Nr. 30V Zweites Blatt Montag 21. Dezember 1908 158. Jahrgang •nebetm tügllch mtt Ausnahme des Sonntag». Die ..Gtetzener KamiUendlStter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich bctgelcgl, das „Ktdsblatl für den Kreil Liehen" zweimal «öchenlilch. Dre „Landwirt,chafUichen srit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. SemM-Anzeiger für Oberhessen RokanonSdruck and D erlag bet Brübl^chev UnwersitälS • Buch- and Stemörudeceu Üt. Lange. Greven. Redaktion. Ervedmon und Druckerei: Scbul» ftrcibr 7. Eroedinon und Verlag. 6L Redaktion: 25 Jahre, daß die bekannte Adler-Drogerie, Seltersweg 39, hier besteht. Am 22. Dezember 1883 wurde dia von Herrn Otto Schaaf hier als erstes Spezialhaus unter der Firma seines Namens gegründete Drogenhandlung Seltersweg 25 eröffnet. — Das unter den bescheidensten Verhältnissen begonnene Unternehmen entwickelte sich in dem verflossenen Zeitabschnitt zu einem vielseitigen weitverzweigten Geschäft von anerkanntem Ruf. *♦ Der Gießener Schachklub hatte aus Anlaß seines fünfzigjährigen Jubiläums für gestern^ nachmittag zahlreiche Freunde des edlen Spieles in den „Großherzog von Hessen" geführt. Der bekannte Meister- fpieler Fritz von Alsfeld hatte sich auf Einladung deÄ Schachklubs zu einem Simultanspiel gegen beliebig viele Gegner zur Verfügung gestellt und viele Schachspieler von hier und Umgebung machten freudig von der Gelegenheit Gebrauch, gegen den Meister mitzuspielew Es waren 17 Anmeldungen ergangen, aber noch viel mehr Parteien hätten zustande kommen können, wenn nicht das Spiellokal der Zahl der Anmelbungen nach ausgewählt worden wäre. Immerhin konnte das Simultanspiel mit 20 Parteien durchgeführt werden. Es dauerte nahezu 5 Stunden und boti viel interessantes und auch einige spannende hübsche Endspiele. Nach 12/4 Stunde mußte der erste Gegner des Meisters, der ungemein rasch spielte, die Waffen ftreckew und noch 13 weitere folgten ihm. Herr Fritz gewann also 1-1 Partien und verlor drei, zwei wurden remis (gegert Architekt Ph. Nikolaus und Stud. Weber) und eine (gegen Referendar Klein) patt. Die drei GewinnpartiLn wurden!' von Konditor Jak. Krämer, Rechtsanwalt Dr. Spohr und Lehrer Nanz-Steinbach erzielt. Aicher hiesigen Spielern waren solche aus Alsfeld, Steinbach und Trais- Horloff am Spiel beteiligt. Am Abend fand ein geselliges Zusammensein statt. ** D ie Weihnachtskneipe desTurnvereinS,s die am Samstag abend im Hotelrestaurant Kobel stattsanbll verlief bei zahlreicher Beteiligung in schönster Weise. Gemeinsame und Gesänge des Sängerchors wechselten mit Klaviervorträgen und einer Ansprache des 1. Sprechers, Nach dem Gesang von „Stllle Nacht, heilige Nacht" erfolgtet die gegenseitige Gefchenkuerlosung, die viel Freude und, 'auch öfters Heiterkeit erregte. ’3nnac,:sg^BmCTFMaEgfcTOEcycc«Kx»KMiiiMTii i'i iri«iiihi iiii m i iiiw i Gietzener Stadttheater. Goldhärcheu. Zaudermärchen von Robert H e r t io i g. Der Samstag-Nachmittag war den Kleinen gewidmet, Sen jungen Menschlein, denen die Bühne noch ein lachendes Otiben ist. Und zahlreich waren sie erschienen, vom selbst- Lewußten Gymnasiasten bis herunter zur vorsichtig täp- pelnden Ktttderstubenprinzessin, die mit großen, wundernden Augen nach dem goldköpfigen Spirrnermädchen sah, daS Sem leibhaftigen Rübezahl begegnete, und reich belohnt limrbe für sein gutes, mitleidiges Herz und feinen unermüdlichen Fleiß. Und die königliche Küche mit ihrem dicken, ängstlichen Koch und den tanzenden Besen unb Tellern unb Tischen unb Bänken — war bas eine Lust. Hunbert Augen Hätte man haben mögen, um alles richtig zu sehen, ben schonen König, ber bie arme Spinnerin zur Frau nimmt, weil sie so schone goldene Fäden spinnen kann, den ungeschickten Küchenjungen, die Heinen hurtigen Zwerge, die i.achts als Heinzelmännchen kommen und die Küche in Ordnung dringen, den habgierigen Spielmann, den Rübezahl rn einen Esel verwandelt, die wandernden Felsen, die Engel Knb all das viele andere noch. Es ist gar nicht zu sagen, Vie schön das war. Unb wie sie jauchzten und fröhlich waren, die Kleinen.... und jubelten unb klatschten, dem »wldhärchen (Jo Hoven), dem Rübezahl (Wlllibald Lölcker), dem Friedel (Paul Kohl mann), dem König Karl V 0 l ü), dem Ratgeber des Königs (Rolf Ziegler), Lpeck, dem Koch (Edgar Pauly), dem Küchenjungen (Lore Locholz) und den anderen allen, die srch fo fleißig daran gteteUigten. * Das naturwissenschaftliche Theater ber Erania in Berlin, das seine Besucher hauptsächlick) mit der Schönheit der Natur befannt machen will, gab gestern nachmittag und gestern abend zwei Gastspiele in unserem Theater. Die sehr fesselnden Darbietungen waren Oider nicht so gut besucht, wie sie es öerbient harren, aber die Zuschauer folgten den feinen Bilderreihen mit unverlich waren, folgten den feinen Dilderreiheu mit unverhohlenem Anteil unb starkem Beifall. In ber Nachmittagsvorstellung schilberte ber Vortragenbe eine Norbland- reife von Christtansund nach dem Norbkap, die burch ganz vorzüglick)e, künstlerisch mtsgemalte Lichtbilder von ausgesuchter Schönheit veranschaulicht wurde, unb alles enthielt, was über Lage, Bodengesialtung, Landschaft, Verkehr, Handel usw. unaufdringlich unb angenehm unterrichtet. Abenbs würbe eine Reife an der Riviera unternommen, die von Cannes über bie lerinischen Inseln, Mentone, Nizza, Monaco, Monte Carlo nach Gernra ging unb ebenfalls prächtige Lebens- unb Naturschilberungen bot Es ist bedauerlich, daß es der Leitung unseres Theaters nicht gelang, die Urania für ein mehrtägiges Gastspiel zu gewinnen, denn obwohl wir hier mit Lichtbilberoerträgen doch ziemlich verwöhnt sind, haben wir nur sehr selten Gelegenheit, sie in solcher Vollendung zu sehen. K. N. * Die Statistik im Nonzertsaa!. Es wird manchen Mnsitkreund wohl ein roeiiig gruseln, wenn er hört, daß die Statistik sich neuerdmqs auch schon mit dem Konzerlsaale beschcöligl. Tie Sache ist aber nicht so schlimin. und wer näher zuschaut, wird der Slansuk im Konzensaale nicht nur ihre Berechriguna zugestehen, sondern mit Erstaunen wahrnehmen. daß die rauhe Wtrttichkeit sich auch im Konzertsaale ganz anders gestaltet, als eS sich mancher gedacht. In einer tm 1. Dezember- beit der .Musitt veröffentlichten vortreplichen statistischen Skizze ,26em gehört der Konzert jaal?" behandelt Ernst C h a l l i e r gen., Gießen, die Statistik im Konzertiaale. Challter nellt >5), Chorwerke (1238 , Konzertstücke nut Orchester JU43), Orgel (242), Soli ohne Begleitung (106), Melodramen (21). Tte>e trockene Auszahlung läßt nianche inietefiamca Schlüße auf den gegenwärtigen (Äeschmaü des Ptidlikutns zu, und eS wäre lehr zu wünschen, daß eine derartige Statistik auf eine längere Reihe von Jahren hinaus 'ort- gesetp wild, man erhielte bann ein vergleichendes Zahlenmaterial, das iür den Aesthetiker und den Kultnrhistoriker und 'ür jedei: •Jiiijit- ireund ohne Zweiiel von größtem Interesse sein müßte. Auc- roeiteien Zahlenangaben Challiers erfährt man, daß Beethoven mit 1148 Aufführungen noch immer der Liebling des Konzertiaales ist, aut ihn folgt nut 1146 Aufführungen Brahms; in einem sehr großen Abstande, nut 867 Werken, folgt diesen beiden Schubert. Dann loinmt B.agner mit 736 Aufführungen, Schumann mit 630, Hugo Wolf nut 52V, Mozart mit 524, Bach mit 488, Haydn mit 210, Haendel gar nur mit 146. Von lebenden Komponiiten erreichte Richard Strauß mit 264 Ausführungen die höchste Ziffer, ihm folgt Reger mit 203. Richt mit Unrecht stellt Challter je|t, daß die Frage: ,'l!3em gehört der Konzertfaal?" beantivortet werden müsse: »Ten Toten gehört der Konzci tsaal!" Von lebenden Komponisten wurden nämlich ins- gesamt 3556 Werken aufgeführt, von verstorbenen Komponisten, für deren Werte die Schutzfrift noch nicht abgelaufen ist, 465-1, von verstorbenen Komponisten, deren Werke Gememgut sind, 6256. Ausfallend ist die hohe Zahl der nichtretchsbeutschen Komponisten, die im Berichtsjahre au'genihrt wurden: 46,87 Prozent. Ihrer Rationalität nach sehen sie sich folgendermaßen zusammen: 109 Jtal-ener, 93 Oesterreicher, 84 Franzosen, 35 Russen, 34 Engländer, 32 Belgier, 21 Dänen, 16 Holländer, 11 Norweger, 11 Schweizer, 10 Polen, 7 Amerikaner, 5 Schweden, 4 Spanier, 3 Rumänen, 3 Finländer, 1 Swländer, 1 Malteser. E. A. — Stille Nacht, heilige Nacht! Die (mnnerimgf an den Geburtätag unb bie Geburtsstätte dieses beliebten geistlichen Volksliedes in Nr. 295 des Gieß. An;, behars, so schreibt ein evangelischer Geistlicher, einer Ergänzung. Wenn der Komponist unb seine Dearbei.mig des Liedes, menn Schule unb ilirche in Lausen als Geburtshaus der Melodie und als Ort der „Erst- ausiührung" genannt werden, so darf auch bet Hilfspriester Joseph Mohr nicht fehlen, vielmehr ist er als ber Dichter des zu Herzm gehenden Lieblein- an erster Stelle zu nennen. Von cinart Fillalgang am Weihnachtsabend über Schueefelber hat Mohr dieses herrliche Weihnachtslied mitgebracht, in dem kutöolif und Protestant mit einem Munde ihre Weihestimmuug aitsnaucheu: uno so oft ich als evangelischer Psarrer des katholischen Priesters löst- liche Worte in ber volkstümlichen Melodie des katholischen Kantors Gruber singe ober aus evangelischem Munde singen höre unb merke, daß bas Herz mitsingt, so erklingt mir darin von ncitemf bie Weihnachtsbotschaft: Friede auf Erben! — Zum Nachfolger Mar Regers als UnivcrsitätS- musitdirelior in Leipzig ist der am »Dresd. 2st-.z/ angestellte Musik- vefevent Pro>effor Friedrich Brandes gewählt worden. Vrandes trat seine Mige Stellung am 1. Jaliuar 1906 an und ist auch seil langen Jahren Dir.gen! des Dresdener Lehrer-Gesangvereins; vorher war er in Leipzig als Aiustkgelehrter in dec'Redaktion d?z bleper'ichen Konversationslexikons und des Rlemann'jchen -'lusik- lexilons taug. Brandes ist 'gegenwärtig 44 Jahre alu Bankier galt unb in allen Kreisen chliefflich cr griff Klaicitaar ju langen :s größte Vertrauen genoff x unredliche Handlung nicht Ausführungen das Wort, um seine Unschuld darzutuu. Er beleuchtete che PerjwÄichLrt Rothschilds, indem ei ausftkkrie, nun — Stadtthcater. Während die morgige Aufführung des liebenswürdigen Lustspiels „Cornelius 23ob* noch im Abonnement stattfindet, fällt die MittwochZ-Abonnements- seincrseits in Ober-Mockstadt nicht bestand. Wolf hat sich nicht auf Grund unwahrer Angaben illarennarS zur Zustimmung entschlossen, da ihm die Ober-A!ockstüdl er, Kasse und Burk solvent genug erschienem Tie Staatsanwaltschaft liest deshalb die ^litflage bezüglich dieses Punktes fallen. Der radiere Fall richtet sich; ebenfalls gegen Mlarennar allein. Ende April ersuchte er das Bankgeschäft S. Zielenziger-Berlin auf seine Rechnung für 500ü iL'cart Htldburghauser Aktien zu taufen unb verhüt ÜUO Mark Deckmrg; sollte der Kurs faKeu, so wollte er weitere 300 Mark WA tM depeschiert mürbe, die Aktien ständen auf u3u,o. bürgte den Ängekl üorEommcit Eüimti Gieffeuer Wetterdienst. Voraussichtliche WUterung für ä)e„cu am Dienstag den 22. Dezember: 'JJlet|t trüb, troefen; leichter Frost. Oegllche Winde Vorstellung diesmal aus. Dafür wird Mittwoch nachmittag a(§ Kinder-Vorstellung bei kleinen Preisen „Die Puppen- sec* gegeben, vorauf geht das Singspiel ,DaS Wetterhäuschen". Diese Kinder-Vorstellung bringt wohl die reichste Ausstattung und Abwechselung, die bei einer solchen Aufführung bisher in Gießen geboten worden ist. ** Im Kolosseum gastspielte am Samstag und Sonntag das Frankfurter (Münchener) intime Theater mit Mary Jrber und Toni Thom's mit sehr großem Er- tsfaaL München, 20. Dez. Nach mehrwöchiger Dauer 'wurde heute Nacht das. Urteil im Meineidsprozest gegen Professor Büttner getällt. Die Geschworenen verneinten nach einstündiger Beratung die Schuldfragen, worauf der Gerichtshof Prof. Büttner und die Verkäuferin Franziska Schweninnger ireisprachen. OrigSnaL-DrahtmelSuirgen. Köln, 21. Dez. Holländische offiziöse Meldungen, die hier eintrafen, besagen, Holland werde Venezuela gegenüber vorläufig keine weiteren Repressiv-Maßregeln ergreifen, sondern aöwarten, wie die revolutionäre Bewegung nach Carracas, die mit holländischer Unterstützung spätestens am Dienstag zum Cntscheidungsschlag ausholen werden. Paris, 21. Dez. In Regierungskreisen wird erllärt, das Ministerium habe absolut keinen Anlaff dazu, der Frage näher zu treten, wie Frankreich sich verhallen würde, wenn die Abgrenzung A l g e r i e n s u n d M rokkos von zuständiger Seite aufgeworfen luürbe. Bisher hat Muley Hafid weder direkt noch indirekt ein Interesse an dieser Frage erkennen lassen. Petersburg, 21. Dez. Nach einer an die hiesige Regierung gelangten Meldung aus Dschulfa steht nunmehr fest, daß der Schah ungeachtet aller Vorstellungen des russischen und englischen Gesandten in Teheran fest ciü- jchlossen ift, den Acedschlas. nicht einzuberufeu. Markte. ke. Frankfurt a. M., 21. Tez. (Orig.-Telegr. des „Gieß Auz.") Amtliche^Wtierungen der heutigen pruchimaritpreije. Welzen 'Ulf. 20 OU—20.50, Lturhessifcher i'if. 20.25—20.50, Ita Ptalü Alt. ‘24.25—24.75, Sianfas All. 24.25—24.75, Roggen (hiesiger) All. 17.00—17.25 Ger sie (Wette rauer» All. 18.50—20.50, graicken- wider All. 17.50—18.00, Haier 16.00—16.50, Amis All. 17.50—18.00. Welzenmehi All. 31.50—32.00, Oü—00, 2. Qualität All. 3Uj)0 bis All. 31.00, 3. Qualität Mr. 29.00—30.25, Roggemneyl 0 All. 27.75—28.00, l.CuQlität All. 26.75—27.00, Welzenkleie All. 10.50 bis All. 10.75, Jloggenileic All. 11.00—11.25, Alaisfeuue All. 13.00 bis Alk. 13.25, Franten, Pfälzer, Ried Ait. 60.00—00.60. Alles per 100 Kg. ab hier. tc. Frankfurt a. M., 21. Dez (Letegr. tDrig. - Bericht der „Giest. Anz.".) Amtliche 9lotterungen der heutigen Vieh markt» p r e i f e. ’jum Bertanfe standen: 480 Ochsen, 1Ö7 aus Oesterreich, 46 Bullen, 8 aus Oesterreich, 955 Kühe, Fersen, Stiere und Ainder, 821 Kälber, 469 Schafe und Hammel, 2055 Schweine, 6 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 78—80 M., 2. QuaUtät 70—73 'All., 3. Qualität 60—63 All.: Bullen: 1. Qual. 65—66, 2. Qual. 59—61; Hübe 1. Qualität 67—69 M, 2. Qual. 58—60 All., 3. Qual. 46—48 All., 4. Qual. 00—00 'M, 5. Qual. 00—00 All. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht» gewicht: Kälber 1. Qualität 90 dis 92 Pfg., Lebendgewicht 53—i>4 Pfg., 2. Qualität 7o—84 Pfg., Lebendgewicht 47 - 51 Pig-, Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 50—54 Pfg. Schweine: 1. Qual. 71—73 Pf, Lebendgewicht 55,5—56 Pf., 2. Qual. 70-00 Pf., riebendgennch! 55,0—00,0 Pfg., 3. Qual. 63—65 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Pfz- Geschäft bet Hornvieh gut, bei Kleinvieh Matti geräumt. dürfe sich Rothschild nicht vorstellen als halbe Lerche, ttne cr tot benj Schranken das Gerichts erschienen ist. Er hatte.uk Näherer Zeit ein solch einnehmendes Wesen, da-ft auch die Femde ferner Rasso ihr lieb gewinnen mufften: er konnte einem gctade-u faszwnincll. Rieorrmd hätte geglaubt, daff eilt unwahres Wort über ferne Lippen ließen könnte, geschweige denn, daß ihm, eine unredliche Land- lung zugetraut werden könnte und doch sei er von ihrn schmd- lich lj otogen und hin ter gangen worden. Was^ Rothschild war, habe sich ja bei den Lerhandlungen vor der Strafkammer und dem Schwurgericht gezeigt. Die ganzen von Rothschild gemachten Angaben, die chn belasten, feien unwahr, da ihm Rothschild jetzt eirrdlich gesinnt sei. Er ging dann auf die einzelnen Fälle cch und suchte, klar zu legen, daß insbesondere btc Briefe, auf die die Staatsanwaltschaft so viel Gewicht legt,, nicht den Sinn haben, der ihnen beigemessen wird. Zum? Schlüsse bemerkte er, er glaube dem Gericht feine Unschuld genügend nach gewiesen zu haben. Gegen 9 Uhr abenos wurde Beschluß verkündet, daß die Verhandlung! Dienstag den 22. d. M., vormittags Vall Uhr fortgesetzt wer- den soll. Ifigten dafür, daß ein. Vermischtes. * In einer ganzen Reihe deutscher Städte, wie Berlin, Nürnberg, Dresden, Leipzig, Frankfurt a. M., Darmstadt, Main-, Offenbach, Mannheim und Heidelberg sind am Samstag Tausende von Familien mit seltsamen Briefen überrascht worden, in denen ihnen in geheimnisvoller Weise das Erscheinen eines Romans angekündigt wurde, der für sie von großer Bedeutung sei. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um einen Reklaiueschwindel für einen Schunds-Roman. Ter Urheber des Schwindels, der Verleger Peter Ganter in München, der 400000 derartiger auf Helles Leineiipapier geschriebene Briese in Deutschland verbreitet hatte, wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltsckfaft verhaftet. Der seltsame Brief, der über* all mit 10 Pfg. sreigemacht war, ist allem Anschein nach nur an einen einzigen hiesigen Eimvohner gerichtet worden unb lautet: „Freitag abend. Mein verehrter Herr N.! Habe soeben den Tendenzroman „Doppelte Moral" gelesen, unglaublich, ein Skandal schlimmster Art. Man sieht wieder, daff der Staatsanwall da, wo crforberlidj, versagt, denn sonst dürfte ein solches Buch nicht bis in die Leffenttichkeit bringen. Unb wer ntag nun hinter bem anonymen Verfasser steckeii? Zedenfalls sind R. und Sb. auf das fürchterlichste mitgenommen unb Zur Klage direkt gezwungen. Werden auch Sie sich dieser Silage anschlieffen? Ich bin leider ebenfalls mit Ijineingcjogcn. Fürchterlich l J'n Eile! Ihr er- gernster (folgt unleserliche Unterschrift)." Das ganz gewöhn» j iiche Buch, das n u r 7,50 Mark tostet, hat natürlich nicht die geringsten Beziehungen zu dem Empfänger. * Zahtreiche S ch i f f s n n f ä 11 e ereigneten sich in btn letzten Tagen: Der Dampfer „S ch a r n h o r ft" ans Bremen meldete bet seiner Ankunft in Äew - Por 5, daß er am 12. bi. von einem heftigen Sturm betroffen wurde. Ein Reifender namens St azub wurde von einer Welle am Dell gefchleudert unb erlitt einen Schädelbruch, an dein er kurz darauf starb. — Das dänifche Segelschiff a l w i n" traf gestern verspätet in F a l m o it t h em. Ein beutfcher Atatrost des Schiffes namens Lallen bürg wurde wahrend eines S ch n e e st u r m e s übet Bord geworfen und ertrank. — Das französische Panzerschiff „Terrible" wurde bei Conlon l e cf. Trotz sofortiger Tätigkeit lämllicljer Pumpen sank das Schiff in acht Sieter Liefe. Kleine Tageschronik. Das T.e st a m c n t desGrafeu oonRhena, deS Sohne« des Prinzen Start vott Baden, hat dre Beamten des Prmzen Karl bis zmn letzten Diener reichlich bedacht. Außer verschiedenen Stifiungen erhielt die Stadt Karlsruhe 1 Million Mark. Fn G l a tz ist das Stadttheater gestern abend bei voll» besetziein Hause in Brand geraten; alle Besucher konnten sich retten. In ganz OsttiroI würbe ein heftiges Erdbeben mit donnetähnlichem Gepolter wahrgenominen. — Bon der Insel. Korfu wird em vulkanischer AuZbruch gemeldet. Lie Bevölkerung ist ungemein erregt. Der Aetna ist ui Tätigkeit. Aus dem Hauptkraler steigen Heuerfäuleu und dichter schwarzer Rauch empor. Alan hart em fortwährendes unterirduches Getöse. veranlaffte er den Ankauf, luobürd? er etwa 2800 Mark schuldig । wurde. Da er die Deckung nicht einschickte, drohte ibin btc Firma 1 mit Veräußerung: er stimmte &u, wodurch) ein Verlust ton ettoa 330 Mark entstand, dm er troll mehrfacher Aufforderung mcht bezahlte. Als kurz darauf der Konkurs über das Vermögen Stla- renaars ausbruch, nahm die Staats anwaltfcha ft an, er habe im Bewufftscin seiner Zahlungsunfähiskrit tit hetrugerlfcher Absicht das Geschäft gemacht. Er war aber in bet: Lage, nachzu- weiscm, daß er um die genannte Zeit mehrere Zahlungen geleistet uitb auch in der Sage war, Geld zu bekommen; er hat sogar nach dem Kvukursausbruch noch 400 Mark an einen hiesiMN Kohlenhändler bezahlt. lDas Konkursverfahren war nur über fern Vermögen, nicht über seine Praris als Rechtsanwalt verhängt.) Unter diesen Umständen ließ die Staatsanwaltschaft auch tot Diel em ■warn r d e l uuv -^vul x, v v »i - , Punkte die Anklage fallen. Nunmehr erfolgte die Verlesung W„unter Mmisch-m Brif-ll W «««Ntz Eige & von Tom ll-homs rn Musik gesetzte ^leder^dte der Kom- h^rlieffen, daß Rothschild in großer Geldtor legenhett war und ponist selbst begleitete, darnach einen sehr gefälligen M-ei-1 eilte Katastrophe bevorstand. Klarenaar behauptet, er habe allen aesana, „Das Kornfeld", von Bela Lasky. Auch die Grund gehabt, amunehmen, daß dies nur eine momentane strtfi§ Llb-L-rträge T°m Ttz-m'S wurden b°«E ta y- “Ä L-Ä stürmischsten aber wurden die drei neckischen Ginatter ^thschilds, die vor dem kommissarischen Richter in.Marienschloff genommen. Das starke Stück mit Ros a Bertinelltl a5gegeben wurden, belasten Klarenaar sehr. Rothschilds wckl durch und ^oi'es Panter in den Hauptrollen wurde recht flott ge-1 Klarenaar veranlasst worben sein, mit Burks Mitteln M stokulieren. ebenso die Br au tu acht", die eine versteckte Einmal bekam er von beiden Vorwürfe, welker es ablehnte, für fpieli, ebenso „o r e ^r a u e n , yLma Lß0 0°° Schifferaktren zu kaufen, bereu Kauf ihm ungünstig er- Satrre auf die weintollen Brautnachde ist, in der Toni Thoms Klarenaar konnte Geschäfte abschlietzen, die Burk Roty- atä betrunkener Bräutigam ausgezeichnet war. Den Schlutz | s^ild gegenüber verpflichteten. Bmck habe vermügensrechtltch für des unaemein lebhaft beklatschten Gastspiels bildete Nr. 69 Die in Jeincnt Auftrag von Klarenaar abgeschlosieuen Geschäfte, mit der feurigen M°ry Jrber m der H sondern nur noch Schuldner. fall Endlich löste sich aus der Menge ein Staun in Arbeiter- Staatsanwalt Dr. Brill bedauert in der Anklagebegründung, Neidern, der die steile B°Mng ni-h-- L stieg, unten eine Stange vom Boden aufhob und banti^ L ' @cric<)t bie Möglichkeit genommen ist, ihm zu der bereits weil sie zu kurz war, vergeblich den Versuch machte, da» I n^itcncit Strafe, die er übrigens nach menschlichem Ermessen unbekannte Etwas im Wasser zu ergründen; „Na da lei nicht überlebt, eine weitere Strafe zuzudil'tieren. (Die Auslieferung doch,, meinte lang und entzog fiel) in der Dunkelheit dadurch den Blicken (n dieser Beziehung ausgeschlossen ist.) Immerhin wäre cs der Menge, die nicht nur die Brüne in ihrer Oange und I .^glich gewesen, eine Reihe von unklaren Punkten zu klären, Breite sondern auch einen Teil der Alice straffe besetzt Hilt, wenn die Aussprache Äug' in Äug' Hütte erfolgen können. Es Anzwisckien batte auch eine Droschke sich eingestellt und un- wird Riothschild so viel mehr in btc Schuhe geschoben werden, als LLn,kv ’ mri» Blik mnr I wenn er anwesend gerne,cn Ware. Er führte lueitcr aus. Die mittelbar auf dc.r Brücke halt gemacht. ~ie ocr Blitz wur Henossenschriften sind ein Segen für die Landbevölkerung; diese man sich einig, es handele sich um etne Leiche; ein Be- bekommt billig Kredit und braucht sich nicht mehr den Wucherern trunkener sei, so erzählte man sich, über das Geländer der zu überliefern. Tie Genossenschaften sind aber nur bann ein frtriirfr in die Wieseck aeftürft Man sprach davon, daff Segen, wenn an ihrer Spitze Leute mit strengem ReÄtsgefühl BE tn M “ “ firf, ' me„ ftejeu unb ilyrett Pflichten WHkom.MN, ivoi in vorliegender ead-c btc Polizei nicht zur Stelle sei, um sich um den armen r-.n^ luar Schon lange vor Begehung von Straftaten Menschen, dem vielleicht noch zu helfen sei, zu tnmmern. l?agcn Angeklagten Mickel uitb Harth gegen die Bestincriinngen Da flammte plötzlich in der Mitte der Brücke ein bengalisches ihrer Statuten gehandelt, sonst wären sie nicht mit Rothschild in »Streichholz ans und fiel dann brennend, auszischend in das L-rdindung actaten Als ihre Prfl-aimfltei z>, den Sp-kriat>oncn rr gu<1t4. hprrrniirtf nnn hnnnpn I niQft mehr reichten, haton sie auf Anstiften Rochschilvs die ilane Wasser- Alle Welt lachte und zog vergnügt von bannen, ! $erbinÄ)tcitcn mißg^ucht, indem sie Wechsel aus die denn man hatte bei der bengalischen Beleuchtung wahr-! ^^sse auSstelllen. Als sie mm Rothschild in der 5^and hatte, war es igenommen, daß die angebliche Leiche eine mit altem Papier ihm ein leichtes, Geld und föclbiücrt von ihnen zu bekommen; nmb mit Lumpen gefüllte Kiste war, die vermutlich jemand er wußte daff sie annahmen, falls sie ihm nicht zu gefallen sind, . e. .-pH pr Up tna ffitr rnnfftp er sie entlarven kann unb fie ruiniert sind. #ur 318 000 Mark ^n die Wieseck geworfen hatte, weil er sie Ipy fein Wechsel auf die Kasse befanden sich beim Hereinbrecyen der Kata- + Klein-Linden, 20. Dez. Auch hier nehmen die s^^h» im Sauf, die Rothschild teilweise zu Geld gemacht hatte und Scharlacherkrankungen fortgesetzt zu, fast täglich wovon cr noch für 71000 Mark bei sich trug. Annähernd 700030 werden neue Fälle bet der Bürgermeisterei angemeldet. Mark waren RoMchild sur Verfügung gestellt worden ohne irgenb zufj 4-^:5. itt Utz um eme vorfatzlicye Lenacptelligung der Staue; hier leisteten Handelt und von der Ldommisswn nicht e^l^igt werden konn- 300000 Mart L-ürgschaft und verzichteten auf jegliche ten. Durch das Schiedsgericht wurden alle Reklamationen ^CgCHicifhing. Die Angaben KlarenaarS, er habe Rothschild kns auf drei zur Zufriedenheit erledigt und wird sich mit jur gut gchatten, schienen tont Staatsanwall nicht stichhaltig, denn diesen drei Reklamanten das Großh. Ministerium nicht andere, die den intimen Verkehr mit Rothschild nicht hacten wie cr, aiht p*ö> hpt ieder ?seldbereini^ I ahMen, die Saa>!e sei faul. Es muff umsomehr angenommen raer^ beschäftigen Reklamationen gibt es bei ieoer b-eiDDereiny Klarcnaar bte Sage RochschWS gekannt hat, als du,er gung und sollten sich nur alle Reklamationen so glatt er- per Situation in Briefen an ihn geschildert hat. Die Ledigen wie in Lollar. Wir sind in Lollar mit der Feldbe-1 Zugaben Marenaars, cs baniZc sich um Erpressungsbriefe, die reiniaung sehr zufrieden, und können denjenigen Gemeinden, Rothschild an ihn gerichtet hat, finden ihre ZurüMveisung in fiPTPTMint finh PTtTP ^-prbbereiniauna nur * ^cm Passus eines Briefes itlarcnaar» an Rothfchlld: „xZetzt welche noch, nicht bereinigt smd, eine FewbereiNigung nur t nic[,t nuc |ür Burk, sondsru auch für Sw Gcw verschaffen." warm empfehlen, denn Unzufriedene gibt es immer, aucl) yierauä nut^te cr den Schluff ziehen, daff Rothschild keine For- folche, welche überhaupt nicht zufrieden sind. torung mehr an die Kasse hatte. Auch gehe aus Briefen hervor, = Wetzlar, 19. Dez. Den Bemühungen unseres daß er für Burk alles gemacht hat und diesen über seine Lage^un nrhnpW p?, npfiinarn im Minisw- Unklaren lieft. Tas letzte .Hilfsmittel der Kape, die Urkunden, iLandtagsab geordneten ist es gelungen, tm ck'tinisle- . bec ^cht iwch geholt. Das Ausstellen der verhängnis- rium der öffentlichen Arbeiten eine günstigere Stimmung ^llen Vollmacht für Mickel, sei auch auf sein Konto zu schreiben, für das feit Jahren ruhende Ulmbachtalbahnpro-Ter Staatsanwalt hielt chn der Beihilfe zur Untreue in znwi -jekt herbeizuführen. Herr vvm Ruth hatte am 12. d. M. I Fällen für schuldig. In bezug auf den Fall Pitzer-Bottenhorn SRpfnrprhuua mit dem Miiiifter Breitenbacb in der I stände fest, daff mehrfach geoeten wurde, der Erbin ocachrmit enne BesprecyiUlg mu Dem »on dem Eingang des Geldes zu geben,- zugestandenerrnaften hat ihm zugesichert wurde, daß die Vorarbeiten fiu die Bahn öcr RiigeNagte das Geld in Öeuchelheim persönlich abgehoben, in Ali griff genommen werden solleti, sobald das Früh- trolbem wurde der Frau mitgeteilt, das Geld sei in seiner Ab- iahrswetter dies erlaube. ivesenheit eingeaangen; er wollte das! Geld ans dem Hause haben, * ■ - weil cs Mthfcyild gebrauchte. Tas beim Landgericht hier depo- ( ßtirfernpr Sfrnh'Aminer nierte Geld deS Spar- unb Vorschuffpereins Wieseck hat er er- Vteveuer ^rrMLammer. I hoben ugv angelegt, ohne der Kasse Mittellung p machen; als )( Gieftcn, 19. Dez. , I oon ^en Vorstandsmitgliedern danach gefragt wurde, hat er nichts Zusammenbruch des Ober-Btockstadter Spar- und KrdttvereiUZ.! x>ovon gesagt, daff das Geld angelegt sei, weshalb er auch (Fortsetzung.) in diesen Fällen schuldig zu fpreeben sei Gegeii Mickel und Bei dem Betrugsversuch zum vrachteil der Spar- und Darlehns-1 Harth veancragte der Staatsamvall wegen fortgesetzten Vergehens taffe Berstadt richtet sich die Anklage nur gegen Klareiiaar. Er gegen das Geiwssenschaftsgesetz je 2 Jahre und 6 Monate Ge- tzttte bei der Kasse schriftlich um ein Darlehn von 9000 Mark sängnis, indem er ihr Verhalten als geuieingefahrlich bezeichnete, »iachgesucht und ging mit Referendar Burk nach düngen, wohin Er wies auf das große Leid und das unsägliche Elelid der vielen er den Rechner Wolf zu einer Verabredung bestellt hatte. Er gab Genossenschaftsmitglieder hin, das burd) das Verhalten von Mickel dort an, der Ober-Mockstädter Spar- und Vorschuffverein habe ihm unb Lnrth über sie hereingebrvchen ist. Bezüglich Klarenaars gegen Verpfändung einer Urkunde über das Eigentum eines ihm beantragte er wegen der Fälle Kasse Nieder-Mockstadt 10 Äkonate gehörigeii Rheindchnpsers ein Tarlehn in genannter Höhe ge- Gefängnis, wegen des Falles Pltzer-Bvttenhorn 3 und wegen währt; da die Kasse aber das Gold anderweit benötigte, sei ihm I des Dilles Kasse Wieseck 1 Monat Gefängnis. das Kapital gekündigt worden. Er bat den Rechner, ihm das Ter Verteidiger Ätickels, Rea>saivvatt Leun, verlangte für Geld gegen Bürgschaft des Spar- und Kreditvereins Lber-fNockstadt I feinen in Ehren ergrauten Menten Freisprechung und bebauerte, gu geben und Burk versprach weitere Bürgschaft zu leisten. Die daff der Hauptschuldige sstothschild, nicht unter Anklage gestellt Auszahlung wurde burd) den Zusammenbruch der Ober-Mock- werden konnte. Er hielt Mickel zwar zivilrechtlich, jedoch nicht ftäbter Kasse vereitelt. strafrechtlich für verantwortlich; cr habe schon genug zu büßen, Ter Zeuge Reckiner Wolf-Berstadt erklärte dazu: weder Ida er dadurch um sein Vermögen gekommen ist. Von einem vorder Aussichtsrat noch er selbst habe Bedenken dagegen gehabt. I sätzlichen Handeln zum Nachteil der Kasse, könne keine Rede sein. Die Angaben K'larenaarsOvaren insofern unrichtig, als eine Schuld > denn an der Ehrlichkeit des voftats Rothschild, der sogar von ~z c - ' einem Fürsten in Ansehung seiner Verdienste ausgezeichnet rvorden ist, konnte cr nicht zweifeln. Rechtsanwalt Dr. Jung als Verteidiger des 5darth plädierte ebenfalls auf Freisprechung, indem cr ausführte, bie Persönlichkeit Rothschilds, der damals als tüchtiger, zuoerlchsigei und reicher gtt Dauer ivudrl» Z_IC ei f P rg (f) („ ^>te tae d LMberg ganten Stieien f ^msvulltt &>. ^de, der ffc?' J W handelt'^ ‘Wiomon. $qx G.rulerinM^. gei'chriebenr .a.ut •Scwnlajiung > J®. Anichciu M - JJet worden und •u-, Öabe soeben - waubltdj, ein Sh > der ^taaßaiuufli!' t ein solches M B >Jr mng nun hsiia > suld R. und h. ay j W direkt gMiD m? Ich bi» T'. In Eile! 3k. " Dch ganz hat natürlich nicht ger. ereigneten sich m; )(>r|l* aus Ären, cf, daß er am li i wurde, (rin iNeijc. ui Teck gejchleudeni ■ kurz darau' Hart, ai gestern verspaw e des Lchijses nee ichneesturmes ü iranzösische PaiiK Lrotz [o'oriigtr lüiri acht 'Sielet Liese. mit on tlihena, bts Soc' •amten M Prinzen 8c l. Anger wer^iM Mllion Äark. : ges/ern abenö bei wC le Lesucher tow\wv tigtS Erddeden teiu - Äon der $r. isbruch gemeldet s , AuS dem HaupÜL Rauch empor. Aast KM ■W bmerkte « " Jft (Ciifr’W J len >;ruchlmarttl>" '-yjib, Roggen (W K i8chO-tvA 'M- ,ÖU, L'LisAU^ > ■) Qualität Sa. ,7.00, Leizenkteie ^ L25, Ü'iü'-leune -Jj- Üif.bO.ÜO—00.U). SU- lLetegr. er yeuugen L"d ,55» £Ä -SB 1.LSV chMMA----- B'eu's- E ,c!S»"S^ ' . geld^^ -Ä^ N'; tdp Aparte Neuheiten Carl Schunck Seltersweg 52. Tel. 138. geeignet, wobei das Schöne mit dem Nützlichen bunden wird, empfiehlt 5peisezimmer-Zuglampen 5alonkronen Stehlampen Geschenkartikeln vorzüglich als Weihnachtsgeschenka - Ws « GM WÄ GM PW W Wollplüsch-Haussclnüie Lür Dam. 9,50 ß,90 Dieselben für Herren Lilieilüli’s atwitas Tel. 298. Tel. 298. Verlobte welche eich ihr zu- kün.tiges Keim behaglich einrichten wollen, finden die grösste Auswahl gediegener Möbel zu LWZZrZKao Preisen im Möbel-Fabrik-Lager und Ausstadungs-Geschäft Hermann Dominicas, 18 Kaplan-gasse 18 GIESSEN. Ein grosser Posten Herren-Leder Hausschuhe 8,90 „ Ausserdem gewähre auf allo anderen Artikel einen Extra-Rabatt von 90 r; nv rfe MM WK M-G'- Amtlicher Teil. 4,90 Mk. Ein G o m b e l. ParfOmerien und Toilettemitlel das 7199 feinsten LVUH. Herbert s Hochfeine ToileHeseifen aller Art von den billigsten bis zu den Dieselben mit Lackkappen Sin Posten echte Boxcalf Damenstiefel 4,90 4,50 4,90 5,50 = Winterschuhe m größter Auswahl preise staunen- billig. 90 °/o neueste beliebteste Parfüm der feinen Welt Panier Kops-Satal sowie [010233 Reh im Anschnitt euws-H.Kloü Ww.,Mäusburg 17. = Gummischuhe = erste Fabrikate Preise staunesl- bvllig. Gießen, den 17. Dezember 1908. Setr.: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten; hier: von Lehrern und Schulverwaltern im Falle einer Mobilmachung. Dir Großh. KreisschnlKommWon Gießen an die Schulvorstände des KreiseS. Sie wollen die Lehrer oder Schulverwalter einklassiger Schulen, welche militärpflichtig sind, darauf aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung innerhalb acht Tagen bei uns cnnzu- ceichen sind. Spater einlaufende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Zn den Gesuchen ist anzugeben: L Zivilstellung; 2. Vor- und Zuname: 3. Militärcharge und Truppengattung; . 4. Genaue Angabe des Truppenteils, Regiment, Kompagnie re., bei welchem der Eintritt erfolgt ist, und Datum des letzteren; 5. Bezirk des Landwehrbataillons. Bei Lehrern oder Schulverwaltern, die bereits früher bei uns reklamiert haben, bedarf es der Angaben 1—5 nicht, es genügt eine einfache Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als alleinstehende Lehrer zur Reklamation berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen. I. B.: Welcker. ________ Oberurseler Präzisions- Benzin-, Benzol-, Gas- Motor (Modell 1909). Posten Herren ÄgraHen-Stieiel „ Zug- „ Damen imit. Cevr.-Stiefel Inh.: Larl Herbert Marktplatz K empfiehlt als Uhr-Iwrit - Lmö V - 0iScW Billigster Sester bei [ss1’/,, | solid. Bauart, leicht. Bedienng, | geringen Betriebskosten, | günstigen Zahlungsraten. Motorenlahrik (feerursel .Aktien-Gesellschaft.. OBERURSELb.Frankf.a.M. Vergebung von Straßeuuuterhaltuugsmaterialieu für das Fahr 1909. Dio zur Unterhaltung der Kreisstraßen bc§ Kreises Friedberg erforderlichen Materialien sotten auf dem Wege des schriftlichen Angebots, wie folgt, vergeben werden: Bruchsteine Klcinschlag GruS Sand 925 10730 792 673 cbm Die Bedingungen sowie die Uebersicht der Verteilung der einzelnen Lieferungen auf die verschiedenen Straßenstrecken liegen auf dem Amtszimmer des Uuterzeichneten, BiSmarck- straße Nr. 32 offen, woselbst auch die Angebotsvordruckc erhältlich sind. Die Angebote sind verschloffen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 30. Dezernber l. I., vormittags 9 Uhr hier emzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bewerber stattfindet. Für jeden Stratzenmcisterbezirk ist ein besonderes Formular zu verwenden. Friedberg, den 15. Dezember 1908. Der Großh. Kreisbauinspektor. Als praktische Weihnachtsgeschenke empfehle: ===== elegante Damen- und Herren-Stiesel in den Preislagen von: Mk. 8.50, 10.50, 12.50, 14.50, und 16.50 Mädchen- und Kinder-Stiesel ebenfalls billigst. 4 Ausnahmetage i] in Schuhwaren. Mag, Dienstag, Sittwocb n. Donnerstag Während diesen Tagen verkaufe ich einen grossen Posten Schuhwaren zu noch nie dagewesenen Preisen. "ME Versteigerung. Mittwoch, dcu 23. Dezember, nachmittags 2 Utir, sollen dahier, Walltorurahe 6 «Larlnüädter Haus) 1'202 1 Buffet, mehrere Stuhle, So,a, Spiegel, Tische, rZenstergardmen 1 elciir. icrone, 1 elettr. Lampe, und verschiedenes Andere wanasmelse gegen Barzahlung lersleigerl. werden. , Morl, Gerlchtsvollz.-A>p. > Mittwoch, den 23. Dezbr. 19Ö8,1 uachmittagö 2 Ubr, verden im Saale „Zum Pigu", )ieujtabt 55 1'201 iirti Lr^^ortwägkichkU i zersieiaert. | Lerueigerung beüunmt. An- fiäu schon jetzt gestaltet. & e »hier. Gcrtchtsvollzieber Wege» Raummangel Assiklktts eines großen Teils meines Lagers und verkaufe Paletots, Jaquets, Mäntel, Capes, CssiüWL, Costtim- rocke, Dlonsen, Ghriel, Binder- Paletots u. -Kleider ^chnUerkragen, gestrickte Westen, Tücher, önlerröcke a. Schürzen,Gorsets Pelze zu staunend billigen Preisen. LerZäuure o ahsr niemand die günstige Kaufgclegenheit. $. Saaiart Bahnhofstraße 8. 7092 Kartoffeln Prima Speisekartvsieln twagnum boiium) gcutz oorzügl. im zrochen. Salattartoneln Gelbe Mäuschen, Paulsen Juli (8877 cmvnehll billig frei Haus I. Weisel, Sonnenstraße 6 Telepbou 235. Dieuötaa, den 22. Dezember, uachmittagei 2 UOr, versteigere rch. Neustadt 5a baljicr, gegen Parzahlung: 17192 56 Korsetten, .Herren-SNeiel, Lorbeerbäume, 1 Bade-Etltrlch- tunn, 2 vollständige Belten und llllöbel aller Art. Born, Gerichtsvollzieher ____________in Giesten.____________ verkauf. Mittwoch, den 23. lfd. M. uachmirtags 2l/2 Uhr, werden am mittleren Schaf- mciher (von der Haltestelle Zchtffenberg aus sichtbar) eine gröbere Anzahl Forellen und ivenrge Karpfen u. Schleien in kleineren Posten versteigert. Gießen, den 17. Dez. 1908. Gr. Oderförslerei Schiffenbecg. T r a u t w c tn. B'% Pfaff- Näh maschine^ NciieKe ÄerbcheriiWen! (Sro^e Jkiierhllithml! Zrrr Klunst- Ltrckerei vorzüglich geeignet. [6215 H- Straft Neuenweg 46. Eigene Nevaratur-Werkttüttc. Zubehörteile stets aus Lager. Brenn-Apparate für Flach- c. Tief brand zu ermäßigten Preisen passend als Weihnachts-Geschenke. Carl Zinnrjrmann 7152J Neuen Baue 15. Mtemeni IWF —- - ■ - :■■■• Telefon 624. _l_------[ Bringe meine L-LlS zur' Abhaltung v. Festlichkeiten jeglich Art in empfehlende Erinnerung.। Kuchen, Lorten u. f. w. täglich frisch. (6770 (Scmütütbe Kafferünmer. Grötz. Gesellschaften Anmeldung vorher erwünscht. Hochachtend I J. Löbbert. 1 geb. v. Kilian. 7196 Giessen, Sonntag, den 20, Dezember 1908, als praktische Weihnachtsgeschenke ks- Parfüms in VeHchen, Maiglöckchen etc. ToilßttßSßifßn 8 äl IUIII> sowie Fantasie^erüchen u. feine 1 u?r!:.l.g^UUbH 7189 Städtisches Hochbauamt. Gerbet. B«/,3 Am 31. Dezember 1968 )CC 1968 grosser Sylve*ter-Ball. großes Gastspiel des bcüeu Soubretteu- dartteUerS der Welt. Ad 1. Januar 1909 und des so riesig beliebten Kölner Burlesken-Eusemble- P5 OeitoÄpM werden. te-« Sitasel 2 Zimmer o e gOM. gimatr H 6 Zimmer Klavier U) ZM ■ Ilcrl'chiedenes AMWUMW Tafelrosinen Ärachmanbeln Apfelsinen, große Sthnmeo Eiepariyren Polieren ladeliuvet Aobtüh 85 Pfg. 95 Pfg. Vertrags-Artikel In Cartona^en zusammen^esteilt. EaM de CGßog'ne in Geschenkkisten. n 8 & Zwei Reisende Zimmer per L Januar zu mieten. Schriftl. Angebote unter 010216 an den Gießener Anzeiger erb. Photographische Apparate, nur neue Modells, Haus-Drogerie-Schränkchen sollten in keiner familie fehlen. Von den verschiedenen bereits ein- geführten Apparaten kommt keiner dem 5teHer= scheu gleich. Vorzüge: Hkbr. Konior-EiMchiuug eventl. Brrlt oder Schreibtisch zu kaufen gesucht. Schrtftl. Angebote unter 7194 an den Gietzener Anzeiger erbet. Ätusitalisches Geurebilü in 1 W von A. Roß. Musik von Bertram Uuard Selbo in Steins Saalban. Anfang 8 Uhr» Freunde und Bekannte können durch Mitglieder eingeführt Weihnachts-Feier 6. LlMLsrmLLM Möbel-Ausslattaugb-Gebchäft Neuen Baue 15. (7154 Gewürzanis Buttergebackeues Makroneu Zimmet,lerne Brauten Statt Karten. Die Geburt eines gesunden Jungen zeigen an Dr. Laubenheimer u. Frau Norina 7U] 12 Stück 65 Pfg. L Sieiahänssr. Aett. Äau^uann" wünscht schäftigung für nachmittags. Schrift!. Angebote unter 010241 an den Giest. Anz. erbeten. m*t allen Kontorar» AllUsUrllUü beiten öertr., kurze Zeit gereist, sucht Stellung, egal w. Branche. Prima Zeugnisse. Schriftl. Angebote unter 010243 an die GeschäitSst. d. Gietz. Anz. "W fcissBiötaeiilzuMeü 10 Pfd. 180 u. 190 Pfg. Eier, frische, 10 St. 95 Pfg. Zucker, feinen 22 Pfg. Rosinen bis zu 35 Pfg. Margarine 85 u. 65 Pfg. Palmbutter 58 Pfg. Schweineschmalz 64 Pfg. Konserven mit 5% Rabatt. Baumkcrzerr, Schachtel 28 Walluüsie 45 u. 25 Pfg. Haselnüße 45 u. 35 Pfg. Trauben, frische 50 Pfg. Central -Drogerie Emil Karn, Schulstrasse empfiehlt in grösster Auswahl Peddig- und Weidensessel, Schreibsessel, Blumentische, Ständer, Büstenständer empfiehlt 16936 in denkbar großer Auswahl zu auSnahmsweis sehr billig. Preisen Stuhlfchremerei F. Henkel 14 Sonnenstrasre 14. 3ii uermirtcik Earl le®a ^euen Bäae 15 PüsH-ßffkiizki! Arrak und in Frafchen :: :: */3 Flasche von 80 Pfg. an. [7197 Gebrüder Adami 14 üläashnrg 14. Schöne Wohnung, 3 grotzeZimmer und Zubehör, wegen Wegzug anderweitig per 1. Januar 1909 oder früher zu vermieten Die bi’auntc eignen sich auch Vorzug!, für Bureauzwecke. lOOOö Näheres Hofmaniutrage 14. nur gute Qualität, zum billigsten Lagesvrene empfiehlt [5776 J. Uankel, Neuenbäue 7. Telephon 612. und verschied, andere Konfekt I°w.° K-Ed-m und Pur,p°„. Kakao u. Schokolade, garant. rein und von vorzüglichem Geschmack empfiehlt in bekannter Güte Friede. Soll Wwe. Hofbäckerei Mäusburg 12. Kolosseum O-iessen Walltorstr. 36—38 (früher Cafs Leib) Telephon 644 Heule Montag, den Sl. Dezember 1908: W* Grosses Künstler-Konzert -w deS Wiener Damen Orchesters „Edelweiss“ im vorderen Restaurant. Ab 26. Dezember d. L. WeihuachtSfeiertag Grosses Vergkbnng bon Weißbindcrarde!t. Die Erneuerung deö Oelfarbenanstrichs in verschiedenen Räumen im Mädchenschulhaus in der Schillerstraße soll Donnerstag den 24. d. Mto., vorm. 9 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht ojfen. Angebote auf oorgeschrtebenem Formular, das daselbst erhältlich, und bis zur genannten Stunde tut uns abzugeben. Gießen, den 21. Dezember 1908. Verein Lontentia Am 1. Feiettag ,0maiin4 moderne Möbel-Politur Oneotbehrl. für jede Hansto empfiehlt [6633 A. Grünebaum Möbel! - Magazin Bahnhofstrasse 35. Mül-Mitt 1 per Pfund 58 Pfg. reines (6312 S^tvemeschmalz per Pfund 64 Pfg. L. Steinh&uaor a Die steigende Nachfrage u. Be- itebthett uteiner Spezial-Marte, tziterflasche Ml'. 2.—, i.t der beite Beweis der seltenen Feinheit, Mtlde u. Preiswürdigkeit meiner ________ .. . . _________ Löflnacä. — (5741 158341 Eme Wohnung zu vermiet. E. Won, Walltorstrahe 4p. | Löwcugassc 28. Dienstmädchen für L Januar 1909 gesucht. B1& „ Univ -AugcnLlimk. Suche 1 Dienstmädchen per 1. Januar ec ent auch früher. 7156] Rheinischer Hof. Nastber's Reform- Kindentuhl! Dmjek^r.^ m. ffrce». TUcb e. roia. Spielvorr Mer Hactker’.'i neno veritoHb. BolnstOt»« und •elhrtthBt. Ver •^hlQMa btetsi ebeolctcßichor- bett cogca des BentmtrlM d. ffted. ort.