Die Lan-tagiwahlen 1908. 8 'ö' Damit soll ober nii Stadt Friedberg. datcnaufstellung schon vor den Wahlmännerwahlen erfolgte scheinlich deutschsozial). -und damit die sonst in manchen Bezirken vielfach in Er- Atzenhain. U scl>einuna tretende Bevormundung der Wähler durch kleine wählt ?ourde der den Stadt Gießen. didaten zurückgezogen und die nationalliberale Partei ihren or-tx-AA«. a frninPApßPTt batte, ftaud das Resultat, 9 hielt 11 Stimmen, Alernes Lerrillets«. Ge-' (Sv (St* (Sv (Sv Nachdem hier der sozialdemokratische Kandidat Stadtv. Krumm seine Kandidatur zugunsten des freisinnigen Kan- # .. .. . L a 4i r* ** /»X ( t aTa McA Al 1 rll*PT Anhängern die Wahl freigegeben hatte, stand das Resultat, glatte Wahl der Wahlmünnerliste für den seitherigen Abg. nbexg. 414 Walstb-r-chtigt«. MMstimmmde. G<> wählt lvurden die Natlib. K'. K. Fuldat, G. Möller, H. 'sckMidt II., ö S, microol)! 'widersttebend und nicht ohne Bangen vor, der ^vsterzimge der Kleinsladwioral, geschehen, dass Stella, das ichvtzb-Zirkusmadchen, ihm elf Mal zu einem Bild „Venus als Kind" steht, ia.sie nimmt die Kleine sogar in ihr Haus auf. Aergeres, als eine solche Verletzung der Moral, konnte der lieben Keinen Provinzstadt «ee- port nicht geschehen. Ein Entrüstimgskonventilel wird berufen, Konsul Kröyer und die anderen guten Familien der ^taor,ziei)en sich von Hans zurück, der „Stolz der Stadt" wird än emtt „Schande der Stadt" proklamiert. Aber der Maler, in dem der Kistler trotz erwacht ist, bleibt Sieger. Er sprengt die Entrüsttmgsversamm- lung mit einem einzigen Worte, den Konsul hält pd) bom Leibe, indem er ihm einen Fleck an der eignen Ehr:, ernui Betrug, aufzeigt und von der lieben Provinzstadt ^eeport verabschiedet er sich auf 9llmmerwiedersehen, indem er nut ^rena dahin zieht, wo es keine kleinen Städte, keine Ston?tnnaiioi y- sprüche und keine Kapläne gibt. . . Um den alten ^atz zu beweisen, dass es unter Künslleru und Zirtusleuten ost mehr wahre Anständigkeit unb Moral gibt, als in den sog- bessere Bürgerkreisen, hat .Gustav Wied, fünf Akte eines Stückes ge- ----Kcsselbach. 83 Wahlbereckstigte, .27 Avstimmende. (Sv wählt Ludw. Weber I. (Libj. mit Stimmen. Der Z. d. 23 &■ ®tWt 3ulÄ•(» b.T) ÜS15 Kimmen. Offner c^elkn, ÄW8K, 35 WNmm^nd-. X K ibS— w Ä VIII. und H. Becker IX. (Freis.) Mit 58 Stimmen. Gegner erhielten zusammeii 66 Stimmen. Weickartshain mit Stockhausen. 121 Wahlberechtigte, 79 Abstimmende. Gewählt Bürgermeister Knotz (Jiatlib.) mit bV Stimmen. Der B. d. L. erhielt 19 Stimmen^ . In Climbach wurde 1 Wahl mann für Sarm, m RerS- kirchen 1 Wahlmami für Lutz und in Steinbach Wahl- männer für Lutz gewählt. Insgesamt bis sttzt für Lutz 14, für Lang 11 und für Sann 6 Wahlmanner. ' 1 Wahlbezirk Butzbachs Die Wiederwahl von Kaufmann Joutz (Hess- BolkÄp.) ist aeiidiert Won Teilresultaten liegen bis setzt vor: u tz b a ch. 525 Wahlberechtigte, 166 Abstunnwnde, die sämtlich die 8 Wahlmänner für Joutz: Karl F4ach Ul-'.Jrwbr grauer, Ernst Rotthardt, Arriold Oehlsastagel, Steinhäuser II., W Grüninger, Karl Hadermann II. und Ludw. ^boLb wählten. Fauerba ch v. d. H. 139 Wahlb., 91 Acht. Joh-Treter VII. (für Joutz) erhiett 59 Stimmer., bet' deulschsoziale Wahlmanns> ötUb®“T177 BäMctn flhnmien 92 ab «Mft wurde der Wahl mann für Joutz, 2«^ Wüh. Wissel, imti., Stimmen. Der deutschsoziale Gegenrandidat c^alt 1 Hochweisel nist Maivach und Booenrod. Wahlberechtigte 72 Abstimniende. Der Wahlmann für Joutz ^Hch^^schauml in vochweisel) erhielt 43, der deuts-chsoziale Gegn^ Langenheim mit Ziegenberg. 119 Wahlberechtigte,^ Abstimmende. Gewählt J-orstverwalter Sommerlad in Zie^ii- derg (für Joutz); erhielt 30, nnd der vom Bund der Landwirte aufgestellte Dahlmannskandidat --Stimmen. Münster mit Hausen und Oes. 82 Wahlberechttgte, Ji 1 mahlteu 64 “ÄS?i(.«IM«- die sämtlich für die zwei Wahlmänner für Joutz, Jak. Hauser XIL Un°Db'er"-Mü^rUn^öl^ Wahlberechttgte, 226 Absttmn^nde, Anton König 24, Bürgermeister Gelbei, Max Äirk und Wilh. Heil (sämtl. Zentr.) mit 134-140 Stimmen gewählt. Die Wahl, mannskandidaten für Joutz erhielten 8u Stimmeil. . Oppershofen. 50 Absttmmende. Gewahll Joh. Mart« Weil (dmlttchsoz.) mit 36 Sttmmew Der Zentrumskandidat er- Wahlbezirk Herbstein-Ulrichstein. Abg. Schmalbach (Deutschsozial u. B. d. L.) ist ohne genkandidat wiedergewählt. ^Erainfeld. 126 Wahlberechtigte, o4 Absttmmende. wählt Bürgermstt. Schmalbach (Bauernd.) emsttrnmig. Dirlammen. 86 Wahlberechttgte, 6 Abstimmendc. wählt wurde Bürgermstt. K. Döring (anti'.) einstimmig. Grebenhain. 150 Wahlberechttgte, 9 Abstimmende, ivählt wurde Bürgermstt. Jost (Deutt'chsoz.) einstimmig. Höckersdorf. 66 Wahlberechtigte, 6 Absttmmende. wählt wurde Ang. Zöckler, Parteistellung unbekannt. Hör gen au. 52 Wahlberechtigte, 1 Abstimmender, wählt Gg. Roth, Parteistellung unbekannt. Hopfmannsfeld. 60 Wahlberechttgte, 2 Abstimmende, Gewählt Bürgermstt. Tahmer (natl.). Sellnrod mit Schmitten. 161 Wahlberechttgte, 2 Ab- fttmmende. Gewählt Bürgermstt. Gg. Müller VI. (natl). Ulrichstein. 204 Wahlberechtigte, 34 Abstimmende. Gewühlt Bürgermstr. Rühl, Parteistellung unbekannt. ^L^hcim. 83 Wahlberechttgte, 55 Abstiimmndech,^ “,1t E. Zulauf (Deutschsoz.) mit 33 Stimmen. Die Natlib. die die ganze Bürgerschaft Gießens ihrem Dr. entgcgenbringt, irgendwie entsprechend wäre. Mer viele Wähler sagten sich einfach, „Auf meine Stimme^kommt es dahin befördert werden sollte, wo es schon seit langem hin-1 aber in einer öffentlichen gehört, nämlich in die historische Wtmpelkammer. Unter der » .f nidit €^^1)^0«, sondern in allen Fallen den diesmal aufaestellten einigen 50 Kandidaten eS fmd g 9 . tun ^uebriaen^ sei sestgestellt, daß die Mehr- im Ganzen 25 Mandate neu zu besetzen — ivar j M u-tt der Stimmen dem freisinnigen Lrger entstammte. Tre einer, der unbedingter Anhänger des indiretten Wahlver j ^.^okraten folgten ebensalls in recht statllicher Di- i.nh 1-tnnr leider ein Liberaler, der von den National- S0o rar ^J ^ rt ar b denn auch zahl- sgestellte seitherige Vertreter des selbstverständlich hielten, für Wald-Mick)elbach, doch vermutet man - und nach unferer Gutfleisch ihre Stimme abzugeben. 8tcnntnis der Verhältnisse nicht in allen -gatten mit Unrecht ldw ^ayimaniuui|iC i — daß auch unter den anderen Mandatsbewerberii noch mancher ist, der sich nicht aus innerster Ueberzeugung heraus als Anhänger der direkten Wahl bekennt, sondern nur, weil die Forderung volkstümlich ist, und in der geheimen tzosf- nuna. daß das Reformwerk an irgend einer der zahlreichen wählt E. Zulauf (Deutsaj-fo-.) mit oo öuuuivul. ------• "^ßUibcn'ftST 80 Wahlberechttgte, 17 AbstiEN^ Gewählt L. Bräuning (B. d. L.) mit 15 Stimmen. Die Nallib. ^^L?ndo?f^'175^Wahlberechttgte, 35 Mstimmende. Gewalt W. Hasselbach (Fveis.). Die dLallab. und die Deutfchfvr. erhieltest^ ,L 7Sumban* 93^Wahlberechtigt, 49 Abst^«^. Gewählt K. Theiß I. (Linkslib.) mit 24 Stimmen. Die Dxutfchsoz. und die Natlib. erhielten zusamnien 2a Stimmen. Merlau. 101 Walstbenechtigte, 48 Abstimmenda Gewählt W. Kochendorf (V. d. L.) mit 37 Stimmen. Die Gegner er- und ^unwahr.^ ^^same Grabinschrift. Wie man aus Glückstadt schreibt, wurde aui dem Kirchhoie in Kollmar dieser ■Jage ein 6)rabdenkuial errichtet, das am unteren Ende folgende Inschrift trägt oeben war Mühe und Arbeit, Zank Und Streit war unser Lohn Bon der Tochter und Schwiegersohn. Wegen der Entfernung der eigenartigen Grabinschrift wurden von der LttrchenbehÜrde Schritte getan. — K leine Güroiwi a u ^unst und Wissenschaft. Ein Denkmal für Moritz, von Schwind, den berühmten, in Wien geborenen llünftler, der die Hauptzeit lemec- oebetm in Wlündien zubrachte, soll demnächst in der osterreichifcheu Hauptstadt enthüllt werden. - F r a n G e r h a r t H a u p t m a n n ttal dieser Tage im Hirschberger „Verein der Musiksreunde zum ersten Male als Geigerin auf. Die Presse äußert sich über das ^ebut der Künstlerin mit wärmster Anerkennung. — D i e Ro - niain von Italien als dramatische Sch rittst eile rin' Im Theater von Verona wurde dieser ^.age em vieraktiaes Drama „Dante" ausgeiührt. Als Versasser zeichnete eine Amerikanerin, Allß Rose. Doch heißt es, laut ,„B. -t. , baß e§ sich dabei um ein Pseudonym handelt, und datz in Wahrheit die Königin von Italien das Slück verlaßt habe. — Proiessor Dr Sillib in Heidelberg wurde zum Nachfolger des verswrbenen Professors Dr. Karl Pfaff zum ehrenamttichen Konservator der städtischen Kunst- und 2lltertumssammlnng gewählt. — -sarah Bernhard, die zu einem Gastspiel in Prag wellt, wurde von der Btcnge auf dem Wege zum Theater in unflätiger Weise beschimpft. — Für das Eugen Richter-Denkmal tn Hagen (Westfalen) sind 25 Entwürfe eingelaufen, von denen fünf in engere Wahl kamen. l,icUm 11 ^tünmen. MchllE.chligic, 70 Absttmmende. (Sv wählt S. Schlllinger (B. d. L.). Die Gegner erhielten 6stimmen. ^R? nhardshain. 70 Wahlberechtigte, 32 Abstimmende. GenLstt Bürgermeister Graulich (B. d. L.). Die Natlch. et> ^Aa a^s^t mit Bollnbach, Veitsberg und Wirb^S. 118 Wahl- bereck.tigte, 44 Absttmanende., Gewuhtt Will). >2^p (Nmli^ imt 25 Stimmen. Die Chri,ll.-ioz. erhielten 12, der andere natlib. Geh Justizrat Dr. Gutfleisch, von vornherein fest. Bon R69 Wahlbereckttgten sttmmten 944 ab. Sechs Zettt waren ungültig, die übrigen lauteten aui die Wahlmannerliste für D- Gutsleisch, der somit stnnm.g gewählt x t Senn gehört, nämlich in die historische Sttmrpe — .. den diesmal aufaestellten einigen 50 Kandidaten — eS sind im Ganzen 25 Mandate neu zu besetzen — ivar nur r- Nr. 2S5 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 39. Ottober 1SV8 Der Otetzener anjelgtt Ä W monatlich75Ps^viertel- erschein, iäglich, außer ™ W A A ▲ a A. jährlich Mk. 2.20-durch Sonntag». - Beilagen: ▲ A A AA MZ W Abhole- u. Zweigstellen wöchentlich jfl 4S A WW ■■ UH H Ä ■■ 4 W monatlich 65 Pf.; durch etebcner^miUenblüttcr, MM UM O X W M U ÖJr K dle Post Mk. 2.-viertel- i^öWnvIlvl ulliuUvi« »trtjchajUicheLeillragev n Verantwortlich tzernsprech-Anschlüfser fLflF XLF stn den politische Teil, R-ZZ General-Anzeiger für Oberhelsen . MO STÄBS Rotation$bru8 und Perlag der PrühNtze« Unt».=Pud)= und Stcinömderei B. fange. Be6attion. «ipeMtion und Druckerei - Schuüttatze.. o bis vormittags 10 Uhr. Hier hatten die Nationalliberalcn, die Beim Zentrum und 'Bund der Landwirte eifrige Unterstützung gesnnden , .. f, .hatten, große Anstrengungen gemacht, dc^ vor sechs Jahren nung, daß das Reformwerk an irgend einer der öahlreichen ll;^lorene ^iandat zurückzugewinnen. Sie hatten 'N der sonstigen Klippen (Konzessionen an die Erste Kämmer, Wahl- Person des Jastizrats Windeaer auch einen jet^ ^igtra tt kreiseinteilung usw.) sckMert. gen Kandidaten gesunden. Da aber ««M*LJbmmSS Ter Kampf drehte sich bei der diesjährigen Wahl, wie Linksparteien nicht untätig waren, roarpö.^bncp\“yf.rper^L^ unseren Lesern ia bekannt ist, nicht mehr um das Prinzip ttch starker Wahlbeteiligung der seitherige MgeordE, Mich dÄ dttekten Wahl selbst, sondern um t)ie Frage, ob es Mit drückereibejitzer Damm (sreis.) mit 4.3gegen 426 & « Konzessionen an die erste Kammer erkauft werden oder ohne wiedergewähtt. Als bemerkenswert sei noch^wahnt, dad jede Minderung irgendwelcher Vorrechte der Volkskammer beiden Kandidaten aus kommunalem Gebiet Lwllegen dem Volke gegeben werden soll, einfach als Konsequenz der sind, sie sind nämlich beide Beigeordnete. politischen En.Wicklung und größeren Reife der Wählersa)ast. I Stadt Alsfeld. s-Snh.r Lt *1DCi arofjen Gruppen sonderten sich die Parteien. Aus Für die WahlmÄincrliste der ücilinnigen Kandidatur Reh, sä kSSSBs;« trum, Agrarier und Antisemiten, auf der anderen Mei , - q>eh einftimmi@ wiedergewählt wurde. sinnige und Sozialdemokraten. Tie vereinigte Linke hatte / ^^Urat jt ■ 9 ui I i ’ (Freisinn 3 und Sozialdenwkraien 4) und ine andere K°a- -Ze WM vkn Lendnnri Lud Mion 18 Mandate (10 N-twnalliberale, 5 Bund kt £a£irte) ist gesi-h-rU semitische, 2 ultraniontaue und ein partcilo,cz) zu vcr- 'n Elpuu°d i->euna>i°»^ 270 Wadlu-rechiigt«, bll WM leidigen. Der Umstand, daß znm erstenmal seit «ck-ahtt" sämtlich für die zwei deutichsozialen Wahlmänner Christoph der Wahlkampf uni eine große ^rage geführt würd' yatte I uni) Wagner VL. stmünM. cuücr der erhöhten Teilnahme der Wählerschaft, auoi) nod) I Allertshausen. Von 58 Waylbercchtigten stimmten -ll des Gute im Gefolge, daß in allen Wahlkreisen die ftanbid^, sämtlich für Jvhs. Bast (Parteistellung nicht angegeben, wahr- t Bis von 1858 aufmänn. Vcrela) Bezirk Giessen n DonvnSlag, tun 9 leins-Zch im Hotel Echiltz. ihlreiche Seteiliouno Ktta Ter »tzoritand, iabelsberger lograpb,-Verein Gegründet 186L Freitag, den 30. vktobn '» S*/8 IWt, eröfinen witn in Lereinslokal - Ca« - einen [vea Kursus im MM Honorar 6 Harkt! Idunaen an unierenlLo ’n, Perm Eetteiär Wil! !»)r. 3/fmnieo 20, erbeic. uöen solche noch zu Legliu lettichts entacftexifttoro Dec VoüM. tOr Mill« LM0SUL ly. Schwesternhau, iema. tottioMM» *' Hutzdorf. 56 Wahlberechtigte, 20 'Abstimmende. Gewählt D. Wink V. Parteistellung unbekannt. Ter Gegner I. Decher erhielt 9 Stimmen. » Landcnhauscn. 138 Wahlberechtigte, 55 Abstirnrnenoe. Gewählt Bürgernieister Henkel (Natlib.) mit 38 Stimmen. Der Gegner erhielt 17 Stimmen. Lauterbach. 755 Wahlberechtigte, 127 Ab stimmende. Gewählt nmrbcn: H. Tuchardt VIII., Hoos, K. Lang L, A. Kauz, Chr. Scheer, W. Henkel, I. Suppes, Jak. Wahl VIII. sämtl. Natlib. Maar. 206 Wahlberechtigte, 32 Ab stimmende. Gewählt rnurden H. Meller I. und H. Zinn XI natlib mit 31 Stimmen. .Die Deutschsoz. crl'iclten 1 Stimme. Qu eck mit Weh-nerts und Sassen. 82 Wahlberechtigte, 4 Abstimmcnde. Getvählt V. Zippel III. (B. b. L^. Wernges. 6 Abstimmcnde. Gewählt H. Stöpler V. (Natlib.) einstimmig. Wil lass. 72 Wahlberechtigte, 12 Aüstinrmendc. Gewählt wurde Bürgermeister Webe? (Natlib.) cinstinrmig. Wahlbezirk Schottcn-Laubach. Es tourbcn 33 Wahlmänner für Dr. Weber (parteilos, bum Bund der Landwirte unterstützt) und 2 andere gewählt. Betzenrod mit Götzen 18 Abstimmende. Gewählt K. Lang (Parteistellung unbekannt) mit 11 Stimmen Die Gegner erhielten 7 Stimmen. Eschenrod. 126 Wahlberechtigte, 40 Abstimmende. Gewählt Th. Adam (für Weber) einstinunig. Freienseen 166 Wahlberechtigte, 23 Abstimmende. Gewählt wurde H. Forst (Parteistellung unbekannt) mit 11 Stimmen. Die Gegner erhielten 10 Stemmen; 2 ungültig. Gedern. 438 Wahlberechtigte, 30 Ab stimmende. Gewählt wurden: Bürgermstr. Nrspel^ Beigeordn. Vonalt, Gemeinderal Gerlach, sämtl. für Weber. Gonterskirchen. 121 Wahlberechtigte, 15 Abstimmende. Gewählt Bürgermstr. Lind mit 11 Stimmen (für Weber). Herchenhain. 77 Wahlberechtigte, 24 Abstimmende. Gewählt Bürgermeister Komp Jür Weoeri einstimmig. Lardenbach mit Klein-Eichen 115 Wahlberechtigte, 14 Abstimmende. Gewählt Bürgermstr. Lein (B. d. L.) einstimmig. L a u b a ch. 364 Wahlberechtigte, 34 Abstimmende. Gewählt wurden Bürgermstr. I. Ziechner, H. K. Göbel, Prof. Kull mann (lib.) einstimmig. Merkcnfritz. 78 Wahlberechtigte, 8 Llbstimmende. Gewählt H. Hilfs (für Weber). Ober-Seemen mit Mittel- und Unter-Seemen 301 Wahlberechtigte, 35 Abstimmende. Gewählt wurden Bürgermeister Peppel, .*£>. Bach (Natlib.). Der Gegner erhielt 4 Stimmen. R a i n r o d. 146 Wahlberechtigte, 12 Abstimmende. Gewähll svurde Bürgermeister Biehl (B. d. L.) mit 11 Stimmen U l fa. 266 Wahlbereckstigte, 90 Abstimmende. Gewählt wurden K. Zimmer, K. Döll, (für Weber) mit 60 bezw. 59 Stimmen. Wenings. 177 Wahlberechtigte, 30 Abstinunende. Gewalt S. Hein (für Weber). Stadt Darmstadt. Bei starker Wahlbeteiligung siegten mit 250 Stimmen Mehrheit die Wahlmänner der seitherigen Abgeordneten Dr. Osann und Dr. Glässing. Ihre Liste erhielt 3032 Stimmen, die frei sinnige 933 und die sozialdemokratische 1808 ungestricheve Zettel. Stadt Offenbach. Tie Wahlmannerlistc für den seitherigen Abgeordneten Ulrich (Sozialdemokrat, von den Linksliberalen unterstützt) erhielt 4463 Stimmen, die für den Nationalliberalen Böhm, der von Zentrum und Antisemiten unterstützt wurde, 4104. Bei einer Wahlbeteiligung von 86,5 Prozent siegte sonach der Sozialdemokrat. Wahlbezirk Michelstadt. Der bisherige Abgeordnete Lang (natlib.) erhielt 22 Wahlmänner und ist somit wiedergewählt. Der Sozialdemokrat Hasenzahl hat 13 Wahlnränner. Oh freisinnige Wahlmänner gewählt sind, ist noch unbcstinunt. Wahlbezirk Wald-Michelbach. Für den seitherigen Abgeordneten Dr. Heidenreich (natl. Wahlrechtsgegner) wurden 20 Wahlmänner gewählt, für das Zentrum, das keinen Kandidaten .nominiert hatte, 17. Heidenrcichs Wiederwahl ist gesichert. Wahlbezirk R e i n h e i m. Die Wiederwahl des nationalliberal-agrarischen Abg. Schönberger ist gesichert. Wahlbezirk Groß-Umstadt. Ter Antisemit Hauck ist voraussichtlich wiedergewählt. Wahlbezirk L a m p c r t h e i m. Bestimmte Nachrichten liegen noch nicht vor, es ist aber an- zünehmen, dost einer der beiden Nationalliberalen Kandidaten das Mandat behauptet. Wahlbezirk Darmstadt-Land-Groß-Gerau. Tie Wiederwahl des seitherigen Abgeordneten Senßfel- 0 c r (Bund der Landwirte) ist mit einer Wahlmünnermehrheit von 2 .Stimmen gesichert. Wahlbezirk Offenbach-Land. Für den seitherigen Abgeordneten Orb (Sozialdemokrat) tour» Jjfcn 38 Wahlmänner gewählt, für Nessel (Zentr.), von den Natwnalliberalcn unterstützt 27. (Dadurch wird das in unserem Extrablatt mitgeteilte Wahlresultat berichtigt.) Stadt Mainz. Hier siegte die ultramontair-nationalliberale Koalition mit 4o65 gegen 3962 Stimmen der sozialdemokratischen, tron Frci- sinniaen und Demokraten unterstützte Aahlnrärrnerlistc. Danach sind die seitherigen Abgeordneten Tr. David und Adelung unterlegen. An ihre Stelle treten Dr. Schmitt (Zentr.) und Tr. Pagenstecher (Natlib.) ; Stadt Worms'. Wg. Reinhart (Natlib.) ist mit 1726 Stimmen wicdev- glwiählt, auf die freisinnige, bou den Sozialdemokraten unterstützte Llste 1010 Stimmen. Sadt Bingen. Die Wahlmänner liste für den seitherigen Abgeordneten Pennrich ist gewählt. Wahlbezirk Pfeddcvsh'ciM. Dle Wiederwahl des seitherigen Abgeordneten Finget (nat- lib. und B. d. L.) ist gesichert. __ Wahlbezirk Oppenheim'. -V lnatlib., unterstützt von Zentrum und B. d. L.) l.inb 21 Walstniänner gewählt, für Pfarrer Kvrell (Freis.) 10 und für den seitherigen Abgeordneten Braun (Natlib.) 3. Wahlbezirk Ober-Ingelheim. . l8 krcismn Walstmännev sind gewählt. Ta 27 Wahlmänner erst die Mehrheit bilden, entscheiden bic 12 Wahlmänner von Wcombach, wo ^trnrnrengleichheit vorhanden ist und das Los zwischen Zentrums- und sreisinniger Liste entscheidet. Nach einer anderen Meldung >oll die Wahl des seitherigen Abg. Dr. ötciuu) (Zentr., von beit Nationalliberaleii unterstützt) gesichert sein. Uebcrblrcken wir das Gesamtresultat der Wahl, so ist als hervorstechendstes Moment zu erwähnen, daß die Linke geschwächt aus dem Wahlkamps hcrvorgehl. Es wird von dem Losentscheid in Mombach abhängen, ob ihr Verlust 2 oder 3 Mandate betragen wird. Vorteil von der Wahlrechts-Koalition der Reichspartcicn hat vor allem das Zentrum, das in Mainz ein Mandat davon- trägt. Wenn in Ober-Ingelheim ebenfalls Zentrum gewählt wird, tritt cs statt mit 7 mit 8 Abgeordneten in die Kammer ein, eine Zahl, die noch vor lvenigen Jahren undenkbar gewesen wäre und. die cs im wesentlichen seiner klugen Taktik zu b erbauten hat. Die Nationalltb e- ralen haben für die Unterstichung des Zentrums in Mainz und Offenbach-Land das eine Mandat in Mainz gewonnen und ihre Mandate in Darmstadt, Oppenheim, Worms und Waldmichelbach gesichert bekommen. Sie haben also zahlenmäßig nicht schlecht abgeschnitten. Dagegen ist mit der dtes- maligen Wahl der Riß zwischen ihnen und den Freistmngcn größer geworden, was bei der nächsten Reichstagswahl für mehrere ihrer hessischen Vertreter verhängnisvoll werden kann. Die dritte der Rechtsparteien, die Agrarier und Antisemiten werden sich im besten Fall behaupten. Der Versuch einer der seither in der Fraktion des Bauernbundes vereinigten Parteigruppen, der Deutschsozialen, ihren speziellen Parteistandpunir schärfer zum Ausdruck zu bringen, tft gescheitert. Mehrere für diesen Zweck auf gestellte Kan- oidaten, Götz in Darmstadt, Link in Schotten und Zinßcr in Lauterbach, traten schon int Laufe des Wahlkampfes zurück und Fenchel in Butzbach erlitt eine klägliche Niederlage. Es ist fraglich, ob fein siegreicher Gegner Joutz, der seither ebenfalls der bündlerischen Fraktion angeh^rie, in Zukunft abermals bei ihr seinen Platz nehmen wird oder ob er mehr .ich der Linien anschließt, der er eigentlich seiner Gesinnung nach angehört. Tie Freisinnigen haben ihre drei ober- hessischen Mandate behauptet und im übrigen, auch wenn das Los in Ober J.igelheim gegen sie entscheidet, bemerkenswerte Fortschritte in mehreren Bezirken erzielt, so z. B. in Oppenheim, wo Korell über ein Viertel der Wahlmänner erhielt. Sie Sozialdemokraten haben ihre beiden Mainzer Mandate verloren. Man kann ehrlich sagen, nicht ohne eigene Schuld. Denn die Art, wie sie jahrelang gegen ihre jetzigen Verbündeten, die Freisinnigen, vor- gingeli, war nicht darnach angetan, jetzt in den gefährdeten Wahlbezirken alle Freisinnigen für sie an die Wahlurne zu bringen. Besonders schmerzlich ist für sie die Niederlage Tr. Davids und auch über ihre Partei hinaus wird das Fehlen dieses Mannes in manchen Fragen, namentlich in Bildungs- und Kulturfragen noch öfters bedauert werden, jenn in diesen Fragen war auf ihn und seine Gefolgschaft immer eher zu rechnen als auf die Ultramontanen. Tie einzelnen Parteien werden im nächsten Landtag in folgender Stärke vertreten sein: 19 Nationalliberale, 7—8 Zentrum, 12—13 Agrarier usw. (wobei eine Spaltung in eine deutschsoziale und eine rein bündlerische Gruppe möglich ist), 3—4 Freisinnige, 5 Sozialdemokraten und 1—3 Wilde (Noack, Joutz, Weber). Demerlenswert ist noch, daß oer wichtige Stand der Sganbroerler im kommenden Landtag durch einen Abgeordneten repräsentiert sein wird und es ist nur zu bedauern, daß es ein Zentrumsmann (Nessel) ist, der als Wortführer dieses tüchtigen Standes auftreten wird. Neu treten in die Kammer ein die Nationalliberaleii Dr. Pagenstecher und Dr. Winkler, der Ultramontane Löfselholz (der iom Tr. Schmitts Stelle in Mainz-Land gewählt werden soll) und der deutschsoziale Bündler Lutz. Es scheiden aus der Antisemit Hirsches, sowie die Sozialdemokraten Adelung und Dr. David. Der neue Landtag wird hinsichtlich der Wahlrechtsfrage eine Zweidrittelmehrheit im Sinne der Glässingschen Vermittelungsvorschläge haben, wenn auch nach Aeußerungen in der Wahlbewegung nicht alle Angehörigen der Rechtsparteien dafür zu haben sein werden. Auch wird der seltsamerweise von den Nationalliberalen wieder aufgeftellte und auch gewählte Wahlrecbtsgegner Dr. Heidenreicy wie auf früheren Landtagen nichts unversucht lassen, um dem Reformwerk bei den darin enthaltenen Streitjragen (Wahlkreiseinteilung, Kautelen usw.) möglichst viel Schwierigkeiten zu bereiten. Da die Vertreter oer Linken einer Wahlreform mit Konzessionen an die Erste Kammer kaum zustimmen werden, sind die Aussichten, daß der nächste Landtag dem Hessenvolk das ersehnte und zeitgemäße direkte Wahlrecht endlich bringen wird, nach wie vor recht gering. Aus Statt unO LairS. Gießen, 29. Oktober 1908. ** Stadttheater. Da für November eine Reihe von interessanten Aufführungen bevorsteht (wir nennen zunächst „2 x 2 = 5", „Piccolomini" und „Wallensteins To d", „H a n n e l e", „Vas an käsen a", „Viel Lärm u m n i ch t s", „I o u r n a l i st e n"), so hat die Direktion einige ältere Werke, die von der Sommersaison in Bad-Nauheim her feststehen, auf den Spielplan gesetzt, um Zeit für sorgfältige Vorbereitung zu treffen. Sv wird nach „Madame Saus Gerte" am nächsten Freitag das bekannte liebenswürdige Lustspiel „Die berühmte L der tScftnttnnoC'oenoffcnfrbafl der irrten Lchrcincrvercinig- ong (Mienen. Hiermit wird zur Kenntnis gebracht. dah die umcrzeichneten Friseure die Haarwäsche mitPixa- von in ihren Fristerkabinetlen für Herren u-Damen einge führt haben. Pixavon ist ein llüssiges Teer- präparat, das mittels patentierten Verfahrens geruchlos gemacht worden tft ES wirkt durch feinen Teergehalt direkt anregend auf den ladenerfahprozeß, 1906 um feine linke Hand die Cladi Breslau nach bereits rechlckräsii^ lkammer des Landgerichi- I zu: 1500 'M für den lohnechtz für die erflen ilwas variierende Reine, k. vieriehährlich beträgt )ie notwendig werdenden Ilichen Hand zn tragen. Marktplatz 21 Telefon 46 v. A. versteigert werben. 16297 gegenüber der Engelapotheke. i Gemmecker, .Pfandmetlter. ns uitlerm 28. Oft gc morgen um 6 Uhr uai ’.b druckte er dein (Stäfa n der große Tag unwr- neu der "W> Sta»/t, ac dn Prinj bw San) n ist wieder ein rexal des 13. 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V.: Welcker. _______ Vollen und den i !S derJärsiei Postbote aus Hersfeld d e m eine kreppe hei. »rz daraui verschied - lanivaltfchaft m -Rain, ytlb aus Friesenheim ld) vermutlich der Tag. 7djahrige ift beiObertshausen stelle getötet worden Elchen vor sich hehchob, Blau rnnb bei der Leiche : gelost haue. Jda Stammler Konzertsängerin und Gesanglehrerin Atemtechnik, Tonbildung, Solo- und Chorgesang. Vevfteigevung. Freitag, den 3u. Oktober l. e i n. ____________________ ML-- abeud Spansau Schott's Weinstube, Bahnhof,tr.^ Geräucherte Aale ganze und im Anschnitt, Geräuch. Schellfische grobstückige Ware, Echte Kieler Sprotten frisch cingetroncu bei: P” Georg Wallenfels nur Marktplatz 21. Telefon 46. Gegenüber der Engelapotheke. H Ä , '^j^ieiiungohj^' beste .und feinste Schuhputzmittel Globin ist Robert Müller Die tieftranern-en Hinterbliebenen Gießen, Alicestr. 22a, den 28, Oktober 1908. 62701 Kirchstraffe 13. Die Beerdigung findet SamStag den 31. 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