Nr. 125 Zweites Blatt “''ISS. Jahrgang x Freitag 3L-. Mai 145OS Erscheint tS-Nch mit Ausnahme des Sonntag«. 6)~a? Das Haus ist bewohnt. zeichnet. 27. Mai. Laut den Abend- h. Frankfurt a. M. i'j a 7 V-5 g h Die „Siebener ZamlllenblStter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreiiblott für den Krtis Stehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit« fragen- erscheinen monatlich zweimal. äSJ 5.-20 s: - '■ Z-. - -c c 2. SÄ _ -y s s - ü r . ? 6 7? s 5, Die deutschen Geistlichen in London. Zu einer recht ungünstigen Zeit, während des Besuches KeS Präsidenten Falliöces, sind die deutschen Geistlichen in England eingetroffen. Trotzdem haben es die Engländer bisher an gebührender Ehrung ihrer deutschen Gäste nicht fehlen lassen. Zu Ehren der deutschen Geistlichen fand gestern beim Lordmayor im Mansion House ein Frühstück statt, an welchem auch der Erzbischof von Canterbury, sowie der deutsche Botschafter teilnahmen. Bei der Begrüßung der (Lüste sprach der Lordmayor die Hoffnung aus, daß der Besuch dazu beitragen möge, die Freundschaft zwischen den beiden großen Nationen zu kräftigen. Der llrzbischof sagte in einer späteren Ansprache, daß der Besuch der Stärkung deS Weltfriedens gelte, und daß sie alle davon überzeugt seien, daß der Weltfrieden am besten gesichert sei, wenn Engländer und Deutsche einig seien. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchen Universitäts - Buch- und ©teinöructeucL R. Lange, Gießen. £-"s8I Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag.' e=$&>51. Redaktiopu^^K? 5?: TLb-AdruAnzeigerGießem il -» GericHtstzaaL. Berlin, 29. Mai. Tie in Anwesenheit des Kronprinzen vor einigen Monaten vorgenommene Enthüllung des Hardenberg- Denkmals auf dem Berliner TöuhofSplatz beschäftigte am Mittwoch die Strafkammer des Landgerichts. Bei jener Euthüllüugs- feier hielt der Professor Dr. v. Woucksteru - Breslau die rede. Ter Profefior, der hi seinem Militärverhältnis Oberleutnant der Landwehr ist, erschien in Paradeuniform mit Helm. Ehe er die Festrede begann, ließ er die Lchuppen- kette herunter. Dieses Auftreten wurde seinerzeit in der Prelle = 9 9 Aniverjstäts-NachrichLen. — Von der Akademie z u F r a u k s u r t a. M.. Kürzlich hat die zweite Jminatrikulation stattgesunden, wodurch sich die Zahl der neu immatrikulierten Studierenden aus 104 erhöht. Exmatrikuliert wurden 35, sodaß sich zur Zeit einGejamtbestand von 282 immatrikulierten Studierenden ergibt. Bis zum 30. cr. finden noch Emzel-Jmmatrstulatioiieu statt; Anmeldung bei der Quäilur. Tie Geiamtsrequeuzziffer beträgt zur Zeit 527 gegen 346 des vorigen Sommersemestcrs, sodaß wiederum eine ersreuliche Weueieulwiclluug der istkudemie zu kouslatiereu ist. Tic Senckeuberglsche Bibliolhet, welche neuerdings ivie die Sladibibliothek und die Rothschild'jche Bibliothek auch als Ausleihebibliothck der Akademie dient, kaim von den imuiatrikullerten Sludiereiiden auf Grund der Legitimationskartell ohne weiteres benutzt werden. politische Tagesschau. „Nationalzeitung" und „Post". Zu der Blättermeldung über die beabsichtigte Fusion der .Post" mit der „Nationalzeitung- erklärt Kommerzienrat Zärtling in der „Nationalzeitung" u. a., daß er zu dieser Fusion bereits feste Stellung genommen habe. Der politische Teil dec „Nationalzeitung" soll auch in Zukunft wie bisher :,on liberalen Redakteuren und einem liberalen selbständigen Lhefcedakteuc geleitet werden, wie auch die „Post" ihre itgencn politischen Redakteure behält und diese und deren Chefredakteur nicht den geringsten Einfluß auf den politischen Seil der „Nationalzeitung" und deren politische Redakteure ahalten. Auch soll der Chefredakteur der „Post" nicht Ge- fschäftsführer der „Nationalzeitung" werden, als solcher sei »ielmehr bereits ein nationalliberaler Herr vorhanden. Endlich seien die immer wieder auftauchenden Ausstreuungen, die .Nationalzeitung" solle zu einer freikonser- «ativen Zeitung umgestaltet werden, als jeder Unterlage entbehrend zurückzuweisen. ä y < 2 5 2 a 2-3 w blättern hat Charles L. .Hallgarten einen großen Betrag für Frankfurter Wohltätigkeits-An-- st alten ausgesetzt. Die Verteilung auf die einzelnen Vereine ist den Testaments-Vollstreckern überlassen. Außerdem hat Hallgarten Wohltätigkeitsanstalten seines früheren Wohnsitzes Newyork mit einem großen Betrage bedacht, dessen Verteilung ebenfalls durch die Testamentsvollstrecker erfolgt. X. Kassel, 26. Mai. In dec letzten Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer wurde Mitteilung gemacht über das Resultat der Verhandlungen mit der Kasseler Metzger- innung über die Anbahnung eines direkten Absatzes von Schlachtvieh an die Kasseler Metzger. Mehrere Landwirte hatten sich zur Lieferung bereit erklärt, so daß von landwirtschaftlicher Seite der Versuch einer direkten Lieferung an die Metzger hätte ausgenommen werden können. Auch war dec genossenschaftliche Zusammenschluß der viehliefernden Landwirte in Aussicht genommen. Nunmehr hat die Metzgerinnung mitgeteilt, daß sie zur Zeit den Anregungen dec Landwictschaftskannner nicht folgen könne. Dagegen glaubt die Innung, daß nach Fertigstellung des Viehhofes durch Errichtung einer Viehmarktsbank engere Beziehungen zwischen Produzenten und Metzgern geschaffen werden können. 5 _ < Ausland. Zur Lage in Innsbruck. Am 26. Mai nachts kam es auf der Maria Theresienstraße zu großen Demonstrationen der freisinnigen Studenten, weil die katholischem Verbindungsstudenten mit Lampions umherzogcn. Die letzteren flüchteten in einen Gasthof, vor dem sich eine große Menschenmenge ansammelte. Die Wache zerstreute die Demonstranten mb nahm mehrere Verhaftungen dor^ Wie man in Oe ste r re ich geisti ge Bewegungen bekämpft. Der Klerikale Dc. Aldriau, zu dessen Promotion in der Grazer Universität bekanntlich mehrere hundert sibirische Bauern, vom Abgeordneten Hageuhofec geführt, er- i«i)ienen waren, hielt gestern in Pichelsdorf bei Graz eine 8'iede, worin er sagte: Wenn Professor Wahrmund wieder in b er Innsbrucker Universität lesen will, werden 20 000 Tiroler Bauern mit scharf geladenen Stutzen vor der Innsbrucker Universität aufmarschieren. Die englische Flotte wird zum 30. Juni vollständig mobil gemacht. Darauf werden die Kriegsschiffe n See geehn, um in der Nordsee wichtige Ma- möver vorzunehmen. Tie in Moskau ansässigen Unterzeichner des Wiborger Aufrufs, darunter der Präsident der eisten Duma, Muromzew, haben ihre dreimonatige Gefängnisstrafe angetreten. Sie wurden von einer großen Volksmenge ins Gefängnis begleitet. Ans und Lund. Gießen, 29. Mai 1908. Lberhefsische Kulturwerke. Wie die anderen Kreistage der Provinz bereits früher, U befaßte sich in seiner Sitzung vom 27. d. Nt. auch der Kreistag des Kreises Gießen mit der geplanten Errichtung fhncS Wasserwerkes 1 n Inheiden und eines Elek- t nzität Zweckes in Liß berg. Oberingenieur Müller Enterte an Hand der Pläne eingehend die beiden Projekte, luorauf Geheimerat Dr. Breidert diese Angaben durch Mit- lalung dec voraussichtlichen Kosten der Anlagen und des Betriebes, sowie der zu erwartenden Einnahuien ergänzte. Ser Kreistag beschloß hierauf einstimmig, die Ausführung dec beiden Pcojekte zu befürworten. In Anschluß an die Sitzung fand eine Besichtigung der neu- michteten Kreis-Sammelwaseumeistecei bei Garbenteich und b'!s Quellengebietes bei Inheiden statt. * Jugendfürsorge in Hesse».. Staatsminister Ewald hatte bei Besprechung des ikipitels Jugendfürsorge in der jüngsten Vecsamiuluug duc Vereinigung für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie ">cch dem Vortrag des Amtsgerichlscats Allinenröder- i?iankfuct auch für Hessen weitere Maßnahmen aus diesem iwchtigen Gebiet als m Vorbereitung begriffen bezeichnet. Ächt hat nun das hessische Justizministerium em Aus schreiben wlassen, nach dem an den Amtsgerichten alle auf ^endliche bezügliche Geschäfte, besonders die ^rmundschaften, die Zwangserziehung, die veran wörtliche ^rnehmung, sowie die Untersuchung und Aburteilung von ^cafsachen und dergl. tunlichst m einigt werden sollen. Natürlich wird für em solches Amt [ld§ ein älterer, erfahrener Richter auSgewahlt werden, dessen Kindliche Vertrautheit auf diesem Gebiete eine möglichst m- bäüduelle Behandlung garantiert. Mau darf diese Maßnahmen des Justizministeriums mit gcogec Besciedigung e- Mßen; sie wird die rationelle Jugendfürsorge m Hessen i> «cifellos wesentlich fördern und unterstützen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheßen ?»»3,, O -2'6'-. j j ö* jjt? 5, _ Stf-'? •• Ordensangelegenheit. S. K. H. der Großherzog haben dem Landgerichtsrat Karl Wiener in Gießen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Roten Kreuz-Medaille 3. Klasse erteilt. ** Landwirtschaftliche Studienreise nach den Niederlanden. Die Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen veranstaltet Anfang Juli eine landwirtschaftliche Studienreise auf die Dauer von acht Tagen nach den Niederlanden. Es wird dabei Gelegenheit geben, die hochstehende Viehzucht und Viehmärkte in der holländischen Provinz Friesland, den Ackerbau in der Provinz Groningen, den Gemüse- und Obstbau, Gärtnereibetrieb in Nordholland und in Westland zu besichtigen. Die Reise dürste Gelegenheit geben, in kurzer Zeit einen schönen Ueberblick über den Stand der Viehzucht, des Ackerbaues, Gartenbaues, feldmäßigen Gemüsebaues in den Niederlanden zu gewinnen und die Teilnehmer zu befriedigen. Anmeldungen praktischer Landwirte, die sich an der Studienreise zu beteiligen gedenken, sind alsbald an die Landwirtschastskammer, Darmstadt, Reinstr. 34, I., zu richten. ** Nachweis d e r Befähigung zur Übernahme eines Kirchenamtes, lieber den Besitz der nach den Artikeln 1 und 4 des Gesetzes, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betc., vom 5. Juli 1887 zur lieber- nähme eines Kirchenamtes notwendigen Eigenschaften haben den Nachweis erbracht die kathol. Geistlichen Gg. Dickenberger auS Ilbenstadt, Lorenz Eckstein aus Klein-Breiten- bach, Joh. Helmling aus Heppenheim a. d. B., Anton Jung aus Oppershofen, Gg. Jung aus Klein-Auheim, Jos. Mathes von Forslhaus Lauschhütte bei Kreuznach und Karl Schwenk aus Frankfurt a. M. "Eine Sitzung des Provinzial-Auschusses findet am Dienstag, den 12. Juni d. I. vormittags 12 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände in Klein-Linden zur Herstellung von Schneeschutzanlagen; 3. Enteignung von Gelände zur Verbreiterung des Mittelwegs in Gießen. •* Lehrergehalte. Aus Lehrerkreisen geht uns die Mitteilung zu, daß der Inhalt unserer Notiz über „Aufbesserung der Lehrergehalte" den Tatsachen nicht völlig entspricht. Das Gcoßherzogliche Steuerkommissariat hat nur mit Rücksicht auf die am 26. März d. I. in der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Ausbesserung der Lehrergehalte die Lehrer um erneute Abgabe einer Steuererklärung ersucht, obgleich die ministerielle Genehmigung dec neuen Gehaltsordnung noch aussteht. Es ist aber nicht richtig, daß der den Lehrern pro 1908/09 behändigte Steuerzettel schon nach den neuen Gehaltssätzen aufgestellt ist. Wohl aber sind im neuen Voranschlag der Stadt Gießen — dec wahrscheinlich au eh Großherzoglichem Steuerkommissariat vorliegt — bereits die erhöhten Gehalte für die Lehrer eingestellt. ** Gerichtschemiker Dr. Popp in Frankfurt ist als gerichtlicher Sachverständiger für das Großherzogtum Hessen ernannt worden. ♦* Die Einnahme aus dem Oktroi hat im Rechnungsjahre 1907/08 den voranschlagsmäßigen Betrag von 120 000 Mk. erheblich überschritten. Der Netto-Erlös betrügt 6200 Mk. mehr als im Vorjahre. Trotz der recyt hohen Fleischpreise hat sich der Konsum besonders in Schweinefleisch, vermehrt, wurden doch gegen das Vorjayr ca. 200 Schweine mehr im Schlachthause geschlachtet. ** D i e Brauerei Friedel u. A s p r i 0 n stellt, laut vertraglicher lleberemtunft ihres Besitzers Asprwn, den Betrieb ein. Die Firma Hildebrand in Pfungstadt, die in die bestehenden Verträge eintritt, errichtet hier eine Geschäftsstelle, die die seither von der Firma Friedel u. Äsvrion beziehenden Abnehmer mit Pfungstädter Bier versorgt. Wie man hört, handelt es sich um jährlich 20 000 Hektoliter. Die Zahl der hiesigen Brauereien sinkt damit auf 2 herab. ** Brandausbruch. Am verflossenen Mittwoch abend gegen 10 Uhr bemerkten Anwohner der Weidengasse, daß aus einem Hintergebäude der Kaufmann Kuder scheu Be- siizung am Neuenweg Rauch aufstieg. Es sand sich, daß in einem verschlossenen Raum des 2. Stockes die dort ausbewahrten Vorräte an Waren, Kisten usw. brannten. Der Schlüssel zu dem Raum war nicht aufzusinden und so mußte die Türe erbrochen werden. Das Feuer wurde abgelöscht und ein Umsichgreifen verhindert, lieber die Entstehungsursache herrscht noch Dunkel, die eingeleitete Untersuchung wird wohl Licht in die Angelegenheit bringen. Ein Glück war es, daß das Feuer sruh- zeitig bemerkt wurde, sonst wäre ein Großfeuer unausbleichbtich gewesen, da an der Stelle eine Anzahl alter Holzgebäude dicht aneinanderhäugeu und genügende Nahrung boten. -l Steinbach, 20. Mai. Ter vor zwei Jahren gegründete Turnverein errang bei der Gauiurufahrr nach Burg- Zväsenrode, der ersten, an der er teilnahm, 7 Preise. Tiefe schönen Erfolge des noch jungen Vereins wurden von Jung und Alt freundlich begrüßt. Tie preisgekrönten Turner wurden am Eingang des Torfes ^abgeholt und ein Fackelzug verherrlichte den Schluß der Feier. g. Bad-Nou heim, 28. Mai. In der gestern Abend in dec Turnhalle hier ftattgefunbeneu zweiten außerordentlichen General-Versammlung des Spar- und Vorfchuß- uereinS wurde nun endgiltig die Umwandlung der Gesellschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht beschlossen. Von 61 erschienenen Mitgliedern stimmten 59 für und 2 gegen die Umgestaltung. — Friedberg, 26. Mai. Von den 72 Gemeinden unseres Kreises erhebt Bodenrod mit 222,479 Proz. Zuschlag auf die doppelten Grundzahlen und die ganzen Einkommen- steuccbeträge die höchsten G em ei nd eu mla g e n, nämlich 2700 Mk. Alle übrigen Gemeinden erheben unter 200 Proz., am wenigsten Stammheim mit 35,429 Proz. — 4000 Mk. und Kaichen mit 40,139 Proz. ---- 4250 Mk. Friedberg mit Fauerbach erhebt 218 786 Mk. — 96 Pioz., Bad Nauheim 286 273 Mk. — 123,6 Proz., Butzbach 64,700 Mk. = 88.957 Proz. und Vilbel 67 500 Mk. = 112,344 Proz. 2 s | § Mücke, 27. Mai. Das in früheren Jahren allseitig beliebte und stark besuchte Jugend fest in Mücke soll dieses Jahr wieder stattfinden. □ Elpenrod, 27. Mai. Recht unangenehme Erfahrungen haben gegenwärtig unsere Landwirte mit ihren ausländischen Arbeitern gemacht, sie sind einfach — dilrchgegangen. Die von der russischen Grenze und au§ Oberschlesien (Oesterreich) in dec Zahl von 30—40 gekommenen Arbeiter und Arbeiterinnen wollten näwlich bei einander beschäftigt bleiben und sträubten sich gegen eine Verteilung auf verschiedene Ortschaften. Sie versammelten sich Sonntags und haben das Weite gesucht. Eine andere Schar dieser „Sachsengänger" war statt nach Köln auf den Seligenhof bei Ulrichstein dirigiert worden. Dieser Hof war aber bereits mit ausländischen Arbeitern versehen. Mittellos mußten nun die armen Fremden zurück zur Bahn nach Mücke. In Ruppertenrod unterstützte man die Hungrigen, die tuenig oder gar fein Deutsch konnten, durch milde Gaben. Wie die Arbeiter nach Köln ohne Mittel gekommen sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Von den ausgerissenen Russen ist einer wieder zurückgekehrt nach Zcilbach, wo er im Dienst beim dortigen Bürgermeister gestanden. RB. Darmstadt, 29. Mai. (Telegr.) Ein auS Potsdam gebürtiger Soldat des hiesigen Trainbataillons verübte am Mittwoch Abend Selbstmord. Er hatte sich schon am Dienstag Abend aus der Kaserne entfernt und seine Uniform, die ec an einem Baum in der „Scheppen" Allee auf» hing, mit Zivilkleidern vertauscht. Am Aiittwoch Abend brach er in einer Wirtschaft in der Artilleriestraße ein. Er wurde vom Wirt überrascht und kurzer Hand im Zimmer eingeschlossen. Als die von dem Wirt herbeigerufene Polizei erschien, fand man den Einbrecher tot vor. Er hatte sich zwei Revolverschüsse beigebracht. — Fellingshausen, 28. Mai. Ein großer Leichenzug bewegte sich gestern nachmittag nach dein Friedhöfe. Die ganze Gemeinde nahm herzlichen Anteil an dem Unglück, von dem eine hiesige Familie im fernen Lothringen betroffen wurde. Der 27jähcige Steiger Wagner ist am Samstag abend 6 Uhr zu Deutsch-Oth, uweit der belgischen Grenze, bei Ausübung seines Berufes von ruchloser Ntöcderhand erstochen worden. Die Schicht hatte bereits begonnen, als sich ein Hausierer einstellte, der an die Bergleute Messer 2c. verkaufen wollte. Als ihm dieses von dem Beamten nicht gestattet wurde, da die Arbeiter schon angefahren waren, ergriff der Fremde ein großes Schlachtmesser und traf Wagner so tief in die Seite, daß dessen Tod sofort eintrat. Eine Deputation von drei Bergleuten unter Führung eines Beamten waren mit Jahne au5 Deutsch-Oth zum Begräbnis erschienen. Eine Witwe mit ihrem Kinde haben mit Wagners Tod ihren Ernährer verloren. s. Marburg, 27. Mai. Die urplötzlich durch das Hochwasser mitten in die Stadt an die Weidenhäuser Brücke „verlegte" städtische Badeanstalt hat man jetzt, damit sie nicht noch weiter treibt, mit schweren Ketten an ein am Lahnnfer stehendes Haus befestigt, dessen Ankauf durch die Stadt in dec letzten Stadtverordnetensitzung abgelehnt worden mar, weil man es als in hoheiii Grade bau fällig bc- <7 2.^3» d z • ;■ 1 -■ : ’ ’ 6)5 0 z 3 s 7 —1 — Aß 99 zu haben bei: Gustav Walter, Mäusburg 13. ss16/5 Ich beschaffe -4 Zimmer 04503J Licherftraße 19. (Lichen lOberhessen). (3370 2 Zimmer Winterware 3365J Vorzügliche neue Harte Mettwurst ^^^os-Hermge soeben frisch eingetr. u. bitt, bei M. Kessler, Metzger Amß Wallekfels Neuenweg. jäw Marktplatz 15 Telefon 3 Telefon 380. asset AWjMKMM 3h verkuüfcn MÜNCHEN 1908 Ding* an sich“ Christoph Bieker, Emil Fischbach, A. Geisse, Col.-Waren, Emil Karn, Zentral-Drogerie, W. Kilbingcr, Äug. Noll, Bahnhofstraße 51, Otto Sehaaf, C. 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Protektorate S.K.H.d.Prinzregenten Luitpold von Bayern.im neuen Ausstellungspark Mai bis Oktober AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 Alles,wasin die Erscheinung tritt, wird durch einfache, sachliche Gestaltung die Beziehungen der angewandten Kunst zuMünchens Leben und Schaffen erkennen lay sen:Handyyerk-Jndustrie-Handel-OeffentlicheEinridit» ungen- Sportl.Wettbewerbe u.Spiele-Auf führungen auf der neuen Schaubühne -KonzertVeranstalt, ungen- Künstlerfeste -Vergnügungspark.oooa 'vielfach kritisiert. Auch Frau £) e b to t g Koch, bte oamals in Vertretung ihres Gatten, Dr. Adolf Koch, das in Grerfswald erscheinende liberale Tageblatt redigierte, machte eine Betrachtung -hierüber und sprach dabei u. a. von Strebertum. Proseswr «Dr. v. Wonckstern stellte deshalb Strafantrag. Der Gerichtshof erachtete eine Beleidigung im Sinne des § 185 Str. G. B. für vorliegend und erkannte gegen Frau Koch auf 5 0 M a r k Gel d - strafe. "Außerdem wurde fic in eine Ordnungsstrafe von M Mk. genommen, weil sie während der Verhandlung die Mitglieder des Gerichtshofs und des amtierenden ersten Staatsanwalts gezeichnet hatte. Die Zeichnung wurde beschlagnahmt. 8. & H. M ü n rf) c n, 28. Mai. Nach zweitägiger Verhandlung ist die Beleidigungsklage des früheren Dirigenten des K a i m - O r ch e st e r s Georg S ch n e e v o g t gegen fünf sru- chere Mitglieder des inzwijcheri aufgelösten Kaim-Orchesters init einem Vergleich beendet roorbeu. Ter Vergleich hat folgenden Wortlaut: 1 .„Die Beklagten nehmen die gegenüber dem Privatkläger Schneeoogt erhobenen Vorwürfe des Wortbruchs und der Doppelzüngigkeit als unbegründet zurück. 2. Ter Privatklager erkennt seinerseits an, im Affekt Aeußerungen getan zu haben, ivelche geeignet waren, die Mitglieder des Kannorcheslers zu kränken und zu reizen. 3. Die Beklagten übernehmen ihre Auslagen und die Hälfte der Gerichtskosten, die übrigen Kosten trägt der Privatkläger. _____________________________ Vermischtes. * Erdbeben. In der Stadt Kecskemet wurde gestern früh 2Vs Uhr ein Erdbeben verspürt. Auf ein schwaches Beben folgte 15 Minuten fpäter ein stärkeres, das von unterirdischem Getöse begleitet war. Vormittags 9.33 Uhr wurden abermals drei außer - i ordentlich starke Erdstöße wahrgenommen. Unter der Bevölkerung herrscht eine unbeschreibliche Panik. Die Einwohner flüchteten auf die Straßen und kehrten nicht in die Häuser zurück. — In Reggio di Calabria wurde vorgestern abend gegen 11 Uhr eine heftige Erder schütterung wahrgenommen, die von einem unterirdischen Donner begleitet war. Die Bevölkerung flüchtete zum Teil aus den Häusern. Aus der Provinz /liegen keine Nachrichten vor. * Die Skandalgeschtchte vom Jesuitenpater Sieprarski, der ein sterbendes tuberkulöses Mädchen vergewaltigt haben sollte, wird wie wir in hör „Germania" lesen, von der Kölner'Zentral-Auskunftsstelle der katholischen -Presse wesentlich anders dargeslellt. Sieprarski hat hiernach unter Eid ausgesagt, daß er zum kranken Mädchen gerufen worden sei. Dort angekommen, habe er die Kranke gefragt, was ihr weh tue. Daraus habe die Patientin seine Hand auf ihre Brust geführt und gesagt: Hier tut es mir weh! Das sei das ganze Verbrechen Sieprarskis. Im übrigen sei die Kranke hysterisch und geisteskrank. Von der Flucht Sieprarskis nach Amerika sei keine Rede. Kleine Tageschrouik. G a r n e g i e, hat 100 000 Tolar für das Gebäude des mittel- amerikanischen Schiedsgerichtes gestiftet. Graf Konrad Freys in g, Attache an der bayerischen Gesandtschaft beim Quirinal, ist 'm ein Pr i e st e r j e m i n ar in ,R o m eingeireten. Freysing gehörte einer alten bayerischen Adelsfamilie an, die politisch zur Zeutrumsfrattion hält. ' Der bekannte Münchener K u n st h ä n d l e r Johann G e r n e r t wurde wegen umfangreicher B i l d e r s ä 1 s ch u n g c n verhaftet. Es handelt sich um den Verkauf gefälschter Bilder im -Werte von 100 000 Mark. Massendieb st ähle von Eisen sind im Güterbahnhos Fürth entdeckt worden. Sie wurden seit Monaten verübt. Mcht nur alle möglichen Eisenteile, sondern sogar ganze Schienen avurden gestohlen und an Alteisenhändler verkauft. So wurde bei einer Eisenhändlerin allein ein ganzes Eisenlager aufgefunden. 50 Personen, darunter viele Kinder, sind als zu einer organisierten Diebesbande gehörend, bis auf weiteres ermittelt. Jubiläums-Stiftungen. Wie die „Köln. Ztg." aus V l b e r s e l d meldet, machte die Firma David Peters u. Co. anläßlich ihres Jubiläums Stiftungen und Geschenke im Betrage von 105 000 Mk., darunter 50 000 Mk. für einen Reseroe- sonds für Arbeiterwohlfahrtszwecke und 30000 Mk. als Geschenk für Angestellte und Arbeiter. Die Columbia-Universität hat dem Professor S ch U' a cf) e r von der Bonner Universität als den ersten Austausch- chrosessor die Würde eines Doktors der Rechte ehrenhalber verstehen. Tas russische Schulschiff Peter W e l i k i ist in der Nähe der Nevalbank auf ein Riff ausgelaufen, aber wieder flott geworden. Zur Untersuchung des Unterwasserteiles wird das Schiff nach Kronstadt ins Dock gehen. Mißglückter Schmuggel. Aus Newhork wird berichtet, daß Chinesen versuchten, 12 ihrer Landsleute in den Bereinigten Staaten einzuschmuggeln, indem sie sie zusammen in eilte Kiste verpackten und diese per Bahn expedieren ließen. Als die Kisten geöffnet wurden, waren alle 12 Chinesen tot. Gin Duell des Prinzen Napoleon Murat. In Petersburg hat ein Duell zwischen dem Prinzen Louis Napoleon Murat, Rutmeister im Garde-Regiment zu Pferde und zwei Marine- Osfizieren, und zwar den Brüdern Plehus stattgefunden. Das erste Duell war resultatlos. Beim zweiten wurde Leutnant Paul Plehns M V>--WW*>S5Iu8B AUSSTELLUNG durch einen Schuß in die Lunge tätlich verletzt. Prinz Tlurat blieb unverletzt. Schiffsunfälle. Ter Kapitän des Dampfers „Aulne" berichtet, auf der Höhe des Kaps Chevres dem Dampfer „Armrnga" aus Bilbao begegnet zu sein. Der mit Erz beladene Dampfer war auf einen Felsen aufgerannt und in Gefahr zu sinken. Dte Mannschaft hatte sich bereits in die Boote geflüchtet. Der „Aulne" nahm die Mannschaft an Bord. — Eclair berichtet aus Haltfax: Bei dichtem Nebel erfolgte gestern ein Zusammenstoß zwischen dem Dampfer „Boston" und dem amerikanischen Schoner „Faim- fain" in der Ündybai. Der Schoner wurde in der Mitte zerschnitten und sank sofort. 15 Mann der Besatzung ertranken. Im Gepäckwagen des transatlant. Zuges, der Passagiere des Dampfers „Teutonic" transportierte, brach, wie aus Evreux gemeldt wird, unterwegs Feuer aus. Das gesamte Gepäck verbrannte; der Schaden ist sehr bedeutend. Pest. „Pettt Parisien" berichtet aus Hongkongs Trotzdem die starke Ditze noch nicht eingetreten, werden bereits 470 Pestfälle in dieser .Saison festgestellt; hiervon 114 während der letzten Woche. billig per sofort zu vermieten Näheres daselbst, I. 04530] 5-Zimmerwohnung mieten im Neubau Friedrichs.- Näh, im Biertunnel am BahnM Handel. ** Konkurse in Lessen, lieber das Vermögen des Spezereihändlers LÄ. Ehr. Rull mann in Ober-Mock- ftadt wurde am 18. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechner Louis Uhl in Nidda wurde zum Konkursverwalter ernannt. KvnkurSforderungen sind bis zum 9. Juni bei dem Amtsgericht 'Nidda anzumelden. — lieber das Vermögen des Ingenieurs Richard F e r t f ch in G i e ß e n , Inhaber der Firmen „Richard Fertsch" und „Wilhelm Schmidt", beide in Gießen, wurde am 18. Mai das Kvnrursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Peters wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 6. Juni bei dem Amtsgericht Gießen anzumelden. — lieber das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Schröder u. Röser zu Tarmstadt wurde am 19. Mai das Konkursverfahren eröffnet, da bte Gelneinschuldnerin ihre Zahlungen eingestellt hat und die beiden Gesellschafter Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt haben. Rechtsanwalt Dr. Karl Brücher zu Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. Juni bei dem Amtsgericht Darmstadt anzumelden. — lieber das Vermögen der Jakob R a u , ch k o l b Witwe, Friederike geb. Fauser, in W o r m s wurde am 19. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Lein in Worms wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 20. Juni bei dem Amtsgericht Worms anzumelden. — lieber das Vermögen der Firma Adolf Hinkel Sohn in Beerfeldei: tumbe am 19. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Th. Win bisch in Michelstabt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- fvrberungen sittd bis zum 9. Juni bei bem Amtsgericht Beerfelden anzumelden. naschest und verschwiegen für hiesige und auswärtige Detail-, Engros- und Fabrik- Geschäfte aller Branchen, Gewerbebetriebe jeder Art, Zins-, Gescttfts-, Fabrik - Grundstücke, Villen, Güter etc. etc. Mer oder Witter, Durch auf meine Kosten in 900 der gclesensten Zeitungen ganzjährig erscheinende Reklame stehe ich ständig mit ca. 2500 kapitalkräftigen Reflektanten für Objekte aller Art in Verbindung, daher meine vielen, durch glänzende Anerkennungen nachweisbaren, oft innerhalb 8 Tagen erzielten Erfolge Meine Bedingungen sind die denkbar besten, von Jedermann annehmbar. Verlangen Sie kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rücksprache. [hv11^ E. Kommen Nacht., Köln a. Rh., Kreuzgasse 8, I. Altes bestfundiertes Unternehmen mit Bureaus in Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a. Rbn Karlsruhe I. B. Schöne seräuni. 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Zwei als Bauernjungen ret- kleidete junge Männer versuchten Nachts in die in der Nähe bt: N i k o l a l b rü ck e ankernde kaiserliche Pacht „Standard" c i n z u d r l ir g c n , wurden jedoch von der Wachmamu- schast eixtbccft und der Geheimpolizei übergeben. Dfe Pacht roär einer genauen Untersuchung unterzogen werden, ehe sie nach Pelm- chof abgeht. - - Athen, 29. Mai. Von der Insel Samos sind h u n d e r: Flüchtlinge in Smyrna emgetrofsen. Sie berichten, daß injolgi der türkischen Truppenlandung auf der Insel Panik herrsche. 5g Gefahr für die Autonomie der Insel besteht, wird die Bevölkeru uj L alle Garantiemächte um die Entsendung von Kriegsschiffen ersuchan. Londo n, 29. Mai. Dec hier mit dem französischen Pr7s.< dentcn Fallieres emgetroffene Minister Pichon gcw in circtir. Interview einige Erklärungen über den Besuch Fallieres in £oiM. und bezeichnete die Reise des Präsidenten als eine Rechtfertigung der Laltung aller derjenigen, die ihr ganj$ Leben lang eine Politik der Verständigung mit Entt- land befürwortet haben und die heute diese Politik in Gesrcl: eines engen und ausdauernden Einvcünehmens triumphieren jeten. Märkte. th. Gießen, 27. Mai. Auf dem dieswöchigen Viehmarkt betrug der Aufttieb ca. 1250 Stück Großvieh, 150 Stück Jungvieh, 350 Kälber und 650 Schweine. Aus dem Milchvieh- marit war nach guter Mare starke Nachfrage uiu) die für erstklassige Kühe angelegten Preise waren sehr hoch. Infolge davon mußte auch Mittelware gut bezahlt werden, während geringere Milchtiere selbst zu schlechten Preisen schwer anzuvringcn waren. TaS Geschäft in Rindern und Sickeren, für Mast- und Zuchtzwecke, das sonst um diese Jahreszeit slott zu gehen pflegt, war recht flau, da bei dem regnerischen Wetter das billige Grünfutter noch nicht zur Verfügung steht. Der für die Zeit kleine Auftrieb war selbst bei billigem Angebot nicht los zu werden und blieb teilweise überständig. Das Geschäft in Fettvieh, das besonders tzn guion Rindern vertreten war, machte sich' recht gut. Es ifl' auffällig, daß fette Kühe und Rinder anfaugen, auf dem Lande — wenigstens in unserer Gegend — knapp zu werden, während die Ware an den größeren Fleischmär'tten bequem zu haben ist und auch nicht hoch im Preise steht. Fahrochsen waren nicht am Markt, es iuar auch keine Nachfrage danach vorhanden. Einige fette Ochsen wurden glatt abgesetzt. Der Kälbecmarkt zeigte cm recht lebhaftes Bild. Tie Eintäufer für Frankfurt, Wiesbaden unt> Mainz machten den Markt, in den auch heimische Metzger und solche aus der Provinz lebhaft cingriffen, da die Tiere nicht übermäßig hoch im Preise kamen. — Der Schweincmarkt war ebenfalls recht lebhaft. Trotz des Anziehens der Preise gegen die letzten Märtte wickelte sich der Landtt leidlich slott ab, da die an den Markt gekommenen Landleuie Kauflust zeigten, was wohl seinen Grund in den wicd.r anziehenden Preisen für fette Schweine hat. Gehandelt wurden: Kühe frLschmelkenb und tragend per Stück 1 Qual. 475—525 Mk. (einzelne sehr schvere Exemplare bis 560 Mk.), 2. Qual. 380—430 Mk., 3. Qual. 280—320 Mk. Junge Rinder und Stiere zur Zucht und Mast per Stück 120— 150 Mk., schwere Tiere 160—210 Mk., Fettvieh per Ztr. Schlachtgewicht, L-rinder 1. Qual. 72—74 Mk., 2. Qual- 68—70 Mk. Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 63—65 Mk. Ochsen 77—79 Mk. — Kälber wurden der Zentner Schlachtgewicht verkauft: 1. Qual. 72—76 Mk., 2. Qual- 66—70 Mk., 3. Qual. 56—62 Mk. Tie Preise auf dem Schweinemarkt stellten sich per Paar Ferkel 4—6 Wochen alt 36—40 Mk., bis 13 Wochen alt 50—60 Mk. Läufer 70—90 Mk., stärkere Stere 100—120 Mk. Außer geringwertigen Kühen und etwas Jungvieh wurde der Markt geräumt. fc. F r a n k f u r t a. 211., 29. Mar. (Telegr. Lrig.-Bericln de? „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarki°. preise. Zrnn Verkartt'e standen: 30 Ochsen, 00 aus Defteneiih 5 Bullen, 00 aus Oesterreich, 79 Kühe, Fersen, Stiere und Nindc' 688 Kälber, 10 Schafe und Hammel, 1142 Schweine, 3 Ziege- ' 4 Ziegenlämmer, 1 Schastämmer. Bezahlt wurden ' ü'J 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 77—80 W 2. Qualität 68—70 Mk., 3. Qualität 58—60 Mk.; Buller ' 1. Qual. 64—67, 2. Qual. 58—60; Slütje 1. Qualität 70—72 M' 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 38—40 Mk., 4. Qual. 00-00 Ml"' 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlack ^ gewicht: Kälber I. Qualität 98 bis 100 Pfg., Lebendqewiät 58—52 Pfg., 2. Qualität 84—88 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Pü. Schlachtgew. 70—72 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 82 HZ 00 Pfg., 2. Qual. 74—78 Pfg. Schweine: 1. Qual. '63-00 P Lebendgeivicht 49,5—00 Pf., 2. Qual. 61—62 Pf., LebendgemicN 48,5—49 Pfg., 3. Qual. 52—56 Pfg., Lebendgewicht 00—uO Pi,, Geschäft bet Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvich gut, kein Ueberstand. Limburg a. d. Lahn, 27. Mai. Fruchtmarkt. Dmä- schnittspreis pro Atalter. Roter Weizen (nassauischer) 18,00 ML weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 15,00 Mk., Gerste 11,40 Mk., Haii i 7.75—0.00 Mk. nach Qual., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 5,50 3)it — Von den Z u ch t v i e h m ä r k t e n des L a n b ro i r t • schaftskammer-Anschus seS für Oberhessen. Tü Einrichtung von Zuchtviehmärkten erfreut sich in Züchterkrest n großer Beliebtheit, beim während der am 9. Juni stattsindeiiÄc Schotten er Mar ktfürBogelsberger noch in Vorbereitung ist, hat man auch schon Schritte getan, für die Kreise Alsfeld umi Lauterbach einen Zu chtviehmarkt für Simmentaler, Edc u schwcine und Ziegen auf den 15. Inli in '.'Ilsfeld anzuberaum«, und tinzurichlen. Für den Vogelsberger Markt sind bis jctzi 25 Vogelsberger Bullen und ca. 70 Kühe und Rinder von natty gewiesen rassenreiner Abstammung angemeldet, gewiß ein Berne daß die Anregung auf fruchtbaren Boden gefallen ist und der erHc Versuch, soweit es sieh um die Züchter handelt, als gelungen be- zeichnet werden kann. Älöchlen nun auch die Liebhaber und Räuiti von Vogelsberger Zuchtvieh, insbesondere die Gemeinden die günfiige Gelegenheit zum Erwerb von Zuchtmaterial benutzen und hierdm i dein Unternehmen Lebensfähigkeit geben. Der in Alsfeld ani 15. Juli stattfindende Zuchtviehmarkt wird ivieder mit dem selber Kirschenmarkt in Verbindmig gebracht und ist der fünfte biei.ee Art. Ter günstige Verlauf und der flotte Umsatz der früheiwi 'Märkte bürgen dafür, daß beide Teile, Käufer ime Verkäufer Ijier zu chrem Rechte kommen und die fBcratiftaltimg in Anspri: th nehmen. Als dritter vom Landwirtichaftskammer-Ausschuß unti r- haltener Zuchtviehmarkt kommt noch der im September für Wetterauer Kreise Friedberg, Gießen und Büdingen in Butz da cd stattsindeude hinzu, sodaß c= an Gelegenheit zum Absatz und 81m- laus nicht fehlt und man sich auf diese Märkte schon im oorau; einrichten kann. toiefecuer rbetterdienft. Vornnsfichtliche Witterung für Hessen am Samstag, ben 30. Aiai: Wolkig bis trüb, doch nur geringer Regen. Kiihl b»ci frischen nördlichen Winden. Beabsichtige mein in bester Lage Gießens befindliches 13366 GcHästshMs, Marktplatz 15, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen ob. zu verpachten. Aug. WaiBeaifeis. fort Md utlt großem Garten (zu Bauzwecken geeignet)in schönster Lage der Frantmrter Straße,- auch sehr gut passend für ein Geschäftshaus, unter günstigen Bedlngungeu zu verkaufen. Schrlflliche Angebote unt. 04510 an den Gießener Anzeiger erb. 04522] Gras von einer Wiese zu verkaufen. Ebelstr. 9 Hinterh. 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Horn Familie Heinrich Wiwn. gestern abend 10V2 Uhr im 74. Lebensjahre Mbulslhe w'^Sir.^ Buchftidr., $loi.eir>4iö., tausm. Rech., Stenographie, ALaschinen- schreiben :c. können sich Tamcu und Herren jeden Standes gründlich u. billig aneignen und erhalten nach Schlug Stellung als Buchhalter, Siontoriitcn re., gratis nachgewiesen. Sluric eginnen 1. Juni. [3348 Dr. Schreiber, Gienen, Weinhandl. Schott, Bahnhofstr. OastspieS der Baiern© pftzcho-choreograpbischcs Panto-Trama (feenhafte Ausstattung) Sonntag, 31. Mai: 2 große Vorstellungen, 4 u. 8 Uhr Frühschoppen-Vorftetlung nachmittags 4 Uhr ermäßigte Preise. Der in Afttztzg wwb ivieber millr?. .'acht unb ist brr flotte Ilinsatz da Mäuler ivie Lcilw«, Bcinnjliilimw m i» niiskainiiiec-ÄiMtz» der im Sepiember fc nö Tübingen in lenlieit jum ilbja^j je Markte jchm in ® werden angenommen. Baustelle: Fabrikneubau Bäuninger. 13346 H. Winn & Co., G. m. b. H. Tüchtige Gartenarbciter für dauernde Arbeit gesucht. _______Schifsenberger Weg 55. 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PROGRAMM lemctad (c. 1569). Job. Seb. Bach. Schluss der Saison 1907/08. Oettnung des Theaters 7 Uhr. Schuhwarenhaus Während des Umbaues Giessen, BaihsiStsf58 El & BM/? K4/08 der B“/5 K52/08 auf 1. (3 BQ to.figsfeSwein 3186] im 3at>f im Felienketter. (Sieücn: 262 qm. GrabgorM Nebenstehende [B«/s K42/08 Mark 11.50 S"»k' Simmggg 'M, L. Reichardt. J. F. Reichardt. J. Ab. P. Schulz. } Job. L. Hasler. Job. Eccard. John Bennet. Daniel Friederici. G. Giacomo Gastoldi. Job. Seb. Bach. Jos, Haydn. von M.1.80 aufwärts bis M. 50.00 Der ffiit M Gieffen stehende Parzelle Gemarkung Gieffen: 1/2144,7—293 qm Hofrcite dem Gartfeld, Ausführende : Frau Anna Kaempfert (Sopran) Herr Antonio Hohmann (Tenor) Herr Hans Vaterhaus (Bass-Bariton) Der akademische Gesangverein. Leitung: Herr Prof. G. Trautmann. Casseler Schirmlalirik Giessen, Seltersweg 9. Versteigerung. Freitag, den 5. Juni lfd. ü*., nachmiittags 3 Uhr, sollen im städtischen Psandlokale, SeltcrSweg 11, dahier: Freibank. Heute und morgen Ochscnflcuck Pfd. 56 Pfg. [B”/9 Sm r- Die Arbeiten können zusammen oder auch getrennt qw> geboten und vergeben werden. Zeichnungen und Verdiiys ungsunterlagen können auf Unserem Baubureau Licher Strass! eingesehen, woselbst auch die Angebotsformulare ohne Zcia-t nungen, so lange der Borrat reicht, gegen Erstattung ba: Selbstkosten abgegeben werden. Die Angebote müssen verschlössen in besonderen Umschlägen nach Losen getrennt ub.) mit entsprechender Aufschrift versehen porto« und bestcllgel!> frei bis spätestens zum Eröffnungstermin am 10. Juni 19^', vormittags 11 Uhr, an uns gelangen. 0X0 Houillon hergcstellt von der Liebig - Gesellschaft aus bestem Ochsenfleisch bereitet,fertig gewürzt, ist unübertroffen an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit. IV2—2 Teelöffel auf eine Tasse heißen Wassers Vorrätig in Flaschen zu 50 Ptg. und M. 1.75 bei Georg Wallenfels, Giessen, Marktplatz 21, gegenüber der Clü/5 Engel-Apotheke. öffentlich meistbietend versteigert. Gienen, den 26. Mai 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. Gros. Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmitt. 3 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die vordem Namen des Henno BueS stehendem Immobilien der Gemarkung Greffen: 4/165,5=1939 qm Hosreite am Kleinen Stcinweg rechts, 4/165,1 = 5964 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gieffen, den 20. Mat 1908. Groffh. Ortsgericht Gieffen. Gros. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 27. Mai 1908. Großh. Hochbauamt, Neubaubureau Irrenanstalt. I. V.: Schön. bedeutende Preisermässigung auf sämtliche Artikel Markus Bauer Herren-, Knaben- und Kinder-Konfektion GLESSEN, Kirchenplatz 11 verschiedenes Mobiliar wie Schränke, Tische, Sekretäre, Schreibtische, Waschtische, Sofas, Spiegel, 1 Kassen- schrank, 1 Pferd u. 1 Wagen. K57/08 B51/s Tonncrstag, den 11. Juni 1908 nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen der Aug. Helfendem Ehefrau Hermine geb. Nohde stehenden Parzellend. Gemarkung Gieffen: 21/15,2 = 262 qm Grabgarlen rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5-=2496 qm Hosreite das., 21/15,8 = 1053 qm Grabgarten daselbst, 2/164,4—507 qm Hosreite links der Chaussee, öffentlich meistbietend versteigert, werden. Gieffen, den 21. Mai 1908. Gr. OrtSgericht Gieffen. Gros. Neubau her Kreuaußalt bei Wen. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1896 werden die nachstehenden Bauarbeiten nach Losen getrehri.1 zur Vergebung ausgeschrieben: Los I. Rohrlegerarbeiterr: ca. 900 cbm Erdaushub«, ca. 600 lfd. m Nohre zu verlegen und ca. 20 cbm Äetm und Mauerwerk der Schächte. Los II. Lieferungen: ca. 560 lfd. m Tonrohre, cd 40 lfd. m Eisenrohre und 7 Stück Schachtrahmen. Ueberraschend wirkt mein Mvttenmittel Artist» per Paket 10 Pfg. j2643 Germania Drogerie, Earl Seibel. _ Eisenbauanstalt DARMSTADT. Dachstühle — genietete Träger — Stützen — moderne Fassaden — Hall en — Treppen etc. Taffetchiffon-Bluse facon Clara in weiss, rosa, hellblau mit la. 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I** £ k.'lins vem Ije neue 1 „Tie Setfi [knediWc Mii und ! ofigemeir Bl-He" Beto ü Kiner öuc r-j deutsch'sozi Mi des vm Nzmg, welch Wlsgswahl Mahm, mc Haanen Polit 2 Versetzung i teils offen -:xn worben. W diesen $ mig, der E :5 Lberlehr 1' ^vng getrat besann S Wh Modi ist & Gebrüder Jmheuser Marktplatz 9—10 daselbst, . ,.°« 2/164,4=507 qm Hosreite u® der Chaussee, öffentlich meistbietend versteigcw Gieffen, den 13. Mai 1908. ^nijjpClhDC Gr. Ortsgericht Gieffen. || h °°> _________Gros.__- ii ■ ® X-——Sl M . I. Platz Mk. 5.—, II. Platz Mk. 4.- , in. Platz Mk. 3.— IV. Platz Mk.2.50, IblDiriliSKal teil. Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung Ernst Cballier (Rudolphs Nachf.) Telefon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Gültigkeit haben blaue, rote und gelbe, ungültig sind rotweise Karten. 8. Chöre 11 capella : a) Fliesset dahin, ihr Tränen . . • • b) Einstmals das Kind Cupido klein - c) Amor im Nachen (5stimmig? - 4. Lieder für Tenor mit Klavierbegleitung: a) „Hoffnung“ * b) „Das Lösegeld“ c) „Liebeszauber“ . • , • ... • _ , • 0. „Schweigt stille, plaudert nicht“, Cantate für Solostimmen, Sopran, Tenor, Bass und Chor (comp. c. 1731) 6. Zwei Gesänge für Chor mit Begleitung des Pianoforte: a) Der Augenblick (Inbrunst. Zärtlichkeit, Verstand) b) Die Beredsamkeit (Freunde, Wasser machet stumm) 7. Cantate zum Geburtstage des Herzogs Christian zu Sachsen-v\ eissenfels „Was mir behagt, ist nur die muntere Jagd für Solostimmen und Chor . 8 Muss es für jeden Leser sein, Ä Dass nur die Firma Springmann allein E Selbst gute Schuhwaren verkauft zu enorm billigen Preisen I Und das Publikum tut sich überall um unsere Schuhwaren reissen. 8 Die Lösung dieser Frage ist vielen bekannt | Das Geschäft kommt nur durch unseren Riesenumsatz zu Stand D Da wir uns auch mit dem kleinsten Nutzen begnügen, So hat jeder Käufer von unseren Schuhwaren Vergnügen. a”/6 K40/08 Donnerstag, den 4. Jun, 190», nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Drtßncira die vor dem Namen der uun- Helfenbein Ehefrau itebenwj Grundstücke der GemarkiM | Mittwoch, den 3. Juni 1908, abends 7% Uhr im Bleuen Stadttheater (Eine öffentliche Hauptprobe findet nicht statt). Meisterwerke weltlicher Vokalmusik des IG* bis 18. Jahrhunderts Donnerstag, den 18. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen des Heinr. Diergardt und Ehefrau geb. Dörnemann in Donnerstag, d. 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen der August Helsenbein Ehesrau stehenden Grundstücke der Gemarkung Gieffen: 21/15,2 = 262 qm Grabgarten rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5=2496 qm Hosreite das., 21/15,3 = 1053 qm Grabgarlen daselbst, 2/164,4=507 qm Hosreite links der Chaussee, öffentlich meistbietend versteigert. Gieffen, den 13. Mai 1908. Gr. Ortsgericht Gieffen. Gros. M. l2 USt letzte Neuheiten vom einfachsten bis feinsten Genre in grosser Auswahl. 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