Donnerstag 24. Dezemder 1908 Nr. 303 Zweites Blatt Erlchetw ti-llch mit Ausnahme des Sonntag-. 158. Jahrgang jein. Heute bringen bie Blatter die Anzeige der ersten Verlobung, Vie sich annidjen „unseren Husaren" und der Kresetoer Industrie- Welt vollzogen hat: ein Fvciuleist v. Beckerath hat sich mit dem Rittmeister v. Mada'i vom Krefelder Husaren-Regiment verlobt- RotattonSdruck und vertag bn VrüdNch« UnwersuäkS - Buch- und StemörudereL 9L Lange. Gießen. Redaktion, ExvedMon und Druckerei: Schul« straß» 7. Lxvedmon und Verlag, e^se> öL 9leöartion:e^ll2. Tel.-Adrp AnzeigerGießen. Die „Siebener Zamillendlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich bcigelegt, daS „Kretsblati für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich Die ..randwirtschafllichen Seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal. politifctyc Lagcsjcdcrrr. Nuhland und die Balkanfrage. Heute wird in der russischen haloaürtriä>en Rossija bic vom! russischen Minister des Aus.värtigen an die Vertreter Rußlands bei den Signatarmächten des Berliner Vertrages versandte Sir* kulardepesde verösfentiidst. Sie Zirkulardepesdie knüpst an bic am 7. Oktober vom östcrreidüsch-ungarischcn Botsd)aster Grafen Bcrchtold dem russischen Kabinett mitgeteilte, an ibn gerichtete Tcpcsche an, bie die Entschließungen über den Sondidiak 92c Di- bazar, Bosnien und die Herzegowina enthielt. Die Depesche bc- spricht die Prvkmmation des Fürsten Ferdinand zum König. (Europa stand in beiden Fallen vor einem einseitigen Akt, der die durch den Berliner Vertrag gescl>afsene Ordnung faktisch abänderte. Die an der Loiidoner Konferenz im Jahre 1871 beteiligten europäischen Mächte hätte!' es dagegen als wesentliche Grundlage dcs internationalen Reclsts feierlich anerkannt, daß keine Maclst sich von den durch den Vertrag auferlegten Der- pflichtungcn befreien und die Bestiinmiurgen nicht aiiderS mobi- lijicien könne, als mit Zustimmung der Signalarmächte. Ruß- lanb beobachtete dieses Prinzip nud) hinsichtlich des Berliner Vertrages, obglcid) dieser für Rußland und die Balkanstaaten besonders brüdenbe Bedritgungen gesckiasfen hatte. Des.en unge- adstet versuchte Rußland niemals eine Verlegung der Berliner Stipulationen. Augensdieinlrch ist jede Ablvcid-ung von diesem Prinzip geeignet, die Grundlagen des politischen! Gleichgewichts stark zu erschüttern und den Weltfrieden zu gefährden. TatfäclM) rief bie HandlungÄveise Oestkireich-Ungarns unb Bulgariens unverzüglich eine Zuspitzung Cer Lage aus der Balkanhalbinsel hervor unb alarmierte Europa. Sie Türkei als die unmittelbar ge,d>rdigte Macht zögerte nicht, lurmvll gegen bie zrverfache Besetzung des Berliner Vertrages zu protestieren. Tie Sir Eularbcpejüje hebt zum Sdstuß hervor, daß das russisdM K'abineU sich fegt an das Wiener Kabinett mit dem Vorsdstage gewandt haoe, daß dieses sein Projekt an bie anderen Macyte miiicile, wenn diese ihre Bereitnüllig-Seit uusdruden, diesem 'JJiobuS zuzu stimmen, jo wird das Petersburger Kabinett nidjt unter lauen, während der folgenden Verhandlungen seine Ansicht artsznspred>en über die Punkte des Kvnserenzpvo- grammes, die besondere Bedeutung für Rußland haben. H^ttentottenüberfälle. Aus Deutsch-Sich.-.nu,^m iviiu amt.ich gemeldet: Am 19. Tezember überrasdsten 32 übergetretene Hottentotten^bei Spring- pütz eine Jagdgesellschaft, welche aus dem Farmer Struller aus Springzütz und drei Buren bestand. Ter Bur Olivier wurde! erschoisen. Fünf Gewehre, viel Munition und drei Pferde wurden von den Hottentotten erbeutet. Ter Feind wich nach Norden aus. Am gleid>en Tage mürbe bie Farm Fettkruft (etiva 40 Kilometer westlich von Tavignab) von 20 bis 30 mit Gewehren Mod. 98 bewaffneten berittenen Hottentotten überfallen. Die Führung hatte wahrscheinlich Abraham Wolf, ein Unterkapitän Morengas. Außerdem bestand bie Bande wohl hauptsächlich aus Aäorenga- leuten, bie beim Transport von Warmbad zum Eisenbahnbau bei Grüudornhill früher entlausen sino. Die Farmer SdMicdeckc, Kuba und Bolies sind gefallen, erbeutet wurden von den Hvttenwttenl verschiedene JagdbüMen und zwei Pistolen; fünf Pferde und einiges Kleinvieh wurde nach der Grenze abgetrieben. — Ferner wurde am 18. Dezember eine PferdewaclM der 6. Gebirgs-Batterie uti Heidamm am Lstabhang der großen Karrasberge durch Hotten- totten angegriffen, wobei der Sergeant Fehlinge, früher Infanterie- Regiment Nr. 67 (Halsschuß) und der Steiler Zimmermann, früher Pionier-Bat. 3 (Brust- unb diadenschuß) fielen; sieben Pferde, Maultiere und drei Ochsen wurden geraubt — Am 19. Tezember mürbe eine leere Karre dcrseloen Batterie bei der Fettkluft voni Hottentotten überfallen, wobei der Reiter Babe, früher Fuß- Art-Regt Nr. 11, fiel; Waffen und Wagen nebst Befpannung wurden geraubt. Am 20. Tezember früh wurde ein auf einen Viehposten bei der Fonteinktuit (bei Ukamas) bet 6. (Gebirgs-) Batterie durch 15 bis 18 Hottentotten ausgeführter Ueberfall von Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen her beroaiineten Bcackt anaeichlossen, sondern einem beamteten I nai^ dvuu Tegreiu,or,i zur^i uuu LiumcaLii iiu> iud.ixr oesjn ber — Ueber i r i e u e i ^aynec uciuiicnmd)t Fen; Weingartner in ber „Neuen Freien Presse" ein 14spaltigcs Feuilleton. Weingartner, bejfen Stellung in biefer Frage ja ichon vekannt ist, befürwortet in dem Aufsatz „güte Striche" auch) bei ben Wognerschen Werken, ja bei diesen (besonders beim Ring, erst redjt (fr erkennt an, daß man mit den strich losen Ausführungen eine Pflicht ber Pietät gegen ben großen Meister, eine Pflicht Der Gewissenhaftigkeit, im Gegensatz zum früheren Leichtiinn, erfüllt haoe, beyoeifelt aber, baß man bamit etwas für bie Tauer Ersprießliches gesclzafsen haoe, unb begründet diesen Zweifel mit Den Grenzen der Leistungsfähigkeit ber Künstler unb ber Aufnahmefähigkeit ber Zuhörer. Weingartner hält es für ndjtig, Zugeständnisse zu maajen, nacl; nwgddjen Strichen zu suchen und die ungekürzten Vorstellungen bei Skeueinstubierungen aufrecht zu erhalten, sonst sie aoer Bayreuth zu überlassen. Für die „möglichen Striche" fuhrt Weingartner aus dem Ring mehrere Beispiele an. . — Eine unglaubliche Gewissenlosigkeit. Aus Neuyork wird gemeldet: Tort, too der East River seine Fluten in den Atlantic ergießt, waren die Angestellten einer Bergungs- Gesellschaft mit den Vorarbeiten zur Hebung eines gesunkenen Schiffes beschäftigt. Tcr Taucher Smith war hinabgelassen worden, um auf dem Meeresgründe in Öner Tiefe von 50 Fuß d-s Terra.n zu rekognoszieren. Er hatte fdjpn geraunte Zeit seine fdpo.erige und gefährliche Arbeit in ber Tiefe ohne Störung oollsührt, als er plötzlich zu feinem Entsetzen merkte, daß die Lust in seinem Taucherhelm immer bider und uncrtragiidjer wurde. Er riß zuerst einmal an Dem Seil, wodurch, er feinen itauieraöen an oer ßuerflidjc lieb dahm verständlich mad>en wollte, daß die Lujtpunipe m Aktion treten müsse. Als auf dieses verabredete Zeichen teine Zufuhr irischer Luft erfolgte, riß ber Taucher dreimal an dem Seil, das Zeichen nach ouen, ihn sofort empvrzuzicl-en. Aber das Gegeu- iignal blieb aus. Smny gau sich oerioren, unb nach kurzer Zeit verließ ihn das Bewußt «ein. Jnzwischscn bauen f.a) Ijouj uuer ihm aus dem Begleitboot der Bergungsgesellschast wüste Szenen abgt> ipielt Ein geiuiiiec )ueniam..i '*>uuvcc, wr bie '■aiutueu an oer Luftpumpe für den Taucher üoerwaane, war mit einem iNatroscn jiunell plötzlich in Streit geraten, der bald zu Tätlichkeiten ausartete. Die ganze Mannia>aft des Begleitoootes sah ber sich entibmnenben inaujerei zu und vergaß bariwer völlig bie Bedienung der Luftpumpe. Schließlich schlug der 'Matwse ben Wachter Der Lustpumpe mit einer schweren eichenen Handspeiche nieder und slüchtete bann an Land. Die übrigen Bootsinfassen fuhren ben zu Dode verletzten Parker nach dem Ufer, nachdem sie ihn in ein kleines vvrbeifahrendes Boot gebracht hatten. Tan« erst b-hrten fu keine Antivort. Aua zogen sie ihn an vas «uigiöuu>i, ueiceaen ben Leoiosen aus ।einem Taucheigewande und stellten künstliche AtmungsverfudiL an, bie erst nach eineinhalbstündiger Arbeit Ev- solg jKitten.^ , $ manchmal klappt. Ein junger Abvokot unb armer Teufel in Newyork wollte jein Glück im Westen suchen unb siedelte nach San Franzisko über. Dort gelang es ihm ledoch nickst, festen Fuß zu fassen, und so entschloß er sich, nach Newyork zurückzugehen, trotzdem er keinen Pfennig Reisegeld halte. Entschlossen, das möglichste zu versuchen, nahm er in einem Zuge nach Osten Platz, ohne eine Fahrkarte zu besitzen. Bald stellte sich denn auch bei ihm ber Kondukteur ein und fragte nach dem Billett. „Ich habe keines", erwiderte der Advokat, „ich brauche auch keines, denn ich bin Redakteur der „Daily News" und habe freie Fahrt." „Dann bitte ich um Ihre Legitimationsearte", wagte der Kondukteur zu erwidern. „Ich habe sie leider nicht bei mir", ließ sich ber Advokat vernehmen. „Dann müssen Sie auch den Platz bezahlen, oder der Direktor Ihres Organs, der sich gerade im Speisewagen befindet, wird Sie zu legitimieren haben." Mit schlotternden Knien folgte der blinbe Passagier Dem Beamten in ben Speisewagen. Dort machte ber Beamte vor bem Direktor seine Verbeugung und trug sein Anliegen vor^ „Aber natürlich kenne ich den Herrn, es ist ja unser erster Feuilletonist", Hub Der Direktor an, „lassen Sie Herrn Smith alle Vergünstigungen zuteil werden, die wir für unsere Redakteure ausgesetzt haben." Der zum Redakteur ernannte Advokat begab sich aus seinen Platz zurück, doch wollte es ihm nicht in ben Kopf, was den Direktor, der doch sein Personal sicher kennen müsse, dazu bewogen haben konnte, in dieser Weise für ihn einzuspringen. Auf ber Endstation sprach er denn auch den Direktor an und bedankte sich dasür, daß er ihm aus der Patsche geholfen habe. „Sind Sie denn nicht Redakteur der Daily News", fragte der Direktor. „Nein", antwortete der Advokat. „Aber da können wir uns ja die Hand reickzen", wußte der Direktor zu entgegnen, „ich bin auch nicht der Direktor, ich habe mich nur als foldjer; ausgegeben, es ist mir dies ohne Ausweis gelungen, ich hatte nur Furcht, daß Sie mid) verraten konnten, denn ich hielt Sie für einen richtigen Redakteur dieses Blattes." — Kleine Ehrouic aus m u n u und Wissenschaft. Tie Urausführung der neuen Operette „Der betrogene Sub- tan", Text von W. Hausmann, Musik von Hanns Pick, findet Ende Januar im Hana ue r Stadt!Heater statt. — Die Senckenberg i s ch e Natursorschende Gesellschaft in Frantz- fur t a. M. ernannte zu korrespoiiDiecenben Mitgliedern Professor Tr. Gustav Klemm in Darmstadt, Professor Dr. August Nies in Mainz und Professor Dr. 'Leonhard Si.gismnüdl. Schulze in Jena. werben, der einen wirksamen Bauarbeiterschutz vorsieht uno aus dem Baugewerbe Arbeiter als Vaukontrolleure heranzüht. Einkommen- unb Vermögenssteuer. Die Progression ber Einkommensteuer soll für bie Einkommen von 6030 M. erhöht, bie Vermögenssteuer soll progressiv gestaltet roeib n Bei bcm Stempeltarisgesetz sollen alle Stempel und G b-h.cn beseitigt werden, bie eine brückende Belastung ber minberbernittl.cn Bevölkerungskreise barstellen. Religiöse Gemeinschaften. Es soll ein Gesetzentwurf vorgelegt werben, wonach für bie rcligidien Gemeinschaften feder Zuschuß aus staatlichen Mitteln in Wegwlt kommt. Die Erhebung der Kirchensteuer soll in einer Form stattsindcn, daß bie Summe bes zu zahlenben Betrags aus bcm Stcucrzettel besonders ausgeführt wirb. Austritt aus der M i r d) t n g e m e i n f d> a f t Durch eine Gesetzesvorlage soll eine Revision ber g.s.tz.ichcn Bestimmungen über den Austritt aus der S{ird)cngemcin[d)ait im Sinne einer Erleichterung in die W?ge geleitet unb bie Stempe.g.buhren sollen beim Austritt ausgehoben werden. Behördliche Bekanntmachungen. Die Gr^ßh Regierung soll zwecks besserer Verbreitung aller b horRn.ec Bekanntmachungen sämtlichen Zentral- und L^kalbehorocn aa.g ben, ihre zur Verössentlichung bestimmten Bekanntmad-ungen allen im Kreise erscheinenden Zeitungen gleichzeitig zur Benutzung zu übersenden. Tie Errichtung einer Strafkammer in Offenbach soll in Erwägung gezogen bzw. abbalD ins Auge gefaßt werden. Nebenbahn durch das M o d a u i a l. Tie R^girnug soll ersuckst werden, alsbald eine Vorlage über ben Bau einer Nebenbahn burch bas Niodautal vorzulcg^n. Anstellung von Bezirlsärztcu urb Uebersül-rung ber Apotheken in Gemeinde- oder Staatseigentum. Durch Ge.ctz soll das Land in Sanitätsbezirke mit Bestellung staailich ango Itcllter bzw. unterstützter Beziiksärzte cuigcicilt ivervin. H im- jallcnde Apotheken-Konzestionen sollen feineihiu an Piioat. nicht erteilt werden und die bestehenden Apotheken sollen am bem Weg allmählichen Ankauss für Gemeinden, Gemeindeoeibäiibe ober bvii Staat envorben werden. Die Aushebung sämtlicher Drückengelber über den Main und Rhein |oll durch Gesetz ersolgen. Eine obligatorische staatliche Mobiliarversicherung soll gcsetz.ich eingesührt werden. Alle A r m e n 1 a st e n sollen burd) Gesetz vom Staat übernommen wer. eu, unter Beseitig nj clle. cn öf..n ILIk Un erstü.ung geknüpften Be>chränlungen der staa.sbürgerlid)en Recht:. Tie Kosten des D e s i n f e k t i o n s v e r f a h r e n s aus Anlaß ansteckender Krankheiten sollen gesetzmäßig durch bie Gemeinde i getragen werben. Bebürstige GeM ind.n folgen hierzu aus luiitteln des Staates Unterstützung erhalten. Staatliche Arbeiten und Lieferungen sollen nur an Unternehmer vergeben werben, bie bie zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer anerkannten Tarife anerkennen und ihren Berpslickstungen inbezug auf die svzialpo.Uische Gesetzgebung nadj» kommen. Verhaftung. Tie Kammer soll die Großh. Regierung ersuchen, im Bundesrat bei der Revision ber Siraipcoz.ßordnung daraus hinzuwirken, daß bie Voraussetzungen und Vorbedtiigungen zu einer Verhaftung wefenUich erschwert werden, baß jedem Verhafteten das Recht auf Selbstbeköstigung, Selbstbe,ck>ä tigung und ^Selbstbekleidung gesetzlich gewährleistet wird uno Unle.suchungS- gcfangenc nur mit ihrer Zustimmung zur Rein gung und Instandhaltung ihrer Zelle ang.halten werden können. Bezuglid) ber Entschädigung für unschuldig erlittene Straf- und U n t e r s u ch u v g s h a f t soll bie Regierung ersucht werden, im Bundesrat aus eine R^v-sion des Gesetzes hinzuwirken. Turd) Landcsgesetz soll ferner bestimmt werd n, daß auch den Personen, die durch eine Verfügung des Staatsanwalts aus bem Strasverfahren entlassen werden, eine Entschädigung aus Staatsmitteln gewährt wirb. Tie Bestimmungen über Aufrechterhaltung ber Ordnung in den Gerichtsfitzungen füllen — da.auf soll die Regierung im Bundesrat dringen — einer Revision unterzogen werden im Sinne eines erhöhten gesetzlichen Sd-utzes, sowohl der bei den gerichtlichen Verhandlungen beteiligten wie nicht beteiligten zurzeit nahezu rechtlos ben Gerichten gegenüb.rsteh.nd.n Personen. parlamentarisches aus Hessen. Von den Sozialdemokraten ist eine größere Anzahl Anträge bei der Zweiten Kammer eingegangen, bie folgende Äegenstände betreffen: Wahlrechtsvorlage. Einführung des Einkommen- ystems und direkte Gesetzgebung burch das Volk mittelst bes Var- chlags unb Derwerfungsrechts. Einführung bes Proportional- vahl|ystems bei den Kammermahlen. Wablfähig soll jede rechts- inündige Person sein. Aus ie 20 000 Personen soll ein Abgeordneter gewählt werben. Die Wahlen srnb Sonntags von 12 bis • 8 Uhr nachmittags vorzunehmen. Tie Wählerlisten sind stänbig uuf bem Laufenben zu halten und bei Ankündigung des Wahl- ermins durch Truck zue veröfsentlichen. Zur Sick-erung des Wahl- jt^imniife8 sind Wahlkouvens und Isolierzellen cinzusührcn. TagegelberunbsreieBahnsahrtberAbgeorb- "icten. Der Antrag erstrebt, daß auch bie in Darmstadt wohnenben Ilbgeorbneten Tagegelber erhalten unb für alle Abgeorbncten wählend ber Taner dcs Landtags freie Fahrt auf ben Bahnen des 'Vrvßherzogtums einsdst. ber Bahnlinien Darmstadt—Frankfurt— «Gießen und Frankfurt—Fulda geivahrt wird. Trennung vonS chu le und Kirche unter Berücksichti- ■ einig folgender Punkte: Wegfall des Religionsuntcrricksts als «bligatorischer Unrerrichtsaegenslaird, Aushebung der Verpslickstung !)er Voikssujuilehrer, kirchliche Funktionen als Organist, Kantor «ter Vorleser zu verrichten, Aushebung der Bestimmung, daß en Geistlichen als solchen Sitz und Stimme im Schulvoistaird fustcht, Umwandlung der noch bestehenden KonsesjionssdMlen in 'emeinsame Schulen. Nationale Einheitsschule. Im Bundesrat soll die Regierung darauf hinwirken und im Lande fall die Einheitssdnile ilmgebahni meeben durch die Einheitsschule aus ber Grrnrblage der -allgemeinen ol)(igaDri)d)cii Volksschule eingefsthrt wirb, famllidje 3oifd4ilen aufgehoben werben, ber frcmbfvrachliche Unterricht in ku höheren Sännen dis zum Beginn des 4. Schuljahres hinaus- :eschoben wird und der Lehrplan für die 3 untersten Mafien der Oberen Schulen mit bem für das 4., 5. unb 6. Schuljahr ber .allgemeinen VvlksfckMle in Uebereinstimmnna zu bringen ist. so )aß Der Ueberiritt in eine höhere Schule auch noch nach Abschluß ces 6. Schuljahres ohne Scywierigkeu möglich ist. Die Zahl ber schüler soll auch in Den Aolksschulklasien. in Der Regel 40 nicht lbcrfcheite>r.r Volksschule. Uebernahme sämtlicher Volksschullasten auf jzn Staat, Aufhebung dcs Schulgeldes in den allgemeinen Volls- id;ulen und mientgeldlrche Lieferung aller Lehrmittel an bie Volks- jchüler. Einreihung ber Volks sckullehrer in die Kategorie der Staatsbeamte il Die Ausbildung her Volksschullehrer soll neu- geregclt werden auf der Grundlage, daß die Prelparandcnanstalten :ls solche aufgehoben werden unb bie Vorbereitung für bie vebrericminaie uui oen bcem,chUieii er,olgt. rsoiigator-fa-e Au|- 7.ahme von Englisch und Französisch in dcii Lehrplan der Seminare, Fortsall des Religionsunterrichts als solcher, ausgiebigere Behandlung der Geichichte und Philosophie. Aushebung der mH hen Seminaren verbundenen Internate; Anerkennug des Ab- -gangszeugnisses der Seminare als Reifezeugnis jür das Uiu* 2er) itätsstudium. Befähigten Kindern unbemittelter Eltern soll bie kostensreie Ausbildung und Unterhaltung auf den höheren ■ Sdjailen und der Universität ermöglicht werben, wofür in das -Staatsbudget 50 000 M. eingestellt werden sollen. lieber die Verhältnifse der Arbeiter und Hilss- inge ft eilten in den (Staatsbetrieben soll ein Gc|.tz- mtmuri unter Berücksichtigung solgenoer Punkte vorgcl g. werden: achtstündiger Normalarbeüs.ag, Festsetzung eines jew.i s mit dem ärberterausschuß zu vereinbarenden Mrnimalioh.is, Zusick)erung lefter Alters- und Pen,ionszulagen, Einrichtung von Arbeiter- russchüssen auf Grund geheimer Wahl, di: in allen Fragen der Ärbeits- unb Lohnverhälinisse zu hären find. Garantierung bcS wlilischcn und gewerkichaftliä-en Koairtionsrechts. Ausbau Der Gewerbeinspektron derart, daß in allen Bezirken genügend Hilisöeamte aus Arb.iter- und Arb.iter- unenkreisen angestellt werden, damit alle Betrieb: jährlich miir- :estcns einmal revidiert und Betriebe, bei denen Anstände fest- jeficllt werden, mehrmals nachkontrolliert werden können. Bauarbeiterschutz. Ein Gesetzentwurf soll vorgelegt LLleines Feuilleton. — Kaiser Wilhelm i. a 1 s Journalist und Inserent. In der Hannöverschen Korrespondenz „Der Zeitungs- xrlag" wirb folgende, nach mancher Seite hin djarakterZt.sche Geschid-te aus Den Memoiren des Geh. Hofrats Schneider, des :angiul)rigcv ?Boriesers und Sekretärs Wuhe.m I., aufgefrischä: 3m Jahre 1858 war cm preußischer Offizier in einer Denkschrist [ür die zweijährige Dienstzeit eingetreten. Prinz Wilhelm von Lreußen, der spätere Kaiser, der für die dreijährige Dlenstscit war, nachte sich sofort daran, die in der Flugfd)rift enthaltenen Argunente zu widerlegen. Er schickte fein Manuskript mit folgenden Sorten an den Hof rat Schneider: „Hier sende ich Ihnen die Denk- (chrift und zugleich meine Entgegnung. Aus dieser und meiner Bro- chüre vom Jahre 1848 laßt sich Material finden zur Verteidigung ber 3jährigen Dienstzeit. Wollen Sie es noch unternehmen, jo bin id) zur Durchsicht bereit. Berlin, 8. 3. 57. P. v. P." Zwei Tage nachher fenbte ber Prin», noch andres offizielteS Material burch den Flügclaüjutanten Grafen von der Goltz an Schneider unb dieser schrieb nun den in Nr. 61 (1857) der „Neuen Preutz. Kreuze) Z.i...ri-i n..ieu. Uten g onen .iitue., o.r lujoiiuiigS.vS mit bem Verfasser jener lithographierten Denkschrift umging und ihn ui eiuiujicueiici wcue vn-m^iie. 'aid 'i>upteu>er das x>iau an -cn Prinzen sandte, erhielt er als Antwort folgende Zeilen: „Ter Aussatz ist sehr aut ausgefallen, nur etwas zu wörtlich nach mir. Ich erwarte bie JnserakionsgcbÜhrenrechnung. Koblenz, 17. 3. 57. P. o. P." Tic „5Zeue Preuß. Zeitung" berechnete bie Ausnahme des Artikels mit -iu -Laictu um> Hosrat eschneiver sandte Die Ncciptung nad> Kvolenz. Am 24. Räärz 185/ schrteb der Prinz von Preußen an feinen literarijcyen Handlanger emen Brie) über den gleichen, politischen Gegenstand und der esckrlustiatz des L rief es lautete: „Tie 40 Taler sind angewiesen". Unterbenen hatte der Redakteur ber „Kreuz-ztg.", Dr. Beutner, in Erfahrung gebracht, daß der eigentliche Autor des Artikels der Prinz von Preußen fei und unter die,en Umständen wollte er ine 40 Taler nicht annchmen. Da er sie aber nicht gut ziirückschicken konnte, jo teilte er Schneider mit, daß er sie zu einem woh.tätigcn Zwcci »erivendcn würde. Dieser berichtete nun über diese Angelegenheit bem Prinzen, meldjer betreffs der 40 Taler am 31. März löo/ 3on Kaoblenz antwortete: „Ueber bas Verfahren dcs Redakteurs öeuhter bin ich erfreut und ei. ve.standen. bMus verrons, ob sich ein 'zineivieteu für ähnliche Furie benutzen läßt —". — T ie „Tanzhusare n". 'Einige Jahre sind es schon her, seit der Kaiser den jungen Tarnen von Krefeld bie Verlegung eines Regiments Huiaren in ihre Stadt veriprach Aoer das „Husarenfiever" hat jid) doch nicht so hitzig gestaltet, wie die ^iDen bramatischen Kompagnons cs in ihrem Sckpvaiil bacgcftellt haben. Es routüc sogar oei-aupiet, daß bie „Krefelöer Huiaren' her höheren Chargen ben neuen Mitbürgern mit kühler Reiervc qcgenüveiständen. Unb bie junge Dame, die bamals bem KalfU zher den Acangel an Leutnants geklagt hatte, hat sich schließlich Nicht bet Besatzung' verlustlos angewiesen: drei föjttcntottcn itmtbett schwer verwundet. — Ob die genannten UcberfLlle von ein und derselben Bande herrühren, ist bis jetzt nicht festgestellt. Ter Kommandeur des Duedbezirks (.^eetmanshoop), Äiajor Baerecke nahm mit in der Nähe postierten Teilen der Schutztruppe sofort die Verstlgung der Räuberbanden auf, baä Ergebnis ist noch nicht bekannt. 9 Zur Meuteret in der Fremdenlegion. Die viel umstrittene Persönlichkeit des Anführers der meuternden Fremdenlegionäre steht nunmehr fest. Der -Staatsanwaltschaft zu Lissa in Posen ist es gelungen, den ^wirklichen Namen des angeblichen ehemaligen bayrischen Offiziers de Pal oder Graf Rhode zu ermitteln. Cs ist ein aus Fraustadt i. P. stammender Gärtnergehilfe namens Felix Kadur, der noch im Mai d. I. einem Städtchen bei Lissa als Zechpreller eine Gastrolle gegeben hatte. Kadur । ist, wie die Lissaer Staatsanwaltschaft nunmehr festgestelll । hat, identisch mit dem Anführer der 50 Fremden-Legionare, die am 12. ds. in Algier die bekannte Meuterei unternahmen. Damit sind alle Kombinationen, die die französische Presse an diesen Vorfall knüpfte, hinfällig. Aus Stadt und Land. (Sieben, 24. Dezember 1908. ** Tageskalender. Stadttheater. Freitag CI. Feiertag), abends 7y2 Uhr: Tie Tür ins Freie. Samstag (2. Feiertag- nachmittags 3y2 Uhr Kindervorstellung: Goldhärchen: abends 7y8 Uhr: Tie Tür ins Freie. Sonntag (3. Feiertag nachmittags 3y2 Uhr Kindervorstellung: Goldhärchen: abenos 71/2 Uhr: „Tie Puvpensee" und „Guten Morgen Herr Fischer!" Kolosseum, ab Freitag (2. Feiertag): Spezialitäten- Progromm. Kinematographentheater: Programmwechsel. Kaiserpanorama: Programmwechsel. Konzert der R e g i m e n t s m u s i k am 2. Feiertag nachmittags 5Vz Uhr in Steins Garten (Solist E. Kauße), am 3. Feiertag nachmittags ’/25 Uhr auf der Liebigshöhe. Konzert am 3. Feiertag abends 7 Uhr im Restaurant Me- Iropol. Konzert in Dutenhofen (Gambrinus) am 3. Feiertag, nachmittags 4 Uhr, vom Wetzlarer Mu,ik-Quartett. * ** Landes Universität. Der außerodentliche Professor an der Innsbrucker Universität Dr. Alois Walde hat den an ihn ergangenen Ruf als Professor für Sanskrit und Sprachwissenschaft an der hiesigen Universität angenommen. ** Die Einkommen- und Vermögens st euer erbrachte in Hessen im Jahre 1908 zusammen 14 047 930 Mk. Einkommensteuerpflichtig waren bei 1209175 Einwohnern 352 638 Personem Davon versteuerten 319 628 Personen ein Einkommen von 500—2600 Mk. mit einem Steuerbetrug von 4 007 845 Mk. und nur 33010 ein Einkommen über 2600 Mk. mit einem Steuerbetrag von 6 704 850 Mk. Die Zahl der Vermögensfteuerpflichtigen betrug 156 903, der Permögenssteuerbetrag belief sich auf 3 335 235 Mk. ** Legationsrat. S. K. H. der Großherzog haben dem Ministerialsekretär im Großh. Staatsministerium Dr. jur. Wilh. Neidhart den Charakter als Legationsrat verliehen. ** JustiKperswnalien. S. K. H. der Großherzog haben den Landgericlstsrat bei dem Landgericht der Pwvinz Ooerhessen, Geheimen Justizrat Herrn. Hellwig aus fein Nach-snchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse in den Ruhestand versetzt und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht (Sieben, Amts- Aerichtsrat Rich. Schud t zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen ernannt. S. K. H. der Großherzog haben den Obcrlandesgerichts''at beim Großh. Oberlandcsgericht Tr. Wilh. Keller auf Nachfuchen seines Amtes als Mitglied des Verwaltnngsgerichlshofs enthoben, den Oberlandesgerichtsrat beim Großh. Oberlandesgericht Herrn. Sandmann für die Tauer des dermaligen von ihm bekleideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgericbtshoss ernannt. Zn den Ruhestand versetzt wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Büdingen, H. Jak. Heutzenröder auf Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. *♦ Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde der Schulamtsaspirantin Friederike Markendorf aus Godesberg a. Rh. eine Lehrerinstclle an der höheren Bürger- Mädchen-) Schule zu Alzey, den Lehrern Ludw. Dieterich zu Horrweiler, Hch. Funk zu Reinheim, Wilh. Lentz zu Pfungstadt, Hch. Presser zu Hofheim, Wilh. Reeg II. zu .Mörfelden, Phil. Unger zu Klein-Krotzenburg, und den Schulamtsaspiranten Karl Bäder aus Engelstadt, Hch. Becker aus Muschenheim, Peter Born aus Fränkisch- Crumbach, Friedr. Page aus Alzey Lehrerstellen, der Lehrerin Albertine Ettcnsperger zu Griesheim, denSchul- iamtsaspirantinnen Elis. G ö 11 nt a n n tutd Friederike Lips aus Darmstadt, sowie Marie Sell aus Bosenheim Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Darmstadt, dem Kunstmaler Leopold Kayser aus Darmstadt eine Zeichen- lehrerstelle an der Volksschule daselbst.. Dem israelit. Religionslehrer Hch. Müller in Bensheim wurden die Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers verliehen. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim. Dem Inhaber der Stelle können die Funktionen eines Haupilehrers an dieser Schule gegen besondere Vergütung übertragen werden. * * Ernennungen. S. K. H. der Großherzog haben der Bestellung des Regierungs- und Baurats a. D. Jordan und des stellvertretenden Direktors der Gesellschaft, N e t t e l, zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstandes, ferner des Syndikus der Gesellschaft, H e d d e r i ch, und des Betriebsdirektors der Betriebsverwaltung Essen, H u b r i ch, zu stellv. Direktoren, sowie den Direktoren Rötelmann und Wolff zum Vorsitzenden bez. stellv. Vorsitzenden der Direktion der Südd. Eisenbahngesellschaft die landesherrliche Bestätigung erteilt * * Ter U e lie r a 11' o n f n I der Republik Nicaragua Joh. Pein in Berlin, der sich im. Ben -e des Neichsexequaturs befindet, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen int Großherzogtum gugelassen worden. * * Tie Nntzbarmacdung der WasserschätzeOber - Hessens. In Zeile 17 des Berichts über die letzte Provinzial- tagsfitzung von oben ist gesagt „brachte ein wesentlich verbefiertes Projekt zustande", statt Denen mußte es wohl heißen „bestätigte vollkommen die Rentabilität des Unternehmens". * * Eine für die Kreisamtsgehilfcn wichtige Verordnung ist in dem neu erschienenen Regierungsblatt vom 21. d. M. enthalten. Danach darf zu dem Borbo reitungsdienst für die Folge nur zugelassen werden, wer das 17. Lebensjahr vollendet hat und das Abgangszeugnis einer Realschule mit siebenjährigem Kurs besitzt oder den Nachweis der Reife für die Unterprima eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule erbringt. * * Ausfallender Zug. Der auf der Strecke Gießen-- Nidda seither täglich verkehrende Personeuzug 518 (Gießen ab 11.23 und Nidda an 12.30) wird ab 1. Januar 1909 nur noch Sonntags und Mittwochs gefahren, (was im Interesse des Verkehrs, der interessierten Landbewohner und der Stadt Gießen sehr zu bebauern ist. Red.) Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhestenr mit de» Beilagen .Lamilienblatter", „Landwirtschaftliche deitfragen“ »nd dem Kreisblatt für den Kreis Sieben. Auslage über (3000 Expl. Kle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle Oes Lietzener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Lietzener Anzeiger entgegen. • • Stadttheater. Auf verschiedene Anfragen fei mit» geteilt, daß eine Aufführung von „Puppensee" zu Volkspreisen wegen der Hohen AufführungS-- und Ausstattungskosten ausgeschlossen ist. • • Kolosseum. Für die kommenden Festtage hat die Direktion es sich angel-gen sein lassen, ein erstklassiges Programm zu geraumen. Es tritt nur vorn zweiten Feiertage tage bis Sylvester auf, weil die Kosten sehr hoch sind. Arn ersten Feiertag spielt das Ensemble in Wetzlar. Gewonnen sind u. a. die bekannte wunderbar dressierte Seelöiven- gruppe, eine vorzügliche Globusakrobatentruppe, einige erst» klassige Soubretten und Tänzerinnen. Der beliebte Humorist Hermann Kunz wurde prolongiert und bringt em eigens für Gießen verfaßtes neues Weihnachtsrepertair. Geschloffen wird das Programm mit einem Sylvesterball. ♦* Der Kinematograph hat für bie Weihnachtswoche ein ausnehmend hübsches Programm zur Vorführung vorgesehen. Außer einem prachtvollen Wandelpanorama, eine Reise durch Rußland, kommt ein chinesisches Schattenspiel zur Darstellung. Hoch humoristische Nummern, denen ein großer Lacherfolg sicher ist, bilden die Situationen: „Zur Einwilligung gezwungen", „Arthur besucht seine Tante" und „Ein energisches Mädchen". Als spannendes Drama ist „Großväterchens Tabakspfeife" in Aussicht genommen. Hierzu kommt noch die Schilderung der verwegenen Taten eines modernen „Fra Diavolo" und eine Verschwörungsgeschichte von 1820 oder „Für die Heimat". ** Rudergesellschaft. Die dieser Tage abgehaltene Hauptversammlung der Gießener Rudergesellschaft beschloß, die diesjährigen Wintervergnügungen aus einen Herrenabend zu beschränken und dem Wunsche zahlreicher Mitglieder Folge gebend im Sommer nächsten Jahres ein Wasserfest großen Stiles an der Lahn zu veranstalten. Die Vorbereitung dazu und die Leitung liegt in den seither stets bewährten Händen und damit ist die Gewähr geboten, daß ein den früheren glanzvollen Veranstaltungen der Gießener Rudergesellschaft nicht nachstehendes Fest zustande kommt. • • In der Provinzial-Siechen an st alt fand gestern unter Leitung des stellv. Direktors die übliche Weihnachtsbescherung statt. Als Vertreter der Stadt Gießen war der Beigeordnete Keller erschienen, als Vertreter der Pro- vinzialdirektion Kreisamtrnann Langer mann. Die Feier nahm einen schönen Verlauf. * * Gesangverein Harmonie. (Verspätet). Vergangenen Sonntag hielt der Gesangverein „Harmonie" seine Weihnachtsfeier im Saale des Lenzschen Felsentellers ab. Es war eine sehr genußreiche Feier, die an Darbietungen nichts zu wünschen übrig ließ. Eingeleitet wurde sie durch einen Prolog, Gesangtzvorträge, Sologesänge und Kouplets, cm mit großem Beifall aufgeuommener Xylophon- öortrag des Dirigenten Fischer unb ein flott gespieltes Theaterstück „Christkindchen unterm Weihnachtstisch" folgten. Ein gemütliches Tänzchen hielt alle Anwesenden bis zuni frühen Morgen noch zusammen. ** Ter Wandervogel, der int Winter seine Manderbe- ftrebungen naturgemäß nicht ganz so erfolgreich wie in anderen Jahreszeiten durchführen kann, unternahm am Mittwoch eine Besichtigung der Brühlfchen Druckerei (R. Lange), die bekanntlich eine der größten und besteingerichteten Druckereien Hessens ist. Herr Lange und Herr Prokurist Will führten die zwei 'Abteilungen, so daß man das Werden der Zeitung gut verfolgen konnte. Außerdem würben auch die Nebenränme, Kesselanlagen, Lagerräume, Buchbinderei usw. besichtigt. Tas Interessanteste war das Gießen der Platten und die arbeitenden Truckmaschinen. * * Maikäfer an Weihnachten. Gestern nachmittag überbrachte man uns einen munteren Maikäfer, der bei einer Ausschachtung auf dem Jrrenanstaltsgebäude in einer Tiefe von 25 cm gefunden wurde. • * Seld sthilfe. Ein drastisches Mittel, sich eine plötzlich aufgetauchte Konkurrenz vom Halse zu halten, erregte gestern nachmittag auf dem Selteröroeg bei allen Vor- übergehenden große Heiterkeit. Ein Dienstmann hatte im Auftrag deS hiesigen Schuhhändlervereins dort Posten gefaßt, der auf einer Stange zwei Schuhe trug. Einer davon war zerschnitten und liefe die Materialien erkennen, ans denen er bestand: Vachet, Schafleder, Holz und Pappe! Auf einer Tafel war die Bezugsquelle angegeben. Em Laden gegenüber, in dem sich auf fünf Tage cm Ausverkauf von angeblich aus einem Konkurs stammenden Schuhen und Stiefeln befand. * * Fahrradmarder. In der Nacht vom 22. auf 23. I. Mts. traf ein Schutzmann einen Radfahrer ohne Laterne, und als er ihn anrief, ließ der Radfahrer das Rad im Stich und lief davon. Am andern Morgen stellte sich heraus, daß das Rad au£ einer Ho freite im Ludwigsplatz gestohlen worden war. — Rödgen (Kreis Gießen), 23. Dez. Die Ehefrau des Schuhmachermeisters Kraushaar dahier, wurde am Samstag Abend plötzlich dadurch überrascht, daß ihr durch die Post von der Firma Otto Schaaf (Drogerie) in Gießen ein Geschenk zur Erinnerung und zum Andenken zugesandt wurde. Ein beiliegendes Schreiben teilte ihr mit, daß die Firma Otto Schaaf-Gießen ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum am 22. Dezember feiert und sie nach Oeffnung seines Ladens vor 25 Jahren bie erste Käuferin in seinem Geschäft gewesen. □ Reiskirchen, 24. Dez. Der Sängerbund „Chattia" hält am 10. Januar in Hattenrod einen Sängcrbunbe§tag ab. lieber das diesjährige Bundesfest wird dabei beschlossen. Gemeldet haben sich die Vereine aus Albach und Beuern. □ Langsdorf, 22. Dez. Ein gutes Jagd- crgebnis wurde bei -den Treibjagden hier und in Bettenhaufen erzielt. Hier wurden 95 und in Beitenhausen 86 Hasen zur Strecke gebracht. R. Hattenrod, 23. Dez. Die Errichtung einer Wasserleitung wurde von der Gemeindevertretung beschlossen. Nachdem man den Anschluß an das Wasserwerk Burkhardsfelden abgelehnt hatte, kam man zum Entschluß, im Wiesengrund „Wirt" am Pfad nach Saasen eine wasser- reiche Quelle zu benutzen. Die vorgenommenen Untersuchungen und Messungen haben ergeben, daß sich die Quellen gut zur Wasserversorgung eignen. Tie Erbauung eines Pumpwerks ist erforderlich. Der Hochbehälter kommt auf die Anhöhe westlich des Torfes. Die Kulturinspektion Gießen ist mit der Herstellung der Pläne betraut worden. Sobald als möglich soll mit der Quellfassung und dem Bau des Hoch- behälters begonnen werden. Tas Wasserwerk gedenkt man bis Mai oder Juni vollenden zu können. O La u bach, 23. Dez. Am letzten Sonntage hielt Lehrer Jakob aus Wetterfeld im Kriegerverein im Saale des Schützenhofes einen gut besuchten Vortrag ab. Sein Thema: „Japan und seine Bewohner" unterstützte er in wirk- janier Welse durch Vorführung von Lichtbildern. — Eine Fa hrplan - Aenderung vom 1. Januar 1909 verkünde». Die Eisenbahndircktion. Sie betrifft die Züge 1068 und 1073 und wird veranlaßt durch das neue Bergwerk bei Weickartshain, rao ein längerer Wagemvechscl benötigt wird. Tie Aenderung bezieht sich auf die Stationen Freienscen, Laubach- Wald und Laubach, wo die Abfahrtszeiten um je 3 Minuten früher als seither gelegt sind. Offenbach, 22. Dez. Wie mau der „Osfenb. Ztg." mitteilt, hat ein Offenbacher Ingenieur ein neues starres lenkbares Ballonsystem erfunden, das auf gan; eigenartiger Grundlage das Problem des starren und doch zerlegbaren und bequem transportablen Luftschiffes löst. h. F r a n f f u r t a. M., 23. Tez. Gestern wnroe die zweite Generalversammlung des Verbandes der Händler von Metzgerei-Bedarfsartikeln abgehalten. Der Verband, der in Köln seinen Sitz hat, bezweckt, dem unlauteren Wettbewerb in 2 arm» und Fleisch-Maschinen handel zu begegnen und hat, wie berichtet wurde, auch Erfolge erzielt. Ter Vorstand wurde durch drei Mitglieder aus Frankfurt a. M., Saarbrücken und Nürnberg verstärkt. Ter nächsstahrige Verbandstag wird in Hannover abgehalten. Nachträglich eingegarrgeue Spende» für Nadbod. Pro«. Siahl Mart 5,—. cdjügetwereui Gr.-ruuden 30,10. Klasse ö b 2 Erweck. Mädchenschule 4,10. Prof. H. 10,—. Zu- jammen Mark 49,20. Wir beschließen hiermit unsere Sammlungen enbgilüg und bitten unsere Leser, etwaige Beuräge direkt an das Hilfskomitee iür die Verunglückten von Radbod m Hamm avzuführen. Reichsgerichtsbrief. Nachdruck verboten. I. S. Leipzig, Dez. 1908. Raffinierte Geschäftsreklame betrieb die ' Firma F. in verschiedenen Orten Süddeutschlandv So hatte sie in Leichingen und Worms Geschäftshäuser für Leinen- und Tischzeugweberei und errichtete schließlich ein solches jogo nanntes Ausstattungshaus auch in Aküna^en, wobei |ie in Den Zeitungen iiyerierte: „Eigene Leinen- und Tischzeugweberei" sowie ,Hefsisck)e Damast-Weberei" obgleich sie aniangs nur einen Webstuhl irgendwo für stch reserviert hatte, während iic im Laufe des dann gegen sie angestrengten Rechtsstreits in Worms einen Raum für 200 M. jährlich mietete, worin sie ihre „Fabrik" aufmachte. Ter Schutzverband für Handel und Gewerbe in München halle von dem Inhaber F. im Mtageroege Unterlassung dieses unlauteren Geschäftsgebarens verlangt. Landgericht und Oberlandesgerichi München hatten den Beklagten daraufhin verurteilt, die iniige teilten Bezeichnungen in seinen Anzeigen zu nnterlasseu. Zum Fabrikbetriebe gehöre mehr als ein kleiner Teil einer Fabrikation. Tas Publikum verstehe unter den besagten Ankündigungen nichts anderes, als daß die von F. verkauften Waren im großen und ganzen seiner eigenen Weberei entstammten, während es in Wirklichkeit eine solche gar nicht gebe. Der Beklagte würde auch niemals mehrere Weber beschäftigt haben, wenn nicht der klagende Verein gegen ihn vorgegangen wäre. Denn die Einrichtung der sogenannten „Fabrik" sei erst int Laufe des Prozesses erfolgt. Durch die Angaben des Beklagten sei aber der § 1 des bewerbgesetzes verletzt, denn diese unwahren Angaben tatsächlicher Art seien geeignet, den Anschein eines besonders günstigen '2ln* gebots zu erwecken, daß das Publikum davon ausginge, bei eigenem Fabrilbetrieb billiger kaufen zu können, als bei den auf Znmcljen-- händler angewiesenen Verkäufern. Aus diesen Gründen ergebe sich die Verurteilung des Beklagten. Gegen das Urteil des Oberlandesgerichts München hatte der Beklagte Revision beim Reichsgericht eingelegt, die aber keinen Erfolg hatte und vorn 2. Zivilsenat des höchsten Gerichtsl-oscs zurückgewiesen wurde. vermischtes. * 'Geht nicht nach Dtr Großstadt! Verlaßt Nicht ohne zwingenden Grund die heimatliche Scholle? Das i|t d-k dringende Rat, den erneut die „Gesellschaft zur Fürwrge tur die zuziehende männliche Jugend in Berlin" an alle jnngen Männer im Reiche richtet angesichts der Tatsack)e, daß 259 (bo Obdachlose und mehr als 40 000 Slrbcitöio.e imotge der AroenS- losen-Zählung in Berlin und der Denkschcist des dorcig n Alst- Vereins für Obdachlose gezählt wurden! Dab.i unuaßc d.e Zahl der Obdachlosen nur 10 'JJtonate und bedeutet die Ve.keh.s^ckf.r in der Berliner Asylen vom 1. Januar bis 31. Oktober d. id- während die Zahl der Arbeitslosen sich lediglich aus em.n eiuzig-n Tag, den 17. November d. I., bezieht. Aber die Z chlm werden begreiflich, wenn man Ijürt, bafe nachgewiesenerinaßen al it.hr- lich ca. 30000 junge Männer mit den rosigsten Hoi.nungen nach der Reick)shauptstadl kommen und sich einbiloen, es würden ihn n dort die besten Stellungen bei höchstem Lohn nur io ;afallen. Tabei bringen viele nicht einmal so viel Gelo mit, n.n irnnig^ens schleunigst wieder in die Heimat zurückkehren zu lönn.n, wenn sie die ganze Stufenleiter der Enttäuschungm in Benin er,uhren; sie vermehren auf diese Weise nur dos Heer der Aroeils- nnd Obdachlosen. Es kann daher nur d-ingend geraten weroen, den Warnruf der genannten Fürsorge-Gesellschaft zu besvlg.n: tue* besondere sollten es sich alle Vol^ssreund.', Eltern, L.h.er, OMI1' lidK, Jugendvereine, namenllicb auch die ProvlN-Presse, angelegen Giessen, Frankfurter Str. 23, den 23. Dezember 1908 To des-Anzeige Nachricht, dass unser lieber, guter Bruder, hierdurch die traurige Ocke! Kaufmann Herr Emil nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Giessen (Nord-Anlage 9), den 24 Dezember 1908. nachmittags 3% Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. Dezember, ende» für M-os. wem» vr.<'l«d«i 80,1t '0. Prof. H. 10,-. Zu ammlunyn eckMg- jirett au ba» bilisUs MININ adjujllyM. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten Schwager und Onkel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; fe.ai’ie Ockei. Littgesaudt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerler Berantwortung.) Bezugnehmend auf das Eingesandt vom 21. d. Mts. möchte Schreiber dieses anfragen, ab die Regie der Biebertal« bahn auf niemand Rücksicht zu nehmen braucht. Wenn man in Frankfurt wüßte, welche Sachen durch die vielen Lcutewcchsel sowie die Leutc-Ersparnis schon passiert s!nd, w'ire die lleberfahrt über die Staatsbahn am Bahnhof Abcndstorn schon vor Jahren afgchoben. Erst am Sonntag vor acht Tagen hatte man für den Beamten hier, der frei hatte, keinen Skrtretet gestellt. Grund: Sparsamkeit. Wie es abgelaufcn ist. mag man sich höheren Orts erkundigen. Tie Beleuchtung ist im Pissoir eines jeden anständigen Gasthauses sehr viel besser. Zu erwähnen wäre noch solgendo Verfügung. Ta der ober die Magen nach Gießen gewöhnlich übervoll sind, kann man sich, wenn man sich nichts vordrücken will, ruhig noch 5 Minuten Hinsehen, bevor man zum Einsteigen kommt- Warum gestattete man früher den Ausgang resp. Aussteigen durch die foecnannte 2. Klasse? Rechnet man diesen Zeitverlust sowie den Zugang nebst einigem Marten bevor der Zug abgeht, bann kann man gerade so gut gehen und spart sein Geld. Z. B. von der Haltestelle Abendstern bis Lahnbrücke Gießen ist ein Spaziergang von 50 Minuten maximum. Wer wie ich fast jeden Tag die Strecke Lauterbach- Gedern oder umgekehrt fährt, muß wahrnchmen, daß man bem reisenden Publikum 4. Klasse nicht bas Entgegenkommen zeigt, das man auf anderen Strecken gewöhnt ist. Abgesehen davon, baß Wagen schlecht schließen, in die es regnet, ist man jept aus eine Beleuchtungsart gekommen, die dem Bülowsck>cn Wunsch: „Es muß gespart werden!", alle Ehre macht. Diese Stall-Laternen geben ein ganz schauderhaftes Licht ab und bürsten sonst höchstens noch in einem Viehstall zu finbeu sein. Tic 4. Klasse in den Morgenzügen ist meistens garnicht beleuchtet, und die Reisenden werben von den Schaffnern ganz nach Belieben von Abteil zu Abteil befördert. Einsender ist überzeugt, daß die obere Bahnbehörde von diesen Mißständen keine Ahnung hat, sonst wäre Abhülfe geschaffen, die dringend not tut. W- tm der „Ofsenb. & eur ein neues stau' funben, das auf $ n des starren und t ablen Luftschiffes fc eitern wurde die zim bandes der .11 adgehatlen. ii, dem unlauteren & >ÜMdel zu begegnen ,ielt Ter Larsland m a. M., Saariirudtn ü Lerbandslag wird in hr D!1/u ries. . Leipzig. Te;. V tsrellame n Orten SüddeuW tzeschäilshMierfm^ chließlich em 10M tM-a wobei ij® unD Tischzeug« eich sie aniangS w 1 lQtle während |tf,C1 worin fic chle nd* ntr 2eil einer ■auic W*. * al« Gießener Wetterdienst. voranSsicktliche Witterung für festen am Freitag den 25. Dezember: Trüb. Neuerdings Regen. Etwas wärmer. 91uf- irischenbe südliche Winde. Für die Feiertage ist keine Aendernng zu erwarten. Schneebericht des Schiklub Wandervogel-Gießen vermittelt vom Landwirtschaftlichen Wetterdienst in Gießen. Im Vogelsberg und Tann u-s nur Spurschuee, keine Schibahn. Griginal-DraytmeLSungen. B r ü s s e l, 24. Tez. In der Gemeinderatssitzung von Schaer- deck erlitt der Bürgermeister KenniS einen Schlaganfall und stürzte tot zu Boden. Paris, 24. Dez. Der „Motin* meldet aus Rom: Die Regierung von Montenegro hat dem Ministerium des Aeußern eine Rote überreichen lassen, welche gleichzeitig auch in London, Paris und Petersburg den Regic- rungen übermittelt worden ist. Es wird darin erklärt, daß die Abt re tu g der österreichischen Festung Spizza beansprucht werde, da der Fürst sich seinem Volke gegenüber verpflichtet habe, diese Abtretung als Kompensation für die Annexion von Bosnien und der Herzegowina zu verlangen. Es wird hinzugesügt, daß der Fürst nicht in der Lage sei, sein Volk zurüekzuhalten, wenn diese Hoffnung nicht erfüllt würde. Paris, 24. Te>. Der bekannte Rennfahrer Dur ah ist gestern bei einem Autonwbil-Unfall tätlich verletzt worden. Paris, 24. Tez. Ein furchtbares Eifersuchtsdrama: spielte sich gestern am Quai Villaneourt alt Ter 24jährige Blondin tötete feine Geliebte, die ihn wegen schlechter Behandlung verlassen hatte, durch Dolchstiche und Revolverschüsse. Ein zu Hjlfc eilender Portier mürbe tätlich verwundet, worauf sich Blondin selbst eine Kugel in den Kopf jagte. "’SS.'A AM b" kt 6ilt gutes Qgbcn ien qk i M1 eine«, S‘TUntai* ?SM6ieQutIfag eines $e? ct tommt aujbiei. MnfMonCie^ tt toorben. dm Am des U gebeult ri ineit leijtfn Sonntage tz »r>egmerein im % ten Bockag ab. f ' unterstützte cr inc- ui Lichtbildern. - & Januar 1909 vM. )IE Büge 1066 und li Lergiverk bei Weill-:, kl benötigt wird, j ien Freienseen, «aubc zeiten um je 3 Muffeln kaffen, die Fugend über die Not in den Großstädten aufzt^ 1 klären und sic zu veranlassen, der Heimat nicht leichtsinnig den j Rücken zu kehren. . < * Wenn man das große Los gewinnt! In der । Turiner „Stampa" lieft man: ,Mosa Tirone, das glückiich-unglück- ’ lick>e Dienstmädchen, das vor einiger Zeit im Lotto niehc als I 300 OOO Lire gewann, verbüßt im Gefängnis nicht nur die Stra en, i zu welchen es vor den Tagen des Glückes von den Gerich.en > verurteilt worben ist, sonbern sucht dort auch, in banger Erwartung des Tages, der ihm die Freiheit wiedergeben soll, mit klugem Geschäftssmn seine Angelegenh.-iten zu orbn.n. Die Dame hat dem Turiner Rechtsanwalt Coeito Vollmacht gegeben, ihr Vermögen sicher anzulegen: 300 OOO Lire sind für sie in Staatspapieren bei einer Bank deponiert worden: 30 000 Lire zahlte sie für ihren alten Vater ein; 6030 Lire erhielt der Vater sofort zur Wetterführung seines Geschäfts: 5000 Lire wurden als Sicherheit für die Deckung der Gerichtskosten von der Staatsanwaltschaft in Beschlag genommen; 20 000 Li.e sind bei einer Turiner Sparkasse deponiert; 350 Li e endlich wu den bei d r Ge ä gnis- Berwaltung eingezahlt, da sich rie Tirone während ihrer S ras- zeit eine bessere Verpflegung sichern will. Mit diesen Geld- angelegenheiten sind aber die augenblicklichen Sorgen der Gewinnerin des großen Loses noch lange nicht erschöpft. Sie erhält täglich einen ganzen Hausen Briefe: Liebesbriefe, Gedichte, Geschäftsbriefe und Heiralsanträge * Was der „Onkel von Europa" zu Weihnachten kriegt. Gibt es unter ollen Gekröntwt Europas einen, der mehr gute Freunde hätte als Edward VII., König von Großbritannien und Irland? Mit allen Herrscherhäusern ist er verwandt, als Schwiegervater, Schwagw, Vetter, Onkel oder Großonkel. Und wie groß ist erst die Zahl seiner Bekannten minocr hohen Ranges: bei fast sämttichen Magnaten seines Landes hat er schon zu Gast geweilt und er verkehrt mit ihnen sehr herzlich, nur als der erste Gentleman Old^Englands. Aber auch bie N ich- gewordenen von gestern erfreuen sich seiner Huld, und bat cr I) ute beim Herzoge von X. gejagt, so sagt cr sich wohl morgen bei bem Rentier Y. an, dessen Wiege in einem indischen Judengaßchen stand. Richt der vielen ausländischen Jugendfreund: zu vergessen, der Gefährten des jetzt so behäbigen Königs, als er noch der lustige, zu jedem Streiche aufgelegte Prinz von Wales war. Sie alle gedenken seiner am Wnhnachtstoge und schier endlos ist daher die Reihe der Geschenke, bie man ilM fein säuberlich auf langer Tafel aufbout. Geschenke dem Könige nicht persönlich bekannter Personen gehen übrigens „postwendend" mit einem höflichen Ablehnungsschrcibcn an den Absender zurück. Eimn großen Teil seiner Weihnachtsgeschenke findet König Eduard aber in feinem Rauchzimmer. Tenn dem alternden Potentaten 11t von allen, wenn man es sagen darf, animalischen Genüssen eigent ich nur der Geschmack an einem guten Tabak treu geblieben. xa-S wissen feine Verwandten und Freunde natürlich, und so gleicht denn sein Rauchzimmer am Weihnachtsmorgen einem wah.en TabakSlager. Tie edelsten Zigarren, viele Tausende von Zigaretten und bester Pfeifentabak in feftverfchlossenen To.en sind zu Bergen gehaust. Hier fehlt unter den Gebern niemals Zar Nikolaus II., des Königs Neffe. Zu den russischen Krongütern gehört nämlich - - und das wissen gewiß wenige — eine der besten und ergiebigsten Tabakpflanzungen von Havana, die allweihnachttich 5000 triften Zigarren nach St. Petersburg liefert. Davon bekommt „Onkel Edward" stets ein Paar extrafeine Kiste. — Ja ja, Keine Geschenke erhalten die Freundschaft, — wenn nicht tn der Politik, so dock) wenigstens in der Familie. *EineOhrfeigeinOberprimaunddieRevanche dafür. Der Boss. Ztg. wird geschiieben: In letzter Zeit larucn in den Berliner Strafgerichtsialen wiederholt Verhand.ung.m statt, in denen an Gymnasiasten ansgeteilte Ohr;eigen den Gegenstand der Straftat bildeten. Die Vorgänge erinnerten mich an eine ähnliche, allerdings anders verlaufene Geschichte, welche der im Jahre 1889 in Berlin verstorbene würdige Prosestor D thol. Semisch, mein Landsmann (gebürtig aus Prettin a. Elbe mir einst erzählte. Ende der dreißiger Jahre vorigen ^ahrhunderis saß Semisch in Oberprima des Gymnasiums in -Korgau, als dessen Direktor damals der im Jahre 1843 nach /JJtagbebuig an das Pädagogium zum Kloster U. L rfrauen verletzte Ibatere Propst D. theol. Müller fungierte. Kurz vor der Abgangspru ung erhielt Semisch von seinem Direktor „eine tüchtige, schal.ende Ohrfeige", die cr aber, wenn auch vermeintlich ganz unverdient ruhig hinnahm. Sie verdrängte auch nicht das Geübt der Daul- barfeit gegen den erzürnten Direktor im Her Len des Abiturienten, Viele Sabre" so erzählte Semisch, „waren darüber hingegaw en, und ick lebte in Greifswald als Professor und Dekan der theologischen Fakultät. Ta erhielt ich eines Dages von mem.m früheren Direktor Müller aus Magdeburg, dem rch wegm des bei ihm empfangenen ausgezeichneten Lateinunterrichts stets die größte Dankbarkeit bewahrt hatte, einen Bries. n diesem bat mein früherer alter Lehrer um mein Fürwort. Es handelte sich um die Uebertragung eines sehr gut dotierten Nebenamtes bei einer Stiftung des Klosters, Zu dessen Ilebernahme stt.tungsmäßig als Vorbedingung die Würde eines Doktors der Theologtt gehör e. Müller bat um meinen Rat: ob es nicht möglich sei, ihm bteie Würde honoris causa zu verleihen. Ich trug den Wunsch sehr warm befürwortend der Fakultät vor, und der Pripst Müller erhielt daä Diplom als D. throl. Bei Zufertigung des letzteren schrieb ich aber dem alten wackeren Direktor Müller noch dazu: „Das ist die Revanche für die Ohrfeige in Prima in Torgau!' * Tie Zahnhöhle. Zu einer imposanten Ehrung für den Altmeister der Turnkunst Friedrick Ludwig Jahn gestaltete sich Sonntag nachmittag, wie Hallesche Blätter berichten, bie seier- liche Einweihung des Zugangsweges zu der bei Halle gelegenen Zahnhöhle. Während seines Aufenthaltes in Halle von 1796 bis 1800 machte sick Jahn bekanntlich durch seine freiheitlichen Lehren einen großen Teil der Studentenschaft zum Feinde, der ihn hart bedrängte und verfolgte. Jahn mußte wiederholt flüchten und verbarg sich zeitweise in einer Höhle des Klausselsens an der Saale, dicht neben der Burgruine Giebichenstein. Tiefe Hohle erhielt daher später den Namen „Zahnhöhle". Dem Fsstakte wohnten sämtliche hiesigen sowie eine große Anzahl auswärtiger ^.urn- rereine bei. Tie Festrede hielt Der Steidbertretet des 13. Kreises (Thüringen) der deutschen Turnerschast, Bcthmann-Langendors, der den Weg und die Höhle glcid^eitig der Obhut der Stadt Halle übergab. Ter Vorsitzende des Turnerbundes ^-rebbnrg a. U. legte einen Kranz aus Escu nieder, der vom Grabe Jahns stammte. Musikalische und gesangliche Darbietungen verschönten die Feier, an die sich ein Kommers mit Schauturnen anschloß. * E i n sonderbares Testament hat eür Joseph Whtt- worth, eine in Manck-ester wohlbekannte Persönlichkeit, hmterlasun. Die erste Klausel beftimmt, daß seine Bestattung sich so geheim und unauffällig wie möglich vollziehen solle, daß dazu keine Einladungen ergehen mögen: daß man keine Beileidsadrcnen veröffentliche und daß aus sein Grab kein Stein gesetzt w.rden nu ge. Vielmehr wünschte er, daß sein Körper verbrannt, und die Asche aus irgendernem Nutzacker ansgestreut werde, „zum Nutzen der Mutter Erde, die ich so entzückend gefunden lyibe". Werter b lagt das Testament, daß alle an ihn gelangten Briefe sowie bic Kopien ieiner eigenen Briese — „die ia dock) nur meine gegenwärtige unb atomische Existenz berühren, und vielleicht Privatangctcg n- leiten irgendeines Korrespondenten" — ungelesen vernichtet werden sollen. Seine Kollektion „sogenannter ituruüitäteu" hinter!ie» er bem Museum von Manckrester. Seiner Freundin Beatrice Laura Dvmcs hinterließ er 10000 M. und seiner „Freundin Amanuenfts uird Typistin in einer Person" 2000 M. Verschiedene Geistliche erhielten je 1000 M. Einem Enkel aber vermachte cr 200 Bücher. „Mehr nicht, denn meine Bibliothek mag ihm nicht gefallen. Unb schließlich sollte sich jeder Mann seine eigene Bibliothek zusanimenstellen." Älctne Tagcsckrcnik. In Neuß bei Düsseldorf wurde der Gymnasialprofessor Teusch während einer Weihnachtsansprache an seine Schüler von einem tätlichen Herzschlag getroffen. Auf bem Münchener Haupt h ’ e k"'i ein P 0 st- beule l ablian^en irn Wen von 70000 M. .An de Gr b K önig bei R eunkirchen wur^.c , u , ^cryn.uteucr schüttet. Einer ist tot, die andern vier sind sckpver verletzt. Aus dem E z a p s k i s ch e n M u s e u m in Ä1 r a E a u verschwanden zwei wertvolle Bilder polnisck>er Meister. Ter srühere Kaplan Hermann Schmidt, der sich auch Dr. Eantor und Dr. Sinsheimer nannte, aus Aschaffenburg ist verhaftet worden. Er hatte einen lebhaften Handel mit gefälschten Zeugnissen, besonders Maturitätszeugnissen, getrieben. Ter Verfasser des so seltsam angebrieienen Romans teilt mit, daß er nicht geflüchtet sei, sondern nur eine kleine Reise gemacht habe. Er habe erst unterwegs von der Brief- gescknchte gehört. Tas Auftteten Ganters und die Akten hätten ihn bestimmt, den Roman zu fd)reiben. Im übrigen sei er um den größeren Rest des Honorars geprellt worden. Ter Schleppdampfer „Fair Pia y" unb „F a i r Platz 8" stießen bei der Mündung der Schwinge in bie Elbe zu- sam men und sanken. Von den Besatzungen sind s ü n f M a n n ertrunken. Ein frecher Einbruch wurde, wie aus Kopenhagen , gemeldet wird, in der H 0 s k i 1 d c r D 0 m k i r ch e, wo die Königs- gröber sind, beruht. Tie Diebe haben die Särge der Könige Frederics "VII. und Christians IX., sowie der Königin > L u i 1 e um goldene und silberne Kostbarkeiten beraubt. In dem Weihnachts-Bazar inLandporth-Portsmouth ; brach gestern Feuer aus. Eine unbeschreibliche Panik : entstand. Zahlreiche Frauen und Kinder erlitten Brand- : wunden. Ter Bazar brannte vollständig nieder. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Samuel Goldschmidt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir hierdurch herzlichen Dank. Ar«th ma-Bonbons 12°/,'21(1111111- san, — bb u/0 Rainnadc. Schachtel " Fischbach,Drog. 7245 Lollar, den 23. Dezember 1908. Postpalet-MreMn nm Mma 1Ulb '— OO 10 «,t U! |UIUI u»,. eiamu vrüVI'IÄi UnlDennätS'DrudcreL ©iefiea K lii/uy. , ß ue Donueistag, den ^8. Januar 190‘J, nachmittags ö Uhr, loeiücn auf hiesigem Ortsgericht die vor dem 'Jiainen des Franz Wigandt und Eheirau geb. Kurüius uehen- den Parze(ten der Gemarkung Gießen: _ . . 1 223 — 286 qm Ho rrerte am neuen Weg , 1/232 = 234 qui Grabgarten das. 1/224 —182 qm vofreue das. örfentiid) nieiiibietenö versteigert. Giegeu, den 23. Dezember 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. _______Gros.___________ Ufer- isei Husien 385- Heiicrkeit, Katarrti, Ger ictzteimnng, beweisen zahlreiche Anertonnungen die Gorzüglich- kelt von issleib’s bcriilimtcn !<>• , eid '• iS Danksagung*. Für die überaus zahlreichen Beweise auirichdger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren herzlichsten Dank. 7241 Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Wilaeim König* v ■*>-Hk.- Liebigshöhe im grossen Saale. Sonntag, den 27. Dezember (3. Feiertag) Grosses Konzert ansgefflhrt von der 7237 Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 nn er Leitung des Grossh. Musikdirektors ('. Kransse. Anfang 4’/, Uhr. Eintritt 40 Pfg. NB. Im alten Saale Restauration wie immer. Restaurant »Metropol4 Sonntag den 27. Dezember 1908: Crosses Familien-Koozerl ausgeführt v. Mitgliedern der hles. tteglmentsknpelle Anfang abends 7 Uhr. 010281 8u recht zahlreichem Besuch ladet ganz ernebenit ein A. Nissen. Sängerkrasiz* Am dritte» Weihnachtsseiertag (27. Dezember) abends 8 Uhr im unteren Saale des C'afe Ebel Weihnachts-Feier mit Verlosung. Unsere aktiven und passiven Mitglieder nebst ihren Angehörigen sind zu der Feier freundlichst emgeladen. v*/u Der Vorstand. „Concordia66. Wir laden hierdurch unsere Mitglieder zu der am 26. dS. Mt-. statlsindenden Weihnachtsfeier im Veremslokal freundlichst ein. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Anfang abends 8 Uhr. v*/„) Ter Vorstand. Xadfahrcr-Gol» „Gemaiia“. Sonntag, den 27. d. Ms. (3. Feiertag), abends 8 Uhr, in der Resta uration Spuck (Brauerei Dennnighoff) Weihnachts-Bescherung mit Verlosung und Tanz. Freunde des Vereins sind herzlich willkommen. v-/„______________________ Der Vorstand. Giessener Zitherklub (W ohltätlgkeitsverein.) Weihnachtsfeier == am 1. Feiertag, abends 8 ühr in der TurnhaUe Steinstrasse, verbunden mit Bescbeerung an hiesige arme Kinder sowie Vorträge durch Gesangverein „Harmonie“, Theater, Zitherquartette etc., wozu jedermann ergebenst eingeladen ist. vW/ __________________ Der Vorstand. “ Verein Lontentia. Am 1. Feiertag Weihnachts-Feier in Steins Saalbau. Anfang 8 Uhr. Freunde und Bekannte können durch Mitglieder eingeführt werden.v^,Der Vorstand. Wo gehen wir Weihnachten hin? Nach Rohlandseck ÜVord-Anlage 1. im 2. tonaciMeierlag Abbrenoen eines Chrislbamnes. Konzert. 010286J ileinr. Buschmann. Männer-Turu-Vereiu Weihnachtsseiertag abends 7*/s Ubr Weihnachtsfeier Steins Garten. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt Sonntag nachmittag 3'/, Ubr Ausflug nach dem Philosophenwald. ,,nb 3,cuiahc fo6c‘ mustk. Frühschoppen mit tarn statt. Um zahlreichen Besuch bittet_________________Der vorttand. Dutenhofen Gasthaus zum Gamh^mus Am 3. Feiertage, den 27. Dezember 7249 7=- BCOMZERT -=~ ausgeführt von dem Wetzlarer Musil-Quartett wozu freundlichst einladet. Wilh. Jäger. Anfang 4 Uhr. Kolosseum Glessen KtzmWMmiI Conr. Köhler. Telephon 644 (früher Cafe Leib) Walltorstr. 36—38. 7247 Am 2. Feiertag [01UB7 Der Vorstand Der Vorstand. VValltorstrasseö — Telephon 322 im Veremslokal abzullefern. 22 bei [010295 Gastw. Sitter, Wolkengasse. NovitMt! Novität! v*/ISJ Der Vorstand. ES lobet freundlichst ein Der Vorstand. Am 26. Dezember: Diner ä 2 Mk. Kraftbrühe A la Kachel Steinbutte Sa. hollandaise Ochaenscbwanzstück geschmort auf Burgunder Art Ananas auf Cr6ole Art- Visitenkarten liefert rasch and billigst Brühl ach* U»v^4>raciere4 Ab 1. Januar 1909 Großes Gastspiel des unstreitig besten Soubretten-DarstellerS Man de Wirt- und das so riesig beliebte Kölner BurleSken-Ensemble Peter Prang. O1U3U5 Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst Albert Rappmann. „ . _ Direktor u. Inhaber d. Kolosseum Gieben. Wünsche allen Gästen, Freunden und Vekannten ein fröhliches Wethuachtsfest. Ort. bttmio. Am 2. Feiertag, abends 7 Uhr Weihnachts-Feier Gewöhnl. Preise. Gewöhnl. Preise. Gutscheine haben zu dieser Vorucüuug Gültigkeit: „Der Talisman11 Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Anfang 7Vs Uhr. Ende 101/« Uhr. Samstag, den 26. Dezember 1908 (2. Weihnachtsieiertag) nachmittags 3*/s Uhr. Volk*preise! Voik*prelee? Kinaervorsleliung. „Goidhärchen" Zaubermärchen mit Gemng und Tanz in 7 Bildern von Robert Herlwig. Anfang 3'/- Uhr. Ende geg. ö'/.UHr Abends 7l/i Uhr. Gewöhnl. Preise! Gewöhnl. Preise! Am 3. Weihnachtsseiertag Aoher LZeihmASbiill im Stoifet Friedrich Es ladet freundlichst ein [010302 Ter Vorstand. Ehemaliger Steigerzug der Gesangverein Heiterkeit. 2. Feiertag Wchmchtsscler m. Serlojunn, jioii$trt, Heater n. taz Liebigshöhe. Anfang abends 8 Uhr. Anfang abends 8 Uhr. Der Vorstand. Die Mitglieder, welche Geschenke gezeichnet haben, werden gebeten, dieselben bis spätestens 2. Feiertag vormittag Bürg ergesellschatt. 2. Feiertag Weihnachtsfeier mit Verlosung im Hotel Einhorn. Anfang 8Ya Uhr. Anfang 8Ve Uhr. v^'/iz)Der Vorstand. Weihnachten, 25. Dezmbr.: Diner ä 2 Mk. Ochsenschwanzsuppe Zanderschnitten St. Germain Französische Artischoken Sa. Barigoule Lendenstück gespickt Salat und Comput Pralints — Cröme — Eis Stammtisch bei Kamerad Betz. 1. Feiertag: AbcndS 8 Ubr Weihnachtsfeier. 2. Feiertag: Frühschoppen mit Musik. Ansang 11 Uhr. 3. Feiertag: Geburtstagsfeier, abends 7 Uhr. 010267 Sienographenverein Stotze-Sdiriy Am 2. Feiertag, norm. 11 Uhr Frühschoppen im VereinSlorat. {va4/lt Heute Donnerstag den 24. Dezember 1908 Hl. Abend Grotze Weihnachts-Feier mit Konzert im vorderen Restaurant, auSgeführt von dem beliebten Damen. Orchester „Edelweih" Am 1. Weihnachtsfeiertag spielt das neu engagierte Spezialitäten-Prograwm in Wetzlar im Restaurant Lahuhof. Das Damen-Orchester „Edelweiß44 im Aaiferhof. Am 2. Weihnachtsseiertag und Sonntag den 27. Dezember je 2 grosse Vorstellungen. Anfang 4 und Z Uhr des vollständig neuen Spezialitäten-Programms u. A. die größte Seelöwen- Dressur der Gegenwart, das unglaublichste was bis jetzt auf dem Gebiete der Dressur gezeigt wurde. Von 11—1 Uhr mfidele Frühschoppen-Vorstellung. Am 31. Dezember 1908 Gesangverein KmMcWit. Am 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag) abends 8 Uhr im Restaurant „Zum Löwen44, Neuenweg Weihnachts-Feier mit Verlosung wozu wir unsere Mitglieder, sowie Freunde und Gönner des Vereins, freundlichst einladen. v» Nur Piinseb - Essenzen aus [7248 Arrak Rum u. Portwein In nur feinsten Qualitäten empfiehlt BernhariWisscr Hoj Kl.-Landain, Am Sonntag, den 3. Weihnachts- Feiertag tajxä Es ladet freundlichst ein 010240]_______Aug. Lamm. Bauer’scaer Gesangverein Am 1. Weihnachtsseiertag abends Zusammenkunft im „Postkeller". Die Weihnachtsfeier findet Sonutag, den 3. Januar, in Stein s Saalbau itutt. Aäheres wird noch betanni gegeben. Zum Gambrinus. ttirchltratze 11. Am 2. Feiertag Grosse Tanz-tiiasik auSgeführt von einer ungarisch. Kapelle, wozu srenndl. entladet 010042, Johann (Äerlichcr. ManliBeiMiiB Lowcngasse 23. l010-111 Sonntag dcu 27. Dez. (3. Feiert.) Weiunachts-Feier verbunden mit Verlosung und Konzert. Beg. 4'/; Uhr. vierzu ladet ireunbL ein Verm. Moos. Achtung! 010298] Wo gehen wir den letzten Feiertag, hin? Zu Fritz Krüger, firossßsPFfiis-SchiessßD vom Kaniucheu-Zuchtvereiu ________Klein-Llnden. (010298 in! zum Kaiser Friedrich Am 2. Weihnachtsseiertag Grosse Tanzmusik Es ladet ergebenst ein 1010303 (Gottfried Abel. w .w