Berliner Stadtverordnete Dr. Alexander Meyer, 76 Jahre alt, gest. 27. Juni in Berlin. Ter sozialdemokratische Reichstagsabg. Josef Ehrhart, gest. in Ludwigshafen Cmde Juni. Tas Mitglied des .Herrenhauses Dr. Mernher v. Quistorp, gest 23. Juli m Crenzow. Ter Großindustrie.' und frühere nationalliberale Politiker Mirll. Geh. Rat Dr. von Schlumberger, 89 Jahre alt, gest. 13. September in Straßburg i. Els. Ter nationalliberale Parlamentarier BergwerM-direktor Göorg Hilbck, 67 Jahre alt, gest. 15. September in Tortmund. Tas Mitglied des Zentrums im Reichstage und preuß. Landtage Geh. Obcrjustizrat Dr. Rinteben, 82 Jahre alt, gest. 21. September in Friedenau. Ter nationallwerale Politiker und langjährige Abgeordnete Geh. Justizrat Tr. Osann, 79 Jahre alt, gcst. 30. Scptentber in Tarmstadt. M „Ter konservative Parlamentarier Rittergutsbesitzer Adam Brämer, 70 Jahre alt, gest. 6. Oktober in Ernstberg. Tas Mitglied des Herrenhauses Ritt'-rgutsbesitzLr H. v. Sperber, gest. 12. Oktober in Königsberg *. Pr. Ter konservative Reichstagsabg. v. Gersdorff, 44 Jahre alt, gest. ,17. Oktober in Bauchwitz. Der letzte Generalauditeur des preußischen Heeres Wirkl. Geh. Rat Dr. M. Ittenbach, Mitglied des Herrenhauses, 78 Jahre alt, gest. 22. Oktober in Berlin. Ter wildliberale Reichstagsabg. Keller, 50 Jahre alt, gest. 21. Dezember in Steinbockenheim. DerimfcMcs. '* Ein Pfarrer von Wölfen au f g c f res sc n. Aus Elisabethstadt wird gemeldet: Der Großkokler evangelische Pfarrer Friedrich Heskert fuhr am 14. Dezember nzu Wagen nach Schäßburg. Unterwegs wurde er von acht hungrigen Wölfen überfallen. Der Pfarrer feuerte Revolverschüsse ab und traf auch eine der Bestien, die übrigen ergriffen die Flucht. Der Pfarrer, froh, der Gefahr entronnen zu sein, sprang vom Wagen, um den erlegten Wolf mitzunehmen. Unterdessen kehrten die übrigen Wölfe zurück und warfen sich auf die Pferde. Diese wurden scheu und jagten ins nächste Dorf. Unterwegs fiel der Wagen um, und der Kutscher geriet unter die Räder. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Schenke. Auf die Hilferufe des Kutschers eilten der Gastwirt und andere Leute herbei, die den Kutscher aus seiner gefährlichen Lage befreiten. Ms sie iebod) an die Stelle gelangten, wo der Pfarrer vom Wagen abgesprungcn war, fanden sie nur noch einige Fetzen seiner Kleider, feine Brille und die Stiefel. Der Pfarrer war von den Wölfen vollständig aufgefrcffeit worden. . Fremder (auf dem Lande-: „Das ist doch höchst nn- gcimU), die Schweine so in der Nähe der Wohnstube hu halten." —, Bauer: ,,Das glaub' i nicht. Mer sind scho acht Jahr da und noch nie ist a Sau krank gewesc." FamiLtett-rra^^s-.Ltzterr. Verlobte: Fräulein Loulfe <.ahl nm Herrn Otto Heußinger, oerde m (Srimbcrg. — Fräulein Minna Hoimann mit Herrn Alben Honig, beide m Grimberg. — Fräulein Elli Reiblmq m Alsield nm .Herrn Gu|lav Alt in Gießen. — Fräulein Em he Gundrmn ui .A sleld nut Herrn Wilhelm Fuchs in Nordhauje.i am Harz. - Fraulein Mathilde -Lchivarzenberger in Als'eld mit Herrn Arno eiegcl in Waltershaujcn (Thür) — Fräulem Lum Hill mit Herrn Peler Egner, beide m Alsield. — Fraulem Minna Dnchardt mit peirn Audolt MalkinuS, beide in Alsield. — Fräulein Anna 'phltlvpt in Rupperleurod mit Herrn Adam Schön in Nikolaus- mitljle. — Fräulein Elise Haiubuch in Endori mit Herrn Adam -traiitmaim m Zwingenberg i. Odemv. — Fränlein 'Marie Hlippert mit Herrn Avoli Knapp, beide, in Lauterbacl). — Fränlein Alar- gareihe ± teuer mit Herrn Fritz ftrömmelbem, beide in Lauierbach. -- 6 rau lein ‘IJimna Adam in Dagobertshauieu mit Herrn Johnu Lautert'ach m Schlitz. — Fräulem Hütchen Volkmar in Lauterbach mit Herrn Heinrich Fauldratb in Kirtorf. — Fräulein Marianne Heste in Sondershausen mit Herrn Hugo Schneider in Büdinq-n — Fräulein Frieda Reich mit Herrn Karl Salzmann, beide in Bad Nauheim. — Fräulein Anna Appelbans in Osthosen a. Rh mit ,Herrn Necktsanmalt Dr. jur. Karl Brücher. — Fräulein Sophie Wollenstem in Marburg mit Herrn Arthur Wagner in Arnstad, — Fräulein Charlotte Brandt iit Marburg mit Herrn Rich. .ö abends halb 8 Uhr: „Robert und Bertram." Freitaq den 1. Jan.' nachmittags halb 4 Uhr: „Der Hüttenbesttzer." Abends halb 8 Uhr: „Ein-Sommernächtstraum/ Samstag den 2. Jan,: „Tie Journalisten/ Sonntag den 3. Jan., nachmittags halb 4 Uhr: .Acei,, Leopold/ Abends 7 Uhr: „Robert und Bertrain." ") Aniang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Dezenrber 1908 Barometer am 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Fertchtigkeit r 1 Z । § •g x> c K Wetter 28. 28. 29. 25S 7“ Höchste Niedric > - V— £°/o Konsols .... 94.40 3% do. .... 85.20 3^% Hessen 92.90 ■j^°/e Oberhesseu . — 4?o Oesterr Goldrente. . 9800 4l/6% Oesterr. Silberrente 97 30 4% Ungar Goldrente . . 93.70 4Do Italien. Bente ...-- 3,°ä Portugiesen Serie I . 58 80 3% Portugiesen ,> Jll 59.60 4>6°/, rnss.Staatsanl. 1905 96 90 4>a'7a japan. Staatsanleihe 92.30 4% Conv. Türken von 1903 — Türkenlose ..... 143.60 1% Griech. Monopol-Anl.. —.— 4% äussere Argentinier . 85.90 3% Mexikaner . , . 63.50 lkc/0 Chinesen .... 97.95 Aktien; Bochum Guss 220.25 Buderus E. W. . ... .—.— Tendenz: fest. Berliner Börse, 29. Ctvnada E. B 177.60 Darmstädter Bank . . . 127.90 Deutsche Bank .... 241.25 Dortmunder-Union C. . , —.— Dresdner Bank . . . 146.90 Tendenz: ruhig. Elektriz. Lahmeyer . . . 11650 Elektriz. Schuckert . . . 116.40 Escbweilor Bergwerk . . 187 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.50 Hamburg-Amerik. Paket!. 11050 Harpen er Bergwerk. . . 193.10 Laurabütto 194.00 Nordd. Lloyd . ... 89.4u 0bei schles. Eisen-Industrie 9180 Berliner Handelsges. . . 168.30 Darmstädter Bank . . . 127.50 Deutsche Bank .... 211.60 Deutsch-Asiat. Bank . . 13550 Diskonto-Kommaudit . . Dresdner Bank . . . . 14690 Kreditaktien .... 195.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 110.70 Gotthard bahn — Lombard. Eisenbahn . . 18.30 Uesterr. Staatsbahn . . . 144 00 Prince-Heuri-Eiseubahu . 123.- Dezember, AnfaugekuiBe, Harpener Bergwerk. . . 192.70 Laurabütte — I.ombarden E. B. ... 18.20 Nordd. Lloyd Türkenlose 144.50 Zum ÄabrcswechtchL Dle letzten Tage des Wahres lassen in unseren Gedanten biC kleinen Ereignisse des Tages zurücklreteo, w drängen jeden zu einem Uebcrfmauen feines gan.>en Veben? Weihnachten, das Fest der Liebe, legt uns die Sorge für die Familie besonders eng ans.Herz und der Jahresschlun nötigt zu einem Ueberblttf irber das wirtschaftlich Erreichte. Solche Atomente, m denen man die Bilanz seiner Cxislcnz zieht, sind für jeden gesuad organiiierten Menschen die D-ucÜc fruchtbarer Entschlüsse. Veile kommt ihm der Gedanke an den Tod. Was wird au-> der Familie, wenll er vorzeitig von dannen muh:J Er denkt an die Lebens Ber ncherung und überlegt, wenn er schon versichert ist, ob er die Ver icherungSsumme auch hoch genug gewählt hak. ob er nicht bötier versichern kann und muß. Sorgt er dem durch eine geeignete Ver Ucherung nicht nur für die Familie im Falle seines vvrzcitiarn Todes, jonbern mich für fein eigenes Atter. Die Lebens Versidief nng bietet ihm die sicherste Kapiialsanlage, die ec. gibt, bei der er selbst in dem pekuniär für ihn nngünstigiten Falle, dem Falle des 21uölcbcne der Veriicherungsdauer, immer noch mit einer gewmen Verzinsung seiner Prämienzahlungen rechnen tämi, die nnt io größer iit, als er die Lebensoerücherungö j Prämie bis zu einem Maximal betrage von seinem fteuervilichtigen Cintammen m Abzug bringen darf. Bon allen deutschen Lebens - Versicverungs Gefell schauen schließt seit nahezu 2 ,mi)rzetntten die Victoria jalpmis jahrein die meisten Lebensversicherungen ab. Da e» sich nitht um Augenblickserfolge handelt, sondern nm ein Gelingen ,wtnzehnte nuidurch, so kann man die Größe ihrer Erfolge mit ’rtcajt als einen zwingenden Beweis für die hervorragende Güte ihrer Einrichtungen ansprechen, und man tut sicher gm, sich ihr anznver- 1 rauen. (L .'n 'lebe vaustrau wirb entzückt sein , uom b,csiabrinen Acl-tzmer s Thee. 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Wie in früheren Jahren, io bitten wir auck bei dem bevor ücbcnbcn Jahreswechsel zur Gntliebuna von Neujahrs Glückwünschen durch Besuche und Karten der hiesigen ^leinkinder-Bewahranftalt eine Gabe spenden und einem der unterzeichneten Herren übermitteln zu wollen. Durch Veröffentlichung der Namen der Geber u. Geberinnen im ^Giesreucr Anzeiger" noch vor JahresschluK wird es Qllneincin anerkannt, das; alle Gcuauutcu von Älbstattung der Ncuiabrsbesuchc, sowie von Zusendung von Neniabrskarlcn btzi Jedermann für besreit gelten und ihrerseits beides nicht bcanivruckeu. (y-4/,- Die Unterstützung, die hierdurch zugleich der genannten Wohl- tätigkeus-Anstalt mit ihren 250 Kindern gewährt wird, ist eine sehr schätzenswerte, um die wir herzlich bitten. Gienen, 24. Dezember 1908. Pfarrer Ausfeld. Pfarrer Bcchtolshcimer. Dtadtrat «beim. Sradtrat Jann. Kirchenrat Tr. Naumanu. Pfarrer schwatze. Weinhändler August Schwan. WASCHMITTEL :F»- W &SA. •< ' Kartoffeln Prima Speisekartoneln lmagnuuij boituin) ganz vorzüal. im ModiciiJ Salatkartofseln Gelbe Pdäuochen,, Paulsen Juli (68771 empfiehlt billig frei Haus I. Weisel, Sonncnstkgße k) Telephon ‘ der Tisch zu jedem beliebigen Zweck verwendet werden kann. Alleinige Anfertigung für den Kreis Giessen durch den Lizenzinhaber Job. Lenz, Schreinermeister FraukiarterBtrasse 123. Telephon 782. Aasgestellt in den Schaufenstern der Finnen Brüder Schmidt, Selterew .83 u. Friedr.Krogmann.BalmhfsU.öU. Die AufmeU mitten oec Xle)t-c |ci hnrnnt aus \„s die dieser stummer beiliegende Abonuements- (Sinlüöung der ersten Damen- und 2tod?nzettung „Der Bazar" gelenkt. 7269 Nachruf ! Tieferschüttert geben wir unseren Mitgliedern Kenntnis von dem Ableben unseres lieben Vorstandsmitgliedes Herrn Georg Böhm Der Verblichene war ein treu bewährtes Glied unseres Vereins. 20 Jahre führte er mit grosser Gewissenhaftigkeit die Kassengeschäfte, stets für das Wohl des Vereins bedacht. Bis zum letzten Tage in dem Hause tätig, dem er lange Jahre treu diente, riss ihn eine tückische Krankheit dahin, unerwartet rasch für die lieben Seinen, wie für nns alle. Wir werden dem Entschlafenen ein ehrendes Andenken bewahren! Er ruhe in Frieden. Verein Heute Morgen um i Uhr entschlief nach kurzem, schweren Leiden mein guter Gatte, unser treusorgender, lieber Vater (jjeorg' KGM-M . Prokurist im Alter von 50 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Lina Böhm und Kind* Giessen, den 29 Dezember 1908. Frankfurter Str. 25. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 31. Dezember, nachm 3^ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 7271 Die trauernden Hinterbliebenen* Lang-Göns, den 28. Dezember 1908. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. Dezember 190Q, nachmittags 3*/^ Uhr statt. 7266 Todes - Anzeige. Hiermit machen wir die traurige Mitteilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Grossvater und Onkel Anton Bern Sil., GeiMinds-Einnetaar a. 0. im Alter von 82 Jahren sanft entschlafen ist