sind ferne Landschaften, in denen eine gewisse Monotonie sich breit macht. Auch sein „(Stjopin*, oa-3 Gegenstück Mi „Beethoven*, zeigt ihn, wenigstens nach der hier ausgestellten Reprobutnon zu schließen, durchaus nicht aus der gleichen Hohe« Hier islls, wie bei Thorwaldsens erklügeltem „Morgen" im 93er- flleid)e zu seiner herrlichen, dem Innersten entsprungenen „Stacht", die merkliche Absicht, gleiches zu geben, die verstimmt. Gerühmt zu werden verdient noch das Kunstblatt „Heidelberg". -i- — Marburger Mappe. Die Hof-Buch- und ftnnftrt Handlung Karl Victor in Kassel hat soeben eine Mappe von Mar-i bürg herausgebracht. Es sind zehn Original-Steinzeichnungenl von F. Fenncl, b:r mit feinem Gefühl für malerisckst Schönheit Sicherheit in der Technik dieses Kunstverfahrens verbindet. Der Blick von b r Schloßterrasse ins Lahntal mit den zwei Käftanien-i büiimen zeigt eure wundervolle Herbststimmung, zart geschaut und mit, man nuschle sagen, poetiidfcm Temperament toiebergcgeben., Ter Universität. Ter Friedhof ttrieomim zeigt uns die ganze Traulichkeit eines althesfischen Städtebildes. Mit derselben Meisterschaft und Liebe sind die Pfarrkirche,, Wehrda usw. ersaßt und wiedergegeben. Tas ist beste Heirnatkunft. — KleineChronik aus Kun st undWissen schäft. In Prag ist der Universitälsprosessor _ Dr. Pala cky und der czechische Dichter Sivatopluck C e ch gestorben. (Cech, geb. 1816, studierte die Rechte, wurde in Prag Redakteur, 1895 Reichsratsadg. Er war der Hauptvertreter der nationalen Rechte m der czechische» Poesie und als Epiker bei seinen Landeslenten besonders geschätzt. Seme Prosa ist das edelste, was die czechische Literatur bietet. D. Red.) — Zur Errichtung eines Berliner Fontane-Denkmals fordert ein Komitä aus, dem von Schriftstellern, Gelehrten und Künstlern unter andern Bölsche, Dr. Arahm, Pros. Louis Corinth, Friedrich Dernbiirg, der Direktor des KupferslichkabineUs Dr. Friedländer, Fulda, Gerhart Hauptmann, Heyse, Kainz, Kampf, Liebermann, Mauthner, Alessel, Meyerheim, Prof. Dr. Richard M. Meyer, Raabe, Bürgermeister Dr. Reicke, Schlenlher, Erich Schmidt, Sudermann und Wilbrandt angehören. Aber auch der Reichskanzler (als Ehrenpräsident), der Minister Holle, v. Moltce und v. Rheinbaben und die Vertreter der Siadt Berlin beteiligen sich. Der Ausruf besagt, daß das Denkmal von Professor Max Klein ein Standbild in ganzer Figur sein wird. — Aus Beranlassung der Münchener Polizcidirektion ist sämtlichen Schulpflichtigen der Besuch von Nestroys Zauberposse „Lu in p a c i • vagabundus" verboten ivorben. Im Sendlinger Bürgev- lheäter zu München wimmelte es in den letjtcn beiden Borst eüungen dieses Stückes von Kriminaljchutzleuten mib Schul» pedellen zur Ueberwachuug des merkwürdigen Befehlt Zweites 158. Jahrgang AHchetrv Ktzsich mtt Ausnahme des Sonnkagr» 13» 0BSKEKM a ei stonrurüenyiiauiei em. .ter '^.aais-iercctar mou^ie ouiur ttgen, daß die Kvnsurr cnzklausel gänzlich verboten und so den ^erstag M Kulaimyä. j . । flut abgestimmt und kleine Stockungen störten nicht sonderlich, r ikos felber schui als Vater eine ivohlgelungene Eharakiersigur. | Stoben als Sohn zeigte im ersten Akte erfreuliche Jünglings- ij H d)e, die ihm immer gut zu Gesichte sicht. Später fehlte ihm i! bcs kernhaft Männliche, das weltmännisch Sichere mib lieber- ir mhoielW, i w llllüiWL W,l Mfkßenei $amlltenbl6tterN werden dem „Alnzriger" viermal wöchentlich beigelegt, daS sür des Kreis Dietzen" zweimal VtttzcntUch. Dir ^randwirlschaftlichen Srtt- fteye** erscheinen monatlich zweimal. der fortgesetzten Beratung des Justizetats kommt Ab- -Mmeter Schack (toirtfd). Vgg.) auf die Kvnkurrenzklausel zu i>Kd)cn, deren Beseitigung notwendig sei. Tie Verhandlungen -,v. bm KäusinaruiSgerick ten sollen ergeben haben, daß die -ucrgese^ 1 TnÄorfiw bjDüttcBae Vater und Sohu. .i>cn 27. tfo Mbti im 3^ lprm. ritta« J Redaktion, Expedition und Druckerei: Schu!» straße 7. Expedition und Verlag: oL Redaktion:e-^112. Tel.-Adw:AnzeigerG retzen. rckumg: Ul'che Vm — -.rnhair Männliche, das weltmännisch Sichere und Ueber- lt- enc. Er blieb jünglingshaft zerfahren. Es bestand in ferner Erstellung fern wesemlicher Unterschied zwischen dem ersten und beiden folgenden Akten, obwohl Zähre der völlig ummodeln- bp Reise dazwischen liegen. So machte er uns wohl den guten V'Uil durchweg sympathisch, ohne ihni iiides völlig gerecht zu »eiben. Angelina Gurlitt, der Berliner Gast, ist eine R uiftlcrin von nicht gewöhnlicher Technik, von charmanter Roiitine Mb schmiegsamer Grazie. Sie hat als Tochter des Landes der auf- Wenben Sonne ihrer Sprache eine überzeugend exotische Färbung Clilt apartem Wohllaut gegeben. Da^u kommt eine gewisse exotische Mittwoch 26. Februar 1908 aa Rolalion-druck und Verlag btt Brühlfche« UnwersitätS - Buch- und Stemdruckeret. ® ür 8 N* Lange, Gießen. parlamentarisches. Der Preußische Eiseubahuctat. Die Diidgetkommijsion des preußischeii Abgeordnetenhauses beriet am 25. Februar den „E i s e n b a h n e t a t" weiter und verhandelte speziell über seine wirtschaftliche Seite. Aus den Erklärungen des Ministers und feiner Kommissare ist folgendes hervorzuheben: Eun- sichlllch der Wagengemeinschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen mit Mecklen bürg mit Wirkling vom 1. April ab. Verhandlmigen mit Württemberg und Baden schweben. Die hragc, otz diese Beiträge der Gcnehmiguiig des Abgeordnctei.haiises bebürflen, wurde von dem Minister verneint. Mit Rückfiait auf die ungünstigen Verhältnisse mürbe eine Ermäßigung der Gütertarife nicht in Aussicht genommen. Tie weitere Entwickelung mürbe auf bem Wege ber Ausnahmetarife für Rohstosse erfolgen. Es wurde der Nachweis erbracht, daß die E r m ä ß i g u n g der Gütertarife in den letzten 20 Jahren eine ganz erhebliche gewesen ist. Tie Ablvanderung von der ersten in die ziveite Klasse betrug 2i>u,0, von ber ziveiten bis in die dritte 4 bis 3 % als eine Folgewirkung bei Tarifreform unb der Fahrkartensteuer, wobei,letzterer m der Hauptsache der treibende Äioment zusällt. Der E i n n a h m e a u s s a l! i n s o l g e der F a h r t a r t e n ft e it e r betrug 10 Millionen. Vom 1. April ob wirb eine erhebliche Berrnehrung von zuschlagfähigen D-Zügen unb bie Aufhebung znschlagiähigcr Schnellziige eintrelen. Die Zahl der V-Zugwagen bezifferte sich im Jahre 10u7 auf 54G und beträgt im Jahre 1908 etwa 1100 und wirb sich im Jahre 1909 auf etwa 1400 belaufen. Die Schnellzüge, bie den Fernverkehr dienen, behalten, solange fte auch noch nicht in V-Zi.ge unn gciuanbelt sind, in ihrer verminderten Zahl die Fahrkartenzuschlagspflicht. Tie Fahrkartenausgabe zu einem dritten Orte wird eine beschränkte bleiben. Zuschlagskarten werden unbegrenzt auch ohns Fahrkarten an jedem Orte Deutschlands ausgegeben. Ebenso Gepäckscheine für Ha ndlungs reisende, die über 200 kg Gepäck aiügebcn, zahlen künftighin nicht mehr die doppelte, sonder» nur bie einfache Taxe. Auch ohne eine Fahrkarte kau» künftig Gepäck aufgegeben werden unb es wird dann als Expreßgut nach dem früheren Gepäcktarif bezahlt. Berlin, 25. Febr. Die Börsengesetzkommissioa verhanbelte heute über den 8 öl, der besti.nmt, daß der Bundesrat Borsentermingefd}äste in beftimmtat Waren oder Wertpapieren vcroiclen ober die' Zulässigleit von bestimmten Bedingungcu ah* hängig machen kann. Anstelle dieses ParagraplstN wurde ein Antrag des Abg. Bitter (Ztr.) angenommen, wonach diese sakub, lative Vorfchrist obligatorisch Kraft erhält für den Fall- daß die nach § 48 erforderliche Genehmigung des Borsenvorstanbes zum Terminl-andel verweigert oder zurückgezogen wird. — Nach den neuesten Informationen der deutschen Wein, zeitung wird ber 2S e i n g e f c ij e n t m u r f einer nochmaligen Um- arbeitnng unterzogen, nachdem der zweite Entwurf bei den Einzels staaten prinzipielle Bedenken erfahren hat. .Diese erstrecken sich insbesondere auf die räumliche Begrenzung, die Etikettenfrage unb, die reichseinheitliche Kontrolle im .Hauptamt. Deutsches Aeseh. Berlin, 25. Febr. Ober-Po st direktor Voroeck Berlin wurde zum Ministerialdirektor der 4. Abteilung im Reichs-, Postamt, Ober-Po st direktor von S ch l i ch t i n g - Bremen zum Unter ft aatdfeEretär im Reichs-Postamt er-, nannt. b. Schlichling, ein Mitschüler deS Kaisers aus seiner Kasseler Zeit, wird als Nachfolger Shdows auch die 2. Abteilung übernehmen, da er selbst aus der Telegraphen-Berwaltung hervor- gegangen ist. — Die Bearbeitung der neuen Felddreustord- nun g ist soweit vorgeschritten, daß ihre endgültige Genehmigung durch den Kaiser unmittelbar bevorsteht. Die Truppen dürften zu Beginn der Frühjahrs-Ausbildungsperiode bereits im Basis dev ausgearbeiteten Vorschriften sein. DikULtzcyer Reichstag« Sitzung wonv 25. Febr. 1908. Am Bundesratstische: v. Bethmaim-Hotlweg, Kvätke, Nieber- )itg, Dernburg, Sydow. Ter Präsident eröffnet die Sitzung umf 1,20 Uhr. Ter Gesetzentwurf betr. Abänderung des Gesetzes für das lÄegraplstnwcscn 'beö deutschen Reiches (Telefunrengcsetz) wird ji dritter Beratung ohne Debatte angenommen. Sodann wird der Enttvurf des Scheckgesetzes in dritter Be- -i imtg cndgÄtig nach den Beschlüssen der ^loeiten Lesung an- Komödie in 3 Akten von G u st a v E s m a n n. Das tragische Ende Esmanns, eines Kopenhagener Lebemannes, der als stattlicher Vierziger durch bie von wilder Eifersucht geführte Land einer seiner Geliebten ums Leben kam, hat bie Aufmerksamkeit" ber deutschen Bühnenleiter auf dessen Dramen geltet, unb nn Oktober v. Js. erschien „Vater und Sohn" in bei schickten Verdeutschung Rudolf Presbers auf ber Bühne des frankfurter Schauspielhauses. Damals bereits habe ich an dieser stelle von dieser Komödie gesprochen. Sie ist nicht allzu literarisch, wer cnnüsam, etwas sorglos, aber anständig gemacht, von behaglicher Breite. Zuerst erzieht der Vater den Sohn unb treibt ihm teu ersten Liebeüuusinn kräftig, aber wirksam aus; em paar Jahre ipütev, und das Umgekehrte vollzieht sich: Der Sohn, mzwischeii fernen Osten zum tatfräftigen Aianne herangereift, macht den «»h der landläufigen Spießer-^Aioral" zermürbten, an veraltete, r'irnunftlofc Gejellschaftsiiormen sich gefesselt sehenben, einst so s-asfensfrohen, jetzt sich selbst verlierenden Vater zum Ersuller seiner Ipiten Liebe. . Tas beste an dem Ganzen ist ber erste Akt: der mittlere ist 1 ünalje überflüssig und der letzte ivirft lediglich durch den i-trallelismus zu dem ersten, indem sich das ganze Spiel an der- luden Stelle noch einmal wiederholt, nur eben mit vcrtau]d)ien ■ Allert. Bei der hiesigen Inszenierung ist der erste 'Akt leider sehr Leblich gekürzt. DaS ganze Strafgericht der heben Familie über Ikt Sohn ist in Fortlall gefommen, ebenso die Szenen des erpen MtretenP des Schmarotzers Neergaard. Gerade diese gestrichenen ^enen aber charakterisieren erst so recht die üble Lippe von Vater wb Sok)n. Trotzdem aber ist ein Erfolg festzustellen. Die Aufführung war von Oberregisseur B a k o f im ganzen AnsSsnS. Stockholm , 25. Febr. Die Regierung schlägt dem Reichstage erhöhte Steuern für ausländische Musiker nnd Künstler vor. Für selbständige Vorstellungen und Vorträgkf sollen 5 Proz. brutro, für Mitwirlung an Konzerten und Vvr^ stellungen 10 Proz. des Einkommens, mindestens 50 Oere täglich, verlangt werden. „ Lissabon, 25. Febr. Die bei der Pariser Gesellschaft „Urbaine" auf das Leben des ermordeten König s^D o Carlos versicherte Summe von 1.1 Millionen FrankH war bei der Bank von Portugal verpfändet. Der, Betrag wurde gestern ausgezahlt. Diese Tatsache erregt Aufsehen da das VersicherUngsgeld zum Abtragen der Staatsvorfcyüfse, die Dom Carlos erhalten hatte, verwendet werden f^lte. Nuance ihres Lleußeren und ein exquisiter Toilettengeschmack. 2)ht der Akustik unseres Theaters noch unvertraut ging den meisten Zuhörern meles von ihrer Rede vollkommen verloren. Jeden- mlls fügte sie sich unserem Ensemble adäquat ein. Nicht Nicht am rechten Platze stand Helene Ach ter berg, Misere ausgezeichnete »Nabensteinerin". Ihr ist nun einmal das Heroische die rechte Domäne. Für em „kleines Frauchen" fehlen ihr doch bie passenden Dimensionen. Recht gut, und geschmackvoll genn.q, um nicht in die ordinäre Sphäre der Fraiiksurter Darstelleri»i dieser heiklen Rolle zu verfallen, gab Toni Spion die Halbweltdame Camilla (bie Fr. „Camilla" erscheint in unmöglichem, lächerlich kiirzen hellrolen Seidenröckchen und aufdringlich sich präseii- tierenben weißen Dessous. Auch v. d. Becke und Gse ll, soivie 2 o r a O r m o n t zeigen sich in ihren wenig sympathischen Aufgaben liebenswürdiger als die entsprechenden Frankfitrter Darftellcr. Ter Beifall rvar marin unb bie Inszenierung, mitsamt bem sehr wohl gelungenen Gewitter im zweiten Akte, angemeffen. Nb. : ®aPpnun — Im Kunstsa 1 on Hirz in G i e ß e n ist z. Z. ein ffie- mälbe alisgestellt, das auf seiner Wanderung durch franzölisckie und deutsche Städte zu bedeutendem Rufe gelangt Hi: „B eelhove n", von dem jungen Italiener L. Balestrieri in Paris. In einen; großen Dachzimmer, einem Atelier enva mit Oberlicht ober elektrischer Deckenbeleuchtung, gewiß im Quartier Latin zu Paris, lauschen em paar Bohemiens, dem Anscheine nach Polen, zuin mmbe|ten Slaven, bem Geigensp-el eines Kollegen, ivahrend ein anderer auf dem Piano begleitet. Die beiden Musiker habeii die Hörer ganz in Banden geschlagen. Weichen Ernst lösen die Töne bet bem einen aus. Wie Angst unb Trauer um ein verlorenes Leben durchschauert es bie rolblonbe Grisette, bie sich an den ernsten reimb lehnt. Dem Dritten flößen die Melodien Rührung em, er birgt den Kopf in den Händen und scheint zu meinen. Em anderer steht tiefsinnig im Hintergründe ganz verloren in die "wtaphysische Welt der Töne, bie bie Mansarbe durchfluten. Tie Macht ber Musik, malerisch vornehm unb lyrisch ergreifend behandelt. Die innere Geschlossenheit des Bildes, das überwiegend durch körperliche Gebärde den seelischen Vortrag vermittelt, ist des Malers Hauplstärke. Die nur angedeutete Lichtquelle würde, sichtbar gemacht, ohne Zweifel von dem intimen Reiz ber versun kenen Musik- enthusiasien ablenken,barum verbarg der Ataler sie. Balestrieri lernen wir hier, wie mich aus den meisten weiter hier ausgestellten Re- prcbuftionen anderer seiner Werke, als einen Virtuosen des Zwielichts kennen, als Tämmermaler von starker JnMüion, schäristen Erkenner ber verschiedensten Lichtmrancen und vollendeten Beherrscher der maleriicbeu Technik. Wenig« anjprechend in der und tibfli rtossherzofi :ssen kurzen Zeiü' machend «h ;elühri; tjges Bindel, i Gesinnung f mde; brin? i' . aus beide j iiessische ■ftTTtschaftspi? da weiteste^ ■ geraten-A®; ^oncen'l? sspreia: w76. bei der Poä; isinnigeu le Vonög len BesteM gegen. ! /Leerungen auf ein vollständiges Verbot ber Klausel doch nicht -iigehen würden. T-ie sogenannten geheimen Ablomme-n, luic der D-Banken seien ebenfalls Gegenstand von Besck-werden vitrefeit. Redner geht auf die einzelnen Fülle der angewen- !Ln Konkurvenzklaufel ein. Ter etaatyfefeetär möchte dafür 5c;# s& Iuuck (Natl.) wünscht uicksts sehnlicher, als daß der Staat von dem § 184 a des Strafgesetzbuckies Kugunsten der Kinder energischen Gebrauch mache. (Lebh. Beifall.) Redner begründet svdami die Resolution betr. die gesetzliche Regelung der Tarifverträge. Absichtlich set diese gerade zum Justizetat eingebracht worden, weil es speziell dir Reckstslage der Tarifverträge sei, die einer Prüfung bedürfte. Es fei geradezu ein Ai angel von reckstlicher Sicherung der Tarisoerträge tzu fonftatieren. Die öffentliche rechtliche Regelung lehne feine Partei ab, wegen der rmt bem offenen Reckst stets verbundenen Schablonisierung. Staatssekretär Dr. Nieberding erklärte, irn Reichsamt des Innern und irn Reichs-Justizamt sei man sich über die große Bedeutung der Tarifverträge in wirtschaftlicher und sozialer Beziehung einig. Eine evenll. Regelung könne aber nicht partikular- rechllich, sondern müßte rcichsrechtlich erfolgen. Auch sei cs dringend erwünscht, zu einer solchen Siegelung bald zu kommen, ade: so einfach wie der Siebter es sich vor stelle, fei die Siegelung durch das Gesetz nicht. Bei einer solchen würden die Anregungen der Adgg. Gröber und Junck gebührende Berücksickstb- gung 'finden. -1 .4 Heine (Soz.) kommt nochmals auf die Kontroverse zwischen Maltzahri und Stadchageu am vorigen Jrellag zurück, und bezeichnet die Amtsführung Stadthagens als eine vollkommen ehrenhafte. Er trete für Stadthagen nicht aus persönlicher Freundschaft und Parteirücksichten ein, sondern indem er seinem Gewissen folge. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft im L>arden-Prozeß mache den Eindruck der Verworrenheit und Unklarheit aus Mangel an Verständnis. Redner führte dann näher einen Fall an, indem die Staatsanwaltfchast ein Einschreiten gegen die SMxiUion ber Zeitung „Die Post" wegen Beleidigung des Abg. Fischer-Berlin, bem die Annahme von SchnriergeLern vorgeworfeu war, ab- gelehnt hatte. Staatssekretär Dr. Nieberding: Der Dorredner würde der Sache besser dienen, wenn er sich nicht aus eine Verallgemeinerung einließe und nicht die gairze Rechtspflege in Preußen angrifse. Er erkenne an, daß die Handhabung der Bestimmungen über die Erhebung der Anklage eine sehr schwierige sei. Wenn aber der Vorredner durchblicken ließe, daß es zuwellen auch bei den Staatsanwällen an gutem Willen fehle, die Verhandlungen unparteiisch zu würdigen, so müsse er dies als eine ungerecht- icrtigte Verleumdung zurückweisen. Der Vorredner habe sich aber geirrt, wenn er meinte, der preußische Justizminister hab, von der hier volgebrachten Sache gewusst, und es sei ausiallend, daß der Staatsanwalt erst Ermillelu.'.gen einleitete und nachher bie Verfolgung nicht eintreten ließ. Es liege hier ein bedauerliches Mißverständnis vor, dessen sich der Staatsanwalt schuldig gemacht habe, ein weiteres aber nicht. Ein polit. Einfluß sand nicht statt. Kreth (Kons.) meint, das Verlangen Heines, daß mehr Staatsanwälte zum Schutze der Abgeordneten erforderlich seien, sei unersüllbar, denn dann brauche man allein in Berlin sechs Staatsanwälte mehr. Auf den Fall Stadthagen eingehend, führte Redner aus, daß zweifellos ein großer Teil der Anwälle mit Stadthagens Verhalten nicht einverstanden war. Wenn die sozialdemokratischen Rechtsanwälte so großen Wert ans die Zugehörigkeit Stadthagens zu ihrem Stande legten, dürfte es ihnen nicht schwer fallen, das Verfahren zur Wiederaufnahme herbeizuführen und Stadthagen wieder einzusetzen. Im lveiteren Verlauf wird Kreth vom Vizepräsidenten Kämpf ersucht, zum Reickfs-Justizamt zu sprechen. Kreth schließt, wenn die Regierungen eine gesetzliche Handhabe bekommen wollen, um gegen die standalöjen Auswüchse der Sozialdenwkratte scharf vorzugehen, so werde seine Partei sie ihnen nicht verweigern. Heckscher (Freis. Vp.) wendet sich gegen Stadthagen wegen dessen scharfer Angriffe gegen die Hamburger Justiz in Sachen der Hafenarbeiter. Hierauf wurde die Diskussion geschlossen. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird der Gehalt des Staatssekretärs bewilligt. Es folgt die Abstimmung über die Resolutionen. Angenommen wurden die Resolutionen auf Erhöhung der Gebühren für Zeugen und Sachvcrftändige und wegen Gewährung der Selbstbelöstigung und der Selbftbefchäftigung der llnter- suchungsgcfangenen. Tie Absttmmung über die Resolution Basser- mann wegen des Sttafverfahrens gegen Jugendliche^ mit dem Anträge Kirsch wurde bis zur dritten Lesung ausgesetzt. Die Resolution wegen einheitlicher Regelung des sttafverfahrens wurde angenommen, desgleichen die übrigen Resolutionen mit Ausnahme derjenigen, bett. Errichtung von Straslolonien, betr. Sondergerichte für Bureaugehllfen und betr. Zengnisverweigerung der ReichstagSabgeordneten. Sodann wurde die Weiterberatting auf Mittwoch. 1 Uhr vertagt. Außerdem Petitionen, Wahlprüfungen und Aenderung der Gewerbeordnung. Schluß nach 6^2 Uhr. eP. nnd * Ms -d iisene ■tflfeifall rechts.) StaaiSfekretLr Dr. Nieberding : Die »Frage bedürfe einer ntAnnnnlij rnisten Prüfung. Die materielle Bedeutung der Sackst über- hh i hB ih'che dw Vorredner vielleicht. Sie habe aber auch eine kolonial- UUilUdOuIll wlitische, juristische und sehr große sinanzielle Bedeutung. In ' l.jjter Beziehung seien die Ausführungen des Vorredners nicht ■ cusreichend gewesen, um alle Bedenken zu zerstteuen. Die 'Regierungen werden sick)! auch in Zukunft mit der Frage be- iLstftigen^ tTD^yemi Halle er cs aber nicht für augezeigt, die Ümahme der Resolution zu empselsten. von Chrzenowski (Pole) fiiljrt unter Hinweis auf eine vcVf.; Anzahl auf den Tisch des Hauses niedergelegten Sck-risten, Aicher, bildlicher Tacstellungen nsw. ans: Alle diese Bücher :inb Schriften seien wegen ihres aufreizenden Jnl-altes^ Uni- I liniert werden. Unter dieser. Firma werde von der preußischen Regierung ein erbitterter Kämpf gegen die polnischen Dichter irb die polnische Kunst geführt. Schreite Preußen auf diesem D’abe weiter, so werde es sich noch um den letzten Rest von äwdit in der Welt bringen. Roren (Ztr.) legt gegenüber dem Abg. Müller-Meiningen tot, daß seine (Rüvens) Ausführungen im Abgeordnetenhaus ültr die Veläucpfung des künstlerischen Schmutzes die allseitige Siftimmung des Hauses gefunden hätten, da er hauptsächlich das Lcherhandnchlnen des lllerarischen Schmutzes behandelte: ferner h'Cbe er erklärt, daß dagegen schon auf Grund der befreheuden tiftimmungen oorgcgangen werden könne, lucnn * auch eine ge- sctzliche Festlegung des Begriffes „unzüchtig", erwünscht sei. Tcr Ctzurutz mache sich breit unb gewissenlose Spekulanten ve- b.efen durch ihre dreiste freche .yanblung, daß der Grund ^Tiür tuemger in Sem Mangel an ausreichenden gesetzlichen •-’.'fiimmungen, als in der Anwendung der bestehenden 'Gesetze l»gc. Er wolle nichts als die hcramvachsende unb unticrborixaie Zilgend gegen sittliche Verseuchung und gegen das gewissenlose Sbekulantentum schülstli. Es sei eine traurige Tatsache, baß tei obskonen Bilder und Schristen in ber letzten Zeit unheimlich zugenomimen hätten. Er wolle keine Knebelung der Kunst, fc^ibem das Gegenteil, Befreiung der Kunst vou ihrem größten winbe, der sie zum Gemeinen degradiere. " LAmschen der HandlrumsgeMen fistechnung getragen werde. Staatssekretär v. Shdow führte aus: Es liege ihm da- llM, die erste Gelegenheit, nachdem er das Reichsschatzamt über- •nTimen habe, zu einer kurzen Erklärung persönlicher Art zu .Miuben. In seinem neuen Bernsskreis liege ihm vor allem bie Ausgabe ob, sich über den Stand wichtiger und schrvieriger y-eegen zu informieren. DaS werde bie nüchsterr Wochen seine -trdcllskrast ziemlich stark in Anspruch nehmen. Man werde b verstehen, wenn er nicht so häufig luic sein verehrter Amts- Migängei hier erscheine und er werde die Vertretung in den fernen, die nicht die Reichsfinanzverwaltung berühren, nicht M.LbÜ führnr, fonderu feinens Kollegen Twele überlassen. Er 'mJc Wert darauf gelegt, diese Erllllrung hier zu Anfang abzu- sübcn, dunut seine häufige Abwesenheit nicht als Mangel an Rücksicht gegen dieses HauS ausgelegt werde. (Beifall.) von Liebert (Reichspartei) begründet die Resvlutwn be- i^esfeud die Deportation. Der Gesundheitszustand unserer Ge- iitgenen sei nicht der beste, besonders greise die Tuberkulose immer ine Ire um sich Mau solle chnen in einer neuen Welt ielcger.hcll zu iteueml Leben geben. Afrika fiomme nicht in >ü)ilN»lM betracht, du man den Eingeborenen nur gute Vorbilder geben Hirse. Es kämen Neuponunecu und die Marianen in Frage, ts handle sich hier allerdings um ein neues Projekt, das sich i ittoideln rmd dessen Ideen sich allinühlich einbürgem müßten. 4u» unO LanS. Gießen, 26. Februar 1908. Die Schweinezucht in Oberhessen. Ms im Herbste 1906 die Schweinepreise außergewöhnlich hoch waren, wurde von den Vertretern der städtischen Gemeinwesen als Begründung für die Ermächtigung zur Einfuhr von Schweinen aus dem Auslande die Behauptung aufgestellt, daß die deutsche Landwirtschaft gar nicht in der Lage fei, den Bedarf von Schweinefleisch durch Inlands- Produktion zu decken. Die Vertreter dieses Standpunktes dürften nun wohl feit jener Zeit durch die Entwickelung der Verhältnisse eines Besseren belehrt worden sein. Die Schweinemast hat in dem Maße auch in Oberhessen zu- genommen, daß die Schweinefleisch preise aus einen Tiefstand angekommen sind, wie seit Jahren nicht. Die Schweinemast selbst hat aber auch fortgesetzt an Ausdehnung zugenommen und nimmt weiter zu. Es geht dies besonders aus einer Einrichtung des Land- wirtschaftskammer-Ausschusses hervor, wonach Gemeinden, welche reine I.orkshire - Eber aufstellen, zu den Anschaffung skosten einen Zuschuß von 20 % des Ankaufspreises erhalten. Allein im Februar d. I. haben von dieser Begünstigung sieben Gemeinden, nämlich: Reichelsheim i. d. W., Borsoors, Nieder-Mockstadt, Trais-Horloff, Echzell, Altenstadt und Eichelsachsen, Gebrauch gemacht. Seit Herbst v. I. sind außerdem folgende Gemeinden unterstützt worden: Dors-Gill b. Lich, Fauerbach v. d. H., Angenrod, Ruppertenrod, Flensungen, Lang-Gons, Bönstaot, Rüddingshausen, Nieder-Weisel, Ilbeshausen, Oppenrod, Ober-Mörlen und Ober-Ofleiden. Außerdem liegen noch Anträge von zehn Gemeinden vor. Jedenfalls ist hieraus ersichtlich, daß das Jnterefse für die Förderung der Schweinezucht außerordentlich gewachsen ist, und daß, roenn nicht durch zu niedrige Preise die Schweinezucht unrentabel und, hierdurch veranlaßt, eingeschränkt wird, ein Mangel an Schweinefleisch für die nächste Zett nicht, zu erwarten ist. * — Ta geskalender für Mittwoch, 26. Febr.: Stadt- theater: »Vater und Sohn*. Anfang 7 Uhr. * * Vom Großh. Hofe. Im Neuen Palais zu Darmstadt sindet heute abend ein Tanzfest statt,' zu dem 'n. d. Darmst. Ztg. etiva 130 Einladungen ergangen sind. * * Pfarrp ersonalien. S. K. H. der Groß- herzog haben den von Sämtlicher: Ricdesel Freiherren zu Eisenbach auf die evarigelische Pfarrstelle zu Brauer- schwend präsentierten Pfarrer Johs. Stähl in zu Darmstadt bestätigt. * * Ucbertragcn wurde dem Lehrer Karl D ärmer zu Ettingshausen die vierte Lehrerstelle an der Gemeinde- lchule zu Lich. • • Bestätigter Bürgermeister. S. K. H. der Großherzog haben die durch die Stadtverordnetenversammlung zu Bingen erfolgte Wiederwahl des bisherigen Bürgermeisters, der Kreisstadt Bingen Franz Ness bestätigt. ** Der Landwirtschaftliche Vortragskurs s ü r Landwirte, der vom 25. — 28. Februar im Städtischen Scrai- bau zu Darmstadt von der Landwirlichaftskammer uevanflnltet ‘Wirb, nahm gestern vormittag unter großer Beteiligung — es waren etwa 200 Landwirte aus allen drei Provinzen zugegen — seinen Ansang. Der Präsident der LanowirlschaitSkaminer, Geh. Regierungsral Haas, eröffnete den Kursus mit einer Ansprache, in der er aui die hohe Bedeutung der Heranbildung möglichst vieler junger, tüchtiger tind rationell arbeitender Landwirte huuvieS. De>i er|len Vortrag hielt Geh. Hosrat Proi. Tr. Wagner über die Stick- stoffdünguiig der Kulturpflanzen unter besonderer Berüctsichtignng der neuen, aus dem Stictsloff der atmospharlscheil Lust gewonnenen Düngemittel. Nach turzer Pause sprach dann Pros.Tr. Gisevius- Gießen über das Llnbauverhäluus der Ackerbausrüchle iind die Fruchtfolge. Beide Vorträge ivurden mit lebhasteui Veisall aus- genommen. Zum Ball d e r Unteroffiziere empsingen wir noch eine Anzahl Zuschriften, von denen wir nachslehend das tatsächliche eines Schreibens veröffentlichen, worin die unzutreffenden Angaben des Frankfurter General-Anzeigers über die Angelegenheit berichtigt werden. Es heißt darin u. a.: Die Unteroffiziere hallen mit dem Wirtschastsbelrieb durchaus nichts zu tun und stehen mit dem Einkauf des Weines in keiner Weise in Beziehung. Was die Lleseruiig des Weines betrifft, so sind nur solche von bester Qualität imb zwar nicht von auswärts, sondern von einer hiesigen Firma bezogen tvorden. s2lu6 der Weinkarte ist ersichtlich, daß Wem m verschiedenen Preislagen zu haben ivar, die billigste Sorte ivnrde schon zu DiL 1.40 die ^'laiche verkauft. Weine in der Preislage von 60 Pfg. per. Flasche sind überhaupt nicht eingekauft worden. Außerdem |ei noch daraui hmgewiesen, daß man eine derartige Festlichkeit, wenn sie in einem Lokal, wie die Turnhalle, slallsilldcn soll, bei Verkaiis von Bier nicht abhalten kairn, denn nur die Aliete des Saales lostet allein Mark 65.00, hierzu kommen noch die anderen Unlosten, die gering veranschlagt, die gleiche Höhe erreichen. Unter diesen Umständen müßte das Glas Bier, Liter Inhalt, mit BO Pfg. verkauft werden; zieht man m Betracht, daß cm Fest- leilnehmer eine Flasche von Alk. 1.40 lrintt, er in gleicher Zeil einen größeren Belrag für Bier ausgibt. Der Regiinenlstomman- feur v. Atüller hatte die Turnhalle überhaupt nicht beireten und konnte deshalb auch lein Glas Bier verlangt haben; wäre dies geschehen, so wäre seinem Wunsche entfproajen worden, da auch Vier am Platze war. *^TelephoninderBahnhofsvorhallc. Um einem bringenden Bedürfnis der an- und abreisendcn Personen am Bahnhof zu genügen, hat man in der Vorhalle unseres neuen Stationsgebäudes einen Telephon-Automaten ausgestellt, der auch schon recht stark benutzt lvicd, natürlich in Marburg, nicht in Gießen. Anträge, die von Interessenten, auch von oer Großh. Handelslammer, für Gießen wegen eines Telephotr-Äuto- maten am Bahnhof gestellt sind, blieben bisher ohne Er,oig. Zlvar erfuhr man, daß die Postbehörde mit der Eisenbahndirektion wegen Abtretung eines geeigneten Plätzchens zur Ausstellung eines Automaten in Verhandlung getreten sei, aber dabei ist es geblieben. * * T i e b fl a h l. Einem Bewohner der '4oe|l=2iiUage rouroen in verflossener Nacht 15—20 Flaschen Wein von unbekaunien Tälern aus dem Keller gestohlen. Tie Diebe halten es aber auch leicht gemacht bekommen. Tte Hauslüre ivar offen, in der Tiire zum Vorkeller stak der Schlüssel und so brauchten sie nur die Lallentüre auizureißeu, den Wem m einen Korb zu packen und sort- znlragen. Ter Wein ist teilweise „Wmzinger-Tramlner" und cm teilweise „Gümeldinger" etikettiert. Wie er sich bedankt. Arn verflossenen Montag abend sanden Arbeiter m der Rothohl einen den besseren etäiiöeu angehörigen jungen Mann sinnlos betrunken vor. Sie trugen ihn mit einem Schutzmann nach der Franksurlerstraße zu, ivoselbst der junge Alaun wohnte. An der Wohnung aiigetommen, wurde ber Betrunkeiie renitent und belohnte ferne Samariter mit Fug- truten und -Lchunpiworlen. Tie Arbeiter wollen künftig keinen Betrunkenen mehr aus dem Schlamm herausziehen und riach Bause schaffen. * * a u (ä 1e * * 19 08. Infolge des hohen Zinsfußes, den die Baululligen zurzeit bezahlen muffen, wird Die Banläligkeu sich tn diesem Fahre nicht jo rege entfalten, wie in früheren Zähren. trotzdem liehen aoer auch tn bteiem ^ayre eine Anzahl Neubauten in Aussicht, die beweisen, daß das Bauen trotz des hohen Geldstandes nicht ganz eingestellt wird. Die Firma Winn u. Eomp. beabsichtigt aus dem früher Reiber'schen Anwesen in der Bahnhofstraße ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Tie Firma A. u. W. Tennlnghoff plant die Erweiterung ihrer Preßhefefabrik. Friseur Klenker wird fern Haus am Seltersweg niederlegen lassen und einen Neubau errichten; Wirt Rahneseld beabsichtigt die Errichtung eines Hauses auf der West-Anlage. Die Firma W. u. G. Schuchard plant die Errichtung eines Geschäftshauses. Aus dem Neuenweg gedenkt Loins Rothenberger Witwe ein Wohn- und Geschäftshaus erbauen zu lassen; dasselbe beabsichtigt Ludwig Vogt daselbst. Die Firma Hellmold u. Plank plant einen Neubau in der Stemstraße. Rechnet man hierzu die Fertigstellung der bereits begonnenen Gebäude und etwaige in Aussicht genommenen städtischen und staatlichen Bauten, so stellt sich heraus, daß auch kn diesem Jahre die Bauhandwerter die nötige Tätigkeit entfalten können, wenn die Arbeiten auch in keinem Verhältnis stehen zu den vorhergehenden Jahren. * * Kolossen m. Gestern am 8. Tage der Tamen-Ringkämpse standen sich Frll Simfon-Hailnover gegen Frll Koölowsky-Ost- pieußen un Entfcheidungstampie gegenüber. Auf der einen Seite herlulifche Kraft, auf der anderen Seite tatzetiartige Gewandheit und Geistesgegenwart in den schwierigsten Momenten, der Kamps endete zu Gunsten Frll Simsons in einer Gesamtzeit von 47,10 'Jim. durch Armsallgriff am Boden. Im Kampfe Frll Aluranky-Ungarn gegen Frll v. d. Straaten-Holland siegte erstere durch Schlutter- drehwurs m 16,42 Mm. Frl. Richter-Schlesien siegte m 18,10 Jim. über b’ie weit ihr an Kraft überlegene Frll .Hanlon-Elsaß durch Uebenvurs nach hinten. Ferner weisen ivir daraus hin, daß die nuernaiionaleii Kämpfe mit Freitag ihr Ende erreichen. * * Verein der nationalliberalen Jugend. Der dritte Dtskussionsabend sindet am Donnerstag, 27.1. Vits., 8*/s Uhr, im „Kaiserhoff' statt. Rechtsanwalt Kaufmann wird über .Zuckersteuer und Zuckerkonoention* referieren. (S. Anzeige.) Der 7. Vortragsabend des kaufmännischen und des Ortsgewerbevereins sindet morgen abend im dienen Saalbau statt. Rezitationen von Fräulein Käthe Brämer aus Wernigerode werden mit Gesangsoorträgen von Fräulein Else Brämer abwechseln; die Begleitung am Klavier wird von Herrn Musiklehrer Kasten ausgeführt. Die Veranstaltung, die recht abwechslungsreich zu werden verspricht, ist für jedermann zugänglich. ** Elektrizitätswerk Lißb erg. In den Artikel über das Elektrizitätswerk bei Lißberg in dem 1. Blatt unserer gestrigen Nummer hat sich ein sinnentstellender Schreibfehler eingeschlichen. Es muß dort (Seite 2) heißen: Geheimerat Dr. Breidert erklärt, daß das Wasseriverk von Anfang einen jährlichen Ueberschuß von 2 bis 2y2 Hunderttausend Mark haben werde. G La n g -Göns, 24. Febr. Hier fand eine Versammlung der Deutsch-sozialen Partei flau, in der Oberlehrer Dr. Werner- Gießen sprach. Ter geräumige Saal von Wenzel war bis auf den letzten Platz gefüllt und der Redner erntete reichen Beifall. O Lich, 25. Febr. Eine schöne Auszeichnung erhielt Gen- darmerle-Wachtmeister Daum von hier. Vom deutschen Jagdschutz-Verein erhielt er ein großes Ehrendiplom „als Anerkennung feiner Verdienste im Jagdschutz". Landesvorstand ist der Fürst von Solms-Lich. ? Londorf, 25. Febr. Im Saale des Gasthauses „Zur Stadt Gieren" war Sonntag abend der Gesangverein „Froh- s i n n" zur Feier eines Familienabends zusammengekommen. Ein- geleilet wurde die Festlichkeit mit einer ternhaften Ansprache des Präsidenten F o r m h a l s , in der er auf die Bedeutung und den Wert der Pflege des Gesangs, hauptsächlich des deutschen Volksliedes hinwies und zum Schluß der Förderer dieser Bestrebungen, des Kaisers und des Großherzogs, gedachte, und mit einem von der Versaviinlung begeistert ausgenommenen Hoch auf beide endete. Run wechselten Gesangsvorträge und Aufführungen ab, voll denen besonders hervorzuheben ist ein Ehor des Vereins unter Leitung seines Dirigenten Lehrer T r i n k a u s „Auf der Wacht" mit Bariton-Solo, ein gut aufgeführtes Terzett „Die Macht des Gesanges", sowie ein Damen-Duetk „Stadt und Land". Wirkungsvoll waren einige Chöre des Kirchenchors, ebenfalls unter Leitung des Lehrers Tnnkaus. Nicht zu vergessen find einige Lieder des Vereinsmikglieües W. Gutapfel, die großen Beifall ernteten. Den Schluß der Feier bildete ein Tanzkränzchen. — Butzbach, 25. Febr. Die BezlrkSspartassc (Mathildenstift Butzbach) hatte am Anfang des Rechnungsjahrs 1906 einen Euilagedesland von 3 115 365,48 9)lt Es gingen im Laiife des Jahres zu 730 908,33 Mk., während 499 212,34 Mk. zurückbezahlt wurden. Am Ende des Jahres stellte sich somit der Emlagenbestand auf 3 347 061,47 Mk. in 3264 Einlagebüchern. Der Reservefonds stieg auf 148 935,32 Mk. Der Einnahme-Ucberschuß betrug 42 457,13Mk. iind der Reingeivlmi 12 745,75 Mk. Die Sparkasse verzinste die Einlagen mit 3y2 Proz. -ff Büdingen, 25. Febr. Peinliches Aufsehen erregt die Nachricht oon der Zahlungsunfähigkeit des hiesigen Bankhauses Max Wertheim u. Co. (Inhaber Hofral Rotschilb), durch die eine Menge Beamte, Bürger und öffentliche Institute schwere Verluste erleiden, ja manche ihr ganzes Vermögen einbüßen. Auch die Stadt verliert die Summe von rund 90 000 Alk., für die im wesentlichen nur wertlose Papiere — ausgeloste Aktien der verkrachten Zuckerfabrik Stockheiin — als Deckung vorhanden sind. Hofrat Rolschild soll sich in Frankfurt aufhallen. OerLchts-rrsL. Berlin, 25. Febr. Der zweite Strafsenat des Kammer- gerichls verwarf heilte die R e o i j i o n des O b e r st e n a. D. G ü d t e gegen das ihn zu 150 Alk. Geldstrafe wegen unbefugter Führung des Obersten-Lnels verurteilende Erkenntnis des Land- gerichis Berlin 1 vorn 7. Wooember v. IS. — Seinen 70. Geburtstag begeht heule am 26. ds. der Vertreter der praktischen Theologie an der Universität Halle a. S., Konsistorialrat Prof. Dr. Hermann H er in g. tulit Ende dieses Semesters tritt er vom Lehranue zurück. Sein Nachfolger wird bekanntlich Prof. Dr. Paul Drews von Gießen. Kleine TageschrouiL. In Berlin wurde unter dem Verdacht beS Kindesmordes der oon feiner Frau g etrennt lebende 52jätzrige Maurer Ernst Hübner verhallet. Hübner, der mit einer Wlrychafierm ziffammenwoyni, wurde durch das Schreien feines vier lütonate alten Kindes wiederholt aus dem Schlafe gestört und soll aus Wut hierüber das Kilid getötet haben. In Wien wurde der Senior der katholischen Studentenverbindung Danubie, wett er sich mit AÜick- sicht aus seine katholischen Grundsätze weigerte, die Herausforderung zu einem Duell anzunehmen, seiner Charge als R e f e r ü e l e u t n a n t für verlustig erklärt. Bei dem ichweiz: Bergwerke Gopenfteiu würben heim- kehreiide Arbeiter von einer Lawine verschüttet. Drei tonnten sich herausarbeilen, einer blieb verschüttet. Etwa 50 Mann arbeiten an der Bergung der Leiche. Eine Lawine „-iiLullc ints in der Nähe .von Gar- gölten (Tirol) gelegene Destülum der Wfttwe emeS Sttttlsarter Rechinuigsrtttes. Eure gewaltige Staublawine zerfwrte schweiz. Torfe Net st al (Glarus) zahlreiche Dächer und Kämine an Häusern, Scheunen und Fabriken, sowie die elektrische Seitung des Motorwerkes und viele Bäume. Ter Gesamtschaden ist groß. In Kezdivasarhely (Ungarn) überfiel der Honwedleumant Johann Sos in angeheilerlem Zustande vor einem Kafseehause den Gutsbesitzer Tolh und verwundete ihn mit seinem Säbel am Arme. Toth wollte dem Offizier den Säbel entwinden, woraus der Hauptmann Toeldes zu Hilse eilte. Der Hauptmann verwundete sodann einen in der Gesellschaft Toth'S besindlichen Herrn mit dem Säbel am Halse schwer. Der Sekretär im engl. Landwirtschastsamt Strachey teilte im Unterhause zu London mit, daß mit Rücksicht auf einen kürzlich erfolgten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Nähe von Edinl-urg, die durch infiziertes auS den Olieöerlanben cm- geiührtes Heu hervorgerusen fein soll, das Laiidwirtschastsamt cm Emluhroerbot für Heu und Stroh aus qeroifien Ländern erlassen werde, foroeit sie für Rindvieh Verwendung finden fallen. Die Einfuhr von Heu und Stroh für aridere Zwecke fall nur auf Grund befonberer Erlaubnis zugelassen »werben. handel. Vom Kohlenmarkt. Der neueste Bericht von der Essener Kohlenbörje lautet recht unerireulidj. Hauptfächtlch iniZufammen- hatig mit der immer ungünstiger werbenden mbusinelleil Konjunktur hat die 9lad)frage nad) Kohlen stark nachgelassen unb es steht, wenn mcht bai$> eine Aenberung eintritt ober ber Kohlenexport bedeutend steigt, eine baldige Förberungsemichräiikung m Ausitd)t, die utuer Um|tänben auch noch burd) Lohn red ntiioneii verfchan t ivirb. Märkte. -th. Gießen, 25. Febr. Ain bem heutigen Rinboieh- mar Et stauben zwifchen 12- vis löOu Stück Großvieh unb etwa 200 Kälber zürn Verkauf. Der Hanbel in Milchware zeigte eine Ruhe, bie beäng]"tigeub war, bei sehr gebrückten Preijen, loornn zum Teil ber überstarke Markt bie Schutt) trug. 9luv erstktafsige Kühe hielten gute Preise, währenb sonst em Abschlag von 20—40 Alk. beim Stück sich emstellle. In Fettvieh mad)te sich ber Hanbel ebenfalls recht stau, boch hielterr sich bie billigen Preise bes letzten Aiarktes, weit ber Auftrieb tn dieser Viehgaliiing nicht groß war. In Jungvieh zur Zucht unb Mast ivar zwar Stachsrage, boch war barm wegen ber Quarantäne nichts an ben Markt gebracht. Die Handelsleute, bie Jungvieh meistens aus ben angrenzenden preuß. Gebietsteilen auf den Markt bringen, scheuen bas Risiko und bie Kosten ber zehntägigen Quarantäne, wenn sie bie Ware nad) Hessen verbringen wollen. Der Kälbermarkt war wieber nicht schlecht, auch hielten sich bie Preise beS letzten Alarktes, iveil für bie Groß- ftäbte Bebarf oorlag. Zug- unb Fahrochjen ivaren auf bem Markt diesmal nur in Mittelware vertreten, doch ntachte sich fein rechter Hanbel bemerkbar. Einige Paare gingen zu allerbmgd nicht sehr guten Preisen nad) bem Wesierwalb und bem Rhemlanb fort. Es würben oerfauir bas Stück fri)d)melEenbe unb Iragenbc Kühe 1. Qual. 430—480 Alk. (einzelne befonbers fchwere Tiere bis 550 Alk.) 2. Qual. 320—380 Mk., 3. Ql,al. 250-300 Alk. Tie Preise für Fettvieh stellten sich pro Zentrier Schlad)tgewicht: Rinder 1. Qual. 67-69 Mk., 2. Qual. 65—66 Mk., Kühe 1. Qual. 63 bis 65 Aik., 2. Qual. 60—62 Alt'., fette Ochsen je nach Güte 72 bis 74 Alk., Kälber 1. Qual. 69—72 Mk., 2. Qual. 64-67 Mk^ 3. Quai. 55—60 Mk. Fahrochsen wurden bas Paar in Atittelware abgegeben für 750—8u0 Alk. Ter Markt blieb in Milchvieh üderslänbig. fc. Frankfurt a.M., 26. Febr. Sd)ivelnemarki. (Drg.- Tel. bes Gieß. Anz.) Zum Verkaufe stauben 1316 Schweine. Bezahlt würben: für Schweine 1. Qual. 58—59 Pfg., Lebendgewicht 46,0 bis 00,0 Pfg.; 2. Qualität 57—00 Pfg., Lebendgewicht 45,0—00 Pfg. • 3. Qual. 48—51 Pfg. Markt gut, Ueberftanb unbedeutend. — Kartoffelmarkt-Bericht oon» 24. Februar 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.20-2.30, Magnum bonum 2.60—2.75, weiße runde 2.20—2.30, (Selbfleifd)ige, wetße, 2.35 bis 2.50. Frankfurt a. Al.: Rote Sorte Alk. 2.20—0.00, Alagnum bonuni 2.60—0.00, weiße runde 2.20 bis 0.00, Gelbsteischige, rote, 2.25—0.00, weiße 0.00. Wiesbaden: Magnum bonum 3.00, weiße runde 2.85. Al a n n t) e i m: Alagnum bonum Mk. 2.65—2.75, Gelbflerfchige, blaue 3.05—3.75, rote 4.20 bis 4.30. Köln: Rote Daber Alk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum 3.00,bis 3.05, weiße runde 0.00—0.00, Gelbsteischige blaue 0.00-0.00, rote 2.75—2.80, weiße 3.50 bis 0.00. Dortmund: Alagnum bonum Mk. 3.05, weiße runde 0.00, Gelbsteischige, blaue 2.80, rote 2.90, weiße 0.00. weiße 3.25. Münster: Alagnum bonum 2.60-2.75, Gelbfleifchige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.75—4.00. H a g e n: Rote Sorte Alk. 2.95, Alagnum bonum 3.10—3.15, Gelbfleifchige weiße 2.75-0.00. K ernten: Magmun bonum 2,70, Gelbfleifchige, rote 3.20. Saarlouis: Rote Sone 2.50, Alagnum bonum Alk. 0.00, weiße runde Alk. 2.50. Frankenthal: Rote Sorten 2.60, Alagnum bonum 2.60, weiße runde 2.50, Gelbfleifchige, blaue 3.50, Zote 3.50, weiße 4.00. (Alles per 50 Kilo.) AirchSiehe Nachrichten. tLvuttgeufche Wimrtliivt. Donnerstag ben 27. Februar, abends 8 Uhr, im Markus- saal: Bibelstunde. (1. Petr.-Brf., Kap. 5.) , _ '-Vunter Schwabe. Gießener Wetterdienst. VoranSsichtliche Witterung für Hefscu am Donnerstag den 27. Februar 1908: Vteljad) heiter, trocken. Nachtfrost. Am Tage Temperatur wie heute. i)lbrblid)e Winde. Berlin, 26. Februar. Dem Schriftsteller Karl Böttcher, dem Opfer des sattsam bekannten Wiesbadener Polizei-Attentats vom 26. Oktober 1906 ist nun endlich die von ihm geforderte Genugtuung zu Teil geworden. In einem Schreiben an chn hat der Minffter des Innern von Aioltke in Uebereinstimmung mit dem Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten zu Wiesbaden ihm sein Bedauern darüber ausgesprochen, daß er in jener Nacht ohne begründeten Anlaß festgenommen worden sei und chm gleichzeitig mitgeieilt, daß der schuldige Schutzmann disziplinarisch bestraft worden sei. B e r 11 n, 2_o. "n auf dem Aach ch'e sich kein rechni allerdings mchr j(t: Rheinland fort, Md Iragenbe sich- e Tiere biß 5503)11. M. Lie Preise iu chlgewichl: Rindn uhe 1. Lual. 63 tti e nach Oute 72 b:i >1-67 i’l(, 3. QuaL illelware abgegebc eh überjlänbig. inemarkl. "(Crg.- > Schweine. SejabU Lebendgewicht 46/. :roid)t 45,0—00 $ig.: unbedeutend. i 24. Jebniar M 20 - 2.30, Magnus ileijdjige, weiße, 2^ e M 2^0-0.00, 0.00, Gelbfleischigi, ignum bonum 3.0/ um Ult. 2.65-2.75, 30. fioln: Rote , Äagnum bonum je blaue 0.00-0.00, mund: Mgnum s** itten SW«* t ist mn -* iU T-ii 9®* innrer 6=5^ >h" «-2 r « i°n« * worden >ei Sge Sch^ un -»Äi» i** K.I- ^esnrchlE den- h 116lititdJ al-u'^üngerK >e ve? nh^ [ e >*1"f v, 'Äni'i/A».; lischige, blaut 2.8'.1, ; i’lagnum boiuin; f weiße 3.75—Löt bonum 3.1O-3J5, aqnum bonum 2,70,. -orte 2.50, Magim! inlenlhaUM . em , uhr, im W rer Schwabs, Amtlicher Teil. n bm/2 bm/2 Freitag. den 28. Februar Holzverfteigerung Schnittholz: 1234 286 Kiefern- 2830 D”/2 .tesen. 1252 1236 Fichke-Derbstangen fm 5,93 Sich, den 14. Februar 1908. B«/ von 20— 57 9 42 u ii verpachtet werden. Hausen, den 24. Februar 1908* Großh. Bürgermeisterei Hausen* Müller. Holzheim, den 24. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. Klotz. Porzellanwaren 2) Die Abgabe von Knochen und Gespül. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen von 3—5 Uhr osten. Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum Samstag, den 7. März L I., mittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. "Ter Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 22. Februar 1908. Großh. Direktion der Chirurg. Univ.-Klinik. Poppert. Leihgestern, am 24. Februar 1908. Großherzogllche Bürgermeisterei* Heg. Fichten 13—19 cm Durchm.; 182 Stück — 42,24 Fm., 12—19 cm Durchm.: 176 Eichen = 27,98 Fm.; 119 Lärchen = 31,28 Fm.; 400 Kiefern = 49,02 Fm.; 2Weymouths-Kiefern = 0,33 Fm. Sämtliches Holz ist fertig aufgearbeitet, mit der Rmde gemessen und lagert nahe den Chausseen zirka 3 km vom Bahnhof Reiskirchen. Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, dem Forster Sames in Winnerod, Post Reiskirchen, (Oberhesscn) emzureichen, welcher bereit ist, das Holz uu Walde oorzu- zeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt m Gegenwart der erschienenen Bieter zu Gießen, am Freitag, den 28. Febr. uachm. 3 Ahr, im Felsenteller, in der Nähe des Bahnhofes. Die Verlai.ssbedingungen sind dieselben wie m den vorhergehenden Jahren und werden m dem Eröffnungstermin oer- VkMbNg Mi WchtckitNiMMN. Die bei Erbauung einer Gruppenwasserleitung fnr die Gemeinden Reinhardshain, Beltershain,, Lumda und Bersrod erforderlich werdenden Rohre, Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. D ö r m e r. Vergebung. Für die chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1908 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: 1) Die Lieferung von: Backwaren Fleischmaren Spezereiwaren und Vcrbrauchsgegenständen Kaffee Milch Butter Eier Bier Schreibmaterialien Bürstenwaren Scheuertücher Seifenwaren Eis cm Durchm. M® Holzpflanzesi, Bäume und Sträucher, für Wald, Part und Hecken, in rauher Xtage selbst gezogen, liefert billigst das Forstkultur-Geschaft: (Verzeichnis frei.) lhv Gebr. Hasses, Kfla’C&ihundem. Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 4. März, nachm. 2 Uhr soll die der Gemeinde Holzheim zuslehende Jagd, bestehend in ca. 673 Hektar Feld und 88 Hektar Wald auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Abschriftskosten auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Kreisamtsgebäude Zimmer sJto. 17) in Empfang genommen werden. Daselbst liegen auch die Zeichnungen und Bedingungen zur Einsicht offen. Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei bis zum 10. März I. Js., vormittags 1® Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart erschienener Bewerber stattffndet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 17. Februar 1908. Der Großh. Kreisbauinspettor des Kreises Gießens I. V.: Kalbfleisch.___________ Bauholz :c.: Stämme 80 Eichen — 25,74 Im.; 60 Lärchen — 37,97 Fm.; 31 Kiefern = 17,34 Fm.; 68 Fichten — 48 Fm.; 2 Wey- mouths-Kiesern = 1,18 Fm.; 1 Weißtanne = 1,15 Fm. Grubenholz rc.: vergeben werden. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen von 3—5 Uhr offen. Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum Samstag, den 7. März 1. I., mittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, den 22. Februar 1908. Großh. Direktion der Chirurg. Univ.-Klinck. Poppert. Fichten» * Kiefcrn-Stockhol- \ Achten- , > utvw 1,9 - Fichten- * - 3010 Wellen Eicheu-Reislg Holz^Versteigernngen der Gräflichen Oversörfterer Lnubach. 1. Montag, den 2. März nach Zusammenkunft 10'/, Uhr auf der Kweisstraße Laubach —9iuppertsburg ani Gtchberg aus 1) Etchbcrg: Buchen Rnu: 360 Scheiter 1. u. 2. Kl., 97 Prügel, 30 ©tüde; 7 Relserprügcl, 285 Aftreiser, 1,8 -stnr. Fichtennutzprugel (3 m lang), 9 Fichtenderbslangen 3. itL. = 0/42 Fststt. 2) Alren- gerickt und Wmgcree: Buchen Rm.: 5 Scheiter, 100 Stammvrügel, 30 Relserprügcl und 11,6 Gcchen- und Birkenprügel. 3) Born- grabcn In Bibcrloi) la 1b: Buchen Rm.: 2 Scheiter 2. Kl., 4 Reiferprügel und 5 Eichenprügel. 4) Bolpertstov, ia 1b Biberloh Id: Buchen Rm.: 21 Prügel 2. Kl., o2 Relserprugel und 19 Eichenprügel. 5) Leseholz und Siobireuer, slachenwene. Das Holz unter 2—5 kommt unvorgezeigt im Eichberg zum Ausgebot. RohlenlieferNUg. Für die Chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen oll für das Rechnungsjahr 1908 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung die Lieferung von: ca. 500 Ztr. Nußkohlen und ca. 10000—12000 Ztr. Hüttenkoks Formstücke und Armaturen und zwar: 4287 lfd. m Rohrleitung von 50 mm l. W. „ ' » 70 „ „ 80 -n Ach und Pauli m Kekaniitiilachung. D etr.: Gefechtsmäßiges Schießen mit schmier Munition. " Seiteits des 1. Bawillons, Jnsamerie-Regiment Nr. 168 findet ant 3, 4, 5. und 6. März 1908, jedLsmal von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags gefechtsmästtges Schießen mit scharfer Mu- nitimt im Gelände Griedel—Gambacki! anü Schutzriästung von Höhe igO südliä) des SodenlKimer Backes gegen den Silber-Berg statt. Tas für den Verkehr gesperrte Gelättde wird begrenzt: Im Süden durch die Straße Bußbach—Ober Hörgern, Im Westen durchs die Main-Weser-Bahn, Im Norden durch die Straße Langgöns—Holzheim, Im Osten durch- die Straße .Holzheim—Gambach. Tie als Grenzen angegebene Wege, sowie die genannten Ortschaften ditrsen betreten werden, jedoch tn-uß das innerhalb dieser dsteirzen gelegene Gelände 1 Stunde vor Begiim des Schießens bis 1 Stunde nach Schluß desselben von iedem Verkehr frei bleibor GyM. Bürgermeistereien werden angewiesen, das Schießen in ortsubliä)er Weise zur Kenntnis aller Einwohner -u bringen und die Bekanntmachung iwchmals am ^.age vor uem ieiy-5uuiligen Schießen m den Gemeinden zu wiederlwlen, auch die Einwohner anzuhalten, den Weisungen der Polten oolge zu Ersehen, den 22. Februar 1908. Großherzogliches jireisamt Gießen. I. V.: Welcker. _ Holzverfteigerung im Gemeinde-Wald Leihgestern Dienstag, den 3. März, vormittags 10 Uhr anfangend an der Kreisstraße nach Gießen, im Distr. Finkenholz: 4525 „ ,, ii u 100 „ p sollen einschließlich der Erdarbeiten zusammen oder getrennt öffentlich vergebet: werden. Verdingungsunterlagen können gegen Erstattung der Abschriftskosten auf dem Amtszünmer des Unterzeichneten BekKNNtm^chrurg. Im 1. Dentfchen Rcickswaifenbaus in Labr wird durch die Konfirmation eines Gienencr Knaben zu Oitern eine Stelle frei, die wieder durch einen Halbwarfen, der den Unterstutzunas- wolinsitk in Gießen hat, besetzt werden, soll. Meldungen nimmt das Städtische Arnienamt bis IG. Marz d. ^yö. wahrend der Dienststunden entgegen. Gießen, 21. Februar 1908. B h Die Armen-Deputatlon der Stadt Gießen. Mell er. 2002 Fichlen'Derbstangeu mit 150,30 Fstm. 286 n Reisjtangen , 5,44 , 9 Rm. Eichen-Ltnüppelholz Bekanntmachung. Die Lieferung des Brotes für Stadtarme für die Seit vom 1. April 1908 bis dahin 1909 ist zu vergeben^ ,pftteReng 5 März 1908 beim städtischen Armenaint, 'Reuen-Bäue 25, wo auch die Bedlngungeu emge,ehen werden können, einzureichen. B'/, Gießen, den 2L Februar 1908. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ___________________ Keller. ___________________ BetanurMüchung. Freitag, den 28. Februar 1908, nachmittags 3 Ubr soll das Abfallholz aus den ttädtifchen Anlagen m der Ostanlage, 2tordanlage, am Oswaldsgarten und an der Llebigstratze bestehend in etwa 30 Hausen Rcisig, einigen Hausen Llnüvvelbolz und einigen Lindenftämmcu meistbietend versteigert werden. b /3 ciusanunenkunst in der Ostanlage am Liebig-Denkmal. Gießen, den 25. Februar 1908. . Grotzherzogliche Bürgermersterer Greßeu. J.V.: Keller. Kiefern- „ 2790 ; Fichten- ,, - • - Die Zusammenkunft ist auf der Kreiöstraße nach Rödgen an der Ochieniviefe. Gießen, den 21* Februar 1908. (Bn/t) Mroßherzogliche Bürgermeisterer Gretzen*. im Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 27. Februar 1908, vormittags 9V; Nbr beginnend, werden tu den Waldungen der Stadt Gteßeu in dem Tlitrikt Dtqtzmmorg-» 2. Dienstag, den 3. März nach Zusammenkunft 10Vr. Uhr am Pstanzgarten des Tiergartens b. Laubach aus: 1) Wrldirau- berg 5.: Buchen Rm.: 22 Scheiter, 220 Starnmprugel, 7 Stocke, 50 Reiferprugel, 30 Stammreiser und 4 Ahornrollen,. 2) ^,u»er- kovf 2.: Buchen Rm.: 9 Scheiter, 20 Prügel, 12 Relierprügel,, 20 Erlenprüget und 10 Erlenreiserprügel, 3 EtchenabschmUe vou^4-o m Länge 22-30 cm Durchiu. mit 0,19—0,35 Fstm. Inhalt. 3) Zregel- hürtcngväbcn: Buchen Rnr.: 242 Scheiter, 300 Slanunpruge, 39 Stöcke, b0 Reiserprügel und 1 Birkenstamm von 7 m Lange, 19 cm Durchm. = 0,20 Fstm. 4) Lamvertötor 3.: 4 Etchenabichnrtte von 4—6 m Länge, 30—44 cm Durchm. und 0P5—0,65 Fstm. Inhalt. 5) Hausplast la: 1 Elchenstamm von 12 rn Länge, 30 em Durchm. = 0,85 Fsttn. (>) Laubocrg Vei Flsdvrf: Nrn. : 12 Klewrnprugel und 60 Liefern- und Weichholz-Reiser. 7) Le,ebolz und St ob treuer, flächenweise. Das Holz unter 4—7 kommt unvorgezeigt am Pstanz- garlen zuin Ausgebot._____________________________________£_J2 !Huhßolz-Submisston Winnerod 1300 „ „ 6221 „ , Jagd-Berpachtung. Freitag, ti. März l. Fs., vormittags 10V-. Uhr soll auf dem Rathause dahier, die der Geineinde Billingen zustehende Jagd zirka 600 ha Feld und 3OO ha Wald insgesamt 900 Hektar aus weitere 6 Jahre verpachtet werben. Die Bedingungen werden bei der Verpachtung bekannt gemacht* Villingen, den 25. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen. ___Rühl.__1259 Jagd-Verpachtung. Freitag, den 28. Februar 1908, nachm. ,.lch rnitbcstii iÄihrn Deuts 'legen unser! ergriffet $ Kanals G In Londoner iki die dk ichrn und a aiubuipfen, Äigung^ ir ^meinen i \-einen erst Wd für n % weit dies im Fäden titn. Dageg kchous gesch ?!le sein h Glicht treu irchnus feint i, dog der $ jungen c W. die ja 6 Mah b englischen^ jetzt heim vch Graf i gerade dic Me zu ■ StQjcöonien ^^dab De ^2yinpath -seines r W dir Mgemeii ^tjbleibt Stirn