aber Dank des gesunden Sinnes der Gießener Bevölkerung gründlich vorbeigelungen. Gerade aus dieser dein Sinti* scmitiLmus nicht geneigten Stimmung in Gießen heraus wäre es zu versieben und nicht zu beanstanden, wenn die Negierung im Interesse eines ferneren friedlichen ZusannnAulebens aller Bevölkerungsklassen und Neligionsgen'.cinschaften Herrn Dr. Werner von hier versetzt hätte. 9lbcr nach der bestimmten Erklärung der Regierung ist dies nun einmal nicht der Fall und alle Deklamationen des Abgeordneten Bähr werden nichts daran ändern können, daß die Versetzung nicht den geringsten politischen Beigeschmack hat. So wird man es denn auch verstehen können, daß Herr Bähr zur dürftigen Begründung seiner Anfrage zu allerhand unerwiesenen Gerüchten und Klatschgeschichten seine Zuflucht nimmt und Personen und Dinge in die Angelegenheit hineinzieht, die mit der ganzen Sache nicht das geringste zu tun haben. Absolut vcriverflich ist z. B. die Art, wie er die angebliche Tätigkeit des Abg. Dr.' Gutfleisch erwähnt: erst wird behauptet, in „weiteren Kreisen" sei das Gerücht verbreitet, Abg. Dr. Gutfteisch sei an der Sache nicht unbeteiligt, und hinterher wird dann bemerkt, das werde nur nütgeteilt, um Abg. Dr. Gutflcisch Gelegenheit zu geben, sich dazu zu äußern. Wir können dazu mitteilen, daß es sich hierbei um einen politischen Klatsch handelt und sind der Ansicht, daß es der Würde unserer Volksvertretung nicht entspricht, wenn sie sich mit derartigem Klatsch befassen muß. Die „weiteren Kreise" existieren übrigens nur in der Phantasie des kleinen Kreises deutschsozialer Fanatiker, hier m Gießen denkt sonst kein Mensch daran. Auf ähnlicher Höhe steht die Verdächtigung eines hochverdienten Beamten und Schulmannes, bcm vorgeworfen wird, er habe seine Stellung dazu benutzt, um einem mit ihm verwandten Oberlehrer die ersehnte Versetzung zu verschaffen. Geradezu spaßhaft ist die Art, iuic in der Anfrage, bezw. ihrer sogenannten Begründung, die Familienbezichungcn einer ganzen Reihe hessischer Oberlehrer benutzt werden, um die politische Maßregelung Dr. WernerZ 511 „beweisen". Direkt komisch wirkt dann der Hinweis auf die 1000 Mark Umzugskosten, die dem Lande aus der Werncrschen Versetzung erwachsen. Hier ist das Wort anlvendbar „Spottet seiner selbst und weiß nicht wie." Die Besprechung der an den Haaren herbeigezogenen Anfrage wird das Land kauin weniger kosten, und ivenn Herr Bähr seine Absicht erreicht und seinem Freunde Dr. Werner die Wiedcrversetzung nach Gießen verschafft, müssen die Umzugskosten noch einmal geleistet werden. Gerade Herr Bähr sollte übrigens mit Hinweisen auf Sparsamkeit sehr vorsichtig sein, denn es ist allgeniein bekannt, daß er durch die mehr als gründliche Behandlung, die er als Vorsitzender der Pctitionskommission den Hundesteuer-Reklamationen zuteil werden ließ, das Land außerordentlich viel Geld kostete, so daß mau sich zu einer Blenderung des Hunde- steuergcsetzcs entschließen mußte. Eine gründliche Behandlung der Angelegenheit in der Volksvertretung wird sich trotz der Grundlosigkeit der be* hauptelen Tatsachen nicht umgehen lassen. Gilt es doch, den Nachweis zu führen, daß eine politische Matzregelung eines Beamten — die unter allen Umständen verwerflich wäre — nicht vorliegt, sowie ferner, Beschuldigungen von Leuten ab- zuiveisen, deren ganzes öffentliches Wirken sie gegen so niedrige Anivürfe schützen sollte. Nur durch eine gründliche Behandlung der Anfrage wird der Zweck derselben, auf Kosten des Landes ein zugkräftiges Reklame,nittel für einen deutschsozialen Agitator und Parteiführer für die kouiinendc Landtagswahl zu erhalteu, v^eitelt werden können. jMitifcbc Tagesschau. Besuch der deutschen Geistlichen in England. Die deutschen Geistlichen folgten gestern einer Ein- ladiing der Professoren der Theologie von der Universität Eambridge im Trinity College, besuchten hierauf das St. Pohns College und wohnten sodann einer Gartengesellschaft im Botanischen Garten bei. Abends fand im Great Castern Hotel in London ein Bankett statt, an den» zahlreiche Vertreter der englischen Geistlichkeit und viele Parlamentsmitglieder teilnahmen. Der Vorsitzende, Unterhaus- niitglied Baker, brachte den Toast auf den deutschen Kaiser aus, den er als Friedensfürsten feierte. Oberhofprediger D. Dcyander hob die zahlreichen Bande dec Freundschaft zwischen beiden Nationen hervor, die nicht verloren gehen sollten. Unterhausmitglied Ellis toastete auf die deutschen Besucher im Namen des Schatzkanzlers Lloyd George, dec telegraphisch sein Bedauern ausgesprochen hatte, dem Bankett nicht beiwohnen zu können, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der jetzige Besuch ein weiterer Schritt für die Erhaltung guter Beziehungen zwischen beiden Ländern sein möge. * Proteste gegen den Besuch des Königs Eduard in Rußland. Ein Protest gegen den Besuch des König Eduards beim Kaiser von Rußland ist nunmehr! von 57 englischen Unterhausmitgliedern unterzeichne, und den, Staatssekretär Grey überreich, worden. Neuerdings regt sich nun auch in Rußland der Widerspruch gegen den englischen Besuch, und namentlich in der rechtsstehenden Presse macht sich eine l-eftigc Opposition gegen den Besuch des Königs von England bemerkbar. „Swet" bespricht die von der Arbeiterpartei gegen die Zusammenkunft in Reval im englischen Untcr- lianse gerichteten Angriffe, und bemerkt dazu, daß weder Premier- minffter Asquith noch die Mehrheit des Hauses es für nötig Erstes Blatt Samstag 30. Mai 1008 Die heutige Nummer umfaht 16 Seiten. itz zu Stand a";'. ■ suchen, ob und welche Perlon I, ners vorstellig geworden sind? Die von der Großh. Negi ,e 58. 60 lsd. m Mk" aiigc»' W Preisen bwaren reim 158. Jahrgang reu, pügen. Nr. 126 »Der Siebener Anzeiger .irfchenu täglich, außer i Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich tvlcbenerFamttienblätter; Hsvetmalwöchentl.Areis. ißattfürbenrireisSichen i|3),cnßtag und Freitag); roeimal monatl. Land» olriichastliche Seiifragen Hiernsprech - Anschlüsse: lüt die Redaktion 112, «Verlag».Expedition 51 llldresse lüt Depeschen: Su-etger Gießen. Der werneransrage zweite Auslage. Wie schon mitgeteilt wurde, hat Abg. Bähr seine erste digemein gehaltene Anfrage über die Beweggründe der Großh. ‘.Regierung bei Beamtenversetzungen in eine soläw über die Versetzung des Oberlehrers Dr. Werner von Gießen nach ’ pormö verwandelt. Die neue Anfrage lautet: „Die Versetzung des Herrn Oberlehrers Werner von der ‘ Oberrealschule in Gießen an die Oberrealschule in Worms, die plötzlich und ohne jede vorausgegangene Mitteilung erfolgte, iDirb allgemein als eine Maßregelung Werners wegen feiner politischen Betätigung im Interesse dec deutsch-sozialen Partei und seiner Inden-Gegnerschaft ausgefaßt. Die Bedeutung, welche b ie deutsch-soziale Partei in Gießen, dem Re i chs t ags - -W a hl - terife des Herrn Abgeordneten Köhler, hat und die eifrige Bc- titigung, welche Herr Dr. Werner, namentlich bei der letzten zsüäistagswahl als Ausfluß seiner staatsbürgerlichen Rechte nZnhrnahm, machte ihn seinen liberalen Gegnern zu einem unbequemen Politiker. Die Absicht seiner politischen Gegner, auf eine Versetzung Werners bei der Großh. Regierung hinzuwirken, ist teils offen zutage getreten, teils in versteckter Form betrieben worden. Ob und inwieweit Herr Abgeordneter Dr. Gut- »fl tisch diesen Wunsch auf Versetzung WernerS der Großh. Re- itTung, der Schulabteilung des Ministeriums des Innern oder bcm in Betracht kommenden Referenten des höheren Schulwesens, Herrn Geh. Oberschulrat Nodnagel, der dem Vernehmen nach mit Herrn Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch gut befreundet .... ... __ Negierung abgegebene Erklärung, daß nid)t die Parteipolitik, sondern nur das dienstliche Interesse für )i( Versetzung Werners maßgebend gewesen sei, findet wenig Glauben; zumal nunmehr einige Umstände bekannt geworden 'inb, die die Angelegenheit noch in einem anderen Lichte darzu- isilen geeignet sind. Zunächst ist die Tatsache bekannt geworden, haß der Eintritt Werners bei der Oberrealschule in Worms selbst eine vollständige Umarbeitung des Stundenplanes notwendig machte und mithin das dienstliche Interesse der Verdung daran nicht erkennbar ist, da manch anderer Oberlehrer gerade für die in Betracht kommenden Verhältnisse geeigneter gewesen wäre, als Herr Werner. Hier kommt noch die weitere rcksache hinzu, daß Oberlehrer Dr. Straft, ein Neffe des Geh. £ berschulrats Nodnagel, von WormS nach Gießen, seiner Heimat- itabt, versetzt worden ist, also mit Werner in der Stellung rauscht hat. Man spricht davon, daß diese Veränderung den duschen des Herrn Straft, der für eine Wirksamkeit in seiner Ö1 antat eine Vorliebe hegte, sehr entsprochen habe. Ich gehe Machst gar nicht so weit, Herrn Geh. Oberschulrat Nodnagel bimaus einen Vorwurf zu machen, seinen Neffen begünstigt zu beicn; ich möchte diesen Umstand nur in dem Zusammenhänge, Mnschen von Oberlehrern nach Möglichkeit gerecht zu werden, erwähnen. In diesem Sinne und der angegebenen ^oraus- '?tung ist die Versetzung Krafts nach Gießen unzweifelhaft ein großes Entgegenkommen für den Genannten, während die Zn- imessen Werners hierdurch, wie ich noch aussühcen «verdc, schwer vc tetzt und benachteiligt werden. Auch in anderen Fallen rann feiiigeftellt werden, daß in weitgehendstem Maße Wünschen ein- legt würden. Mit großer Befriedigung werden mit uns weite Kreise dec Bevölkerung auch die wachsende Anteilnahme akademisch Gebildeter am öffentlichen Leben begrüßen, denn sie vor allem sind dazu berufen, auch auf dem politischen Kampfplatz Führer zu sein. Dabei ist es in diesem Zusammenhang zunächst gleichgiltig, welcher politischen Partei der einzelne seine Kräfte leiht, sofern es nur aus innerster lieber- zeugung und unter Bachtung der Formen geschieht, ohne die der politische Streit zum öden Klassen- und Raffenkampf wird. An der Ueberzeugungstreue des Oberlehrers Dr. Werner wird wohl keiner seiner Gegner zweifeln, wohl aber an seiner Fähigkeit, politische Meinungsverschiedenheiten so auszutragen, daß für den Gegner nichts Verletzendes übrig bleibt. Das hat sich namentlich bei den letzten Stadtverordnetenmahlen gezeigt, bei denen gerade Dr. Werner das rassenpolitische Element hineintragen wollte: Das ist ihm Bezu gSpretS: monatlich 75Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokct.I5Pf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: (£. Anderson; s. Feuilleton und „Vermischtes' ,, . - -w — w ▼▼ -v -v- -v * v « -v v h-— jy- w- - ▼▼▼ -v v -v vr v u g v m v P. Witlko; für „Stadt von Anzeigen tF » I ö i i u.Land^ und „Gerichts- vi DomSgTio'ui^ Rotatfonrbnick und Verlag der vrühl'schen Univ.'Vuch' und Steisidruckeret. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstratze 7. Anzeigente?!?'tz? BeL cü. 900cbmCa:-- unb ca. 20 ebs^ politisch kalt stellen zu können, wenn man dieselben gerade nach Worms versetzt? Gegen die Dienstsührung Werners lag meinen Erkundigungen nach nicht das geringste vor, im Gegenteil erkennen die Herren Ministerialrat Eisenhuih und Geh. Oberschulrat Nodnagel die Energie und Leistungsfähigkeit Werners im Unterricht mündlich und schriftlich nach mir gewordener Mitteilung än, desgleichen sein direkter Vorgesetzter, Geh. Schulrat Rausch in Gießen. Die der Staatskasse burd) die Versetzungen der Oberlehrer Werner und Straft entstehenden Umzugskosten werden sich auf etwa 1000 Mk. belaufen. St'önntc an derartigen Ausgaben nicht gespart werden? Gcoßher^igliche Regierung und die Herren Ländftände werden es nach dem Vorgetragenen erklärlich finden, wenn ich die Anfrage stellte, nach welchen Grundsätzen in der Besetzung der Oberlehrerstellen im allgemeinen verfahren werde. Was nun die politische Betätigung von Oberlehrern betrifft, so sbcht es fest, daß in allen anderen bürgerlichen Parteien eine größere Anzahl diefer Herren, namentlich bei den liberalen Parteien, in vordester Kampfesstellung und Agiiation stehen und auch schon wiederholt zur Wahl für den Reichstag und Landtag gestanden haben. Will man es nun Herrn Werner, der von unserer Parteirichtung als Landtagskandidat in Aussicht genommen war, durch Versetzung in einen fremden Bezirk unmöglich machen, sich um ein solches Mandat zu bewerben? Daß die Versetzung Werners politischen Beigeschmack hat, beweist die öffentliche Meinung in Hessen. Ter „Darmstädter Tägliche Anzeiger" brachte den Fall unter „Hessische Politik!!" die „Liberale Wochenschrift" unter der Spitzmarke „Eine politische Maßregelung?" Tie „Kleine Presse" vom April schrieb, die Versetzung errege in politischen Streifen lebhaftes Interesse! Dieselbe „Kleine Presse" brachte bereits am 31. März (!) die Nachricht von der Versetzung. Zn nationalliberalen Kreisen zu Alsfeld und Lauterbach war sie noch früher bekannt. Wie kam dies tvohl? Es kann unter Beweis gestellt werden, daß Kreisrat Wallau sich bereits im Jahre 1903 auf der Wenzel!chen Hochzeit in Lauterbach dahin äußerte, wenn ihm Werner lästig falle, brauche, er es nur ’jii sagen, dann sorge das Ministerium schon für Abhilfe! An den Einfluß Waltau's war nicht zu zweifeln, wenn man die Tatsache inbelracht zieht, daß er selbst, der auf seine Bewerbung hin von Lauterbach nach Bensheim versetzt ivorden war, alsbald wieder nach Lauterbach zurückversetzt worden war, weil politische Gründe für sein Verbleiben in Lauterbach geltend gemacht worden waren. Weitere Erörterungen behalte ich mir für die Besprechung in der Kämmer vor. Ich weiß mich mit allen recht denkenden und urteilsfähigen Personen in dem Bewußtsein einig, hier eine gute Sache zu vertreten, indem ich die Angelegenheit zur gründlichen Besprechung stelle. Die deutsck)-soziale Partei wird die Angelegenl-eit nicht eher ruhen lassen, bis eine pollständige Auskunft und eine überzeugende Darstellung des Falles gegeben wird. Die ganze Zweite Stamm er der Landstände wird mit mir den größten Wert darauf legen, zu erfahren, warum der Tausch zwischen den Oberlehrern Dr. Werner und Dr. Kraft oorge- nommen worden ist und worin das dienstliche Interesse hierfür zu suchen ist. Hiernach frage ich Großh. Regierung, warum dec Oberlehrer Dr. Werner nach Worms und der Oberlehrer Dr. Kraft nach Gießen versetzt worden ist. Darmstadt, am'26. Mai 1908. Bähr. Sv ist denn, dank dec paclamentischen „Geschicklichkeit" des Abg. Bähr, aus einer an sich belanglosen Angelegenheit eine politische Haupt- und Staatsaffäre geworden. Dem großen Slufmand an Worten entspricht der tatsächliche Inhalt der Slnfcage keinesivegs, denn sie baut sich zum großen Teil auf haltlosen Kombinationen und wenig glaubhaften Gerüchten auf. Hoffentlich fällt die 9lnt»vort der Regierung auf die Anfrage so deutlich und kräftig aus, daß damit ein für alle- mal diesen Treibereien ein Ende gemacht wird. Das wäre um so nötiger, als Herr Bähr und seine Freunde sich krampfhaft bemühen, eine an sich gänzlich unpolitische Angelegenheit, wie es die Versetzung eines Beamten ist, zu einer politischen Affäre umzuwandeln. Wir meinen, auch an den Worten einer Regierung sollte man nicht drehen und deuteln, zumal, wenn es sich um eine Regierung handelt, die im besten Sinne des Wortes liberal (liberal nicht im Neu“ if GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen d Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und ZteiNdruckeret. R. Lange. Redaktion. Ervedition und Vrur gnillVV VVIUUJUI I ILM H VI I X-, -----, ■Ritdjnung getragen wurde. Ein Fall, der für sich ielber ipriem, »nbient bekannt zu werden und ich möchte bitten, denselben amtlich llarzustellen. Oberlehrer Vogt vom Realgymnanmn m T'itmftabt ist vor etwa einem halben Jahr im Laufe des toct)ul> 'Mßahres auf sein Nachsuchcn nach Worms,ver>etzt worden, nm itätem Schwiegervater, der durch den Tod 1 einer 6'rau Witwer geworden, aber in guten Bermögensverhältnmen lebt, familiär naher zu sein. Damals hat dieses Verfahren in Lehrer- und b? teiligten Kreisen Aufsehen erregt, weil eine Versetzung int Lame bt-i Sclniliahres, ohne ein vorliegendes Bedürfnis, weder im jirtereiic der Schulanstalt noch der Schüler gelegen fein kann onb schwache Schüler gar zu leicht durch die notwendige Gewöhnung an einen neuen Lehrer Nachteile durch Sitzenbleiben in 'her Klasse erfahren, die ihnen und den Eltern grotzcn Schaden trugen können. Andererseits war hier wieder eine weitere Verdung eines Lehrers nötig, der Herrn Vogt Platz machen mußte. Nach diesem Vorgang ist doch wohl die Frage berea)tigt, ui: man den geäußerten Wünschen des Oberlehrers Werner am 3**jf»*5 ßies«en‘ J ist, mitgetcilt hat, weiß ich nicht und behaupte es auch nicht. l)a aber in weiteren Kreisen das Gerücht verbreitet ist, daß Herr 'Kbg. Dr. Gutfleisch an der Versetzung Werners nicht unbeteiligt sei, erwähne ich diesen Umstand nur aus dem Grunde, Herrn Dr. Gutfleisch Gelegenheit zu geben, sich hierüber zu äußern. ,'liich möchte ich Großh. Regierung um geneigte Auskunft darüber rsuchen, ob und welche Persönlichkeiten um die Versetzung Wec- sses vom 16.3«® ten nach Losen f in -dheitlicher Verhältnisse seitens des Schulmiiiisteriums cntgegen- N!ommen ist? Die Mutter Werners, wwie die ganze oamilic - 'eiter Fran wohnen in Gießen. Die Verie^ng nach Worms ! ta: in dieser Beziehung Oberlehrer Werner sehr ^^er betrohtn ö«rr Werner hat aber auch ein ärztliches ^ugnw b^igebracht, Mach derselbe an nervösen Herzasfekttonen leider »nd die klimat. ‘ Zmhältnisse von Gießen feiner Gesunöheit mehr ^aqem als di- I utrigen von Worms. Auf Anordnung deeMiNistenums mutzte i« Werner nochmals kreisärztlich untersuchen lafsen Er hatte )t-s vorher schon versucht, konnte aber ntcht zum Ziele kommen^ der Kreisarzt die Erklärung abgegeben hatte, die Untn uiiiung erst nach Aufforderung des VriNisterlUMS vornehmen ;u können. Das Zeugnis des Kreisarztes stimmte nun .mit dem i li—eil des vraktiscken Arztes nicht überein. Werner wurde mit I ei -cm Gesuche abgewiesen, während Fälle 'uied^holt vorgeko^ in), daß vollzogene Versetzungen wieder ^uruefgenommen worden iw, z. B. bei Oberlehrer Grdmann IN D-rwdoerg I I _ Nun ist mit Werner zugleich ein anderer Obeil i gleichen I tumstalters und gleichen Faches lnene^ J1D1)rt)en Diese i tn_ des Neue Gymnasium in Darmstadt vmetzt worden ^e N 18-rsetzuna hie burd) das Ableben eines Professors notwenoig I^L'ift abL mehr als eine. «eföriKruugn ! tiu: dem Neuen Gymnasium zugleich em ' Kunden ist. Barum iwv.te man Sßema Wit. Warum wurden die Oberlehrer Sergei unb 3/cbcituig in M miz vor einer Reihe von Jahren, angeblich au»dE Grunds E'l sie einem Gesuche an den dortigen >stadtvoridmd^B nutunq der Stadlhalle auch an den dortigen ö.eUNcyen mesvrm ^in zur AblMung eine? Versammlung, in welcher der nun- I ästige Landtags-Abgeordnete Wolf spachen 1vltte, ^e Unter- : lüften beifügten, was den Untvillen e.n^ r^i^r Herren ment haben soll ebenfalls nach Worms verseht. Glaubt man Ä« uni) Seainie anjercr Par.-.r.chtung I! tmiii am 1®’® parteipolitischen Sinne genommen) ist. Nachdem die Regierung erklärt hat, daß die Versetzung Dr. Werners nicht aus politischen Gründen erfolgt ist, war wohl jedermann im Lande u=n w . „„ .damit zufrieden, MoS nicht der kleine Kreis um Herrn Dr. dee Zurücknahme seiner Versetzung wegen fanultarcr und gc-1 gyerncv i)Cvum, dec nut allen Kräften aus seinem Führer einen pollti,chen Martyrec machen mochte, vielleicht in dem Gefühl, daß das ersehnte Landtagsmandat für ihn, dem akademisch gebildeten Beamten, damit in einem rein bäuerlichen Kreis eher zu haben ist, als ohne den Strahlenkranz dieser Märtyrerkcone. Die freie und ungehindert« Ausübung politischer Gesinnung für alle Stände und Bevölkerungsklassen, also auch für Beamten billigen wir mit der großen Mehrzahl der hessischen Bevölkerung durchaus und wir würden es lebhaft beklagen, wenn von irgend einer Seite der Ausübung dieses staatsbürgerlichen Rechts Hiiiderniffe in den Weg ge- in.__-— >en >or ,1111t ,! jt«l#' (ilt. WM LchachlrahM i oder auch M' syaubureauli^ iot«forinula«/r' ............ 1UV1.VV1V, VXAO ........ ..... . MN (jip-, I« jefliter Oberlehrer seitens der Schulabteilung des Ministeriums 'i' N ■ |h ---------- „„n-hp Cf in Ct-nl (. hrr für fidi selber Ipncht, I Heite g Märkte. im bei Luise geb. Ihm Ss im Alter von 70 Jahren. Dies zeigt schmerzerfüllt an, zugleich im Namen der Verwandten Grossen-Bnseck, 30. Mai 1908. Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. worden. DaS Buch bezweckt, den Nachweis zu erbringen,i, daß der verstorbene Papst den katholischen Liberalismus unti Modernismus angeregt hätte. Turin, 30. Mai. In Cerignola kam es zwischen! Streikenden und Truppen zu einem blutigen Zu*« sa mm en stoß, wobei mehrere Soldaten verwundet wurdet... London, 30. Mai. Nach dem Diner in dem Union** klub zu Ehren Balfours brachte Lord Landsdowne cinm Trinkspruch auf den Präsidenten Falliöres au;.:, in dem er erklärte, das gute Einvernehmen zwischen Fran«* reich und England bestehe, habe seine Probe bestanden. Ni sei vom englischen Volke günstig ausgenommen worden, rodi es die Interessen des Friedens verfolge. Das Ergebnis d.r- Londoner Besuches Fallieres werde eine engere Vei-* knüpfung der Bande sein, die beide Länderumschlingau Hierauf wurde die Marseillaise gespielt, die von den 9h" wesenden stehend angehört wurde. «cb iunge . Remark di > »eiten Po 'hnnfi I Wital Lm "-Hb. La» Tarockcn abgnumma!" Älcinc Tageschronik. Gießen, 30. Mai. Al ar kl bericht. Auf heutigem Wocbai- markle koslere: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 H 6—7 Pfg., SVäfe pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 5—6 Psg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfd. 25—40 Pfg., Sauten pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne p-r. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochfäufleisch pr. Pfd. 76—84 Pfg., fiiit- und rliindfleifch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleiixt; pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pi b. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. PI b. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln p r. Ztr. 8,00—10,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepsel per Ztr. 10-25 Mk., Birnen per Ztr. 10-25 Mk. Nüsse 100 Stück 50-CO Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Alarktzeit von 7—1 Uhr. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag, bist 31. Mai: Wechselnde Bewölkung. Vereinzelt Gewitterregen. Wan». Südliche bis östliche Winde. Le jfOBDie Der tieftranernde Wilhelm Althaus, Freiherr!. Rendant und Gemeinde-Einnehmer. GexichLssaaL. Berlin, 29. Mai. Heute sand vor der zweiten Straf- k a in m c r des Landgerichts III der Prozeß wegen Kuppelei, versuchter und vollendeter Erpressung und Betruges gegen die Ehesrau des früheren Privatoberiörsters Lewandowski statt. Lewandowski tft wegen Beihilfe angeklagt. Die Oeffent- lichkeit ivurde für die ganze Darier der Verhandlung, die zwei Tage in Anspruch nahin, ausgeschlossen. Der Gerichtshof erkannte gegen Frau Lewandowski aus vier Jahre Zuchthaus und v r e r I a h r e E h r v e r l u st, gegen den Ehemann aus eine Zu- satzstrafe gu der nerilich gegen ihn erkannten Gefängnlsstrase von noch sechs Al o n a t e n. Ter Staatsanwalt Halle gegen Frau Lewandowski drei Jahre Zuchlhaus und fünf Jahre Ehrverlust beantragt. Greginal-Dvahtmeldungen. Ronr, 30. Mai. Die Broschüre des Abbö barbier, Vermischtes. * Gegen zweckloses Sammeln von Tieren und Pflanzen wendet sich die naturkundliche Zeitschrift „Kosmos" in den folgenden, beherzigenswerten Worten, deren Weiteroer- breitung gerade seht angezeigt erscheint, nun draußen alles blüht und sich regt. „Wir möchten bei dieser Gelegenheit (es handelt sich um die Anlage einer Schmettcrlingssammlung) wiederholt betonen, daß ein Sammeln nur dann Wert hat, wenn es syste- malisch nach wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgt. Gegen die sinnlose Sammelwut, die leider besonders einen nur allzu großen Teil der Schuljugend erfaßt hat, müssen wir energisch Front machen, und erachten es als Ehrenpflicht jedes einsichtigen Naturfreundes, namentlich der dazu in erster Linie berufenen Herren Lehrer, hiergegen anzu kämpfen. Durch die Jagd nach seltenen Arten sind manche der Gefahr vollständiger Ausrottung nahegebracht. Es gilt dies ebenso vom Käfer- und Pflanzensammeln. Nur wer durch Einsicht in das Naturleben den fchuldigen Respekt vor seinen Lebensäußcrungen gewonnen hat, sollte zur Anlage einer Sammlung berechtigt sein, das bloße Wegfangen und Aufspießen beziv. Abreißen und Pressen der Naturobjekte fördert die Bildung so wenig wie mechanisches Aneignen von totem Gedächtniskram!" * Genugtuung. Sommerfrischler: „Gestern hat euch aber der Herr Pfarrer von der Kanzel herunter ganz gewaltig die Meinung gesagt. Laßt ihr end), denn das gefallen'?" — Bürgermeister : „Koan Sch-ei! Mir Hamm eahm am Na'mittag drei Markt Handel. D i s k o n t e r m ä ß i g u n g der Bank von England Die Bank von England hat ihre offizielle Rate am Donnerstag vcm 3% auf 2 72 e/0 herabgesetzt, nachdem der Prwatdiskont in Euqlar d bereits aip 1% Prozent gesunken Ivar. Diese Geldverhäl'rmi e sind eigentlich auch kritisch zu nennen, denn sie zeigen, daß b. r Bedarf nach Geld von feiten der Industrie und des vandcl-s außerordentlich gering ist und daß die Bank von England ihie liebe Not hat, für ihre Mittel Unterkunft zu finden. Tie ÄericiLe I aus der City haben schon seit einiger^ Zeit darauf hingewicsc«, ' daß der Bank kein anderer Weg, die Herrschaft über den MaiL wieder zu erlangen, übrig geblieben ist, als mit ihrem Satz mut 2i/2 Prozent herunter zu gehen. Sie hat es nicht gerade gerne getan, das sieht man an der langen Zögerung. Im vergangene n Jahr um diese Zeit hat die Bank einen Diskontsatz von 4Prozent, der sich dann in der zweiten Jahreshälfte wie bekannt, in vier Etappen vis auf 7 Prozent erhöhte. Einen Diskontsatz von Mi Prozent hat das Institut in der Zeit vom 9. März brs 7. Suv- tember 1905 gehabt. Daß die Reichsbank dem engllsck)en Institut mit Erinäßigung ihres Zinsfußes nicht folgen wird, ist schon vor einigen Tagen bekannt geworden. 'Subskription auf Doll. 13750000.— 4 V. p r o i Priorität s°G o l d-B o n d s d e r M ex i k a ni f d) en 9c a t i uo> nal-Eisen bahn-Gesellschaft. Nachdem unter MitwirkMI erster Newyorker Bankhäuser, sowie der Darmstädter Bank un b der Berliner Handelsgesellschaft die Fusion der beiden bedeutenden Eisenbahnunternehmungen der Bereinigten Staaten von Mexibo, nämlich der Mexican Central Railway Company limited und but National Railroad Company of Mexico (Mexikanische Nation«!« Eisenbahn-Gesellschaft) erfolgt tft, sollen in den nächsten Tagen Toll. 13 750 000.— 4*/3 Proz., vom 1. Januar 1917 ab zu 105.— Pro«, rückzahlbare Gold-Obligationen der neuen Gesellschaft zum Em’e von zirka 95 Proz. zur Zeichnung eingelegt werden. Die Obi i- gationen sind durch erststellige hypothekarische Eintragungen auf das Besitztum der Mexic. Central Railway Comp. sichergestM. An der Gesellschaft ist die Mexikanische Regierung durch grobem Aktien- und Obligationen-Besitz mteressiert. Wir verweisen irm übrigen au( die noch folgende Bekanntmachung der DarmstädlLi Bank dahier. Erdbeben. Donnerstag abend ereignete sich in Mangane Acireale ein starkes Erdbeben, das ernsten Schaden verursachte. Bei der P a ch t - W e 11 f a h r t von Bremerhaven nach Felixtown waren die Pachten „Meteor", „Hamburg", „Iduna" und „Komet", die ersten, die am Ziele eintrasen. Unter Berücksichtigung der Zeitvergütung hat „Iduna" den ersten Platz belegt. gehalten hätten, gegen die Beleidigung des russischen Kaisers durch die Arbeiterpartei zu protestieren, was sich aus der traditionellen Feindschaft der englischen Politiker gegen Rußland erkläre. Fast alle englischen Parteien weiteiserten von jeher in der Verhöhnung Rußlands und eine nachsichtige Behandlung des von der Arbeiterpartei herausbeschworenen Skandals sei eine gute Illustration des neuen in Mode gekommenen Themas von einer englisch-russischen Freundschaft. „Ruskoje Snamja" schreibt: England sei der Erbseind Rußlands und weist jetzt jede englisch- russische Annäherung wegen der Politik Englands zurück, das unkultivierte Völker wie Zitronen ausguetsche. Die Abreise Fallieres von England. Präsident Falliöres nahm gestern vormittag auf dem Bahnhof in London Abschied von König Eduard, vom Prinzen von Wales, den sonstigen Hof- und politischen Persönlichkeilen _unb suhr mittels Spezialzuges nach Frankreich ab. Präsident Fallieres sagte in Erwiderung auf die Ansprachen des Bürgermeisters und des Handelskammerpräsidenten von Calais, die ihn zu der Reise nach England beglückwünscht hatten, die Genugtuung ü b e r d i e s e R e i s e werde ausbeidenSeitendes Kanals geteilt. Tie Entente rordiale, deren Bande soeben neu befestigt wurden, fei nicht derart, daß sie irgend jemanden beunruhigen könnte; sie müsse als eine neue Bürgschaft Tür den Weltfrieden betrachtet werden. Ter Präsident, dem herzliche Kundgebungen von der gesamten Bevölkerung bereitet wurden, setzte um 2 Uhr 40 Minuten seine Reise nach Paris fort, wo er nachmittags eintraf. * Neues vom serbischen Thronerben. Ein serbischer politischer Flüchtling erzählte hiesigen Redakteuren, der serbische Kronprinz habe sich vor einigen Tagen in Topschides bei Belgrad von drei serbischen Banden, die nach Makedonien abmarschierten, verabschiedet und mit jedem einzelnen der Bandenmitglieder Abschiedsküsse getauscht. In Sofia schenkt man dieser Erzählung Glauben, weil man dort auch andere Beweise für die Beteiligung des Kronprinzen an makedonischen Umtrieben besitzt. * Unruhen auf Samos. Neber die Ereignisse auf Samoa fehlen bis jetzt genaue Berichte. Nach den vorliegenden, teilweise übereinstimmenden Nachrichten hat jedoch kein Massakre stattgefunden. Die Meldung von 150 Toten und Verwundeten ist übertrieben. Der österreichisch-ungarische Konsul meldet, daß er in seinem Wohnhaus blockiert sei, ebenso auch die Kinder in der Schule. Aehn- liche Meldungen liegen von anderen Konsuln vor, die alle um Schutz bitten. Als Kaiserlicher Kommissar ist der Mali Neuf Pascha von Saloniki mit zwei Torpedobooten und ferner der Kontreadmiral Hallid Pascha aus der Jacht „Jzzedin" nach Samos abgegangen. Ferner sind von hier heute früh der Kreuzer „Abdul Hamid" mit einem Torpedojager und fünf Bataillonen nach Samos beordert worden. Seit gestern finden Beratungen der Botschafter Sinowiew, Constant und Barkley statt. Nach den Auskünften der Pforte an verschiedene Diplomaten ist der Fürst von Samos mit den Truppen der Garnison noch immer im Regierungsgebäude von Aufständischen eingeschlossen. ; Tas Wer Än int!) IH tage Inne 1 sater 15 - u i , Es wirb Nl bafe B bTfcin bei ? *; «Mt'Mliche WbMdjie Eichen, Gr. Die Cholera tuület in schreckenerregender Weise in der Provinz Pangesinan aut der Insel Luzon. Biele Städte, hauptsächlich aber Tagupan, sind von der Evideinie betroffen. Da der Lenchtturm von Tagupan während des Tages noch brannte, wurde eine Untersuchung eingeleitet, welche ergab, daß sämtliche fünf Mitglieder der Familie des Wächters der Cholera erlegen touren. In den Provinzen Cadix und Rtzal-Zambates herrscht die Epi° denne ebenfalls stark. IM ^Mgo1 Mcls aus Merrdchli jr 6ni«e' labet ergeb jfPla <0. - Fei * und — Deutsche Bunfengesellfchaft. (Sestern vormittag wurde in Wien die 15. Hauptversammlung der Deutschen Bum'c-. gesellschaft für angeiuanbte Chemie in Anwesenheit d - Unterrrchtsministers Dr. Aiarchet, des Arbeitsministers Tr. Germann, der Rektoren der Wiener Hochschulen und der Vertreter iw interessierten Behörden eröffnet. Rach den Begrüßungsreden leit» Geheimrat N e r n st mit, daß die von Ehrenpräsidenten (SeheiinrU Böltinger geftiftete B u n s e nm e d atlle dem Professor Slohirauic- Atarburg, dem ehemaligen Präsidenten der Physika lisch-Technischi i Reichsanstalt Charlottenburg, verliehen worden fei. Hierauf bi- gaiuien die fachlichen Beratungen. — Der L a n d s ch a f t s m a l er Hermann Krüger i"t im Alter voit 74 Jahren in Baden-Baden infolge eines Schlac • anialls gestorben. betitelt „Fortschritte des katholischen ßibera- lismus unter Leo XIII" ist auf den Index gesi^k /"Zahlreich, --wcrdct ih 301 einen S ijt jj t e n zu Biebrich, dem Magazinier Joh. Born daselbst, dem Phil. Brühl zu Sclsterstein, dem Andreas Hinter zu Biebrich, dem Meister Paul H e tz l e r, dem Pförtner Peter Muller unb dem Wilh. Schwarz daselbst, dem Adolf Ulsrich zu Schierstein, dem Justus Petri zu Biebrich und dem Hetzer Phil. Bierod daselbst das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit". Die Gesellschaft I)at auf Anlaß ihres 50jährigen Bestehens zu wohltätigen Zwecken für ihre Angestellten 350000 Mark gestiftet. + Steinbach, 29. SDiat. Schwere Lastfuhrwerke, Automobile 2c. ziehen bei dem schlimmen Zustande der Ltcher-Straße innerhalb be§ Gießener Stadtwaldes nicht selten den Weg über Annerod nach Gießen vor. Gegenwärtig wird diese Straße streckenweise (von Annerod bis zur Grünbergerstraße) neu eingedeckt und mit der Dampfivalze befahren. Nach ihrer Neuherstellung wird sie wohl noch mehr als seither von einem Teile des Fuhrwerkverkehrs zwischen hier und Gießen benutzt werden, da sie, abgesehen von dem kleinen Umweg, zweifellos eine empsehlengswertere Verbindung darstellt, als die sich durch die letzten Regengüsse immer ungünstiger gestaltete Licher-Straße. F.C. Grünberg i. Hessen. 29. Mai. Für den hiesigen Bezirk ist der Kaufmann Louis Moll von hier als Landtags- kandidat nominiert worden. Der Bund der Landwirte wird diese Kandidatur, nachdem Oekonom Emmel-Warthos zurückgetteten ist, unterstützen. ? Hungen, 28. Mai. Gestern nachmittag fuhren verschiedene Mitglieder des Kreistages des Kreises Gießen in fünf Automobilen hier durch, um das Quellengebiet bei Inheiden zu besichtigen. Bei der Rückkehr gegen 6 Uhr wurde im Gasthaus zur Traube Einkehr gehalten, woraus die Fahrt nach Gießen weiterging. — Am kommenden Sonntag wird die hiesige neuerbaute katholische Kirche eingewciht und ihrer Bestimmung übergeben. x Hohensolms, 29. Mai. Bürgermeister Huttel hier überreichte im Allerhöchsten 9luftrag eine seltene Auszeichnung an die Hebamme Schaub in Oberlemp. Letztere hat 40 volle Jahre in den Gemeinden Ober-, Niederlemp und Bechlingen das Amt als Geburtshelferin versehen. Tie Kaiserin ließ ihr in Anbetracht der langen Tienstzeit eine prachtvolle goldene Brosche überreichen. Frau Schaub ist noch durchaus rüstig und gedenkt auct) noch für die Folge den drei Gemeinden zu dienen. Aus Stadt und Land. Gießen, 30. Mai 1908. ** Landesuniversität. S. K. H. der Großherzog haben den Präparator am Königlichen Zoologischen Museum in Berlin Hugo Schmidt zum Präparator am Zoologi'chen Institut der Landcsuniverjität Gießen ernannt. **. Vermessuugswe s e n. S. K. H. der G r o ß h e r z o g haben den Kreisgeometer des Kreisvermessungsamts Homberg a. d. Ohm Franz S a x zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamts Höchst ernannt. ** Lehramtspersonalien. S. K. H. der Großherzog haben den Lehramtsassessor JohS. Adler zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, den Lehramtsassessor Johs. D ü t h w o h l zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt und den Lehramtsasscssor Dr. Karl Kübel zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz ernannt. ** I n Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Großherzig u. a. am Mittwoch Oberleutnant Freih. v. Nord eck zur Rabenau von der Schutztruppe für Deutsch- Oftafrika, sowie die Hochbauaufseher Marx von Gießen und Walther von Bad-Nauheim. ** D i c nach st e Provinzialausschuß-Sitzung findet am 2. (nicht 12.) Juni statt. ** D i e Weinliebhaber sind loicber in Tätigkeit. Nachdem vor zwei Nächten aus einem Keller in der Lahnstraße zwei Flaschen Wein entwendet worden waren, haben die Diebe in verflossener Nacht einem Keller in der Nord-Anlage und einem in der Frankfurter Straße Besuche abgestattet. Sie entwendeten aus dem Keller in der Nord-Anlage etwa 6 Flaschen Wein unb ca. 10 Pfunb Cervelatwurst. Aus bem Keller der Frankfurter Straße holten sie etwa 8 dis 10 Flaschen Wein. Hier wurden Die Täter, zwei junge Burschen, gesehen, dem einen entfiel eine Flasche, als sie sich nach dem Wetzlarer Weg zu entfernten. ** E i n Fabrikjubiläu m. Die Chemischen Werke Dorrn. H. u. E. Albert in Amöneburg feierten gestern ihr 5 0 jäh r. Bestehen. Aus diesem Anlaß verlieh der Großherzog dem ersten Direktor Paul Seifert den Charakter als Kommerzienrat, dem Kommerzienrat Hch. Albert in Wiesbaden-Amöneburg die Goldene Verdienstmedaille für Landwirtschaft unb Gewerbe, bem stellvertretenben Direktor Otto Zwanziger das Ritterkreuz 2. Klaffe mit der Krone des Verdienstordeiis Philipps des Großmütigen, dem Prokuristen ^ean Werner das Ritterkreuz 2. Klasse dieses Ordens und dem Bureauchef Phil. Fröhlich das Silberne Kreuz dieses Ordens: ferner dem Peter Vel- ! W Luftl (Sehne j tt seiner hei 1 liienthalt Ir hinderen Ga Fmles-AMzeig’e G-estern Mittag 3l/2 Uhr entschlief sanft, nach langem, schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Schwägerin und Tante •881 L'iir' 'Mdu i. zwei neue Burlesken Zwei neue Burlesken 30- Entree frei. Bier 12 Pfennig. -S« glen etacten vm Jeden Mittwoch extra Kindervorstellung Zu Pfingst-Ausfiögen empfiehlt sich der |D*/S Ls ladet crgebenst ein Albert Rappmann, Direktor u. Inhaber. w Piatzheims Burlesken kommen. 'etlnonn s>. !n in öen nfe ■? luarlMabM-- uen GrleWK gelegt loetbtn. vifc letmijcge Eintrags- iilroag (iomp, sich^ je Negierung ifiert. Air ttnraj tmadjung bette rdienst. t Hesscu am str injelt ©eroittenegfc'. - SColossstsm ^i©ss@n Walltorstr. 36—38 (früher Cafe Leib) Telefon 644 Feinstes Familien-Sommer-Theater. heute Samstag, den 36. Mai Krone Bcncfiz-Vorstcllung für das behebte Stcidl Duo. Wer lachen will, der sehe Mur noch 2 Tage! Lemoäns Bur>tesken tel-ttngen. üte des atholtlche;^ t auf ta 3*1 । Nachweis jn J Luftkur®?"! OIHei$b&afng (Schnellzugsstatioh an der Strecke Cöln—Giessen) mit seiner herrlichen waldreichen Umgebung als angenehmer Aufenthalt. Im städt. 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