Freitag, 28. Februar LN68 Zweites ME 158. Jahrgang Nr. 50 Erscheint mV ffi-enä&nte bei VonnkagS. 3372 Gelächter.) Abg. Carstens (frs. Dp.): -WS eigenen söhnen. Erinnert sich das Handwerk dieser seiner alten guten Art, dann wird es auch wieder aufblühen. (Lebhafter Bei. fall rechts.). Roteftongbrutf and versag bei NrühNchea Untrerjltätl - Bud)- and Srerndruckerri. 8t Bange, Stetzeu. Di; wüte.,enet SamiUenblätter* werden dem .Anzeiger* viermal wSchrnNtch beigelegt. daS wlM3t>l(rtl fßr den Kreis Sietzrn" zweimal '^SchenUtch. D« ^hessische Landwirt'' erscheint monatlich einmal. Deduktion. Exveditian «r» Druckerei« Schul- stratz« 1. LxpedtNon and Verlag > 65® 61. Steöatttonre^ 112. Tel.-Adr» Anzeigers retzen. reh! k)ea I.Miirz: 1 tag J h.Vorträgen ) tritt frei. den ist. [01155 e, .Trockene Lvusi' doppelte Sichert i .ch.Zliiszadlerbckft litliLe Angebote iLj i Äiej;. Ln». erteil * Giesa Bereinslokal Feinstrasse Wch ‘talitfj roidfomtittn. i — Ter iBom,, Giehener AWtze? Sexeral-Anjeiger sSr G'serheffm SIM: zeiner Beamtengruppen durchzuführen. Er beantragt einen Zu- aß ^u Art. 12 des Gesetzes, daß auch die Vordienstzeit der Beamten bei den Rechtsvorgängerinnen der Bahn in Anrechnung gebracht werde. Ministerialrat S ü f f e r t erklärt dem Vorredner gegenüber, daß das vorliegende Gesetz mit den von ihm vorgebrachten Wünschen der Beamten nicht in Verbindung gebracht werden könne. Die Regierung sei bezüglich dieser Wünsche mit dem preußischen Eisenbahnminister in Verbindung getreten und sehe dessen Rückäußerung entgegen. Bezüglich der Gewähr von Wohltaten für die Beamten müsse sich die Eisenbahngemeinschaft genau an die Bestimmungen halten, die auch für die preußischen Beamten bestehen. Das, was Abg. Osann in seinem Antrag verlange, bestehe aber in Preußen nicht, und deshalb könne es auch unmöglich für die hessischen Beamten verlangt werden. ALg. Molt Han verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß der Ton in der Debatte am 21. Januar ein ungehöriger gewesen sei. Er erkenne mit seinen Freunden rückhaltlos an, datz der Gemeinschaftsvertrag dem Lande außerordentliche wirtschaftliche und besonders finanzielle Erfolge gebracht habe. Er sei aber trotzdem der VLeinung, daß bei einem festeren Auftreten noch mehr zu erreichen gewesen wäre. Als Ausschußreferent ersucht Redner, den Antrag Dr. Osann abzulehnen. Abg. Adelung meint, man brauche den Vorwurf des un- fteundlichen Tones nicht so traftsch zu nehmen. Die Erregung über die Mombacher Güterzrigasfäre sei durchaus berechtigt gewesen. Die Eisetchahndirektion brüskiere die Landbevölkerung fortgesetzt durch ihre Maßnahmen, und die Mainzer Handelskammer hcche erst jüngst einen ganzen Strauß von Eisenbahnschmerzen der Mainzer Bevölkerung der Regierung überreicht. Durch die Maßnahmen der Äsenbahn und besonders die Ableitung der Eisenbahnzüge würden die.Bewohner aufs schwerste geschädigt. Finanzminifter Gnauth bedauert, daß er in jener Sitzung am 21. Januar nicht zugegen sein tonnte, er hätte sonst wohl gleich prompt die Angriffe beantwortet. Abg. Köhler erklärt, er verkenne dre großen Vorteüe der Eisenbahngemeinschaft nicht, müsse aber bedauern, daß Preußen so wenig Rücksicht auf Hessen nehme. Das zeige sich auch m Kleinigkeiten. So habe z. B. der Finanzminifter bei der Fahrt zur Einweihung der Wasserwerke im Vogelsberg seine Fahrt in einem Wagenabteil mit zerbrochenen Fensterscheiben machen müssen, man hätte ihm doch mindestens einen Galawagen stellen können. (Heiterkeit.) Wenn wir kein Recht zum Mitsprechen hätten, dann sollte man uns doch wenigstens das Recht zum Schimpfen lassen. (Heiterkeit.) Der Gesetzentwurf wird darauf nach dem Ausschußantrag einstimmig angenommen. Die Besprechung der Anfrage Dr. Schmitt und Gen., bett, wird auf Antrag des 9Übg. Molthan von der Tagesordnung ab- gefetz^, trvtzdenv Öser Finanzminister mit Rüchick^ auf die aus- gefttzl, troßdenv der Finanzminister mit fttzücksrcht auf die Mis Mainz erschienenen Eisenbahndirektionsmitglieder um sofortige Beratung ersucht hatte. Ter Antrag der Wg. Kühler unh Gen. bett, die Fahrpreisermäßigung auf den Eisenbahnen bei gemeinsamen Ausflügen von Volksschulen wurdo dem Ausschußanttag entsprechend für erledigt erklärt. Eine langd Beratung entspann sich über die Vorstellung des Gemeiudevvo- standes von Seligenstadt, bett, die Beseitigung der Konfessionsschule daselbst. Es handelt sich bekanntlich um die, im vorig«! Jahre erfolgte Aufhebung der Konfcssionsschulen unb Einführung einer gemeinsamen Schule in Seligenstadts nachdem der Gustav-Adols-Verein die seitherige Unterstützung für die evangelische Schule zurückgezogen hatte. Tie Ausschußmehrheil hat diese Maßregel der Regierung als korrekt anerkannt und beantragt, die dagegen gerichtete Vorstellung der Gemeinde für erledigt zu erklären. Abg. Tr. Frenay führt in einer längeren Rede aus, dis Regierung ljabe mit ihrem Beschluß auf Beseitigung der Kmr- sefftonssthulen, die Bestimmungen des Schulgesetzes verhetzt, und den Artikel 10 desselben eine falsche Deutung gegeben. Mienn auch das Schulgesetz die gemeinsame Schule zum Ziele habe, so gewähre es trotzdem im ArL 5 und 8 den bestehenden Kdnsessions- schulen, Beistand. Nach dem Vorgehen der Negierung habe der Art. 5 überhaupt keine praktische Aüwendungsmöglichkeit mehr. Es hätte doch der Regierung gleichgültig sein rönnen, ob der Zuschuß für die ev. Konfessionsschule ovm Gustav-Adolf-Verech oder von der politischen Gemeinde Seligenstadt getragen werde. Minister Braun legt eingehend den Standpunkt der Regierung dar. Mit Kündigung der Zahlung des Gustav-Adolf- Vereins war die Vorbedingung für den Weiterbestand der Schute weggefallen und Art. 10 des Gesetzes gab der obersten Schul-, behörde das Recht, auf Verweigerung der weiteren Genehmigung. Tie Negierung hielt diese Genehmigung nicht für angezeigt. Tie 'Schule hatte aufgehört zu bestehen und eine neue Konfessions- schule auf Kosten der politischen Gemeinde konnte zwar, mußte aber nicht die Genehmigung der Regierung finden. Er weise den Vorwurf einer üwhalen Handlungsweise zurück und führe als Entgegnung nur den einen Satz des Ausschußberichtes an: Tie Regierung hätte dem Geist des Schulgesetzes zuwider gehandelt, wenn sie der Errichtung einer neuen Konfessionsschule die Genehmigung erteilt hätte. Wg. Tr. Osann betont, daß der Regierung zweifellos das Recht zuftehe, die erteilte Konzession wieder zurückzuziehen. Tie Regierung hätte sich nach den Bestimmungen des Gesetzes ge- ridjtct. Redner wendet sich dann gegen einzelne Ausführungen der Abgg. Tr. Frenay und U c b e l und betont die Notwendigkeit, daß beide Konfessionen fick) verttagen und miteinander in Frieden leben. Abg. Adelung verteidigt den Beschluß des Ausschusses, derselbe habe durchaus korrekt gehandelt und konnte gar nicht anders handeln. Abg. Horn erklärt, daß nach der Entziehung des Beitrags des Guitav-Adolf-Ver-eins, der Gemeinderat sich sofort zur Hergabe der erforderlichen Mittel bereit erklärte und ersucht, den Antrag auf Wiederherstellung der Kvnfessionsschulen an zu nehmen. Tie Abgg. Hauck und Kühler führten aus: Die Mehrheit ihrer Parteifreunde stehe auf dem Standpunkt der Simultanschule. Trotzdem hätten sie aber gewünscht, daß dem Verlange^ hejsisch: Zweite Kammer. R. B. Darmftadt, 27. Febr. Am Minister tisch: Staatsminister Ewald, Finanzminister Wnauth, Minister des Innern Braun, Geh. Staatsrat Krug v- N i d d a , Ministerialräte Dr. U s i n g e r und S ü f f e r t. . Präsident Haas eröffnet die Sitzung um IO1/? Uhr und gedenkt At ehrenden Worten des Ablebens des Fürsten zu Erbach- Schönberg. Der Präsident hat namens der Kammer der Ältlichen Familie sein Beileid ausgedrückt, wofür der junge «nst in einem Schreiben an die Kammer herzlich dankte. Das E'ws verweist zunächst eine Anzahl zur vorläufigen Beratung Wllter Anträge und Vorstellungen an den zuständigen Ausguß, darunter die Vorstellung des Wormser Vereins für Frauen- etimmredjt, den Antrag des Abg. Molthan bett, die Äbünde- N'lödes Gesetzes über die Handelskammern und die Vorstellung A^ins hessischer Kulturtechniker. Bei dieser Vorstellung l-gt Minister Braun den ungewöhnlichen Ton, in welchem die- °sbe gehalten sei. Es werde feinem hessischen Beamten ein- 'Een, sich solcher Ueberhebungen schuldig zu machen, er bedauere c-ücrordentlich die ganze ^lusdrucksweise der Vorstellung und ^rde auch den Absendern darüber keinen Zweifel lassen. Das Ows werde darin hoffentlich keine Beschränkung des Petitions- 1H» der Beamten erblicken. Eisenbahn-Ruhegehalte. Zur Beratung gelangt darauf die Regierungsvorlage, bett. , . Hb ünderung des Gesetzes über die Nu hege halte Md dre,Versorgung der Hinterbliebenen der im hessisch-preußischenr demernschastsdienst angestellten Staatseisenbahnbeamten. Finanzminister Gnauth verliest eine längere Regierungs- i-llarung und kommt dabei auf die Kammerdebatte vom 21. Jan. ^uck, in welcher von verschiedenen Rednern ein sehr unfreund- ^,e.r Ton gegen eine befreundete Bundesregierung angeschlagen °wrden war. Das könne nur eine beklagenswerte Mißstrmmung stoonuien, und die Großh. Regierung müsse jede Verantwortung V "waige weitere Konsequenzen ablehnen. Einer sachlichen Er- ^lerung über Eisenbalmnrißstände werde die Regierung nrcht n, Weg treten, aber die verletzenden Angriffe gegen dre ctoatdrcgierung und den befreundeten Bundesstaat weise er hrer- nt energisch zurück. (Bravo!) Der Minister betont des inerteren, -? "le dem Hause jüngst zugegangene Denkschrift über die Wienbahngemeinschast nähere Aufklärungen bieten werde. rJU’fl-, Dr. Osann erklärt, er könne mit seinen Parteifreunden der Debatte am 21. Januar zustimmen. Es CP1!, doch gar kein Zsveifel mehr darüber möglich fern, datz "5 Vertrag von 1896 für Hessen von großem Nutzen gewesen 7^ Die ganzen Verhältnisse Hütten eine günstige Entwickelung 'Mn, namentlich aber die wirtschaftlichen, die Verkehrs- und ^.vetterverhaltmfse. Er erinnert an die Eisenbahuverhältnrsse in ussen bot dem Verttag und konstatiert, das; Hessen durch denselben hX «k Vohütsrechren bezüglich der Bahnen nichts emgebützt Keiner bespricht dann die zu vorliegender Sache eingegan- und führt aus, es sei bei dem jetzigen Gesetz- -Eurj die beste Gelegenheit, die noch unerfüllten Wünsche ein» l») Deutscher Neichstag. 110. Sitzung, Donerstag, den 27. Februar. Am Tische des Bundesrats: v. B eth m ann- H o llw e gh Caspar. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Minuten. • Der kleine Befähigungsnachweis. Die erste Lesung der diesen Gegenstand behandelnden Ge- loeckenovelle leitet Staatssekretär von Bethmann-Hollweg ein: Die Vorlage trägt einem besonderen Wunsche des Handwerks Rechnung. Es läge ja nahe, daß die Interessenten noch weitere Wünsche bei dieser Gelegenheit erfüllt sehen mochten. Ich möchte aber ooch bitten, diese Vorlage nicht noch anderweitig zu belasten. Die Freunde des Handwerks werden diesem den besten Dienst erweisen, wenn fie der Verabschiedung dieser Vorlage, die spruchreif -st, leine weiteren Hemmnisse in den Weg legen. Die Vorlage spricht aus, daß nur derjenige lehren darf, der selber gelernt bat An abweichenden Bestimmungen bringt die Vor- tage nur das Notwendige, aber wohl auch genügende. Mit zünft- lerischen Besttcbungen hat diese Vorlage nichts zu tun. Wie der Grundsatz völliger Lehrfreiheit eine Verschlechterung mit sich bringen kann, das haben die Zeiten gelehrt, wo man dem laisser faire, laisser aller huldigte. Ich glaube, daß ich nach der gesamten Vor. g-schichte im gegentoärligen Momente eines Eingehens auf Einzelheiten der Vorlage überhoben bin. Möge die Vorlage, bei der poüti'che Momente nicht milsprechen, eine wohlwollende Aufnahme im Hause finden. (Lebhafter Beifall.) Abg. Malkcwih (kons.): Meine Freunde werden sich in der Kommission auf die Ma- terie de- Berlage beschranken, da auch wir meinen, daß jede Be- lastung nnt anderen Wünschen die Vorlage in Gefahr bringen könnte. Wir können auch jedes Wort unter schreiben, das der Star ßfefretör grundsätzlich gesprochen Wir bedauern aller- bi.iyö, daß hier nur ein Punkt geregelt ist, und hoffen, daß in Zu- äwft eine umfassende Siegelung noch nachfolgt. Ebenso wie wir auch auf eine umfaßende Neuregelung des sozialen Ver- licherungSwesenS hoffen. Einer heutigen Meldung der Mittelstandskonferenz zufolge — die nicht die Interessen des Mittelstarrdes zu dertteten pflegt — soll eine Vorlage in Aus- atLeihnig sein, betreffend Abgrenzung von Fabrik und Handwerk. Ist diese erfreuliche Nachricht zutreffend? Der l7.ed.cer wendet sich insbesondere gegen die Sozialdemokraten; diese quittieren mit Widerspruch und Unruhe. Tippen Sie nicht an meinen Zitaiensack, ich habe ihn hier. Tas „Berliner Tageblatt" brachte neulich anläßlich des Friedberg-KrachS »inen Artikel, der für daL Vankiergewerbe einen Befähigungsnachweis forderte. Böse Zungen behaupten ja, Friedberg habe einen Befähigungsnachweis erbracht; er habe es ausgezeichnet verstanden, Schaum zu schlagen, die Kundschaft einzuseifen und über den Löffel zu balbieren. (Heiterkeit.) Jedenfalls zeigt dieser Artikel, daß es mehr und mehr verständige Leute m allen Lagern gibt, die einsehen, daß der Befähigungsnachweis lange nicht das Schreckenskind und Schreckgespenst ist, für das man ihn früher hielt. Freilich stand dieser Vorschlag im Handels- und nicht im politischen Teil. Wir werden alles daran setzen, das Gesetz möglichst bald und möglichst gut zustandezubringen, und beantragen daher eine 28gliedrige Kommission. Diese wird sich die Anträge des deutschen Handwerks, und Gewerbekammertages ansehen müssen. (Beifall r-ch.s ur o im Zentrum). einmal insbesondere bezüglich der Ein. fiHn-ung der obligatorischen Gesellenprüfung, mindestens als Vor- bttingu cg für die Ablegung der Meisterprüfung und Lehrlingshaltung (Beifall rechts und im Zenttum), und dann die Erweitc. rung der Autorität der -,'andwerkskammern. (Lebhafter Beifall.) Wir danken der Regieru j, daß sie jetzt insbesondere den überflus. sigen Formelkram beseii g-, der sich zwischen Vater und Sohn im Handwerksbetriebe^geschrden und manchen Meister abgehalten hat, feinen Sohn Handwerker mcrden zu lasten. Ich richte den dringen, den Appell an das Handwerk, seine Söhne nun mehr als bisher dem eigenen Stande zu erhalten. (Beifall.) Jeder iölacrd rekrutiert sic^am besten aus seinen iiale Berlin, Pas«r Erstes ur.ö gioßis M-nicbce üiciicte der Web. ir.SH. des öeiMl icmM Nr. 9 (W > ^oche ausgesickt Lie Wunder btt Hevier« San Remo, & cd, liontc Carlo N- äzza usw. . Togo. w Gichn. ag,deu^.our° üel oonÄn Z^: / h uom itlvinen LerA iler uni ,iel M.Wv*y.'ÄV' W t» HK 'M Abg. Euler (Ztr.)' betont gegenüber Aeußerungen des Vorredners, die sich gegen die Linke, auch gegen die Nationalliberalen gerichtet hattecc, die V e r. dienste des Abg. B a s s e r m a n n um das Handwerk als Vorsitzender der Handwerksorgcmisationskommtssion von 1905. Das Handwerk ist ihm zu Dank verpfli^et. (Beifall.) Euler spricht zur Vorlage in ähnlichem Sinne wie fern Vorredner und empfiehlt den Handwerksorganffationen, alles zu tun für die Fort, bildung seines Nachwuchses und der Dreister selbst nach dem vor. zuglichen Beispiele der jtölner Handwerkskammer. Er spricht die Erwartung aus, daß von mm an das Handwerk sich auch aug höheren Schichten rekrutieren werde. Es ist grundfalsch, daß das Handwerk nickst mehr seinengoldenen Boden hat. Bisher haben aber Unberufene davon profitiert. Abg. Link (natl.)^ Seit Jahren ist die nationalliberale Partei für den kleinen Befähigungsnachweis emgetteten. Wir danken Herrn Euler, daß er gegenüber dem Versuch des Abg. Malkewitz, meine Partei etwas anzuschwärzen, der Wahrheit die Ehre gegeben hat. Es ist richtig, daß die nationalliberale Partei in früheren Jahxen nicht dafür war; das war aber zu einer Zeit, in der auch das Handwerk selbst keineswegs auch nur annähernd einig war. Noch bei der Beratung des Handwerksorganisattons-Gesetzes war z. B. der Verband der deutschen Gewerbevereine gegen den kleinen Befähigungsnachweis. Ein Allheilmittel ist er freilich nicht. Wie der Rückgang der Lage des Handwerks auf einer Reihe von Ursachen be- ruht, bedarf es auch einer Reihe von Mitte ln ; wenn die Sozialdemokraten behaupten, daS Handwerk habe keine Zukunft mehr, so ist der Wrmsch der Vater des Gedankens. (Sehr wahrl) Wir haben die Ueberzeugung, daß das selbständige Handwerk eine wichtige Betriebsart darstellt und neben dem Großbetrieb sich lebensfähig erhalten kann, wenn e8 nur nicht s i ch selbst a u s g i b t und die richtige verständige Unterstützung durch Ge- setzgebung und Verwaltung sindet. Die allgemeine Erkenrrtms seiner Bedürfnisse imb der Ursache seine- Rückgänge- wirkt dafür, daß die schwerste Zeit deS HmcdwerkS hinter ihm hegt (Beifall.) So segensreich die Gewerbefreiheit auch für daS Handwerk gewirkt hat, und so notwendig die Bewegungsfteiheit ihm gerade hn Kampf mit dem Großbettieb war, so sicher hat die Ueberspannur^^des Prirczips ihm schweren Schaden zugefugt Einer der Hauptschäden ist b<:§ Pfuschertum, die Devise: Billig und schleckst, Schund- Ware statt Meisterware! Alles muß getan werden, um dem Handwerk eine gründliche und allseitige Ausbildung zu geben. Es ist ja darin schon viel geschehen, vor allem auch durch Selb st Hilfe des Handwerks und Unterstützung der Kommunen. Es wäre unrichtig, den Lehrling zur Ablegung der Gesellenprüfung zu zwingen, weil es bedenklich wäre, dem die in Handwerkerkreisen gewünschte Folge zu geben, den Lehrling event. um ein Jahr zurückzustellen und ihn dann gar ganz vom Erwerb des Meistertitels auszufchließen. Die Forderung, die Befugnis der höheren Verwaltungsbehörde zur Erteilung des Rechts der Lehrlingshaltung an die Zustimmung der Hcrnd- wcrkskammer zu binden, halten wir nicht für berechtigt; es könnte da der mehr ober weniger zunftlerische Charakter der Handwerkskammer entscheiden. Den vorliegenden Gesetzentwurf betrachten wir aber nicht als einen ersten Schritt zur Wiedereinführung des allgemeinen Befähigungsnachweises. Wir halten diesen für schädlich für Handwerk und Allgemeinheit. Eigene Tüchtigkeit unb Kenntnisse sind ber beste Schutz für bas Hanbwerk; grünbliche Ausbildung, gründliche allseitige fachmännische, technische unb kaufmännische Fortbildung ist das beste Rüstzeug gegen die Konkurrenz, und ein gut Teil davon hoffen wir vom kleinen Befähigungsnachweis. (Beifall.) Abg. Albrecht (Soz.)'k Wir lehnen die Vorlage ab, nicht weil wir Feinde des Handwerks wären und darauf warten, daß eL zu Grunde geht und die Handwerker dann zu uns kommen, sondern weil der kleine Befähigungsnachweis das nicht bringt, waS die Herren erwarten. Wir wollen das Handwerk nicht zu Grunde richten. Wir sind ja elbst zum großen Teil Handwerker. (Widerspruch.) Drei Viertel meiner Fraktionsgenosien finb Handwerker. (Lebhafter Wider- pruch rechts. Zuruf: E i n m a l g e w e s e n I) Ich will Ihnen agen, warum wir es nicht mehr sind. Der kleine Handmerker muß heute drei Grundforderungen erfüllen, einem patriotischen Klimbimverein angehören (Heiterkeit), einen schmiegsamen Rücken haben und auf Kommando Hurra schreien. (Heiterkeit.) Das ist der beste Befähigungsnachweis für den kleinen Handwerker in der heutigen Gesellschaft. Bei einem Sozialdemokraten läßt kein Angehöriger einer bürgerlichen Partei arbeiten, die meisten elbst bei einem Freisinnigen nicht. Heute in der Blockzeit !ann ein Handwerker allenfalls noch riskieren, liberal zu sein; reilich, in den Gefilden Ostelbiens, wo Herr Malkewitz wohnt, auch nicht. (Malkewitz ruft: Da wohne ich ja gar nicht! Große Heiterkeit.) Der Großbetrieb macht den Kleinbetrieb existcnzunfähig. Aber heute leistet der Handwerker diel mehr als früher in der Zunftzeit. Als ich noch auf Wandenmg war, war ich bei manchem Meister, von dem ich nichts lernen konnte, der aber von mir ein Stück gelernt hat. (Großes Die große Mehrzahl meiner politischen Freunde wird für die Vorlage stimmen, aber au8 anderen Gründen als die Rechte unb das Zentrum. Unser Leitmotiv hierbei ist lediglich bessere Lehrlingsausbildung; würden wir in der Vorlage einen ersten Schritt zum allgemeinen Befähigungsnachweis sehen, würden wir sagen: principiis obsta! Die Handwerker selbst wünschen den allgemeinen Befähigungsnachweis nicht. Für die Volkstvirtschaft ist er erledigt. Fortbildung, Kredit- unb Genossenschaftswesen, Meisterkurse nsw. — bad dient und frommt dem Handwerk. (Beifall links.) Abg. Linz (Rp.): Wir freuen tmd über die Wandlung auf ber Linken unb besonders bei den Freisinnigen. Wenn bet Block diese Wirkung hat, so ist daS dankbar zu begrüßen. Sozialdemokratie und Handwerk — das ist wie Feuer unb Wasser. Wir sehen in der Vorlage eine erste Stufe zur Erlangung weiterer Rechte für baS Hanbwerk. Wir haben uns für ben allgemeinen Befähigungsnachweis nicht festgelegt, aber diskutabel ist er zum mindesten. Wer dauernd helfen will, darf nicht mit halben Maßregeln kommen. (Beifall rechts.) Abg. Rieseberg (wirtsch. Dgg.): DaS Hurra-Rufen tont den Sozialdemokraten nicht angenehm in die Ohren. Achtmal haben fie mir meinen Laden gestürmt, das ist Ihre (zu den Soz.) Freiheit 1 (Hört, hört I) Der Redner spricht im Sinne v. Malkewitz und Euler. Direktor im Reichsamt deS Innern CaSpar beantwortet die Anfrage des Abg. Malkewitz, ob ein Gesetzentwrirf in Vorbereitung sei zur Schaffung einer einheitlichen Instanz für Entscheidung von Streitigkeiten über die Frage der Zugehörigkeit Au Fabrik oder Handwerk. Ein solcher Entwurf ift nicht in Vorbereitung. Abg. Kulerski (Pole) behandelt auch diese Vorlage aus dem Gesichtspunkte der Polenfrage. Er befürchtet Schikanierung des polnischen Handwerks. Abg. Wieland (dtsch. Vp.): In Baben soll ber Gewerbeunterricht am Tage eingerichtet werben. Dabei könnte leicht bie praktische Ausbiloung Schaben leiben unb mancher Handwerksmeister auf die Lehrlingshaltung verzichten. Der Redner spricht für den kleinen Befähigungsnachweis, lehnt aber a l s Handwerker den allgemeinen entschieden ab (Lebhafter Beifall links), da er die Tatkraft unb AuSbehnungsfähigkeit lahme. Der beste Schutz bes Handwerlers sei seine persönliche Tüchtigkeit Abg. Druhn (Ref.-P.) nimmt den kleinen Befähigungsnachweis als Abschlagszahlung. Nach weiteren Ausführungen von Lehmann (Soz.) und Ahlhorn (fts. Vp.) vertagt sich das Haus auf Freitag 1 Uhr. Schluß Uhr. toiu. FchchrkA, 'war 1908- A - 5”* stellen müssen. anstatt bisher 15 Jahren eine Prämie erhalten sollen, falls deren Herrschaft mindestens 5 Jahre die Mitgliedschaft des landwirtschaftlichen Vereins besitzt. München, 27. F«vr. In der heutigen Sitzung der Kammer der Abgeordneten teilte her Präsident Dr. Dritter mit, es sei eine Zuschrift des Koburger Landtages eingegangen, in der die Haltung des Bayerischen Landtages gegenüber dem Reichsvereinsgesetz vollkommen gebilligt und seinem Vorgehen beigetreten wird. Die landesrechtlick)« Vereins- und Versammlungsfreiheit müsse unter allen Umständen aufrecht erhalten werden. — Die Abgeordnetenkammer hat den Antrag auf baldige Vorlegung eines Gesetzentwurfs zur Einfüh- rung der Verhältniswahlen in den größeren Gemeinden Bayerns mit über 4000 Einwohnern angenommen. Gerichts 8 ke. Frankfurt a. M., 27. Febr. Ter aus Neu-JsenbuiA gebürtige Musketier Georg Hallst ein von der 11.Kompanie ot* 116. Regiments in Greben hat sich am Vormittag des 16. giouernUis vor. Js. auf der Schiebstandwache in Gießen des Beharren« im Ungehorsam und der Achtungsverletzung u n t e» Gewehr schuldig gemacht. Er mutzte den Machrapport aus Hauptwache tragen und kam gegen u Uhr vormittags zurück m» dein Bescheid, datz der Rapport noch einmal augeiertigt >p_c5 ■ nlüsse, weil er falsch ausgestellt sei. Der wachthabende Entfahrt;- Wan lese den SießLner Anzeiger größte und reichhMgste Crrgerzeitung Gberhessens mit den Verlagen „Zamiliendlätter", „Landwirtschaftliche Zeitsragen" und dem Kreisbiatt für den Kreis Lietzen. Auflage über leOOO Expl. Klle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts» stelle des Lietzener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Lietzener Anzeiger entgegen. — Die Schlachtvieh- und Fleischbeschatt er», streckte sich in Hessen im 4. Vierteljahr 1907 auf 601 Pferde 4914 Ochsen, 438 Bullen, 9941 Kühe, 10 194 Rinder' 18 379 Kälber, 96 647 Schweine, 5251 Schafe und 6413 Ziegen. In Ober Hessen wurden beschaut 103 Pferde, 866 Ochsen, 199 Bullen, 1665 Kühe, 3198 Rinder, 3298 Kälber, 23 416 Schweine, 1183 Schafe und 1810 Ziegen. Hunde wurden in Hessen nicht geschlachtet. ** Nachahmenswert. Nachdem wir in der letzten Scims- tagsnnmmcr einen Auszug aus dem Jahresbericht dtt hiesigen freiwilligen Sanitätskolonne veröffentlicht haben/ bringen wir im 'Nachstehenden einige Zahlen aus dem uns vorliegenden Bericht der Mainzer Kolonne unseren Lesern zur Kenntnis. Es gingen an größeren Geldspenden in dem zehnjährigen Bestehen ein von: Ernst Nauen's Sammlungen im In- und Ausland und eigenen Stiftungen 2441,50 M., lleberschust eines Konzerts des Mainzer Liedcrkranzcs 795,94 M., Kreisverein vom Roten Kreuz 690,30 M., Zentralkomitee des Roten Kreuzes 500,— M., Jakob Rau Erben 500,— M., vvm Offiziersverein dreimal 100 und 150 M. zus. 450,— M., von einem Freund der Kvlonne dreimal 100 M., zns. 300 M., vom Verein ehemal. Feldartilleristen 292,69 M., Sammlung des Kolonnenführers Wallau 2/8,84 M., Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins 250,— M., Rupp'scher Riännerchor Räoguntia: Ueberschub aus Silvesterfeiern 225,— 9JL, Mainzer Ruderverein 220,— M., Sammlung des Kameraden Fleck 215,— M., Ueberschub zweier Sommerseste 184,90 Aä, Reinertrag einer Weihnachtsfeier 125,— M., Kochkunstausstellung 150,— M., Aus den Werning'schen Kriegsieftschelen 114,40 M., Mainzer Schützengesellschaft 100,— M., Stadt Mainz für Kolonnendienst und Wachm beim Deutschen Feuerwehrfest 100,— M., Frau Architekt Suder 130,— M., Dr. Steindl und Frau 100—M., Landivirrfchaftl. Landes-J ub i laums-Ans stellung 100,— M., Eisen- bahnvttwaltung für Ausbildung der Eifenbahn-Sanitüts-Abteilung zweimal 50 M., zus. 100,— M., von einem Ungenannten 50,— M., dcsgl. für Beschaffung eines Krankenstuhls 50,— M., zusam^neit 84,2,57 M. — Anbttdem gingen 1907 ein: von zwei Sommer- teften 185,— M., Offizierskorps des Landwehrbezirks Mainz 150,— M., Mainzer Ztuderverein 50,-^- M., Ernst Nauen 41,50 M., Mainzer Orchester-Verein 30,— M. usw., von zusauemen 1038,84 M., austttdem von 204 außerordentlichen Mitgliedern 715,10 M., vom Kriegerverein >225,— M. usw. — Möge das Bestreben der in uneigennütziger Weife im öffentlichen Dienst der ^cächstenlieve tätigen sreiw. Sanitäts ko könne bei ihrer in aller Kürze ergehenden Einladung zur a n ste r o r d e n t l i ch e n Mitgliedschaft und zu freiwilligen Beiträgen und Stiftungen auch hier eine freundliche Aufnahme finden. •• Falsche Zw e iin a r k stück e. Wie die „Z. s. d. Dilltal" meldet, sind in letzter Zeit sowohl in Dillenburg wie in der Umgegend falsche Zw e i ina r kstü cke aufgetaucht. Vorsicht ist also am Platze. XX. Leun, 27. Febr. Am Dienstag wurden auf Grube Maria durch herabfallendes Gestein die Bergleute Heinrich Volk-Bissenberg und Johann Stuhl-Leun derart stark verletzt, daß der sofort herbeigerufene Arzt nur den Tod feststellen konnte. Der Fall ist umso bedauerlicher, als Beide Familienväter sind. Die Grubenverwaltung soll durchaus unbeschuldigt aus diesem Vorfall hervorgehen. § Mülle, 26. Febr. In dem Versand der Eisensteine von unserem Bahnhof, der von den benachbarten Eisensteingruben bewerkstelligt wird, zeigt sich auch die sckstechte Lage der Eifen- inbuftrie, indem nicht mehr die i'eitljer übliche Anzahl von Waggons zur Verladung gelangen, die Eisensteine hingegen auf groben Lagerhanfen ausgefchichtet werden. Arbeiterentlassungen finden nidjt statt; man spricht aber von einer Beschränkung der Schichten, wodurch der Lohn der Bergleute naturgemätz herabgehen müßte. Q Laubach, 26. Febr. Lehrer Spilger, der im vorigen Jahre schon als Dirigent des Gesangvereins ,Eintracht^ sein 25jähriges Jubiläum feierte, hat schon im vor. Sommer aus Altcrsrücksichten dieses Amt niedergelegt und übernimmt mir bei besonderer Veranlassung, so z. B. bei dem Ständchen, das gestern abend aus Anlaß seiner silbernen Hochzeit dem Fuhrunternehmer Georg Kreiker gebracht wurde, die Leitung des Vereins. Nach langem Suchen ist es diesem gelungen, einen neuen Vereinsdirigenten in Buchführer Else aus Gießen zu finden, der jeden Sonntag mittag die Gesangs- Ans und LsnS. Gießen, 28. Februar 1908. Der Festplatz des deutschen Turnfestes. Wenn im Juli die Turner aus allen Gauen des Reichs und aus allen Gegeirden der Welt, wo Deutsche wohnen, in Frankfurt einziehen, uni in Kampf und Spiel die Kraft der Glieder zu bewahren, werden sei keinen schlechten Empfang haben. Dafür sorgen in angestrengter Tätigkeit die Lokalausschüsse, die auf Grund der Erfahrungen bei den früheren Turnfesten alles bedächtig und sorgsam vorbereiten. In einer Hinncht haben sie cs leicht: Der Festplatz ist ideal gewählt. Es ist nicht allein die Lage dicht am Hauptbahnhof und an der Grenze des schönsten Viertels der Stadt, die bequeme Verbindung mit allen Stadtteilen, die weite freie Fläche, die Raum für alles und alle bietet. Noch wichtiger ist, daß im Juli die größte und sicher auch schönste F e st h a l l e des Festlandes als Mittelpunkt all des bunten Lebens zur Verfügung stehen wird. Schon ragen über dem gewaltigen Mauernnr k schlanke zierliche Eisengewölbe empor, die sich zur mächtigen Kuppel zusammenschließen sollen. So rasch wird die Arbeit gefördert, daß die Weihe des Hauses zugleich mit den Julifesten vollzogen werden kann. Wie gewaltig groß der Festist, geht daraus hervor, daß die große Festhalle, die über 15 000 Personen faßt, nur eine bescheidene Ecke ausfüllt. Der Platz für die Freiübungen mit seinen 49 500 Quadratmetern ist fast zehnmal größer und auch der anstoßende Geräteturnplatz umfaßt immerhin 11300 Quadratmeter. An diese Plätze schließen sich drei große Wetturnzelte entlang der Emserstraße. Den ganzen Platz aber übersieht man von einer großen Tribüne, auf der auch der Kommandoturm angeordnet ist. Im Empfangsgebäude find große Räume für die Presse vorgesehen. Die Varrenttappschule, die in den Bereich des Festplatzes einbezogen ist, gibt den Kamp,- richtern Gelegenheit, sich zu ihren nichtigen Beratungen zurück- zu stehen. Llußerdem ist in ihr eine Ausstellung von allerhand Turner-Literatur und ein Leseraum vorgesehen. Natürlich find auch Vorkehrungen getroffen, daß keiner von den 50 000 Turnern und den 100 000 Zuschauern verhungert und verdurstet. Der Wirtschaftsausschuß hat aus ein tüchtiges Stück des verfügbaren Raumes Beschlag gelegt. Noch ist ein großes Stück Arbeit zu leisten. Aber aus dem Chaos der mannigfachen Vorbereitungen hebt sich bereits in immer klareren Formen das Bild des großen Festes, das sich, wie bestimmt zu hoffen ist, seinen Vorgängern würdig anschließen wird. * L. U. Landes-Universität. Herr Dr. Franz Nürnberg, 1. Assistenzarzt an der hiesigen Ohrenttinik, der sich für die Fächer der Otologie, Rhinologie und Laryngologie an unserer Universität zu habilitietsen wünscht, hält am Montag den 2. März, 5 Uhr, in der Heinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Heber chirurgische Behandlung der Kehlkopftuberkulose. *• Aus dem Militärwochenblatt. Bichmann, Lt. im Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Gr. Hess.) Nr. 115, unter Erteilung der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst, der Abschied mit Pension aus dem aktiven Heere bewilligt; zugleich ist derselbe bei den Res.-Osfizieren des Regiments au- gestellt. Hesse, Lt. der Res. des Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18, mit seiner Pension der Abschied bewilligt. ** „Das Jnfanterie-Negiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 nimmt noch Freiwillige zum Diensteintritt im Oktober d. Js. an, namentlich Handwerker aller Berufsarten. Meldung jeden Dienstag, 10 Uhr vormittags, auf dem Negimentsgeschäftszimmer in der Zeughauskaserne. Meldeschein ist mitzubringen. ’* Hessischer H a n d els kam m e rta g u. D e uts ch ei Handelstag. Am 1. März, vormittags 11 Uhr, findet in Mainz im Stadtverordnetensaal ein Hessischer Handelskammertag und am 20. und 21. März eine Vollversammlung des Deutschen HandelstagS statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1. Deutscher Handelstag: Detaillistenkammern, Abgrenzung des Handwerks, Börsengesetz, Scheck und Ueberweisungsverkehr, Scheckgesetz, Sicherung der Bauforderungen, Festlegung des Osterfestes, Arbeitskammern. 2. Hessischer Handelskammertag, außer vorstehenden Gegenständen noch: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, Besteuerung der Warenhäuser, Filialen und Konsumvereine, Handelskainmer- gesetz, Fernsprechgebührenordnung. •• Die Stemp elabgaben für Radfahrkarten. Da die Stempelabgabe für die Radsahrkarten nicht mehr wie bisher von Januar zu Januar, sondern von April zu April Gültigkeit hat, ist bei der gegenwärtig fälligen Jahreszahlung bei Fahrrädern, für die die Stempelabgabe bis 31. Dez. 1907 entrichtet ist und die Abgabepflicht am 1. Jan. 1908 noch fortbauerte, die Abgabe für die Zeit vom 1. Jan. 1908 bis 31. März 1909, also für ö/4 Jahre mit 6.25 Mk. (= x/4 des Jahresstempels von 5 Mk. mit 1.25 Mk. mehr) zu zahlen. ......... . . - So dienlichste. 'itzblätter ihr Erscheinen ein- ** Ausnahmetarife. Nachdem die Frage der Aufhebung bezw. Beschränkung der ermäßigten Ausfuhrtarife für — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend Stein- und Braunkohlen, Steinst) hlenbriketts und Stein- Bestrafung wegen Maieftätsbeleidigung. kohlcnstiks im preußischen Landeseifenbahnrat kürzlich aus,Anlaß — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde dem der seit geraumer Zeit bestehenden Kvhlenknappheit und Kohlen- Entwurf eines Gesetzes betreffend Aenderungen des Ge- tstuerung eingehend erörtert worden ist, hat, nunmehr n. d. richtsverfassungs-Gesetzes, der Zivil-Prozeß- Ordnung usw. zugestimmt. Darmst. Ztg. der Preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten und Chef des Reichsamts für die Verwaltung der Reichseifenbahnen die Aufhebung einer größeren Anzahl dieser -laufe verfügt. So sollen mit Wirkung vom 1. Okt. 1908 ab außer den im Verkehr nach Italien gewährten besonderen Frachtvergünstigungen die von preußischen und lothringischen Kohlengewinnungsgebieten für die Ausfuhr von Kohlen, dwks und Britttts bestehenden direkten und Grenzübergangs-Ausnahmetarife nach Stationen bc; französischen Ostbahn, nach französischen Kanalstatlonen und nach Südfrankreich über Belfort, nach der Schweiz, nach Italien, Oefter- reich-Ungarn und nach Rußland Wegfällen, soweit ihre Ein heil s- ,ätze ans niedrigerer Grundlage atü der des Rohstofftarifs beruhen. Tie an diesen Ausnahmetarifen beteiligten sonstigen dent- fchen Eisenbahnverwaltungen sind aufgeforbert worben, der für Die preußisch-hessischen und die Reichseisenbahnen getroffenen Maßnahme beizutreten. — Aus dem gleichen Anlaß sinb bei der Mehrzahl der deutschen Eisenbahnen vor kurzem die billigen und seither nur für einzelne Verkehrswege in Anwendung ge- Eonumenen Sätze des Rohstofftarifs zunächst bis Ende des Jahres 1909 allgemein auf den Ztvhlenverfand ausgedehnt worden. der Gemeinde Seligenstadt Rechnung getragen worben wäre. Als Uiber ein so nützliches Verkehrsinstitut noch nicht besitzen, Abg. Köhler dann einen längeren Ritt in die hohe Politik angenommen werden, daß der betr. Reporter unseren unternahm und gegen die uatwnallibeMe Kulturkämpiem ^tebrwürdiqen Ommbusbetrieb bamit gemeint ()at. An eiterte, wurde er vom Präsidenten zur Sache gernsen. uueuiwuwi«» vhujwiwwhw .» Geheimrat Dr. Eiscnhuth geht auf die Bestimmungen der Sache ist so viel richtig, daß bei de.i Ungünstigen des Schulgesetzes näher ein und betont, daß es sich um die einfache Betriebsergebnisfen der letzten Jahre und angesichts der Ausführung dieser Bestimimungen gehandell habe. Es habe auch Grneuerunqsbedürftiqkeit des Wagenparkes die Betriebs- bislier iwch niemand den Beweis dafür erbracht, daß die Ans- Anstellung nur noch eine Frage der Zeit fein kann. Ser d^ach ^i^n^wchte ^Ahr^ngen des Abg. Dr. Fr en ah Vorstand' und Aufsichtsrat der Omnibusgesellschaft hat wird die Debatte um Vs2 Uhr abgebrochen und die nächste Sitzung aus deshalb beschlossen, der demnächstigen Generalverf ammlung morgen früh 9 Uhr vertagt._________ der Gesellschaft vorzuschlageii, den Betrieb bis zum 1. Oktober 1909 fortzuführen. Dian hofft, daß es der Stadt- Verwaltung bis zu diesem Zeitpunkt möglich ist, wenig- Ber 1 in, 27. Febr. Das Preuß. Abgeordneten- ften§ eine Linie der in Aussicht genommenen elektrischen etraWn betriebsfertig mrzuleg-n und zwar hält man Bekämpfung der unsittlichen Literatur sei den Po- die £jnie nach dem Friedhof zunächst für die zwett- lizeiverwaltungeii zur ernstesten Pflicht gemacht worden. ~ hätten in letzter Zeit 22 sogen. Witzblätter ihr Erscheiner ZortbildMgKschulwssen im Meise Mdberg. Wiederum endigt mit Ablauf diffes R.onats em Fvrlbilbungs- schulkursns im Friedberger -Bezirke. Es findet überall eine ösfcm- liche Schlußprüfung statt. Es wäre sehr zu wünschen, wenn nicht nur die Alitglieder des Schulvorstandes, sondern auch andere Gemeindeglieber dieser Prüfung beiwohnten. Sie würden selbst sehen und hören, was in der Schule gelehrt wird; und manches Vorurteil und manche falsche Bleinnng über Wert und Nutzen des F-oickbilbungsschulunterrichts würde wohl schwinden. Die Lebrpläne für diesen Unterricht im Friedberger Kreise sind sehr verschieden. Hier wird bereits seit Jahren daraus wesentliches Geimcht gelegt, daß sowohl den landwirtschaftlich als den gewerblich beschäftigten Schülern ein befand er er Fachunterricht erteilt wird. Tie Schulbehörde hat bei Ausstellung und Festlegung bet Pläne die lokalen Verhältnisse im> weitesten Maße berücksichtigt, ohne die Allgemeinbildung der Jungen außer acht zu lassen. So ist z. B., wie wir hören, in manchen Schulen vas Zeichnen besonders berücksichtigt: in anderen wird, auch da ldo kein landlvirtschajllicher Fachunterricht ftattfinbet, Gewicht daraus gelegt, den Schulern eine elementare naturwissenschaftliche Grundlage für ihren Beruf zu bieten; so hat man in den größeren Gemeinden die Bildung von Fachabteilungen angeordnet, z. B. in verschiedenen Orten 1) Kaufmännische Abteilung, 2) Abteilung für Lederarbeiter, 3) Abteilung für Eisenarbeiter, 4) Abteilung für Lebensmittelversorgung (Metzger, Bäcker) oder in anderen Orten nur eine Abteilung für Handwerker überhaupt usw. Daher herrscht seit Jahren reges Leben im Fort- bildungsschullvesen des Kreises. fl Tie neueren Bestrebungen auf diesem Gebiete, das ländliche Fortbilbungsschulwesen in andere Bahnen zu leiten, sind hier schon seit einigen Jahren im Gang. Weisen doch z. B. die seitherigen Lehrpläne in dem landwirtschaftlichen Unterricht fd;on folgenden Gang auf: ' 1. Jahr: Bodenkunde und Düngerlehre, 2. Jahr: Bodenerzeugnisse und Verwertung । derselben (Pslanzenbauleh're und Tierkunde), 3. Jahr: Obstbau. Das im Jahr? 1907 erichienene vortreffliche Buch: „Land- wirtlchaftliche Naturkunde von Professor Dr. Gisevius" ist in allen Schulen, in denen eben landwirtschaftlicher Unterricht erreilt wird, bereits für die Klassenbibliothek angeschafft, und es wird zur besseren und praktischeren Erteilung des Unterrichts in der Naturkunde wesentlich beitragen. Auch sollen, wie man vernimmt Kurse in nächster Zeit für solche Lehrer im Kreise abgeballen werden, die den betreffenden Unterricht ,either gaben und künftig geben. Ta diese Lehrer bereits Erfahrungen auf diesem Unlei> rtchtsgebiete mitbringen, so können die erwähnten Kurse von doppeltem Werte sein. Ein Seininarlehrer, der den Kursus in Gießen bei Prof. Tut Gisevius besucht hat, soll die Vorträge halten. ' Der Friedberger Lehrplan geht nun stofflich noch etwas weitet indem er nicht nur aus dem oben erwähnten Buche das aus- wahlt, was für die Verhältnisse der Schüler paßt, sondern indem er 'in einem Jahr noch „Obstbau" als Jahrespenlum beifügt. Tie landw. Naturrunde (einschl. Obstbau) läßt sich im Streife Friedberg deshalb ohne Schwierigkeir im Lehrplan behandeln, weil m fast allen Gemeinden in Ekenntnis der Vorteile der Fortbildungsschule für die heramoachsende männliche Jugend sech- Stunden Llnterridji wöchentlich gehalten werden. Ten Unterrid)! in „Obstbau" halten wir für mt|cre. Wetterauer Verhältnisse sti sehr wichtig. Wir hoffen, daß die „neuere" Richtung die,en Teil des Ährpians beibehält. _ . Von der Kreisbchörde ist angeordnet worden, daß die ZM der landwirtschaftlich und der gewerblich beschäftigten Forlbil- oungsschüler in den einzelnen Schulen auch in diesem Jahn wiederum festgestellt wird. Es wäre sehr erwünscht, wenn go legentlich diese Zahlen veröffentlicht würden. Sollen doch, namm lieh im Süden des Kreises, Schulen sein, in denen nicht ei^ Schüler landwittschaftiich beschäftigt iß. Wenn mir nickst irren, so hat vor Jahren ein Regiernngsvertreter inu Landtage solch Zahlen aus dem Kreise Friedberg miigeteilt. Tas Ipt damü: allgemeines Erstaunen erregt. Doch 'wer die Verhältnisse m Kreise kennt, wie namentlich im Süden des Kreises fast allein die Städte nach Arbeit geht, dem-waren diese Zahlen nich befremdend. Darum ist die Zahl der Fortbildungsschulen, st denen landwirtsckstiftlicher Unterricht erteilt werdtti tonn, w Kreise Friedberg leider nicht groß. Mancher wird das nutz verstehen können. Doch bedenke man, _ daß nicht wenige Land wirte der Wetterau ihre Söhne in Realschule, Gymnasium,-höl-eu Bürgerschule und in die Ackerbauschule senden; solche Schule: sind vom Besuch der ländlichen Fortbildungsschule befreit. Au« in der Volksschule werden im naturkundlichen. Unterricht du Schüler auf Haus-- und Landwirtschaft hingewiesen, wie über- Haupt von den Kreisbehörden alles geschieht, imi die NeiguN: zum landwirtschaftlichen Berufe und die Anhänglichkeit an du Heimat und daS Landleben bei der Bevölkerung zu fördern uni- zu kräftigem ________________ Universitäts-Nachrichten. sj Marburg, 26. Febr. Dem Saniiälsrat Dr. Mumni in Chemnitz, der heute sein bOjähriges Doklorjubiläum begme,, wurde von der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität da-- Tiplom erneuert. , . Berlin, 26. Febr. Der Altmeister hellenischer Sprach* uwo Altertumskunde an der Berliner Universität Professor Dr. Ada" Kirchhof ist am 27. d. Ai. im Atter von 83 Jahren g c ft o r b e:. Kiel, 27. Febr. In der St. Liikolalkirche wurde heute nulte;g für den verstorbenen Wirkt. Geh. Rat Proieffor Dr. v. ESm a r cy eineTrauerseierabgehatten. GeneraljupermlendenlI).Wattroui; hlett die Gedächtiüsrede. Dann ivurde der Sarg von 12 Uniei'" oiftzieren des 85. Jnsantenercgimenls aufgehoben und zu dett Leichenivagen gebracht, worauf sich der Zug unter Boranlritt ocr Kampfgenossen von 1848 und anderer Vereine nach dem Fnedyrii in Bewegung setzte. Die studentischen Korporationen und Tepul^ lionen, soivie viele Leidtragende folgten. Prinz Heinrich legte ici Auftrage des Kaiserpaares zwei Kranzspenden an dein Sarge medci.. ** Omnibusverkehr. In einigen auswärtigen Blättern war kürzlich zu lesen, daß die Gießener „Straßen- v bahn" demnächst ihren Betrieb einstellen werde. Da wir! schlag gebracht, uaß Dienstboten schon nach 10 Jahren proben leiten wird. w. Wetzlar, 27. Febr. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Vereins hat in seiner Generalversammlung beschlossen, das Kreistierschaufeft, O ch s e n f e ft, das alle drei Jahre gefeiert wird, auf Den 9. und 10. Juli festzusetzen. Als Festplatz wurde wieder der schattige Hochwald „Fi n st er loh" gewählt. Fenier soll alljährlich Ende März ein Bullenpreismarkt hier abgehalten werden, zu dessen Hebung Stadt- und Kreisausschuß einen gleichen Beitrag in Aussicht gestellt. — Sodann wurde in Vor- I schlag gebracht, daß Dienstbote EcQ. C. Höchste 26.-27. Niedrigste lgen (mj Handel 92.551 Elektnz. Lahmeyer Verrnijchtes ui 3% Portugiesen 82.30 Börse, 28. Februar. Anfangekurse. 195.50 Kleine Tageschronik. Das ist aber doch ein scheußlicher Zustand! Ntittwoch mibeniftdrntnerring promenierenden pensionierten Schulrat Schulz L C= «— oQ 1 z-, — OT co»t! lÄJO £ 5 io TN Co v» <22 -LlS £ Z © ÄT 61.40 62.00 93 90 87.40 95.20 25.60 103 20 148.90 « V w W . . 198.30 . . 111.80 Eisenbahn Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. StaatsDahn . . . Pnnce-llenn-Eisenbahn . 25.70 144.20 118.00 Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Ainerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte 2tordd. Lloyd Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- © Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . l’ürkenlose . . . . . . 117.20 . 124.10 . 237.00 . 55.90 . 137.00 . 149.00 . 49.60 . 86.00 . 65.00 . 96.20 04 . 123.75 . 237.20 . 137.50 . 174.75 . 137.30 . 201.60 Cl j- T Zs 3^% 3% 3>io/o 3% 3)4o/o 3^°/0 Eeichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen . . Oberhessen Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl, 4 % äussere Argentinier ö°/0 Mexikaner . . . 4>su/0 Chinesen . . . Aktien: <7?5C co£ 03 S 120.50 103.00 206.60 182.50 114.00 196.00 212.00 103.10 96.00 158.40 jJiajchinentcile schwer verletzt. InParis fetzte sich durch Fälschung eines Kreditbriefes mit 5Ilse einer Photographie ein Hochstapler, dessen Signalement dem- : vlpl ausgegeben wird, in den Besitz von einer halben SJitllion Frcs. Origiualbrief war in New Tort ausgestellt. Je 100 000 Jres. oct Summe wurden in Hamburg, Antwerpen und Rotterdam 4/*°/o russ.Staatsanl. 1905 4^u?0 japau. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 rhoben. Zn Wie n erregt eine R c v o l v e r s ch i e B e r e i Aussehen. Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . lendens: fester. Berliner Cauada E. B. » . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. g 2.^5 * lS2«?«a Psstpaket-Adresftn m« Zirma MC. buuau Srühl'fche Univeriitäir-Vruckerei- ©ießen. Z <3 G Ä? £ -- iS 4% Uesterr. Goldrente. . 4x/8% Uesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Reute . . . 3% Portugiesen Serie I . 5 82.70 92.o0 82.70 91.50 91.50 99 20 99.80 94 25 Meteorologische Beobachtmrgerr der Station Gießen. ____ tL-.L s»- 2^..: Der Hals ist mir wund, der Husten quält mich und doch will der Schleim sich nicht lösen,- mir tun die Glieder weh und selbst nachts lägt der Husten mir keine Ruhe. — So ist's mir neulich gegangen und ich hatte wirtlich Angst, es könnte was Ernsthaftes werden. Da sind mir nun Jays echte Sodener Mineral-Pastillen dringend empfohlen worden — und was soll ich dir sagen, nach zwei Lagen war alles wie weggepustel und ich fühlte mich pudelwohl. Bersuch's auch einmal, die Schachtel kostet nur 85 Pfennig und ist überall erhältlich. hv-Vu bcnäiuit ft Itnjonj er) lg fur handiverk v reges Leben im fr l Gebiete, das Icric I ni zu leiten, jin) h dien doch z. B. di: t stlichen Untcrridji tz ehre, Verwertung: W \ üerkunde), chefsiiche Auch: j£> X Gisevius" ist c. t Untcnidjt etftillK jasst, und ei wirb\ Internchls in der 5c' it, wie man er im Kreise abzeL : fitijcr gaben und Er ingen aus diesem ' erwähnten Km i; er, der den Kurs« hot, soll die ‘Son j östlich noch etwas re ödtmten Buche tee Mer pa&t, 1W is ZahresMlum t« an) 0,1$ ® ’ Lehrplan behäng ; der Vorteile da? Mimliche JuE werden. TenUmc ■rtciaucr VechltE neuere" Ruhm Telefonisch© üursbersente des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank tür und Industrie, Giessen. l'rankiurter Mörse, 28. Februar, 1.15 Uhr. !t“"S Math n Ki«i «tz 'S ’ $er 'von ÖCJ J ySä mehrere Revolverschüfse ab, ohne zu treffen. Danach richtete Mlchaud die Waffe gegen einen Offizier und einen Polizeibeamten, der ihn zu entwaffnen suchte. Nachdem auch diese Schüsse ihr Ziel verfehlt hatten, gelang es endlich unter großer Niuhe, des Rasenden Herr zu werden und chn in Polizeigewahrsam zu bringen. Man glaubt es mit einem Wahnsinnigen zu tun zuhabem^^^ * 'i le Sl - ■öullÄ!eUnlrn^ i Mgewicsc^^ I e|ic Sritbl)««, |ll[ Iwtilihs | ' and; c-; “• .Sie würden Z .Wert unb D?l idltoinbcn. um Friedberger H.l211 wahren ■ ÖCIt landwirtsH^. 1 cm besandera i bei ZlljjL ^ltmsse im i?.. Eg der Junge» ® ™ manchen anderen wird, chl Itattfinbet, Cftft a natumissens^ tat man in den gt^ ngen angcorbnet, i; Steilung, Lederarbeiter, Eisenarbeiter, SS- Reizeiße Nenheiteil... Kinderwagen eingetroffen. — Allcinoerkaus der berühmten Brennabor-rrinder- wagen zu Original-Fabrikpreisen. 1272 AngMs-t H-ilbinger, jetzt SelterSwcg <9 (Neubau). .3- H reite Metz befahl nun Hallstem, den Weg zur Hauptwache noch mal zu machen. Hallstein weigerte sich nut den Worten, er Me um 10 Uhr aus Posten ziehen, die erste Nummer könne den ‘ ’ ietzt machen. Erst als ihm der Wachthabende drohte, er Se’iin melben, nahm et den Zettel und ging !fort fügte aber «Pi • Wenn Sie mich melden, melde ich Sie auch. Das Kriegs- tSsi hat Hallstein zu d r e r M o n a l e n G e s ä n g n r s ver- urrilt. Seine Berufung wurde heute voin Oberkrregsgericht v e r- i«r s e n. — handel. — Konrurs Eberbach. In dem Prüsungstermin des Konkurses M>olf Eberbuch ergab sich noch keineKlurhert. Vorrcchtslose Forderungen waren mit 20 640 000 M- mtgemeßjet, anerkannt sind 6 070 000 9JL Forderungen, wogegen nach Abzug der 41 000 M. Borreä,tforderungen die verteilbare Masse derzeit nur 268 333 M. gleich 3,83 °/o beträgt. An Masseverbesserungen wurden bisher erzielt 7o000 M. durch Anfechtungen, noch erhofft werden 50 000 M. aus Proviswnsanfechtungen, 55 500 M. aus Außenständen, 22 000 M. ans Effektenvertauf und 100 000 M. aus Verkauf von Industriebeteiligungen. Als auffällig wurde es bezeichnet, daß 48 Gläubiger mit 4 237 535 M. Forderungen überhaupt die Anmeldungen letzterer gescheut haben. Die Stadt Offenbach wurde mit angemeldeten 64 157 M. ausgefchlossen, da keine direkte Verbindung zwischen ihr und Eberbach beftand. Ter Kommerz- und DiZkonlobank wurden die angemelüeten 1990 825 M. Forderungen plus 126105 M. formal bestritten bis zum Nachweis über den Ausfall am Pfände. Aehnltch behandelt werden die von der Admiralgartenbcüx-Ml-Ges. ange- meldetLN 2 257 957 M. plus 1615 000 M. Tre Forderung der Berliner Lotelgesellschaft Kaiserhof von L19 450 M. plus 9300 M. Für Delikatessen wurden weiter bestritten. Die Forderung des Schwiegervaters Eberbachs, Müller, mll 5 462 703 M. wird bestritten, da NLüller als Sozius angesehen wird. Ter Jnternatw- nalen Bohrgesellschaft werden 14 734 M. Forderungen bestritten, hingegen die Forderung der Preußischen Bodenkredit-Aktrenbank von 800 000 M. anerkannt für eine tzhpotlfek auf em einge- tauschtes Grundstück. Ein neuer Prüfüngstermin wurde angesetzL AirchLiche Nachrichten» levangLilfche toeuieinve. Sonntag den 1. Ai ärz 1908, Estomihi: Gottesdienst. In der Ltadttirche. Vormittags 97« Uhr: Pfarrer O. Schlosser. Lormiitaqs 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthausgememde. Pfarrer D. Schlaffer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Riomag den 2. Aiärz, abends 8 Uhr: Vereinigung der fonfirnuerien weiblichen Jugend der Niatthäusgemeinde. Aiiuwoch den 4. Aiarz fallt die Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Aiarkusgemeinde aus. In der Johanneskirche. Vormittags 97« Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Ausfeld. Llbeiids 6 Uhr: Pfarrer B c ch t o l s h e i m e r. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung und Bibel- befprechmig. Atillivoch den 4. März, abends 6 Uhr: 1. Passtonsandacht in der JohanneSkirche. Pfarrer Bechtolsheimer. Uatholische Gemeinde. Samstag den 2 9. Febril ar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zlrr heil. Beicht. Sonntag den 1. März 1908, Sonntag Quinquagesima: Vormittags von 6‘/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr; Die erste heil. Aiesfe. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Aiesse. „ um 97. Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5:/c Uhr: Ehristenlehre; darauf Andacht mit Segen. Mittwoch wird vor der hl. Messe um 77, Uhr die geweihte 1^6^^ c Koininerzienrat Ludowici in Ai üncheit, der bekamttlich ' udii einem Erpresser in der gröbsteit Weife belästig^ wurde und ■ öefien Sohlt auf dem Wege zum &gmna|mm mit Lalzfaure be- jniiftt wurde, erhielt am 26. einen neuen Brief des E r p r e j f e r 5, ■ llt welchem dieser mitteilt, daß er ständig in der Nähe der Villa lloinnierzlenrals sich aufhalle und alle, auch die kleinsten Vor- änge aus das genaueste beobachte. Ter Brief, der imeöer die Forderung oon 100 000 und die bekannte Drohuilg mit Ermordung ter Kinder enthält, wurde sofort der Polizei übergeben. In Stiepel bei Hattingeil (Ruhr) erstach ein zwölfjähriger schiller fernen gleichaltrigen Vetter im Streit. In dem Aiafchinenhause einer Schneidemühle in Genthin, Kleis Jerichow, platzte Der Zylinder der Lokomobile. Durch die ul-strömendeu heißen Dämpfe wurde ein Arbeiter total verbrüht utib sofort getötet. Ein Schmied wurde diwch umhersliegende A — >2^? • Teniperatur am 26.-27. Februar bri*l Auto- I nMls das gesteckte Ziel erreicht wird, so wäre damit dem momobilismus selbst sicherlich der allergrößte Atenst erwiesen. et worben, .baß •?' sich b«'chälUMEI n auch ui » ehr erimun^ ■tl.- 4t Sollen doL A tin in tenen E; Senn wir inflf g s; si ■-» -d r 'S 'z •=. Februar 1908 "Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luit Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wett« 27. 2“ 741,0 6,7 5,6 77 W 4 Bew. Himmel 27. 9“ 738,7 4,7 5,5 86 WNW 4 Bed. Himmel 28. 7” 736,6 2.6 5,1 93 SW 2 • • Nolatiousdruck det BtÜhl' leben Untw. Buch- und Steindruckerel. R. Lange. Gießen. 01440] MitteLverrische ErediLbank. Roth in Giessen. Verlag von Emil an chutzbezirk Schwarzenberg ccu 27U Stämme = 100 & in. Das Bürgermeisteramt. ü=i Das Bürgermeisteramt. 1311 Samstag, den 29. Februar 231 über D28/, Diskussion Eintritt frei. 26 69 235 1 6 an die B»/$ 836 7 4 ,196 14 25 14 350 1 städtischen eingesehen B“/j vergeben. Angebote sind bis spätestens 5. März 1908 beim Armenamt, Neuen-Läue 25, wo auch die Bedingungen werden können, einzureichen. Gießen, den 21. ö-ebruar 1908. Die Armen-Depulation der Stadt Gießen. Keller. 21,58 9,50 „ „ _______ 12,97 „ „ — Grubenholz 3L Rnl. Eichen-Kuferholz. ~ . 3. Gemeinde Erda. 22,44 Fm. Eichenstammholz, — Distrikt Stecken lSchneidstümme und vormittag Wellfleisch. Bayrischer Hof P. Ganb. fticfernflmnmc — 120 Fm., darunter einige 30 schöne Schnittstämme Fichtenstangen, 1. Klasse, „Die Frauen in Staat und Gemeinde" Ter Vortrag findet «dv»« Restauration statt (sog.Stuhlvortrag) Eichen- und Buchen- und 811 Nadel-Derbstangen Nadel-Reisstangen Rm. Nadel-9tutzschell (rund) Rm. Eichen-Nutzknüppel Rm. Buchen-, 64,5 Rm. Eichen-, 14 Rm. Nad.-Knüppel Buchen-, 50 Eichen-Wellen Rrn. Buchen-, 7,5 Rm. Eichen-, 24 Rm. Nadel-Stock Bau- und Nntzholz-Bersteigenmg. Mittwoch den 4. März d. I., vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Wohnbacher Gemeindewald versteigert : 50 Eichen-Stämme von 15—50 Ctm Durchmesser, 5—12 Mir. lang — 12 Fm. Darunter 1 Stamm Schnittholz, das andere leichtes Wagnerholz. 110 Fichten-Stämme 15—20 Etm. Durchmesser bis 16 Mtr. lang — 17 Fm. 1300 Fichten-Derbstangen bis 14 Mtr lang — 100 Fm. prima Sparren- und Wagnerholz. 11 Buchen-Derbstangen zu Langwieden. 28 Rm. Kiefern-Scheitholz v. 3 Mtr. lang. Der Anßdng ist am Neuenweg, links der Kreisstraße nach Münzcnberg. 1308 Wohnbach, am 27. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Wohnbach. Fatu m. am Crumbacher Weg. Der Bürgermeister. Wagner. VetMUlmachung. Die Holzversleigcrung vom 25. Ifb. MtS. ist genehmigt. Ausgabe derAbfuhrscheine durch die zuständigen Zahlstellen am Freitag, 6. k. Mts. Gießen, 27. Februar 1908. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. [B*L Holzversteigerrrng im Markwald der Gemsrude Lütz^üinden. Dienstag, den 3. März d. Fs., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr Distrikt „Strauch" am Bahnwürtcr- Haus. Es werden versteigert: 58 Fichtenstämme 5. Kl. — 11,74 Fm., 123 Fichten- Stangen 1. Kl., 255 Fichtcn-Stangen 2. Kl., 4 Rm. Fichten- Knüppel, 3220 Eichen-Wellen, 1210 Fichten-Wellen, 710 Kiefern-Wellen und 16 Sim. Fichten-Stöckc. Groß-Rechtenbach, den 27. Februar 1908. H Tafirr bewahrt nch nun- H gfi Tucher-vier / weitverbreitetes, kastanienbraunes Cha« / rakterbier der Brauerei. Aus allerbeste« / y Materialien hergestelltes, auSgezeich« / netes Genust» und Nährmittel versendet VKß /f billigst und prompt 988 y / in Faß und Flaschen / Gotthüf "Röhrle Biergroßhandlung, Gießen. Telephon 344. <> 15 2» - o *- <5 S «ttD Ä- o cs •=- * N WM M . ÄisLl ZZLLL-S ZAZ-L-» a> tiD.5 2 E 8S"®^ SS-E _£?ci cd; g *0 p CD 5 ^.«2 c «st G- P CD ,2 «$t «St C *Q <&> e> e L >‘ ft II I >. . ! J N Tf - <*3 lh In Giessei L) « a g£ «St CD «3 E oit <3<5 7 t: L £ s? e iflBjte, GG E^r ,~ «st N-L e CD «St «St E p «St 6?. n ort «st c «Sl Q 2 c «st OJ o 05t tiOo &- CQ iO C £4 6i >8 «st p 2,® £ c N- Q (9 -O c (9 N- 0CQ «; s =e .3 «> E E «St C -K- CD E «St'G CQ Di ■: 5 ZAZ a£e ZLL ZMsVZZZK <#D c 00 03 CD E CS JZj 03 00 V> r-> D 2 o I— i ES L v 2E- E XJ '..bd «N-E ZT* OD «Sl E «> SS SSt £> * II £o 2 z> ts « W c l- 6^03 C G o 7 pTS 2 &3 «St zkZ-LZL ■SMS p, 3 E Äi£ ■o H e< - $ — :C «St e.~ 'o -O »-» « ^S? 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