Wir »eben den verehrten Ausstellungsbesuchem gern Gelegenheit, sich von der Vorzüglichkeit unserer Produkt© zu überzeugen- MAGGI-Gesellschaft, Berlin (Fabrik in Singen, Amt Konstanz) auf der KÄmkMdM vom 28. bis 3. April W 's ist Höflichst Meres bei >er, SSeitonlagt» 1S8. Jahrgang Drittes Blatt Samstag 28. März 1908 Nr. 75 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Geschichte der Philosophie in übersichtlicher Darstellung. 3. Teil. Von Kant wÄ’a'nS. offen’ Mirschaipotlseke m Mensch? schaftlich Die „Siebener Kmnilienblütter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Areisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zelt- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Kinder. '0 Pfg. D r. an den I. Rnska: Was hat der neusprachliche Unterricht Oberrealschulen zu leisten? Heidelberg, Carl Winter. Phil. C. Dennert: Ist Gott tot? Gott — Welt — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Giessen, den 28. März 1908. Grossh. £solizeiamt, Reinhart. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:S-^l12. Tel-Adr.: AnzeigerGießen. versnißehtes. * Aerztliche Kun st. In einer Aerzteversaminlung in Königsberg i. Pr. wurde von Professor Lexer ein Patient vorgeführt, dem ein fremdes Kniegelenk eingesetzt war. Der Patient litt durch einen Geburtsfehler an einer völligen Verkrümmung des Knies, wodurch ihm der Gebrauch des einen Beines vollständig unmöglich gemacht wurde, so daß er sich nur mühsam mit Hilfe von Krücken fortbewegen konnte. Es traf sich nun vor einigen Monaten, daß einem anderen Patienten infolge eines Unglücksfalles das Bein abgenommen werden mußte. Das Kniegelenk aus dem abgenommenen Bein wurde nun h.rausgenomm-n und dem Patienten mit Dem vertrappelten Kniegelenk, nachoem dieses entfernt war, eingesetzt. Die Knochen schloffen ganz tadellos zusammen, die ganze Kniepartie verheilte, und heute schon ist der Operierte, wie sich die versammelten Aerzte überzeugten, in der Lage, sich wie ein normal geborener Mensch fortzu- beweg en._______________________ _______ Prof. D r. Adolf Mannheimer Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhchens mit den Beilagen „Kamilienblätter", „LandWirtschaftliche Seitsragen" und dem Kreisblatt für den Kreis Gießen. Auflage über MW Expl. Mle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle der Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. H. Schmeck: Ludwig Erk. Ein Lebensbild. Gießen, Ernik Roth. Heinrich Lilienfein : Ideale des Teufels. Eine boshafte Kulturfahrt. Berlin, Egon Fleische! u. Co. SB uff on: Ritterlicher Ehrenschutz. Graz, Franz Peschel. Dr. Arthur Schimmelpfennig: Beiträge zur Geschichte des Kriminalromans. Dresden, Moewig u. Höffncr. Preis 30 Pfg. Ludwig Kleinertz: Unsere Nahrung? - und Genuß- mittel. (Hillgers ill. Volksbücher Nr. 88.) Berlin, Hermann Hillger. Preis 30 Pfg. Die Spekulation in Industrie-Aktien Berlin S. O. 16, Erich Falk. Preis 50 Pfg. bis zur Gegenwart. Frankfurt a. M., Neuer Frankfurter Verlag. Preis 3.50 Mk. __ Gustav Adolf Müller: Dornenkronen der Liebe. Ein Schwarzwaldroman. 2. Auflage. Leipzig, Akademischer Verlag. chen. Das Bäumlein im Walde. Zwei Geschichten für Kinder. Nr. 1492—1494, Fritz Reuter: Hanne Nüte urt de lütte Pudel. Nr. 1495, 1496, Prof. Dr. Will). Seelmann: Fritz Reuters Leben und Werke. Nr. 1497, Prof. Dr. Erich Schmidt: Heinrich von Kleist. Nr. 1498: 1500. Pros. Dr. Alfred Kirchhoff: Die deutschen Landschaften und Stamme. Nr. 1501, 1502, Hanna Christaller: Leibeigen. Nr. 1503, 1504, Max Dittrich: Feldmarschall Gras Moltke. Franz Neumann: Zu den Waffen! Weck- und Mahnruf an die deutschen Demokraten. Berlin-Charlottenburg, H. Rau. Preis 60 Pfg. 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Josef Lauterer : Mexiko, das Land der blühenden; Agave einst und jetzt. III. Leipzig, Otto Spamer. : auch dem Entwürfe über eine Anweisung zur Ausführung des Gesetzes über die staatliche Schlachtviehversicherung vom 12. April 1905 die Genehmigung versagt. Auch zwei Anträge über die Einrichtung einer staatlichen Mobiliarversicherung wurden abgelehnt. Nach Erledigung einer weiteren Anzahl ziemlich unwesentlicher Gegenstände vertagte sich die Zweite Kammer auf den nächsten Dienstag. Apolitische Wochenschau. Gießen, den 28. März. Das deutsche Kais er paar hat seine Reise nach Korfu ängetreten, um dort auf der neuerworbenen Besitzung Achilleion, dem einstmaligen Lieblingsaufenthalte der ermordeten Kaiserin von Oesterreich, Erholung von den Strapazen des Winters zu suchen. Diese Reise des Kaiserpaares hat also rein .privaten Charakter, trotzdem hat cs iu der ausländischen Preise nicht an mancherlei Gerüchten gefehlt, die die Kaiserreise mit einer Einrnnchung Deutschlands in die Balkanpolitik in Verbindung bringen wollten. Das waren natürlich ganz und gar haltlose Gerüchte, und der Kail er hat sogar, um allen überflüssigen Mutmaßungen die Spitze abzubrechen, auf den Ausflug von Korfu nach dem benachbarten Albarsten verzichtet. Zu allem übrigen hat auch der Reichskanzler Anlaß gefunden, das Ausland über Deutschlands Stellungnahme zum Balläuprcblem zu beruhigen. Und wer trotzdem noch an den ehrlichen Absichten Deutschlands zweifeln sollte, den wird jetzt hoffentlich die überaus herzliche Monarchenbegegnung in Venedig endlich überzeugt haben. Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel von Italien haben durch diese Begegnung, wie namentlich die italienische Presse mit großer Einmütigkeit, feststellt, ams neue bekundet, daß der Dreibund heute fester denn je dasteht und daß namentlich Italien, kein auch noch so geheimstes Mißtrauen ün die deutsche Politik setzt. Es hat tatsächlich eine Zeit gegeben, wo beide Herrscher sich geflissentlich gemieden haben, damals, als die italienische Politik völlig int französischen Fahrwasser schwamm und man die Bundesgenossenschaft mit Deutschland fast ganz vergessen zu haben schien. Die Zeiten sind vorbei. Wenn man am Tiber 'auch mit Frankreich gute Beziehungen zu unterhalten wünscht, so hat man doch sehr bald wieder eingesehen, daß der Rückhalt an Deutschland für Italien das Beste sei. An und für sich wäre ein Empfang des Kaisers durch König Vikort Emanuel nicht erforderlich gewesen, er hätte sich mit der Entsendung einer offiziellen Begrüßungsdeputation begnügen können, weil der Kaiser sich lediglich auf der Durchreise befindet, und somit zeigt der König, das; ihm daran liegt, durch eine persönliche Begegnung seinen Gefühlen gegenüber Deutschland und dessen Kaiser vor aller Welt Ausdruck zu geben. Tatsächlich liegt auch nichts vor, was die Beziehungen irgendwie trüben könnte, im Gegenteil muß Italien daran liegen, gerade jetzt, wo cd sich um die Regelung der Dinge aus dem Balkan handelt, sich der diplomatischen Unterstützung Deutschlands zu versichern, ähnlich wie sie Oesterreich zuteil geworden ist. Die nach- ß « « n § o Lind Sonntag den 29. 3Iärz nur stehenden V i. tLi ä £/ von 12 Uhr mittags bis i2 Lhr n 'its für dringende Fälle sicher anzutrelfen. [I • , Schäffer. Bergstasse 9. — Dr. Stahl, Seltersweg 79a. Der Konflikt zwischen den Journalisten u n d dem Reichstage ist recht bald wieder beigelegt worden. Tie Einmütigkeit der in- und ausländischen Presse hatte es zuwegegebracht, daß die Verhandlungen des Reichstages vollständig unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfanden und daß der Reichstag damit aus dem öffentlichen Leben für einige Tage ausgeschaltet war. Was das in unserer heutigen Zeit bedeutet, ist dem Reichstage recht bald klar geworden, und so hat ec denn den Abg. Gröber veranlaßt, sich zu entschuldigen. Zuerst weigerte Gröber sich ganz entschieden, den von ihm beleidigten Journalisten irgendwie Genugtuung zu geben, dann machte er die Bedingung, daß die Journalisten sich zuerst entschuldigen sollten, und schließlich sah er sich genötigt, auf eine jede vorausgehende Entschuldigung der Journalisten zu verzichten, und er mußte es sich auch noch gefallen lassen, daß seine Erklärung vom Reichstage in entsprechender Weise umgestaltet wurde. Die Erklärung, die er dann abgab, war allerdings das Aeußerste, was die Journalisten für die grobe Beschimpfung fordern mußten. Sie haben sich damit zufrieden gegeben, daß Gröber sich entschuldigt hatte und sie haben damit in besonnener Weise gezeigt, daß ihnen kleinliche Empfindlichkeit fern liegt. Sie hätten mehr fordern können: sie haben es im Interesse der Allgemeinheit der Zeitungsleser nicht getan, das muß man ihnen hoch anrechnen. . In der ersten Sitzung nach dem Journalistenstreik fand Reichskanzler Fürst Bülow Veranlassung, sich über die Aen - derung des Preußischen Landtagswahlrechts aus- zusprechen. Inhaltlich wich er in seiner Rede natürlich von dem nicht ab, was er s. Zt. im Landtage über diese Frage gesagt hatte. In der Form aber kam er dem linken Flügel der Blockparteien entgegen. Das ist von freisinniger Seite denn auch sogleich bereitwilligst anerkannt worden, und man bedauerte es nur, daß Fürst Bülow durch seine allzuschroffe Erklärung s. Zt. im Abgeordnetenhause so ganz unnötiger Weise die Freisinnigen brüskiert und die öffentliche Meinung aufgeregt habe. Diehesfische Zweite Kammer hat nach Beendigung Der Etatsdebatten sich mit zahlreichen kleineren Anträgen beschäftigt. Sie genehmigte den Gesetzentwurf über die Vereinigung der Stadt Kastel mit Mainz und behielt sich die Besprechung mehrerer Anfragen aus dem Hause über die hessische Eisenbahngemeinschaft, über das Besoldungsdienstalter der Staatsbeamten, und der Kreisassistenzärzte für später vor. Die Rückäußerung der Ersten Kammer über die Abänderung des Berggesetzes fand die Zustimmung auch her Zweiten Kammer. Abgelehnt wurde ein sozialdemokratischer Antrag, wonach die staatlichen Zuschüsse für die Religionsgemeinschaften fortfallen sollten. Genehmigt wurde hingegen ohne Debatte die Regierungsvorlage über die summarische liebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Staats- fchuldenverwaltung für das Rechnungsjahr 1902/03. Abgelehnt wurden sodann die Vorstellungen der deutschen Militäranwärter über die Probedienstzeit der Kanzleigehilfen und die Besoldungsverhältnisse der Militäranwärter im Staats- und Kom- munaldi tc. Eine weitere Vorstellung der Kanzleiinspektoren wurde । Regierung zur Berücksichtigung bei der demnächstigen Revision oer Besoldungsordnung nahe gelegt. Dasselbe geschah auch bezüglich der Vorstellung der Ministerialkanzlisten und der Diener der hessischen Staatsb»orden und der Technischen Hochschule über die Neuregelung ihrer Gehaltsverhältnisse. Nach eJTt.^u5^ußQntr^9en genehmigt wurden die Anträge des Abg. Köhler über den sog. Schlippeschen Erlaß. Abgelehnt wurde dagegen ein sozialdemokratischer Antrag, wonach den Schülern der Volksschule alle erforderlichen Lehrmittel unentgeltlich geliefert werden sollten. Entgegen den Beschlüssen des Ausschusses wurde Eichener Anzeiger General-Anzeiger fär Oberhessen Auszug a. d. StanSesamtrregrstem der Stabt Gießen. Aufgebote. März 20. Gustav Will, Kauimaim dahier, mit Katharina Kaub in Mannheim. 23. Ferdinand Schäler, Regierungsassessor in Erbach i. O., mit Irmgard Buderus dahier. 23. Heinrich Lauth, Postbote dahrer, mit Elise Jeldpusch in Leusel. 24. Friedrich Ferdinand Immanuel Lieberknecht, Kandidat des höheren Schulamts dahier, mit Anna Ida Mathilde Hartmann m Niederissigheim. 25. Heinrich Weber. Spengler, mit Elisabeth Born, beide dahier. 25. Ludwig Kolb, Bankbeamter, mit Ltsette Füg, beide in Büdingen. 25. Julius Lehrmund, Kürschner, mit Therese Schulze, beide dahier, Lheschiietzungen. Marz 21. Hugo Funk, Lehrer in Sieben, mit Luise Euler dahier. 23. Dr. Hermann Zahn, Physiker in 'München, mit Emilie Freim Gedult von Jungenfeld dahier. Geborene. März 15. Dem Monteur Georg Eidmann eine Tochter, Ottilie Wilhelmine Karola. 15. Dem Erdarbeiter Senelonte Baialuna ein Sohn, Johann Anton. 16. Dem Hilfsrottenführer Friedrich Müller eine Tochter, Minna Margarete Sophie. 16. Dem Schlosser Heinrich Rau ein Sohn. 18. Dem Händler Wilhelm Gerstenberg ein Sohn, Karl Paul. 18. Dem Telegraphenarbeiter Heinrich Reinhard Rockel ein Sohn, Heinrich Konrad Karl. 18. Dem Kaufmann John Schwarting ein Sohn, Johannes. 19. Dem Kehrwart: Johann Louis Adler eine Tochter, Elisabeth. 20. Dem Weißbinder Karl Käs eine Tochter, Else. 20. Dem Telegraphenleitungs-Auf- seher Philipp 'Mattern eine Tochter, Ottilie Emma. 22. Dem Lo- tomotivheizer Wilhelm Klein eine Tochter, Lina Karoline Henriette. 22. Dem Taglöhner Gotthilf Höß Zwillinge, Elisabeth und Anna. 28. Dem Prokuristen Heinrich Rau ein iäohn, Heinrich Balthaser Emil. 24. Dem Taglöhner Florenz Goffelmeyer ein Sohn. 24. Dem Feldwebel Emil Hmneburg eine Tochter, Lotte Wilhelmine Gestorbene. März 20. Adolf Meuser, Eisenbahnschaffner i. P., 62 Jahre alt, Am Riegelpfad 34. 20. Katharine Lang, geb. Becker, 65 Jahre alt, Schillerstr. 9. 22. Elisabeth Krug, 6 Mte. alt, Walltorstr. 13. 24. Karl Jung, 3 Alte, alt, Kaiser-Allee 32. 26. Karl Bäulke, 11 Jahre alt, Brandgasse 3. Maria Liscknewska: Die geschlechtliche Belehrung der 4. Aufl. 'Frankfurt a. M., I. D. Sauerländer. Preis Bvrsen-Wochenbericht. ~r 5" r a n E f u r t a. M., 27. März. Das Signal zu einer Wendung im Wirtschaftsleben ist schon häufig von Amerika ausgegangen und deshalb werden, wenn die wirtschaftliche Lage ungeklärt erscheint, die Blicke auch auf- merh'am über den Ozean gerichtet. Nach oen Verheerungen, die in Wall Street eingetreten waren, ist seit einiger Zeit eine Reaktion im Anzuge. Die Spannung auf dem Geldmärkte ist geschwunden, die Kurse haben sich wieder etwas erholt, in der Industrie will man eine leichte Besserung wahrneymen und wenn nicht alles trügt, zieht auch) Präsident Roosevelt in seiner Politik gegen die großen industriellen und Verkehrsunternehmungen mildere Saiten auf. Ta aber durch Manipulationen der Spekulation das Bild trüben häufig entstellt wird, so nimmt man die Nachrichten, die über den Ozean einlaufen, mit Vorsicht und Mißtrauen auf und damit hängt es auch zusammen, daß man zu den Schalmeientönen, die in jüngster Zeit zu u"s herübertönen, noch nicht das richtige Vertrauen hat. Man will die Besserung inu Verkehrsleben erst deutlichere Formen annehmtzn sehen, bevpr man sich anschickt, darauf zu reagieren. Zudem sieht es bei uns auch noch wenig freundlich auS. Die Betriebseinschränkungen sind noch an der Tagesordnung und die Preise neigen nach unten. Allerdings werden unserer Industrie durch die Eisenbahnverwaltung' große Aufträge zugeführt und Minister Breitenbach gab auch, als er seine umfassende Sekundärbahnvorlage im Abgeordnetenhause cinbrachte, seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß die jetzige Abschwächung im Wirtschaftsleben nur einen vorübergehenden Charakter habe, allein ein besonderes Gewicht hat man diesem Urteil nicht beigelegt, weil man weiß, daß man sich vom Ministcrtisch aus in der Beurteilung der wirtschaftlichen Bewegung fdjon wiederholt geirrt hat. Möglich, daß wir das Schlimmste schon überstanden haben und mit einigem Vertrauen in die Zukunst sehen dürfen, aber an der Börse wagt man vorläufig noch nicht, dieser Ansicht praktischen Aüsdruck zu geben, man beobachtet vielmehr nach wie vor großeZurück- Haltung und wagt es nicht, neue Engagements einzugehen. Es fehlt ja auch nicht an Momenten, die die Spekulation in dieser Haltung bestärken. Zunächst weiß man noch nicht bestimmt, ob das Boris enge setz, in der von der Regierung vorgeschlagenen Form gemildert wird, dann stehen wir vor der Möglichkeit des Ausbruchs eines neuen Kampfe S im Baugewerbe, der andere Gewerbe stark in Mitleidenschaft ziehen könnte, endlich haben wir in Deutschland auch noch immer teures Geld. Für Schiebungsgelder mußten diesmal an der Börse 53/i °o bewilligt werden und Privatdiskonto hält sich noch auf 49/i6,%- Lauter Faktoren, die nicht geeignet sind, belebend aufs Geschäft einzu- wirken. Tie.ganze Woche hindurch hielten sich die Umsätze in ganz engen Grenzen und die Kursveränderungen sind nur geringfügig. Von Fonds sind Japaner gebessert, auch amerikanische Bahnen etwas hoher. Bon I n d u stri e o apier e n stiegen Hütten- heimer Spinnerei auf den guten Abschluß 11 °/o, Steglitz Photographische erholten sich um 8 °/o, Anilin gewannen 14 °/o> während Höchster Farbwerke 5 % verloren. 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