Zweites Blatt Nr. 26 Freitag. 31. Januar 1908 Trfchetni »glich mtt Ausnahme de- Sonntag». General-Anzeiger für Gberhessen Ter Marineetat. aus 158. Jahrgang SReboThon. ExpedMon -mb Druckereir Schul- stratze ?. 6rpebuton anb Verlag. 6L Rtbafttorte^lia. id.-S^uSlngetaeKSt/feeru RolartonSbvud anb Verlag bei »rühllchea UntDerftiätc • tRud> anb @tetnö ruderet. 51 Laag,, Stegen. Staatssekretär v. Tirpitz: I« kann nur sagen, daß wir den Bedarf von Wein bei der Marine, soweit irgend möglich, in Deutschland decken, und am liebsten schon mit unserem deutschen Rheinwein. Wenn wir auch schon bisher von der Güte dieses Weines durchdrungen waren, so haben wir doch gar nichts dagegen, uns noch einmal davon zu überzeugen. (Große Heiterkeit.) Freitag 1 Uhr: Fortsetzung und dann Eisenbahnen. Schluß nach 6 Uhr. Die „Giefa.net Kamtlienblatter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, ba5 „Kretsblatl ffir den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich Ter ..hessische candwtrt" erscheint monatlich einmal. ^,..^^5- ^'r- Struve (freis. 33p.): Daß der Staatssekretär unsere Lchifssbauindustrie herabgesetzt hat, hat Leonbart mit keiner Silbe behauptet., Aber wenn die Staatssekretär gestern, mit Recht oder Unrecht, die Schiffsbauindustrie in England so gelobt, so ist es Pflicht der Abgeordneten, das Wort zu nehmen und darauf zu erklären, daß auch unsere Schiffsbauindustrie jeder anderen, ob es sich nun um Kriegs- oder Handelsmarine handelt, durchaus gewachsen ist. (Lebhafter Beifall.) Leonhart könne, sagt der Staatssekretär, nicht unterscheiden zwischen konstruktiver ' Technik und Betriebstechnik. Ach, Herr Staatssekretär, Leonhart und ich stnd beide von der See, wir sind Holsteiner. Bei uns wisien das die Jungens in der Schule. Mit solchen allgemeinen Einwürfen loll man uns, die wir ein großes Jntereffe für die Ausgestaltung Jr?.r’ne Freuden in Anspruch nehmen, nicht kommen. (Lebh. Beifall links.) Ach nein, Herr Staatssekretär, es ist durchaus nicht so hinfällig, was Leonhart gesagt hat. Es ist ihm ,a aber auch schon früher so gegangen, als er für eine Besser- stellung der Techniker bei der Marine eintrat. Alle Bemühungen nutzen nichts, aber schlechter als es setzt der Technik bei der Marine geht, kann es ihr überhaupt nicht mehr gehen. DerStaatssekretär sagt, im Unterseebootsbau sei nichts versäumt. Ich würde mich außerordentlich freuen, wenn das in vollem Umfange der Fall ist. Ich möchte aber nunmehr den Staatssekretär bitten, seine AufmerkfaMkeit auch auf einige andere Punkte zu lenken. Zu- nächst die Oeffentlichkeit bei den MarinekriegS- 0^^chf^,v. Ich will nicht Urteile der Kriegsgerichte besprechen, trotzdem die drakonische Strenge, die so häufig in den Urteilen zutage tritt, un? veranlassen sollte, der Frage der Aenderung des Militärstrafverfahrens möglichst bald näher zu treten. Jetzt, nach 10 Jahren können wir sagen, daß die Oeffentlichkeit beim Militärstrafverfahren sich durchaus bewährt hat, aber gewissen Leuten ist sie em Dorn im Auge. Tie Verhandlungen gegen Offiziere werden )o geheim wie möglich gemacht. Ein besonderes Hilfsmittel zum Ausschluß der Oeffentlichkeit ist, die Verhandlungen an Bord eines Kriegsschiffes zu legen. (Hört! Hört! ) Ta ist man ganz sicher. Tie Oeffentlichkeit ist zwar da, aber bis man die Einladungskarte vom Gerichtsherrn zum Betreten des Kriegsschiffes hat, i,t die Verhandlung längst vorüber. Auch bei den Ober- kriegsgenchten und Kriegsgerichten, bei denen die Verhandlungen an Land sein müssen, ist das Verhalten der Presse gege.nüber ein unwürdiges. Ter Redner führt unter fortgefetzten Hört! Hörtl-Rufen der linken Seite frappante Beispiele vor au? dem Bereich der ersten Marineinspektion. Es änderte sich erst in dem Augenblick, als Prinz Heinrich Ehef der Ostseestation wurde, da wurden die Richter freundlicher und entgegenkommender und die Heimlichtuerei hörte auf. Mit dem Wechsel der Stelle wehte aber sofort wieder ein ganz anderer Wind. Dem Gerichtsdiener wurde unter Androhung von Strafe verboten, überhaupt mit den Berichterstattern zu sprechen. Diesen wurde das Betreten der Vorslure verboten: und nicht genug damit, nein, auf einer Tafel stand fettgedruckt: Unbefugten, ins. besondere Zeitungsreportern, ist der Zutritt strengstens verboten! Ein Kriegsgerichtsrat erklärte nach einiger Zeit einem Berichterstatter, er könne in der Sache nichts tun, der Gerichtsherr hätte kurzerhand erklärt, das sei Stationsbefehl. Bis auf treueres kann ich nicht glauben, daß dieses unwürdige und unberechtigte Verhalten gegen die Presse auf den jetzigen Chef der Ostseestation zurückzuführen ist. Auch eine rein objektive Bitte der Redaktion eines bürgerlichen Kieler Blattes um Auskunft wird abgelehnt, auch wenn sie sachlich und menschlich durchaus begründet ist, zum Beispiel nach der Art der Verletzung eines schwer verunglückten Seeoffiziers. Bei der Hochseestation besteht ein freundliches Verfahren noch heute. Ich richte an den Staatssekretär die Bitte, seinen Einfluß dahin geltend ^u machen, daß gegen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften 'n gleicher Weise möglichst öffentlich verhandelt, und daß Vorkehrungen getroffen werden, daß, wenn die Oeffentlichkeit zugelassen wird, sie auch tatsächlich audgeübt wird. Tas würde dem Ansehen der Flotte nur in jeder Weise zutrag,ich sein. (Beifall links.) Dr. Dahlem (Ztr.), daß die Marine ihren Rotwein nicht mehrt dem Auslande beziehen soll, sondern von den heimischen Winzern. Daß unser rheinischer Wein was laugt, haben die Herren ja bei ihrer Rheinfahrt gesehen. (Heitert.) Die französischen Rotweine find billig und schlecht: der deutsche Wein ist teurer aber ganz etwas anderes als diefes Zeug. Ich lade Sie ein: kommen Sie mal hin. (Es antwortet ein einmütiger Ruf freudiger Zustimmung^ Wir kommen!) Halt, meine Herren, die Einladung war diesmal nur an die Marineverwaltung gerichtet. (Stürmische Heiterkeit. Staatssekretär v. Tirpitz nickt freundlich zu). Kommen Sie an den Rhein und überzeugen Sie sich, daß unsere Weine gut sind, dann werden Sie der Not unseres Winzerstandes abhelfen. (Stürmischer Beifall). Deutscher Reichstag. 90. Sitzung, Donnerstag, 30. Januar, 1 Uhr. Am Tische des BundesratS: von Tirpitz, Frhr. von Stengel. Mzepräsideut Dr. Paasche eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Minuten. Der Redner befürwortet sodann die Eingabe der Werftgemeinde Ellerbeck bei Kiel und Heppens bei Wilhelmshaven um Erhöhung des Reichszufchnstes und beschäftigt sich dann sehr ein. stehend an der Hand von Petitionen mit den Verhältnisten einer Reihe von Beamtenkatcgorien, der Dcckosfiziere usw. (Lebh. Beifall links.) Staatssekretär v. Tirpitz: Ich will mich auf eine kurze Nachlese zu den Ausführungen des Vorredners beschränken. Ter Ausschluß der Oeffentlichkeit ist gesetzlich geregelt. Tie Marine- Verwaltung hat kein Recht, den Veschlüsscu der Gerichte vorzu- greifen. Die Vorwürfe gegen die Station der Ostsee wegen der - schlechten Behandlung von Berichterstattern sind unberechtigt. Den 1 Berichterstattern ist verboten worden, die Korridore zu betreten, ' vorüber sie sich beschwert haben. Sie können aber in den Zu- ' schauerraum gelangen, ohne die Korridore zu betreten, die nur । für Die Zeugen bestimmt sind. Tas Verbot war also berechtigt, denn es kam auch vor, daß Zeugen und GerichtSschrciber von ben Berichterstattern belästigt und au8gefragt wurden. Die Beschlag- uabme her Gerichtsschreiber mußte beschränkt werden. Tie Berichterstatter werden aber in keiner Weise behindert werden, den Verhandlungen beizuwohnen. Was die Maschineningenieure br- , t’ w scheint man ganz zu vergessen, daß die ganze Reorganisation dieses Personals, das früher eine niedrigere Karriere 4 as der eigenen Initiative der Marineverwaltung hervor- gegangen ist ohne jebcs Drängen von außen. In den letzten ,'echs Jahren ist viel geschehen. Tr. Struve hatte doch ein paar Worte der Anerkennung dafür finden sollen. Die Zeit, die früher gebraust wurde, um Ingenieur zu werden, ist verringert worden, das Einkommen hat sich gebesiert, eine Scesahrtszulage ist ein- geführt, Kasinos find vorgesehen, weitere Schritte find in AnS- nch.. -tcic Tatsachen stellen die Sache doch ganz anoers dar, aI8 Dr. Struve sie geschildert hat. Wir werden immer bestrebt sein, aueS zu tun, was geschehen kann, vorausgesetzt, daß die Qualität, die w-.r brauchen, nicht geschädigt wird. Bei den Tafelgeldern handelt es^sub darum, daß der Konmmandoapvarat nickst mit dem einzelnen Schiffe hinausgehen kann. Er bat auch für anders Sebiffe zu dienen, die unter dem Kommando des Geschwaderchefs stehen. Die Marineverwaltung ist nun grundsätzlich dageg n, die Schiffskommanbos mit Behörden am Lande zu verschmelzen. Wir haben daher ein altes Schiff für den Kommandoapparat genommen. Die Beamten erholten allerdings Tafelgelder, sie sind ihnen aber bereits um die Hälfte verkürzt worden. Die «Manne« bertnaltunq hat auch stets dafür gesorgt, ihre Beamten günstig zu stellen. Wie schwer diese Materie zu regeln ist, zeigen die Verhandlungen über die Beamtcnaufbefferungen im Reiche und in Preußen. Wir werden aber alles tun, was in unserer Macht ist, unsere Beamten zufrieden zu stellen. Daß uns alte Offiziere hin und wieder sehr früh ber- laffert, tut uns selber leid. Sie finden eben sehr leicht ein besseres Fortkommen als bei der Marine. Dann ist es schwer, sie zu halten. . . Abg. Scflicn (Soz.): Da? Verhaften gegen die Berichterstatter war sehr sonderbar. Ein Gerichtsschreiber läßt sich doch nicht so leicht in Beschlag nehmen. Die Herren Freisinnigen werden mit der Antwort des Staatssekretärs nicht so recht zufrieden sein. Sie ' e h e n, meine Herren Freisinnigen, e § bleibt alle? beim alten, obgleich Sie jetzt sich der RegierimaSsonne erfreuen, und obgleich einzelne ihrer hervorragenden Vertreter mit Ordensauszeichnungen bedacht worden sind (Beifall der Soz., Lachen der Freis.) Der Redner bemängelt die Zustände auf ben kaiserlichen Werften.besonderS auf der Kieler Werft. DieArbeitcr hoben nicht genügend Einfluß, um ihre Sache besser zu stellen. Sobald sie ihr Recht verlangen, werden sie entlassen. Die Arbeiterausschüsse sind ganz machtlos. Die Tagesordnung ihrer Sitzungen müssen sie der Direktion einreichen, die einzelne Punkte streichen kann. Auf Beschwerden kommt oft monatelang keine Antwort. Eine Kaisergeburtstags- feier, wurde auf ihre Kosten veranstaltet. Die Ausschuß- Mitglieder wollte ~ man sogar zwingen, dabei patriotische Reden zu halten. (Hört! Hört 1 der Soz.) Die Arbeiterbewegung w'rd von den Wer'tdirektionen gänzlich mißachtet. Wäre das m einem Privatbetrieb der Fall, so wäre ein Streik nnous- bleiblich. Aber die Werftarbeiter seien besonnen genug, das möglichste an-Szuhalten. Der Redner behauptet Willkür bei der Vergebung der Akkordarbeiten und schildert die Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf den kaiserlichen Werften höchst abfällig. Sie seien durchaus keine Musterstätten. (Beifall bei den Soz.) Sfbg. Dr. Spahn (Ztr.) vertritt demgegenüber die Resolution der Biidgetkommission, die die Zuziehung der Arbeitera u S s ch u s s e verlangt. Auch er wünscht eine gleichmäßigere Vergebung der Akkordarbeiten und Bezahlung der gesetzlichen Feiertage. Abg. Scvering (Soz.) bringt eine Reihe von Beschwerden aus dem Bereiche der Werft in Wilhelmshaven vor. Die Ausführlich- leit der Behandlung dieser Fragen im Reichstage begründet er mit der unzulänglichen Vertretung der Arbeiter in den Arbeiterausschüssen. Geh. Admiralitätsrat Harms gibt Auskunft über die Lohnver- hciltnisie auf den kaiserlichen Werften, die durchaus angemessen seien, und weist den Vorwurf einer Chikanieruug der Arbeiter zurück. Abg. Sepien (Soz.): Die Werftdirektion in Kiel geht nicht den Weg des Rechts, sondern den der Gewalt, wenn sie den Arbeitern jedes Mitbestimmuugsrecht bei den Krankenkassen versagt. Durch die Ausführungen des RegiennigSvertreterS werden unsere Beschwerden nicht anfgesressen. Das Reichsmarineamt sollte endlich mehr sozialpolitisches Verständnis zeigen. Abg. Lcdcbonr (Soz.) unterstützt die Ausführungen seiner Fraktionsgenossen. Abg. Graf Oriolg (nl.): Auch wir wünschen eine Besserstellung der Beamten, besonders der kleineren. Wir halten aber eine Aussprache darüber erst nach Vorlegung des Beamtengesetzes für angebracht. Die Denkschrift über die Lage der Militäranwärter beantrage ich der Budgetkommission zu überweisen. Dieser Antrag wird angenommen. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Beim Titel „Schiffsverpflegung" verlangt Abg. Leonhart (freis. Vp.): Die Marineverwaltung ist vielfach vom Flottcnvereiu und von rechtsstehender Seite angegriffen worden, weil sie angeblich für die Marine nicht genug tue. Tiefe Hetze ist aber durchaus unberechtigt. Man hat auch den Reichstag als einen alten Geizhammel hingestellt, der nichts für die Marine bewilligen wolle. Der Reichstag ist aber im Gegenteil stets bereit gewesen, hie notwendigen Mittel zu bewilligen. Die Hetze gegen 'Eich besitzen, welches in h tragender Weise unk ' cn = !l^c.r betreibt. Wir haben vd) einen auSreichendei. Nachwuchs dafür. Tr. Leonbart will . s anders haben; aber r^-«rtUn8 fcann die Garantie, daß, tue., -ir ihm folgen, der Schiffskommandant sich so unbedingt auf das Mafchinenperfonal dcrlasien kann, wie jetzt? gibt er uns die Sicherheit, daß unsere Schisssmaichinen dann mit solcher Sicherheit arbeiten, wie jetzt? Diese Sicherheit kann er nicht geben. Die Marineverwaltung, die ein ausgezeichnetes Korps besitzt, kann nur mit größter Vorsicht an eine Aenderung Herangehen. Es ist doch ein Unterschied zwi« schen Bauingenieuren und Betriebsingenieuren. Wir wollen auch deren Karriere gern verbessern, die Stellung, die ihnen gebührt, sollen sie haben. Es handelt sich um die Maschineningenieure, welche den praktischen Betrieb unserer Schiffsmaschinen leiten, ete und Praktiker par excellence, die nur fertige Maschinen zu leiten haben. Jeder, der mit dem praktischen Betrieb Bescheid wirb sagen, daß Nickis gefährlicker sein kann, als einen foldicn Praktiker in eine Linie zu bringen, die nach der theore. tucken Seite hingcht. Die Autorität dieses Personals beruht in erster Linie darauf, daß es den Betrieb vollständig praktisch be- herrscht. Es ist die Autorität, die in den dunklen Maschinen- raumen zur Geltung kommt. Sie wird nickt dadurch gestärkt, daß man ihnen gleichzeitig die Gewehrausbildung überträgt. Die Marineverwaltung wird bei allen diesen Fragen stets die sachliche Seite voranstellen. Die Vorgänge im Auslande können uns aber nur in der Vorsicht bestärken, mit der wir diese Fragen aufgefaßt haben und auf der wir auch weiter beharren werden. (Beifall rechts.) Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpitz: Weniger wäre mehr gewesen. Es ist ganz unmöglich, auf diese Kollektion bon Anfragen einzugehen. Ich will mich aber bemühen, das nach Möglichkeit zu tun. Der Vorredner hat mich in derBudgetkommission und auch gestern mehrfach mißverstanden. Es ist mir nicht ein. gefallen, zu behaupten, daß unsereSchiffsbauindustrie nickt auf der Höhe sei. Ich habe nur gesagt, daß wir quantitativ nickt in der Lage sind, in derselben Weise zu bauen wie • England. Daß das richtig ist, ersehen Sie schon darau-Z, daß England 1 700 000 Tons, gebaut hat und wir nur 0,29 Millionen Das ist der Unterschied. Daß die Firma Krupp ausgezeichnete Kanonen baut, die jeder lieber nimmt, als die Kanonen anderer Länder, ist nie.von mir bezweifelt worden. Es ist aber ein Unterschied, wenn ein Staat wie England fünf solcher Firmen hat. Wenn England will, kann es eben viel schneller bauen, als roir. Der Vorredner hat auch den techniscken Betrieb und den konstruktiven Teil durcheinandergeworfen. Was den ganzen Bau unserer Marine anlangt, so handelt cs sich nicht um den technischen Betrieb, dabei kommen die akademisch gebildeten Baubeamten in Betracht. Ich halte eS für durchaus wünschenswert, hafe ein Techniker an der Spitze des Konstruktionsbureaus steht. Die Pointe ist aber die, ob der Konstrukteur für unsere Schiffe gleichzeitig Departementsdirektor sein kann, ob er mit dem großen Betriebe des Departements belastet werden kann. Der betreffende Herr hat selbst erklärt, daß er nicht im stände sei, die doppelte Arbeit zu leisten. Herr Leonhart hätte besser getan, über die Unterseebootsraae mich in der Budgetkommisswn zu be- fragen. Er weiß ja sehr gut, daß ich hier im Plenum nicht in der Lage bin, so über diese Materie zu sprechen, wie ich gern pochte. Er ist ganz falsch berichtet, wenn er meint, daß wir in der llnrcrfcebootfrage etwas versäumt haben. Für uns liegt die ?vrane nickt so wie in anderen Länden, weil wir ganz bestimmte Verhältnisse in der Nordsee haben. Es gab zunächst keine Unter- seeboote in anderen Ländern, die für unsere Verhältnisse gc- cignet waren. Die französischen Unterseeboote, die zuletzt fertig geworden sind, kommen vielleicht in Betracht; genau zu selben Zeil ist auch unser erstes Unterseeboot fertiggestellt worden. Wir haben uns in dieser Frage nicht ablehnend, sondern zurückhaltend verhalten und zwar hauptsächlich aus zweierlei Gründen. Der erste war der, daß man die Unterseeboote so konstruieren mußte, daß sie aus der Obersläcke vollständig seefähig und laviernngs- fahig waren. Da? waren die fremden Boote bis zum Jahre 1904 nicht. Als sie es dann wurden, haben wir sofort zugc- grissen. Ter zweite Punkt U'ir her daß uns die Benziu- und Gamlinmotore für Unterseeboote nickt brauchbar erschienen, weil sie zu gefährlich sind. Die anderswo vorgekommenen Katastrophen werden nun nach aller Voraussicht bei uns nicht vorkommen. Wir bauen jetzt, ohne daß wir 18 bis 14 unlwauckbare Unterseeboote auf den Werften liegen haben. Die Behauptung, daß wir »rgend etwas versäumt haben, weise ich mit Entschiedenheit zurück, r Vorredner hat die Galstcrsche Broschüre angeführt. Ich kann noch nicht hier auf die Broschüre eines Vizeadmirals antworten; m °^cr *)cr Vorredner Positives vorgebracht. Der springende Punkt in bet Galsterschen Broschüre ist die Behauptung, ^o.,""^^^Marineverwaltuiig den sogenannten Kleinkrieg ver- 5attc. Tas haben wir nicht getan. Ein Beweis dafür st ichon die große Torpedobootsorganisation. Wit haben den Kleinkrieg stets beachtet. Wenn wir gezwungen sind, ihn zu füh- ren, werden wir ihn allerdings nicht in kleinlicher Weise führen, ’s ~ _ N 2.2 ^3 P £ <*" * a-d, -.SO1 ß 0 Hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 30. Januar. Dre um 91/« Uhr vom Präsidenten Haas eröffnete Sitzung setzte zunächst die gestern abgebrochene Debatte über die Vorstellung inbetreff der Errichtung eines Steuerkommissariats in Pfeddersheim ,fotL Abg. Bähr wandte sich in längerer Rede gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Reinhart. Abg. Finger bemüht sich nochmals, die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit des Steuerkomnnssariats in Pfeddersheim nachzuweisen. Die Nachteile der linksrheinischen Steuerzahler, die nach Pfeddersheim reisen müßten, würden geringer sein, als die, die die Steuerzahler des Bezirks Pfeddersheim erleiden würden, wenn sie nach Worms fahren müßten. Ministerialrat Tr. Becker widerspricht dieser Behauptung deS Vorredners und führt zum Beweis dagegen weiteres statistisches Material an. Abg. Seelinger weist darauf hin, daß Lampertheim schon nahezu 10000 Einwohner besitze und nicht nur etwa 6000, wie Abg. Finger' behauptete. Es habe also mehr Einwohner, als sävttliche Orte des Steuerbezirls Pfeddersheim zusammengenommen. Nach einigen weiteren Erörterungen wird der Ausschußantrag abgelohnt und der vom Abg. Finger gestellte Antrag, das Steuorkommissariat Worms II nach Pfeddersheim zu verlegen, angenommen. Zur Beratung gelangt darauf die Regierungsvorlage, betr. die Anstellungs- und Beförderungsverhältnisse der hessischen höheren Beamten der Eisenbahngemeinschaft. Die Soria gc wird nach einigen empfehlenden Worten des Herrn Finanzministers Gnauth ohne Debatte angenommen. Es folgt die Anfrage der Wgg. Tr. Schmitt und Gen. betreffend die Verlegung der Eisenbahuwerkstätte von Kastel: „Ist der Regierung bekannt, daß die Eiseubahndirektion Mainz beabsichtigt, die Eisenbahnwerkstätle von Kastel weg und nach Biebrich-Wiesbaden zu verlegen? Was gedenkt Großh. Regierung zu tun, um diese neuerlich drohende'Schädigung von der Gemeinde Kastel abzulvenden?" Finanzminister Gnauth erklärt sich zur Beantwortung bereit und verliest alsdann eine längere Antivort der Regierung. Aus ihr ift zu entnehmen, daß die Verlegung der Eisenbalinwerkstätte Kastel mit der Führung des Güterzugverkehrs auf dem rechten Rheinufer begründet wird. Es sei geplant, die Werkslätte nach dem auf hessischem Staatsgebiet liegenden Teil des Bahnhofs^Biebrich— Ost zu verlegen. Die Befürchtung, daß dadurch eine Schädigung der Gemeinde Kastel eintreten werde, sei nicht gerechtfertigt; vielmehr würden bei der Nähe von Kastel und Amöneburg die Arbeiter ruhig in ihren bisherigen Wohnsitzen verbleiben. Es sei im übrigen auch die Errichtung von Arbeitcrwohnungcn in Aussicht genomnlen. Abg. Dr. Schmitt stellt den Antrag auf Besprechung der Interpellation nach Drucklegung der Regierungsantwort. Es sei irotwendig, die darin enthaltenen Ausführungen auch mit dem Gemeindevorstand von Kastel eingehend zu besprechen und dann die Debatte in der Kammer recht bald erfolgen zu lassen. Tie Kammer ist mit diesen Vorschlägen einverstanden. Nachdem zweiter Vizepräsident Tr. Schmitt das Präsidium übernommen, gelangt der Antrag der 4ll>gg. Haas und Gen. Nebenbahnen Bete, und der Antrag Haas, betr. bic Nebenbahn Rcinhei m- Reichelshcim zur Beratung. Tie Anträge gehen dahin, Großh. Regierung zu ersuchen a) Noch im Laufe des gegenwärtigen Landtags einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den der Ausbau der Nebenstrecke Fmrth-Reichelsheim auf Staatskosten in Aussicht genommen wird, b) Die Uebernahme der Strecke Reinheim- Reichelsheim i. O. in das Staatseigentum so bald wie möglich herbeizuführen. Ter Ausschuß stellt den Antrag, die Regierung zu ersuchen, den Landständen alsbald eine Gesetzesvorlage, betr. den Bau der Bahn Fürth—Reichelsheim zu unterbreiten und ferner, die Regierung zu ersuchen, in Gemäßheit ber Kvnzessionsbestimmungen für die Bahn Reinheim—Reichelsheim diese Strecke vom 1. Oktober 1908 in Staatsbetrieb zu übernehmen und die Anträge Haas und Gen. damit für erledigt zu erklären. Abg. Geh. Rat Haas begründet in längeren Ausführungen seine Anträge. Er verweist u. a. darauf, daß die Uebernahme der Bahn von Reinheim—Reichelsheim mit dem Ausbau der projektierten Nebenbahnstreckc Reichelsheim—Fürth in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehe. Dagegen betont er, daß die Mißstände auf der Bahn Reinheim—Reichelsheim allmählich so bedeutsame geworden sind, daß ihre Abstellung sich im öffentlichen Interesse nicht länger hinausschieben lasse. Die Bahn laufe aus der ohnehin nicht breiten Kreisstraße, weise zahlreiche Niveaukreuzungen und Krümmungen auf und passiere oft unter ständiger Gefahr für Passanten und Fuhrwerke enge Ortsstraßen. Auch die ungenügende Zahl von Zügen, die Mängel des Transport- materials usw. würden von der Bevölkerung als schwere Mißstände empfunden. Ta nach den Konzessionsbedingunaen die Negierung vom 1. Okt. 1908 ab den Betrieb ber Bahnlinie für Staatsrechnung übernehmen kann, hat Redner seinen Antrag gestellt. Finanzminister Gnauth legt den ablehnenden Standpunkt der Regierung näher bar. Tic Gemeinschaftsverwaltung bezeichne es als nicht in ihrem Interesse gelegen, dem Antrag Folge zu geben. Tw Strecke Bensheim—Lindensels halte er für wesentlich aussichtsreicher und auch die Gemeinschaftsverwaltung habe fick derselben angenommen unb sich auch s. Z. bereits mit den Proiek- tierungsarbeiten beschäftigt. Abg. M o l t h a n mot.viert die Stellungnahme des Ausschusses und empfiehlt die Annahme seines Antrages. Abg. Schönberger wendet sich gegen die Tarlegung des Finanzministers und die ablehnende Haltung der Regierung. Wenn die Regierung die ihr mehr zusagende Linie Bensheim— Lindenfels vorziehe, so sei das ein durchaus persönlicher Standpunkt, der aber keinesfalls als Grund für die Ablehnung des Antrags Haas gelten tönne. Tie Regierung möge doch endlich ihren Widerstand aufgeben und für die Beseitigung der Mißstände sorgen, sonst werde er zukünftig überhaupt keinen Bahnproiekten der Regierung mehr zustimmen. Jinanzminister Gnauth entgegnet dem Vorredner, wenn man mit Gefühlen Bahnen bauen könnte, so würden sich die Wünsche Schönbergers leicht erfüllen lassen. Unser Land sei aber nun einmal gezwungen, mit Tatsachen zu rechnen. Die Bevorzugung der Linie Bensheim—Lindenfels geschehe nicht der schönen landschaftlichen Reize der Gegend wegen, sondern weil die Regierung genau rechnete und die Ueberzeugung gewann, daß sie sich rentabler gestalten würde. Der Abg. Schönberger habe ja nicht einmal den Bau der anderen Bahn auf Risiko der Eisen- bahngemeinschast, wobei also der Verhältnissatz von 2:98 eintreten würde, sondern auf Kosten unseres Staates gewünscht und davor müsse er doch entschieden warnen. Abg. Bähr empfiehlt in längeren Ausführungen die Annahme des Ausschußantrags, Abg. A u l e r wendet sich gegen Schönberger, der zu Gunsten des von ihm befürworteten Projektes die Linie Bensheim— Lindenfels herabzusetzen sich bemüht. Für die Allgemeinheit sei aber diese Linie doch zweifellos viel wichtiger, sie erschließe auch ein ganz bedeutendes Hinterland. Nach einigen weiteren Bemerkungen des Finanzministers Gnauth und der Abgg. Haas, Schönberger und Mol- than wird die Debatte geschlossen und der Ausschußantrag ein» stimmig angenommen. Eine Vorstellung der Lokomotivführer Emil Hoppe und drei Konsorten, um anderweitige Regelung ihrer Penjionsverhält- nisse, wird dem Ausschußantrag entsprechend für erledigt erklärt. Eine längere Debatte ruft ein Antrag des Abg. Wolf hervor, die Regierung zu ersuchen, den Bau einer Nebenbahn von Undenheim nach Armsheim zu übernehmen. Ju Verbindung hiermit wird die Vorstellung ber Bauarbeiter von Schornsheim in der gleichen Sache zur Beratung gestellt. Die Regierung hat sich d cm Antrag gegenüber ablehnend' erklärt und bem' Ausschuß eine Ertragsberechnung der Eisenbahndirektion Mainz übergeben, wonach die voraussichtlichen Betriebsausgaben die zu erwartenden Einnahmen ganz bedeutend übersteigen würden; letztere werden auf 25 200, erstere auf 55 600 Mk. veranschlagt. Die voraussichtlichen Mehrausgeben für die Veränderung in den Geleisanlagen betragen 50 000 Mk. und ein weiterer Kostenaufwand von 75 000 Mk. entstünde durch den Bau von Ueberholungsgeleisen auf dem Bahnhof Undenheim-Köngernheim, so daß sich die Gesamtkosten auf rund 1 700 000 Mk. erhöhen würden. Trotz dieser Bedenken beantragt der Ausschuß die Annahme des Anttags Wolf. Finanzminister Gnauth bemerkt, er habe zwar nicht die Hoffnung, daß der Ausschußantrag abgelehnt werden würde, er wolle aber doch nicht unterlassen, auf das sicher in Aussicht stehende hohe Defizit hinzuweisen. Die Kammer werde dem Ausschußantrag zustimmen, sie werde aber der Regierung nicht verargen, wenn sie trotzdem dem Antrag keine Folge gebe. Etwas weniger Einstimmigkeit der Befürwortung solcher Anttäge wäre mehr. Der Minister verliest dann noch eine Aeußerung des Gemeindevorstandes zu W ö r r st a d t, der sich für das Projekt auch nicht sehr erwärmen kann, weil die Ausgaben, die den Gemeinden dadurch entwachsen, in keinem Verhältnis .zu bem etwaigen Vorteil stehen. Man könne doch dem Staat nicht zu- muten, im Interesse einzelner Weniger eine Bahn zu bauen. Abg. Molth an bedauert, daß die Regierung der letzteren Aeußerung großen Wert beizulegen scheine und verteidigt und befürwortet den Ausschußantrag. Nach kurzer weiterer Debatte wird ber Ausschußantrag angenommen. Die Vorstellung des Eisenbahn-Komitees Richen — Wimpfen, Erbauung einer normalspurigen Eisenbahn von Eppingen- Richen nach Wimpfen-Jagstfeld betr. wird dem Ausschußantrag entsprechend für erledigt erklärt, nachdem Finanzminister Gnauth betont hat, daß sich die Regierung niemals dazu entschließen würde, Gelder für eine Bahn herzugeben, die nach einem anderen Staate auslaufe. Die Tagesordnung ist damit erledigt und der Präsident vertagt das Haus. In etwa drei Wochen wird die Etatsberatung beginnen. Der Finanzausschuß der ersten Kammer beriet in Anwesenheit der drei Minister eine Anzahl von Gegenständen, die in ber zweiten Kammer bereits ihre Erledigung gefunden haben, darunter die Anträge und Vorstellungen über das Kveis- verwalttkngswesen, die Regierungsvorlage betr. bic Aenderung des Gesetzes über bic Gehalte der Bolksschüllehrerinnen, die Regierungsvorlagen betr. die Nachweisungen über Staatseinnahmen und Ausgaben im Etatsjahr 1901/2, bic summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Landeskreditkasse 1901/2 die Regierungsvorlagen betr. die Konzerthalle auf der Terrasse in Bad-Nauheim und den Gesetzentwurf betr. die Vermeidung der Toppelbesteuerung. Wesentliche Differenzen kamen nicht vor. T-ann vertagte sich der Ausschuß, um demnächst wieder zur Beratung über den Haupworanschlag zusammenzutreten. Ter Finanzausschuß der zweiten Kammer erledigte heute die Kapitel 88 bis 97 des Hauptvoranschlags bett, das Ministerium der Justiz, über welches Abg. Dr. Gut fleisch referierte. Nennenswerte Beanstandungen kamen nicht vor. * Berlin, 30. Jan. Heute früh ist in der Mordsache Schwarzenstein eine neue Verhaftung erfolgt. Der Knecht Jak. Mehlisch, der bei dem Förster bedienstet war, ist unter dem Verdacht der Begünstigung dem Polizeipräsidium zugeführt worden. Mehlisch, der 18 Jahre alt ist, hat bei den Geldgeschäften des verhafteten Förstersohnes die Ver- inittlerrolle gespielt und auch selbst auf den Namen des Försters Geld entliehen. Nachdem der Försterssohn verhaftet worden war, trug Mehlisch, wie beobachtet wurde, einen Gegenstand unter einem Tuche fort. Dadurch ist Beweismaterial verschwunden. Der Verhaftete verweigert jede Auskunft, wohin er das Beweismaterial gebracht hat. — Die Polizei hat festgestellt, daß es sich bei dem Morde an der Frau Wiesner nicht um einen Raubmord handelt. Bei wiederholter Durchsuchung der Wohnung hat man zwei Sparkassenbücher in der Höhe von 1400 Mk. und einen Geldbetrag von 60 Mk. vorgefunden. Auch die vermißten Schmucksachen sind entdeckt worden. Dagegen wurde konstatiert, daß es sich um einen ähnlichen Fall handelt wie bei der Ermordung der Wirtschafterin Flath. Die Wiesner empfing wiederholt Herren in ihrer Wohnung. Lieber die Motive des Mordes schwebt noch völliges Dunkel. Es ist auch vorläufig nicht festgestellt, ob das Beil, mit bem bie- Wiesner erschlagen wurde, der Ermordeten gehört hat oder ob es vom Mörder selbst mit» gebracht wurde. — Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich heute in Rixdorf ereignet. Dort sah die Frau des Hutmachers Feuer ihrer Niederkunft entgegen. Als sich ihr Mann entfernt hatte, um ärztliche Hilfe für die Entbindung herbeizuholen, muß die Frau wohl die neben dem Bette stehende Petroleumlampe durch eine unvorsichtige Handbewegung umgeworfen haben. Das Bett fing Feuer und bie Unglückliche, in ihrem Zustande völlig hilflos, starb einen qualvollen Flammentod, ehe der Gatte zurückgekehrt war. * Die „erschröckliche Kälte". Jin „Bündner Tageblatt" lesen wir: „Unweit Franenkirch (Davos) fand ein Bauer einen aufrecht im Schnee stehenden, stein- und beinhart gefrorenen Fuchs. Ter Manu hatte Mühe, ihn loszureißen; er wollte ihn mit nach Hause nehmen unb barg ihn unter seinem Mantel. Aber o weh, ob der Wärme unter dem nationalen Kleidungsstück erwachte Reineke, und ehe Hanspeter sich versah, hatte der Fuchs mit einem kecken Biß sich befreit und sprang in großen Sätzen seitwärts in die Büsche. Auch von angefrorenen Hirschen hat man von da und dort her berichtet, die man nur durch langsames Einflößen von altem Kognak und Kirsch zu erhalten vermochte." Glücklicherweise scheint wenigstens auf der Redaktion des „Bündner Tageblatts" eine ganz angenehme phantasie-erwärmende Temperatur zu herrschen. Kleine Tageschrouik. In Götlingen ist Pfarrer Lang -Heckenbeck unter bem Verdacht der Verleitung zum 'Steineibe in einer Untersuchung gegen öen Absender anonymer Briese verhaltet worden. Die Morgenblätler melden aus Berlin: Unter bem Verdachte, die Wittwe Nilbock aus der Linienstraße ermordet zu haben, ist ber Galvaniseur Nitschke aus Eharlottenburg verhaftet ivorben. — Ter als Kindesmörder des Prenzlauer Viertels verhaiteie Epileptiker fDhnoro ist überführt. In Berli n haben Unbekannte aus bem Friedhof ber Marz» geiaUenen im Friedrichshain von einigen Denkmälern Kupserplatten mit Aufschriften gestohlen. In bem Hausflur bes Dresbener Bankvereins zu Dresben sollte am dO. d. Alls., einer gestern abend emgelroffenen Meldung zuiolge, ein Kassenbote von einem unbekannten Manne überiallen unb durch einen Schlag auf ben Kops betäubt, sowie die Geldkasse mit bem voll einkassierlen Betrage von 15 0 00 M a r k geraubt ivorben sein. Der Täter sei entkommen. Ter Raubaniall ist indes, heutigen Meldungen zufolge, von dem betreffenden Kassenbolen namens Max Taucher, der als verdächtig sosorl m Haft genommen war, nach dessen eignem Geständnis fingiert worden. Das geraubte Geld ift vollständig zur Stelle. In Essen ist ein Beamter der Krupp scheu Gußstahlfabrik wegen Verrats militärischer G e h e i m ii i s s c verhastet worden. Es handelt sich um Zeichnungen für italienische Geschütze, bie er ausgeliesert haben soll. In Sosnowice (Russ.-Vol.) wurde der Rendant der „Graf Renard- grübe", Kuciak, von mehreren Männern überfallen, bie ihm nach heftiger Gegenwehr über 10000 Rubel raubten. Die Täter inb unerkannt entkommen. In N e w V o r k verursacht bie plötzlich neu hereinbrechende K ä.l te von 24 Grad 91 e au mit r unb von 20 Grad in ber Umgebung zahlte ich e T o b e s s ä l l c unb schwere Leiben unter ben Armen. Die öffentliche Wohltätigkeit ist infolge bieses Witterungsumschlages und infolge ber Arbeitslosigkeit stärker iij Anspruch genommen als seit 14 Jahren. Uiiweriitäts* *21ad>rid?tett. T ü b i n gen, 30. Jam Der Herausgeber ber „Ehristl. Welt", D. Friedrich Schiele, läßt sich an der evangelisch-theologischen Fakultät als Privatdozent für historische Theologie nieder. l(ivd?Hd?e Nachrichten. Evangelische Gemeinoe. 4. Sonntag nach Epiphanias, den 2. Februar 19 08; (fcottesbieniL Irr der Stadtkirche. Vormittags 97., Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Montag, den 3. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung ber konfirmierten weiblichen Jugenb ber Matthäusgemeinde. Mittwoch ben 5. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. Donnerstag ben 6. Februar, abends 8 Uhr, im Matthäus- aal: Bibelstunde, (öffenb. Johs. Kap. 21.) Nächstkünftigen Sonntag den 9. Februar findet im Abend' gottesdiensl Beichte unb heil. Abendmahl für bie Matthäus- unb Markusgemeinde statt. Anmeldung vorher bei bem Pfarrer jeber Gemeinde erbeten. Ju der Johauueskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bie Johannes- gemeinbe. Pfarrer Ansfelb. Abenbs 5 Uhr: Siehe Stablkirche. Abends 8 Uhr im Konsirmandensaal: Versammlung und Bibelbesprechung. Montag ben 3. Februar, abenbs 8 Uhr, im Konsirmandensaal: B i b e l st u n d e. Pfarrer A u s s e l d. Nächstfolgenden Sonntag, den 9. Februar: Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johamiesgemcinde im Vormittags- gottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder, Gemeinde erbeten. Von nächster Woche an werden die jährlichen Beiträge für den Lokaloerein der Gustav Adolfs-Sliftimg (nicht zu verwechseln mit dem „Frauenverein der G. A.-Stiftung", der seine besonderen Ausgaben hat), durch Frau Müller erhoben werden. Katholische Gemeinde. Samstag den 1. Februar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag ben 2. Februar. . 4, Sonntag n a ch Epiphanie. Fest Mariä Lichtmeß. Vormittags von 6V2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 9l/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um o'/2 Uhr: Christenlehre; barauf Muttergottes- Andacht mit Segen. Am Montag wird nach jeder hl. Messe, ferner mittags um 12 unb abends um 5 Uhr ber S t. B l a s i u s s e g e n erteilt. WchkllMe MerW der TcdesMk in iitr Stabt 53. Woche. Vom 29.—31. Dezember 1907. (Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitszifser: 10,40 %0, nach Abzug von 3 Ortsfremden: 5,20 -7oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 2.-15. Jahr 1. Lebensiahr: Tuberkulose 2(2) 1 (1) - KD Darmverschlingung KD 1 (1) - Rhachitis 1 — 1 —— Diphtherie 2 — — 2 Summa: 6 (3) 2 (2) 1 3 (1) Anm.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel ber Tobesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1 1 -i ................. j Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Januar 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatm ber Luft Absolute Feuchtigkeit 30. 2« 748,8 2,4 4,5 30. S" 747,6 1,7 4,3 31. 71S 744,9 0,8 4,1 Höchst Temp eralur am 29 Niedrigste „ 29 Relative Feuchtigkeit 1 jQ s Windstärke Wetter 82 WSW 2 Bed. Himmel 84 NNW 4 83 NW 4 V ■ —30 -30. Januc x — -r 2,9 + 0,3 0 C. 6 c. Telefonisch© des Giessener Anzeigers, mitge und Industi Frankfurter Böfm 3 >2% Beichsanleihe . . 93.40 3% do. . . 88.40 3^% Konsols .... 93.75 3% do.....83.30 3^°/0 Hessen..... 92 20 3>j°/0 Oberhessen . . . 92.00 4% Uesterr. Goldrente. 9910 4x/6 26 Gestern Silberrente 99.90 4% Ungar Goldrente . . 94 70 4% Italien. Rente . . . 104.40 3üö Portugiesen Serie I 61.60 3% Portugiesen „ III 63.50 4 x/2 °/0 russ.Staatsanl. 1905 95 00 4>su,0 Japan. Staatsanleihe 89.8a 4% Conv. Türken von 1UU3 96.10 Türkenlose......149.Oü 4% Griech. Monopol-Aul. . 49.70 4% äussere Argentinier . 86.30 3°/0 Mexikaner .... 65.40 4^u/0 Chinesen .... 96.80 Aktien: Bochum Guss.....198.00 Buderus E. W.....114.00 Tendenz: fest. Berliner Börse, 31 Canada E. B......157.70 Darmstädter Bank . . . 127.70 Deutsche Bank .... 237.00 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank . . . 141.00 Tendenz; fest. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie. Giessen. r, 31. Januar, 1.15 Uhr. I Elektnz. Lahmeyer . . . 122.50 Elektriz. Schnckert . . . 107.00 Bschweiler Bergwerk . . 208 50 Gelsenkirchen Bergwerk . 184 50 Hamburg - Amerik. PaketL 117.40 tiarpener Bergwerk. . . 201.50 Laurahütte......218.00 ?\ordd. Lloyd ..... 105.40 0beischles. Eisen-Industrie 98.00 Berliner llandelsges. . . 160.80 Darmstädter Bank . . . 128.60 Deutsche Bank .... 237.70 Deutsch-Asiat. Bank . . 143.50 Diskonto-Kommandit. . , 176.70 Dresdner Bank . . . .14125 Kreditaktien..... 203.80 Baltimore- und Ohio- Biseniahn.....87.30 Gotthard bahn.....— Lomoard. .Eisenbahn . . 2610 Uesterr. btaatsounn . . . 145.20 i'nnee-Henri-Eisenbahn . 118.50 Januar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . —•-* Laurahütte.....—•— ..uinbardeu E. B. . . . 26.20 Nordd. Lloyd.....—- — l’ürkenlose ...... 148.80 Kursblatt des Gießener Anzeigers vsnr 50. (OOS HS 106.55 Oest.-Ung. Stsb. 1873/74 i.G. 4*/, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I verl. ä 125 do. Brünn-Rs. 72 stf. i, 100 Staats-Anleihen. mit. b. 1905 Aieminger Hyp.-Bk. Ser. 500 a. Deutsche Wiesbaden v. 1900 do. do. Preußische Consols M. n. abgest. •rtu Mbrut»rl908; v. 1902 Ser. II unk. b. 1907 Bahr. E.-B -Anl. unk. b. 1906 98.50 E.-B. u. Allg. Anl. . . do. Hyp. B. 3t.4°/0 gar. v. o. G. d. 1904 do. Landeskultur-Rente Vorarlberg t. S. E.-B.-Anl. . . do 70 10 9u.3O Lire b. 1908 . 4 Würzburg do. 3 500 do. Hamburger v. 1902 unk. b. 1912 . 47, Bularesl v. M. 96 50 4 Saro. ©ec. fifr. gar. I u. II 99 25 4 Stciliamsche steucrsr. i. G. v. 1889 4 G. v. 1891 do. 82.70 ö. 1908 Ar v. 191^ 2000 r JJtaniUjCuii mit b. 190. Ser. aU-33 mit. b. 1913 mit. b. 1907 do. 101.70 1000 r 1 Russische Siibosl u7 ficuerfr. gar. Wcstd. Bdlr. i/yp. ^loui, S. 1 mit. b. 1904 1908 Ser. 2 Ausländische. b. v. 1888 do. 00. Ullt. b. Ser. 4 mit. b. Südd. Boden Str. ©. 53 u. 54 unt. b. 19u6 Str. 99 50 Anatolische i. G. bis uicl. ©er. a2 2040 r M. do. do. do. Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 t. G. l6/10 Gnech. E.-B. v. 1890 steuersr. Monopol-Anl. v. 1887 . do. Lire Italienische Rente ■7, Vtl1-Vuiioes-j^yp. et.l—V mit 1909 t. ®. . . 63 75 105.00 ö.fl. 9990 Al. N. P. f' 7 oo. Standes herrliche Anleihen 37a Galicier Landes-Crediiaiiii. mit. 47a ®t|- ■ycndei Hg. o. -oouu. r.äJ^ov.84 (conv.) ö’Utitt. Söluis-Brauusets v. 1880 v. 1886 do. do. 92. öfl.G. 1.11. Rheinprovinz AnSg. 20 n. 21 mit. b. 190 r. 102 do. 37z Grast. 4*/, Eiscnb. tKcmciibaiit 81. 3',a Hess. Provinz Oberhesfen do. oo. c heil. Beicht. 67x 'M. 97..O 1684 3 Dividende M. 37a Alzey v. Bank 672 M. Lose. K 4'/, Nuss. Staatsanl. v. 1905 12.95 91 92.4o do. II do. 135.00 8 M 90.70 do. M 87, 1890 v. 93 40 1 3 Fr. 4 Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 . 98. 4 Freiburg i. B. v. 1900 mit. d. 1905 7 272öiuyliuei|3ciib.»yiaab»Öraj 95. 38.70 conv. unif. v. 1903 do. Lstr. 96.00 Unverzinsliche Lose do. Bagdad-Bahn 4 ©ießcii M. II. Außereuropäische. 4 Heidelberg •preuß. Bvdeutredltbaiit inn. G.-Anl. v. 1887 . P-s. 90.30 21 100. abgest. do. 1890 ! Aed. Himmkl v. 92. 1888 u. 1903 Lstr. Ultimo 92. 7 Fr. 9u.5o Lstr. Industrie-Aktien. v. 1903 mit. b. 1908 4 Mainz v. 1900 unt. b. 1910 90.40 abgest. 80% 90.55 98.50 4 Mannheim Eisenbahn-Prioritäten ^7, 90.60 37, do. Frt. Hhp.-Krcd.-Ber. 4 37- do. 4 Nürnberg 0 1902 unk. b. 1913 . 4 Ausländische. do. S. 44 unk. b. ' 26 N do. S. 28. 30, 32 M. 1903 3 unt. a. b. 1908 v. do. S. 29 unt. b. 1906 47a Offenbach v. 1879 1900 unt. b. 1906 . v. v. 1891/92 (abgest. Kaschan-Odrb. v. 1889 90.50 400 do. 4 Psorzheuu v. 1899 unt. b. 1904 i. Fr. Cer. 331-350 uuk.b. 1913 do. E. v. 71 u G. 90.50 l do. do. v. 1900 v. 1903 v. 1896 500 500 do. do. do. do. Qiuort. ab 1907 am ort. ab 1910 96.80 87.90 u. 34 unt. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 Ser. v Ser. 7 17. 4 do. do. M. Kr. 4 37, 4 5 4 do. do. do. do. D. 1889 I. Rg. v. 1889 II. big unk. b. 1907 . unk. b. 1908 . 90.50 9u.50 91.50 98.50 M. 1U0U Llr. luo unt. b, 1906 . unt. v. 1911 . 135.50 130.50 4 4 4 4 4 4 4 4 37, 3 4 5 5 3 4 5 do. Pap.er-Rente do. Gold-Rente . do. einbcitl. Reute do. Staats-Rente ti. v. 1888 1897 104.30 94.00 64.00 82.50 73.90 3 3 Staatsb. v. 83 1—vm Em. v. v. G. G. G. 91.30 87.20 3'/t do. 37, dv. 37, do. 37, do. 4 4 4 4 4 ReichSbauk orautsurter do do. do. do. do. v. 1901 abgest. v. 1887 v. 1891 v. 1896 v. 1898 . . M.600 M. 600/1200 'M. 600/1200 mit. b. unt. b. 1913 1908 1905 1906 do. do. unk. b. 1907 Ser. 10 . unt. b. um. b. mit. b, 64.90 132.00 6 5 5 47, <7, 47. 4 4 4 4 94.50 94.20 83.90 77.30 98.00 81.90 37, 37, 37, 37, 37, 37- 37, 37, 37, 37, do. do. v. 1888 convert. v. 1897 v. 1902 v. 1905 7 8u 19.60 4 4 4 4 4 4 M. 1000 M. 1000 'M. 1000 136.90 142.80 143.80 99 — 90 50 do. do. unt. mit. unt. unt. unt. mit. unt. mit. mit. um. 1909 . 1912 . 1914 . 1915 . 169.00 116.50 4 87, 37, 4 37, 3 4 4 4 5 4 ö.fl. Kr. 98.30 91.50 90.- Rurnberger Bant. Nürnberg. Bereinsbk. Oest.-Ung. Bant ^-est.-Landervant Oest.-Krcdit-Anstalt. Pfälzische Bant . . 47, 47, 47, unt. ** unt u. 17 unt. 1910 mit. b. 1905 'ÄLllyardbahu. . Jtal. Mittetnieer .iiiatol. sqeub. . P. 1. G. S. 23 S. -6 S. 17 S. 18 S. 24 0. fl. luO 0. st. 1D0 1909 1911 1U13 1905 1907 408.- 153.40 199.— U anie. 4 4 4 4 4 4 4 5 4 Pes. Lstr. M. . 1000 . 500 . 1000 92.- 93.— 91.30 90 6u Estei'.bahU-Rcuteu°Bt. . Frauts. Hypoihcl.-Baut do. ex. zu Sch. Anrechticheine . 446.00 399.50 43.20 Lstr. M. Lstr. Ri. M. Fr. 89 65 81.90 98.30 101.75 65.10 97.10 98.00 37, 37- 90.05 90.05 81 - 103.8t, 101.80 81.50 95 uO . 'M. luOü M. 300/1200 9i.5u 95.— 101.- 37, 3 4 3/, Sächsische Rente Würltembg. v. 1875—80 pbgcst. do. pnv. v. 1890 steuersr. 20/10 m do. cons. v. 1890 steuersr. 99 50 47.20 49 50 ö.fl M. ö. fl. 90 70 9v. <0 90 70 Fürst! do. do. 151. — 134 25 98.90 97.65 97.c5 37, 37, 37, 37- Schweiz. Central v. 1880 Moskau-Kasan unk. 1915 do. (Salzkgtb.) stf. 1. G. . Ungar.-Galizische . stf. r. S ö. fl. 200 0. fl. 2OO 0.11. 200 600/1200 . I. st, 350 92.— 92.— 98.30 98.50 96.50 96 75 97.- 89.50 b9.oO 90.25 4 D 47, S. 18 S. 19 S. 22 S 25 75.00 18.40 31.20 v. 1901 unk. b. 1906 v. 1883 abgest. . . 79.50 7:'.5O 7950 <9.5u mttgetciU von der Zurich v. 1889 .... Stadl BiicuoS-Aires v. 1892 b. b. b. b. ö.fl. M. a /, 37, 37, 37, V. 1901 v. 1894 v. 1905 v. 1902 v. 1903 v. 1897 mit. b. 1901 mit. b. 19u2 unt. b. 1908 unt. b. 1910 Fr. M. 86.— 79.— 78.95 75.20 <3.5u 70.8» 97.90 97-25 108.50 57, 57, b 3 Hamburger v. 1866 . . 3 ^)oUanöi|dje Stumm. 0.1871 b7,ttoln-MiU0ener .... 31/2L,ubeder v. 1863 . . . 21/1vmtiüjcr v. 1853 . . . 1913 . . 11. 33 (tilgb. Sfl.G Kr. 4 y7. 5 4 4 37, 6 47, ■uu» u.l.) »7, 92. 9,.50 jJiQbriocr abgest. . . Ltteimuger Prain. Psaubbr. Juciierr. 0. I80O . . . iJtDcmmrger . . . . . Russtsche u. 1864 . . . Rustische v. 1866 . . . Oest. E.-B. 5t. Sch.-Verfch. (conv Elisab. Obl.) t. G. ficuerfr. . Pes. Lstr. Pes. 104.— 101.60 96 80 103.25 u. 1894 . . v. 1891 Lit. H • Hyp. do. do. do. do. 82.50 101 55 93.20 91 90 82.40 91.o0 500 200 do. S. 31 do. S. 40 do. S. 43 do. S. 46 do. ©. 47 Jlr. 1400 0. fl. 20u ö. st. 260 M. I2uv 2 Ir. 200 Rbl Vite M. 14-1.90 26.5 4l/2 Eisemverke Lollar r. 102 . . , 47, hielte, -xert Homburg r. 103 . . Ztr. 100 0. st. luO Llr. 100 Llr. 100 2.1c. uO h. st. lOu Llr. lOo 21r. 50 Fr. 80 99.70 93.90 01.-0 91.90 93.50 93 50 93.0U uu: 8 Uhr: Gelegenheit v. 1901 unt. b. 1906 v. 1888 .... v. 1895 .... v. 1898 unk. b. 1903 1905 ö.fl. Str. M. Fr. Pc;. Lstr. do. Bk. 37, do. 31/, do. Solms-Rödelheim . . . . Hseubucg-Düduigen . . Ascnb.il. Bud.-Btrsteui v. 1887 Bank-Aktien. . . 21k. lüuO/dOUb 132.50 3b3.00 266.00 108.20 80.30 8u.2O Ser. b9-82 unt. b. 1904 Slommuimi Eonsolid.-Anl. v. 1880 . . „ Gold-Anl. v. 1889 .... „ Eons. E. B. Ser. I 11. II 89 „ Gold-Anl. Em. IH v. 1890 . „ Staats-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. 4 37, 37, 37, abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 u. 88 . . . v. 1894 v. 1905 unt b. 1915 v. 19v>7 v. 1893 v. 1896 v. 1897 v. 1903 v. 1905 v. 1880 . v. 189b . v. 1886 . Ser. 12, 13 Ser. 15 unt. b. 1906 Ser. 19 Kommunal Ser. 1 mit. 1910 . Starkenburg . . . a. M. Lit. N u. Q abgest. . . Fr. 100 . . Llr. luO « . 0. st. oOu . . Llr. 4u alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 4 37, 4 4 4 4 37, Ser. 6 Ser. 7 Ser. 8 Ser. 9 149.— 148.80 338.— 30.- adgest 1905 u. b. Verl, umtfchb. b. 1912. b. 1--14 . b. 19üj . S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27, 37,39 u. 42 mit. 1905 2*/10 Jtal.stl.gar. E.B.Ser. A-E. i.G. 4 ^Ztal. Mittelniecr steuersr. i.G. 2710 Livorues. LU. C. D. u. D/2 99.25 95.40 90.70 92.— 92.— 94 .<,0 92.20 93.25 83.50 93.70 83.50 99.80 93.20 37a Grast. Solms-Laubach abgest. 37, ouritl. Sotms-LiU) . . . 1898 1902 uni b. 1908 v. 1903 unt. b. 1903 1899-1901 ibereinSbaut . Llskomo-GeskUschast Lresdller Baut . . Dresdner Baulverciu 105.— 108.00 126.70 do. Ser. 14 Ser. 16 Ser. 18 Ser. 20 5 li 6S7, 37- 37, 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, M. Tlr. M. Fr- 97.20 97.20 97.20 9 .'.40 97.7b 97.uO 97.90 93.80 3 4 S4 3 4 4 4 4 37, Frankfurter §srsc Afchast.Masch.Pap Reue Boden A. ti>. Brauerei Blnduig „ Henmngcr . „ do. Pr. Akt. „ Stenipff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ -Iberger . . Zements. Karlstadt Ehern. Bad. mmliu „ Bteiu.Silb.Br. „ GrieSh. Cieltr. „ Albert . . . Dt. Atl. Telegraph Elettr. Böse -L>orz. „ AUgem. Berlin „ Laymeyer . . „ €>d/Udert . . „ Lnem. 5' >,20 /cc. Kinder uii voni iisjahr: 2.-15. sich l6fd ' ' . v. v. 17, Chile Gold-Aiil. v. 1889 . . . 6 Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. Oest.-Ung.Staasb. r^est.SuDb.^Lomb Test. Jioroiucii A Do. B . staab-Tbenb. . . 31/, Deutsche Reichs-Anlethe 3 Bayr. Bank (Münch.) abg. 2)t. l„oo 4*vf** **• —echseldk. |. |i. uOu Berliner -vanbelSg. . iW. öOÜ/lOOu bo. ^»yp.-Bl. Lit. A M. 1000 91.95 91.95 81.50 83.30 92.60 92 60 92.60 äuß. E.-B. i. G. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. do. do. bo. bo. bo. do. do. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. Do. bo. Worin- do. bo bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. do. bo. bo. R. em. Do. Do. bo. bo. G. G G. G. G. D0. bo. bo. do. bo. bo. bo. bo. Do. bo. DO. bo. bo. bo. bo. bo. do. bo. bo. bo. Do. Do. Elisabeth steuersr. 1. G. . . 2000 K. Ferb. Nrbb. 1887 ftf. i. S. do- bo. 1887 stf. gar. . . Franz-Iosef . . S. 200/1000 i. S. . . do. dv. bo. bo. bo. Do. Aktien ausländischer Transyort- Anstuiten. 4 4 4 4 S7ie 4 37, 3 v. 189b fltucrfr. 87, Schwedische v. 1880 abgest. . . Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 il 1909 . bo. bo. 0.1887,91,93,99 bo. bo. 0.1886,97,1902 3 4 4 3 5 5 Argent. bo. bo. bo. bo. do. do. bo. Do. do. bo. unt. b. 37, 3 4 4 bo. । Psbdr. bo. bo. Do. bo. Do. Do. bo. bo. bo. Inländische. Braunschweig. LanbeS-E.-B. II E . . bo. bo. I E abgest. bo. bo. IIIE unk. b. 1905 Pfälzische bo t ?‘Vt 4 Egyptische unifizierte. . . 37, bo. pnvil 3 bo. garantierte . . 47, Japaner Ser. II v. 1905 Provinzial- und Communal- Obligationen. 12 b 6 9 87, 6 67, <7, 5 10 Ö/jo b 87* 47, 77, 5 7 9 87* ö 97, 7 1 et. .n.i5n*S d° 16,1 im »«Haus. Ä ® »enb. bet dem Pinn 5 i Sell« o | Pfandbriefe. Berl. Hyp.-Bk. (vr. Pommr./ abgest. 80% ÜaLiseuba1111 1 00. l. P. . , c. 1898 unk b, Juvest-Anl. . . 37,Hanibg. Hhp.-Bk. Ser. 1—190 unk. b. 1905 Ser.301-310 unk. b. 1908 laudeb^ ter ' Bank - ' sS B&ok • “eU Ibn • ‘ ' i'J die Johans. Witter AnZield. immluug und Bibel. 1 ^onsirmandenfaal cter Äusfeld. ■ Reichte und heil, nde nn Äonniiiaq;. ner stdeu Gemeinde ^en Beiträge liir den zu üenuediieln mit cr seine besonderen erden. 3'/, Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 Do. Do. v. 1896 unk. 1912 bo. bo. bo. bc. 31/’ bo. v. 1905 31/, Offenburg v. 1898 unt. b. 1904 4 37* 37- i 4 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 37, 37, 4 37a Ban! für handel md ZndOne Depositenlasse Eiehen. bo. v. 1896. bo. v. 1898. 1901 uni. b. 1907 . . 1887/89 ... 1890 unt. b. 1901 . . 190o unt. b. 1914 . . 0. 1899 nut. b. 1910 . v. 1903 uni. b. 1910 . 1881 coilD 1888 conv 1895 . . . 4059r 1898 bo. -Wachtersvach v. 37a 00. Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 3 /, Sudd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 37, do. bo. bo. v. 1904 4 PNUV. 6Wo.»«ta.Sltl..8taal||80%atlg 07, 00. 00. KoniUiUiM Ser In. 11 rnit.1909 37, Rassauische Lanoesd. Lit. Jj\ G. H. K. n. L. Do. 98 unt. 1909 stsr. gar. bo. 1901 uncD.b. 1915 ftf. g. 5 bo. 47,. do. 27io do. bo. 47s Oest. Silber-9tente Hambg.HhP.-Bk. S. 141 -340 unk. b.1905 bo. do. S. 341-400 mit. b.1910 bo. bo. S. 401-470 unt. b. 1913 Satouigne-Coustaut. Jonction . . bo. Monastir . . 2020/40-10 37a Aschaffenburg v. 1888 4 AugSburg v. 1901 mit. b. 1908 . . 4 Babenhausen (Hessen) 37a Baden-Babeu v. 1898 unk. b. 1903 . 37, Bamberg v. 1888 37, Berlin v. 1886/92 4 Bingen v. 1901 nut b. 1906 . . . 3 do. v. 1895 37, do. v. 1898 37, Tarmst. abg. v. 79 Lil. U u. 81 Lil. A u.V 37, Karlsruhe 37, do. 3 bo. chtilngen 1. do. Lil. B M. 1000 “'S-““ ar’ I-15 Ubr' ^abmeyer ■ • _ 10;o. -cbnckeit • • M-i r Her"'verePrk • :beuBerÄ.l? .Ainenk-/11 Beiwerk- ■ ' 218.tu e- ■ ■ ’ ‘ . 1°^ Ungar. Krcdltbaut . . Umonbaut (Wien) . . Wiener Bankverein. . Wurltbg. Bankanstalt . bo. 3bercui6bQnt bo. bo. v. 1889 do. do. v. 1891 Oest. Süd (Bomb.) stf. bo. 1. G. (S. II Ergnz.) 2040 Portz. E. B. v. 86 Baira Baixa . . L Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 uuT. 1913 amort. Rente bo. Rente do. bo. amort. Rente amort. Rente 3 bo. IX Em. _ i. G. 500 3 bo. v. 1885 i. G. 500 3 bo. (ErgänzgS.-R.) ff i. G. 500 3 bo. v. 1895 ftf. 1. G. 1000/2000 3 Prag-Dux 0. 1896 i. G. 3 Raab-Oed.-Edens. t. G. 400 3 bo. Do. v. 91 1. G. 400 3 bo. bo. v. 97 i. G. 400 4 Rubols .... ff 1. S. * 37, bo. v. 1881 n. 1884 abgc 37, do. v. 1888 .... 37, do. v. 1898 unk. b. 1902 37, do. v. 1903 unt. b. 1908 4 Fulda v. 1901 Ser. I nut. b. 1906 Mit jedem Tage erwirbt sich der Fenchelhonl^ aus der Germania-Drogerie tiarS beibetj Franks. Str. 39, Telephon 593, seiner vorzüglich. Wirkung wegen bei Verschleimung, Hutten und Heiserkeit immer mehr Freunde. Daselbst auch die beliebten Sodener, Emser, Eucalyptus Menth. Bonbons rc. rc. stets srisch vorrätig. [239 Auguste, unfern innigsten Dank aus. (697 Eintritt 40 Pf. Anfang 41/, Uhr. 700 Ifeänr fil. Triumphator Sw rDI 698 Telephon 83 690) Heuchelheim, den 30. 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