Trotz der Hundekälte, die dort oben aus der Höhe herrschte, hatte sich doch alles, was Hundeverstand besitzt oder besitzen will, zu dem kynologlschen Ereignis cingcfundcn, so daß ün ganzen 2000 zahlende Personen die Kasse passierten. Die Prämiierung, die in 9 Ringen vor sich ging, wickelte sich dank der Tätigkeit der Ordner und der Ausstcllungslcitung vorzüglich ab. Das Gesamturteil der Jury über das aus der Ausstellung vorgesührte Material ging dahin, das; in den verschiedenen Rassen nicht nur ganz vorzügliche Tiere, sondern im einzelnen sogar unerreicht schöne Exemplare vorgeführt worden seien, wie man solche selten aus Ausstellungen antrifft. Um 6 Uhr wurde die Ausstellung geschlossen und die Aussteller beeilten sich, mit ihren Lieblingen nach Haus zu kommen, da eS diesen doch gegen Abend bei der rauhen Temperatur zu ungemütlich geworden war. Ein kleiner Teil der Hunde wurde gestern nicht abgeholt, nämlich die Tiere, die aus weiterer Ferne mit der Bahn eingetroffen waren. Das Ausstcllungskomitee hatte für sie ein geschütztes Unterkommen für die Nacht herstellen lassen. Der Verein Hundesport kann mit seiner Veranstaltung zufrieden sein, sie schloß ohne jeden Mißton ab und selbst die Aussteller, die in ihren Erwartungen getäuscht waren, bcschieden sich gern mit dem Bewußtsein, daß unparteiische Richter ohne Ansehen der Person die ausgestellten Hunde geprüft und geroertct hatten. Nur in einem Falle wollte ein Aussteller, daß der Spruch des Richters durch das Ausstellungskomitce berichtigt werde, doch lehnte dieses ganz entschieden ab, mit der Erklärung, daß mir der Preisrichter allein zuständig sei, einen von ihm gemachten Fehler zu korrigieren Tie offizielle Prämiierungsliste, die heute vormittag zusammengestellt worden ist, werden roir morgen veröffentlichen. Aus Stadt uud Land. Gießen, 27. April 1908. ** Landes Universität. Bei den Anmeldungen zum Besuch der LandeZuniversität int Sommerhalbjahr 1908 sind folgende Bestimmungen zu beachten. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier fürtsetzen wollen, haben sich auf dem Universitäts-Sekretariat, Bismarckslraßc 22, anzumelden, um die Ausweiskarte umzutauschen und ihre Wohnung anzugeben. Die Anmeldungen werden vom 27. April bis 23. Mai, vormittags von 9—12*/, Uhr angenommen. Anmeldungen zur Immatrikulation werden vom 2 7. April bis 2 3. Mai vormittags von 9—12*/2 Uhr angenommen. Nach d'.n 23. Mai werden Anm.ldungen nur rann angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird. Bei der Anmeldung zur Jinma- tcikulation sind die zum Abschluß des gewählten Studiums gemäß reichsrechtlichen oder hessischen Prüfungsvorschriften erforderlichen Zeugnisse über die Vorbildung einzureichen. "Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Der Rechtsanwalt Eduard Stadel zu Offenbach wurde, mit Wirkung vom 23. März an, zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg zugelaffen, nachdem er die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei der Kammer für HandelSsacheit in Offenbach und dem Amtsgericht Offenbach mit Wirkung vom gleichen Tage aufgegeben hatte; ferner wurden zugelassen: der Gerichtsaffrssor Wllh. Schmidt zu Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht, der Gerichtsassessor Herrn. Bergheimer zu Alsfeld zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alsfeld, der Gerichtsassessor Dr. Herrn. Wolf zu Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht. ** Zur Ausführung des Denkmalschutzgesetzes enthält das letzte „Verordnungsblatt für die evang. Landeskirche des Großherzogtums Hessen" nähere Bestimmungen über die Aufbewahrung, Unterhaltung und Bezeichnung von Urkunden. Die Verzeichnisse und Berichte über den Bestand an Urkunden der Pfarrämter müssen bis zum 1. Oktober d. Js. beim Großh. Oberlonsistorium eingereicht sein. Um die Aufsicht über die int kirchlichen Besitz befindlichen Urkunden, die dem Großh. Ob.'r- konfiftorium in G meinschast mit dem Großh. Haus- und Staatsarchiv zusteht, ausüben zu können, wurden einige in der Ge- schichts- und Urkundenforschung besonders bewährte Theologen als Urkundcnpfleger bestellt, und zwar vorerst Dr. Becker in Alsfeld, Pfarrer D. Dr. Diehl in Darmstadt, Oberlehrer Lic. Herrmann in Darmstadt, Pfarrer Lie. Jakob in Mainz, Pfarrer Michel in Kriegsheim, Pfarrer D. Dr. Preuschen in Hirschhorn. Die Urkundcnpfleger werden im Laufe der nächsten Jahre die Archive der einzelnen Fonds, wo dies nach dem Umfang der Urkunden angezeigt erfa)eint, besuchen. Es wird sich bann Gelegenheit bieten, etwaige Zweifel hinsichtlich der Richtigkeit deS auszuftellendcn Verzeichnisses zu beseitigen oder Anregungen wegeu der Aufbewahrung usw. der Urkunden zu geben. ** Frommapns Karte von Hessen. Seit Jahrzehnten ist die von unserer einheimischen Verlagsfirma Emil Roth hcrcmSgcgebene Karte vom Großherzogtum Hessen mit Be- rüMichtigung der angrenzenden Länder von Maximilian From- mann eine der bekanntesten und beliebtesten kartographischen Darstellungen unserer engeren Heimat und es wird alle Benutzer früherer Auflagen interessieren, daß nunmehr die 30. Auflage der Karte erschienen ist. Die Vorzüge der Karie sind bekannt, bei nicht übermäßiger Größe (Maßstab 1:280 943- und unter Vermeidung alles überflüssigen Beiwerks enthält sie alles, was für den VcrwaltungSbeainten, den Geschäftsmann und für Untcr- richtszwccke von Wichtigkeit ist. Ein üeivi iberer Vorzug der Kürte ist die verschiedenfarbige Bezeichnung der eutzeluen Kreise. Selbst- ver,ländlich berück,ichtigt die Karte alle in letzter Zeit eingcirctcrten Veränderungen (Balmlinien usw.). Besonders wertvoll für den Handgcbrauck) wird die Karte durch ihre Textbeilagen, die Uever- sichten über die Kreise und Provinzen, ihre Großen und Eui- wohuerzahlen, die Verteilung der wichtigeren Aemter auf die drei Provinzen, die Vildungsanstalten und Die tabellarische Ueber- sicht über sämtliche Gemeinden mit Einwohnerzebi, Pust- und Bahnitatwu.n, Provinzen, Kreisen und Amtsgerich.en. Durch diese Beigaben w.ro die Karte gleichsam zu einem kleinen typographncy- statisipchen Lexikon Hessens, das sich durch Uebersichllichkeit, Zu- Dcrlaingti'il , und handliches Format auszeichnet. T Karte ist un Tchcheu^rmat und auf Leinwand aufgezogen t- Holzrvlle oder in Karton) zu haben und kostet 3 Mi. bezw. 4,.. Mk Sie jfi nmch ihrer ganzen AusMrung hervorragend dazu geeignet Erstes Blatt Montag 2?. April 1^8 b°bk« 33 Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Titna 5«^ die 158. Jahrgang Susklinstch. je in Alm in ßieh W*® in L'at^w v> 0 ■di öie&irfc i.^ohbnitiÄ Rendezvous gaben. Es waren etwa 300 Hunde, darunter eine große Anzahl aus edlem Geschlecht, die sogar ihren Stammbaum aufweifen konnten, vorhanden, um von den dazu berufenen Preisrichtern gemustert und gewürdigt zu werden. Schon in der- Frühe konnte man das Gebell der Ausstellungstiere in allen Nuancen weit über die Stadt hinaus vernehmen und wenn man die Ausstellung selbst betrat und ein guter Beobachter war, konnte man alle Gefühle der Tiere aus dem Bellen der einzelnen heraushören. Hier die unbändige Freude eines Schoßbündchens, das von seiner Herrin besucht wurde, dort das Wutgekläff zweier Bulldoggen, die beide ausrecht in den benachbarten Boxen standen, aber durch die Kette verhindert waren, sich aufeinander zu stürzen. Dort wieder das temperamentvolle Bellen der Terriers und gegenüber die langgezogenen Töne eines Pudels, der dabei darein I ciiante, als wenn ihm die ganze Geschichte zu dumm vorkomme. Gelangweilt schienen auch die deutschen Vorstehhunde sich zu fühlen. Sie schienen sich zu vornehm zu dünken, um von jedermann begafft zu werden, find sie doch dazu da, dem Men Midwerk obzulikgeu. 5. Allgemeine Hunde-Ausftellung des Vereins „Hundeipott". th. Gießen, 27. April., Der gestrige Sonntag stand unter dem Zeichen der Hunde, Nr. 98 Der Lietzener Anzeiger erschein« täglich, außer SonnlagS. - Beilagen: oteimal wöchentlich -tetzenerZamilicndlätter; zweimal loöchentl.llreis- blatl kurven kreis Gietzen U ' (Dienstag und Freitag); zweimal nionatl Land» wirtschaftliche Sertfratzen sterusprech - Anschlüsse: (üt die Redaktion 112, Loletsfehe Sagesschau. Die deutsch-französischen Annäherungsdesirebungen. Ter ,(Sauloi§* hat seinen Berliner Slorreiponbenten beauftragt, verschiedene maßgebende deutsche Persönlichkeiten über die AnnäherungSbestrebungen zwischen Frankreich und Deutschland zu befragen. Heute werden die Anworten des Reichstagspräsidenten Grafen v. Stollberg, des Herzogs von Trachcnberg, der Generale v. Löbell und v. Fetter und des Freiherrn v. Hertling veröffentlicht. Alle diese Herren sind Mitglieder des Komitees, das sich zuin Zweck der Förderung der Annäherungsbestrebungen gebildet hat. Sie sprechen sich demgemäß für jede ernsthafte Bemühung in diesein Sinne aus, heben aber fast sämtlich hervor, daß diese Bemührmgeil nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie durch ein ähnliches Komitee in Frankreich unterstützt würden. Am ruhigsten urteilt der Herzog von Trachenberg, der vor jeder Unterstützung warnt; unüberlegte Hast könne den guten Zweck gefährden. Var Aaiserpaar auf Korfu. Die Kaiserin und die Prinzejsin Viktoria Luise besuchten Freitag odend die Kirche in Gasturi, wo aus Anlaß des griechischen Karfreitags ein feierlicher Gottesdienst und emc Prozession staltsand. Kegen Miilernacht verließ der „Abukir" mit dem Herzog von lionnaught an Bord unter den Salutschüssen der „Hamburg" rind dem Hurra der Mannschaft Korfu. Montag morgen begab sich der Kaiser undPrmz August Wilhelm mit sämtlichen Herren des Gefolges an Bord des „Sleipper" nach Albanie n. Der Kaiser machte bem Vertreter des Sultans, Turkhan Pascha, auf besten Jacht Santi Quarami einen Besuch und besichtigte dann Die dortige Garnison der türkischen Truppen, über die er den Parademarsch abnahm. Er richtete an den Sultan ein in sehr warmen Worten gehaltenes T e l e g r a m m. Die Rückkehr zum Lchilleion erfolgte bis Korfu mit dem „Sleipner", sodann mit dem Automobil. Im Achilleion empfing der Kaiser den griechifchen 'Himfterpräfibenten Theotokis, ber zur Mittagstafel geladen wurde. — Das österreichische Geschader ist in den Ha en von Korfu eingelaufeu. Die von Süden herkommenden Schiffe des Geschwaders salutierteii beim Passieren des Schlosses Achilleion die Raiierftanbarte. — Beim Dejeuner am Samstag betonte der Kaiser dem Präfekten und bem Bürgermeister von Korfu gegenüber, welchen vortrefflichen Ernbruck er von Korin und feiner Bevölkerung er- galten habe. Er sowohl wie die Kaiserin hoffen nächstes Jahr vleberzukornmeu. — Ter Kaiser hat, da die Nachrichlen über den Gesundheitszustand in Bari unsicher lauten, die Reise dorthin aufgegeben. Tie dortigen Behörden wurden so'ort ersucht, etwaige Emp'angs-Vorbereuungeii einzustellen. — Die An- funU des deutlichen Kaisers in Pola wird für den 6. Mai erwartet, jm Arsenal werden große Vorbereitungen getroffen, weil e5 wahrscheinlich ist, daß der Kaiser die Werst besichtigen und die Schiffe ber Reserve inspizieren wirb. lieber ben vorgestern gemeldeten Vorfall an der albanischen Küste erfährt ber „Tag" noch folgendes: 27 Albanesen wollten am her Segelbarke' des korfiokischen Kapitäns Michalopiiloff rtach ihrer Heimat fahren. Da sie erst später erfuhren, daß die albanische Hüfte wegen des unerwarteten Besuches des Deutschen Kaisers von iürkischen Truppen besetzt sei, sie aber, obwohl der türkische Konsul eß ihnen angeraten hatte, sich keine Pässe verschafft hatten, so ver- juchten sie, an einer militärisch nicht besetzten Stelle zu landen. Sie wurden jedoch entdeckt, und gegen 11 der Gelandeten, die sich nud) mit Waffen, oie sie durchschmuggeln wollten, zur Wehre gesetzt hoben sollen, eröffneten die Soldaten das Feuer. Vier Albanejen iclen. Tie vorsichtigerweise in der Segelbarke Zurückgebliebenen ifloUte ber Kapitän reiten, allein wahrend der Fahrt erhielt er von heu türkischen Soldaten den tötlichen Schuß. Sein junger Sohn übernahm die Führung des Segelschiffes r,s* brachte 17 Albanese.i i.od) Storm in Sicherheit. •OtlltyJ an. t IHeiei S <0 'Ul ju. hi W hl sich in allen Rassen und Färbungen am Nordabhang des Seltersberges in der ehemaligen Faßhalle der Aktienbrauerei ein M * ©fern ili\ unpitr i! leit"’ ■ psy* Zur Affäre Eulenburg. Nach ber „K. K." iuuroc sofort nach der Urteilsfällung im Münchener Harden-Prozeß, dem Kaiser telegraphisch von bem_ Ergebnis der Verhandlung Bericht erstattet. Aus Mler- I)öd)ften Befehl wurde daraus eine ausiührlichere Darstellung gefordert, worauf das SitzungSProtokoll wörtlich und) Körfu telegraphiert wurde. Auch der Kronprinz ließ sich, gleid> falls nach der Urtcü5iälimtg, noch in der Dkrcht ausführlich Vortrag halten. Wie verlautet, wird die Berliner Staatsanwaltschaft nachEintrefsen des amtlichen Verhandlungs-Protokolls über die den Fürsten Eulenburg belastenden Aussagen und des GerichtSerlenntnisscs die beiden Zeugen Riedel unb Ernst dem Fürsten Eulenburg gegenüberstellen und von dem Resultat dieser Konfrontation toeiterc Entschließungen abhängig niadjen. Am 26. April hat inzwischen auf L.ranlassung der Berliner Staatsanwaltschaft in Starrnberg die Vernehmung aller Zeugen stattgefunden, die in dem Hardenprozeß in Berlin und München nidjl zu Worte gekommen waren. Der Fischer Ernst aus Skaren- berg hatte der Berliner Staatsanwaltschaft drei Zeugen brieflich angegeben, die Aussagen über Eulenburg zu machen bereit sind. Ter Zeuge Riedel, der im Prozeß gegen Harden nickst vernommen wurde, weil er angeblich unglaubwürdig sei, genießt den Ruf eines rechtfchaffenen Mannes, dem man aus seiner Jugend nur Nachsaat, was im Wen Vr.-z ß festaest. ' v'i w^roc. Ter Zeuge Er.ist wüßte, baß man ihm sexuelle Verirrungen nachsagt, kannte auch bk Verbreiter dieser Gerüchte über ihn, ging aoer trotzdem nie mit gerichtlichen Klagen gegen die Verbreiter vor. Ernst bezichtigt sich jetzt, wie die Leute, denen er es mitteilte, erz-ählen, der Undankbarkeit gegen den Fürsten. Nur der Vorsitzende mit seiner überzeugenden milden Art habe ihn dazu bewegen können, endlich zu sprechen. Er sei zu Gerickst gegangen mit bem festen Vorsatz, sein Geheimnis nicht zu verraten. Aver schließlich, sagte er, wollte er doch keinen Meineid leisten und nicht ins Zuchthaus wandern. Er werde auch, wenn er dem Fürsten gegeriübergeftellt werde, alles ausrecht erhallen, was er in ber Verhandlung gesagt habe. Maximilian Harden erklärte in einem Interview über die Gulenburgaffäre: Id) bin überzeugt, daß Fürst Eulenburg niemals wieder weder als, Zeuge noeh als Angeklagter vor Gericht erscheinen wird. Erscheint er, so wirb er vernichtet; doch hat die ganze Kpankhcitskomöbie, die er schon in meinem Prozeß mit einem großen Apparat ausgefühct hat, ja nur den durch,lästigen Zweck, ihn in einem kritischen Rio ment als vernehmungsunfähig bei Verhandlung zu entziehen. Der Fürst kann erklären und erklären lassen, was er will, er hat als beeideter Zeuge ausgesagt, daß er niemals Geschlechtsneigiing zu männlichen Personen gehabt und niemals mit solchen geschlechtlich verkehrt habe. Diese Aussage ist ein glatt etaueislidjei Meineid. — Auf die Frage, ob Harden noch mehr Material habe, antwortete er: „Ja, viel mehr, und nicht nur gegen den Für st en Eulenburg." Vor dem Dresdener Landgericht hat inzwischen die Verhandlung gegen den Dr. Phil. H a r st stattgefmwen, der früher im Hause des Fürsten Eulenburg als Erzieher tätig war und wegen Vergehen gegen § 175 Str. G. V. augetlagt war. Das Gericht beschloß, den Angellagten aus seinen Geisteszustand zu untersuchen. Wie ba5 Berlin. Tagebl. meldet, roicb der M-oltle-Harden-- Pwzeß demnächst ein neues gerichtliches Nachspiel zeitigen, abgesehen von den neuen Prvzef,eit, die eine notwendige Folge der Aussagen bei Zeugen Ern,c und Riedel im letzten öc-üncrener Prozesse sein werden. Wegen Beleidigung des Auitsrichters Kern, der in dem im Oktober 1907 in Berlin verhandelten ersten Be- lcldigungsprvzesse Moltke-Harden den Vorsitz führte, werden sicp> In nä-ckMi Zeit einige Personen zu verantworten haben. Die Angeklagten sollen die sinnlose Behauptung ver^r^itet hauen, Amis- riäMr Kern habe sich von Harden bestechen lassen. Amtsrid)ter Kern unb Maximilian Harden find als Zeugen geladen. Die höhere postlausbahn. Die seit dem Jahre 1898 geschlossene höhere Laufbahn der i ^tichs-Postverwaltung ist mit bem 25. Avril d. IS. mieber er- llinet worden. Die Vorschriften und Ausführungsbestimmungen I hier die Annahme, Ausbildung und Prüfung der Anwärter l'iib soeben vom Staatssekretär des Reichs-PostamtS beiannt gegeben und aud) bereits in Kraft gesetzt worden. Hiernad) müßen btt künftigen Anwärter der höheren Lanfbahn, ebenso lote bte bisherigen, bas Zeugnis der stteife von einem Gyiunasuun, einem stwlgymnasium oder einer Oberrealschule erworben haben. Naci) täner Annayme sollen sie sich im ersten Jahre der Vorbereitungs- | feit unter Anleitung von lehibefühigcen Beamten mit dem tech- niidjen Dienste bei ben Post- unb Telegraphenanstalten so weit vertraut machen, baß sie chn selbstänbig zu versehen und in isinem Zuwmmenhange zu überblicken vermögen. An diese prak- lijche Ausbildungszeit soll sich das dreijährige akademische Stu- btnm ansästießen, das vornehmlich die Grundlagen der Staats- I Eigenschaften (Volts- und Staatswirtsd;aslslehre), die Ein,uh- mng in die Rechtswissenschaft, Post- und Telegraphenrecht, Physik, itlemie und Elektrotechnik zu umfassen hat. Dabei soll der Äksuch einer technischen Hock-schule bis zur Dauer von zwei Jahren QU die Studienzeit angerechnet werden. Nach Vollendung der oiubicu, spätestens aber sechs Jahre nad) dem Beginn der Vor- de:eitungSzeit hat sid) der Kandidat zur ersten Prüfung zu melden, uir diese werden bei den Ober-Postdirektionen in Berlin, Königs- öerg (Pr.) und Straßburg (Els.) Prüsungsräte gebildet, bestehend aus bem Ober-Postdirektor als Vorsitzenden unb vier Mitgliedern pei Posträten und zwei akademischen Lehrern), sowie u. a. einem 2 Fachlehrer. Die Prüfung zerfällt in eine schriftliche (Anfertigung -irfter Arbeiten in Klausur) unb eine münbliche und erstreckt sich auj die vorbezeichneten Wisienschasten, auf Post- und Telegraphen- bciricb unb auf die französische und englische Sprache. Der ienbibat, der die Prüfung bestanden hat, wird zum Postrefercndar u Rannt und eidlich als Beamter der Reick)spost- und Telegrapheii- öertoQltung verpflichtet. Die Referendare sollen nach einem be- fartnitw Plane während eines wenigstens dreijährigen ZcürauniS bei einer Ober-Postdirektion, bei größeren Post-, Telegraphen- und iicnfprechämtern, unter Umständen auch beim Telegraphen--e-er- H 98ümte weiter ausgebildet weiden. Die Ausblldung ist darauf btiechnet, daß die Referendare die während der Elevenzeit er» Engten Kenntnisse des praktischen Dienstes erweitern und ber» tejen, den Verwaltungsdienst eingehend kennen lernen und sich a>ii allen technisd-en. Einrid)tungen vertraut machen. Dre all- meine Beaufsichtigung und Leitung der Ausbildung llegt dem h-tcr-Postdirektor persönlich ob. Nad) Beendigung der Neserendar- i«: ist vor dem beim Reichs-Postamt eingesetzten Ober-Prüsungsrat uie zweite Prüfung abzulegen. Sie zerfällt gleichfalls in eine östliche (Anfertigung von drei Arbeiten in Klausur) und eine Endliche und erstreckt sich auf folgende Gcgenffande: Post- und chlegraphenrecht, Staats- und Verwaltungsredit un vteich und in mit größeren deutschen Bundesstaaten. Volkswirtschaftslehre und ^Ranzwisschenschaft, sozialpolitische.Gesetzgebung, Betriebs- und ^cwaltungsbienst im Reichs-Post- und Telegraphenwe,en, Wech- ülterkehr und internationale Post- und Telegraphenvertrage, teci)- mihe Einrichtungen des Reichs-Telegraphen- und^Ferniprechweiens lttrs ihre wissensd)asllichen Grundlagen. Die Prüfung yoll dariun, der Referendar für befähigt anzusehen ist, eme lelbstanbige Stillung im höheren Dienste der Reichs-Post- und Telegraphen- ?E5iUQltung einzunchin.n. Die Referendare, bie die zw.ite Pru- W bestanden habcii, werden zu Postassessoren ernannt. Die 5| essoren rücken nach ber sid) bietenden Gelegenheit in dw höheren tatsmäfcigcn Stellen der Reichs-Post- und Telegraphenverwal- tog ein. Bis dahin werden sie gegen feste Vergütung zu AnS- Ajeu unb Vertretungen verwandt. Eezubil» eilen, ankei _Jhen^ Hclthuieg •tQnbaibf.'ÄI ''-'anneu^i unb. Vagi © Ä Bezugspreis: v' monatlich 75Pf., viertel» W Wiw 71 UrMOHP-MZ Iv|W4%l11vluvl —b Berank wörtlich General-Anzeiger für Gberheffen ynnabmc von Anzeigen 9/ 1 6 M u. iianb" unb „Gerichts- KZ vormittags iö u^ «Moffoitsbrutf «nd Verlag der Vrühl'schen Aniv.-Vuch- und ZteindruSerei. R. Lange. Redattlon, Expedition und DnrSerek: Zchttlffraße 7. 8lnzeigemell^Ä Kindermehl neben ihrem praktischen Zweck die Kenntnis unserer Heimat erweitern und vertiefen zu helfen. •• UeberschwemmungsfondS. Der Gcofzh. Fonds zur Gewährung von Beihilfen bei Ueberschw emm- un gen hatte im Jahre 1906 4600,20 Mk. Einnahmen und 4519,84 Mk. Ausgaben. Mithin bleibt ein Vorrat von 80,78 Mk. DaL verzinsliche Kapitalvermögen betrug Ende März 112 700 Ml. Hagelversicherung. Das Ergebnis der Rechnung über Einnahme und Ausgabe des staatlichen Hagelversicherungsfonds lautet für das Rechnungsjahr 1906: Einnahmen 55 670,11 Mk.; Ausgaben 35 669,22 Mk.; die Hapllalschulden betragen 77 930 Mk. Eouleurmützen für höhere Töchter. Mit welchem Stolz tragen Sextaner wie Primaner, und was alles dazwischen steht, die bunten Schülermützen! Und wie sehr hat es wohl manche Schülerin aus höheren Mädchenschulen schon bedauert, daß ihr nicht auch vergönnt sein sollte, die Eouleur- mütze auf die Locken zu drücken. Da kominl mm von Es chwege die frohe ftunöe, daß die Schülerinnen der dortigen höheren Mädchenschule von jetzt an Tellermützen aus Tiich mit einem für die einzelnen Klassen verschiedenfarbigen Streifen tragen dürfen. Mit welchem Jiibel wird diese Nachricht ui anderen Orten aufgenomiuen werden! Ein Anfang ist gemacht; an Nachahmung wird es nicht fehlen. X Lauterbach, 25. April. Dem früheren Lehrer Kalbfleisch, dec seit einigen Jahren in. Landenhausen eine Gastwirtschaft betrieb und nach deren Aufgabe um Wiederverwendung im Schuldienste nachsuchte, wurde die Verwaltung der neu errichteten 12. Lehrerflelle übertragen. = Schotten, 26. April. Am 2. und 3. Mai d. Js. wird das 50jährige D ie nstju biläum des Geh. Regierungsrats Schönfeld, eines um den Kreis Schotten hochverdienten und von allen Bewohnern des Kreises hoch- geschätzten Beamten, festlich begangen werden. Von einem Festausschuß ist ein besonderes Programm für die Jubelfeier vorbereitet worden. Am Samstag, 2. Mai, abends 8*/2 Uhr, wird von sämtlichen Vereinen imd den Bürgern der Stadt Schotten dem Jubilar ein imposanter Fackelzug dargebracht werden, woran sich ein Festkommers in der Turnhalle anschließt. Am Sonntag, 3. Mai, findet vormittags Gratulation in der Wohnung des Jubilars nnb Musikständchen durch die Kapelle des Feldartillerie-Regiments 9ir. 61 vor dem Kreisamt statt. Um 12% Uhr beginnt ein Festessen im Hotel „zur Post". Eine besondere Ehrung ivird deni Jubilar durch die sämtlichen Kriegerveceme des Kreises dargebracht, welche um 2% Uhr mit ihren Fahnen und über 1000 Mann m Paradeaufstellung stehen werden. Nach Abnahme dec Parade durch den Jubilar formiert sich unter Hinzutreten der gesamten Vereine Schottens em Festzug, welcher sich zur Tiirn- halle bewegt, woselbst die Jubelfeier in einer Feftversammlung gipfelt. Hierbei wird Professor Dr, Blermer aus Gießen die Festrede halten. Eine stattliche Anzahl hochgestellter Per- sönlichleiten, sowie Freunde und Verehrer des Jubilars haben sich bereits zum Jubelfeste angemeldet. X X Rimbach, 25. April. Dec Gemeinderat beschloß einstimmig, die hiesige Gemeindejagd der seitherigen Pächterin, der Gräfl. Görtzschen Standesherxschäft, auf weitere 9 Jahre zum Preise von 375 Mark jährlich zu überlassen. -j- Ober--Wegfurt h, 25. April. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Eurich wurde bei der kürzlich vorgenommenen Wahl LandwirtKonr. Hühn zum Bürgermeister gewählt und gestern durch Kreisrat v. Bechtold vor versammeltem Gemelnderat in sein Amt eingewiesen. Offenbach,» 26. April. Am Donnerstag fand eine Besprechung zwecks Einrichtung einer elektrischen Straßenbahn Offenbach — Neu-Isenburg — Sprend lingen — Langen statt, an der die Bürgernieister, sowie je zwei Gemeinderatsmilgliedar aus den beteiligten Orten teilnahmen. Den Vorsitz führte Kreisrat v. Hombergk. Die Offenbacher Bürgermeisterei legte einen Kostenvoranschlag vor, wonach die Bahn auf 1,635,000 2)if. inll. Betriebsmalerial käme, jedoch außer Geländeerwerb und Elektrizitätslolten. Die täglichen Betriebskosten sind auf 320 Mk. veranschlagt worden. Ter Endpunkt dec Bahn ist in Langen gedacht. Die Vertreter Langens wünschten jedoch, daß die Bahn bis nach dem Langenec Bahnhof geführt werde, worauf auch die Vertreter Neu-Isenburgs den Wunsch nach einer Verbindung mit der Station Isenburg vorbrachten. Die Geländeerwerbskoslen waren auf etwa 300,000 Mk. veranschlagt worden. Wie die Kosten für den Bahnbau, dec ohne Hinzuziehung eines Unternehmers auf Kosten der beteiligten Gemeinden gedacht ist, ausgeschlagen werden sollen, konnte in dieser unverbindlichen Besprechung nicht bestimmt werden. Nach längerem Meinungsaustausch wurde Beigeordneter Walter ersucht, nochmals möglichst genaue Berechnungen anzustellen und einer späteren Versammlung oorzukegen. le. Mainz, 26. April. Der 1. Direktor der Süddeutschen Jmmobiliengejellschaft Brand tritt nach langjähriger Tätigleit wegen Alters und Krankheit von seinem Polten zurück. Brand hat früher eine große politische und gemeinnützige Wirlsamkeit entfaltet. Er gehörte der nationalliberalen Partei an und vertrat von 1887 bis 1890 den Wahlkreis Friedberg-Büdingen im Reichstage. Er ist 2. Präsident der evaug. Landessynooe und längere Hell war er Großmeister der hessischen großen Freimaurerloge. h. Mainz, 25. April. Tie HandetskaniUier hat in der Frage der Revision des Weingejetzes an das Reichsamt Des Innern eine telegraphische Amrage gerichtet, bis wann der Emivun dem Bundesrat zur Beschtuv üinu.g vorgetegt werde, damit Die Jutereiieuten rechtzeitig Gelegenheit bauen, den verbündeten Regierungen ihre Ansicht nutjuieilen. Die telegraphische Amnion lautet, Dag der Termin der Bermung des neuen Gefetzenuvmss im Bundesrat noch unbe|limmt jet. tc. Kassel, 26. April. Am 11. Mai findet hier im Stäudehause, m Anwesenheit des ilautlichen Kommissars fiiv Natu rüenkmalpst ege, Prof. Dc. Eonwentz m Danzig, eine Beriammlung behufs Bildung eines BezirlLlommileeS für Naturdenkmalpflege im Regierungsbezirk Kassel patt. Kassel, 25. April. Ein junges Fräulein, das bei einem Fabrilde|itzer in Riamerzhagen zu Besuch war, wurde bei Be|ichtigung des Maichmemaales von dec Transmission erfaßt und blitzschnell ins Rädergetriebe gezogen. Ehe das Werk zum Snlluauo gebracht werden konnte, tvac die Unglückliche bis zur Unkenntlichkeit zerrissen. Darmstadt, 25. April Ein eigenartiger Fall von Urkunden- iälschung wurde heule vor der hiesigen Strafkammer verhandelt. Der Polizeiciener Christian Wieland VIII von Nieder-Roden war angeklagl, seine Eintragung als Vorstand m den Kriegerverein Hassia geändert zu haben, um eine „Ehrentafel" des Vereins durch den 6)rößherzog zu erhalten. Diese Auszeichnung ist dem Angeklagten tm Jahre 190-1 zuteil geworden. Im Prototollbuch des Vereins findet sich ein Eintrag vom Jahre 1878, wonach W. in den Vorstand gewählt wordeii wäre, doch weist der Eintrag Aenderungen auf und nach dem Gutachten des Gerichtschemlkers Dr. Popp-Frantiurt soll ursprünglich Philipp Wieland VIII (Bruder des Angeklagten) geflandeii haben. Dr. Popp bezeichnet mit großer Wahrscheinlichkeit beit 'Angeklagten als Schreiber der Aenderung, ivas letzterer jedoch entschieden bestreuet. Unbestrittenermaßen ist Ehr. W. seit 1881 Vbrstandsmitglied, ob dies auch schon früher der Fall war, stehl dahin. Dnich die Biirgermelslerwahl hat sich neuerdings der Verein gespalten und ein Gegner erstattete die Anzeige. Das Gericht ließ Die Frage der Urheberschast dahingestellt und war der Ansicht, daß, selbst wenn derAngeklagte sie vorgenommen, er nicht Täuschungs- abstcht, sondern m gutem Glauben (also nicht in rechtswidrigem Bewuiztsein) gehandelt habe. Es fehlte mithin an einem Tatbestands- Moment der^ Urkundenfälschung. Die Fretsprechmtg erfolgte aus Antrag des Staatsanwalts. 1c. Frankfurt a. tDL, 24. April. Der Rendant der Krankenkasse des Landkreises Frankfurt Gustav Seidel, der tm März d. I. wegen Unierschlagung von Kranken- kassengeldern verhaftet wurde, hatte sich heute vor der Strafkammer zu verantworten. Seidel, der im 30. Lebensjahre steht, stammt aus Ofiprengen und nahm 1901 iit Hanau eine Stelle als Kreisausjctmßexpedtent an, 19u2 wurde er in Frankfurt a. 'DL Drtstcankenkaiienbeamter, welcher Posten ihm 900 A!k. emtrug, gleichzeitig tvar er Kreisausschußbeamter mit 600 Alk. Gehalt Seit Begum dieses Jahres bezog er insgesamt 2400 Alk. Tie Anklage tvirst dem Rendanten vor, seit 1905 37 000 Mk. unterschlagen zu habeii, wovon soiort bet BekanntwerDen der Teiraudatioli II 000 Alk. gedeckt wurden, so daß sich der Fehlbetrag auf 26000 Alk. bezisterte. Diese Summe hat Seidel als Schuld anerkannt und mu der Kasse einen Vergleich abgeschlossen, den Betrag raten weise ab- zuzahlen, so daß Die Kasse eilten Schaden nicht erleiden dürste. Lurch falsche Buchungen war es ihm möglich, bteje Summe an die Kasse nicht abzufsthren. Dazu kam noch, daß seit 1906 eine Revision nicht statucmd. Die 37 000 Alk. hat Seidel nut Polizei- imD Verwaltungsbeamten und sonstigen guten Freunden in Wem» kneipen teils verjubelt, teils verlumpt. Unter Denen, Die ihn an- pumpten, befindet sich Der derzeitige Bürgermeister Hedde von Rödelheim und em früherer hiesiger Polizeijekretär Koch. Ter Staaisanivalt beantragte zwei Jahre GeiangiiiS, die Kammer diktierte dem Tefraudanteii drei Jahre zu. Fl. Frankfurt a. M., 2b. April. Der im Jahre 1883 in Kvhlhaufen, Kreis Hersfeld, geborene P o st b o t e Jaroo Hartwig hat am 2. Dezember IjOö im Tunnel des hiesigen Haupt- bahnho.s einem Pvstoeutel, der mit dem Zuge Btngerocuck—Frankfurt gekommen war, 20 Einschreibbriefe entnommen, die Briefe auf dem Abort geöjsnet und sich den Inhalt, soweit er aus Geld oder Geldesivert beiianb, angeeignet. Die Beute betrug 5000 Mk. Am 23. August 190/ wicderi-vlte Hartwig fein Verbrechen. Diesmal fielen ihm aus 47 Einimreiboriefen, die mit demselben Zuge — er bringt Die englische Post — gekommen waren, 52 Mk. bar, 110 Mk. in americanrichen Eouyons, 3 Ohrctngc, eine Stahluhr und ein Fahnennagcl in die Hande. 1000 Mk. hat Hartwig als guter Sohn seiner 'JJiuitcr geschiat, den größten Teil des Geldes hat er mit Dirnen verjuöett. Tie Stra,ia.nmer verurteilte ihn zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust. Vermischtes. * Rechtsanwalt Horn i*. Plan schreibt uns aus Berlin: Die Erinnerung an den Mordprozeß gegen die Dragoner 'Marten und Hickel wegen Ermordung des Rittmeisters von Krosigk in Gumbinnen, wird durch die Nachricht erweckt, daß der Verteidiger der beiden Angeklagten, dec Rechtsanwalt Horn aus Gum binnen, im Krankenhaus zu Groß-Lichterfelde verstorben ist. Horn war es, dec in dec 'Angelegenheit von vorn herein seine ganze Persönlichkeit und daneben sein ganzes Vermögen ein setzte, um Licht in Die mysteriöse Affäre zu bringen. Es ist ihm dies aber ebensowenig gelungen, wie den Bemühungen der Staatsanwaltschaft. Dagegen hat er den Erfolg für sich, daß die in erster Instanz verurteilten Dragoner in der zweiten freie gesprochen wurden. Inzwischen aber war Horn in seinen Verhältnissen derart zurückgekommen, daß er als einzige Rettung den Weg ansah, daß durch die Prozeßverhandtung aus ferne Person gerichtete Interesse dadurch auSzunutzen, indem er nach Berlin übersiedelte. Hier fand er jedoch kernes- ivegs die erhofften materiellen Erfolge, zumal er schon kränklich nach der Reichshauptsladt kam und nirgends festen Fuß zu fasscn vermochte. Tas Interesse an der Kcosigkaffäce flaute bald ab und so kam auch die Person Horns nicht mehr m Frage. Noch einmal wurde fein Name m dec Presse genannt, als er m einem aufsehenerregenden Berliner Mord- prozeß als Verteidiger fungierte. Dann hörte man nichts mehr von ihm und erst bei Gelegenheit seines Todes wird bekannt, daß Horn völlig verarmt und vergessen in Einsamkeit gestorben ist. "Eine Kirche a u s g e p l ü ir d e r t. In Usch in der Provinz Posen wurden in der vor ver gangenen Rackst durch einen Gmbruchsdiebstaht folgende Gegenstände gestohlen: Tas A l t e r l) e 111 g ft e nut sämtlichen Hostien, Die Monstranz, fünf goldene Kelchs, 'ünt silberne Kelche, em großes massives Kreuz rind em silbernes Kreuz, das nut Reliquien und Edelsteinen geschmückt ivar; ferner waren sämtliche Opierkasten erbrochen und ca. 150 Alk. erbeutet worden. Ter Verdacht lenkt sich am Drei Personen, die m einem sehr schlechten Automobil sich Dort auihielten. In der jläije Der Kirche sind einzelne Gegenstände aufgefunden worden, von Denen jedoch Die wertvollen Teile entfernt waren. Stieme Tageschrontt. In Berlin ist eine KtebeslragoDie, der zwei Menschenleben zutn Op'er gefallen sinD, un Hotel „Berliner Hoi" entdeckt worDen. _i.ee aus oranzofijch-B uchho lz stammende Kaufmann Schulz, Der am Freitag abend nut einem lrhahrigeti Mädchen abgefnegtn war, ;agte Dietern eine Revolverkugel m den Kopf und erschau sich Dann selbst. In Berlin wurde auf dem Grundstück Pallisadenstraße 75 die Wiche des Restaurateurs Hermann Haugk aus FrreDrtchs- hagen getunoen. Ta Kopt und Hände Der Leiche Verletzungen auf- ivetjen, Durue em Verbrechen oorlregen. In o । e n gab Der oergeam Matzke auf seine 20jährige Braut Drei Revolverjamtie ab, verletzte |ie fchtver und eifchou sich daran' lelbft. Tie Bram hatte Das Berlobms löten tvollen In Leipzig wurDe Die Arbetterehetrau Pomtkau mit durch- schniitenem Haste toDlich verletzt amgeiunDen. Ter Tater i|t Der 19 Jahre alle Schwager Der Verletzten, Emil Max Pomtkau. Ge- ratiDt wurden außer einer filbernen Tamenuhr nut goldener Kette zehn Aiark. Ter Täter ist noch nicht verhauet. Eine arme Reiche i|i in Hohenihurm (Provinz Sachsen) gestoroen. Im Koptkifjen dieier Frau, Die teljr ärmlich lebte und jungst ohne Rachkommen starb, tano man 179 000 Mark. Ter 'menet Pto'eftor peilbogen, desten Name infolge des Zwlschen'alles wahrend Der Meße Des Papstes in Der Sixtinischen Kapelle zu Rom Dieter Tage genannt wm.Dc, lägt sich nut feiner oanulie m Den nächsten Tagen tauten. Ein Vertvandier Feil- bogens, gleichialls JaDe von lyeburt, ist nach dem „Verl. Tagevl." feit Jahren taihotitcher Gestilicher m der Nahe Wiens. Vel eurem iotanDe m den Obuchowjchen Staatsstahlwerken und Kanonemabrit bet Petersburg sind zehn achtzollige Kanone n im Werte von 400 000 Rubeln verbrannt. In Warschau erschoß wegen Familienstreitigkeilen der Truckereiarbetter Roman Alicharsti seinen Vater, seine Stiefmutter ferne Schivesler, verwundete seinen 11jährigen Bruder tätlich und verübte alsdann Selbstmord. Die in Mazedonien wirkende bulgarische Lehrerin Fräulein Nimmova wurde auf Der Durchreise durch Serbien vergewaltigt und ist infolgedesseii irrsinnig geworden. Bis zur bulgarischen Grenze wurde sie von einem serbischeti O'fizier begleitet und dann in Zartbrod gelasfen. Die bulgarische Regierung übermittelte der serbischen Reglertmg eine scharf gehaltene Rote. Ter Fall Dihne Gegenstand ernster diplomatischer Verwicklimgen werden. ‘ Bei der kanad. Ortschaft Rotre-Tame-de-la-Salette sand ein Bergsturz statt, durch den die Ortschaft verschüttet wurde. 25 Personen sollen umgeko m m e n fern. Bei einem E i s e n b a h n z u f a rn m e n st o ß in der Nahe von Maltrala im mittelamerifan. Staate Vera Eruz sind 28 Al e n f ch e u u m g e f o m m c n. Geueralversammluttg des Mttteldeutfcheu Viehhändler. Vereins^ F. C. Frankfurt a. M. ^tf ber am 29. ALärz d. I. hier abgehaltenen Generalversammlung des Vereins nahm ec Stellung zu der Forderung der Frankfurter Mehgec ein Prozent aus die Kaustuurme von Schiualvieh in Avzug zu bringen. Man setzte damals, da man sich nicht einigen wnnte, eine elsi gliederrge Kvmmistion ein, die mit den hiesigen Aletzgern utuer= handeln sollte. In der heutigen austerocOeniiichen i^eueraroer- lammrung biidete „'zujug ' den Hauplpunct der Tagcsorviiung. Der Dorsttzende 9UwIi Guten ft ein- Frantjurt a. M. eröisneu um 4 Uhr die Veriammlung, die von Vand.ern aus Fcatu,un a. M. und Umgegend, den Kresten Wiesvaoen, Hoa>,t, Uimgen, Obertaunus, Hailau, Gelnhaufen, Schruchtern, aus lvcittel- und Unter^anken, dem nördlichen Württemberg und Laven, sowie aus den Hessischen Provinzen, Star^envurg, Oberhessen und Rheinhessen gut besucht war. Er führte aus: Sell 1904, dem Grüudungsjahr der Refigen Viehniar.toank, be,vaude streit yuiiajcn den Frankfurter Metzgern uns Huttd.ern. Duixt> Einigkeit harten die letzteren manchen Stoß pariert, z. B. durchge,etzt den Bieh- ver-kauf ohne Währschaft, indem die Hunörer tiu) verlragsmatzig bei einer Kvnvenlrvnatstrafe von 500 Akt", verpflichtet hatten, nur noch ohne Garantie, aber auch ohne Abzug zu verkaufen. In der letzten Jeir feien die Metzger an bie Händler herangetreten und em Prozent der Verlauf,umme auf Schmal- vieh gefvrde-rt. Die Kvmmijfion, die am 29. März von der Gencraloeriammlung eingefetzt worden, have mit einer Wmmisswn der htefigen Metzger Lerhanolungen gep,wgen und fim aus einen Abzug von 3/i Prozent geeinigt (Unruheh, voroehalilich der Genehmigung der heurigen Versammlung. Um des lieoen Friedens Wrrlen bat der Vor.itzende Die Ver,ammiung, diese 34 Prozent, eventuell Vs Prozent, zu bewilligen. In der Diskus,ian sprach sich der Dorsitzenve Les Oberhejfstchen Liehhmwler-Veroandes, S. Flors he im-Alsfeld entschieden gegen jeglichen r-i bzug aus. Die Frankfurter Metzgec harren beit Händlern bereits ver- fchtLdene ^ibzüge geinacht, wie Trinkgeld usiv. Befonders zur Zeit, wo die Aletzger froh sein müßten, wenn die HäMer überhaupt Vieh herbestchafsen, fei ein Avzug avsolut nicht am Plave. Daß die hiefigen Acetzgcr, wenn bet Abzug nicht bewilligt würde, den Einkauf direkt vom Züchter in die Wege leiten wurden, fei nicht an dem, „Lassen Sie sich keinen Aozug gefallen", so sclM der Redner, „Nehmen ist belfer denn geben“. Gcünebaum-Over- urfel, dkathan S rem-Friedberg i. H. und Straus^Hergers- hausen fchwfsen sich dem Vorredner durck-aus an. Hierauf jajritt man zur Abstimmung vermittels Stimmzettel. Mit großer Majorität sprach fiel) die Versammlung gegen jegliä-eit Abzug aus. 'Rur 13 Stimmen, — tote cs schien die K'ommifsionsmitglieder — waren für einen Abzug von Vs Prozent. (Lebhafter Beifall.) dlach dem noch einige interne Angelegcnl)eiien bcfprvchen wurden, schloß der Vorsitzende gegen 6P> Uhr die Versammlung. * Hamburg, 25. April. Die Vertreter der d c u t s ch en Ex« p o r t o e r e i n e haben heute hier die Gründung eines^ alle diese Vereine umiafjenben Verbandes gegründet. Der Sitz rombe nach Hamburg bestimmt. Ten Vorsitz bilden gemeinsam biejeweiligen Vorsitzenden Der Berliner und Hamburger Exportvereine, L-Leteorotogesche -er Station Bietzen. Höchste Temperatur am 25. bis 26. April — + 10,9 0 C, AieDrigste , „ 25. „ 26. „ =4“ 4,4“C. April 1908 Barometer oui 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 1_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Wetter 26. 26. 27. 286 ^84 743,1 744,6 744,9 10,4 7,6 5,3 4,0 4,6 4,9 43 59 74 WSW SoW 8 6 4 2 Sonnenschein Bem. Himmel Teietomsiiäie tüursüeraci&te des Giessenei Anzeigers, nutgeteüt von der Bank iür Handel und Industrie, Giessen. Fran kl rar ter Bfior* 3/4% Reichsanleihe . . 91.201 3% do. . . 81.bO dyaol6 Konsols .... 91.25 ■i% do. .... 81.65 o%°l0 Hessen.....90 b5 O>i7o Oberüessen . . . 91.50 a>o Uesterr. Goldrente. 98 70 4*/6 ?o Uesterr. öilberrente ; 9 10 Ungar. G oldreute . . 93.2u 4% l tasten. Rente . . . —.— 3>o Portugiesen Serie I 60^0 3% Portugiesen „ 111-- lusti.btaatsanl. 19üo 94 95 4>a",0 japau. Staatsanleihe 86.95 A^o Louv. Türken von 1903 95.50 Türkenlose......149.00 1% Gneeh. Monopol-Anl. . 49.4u äussere Argentinier . b4.9ö u°/0 jhexiKauer . . . 66.40 Chinesen .... 95.30 Aktien: Bochum Guss.....221 00 Buderus K W.....112.35 Teudea ; fest. berliner Börse, 27 Uauada KB.. ... 153.50 uarmstadter Bank . . . —.— Deutscue Bank .... 232.30 Uurtuuuider-Liuon C. . . 62 4u Dresdner Banü . . . 138.7t Tendenz: ruhig. e, 27. April, L15 Uhr. , Elektnz. Lahmeyer . . ■ 12o-*? Elektnz. tichuckert . . . H» ®* Eschweder Bergwerk . . 210.00 Gelseukircheu Bergwerk . Hamburg-Amerik. PakelL 118.0« Barpeuer Bergwerk. • Lauraüütte ... • 211W .Xordd. Lloyd . - Ubeischltis. Eisen-Industrie 1OO.20 Berliner uandelsges. . - Darmstädter Bank . . . 1 Deutsche Bank .... Deutsch-Asiat. Bank . • 187.W Diskonto-Kommaudit. . ■ Dresdner Bank .... 189.0 Biedituktieu.....la°-0' Baltimore- uud Ohio- . .............. uoLtnardbalui..... L.omuard. Eisen bahn . • uesterr. titaatsuunu . . - l’*-®’: 1 rince-Benn-Eisenbahn • H°.olj AnriL Anfangskurse. 107 'r , imrpeuei BergwerK. . - , ..uuranutte ....., umuardeu E. B. • • • । .....149.0 arhenlose ...... Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, j Diarrhöe, •"Krankenkost Darmkatarrh, etc. in'® 9 3. F^uiilag W112 Ac ÄatiiM*! Llllltt DCIld Tie Arbe ^2‘cnitw; Inipeliioii 2 ui1 Jnccbotilnuiucv ,jr ijiiiiidli nu£ mnien - ükger j trnr« be»oiiei iniidjnit Derieü 11 mir, im Lu Zuschlags (üieBcn, u lilroBb Lerdiui W Für bie ravstag bei «[jtidjneie Uii &ge schristl. 2o5 I. Lie Grus rungei berget | 8UVII. 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Braubach. feit als Geselle, 5. die Zeugnisse über etwaigen Besuch Uuterrichtsanstalten, 6. ein polizeiliches Führungszeugnis. Bor der Anmeldung zur Prüfung Sekretariat der Handwerkskammer zu jä*rima liogiMtk Spezialmarke, garantiert franz. Berschnitl, ärztlich empsohlen, per Literslasche 2 Wtt., ist der preis roertenc und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks ; unter Originalverschlui; als die besten, welche der Akarkt bringt.! 74b) E. üort, Walltorstr. 45. | ßchtzliche Meister-PrüsiiWcll für Mnmker m Der Provti»; Ovtihefseii. Die diesjährigen Prüsungen zur Erlangung des Mcistec- ütels (§ 133 dec Gewerbeordnung) werden innerhalb der Monate April, Mai, Juni, Juli d. I. abgehalten. Die Gesuche um Zulassung zur Meisterprüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen ForuiularS (bet dem Unterzeichneten erhältlich) spätestens bis zum 30. Juni d. I. an die unterzeichnete Prüfungskommission zu richten. Bei- zufügen sind nach § 2 der Meisterprüfungs-Ordnung folgende Unterlagen: 1. ein kurzer eigenhändig geschriebener Lebenslauf, 2. eine Geburtsurkunde, 3. das Prüfungszeugnis über die Gesellenprüfung, der Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die fugnis zur Anleitung von Lehrlingen nach § der Gewerbe-Ordnung sich erworben hat, 4. der Nachweis über eine mindestens 3 jährige Tätig Im Sommer-Landschaftszeichnen und -malen nach der Natur. Felchner, Goethestrasse 67. Ein fertiger Stiefel, der unter eigener Kontrolle des Käufers nach Mass genau passend verkauft wird! Kautlich in den besseren Geschäften der Lebensmittelbranche. 7i Klavier- Stimmen Reparieren Polieren tu tadeUuser Ausführung durch ID7/» Willi. Rudolph Grüßt kies» Hoflieferant Planobandlg u Reparatur- werkstätte. Selters weg 91 EMmliitoi!! Im Stricken ioiuie Austrickcu von Slrümpien eutpsehle ich mich augelegeutlichst. 4,e Strickgarne (beste Qualitäten) habe lketS vorrätig. 59^* Preise billigst. 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' ' itN, 'in UILD^1, ' | ulk - 1 ' >| iud Ohie*, 4 ‘ i I HUharbellÄklick m Kl. So^iiißiin Gießen, Süd-2lnlage 7. Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten sowie Kunstarbcitcn, Brandmalerei, Tic,brand, «chnitzerei Lcdcrplaslit usw. . _AO Montag den 27. April 1908. Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. Das edelste und natürl. Haarpflegemittel. Vergütet den Ztrraiau lall. Vechendet t die Schuppenbi . ian^. Stärkt den Maae w uchs. Belebt die Nerven. Weltausstellungen Maiers Grand Prix, Zu haben in Parfümerie-, Drogerie- und Friseurgeschäften, sowie in Apotheken Vielfach nachgeahmc — niemals erreicht! Mess-Apparat Nomul-Foei Maiunterricht. Der Unterricht für Erwachsene und Kinder beginnt wieder Arbeitsvergebnng. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung eines Nebengebäudes mit Abortanlage und Waschküche auf dem neuen Friedhof nni Nodtberg sollen Mittwoch den 6. Mai d. I., vorm. 10 Ubr, ossentlich vergeben werden. 1. Sckremerarbetten 2. Schlosserarbeiten 3. Glaserarbeiteu 4. Weigbinderarbeiten Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Angebote aus Bordruck, der daselbst er- biilllich, sind bis zuin genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagssrist 3 Wochen. Giehen, 24. April 1908. Städtisches Hochbauamt. .WiHi Wege schriftl. Angebots vergeben werden. LoS I. Lieferung von Basaltfeinschlag und GruS zur Beschotterung alter Chaussierungen am Langsdocfer- und Münzen- bergecweg, veranschlagt zu Los VII. Desgleichen zur Beschotterung der neu zu chaujsierenden Wegstrecke des Httngencr- weges, veranschlagt zu Wllh. Herbert Inh.: Carl Herbert - 4 Ml'? Der beste nud schönste Uinberwagen de? Veit ist „Brcnnabor -Knrde wn^en von Gebr. Reichstein in Brandenburg a. Havel. Elegante Faeon — Geräuschloser Gang — Chice Zusammenstellung Billigster Preis — Garantie für grögte Haltbarkeit. 11 df-inriditnnn entsprechen den 'Anforderungen pull u. MllMUllg moderner Äinder - Hvaieuc. . 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Zeichnungen, Bedingungen und AiigcbolSmufter liegen im Bureau der unterzeichneten Fnipektion -ur Einiicht aus, und können auch von da — ledoch ohne Zeichnungen — gegen poft» und bestellgeldfreie Einsendung von 1,50 Mk. in bar, bezogen werden. Die Erönnung der nut entsprechender Aufschrift versehenen Angebote erfolgt am 9. Mai er., vormittags 11 Ubr, im Bureau der unterzeichneten Jnfpektion. Zuschlagssrist 4 BZochen. Giegen, im April TJ0& B”/< Grogherzogliche Eisenbahnbetriebs-Inspektion 2._________ ü - üif.Sclifeita'sßanilelstae rw . <, ra M (tiicRcn, Ecke Wolkengasse Birken -Haarwasser 0ß - u"°. SS bet BeftattnnaöqenoNenskbaft npi’ u j. .. • « » una Wicken. H. Haas Hl. Bleichftr. 8, Hinterhaus, Telefon 69« Dampiwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner TeL 487 Krofdorfer Btra*Ke 18 TeL 48? HÄUsholtuuKs- and Aussteuer- Wasche Amenkan. b ein-Wäscherei and Nenpl&tterei für OberheindetL Kragen, Manschetten und Vorhemden unter Garantie für absolute Schonung. 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W einige Mk eine A! rot, wobei etr Ruil'cn ül konnten das. Ionen geiö Vinistrrs des 46) Reitern. irant, 1 L6asserschlauch Versteigerung. Dienstag, den «8. d. Mts^ nachunrrags 2 Uhr, versteigere ich Dieuiiabt 55 dahier gegen Barzahlung: 1) 2 Drehbanre, 23 Handelswagen, 1 ^aufgewichtSwage, 1 Eis- Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 28. April 1908, nachmittags 4 ühr vom Portale des alten Friedhofes n irp bewährt sich nun- rA II ntehr Retter s ß Haarwasser (München) L flaatl. geprüft u.begutacht. B- h- um40Pf. u.Ptt.1.10 bei 12. tTrlrL», Sonnenstr.25. fhv-V, 2. C^oai-B€off$zeä'5 Montag, den 27. April 1908, abends 8 Uhf Allseitiges Erscheinen dringend erforderlich. Der Vorstand» Bohlen, 3% Dtzd. Knabeninefel, 2 ^QUiTäber, ea. 10 Ptir.Buxkin, 13 Mille Kuverts, Brief- und anderes Papier, 1 Orchestrton, 1 Spiegelschrank, Schreibtifche, Bunets, Sophas, stieiöer- schranke, Stühle, Bertikows u. a. Die Versteigerung zu 1 sindet bestimmt, zu 2 teilwene stau. Vorn, Gerichtsvollzieher Luise Schneider, geb. Weller. Professor Ur. Jakob Schneider. Ur. Karl Schneider. Antonie Schneider, geb. Kulp. Lieh, den 26. April 1908. DirFr.°c irSalipe, fcnxtltanbnis kim»ts & Mnnten * Sutbeneii. ?e> S-ke'nLo SiM * Verwandten, Freunden- und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung von dem nach kurzer K42/08 B16/4 Donnerstag, d. 30. Avril 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse des Heyno Bues,jetzi in Braunschweig, gehörenden Grundstücke der Gemarkung Gienen: 4/165,5—1031) qm Hofreite am kleinen Sleinweg, rechts, 4/165,1 — 5964 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gtehen, den 15. April 1908. Gr. Ortsgcricht Gietzen. Gros. Feier des hundertsten Geburtstags; von Johann Hinrich Wiehern. Samstag, den 2. Mai 1908, abends 8 Uhr in der neuen Aula der Universität: Vortrag* des Herrn Prof. D. Drews aus Halle. Hierzu, wie zu dem am 10. Mai stattfindenden Familien« Abend, laden ergebenst ein. B25/< Cvang. Gesamtkirchenvorstand. Oberhessischer Verein sür innere Mission. Ev. Arbeiterverein. Zweigverei» des Eu. Bundes. Versteigerung. Dienstag, den *,8. d. Mrv., nachmutags 3 Uhr, weroen im Piandlolal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung öetjtetgert: 2 Löagen, 1 Kajjenschrank, eine Nahmaschine, Sofas, Stonimobe, Schrante, Tische, Uhren, Spiegel u. a. m. 12580 Glesten, den 21. April 1908. Johann, Gr. Piandmetster. T odes-Anzeige. Heute morgen ist nach längerem Leiden meine innigge liebte Tochter, unsere treue Schwester und Schwägerin Fräulein Luise Schneider im 38. Lebensjahre sanft verschieden. Stores, Vitragen, Kanten, alle Artenl k Teppiche ■ Möbelstoffe 6 I £ büiigst I $ Möbel-Fabrik u. Äusstattungsgeschäft S 1 Hermann Dominicas A Kapiansgasse 18 Ä Bedienung reell ÄHadereycto Kersvztere!«. Die nächste Probe für das bevorstehende (Soaatoso alt Elsen In organischer BlidaagJ wird besondere tür Bleichsüchtige ärztlich empföhlen. 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