Nr. 49 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 27. Februar 1998 Der Eiehener Anzeiger «.i i^iwr erschemi täglich, außer A -^7 V V WGretzener Anzeiger RZW General-Anzeiger für Gberheffen Annahme von Anzeigen v i ® ■ • sür die Tagesnummer nofatioitsbnit! und Verlag der Srühsschen Univ.-Vuch- und SteindruSerei. R. Lange. Redartton, Expeditton und Druckerei: Schttlstrahe 7. dir oormütags 10 Uhr. Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Air. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf* auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und „Vermischtes" P. Witlko; für „Stadt u. Ücuiö" und „Genchts- saal": E. Hetz; sür den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt W Seiten. votschasterreoen. Als em sehr redelustiqer Herr hat sich bisher mehrfach unser Botschafter in Washington Freiherr Speck v. Lternbürg erwiesen, und es steht außer Frage, daß er in 9tordamerika, wo politischen Reden ein großes Gewicht beigemessen wird, damit durchaus Erfolge erzielt hat; man mag über Herrn Speck von Sternburg denken wie man will, das 'wird man zuaeben müssen, daß er durch seine intime Freundschaft zum Präsidenten Roosevelt für Deutschland sehr vieles erreicht hat. Die Deutschen m den Vereinigten Staaten bilden einen ausschlaggebenden Faktor und es ist daher sehr zu begrüßen, wenn unser Botschafter mit ihnen möglichst oft in Berührung kommt, obwohl es sich um nunmehrige amerikanische Staatsbürger handelt. Kaim doch ihr Votum einflußreich sein auf die Zusammensetzung des amerikanischen Kongresses und dadurch mitbestimmend auf die Gestaltung der Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika. Nachdem vor einigen Lagen unser Botschafter jenseits des Großen Ozeans das Wort ergriffen, hat am Diensstag unser Vertreter jenseits des Kanals Graf Wolff Metternich auf Einladung der Londoner Handelskammer Gelegenheit gekommen, sich über die deutsch-englischen Beziehungen zu äußern und auch sonst noch einige politische Erörterungen anzuknüpfen, die sicherlich nicht ohne vorherige Verständigung mit Berlin erfolgt sind. Man hält im aßgemeinen unseren Botschafter an der Themse nicht für einen erstklassigen Diplomaten und schiebt ihm die schuld für mancherlei Vorkommnisse in die Schuhe; wie weit dies zutrifft, kann der Außenstehende, der die seinen Fäden der Diplomatie nicht kennt, unmöglich beurteilen. Dagegen muß man sagen, daß seine neueste Rede durchaus geschickt und der Sache dienend ist, und insbesondere sein Hinweis, daß der beiderseitige Handel durchaus nicht trennend, sondern eher oerbinbent) wirke, hat durchaus seine Berechtigung. Sehr bemerkenswert war e§, daß der Botschafter neben der Erwähnung unserer Beziehungen auch die Situation auf dem Balkan streifte, bte ja jetzt im Vordergründe des Interesses steht. Es geschah dies wohl mit Rücksicht auf die gerade in der englischen Presse übliche Gepflogenheit, überall und so auch jetzt heimliche Machenschaften zu wittern und darum betonte Graf Wolff-Metternich mit voller Entschiedenheit, daß gerade die deutsche Regierung eine gemeinsame Aktion der Mächte zur Herbeiführung mltzbringender Reformen in Mazedonien anstrebe. Freilich vergaß er nicht hinzuzu- sügen, daß Deutschland nicht den geringsten Grund habe, ohne Sympathie auf den durchaus berechtigten Eisenbahnplan seines österreichischen Bundesgenossen zu blicken. Jedenfalls dürfte gerade dieser Teil der Metternich'schen Rede allgemeine Beachtung findet: und vielleicht nicht ohne Wirkung bleiben. Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 26. Februar. Tas Publikum auf den Tribünen kam heule auf seine Kosten. *5iev Stunden lang erfüllten den Reichstagssaal L ä r m s z e n e n, die den aufregendsten Tagen der Zollobstriikuon nicht das geringste aachgaben. Tie Worte der Redner erstickten in Jndianergeheul und Gelächter und Wtitgebrüll. Herr Stadthagen betrat als erster das Rednerpodium, aber ihn lraf diesmal wirklich teilte schuld. Rur 15 Minuten redete er; den Zuhörern, die sich in ’hy Schicksal schon geduldig gefügt hatten, erschienen sie hernach wie ebenso viele Sekunden. Er sprach über den Hochverrats- prozeß Liebknecht und harre für die Richter des Reichs- Berichts seine gewohnten Liebenswürdigkeiten. Aber man ließ sich daraus nicht weiter ein, sondern erledigte in kurzer Folge die restlichen Titel des Justizetats, und and) Herr Nieberdmg burUe sich ^dlich mit seinen Räten zurückziehen Die Tische des Bnndesrats vtieben verwaist, denn W a h l p r ü f u n g e n standen nunmehr aus der Tagesordnung. In wenigen Minuten wurden eine ganze ^eihe von Wahlen nach den Anträgen der Wahlprüfungskommission 'ur gültig erklärt und man atmete erleichtert auf, als der Leiter Vorwärtsbuchhandlung Fischer, sozialdemokratischer Spezialist "^»cthlpriisungen, außer Atem in den Saal und zum Präsidenten- chch stürmte, um zu erfahren, daß das Mandat des Freisinnigen n 8, des Bezwingers seines Parteigenossen Segitz in Erlangen -Fürth, soeben für gültig erklärt worden war. rlber Herrn Fischer iodft fein Mißgeschick nicht an, er ver- •>a me§' ie'ne Rede bei einer späteren Gelegenheit anzubringen. Diahlprüsungs-Kommission hatte die Wahl des Abg. Enders beanstandet und Beweiserhebung beantragt, und von keiner Seite wurde dagegen eine Gültigkeitserklärung verlangt. Tas bedeutet wnst stets debattelose Erledigung im Plenum. Aber diesmal sollte daneben eine grundsätzliche Frage zur Entscheidung gebrad)l werden, ne jur d i e P r a x i s der W a h l p r ü f u n g in der Tat von erheblicher Bedeutung ist. Bisher hatte die Wahl- ?^'uuigskommission und mit ihr der Reichstag in ihrer Mehrheit Ä r QU1 öen Standpunkt gestellt, bau die Beifügung des amt- Hajen Charakters bei Unterschriften von Bürgermeistern und anderen mulichen Personen die Kassierung der Wahlsimnnen im Bezirk zur solgc haben müsse. Die Rationalliberaleii und die Parteien dec "achten hatten diese Auffassung von jeher lebhaft bekämpft, und letzt hat auch die Wahlprüfungskommission mit Blockinehrhett ihren Uten Standpunkt verlassen, m der Hauptsache veranlaßt durch die euher erfolgte Sicherung des Geheimnisses der Wahl. Aber bei der heutigen Auseinandersetzung spielten die sadjlicheu Gründe für und vider nur eine nebensächliche Rolle. Der Abg. K o p s ch hatte der bailung der Soztatdeniolrateit in früheren Fällen Erwähnung getan, es gegolten halte, Maubcue eigener Parteigenossen zu nh ~Q§ brachte den Abgerd. Fischer in zornige Erregung i“," Erging sich in Angriffen auf die freisinnige ooir-gpactei, deren Wildheit alles in den Schatten stellte, was man von diesem temperamentvollen Vertreter des 2. Berliner Reichstagswahlkreises bisher schon erlebt hatte. Unter wüstem Applaus seiner Genossen und aus den Reihen der Konservativen durch vergnügte Zurufe ermuntert, suchte er den Freisinn wegen seiner Zugehörigkeit zum Block zu verhöhnen. Und als Dr. M u g d a n ihm eine gehörige Abfuhr erteilte, da mußten ihm die konfessionellen Verhältnisse seines Gegners zu neuen Beschimpfungen herhalten. Dr. Mugdan blieb ihm auch hierfür die Antwort nicht schuldig. Mit schneidender Schärfe ersuchte er die Herren Sozialdemokraten, im Punkte des Glaubenswechsels vor ihrer eigenen Türe zu kehren, und ihre Zentrumsabhängigkeit im Antiblock und ihre Wut über die Bedeutungslosigkeit, zu der sie herabgesunten, nicht gar zu offensichtlich, lsinter Angriffen auf den Liberalismus zu verstecken. Mehrere Stunden bauerten diese Szenen, an denen sich das Zentrum und die Rechte als vergnügte Zuschauer im Parkett recht aktiv beteiligten. Dann machte ein Schlußantrag der unwürdigen Verhandlung ein End^_____________________________ Deutsches Reich. Berlin, 26. Febr. 9lad) der „Tägl. Rundschau" wird der Kaiser bei seinem Aufenthalt in Korfu sowohl von dem König von Griechenland als auch von dem Kronprinzen und der Kronprinzessin besucht werden. Das österreichische Geschwader, das in Stärke von drei Panzern und zwei Torpedobooten diese Woche Pola zu einer Kreuzfahrt im Mittelmeer verläßt, wird voraussichtlich ebenfalls während der Anwesenheit des Kaisers Korfu anlaufen. Kiel, 26. Febr. Die Howalbtwerke haben heute 60 Prozent ihrer Arbeiter ausgesperrt. Es ist dies eine Gegenmaßregel gegen die von den organisierten Arbeitern erfolgte Arbeitsniederlegung in einzelnen Betrieben des Schiffsbaues. Dietz, 26. Febr. Für die heute abend zu Gunsten deS französischen Kriegerdenkmals in Noisse - oille itattfinbenbe Theatervorstellung war auch ein in französischer Sp ra che verfaßter Prolog „gloria victis“ vorgesehen. Das reichsländische Ministerium hat im Einschluß an eine Entscheidung des Metzer Bezirkspräsidenten die Deklamierung der Verse wegen der darin zu Tage tretenden Tendenz untersagt. Wie die in französischer Sprache erscheinenden Blätter melden, beabsichtigten heute nachmittag eine Anzahl lothringischer Abgeordneter des Lanbesausschusses, unmittelbar beim Ministerium vorstellig zu werben, uni noch in le zier Stunde eine Abänderung des ergangenen Beschlusses zu erreichen. Detmold, 26. Febr. Bei der Galatafel, zu der Vertreter des lippischen Landtages und Vertreter der Negierung Einladungen erhalten hatten, nahm Fürst Leopold zur Lippe Veranlassung, in längerer Rebe auf eine gewisse Mißstimmung im Lipper Lande hinzuweisen. In seinem Trinkspruch äußerte er u. a., es habe ihn schmerzlich berührt, baß sich anläßlich der Einweihung des Denk- uials für seinen Vater, den Grafregenten Ernst, Mißverständnisse entwickeln tonnten, bte ihm bie reine Erinnerung an jene weihevolle Stund trübten. Der. Fürst fuhr dann fort: „Ich lege Gewicht darauf, vor den Vertretern des lippischen Volkes festzustellen, baß niemals mit meineni Willen und Wissen eine Kränkung von Volksrechten stattgefunden hat ober jemals stattfinden wird". Zum Schluß sprach der Fürst die Hoffnung auf gedeihliche, gemeinschaftliche Arbeit von Negierung und Volksvertretung aus. ALL-Land. Haag, 26. Febr. .Der königliche Wagen, in dem sich vie Königin und der Prinzgemahl befanden, stieß heute mit einem in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen zusammen und ging vollständig in Trümmer. Tas königliche Ehepaar kam jedoch unversehrt davon. Tie Königin begab sich kurz darauf zur Königin-Mutter, um) diese von dem Unfall in Kenntnis zu setzen und sie zu beruhigen. Kopenhagen, 26. Febr. Das Landsthing nahm) m dritter Lesung den Gesetzentwurf bettesfend die Einführung des allgemeinen kommunalen Wahlrechtes mit 32 gegen 29 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen an. Paris, 26. Febr. Der „Temps" veröffentlicht em vom 39i. Januar datiertes Schreiben aus Marrakesch, worin u. a. erzählt wird, fanatische Anhänger Muley Hafids trügen in den Straßen auf Stangen gespießte Ziegenköpfe umher, welche Köpfe von Franzosen darstellen sollen und die von dem Pöbel mit Steinen beworfen Ivetten. Tie Behörden begünstigen diese Kundgebungen. — Tie Bürgerschaft von Marrakesch, ine unter dem Hinweis auf ‘teil heiligen Stieg »wt schweren Steuern bedrückt wird, beginne allerdings, Muley Hafids überdrüssig zu werden. Besonders die Schütz- linge fremder Staaten, namentlich Frankreichs, wijerden in jeder Hinsicht hart drangsaliert. Konstantinopel, 26. Febr Zwische n Italien und der Türkei ist e in e r n ster K'o n fl i kt a u s g e b ro che n. Ein italieniscljes Konsortium' unter Führung ter Bauca Com- nuercialc hatte vor einigen Däonaten in dem MDtyl en bedien von Heraklea von dem bisherigen Besitzer umsangreiclje Kvhlenfelder erworben. Tiefer Kohlenstrich, genannt Kube, scheint ein besonders reiches und gutes Material zu bergen. Das französische Syndikat, das alle ^Konzessionen von Heraklea unter einen Hut zu bringen trachtet, hatte bei ähillichen Ber Handlung en keinen Erfolg gehabt. Rachtem bte Italiener im Juni die Ausbeutung begonnen hatten, mußren einige Zeit darauf die iialieni* sch.-li Ingenieure aus Befehl ter dortigen Behörde Stube räumen und sinnliche Arbeiter die Arbeit nicterlegen. Die Behörden weigern sich ferner, alle für Stube bestimmten Materialien uni> Maschinen im Hafen von Heraklea landen zu lassen. Da die b^berigen itaiienisct-eii Reklamationen nicht zu dem erwünschien Ziele führten, so bürste eine sehr emuc diplomatische Aktion Italiens unmittelbar bevorsdehen. EiMumg. Wir Werten um Veröffentkichung nachstehender Erklärunggebeten : Rach dem Bericht in Nr. 47 des „Gieß. Anz." über die naticnalliberale Versammlung in Grüi'berg hat Herr Rechtsanwalt Kaufmann u. a. von „einem" lehten bei der „Vottswacht in Friedberg gedruckten Flugblatt" gesprochen, das bie Lavidsche Depesche „Stimmenfreigabe, aber nicht für Köhler" in Stirn inen* freigabe für Köhler gegen Hcyligenstaedt „verbessert" habe, und die Deutsch-Sozialen im allgemeinen, die Unterzeichneten aber in besonderen dafür verantwortlich gemacht. Wir bemerken dazu: 1. Alle unsere Flugblätter, 7 an der Zahl, sind in Gießen bei A. Klein gedruckt und mit „Der Wahlausschuß für die Kandidatur Köhler-Langsdorf" unterzeichnet worden, ^lußer diesen 7 Flugblättern erschienen noch zwei des Buntes der Landwirte, die in Friedberg gedruckt und von dort aus verschickt wurden. Beide Flugblätter erschienen ohne unser Vvrwissen und ohne unsere Mitarbeit. 2. Insbesondere gilt dies von dem letzten bei „der Volksmacht in Friedberg gedruckten Flugblatt". Dieses ist überschrieben: Die Liberalen — Feinde! des direkten, geheimen und gleichen Wahlrechts zum Land- t a g! und behandelt die abweisende Stellung einiger Nationalliberalen im hessischen Landtag gegenüber den moternen Wahlrechtsforderungen. Das allein ist wesentlich in diesem Flugblatt, wird aber von den National- liberalen sorgfältig verschwiegen. Nur aus diesem Grunde (Wahlrechtsfrage) wurde es vor der Stichwahl von einigen unserer Mitglieder verbreitet. Am Schlüsse dieses Flugblattes findet sich in kleiner Schrift noch folgender Satz: Die Sozialdemokraten haben in hiesigem Wahlkreis wohl Sttmmenenthaltung beschlossen, doch für Jeden, der danach wählen will, die Wahl von Kohler gegen Hey- ligenstaedt freigegeben. Dieser Satz steht in gar feinem Zusammenhang mit dem Vorausgehenden und entspricht in nichts unserer Stellungnahme zur Sozialdemokratie. Bon uns ist in keinem Flugblatte und von unseren Rednern ist auch in keiner Versammlung vor der Stichwahl um die Stimmen der sozialdemokratischen Wähler geworben, sondern in einigen Versammlungen sind die Sozialdemokraten lediglich zur Sttmmenthaltung, laut sozialdemokratischer Wahlparole, aufgefortert worden. Gießen, den 26. Februar 1908. Dr. F. Werner. G. Kling. Ares Stafct unfr Land. Gießen, 27. Febr. 1908. Das Alte stürzt. Wieder wird demnächst ein Stück Alt-Gießen verschwindendem man im Interesse der Weiterentwicklung unserer Stadt keine Träne nachweinen wird. Der Staat, ter Eigentümer ter zwischen dem Seltersweg, der Süd-Anlage, der Goetheftraße und der Rentner Schmidtschen Besitzung liegenden ehemaligen Kaserne, dem jetzigen Bezirlskommando, ist, verhairdelt mit den Anliegern wegen Abttetung von Getände aus dieser Besitzung. Man hört, daß einer der Interessenten die ganze Liegenschaft kaufen wollte, daß der Fiskus aber sich darauf nicht eingelassen und sämtliche Jnteressenterr aufgefordert hat, ihre Wünsche bett. Erwerbung von Tellen des Geländes M äußern, ein Verfahren, das man nur als gerecht und billig bezeichnen kann. Als Ari- fang der 2Oer Jahre des vorigen Jahrhunderts infolge Streitig» feiten mit der Studentenschaft das Militär von Gießen nach Worms übersiedelte, erhielt unsere Stadt ein alle Monate wechselndes Wachtkommando von 60 bis 70 Mann, das unter dem Kommando des Majors Beppler und später unter dem des Majors von Muralt standen. Beide Offiziere waren in dem damals noch sehr kleinen Gießen sehr populär, und bekleideten gewissermaßen den Stadtkommandantenpoften. Ende der 60 er Jahre rückte die 4. Kompagnie der hessischen Jäger unter Major von Anschütz in Gießen ein und nahm Quartier im jetzigen Bezierlskommando- Gebäude, zu dem damals noch ein zweiter Bau gehörte, tert später Metzgermeister Meister erwarb und niederlegen ließ. Die Jäger lagen ca. zwei Jahre bei uns in Garnison, bis 1869 die jetzigen 116 er, damals nur zwei Bataillone stark, nach Gießen kamen und das jetzige Bezirkslommando als Lazarett benutzteii, bis Ende der 80 er Jahre durch das neue. Lazarettgebäude der Bau wieder frei wurde. Bei Bildung des 3. Bataillons ter 116 er wurde die 11. Kompagnie in dem Gebäude so lange untergebracht, bis die neue Kaserne an der Grünberger Straße sertiggestellt war. Darauf zag das Bezirkskommando in das Haus. Durch den Verkauf des Grundstücks wird es ermöglich i, daß die alten Baracken an der Goethestraße, die der Gegend nicht zur Zierte gereichen, niedergelegt und mit Einbeziehung von dahinter liegendem Gelände des heutigen Bezirkskommandos wertvolle Bauplätze g - schaffen werden. Wenn es sich bei dem Bezirks!ommando-Gruiiof>ück auch nur um Hintergebäude handelt, wird doch wohl jeder der Anlieger die Gelegenheit benutzen, einen ihm günstig liegenden Teil zu erwerben, um sein Besitztum zu vergrößern. Das wird umsomehr der Fall sein, als der Staat für das Gelände einen nicht allzu hohen Preis verlangt und den Wünschen der Anlieger, entgegen zu kommen sucht. Die Stadt, die an dem Grundstück kein Interesse hat, soll seinen Erwerb abgelehnt haben. ** Tag eskalender für Donnerstag, 27. Febr.: Kaus- männischer Verein und Ortsgewerbeverein: 7. Vor- tragsabeTid im Nerven Saalbau, Rezitationen und Gesangsvorttäge. Anfang 8V2 Uhr. Obcrh. Gesellschaft für Natur - und Heilkunde: 3. Bvrtrag über Radioaktivität, von Privatdozent Dr. Schmidt.' Hörsaal dcs Physik. Juscituts. Anfmig 8-V» Uhr. Verein der nativnalliberalen Jugend: 3.Tis- kussionsabend über Zucker st euer und Zuckerkonvcntion. Kviserhos &1/3 Uhr. Bezirksverein O st: Tas hessische Wertzuwachssteuergesetz. Restauration Kronprinz, Versammlung 9 Uhr. Alpenverein, Sekt. Gießen: Lichtbildcr^Vortrag von Zahnarzt Jäger: Reise von Marseille über die T-aiearen und Tanger nach den Canarischen Inseln. Cas6 Dietropol, a. 8% Uhr. ** Ordensangelegenheiten. S. K. H. derGroß- Herzog haben dem früheren Mitgliede der Großh. Kreis- schullommission Darmstadt, Geheimen Hofrat Prof. Dr. Thiel tö Dr. G. F. hatte! LS« kennen gelernt Leb.: Ersch formen stimmten tütdien b minder bemittelten Mittelstand, .as sich ans Beamten, Kaus- (eincn, Lchrern, Studenten zusauuneuietzt, und das '2lrb«.u-i tmbüüun. Ich habe im Wiener Burgtheater während metnei Alernes FenrUston. — Aus Frankfurt a. M. ivtvb uns u. d. 26. d. Mts. geschrieben: Auf Einladung der freien tillerarischen Ge- f e l l s ch a f t sprach gestern im Saale der Börse Georg Brandes, der berühmte dänische Lnleralurkriliker. Weniger wohl das Thema des Vortrages, in dein der Rediier über das V e r h ä t l n i s Rousseaus zu Voltaire sprach, als der Vortragende selbst hatten eine sehr zahlreiche Hörerschaft angezogen, denn, loeim auch der Einfluß, den B. auf die deulfche Geiftesenttvicklung au§geübi hat, heute nicht mehr so lebendig ist lute vor 10 Jahren, so hat er doch seine bleibende Bedeutung, vor allein, als Vermittler Jbseits, imb diese Tat sichert ihnr auch die Tanlbarkett Tentjchlands. Ne- volutionär ivie Georg Brandes in seinen jungen Jahren gewirkt hat, als er aus seiner Heimae auswandern mußte, wirkt er heute gar nichr mehr. Er Hal etwas Akademisches und stellt einen Typ dar, der fetzt erst rvieder bei uns heimisch zu werden beginnt: er verbindet Gelehrsamkeit und künstlerischen Geschmack. Seme Rede ist in der Form vollendet, trotzdem (denn in Deutschland waren das lange zwei Gegensätze) sie vollbeladen nut Wissen ist. Er verstand es, trotzdem er inehr als eine Stunde sprach und der Stoff immerhin etwas spröde, war, die Aufmerksamkeit jemer Hörer bis zum letten Worte 51t fesseln, der Beifall war spontan. Schade, daß er nicht em anderes Themaetwa jein Verhältnis zu Ibsen, gewählt Direktionszeit durch eine Reihe von Jahren an den Nachmittagen der Sonntage Vorstellungen klassischer Werke veranstaltet, und die Wahrnehmungen, die ich da gemacht habe, haben mich wünschen lassen, ich konnte vor diesem Publikum alle Premieren des Theaters spielen. . . . Das Publikum aus Arbeiterkreisen habe ich aber auch kennen und schätzen gelernt, wenn ich, wie ich es oft und immer mit großer Befriedigung getan habe, in Vereinen der sozialdemokratischen Organisation Vorlesungen gehalten habe. Ich habe da nicht nur Stücke, sondern auch andere literarische Erzeugnisse, Gedichte und Novellen vorgelesen, und ich mutz sagen, daß ich nie ein Publikum gefunden habe, das solche Empfänglichkeit und so richtigen Geschmack gezeigt hat. Als ein Experiment nur hatte ich es versucht, in solchen Kreisen Novellen Gottfried Kellers vorzulesen, als ein Experiment nur, da doch für diese herrlichen Schöpfungen selbst so vielen unserer Gebildeten das richtige Verständnis fehlt. Und nur mit einem gewissen Zagen habe ich diese Versuche mit einer Vorlesung der „gerechten Kammacher" eingeleitet, gleichsam mit einer Belastungsprobe beginnend. Die drei Kammachergesellen stehen in einer sozialen Schicht, denen ein Tess meiner Zuhörer nahestand oder selbst angehörte. Und der Dichter hat sie wabrlick nicht idealisiert, sondern mit scharfer Satire all die Schwächen und Fehler, gezeigt, die durch ihre praktische Lebenstätigkett und ihre gesellschaftliche Stellung aus der menschlichen Natur herausgearbeitet worden sind. Wenn man den Angehörigen anderer, höherer Berufszweige die Schwächen ihres Standes vorführt, dann pflegen sie beleidigt zu werden und hören bald auf, auch die komischen Tinge komisch zu finden. Hier aber war kein Zeichen einer Mißstimmung zu merken, und jede komische Wendung löste frohe Heiterkeit aus. Tas waren Leute, die nicht etwa vorher wußten, was in der Erzählung weiter kommen werde, und daß zum Schlüsse die Bürger, die behäbig in den Fenstern Himmeln, um den Wettlauf vergnügt zu betrachten, der unter den armen Teufeln veranstaltet worden ist, eine viel traurigere Ziolle zu spielen berufen seien, als die drei Gesellen im Verlauf der Erzählung geivielt hatten. Als aber die Erzählung bis zu dem Punkt gediehen war, wo der Dichter dies zeigte, da verstanden sie ihn auch sofort, und in lautem Jubel, machte sich die freudige Erkennmis Luft, daß er nicht . w Spp prf i M Lii*1" Ä»- *„ ■>'“Ä > If1 < W ö£ Diesen roo d dem Spotte preisgegeben, sondern nur mschlichen Natur in ihren verschiedenen irgeführt hatte." nehmen und über das Ganze Aussicht fuhren solle, besonders zur Zeil, wo die Krankenschwester nicht anwesend sein könne. Es wurden , . . alsbald von Anwesenden 3 Bettstellen mit Einlagen gestiftet. ' So--1 ist heute bei der Hallenmühle hier gelandet worden. dann schenkte Herr W. Eloos ein schönes großes Bild: „Wieder-1 ein Verbrechen oder Selbstmord ausgeschlossen erscheint, kann — „2 er Schön he > isfucher", ein neuer Roman von Richard Voß, eröffnet das Januarheft von Velhagen &Klassings hanSel 1 Hes J® Eeschäj feftltanb 0 Tatlehen Mt Die « Ml. ■ N dar. di, mit nn rmd 8Wl ^iMciefcn g 10606 400 Mm soll •Öde von i -W 1t Ä. Tie D - Ausga! a! tonnte m -chm, als! 190 ’WJien Msi s Mutier J du r N des < .Maij bi ^Eeldbes K du A Tie de f Wen ?Nitiiei dw Swi ^61 W s -rch rat b» P. Schlitz, 26. Febr. Die Leiche des am 26. Nov. v. verschwundenen Kaspar Steinacker aus dein benachbarten One Bernshausen, über dessen Verschwinden seinerzeit berichtet wurde, ... - -- — - • .... ' . S)a — Die Grundsätze für die Anlage der Limeskastelle veröffentlicht Geh. Rat von Dornaszewski in Heidelberg, die es dem türnesforfcher ermöglichen, mit malhemaiijcher 'Licherheit den ursprünglichen Lageplan der Kastelle zu ermitteln. Durch eine Beobachtung Heinrich Jacobys, der auf einem im Kastell Zngmantel gefundenen Lagerstem die Mannschaftsstärke eines Truppenteiles erkannte, gelang es unter Heranziehung der im Bruchstück erhaltenen Lagerbejchreibung des Hygm und der vom Verfasser bei Ausgrabungen römischer Kastelle m Asien gemachten Erfahrungen die an ganz bestimmte Regeln gebimdenen Grundsätze für die Errichiuug der Kastelle zii ermitteln. Erst jetzt ist es möglich, die Jnnenanlage der Liinestastelle mit allen Einzelheiten und ihr historisches Werden zu begreifen. — Arbeiter Publikum. In einem Buche von Max Burckhard über das Theater finden wir folgende SiAie üb6—7 M., Buchenprügel auf 5—6 M. zu stt:Heu kommt. Erfahrungsgemäß bringen die späteren Holzversteigerungen billigere Preise. Solche Hvlzv ersteigerungen sic heu aber nodji zahlreich aus. -j- Unter-Seibertenrod, 26. Febr. Taß es bei der allgemeinen Verteuerung der Iagdpachten auch noch recht billige gibt, lehrt die Verpachtung unserer Gemeindejagd. Obgleich das Jagdgebiet 478 Hektar Feld unb 105 Hektar Wald umfaßt, eine vorzügliche Hasen- und Hühnerjagb ergibt, ein an Natur- schöüheckeu reiches Gebiet darstellt und nur 9 § ilometer von dem Bahnhof Mücke entfernt ist, erzielte die Verpachtung nur ben Betrag von 210 M. gegen 180 M. vorheriger Pacht. Ta dieser Preis um 20 M. unter der Taxation von 230 DL. zurückblieb, so wurde bie Verpachtung nicht genehmigt und die Jagd wird upchmals verpachtet. -V Vom Vogelsberg, 26. Febr. Ter Winter ift nochmals zurückgekehrt und hat wiederum eine gleichntäßigc Schneedecke über die Erde gebreitet. Die Wagen kommen mit schneebedeckten Rädern aus dem Gebirg, ein Beweis, wie tief^bei Schnee ist. Tie schon hochstehende Sonne rückt indessen am Soge dem Schnee gehörig zu Leibe, so daß er unseren Vögeln feine Notlage mehr bereitet. tigte folgendes Ergebnis: Frl. S i m s 0 n - Hannover errang mit Halbnelson mit Unter griff von hinten einen Sieg über tfrl. Berg-Berlin in 16.10 Min. Jrn Kaüipfe Frl. Richte r-iLchleicen gegen Frl. Muranky-Ungam blieb entere (Siegerin in 7.0- Mui. : burch Untergriff von vom. Frl. Hanlon-Elsatz gegen Frl. Philippi-Aachcn. Frl. Philippi greift ihre Gegnerin gleich mächtig und siegt schließlich in 38 Min. durch Schulterbrehfchwung am Boden. Wir weisen nochmals darauf hin, baß bie Konkurrenz Freitag ihr Enbe erreicht. , , ... ... ** Lesehalleverein. Auf btc morgen abeub 8 /4 Uhr im Hotel Schütz staltfindeiide M i l g l i e d er- Versa in ui l u n g des Lefehalleoereins sei auch an dieser Stelle besoiiders hlngewlefeii. Dre bald in ihr zehntes Lebensjahr eintretende gememnutzige Anstalt bedarf des tätigen Anteils ihrer Mitglieder inehr wie je, zumal die Lokalfrage und damit die Frage des inneren Ausbaus der Lesehalle zur Entschetduiig drängt. Atöge die Veilammlniig eine ftuchtbaie Aussprache zeitige»,. „ „ „ ** Im Bienenzüchterverein für Gießen und Um- gegeiid hielt am letzten Sonntag T-r. Ho f f m a nn von der L-b|t- bauschule in Friedberg einem Vortrag über: mmen- weide und i h re Förbe r u ng durch den I mker/ ^.av zahlreiche Erscheinen der Mitglieder verriet schon, welches >zn- terejfe man für diese bieneiuoirtschaftliche ?trage hat. — Dre Trachtverhältnisse haben sich im Lause der Jahve durchaus verändert. Die Gewächse, die durch ihre starke natürliche Vermehrung früher im Walde große Räume bedeckten (wie Saalweide, Linde, Erle, wilde Kirschen unb Aepfel, Heide, Ginster usw.), oder als Unkräuter in Menge zwischen dem Getreide 1 tauben, (z. B. Hederich) und an Feldwegen räucherten, werden durch die moderne r^orst- kultur und Landwirtschaft mit Feldbereinigung mit je Dein ^uhre mcpr verdrängt. Tamtt ist aber die Tracht der Bienen in hoheiu Maße beschränkt worden. Wir können nicht erwarten, datz, in Rücksicht aus Bienenzucht sich diese Verhältnisse zu un;em Guistten ändern, und es entsteht damit b ie Frage, ob man nicht für die -o^eneu- zuckst in dieser veränderten Lage doch etwas nm könnte, Kulturpflanzen allein reichen für eine Bieuenweide nicht aus, es wären deshalb die Landwirte, Orts- und Stadtverwaltungen, Kreis-, Forst- und Eifeubahnbelwrden für die Bienenzucht zu ui- teressieren und von den Juckern Ratfchläge zu erteilem nut welchen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen, Wege- und Waldränder, Gärten, Obstbaumanlagcn, Triften, Steinbrüche, Hohlwege, Sümpfe, Lachufer, Bahndämme, Böschungen, Anlagen, Vorgärten usiv.,, zunv ^Nutzen der Bienenzucht bepflanzt werden könnten, ohiie daß das Auge des Naturfteuiides daruitter leidet. Wieviel kahle Mauern würden mit der Fetthenne bepflanzt und durch wilden Wein, die Schneebeere oder Gloxinie veideckt einen schöneren Anblick gewähren, und wie manche Felspartie könnte mit Arabis bepflanzt, das Auge entzücken! Wie schön ist ein Hausgärtchen mJ.t Beevcnsträuchern und einem Beete dufteiider Levkojen, Nelken, jiefeba usw.! Wie prangt ber Bahndamur im Schmuck ber Akazien mit einer Zwisck-ensaat von Lokara, blauem Salbei, Nattcrkopf und ber Waldrand nult seiner Ginster, Heide, allen Mtzcheitt- trägem unb Becrensträuch^m! Wie verlockenb erscheint ber oumüf, wenn ihn Froschlöffel, Schwerllinien, Orchideen unb Vergißmeinnicht zieren! Wie süß duftet bie Linde in den Anlagen! Wer auch lüie manchem Vöglein wäre hier der Tisch gedeckt und Gelegenheit geboten, sein Rest zu bauen und ungestört seine Jungen großzuziehen! Für den Landwirt möge hier nur gesagt sein, daß alle Bicuennährpstanzen auch gute Futterkrüuter sind (z. B. die Kleearten, Schnvetverlingsolütler, Phazelia). Eine wettere Aufgabe für den Imker wäre bann bas Studium der Pflanzenwelt und des Blütenkalenders. Tas letztere zur Herrichtting einer ununterbrochenen Weide. Hier müfsen sich, um dies zu erfüllen, Theoretiker und Praktiker die Hand reichen, und schließlich müfien itod) Belehrungen durch Wort und Sd)rift das ihre tun, unu unfern lieben Jmineu fclen Tisch zu decsi ii und dem Imker das Leben zu versüßen. — Reicher Beifall belohnte den Vortragenden, der es verstand, seine Zuhörer auf IV2 Stunde an fein Wort zu fesseln. Zur Veranschaulick-ung des Gesagten dienten Btütenmodelle und Wandtafeln. Mau trennte sich mit dem Wunsche, Herrn Tr. Hoffmann bald wieder zu hören. i Klein-Linden, 25. Febr. Ter hiesige Radiahrerverem hielt am Sonntag un neu eröffneten Saal jum „Bernhardshäufer Hof" ein Winterfest mit Kappensitzung ab. Der Saal war dicht besetzt. — Nächsten Sonntag hatt der L a h n t a l r a b l e r b u ii d, dem auch der hiesige Verein augeljört, in der „Deutschen Eiche" seine Jahresversanmilung ab. Auf der Tagesordnung stehl: Jahresbericht für 1907, Kaffenbericht, Festsetzung des 4. Bimdessesies, das wahrscheinlich im Sommer hier abgehalte»» wird, Vorstandsivahl uni) verschiedeucs. Der Lahntalradlerbund besteht jetzt 4 Jahre und hat jemeii Hauptsitz in Lollar. s. Inheiden, 26. Febr. Durch Q el verbrauute sich hier ein Mann stark, ber in bas Gesäß, wetchcs überkochte, so daß bas Oel Feuer gefangen hatte, Wasser sck-üttete. Am Kopse stark verbrannt, befinbet sich ber Verletzte in ärztlicher Behandlung. X Nidda, 26. Febr. Gestern abend hielt ber Verein Krankenpflege" seine Generalversammlung ab. Nach der Begrüßung gab der 1. Vorsitzende, Gerbeimeister Starke, eine Jahresubersicht, wonach die Schwester zur allgemeinen Zufriedenheit ihre Pflicht erfüllt, die Finanzen sich günstig gestattet und beionders ein wichtiger Schritt geschehen burd) Einrichtung eines provisorischen Krankenhauses m der ehemaligen Kleinkmderschule. Tie nächste Ausgabe je» die Ausstattung der Krankenzimmer und die Gewinnung einer ruhigen Jamille, die im oberen Stock Wohnung Monatshefteii. In demselben Heft kommt außerdem Otta von Leilgeb mit einer Novelle „Revanche" und Richard Hilldschiner mit einer größeren Erzählung „Das adlige Schützenfest" zu Word Eine papillär - wissenschaftliche Studie veröffentlicht ber Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Galdscheider über den Kopsschmerz. Otto van Gattderg legt seine Erfahrungen auf feiner großen Amerikareise nieder m einem Artikel „Nardamerikaner und Orientalen". Einen nut zahlreichen Abbildungen versehenen Aufsatz über Joshua Reynolds steuert Dr. Max Osbarn zu diesem and) in künstlerischer Hinsicht hervorragenden Heft bei. Wirkungsvolle Abbildungen nach Orginalen in Faksimiledruck enthalt der Auifatz über „Orientalische Teppiche . Der Wiener Max Kalbick bespricht in dem Hßst die letzten Hofburg« Premieren, Prafesfar Ludwig Pietsch „Berlin W. vor 50 Jahren", Dr. Earl Busse neue belletrtstische Literatur. Dr. Fritz Arnheim ist mit einer historischen Studie über den Abenteurer Skruensee vertreten. Weite Kreise wird das Schüusptel von Georg H i r s ch s e l d „Gewißheit" interessieren, das in diesem Heil zum Abdruck gelangt Mit Knnstbeilagen und Emschaltbildern sind erste Moderne Meister in dem Heft vertreten die Prasefforen Franz Skarbina, Peter Paul Aiüller, Arthur Kampf und andere. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Der amerlkamsche Botschailer Eharlcmagne Tower Hal von Carnegie ein Schreiben erhallen, in dem dieser ihm mitteilt, daß er d»e zweite halbe Millian zur Ergänzung der für die Robert Koch-Stiftung erforderlichen Allllian beitragen walle und die Verwendung dem Ermessen der Direktoren anheim stelle. — Felix Berber, der erste Lehrer für Violinspiel am Dr. Hochschen Konservatarulm tu Frankfurt a. M., gedenkt nach einer Ateldnng des dortigen „Generat-Llnzeigers" Frankfurt wieder zu uerlaffen. — Denr Tierbltdhauer August Gaul wurde der Titel Prosesfor verliehen. G. ist 1669 zu G r 0 ß - A u e n h e i m bei Hanau geboren. Er war Schüler der Hanauer Zerchenakademic und der Berliner Kunstgewerbeschule. Dann wurde er Schüler van Reinhold Begas. Er ist Mitglied der Berliner Sezessian und der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin. — Jin Lessing-Theater zu Berlin wurde unlängst Ma; Dreyers Schwank „Das Tal des Lebens in neuen, Don der Zensur unbeanstandeten Faffung gegeben. Entzückend in ihrer Ennnyierthett und heileren Abenteuerlust war Frau Tr i e s ch Alan lachte Diel und rief nach Dreyer, der sich aber nicht zeigte. - Jrn Hostheater zu Kassel erzielte die Uraufführung des Zedor v. Z o b e 11 tz j ch e n Phanrasiefpiels „Das Lied vorn M e t h" einen starken Erfolg beim Publikum. Der Dichter wurde wieder« holl beroorgerufen. n«*1’ .. MeM -M der ',r(t Morntir ö«"! Mn, uni Jjjjw I ^etn . D. au- gr: * j,t die Betatu - Mten ui in, iofem n schlichet 9Iat ^nilungen iaiionfn solle M nicht do: 'Jin die Ceff Rrofb Wehret y, Leininarle mmnL l Sarb d Rroibori üb drdSAllgei "g beroäijncr Ätziesigen firie das Publikum aus dem gebilDcitr »01A be < »em Wik *? 1 1«^**»; I rKLtzchI Wte? r. i ÄSf* Wien ist. L ‘ AM T’.y evangelish 11. Ovaren, die S i ^ erläuterte, * J Ertrag übÄ ■“ M Zlbluk - * lf; .^aSOtiS;’ . Est. Zum & i Äkb j etnfe tüdjtigen Tu> $ ^ggen-und As> haben h ^.Mäulesraß 6whiahrsswsle ®leJt gute Au-> e rmchlpreise mitr Ehrend für tzv nicht fest jk£ bekanntlich hoch^ Mister Knas, wre^ Lchädigung ft lst vom Ticail beschlagnahmt, e halten zu kmvL n. Tie Lbligatics Melle der urspstp ls Tepvt legte, 6 Sütgetmeifter fc , tonn etwas bon ? n alter Gegner b :er Fendt. n SübiiLjen selbst n inb wohlhabende U en Lrperlich M 4 itc haben auch js HD, der zu den- behaglich, doch e ht, daß er die e | hat, liegt bei fti ivÄ hier MM ute aus FrankfE child am Abend i wden.) e Brennholzvk!^ > ngen und in den i. l Lergleich zu den lel-ie -t : aummeter Buchensen t ichenreisig 1,50-2 5| mgen, bei denen L mprügti aus 5—6 j 11 en die späteren W zverstchcrunM fieWj ) Febr. Mesb^ auch noch recht blb, indajagd- LW yef-or Wald uni® ergibt, ein an tW ; 9 Mureter von» ZerpachtnnS m!« tiger W in 230 Ä. iu* Jt und die Jagd Bti ii, die chre alletb^ M ißen müssen. La; -ß ,r Ter Winter.'- Sun*«1*? ^agen bufflj« r.: »n Beweis, » 'M uibef'jen <®g teeren Ndn^- M M 26. A>- V, ünerzertbE g^r SsS den So.jät^: unÖ^Xfl’Ret^ tuv. 2r' S 6i^e en „nijete. npi “"L-d.nlilff -«n'L? &, ged/."" ^.5 ÜL’SSfef! WÄ ,«**» n flv; 1N,^ EÄl rftös**’ Brotpreise in Gießen B27, Bereis gegen des Mißrasch geiKißer (getränte Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg. Schwarzbrot 2 Rfl. 58 Psg Tie 2).arttpreLse für Vieh und Frucht und die Gieftcuer Fleisch- und Broipreise am 24 Februar 1908.___________ tzanSeL und Verkehr, VoLksN-rrrschast. Hessische Landes-Hypothekenbank. verletzt in bcm PzremySlcr Spital. Einer der Attentäter dürfte mit dem Opfer aus dem Zuge gestürzt fein, da Fußspuren bei dem Verletzten gefunden wurden. , AlS in Sagcanel, einer Station der Weichfclbahn von Sricloe nach Dombrowa, ein Gütcrzug cintraf, in dein sich ein Kassierer der Bcchnvcrwaltung befand, hielten Bewaffnete den Zug an, sprengten vermittels einer Bombe den Kassenwagen in die Luft und raubten annähernd 20000 Rubel. Der Kaisierer, sieben Bahnarbeiter und Soldaten wurden schwer verletzt ms Krankenhaus nach Kicloc gebracht. Die Räuber fuhren mit der Lokomotive und einigen Waggons davon und entkamen in den Waldungen. Infolge starken Stnrmcs kam eS zwischen zwei englischen Dampfern, auf dem Terncuzcnkanal zu einem Zusammenstoß, wobei ein Schiffsoffizrer. in den Kanal stürzte und ertrank. Beide Schiffe erlitten bedenkliche Beschädigungen und mußten ins Trockendock zu Gent gebracht werden Rach einer Meldung aus Cincinnati ist der dortige deutsches Vizetonsnl Meiler in seinem Badezimmer mit einer Schußwunde in der Brust tot ausgcfundcn worden. Anscheinend liegt Selbstmord vor. Beim Patentamt zu Washington wurde eine geräuschlose Schußwaffe zum Patent angl-meldei. Münchholzhausen statt. Groß-Rechtenbach, den 26. Februar 1908. Das Bürgermeistern m t. GerichrssÄÄL« München, 26. Febr. Der Staatsanwalt erhob Anklage wegen Körperverletzung mit Todcsfolge gegen den Schutzmann Schauer, der in der Nacht zum 21. Dezember v. Js. m München den sich seiner Verhaftung widersetzenden Studenten Moschel cr° Zu einer öffentlichen Versammlung zu Holzheim im Nathaussaale Sonntag den 1. März, nachmittags 3 Uhr, werden die Bewohner von Holzheim und Umgebung freundlich ein-s getadelt. Auch Frauen sind willkommen. ; Der Vorstand. Städtisches Tieibauamt ___I. V. Köhler.________________________ WhvlMmt, ZmWst, Bceressbst _ . empfiehlt die Drk-i^ki„^> # c. Obsthuumtschulc zn £»ich ^>relSbuch kostenfret. [D27/2] Will). Belle, Obcrgartner. „ir, Unqlücksfall vorliegen. Die stark in Verwesung über- Snigeiie Ä wurde nach Bernshaufen gebracht. 9 R.-B. Darmstadt, 26. Febr. In der heutigen Sitzung >er Stadtverordneten führte eine für alle Stadtverwaltungen wichtige Frage zu einer langen, sehr lebhaften Debatte: die Pflicht der Geheimhaltung der Verhandlungen in den nicht öffentlichen Sitzungen. In der letzten nicht öffentlichen Sitzung war über einen Antrag des diesigen sozialdemokratischen Blattes eingehend beraten worden, .um ebenso wie den anderen hiesigen Blattern, für eine ^ahreszahlung von 1000 Mk. die städtischen Inserate zu über- Mfien Von verschiedenen Stadtverordneten war nun darauf ..-gewiesen worden, daß das Blatt für die städtischen In- scrate gar keinen Zweck habe, daß es nach seinem erst vier- monatlichen Bestehen noch zu wenig Abonnenten habe tc. ^ie|'e Verhandlungen waren nun in dem sozialdemokratischen B^tte ausführlich mit näheren Details wiedergegeben, auch das Stimmenverhältnis angeführt worden, mit dem das Ge- such des Blattes abgelehnt wurde. Stadtv. Dr. Noellner riiat« scharf den von einem Mügliede der Versammlung bc° aangenen Vertrauensbruch, ebenso eine Reihe anderer Mit- qlieder und der Oberbürgermeister, mährend der sozialdemokratische Stadtv. Stephan die Berechtigung der Publikation betonte; es müsse jedem Stadtverordneten freistehen, der Preffe mitzuteilen, was er für richtig halte. Oberbürgcr- ,„eister Morneweg betonte dagegen, daß die Verhandlungen der nicht öffentlichen Sitzung auch eine Geheimhaltung bedingten, und nur die Beschlüsse publiziert werden dürften, sofern nicht aus Gründen des Taktgefühls u. s. w. auch hier eine Diskretion geboten sei. Nach langer weiterer Debatte, an der besonders die Stadtv. Schmeel, Gallus, Bender und Dr. Nöllner teil- nahmen, beschloß die Versammlung einstimmig, in Zukunft Über die Beratung in nicht öffentlichen Sitzi,ngen Diskretion ,u bewahren und nur die Mitteilung der Beschlüße zu gestatten, sofern nicht Gründe des Taktgefühls, besonders Gründe persönlicher Natur auch hier ein Stillschweigen gebieten. Die Verhandlungen und Beschlüsse in den Ausschüssen und Deputationen sollen ebenfalls streng vcrtraiilich behandelt werden, wenn nicht von dem betreffenden Ausschuß in besonderen Fällen die Oeffentlichkeit ausdrücklich freigegeben worden ist. Krofdorf, 26. Febr. Unser früherer Lehrer Kissel, jetzt Reallehrer in der Stadt Nassau, ist zum 1. April als Kgl. Seminarlehrer nach Segeberg in Schleswig-Holstein ernannt. ,ri X Garbenheim, 2o. Febr. Bürgermeister Braun aus Krofdorf überreichte dem Berginvaliden Friedrich L a u tz II hier daä Allgemeine Ehrenzeichen. Lautz, cm m 3Feldzügen bewährter Veteran, steht mehr als 30 Jahre an der Spitze des hiesigen Kriegervereiiis. chosseu Hal. . „ Breslau, 26. Febr. Nach Vlältermeldungen aus Ratrb o r verurteilte das S ch murgericht den 22 jahrigeu Gruben- besitzerssohn, Kaufmann Ernst B e i) c r aus Sauerwltz, Kreis Kobschütz, bet feine Geliebte, d,e 24jährige Wirtschasterm Anna UUmann, ermordet batte, z n m T o d e. Berlin, 27. Febr. Der Prozeß gegen bie Direktoren und Mitarbeiter der Preußischen Kreditbank Jäger und Genossen, i-t gestern vor der 4. Strafkammer de Landgerichts I nach achtstündiger Ve.Handlung zu Gnde ge,uln Das Gericht eLtannte gegen den Banidirellvr .jage wleitung zum Meineid, Beihilfe zur Untreue schwer Hslossalen Verdienst erzielt man durch Uebernahmc der --—.---.--7 Vertretung ===== für den hiesigen Bezirk des neuesten und elegantesten Schieß- Automaten mit selbsttätiger Marlen- oder Geld^Ausgabe oder betbev zugleich. - Zur Benchtiguilg werden Interessenten nut Barmitteln zu Donnerstag und Freitag dieser Woche znm ^ütet Lens, Grcneu eingeladen. lvl426 ^iytztzoiz-Berfleit;erM8 im Gemcrndewald von Münchholzhausen. Mittwoch, den 4. Marz d. Fs., Zusammenkunfk vormittags 10 Uhr, Distrikt v§n der Suhr". Erchen': 2 Stämme 1. Kl. = 3,67 Festm., 20 Stämme 3. u. 4. Kl. = 8,59 Festm. und 6 Rm. Nutzholz (3 m lang) 'Nadelholz: 552 Stämme 3. u. 4. Kl. — 97,08 Festm. und 887 Stangen 1.—3. Kl. Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung ini der Wirtschaft von Peter Schneider (Australischer Hof) zu gespalten, Küserholz. . Loö 2: 5,7 rm desgl-, davon rm = 1,25 m lang. Los 3: 71,7 rm Hainvuchen-Nutzscheit m Rollen» über 14 bts 20 cm Durchmesser, 2_m lang, davon sind 2 rm 1 m lang, tut Drechslerwaren und Schuhleisten. . Los 4: Hainbuchen-Abfchmtte, geringster Zopfdurchmeffer 20 cm, 6-Holz, AUtiendtrrchmesfer 40—49 cm = 0,83 km, 30—39 cm — 1139 km, 20—29 cm = 29L0 km (Summa 42,12 km. Die Gebote find für 1 rm .bezw. 1 fm ieder Klaffe abzugeben und mit der Erklärung, bah Bieter den ihm bekannten Bermufs- bedingungen ohne Vorbehalt fiel) unterwirst, unter bei 2Ju fdnift „Holzoerkans" bis zum Donnerstag, den c». Marz, nachmMagS 5 Nhr, einzureichen. Eröffnung um S Uhr. von Station Dreihaufen 31« km, 1-^okw Abschnitte und rm Eichen-Nutzscheit (bet Los 2) 4 km von Station Ebsdorf, 3 rm Ham- buchen-Ätntzscheit 4 km von Schweinsberg. roorben. Das Gericht eicannte gegen den Vanunrettvr ^sagci wegen Verleitung zum Meineid, Beihilfe zur Untreue fchweri Urkundensälfchung in drei Fällen, versuchten Betruges und Unterschlagung auf 3 V2 Fahr Zuchthaus und 5 ^aljr Ghrvertust cregen den Agenten Maxwilat wegen Untreue in zwei er angeuagte K.iUfmatm Ätax Herz würd', freigesprochen. ________ Die Angaben des Geschäftsberichts über die Stückelung der Darlehen und über (Staub und Gewerbe der Anleiher lasset erkennen, daß die Vorteile der Tilgungs-Darlehen hauptsachlul) den minderbemittelten Volkskreisen zugute kommen. Ueber die Halste aller Hvvothel Darlehen kommt auf Betrage bis zu 6000 Mk., über 3/4 aus solche bis zu 15000 Mk. Auf Handwerker und sonstige Gewerbetreibende sowie auf Arbeiter entfallen mehr als die .Hälfte, auf Landwirte etwa Vi aller Darlehen. Etwa 643 000 Mk. der Hypothek-Darlehen fanden zur Errichtung und etwa 70 000 Mk. zur Erneuerung und Ausbesserung von Wem-Woh- nungen Verwertung. , „ Von den Hypotheken haben über 9 100 000 Mk. = etwa 67 Proz. zur Rückzahlung alter Schulden gedient, der Rest der Hypothek- Darlehen mit rund 4hs Millionen Mark war Neuverschuldung. Auch rm Geschäftsjahre war der größte Teil der von anderer Seite auf die Bank üfcergegangcnen Hypotheken Kapitalanlage von Privatpersonen gewesen. Die Usbernahme von Sparkafien- forderungen durch die Bank zeigt entfbrecfcnb der früheren Entwicklung erfteulicherweise einen erheblichen Rückgang. Der bisherige durchschnittliche Zinsfuß betrug für bie abgelösten Hypotheken 4.81 Proz. Der Uebergang der Hypotheken auf bee Bank brachte miihm eine jährliche Zinsersparms von über 55 600 Mk. für bie Schuldner mit sich, also immer noch etwas meyr als die — ost freiwillig erhöhte — jährliche Tilgung für den gletcyen Betrag. Es hat damit die Zinsenlaft bet Schuldner durch Konversion eine Ermäßigung um 16.88 Proz., mithin um nahezu /g erfahren. Von ben aufgenommenen Kommunal-Darleben mürben 435 000 Mk. für Bahnkanten, 866 000 VN. für leitungen, 908000 Mk. für Beleuchtungsanlagen, 393 7o0 Mk. für Stratzenbauten, über 1850 000 Mk. für Sl^illfaus- und sonstige Gemeindebauten, mehr als 411003 Mk. ztt Gelandeerwerb und über 1100 000 Mk. zu sonstigen Zwecken verwandt. Acs Geldausgleichungsstelle konnte die Bank den hessifcheit öffentlichen Sparkassen auch im Jahre 1907 Dienfte leisten. Der Umsatz belief sich im Eingang auf fast 9 400 000 Mr. mt Aufgang auf über 10 645 000 Mk. An Vorschüßen auf Grund von Wechseln wurdm 1784500 Mk. beschafft. "Die A u s n a h m e t a r i f e für die Kohlenansiuhr au§ Deulschlaud werden zum großen Teil am 1. Of tobet auf* gehoben, was durchaus im Interesse bet inländischen Konsumenten liegt. __ VerrnryctzLes. * Das Tragen von P e l z >v e r k hat in den letzten Jahrzehnten eine ungeheure Vcrbteilnng gesunden, seitdent die Technik Vilttel und Wege gesunden hat, Pelze zu färben unb damit billigen Fellen, vornehmlich jenen des Kaninchelts, b«5 Uussehen anderer, im Preise hochstehender Pelze zu geben. Wie btefes Färben der Pelze vorgenommen ivird, wodurch man trotzdem bie unter» chiede zwischen echten unb imitierten Pelzen ieststeuen rann, rote überhaupt alles Wissenswerte bezüglich dieses wichl^en Handels artikels legt Professor Tr. Karl Eckslem von der Fotftakabenne Eberswalde in seiner Abhandlung „Sie Gewinnung unb Ver- wcrtung der Tierprobukte" bar, bie Hans Ktacmet tn seinem Riesenwerke „Der Mensch und die Erbe" (Deutsches Verlagshaus Bong Proz. verteilt werden. Die außerordentliche vcldknappheit war auch auf den Geschäftsbetrieb der Bant von lbmfluß. Die Darlehensbcdingungen konnten dem-entsprechend nur auf die Ausgabe 4 Proz. Obligationen basiert werden. Die Bank konnte indessen den Ende 1906 cingesührten Darlehons- sinssuff (für Hvpotl-eken 4Vi Proz., für Kommunal-Darlehen nach Wahl der Anleiher 4.20 Proz. dauernd oder 4i .k Proz. in den ersten 10 Jahren, alsdann 4A/s Proz.) auch für die Neubewllligungcu des Jahres 1907 beibehalten. Den Anleihern wurde urkundlich eine angemessene Herabsetzung des Darlehenszinssatzes für den Zeitpunkt zugesichert, an dem die 4 proz. Obligationen aas 3]/2 Proz. konvertiert sind und diese Herabsetzung für bw ei‘ Vergniigungs-ÄneschasH. 1. April zu vermieten. (213 014301 Bahnhofstraße 30, I. 01242] Bruchflrave 17. Angebote unter 1261 an die Exped. d. Bl. erbeten. 01314] Stephanstraße 43. 1245] Stephanstraße 17 p. Novität: Novität Suche tüchtigen 1280] Große Mühlgerffe 8. Volkspreiie.' Volköpreise! [1292 LEI — — ... - -— — 1 ■■■—■1 | Möbl. Zimmer j 01264] Llaplaneigasse 5. 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Februar ns- Großer Bockbierrummct und Fastnachtstmbcl Anfang täglich 6 Uhr Freitag, den 28. Februar 1908: 01433 Bmiiz- und Etaubeiid Sun iius taertetater „Huugetaer,: Es ladet ergebeust ein Direktion ^.Idvrt, LLsr>r»»>»»». Fräulein vorn Lande, ges. Alters, aus guter Bürgerssamilie, a. Wirtstochter, in ein Gaschaus eines Land- städtchens gesucht. Vertrauensstellung. Für Küche und Haus, Bedienung der Gäste. Schriftl. Angeb. uiitZeugnissen unt. 1227 an den Gieß. Anzeiger. Rems AöAipttt Gießen. Direktion Herinann Steingoetter. Freitag, den 28. FebruarlSüL. 17. Freitag - Abonc.-Vorstellung. Gastspiel von Fräulein Angelina Gurlttt vom Äleinen Theater in Berlin. Selsräßike bestes Fabrikat stehen zum sofortigen, billigsten Verkauf. [ss3/it Frankfurt a. M., Gutteutstr. 23. V. Corel 1, Teles. 3714. veranstaltet von Mitgliedern der Giessener Ruder-Geseiischaft 1877 unter gütiger Mitwirkung hiesiger und auswärtiger Kiiustlcr. Zu obiger, Samstag, den 29. Februar, abends 9 Ubr aus der Liebigohöbe stattfindenden Beran,ftalmng gestatten wir uns die verehrt, aktiven und passiven Mitglieder ergeoenst einzu- laden. Gemeinschaftliches Abendessen (Gedeck Mk. 1.50 fein Weitt- 4-Zimm. Btzobn. in der Rühe der Bahnhofstraße zu mieten ges. Schriftl. Angeb. m. Preisang. u. 01418 an den Gieß. Anz. erbeten. SchüLervorsteüung. 0a$ Käiaö von Esilbronn. Dramatisches Märchen in 5 Auszügen von Hch. v. Kleist. Nach dem ursprünglichen Plan bearbeitet von Prof. Karl Siegen. Anfang 3*/i Ubr. — Ende 6 Uhr. Sonntag, den 1. März 1908. Nachmittags 31/, Uhr: 636] 3-Ztmmerwohtmng mit Bad, Mädchenkammer, Gas und elettr. Ltcht, sowie allem Zubehör per 1. Aprtl zu vermieten. Ziourad Damm, Liebigstr. 97. M© Holzpflasazen, Väumc und Stränchcr, für Wald, Park und Hecken, in rauher Lage selbst gezogen, liefert billigst das Forstkultur-Geschäft: (Verzeichnis frei.) [hv“/3 Gebr- iräsmses, Kirchhundem. Pnni» Filiale Berlin, Passage. 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