Nh yibon)/1 !lbch I “U äutg^'M ’tt Mcr^ M. D.^. Hans LrulMZ ■vhtgliebet |eir; Mtrl muh vkm Te'.lev v.Lli rfl Mi ■; rea M-i: ÄlW ihitoi messen, n 1 Uhr ab i il Prograz r Lünltlcr. — rigcn 20 M 1^ ver Voi^tLnL s Eoonste Iler Berechn^- wieder abgelitimt Ifedern Lie-VereiB hl (12 Fed.) m-Htler 50? HNECKEN • BOMH relbtedem* Fabrik ,, abends S'.i lb über das tandes. her Verwendbar ^; Stets E° iia allen Ha- 28. Schlebach^' !-sen *ö® swttt'* HM, 9(1 i 40 i 40 ' 90 ' 45 ' 60 ' [11? ringe !N tu n che ol'st emi Die heutige Nummer umMt 10 Seiten. Deutsches Reich. Thorn, 27. Febr. Aus dem ersten und siebzehnten Armeekorps wird bis 1911 ein neues Armeekorps gebildet, dessen Sitz wahrscheinlich nach Allenstein verlegt werden wird. Oldenburg, 27. Frbr. Die oldeuburgische Ne. gierung hat sich mit der Aushebung der geistlichen Schulaufsicht einverstanden erklärt. AusiureS. Rom, 28. Febr. Nach 8lägiger leidenschaftlicher und teilweise höchst spcumelider Tiskussion hat die K a m m e r das von der Reaierung vorgeschlagene Reglement betressend den R e l i g i o ns- Unterricht an den Mittelschulen mit 279 gegen 129 Stimmen angenommen. Fortan können die Gemeinden den Unterricht als Pflichtfach iorisallen lassen, sind jedoch verpflichtet, denjenigen Ettern Lokale zur Veckügung zu stellen, die sur ihre Kinder diesen Unterricht selbst bezahlen wollen. Paris, 27. Febr. „Platin" versichert, General d'Am ade habe aus Anfrage oer Negierung erwidert, er brauche Ber- st ä r k u n g e n, nm seine Ausgabe durchzu'ühren. London, 27. Febr. Ter „Standard" meldet, daß Campbel! Bannerman nur noch bis Ostern im Amte bleibt. Während der parlamentarischen Ferien, die zu Ostern beginnen, wird die Umgestaltung des Kabinetts vorgenommen '^"^'o n staut ino p e l, 27. Febr. Der italienische Botschafter Marquis Jmperiali überreichte der Pforte eine scharfe Protestnote in Angelegenheit der Einstellung der Arbeiten bei dem einem italienischen Syndikat gehörigen Kohlenseldern von Herakles. Petersburg, 27. Febr. Im Verband echtrussischer Leute ist ein ungeheurer Skandal aiisgebrochen. Zwölf hervorragende Mitglieder erhoben gegen den Präsidenten Dubrowin An- kl a g e wegen i a 1 s ch e r A b r e ch n ii n g. D u b r o w i n ließ die Ank 1 äger dnrchprüge 1 n u nd hinaus w o ricn. Tie Morgenblätter melden aus Petersburg: Am 27. Febr. trat in der P e t c r P a u 1 s s e st u n g ein Ai i 1 i t ä r g e r i ch t zusammen und verurteilte 10 Terroristen, die vor drei Tagen em Attentat aus den G r o tz s n r st e n N i c c o1 N x c c o1a j a- witsch und ans den Justizmmister geplant hatten. 7 Terroristen, darunter der ualienlsche Journalist Calvins und zwei grauen, wurden zunt Tode Durd) den Strang, drei zu lebenslänglicher ZivangSarbeit verurteilt. . Der „Bert. Lstalanz/ meldet aus Port-au-Prince auf Haiti: Beim Fortgehen aus dem Hanse des Präsidenten Alexis am 26. Febniar wurde ein britischer Ad j ii t a n t von einem u n bekannte n Individuum m i r S t o i n e n b e w o r f e n. Ta der Präsident leine genügende Satissakiion gewährte, verlangte der Kapitän des dort liegenden britischen KrenzerS „Fnde- iatigeable" eine solche von ihm und ließ die G e s ch ü g e aus D e ii Pa 1 a st r i ch t e n. Hieraus überbrachte General Alexis sofort dem b r i t i s ch e n K o n s u 1 persönlich seine Entschuld! g u n g. ____ Eriiär-mg. Man bittet uns um Aufnahme der nachstehenden Erklärung: Die gestrige „Erklärung" der deutsch-sozialen Parteileitung bedarf verschiedener Berichtigimgen und Ergänzungen. Ich fühle mich umsomehr dazu verpflichtet, als ich es wat, der tue Falle in Dem betr. Flugblatt entdeckte unb auch im Herost rm „Gieß, Anz " zuerst veröffentlichte. Ich habe damals gleich daraus W gewiesen, das; jenes Flugblatt bezeichnenderweise anonym erschienen sei, und richtig, man schüttelt es von sich ab und Lädt es der „Volksmacht" aus den Hals. Während der Wahl allerdings war es anders. Da liest man Den Redakteur der „Volksmacht" Versammlungen abhalten, o h n e i h n abzuschütteln. Damals verteilte man auch das Flugblatt, ohne es zu verleugnen. Ein hiesiges Antisemitenblatt hat behauptet, der deutsch-soziale Wahlausschuß habe erst nach Verteilen des betr. Flugblatts davon Kenntnis erhallen. Das entspricht nicht den Tatsachen! Ich bin bereit, zehn Zeugen dafür zu stellen, dast die Herren Kling und Wagner, also Mitglieder jenes Ausschusses, am Tage vor der Stichwahl eine Anzahl solcher Flugblätter selber mit nach Heuchelheim brachten und Dorr eigenhändig ver* teilten. Dze Liberalen werden in jenem Flugblatt als Wahlrechts- feinde allerdings geschildert — ans der einen Seite! Aus eignungsvorlage gegen sie vorgehen würde. Wir sollten hier nach dem Grundsatz handeln: Was du nicht willst, das man dir^tu', das füg' auch keinem andern zu!" Nun, Graf Mirbach könnte es doch eigentlich auch wissen, daß man in Rußland nicht erst einer besonderen Gesetzesvorlage bedarf, um irgend einer der vielen Völkerschaften des Reiches zu Leibe zu gehen. Graf Mirbach sollte es aber auch wissen können, dast den baltischen Deutschen von der russischen Regierung und dem russischen Tjchinowniktum noch ganz andere Leiden bereitet worden sind, als wir sie mit unserer Ostmarkenpolitik den Polen zufügen. Graf Mirbach könnte es eigentlich auch wissen, daßdie deutschcnBalten zu allen Zeiten und trotz aller Unterdrückung die loyalsten und treuesten Untertanen des russi- chen Reiches gewesen sind. Es ist eine unerhörte Kränkung und Verleumdung der deutschen Ballen, wenn man von ihnen das Gegenteil behauptet. *) Weder in Rußland noch sonstwo kümmert man sich auch nur im geringsten darum, was das Ausland von dieser oder jener inncrpoUtischen Maßnahme denkt, nur wir im Deutschen Reiche glauben uns noch immer erst die Zustimmung des Auslandes holen zu müssen. Was geht uns das Ausland an? Das hilft uns unsere Polenfrage nicht lösen. Im Gegenteil, je größer unsere, innerpolitischen Schwierigkeiten sind, um so inehr freut sich daS Ausland. Mag sein, daß Die Enteignungsgesetze nicht gerade das wirksamste Riittel zur Lösung unserer Polenfrage ist, auf keinem Fall sollte es aber das einzige Mittel bleiben. Vor allem sollte man die aufhetzende Tätigkeit der polnischen Presse, der polnischen Geistlichkeit und der polnischen Agitator en mit aller nur möglichen Rücksichtslosigkeit bekämpfen. Die Polen müssen die starke deutsche Faust fühlen, sonst hat das Dcutschtum m der Ostmark ausgespielt. Die Polen müssen es lernen, loyale und friedliche Bürger dcS deutschen Reiches zu werden, nicht eher kann es Frieden in der Ostmark geben. Die Ostmarkenfrage ist keine preußische Angelegenheit allein; sie geht das ganze deutsche Reich im weitesten Maße an, dort dürfen wir keinerlei deutschfeindliche Bestrebungen dulden. Deutsch ist daS Land und deutsch soll es bleiben, und damit das deutsche Reich deutsch bleibe, dazu müssen wir, wie der Reichskanzler am Mittwoch im Herrenhause sehr richtig sagte, mehr ruhiges Nationalgefühl haben. Daran aber fehlt es bei uns leider noch gar zu häufig. *) Nach anderen Berichten soll der betreffende Paffus in der Rede Mirbachs, wio wir im letzten Augenblick erfahren, allerdings folgendermaßen gelautet haben: „Die baltischen Deutschen sind die zuverlässigsten Landsleute, ober Die baltischen Barone haben sich über die Beamten und das übrige Volk ein wenig erhoben. Sie haben dadurch eine Miß- ftuninuiig gegen sich tm russischen Volte erregt; welcher Enlrüstungs- fturni wurde nun ui Deutschland entstehen, wenn Die russische Regierung Die Ballen enteignen wollte! »Was du nicht willst, das man Dir tu’, das füg' auch feinem andern zu !" Mehr ruhiger NattonalgeMl. Die sog. Enteignungsvorlage, die gestern endlich die Zu- st immung des preuß. Herrenhauses erhalten hat, ist im Preußischen irndtage, in der Presse und in den politischen Versammlungen । ,-t einer Nervosität erörtert worden, die im ersten Augenblick befremden erregen konnte. Deutsche Männer haben sich ,,jeder einmal zu Verteidigern deS .edlen geknechteten« ßoIenoolfcS aufgeschwungen, und haben mit aller Kraft ihrer Zeredsamkeit die Maßnahmen der preußischen Regierung zur Härtung deS Deutschtums in der Ostmark in Grund und oben verdammt. Man fragt sich kopfschüttelnd, haben putsche Männer, und mögen sie noch so freiheitlich gesinnt sein, wirklich nichts befferes zu tun, als die Polen zu vereidigen, die sich bisher schon sehr wirksam allein zu Der» leidigen verstanden haben? Für wen begeistert man sich? 2ind eS nicht dieselben Polen, die sich in der Schweiz, in ttapperswil, ihren Kriegsschatz aufspeichern, um irgend einmal, bet erster, bester Gelegenheit, ein neues eigenes Polenreich auf- richten? Sind eS nicht die Polen, die in der Ostmark auf olle Weise, durch aktiven und paffiven Widerstand, Der rutschen Verwaltung entgegenarbeiten, die deutschen Geschäftsitte, Handwerker und Landwirte boykotieren und wirtschaft- : rf) zu ruinieren suchen? Sind eS nicht dieselben Polen, Die jhon seit geraumer Zeit ihre Geheimagenten über die Grenzen Posenö und Westpreußens hinaus schicken, um loS Polentum auSzubreiten. Dian sehe doch nur, wie sie es w Oberschlesien gemacht haben und wie sie es heute in Ostpreußen tun. Noch vor einigen Jahren wußte man Dort noch tisthtS von einer Pvlengesahr, und jetzt? Da taucht bald in dieser, bald in jener Stadt, bald in dieser und jener Ortschaft, wo bis dahin kein einziger Pole gelebt hatte, plötzlich iin polnischer Geschäftsmann auf. Mit dem ihm vom pol- tischen Nationalfond vorgestreckten Geldern eröffnet er irgend iin Geschäft, ohne zunächst natürlich seine nationalpolnische ^Innung nach außen hin zu zeigen. Er tritt in deutsche Vereine ein und sucht sich auf diesem Wege in das Vertrauen der Bevölkerung einzuschleichen. Die Mittel, Die ihm on polnischer Seite zur Verfügung gestellt werden, erlauben 3 ihm, alle anderen Geschäftsleute des Ostens in den Preisen ,u unterbieten. Die Käufer strömen ihzn zu. Er vergrößert 08 Geschäft, nimmt Angestellte an, natürlich nur Polen, Die ihr Polentum anfangs ebenfalls noch verschleiern muffen. Diesen ersten polnischen Pionieren folgen bald andere nach, unb es ist selbstverständlich, daß diese Polen sich gegenseitig wirtschaftlich auf alle Weise zu stärken suchen. Bei Deutschen mrd natürlich nichts gekauft. So breitet sich das Polentum -chriit für Schritt weiter aus und drängt das Deutschtum zurück. Man halte sich diese Entwicklung des Polentums in der -rutschen Ostmark doch nur vor Augen und frage sich Dann Hlbft, ob man als Deutscher billigerweise seine Hand dazu Mieten Darf, die Polen un deutschen Reiche gegen die deutschen in Schutz zu nehmen. Run wird behauptet, wir Deutschen hätten die Polen provoziert. Auch der getretene Wurm krümme sich. Man üibe die Polen so lange drangsaliert, bis sie nun endlich 8a»u gekommen feien, sich ihrer Haut zu wehren. Aber diese Behauptung steht, wie oft soll man es wiederholen, mit allen geschichtlichen Tatsachen in Widerspruch. Zu allen Zeiten, no man dem Polentum freie Hand ließ, hat es sich auf Soften de§ Deutschtums weiter auSgebreitet und Die deutschen -iachdarn polonisiert. Alan mag cs noch so sehr bedauern, M die Deutschen im Gegensatz zu den Polen ihre Nationalität 5 leicht aufgeben, aber mit der Tatsache selbst muß gerechnet verden und der Staat muß im eigensten Interesse alles tun, :nt solcher Slavisierung Einhalt zu tun. Aun heißt es, Der kleine Prozentsatz unserer polnischen -Äevolterung könne doch nie eine politische Gefahr für Das roße, starke Deutsche Reich werden. Inwiefern sie doch eine Gefahr werden können, ist eben bargelegt worden. Eine 'cht minder ernste Gefahr bilden sie aber auch dadurch, daß *e das politisch unzuverlässigste Volk im Deutschen Reiche "ilden. Sie haben Den Traum ihres polnischen Reiches noch sicht auSgeträumt unD warten nur auf Die günstige Gelegen- seit, dem Deutschen Reiche in den Rücken zu fallen. Ja, was sollen wir solchen Verhältnissen gegenüber tun? ‘$ir können die Polen doch nicht entrechten, so sagen Die Gegner der Polenpolitik, das widerspricht aller Humanität Ztimmungsbiw aus dem Mrchrtage. Berlin, 27. Febr. Der kleine VesÄhigungHnachweis. Die stürrnischeir Wogen der gestrigen Sihung haben sich geglättet; still und eben floß die Verhandlung im Reichstage heute dahin. Aus der Tagesordnung stand eine Frage, die m früheren Jahren lebhafte Aceinungskämpse veranlagt hatte: Der Befähigungsnachweis für das Handwerk. Heute steht mit den Sozialdemokraten, denen es ihre grundsätzliche Stellung von vornherein verbietet, für Maßnahmen zur Förderung des handwerksmäßigen Kleinbetriebs einzutreten, nur noch ein kleiner Teil der Freisinnigen der Vorlage der Regierung ablehnend gegenüber. Die Verl)ältnisse haben sich inzwischen nach rerjan^ denen Richtungen hin geändert, und insbesondere ist auch in der Auffassung und den Bestrebungen der in Den deutschen Gewerbevereinen vertretenen fortschrittlichen K'reise des Handtverks eine Wandlung eingetreten; das ist in der Hauptsache Der Grund, weshalb auch Der politische Freisinn nicht doktrinär an einem Standpunkte festhält, der unter anderen Voraussevungen für ihn gegeben war. Tie Nationalliberalen sind auf diesen Boden schon vor einigen Jahren getreten und die Tätigkeit insbesondere der Abgg. Bassermann und Dr. Hieber auf Die)em Gebiete wurde in der heutigen Verhandlung sogar von zünftlerischer eeuc dankbar anerkannt. Freilich ist es nicht der große, der allgemeine Befähigungsnachweis, Den die Regierung, unterstützt von einer überwältigenden Mehrheit des Reichsiages, jetzt dem Handwerk entgegenbringt, sondern der sogen, kleine Besahchungsnachweis, und in den Motiven, nach denen ja aber bekanntlich nicht aoge- stimmt wird, weichen die liberalen Parteien vom alten wirtschaftspolitischen Kartell Der Rechten und des Zentrums erheolich ab. Denn während diese dem Gesetzentwurf zustimmen in der Erwartung, daß aus dem kleinen BefäZigungsnamweis stch allmählich der große entwickeln wurde, läßt sich die Linke lediglich durch Gründe der Lehrlingsausbildung bestimmen, wahrend sie den allgemeinen Befähigungsnachweis nach wie vor a limmc ao- lehnt. Auch Die auf dem Standpunkt der Jnmingstage stehenden Parteien folgten Der Mahnung des Staatssekretärs v. Bethnn nn- Holliveg, die Durchführung des Satzes, DaB nur denemg: lehren könne, der selber gelernt hat, nicht durchs Belastung dis Gesttzes mit weiter gehenden Forderungen zu gesahrdcn. Bemerkenswert ist und ein Zeichen für die Wandlung der Zeiten auch bezüglich der Zusammensetzung des deutschen Rercystags, daß die .palfte der heutigen Redner dem HanDwerkerftande angehort. Hauptredner der sozialdemokratischen Fraktwn war ein früherer Handwerker. — Die Beratung des Gesetzes wurde noch nicht zu Ende geführt. '"d allem Rechtsbewußtsein. Tas Hingt sehr schön, aber, ■Dec wird im Kriege den Gegner schonen, und ein Krieg ist Polenpolitik, ein Krieg des Deutschtums gegen das 2laventum, em Krieg zur Erhaltung des Deutschtums an mserer Ostgrenze. Wir haben diesen Krieg nicht frivol vom )aune gebrochen, sondern er ist uns aufgeDrängt worden. ist ein Verteidigungskrieg, kein Angriffskrieg. Wenn die ^olen den Frieden »vollen, dann brauchen sie doch nur als Me und friedliche Staatsbürger deS Deutschen Reiches mit j)ten deutschen Nachbarn in Frieden zu leben. Es steht unS deutschen wahrlich nicht gut an, Friedensschalmeien ertönen kaffen, wenn man uns angreift. • Die Schamröte steigt einem aber inS Gesicht, wenn man 21e Worte lieft, die Graf Mirbach am Mittwoch im preuß. cherrenhause gesprochen hat. Graf Mirbach, der doch cigcnt- 'H. besser orientiert sein sollte, sagte: „Es ist bekannt, -toBbic baltischen Deutschen nicht die treuesten Unter- '°nen sind, aber welcher Entrüst nngs sturm würde lc9 erheben, wenn Rußland nun mit einer Ent- vvr einem Konflikt mit ber Ersten Kammer endgültig los. JSiebeti war der Kronprinz in der Hosloge erschienen, iviedec machte sich Herr v. Kröcher, Der die Zügel des Abgeordnetenhauses von vornherein in Hcrcii K'wuses erprobte Hände gelegt hatte, zum parlamentarischen Adjutanten des Erben der Krone. Wieder traten eine Reihe Landlords gegen die Vorlage in die Schranken, wieder ließen die Herren auf der Ministerbank, vier an der Zahl, Bülow natürlid) unter ihnen, das Geschütz ihrer Bevedsamkeic spielen. Kurz, es war dasselbe Bild wie tag5 zuvor. Aber die Tonart Der Gegner der Vorlage war eine andere: Tie Oppersdorffi Tzschammer, Kvpp und selbst Fürst lliadziwill schlugen sanftere Töne an als tags zuvor Die Mirbach und Schulenburg. Und wenn am Mittwoch eigentlich nur Herr Adickes sich für Die Re- gierungsfarben gewappnet hatte, so erstanden Den Herren am Ministcrtisch in Der DonnerStagsitzung eine ganze Reihe rüstiger Helfer: Voran Votlw Eulenburg, bet außerordentlich wirksam sprach. Schmollet, Hamm-Bonn. Sie trugen eine Zuversicht zur Schau, Die ihre Wirkung nicht verfehlte, und Da neben Herrn v. Nheinbaben auck> Herr Beselet einen wenigstens rhetorisch guten Tag hatte, so stiegen allmiählich auch bei Der Baissepartei auf Den Tribünen die Aktien der Regierung. Endlich kam man zur Abstiminung. Ter Slot trag Wedel-Pies- Dorf fand eine Mehrheit. Aver er war nur ein Eventualantrag : Würde Der nächste Antrag, der Des Herrn Adickes, angenommen, so war die erste Abstimmung außer Kurs gesetzt. Und der AntragAdickesfanddie Mehrheit: 143 Herren- Hausler stimmten für ihn, 111 bagegem Tas w ar Der Sieg Der Regierung aufdergaiizen Linie: Tie Vorlage war im Haseii. i)ü>ch eine kurze VerhanDlung über Den Rest des Gesetzes, die mit der Annahme des ganzen Entwurfs endete, und der große Tag war vorüber. Die Heroen am Miniftertisch hatten buchstäblich alle Hande voll zu tun, um die gratulierenden shake-hands der erlauchten und edlen Herten eiitgegenzunehmeii. Auch Herr v. Manteuffel, Der Präsident, der versehentlich mit Ja statt mit Rein gestimmt hatte, war unter den Teilnehmern an Der Gratulationswur, und miet ihm viele. Die für die Regierungsaktion ein glattes Nein gehabt hatten. Wunderliche Jiikonseguenz! Fäirst Bülow nahml Die Glückwünsche der Einen wie der Anderen mit dem gleichen Siegeslächeln entgegen .... Stimmungsbild aus dem Mich, tzerrenhause. Berlin, 2<. Februar. Die EuteigttUttgsvvrLage angeuvmmen. Vorbei, geendet ist der Streit! Das x> e r r e it b a u 5 hat die Ente ignungsvvrlage am En de doch mit Hängen und Würgen genehmigt, und Fürsst Bülow ist die Sorge ißt. 50 Erstes Blatt L 58. Jahrgang Freitag Z8. Februar 1V08 -omttagS. - Beilagen: X A AA v* AA A A AA jährlich Mk. 2.20; durch sw vikntttcr zln^taer oeunal monatt. Land- W K W W M Zeilenpreis: lokallbPf^ sirtschaft!icheSeltftagen W öS W m W fp W auswärts 20 Pfennig, xenrsprech - Anschlüsse: Rjf MM Verantwortlich fflr die Redaktion 112, _ <9 «r a* für den politischen Teil: MM General-MMger für Gberheffen WM ^6te £afle»mnnm« N«iat!ons!>nick und Verlag der VrLhl'schen Univ.-vuch- und SteinöruÄer-I. R. Lange. Redaktion, Lrpsdition un!» Druckerei: Schulstratze 7. til vormsttags 10 Uhr. ' >vm 9. Januar 1807, von Württemberg, Ba-'Aun wollten die Zwölften gegen den Posten Vorgehen, Dieser gemeinschaftlich gebillwten Sachverstänoigen->'.oe.wte fiu) aber mll gesälltem Baionell, woraus die Gesellschall der bildenden Künste (einschließlich der Er- st>^,nete. Es luiro vermutet, daß es sich um einen imitierten m den Ulli) Äeisen gvUKiUHU^uinuu, yvvtwv^u , s kämm er für Werke der bildenden Künste (eins^ue^-ich der Erzeugnisse des Kunstgewerbes und der Bauwerke) mit dem Sitze in der am 21. September 1907 erschienenen Nummer des „Freien Arbeiters" ein hochverräterisches Unternehmen, nämlich gewaltsame Abänderung der bestehenden 5)eeresversassung und damit der Reichsverfassung vorbereitet zu haben. Der Angeklagte wurde? wegen Aufforderung zu einem hochverräterischen Unternehmen nach § 85 zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Boranssichtliche Witterung für Hessen am Samstag dc« 28. Februar 1908: Wechselnde Bewölkung. Reichte Nied erschlägt,/ Schnee. Etwas kühler. Nachts Frost. Nördliche Winde. ler gegen Heyligenstae d t gleichen Abend dieser selbe Wahl- Feuer auf seinen Herd beschränkt wurde. -> Büdingen, 27. Febr. Prokurist Acker vom Hause M. Wertheimer & Co. wurde heute nachmittag verhaftet. Allgemein wird der seither sehr geachtete und beliebte junge Mann bedauert, der überdies Familienvater ist. Man erblickt in ihm ein Opfer der Gewissenlosigkeit seines Chefs, dessen Aufenthaltsort noch immer unbekannt ist. Auf die Immobilien des Cxbürgermeisiers Knas wurde eine Zwangshypothek gelegt. An Forderungen sind bereits über 800 000 Mk. angemeldct, und es steht jetzt schon fest, daß die Passiva sich auf mehr Aus s-aoe MiiO LES. Gießen, 28. Febr. 1908. - Tageskalender für Freitag, 28. Febr. Stadt- theater: »Vater und Sohn*. Anfang 8 Uhr. Lesehalleverein: Mitgliederversammlung ,im Hotel Schütz, abends 8% Uhr. * — Kleine Kunst ch roni k. K a r l E w a l d , ein dänischer Schriftsteller, der den Deutschen nainciitlich durch die Märchen- jninnünngcn „Der Storch und andere Märchen für erwachsene Kinder", ioivte „Ausgewählte Märchen" bekannt wurde, ist in Eharlottenlnnd bei Kopenhagen gestorben. Geboren wurde.er im Oktober 1856 zu Bredelykte bei Gram in Schleswig, wo sein Baler der später sehr fruchtbare Nomanschrütsteller H. F. Ewald, damals als Landmesser lebte. H. F. Eivald hat mit feinen 86 Jahren seinen Sohn überlebt. — Eine bisher unbekannte Komposition Franz Grillparzers veröffentlicht die Halbmonatsschrift „Neue Revue' (herausgegeben von Dr. Josef Adolf Bondy und Dr. Fritz Wolff, Berlin)' in ihrem zweiten. Februar-Heft. Diese Komposition de- Dichters hat der Musitsehri'tsteller Dr. Richard Balka^ in einer 2luthographensammtung auigesmlden.— „Das ewige Feuer", eine emaltige Oper von Richard Wetz, fand bei ihrer Erstausführung im Hamburger Staduheater einen mäßigen Erfolg. - Tie Errichtung eines S.ch i l l e r d e il km a ls m den Anlagen dci Stadt R ü d e s h e i m ist von den dortigen Stadtverordneten ein- stimmig beschlossen worden. — „ Mode r n e Diplomaten", ein vieraktlges Schauspiel von Kurt Neurode, sand in Frankfurt a. At. bei trefflicher Aufführung einen freundlichen Erfolg. Tlr Handlung beschrantt sich auf die Schildermig der Pariser Diplomaten in den achtziger Jahren. Unter dem Pseudonym Neurode verbirgt sich Rittmeister a. D. Baron Rothtirch und Panthen, Gutsbesitzer in Schlesien. Grigsssatl-Dr'QÜtn-eLSunSo», K. B. Darmftadt, 28. Febr. Die zweite Kamme« nahm nach längerer Debatte über die Konfessionsschule in Seligenstadt den Ausschußantrag gegen bic Stimmen des Zentrums und der Bauernbündlcr ar.. Hieraus begannen die Beratungen des Staatshaushalts etats für 1908. Erster Redner der Generaldebatte war der Abg. Reinhart. Paris, 28. Febr. Im Militärgefängnis voll Älmieis brach eine Meuterei unter den Sträflingen,aus, M deren Niederschlagung Militär herangezvgen werden mußte. * Lissabon, 28. Febr. Der StaatSrat stimmte dck Standpunkt der Regierung zu, daß die Dekrete Francos über M Auflösung der Kammern, die Reform der Pairslammern und^ aridere Gestaltung der Bezüge des Königs gesetzwidrig seien. -W-’ Regierung wird nunmehr die Kammer a u f l ö s c n u nd dm Neuw a hl en für den 5. April ansetzen. Francos ü:-' Hänger werden sich nicht an der Wahl beteiligen. hingeftellt wurde. Gießen, den 27. Februar 1908. Oswald Rredel. Offizier handelt. Eine Untersuchung ist eingeleitet. — W ißmar, 25. Febr. Bei einer heute hier abgc als eine Million belaufen. Drahtlich wird uns kurz vor Nedaktionsschluß noch gemeldet: Die Fürstin-Mutter zu Isenburg-Büdingen hatte 50 000 Mk. im Depot, für die sie einen Depotmechsel in Händen hat, der die Unterschrift des Ober-Mockltädter Vorschußoereins trägt. Dieser Verein hängt mit 140000 Mk. Tie Gebr. Kaufmann in Schotten, die mit über 100000 All. beteiligt sind, sind gedeckt. In dem Kassenschrank Rothschilds, der aufgebrochen mürbe, fand man außer den Büchern einen Barbctrag von 20 Pfennig an. Rothschild hat sich wahrscheinlich ohne Barmittel von hier entfernt. Die Gehälter der Angestellten wurden feit Januar nicht bezahlt. P. Schlitz, 27. Febr. Wie ich von zuständiger Seite erfahre, soll im Frühjahr mit dem Bau eines großen Gebäudes für D i e n st w o h n u n g e n v o n E i s e n - bahnbeamten begonnen werden. Gs^soll 3flügelsti mit 30 9)1 tr. Front errichtet werden und für 8 Familien Raum bieten. Der Bauplatz, der gestern vermessen wurde, liegt am Eingänge des 'Haidgrabens, hinter der Seifen- ; sabrik von Niepoth & Cie. Obwohl an Wohnungen in unserer Stadt gegenwärtig kein Mangel herrscht, dürste die Sache wohl insofern mit Freuden zu begrüßen sein, daß bei Weitersührung der Bahn nach Hersfeld das Zugpersonal doch jedenfalls hier bleiben würde. Im anderen Falle wird gewöhnlich das Personal an die Kopfstationen verlegt. Hoffentlich wird wenigstens von maßgebender Seite dahin gewirkt, daß auch die Schützer Geschäftsleute bei dem Bau berücksichtigt werden,, gegenteiliges würde wohl noch mehr kritisiert werden, wie die Frellarten für Eisenbahnbeamtenfrauen nach Fulda. X Offenbach a. All, 27. Febr. In der heutigen Sitzung derStadtverorbneten mürbe auf eine Anfrage vom Beigeordneten Walter mitgeteilt, baß Gaswerksbirektor König bie liebersch reitung der für ben Gasweiksneubau bewilligten Rüttel auf etiva 500 000 Mk. schätze. Die Vorkommnisse bei dem Gaswerksneubau gaben Anlaß zu einer ft feine TagesHronrr. In dem Hause der Privatdozentin der Kunstgeschichte Dr. Gräfin P ü ck l e r-Limpurg m M ü n ch e n wurde c in gebe o dj e n und Geld und Schmncksacheu im Werte von 15 000 Ml. gestohlen. Tie Polizei zu Chur (Graubüudten) verhaftete einen juixgen Mann namens Dclaca, der feit 1902 eine Reihe von Mad- eben mit denen er sich verlobt hatte, vergiftete. Der Täter ist geftänbiß. In verschiedenen Orten Irlands kam es zu blutigen U n- ruhen wegen der Ausweisung der Bauern ans ihren Wohnstätten, für bie sie lange Zen reine Pacht gezahlt hatten. Wege wurden verbarrikadiert rind Brücken in bie Luft gesprengt. Viele Personen sowohl auf Seiten der Bauern, wie auch auf Seite» der Polizei würben verletzt. Hoizversteifternng. Montag den 2. März L I., nachmitLags 2 Uhrr. soll auf der Kreisstraße von Kirtorf nach Lehrbach nacdt- ffrer andern befindet stch nicht etwa nur kleingedruckt jener sammengebaut ist, sich kein Großfcuer entwickelte und das Satz, sondern auch fettgedruckt folgendes: „Daß die Nationalliberalen in Mainz den sozialdemokratischen Dr. 'David unterstützen, ist ebenso unwahr wie unwahrscheinlich. Die nationalliberalen Beamten in Mainz wählen doch keinen handel. Hamburg, 27. Febr. Nach den Mitteilungen der Verwaltung der Hamburg-Amerika-Linie in der heutigen Aufsichtsratssitzung ist der Rückgang des Reingewinns um ca. 7 Mill. Mk. größtenteils aus Dein Mindererträgnis des zweiten Seniesters zu erklären, während die Betriebseegebnisse des ersten Halbjahrs trotz der durch die hohen Kohlenpreise und die großen Streiks in Hamburg, Newhork, Aiitwerpen und Rotier- dam verursachten Steigerung der Unkosten auf fast gleicher Höhe wie im Borjahre sich gehalten hatten. Die Ursachen für den Rückgang des Gewinnes hängen mit der finanziellen Krisis üi den Bereinigten Staaten zusammen, die gegen Schluß des Jahres eine Stockung des Ausivandererverkehrs nach Amerika und zugleich auch eine Beeinträchtigung des Frachtenveriehrs herbeigcsührt habe. Ein anderer Grund liegt auch in den TarifkLmpsen, die im nordatlantischen Verkehr und auf anderen wichtigen Bertehrs- gebieten geführt, vor kurzem aber durch die für Die Hamburg- Amerika-Linie befriedigende Verständigungon mit den übrigen Gesellschaften beigelegt find. Vollen Nutzen werden die Abmachungen natürlich erst erreLegen können, wenn der Verkehr wieder einen normalen Umfang angenommen hat. 3 Braunschweig, 26. Febr. Wie in der Generalversarnm, lung der landwirtschaftlichen Amtsvereine der Landwirtschafts- fam-ntcr für das Herzogtum Braunschweig Oberamtmann Tiecl- mann-Heimburg mitteilte, besteht der Plan, in ganz Deillschlano eine gro ße Bereinig ung vo n La nd w ir ten, Z uaer° industriellen usw. zur Hebung des Zuckerverbrauchs zu bilden, die iwch vor Inkrafttreten der ©teuer» i vLiiDlütsiutQ ins Lebert treten soll. Bei einer derartigen Lrgani- jation müßten, wie der Redner weiter ausführte, aiui. die Regierungen zur Mitwirkung herangezvgen werden. Spater läiuic Die geplante Bereinigung auch iwch weiter ausgedehnt iveibat, 3 denn man habe ein Interesse daran, den Zuckerverbrauck) nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt zu lieben. in Stuttgart ernannt. •• Die Gießener Ruder-Regatta ist auf den 2 6. Juli festgesetzt. *• Die Mitteldeutsche Kreditbank hat in Büdingen eine Agentur eingerichtet. ** Fortbildungsschulwesen. In unserem Kreise werden gegenwärtig zahlreiche Prüfungen in den Fortbildungsschulen abgehaltcn, um bie Resultate des neu eingesührten landwirtschaftlichen Unterrichts festzu- ftellen. Es sind jetzt schon etwa 25 "Fortbildungsschulen int Steife vorhanden, in denen nach Den Resormplänen r des land- wirtschaftlichen Universitütsprosessors Dr. Gisevius unterrichtet wird. In maügcbenbcn Kreisen ist man mit den Erfolgen des landw. Unterrichts fehr zufrieden, und es fallen weitere Kurse zur Ausbildung von Lehren: in diesem FortbilDuugsschulunterrichi anii landwirtschaftlichen Institut abgehallen werden. An -den Prüfungen nahmen auch auswärtige Schulmänner teil, so ein Herr aus dem preußische:: Unterrichtsministerium. Prüfungen wurden u. a. abgchalten in Grüninge::, Holzheim und Jnheibern ♦* Kolosseum. Die Kämpfe des vorletzten Tages der internationalen Jrauen-Ringkämpfe endigten mit folgendem Ergebnis: In 5.52 Min. blieb Frl. Hai: lo n-Ellaß Siegerin über die yolläuderin Frl. v. d. S r r a a r e n durch Armfallgrisf am Boden. Frl. Richter-Schlesien unterlag nach hartnäckiger Gegenwebr der schweren Haunoverauerm Frl^ Simson in einer Gesamtzeit von 41.57 Min. durch Schullerdrehgriff an: Boden. 33.47 Min. währie der spannende Kampf zwischen der Ostpreußin Frl. Koslowsky und Frl. Philippi-Aachen, zivei ebenbürtige Gegnerinnen, bie ein ganzes Register an Griffen und Parnoten zeigten, bis em gut gelaßier Zweigriff, hatb Untergriff dem schönen Kampfe ein Ende beteiiete. Siegerin Frl. Philipp i-Aachen. Heule abend finden die letzte» Kämpfe statt; um Den 1. und 2. Preis ringen Frl. Sinüon- Hannover gegen Frl. Philippi-Aachen, nm den 3. und 4. Preis Frl. Richter-Schlesien gegen Frl. Kosloivsky-Ostpreußen. Tie Preise werden wie folgt verlest!: 1. Pr. 400 Mk., 2. Pr. 300 Mk., 3. Pr. 200 Alk., 4. Pr. 100 Mk. O Klein-Linden, 27. Febr. Der Kaninchenzuchtverein feiert nächsten Samstag abend in der »Deutschen Eiche' sein Stiftungsfest bei Theater, lebenden Bildern, Duoszenen nnb Tanz. Sämtliche hiesigen Vereine haben Einladung erhalten. — Ruttershausen, 28. Febr. Schon lange wird in unserer Einwohnerschaft die Errichtung einer besonderen Haltestelle an der Main-Wcserbahn gewünscht und zwar an dem Bahnwärterhaus an der Straße, bie von hier zur Kreisstraße Gießen-Lanbesgrenze (-Marburg) führt. Die Großh. Handelskammer Gießen hat sich in ihrer letzten Sitzung mit der Angelegenheit beschäftigt und beschlossen, bei der König!. Eisenbahnbirektion Frankfurt in biesem Sinne vorstellig zu werben. Die Station würbe außer unserem Ort auch für Staufenberg eine nähere Verbinbung zur Bahn bringen. ? Ober-Widbersheim, 27. Febr. Gestern nachmittag gegen 5 Uhr brach hier auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus, bem in kurzer Zeit zwei mit Stroh- und haltenen Holzverstelgerung machte sich ein bebeutenbeu Rückgang bec Brennholzpreise bemerkbar, es kostete ber Rm. Buchen - Scheitholz 8 unb -Knüppel 53/4 Mk. aus sonst beliebten pingen Holzschlägen, in benen vor etwa 14 Tagen Scheitholz noch für 10 unb 11 unb Knüppel für 8 unb 9 Mk. verlaust würben. 2luö zwei älteren Holzbestäuben mit geringwertigerem Holz wurde bas Scheitholz zu 7 unb bie Knüppel zu 5 Mk. verkauft. Ein Keiner Posten Eichen- unb Buchen-Stammholz erzielte geringe Preise, baß bie Genehmigung nicht erteilt werben konnte. s Marburg, 27. Febr. Der städtische Etat für 1908 balanciert laut Voranschlag im Ordinarium mit 1 135 700 Alk. gegen 1013 0<5 All. im Vorjahr. Zur Deckung der Steuer von 417 700 Mk. sind vorgeschlagen 1,95 °/oo des gemeinen Werts des auf 60 Millionen Akark bezifferten Grund- und Gebäudebesitzes, 158 % Zuschläge zur Gewerbe- und Betriebssteuer und 127 °/0 Zuschläge zur Einkommen-, einschl. der Kreis- und Bezirkssteuer. w. Frankfurt a. M., 28. Febr. (Tel.) Die Enthüllung des hiesigen Bismarck-Denkmals würbe auf den 10. Mai festgesetzt. •• In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von Sr. Kgl. Hoh. dem Groß Herzog u. a. Pfarrer V et te r von Klein-Karben und Pfarrer Stä hlin von Brauerschwenb. Richterpersoualien. S. Kl H. .der Großherzog haben den Anllsgeriichitsrat bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, Ludw. Jonas, zum Oberamtsrichler bei diesem Gericht unv den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterbach Dr. Em:l H o f Sinn Amtsrichter bei ben: Amtsgericht Groß-Gerau ernannt. ** Die Maturitätsprüfung um hiesigen Gymnasium sanb dieser Tage unter dem Vorsitz deS Geh. -Lchul- rats Nodnagel ftatt.. Die 29 Abiturienten bestanden sanllllch, 21 davon wäre:: vom mündlichen Examei: befreit. ** Urheberrecht an Kunstwerken. S. K. H. der Grvßherzvg haben den Direllor der Firma A. Bem bä, Hosmöbel- fabrik, Karl Behr in Mainz, den Bauinspektor Wich. Jost :n Bad Nauheim, den Hofjuwelier Aug. Wondra in Darmstadt zu ordentlichen Mitgliedern unb ben Direktor der Künstgewerbe- schule Professor C. B. F. Kübel in Mainz zunv stellvertretenden Mitglied der auf Grund des § 46 des Reichsgesetzes, be- treffenb das Urheberrecht an Werken ^der bildenden Künste unb Der Photographie, vorn 9 03~ fr e:geg eben, während am gleichen Abend dieser leibe Wahlausschuß ein Flugblatt herausgab, in dem bas e ch t e ^elegramm Dr. Davids an die Nationalliberale:: als Lügeund Fälschung längeren Debatte. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, die Bürgermeisterei zu ersuchen, bis z:ir nächsten Sitzung ein Verzeichnis über bie bereits bewilligten Gelber unb über bie noch erforderlichen Mittel für bas neue Gcwwerk vorzulegen. h. Mainz, 27. Febr. Montag nacht hat sich am Pulvermagazin 20 vor bem Ringertor ein merkwürdiger Vorfall ereignet. Es erfaßen zur Kontrolle bei bem Wacht- p oft en ein als Leutnant gekleideter Mensch, in dessen Gesellschaft sich vier Zivilisten befanden. Der^ Leutnant ivröcrte von dcuv Posten, einem Soldaten des 87. Jnswiterie- rcginunf§, die scharfen Patronen, die dieser instwuktionsgeinäß veüveigerte. Hierauf zog der Leutnant seinen Säbel unb schlug oem SolDateu die Helmspitze ab, worauf er sich entfernte. den Posten Vorgehen, dieser R. B. Darmstadt, 27. Febr. Bor dem Kriegsgericht stand heute ein trotz seiner Jugend viel herumgekommener Men- teurer, der Musketier Eduard Keller. Er war schon vor seiner Militärpflichtzeit in Diensten der Fremdenlegion gewesen, und dann im Jahre 1905 als unsicherer Heerespflichtiger bei der 8. Kompagnie des Infanterie-Regiments 116 eingestellt worden. Bald nach seinem Diensteintrllt in Gießen lernte er einen Zivilisten rennen, dem er in den rosigsten Farben das herrliche Leben in der Fremdenlegion schilderte, so daß dieser ganz begeistert wurde und versprach, gemeinschaftlich mll dem Angeklagten nach Afrika zu gehen. Er verschaffte auch dem Keller einen Zivilanzug und Keller versteckte seine Uniform und Waffenstücke unter Laub unb Reisig. Nachbem er außer bem Zivilanzug auch noch bie Uhr des Zivilisten erhalten, ging bie Fahrt auj Kosten des letzteren über Frankfurt nach Mülhauien i. E., von wo sie beide mit der Kleinbahn bis zur Grenze weiterfahren wollten. Nachdem sich Keller von seinem Freund nochmals 3 Mark hatte geben lassen, verschwand er plötzlich in dem Augenblick, in dem er zur Durchsicht seiner Effekten ein Dttro:» Häuschen betreten mußte. Ein Polizeibeamter, dem der Mann auf der Straße verdächttg vorkam, nahm ihn fest. und ließ ihn nach Gießen zurückttansporlieren, nx» er wegen Beihilfe zur Desertion von der Sttaflammer zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Keller aber war inzwischen nach $_e (fort gewandert, hatte sich bann in Dijon rtrieber legiou anwerben lassen unb focht mll im Spieiplcn des Neuen Gießener Staöit^eatevs. Samslag den 29. Februar, nad)initiag§ 3>, Uhr, bei Volks-- preisen: Schüleroorslellung: »Tas Kätchen von Heilbronn" von Kleist. Enbe gegen 6 Uhr. > fällte. fc. Frankfurt a. 9)1., 28. Febr. Heu- und Strohmarkl^ (Org.-Tel. b. Gieß. Anz.) An gefahren waren 3 Wagen Heu, 3 Wagen Srröh. Bezahlt mürbe für Heu Mk. 3.50—3.00, für Srroh Ml. 2.50—2.70, Alafchinen-Langslroh Dik. 2.40—0.00. Alles für 50 gL TenPenz flaii., zur Frernben- t u . M __________ ____ Kampfe gegen bie Marokkaner. Bald darauf desertierte er wieder in Casablanca und begab sich nach Rabat, wo er sich dem deutschen Konsulat stellte und auf dessen Veranlassung hierher transportiert tourDe. Der Angeklagte wurde wegen Fahnenflucht, Prep2gabe von Dienst- gegenständen und Unterfckstagung su einemJahrGefängnis und Versetzung üt die zweite Klasse des Solbatenstandes ver- Futtervorräten gefüllte Scheuern des Otto Kammer unb urteilt. Heinrich Geist zum Opfer sielen. Die Wehren von Unler>: Leipzig, 27 Febr. SAidderSheim unb Borsbi eilt unb ist es bem tatkräftigen Eingreifen ber Feuerwehren ! Re?al:e^r Rudolf^OVstrekch"statt.' Die"Änllage wil'ft l izu bauten, baß, zumal an der Ausbruchsfielle alles eng zu- ' ihm vor, ^urch den Arucket „Anarchismus unb Antürülllarismus" 1 stehendes Holz versteigert werden: 40 Pappel-Stämme von 4—15 Allr. Länge uiü 30—62 Etm. mittl. Durchmesser mit zuf. 6V Fm. Jnhci'U, 20 Rm. Prügelholz und 74 Rm. Reisig. Beginn d«r Versteigerung bei Kirtorf. Dienstag den 3. März l. I., nachmittags 1 Uh«, werden auf ber Kreisstraße von Angenrob nach Obcu- Gloen versteigert: 51 Pappel-Stämme von 3—14 9)iin Länge und 25—70 Etm. mittl. Durchmesser mit zusammen 77,6V Frn. Inhalt; 27 Rm. Prügelholz und 108 Rni. Vor tem vereinigten zweiten und! Reisig. Beginn der Versteigerung bei Kirn. 5,40. Reichsgerichts fand Die Ber- Alsfeld, den 27. Februar 1908. $emn geborenen Former und anar-1 Der Großh. Kreisbauinspektor: Fischer. Sozialbemokraten." . Außerdem befindet sich aus biefer Seite eure groyge- brnckte Aussorberung, Köhler zu wählen. Wenn nun bie Herren Deutsch-Sozialen behaupten, nrcht nm die sozialdemokratischen Stimmen geworben zu haben, wie kommt es denn, daß, nachdem man vor der Hauptwahl alle sozml- dernokratischen Orte ängstlich gemieden hatte, jetzt vor der Stichwahl in Wieseck, Heuchelheim, Rödgen, Mtenbuseck, Großen-Buieck, Leihgestern, Reisllrchen u. v. a. plötzlich Versammlungen abhielt, in Orten, die teilweise zu 8/i sozialdemokratisch gewählt hatten. Wie kommt es ferner, daß man jenes Flugblatt erst an: Tage vor "ber Stichwahl, also als Ueberrumpelung, in ben „roten" Orten verteilte und nicht in den länblichen Bezirken? Wen wollte man in diesen Orten denn für sich gewinnen? Ein hiesiges antisemitisches Blatt schrieb seinerzeit als es sich nicht mehr Helsen konnte, ob die Herren Kling und Wagner bas betr. Flugblatt verteilt hätten, s e i d i e s e n v e r r e n n:ch t mehr erinnerlich, tue auch nichts %>ur 135.95 152 6J 4 4 4 4 38j 143.70 114.30 215.— 140.— 150.— 133.- 143 — 25.60 Aerliuer yörlt. Bliesenbach Bergw. S1/,, d°. 4 do. L'/, Do. S do. 104.45 94.— 152.50 195.30 139.- 103.75 274.— 158.60 J7, 37, 4 4 4 4 4 31/, 37, 31/. 37; 4 4 4 4 37, 22 il 23 .... 10, 12-16, 24-26, 29 99.— 84.50 93 40 86.— —•— I Oest.-Ung. Bank 98.401 Oest.-Lanverbant —Oest.-KreDu-Anstalt 31.80, 165. — 124.20 37.- 122.50 494.— 88 5u 240.--- 393.50 112. 74.- 100.- 120.50 103.50 173.5o 172.- 433.75 235.— 266.50 do. Südweft ft ft. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow steuersr. gar. . . do. Uralsk steuersr. gar. 404/2020 2*/10©übitai. (Merid.) St.A-H. 4 Doscanische Central . . 5 Westsicilian v. 1879 GeiseukirU). yrgiu. Harpcner „ Hasper Eisenw. . Henimoor Fement Hibcrma Bcrgiu. .ybsch. Eiseniv. Humboid Masch. . Laurahütte. . . Siaiien Bergbau. Milcheimer Bergw. Rordd. Wolllamui. Dbcrschies.E.-Iud. Pyonix Bergw. . RheimNaff.- Rhein. Stahlwerke Siicbed Diontan . Schics. Berg- Wegciin & Hüduer 99.50 9J.7O 91. uO 99.50 99.70 91.90 93.(0 93.70 93.50 3L/, 4 37, 47, 47, 47, 47, 4 37, 3 92.— Ungar. Kreditbaut . . —■—I Umonbaul (Wien) . . 90.501 Myier Banlvercln. . —.— Würltbg. Banlanstalt . —•—I Mitieldschc. Krcdiib. . M. 300/1200 90.20 Raub.,. Üts'chi. S. I-VI W.3ÜU/1200 Provinzial- and Communab 0 bli Rationen. a. Bk. Lit. N u. Q abgest. v. 1907 . . . . „ R abgest. . . (Stranenbayn- b. 1899 . v. 1901 Abt. I. . . . v. 1901 Abt. II. il III un es zu blutigen 3i j ■ Bauern aiiiü ? c Pacht gezahlt irr I i m die Aiii ch« \ rn, wie auch aujcc \ 12 5 6 9 87, 6 77, 9 8 47. 67, 77, 6 10 *>32ho 67, 97» 5 Lrauksurler r-orsc Äschass.Majch.Pap 'Jleue Boden A. G. Brauerei BiNdtug „ Henninger . „ do. Pr. Akt. „ Stempif . . „ Mainzer Akt. „ Reiienmeher „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karisladi Chem.Bad. Üliüliu „ BielU.SUb.Br. „ GrieSH. Eiettr. „ Albert . . . Dt. All. Delegraph Eiettr. Bdse Borz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Sa)uckcrt . . „ Siem. <2 Halske „ Untern. Zürich Farbwerte Höchst. KmistseideFst.a.Llk. Masch. Klcyer. . „ Grchncr . . „ Fab.LSchicich. Hamb..Am..Pcktst. UiotOD. Lloyd . . Steaua Rom.Petr. do. r. 101 23 .6 17 24 102.— 100.60 79.50 94.50 Russische Südost 97 steuersr. do. 98 unt. 1909 stsr. gar. d. 1901 kündb. ab 1906 . . abgest d. 1887 v. 1891 abgest v. 1896 ü. 1898 v. 1902 Ser. II lünbb. ab 1907 i. 1901 tüudb. ab 1907 . . . 92.65 82.75 92.50 82.75 Effekt.- u. ilSeajjelb. BereiuSbant . . do. do. do. Ser.I—V mit. 1909 Kom. Obi. S. 5—6 . il. 7—8 . weitete einen jts Reihe vonÄis ■'giftete. Ser k «Human, do. do. do. do. amort. do. do. amort. amort. (Eisern Tor) Gold stsr. Außereuropäische. v. 1875—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... d. 1896 .... do. do. Rhein. Hyp.-Banl M. 600/1200 Schaffhaus. Bantvcr. . M. 1000 99.101 Südd. BodentreDtt-Bank . Di. 600 37, 4 37, 4 4 4 4 4 37. 37. 37, 37, 4 4 3 Hamburger v. 1866 . . 3 Holländische Komm. v. 1871 Ui/zKoln-Miudener .... 37,Lübecker v. 1863 . . . 27, Lütticher v. 18Ö3 . . . 4 37, 37, 37, do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. S. 57- 7 9 81/, 8 10 71/. 77: 7 7 6 Diverse Obligationen Buderus r. 103 Dtsch. Luxem?, r. 100 2ö9.— 122.90 105.20 201.80 10u.— 147.20 112 20 133.50 187.3j 134.50 173.40 Hyp.-Kred.-Bcr. S. 15-19,21-27,31,34,35-39,42 37, 37, 4 4 4 4 37, 37, 4 37, iso» 8.22 9 7- lL.ud 9 57, 57, 6 67, 8 do. do. 3710 Reape! staau. gar. 4 Stockholm v. 1880 . . 5 Wien Konimunal 1. G. do. 1901 miet), b. 1915 ftf.g. b. Ausländische. L Europäische. u. 41 unt. b. 1910 . unk. b. 1913 . . . kündb. ab 1908 . . pldKn, 10 und Äs I— 99.- 95.— 90.60 91.50 91. .0 94.30 99.90 93.- 92.- 92.— do. v. 1904 37, 37, 37, 37, 37, 4 97.50 80*50 76.50 78- 101.60 97.75 3 3 . . . fl. 7 . . Dir. 20 . . Dir. 10 . . - Fr. 15 . . Lire luü . . Lire 45 . . Lire 10 . . . ML 7 . . v. fl. 100 . . o.st. 100 Landw. Kreditbant Lit. D-J do. Lit. N-P . . . do. Do. do. do. do. Hessische do. do. do. Do. Do. DO. Do. Do. do. do. Do. do. do. do. Erlangen v. do. do. do. do. oo. do. do. 139.90 136.— 143.50 144.30 120.- 37, Zürich v. 1889 6 Stadt BuenoL-Aires v. 1892 t. P. N, R 1- 3 DO do. 95.20 85.2a 94.30 94.30 v. 19J7 v. 1893 u. 1896 v. 1897 v. 1903 3J/j do. v. 1905 4 Heidelberg do. Do. Westd. DU. Do. Do. do. do. Südd i. S. t. G. 1. G 1. G. t. G. t. G. v. v. v. v. D. v. D. Sächsische Rente v. 1907 . sttentc Rente Do. Rente Rente Augsburger . . . Braunschweig . . Finuiaiidische . . Freiburger . . . Eienua MailanDer . . . ^iailauDec . . . Meininger . . . Ocstr. v. 1864 . . Oestr. Kredit v. 1858 Papenh. Grast. . . RuDolss-Stiftilng . Diirkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benettancr . . . Gold-Anl. v. 1894 steuersr. Do. v. 1896 steuersr. 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 Hauibg. Hyp^Bk. S. 141 -340 kündb.abl905 S. 341-400 unk. b.1910 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 47, > do. IV, do. v. 1901 Ser. I kündb. ab 1906 j. Staatsanl. v. 1905 Eousoiid.-Anl. o. 1880 . . „ GolD-Anl. v. 1889 . . . . „ Eons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . „ Staats-Rente v. 1894 . alt.Kr. Rbl. äuß. E.-B. u G. innere v. 1888 . äußere Goid-Anl. do. do. Badische Bant . Bayc. B. f. Hand. u. Jnd. M. 1000 do. Staats-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. (conu. Elisab. Obl.) t. G. steuersr. . . üfl.G. S. 19 S. 22 S 25 3'„ Hess. Provinz Oberhesscu 3Vr do. Do. Starkenburg . 4 Rudolf .... „ 1 4 Do. (Saizkgtb.) stf. 1. G. 5 Ungar.-Galizische . stf. 1. 4 Vorarlberg ... „ t 1 Eghptischc unisizierte. . . !'/, do. privi! 3 do. garantierte . . ^/, Japaner Ser. II v. 1905 St.-Rente . . St.-Äni. v. 1899 Ank. abgest. . . do..... do ■ Chinesische Staats-Anl. v. 1895 1 1 d. 1896 . G. . G. , G. G. G. 1000/ . G. . G. . G. . G. . S. 37, Gotthardbahu .... 3'/, Jura-Sunpion v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 do. do. oo. do. do. Do. Do. Do. Do. Do. do. Bdtr. DO. Do, Do. Do. Do. do. do. do. do. do. D0. do. Ocst.-Ung. Slsb. 1873/74 t.G. Brünn-Rs. 72 stf. : 41/, Eisenwerke Lollar r. 102 4x/2 Eiettr. Zbert Homburg r. 103 D. Atlant Leiegras . . . Fraiils. Hypothek.-Bank do. Hhp.-Kred.-B. 'Di. 600/1200 Mitleid. Botr. (Greiz) Au. B. Di. 1U00 do. do. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Dc. Do. Do. Do. Do. do. do. do. do. Frido. Do. do. do. do. do. Da. do. do. do. do. do. Do. do. do. Do. einheuL Rente (conv.) 4V2 Grs. Henrtei Hg. v. Lonn. r. ü 105 u. 84 4 Fürsti. SolnlS-Braunseis u. 1880 31/, do. Do. v. 1886 3V, Grast..Soims-Lanbach abgest. . Verzinsliche 4 Badische Prämien . . . o Donau-Regulierung . . 3'/,Gothaer Prüm. Psaudbr. I Psdbr. Bk. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 Do. von 1892 u. 94 Ruruberger Bant ... Di. luuu Nürnberg. Bercinsbl. Rt. 300/1200 Kr. 1400 DO. Do. Do. Do. Do. Do. Do. Worms Do. Do Do. Do. Do. do. Do. ’iiXln9tbS ZKK |infl^’41ien 1 '^erita un -V ^-°hrs fiHj ,,e 'M Die S J wit Den übiF ~krcnntniQnn ' ; m. ganz TeM btoittcn, i .des Süden; -aittreten her lc? derartigen intime, auch d/ WDen. oRuii k ausgetely.u 1 Zuclerreibrachn ■ ju_Welt zu bebtf öcv Knnstgeschichli l hen wurde eint- . Werte von 16 MD? do. Bagdad-Bahn . . . Ungarische Gold-Rente 2025r Staats-Rente . . 206.— 174 — 175 — 183.25 196 60 154.— 132.- 251.— 217.— 105.- 212.10 115.2t) 15010 131.— 95.30 174.10 208.75 167.— 200.— 399.25 145.10 Stuttgart v. 1895 kündb. ab 1905 . Do. d. 1904 imttlgb. b. 1912 . Trier v. 1901 tündb. ao 1906 . . Do. u. 1899 Ulm v. 1905 WieLbaDen v. 1900 lünbb. ab 1905 . 2^/,StlU)lwcißelw..Raab-Gra; . 21/, do. Do. ex. 21. Sch, Do. Aurechtscheine . en 3 50-3.60, tm H0.00. Alles do E.-B.-AnL Breiner St.-Aul. v. 1888, 92, 99 . v. 1896 unt. 1912 do. v. 1905 Mexik. amort innere Ser. I—IV . Pes. cons. äußere v. 1899 steuersr. Lstr. cons. innere Pes. Warsiki.-Wien. stsr. gar. 2020/4040 Wiadlkawk. 85 stsr. gar. 408/2040 Anatolische t. G 2040 r Do. 1. G. (S. II Ergnz.s 2040 Portg. E. B. v. 86 (Baira Baixa) . Do. u. 1889 I. Rg. . . do. u. 1889 II. big . . . Salonique-Cotistant. Iouction . . Do. Rkonastir . . 2020/4040 Bayr. Hyp.- u. Wcchseibk. s. fl. oOU Lerltncr Handclsg. . M. 500/100o Do. Hyp.-Bl. Lit. A 'Di. 1000 Do. DO. Lil. B 'Di. 1000 BreSl. DiSkontobank Alk. 600/12UO Commerz, u. DlSkonto-Bant . . ^arn'.staDter Bant . . 'Di. 1000 (Bant s.HanDelu. Industrie) Deutsche Bk. S.I-X M. 600/1200 37, Kaffe! abgest. . . 31/, Kissiugen 0. 1886, 4 Köln v. 1900 . . 3V3 Kreuznach v. 1888 31/, Lahr 0. 1889 . 31/, do. 0. 1902 . ZV, Limburg abgest.. 31/, Ludwigshafen v. 1896 Zi/, do. d. 1903 lündb. ab 1908 1 Mainz do. do. 2Vw Jtal.sti.gar. E. B.Scr. A-E. t.G. . . 4 Jtal. Miitelmecr steuersr. t. G. . - 2*/10 Livorncs. Lit. C. D. it. D/2 500 4 Sard. Scc. st fr. gar. I u. II . . 4 Stciliantsche steuersr. 1. G. v. 1889 4 do. „ t. G. v. 1891 ft. tferb. Rrdb. 1887 stf. t. S. do vo. 1687 stf. gar. . . Franz-^osef . . S. 200/1000 ftaschati-Odrb. v. 1889 89.— 89.— 97.10 97.10 97.10 97.30 97.50 90.00 90 00 lO.OO 91.00 95 50 88.00 97 30 93.50 97.20 97.20 97.10 97.20 97.20 93.00 93'25 90.- 91.- 97.— 97.30 90.— 9j.2O 91.50 97.- 97.20 97.40 97.60 90.60 9150 99.30 92.— Aktien ausländischer Transport- Äustnlton. BuderuS Eisen . 111.— Concordia Bergb. 318 50 Lt. Luxemd. Bgib. 146.50 Elcktr.Lichtu.Kraft Eschwerler Bergw. \ Fayon Riannstadt „ Borz. Akt. - -. v. 1891 i-eft. Süd (Lomb.) stf. do. L/u do. 2*/u do 5 do. 4 DO. 4 Do. do. do. Do. Do. 7< do- Jnlänvtsche. Braunschweig. Landes-E.-B. Il E :r Adtth« .aas 3', UDr, jeu von Heilbronn fl HÄ-r- S1,iÄ« ■■ ÄÄ aillE. Frk., Hyp.-Bk. Ser. 14 Ser. 16 u. 17 unk. 1910 Ausländische. steuersr. i. G. . . 2000 31/, Fürst!. SolmS-Lich 3V, Gräsi. SolmS-Rüdelheuu .... "' 'l)seilburg.BüDlugeli . . . yfenb. u. Bild.-Birstein v. 1887 Do. -Brachtersbach v. 1884 Westeregeln Alkali 193.— , Borz. Akt. 1102.25 87, do. 87» do. J Wjildje 0/, do 8 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% » /, Eüdd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 3 /, Hypotheteu.Ati.-BI.i go%abq DO. / 0 3 Hyp. B. Fs. kündb. ab 1905 . . do. Do. v. 189b . . . Öatir. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 E.-B. u. Astg. Anl. . . Schwedische v. 1880 abgest. . . . % do. v. 1890 do.......... % Schweiz. Eidg. (A.-G.) unt. b. 1911 ! ©erb. amort. . 1895 (405) . . . S Span. aii5l. Rente v. 1882 abgest. !'/,Türt.-Egypi. Tribut I do. prtv. v. 1890 steuersr. . . . I do. cons. d. 1890 fteuerfr. . . l do. eono. nnis. v. 1903 . . . 99.351 97.90 97.80 4 3’J 2*1 dv. DO, l'/^Oest. Silber-rstente ;do. 4e Woche ausgestellt: Die Wunder der heviera Genua, San Remo, Mentons Aionaeo, klonte Carlo mit Spiel' facti, Nizza usw. Jeden Tag v. 2—10 Ubr geöffnet. Eintritt 30 Pfg., Kinder 20 Äg. 5 Neiien 1 Mk. C"" Rtiiss LigZHeattt Gießen. Direktion Hermanrr Stemgoetter Freitag, den 28. Februarl908. 17. 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