arken ind Steindruckerei L0|\| UEBIG v): »Ifblttnltb ben «timt» juien Xflot»-u. Wlir y w. noch Mbonneiiifu u- >i/EVattdier,Lkliekö«i de u. «lüblt werdeu i; ü flcÖodjL I. (ülöcfle,« Wier,8elte«weaMfrLk Verloren; Muff von der LubtvW Kaiser-Allee. Ito bmgeben Kaiser-Al!« I L ;n wcrlvoller Vttltsh- wurde am Lmsiag mb und 12 Uhr auf der eüoaiu ihren. Ler Minder wild; Liade flegen hohe öelodw eien an den Sie», an* In indllelitfieiiuhiijiiMtrn» eglnn V Jmuv, 1. Elektromonteur schule in Köb aaffl -ircheuplatz 9- benZagwiMl^ qqQQOOOC snes stadttheal ** Giessen. m. Hernnoe Stern« äUä> Volk*P^ "“volks-Vorste*1, ladameSans? igös* rfans S Uvr- ^S»rsSL Das wen» „»«i»1 ufU ij, . ujt: , ‘»'fpl %Sääj> LKS e 'l Kabincttes zu Petersburg vom 9./22. Novemver 4. a.aS Aide Mömoire des Wiener Kabinettes vom 8. Dezember und 5. das Aide Memoire des Petersourger Kabinettes vom 1./17. Dezember. — In ber 9iote des Wiener Kabinettes vom 14. November wird erklärt, daß eine Balkan-Konferenz mir in dem Falle mit Nutzen zusammentreten könne, wenn ihr eine Verständigung ber Signatar möchte vvrhergehe. Alsdann wird ber Standpunkt der Regierung zu den einzelnen Punkten tu folgender Weise präLisiert: Die Regierung ist bereit, den von Bulgarien proriamierten neuen Stand dcr Dinge anzuerkcniicn, wooei sie voraussctzt, daß die Konferenz bie Unabhängigkeit bieses Staates sanktionieren werde, wenn bie finanziellen Frag-cn, einschließlich der Eisenbahnfrage geregelt seien. Bezüglich Bosniens, der Herzegowina und des Sandsdmt ^chvoba^ar erklärt bie Regierung fid) damit einbeifixinbeu, daß diese beiden Fragen in das Programm ausgnwmmen werden; felbstoerständlich hätte jedoch die Aus- Line Politik ver Schwäch«. „Kabknettspolltikgilt als etwas Ucbenrunoene5. Wenigstxms dem Ziele nach. Nicht Launen und Wünsckmi Einzelner, sondern das Interesse bet völkischen Gesamtheit soll in dem Ringen ber Staaten ben Ausfdstag geben. Auch die Mittel dieses Ringkampses sind volkstümlicher geworden: bie von den Völkern gehegten National itätsidecn und ihre nnrtfdiafllidjen Strebungen werden aus gespielll Aber sdsticßlich ist das doch auch heute nur das Jioh material, aus dem bie Staatsmänner — ob republikanisch ober monarchäsch gilt hier gleich — ihre Politik peftaltenb aufbauen. Was wir vor Augen sehen, wenn irgendwo ine Staaten in ernstlichem Gegensätze entbrennen, ist — neben dem populären Trum und Tran — doch dcr Kämpf der „Kabinette". Von dem Zimmer des Monarchen oder seines leitenden äußeren Staatsmannes ans werben die Trälste gezogen, sollen sie gezogen werden, und wenn eine Aktion sehlschlägt, madji man zunächst diese „Kabinette" nicht das Volk, verantwortlich: bie eigentlidje diplomatische Kunst ist nod) nicht wertlos geworden. Augenblicklich sieht man den Kainpf der Mächte und der Kabinette um die Dalkanfragen. Oesterreich-Ungarn, Rustlaitd Und bie Türkei sind die drei wickstigsten Ringer, ohite da st die sed)s, sieben anderen Mächte nur mastige $uidjaucr wären. Zivei unter den drei erstgenannten Mäcksten sind gehindert, für ihre Ziele das Schwert in bie Wagschale zu weisen: die Türkei uttd Rustiand. Eine Stelle in dem Entwürfe der Adresse, die das türkische Parlament an ben Sultan richten will, enthält die >vdiwäche der Stellung des türkisehen Kämpfers: „Tie Nation. . . wird der Welt zeigen, dast sie auch dein AnSlande gegenüber unentroeg-t bie Friedenspolitik verfolgen wird." Tas ist nicht etwa eine heuchlerische Redewendung, sondern es ist die ernsthafteste und Tür bie äustere Politik grundlegende Tatsache neutürklschcr Politik. So sehr wir das benadjbarte und veroündete Oesterrerch-Ungarn zu dieser Tatsackjc, die in bie Berechatungen der österreid)- imgarischen Staatsmänner eingestellt geiuefen ist, beglückwünsdxn linnen, so wenig können wir als pragmatische Politiker die sich daraus ergebende Lehre mistachtcn: daß nur ber gilt, ber sich zu wehren entschlossen ich Durch die friebiidje Stimmung der neuen Türkei — bie natürlich ihre wohlbegründetcn Ursachen hat — wird die Erfolgmöglichkeit des türkisc^n Dlinisters des Aeustercn und des Grostivefirs in den mit Oesterreich-Ungarn geführten Verhandlungen aufcerorbentlid) bceinträdytigt. Tcm russischen Mitverhandlcr geht es ähnltd). Auf den Letter ber russischen austeren Pvlitif Jswo.sky hageln btc Vorwürfe der Unfähigleit und der Schwäche nur so nieder. Mas verlangt man von ihm im Grunde? Er soll Erfolge erzielen nur durch Schreiben, Telegraphieren, Konferieren und Reden — ohne je den Willen wir ultima ratio, zum letzten Mittel: dem Kriege, durchbltckcn zu lassen. Tenn dieses Mittel will weder eine maßgebende ruiiifdjc Regierungsstelle, noch das Volk, noch das Parlament. Aua) rn Rustiand ist das Parla^nt ein Dio ment des Friedens. Es must von jedem kriegerischeti Erfolge eine Stärkung ber reaktionären Gewalten erwarten. Taher [teilte sich die Mehrheit der Duma bei ber Abstimmung in ber Nacht zum 28. hinter Iswolski). Ja, sie schrieb ihren Beschlust noch ausdrücklich hinctn, dast ste bie Wahrung ber gerechten Interessen ber verwandten Slawen- völker nur „mit allen friedlichen Mitteln" wolle. Mas nun eigentlid) noch Anhänger emet Friedenspolitik um jeden Preis an dem Verhalten des Ministers Iswolsky kritisieren können, ist uns nicht ganz verständlid). Glaubt man denn wirklich, dast bie Worte so geschickt gesetzt werden könnten, um allein dadurch den Tonaustaat umzuwerfen? Wer durchaus unb unter allen Umstanden ben F-rieden roill, must eben einem Mitspieler gegenüber, der das letzte Mittel nickst scheut, ber schachere Tell (loenn im übrigen bie Kräfte gleich sind) bleiben. -Sicher ist die Verhandluugstechnik nickst gleich Null zu achten, aber über ein solches Muinko kann die beste Berhandlungstedmik ,ck)werlich hinweghelfen. dehnung der Souveränitätsreckst« Seiner Maiestat aud und die Herzegowina, sowie die Stäumung des Sandsck-aks 9topv bazars nicht Gegenstand der Diskussion zu bilden. Weiter wirt bemerkt, dast die Regierung über diese Frage mit ber Psorll zu einer Einigung zu gelangen hoffe, die dann pon der Konteren mi bestätigen wäre. Oleid^eitig Hütte bie Konteren» den Amte. 25 des Berliner Vertrages außer Kraft zu setzen. Mas bie F-ragr des bie Souveränitätsrechte Montenegro-, em ld;aänlcnbeu Artikel 29 des Berliner Vertrages betrint, fo er hebt das Wiener Kabinett keine Einwendung dagegen, dast su Gegenstand der Dislüssion aus der Konseren^ bilven, halt ledou.- in dieser Beziehung bie gemucksten Vorbehalte aufrecht Bezug lich ber Serbien und Montenegro zu getmckn'enden Vorteile wird, um eventuellen irrtümlichen Auslegungen vorznbeugcn, die Fassung: „Serbien und Montenegro -u gewährende loirl scktaftlich'' Vorteile" vor geschlagen. Bezüglich der Kapitulationen unb ber fremden Postämter in derTurke i erklärt das Wiener Kabinett fid) bereit, über bie dann vorzu nehmenden Nlodisikationen sich nut den übrigen Nllicksten ins Einvernehmen zu setzen. Schliestlich wird dec Meinung Ausdrncl gegeben, dast die Kaüerlich-ru,sische Regierung um so mehr Gelegen, heit nehmen werde, ihren Standpunkt zu den ver>chleoenen pro- grammpuntten bekannt zu geben. . In dem Aide Älömoire üvnt 8. Dezember 1908 bcstitigt das Wiener Kabinett die Heuerein)tan.Hung ber Regierungen ix)n Wien und Petersburg bezüglich der süotwendigkeit von Ber iMiidlungen und folgert daraus, dast bad russische Kabinett ebciip ivie das Wiener Kauinett bestrebt sein werde, die Konserenz vor Gefahren zu schützen, die fid) »uö auf derselben zu Bage treteiiben iNeinungsverfdüedenheiten ergeben tünnlen. Dieser von beibeii Kabinetten ins Auge gefastte Zweck bilde ein euwpaischcs Interesse und könne nach Aufsassung oeS Wiener Kaoinettes nur in sehr unvollkommener Wnie eneiLst werden, wenn fid) die vorangehende Verständigung unter den Mächten nur auf bie Aui- ^hlung der Programmpunlle beschranken würde. Der Meinungs- austaufd) zwischen den Kaoinetten müsste vielmehr aud) au| das Wesen wenigstens ber wickstigsten Punkte des Programmes ausgedehnt werden und würde auf diese Weise hotsentlnh zu der Vereinbarung gewisser Formeln führen, die dazu bestimmt sind, Die Diskussion in genau umschrievenen Grenzen zu ijalten. ^So wurde z. B. bie rn,fische Regierung gewist geneigt sein, bie tunion über Bosnien und bie Herzegowina so zu begrenzen, dast die Tatsache ber Annexion nicht in Frage gestellt würbe. (Äne solche Haltung ber Kaiserlichen Regierung erfdjeint dem öfter» reichisch-ungarckchen Kabinette um so weniger ziveiselliast, als die Eventualität ber Annexion in mehreren, früheren zwischen den beiden Reichen getroffenen Abmachungen vorgesehen war. Durch diesen Modusproeedens würden die Arbeiten der Konferenz roeient» tjch erleichtert und Schrvierigkeiten vermieden werden, die ent- stehen müßten, wenn man der Diskussion über die oerschtedenen Punkte völlig freien Lauf lieste. Tas Wiener Kabinett hofit, da ff ich die Ka'serlid>e Regierung von, demselben Geiste der 93er» Ibhniichkcll leiten lassen und ihre Auffaisung übet die wichtigsten Programmpunlle seiner Regierung bekannt geben werde; in dem Aide Memoire des Petersburger llabineltes vom 4.—17. Dezember wird erklärt, dast ber österreichisch-ungarische Vorschlag, ben Gedankenaustausch unter ben Mächten auch auf das Wesen bet Protz rammpuntte austzudehnen unb auf diese Weise zu Formeln zu gelangen, die die Diskussion der Konferenz in genau umschriebenen Grenzen ballen würden, jivar infolge seiner Langwierigkeit manche Unzulänglichkeit berge, dast das russische Kabinett aber, um seinen Geist ber Mästiguna zu beweisen, seinerseits bereit sei, ihn anzunehmen, vorauSge,etzt, dast aud) bie übrigen Mochte ein Gleiches tun. Tas Wiener Kabinett rönne den Borsckllag tiunmehr ben übrigen Kabinetten unterbreiten, denen auch die ^aiserlidllrussische Regierung ihren Standpunkt hinsichttick) dieser Frage notifizieren Bezüglich des Wunsches des Wiener Kabinettes, die russische Regierung möge ihre Meinung über bie verschiedenen Urogramm» punkte bekannt geben, behült sich die letztere vor, im Lause der bevor stehenden Verhandlungen ihre Gesickstspuntte über die für Rustiand wichtigsten Programmpunkte zu entwickelli. Nr. 305 Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag SS. Dezember 1908 5f blctlfütbenKrde®te^n U W N ffiF 33 / B ® M M M BI fährt, auvtcht. Beilettg. =2=2X7IVllvBI'Vl' 4411IVIHVWÄB füV’öu Äedaknon' u^ __ vJf - - - • * für den vollttichen reih General-Anzel-er für Oberhessen Kit Oie ttiqe4muiimet Rotaticnsfrnd ml» Verlag i»er Br5bn»«B llnIv.-Vuch- ml» Steinöruuerti Ä. lange. RtOoftion, UlPtöitton und Prudcrtf; SdiiitfiraJie Aiizeiaenieil y Beck, bis vormittags 10 Uhr. __ -------■>«^"'^»«»iiiiiinimniiiiim Neurath-Klein-Linden bcntfte im Namen der n^d) auswärts verzogenen Kameraden für die Einladung und gedachte der bereits verstorbenen Schulkameraden. Die Kameraden Sommer und Straßheim verschönerten die Feier durch Gesangsdvrträge. Kamerad Neurath gedachte der Kameradinnen, die ebenfalls dieses Jahr ihren 40. Geburtstag vollendeten und brachte ein Doch aus sie aus. Bei Gesang und weiteren Ansprachen nahm die Feier einen schönen Verlauf. r. Staufenberg, 26. Dez. Am letzten Mittwoch wurde ein Arbeiter von Sichertshausen, der in Mainzlar bei Scheidhauer il Gissing arbeitet, abends aus dem Keimweg von Mainzlar nach Sichertshausen niedergeschlagen und schwer mißhandelt. Dar Mann hatte 'seinen Lohn von ctung zur Rettung verwahrloster Kinder im Streife Friedberg ins Leben 311 rufen, die heute noch besteht und sehr segensreich wirkt. Im Jahre 1899 wurde die bestehende Anstalt Friedberg-Butzbach in zwei selbständige Kassen getrennt. Ihr Zweck ist, Sparsamkeit zu wecken und Wohltätigkeit £u üben. Um dies' zu erreichen, gibt die Sparkasse den Bewohnern der Gemeinden Gelegenheit, ihre Ersparlüsse sicher anzulegen, auch in den kleinsten Beträgen!, leistet Darlehen 511 mäßigem Zinsfüße und verwendet die sich ergebenden Ueberschüsse zu gemein- uützigen Zwecken, sowie zur Prämiierung von Dienstboten nach langjähriger, treuer Dienstleistung. Zu Ehren der Gründung vor 75 Jahren fcnrd am 3. Feiertage üt den Räumen des Hotel Trepp eine Feier statt, bei der sich der Direktor des Viathildenstifts, Herr Hieronimus, in ausführlicher Weise über die Entstehung und Entwickelung des Instituts verbreitete. Von feiten der Regierung waren erschrenen Regierungsrat Dr. Gaßner, ferner noch die Bürgermeister und Vertreter der einzelnen Vereinsgemeinden sowie die Auffichtsräte der Stassen von Friedberg und Butzbach. Bei dem Festessen wurden Toaste auf S. St'gL H. den Großherzog, das Mathildenstist, seine Leiter mti) Beamten ausgebracht. O Laubach, 27. Dez. In dieser Woche veranstaltete die unter der Leitung des Kammerrats Bröckelmann stehende Handfertigkeitsschule in ihren Räumen eine Aus- 'stellung der von ihr gefertigten Gegenstände. Die Schule wurde von 22 Schülern des Gymnasiums, im vorhergehenden Jahre von 18, besucht, die sich mit Papp-, Buchbinder-, Laubsäge-, Kerbschnitt-, Holzbrand-, Metall-, Schreiner- und Dreherarbeiten beschäftigten. Namentlich waren in den ersteren Arbeiten gediegene Leistungen zu sehen. Große Ruhesessel bis zu den feinsten, kleinen Laubsägearbeiten erregten die Bewunderung der Beschauer, während die aufgelegten Metallarbeiten nur spärlich vertreten waren; für letztere scheint die Begeisterung nicht sonderlich zu sein. Der Leiter der Schülerwerkstätte, der für die uneigennützige verdienstvolle Förderung des Unternehmens sich reichlich verdient macht, gab die ausgiebigsten Erklärungen zu ben ausgestellten Arbeiten. X Freienseen, 28. Dez. Am zweiten Weihnachts- seiertag erlitt der Abendzug, der als letzter Zug nach Mücke fährt, eine einstündigc Verspätung durch einen Kesseldefekt, der auf hiesiger Station konstatiert wurde. Dadurch wurde der Anschluß cm den Zug Fulda-^ Gießen nicht erreicht. Die nach Gießen und weiteren Stationen Fahrenden mußten sich zu einem Uebcrnachten in Mücke bequemen. R.B. Darmstadt, 28. Dez. Im Großh. Residenz- schloß werden demnächst einige größere Umbauten und Verbesserungen ersorderlich. So ist ein Diauerputz der Mlichen Fassade, ein Ersatz des schadhaften eisernen Geländers und der Holzgesimse aus dem südlichen Dach des Lerbindungsbaus zwischen Kaisersaalbau und Glockenbau durch Steingesimse usw. beabsichtigt, wofür ein Betrag von 9000 Mk. im neuen Staatshaushaltsetat eingesetzt ist, während für Reparatur des schadhaften Hausteinportals am Silberbogen und Ersatz der verwitterten Hausteine 3230 Mk. angefordert werden. Im Vcrmögenstell des Etats ist noch für einen Umbau des fünften As,embleezimmers im ersten Obergeschoß des Kaisersaalbaus, das wie die vier vorderen Assembleezimmer int Stile Ludwigs XVI. hergestellt werden soll, ein Betrag von 9800 Mk. und für die Herstellung eines Zimmers im zweiten Obergeschoß des Meißen Saal- baus ein Betrag von 12800 Ml. vorgesehen worden. — Im Großh. Hofstall in Darmstadt erfordert die Umdeckung des sehr schadhaften Ziegeldaches auf dem Hauptgebäude 5400 Mk. — Im Großh. Palais zu Mainz soll die Herstellung mehrerer Zemmer zu Wohnräumen für fürstliche Gäste mit einem Kostenaufwand von 11200 Mk. erfolgen. Ferner wird im Großh. Schloß zu Friedberg für verschiedene Herstellungen und Verbesserungen ein Betrag von 7800 Mk. angcfordert. — lieber 300 armen Obdachlosen ist in Darmstadt eine schöne Weihnachts- reu de bereitet worden. Auf Anregung des Revierkommissars Bergmann war mit Hilfe gesammelter Privatmittel in der Turnhalle am Balkonplatz eine Weihnachtsfeier für Obdachlose arrangiert worden, an der 179 dieser Aermsten unter den Armen teilnahmen. Beim Glanze des strahlenden Christbaums hatten sie an vier langen Tafeln Platz genommen und wurden zuerst durch eine kräftige Mablzeit, Suppe, warme Wurst mit Kartoffelsalat, Kaffee und Gebäck, reichlich bewirtet. Wie stark der Appetit war, geht daraus hervor, daß über 1300 Würstchen, ly2 Zentner Kartoffelsalat, 200 Laib Brot und je ein Hektoliter Suppe und Kaffee verzehrt wurden. Ter Feier wohnten auch Polizeidireltor Regierungsrat Dr. K r a n z b ü h l e r und Pfarrer Bogel bei, welch letzterer während des Essens Worte der Erbauung an die Versammelten richtete. Dann fand auch eine allgemeine Christbescherung statt, bei der sämtliche Obdachlose mit Weihnachtsgaben, z. B. wollene Hemden, Strümpfe, Stiefel usw. und einer Tüte Weihnachtsgebäck bedacht wurden. Es war auch für sämtliche 179 Obdachlose für Nachtquartier gesorgt worden. — Eine nicht minder schöne Weih- liachtsfeier fand früh morgens in der Herberge zur Heimat statt, wo 130 durchreisenden Wanderern eben» falls nach einer Ansprache des Oberhofpredigers Ehrhardt eine Christbescherung bereitet und dabei nützliche Kleidungsstücke, Lebensmittel usw. überreicht wurden. — Ein Hebers all auf einen Unteroffizier des hies. Feldartillerie-Regts. Nr. 25 wurde in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeierlag in der Elisabethenstraße unternommen. Der Unteroffizier trug eine Kopfverletzung davon; die unbekannten Attentäter enttarnen. — Aus der Zwangserziehungsanstalt für Knaben (St. Josefs-Stift) bei Klein-Zimmern waren kürzlich wiederum drei Zöglinge entsprungen. Sie wurden am zweiten Weihnachts- l'ciertag in Darmstadt von der Polizei auf gegriffen und nach der Anstalt zurückgebracht. -d. Mainz, 28. Dez. Zu der Mord aff ar e in de r Familie Racke wird noch gemeldet: Der Mörder hat eingestanden, daß seine Schwester Lisbeth ihn flehentlich bat, sie doch am Leben zu lassen. Als sich das Mädchen in die Ecke des Zimmers flüchtete und die Hände gegen ihren wahnsinnigen Bruder vorstreckte, schlug er ihr mit dem Brotmesser in das rechte Handgelenk und schoß ihr eine Kugel in die Schläfe. In seinem Zimmer hatte er die Türe durch einen Ofen und einen Wandschirm verbarrikadiert, so daß der Polizeikommissar, als der Mörder die Tür geöffnet hatte, über diese Gegenstände klettern mußte. Heute morgen wurde der Wahnsinnige wieder dem Untersuchungsrichter vorgeführt, er gibt immer wieder an, daß er seinem Vater nicht stummer wegen der Aufgabe seines Studiums habe machen wollen. — Der ermordete Racke wurde vor einigen Jahren vom Papste infolge feiner Tätigkeit für die katholische Sache zum Geheimkämmerer ernannt. 6vN. Hochelheim, lieber Rabenschäden wird in einzelnen Dörfern des Hüttcnberges sehr geklagt. Die ichadenbringenden Schwarzröcke kaffen sich in großer Anzahl auf den Saaläckern nieder und reißen die jungen Sämlinge mutwillig samt den Wurzeln aus. -r. Altenschlirf, 28. Dez. Ein bedauerlicher Unglücks fall ereignete sich hier vorige Woche. Der schon bejahrte Slnecht des Gastwirts Rahn, mürbe von einem Pferd so unglücklich gegen den Leib geschlagen, daß er bald darauf starb. x Marburg, 28. Dez. Wie die hiesigen Zeitungen berichten, ist hier ein Luftbahn-Projekt entstanden. Es handelt sich dabei um eine Kombination von Luftschiff und Lahn oder auch um die zwangsweise Führung eines Luftschiffes, das zur Aufnahme von 60 Personen geeignet ist. Die treibende Straft wird durch Kabel von außen zugeführt und eine Geschwindigkeit von 150—200 Kilometer erzeugt werden. Wenn die nötige finanzielle Unterstützung nicht ausbleibt, soll die erste Lmie uach Frankfurt über Gleiberg, Münzen berg und Saalburg eingerichtet werden. h. Frankfurt a. M., 28. Dez. Aus Grund der Statistik der Ortskrankenkasse stellt die städtische Arbeitsvermittelungsstelle fest, daß der Arbeitsmarkt im November still war, daß aber allzu pessimistische Auffassungen von der Hand zu weisen seien. — Am zweiten Feiertag wurde von Griesheim ans der erste Ausstieg mit Leuchtgasfüllung unternommen. Der Ballon Ziegler des Frankfurter Vereins für Luftschiffahrt stieg unter Führung von Herrn Sauerweiu mit drei Insassen auf und landete nach vierstündiger Fahrt bei Bubenheim a. Rh. Weihnachtsfeiern. Gießen, 28. Dez. Unsere durch die Weihnachtsurlauber stark gelichtete Garnison trat am Nachmittag des heiligen Abends um 4 Uhr zum Garnisongottesdicnsit an, der für die Katholiken in der katholischen Kirche, für die Protestanten in der Stadtkirche ftattfanb. 9tach dem Gottesdienst flammten überall für die einzelnen Kompagnien hergerichtete prächtige Weihnachtsbäume in den Kasernenstuben auf. Weihnachtslieder ertönten und der Herr Hauptmann hielt hier und da eine kernige Ansprache an seine Leute. Dann ging jeder der jungen Vaterlandsverteldiger an den Gabentisch, au die in Gestalt von Pfeifen, Zigarrenspitzen, Tabaksbeuteln, Unterhosen, Hemden, Strümpfen, Taschentüchern, Filz-Pantoffeln, Zigarren und Tabak das Christkindlein den Slinbcrn in zweierlei Tuch beschert hatte. Man hatte nicht nur jeden Wunschzettel respektiert, fonbent braßen und tüchtigen Soldaten noch eüt Uebriegs beschert. Nachdem die Mannschaft dann das Abendbrot verzehrt hatte, trafen die Kameraden wieder unter dem Weihnachtsbaum zusammen, um gemeinsam ein Fäßchen Bier zu leeren, wozu sich auch die Mutter der slornpagnie, der Herr Feldwebel, und die Unteroffiziere usw. eiltsarrdeu. Alle Pande frommer Scheu waren in Rücksicht auf den Weihnachtsabend natürlich nicht gelöst, aber doch gelockert, es l-errfchte, solange noch Stofs im Fasse war, eine wahrhafte Fidelitas in der Kaserne. Um 11 Uhr waren die Fässer geleert, und der Zapfenstreich trat ein. Ter Evang. Arbeiterverein hielt am letzten Sonntag im Saale von Steins Garten seine W e i h n a ch't s - feier ab. 'Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vor- Ichenden Obertabllothetar Dr. Heuser sang der Gemischte bzw. Frauenchor des Vereins unter Leitung seines Dirigenten Musillehrers Gernhardt zwei gut zum Vortrag gebrachte Wechnachtschöre. Allgemeinen Beifall fanden die Deklamationen und Gesangsvortrüge des Kinderchors. Das von Mitgliedern des Gemischten Chors aufgellchrte Theaterstück „Ein heiliger Wend" trug wesentlich zur Verschöne- rung des Abends bei Den Schluß der Feier bildete eine Verlosung._____________ EroheL Lrdbeben in Italien. In denselben Gebieten Kalabriens, die int Jahre 1907 von dem Erdbeben betroffen wurden, erfolgte gestern rüh 5 Uhr 25 Min. ein überaus [tarier, wellen- örmiger Erdstoß, der 32 Sekunden dauerte und besonders zwischen Monteleone und Katanzaro gespürt wurde. In Monteleone stürzte die Bevölkerung trotz >es strömenden Regens schreiend und ianunernb, halbnackt auf die Straße. In Stefanaeomi sind auch bte Bc- Hausungen völlig zerstört, die das Erdbeben 1907 übrig gelassen hatte. Messina, Augusta und andere Städte sind voll- tandig zerstört, Hunderte, wenn nicht Tausende von Menschen getötet. Eine Unzahl von^Häusern sind eingestürzt und begruben zahllose Opfer unter )en Trümmern. Von Cannitello steht kein Stein auf dem andern. Bei Eatania herrscht ein starkes Meerbeben, wobei viele Fischerboote untergingen. In Maletto wurden zwei Kirchen stark beschädigt, 55 Häuser zerstört; in Belpasse stürzten zwei Häuser ein; in San Giovanni bei Giarre sind zehn Häuser eingeftürzi In Ri P 0 st 0 stürzte das Dach einer Kathedrale ein; andere Kirchen und das Rathaus drohen einzu> stürzen. Die Meereswellen, die eine Höhe von 10 Metern erreichten, dringen in die Häuser ein. Zahlreiche Gemeindeverwaltungen melden den Zusammenbruch von Häusern. Das Erdbeben wurde heute früh auch in verschiedenen Orten Siziliens verspürt. In Caltanisetta und M i n e 0 riefen die Erdstöße eine große Panik hervor. Die Bevölkerung kampiert zum Teil auf den Straßen und Plätzen. In Nota, wo die Erschütterung dreißig Sekunden fang anhielt, versuchten die Strafgefangenen auszubrechen, doch stellte Militär die Ordnung wieder her. Aus Lingua- glossa und Santa Severina werden Erdstöße gemeldet; Einzelheiten darüber fehlen noch. In allen Orten find viele Gebäude beschädigt. In Stefanaconi wurden drei Menschen getötet, sechzig wurden verwundet unter den Trümmern der cingestürzten und beschädigten Gebäude hervorgezogen. In San Gregorio wurden zwei Men- scheu getötet. Ministerpräsident Gio litti entsandte zwei Beamte zur Feststellung des durch das Erdbeben angerichteten Schadens und spendete 20000 Lire zur ersten Hllseleistung. In Reggio di Calabria hat das Erdbeben ähnliche Verwüstungen angerichtet tote in Messina. In Palermo betrug die Tauer des Erdbebens 32 Sekunden. Die telegraphische und telephonische Verbindung auf und mit Sizilien ist außer der Kabelverbindung zwischen Neapel und Messina unterbrochen; auch der Eisenbahnverkehr auf der Insel ist ins Stocken geraten. Von Catania sind fünf Dampser zur Hilfeleistung abgegangen. In Ragnara wurden viele Bewohner getötet. Nach einem vorn Kommandanten des Torpedobootes „Spiea" an den Marineminister abgesandten Telegramm ist die Stadt Messina zum Teil zerstört lüoröen. Mehrere Hundert Häuser sind eingestürzt. In Palmi forderte das Erdbeben mehrere Hundert Opfer. Die Stadt selbst erlitt schwere Beschädigungen. Die letzten Nachrichten aus Messina lauten erschreckend. Tie Zahl der Opfer wird auf mehrere Tausend veranschlagt. Die Regierung entsendet 4000 Mann Truppen zur Hisie- leistung. Unter den Trümmern ist eine Feuersbrunst ausgebrochen. Der Diebe wegen ist der Belagerungs-- zustand verhängt worden. — König Viktor Emanuel erfuhr die Nachricht von dem Erdbeben auf der Jagd. Er kehrte sofort zurück und hatte eine längere Unterredung mit Gioletti. — Alle Kriegsschiffe, die in Ntgpel vor Anker liegen, erhielten Befehl, sofort nach Calabrien abzugehen. Tie Gefchwader-Tivifion, die nach Palmas unterwegs ist, erhielt Befehl, schleunigst zurückzukehren. — Der Bürgermeister von Palmi berichtet, daß in seiner Stadt 500 Personen getötet und m e h r e re H u n de r t v e r w undet worden sind. vermischtes. * Das Ende der Wunder Jenas. Ara, caput, draco, mons, pons, vulpeeula tnrris, Weigeliana domus: septem mtracula Jenae. Diese Aufzählung der 7 Wund« Jenas bat heute nur noch historische Bedeutung. Bon beu 7 Wunoern verschwindet eines nach dem andern. Zuerst siel das berühmte Weigelsche Haus der Moderntsicrung Jenas zum Opfer, dann brannte der Fuchsturm nieder und nun soll auch die alte Brücke niedergerissen werden. Tic CamSdorser Drücke, die Jena mit feinem Vorort Wenigen Jena verbindet, wird nun bald fallen imb einer zweckmäßigeren Ueberbrückung der Saale Platz machen. TaS mehr als ein halbes Jahrtausend alte Bauwerk, seit langem ein Kreuz und ein Zankapfel der beiden Gemeinden, die mit Staat und Eifenbahnverwaltung über die brennende Frage nicht ins Reine kommen konnten, ift in diesen Tagen endgültig zum Tode verurteilt worden. Lange scheiterten alle Pläne an der Tatsache, daß die Brücke zur Hälfte der Stadt Jena gehört und zur anderen Hälfte der Gemeinde Wenigen- jena, oder nach anberer Lesart dem Staat die Regetang der Sache zukomme und der Eifen bahn siskus, der bet einer Veränderung die Saalbahn hier höher legen müßte, auch ein Wort mitzureden habe. Jetzt endlich ift eine Einigung erzielt, und da an eine Verbreiterung des berühmten Dau- Werks nicht zu denken ift, so wird damit ein interessantes Zeugnis aus aller Zeit verschwinden. Im Jahre 1377 hat nach sicheren Quellen hier schon eine hölzerne Brücke gestanden, die zu Anfang des lo. Jahrhunderts der jetzt noch bestehenden steinernen gewichen ift, die nun in fünf Jahrhunderten den schwersten Anprall von Wassersnot und Eisgang getrotzt hat. Aus Quadern, die von den Burgen des Hausbergs stammen, soll sie in jener Zeit erbaut worden sein; vom Jahre 1416 wird in einer Chronik berichtet, daß eine Klause auf der neuen steinernen Brücke errichtet worden ist, in welcher ein Manie um Almofen für die Brücke bitten sollte. Mehrere Inschriften auf der Brücke erinnern an merkwürdige Ereignisse, die sie erlebte: an einen Reiter, der im Jahre 1717 mit seinem Pferde von der Brücke herab in die Saale sprang, und an schwedische Kriegsgewalt. lieber diese berichtet die Chronik Martin Schmei- zels aus dem Jahre 1746 (neu herausgegeben 1908 bei Beruh. Vopelius in Jena) unter dem Jayre 1637 das folgende: „Am 20. Januar kam der schwebischc Generalmajor Torsto Stalhantsch mit vielem Volk an, welches von den Kayserlichen verfolget worden: sie tarnen vom Steiger und dasigen Bergen herunter. Dieser General ließ am 3. Febr. den letzten Schwibbogen der Saalebrücke nach Camsdors zu abwerfen, wobey 36 Menschen teils in Waßer umkom- men, teils von den Steinen erschlagen worden." 1638 wurde aus Balken das fehlende «tück der Brücke ersetzt, aber schon Amtlicher Teil. X? ❖ per Pfd. 30 Pfg. Äerrcnbcrg i. Württcmba. 88»/») B”/» Braubach. Neue 7276 Feuerwerk Mainzer ,L9b8 Sauerkraut p.Pfd. 10 Pfg. L. Steinhäuser Statt Karten. IZ Die Geburt eines Töchterchens beehren sich 14 anzuzeigen Visitenkarten betert rasob and billigst Brühl'scbc Uoiw^üruderti. QOOQOOOOOQO Erste -cndnilz Mittwoch früh 9 Uhr cintrcffend: Lebendsrische Nordsee - Lchellfischc Fiscb-Konserven Rollmöpse u.Bismarckher. per 4 Lt.-Doso 2.00 M. per 1 Lt.-Dose 70 Pfg. .,974 Bratheringe 8 Liter-Dose 2.75 M. Russische Sardinen per Faß 1.60 M. 1j. Steinhäuser Max Marum Gießener Bazar Bahubosstraffe Nr. 4. Hanget. v Die Motoreniabrik A. G. Darmstadt hat im Geschäftsjahre 1907 08 einen Reingewinn von 10425 Mk. gegen 16630 Mk. im Gießen, den 27. Dezember 1908. Detr. : Zwangsmaßregeln gegen Lehrlinge auf Grund des § 127 der Gewerbeordnung. Das Großheyogliche Krcisamt Gießen an das Grokh. Polizeiamt Gießen und die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom :U. November 1908 noch nicht entsprochen haben, werden em deren Erledigung mit Frist von acht Tagen erinnert. 3. 23.: Welcke r. Kuranstalt Elichelstadt 1. Odenwald. ban.-Rat Dr. Gigglberger Winterkuren für "Nervöse, Blutarme. Rheumatiker, Erholungs- bedürftige. ss»/u (Mcöizinlsche Klinik, Klimkstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Arme- hörigeir^oNa^mlgcnLraMe^ Austrahme in Heilstätten. 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Mts., abends 8 Ubr in der Turnhalle statt, woM freundlichst emlabet ^cr Borstand. ’U Bäckergehilfen, welche dem Verein, nicht angehöien, haben teilten Zutritt. — Karten sind bei den Lorstandsmugltedern und an der Abendtasse zu haben. 1 Kolosseum liessen Walltorstr. 36—38 (früher EasH Leib) Telephon 64 4 Heute Dienstag, den 20. Dezember 1908: 6r0^1Jot|tfä!ingbf9 wuiibcro.rciiWeiljuad)i0pn)grflmm9, die größte Sensation auf dem Gebiete der Dressur: Kapitän Zrohu's dressierte Seclöwen. Im vord. Neitaurant Konzert des beliebten Damen-Orchesters Anfang 7 Uhr. Anfang 7 Ubr. Am 31. Dezember 1908 grosser Sylvester-Ball- Ab 1. Januar 1909 Gastspiel des so rieng beliebten Kölner Burlesken-Ensemble w ^eter Prang. -w Auherdein kurzes Gastspiel des unstreitig besten Soubretten- darstcllers Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rodheim a. d. Horloff für das Rechnungsiahr 1909 liegt vom 31. Dezember l. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Nurgermeisterei-Bureau offen. Rod heim a. d. Horloff, den 28. Dezember 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheinr. Veraelmng von Fuhrlcisiungcii. Die für den Erdabtrag in der Iriedrichstraße südlich der Rodt- W erforderlichen Iuhrleimmgen sollen Montag, den 1. Januar 1909, vorm. 11 Ubr Sfsentlich vergeben werden. Die Bedingungen liegen wälirend der - Aenststunden bei uns zur Einsicht offen. _ . yinqebotc aus Vordruck, der daselbst erhältlich, lind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpmitt verschlossen und Mit entiprechender ilusschrni versehen an uns emzuretchen. Gietzen, den 29. Dezember 1908. Stadt. Tiefbanamt: Wer während der Feiertage ein gutes und wohlbekömmliches Glas Bier trinken will, der versäume nicht zum ftestMatit „Vahr Mir" O^tartßaßC Nr. 3 zu gehen. Zum Ausschank gelangt das rühmlichst bekannte Bier „Alt - Reichstadt - tiold“ (böhmische Brauart) der Brauerei G. Guth-Wctzlar. 7232 tiute und reichhaltige Küche. ?ültanisetia t Panik hervor. * ENLlraßeniindW.' bMA Sefunben £ -nen auszubrechen, dr : Aus Singe; a werden Erdstöße t 1 noch-, Zn Mn L- ^tesanaconir. ourden verwundet lid beschädigten 0efci rio wurden zwei Jfo io litt i entsandte p irdi das Erdoeben r - 20000 Lire zur eh das Erdbeben ähick tessina. In Palcrr 32 Sekunden. Die L tdung auf und mit t ig zwischen Neapel in seiibahnvcrkchr aus: : zur Hilfeleistung d: mle Bewohner geti: ten des Torpedobosr ibgesandten MM erswrt worden. Mhie szn Palmi forderte te Tie Stadt selbst eck issina lauten erschrM! re Äu/enö üeranfdN nn Truppen zur eine ^enershnu'. si der Belagern" tönig Liltor ßy.1 t Erdbeben aus der <- llne längere Untemt: bisse, die in W,:: ort nach Ealabncn^ ;e nach Palmas luiteic*- ^-ulehren. - 2er M in seiner Stadt oOü» Ändert verlos Lampen l6301 Wärmflaschen Kohteukasten Lferiichrrmc Wäschetrockner Glas — Emaille Bürsten, Besen Lederwaren u. Svielwaren staunend billig. Elisabeth-Klemkinderschule Wetzlarer Weg 59. Zur Enthebung von Nenjahrsgratulationen haben Beitrage Koumwrzienrat Heyligenstaedt und »» Tir .Sbeufcr und Frau. Fabrikant Eugen Kautzmann uno tfiau. JVabrttant Georg^Schuchard. Architekt Gustav Hamann und qtau. «Sier 3ii»a°l SSöüie™ uno Stau. Snettor Docrmg uni «rau. fttase als &»nei du i$lif«tct6.Slcuitmt>et|c6ulc gern m Emviaug. Grigittal-DrayttnelSungen. Prag, 29. Dez. Wie ein hiesiges Blatt meldet, folt der Berliner tschechische Verein beabsichtigen, in Berlin ein tschechisches Bercinshaus zu gründen. London, 29. Dez. Au? Rewyork.wird telegraphiert: Rach einerDrahlmeldung ausHongkong wurde der britische Dampfer ,$aron' von chinesischen Kreuzern in der Nähe von Kumchuk aufgebracht. Bon chinesischer Seite wird behauptet, der Dampfer habe kürzlich eine Dschunke mit einer chinesischen Schauspielertruppe an Bord in den Grund gebohrt. ter. -r Zenas. ttis, yÄimg dc-1 ® jd)C L-dc«,^ LrsW ar-fi einem Lorort I den imdemer^ MM.U' I Kir ö ÄS t^äsohe-Kursus. Der ttnicrridjt hn Anierligen von Weinzeug aller Am beginnt wieder Montag bat 4. Äanuar 1909 im -yaufe dev Ferrit Bäckermeister N o 11 31iiu»burg 4Ä. z-?a Slnmclbungcn werden auch alter Friedhof entgegengenommen. MSfE LöSser, akad. seh. Lehrerin. IM4O von den Schweden unter Bonär wüä^r abgerissen i) 7id erst 1655 wurde der Schwibbogen wieder in Stein auf- n.'führt. In den Chroniken lesen wir weiter auch, daß unter der Brücke früher Goldwäscherei betrieben wurde, u.rd eine Sage erzählt, daß der Bau der Brücke gerade |I ^Pfennige mehr gekostet habe als der Bau des Turms der Jenaer Stadtkirche. Jeder, der in Jena studiert hat, wird fii;rn an das idyllische Bild zurückd^nken, das sich ihm von dieser massig primitiven Brücke mts auf die Saalelandschast tot, wenn er in die Umgegend eine Spritzfahrt machte. • Die Allgemeine Fleischer-Zeitung besteht heute ! t:n Vierteljahrhundert. In diesem Zeitraum hat sie es von i,i!hr kleinen Anfängen zur größten Fachzcitung der Welt gebracht. Von Rtoritz Zuelzer begründet, erschien sie anfangs wöchentlich einmal, während sie jetzt unter derselben Leitung Higltd) in einer Auflage von 47 200 Exemplaren erscheint und überall in Deutschland und im Ausland verbreitet ist. *Galgenhumor. Ein Lehrer nimmt einen nichlstmdigen Durschen übers Knie uiib klopft ihm wacker die Losen. Dn in Achten Wolken aufsteig ende Staub reizt ihn zum Niesen. Schüler weinerlich): „Gesundheit, Herr Lchrer!" Kleine Tageschrou». In einem Anfälle von Schwermut hat sich der 72jährige Professor an der Realschule und dem Polytechnikum tn Stuttgart, 6teegmayr, aus dem dritten Stockwerk auf die Sttaße gekürzt. Er war auf der Stelle tot.________________________ 2*2 Dr. Geyer und Frau. g|Z Giessen, den 28. Dezember 1908. 7277 |£l w. SW -MS und a". 'tptarWj y Lo!l d j vDm # Gebrüder Btrdix$ Bahnhofstraße 27. Zernfpr. 231. ♦ ___________________ Schaefer.__________________727ß Zur Mhebullg m NcMhrs-WckVC liM hmch Besuche uui> Kartell, Nelljahr 1909, haben bis jetzt nackverzeichnete Herrn und Damen der Ltteinkindcr- 24cwabranstntt Gaben äugetuenbet: _ „.. 1 Pfarrer Ausfeld. 2. Architekt Stein mtd Frau. 3. Dr.Günther, Vorstand des chern. UntersuchungSamtes mr Oberhefsen. 4. Frau Karl Plank Witwe, o. Zahnarzt Dr. rueä. Ä^W. Koch. LKiräiw- rat Dr. Sckiloster. 7. Architekt yamann und qram 8. Vrokurifl W- Ser utT& 9. Pfarrer Schwabe, w. S-abrtLanr Vomrim (Smatauer, und Krau. 1L Kabrilant Hermann Eichenauer, ^ladttat. ^titrdtenrat £r. 2taumann. 13. Kommerzienrat. Hetchecheuli. 14 Konmierzienrat Georgi und Krau. 15. Karl Georgi imb Krau. Schmieder 17. Rentier Scharf- 18 Pyotogravd P- Äuis itelJ und o-mmlie. 20. Wemhuudler Augu". Schwan'und Kamilie. rt ArchurImen. Jtejtaurateiu: audi Mcirnvo. O9> pdfar Gurwatin und Frau 23. Adolf ^ncher und Frau. Ännter Karl Brück. 26. Wcklrelm Hornberger und Frau. ? Httgardt. 28. Jtegierimgsrat KN3marw. .-vi" pirhmr Schä'er Witwe- 30. iLtadtrechner ^-llvier. 31- ^stadt- 2t SL W Weigel und Frau. 33. Lmdttat Helm und mau. Gtctzen, 29. Dezenwer Erstand der Klenckinder-Bewahranstatt. Dr. ')l tiumann. _______ g scischc Brat Fische pcr W. 15 Pfg. | X blirteuhLllerKabliano Kopf » ♦ per Pfund 28 Pfg., im Ausschnitt per Pfd. 32 Pfg. $ H Ttemvutt 85 W. Notzniigen 45 psg. ♦ Vegetaline, Sanin, Palmin, t IZ Excclsior-Margarine Z ch fciustcr Allgäuer Limburger, halb- ♦ SII5 | v reif, p. Pfd. 5U Pfg. nu ganzen Stein. In Zerbst ist die WerkirugmaiLineitfäbrik Braun, die über 250 Arbeiter beschäftigt, nieder ge brannt. . tzn Schn ei de mühl mürben oOEtfenbahnarbeitcr ermittelt, die planmäßig Eisenbahnwagen und Güterfchuppen bc stöhlen haben. . , . , , Tic Arl>eitcrsrau Jürgen tn .AuriÄ er,chlng am heiligen Abend ihren Mann mit einem Späten. Tcr 15jährige Arbeiter Brüggvn tn Papendorf er- stack seinen 25 jährigen Bruder. . Zwei Wanderer au5 Wien und Zürich verirrten sich bei einer Hochtour auf dem Bettelwurf bei Innsbruck und mustcn die Rächt im Freien verbringen. Bei der großen Kaue erfroren ilyncn sämtliche Gliedmaßen. Sie wurden tn die Innsbrucker Klinik gesckfafst. , r Kur; vor Beginn der Vorstellung brach tn dem Petersburger Theater Sttldia Powarskoi ent heftigcs !. Dezember 1008. . ■« Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I.V.: Keller.__________________ 1 'tarier wden bauett?cl‘E^ die Bevölke °K l^Miernd Mr sind ÄN etbk6^k4 ZHZ M ; JjUn^9ÜtQeK 4^en jltäf • 'türzten zwei 5 x sind gn g Ä5.bE0^neini: « hohe von 10 $Z L Zahlreiche @3 Vorjahre erziehst. An Abschreibungen würden imr Mk. 14325 gegen Mk 29768 int Vorjahre vorgenommkm. Märkte. fc. Frauksurt a. M., 29. Dez. Leu- und Strohinarkt ^ Anaeiahren mären 8 Wagen Heu imb 2 Wagen Stroh, -oezahlt wurde für »eil Mk. 3.30-3.60', für Slroh (Rornlannftroh) Mk. 2.60-2.70, Blaschiuenstroh Alk. 0.00. Tie Zu'uhren waren ans den Kreisen Dieburg, Gelnhausen, Usingen. Tendenz fest. Gießener Wetterdienst. VorauSjichtttchc Wittcrung für Hessen am Mittwoch beit 30. Dezember: Fortdauer der strengen Kälte. Heiter und trocken, westliche Winde. äice^Sötayie- Der Unterricht in allen Fächern, Wcißrräherr, SchueiScru, Bügeln, Sticken und sonstigen Handarbeiieii sowie Wochen beginnt Dienstag den 5. ^auuar ivuy. Auch findet auf Wunsch bei genügender Anzahl üon| Schülerinnen wieder em Handelskursus statt und werden die Anmeldungen baldigst erbeten. L. Moeser, Oberlehrerin. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebend ein (010347 A. Rappmannt Direktor und Inhaber des Kolopeums Giehen. ___________DaS Theater ist gnt gebeizt. Eisenbahn -Fahrbeamten-Verein. Unsere Weihnachtsfeier findet nm Samstag, den 2. 'vtanuat 1909 in der Turnhalle dec. Turnvereins am L_swald5'garten, ver« bunben mit Verlosung, Theater und Tanz statt. Amaug 8 Uhr abends. T)2oi Ter Vorstand ' nb. Eintrittskarten für Aichtmitglieder können von den Mit- gliedern bei Herrn Bahnsteigschaffiier D Siva Id in Enipsang gc iiommcn iverden._________________________- Gießener Freiw. Feuerwehr. Unsere diesjährige Weiimacatsfeisr sindel am Mittwoch den 30. l. Mts., abends 81 . Ubr, auf dein Lenz','chen 75-cbenteuer Halt. — Wir laden hiermit unsere Mitglieder newt ö-amilien zu dieser Feier freundllchit ein. d in Nnisorm: Tuchrock, Ätüpe.____________Ter Vorstand. g^oiBbahn. 0500 m tadellos erhaltene Schienen, 70 m/m hoch, ea. 10 k#r schwer, für Handbetrieb vder kleine Lotomotlve, 8000 in schienen, 93 m'in hock', ca. 10 kg schwer, 9 m lang für mittleren und schweren 2okomo:ivbetrieb, sofort billigst, auch zur Miete abzugeben. Strauss & «ieunser. Bauunternehmer Arac Rnm kommen bis auf weiteres in Abzug. L. Steinhäuser 17 Neuen Bäue 17 27 Seltevswea 27 in. Mail für [7267 Punsch-Enenzen Coburg, 28. Dezember 1908, Anna Mohr geb. Richter Rudolf Mohr, Major beim Stabe Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm und 2 Enkel Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. d. M., nachmittags 3 auf dem neuen Friedhof statt lA'lif ßE W Mi Bß M W N A D MZ I •4 Zimmer 3 Zimmer Ü Zimmer (7222 lort zu uermieten. 51461 L. »mer JLädezi etfc. 54321 (Sin Laden zu oeinuetcn. 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Vorher: „Das Wetterhäuschen Musikalisches (Senrr 'lö in 1 von A. Noß. Musik von Bertra... ^avb <-dbii Auf. 3Vi Uhr. Ende geg-öVa Ub-: Abends 7 Uhr: 10. Mittwoch-Abonn.-Vorstelliiii:! im Alter von 57 Jahren. Glessen (Fisoherhof), den 29. Dezember 1908. Hinterbliebenen: Schmitt Arno d. Im Namen der Famihe Familie Heute entschlief nach kurzem Leiden unser guter Gatte, Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Schmit BBI. Gas w rt Danksagung. Für die herzliche Teilnahme an unserem schwerem Verluste sprechen wir den innigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: d-/« Marie Ockel. 0103351 Schöner grauer Militär mantel zu verk. Wetzsteinstr. 36, t>. )ÄLtftrtgerung. Mittwoch, den 30. Dczbr. d. I., vormittags V2II Uhr, versteigere ich dahier in meiner Amtsstube, Seiterswcg 58: den Herausgabe - Anspruch eines Tritten an >7250 1) 4 Wechseln über je L00,000 Francs 2) 1 Wechsel über 118,750 Francs gegen Barzahlung. 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