Erstes Matt Dienstag 28. Januar 1908 158. Jahrgang Bezugspreis: monatlich 76 Pf., viertel- a jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen v monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jahrl. ausschl. Bestellg. w- Zeilenpreis: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und „Vermischtes" P. Wiltko; für „Stadt u. Land" und „Genchts- 7 saal": E. Heß; für den *” Anzeigenteil: H. Beck. letzener Anzei General-Anzeiger für Oberhefft Nr. 2:K Der Stetzener Anzeiger erlchelnk täglich, außer SoimtagS. - Beilagen: viermal wöchentlich vleßenerZamllienblätter; eveunal wöchentl.Ureis- lan für den llreis Sietzen (Dienstag und Freitag); groeunul rnonat! kand- Mlrrichaftliche Settfragen Rwilprecb • Anschlüsse: toi in« Redaktion 112, •erlog u. Expedition 51 MSreif« tüt Depeschen: Vttizrtger Ließen Lr-ssym, oen Anzeigen =^moflTionuf)" «otatlonsdnick und Verlag der vrLHI'Ichen Unl!>.-Vi!ch- und Steindruckerei. !!. Lange, N-daktisn. Expedition und Druckerei! Schnistrar- vie pollitt zrankreichr. In der französischen Kammer wurde gestern die am Freitag abgebrochene Marokko-Debatte fortgesetzt. Schon eilte Stunde vor Beginn der Sitzung waren Kammer und Tribüne überfüllt. Dubief führte aus, er wolle nicht Herrn Delcasss folgen, umsoweniger, als die Politik sich feit dem Rücktritt Delcassos im Hellen Tageslichte abgespielt habe, so daß niemand getäuscht werden konnte. Wenn Delcasse sein eigenes Lob gesungen habe, so sei das Sache des Geschmacks. Wir wollen der Regierung keine Schwierig- Leiteu bereiten, in das marokkanische Abenteuer folgen wir ihr nicht. Der Minister des Aeußern, Pichön, betonte, die russische Allianz sei das gemeinsame Werk vieler Minister. Auch die Entente mit England und die Annäherung an Italien ist mehr durch die Umstände als durch die Gewalt eines Einzelnen gefördert worden. ,S>eit 15 Monaten sind wir mit Spanten eng befreundet, ebenso mit Japan und Siam. Diese Politik hat gute Erfolge gehabt, weil sie niemanden isolieren wolle. Frieden wollen wir und dem Weltfrieden nützen, das ist alles. Als man zur Algeeiras-Kvnserenz ging, hatten lvir den einmütigen Beijall der Kammer. Ist nach der Konferenz Frankreich schwächer geworden? Stein, nein. Was tvir wollen, braucht das Licht nicht zu scheuen. Wir übernehmen die Berantivorrung unserer Handlungen vor der Kummer und vor dem Laude. (Lebhafter Beisall.) Heute wird die Debatte fortgesetzt. Deutjctzes NeicH. Berlin, 27. Jan. Der Besuch der deutschen Geistlichen in London wird am 29. Mai statlfinden. Braunschweig, 27. Jan. Der Kaiser hat dem braunschweigischen Husaren reg im ent Nr. 17 die blau-gelbe Lanzenflagge verliehen. Att-LanH. Petersburg, 27. Jan. Die Zarin wird sich in allernächster Zeit zu mehrmonatigem Aufenthalt nach der Krim begeben, da die Aerzte einen Klimawechsel für dringend nötig halten. Die Ernährung der Zarin ist sehr erschwert durch eine Verstimmung der Magennerven, die unausgesetzt Uebelkeit und Erbrechen hervorruft. — Das Mnisterium für Verkehrswege brachte, in der RcichSduma eine Gesetzesvorlage ein betr. den Bau eines zweiten Gleises für die sibirische Bahn. Nach der Vorlage soll der.Bau in zwei Abschnitten erfolgen. Die Fertigstellung des ersten Abschnittes ist für 1911 in Aussicht genommen. Die Gesamtkosten sind mit 157 320 000 Rubel veranschlagt. ZmMziehLKg der hessischen Wahlrechts Vorlage? Die „Franks. Ztg." meldet aus Darmstadt, 27. Jan.: ,/Die kritische Situation, in der sich die hessische Wahlreform befindet, ist durch die abermalige Hinausschiebung der Beratung in den Ausschüssen, die durch Krankheit eines AuSschußmitgliedes der zweiten Kämmer notwendig wurde, nicht gebesjert worden. Wenn auch bisher noch keine formelle Abstimmung in den Ausschüssen stattge- funden hat, so ist doch sicher, daß die gegen den Wunsch der tompromißsreundlichen Ausschußmitglieder in die Oesfentlichteit gelangten Abänderungsvorschläge d e r e r st e n ft a m nt e r im Ausschuß der zweiten Kammer keine Gegenliebe finden werden. Es scheint, als ob die letzten Vorschläge nur den Zweck verfolgten, die Ver- anttvortung für das Scheitern der Vorlage von der ersten auf die zweite Kämmer abzuwälzen. Die Hoffnung auf eine Verabschiedung des Gesetzes in diesem Landtage ist mehr und mehr geschwunden. Unter diesen Umständen gewinnt das mit zunehmender Bestimmtheit austretende Gerücht, die Regierung wolle ihren Entwurf zur ück- zieheu und auf Grund der gesammelten Erfahrungen dem nächstenLandtage eine neue Vorlage machen, Anspruch auf Glaubwürdigkeit." Wir geben dieses Gerücht mit dem Bemerken wieder, daß wir diese Art der Erledigung der jetzigen Wahlrechtsvorlage für die beste und zweckmäßigste halten würden. An der gegenwärtigen Vorlage hat niemand rechte Freude gehabt, sie konnte höchstens als Unterlage für Kompromißverhandlungen dienen. Daß diese noch auf dem gegenwärtigen Landtag zu eifern befriedigenden Resultat führen könnten, ist bei dem gegenwärtigen Stand der Angelegenheit und der Kürze ber'noch zur Verfügung stehenden Zeit nahezu vollständig ausgeschlossen. Die neue Vorlage würde auf die Wünsche der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung, die sich in diesem Falle vollständig mit den Ansichten der zweiten Kämmer decken, gebührend Micksicht nehmen müssen, und es würde sich empfehlen, sie unmittelbar nach Eröffnung des Landtags eiuzubringen, damit nicht abermals Zeitmangel das Zustandekommen der schon lang gewünschten und jetzt zum drittenmal gewünschten Wahlrechtsreform unmöglich macht. 9 Kürz vor Redaktiousschluß wird uns noch drahtlich von einem Berichterstatter aus Darmstadt gemeldet, die Regierung beabsichtige nicht, dt^Borlage zurückzuziehen. Dagegen bestehe angesichts der Aussichtslosigkeit, die Vorlage noch auf die,em Landtag zur Verabschiedung zu bringen, die Absicht bei der Regierung, sich mit den maßgebenden .Partei,.rhrern und Ausickmitmitaliedern ins Einvernehmen zu setzen, um dann auf Grund der gewonnenen Eindrücke eine Vorlage auszuarbeiten, die Aussicht hat, in beiden Kämmern Annahme zu finden. Aus S.asr uno tano. Gießen, 28. Jan. 1908. Der Fernsprecher in Hessen. Angesichts der Pläne des Reichspostamts, die Telephongebühren umzugestalten, bezw. zu erhöl>en, dürften die nach- irehenden statistischen Mitteilungen, die wir der „Darmst. Ztg." entnehmen, erhöhtem Interesse begegnen: An der ständigen Zunahme der Ferujprechanschlüsse im Deutschen Reich ist auch Hessen stark beteiligt: Ende Dezember gab es im Großherzogtum Hessen 13 137 Fernsprechstellen (einschl. der sogen. Nebenstellen), also auf 92 Einwohner eine Stelle. Davon entfallen 9182 oder rund 70 Prozent auf die fünf größten Städte des Landes, und zwar auf Mainz 3282, Darmstadt 2299, Offenbach 1672, Worms 1141 und Gießen 788. Bingen und Bad - Nauheim haben über 300, Friedberg und Bensheim über 200, Alzey und Kastel über 100, die übrigen Netze unter 100 Sprechstelleu. Die Beteiligung an den letzteren Netzen ist in den einzelnen Orten sehr verschieden. So haben z. B. Alsfeld 92, Lauterbach nur 58, Groß-Gerau 82, Rüsselsheim 40, Eberstadt bei Darmstadt 69, das benachbarte industrielle Pfungstadt nur 45 Sprechstelleu. Von kleineren Orten mit starker Beteiligung sind hecvorzuheben Goddelau mit 35 und Stockheim nebst Ortenberg mit 32 Sprechstellen. Demgegenüber bleiben größere Orte mit höherer Bedeutung weit zurück; so fällt beispielsweise auf, daß das werttätige Städtchen Schlitz mit ruird 2600 Einwohnern nur vier Hauptstellen und damit kein eigentliches Fernsprechnetz, sondern nur eine sogen. Umschaltestelle besitzt. — Im abgelaufenen Jahre sind von den 13137 Fernsprechstellen des Großherzogtums rund 19 Millionen Gespräche geführt worden, und zwar innerhalb der Ortsnetze I6V2, nach außerhalb 2i/2 Millionen; hiernach entfallen auf jede Sprechstelle rund 1250 Orts- und 190 Ferngespräche. * ** In Audienz empfangen wurde am Samstag von S. K. H. dem Groß Herzog u. a. Beigeordneter Justizrat'W in d e ck e r von Friedberg. ** 21 u§ dem Militär-Wochenblatt. Beförderungen am 27. Januar. Dingel de in, Gen.-Major und Inspekteur der 4. Jng.-Jnsp., zum Gen.-Lt. befördert. — 0. Francois, Oberst, beauftragt mit der Führung der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Hess.) unter Ernennung zum Kom- mandeur dieser Brigade zum Generalmajor befördert. — Kirch, Hauptm. im Generalslabe der Großh. Hess. (25.) Dio., als Komp.-Chef in das 3. Lolhr. Jnf.-Regt. Nr. 135, von Henning aus Schönh0ff, Hauptm. im Großen Generalstabe, in den Generalslab der Großh. Hess. (25.) Tw. versetzt. — Die Hauptleute und Komp.-Chefs: Krause rm Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Rr. 116, dieser unter Versetzung zum 2. Oberrhein. Jnfant.-Regt. Nr. 99, Cotta im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nc. 118, Windccker im Jnf.-Rgt. v. Goebcn (2. Rhein.) Nr. 28, zu überzähl. Majoren befördert. — Die Oberleutnants im Jnfant.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116: Seebold, dieser unter Versetzung in das Colberger Gren.- Regiment Graf Gneisenau (2. Pomm.) Nr. 9, und Volley zu überzähl. Hauptleuten befördert. — Lt. Wolf im Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 zum Ober- leutnant befördert. — Lt, Lindemann in deins. Regiment, zum 1. Lothr. Feld-Art.-Rgl. Nr. 33 auf ein Jahr zur Dienstleistung kommandiert. — Dem Rittmeister Rit 1 er und Edler 0. Loeßl, Eskadr.-Chef im Leib-Drag.-Negt. (2. Großh. Hess.) Nr. 24, der Charakter als Major verliehen. — Lt. v. Geldern im Leib-Drag.-Negt. (2.Großh.Hess.)Nr.24 zum Oberlt. befördert. — Heinrichshofert, Fähnr. imJnf.- Leib-Rgt. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117, z. Lt. befördert. — Im Beurlaubtenstande. Befördert: zu Stabsärzten: der Oberarzt der Res. Dr. Thomas (Mainz), dec Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots Dr. Weyprecht (Worms), der Oberarzt dec Landw. 2. Aufgebots Dr. Sell (II Darmstadt); zum Oberarzt: der Assist.-2lrzt der Res. Dr. Busch (II Darmstadt). ** (Sine neue Gemeindeapotheke in Hessen. Hessen hat bekanntlich vor einigen Jahren den Modus eingesührt, die Konzession für neu zu errichtende Apotheken in erster Linie den betr. Gemeinden zu erteilen. Soviel uns bekannt ist, wurde bis jetzt in rund einem Dutzend Fällen nach dieser Weise verfahren, so daß etwa 10 Prozent der hessischen Apotheken. Gemeindeapotheken sind. Neuerdings erhielt die Gemeinde Kostheim bei Mainz die Konzession zur Errichtung einer Apotheke und auch die in Aussicht genommene 4. Apotheke in Worms wird wohl eine Gemeindeapotheke werden. ** Wegen der Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in der Schweiz haben die bayerische, die mürltembergische, die badische Negierung und der Statthalter von Elsaß-Lothringen die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh und Ziegen aus der Schweiz bis auf iveitcree verboten. ** Die vom Ev a n g. Ar b e i t e r v e r e in veranstalteten u n e n t g e l t l i ch e n U n t e r r i ch t s ku r s e in der Traber- schen Buchführung sind nahezu beendigt. Zum Abschluß sinoet am Frertag, Fedr., ein Vortrag über Wechsel statt, zu dem außer den Teilnehmern der Buchsührungs- kurse auch sonstige 311 terefjeilten Zutritt haben. ** Auf den Subskriptions-Maskenball, der morgen in sämtlichen für diesen Zweck besonders geschmückten Räumen des Kolosseums stattsindct, sei nochmals hmgewiesen. ck> Großen-Linden, 27. Jan. Unsere Kirche wird gegenwärtig im ursprünglichen Basilikastil renoviert. Die Kirche bietet bei ihrem Alter manches Rätselhafte und zwar besonders an dem in den Kreisen der Altertumsund Kunstkenner berühmten Portal. Bezüglich dieses Haupl- portals hat man dieser Tage eine wichtigeEntdeckung gemacht. Man hat bei der Legung der Zentralheizung gefunden, daß das Tor in alterZeitetwa40Zen- timeter tiefer, bezw. höher war. Bei einer früheren Renovierung, vielleicht auch bei einem Umbau, hat man, anstatt das ganze Tor zu heben, eine neue Schwelle etwa 40 Zentimeter höher gelegt und danach den Boden der Kirche gehoben. Dadurch erschien bisher das Tor im Verhältnis zu seiner Breite und Bogenspannung zu niedrig. Jetzt hat man nun die richtigen, sehr gefälligen Verhälttchse des Portals feststellen können. Die alte Schwellenhöhe entspricht anscheinend dem Fußboden der ehemaligen Wenzeslauskapelle, bereit Grundmauern man voriges Jahr bloßlegte. Eine Statue des heiligen Wenzeslaus, die der hiesigen Kirche entstammt, befindet sich im Museum zu Gießen. Durch die neue Entdeckung findet die Annahme immer mehr Wahrscheinlichkeit, daß das romanische Tor überhaupt nicht zu der Kirche gehört. Es erscheint, daß das Portal älter ist als dis Kirche und vorher als Portal zur Wenzeslauskapelle diente. Bei dem späteren Neubau ist das Portal anscheinend stehen geblieben. Der um die Pforte ziehende steinerne Bilderkranz ist karolingischen Stils. Man beabsichtigt nun, das Tor um 40 Zentimeter zu heben, würde der Westfassade in ihrem Gesamteindruck nur nützen. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, die inneren Turmwände auszumauern und auszubessem, damit sind die Maurerarbeiten nahezu vollendet; auch die Emporen sind schon aufgebaut. Die Einweihung der Kirche ist um Pfingsten zu erwarten. * Steinbach, 27. Jan. Ein unter dem Spitznamen „die Adda" bekannte, übel beleumundete taubstumme Person aus Gießen, die in früheren Jahren wegen Land- jtreicherei ustv. schon im DBeitshause und im Gefängnis gesessen hatte, und unbegreifl'cherweise vor einigen Monaten aus der Provinzial-Siechenanstalt, wo sie untergebracht war, wieder entlassen worden war, irleb sich dieser Tage hier bettelnd umher. Wegen ihres abenteuerlichen Auszuges und ihres Gebarens erregte sie natürlich Älufsehen, und besonders war es die Torfjugend, die ihr nachlief. Sich von den Kindern verfolgt und verspottet wähnend, zog sie mehrfach ein großes Messer, mit dem sie den Kindern nachlief und sie bedrohte, glücklicherweise, ohne irgend ein Unheil anzurichten. Wutschnaubend zog die augenscheinlich etwas geistesgestörte Person wieder in der Richtung nach Gießen von bannen. Wir sind es gewohnt, daß fast täglich 3 bis 4 mehr ober weniger heruirtergekommene Menschen aus Gießen hier betteln. Neu war uns, nun sogar icyon Frauenzimmer dieses Gewerbes halber von dort herüverkonlineu zu sehen. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu - bei, daß die Behörden aus dieses systematische Bettel- nnwesen ein wachsameres Augenmerk richten. * * Treis a. d. Lda., 27. Jan. Dieser Tage wurde in Benners Saal die Generalversammlung des 2 e s e - Vereins, des Begründers und Eigentümers der hiesigen Volksbibliothek, abgehalten. Der von Lehrer K u r z erftattete Rechenschaftsbericht ergab wohl einen kleinen Kassenüberschuß, doch mußte leider konstatiert werden, daß die Mit- gliederzahl nicht die Höhe früherer Jahre gehabt hat, doch wurden wieder einige Beitritte in Aussicht gestellt. Die Bibliothek hat im Laufe des Jahres 1907 eine sehr dankenswerte Unterstützung durch das Kreisamt mit ungefähr 16 Mk. erhalten, ohne die es chr, da sie leider von der bürgerlichen Gemeinde noch nicht unterstützt wird (der Kirchenvorstand hat einen jährlichen Beitrag von 10 Mk. bewilligt) nicht möglich gerne,"en wäre, die nötigen Kosten für Unterhaltung und Beschaffung von Büchern auszubringen. Ausgeliehen wurden die vorhandenen 146 Bände, wovon 90 dem Verein zur Verbreitung von iVolksbildmig in Berlin gehören und 56 Eigentum des hiesigen Vereins sind, 503 maL Einige fleißige Leser haben die vorhandenen Bücher schon fast alle gelesen, so daß die Anschaffung neuen Lesestoffes dringend nötig ist. Einige Bücher wurden im Laufe des Jahres auch von Mitgliedern geschenkt. Zum Schlüsse hielt Lehrer Kurz noch einen spannenden Vortrag über die Geschichte von Burg und Stadt Staufenberg, den die zahlreichen Anwesenden mit sichtlichem Interesse anhörten und mit einstimmigem Beifall lohnten. h. Ba d-a uhei m, 27. Jan. Das unlängst in Gießen ins Leben gerufene Unternehmen zur Errichtung eines Hospizes in Bad-Nauheim ist inzwischen sowett gediehen, daß die Eröffnung anfangs März stattfinoen kann. Es wurde für daS Hospiz das große vierstöckige Üaus Beneke- straße Nr. 6 muflich erworben. Es ist nahe den Bade- hausern schon gelegen und mit allen Bequemlichkeiten der 'Neuzeit, w-e Wannwasserzeutralheizung, eleltr. Licht, Sluf- zug usw. ausgepattet. Die Einrichmng ist durchaus vornehm und bei Betrieb steht unter der Leitung eines tüch- tigen Fachmannes. Das Hospiz trägt mit Genehmigung K. H. der Gcoßherzogur von Hessen den Namen „Elev- noren-Hospiz". Es sei noch bemerkt, daß das Haus für Uhr abends. d. Tr. Vogt. ten auch außerhalb des Rahmens der freien 615 feiten derjenigen, die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit pre- los sei. Dieser Nachweis ist vollkommen gelungen durch den Hin- digcn, angetan wird Wenn die Freie Vereinigung deutscher weis daraus, daß für sämtliche umliegenden Dörfer andere Rampen Gewerkschaften zurzeit nicht in der Lage ist, ein eigenes tag- näher und bequemer zu erreichen seien, als die geplante.^ Auch liches Mmpsorgan zu schaffen, so verpflichten sich sämtliche Grüningen wird irack) wie vor vorteilhafter auf ebener Straße nach Angehörige der, der Freien Vereinigung deutscher Gewerk- Langgöns fahren, als asuf vielen Windungen. über einen hohen schäften angehövenden Organisationen, diesen Plan nicht aus | rg nach der geplanten Rampe. Die neu zu erbauende Rampe mich aufrrchlig gciveut. Butzba d), 25. Januar 1908. 88 «gegen 48 Stimmen abgelehnt. Für die Auflösung stimmten folgende Organisationen: Vereinig der Maurer Deutschlands. Bereinigung der Zimmerer Deutschland, Vereinigung der Bauarbeiter, die Staaker, die Isolierer und der Verband der Isolierer, die Steinholzleger. Bei den Metallarl»itern stimmt Wiesent Hal für Auflösung, zwei Delegierte enthielten sich der Stimme; die Schiffbauer und die Vereinigung ber Schiffbauer stimmen ebenfalls für die Auflösung. Nach Verkündigung des Resultats gibt Gehl-Berlin im Auftrage der Einigungsfreunde folgende Erklärung ab: „In Bezug auf den Beschluß des Kongresses, der die notwendig gewordene Zusammenfassung der Kräfte der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter im Kampfe zwischen Kapital und Arbeit verhindert und somit das Fortbestehen der Freien Bereinigung der Gewerkschaften ermöglichen will, sind die unterzeichneten Delegierten gezwungen, den Kongreß zu verlassen unddie bisherige Verbindung mitde-r legitimen Leitung dieser gewerkschaftlichen Richtung aus folgenden Gründen zu lösen: Die politische Entwickelung der Freien, Bereinigung der Gewerkschaften nach dem 7. Kongreß 1906 läßt klar erkennen, daß sie im Gegensatz zu ihrem Programm einen Weg eingeschlagen hat, der sie mit Sicherheit dem Syndikalismus bezw. Anarchismus weiter entgegenführt. (Hu!Hu.'-Rufe.) Diese Entwicklung wird logischerweise die Verschärfung und Erbitterung des Kampfes der zurückbleibenden Vertreter und Organe der Freien Vereinigung der Gewerkschaften gegen die sozialdemokratische Partei und ihre Taktik im Kampfe gegen die herrschenden Gewalten zur Folge haben, den die Unterzeichner dieser Erklärung, ihrer Ueberzeugnng gemäß, auf keinen Fall mitmachen können und wollen. Tic unterzeichneten Delegierten ziehen es deshalb vor, unter Wahrung ihrer politischen Grundsätze, die im Einklang stehen mit dem bisherigen Programm deutscher Gewerkschaften und dem der sozialdemorratischen Partei Deutschlands, dahin zu wirken, daß die Mitglieder ihrer Organisation sich derjenigen Gewerkschaft ansckstießen, die mit der sozialdemokratischen Partei gemeinsam den Emanzipations'kamps d:r Arbeiter führen will unD Sie Beschlüsse der Parteitage und der Internationalen Kongresse als für sie bindend erkennt. Wir verlassen den 8. Kongreß [, auch ferner treu zum Sozialismus zu halten, und) den Satzungen des Landesverbandes obliegt, besonnen hat — das ans dein ersten Teil des Artikels entnehmen zu können, hat unserem Bureau offen. Langd, den 25. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Langd. M e x) e r. Gießener Wetterdienst. Borans,ichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 29. Januar 1908 : Wechselnde Bewölkung. Geringe Ntederschläge. Vorübergehend etwas kühler. Starte westliche Winde. Tie Verlegung der Haltestelle Garbeuteich. Dem Verfasser des Ginge«audt in 9h?. 15 des G. A. sind ver- schiedene Irrtümer tuttergelausen, welche hiermit berichtigt werden. 1. Die Steinbacher Eingabe in Sachen der geplanten Verlegung der Garbenteicher Ha Iwstelle behauptet keineswegs, daß eine Ausladerampe zu Garbenteich nutzlos sei; sie weist vielmehr nach, daß eine Ausladerampe an der geplanten Stelle in der Nähe der Kreis-Wasenmeisterei für die meisten Interessenten wertlos sei. Dieser Nachweis ist vollkommen gelungen durch den Hiu- OrigisraL-DrahtmeLdungen. R. B. Darmstadt, 28. Jan. Auf der Station Kranich stein stürzte wahrscheinlid) infolge Unvorsichtigkeit der Packmeister Bonacker aus dem Packwagen eines rangie- renden Güterznges. Er wurde mit schweren Kopfwunden neben dem Gleis aufgefunden. Rom, 28. Jan. Dem „Corriere della Sera" zufolge soll Deutschland beabsichtigen, eine neue intern nationale Konferenz zur Lösung der marokkanischen Frage in Marokko für den Fall einzuberufen, daß Frankreich in Marokko nicht größere Reserve an den Tag legt und Muley Hasid Sieger in dem Kampfe gegen Abdul Asis bleibt. Buenos-Ayres, 28. Jan. Das Kongreß-Gebäude ist von Polizisten umstellt, die den Deputierten und Senatoren den Zutritt verweigern. Das Militär ist konsigniert. Eingejanoe. (Für Form und Inhalt uutr ...... Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantivortung.) Die Nr. 16 der „Oberhejsljcheu Volkszeitung" vom 20. Januar I. brachte aus der 3. Seite uad)steheude iDlitteilung: Kreis Friedbcrg-Büdingcu. K r i e g e r v er e i n s - T e r r o r i s m il s. Aus Butzbach wirb »ms geidjriebcn: y. Nächsten Sonntag sollte die Generalversamm- hmg be§ hiesigen Wahlvereins statt finden nnd zwar, da uns hier teilt geeignetes Lokal zur Verfügung steht, in Ktrch-Göns. Der Gastwirt Veite dortjelbst, bei dem and) unsere letzte Versammlung abgehalten wurde, hatte uns auch diesinal die bestimmte Zusage gegeben, daß wir sein Lokal erhalten könnten. Plötzlich, am letzten Mittwoch, erklärte der Wirt nun, es sei ihm dod) md)t möglich, uns sein Lokal zu geben. Es sei ihm ein Schreiben des Kreis- krlegeroerbandes zngegangen, wonach er, wenn er es uns noch einmal überlasse, aus dein Kriegerverein ausgeschlossen und auch den „Kriegerehreiisold" nicht erhalten würde, um den er nach- gesncht habe. Vermutlich fürchtete der Wirt auch den Boykott seiteiis der Krieger-, Turn- usw. Vereinler. Dnrd) diesen neuen Akt des „Kriecher-Terrorismus" sind wir wieder einmal der Möglichkeit beraubt, unsere versassungsniäßigen Rechte ausüben zu können. Allerdings vermögen Leute von der Art des Herrn Dr. Vogt hier unseren Vormarsch auf die Dauer iiicht zu verhindern! J>n übrigen : Heraus ans den Kriegervereinen! Hierzu erkläre ich, daß mir als Vorsitzenden des zuständigenKreis- kriegerverbandes (soll wohl heißen Bezirkskriegerverbandes) von der ganzen Sache nichts bekannt ist. Ich habe erst durch den mir anonym zugegangeneil Zeitungsaussdiuilt davon Kenntnis erhalten und charakterisiert sich daher die ganze Geschichte als freie Er- findnng des Verfassers. Einen „Kriegerehrenjold", von dem in dem Artikel auch die Rede ist, kenne td) überhaupt nicht. Daß Herr Veite, der, soviel ich weiß, Mitglied des Kirchgönser Kneger- vereins mrd Veteran von 70—71 ist, sich auf seine Pflicht, die ihm ^eri^hjaaU Mainz, 27. Jan. Der 63jährige Sanitätsrat Dr. Adam R o 1 l y in Osthofen (Rheinhessen) hatte sid) vor der Strafkammer wegen Urkundenfälschung und Weinfälschung zu verantworten. Das Gericht verurteilte »hn zu einem Atonal Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe. Kleine Tageschronik. In Kassel feuerte in einem Hausflur der Zigarren- händler Edelmann auf ein Fräulein Marx wegen verschmähter Liebe drei Revolverschüsse ab und veletzte sie tödlich. Ter Attentäter ist flüchtig. . In Berlin wurde die 45jährige Witwe Wiesner ermordet in ihrem Bette aufgefunbeit. Nach den bisherigen Ermittelungen dürfte es fich um einen Racheakt eines verschmäl)- ten Liebhabers handeln. Ter Mörder hat einen großen Vorsprung, da das Verbrechen schon vor etwa 12 Tagen verübt sein muß. , ~ Aus 'dem Lübecker Postamt sind 14 Tausendmarkscheine aus einem Wertpaket mit 400 000 Mk. Inhalt verschwunden. Ter Postassistent Metz ist als mutmaßlicher Defraudant verhaftet worden. In militärochen Kreisen Allen st ei ns ist niemand der Ansickst, daß Hauptmann v. Göden geistesgestört fei. Die Offiziere der Allensteiner Garnison haben Befehl erhalten, bis aus weiteres den Besuch öffentlicher Veraiistattungen zu vermeiden. Ebenso ist ihnen befohlen, bei dem Besuch öffentlicher Lokale die Mordaffäre nicht zu berühren. Ter Bürgermeister Hörster in Anrath bei Krefeld wurde verhaftet, weil er 18 000 Mk. Hypothekengelder unterschlagen hatte. Während einer in der Nähe von Hartem abgehaltenen Saujagd wurde gefiern der Gutsbesitzer Matthieu von einem leicht verwundeten Keiler, der auf die Jagdgesellschaft losging, auf gespießt und so schwer am Unterleib verwundet, daß er starb. Zwei Jagdgenosfen, die zu Hilfe kommen wollten, rouroen ebenfalls schwer verletzt. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Märkte. Gießen, 28. Jan. Marktder»d)t. Ans heutigem Wocden- imutte kostete: Butter pr. Pfd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 9—10 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käfematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen v. Psd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 60—70, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Knh- unb Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—84 Pfg., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 61—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per stück 0-00 Psg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Aepfel per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Tlf. Nüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzen von 8—2 Uhr. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1908 liegt vom 3. Februar l. I. an acht Tage lang zur Einsicht auf Außerordentlicher 8. Kongreß der Freien Bereinigung Deutscher Gewerkschaften. (Unberechttgter Nachdruck verboten.) S. u. H. Berlin, 25. Jan. Die mit Spannung erwartete Abstimmung über den Eintrag die Freie Bereinigung deutscher Gewerkschaften a u f z u l ö s e n , erfolgte erst in der Mitternachtsstunde. Der Antrag wurde mit in der Ueberzeuguna und ihm nach Kraft . Vereinigung deutscher Gewerkschaften zu propagieren. An alle Gesinnungsgenossen richten wir das dringende Ersuchen, unserem Beispiel zu folgen und dazu beizutragen, daß einer einheitlichen Arbeiterbewegung auf dem Boden des Sozialismus die Wege geebnet werden können." Ter Delegierte der Staaker und Isolierer schließt sich diesen Ausführungen an. Tiefer Ingreß habe gezeigt, daß sie hier kein Recht fänden. (Ironischer Beifall bei der Mehrheck.) In der heutigen Sitzung wurde zunächst beschlossen, all diejenigen Telegiertcn, die gestern für die Auflösung der Freien Bereinigung gestimmt hatten, von den weiteren Verhandlungen auszuschließen. Alsdann erhielt der Vorsitzende der Geschäftskommission Fritz Kater das Wort, um über Anträge zum Programm zu referieren. Tas bisherige Programm, vom vorigen Kongreß gebilligt, wurde mit einigen kleinen redaktionellen Aenderungen gut geheißen, die Anträge zum Teil zurückgezogen, zum Tell ab- gelehnt. Zur Annahme gelangte noch folgende Resolution der Metallarbeiter: Ter 8. Kongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften empfindet mit Entrüstung die Schmach, die den Gewerkschaften durch Verweigerung der Presse von 2. Ncul dem Einsender erklärt hat, daß die an. jener Stelle gelegenen nicht minderwertig, sondern in ganz besonders gutem Zustande seien, so wird sich hoffentlich der Eisenbahnfiskus noch mehr als zuvor besinnen, ehe ec zum Ankauf derselben schreitet. Hier aber legen wir den Finger darauf, daß der Verfasser jenes Eingesandt ungewollt bestätigt hat, daß lediglich die Aussicht auf möglichst hohen und teuren Erlös für ihre Aecker einzelne wenige Garbenteicher Bürger bewogen hat, die Errichtung der Rampe gerade an jener Stelle zu wünschen. Und offenbar gehört der „Eine Garbenteicher" zu den glücklichen Besitzern dieser Profit versprechend er: Ländereien. Derselbe überlegt aber nicht, was für ungeheure Nachteile und was für neue Steuerlasten die Aus- ührung jenes Planes seiner eigenen Gemeinde bringen muß. Zudem gibt doch die Tatsache zu benifen, daß er mit seinen An- scchten der von gegen 150 Interessenten (darunter Bürgermeister, Beigeordneter und Gemeinderat bis aus 2 Mitglieder) unterschriebenen Eingabe seines Heimatortes als vielleicht einziger gegenübersteht. 3. Es ist unerfindlich, was Einsender mit der Hereinziehung der Person des Bürgermeisters Krämer-Steinbach bezweckt. Hat dieser wirklich bet der damaligen Feldbereinigung zu Garbenteich die Kassierung des Vizinalwegs Steinbach-Grüningen gutgeheißen — ivpy wir kaum glauben —, so hat er es doch keineswegs ge* ton, damit der inzwischen zu „ganz besonders guten" Aeckern umgewaitdelte Weg seinen glücklichen Besitzern später wieder zu Chausfeezwecken abgekauft werden solle. Jedenfalls hätte er seine Einwilligung niemals gegeben, wenn ihm' die erst neuerdings ausgetauchten Pläne befannt gewesen wären. 4. Von mehr Gewicht wäre cs vielleicht gewesen, wenn Einsender die auf cisenbahntechnijchem Gebiet liegende Idee erwähnt hätte, Haltestelle und Rampe sollten deswegen an jenen Ort verlegt werden, damit die von Süden und Norden kommenden Züge bereits bei Garbenteich statt erst in Lich kreuzen könnten, was bei der jetzigen Haltestelle unmöglich sei. Es steht indessen bei dem Loyalckäts- und Gerechtigkeitsgefühl der entscheidenden hohen Behörden und Körperschaften zu hoffen und zu erwarten, daß auch um solcher gewiß an sich lobenswerten Ideen wcklen nicht die Lebensintcresfen von vier ganzen großen Dörfern mck gegen 3000 Einwohnern zertreten und vernichtet werden. Dies aber um so mehr, als der Ausbau der ganzen Eisenbahn Gießen— Gelnhausen zu einer zweigleisigen Strecke nur noch eine Frage der Zeck fein kann. Und alsdann die Eisenbahnzüge überall kreuzen können. Salus publica suprema lex esdo! Zu deutsch: „Erst das Wohl der Bevölkerung, hernach andere Dinge!" H. * Richtigstellung! HolMsteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach^ Montag den 3. Februar d. Js. bei Freienseen nach Zusammenkunft IOV2 Uhr am Eingang zum Kreuzseenerberg von Freien- feen aus 1) aus Kreuzseenerberg le, la, lb Rm.: Scheiter: 670 Bucken. Knüppel: 149 Buchen, 2 Elchen, 0 Kielern, «töckc: 98 Buchen. Astreifer: 280. 2) Wetterauerberg 2b Rm. Knüppel: 1,6 Buchen 1. Kl., 2 2. Kl., 1,6 Fichten, 3,5 Fichten (3 m lang». Stöcke: 12 Nadel. Nciferknüppcl: 2 Buchen. 3) Eichelgarten, Liesewald, eben Rm. Knüppel: 5 Buchen 2. Kl., 9 Nadel. Zoviretter: 2^) Nadel. 4) Tränkbach: Buchen Nm. 2,5 Scheiter 2. Kl., 3,3 Kntwpel 2. Kl., 15,5 Stöcke 1. Kl., 19,2 Nciscrkniippcl, 2 Birkenknuppel 2. Kl. 5) Struth 3: Buche Rm.: 2 Knüppel 2. ftL 3,/ stocke L Kl., 4 Nci- ,'erlnllppei. 61 kohlreiser, Lcfciiott u. ^chlaareuer aus obtgen Abteilmrgen. Das Holz unter 2—6 kommt unvorgezergt tm Kreuz- seenerberg zum Ausgebot. . . , . Diendtag den 4. Februar im Tiergarten, nach Zusammenkunft IOV4 Uhr am Pflanzgarten aus 1) Hausplatz le, la Buchen Rm.: 340 Scheiter, 63 Knüppel, 53 Stöcke, 258 Rerfer. 2^WlQ- frauenberg 6: Buchen Rm.: 160 Scheiter, 100 Knüppel, 25 stocke, 25 Reiserknüppel. 3) LampertStor 3: Buchen Nm.: 158 Scheiter, 33 Knüppel, 25 Stöcke, 120 Reiser, 1 Eichen-Reifer. 4) Hirtenbach Buchen Rm.: 114 Scheiter, 34 Knüppel, 15 Stöcke, 16 Recker- knüppel- längeren Aufenthalt und Tagesverkehr dienen soll, Trinkgeld-Ablösung einführt und allen Gästen angenehmen Lrßenthalt zu bieten verspricht. Q Friedberg, 27. Jan. Vor einem Automobil scheuten die Pferde des Milchfuhrwerks deS Pächters Reif f-Asienheim und richteten auf der Kaiserstraße mancherlei Schaden an. Sie rannten einen Laternenpfahl um, demolierten einen anderen Milchwagen und rannten schließlich gegen einen Rollwagen, wobei das eigene Fuhrwerk in Trümmer ging. r. Bad-Salzhausen, 27. Jan. Kürzlich ging durch verschiedene Blätter eine Notiz, wonach hier ein heißer Sprudel erbohrt worden sei: Diese Nachricht beruht auf Irrtum, und ist wohl auf ein abgefangenes und mißverstandenes Telephongespräch zurückzuführen. Vorerst wird auf Staatskosten hier nixl) ständig nach einem Sprudel gebohrt, es soll wenn nötig bis auf eine Tiefe von 700 Metern gegangen werden. H>ofsentlich wird ein Sprudel erreicht, denn nur ein solcher könnte dem Bade Salzhausen aufhelfen. △ Aus dem Vogelsberg, 27. Jan. Eine größere Anzahl Gemeinden des Vogelsbergs wird in diesem Jahre Wasserleitung anlag en erhalten, u. a. Altenburg, Atzenhein, Ober-Breitenbach, Rainrod, Schwarz, Helpersheim, Kaulstos und Babenhausen II. R. B. Darmstadt, 27. Jan. Der greise Maschinenfabrikant Aug. Bu s ch b aum, eine bekannte Persönlichkeit, wurde in der verflossenen Nacht, während er in einem hiesigen Wirtshaus gemütlich beim Glase Bier saß, plötzlich von einem Schlaganfall getroffen und starb alsbald darauf im städtischen Krankenhaus. h. Mainz, 27. Jan. Der Schlosser Georg Anton Rühl aus Mainz hat sich am 10. Dez. 1907 aus seiner Wohnung gr. Langg. 6 entfernt und ist bis jetzt nicht wieder zurückgekehrt. Es wird vermutet, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Rühl ist 41 Jahre alt, ca. 1.65 m groß, mittlerer Statur, hat blonde Haare, blonden Schnurrbart, blaue Augen und gesundes Aussehen. Kleidung: dunkler Anzug, schwarzer, weicher Filzhut, rosagestreistes Hemd, graue, lange Strümpfe, neue doppeltgesohlte Stiefel, weißer Umlegkragen und rot- weiße Krawatte. Er trägt 2 Uhren, darunter eine schwarze Stahluhr, bei sich. Der Vemißte ist aus dem rechten Auge blind und sieht mit dem linken nur noch wenig. Alle Behörden, Zeitungen und Personen, die diese Zeilen lesen, werden um weitere Verbreitung und Nachricht gebeten an Herrn P. Ch. Rühl in Mainz, gr. Langgasse Nr. 6. Frankfurt, 27. Jan. Oberbürgermeister Ad ick es ist zurzeit mit weitreichenden Eingemeindungs- plänen beschäftigt, daher ist ein Fortbestehen seiner Ministerkandidatur nicht wahrscheinlich. — Gestern nachmittag ereignete sich auf der Offenbacher Landstraße ein schwerer Automobilunfall. Der sechsjährige Sohn des Schneiders Engelhardt sprang aus dem Torbogen eines Hauses direkt in eine in voller Fahrt befindliche Automobildroschke hinein. Der Junge kam zu FaU, wurde überfahren und schwer verletzt. Es ist zweifelhaft, ob er mit dem Leben davonkommt. handel. — 4V2o/o Pfandbriefe der Berliner H y p 0 t h e k e n b a n f. Die Bank legt, wie aus dem Jnferatenleil crsid)llich, 10 000 000 Mk. 41/„°/0 Pfandbriefe zum Kurse von 101°/o auf. Zahlnngeu nimmt die Darmstadter Bank bis zum 1. Februar entgegen. fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. Zur Gründung eines Verbandes weilten inten beiden letzten Tagen Vertreter von Genofsenschaften und wirtschaftlichen Instituten des Gastwirtsgewerbes hier. Offiziell vertreten waren IG Genossenfchasten und wirtschaftliche Einrichtttngen mit einem Gesamtkapital von rund sieben Millionen, nämlich: Erste Ge- iwfsenschaftsbrauerei der Gaslkvirte von Berlin und Um-gegcnb, Genossenschastsbrauerei Danzig, Spar- und Darlcl-nskasse d-eS Wirtevereins Kassel, Bertiner Gastwirtebranerei „Arbitern", Weißbierbrauerei ber Gastwirte von Weißensee, Wirle-Genossen- schastsbrauerei für Luckenwalbe, Genossenschaftsbrauerei für Nürnberg unb Fürth, Unionbrauerei Saarbrücken, Geiwssenschaftsverein Münchener Wirte, Genossenschaftsbrauerei Barmen, bie Wirte- vereiire von Darmstabt und Hanau, Sterbekasfe bes deutschen Gast- wirteverbanbes, Selters-Sprubelwerk Augusta Victoria, Frauk- urter Genossenschaftsbrauerei ber Bierhändler und ber Bayerische Gasttoirteverbanb. Aus den einleitenden Referaten der Direktoren Str auß- Berlin und R e i me r e r - Darmstadt ging ber* vor, daß vor dem Jnkrasttteten der neuen Brausteuer nur sechs bis lieben Genossenschastsbrauereien existierten, daß aber seit Inkrafttreten der Steuer und einer mit ihr in gar keinem Verhältnis stehenden Erhöhung des Bierpreises durch die Brauereien, also seck etwa Jahresfrist ca. 50 Gasllvirtegelwssenschaftsbrau- ereien teils entstanden, teils in der Entstehung begriffen find. Tie Produktionsziffern der bis dahin nur vegetierenden Ge- rwssenschaftsbrauereien sind bebeutenb in die Höhe gegangen. Auf die Tauer aber werden sich die Genossenschaften kaum gegen die Brauereien halten können, wenn , sie sich nicht ein einheitliches Fundament schaffen, wenn sie nicht das tun, was die Brauer auch getan haben, d. h. sich zu einem1 Ring zusammenschließen, zu einem Gcnossenschaftsverbande. Dieser Verband würde drei Aufgaben haben: 1. Verhinderung der von den Ringbrauereien angedrohten Abschneidung guten Rohmaterials, 2. als Revisionsverband Ausbau und Förderung des Genossenschaftswesens durch Aufklärung und Belehrung der Leiter der Genossenschaften und Sicherung der Einzelgenossenschafter unb ber eingelegten Kapitalien, 3. bie Propaganda durch sachverständiges Eingreifen bei Neugründungen, Beschaffung von Kapitalien dazu ufw. Im Sinne dieser Ausführungen wurden die Statuten festgelegt und der Verband gegründet. Alle anwesenden Delegierten erklärten lich für den Beitritt. Als Vorort wurde Berlin gewählt, als erster Vorsitzender Otto Strauß-Berlin. den Angen zu lassen und für die Verlvirklichung desselben i gehört Neben die jetzige Haltestelle, wo. sre für jedermann von! zn agitieren. Nutzen sein wird. Zur Verhcnrdlung kam sodann die Frage der Unterstützungen bei Streiks und Aussperrungen. Es lagen hierzu verschiedene Anträge vor, die sämtlich abgelehnt wurden, dagegen den bisherigen Bedingungen wurde der Zusatz beigefügt: „In der Regel den fünffachm Wock^n-Beitrag als Tagesstreikunterstützung zu zahlen." — Ein Antrag ber Münchener Holzarbeiter, bie fakultative Arbeitslosenunterstützung einzuführen, würbe durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Im Sckstußwvrte gab Schlenker dem Wunsche Ausdruck, daß die Delegierten auf der befchlofsenen Grundlage weiter arbeiten und versuchen möchten, nicht nur in den Vereinen, und unter den Mitgliedern, sondern in der "ganzen deutschen Arbeiterschaft dem reinen Evangelium des. Sozialismus, wie eä nur in der Freien Vereinigung gepredigt werde, zum Siege zu 0 erbet feit. Er sä-lvß mit dem Wunsche, daß trotz der erfolgten Absplitterung die Freie Vereinigung weiter wachsen, blühen und gebeiben möge und schloß dann die Beriammlung um 1/2 6 M t ■ ■x4i 21"J W K M M k§ij- O L g I K ,1; • O. t ■V B»/, Wellen Buchen-Reisig 619 5 Kiefecstänune Stephan. 622 soll Js. d. auf 12,60 52,63 1,52 rm Buchen-Stöcke „ Eichen- , „ liefern» , „ Fichten- „ Distrikten Gennsck), Eichclgarten, Birken und Tiefenbach, nach verzeichnetes Holz versteigert werden: Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee, welche rwn der Krersslraße Albach-Burkhardsfelden nach dein Wald führt, am Waldcingang bei der Eifenkaute. 2. 11 3. 187 Maulbach, den 27. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Maulbach: Lerhmann. Alb ach, den 25. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Grünberg, ,28. Januar 1908. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. in denselben Dlstritten: 40 rm Buchenschelt, 184 rm Eichen- scheit (darunter 24 rm Kieferholz), 4 rm Kiefecn-Nundscheit, 30 rm Buchen, 48 rm Eichen, 21 rm Radel-Knüppel, 2000 Buchen, 2465 Elchen, 710 Fichteu-Wellen, 118 rm Bnchen- Elchen und Fichte-Stücke. Die Zilsamnicnklinft ist jedesmal vormittags 9'/, Uhr Holzversteigerung. Montag den 3. Februar 1908 in den Waldungen der Stadl Staufenberg, in den Eichenstämme (Schnittholz) v. 30—60 cm Dchm. 53,15 fm Buchenstämme , Klefernstämine „ Eichenslämme, Wagnerholz Birkensläinme Erlenstälnme Bekanntmachung. Samörag, Den 8. Februar d. I., nachmittags 21/» Uhr, soll auf dem Bürgernieisterei-Bureau die hiesige Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Die Jagd har einen guten Rehstand und ist das Jagdgebiet von der Bahnstation Ehringshausen in zirka 30 und von der Bahlistatioii Wäldershausen in zirka 25 Min. zu erreichen. 2000 900 400 200 70 '36 20 5 25-30 „ 12-25 „ 21-29 v Es können Angebote auf das gesamte Holz, als auch getrennt gemacht werden. Das Holz lagert in Birken. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1908 gestattet. Sonstige Auskunft erteilt Forstivart Zecher dahier. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift .Holzsubmission" bis zum 5. Februar 1908, nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei cinzureichen, wo alsdann Eröffnung stattsindet. Staufenberg, den 25. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Holzverfteigerung. Freitag, den 31. d. Mts., vormittags 10 Uhr anfangend, kommt im Albacher Gemeindewald, Distrikt Buchwald und Kceuzholz, nachstehendes Brennholz zur Ver- steigerung: 78 3 6 20 5 4 HvLzsnbmisfion. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Stadt Staufenberg soll auf dem Submissionswege vergeben werden: 1. 3 Flchtenstämme, Schilittholz v. 31-35 cm Dchm. 4,92 Fm. HoLzversieigerung Es werden versteigert: 1) Montan dcn 3. Februar d. I. aus den Distrikten Stein- roefl' Kam, Kaulhain, Börninger Berg, Steinkaute, Hoherod, Ochsen- stau, Alter Haag, Wirberger, Waldlache, Laubachskopf und Belters- Hamer Wald der Fvrstwarlei Reinhardsbain Stämme: 2 Eichen 1. Kl, = 2 Fm., 2 Eichen 2. Kl. = 2 Fm., 3 Eichen 3..Kl. = 2 Fm., 33 Eichen 4. Kl. = 19 Fm., 44 Eichen 5. Kl. - 19 Fm., 55 Eichen b. Kl.--14 Fm.? 1 Brrke 5. Kl. = 0,4 Fm.? 2 Buchen 3. Kl.--2Fm., 2 Buchen 4. Kl. = 1 Fm.,- 2 Kiefern 2. Kl.-2 Fm., 6 Kiefern 3. Kl. = 7 Fm., 46 Kielern 4. Kl. = 37 Fm.,- 1 Fichte 4. Kl. = 1 Fm., 626 Fichten 5. Kl. — 84 Fm.,- 17 Weißlannen o. Kl. = 4 Fm.,- 1 Lärche 3. Kl. = 1 Fm.? Dcrbstangcn: 145 Fichten 1. Kl. — 14 Fm., 405 oichlen 2. Kl. — 17 Fm., 2 Weißtannen 1. Kl. = 0,3 Fm., Ncis- stangen: 11 Fichten 1. Kl. = 0,2 Fm. Zusammenkunft vormittags neun Uhr-auf dem Londorser Weg im Distrikt Steimveg bei Reinhardshain bei Stamm 9tr. 991. Nur das Holz im Distrikt Steinweg sowie ein Teil der Kiefern im Distrikt Hain und der Eichen im Distrikt Beltershcuner Wald wird bei der Bersteigerung vorgezeigt, alles übrige Holz wird von mittags zwölf Uhr an bei Herrn Wirt Max Becker m Beltershain verkauft. 2) Mittwoch den 5. Februar d. F. bei Herrn Wirt Schultheiß in Lumda von vormittags neun Uhr an aus den Distrikten. Timmelbcrg, Lichterwakd, Jgelshain, Heegberg, Sauplatz, Schmidt- busch und Grober Finkenwald der Forstwartei Atzenhain sowie aus dcn Distrikten Geißelstrauck, Birkwald, Hammersloch, Heiligenberg, Buchwaldskopf, Dingerwald, Hinterster Huck, Tränkkopf, Winkelram, Liberg und Börnberg der Forslwartei Lumda Scheiter Rm.: 129 Buche, 10 Hainbuche, 148 Eiche, 64 Kiefer, 19 Fichte? Knüppel Rm.: 94 Buche, 3 Hainbuche, 107 Eiche, 6 Aspe, 141 Kiefer, 66 Fichte? Knüppclrcisig Rm.: 55 Kiefer, 3 Fickte; gewöhnliches Reisig Rm.: 537 Buche, 576 Eiche? Stöcke Rm.: 36 Buche, 128 Eiche, 1 Aspe, 62 Kiefer, 10 Fichte. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. 1458 Stück Fichlen-Derbstangen 990 w „ -Reisslängen Ferner Dienstag, den 4. Februar der Kreisstraße diesseits der Tresenbach. Staufenberg, am 27. Januar 1908. 621 Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Eichen- „ Kiefern- , Fichten- „ 150 rm Buchenscheit 7,2 , Birkenschelt 6 „ Eichenrundscheit 80 , Buchen-Knüppel 10,7 „ Birken- , 22 „ Eiche- , 18 v Kiefern , 42—54 , V 2,89 33—45 , H 5,37 18—29 , V 5,91 21—25 „ ff 1,32 18-25 , u 0,81 Statt besonderer Anzeige im 80. Lebensjahre. Bckanntmachnng Gießen wie Mk. Danksagung B56/1 Ockstadt, im Januar 1908. b27i sagen wir hiermit unfern herzlichsten Dank. Ac tamth §inferfilie&enen Klein-Linden, den 27. Januar 1908. [0543 625 594 72 180 20 10 400 Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. I. N.: Römer, Beigeordneter. inannl. 3,00 Lik. 1,50 „ 0,80 „ Anna Fay et, geb. Noll August Noll Friedrich Noll Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und nach dem Ableben unserer lieben Mtitter, Schwiegermutter,Großmutter,Schwester, Schwägerin und Tante Hierdurch allen. Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, nach langem, schweren, in Geduld getragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter und Schwester KaihaHaw Jahres gestern morgen 5^2 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Heute nacht verschied nach schwerem Leiden unsere gute, liebe Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Grossmutter Mrttwoch, dcn 29. Januar d.J. nachmittags 2 Uhr werden im Biekerschen Saale versteigert: 1 Sopha, 1 Nähmaschine, 1 Fahrrad, 1 Melalldrehbank, 1 zweisp. Pferdegeschirr, 1 Partie Schuhwaren aller Arten, 1 Salonschrank und 1 Schreibtisch in Mahagoni, 1 Sopha (blau) 300 Flaschen Wein u.a.m. L0533 Geiß ter, Gerichtsvollzieher. Beerdigung findet Mittwoch, 29. d.Mts.,nachm. V/2 Uhr statt. 0548 Julius Petri, Montigny bei Metz r. Jorge Fay et Mary Noll, geb. Löber Marie Noll, geb. Lenz. Giessen, Newark, den 27. Januar 1908. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Jahres Familie Grölz, Schuhmacherm. Daubringen, 28. Januar 1908. folgt festgesetzt worden: 1. Ortsüblicher Tagelohn. vom 20. Januar nlung: Jus Butzbach wird lSeneralverjamm- var, da uns hier Kirch-Göns. Ter tzie Versammlung bestimmte Zusage iötzlich, am legten ch nicht möglich, reiben des Kreis- 1 er es uns noch schlossen und auch .im den er nach- auch den Boykott urd) diesen neuen c einmal der Mög- :edjte ausüben zu Sri des Herrn Dr. cht zu verhindeml IzusländigenKreis- jerverbandes) von edi dun- ben mit Rauitati ersten chle als stete 6r- lb", von dem in hanyi nicht. Daß achgönser Rutger- ne Pflicht, die ihm )l, besonnen hat - neu zu können, hat Tr. Bogt am Mittwoch den ringe Niederschlage, chjinde. reicheii. Gießen, 27. Januar 1903. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Rounenroth, den 27. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Ronncnroth. Jacob. Die Beerdigung findet Donnerstag den 30. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. [630 Jagd-Berpachtung. Mittwoch, den 5. Februar, nachmittags 2 Uhr soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau die der Gemeinde Allertshausen zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist von der Bahnstation Londorf in einer halben Stunde zu erreichen. Allertshailsen, den 25. Januar 1908. weibl. 2,00 Mk. 1,20 „ 0,80 „ Gebäude-Abbruch. Die Häuser Große Mühlgaffe Nr. 11 und 17 sowie Sandgasse Nr. 26 sollen Donnerstag den 30. Januar, vorm. 11 Uhr im Wege öffentlicher Verdingung aus den Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen bei uns znr Einsichl offen. Die Besichtigung der Geväilde ist Interessenten gestallci. Angebote sind schriftlich, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genanuteu Termin bei uns eiuzu» Allen, die in unserem tiefen Leid uns so viel herzliche Teilnahme erwiesen haben, sagt im Namen der Hinterbliebenen innigen Dank Ida Bumpf geb. Strack. Auf Grund der §§ 1 und 8 des Krankenvernuierungsgesetzes in der Fassung des Gesetzes vorn 25. Mai 1903 und des § 2 1 der Verordnung vom 13. Dezember 1899 betreffend die Aus- ! führung des Fnvqlidenversicherungsgesetzes ist der ortsüb- l'iche Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter und der Durchschnittswert der Naturalbezüge mit Wirkung vom 1. Juli 1908 von Großh. Kreisamt Lergtbyilg voll Wchmlickeil. Die Pflasterarbeuen sür nie Herstellung des Straßenkreuzes der Frankfurter Strane und der südlichen Kliniksrraße sollen Mittwoch dcn 5. Februar d. I., vorm. 10'/» Utiv, I öffentlich vergeben werden. Arbensbeschreibungen und Bedingungen 1 liegen während der Dienstslunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Borüruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Auf- jchrlft versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen den 23. Januar 1908. Stadt. Tlesbauamt. I. B.: Kohle r. Fich^5dc.-Brustliöiil:oiis haben sich vorzüglich bewahrt u.sind zu haben äbUu.äOPfg-. bei: Gustav Walter. shv"/i a. b. c. d. e. 2. Durchichnittsivert der Naturalbezüge: Wohilung alleinstehender Personen jährlich Familteuwohnung „ Heizung „ Beleuchtung Kost für männl, u. weibl. Personen „ Gießen, den 22. Januar 19ub. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I.93.: Heller. Personen über 16 Jahren „ unter 16 „ Frau Johaaietta üolä geb. Peiri Ott. iettf.. ~ SH «5.4 Ueit$ emziger ^Ziehung itt Garbenkejch . W Ein. „ wt erwähnt L® lenen Qü kommenden könnten, \ entlcheweni-en Minuten, Ären willen ^en -loricrn mü ? werden. lenbchiGießlll- eine sstage nönall kreuzen kuklch: M das Itir-teei garantiert rein, empsteblt 468]______Emit Fischbach. Ausschreibung. Die Ausführung der Tischler-, Glcner- und Anschlägcrarbeiten für das Dienstgcbäude der Kgl. Eisenbahn Betricbsinspektion Marburg soll öffentlich vergeben werden. (hv25/. Die Verdingungsunterlagen sind soweit der Vorrat reicht, gegen post- und bestellgeldfreie Vareinsendung von 2 Mark von uns zu beziehen, auch können daselbst die Zeichnungen eingesehen werden. Die Angebote sind versiegelt u. mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Frertag, den 7. Februar 1908, vormittags 11 Uhr, nach hier einzurelchen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Atarburg, den 24. Januar 1908. ... Königliche Enenbabn - Betriebsinspektion. LergebW hob Pflaster- u. Wufsimrbeittil. Die Ataurer-, Pflaster- und Chausierarbeitell für den Ausbau der Johannesstraße zwischen Block- und Goethesrraße sollen Mittwoch oeu 5. Februar d. F., vorm. 11 Vs Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbcitsbesuireibungen und Bedingungen liegen während der Dlenststunden bei uns aui Zimmer Nr. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und nut entsprechender Ausschrist versehen an und em- zureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen den 23. Januar 1908. Städl. Tiesbauamt. I. V.: Köhler. 1908 liegt gen .1 W H>0TflCä n 11 ■'%' 4) W 16 V Alle Erältisiiogs-Hl wie Ferromanganin, Scotts Kniuision, Ilaeinalogen, BioSon, Sunato^en sowie la. Kiedizinal-Lebertran lose ausgewogen und in Probeflaschen von 50 Pfg. an, erhalten Sie stets frisch aus der 1194 Germania - Drogerie Carl Seibel. Telefon 593. ITankf. Str. 93. HoLzsrrbnrission im Gemeindewald Nonnenroth. Stämme. Eichen: 1 2. Kl. ----- 0,98 Fm., 7 3. Kl. = 5,33 Fm., 43 4. ftl. = 22,87 Fm., 52 5. Kl. = 20,70 Fm., 76 6. Kl. = 18.93 Fm., zusammen 66,81 Festmeter. Fichten: 4 2. Kl. = 7,65 Fm., 13 3. Kl. = 18,84 Fm., 26 4. Kl. = 24,94 Fm., 115 5. Kl. = 56,61 Fm., zusammen 107.49 Festmeter. Kiefern: 4 2. Kl. = 2,86 Fm., 14 3. Kl. ----- 10,56 F>n., 43 4. Kl. = 22,98 Fm., 74 5. Kl. = 22,88 Fm., zusammen 59,28 Festmeter. Buchen: 2 2. Kl. = 2 Festmeter. Eröffnungsterm in ist festgesetzt auf Montag den 3. Februar, uoimittagS 101/2 Uhr. Offerten müssen geschlossiui mit der Aufschrift „Holzstrbmission" an die hiesige Bürgermeisterei eingeschickt werden. Frau Ludwig Sdiiahal Wwe Dorothea geb. Steinmüller, Äergkbiiiig ViiMllllttr-11. Wnstem-Arbeilkll. Tie Alaurer- und Pflasterer-Älrbeiten sür die Ncubefestig- ung der Plockstraße sollen Mittwoch Sen 5. Februar d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbefchrelbuilgeu und Bedingungen liegen ivähreud der Dterrslsluudeu bei uns auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht offen. Angebote aui Vordruck, der daselbst er° hältlich, sind spätestens bis zum vorgeuamuen Zeitpunkt verschlossen und nut entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. b27/i Gießen, den 23. Januar 1908. Stadl. Tiefbauamt. _______________________I. B. Köhler._________ ngen. Station Kra- nvorsichligkeitder ien eines rangio ?enLopfivun. Ha Lew" ä"fot«e . neue W ia bei mar®1' }all eiitjui* ,K$»S \ Militär rst kon f * Kaufhaus i grosse EelegenheltsWufe Günstigste Einkaufs-Gelegenheit für Braut-Ausstattungen ■Hl W V Räumungs-Verkauf Nur zu haben 189 622 Handtuchdrelle. Schlittschube n. Eissporcn :c. billigst (550 bistor cm bei: [223 Stein. [634 Em Zusatz von Versammlrmg [0555 IJebcrall zu haben [8SWl in Paketen von 200 gr. 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Hölzerne Bettstellen Eiserne Bettstellen Kinder-Bettstellen. *r- Für die in Gießen soll 40 auf dem Wege Vergebung Klinik für psychische und nervöse Krankheiten die Lieferung von Raummeter Tanneu-Scheitholz der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. idutc Um ■ ) Üh W unb soda tros Sm jan der 12 die 3. (& bat (ft ßui Pa bai uni vor vor bau fiat Lnz M erhi< v.L Dryc hi5*r 2.K schac in 3 w schv püc 31 Ad Gei De her. Soft unb £J| - Die in Betracht kommenden Bedingungen liegen an yg den Wochentagen von 4 bis 6 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbuceau zur Einsicht offen. Si ; Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Auf- schrift versehen bis zum EröffnungStermm M Samstag, den 8. Februar 1908, vormittags 12 Uhr, An, S Sämtliche Winterwaren Flanelle, Biberbettücher UnterzCuge, Unterröcke Flauellbemden, Beinkleider und wo^ene C©»teo' in den schönsten Mustern besonders billig Seltersbcrg- uud NregelPfad-LZereiuigung Gegründet 1886. Zur Wahrnehmung kommunaler Interessen. Mittwoch, 29. Januar 1908, abeuds Sl/2 Uhr, Restauration Herm. Otto, Franks. Str. (Gambrinusbrau) V „Donnerstag- früh“ trifft eine Sendung Wer LchelWe Große Abwechslung in der Suppe bieten MALM-"' ---------------- ~ Die gesamten. Vorräte unseres Wäsche Ausstattungen und Betten-Geschäfts sind im Br eise -wesentlich reduziert. :: :: 5uc 3nt wen nt i TÄ slyra hier unb hänfi oft d Ml! feig einzul in Würfeln zu 16 l’fg. für 2 Teller. Viele Sorten wie Tapioka- Julienne, Kels. Grünkern, Gersten u. s. w. In frischer Ware stets zu haben bei C28/1 L. Kalkhof Nachf. EL Erle. Westanlase 5. Besitzer von ßrüüdsiiicken als Geschäfts- oder PrivachauS, Billa, Hotel, Fabrik, rllestauram, Rittergut, Landwirtschaft, Mühle, Ziegelei, Bauplatz pp., die vevkanil werden sollen, Hypotheken- oder Teilüaber- Sucheudc 638 senden ihre Adreffe sofort an die Exped. d. Blattes unter 0. M. 30. Generalvertreter in den nächsten Tagen amoesend. Besuch kosleu- lov. Kein Agent. 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TM Kreppeln Berliner Psannknchen und Kaffee per Tasse 10 Pfg-, zu haben bei Wilb. 3immcr, Bäcker,nstr., 207)________________Lömengaffe 27. werden in jeder l0243 < Stellung ausgestopft I. Gettenleuchter, Schulstr. 11, ,upri r._ MAlibi Xußnem Einige selbstgefertigte, bessere Hobcivänke, mit Itliiier Zangen, evtl, auch eine gebrauchte, habe ich abzugcben. Ferner empfehle: Meßlatten, Bificrstäbe, Bifierkreuze, Nivellierlal.. Einen Posten geaichter Meßlatte«» IL Qualität gebe ich ganz billig ab. (0546) Job. Lenz. i Kaiser - Otto - Kaffee zum Bohnen- oder Malz-Kaffee ergiebt das gesundeste, bekömmlichste Hausgetränk! Holzverfteigernng in der fürstlichen Obersörfterei Lich Montag den 3. Februar, von vormittags 91/» Ubr au, im Distrikt Nteilbach: Schetter rm: 537 Buchen,- Knüppel nn: 141 Buchen, 14 Eichen, 12 Erlen: Stöcke nn: 138 Buchen, 11 Eichen, 6 Erlen Neisholz-Weucn: 4200 Buchen, 180 Eichen, 200 Hartlaub- Holz, 750 Weichlaubholz. — Die Zusammenkunft ist auf der Kreis- straffe ^ich-Hattenrod, wo dieselbe vom Brcinalweg Burkhardsfelden —Niederbesilngen gekreuzt wird. Dienstag den 4. Februar, von vormittags 10 Uhr au, in den Distrikten Mtihlwüldchen und Langebcrg: Scheiter rm: 3 Eichen; Knüppel rm: 2 Buchen, 26 Eichett, 4 Nadelholz,- Stöcke rm: 55 Eichen, 6 Nadelholz,' Reisholz-Wetlcn: 1080 Buchen, 1510 Elchen, 6u0 Wetchholz, 130 Nadelholz. — 16 Eichen — 3,47 Fstm. (22 bis 38 cm Durchmcffer). Bou mtttags 12 Uhr an im Distrikt Wcbrbolz: Knüppel rm: 14 Elchen, 1,8 Nadelholz: Stöcke rm: 21 Elchen,- 380 Eichen- Wellen. — 3Eimen-- 1,01 Fstm. (26 bis 41 cm Durchmesser). Von mittags 1 Uhr an im Distrikt Erlcsbcrg: 140 rm Kiefer-Knüppel, 1200 Kiefer-Welten. Dte erste Zusammenkunft am Tage ist bei Mühlsachsen am Mühlwäldchen._______________________________________b »/» dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 11. Februar 1908. Gießen, den 21. Januar 1908. B"/. Großherzogliche Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. Stenographie. Die Stenographen - Gesellschaft Gabclsberger eröffnet Mittwoch, den 29. d. Elis., abends r/,9 Uhr, in ihrem Vereitts lokal „Hotel Einborn" für Damen und Herren Lehrgänge für Stenographie u. Schreibmaschine. Gefl. Anmeldungen an den 1. Vorsitzenden Lenz, Wolfstr. 4, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. • Gienen, 18. Januar 1008. vM/i Der Vorstand. KttMlMetti empfehle: Krepvelmcbl 5 Pfd. 100 Pf. „ feinstes 5 „ 1,05 „ Buder per Pfund 22 Pfg. Palmbutter Pfd. 60 Pfg. Vitcllo - Magarine. Schweineschmalz per Pfund 64 Pfennig. Fein. Backöl Liter 84 Pfg. „ Salatöi „ 80 „ „ gen«. Marmelade per Pfd. 30 Pfg. 10-Pfund-Eimer Mk. 2£0. L.Steßnhäiasea*. Fritz Müller jr., Neustadt 41. Gegel! Nie Füße! Hutzschtüpser, £ Kamelhaar gefüttert,«für Damen und Herren, Paar 25 Pfennig. A-SaioimmMe. B Verkauf von Kaffee-Resten solange Vorrat [4I7 Pfund ©5 Pfennig Buchthafs Kaffee - Magazin, Sclterswsg 14.