Drittes Blatt Nr. 103 158. Jahrgang Samstag 2. Mai 1908 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberheffen Die „Siebener Zamillenblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Ureis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. A Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schsn [ ▼ Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 30. April. Leistung der Stadt für Univerfilatszwecke. Schluß. Stadtv. Dr. Ebel war schon in der vorigen Sitzung grundsätzlicher Gegner der Bewilligung, weil er der Ansicht ist, daß die Institute des Staates vom Sraat zu errlchter und zu erhalten seien. Er halte diesen Standpunkt auch beibehalten, wenn es sich nur um die Ohrenklinik handle. Dagegen denke er anders, insoweit es sich um die Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten handle, an Seren Errichtung die Stadt Gießen ein direktes Interesse habe. Die Zustände aus diesem Gebiet seien dringend verbesserungsbedürstig. Redner schildert die Lage durch eine ganze Anzahl statistischer Angaben, aus denen u. a. hervorgeht, daß m 8 Monaten 1000 Fälle tu der jetzigen Klinik zur Behandlung kamen, von denen ein Drittel Gießener betrafen. Dadurch, daß diese Kranken fast sämtlich nicht in die Klinik ausgenommen werden könnten, bestehe eine beständige Gefahr für die übrige Bevölkerung. Alls dieser Zwangs- läge heraus werde er die Vorlage bewilligen. Hinweisen wolle er daraus, daß die Uebersüllung der Klinikeil zum großen Teil dadurch verursacht sei, daß sie nuS den angrenzenden hessen- nassauischen Gebietsteilen ausgesucht würden. Man solle außer in dringenden Fallen diesen Krankeil die Ausnahme verjagen, denn die Kliniken sollten in erster Linie bei: hessischen Kranken dienen. Dem vom Stadtv. Grünewald benutragtcit Amendement schließe er sich au. Stadtv. Eichenauer bekennt sich als Anhänger der Vorlage, nicht aus besonderer Bewilligungsfreudigkeit, sondern weil die Ausgabe der Stadt besondere reiche Früchte tragen werde. Auch in der Bürgerschaft sei Sliimnung für die Bewilligung vorhanden, da die Kliniken doch in erster Linie den Gießener Kranken zugute tarnen. Stadtv. Haubach führt aus, der Staat habe die Verpflichtung, die Universität konkurrenzfähig zu erhalten llnd hält es für bedauerlich, daß beide Kliniken nicht schon lange gebaut seien. Die hessischen Finanzen werde man mit den 100 000 Mk. nicht retten. Auch er erkenne die Wichtigkeit der Universität für Gießen an, halte es aber für unrecht, daß der Staat deshalb solche Forderungen stelle, die weit über die Leistungsfähigkeit der Stadt hlnaus- gingem Das System, für jede Leistung des Staates etwas zu verlangen, sei unrecht. Tie Vorteile, die die Stadt von der Universität habe, seien allerdings sehr groß, aber auch andere Städte hätten viel vom Staat, z. B. Darmstadt bnrd) die Hofhaltung, ohne daß man es ihnen immer anrechne. Die Aufweildungen, die die Stadt in den letzten 15 Jahren für die Universität gemacht habe, feien sehr groß und er könne darauf Hinweisen, daß der jetzige Finanzminister als Oberbürgermeister von Gießeii es verstanden habe, bei der letztet, Forderung des Staates etwas abzuhandeln. Damals habe der Staat für die chirurgsiche, die Augen- und die Veterinär- kliuik 200 000 Mk. und die Geländesteüung verlangt und die schließlich bewilligten 200 000 Alk. hätten 81/, Proz. der gesamten Auf» ivendung ausgemacht. Heute geniere man sich nicht, 20 Proz. der gesamten Kosten von der Stadt als Zuschuß zu verlangen. Die jetzige Finanzlage der Stad't erlaube eine solche Bewilligung nicht. Tie Stadt habe 120 Proz. Steuern, der Staat bloß 100 Proz., deshalb könne der Staat das Geld eyer onibringen wie die Stadt, die noch erhebliche Nebensteuern erhebe, loie die Kanalsteuer, die hohen Begräbnisgebühreu usw. Dazu komme der demnächstige Wegfall des Oktrois. Die Stadt habe 14 Millionen Schulden und muffe fortgesetzt den Geldmarkt nt Anspruch nehmen. Fort während gebe ed neue Ansprüche: elektrische Bahn, Schulbauten, Schlach'- hoferweiternng, Vergrößerung des Wasser-, des Gas- und des Elektrizitätswerks, Anforderungen für die Bahn Lollar—Londori, Sie Kleebachtalbahn, die Fortführung der Biebertalbahii usw. Er sei überzeugt, daß angesichts all dieser Dinge die nächste schon bald lonuneude Anleihe für die Stadt nicht sehr günstig ausfalleii werbe. Auch diese Tinge hätten von dem Vertreter Gießens un Landtag erwähnt werden sollen. Er sei gegen jebe Bewilligung, werde aber für beide AmendemeUis stimmen. Stadtv. K r u m m schließt sich den Ausführuugen der Stadtov. Grünewald und Haubach vollinhaltlich an. Er'verweise darauf, daß man Leistungen und Gegenleistungen nicht immer genau ab» messen könne und solle, die Stadt mache doch z. L. auch große Answendungen für Schulen, die von vielen Schulern vom Lande besucht würben. Es sei ihm zu Ohren gekommen, Dr. Gutsteisch habe gewissermaßen die Kabinettsfrage gestellt und im Ausschuß erklärt, er werde sein Landtags- ober sein Sladtverordnelenmandal nicht iveiler ausüben können, wenn die Bewilligung bes Zuschusses abgelehnt iverde. Da tonne er nur sagen, daß die Gabe für den Staat wenig Wert habe, ivenn sie durch einen folchen Zivang bewilligt ivetbe. Für den Staat fei es einerlei, ob die Klinik für Heil- ober für Lehrzwecke diene, da et doch ein Interesse daran habe, daß die Aerzte fachgemäß ausgebildet wurden. Auch für andere Zivecte iverde vom Staat Geld gegeben, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, daß nur ein Teil der Bevölkerung Nutzen davon habe, z. B. bei der Hagelversicherung. Trotzdem hätte er sich entschließen können, für bie Bewilligung zu stimmen, wenn der Staat nicht bet der Kanalgebührenordnung die Bestimmung über deren rückwirkende Kraft gestrichen halle. Dadurch sei der Stadl ein erheblicher Verlust entstanden und das Verfahren des Staates sei unrecht gewesen. Die Zustände in der Hautklinik seien eine Gefahr für ganz Oberhesfen und auch ländliche Abgeorbuele feien von der Abhilfebedürftig test fest überzeugt und feien wohl auch ohne den slädtischeii Zuschuß dafür zu haben gewesen. Mau habe ihm einen Vorwurf daraus gemacht, daß er die schlechten Zustände tu der Presse öffentlich besprochen habe. Er könne nichts unrechtes darin erblicken, zutnal sich jeder, der eine der beiden Kliniken aufsuche, sich das gleiche Bild davon machen könne, und den Stadtverordneten über das, was in der letzien Sitzung darüber gesagt worden sei, keine Diskrelionspflichl auserlegt worden sei. Wenn gesagt iverde, der Bau der beiden Klimken werde von den hunderl- laujend Mark abhängen, so müsse er sagen, daß er den Staat nur bedauern könne, wenn er auf einer so niedrigen Kulturstufe stehe, daß er so wichtige und notwendige Trnge als iLchacherobjekl benutze. Er werde gegen die Bewilligung, aber für das Grüne» wald'fche Amendement stimmen. Stadtv. Dr. B i e r m e r hat nicht den Eindruck gehabt, daß Dr. Gutfleisch mit der von Stadtv. Krumm wiedergegebenen Aeußerung einen Druck auSüben wollte, und meint, er hätte in der Lage Dr. Gutfleischs, nachdem er sich in einer c, wenn man für eine Stadt etwas erreichen wolle. Auch Stadtv. Haubach denke großzügiger darüber, wie er heute gesprockMU habe. Das könne man aus seiner dankenswerten Arbeit für das Stadtthcater sehen, das heute einen Hauptanziehungspunkt Gießens bilde und in seinen Wirkungen von den wohltätigsten wirtschaftlichen Folgen für die Stadt sei. In demselben Sinne wie dieses so überaus nützliche Institut werde die Vervollständigung der Kliniksbauten wirken. Die Forderung wegen der Bahn Lollar-Londorf sei noch nicht so weit, gegebenenfalls werde man sie abwälzen oder int schlimmsten Falle auf ein erträgliches Maß zurückführen. Jedenfalls werde man sich gegen ungerechtfertigte Forderungen wehreu, wie sich die Stadt bis jetzt stets mit Erfolg geivehrt habe. Bezüglich der Kleebachtalbahn glanbe er nicht, daß sie der Stadt besondere Opser kosten iverde. Er habe sich neuerdings mit der coache befaßt und könne mitteilen, daß demnächst Eutschüdung über bte Vornahme der Vorarbeiten ergehen werde. Er bedaure, daß matt seinerzeit den Erwerb der Biebertalbahn für die Stadt vereitelt habe. Er hoffe aber, kxtß man trotzdem noch dazu kommen wepde, den Zug der Bahnen ähnlich wie in Marburg nach Gießen zu lenken. In der letzten Zeit feien leider nur Bahnen entstanden, die Gießen Verkehr entzogen hätten. Außerdem sei für die Entwickelung der Stadt ein großzügiger Bebauungsplan nötig. Es sei richtig, daß für alle diese Dinge Geld notwendig sei. Aber man müsse Geld ausgeben, wenn man entnehmen wolle. Persönlich wolle er noch bemerken, daß er die Interessen der Stadt int Landtag nach besten Kräften Oertreten habe. Zur Aeußerung des Stadtv. Krumm, er habe aus der Sache gewissermaßen eine Kabinettsfrage gemacht und von der Ausgabe seines Stadtverordneten- oder Landtagsmandats ge- sproa>n, wolle er bemerken, daß sein Stadrverordnetenntandat noch bis 1913 laufe. Wenn er zur Neuwahl stehe, werde er 70 Jahre alt, also in einem Aller stehen, in dem man wohl den Wunsch haben dürfe, von derartigen öffentlichen Aemtern entbunden zu werden. Er selbst habe dann wohl keine Neigung mehr, nochmals eine Wahl anzunehmen und auch die Wähler würden sich fragen, ob es gut sei, einem so alten Knaben ein Mandat zu übertragen, und es lieber mit jüngeren Kräften versuchen. (Lebhafter Widerspruche Bezüglich des Landtagsmandals habe er zu sagen, wenn er eine solche Arbeit auf eine Sache verwendet und öffentlich ausgcspvockjen habe, er fei überzeugt, daß die Stadt den Zuschuß gewähren werde, müsse er int Falle der Mlehnung sich sagen, daß er das Vertrauen der Bürgerschaft nicht mehr besitze und es sei dann ein Gebot der Bescheidenheit, zurückzutreten. Eine Pression habe er in keinem Stadium der Sache ausüben wollen, das sei nicht seine Art. ^Lebhafte Zustimmung.» W2nn die Stadt Gießen den Nutzen, deit sie von der Bewilligung habe, Nicht einsehcn wolle, so könne und wolle er sie mit Pressionen nicht überreden, aber von ganzen Herzen bitte er, den Zuschuß zu bewilligen. (Bravo.) Stadtv. Troß meint, man solle durch seinen Beschluß unzweideutig bartun, man billige es nicht, daß in Darmstadt eine Politik getrieben werde, die Finanzen des Staates auf Kosten der Städte zu schonen. Aus biesem Grund locrbe er gegen die Bewilligung stimmen. Stadtv. Huhn stimmt der Vorlage zu, allerdings nicht leichten Herzens, und schließt sich dem von Stadtv. Grünewald beantragten Amendement an. Bei dem Geländeankauf sei auch von der Erbauung einet neuen Anatomie gesprochen worden, er frage, wie es hiermit stehe. Ter Vorsitzende bemerkt, außer den beiden Kliniken sollten auf dem früher angekauften Gelände noch eine Anzahl weiterer medizinischer Bauten errichtet werden. Die Stadt habe aber an diesen Bauten keinerlei Interesse. Stadtv. Grünewald will der vorgerückten Zeft halber auf die Ausftchrungen des Stadtv. Dr. Gutfleisch nicht weiter eingehen. Auf dem von ihm beantragten Amendement müsse er bestehen bleiben. Man müsse Realpolitik treiben, denn man habe es in der Sache mit ausgesprochenen Realpolitikern zu tun. Die vereinigten AussckMse hatten ja aus denselben Erwägungen heraus schon den Antrag gestellt, daß das Gelb bei ber Grundsteinlegung bezahlt werden solle. Mit der Ersetzung des Wortes „Bedingung" durch „Voraussetzung" in seinem Antrag sei er einverstanden, im übrigen müsse er aber auf seinem Amendement bestehen bleiben. Stadtv. Haubach dankt dem Stadtv. Dr. Gutfleisch für bie anerkennenden Worte, kann aber trotzdem nicht für bie Bewilligung ber 100 000 Mk. stimmen. Unser Finanzminister sei ein großer Realpolitiker, wolle er doch selbst für ein neues Steuer- gebäube einen Zuschuß von ber Stadt haben. Stadtv. Krumm bemerkt, er habe mit seiner Aeußerung dem Stadtv. Dr. Gutfleisch keinen Vorwurf machen wollen. Er sei überzeugt, daß niemand im Saal Dr. Gutfleisch in irgend einem seiner Aernter als Vertreter ber Stadt missen ivolle. Stabtv. Dr. Bierincr bemerkt, bas' Amendement Grünewald sei chm in seiner Tendenz sympathisch, man könne aber dasselbe erlangen, wenn man darüber mit der llniöertfirät verhandle. Stadtv. Krumm schlägt vor, zu sagen „unter der Voraussetzung, daß in den nächsten Jahren keine Anforderungen on die Stabt für Universuätszwecke gestellt werden." Nach kurzer Geschästsorbnungsbebaite über die Reihenfolge der Abstimmungen wird der Antrag auf Bewilligung ber 100 000 Mark entsprechend beni Kommissiousantrag gegen etwa 6 Stimmen angenommen, lieber bie ArnenbcmentS soll cvent. in der nächsten Sitzung beschlossen werben, falls bie deshalb mit ber Universität zu führenben Verhandlungen nicht zu dem erwünschten Ziel fuhren. Da es nahezu 1/28 Uhr geworden ist, beschließt mau Vertagung, nackjdem noch ein dringlicher Antrag, die Fleischbesch au gebühren auch in den nächsten 3 Jahren in ber seitherigen Höhe zu erleben, nach Befürwortung burch Beig. Keller einstimmig angenommen worben war. In bem gestrigen Teil bes Sitzungsberichts ist zu Begimr ber Verhandlung über den Zuschuß für Univerfitätszwecke burch ein technisches Versehen eine Verstümmelung eingetreten. Der Eingang bieses Teils des Berichts bat zu lauten: „Hierauf soll in die Tagesordnung ein getreten werden. Stadtv. Habenicht beantragt, die an erster Stelle der nichtöffentlichen Sitzung stehende Pofition" usw. Märkte. Gießen, 2. Mai. Ni ar kt bericht. Auf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Psd, 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 9)lt., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 £01 f., Ochfenfleisch pr. Pfd. 76—8-1 Pfg., Kuh- und Nindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Alk., Milch per Liier 20 Pfg., Weißkraut per Ltück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Slepfcl per Zlr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Mk. Nüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzett von 7—11 Uhr. Meteorologische Beobirchterngen der Station Gieße». O) Mai 0.5 s’5> peratu Lust ZK "0 T* 2 x 5? " 1. 216 751,8 11,5 8,6 86 SW 2 Bed. Himmel 1. S" 750,2 11,2 9.6 97 L 2 Sprühregen 2. 749,5 11,5 9,2 92 SW 2 Bed. Himmel H ich sie Te mperat ur am 30. (pril )is 1. Nai = = 4- 11,7 0 C. Niedrigste H ff 30. 1, „ 1. ff = + 7 ,r c. Oie noch- ft A r »y q siu(A Sonntag- den 3. Mai nm stehenden Äül tu £ ü von 12 Uhr mit tagg bis 12 Ihr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffea. [D-/6 Dr. Klein, Ost-Anlage 37. — Dr. Richter, Frankfurter-Str. 4 _____(Hirsch-Apotheke). — Dr. Zinsser, Goethestrasse 10. nurs”n^9 Uhr"n” taL1®®™: Engelapotheke. Giessen, den 2. Mai 1908. Grossh. Polizeiamt. Reinhart. Bu/i Auszug a. d. StLilüesaHltsregiitern der Stadt Erchen. Aufgebote. April 24. Paul Gregor yavtmann, Maschinenbauer dahie mit Anna Friederike Faupel in Wetzlar. — 30. Franz Spannagcl Kailsmamk m Offenbach a. M., mit Johanna Schomber dahier. - Karl Zecher, Dachdecker in Staufenberg, mit Elisabethe Stocker in Odenhaufen. Eheschließungen. April 25. Justus Friedrich, Schlosjer, mit Wilhelmine Stiehl, beide dahier. — Paul Giefel, Esienbahn-Kanzleibiäiar in Mainz, mit Katharina Schneider dahier. Geborene. April 20. Tein Straßenkehrer Karl Schäfer ein Sohn. — 21. Dem Dachdecker Georg Wilhelm Pauz eine Tochter, Elisabethe. 22. Dem Bäcker Max Arthur Fischer eine Tochter. — Dem Fuhr» manik Johailn Georg Eimer ein Sohn, Heinrich. — 24. Dem Ta-i- löhner Kaspar Schmidt eine Tochter. — 25. Dem Universitäts- Profefsor Dr. Wilhelm van Golfer ein Sohn. — Dem Handels.- mann Johann Haas ^ein Cohn, Friedrich. — 26. Dem Schlosser Michael Klüpsel em Sohn. — Dem Maschinisten August Habicht eine Tochter, Erna Kdrola. — 27. Dem Bildhauer Martin Schmall ein Sohn. — Dem Schuhmacher Johannes Schlund em Sohn, Ludwig Heinrich. — 29. Dem Kutscher Adalbert Wlodareck em Sohn, Heinrich Wilhelm. — Dem Sauitäls-Vizefeldwebel Heinrich Karl Stock ein Sohn, Helmut Georg Hans. Gestorbene. April 26. Katharine Jett, geb. Zörb, 79 Jahre alt, Kaiser- Allee 23. — 28. Otto Hertrich, 2 Jahre alt, Sandgasfe 47. —1 Elisabeths Löffert, geb. Dietrich, 34 Jahre alt, Frankfurter Straße^91. — 29. Gabriel Jakobi, Brauer, 48 Jahre alt, Krof- dorfer Straße 43. — Mai 1. Katharine Noll, geb. Schenck, 58 Jahre alt, Bruchstraße 3. Verleibanstalt Sundheimer&Strupp Frankfurt a. M. Pro Quadratmeter una Woche 10 Pfg. TeJeph. 4017. Tolegr.. _ Adr.: Industrie- < bedarf. s iülerfipg olepier ItagariWß nach Mass. Erstklassige Verarbeitung. Tadelloser Sitz. Grosses Stofflager. au/e J. Pfeffer, Marktplatz. la )cocr beliebigen Schriftart uno dar io». üs ione. sowie mit Zirkeln aller studentische« »p >***«' Vereinigungen, liefert ju mäßigen Preise, örühl'sche Univerfitäts-Druckerei, Schulftratze 7 Bekanntmachung Behufs Vornahme von Rcvifionsarbcitcn in der elektrischen Zentrale ist am Sonntag, den 3. Mai d. die Stromliefernng für das gesamte Kabelnctz in der Zeit von vormittags 11 Uhr bis nachmittags <> Uhr unterbrochen, was wir hiermit öffentlich zur Kenntnis bringen. B30/« Gießen, den 2!». Avril 1 DOS. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. _______________________Stoltc._______________________ Bekanntmachung. Die vorn Landwictschaftskammcr-Ausschns; für Oberhessen unterhaltenen Weiden: Tiergarten, Weruiugs, Lauterbach und Zell, sollen Ende Mai eröffnet werden. Statuten, Versicherungsbedingungen und Anmeldescheine können von der Geschäftsstelle unseres Ausschusses in Alsfeld oder von den betr. Geschäftsführern schon jetzt bezogen werden. Die allgemeinen Aufnahmebedingungen werden demnächst in der Hessischen lgndw. Zeitschrift veröffentlicht. Da die Erfolge unserer Weiden, deren Wichtigkeit und Nützlichkeit allgemein anerkannt wird, recht gute waren, lade ich die Landwirte zu recht zahlreicher Beschickung derselben ein. Alsfeld, den 30. März 1908. d«/4 Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberheffen: Kore ll, Vorsitzender. Gesetzliche Meijttr-Priisllnges für KMMrker in der Provinz Overhcsien. Die diesjährigen Prüfiingen zur Erlangung des Meistertitels (§ 133 der Gewerbeordnung) werden innerhalb der Monate April, Mai, Juni, Juli d. I. abgehalten. Die Gesuche um Zulassung zur Meisterprüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich) spätestens bis zum 30. Juni d. I an die unterzeichnete Prüfungskommission zu richten. Beizufugen find nach § 2 der Meisterprüfungs-Ordnung folgende Unterlagen; 1. ein kurzer eigenhändig geschriebener Lebenslauf. 2. eine Geburtsurkunde, 3. das Prüfungszeugnis über die Gesellenprüfung, oder der Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen nach § 129 der Gewerbe-Ordnung sich erivorben hat, 4. der Nachweis über eine mindestens 3jährigc Tätigkeit als Geselle, 5. die Zeugnisse über etwaigen Besuch gewerblicher Unterrichtsanstalten, 6. ein polizeiliches Führungszeugnis. Bor der Anmeldung zur Prüfung ist an das Sekretariat der Handwerkskammer zu Darmstadt, Georgenstratze 9, eine Prüfungsgebühr von 25 Mark ciuzuzahlcn. Eine Quittung hierüber ist dem Gesuche 'beizufügen. (Da/S Gießen (Walltorstr. 77), den 4. März 1908. Die Meistkr-Nriifllugskimmisßon für die Provinz Gbrrhessen __________________Traber, Vorsitzender. Spar- u. Borschutzverein I, Beuern Eingetr. Gen m. unbeschr. Haftpflicht. Bilanz am 31. Dezember 1907. Die Rechnung liegt acht Tage lang beim Rechner des Vereins offen. Aktiva. «X Passiva. JL 'An AuSgeliehene Per Aufgenomm. Kapitalien u. Kapitalien . 799187.66 zwar: „ Stammgut- a) geg. Obli- haben d.Mit- gationen. 6637Ö4.55 gliedec . . . 16362.56 b) geg.Bürg- „ Reservefonds schäft . . 118410.21 12431.45 e) Güterkauf- „ Ein- gelder . . 5080.50 tritts- , Kaffenvorrat 6971.62 gelb , Vorlagen . . 139.95 aus , Ausstände . 36921.79 1907 200.00 12631.45 , Mobilien 9765 „ 10o/o Abschr. 976 „ Reingewinn 3184.84 831366.51 831366.51 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1906 . . . 59 Während 1907 gingen ab...... . . 3 56 Während 1907 gingen zu ...... . . 1 Daher Stand der Mitglieder 1907 ..... . . 57 Donnerstag, den 7. Mai d. Js., nachm. 2 Uhr soll die diesjährige General-Versammlung bei Carl Ludwig Ranft, dahier, stattfinden. Tages-Ordnung: 1. Verkündigung des RechnungscrgebniffeS. 2. Wahl des Direktors und Kontrolleurs. 3. Beschluß über Verteilung der Dividende. Beuern, den 29. April 1908. Spar- und Vorschußverein I, Venern. Der Rechner: Der Kontrolleur: K. Walther. Wilh. Otto. Der Vorsitzende vom Aufsichtsrat: Philipp Linden st ruth V. 2781 /2 Stolze-Sehr ey / Dienstag, den 12. Mai, abends 9 Uhr / z\ // beginnen wir in unserem Bereinslokat \y ) f/ „Schipkapaß" Bahnhosslr. einen CpU» Unterrichtskursus für Damen und Herren Honorar Mk. 6 —. Anmeldungen werden von Kaufmann Phil. Wagner, Neustadl 4 und bei Beginn des Unterrichte entgegen genommen. v»/, Der Vorstand des Stenographen-Vereins Stolze-Schrey Giessen, Die lMmrtslWilhkn ' in Lülllstli oii Lilldtzeim. Die landwirtschaftlichen HaushaltungSschulcn zu Von gen und Vindheim eröffnen am 2. Juli 1908 einen neuen fünfmonatlichen Kursus. Der Zweck und die Ausgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- und Landwirtsstande zu fünftigeii tüchtigen Hausfrauen durch angemessenen wirtschaftlichen Unterricht und durch praktische Unterweisung in allen in einem bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft, Gemüsebau, Obstverwertung, Gesundheitsund Ernährungslehre, .Strcnfenpflegc, Rechnen, Abfassung von Auffähen und Briesen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Veftüre gesorgt und wird Gesang gepflegt. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen.......20 Mk. b) Mädchen von außerhalb Hessen . 30 „ für den ganzen Kursus, Der Preis für die Verpflegung wird nach den Selbstkosten bezw. den Preisen der VebenSmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht, und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Alle Anmeldungen, welche baldigst erbeten werden, sowie Anfragen sind an die Londwirtschastskammer für das Großherzogtum Hessen zu Darmstadt, Rheinstraße 34, zu richten, welche zu jeder Auskunft gerne bereit ist. Die Lrtsschulkommissionen der Haushaltungsschulen zu Vangen und Lindheim sind ebenmäßig zur AuS- funftserteilung bereit Darmstadt, den 25. April 1908. D1/» Der Vorsitzende der Landwirtschaftskammcr. H a a s. 23 Saison-Eröffnung 1. Mal D1/, Indikationen erteilte I Sprudel- und Soolbad Sie finden in meinen umfangreichen Ausstellungsräumen komplette Wohmmgs-Einrichtungen und meine 20 Musterzimmer zeigen Ihnen in gediegener und aparter Ausführung konrplettc Schlafzimmer Salons Wohnzimmer Küchen Speisezimmer deren kostenfreie Besichtigung Ihnen jederzeit gerne gestaltet ist. Großes Lager in: an/s Gardinen — Teppichen — Linoleum Portieren — Vitragen — Hunten — Decken. — Große Auswahl in Spiegeln, Trumeaux u. Einzelmöbeln aller Art. 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Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Erneuerung des Ausschusses. 4. Berschiedenes. Auch Nichtmitglieder und freundlichst eingeladen und willkommen! D3 Der Vorstand. Verein üer nntioBflIli6crttlen Kigentz. Dienstag, den 5. Mai, abends 8*/2 Ubr, im Saale des Hotels „3um Einhorn" v1/» Oefieiit!. Vortrag* des Herrn O. Riedel über: „Blockpolitik n. Liberalismus“ ______Eintritt frei.____________________Freie Diskussion. Feier des hundertsten Geburtstags von Johann Hinrich Wiehern. Samstag, den 2. Mai 1908, abends 8 Uhr in der neuen Aula der Universität: Vortrag des Herrn Prof. D. Drews aus Halle. Hierzu, wie zu dem am 10. Mai stattsindendcn Familien- Abend, laden ergebenst ein. B25/4 Evang. Gesamtkirchenvorstand. Obcrtzessischer Verein für innere Mission. Ev. Arbeiterverein. Zwcigverein des Ev. Bundes. StenographlT Wir eröffnen demnächst wieder: Zwei Anfängerkurse und zwar: 1. für Damen, Beginn: Dienstag, den 5. Mai, abends 8'/,Uhr. 2. für Herren, Beginn: Montag, den 4. Mai, abends 8'/. Uhr. Unterrichtslokal: Caf6 Ebel. — Honorar: 6 Mark. Anmeldungen erbitten wir an unseren 2. Vorsitzenden, Herrn Lehrer Kling lKeplerstraße 1); auch werden solche bei Beginn der Kurse entgegengenommen. Babelsberger Stenographen-Verein (e. V.) gegr. 1861 _______________und Dauienkrknzchen.__________vu/4 An das hiesige Fernsprechnetz bin ich mit Hr. SO4 angeschlosseu. Gießen, im April 1908. 03579 H. prakt. Arzt Bahnhofstraße 39, vorn vt. Wohnen jetzt 02667 fanbjtaf M.-Platz 8 bei der alten Kaserne — Telefon 354 — L tt ll. Fraii geprüfter Heilgehilfe und Masseur. Krankentransporte. Personenwagc. = Nachtwachen. Massage,Elektrisieren. Dampf- u. Heiülnftbehandlung tauch in der Wohnung der Pattenten). Bäder aller Art «Kohlensäure, Fichtcnnadel:c.) alle sonstige Wasscranwendungen, Hühneraugcnschneiden, alle Arbeüen in der Krankenpflege werden gewissenhast ausgefuhrt. Dr. Mellinghoff & Cie., Bückeburg. 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