:es vor dies? »ie Wetterauer' an betrieben, Heizung, ReshaurationSauMge, Rohrpost u)tv. ^edes Jnstituismitglied hat drei Räume — die Zahl der Mitglieder beträgt 46 — zur Verfügung, die an englischem Komfort — felbst ein Baderaum fehlt nicht — nichts zu wünschen übrig lassen. Der glücklichste Teilnehmer der Einweihungsfeier war wohl Lubm. Vor Monaten harte man noch gegen intriguiert und einen anderen an seiner Stelle als Vertreter der Vereinigten Staaten nach Rom schicken wollen. In letzter Stunde ward er jedoch gewählt. pelHndte Tagesschau. General RedverS Buller ?• General Buller, der zu Anfang des Burenkcieges Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte war, ist gestorben. Sir Redvers Henry Buller war 1839 geboren und trat 1858 in die englische Armee ein. Er nahm an einer ganzen Reihe von überseeischen Feldzügen mit Auszeichnung teil; den Oberstenrang erwarb er sich im Kriege gegen die Zulu- kaffern 1879, den Rang als Generalmajor 1884 wegen seiner Der Laubacher Ausschuß. Eine Vierjahrhu udertseier. Nachdruck verboten. — Der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung hielt am 24. Mai seine Jahresversammlung unter Vorsitz von Dr. Kobelt in Frankfurt a. M. ab. Die Versammlung nahm mit Interesse von den inneren und äußeren Fortschritten des Volks- bildungswesen im Rhein-Main-Gebiete Kenntnis und war bann einig, daß es möglich und notwendig sei, die geistige Hebung^imseres Volkslebens unter Ausschluß politischer und koniesstoneller Londer- zwecke zu betreiben. Ter Verband zählt jetzt 135 körperschaftliche und 500 persönliche Mitglieder, die sich über Hessen, Nassau und die benachbarten Gebiete verteilen. Die Zentrallehrmittelstelle, namentlich die reiche Lichtbilbersammlung, und bie in Begleitung geschulten Personals hinauszugebenden Lichtbilderapparate unterstützen namentlich die Vortragstätigkeit. Das V erb a n d s t h e a t e r , das im letzten Winter an 50 Orten klassische Dramen zur Aufführung gebracht hat, kann als gesicherte Einrichtung ange- sehen werben und hat durch einen von (yranffutlet Bürgern gestifteten Kostümfundus eine wesentliche Stärkung erfahren. Die Einrichtungen des Verbandes haben es fogar ganz kleinen Orten ermöglicht, erstklassige Vortragende über neuere Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung zu hören. Außerdem fanden Volksunterhaltungsabende nach einheitlichen Programmen und uuter Mitwirkung anerkannter Künstler beste Aufnahme, eie wurden als ein vorzügliches Mittel zur Einführung der Volks- bildunasarbeit an solchen Orten erkannt, wo sie auf anbcre Weife nicht emzuführen war. Auch die heimatkuiiblichen Spaziergänge, die Diskussionsabende und bie Kunst-Wanderausstellungen mit dem Bildermaterial des Verbandes fanden an vielen Orten Eingang und Pflege. DaS vom Chemiker Dr. Robert Kahn erstattete Referat übe - das volkstümliche Vortragswesen nach Ausgabe, Inhalt und Riethode gab vielfache Anregungen iür bie kommende Winler- arbeit. Der Vortrag ging sowohl aui ländliche rote auf städtische Verhältnisse ein und nahm auf die im Vortragswesen zu berucf- sichligenbe, Stoffgebiete nach den verschiebeliiteii Seiten hin Rücksicht. Ein' Anregung zur Förderung der aügenieiiieii Volks- bildunLsarbeit gab bie Versammlung durch den Beschluß, im Herbst 1909 einen allgemeinen deutschen Kongreß zur wissenschaftlichen Er- örternng des Volksbildungsroesens einzuberufen. — Hi st arische Kommission iür Hessen und Waldeck. Aus 'JJI arburg wirb uns geschrieben: Die elfte Jahresversammlung der Kommission für Hessen und Waldeck fand dieser Tage im Senalssaale der Universität zu M a r b u r g statt. Neben den in Marburg ansässigen Patronen und Mitgliedern waren von auswärts u. a. eingetroffen: Pfurrer D. Dr. Diehl und StaatS- archivar Dr. Dieterich, Darmstadt; die Oberlehrer Dreher unb Helmke, Friebberg; Privatdozent Dr. Vogt und Regterungsrat Weicker, Gießen; Akademielehrer Zimmermann, Hanau. Ter Vorsitzende Prof. Frhr. von ber Ropp gebüchte der im verflossenen Berichtsjahre verstorbenen Mitglieder Geh. Hofrat Dr. Manuel, Arolsen, Sanitätsrat Dr. Schwartzkops, Kassel, unb Prof. Dr. Suchier, Hanau. Auf den Vorschlag des Vorstandes wählte bie Versammlung zu Mitgliedern: Oberlehrer Dreher, Friedberg; Prof. Dr. Rachfahl, Gießen; Archivar Dr. Rosenfeld, Marburg; Paivatdozent Dr. Stengel, Marburg; Oberbürgermeister Troje, Marburg, unb Prof. Dr. Friedrich Wolf in Berlin. Die Rechnung des Schatznieisters, Geh. Archivrats Dr. Könnecke, war von Geh. Regierungsrat Dr. Hartwig und Direktor Dr. Krade geprüft worben und ergab eine Einnahme von 14 624 Mk. gegenüber einer AuS- gäbe von 6721 Mk. Der Kassenbestanb wird voraussichtlich ui Kürze aufgezehrt werben, ba verschiedene Unternehmungen sich dem Abschluß nähern. ~ — Das Juniheft der „Neuen Rundschau" (S. Nscher, Verlag, Berlin) bringt unveröffentlichte Briefe von Richard Wagner, die an verschiedene Adressen gerichtet sind. Karl Schesfler schreibt unter dem T'tei „Kommandierte 3teale' einen sehr lesenswerten, durchaus das Rechte schlagkräftig treffenden umfassenden Essay über gewisse kulturpolitische Zustände in Deutschland, die sich durch die scharfen Konflikte -wischen der Berliner Regierung und einem Teil des Volkes herausgebildet haben. Karl Jentsch schreibt eine gedankenvolle Abhandlung über die Konfessionen in Deutschland. Willi Handl verbreitet sich über daS Verhältnis des Schau Spielers -u seiner RassMabftammung Jawb Schaffner hat eine feine Sttüne über das Wandern. Oskar Bie schreibt über Ausstellungen. Theodor Barth liefert die ständige politische Chronik. Arthur Schnitzlers großer Wiener Roman „Der Weg ins Freie" wird beendigt. Erne Reihe von Novell Gedichten und kurzen Skizzen stillen das übrige Heft. . . , . .. . - Kieme Kunsichiouik. In Dresden ist Anna Yao erlaub, die einst jo gefeierte, auch in Frankfurt vor Jahren engagiert gewesene Heroine, gestorben, glücklichen Hammelgewinners. Schon am 3. Osterfeiertage werden die Vorbereitungen durch Wahl des Schützenhauptmanns und der 13 Hauptführer, der jeder eine Sektion in der Stärke von 20—25 Mann kommandiert, getroffen Diesen liegt die Pflicht ob, die Zurüstungen für das Fest, das an demjenigen Montag ftattfinbet, der dem 15. Juni zunächst liegt, zu treffen. Hierzu gehört der Ankauf von etwa einem Dutzend Gaben, wie Kleiderstoffe, Bücherranzen, Regulatoren und dergleichen, die herauszuschießen sind. Altem Gebrauche gemäß schenkt der Graf den Hammel, die Gräfin die Hammelsgabe, bestehend in dem Stoff zu einem Tamenkleide. Am Vorabend wird der Ausschuß angetrommelt, und wahrend der Nacht bringt die Ausschußmusik, die bereits am Sonntage konzertiert hat, in den Straßen der Stadt ein Ständchen. Vom Festplatze, der außerhalb der Stadt auf der sog. „Hellenwiese" gelegen ist, bewegt sich ein Festzug, dessen Spitze eine Schar weißgekleideter geschmüctter Mädchen ziert, zum Marktplätze, wo polizeilich aufgelöst, als der Dekan Ta sch erklärte, er halte sich des Mordes für fähig, falls er als Besitzer enteignet würde. Der Großherzog von Baden reiste gestern um 3 Uhr 20 Min., die Großherzogin um 3 Uhr 55 Min. vorn Anhalter Bahnhof in Berlin ab. Die Teuerungszulagen für die Reichsbeamten sind am 1. d. M. in Höhe von über 23 Millionen Mark (davon 21 für die Reichspostverwaltung) zur Auszahlung gelangt. Die mittleren Beamten erhielten 150, die unteren 100 Mk. Oberstleutnant Quade. Die von einer Korrespondenz verbreitete Meldung, der Oberstleutnant Quade vom Oberkommando der Schutztruppen gedenke wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Staatssekretär des Reichskolonialamts Dernburg seinen Abschied einzureichen, entspricht nicht den Tatsachen. Die von der Korrespondenz erwähnten Meinungsverschiedenheiten haben in Wirklichkeit nie bestanden, Deutsche Schiffbau * Ausstellung. Gestern mittag um 12 Uhr hat der Kaiser in den Ausstellungsräumen am Zoologischen Garten in Berlin die deutsche Schiffbau- Ausstellung persönlich eröffnet. D i e K u r i e hat gegen elf katholische Geistliche Bayerns wegen modernistischer Anschauungen das kirchliche Disziplinarverfahren einleiten lassen. tiom internationale» Institut für Ackerbau in Rom. Rom, 1. Juni. Vor vier Jahren schüttelten bie Regierungsleute der alten Belt den Köpf über einen jüdischen Privatmann aus Aord- oinerika, Lubin, der Propaganda für eine wiisenichaftliche Zenirat- onstatt für Landwirtschaft machte. Im Januar 190o hatte: er den König von Italien für seine Ideen gewonnen. Diktor GmaEl lud alle Staaten zu einem internationalen, landwirtfchastlichen Kongreß ein. Im Juni beweiben Jahres fand er statt. Und unwillig tarnen die Spezialgei aiidten aller (Staaten der 2L-.lt. Als die Idee auftauchte, das Projekt Lubins in Rom zu oev- nirklichen. lachte, höhnte, protestterte — bie ^anzoM ^erst die Hälfte des Kongreßes. Und König Viktor, der der L>fsentlichkeit und der Reklame avholde stille Mann hieb den Loröijchm Knoten dadurch in Stücke, daß er das künftige Institut aus seiner Privat-, schatulle mit 10 Millionen dotierte. Ter Kvngreh wm: gefchlagen Er mußte die Errichtung des Jnftttutsm Rom beichliege ^mg Viktor ging noch weiter. Er fchenkte aucy eine Million für den Bau des Jnstitutspalastes. Wiederum warde gezetert, als t>ie Regierung verfugte, daß der Palast in .^ltbnühmten klassischen Gartenpracht der Villa Borghese errichtet werden loltfc Künstler, Aestheten, Lanbfchaftsichwarmer schlugen Larm, Zeitungen des In- und Auslandes waren voll von Protesten gegen düs Attentat aus Roms schönsten Park. Man’ Gesamtwirkung geschändet und namentlich die Jahrhundert alten Pinien auf dem Hügel links vom Tor Pauls V. geopfert werden winLn Undnun?" OlUer A.ärni Pinien dem neuen Bau weichen, aberdie^'amttmen der ^nd- schaft sind geroahri, ja der neue Palast, der im Stil deS Seicente eia Gegenstück zum klassischen Kasiiw Borghefe bildet, tragt durch tonen ta: buld) »uS«-Milien ich-mmer -ur »er- schönerung des Bvrgh-sisch-» b«, der emst begeisterte; jedenfalls ist er eine größere Zierde ber lid)feit als EberleinS sogenanntes „schillerndes Co^thedentmal u-d dasNochschlimm-» °Likt°-.Sug°.M°nnm-ni, d°s>-m°n Ur. ipcung der französischen Eifersuchr oerdanl . stt edesi mhia hnrnphm Ter Ausbau der Rampen, -vreppen, uarunnen oct feiner Portalhalle ist gau; int Ginne Scrntniä gehalten. Ern Mi ba7d zielt ich über dem Erdgefcho» rmgs nm die Fa|sade »ÄMgeM Seit- unUor«; M £ Wand, unb Teelenschmnck dr romifchen Sui», m. V±-ft~Ä unb Tectenmajuiüen dem Lobe ui. Xaxu-■ b 1 , ' bie Auioaoe o.c Pracht ber Revraienta'.^'^. i'.ui^ mit dji piai- nichen Förderungen derflieuzeiiin hat der BaumeiWv glücklich Möst^ LtM WK eletmigj Verdienste im Sudankriege. Im Jahre 1890 zum Generalleutnant befördert, wurde er im Herost 1899, als der große Krieg mit den beiden Burenrepubliken ausbrach, zum Ober- kommandierenden aller britischen Truppen in Südafrika! ernannt. Er begab sich für seine Person auf den Kriegsschauplatz in Natal und leitete die Operationen zum Entsatz der von den Buren belagerten Stadt Ladysmith. Hierbei erlitt er am 15. Dezember 1899 bei Colenso eine schwere Niederlage. Diese und die gleichzeitigen Mißerfolge der englischen Truppen im Kaplande veranlaßten die Ausstellung einer weit größeren Armee, zu bereit Oberbefehlshaber Lord Roberts ernannt wurde. Buller behielt das Kommando in Natal; die Mfreiung von Ladysmith gelang ihm aber erst, als auf dem nunmehrigen Hauptkriegsschauplatz durch den Entsatz von Kimberley und die Kapitulation Eronjes die Entscheidung zuungunsten der Buren gefallen war. Buller nahm an dem weiteren Feldzuge noch bis zum Herbst 1900 teil und kehrte dann nach England zurück. Er§ war dann eine Zeitlang Befehlshaber eines ber in der Heimat neuorganisierten Armeekorps; persönliche Streitig-. feiten, die auf sein Verhalten im südafrikanischen stststege zuruckgingen, veranlaßten aber bald seinen Rücktritt. Ausland. Das italienische Parlament wird Ende dieses Monats in die Ferien gehen. Der mit der Prüfung des Gesetzentwurfes betr. die Gewährung des Stimmrechtes an die Frauen beauftragte Ausschuß befürwortete eine Lösung ber Frage in für bie Frauen günstigem Sinne. Die Königin von Spanien sieht im Laufe dieses Monats einem freudigen Ereignis entgegen. Abberufung des Grafen Monts? Ter „Messa- gero" bringt die anderlveitig nicht bestätigte Nachricht, daß die Abberufung des derzeingen deutschen Botscyasters in Rom, Graf Monts, bevorstehe. Der Kaiser soll nach dem genannten Blatt mit der Amtsführung des Grafen unzufrieden sein, weil er in letzter Zeit mehrere diplomatische Niederlagen erlitten habe, u. a. auch deshalb, weil er nicht j zustande zu bringen vermochte, daß Königin Helena der Begegnung in Venedig beiwohnte. Die deutschen Schutzbefohlenen in Marokko. Auf Grund von Nachrichten aus Fez vom 29. Mai meldet die „Agenee Havas", die eingeborenen deutschen Schutzbefohlenen feien in feiner Weise belästigt und auch nicht gezwungen worden, höhere Steuern zu zahlen. Muley Hasid befahl seinen Vertretern in Fez, für die Sicherheit der deutschen Schutzbefohlenen Sorge zu tragen. Der Bruder Buchta ben Bagdalis wurde in Ketten nach Mekines gebracht, dann aber freigelassen und in seine Aemter wieder eingesetzt. Präsident Falliöres wird im Laufe des Juli dem Zaren in Peteryof einen Besuch abstatten. Das Gerücht, das Zarenpaar komme im Juli nach Darmstadt, ist unbegründet. Deutsches Resch. Polnisches. Der „B.rl. Lokalanz/' meldet aus Posen: kine Wahlversammlung des Zentrums in Fraustadt wurde Nr. 129 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Mittwoch 3. Juni 1808 Der Siebener Anzeiger —y™— Ä erscheint täglich, außer vezagSpretsr Sonntag«. - Beilagen: ▼ Fv LU ▼ monatlich?5Pf.,viertel- viermal wöchentlich M a. A «A A A ▲ A jährlich Mk. 2.20; durch eit6ener$amtlUnblattcr; g0 A 'M Ml» MW llrtr Ä'QklSt "Md Abhole- u. Zweigstellen rSSÄ 1 WM I I/Ia P IT OV II7 Irl LI (tT S“ 4ll)vlUUs AttH« Redaktion 112, BF Verantwortlich ess? General-Anzeiger für Oderhessen WGZ Annahme von Anzeigen V f • M u.Land^ und,Gerichts- & wZmütagl'iöui“ «otattonrdnick Md Verlag dervrsthl'Ichen Unlv.-Vllch, Md Steiiidru-lerel. B. Lange, lledattlan, Lrpsdltion und vruckere«! Schulftratz« 7. B-L Aus L a u b a ch wird uns geschrieben: Genau läßt sich der Anfangsdatum der schon feit Anfang deS 16. Jahrhunderts jährlich im Juni ftattfinbenden Feier des Laubacher Ausschußfeftes nicht bestimmen. Es soll die guten Beziehungen zwischen dem gräflich SolmS-Laubacher Hause und ber Stadt bezeugen. Die älteste vorhandene Gedenkmünze weist die Inschrift: „Der Borenschytzengescllschaft", mit der Jahreszahl 1540 aus. Jedenfalls fällt die Entuehuna des Fest,' Zeit und der Name „Ausschuß" n a ch der Zeit, als di Standesherrschaften einen „Landesverteidigungsausschuß" zu stellen hatten, zu dessen Einübung ein Hauptmann bei den Standesherren in Büdingen, Münzenberg, Lich, Laubach usw. herumreiste. Wer bei dem Probeexerzieren seine Sache am besten machte, dem spendete der Graf einen fetten Hammel. Als dieser „Ausschuß" ein ging, wurde die Sitte, dem besten Schützen einen Hammel zu schenken, beibehalten, und der Name übertrug sich auf ein damit verbundenes Schützenfest. 1540 stiftete Graf Friedrich Magnus ein silbernes Gedenkzeichen mit einer kleinen silbernen Büste. Aus unbekannter Ursache blieben nur der Ring und die silberne Schützenbüchse erhalten; die in ersterem enthaltene Münze ging verloren, bis 1893 Graf Friedrich sein Bildnis als silbernes Medaillon einfügen ließ. Kleine silberne Ketten stellen die Verbindung mit 6 Münzen her, die au-, dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, aus der Zeit, in der die reichsunmittelbaren Solms- Laubacher Standesherren ihre eigenen Goldmünzen prägen ließen. Die Reversseiten zeigen Bilder Laubachs oder umliegender Jagdschlösser, z. B. des Sorgenloses, eines seit etwa 100 Jahren an der Wetterquelle gelegenen untergegangenen Schlosses. Dieser sog „Himmelsschmuck" wird während des Jahres auf der Bilrger- meisterei aufbewahrt und bildet die Hauptzierde des jeweiligen Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. (Eine Verständigung Deutschland; mit England und Zrankreich. In der uns übenuiegenb wenig wohlwollenden Nuslandspresse macht man von je die seltsame Beobachtung, daß man selbst in besser ausgebildeten Kreisen von Deutschland nur geringe Kenntnis hat, wodurch die Fabrikation von Märchen ungemein erleichtert ist, und es ist nicht einmal immer böser Wille, wenn uns die seltsamsten Dinge nachgesagt werden, vielmehr entspringt nicht selten ein derartiges Vorgehen in der Hauptsache völliger Unwissenheit; noch weniger unterrichtet ist natürlich das große Lesepublikum und darum hat jenseits des Kanals die Hetzpresse umso leichtere Arbeit, zumal auf große Teile ber Name Deutschland wie ein rotes Tuch auf ein gewisses Tier wirkt. Umsomehr ist es anzuerkennen, wenn einflußreiche Blätter sich bemühen, aufklärend zu wirken und objektiv bie Dinge in Deutschland dar- zustellen. Namentlich hat man unsere Orientpolitik verdächtigt, speziell ist es die Bagdadbahn, bie den Herren an der Themse schwer auf den Nerven zu liegen scheint, und es verging bisher im allgemeinen kaum eine Woche, wo man nicht die abenteuerlichsten Versionen über unsere Pläne in Vorderasien lesen konnte. Es macht daher einen erfreulichen Eindruck, wenn jetzt ein so angesehenes Blatt, wie der „Daily Graphie", in einem Leitartikel jür eine anglo-französische Cooper a tion mit Deutschland eintritt. Dies würde einen eventuellen Konflikt politischer Interessen unmöglich machen. Man wünsche einen solchen weder in London noch ui Paris. Die freundschaftlichen ükiiebungeu Englands zu Deutschland, die jetzt glücklicherweise herrschten, böten Gelegenheit zu einer Besprechung. Eine Cooperation bei dieser großen Unternehmung würde ein weiteres Band zwischen den beiden Völkern bilden, das die internationale Lage noch stärker befestigen würde. Diese Worte sind von umso größerer Bedeutung, als das genannte Blatt Beziehungen zum englischen Auswärtigen Amte unterhält und daher sicherlich die Meinung des Foreign osfice wiederspiegeln. An der Loyalität unb dem guten Willen des jetzigen Kabinetts gegenüber Deutschland besteht kein Zweifel, und schwerlich mürbe, man deutscherseits gegen einen derartigen Vorschlag große Einwendungen zu erheben haben, insofern das deutsche, Interesse dabei in vollem Umfange gewahrt bleibt; bisher ist schon viel deutsches Kapital investiert worden, und dieser Umstand würde stets in Rechnung gezogen luerben müssen. Mit seiner Ansicht, daß auf solche Weise Konflikten vorgebeugt würde, hat der „Daily Graphie" vollständig recht, und gerade auf kolonialem Gebiete, wozu, ja aewissermaßen auch die Bagdadfrage zu rechnen ist, lassen sich Verständigungen am leichtesten anbahnen. Selbst mit Frankreich ist solches möglich, wie dies die Grenzregulierung in Kamerun bereits gezeigt hat, durch bie unliebsamen Zusammenstöße, wie sie sich ab und zu in jener Gegend ereignet haben, künftig fast gänzlich ausgeschlossen sind. Ebenso wäre es auch zu wünlchen, daß über Marokko ein lückenloses Einvernehmen erzielt wurde. Wir haben zwar das Algecirasabkommen, aber es liegt auf der Land, daß dieses mehr oder minder für ein Provisorium gelten muß, zumal schon jetzt durch die Vorfälle von Casablanca der Vertrag, wenn auch im Einverständnisse mit Deutschland, gelinde gesagt, nicht streng innegehalten worden ist. Deutichlaud hat be- Icächtliche wirtschaftliche Interessen in Marokko und muß daraus bedacht sein, diese in vollem Umfange zu schützen, selbst auf bie Gefahr hin, daß dies den Herren Franzosen wegen ihrer eigenen Wünsche nicht ganz genehm ist. Die tranzöfifche Jiegi^ gierung selbst hat bisher durchaus Loyalität bewiesen, bedauerlich ist nur die Haltung der Presse, deren Hintermänner in ihrem eigenen persönlichem Interesse die Volksstimmung zu beeiniluflen versuchen. Die französische Regierung scheint sich aber hierdurch richt beeinflussen zu lassen, sie hat durch Herrn Lambon im Berliner Auswärtigen Amte ihre Absichten offen darlegen lauen, imb man kann daher ber Hoffiiung Raum geben, daß man auch in dieser schwierigen Frage zu einer beiden Teilen gerecht werden- ben Lösung kommen wird. , die Aufstellung des Zuges erfolgt. Voraus der mit bunten Bändern und . Laubgrün geschmückte Hammel, von zwei Knaben geführt: es folgen die Knaben, die an langen Stangen die Festgaben tragen. Nun gehts, von viel Volk begleitet, zum Schloß- hvfe. Tort hat sich an den Fenstern des ersten StoLverks die gräfliche Familie versammelt. Militärisch schwenken die Sektionen um den alten Schloßbrunnen ein. Nach einem Musikstück dankt der Schützenhauptmann für die Gaben und verknüpft damit die Einladung an die gräfl. Familie, den Festplatz zu besuchen, der diese gewöhnlich am Mittag Folge leistet. Auf die Ansprache erwidert der Graf, mit einem Hoch auf die Stadt endend. Nun bewegt sich der Zug, bei dem auch Vereine mit ihren Fahnen nicht fehlen, zum Festplatz. Bietet sich dem Auge schon hierdurch ein buntes Bild, so erhöht sich dieser Eindruck noch dadurch, daß sämtliche Teilnehmer Blumenschmuck tragen, der Schützenhauptmann und die Führer durch breite grüne Schärpen und mächtige Säbel sich auszeichnen und voran in altdeutscher Landestracht mit Solmser Farben (blau-gelb) gekleidet nebst ihren mächtigen Scheiben die beiden Zeiger schreiten. Mährend auf dem Festplatz sich bald ein munteres Treiben entwickelt, knallen auf drei Scheibenstäirden im Wetteifer die Schützenbüchsen. Gut wird geschossen, hat man doch während des ganzen Jahres fleißig geübt. Manchmal bringt jedoch auch der Zufall dem Glücklichen ein „Blättchen". Diese werden am Abend genau ausgemessen und bald verkünden brausende Hochs das Re- lultat. Nun werden mit Musikbegleitung den Gewinnern die Gaben überbracht. Vor dem Hause des Hammelgewinners verweilt die Menge länger und ruft: „Wir gehen nicht eher von dem Haus, Bis der Hammel guckt zum Fenster heraus." Tas geschmückte Tier muß dann sein Haupt am Fenster zeigen. Tanz unter einer großen Linde, sowie Festbälle bieten sich für die Jugend. Auch für Kinder hat das Festkomitee durch Volksspiele, wie Hahnenschlag, Sack- und Wettlaufen gesorgt. Tas Ausschußfest bildet eine Hauptanziehungskraft nicht nur für die Bewohner der Stadt, sondern auch für die der 'Umgegend, ja bis über den Ozean hinüber: wer einen Besuch in der alten Heimat abstatten will, richtet sich dafür so ein, daß er in die Zeit des Volksfestes fällt. So ist das eigenartige Volksfest vier Jahrhunderte abgehalten worden; so wird es in diesem Jahre in Gegenwart des Grafen Wilhelm stattfinden. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 2. Juni. Zwei Zechkumpane. Ein G a st w i r t in Aliendorf a. d. Lumda hatte Veranlassung, vor einiger Zeit gegen den Taglöhner K. R. wegen Hausfriedensbruchs vorzugehen, was auch dessen Bestrafung nach sich zog. Trotzdem ihm der Wirt für die Zukunft das Lokal verboten hatte, ging er kürzlich mit dem Landwirt H. W. doch in die Wirtschaft. Schon bei der Bedienung durch den Wirt singen sie mit Stichelreden an, und als dieser sich daran nicht kehrte, schlug R. mehrfach mit seinem Stock auf den Tisch, weshalb ihn der Wirt zu anständigem Betragen ermahnte. Da die Aufforderung nichts fruchtete, verlangte der Wirt Zahlung der Zeche und verwies beiden das Lokal. R. behauptete, er habe mit einem Markstück befahlt und verlangte den Rest Geld heraus. Er hatte zuvor ein Markstück auf den Disch gelegt, das W. aber wegnahm, ohne daß cs der Wirt sah. R. geriet mit dem Wirt in ein Handgemenge, bei welcher Gelegenheit er auch mit einem Stuhl nach dem Wirt warf, ohne ihn aber zu treffen. Als die Gäste die Streitenden trennen wollten, trat W. dazwischen; auch machte er eine Trittbewegung nach dem Wirt, ohne jedoch zu treffen. Ter Wirt, der Verletzungen chavongetragen hat, die ärztliche Hilfe beanspruchten und eine dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten, erhob Anzeige. R. berief sich auf Notwehr und behauptete, der Wirt habe ihn angegriffen, während W. angab, er habe sich an der Sache überhaupt nicht beteiligt. Tas Schöffengericht sprach W. frei, da er gegen den Wirt nicht tätlich geworden ist, dagegen wurde R. zu 30 Ml. Geldstrafe verurteilt. Bezüglich der vom Wirt für entgangenen Verdienst und ärztliche Behandlung, sowie Schmer- 'zensgeld verlangten Buße sollte das Zivilgericht entscheiden. Der Wirt als Nebenkläger und R. fochten das Urteil an, so daß die Sache erneut verhandelt werden mußte. Für das Berufungsgericht bestand kein Zweifel, daß beide Angeklagte in der Absicht mit dem Wirt streit anzufangen, das Lokal besuchten, uiib 'daß die Manipulation mit dem Markstück vorgenommen wurde, um einen Grund zum Streiten zu bekommen. Es stand für das 'Gericht fest, daß W. in den Plan des R. eingeweiht und er ibamit einverstanden war, daß der Wirt mißhandelt wird. Da unter diesen Umständen der Tatbestand der Beihilfe gegeben ist, wurde W. zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Strafe des R. wurde auf 50 Mk. erhöht und dem Verletzten eine Buße von 80 Mk. zugesprochen, für die beide Angeklagte solidarisch haften. Ein Wüstling. Gegen den Steinbrucharbeiter I. S. von Neustadt (Kreis Kirchhain, wurde unter Ausschluß der Oessentlichkeit wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Nach dem Urteil hat er sich zu Alsfeld an einem noch schulpflichtigen Mädchen vergangen und die Schwester des Kindes, die ebenfalls noch schulpflichtig, in einer Steinbrecherbude in der Nähe Alsfelds mißbraucht. Es lagen drei Fälle vor, von denen der eine mit 9, die beiden anderen ,mit je 6 Monaten Gefängnis geahndet werden sollten, woraus eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 3 Monaten gebildet wurde, und worauf 3 Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung zu bringen sind. Gleichzeitig wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre abgesprochen. Ein Heilkünstler. Dem früheren Lehrer Ph. S. zu O b e r - S e e m e n ging ein Strafbefehl über 20 Mk. unter der Beschuldigung zu, daß er Arzneimittel verkaufe, ohne der Ortspolizeibehörde die vorge- 'idjriebenc Anzeige über seine Verkaufs-, Vorrats- und Arbeitsräume zu machen, bezw. einen Lageplan einzureichen. Auf seinen Einspruch stellte das Schöffengericht fest, daß der Angeklagte sich eines guten Zuspruchs als Heilkundiger erfreut und dieses Geschäft deshalb den Lehrerberuf vorzieht. Den Patienten, denen er die Medikamente verabfolgt, erklärt er, es koste nichts. Festgestelltermaßen bekommt er aber in Fällen, wo der Arzt 1 Mk. nimmt, 2 bis 3 Mk. Das Schöffengericht gelangte zum Freispruch, da die betreffende Verordnung nur den Verkauf der Arzneimittel, nicht aber die unentgeltliche Abgabe dieser verbietet, und der Angeklagte diese abgibt, ohne zu wissen ob bezw. was er dafür bekommt. Diese Entscheidung wurde von der Staatsanwaltschaft angefochten, da sie annahm, der Angeklagte bezwecke nur die Umgehung des Gesetzes mit der Unterlassung der Anzeige, andernfalls er unter Kontrolle des Kreisgesundheitsamts gestellt würde, was er vermieden haben will. DaS Berufungsgericht hielt 'ben Angeklagten für verpflichtet, die Anzeige über seine Gewerbe zu erstatten und einen Lageplan seiner Räume einzureichen, ba selbst der Arzt, der Medikamente abgibt, zur Einreichung eines Lageplans verpflichtet ist. Der Angeklagte wurde deshalb zu der im Strafbefehl angesetzten Strafe verurteilt. Zu spät bezahltes Oktroi. Ein hiesiger Jagdpächter, welcher vielfach das von ihm erlegte Wild an die Wildbrethändlerin Ww. K. hier abgibt, ohne jedoch ein Abkommen mit ihr getroffen zu haben, wurde telephonisch von dem Diener des Jagdpächters in Kenntnis gesetzt, daß 12 Hasen mit der Bahn ankämen. Die Frau erklärte sich bereit, das Wild zu nehmen und erbot sich auch, das Oktroi dafür zu entrichten. Da es Samstag abend Ivar und der Diener annahm, bas Wild würde der Frau am Sonntag nicht verabfolgt werden, ließ er es noch am nämlichen Abend in feinen Keller bringen mnd lieferte es am anderen Tage der Wildbrethändlerin aus. Diese versäumte die Zahlung des Oktrois und mußte mehrfach aufgefordert werden, bis endlich nach Verlauf eines Monats Zahlung der 72 Pfg. erfolgte. Ter Oktroierheber erstattete Anzeige, und da angenommen wurde, die Zahlung wäre absichtlich in die Länge gezogen, erhielt Frau K'. einen kreisamtlichen Strafbescheid über ben zehnfachen Betrag also 7.20 Mk. Aus Einspruch erkannte das Schöffengericht aus eine Ordnungsstrafe von 3 M., da nach seiner Ansicht nur Fahrlässigkeit vorgelegen habe. Auch hiergegen erging Anfechtung unter Berufung auf das Oktroireglement, nach dem oktroipflichtige Gegenstände, die vor den Stadttoren bleiben, nicht in die Hofreiten eingeführt werden dürfen, ehe das Oktroi entrichtet ist. Im vorliegenden Falle wäre der Diener des Jagdpächters verpflichtet gewesen, das Oktroi erst zu bezahlen, bevor er die Hasen in seinen Keller verbracht hat. Das Urteil wurde deshalb aufgehoben und die Angeklagte freigesprochen. Gerrchtssaal. — Tic Briefe Peter Gasts. Aus Jena wird gemeldet: In dem Prozeß des Schriftstellers Bernoulli und des Verlagsbuchhändlers Eugen Diederichs in Jena gegen den Mitarbeiter am Nietzsche-Archiv, Peter Gast (Heinrich Köselitz) auf Aufhebung der einstweiligen Verfügung, durch die eine Veröffentlichung der Briefe Peter Gasts an Overbeck im zweiten Bande von Bernoullis Werk „Franz Overbeck und Friedrich Nietzsche, eine Freundschaft" bei 2000 Mk. Geldstrafe untersagt wird, wurde die von Bernoulli und Diederichs gegen das abweisende Urteil des Landgerichts Weimar eingelegte Berufung verworfen, weil über den Briefwechsel Overbecks mit Peter Gast aus dem Jahre 1901 ein Vertragsverhältnis vorliege, demzufolge die Veröffentlichung der Briefe gegen die guten Sitten verstoßen würde. Der Entschädigungsanspruch Peter Gasts wurde als berechtigt anerkannt. $ o cf) u in, 1. Juni. Ter Redakteur Sleinkamp vom sozialdemokratischen „V o l k s b l a t t" ist heute von der Straskammer wegen Beleidigung des Kriegsministers v. Einem zu einem Monat Gefängnis oerurteilt worden. Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel über die Antwort des Kriegsministers im Reichstage über die Lynar-Eulenburg-Affäre. Universitäts-Nachrichten. Heidelberg, 2. Juni. Zum ersten Male ist hier eine Dame, die Studentin Schulz, ginn Doctor juris promoviert worden. Die Disiertation lautete: „lieber den Strafrechtsschutz des Kindes". — Der amerikanische Aerztetag in Chicago nahm gegen die sogen. D i p 1 o m f a b r i k e n- Stellung. Es nnirde die Einleitung einer staatlichen Aktion gegen diese „Hochschulen" gefordert, deren Graduierte, wie auf dem Kongreß behauptet wurde, in 20 von 100 Fällen sich als durchaus unfähig zur Ausübung der ärztlichen Praxis erwiesen. Vermischtes. * V o m W e 11 e r. In Berlin sind durch die glühende Hitze der letzten Tage erhebliche Schäden herbeigeführt worden. In °der Friedrichstraße und Unter den Linden brachen mehr als zehn Personen zusammen. Der Bureau- gehilse Alfred Krüger verfiel, von einem .Hitzschlag getroffen, in Irrsinn. In einem Straßenbahnwagen starb ein älterer Kaufmann infolge Hitzschlages. Auch in den Anlagen des Forckenbeck-Platzes starb ein unbekannter Mann am Hitzschlag. — In Regensburg ist der Domkapitular Leitner vom Hitzschlage betroffen worden. Er war sofort tot. — Ein Unwetter hat in ganz Belgien, besonders in Flandern, Schaden angerichtet. In Bürget wurde ein Mann vom Blitz erschlagen, in Hamme zwei Personen vom Blitze getroffen, aber nur leicht verletzt. Zahlreiche Wohnhäuser wurden durch Blitzschlag in Brand gesetzt. — In Barmen entstand durch Blitzschlag im Umschalteraum des Telephonamtes Feuer, das aber bald gelöscht wurde. Ungefähr 600 Anschlußleitungen wurden zerstört und etwa 20 Fernleitungen gestört. — Schwere Hagelwetter richteten in München und Umgebung Schaden an. Auch über dem Saaletal gingen, tote aus Jena berichtet toird, schwere Gewitter mit Hagel nieder. Die Ernte ist dort vielfach vollständig vernichtet. * Heber einen glänzenden Polizeikniff wird dem „Berl. Börsen-Eourier" aus New-Port geschrieben: „In der hiesigen „New-Porker Staats-Zeitung" stand vor einigen Tagen folgende Annonce: „Anwalt, vertraut mit der österreichischen Handelsgesetzgebung, verlangt für das Auslandsdepartement einer Rew-Porker Bank. Volle Qualifikation angeben. „Bank, Box 220", Staats - Zeitung." Tiefe Annonce bildete die Leimruts, an der sich der Gesuchte auch tatsächlich fing. Eine Flist von Anworlschreiben auf diese Annonce bewies, daß es in New - Pork eine merkwürdig große Anzahl beschäftigungsloser österreichischer Anwälte gibt. Der Aufgeber der Annonce sah die Briefe durch, doch interessierten ihn keineswegs die Mitteilungen der Antwortenden, sondern nur die Handschrist. Brief auf Bries wurde weggeworfen, bis er endlich eines der Antwortschreiben triumphierend hochhielt: „Das ist er!" In Begleitung eines Detektivs ging der Herr zur betreffenden Adresse und erklärte dem Rolf Stuften: „Sie sind nicht Rolf Austen, sondern Dr. Fochler, Exreichsrats-Mitglied und Notar aus Wien, der mir 10 000 Dollars veruntreut hat." Der Slnfläger, der Herr, welcher die Annonce aufgegeben hatte, ist der Priester Raphael Felix GuilenSki, der bis vor wenigen Jahren Rektor der St. Casimirkirche in St. Louis gewesen war. In seiner Anklage führte der Priester aus, daß er im April 1906 in Wien seinem damaligen Rechtsbeistand Dr. Kart Fochler amerikanische Wertpapiere im Gesamtwert von 20 000 Dollars übergeben habe, von denen der Anwalt ihm nur 10 000 Dollars zurückgab, indem er geltend machte, daß er die restlichen 10 000 Dollars als seine Gebühren beanspruche. Als die Wiener Gerichte gegen Dr. Fochler entschieden hatten, fei dieser verschwunden und im Februar d. I. in New-Port aufgetaucht. Der Priester kam vor einem Monat hierher, um die Nachforschungen nach Dr. Fochler selbst zu betreiben. Der von der Zentrale der hiesigen Polizeidirektion mit der Aufarbeitung der Angelegenheit betraute Detektiv verfiel auf den Gedanken, die erwähnte Annonce in die „Staats-Zeitung" einrücken zu lassen und das SJlittel erwies sich als probat. Dr. Fochler brachte sich hier als „Kapellmeister und Klavierspieler" int Gasthaus „Zum Schwarzen Slbler" durch, woselbst sehr volkstümliche Ausgaben Wiener Operetten gegen billiges Eintrittsgeld geboten wurden. Kleine Tageschronik. Tie Sperre des Berliner städtischen Vieh - und S ch l a ch t h o f e s , die wegen Ausbruchs der 9)1 a u l - und Klauenseuche am Samstag erfolgte, blieb auch für den Markt am Dienstag bestehen. Es erscheint sogar zweifelhaft, ob für den nächsten Samstag die Aufhebung der Sperre wird erfolgen können. In Berti n stieß ein Eisenbahnzug mit einem Straße nbahnzuge zusammen. Der Anhängewagen des Straßeubahnzuges wurde beschädigt. Zwei auf der Hinteren Plattform stehende Personen wurden schwer verletzt. Beim G r a s m ä h e n in Gerwisch bei Magdeburg wurde dem Landwirte Höpfner von seinem Sohne, der mit der Sense ausglitt, der Leib ausgeschlitzt, sodaß der Tod auf der Stelle eintrat. In Essen (Ruhr) gab der 23 jährige Elektromonteur Walter Schütze wegen verschmähter Liebe auf das 18 jährige Dienstmädchen Johanna Schönfeld sechs Revolverschüsse ab, die das Mädchen des Augenlichts beraubten und noch andere lebensgefährliche Verletzungen beibrachten. Das Mädchen starb auf dem Wege zum Arzt. Ter Täter wurde verhaftet, nachdem ihm herbeigeeilte Männer eine Tracht Prügel verabfolgt hatten. In Appollinieke (Wests.) wurde das jüngste Kind des Maurermeisters Baumhosf mit durchschnittenem Hälse in der Wohnung anfgefunden. Die Mutter hatte die grausige Tat in geistiger Umnachtung begangen. Auf der ^okalbahnlinie Wien—Mödling stieß ein Personen- zug mit eine m Güterzng zusarn m e n. Zwei Personen wurden t ö 11 i ch , 14 schwer und eine 'Anzahl leichter verletzt. In L o n d o n sind 700 Geheimpolizisten auf der Sache nach dem 'Mörder des siebenjährigen AI ä d ch e n s, dessen gräß- 11 ch v e r st ü mme11e Leiche in einem Abort gefunden wurde. Die Polizei entdeckte die Schürze, die blutbefleckten Schuhe des ermordeten Kindes und einen Teil des Schulranzens. Das Pani • in dem Leichenteile eingewickelt waren, ist in der Nähe von ^ondn' gekauft worden. Nach dem Käufer, dessen Signalement genau QvX gegeben werden konnte, wird eifrigst gefahndet. Ein Opfer der belgischen E i s e n b a b n - ft a t a ft r o ü h f der Handlungsreisende Anton Lilly, ist seinen Verlelmnaeu I nach feiner Ankunft in Brüssel erlegen. Am 2. Juni entstand in Vigneux bei Paris -wische streikenden Steinbrucharbeitern und Gendarmen, die die am Strei" nicht beteiligten Arbeiter in Schutz nahmen, ein Handoemena wobei die Gendarmen umzingelt wurden und gezwungen wäre" von ihrer Waffe Gebrauch zu machen. Ein Streikender routb» getötet, sechs wurden verwundet, davon einer schwer. In Paris erhängte sich der 25 jährige, einer Berliner Fainili- entstammende, mit Vorliebe grauenhafte Sujets behandelnde K u „ ft. maler Otto Wregels in seiner Wohmmg. Im s v a n i s ch e n Senat brachte der Justizminister eine Gesetzesvorlage ein, nach der das Duell a b g e s ch a f f t werden und an dessen Stelle ein Zivil-, bew. ein ehrengerichtliches Verfahren treten soll. Sport. — Fußball. Am 30. Mai 1908 spielte der Gießener Fußballklub „R e a l g y rn n a f i n m" gegen den Fu ßb all- flub „Gym nasium" in 2 auba ch. „Realgymnasium" schnürte seinen Gegner völlig ein und konnte durch cm schöne? flaches und uneigennütziges Spiel einen Sieg von 13:1 Toren erringen. Die Torzahl hätte noch beliebig erhöht werden können. E 5 nge j a n ö t. “ ~ (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artil ' übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keiner! i Verantwortung.) Die Orts- und Kreisstraßen in Steinberg fi„ - schon seit Wochen dermaßen mit Deck material belagert, dran vielen Stellen kaum noch eine Wagenspurbreite passierbar is Da am zweiten Pfingstfeiertage ein nationaler Gesangswettstrc - hier abgehalten tvird, mo mehr als 20 Vereine am Festzuge sic- beteiligen, ist man hier ganz erstaunt, warum die Behörde nictr für Einwalzung der Kreisstraße Sorge trägt. Alle Anfragen mr Gesuchc des festgebenden Vereins sind bis jetzt erfolglos gebliebcr Warum? Vielleicht geben diese Zeilen der Behörde Anlaß zur jo= fertigen Abstellung dieses Mißstandes. Märkte. Gieße«, 2. Juni. Marktbericht. 9hif heutigem SBocbeu- marfte ko stete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Mk., Hühnereier 1 S. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 5—6 PL, Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen v. Psd. 25—40 Pfg., Taube pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk.,' öa()ne d;. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück l,8ü bi§ 2,20 Mk., Ochsenfleisch vr. Pfd. 76—84 Pfg., flub- und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinesleisrh pr. Pfund 60—76 Pfg., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. PK. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln vi_ Ztr. 8,00—10,00 9)1 f., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut vti. Stück 0—00 Pfg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepscl per Zk. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Mk. Nüsse 100 Stück 50-Oj Pfg., per Ztr. 0-00 Mk. Marktzeit von 7—1 Uhr. der Redaktion. lAnouyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt.» Abonnent B. hier. Ihr „Frühlingswunsch'< ist ganz wo! gelungen und wäre zum Abdrucke geeignet, wenn sich nicht in b:.- 3. Strophe eine leicht mißzuverstehende, nicht glückliche Wendungfä'nbc,. die Anstoß erregen müßte. Meteorologische Beobachtungen der Stativ« Gieße«. Juni Barometer auf 0° reduziert 6 % Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 1908 2. 2» 748,4 23,8 14,0 64 NE 4 Bed. Hinnnel 2. 9’* * * * 5 6 * * * * * 12 749,5 18,0 12.9 84 NNE 4 Bew. Himm-V 3. 724 750,4 17,1 11,8 82 N 4 Sonnenschein Höchs c Tenn ) erahn- am 1 . bis 2. Jun — 4 25,9 ° C. Niedrigste V , 1 • V 2. t/ = 4- 16,9 ° C. Teteionäsche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 3. Juni, 1.15 Uhr. Beichsanleihe . . 91.951 Elektriz. Lahmeyer . 3% do. . . 83.10 3^0/o Konsols .... 91.95 3% do.....83.10 3%°/o Hessen.....90.65 3*^°/0 Oberhessen . . . 92.00 4% Oesterr. Goldrente. . 91 05 4‘/6% Oesterr. Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrente . . 93.85 4% Italien. Rente . . . 104.30 3% Portugiesen Serie I . 62.90 3% Portugiesen „ III 64 00 4^°/0 russ.Staatsaul. 1905 95 75 4%°J0 japan. Staatsanleihe 89.90 4% Conv. Türken von 1903 — .— Türkenlose ...... 150.00 4% Griech. Monopol-Aul. . 51.40 4% äussere Argentinier . 87.00 3°/0 Mexikaner . . . 66.80 4 >5% Chinesen .... 97.10 Aktien: Bochum Guss.....212.70 Buderus E. W.....110.50 Tendenz: fest. llaudrU . 119. W) , 107.300 Eschweiler Bergwerk . . 203 <> Gelsenkirchen Bergwerk . 187.6’. Hamburg-Amerik. PaketL 110.W0 Harpener Bergwerk. . . 195.51 Laurahütte...... 209. i>n Nordd. Lloyd . . . . . 94.511 Obeischles. Eisen-Industrie 97.6'. Berliner Handelsges. . • 160.7 g Darmstädter Bank . . . 124.0" Deutsche Bank .... 2315 '. Deutsch-Asiat Bank . . 137..'j Diskonto-KommandiL . • 174-'; Dresdner Bank .... 138.-)0 Kreditaktien.....19Ö.0I. Baltimore- und Ohio- Eisenbahn.....89.0 Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn . . 26: Oesterr. Staatsbahn . . • 147J* Prince-Heuri-Eisenbahu ■ Hb«" • Bank für Elektriz. Sclmckert . Berliner Börse, 3 Oanada E. B......157.70 Darmstädter Bank . . . 124.10 Deutsche Bank .... 231.50 Dortmunder-Union C. . . 59.00 Dresdner Bank . . . 138.10 Kurse von gestern. — Wegen Juni. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . • Laurahütte ..... Lombarden E. B. ... 2°. ■ Nordd. Lloyd.....«ft: Türkenlose ...••• en Landtagswahlen die Berliner Börse heute geschlossen. Die englische Krankheit der Säuglmge bewirkt, befonbtv- bei nicht rationeller Ernährung, sehr oft ein bedeutendes bleiben der Entwickelung der Arme uno Beine im Verhältnis - dem großen Kopse. Durch die Ernährung mit „ftnfctc u • Kuhmilch kann man die Entivickelung der Knochcnbildung uno Mnskelsteisches aufs günstigste beeinflussen. . .. nach Mass. Erstklassige Verarbeitung. Tadelloser Sita. Grosses Stofflager. a11/» in wahres Wunder Man versucht die Hausfrau Wäsche geringsten anzugreifen. 9 Es handelt sich um ihren Kaffee! Inh.: J. Güsters. 04601 etc. etc. b 1851 >$•’ Oegr. J. Schmücker Nacht Telefon 496 Marktstrasse 8 Zimmertriren und Fenster gm vorrätig und nach Maß -- Aug. Kllblnger D2L 1 .v Wasch -Anzüge Wasch -Blusen Wasch - Hosen scheint der Waschprozeß mit Persil — das neueste und vollkommenste Waschmittel der Gegenwart. Seine Waschkraft ist geradezu staunenerregend. 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B>/. @le6e&:ogi)eriogti$e Bürgermeisterei Giest-n. Mecum .__ ---~2Im 9 Juni d. IS., nachmittags 4 Uhr, wird im Gasthof zur Post zu Gladenbach das Anwesen der verstorbenen Eheleute Dr. Stirn, bestehend aus Wohnhaus Oekonomiegebäude, geräumigem Hofraum und großem an dec Hauptstraße gelegenen Garten öffentlich freiwillig Irak ■ | allein, also ohne I jede Mühe und ® ® ■ Arbeit wird die dauernd blendend weiß, ohne sie im Omied-W mit liefert vorteilhaft a Emil H. Müller • Giessen Holzbearbeitungsfabrik. — TeL 132. 0 6 «rn l® .8 3431 Giessener Konzertverein Zehntes (letztes) Konzert Zweiter Chorabend. aus Frankfurt a. M. auf alle Artikel. PROGRAMM e. 3. 7.50 8.50 . G. l. 12.50 10.50 s. 6. Joh. Seb. Bach. Doktor-Wagen. BS Oeffnung des Theaters 7 Uhr. 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Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dez. 1907 Kasscnvorrat Ausstände Mobilien 54.46«^ 5°/0 Abschreiben Sa. 537 185.81 Mitgliederstand Ende Zugang 1907 Abgang 1907 Stand Ende 1907 Ausführende: Frau Herr Herr Der akademische Gesangverein. Leitung: Herr Prof. G. Trautmann. Biele und große Eier und starke, kräftige Kücken erzielt man mit Spratt’s Geflügel- n. Kückenfntter. Käufern und Interessenten werden die Wagen vorgeführt. Ich bitte meine Angebote berücksichtigen zu wollen und mache noch ganz besonders auf meine Reparalnrwerkstatte mit elektrischem Maschinen-Betrieb und nur erstklassigen Monteuren aufmerksam. Teppiche werden bei — billigster Berechnung — abgeholt — lvie neu — entstaubt und wieder abgeltesert. 3190 503 105.02 3 998.— 1. Chöre a capella: a) Ach Lieb', hier ist das Herze . . . . b) Mehr Lust und Freud’, die Lieb’ mir geit (Gagliarda) . Bitte meine Räder nicht mit Versandt-Haus- Ware zu vergleichen. 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Beschlußfassung über die Verwendung beS Reingewiuns. Beuern, am 2. Juni 1908. 3462 Wilh. Belloff II. Der Umzug in meinen Neubau steht nahe bevor. Daher dies August Montanus & Co., Giessen. Wäsche-, Weisswaren- und Belleogeschäfl. Wir teilen hierdurch ergebenst mit, dass wir vom 1. Juni 1908 ab Betricbsrücklage Reingewinn Kaufhaus S. Elsoffer Giessen Aktiva, dl $ Ausgeliehene Kapitalien: a. gegen gerichtliche Obligat. 362 113.69 a) FÜesset dahin, ihr Tränen . , . . b) Einstmals das Kind Cupido klein . ... c) Amor im Nachen (5 stimmig) . . , . Lieder für Tenor mit Klavierbegleitung: a) „Hoffnung“ ....... b) „Das Lösegeld“ ...... c) „Liebeszauber“ ...... „Schweigt stille, plaudert nicht“, Cantate für Solostimmen Sopran, Tenor, Bass und Chor (comp. c. 1731) Zwei Gesänge für Chor mit Begleitung des Pianoforte: a) Der Augenblick (Inbrunst, Zärtlichkeit, Verstand) b) Die Beredsamkeit (Freunde, Wasser machet stumm) 7. Cantate zum Geburtstage des Herzogs Christian zu Sachsen-Weissenfels „Was mir behagt, ist nur die muntere Jagd“ für Solostimmen und Chor ...... (Sine Partie Kisten giebt billig ab Central Drogerie. 3442] Schutstratze. Frische Fische Donnerstag früh eintreffend: [as Pa. Nordsee-ScheiilisGhe, per Pfd. 35 Pfg. II. blötenhellen Miau ohne Kopf per Pfd. 25 Pfg., im Ausschnitt 30 Pfg. Bratfische per Pfd 15 Pfg. Rotzungen per Pfd. 40 Pfg, garantiert blutfrisch in starker Eispackung. Gebr. Berdux, Bahnhofstrasse 27. . . le. 1771). . (Ende des 18. Jahrhunderts). Passiva. Jfb $ Biese Woche grossartiges Weltstadt-Programm. | Jeden Mittwoch extra grosse Kinder-Vorstellung Jedes Kind erhält als Geschenk 1 Täfelchen Stollwerk-Schokolade. Während der Sommermonate ist das Theater von _______3 Ubr nachmittags bis 11 Ubr Abends geöffnet._______ Lanvin &j£lement, Jungbunzlau in Oesterreich, 2sitziger Piccolo-Wagen luftgekühlter Motor “2 cylinderig 6 HP. 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Platz Mk. 4.—, III, Platz Mk. 3.— IV. Platz Mk. 2.50, J-auiiitisntiL leu. Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Telefon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Gültigkeit haben blaue, rote und gelbe, ungültig sind rotweise Karten. Mädchen und Kinder Wichöleder Knopf- u. Schnür-Schul-Stiesel 21-24 25-26 27-30 31-35 Mart 2.10 2.60 3.25 3.75 Echt Ziegenleder, braun, Knops- u. Schnür- Stiefel 27-30 Mk. 3.75, 31-35 Mk. 4.25 Gelbe und rote Knopf- und Schnür Stiesel 17—22_____21-24 25—26 «6i Borkals-Zug-Stresel ohne Naht 7.50 Lrchsledcr-Zug-Stiefel 3.95 tobt Boxkalf-Schnür-Stiefel 7.50 ^chtCbevreaux-Schnür-Stieselm.Lackk.8.50 Junia Box-Rind-Schnür-Stiefcl 6.75 starke Wicholcdcr-Schnür-Sticsel 1.2" eder-vausjchubc, schwarz und farbig 2.65 Stramin-Pantoffeln, 2edersohle —.90 Jraune Cbevreaur Schnür-Stiefel bei Markt- T CS'vcjc Wetterstr. 9. LLMÜdö, g-asse. Schuhhaus. 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