lnu. Hausarbeit veM -hliisiieiie. - Schrij- .E an den GieT ädchen iur Küche u.tzLll ^aucmadch. sucht Lie^ chmrdt, Neuen Baue i tWfkllll Q.bct tSK MLL ZWx ch-in berB*0!1'^ MZ ^hin ÄjMn e»«itätÄ « der ftäujet mbitüden, Billen, & eiet Art, Hoieltz, Stele., auf allen ^15^ Mit gmtis--- Abc»d filii jtooual' he b^LÄr 53it^ r. Waag •hirmfobrik reuzplalz 6 i schirme genschirme Spazierstöcke paratur in eigener itt sorgfältig und billigst. c‘7, bezögen tolle Gaur gute Spannung Michr. VerMWx?- auiS'Zentral« gmk. Dtain 13, M i 8S üKAL-« d LubiMW^- w 1 ;r u teilen ■ 6 es/JSi -- ^-Shi-nbcn» * «IM*** gfe« gelteroroesJL^ piwWSi. i ist nndj der Ju0‘gj ÄnalSSÜlfe ^et «a^etet Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 3V. Juli 1908 erscheirU^täglich, auyet A Ct*: Emmtag«. - Beilagen: Y A W ▼ monatlich75Pf.,vtertel- viermal wöchentlich fz?.i a jA. A _^k >Jk A a». ▲, jährlich Mk. 3J0; durch StehenerZamilienblätter; M M Ää8Ä äWl «TV ■■ Llbhole- u. Zweigstellen »weimalwöchentl.LreiS' EG W fl Ha Ä er H H fl V H W H ■ ■ M H Zte ßÄ A 'SU |S ▼ monatlich 65 Pf.; durch blaNfürvenrrreirSlehen |||| MM K H R< I Bl O g 3L< S diePost Mk.«.-viertel-' siyivnviivi 4iinwuvi“ tüt btt Redaktion 112, MM ^R»r Verantwortlich :Ss? General-Anzeiger für Oberhessen MM Lmradme von Anzeigen V r * M u. Land" und.Gerichts- iü^Tu"“ Rotcfionsbrud und Verlag der SrühNschen Unw.-Vuch- und Steindruck»««. R. r-nge. Reöattlon, Lrpedition und vruckeret- Schulstratze 7. 8n!s.g Vie Landtagswahlen |908. Die 33. Landtagsperiodc ist erst vor wenigen Wochen zum Abschluß gelangt und schon regt sich in verschiedenen Kreisen die Agitation zu den im Herbst erfolgenden Neuwahlen für die ausgeschiedenen 25 Kammermitglieder. Handelt es sich dabei auch zunächst nur um die ersten Dorposten- gefcchte und Rekognoszierungsritte auf dem M bearbeitenden Terrain, so lassen diese doch schon mit Sicherheit erkennen, daß der diesmalige Kampf sehr heftig sein und mit großer Erbitterung durch geführt lverden wird. Und die Parteien haben auch alle Veranlassung dazu, bei der kommenden Wahl mit voller Rüstung auszutrcten, denn es ist doch nach dem jirngften Ausgang der Mahlrechtsdebatte in der Zweiten Kammer und dem Uinstand, daß sich die Mehrhcitsparteien mit 40 Stimmen auf die Seite des Kompromißantrages Glässing stellten, zuversichtlich zu erwarten, daß in der nächsten Kammertagung über eine neue, von der Regierung bereits zugesagte Wahlrechtsvorlage eine endliche Verständigung erreicht und somit die kommende Wahl die letzte unter dem Zepter des indirekten Wahlrechts sein wird. Daß es trotz dieser endlich zwischen den beiden Ständckammern gefundenen Verfassungsgrundlage noch lange schwierige Kämpfe vor allem in der Zweiten Kammer selber kosten wird, um die Vorlage zu einem die Zweidrittel-Mehrl)eit befriedigenden Abschluß zu bringen, bedarf kaum der Erwähnung. Im allgemeinen ergibt sich für die bevorstehende Wahl folgendes Bild: Von den zur Hälfte ausgeschiedenen Kammermitgliedern haben 10 der nationallib. Partei, 5 den Bauernbündlern, 4 den Sozialdemokraten, 3 den Freisinnigen und 2 dem Zentrum angehört, während der letzte der Ausscheidenden ein Fraktionsloser war. Tie Nationalliberalen haben also von ihren bisherigen 18 Kammersitzen nur 8, die Bauernbündler von ihren 13 Sitzen ebenfalls 8, das Zentrum 5 und die Sozialdemokraten 3 Sitze behalten. DaS Zentrum hat somit bei der Wahl am wenigsten zu verlieren, die Freisinnigen am meisten, nämlich alle drei Mandate. Von den zehn von den Rationalliberalen zu verteidigenden Sitzen entfallen 6 auf die Provinz Starkenburg, 3 auf Rheinhessen und nur 1 auf Oberhessen. In den vier letzteren Wahlkreisen dürfte eine Wiederwahl der bisherigen Vertreter (Reinhart-Worms, Finger-Pfeddersheim, Braun-Oppenheim - Wörrstadt und Stvpler-Lautcrbach) aus wenig Schwierigkeiten stoßen. Dagegen muß faß in allen Starkenburger Wahlkreisen mit einem wesentlich starken Vorstoß der anderen Parteien gerechnet werden, so namentlich in Wald-Michelbach (Dr. Heide nreich), Lampertheim (Selinger) und in den beiden Darmstädter Wahlkreisen (Dr. Glässing und Dr. Osann). In Ober- Hessen haben die Freisinnigen ihre drei Sitze zu verteidigen «.Dr. Eutfleisch-Eießen, Reh-Alsfeld und Tamm-Friedberg.) Die Wiederwahl des ersteren ist dadurch gesichert, daß die Nationalliberalen vollzählig für ihn eintreten werden, während in Friedberg mit einiger Wahrscheinlichkeit auf eine Zurückeroberung des Wahlkreises für die Nationalliberalen gerechnet wird und der Alsfelder Kreis einen starken Ansturm von den Antisemiten und Bauernbündlern ausgesetzt werden dürste. Von den beiden Zcntrumskreisen (Bingen und Nieoer-Olm-Ober-Jngelheim) erscheint nur der letztere nicht wenig bedroht, wenn gegen den bisherigen Abg. Dr. Frenah, wie verlautet, ein freisinnig-sozialdemokratischer Gegcnkandr- dat aufgestellt werden sollte. Das größte Interesse bei den kommenden Wahlen aber dürfte sich auf Mainz,Offenbach und Bürgel konzentrieren, wo die Sozialdemokraten ihre vier Mandate tvieder erobern müssen. In Offenbach, wo der zur Genüge bekannte „rote Ulrich" seit ca. 20 Jahren sein radikales Parteizepter schwingt, war es schon 1902 dem geschlossenen Vorgehen der bürgerlichen Elemente glücklich gelungen, den Terrorismus der Sozialdemokratie zu brechen. Nur die Uneinigkeit der bürgerlichen Wähler war Schuld daran, daß im Jahre 1907 Herr Ulrich noch einmal einen Sitz im Reichstag erlangte. Die bürgerlichen Parteien scharten sich aber bald darnach wieder zu einem einheitlichen Vorgehen zusammen und die Folge war ihr glänzender Sieg bei der Offenbacher Stadt- verordnetcnwahl, durch die die viclgerühmte „Hochburg der Sozialdemokratie" in Trümmer gelegt wurde. Auch in Mainz lassen die Wahlen der letzten Zeit deutlich erkennen, daß die dortige Machtstellung der Sozialdemokratie stark ins Schwanken geraten ist. Bei der Reichstagswahl 1907 ist ihr der Wahlkreis nur noch mit einer ganz geringen Mehrheit zugefallen: er wäre schon damals von dem nationalliberalen Kandidaten gewonnen worden, ivenn nicht eine kleine, verblendete Gruppe von freisinnig-demokratischen Wählern mit großem Eifer für den Sozialdemokraten eingetreten wäre. Es kommt jetzt in Mainz nur darauf an, eine richtige Auswahl unter den bürgerlichen Kandidaten zu treffen, um dem Regime der Herren Dr. David (der doch auch als in Berlin ansässiger Parteisekretär mit Mainz nur noch in sehr loser Verbindung steht) und Adelung ein Ende zu bereiten. Der große Vorort Bürgel, der mit Seligenstadt den vierten Sozialdemokraten, den Bureaugehilfen Orb Entsandte, hat nach seiner Einverleibung in Offenbach durch die Wahl seiner Gemeindevertreter ebenfalls bewiesen, daß er alles dransctzt, die einseitige sozialdemokratische Vertretung mit einer gemeinsamen bürgerlichen zu vertauschen. Nun kommt noch die Wahl in D a r m ft a d t in Betracht. Die Residenz ist über ein Menschenalter durch nationalliberale Abgeordnete vertreten gewesen, von 1875 ab durch Männer, wie Wolfskehl, Diehl, Oyly usf. Nur einmal, 1902, gelang es infolge des Zusammengehens der Frei- sinnigcn und Sozialdemokraten, anscheinend eine Mehrheit von wenigen «Stimmen, ans zwei freisinnig-demokratische Kandidaten zu vereinigen. Dre Wähl wurde jedoch mit erdrückender Mehrheit von der Kammer für ungültig erklärt und es erfolgte die Wahl zweier Nationalliberaler, Dr. Buff und Müller, als deren Ersatzmänner bis jetzt die Herren Dr. Osann und Dr. Glässing der Kammer angehörten. Bei der vorjährigen Reichstagswahl wurde bekanntlich, wie üt so vielen anderen Kreisen, auch in Darmstadt der Sozialdemokrat mit der enormen Mehrheit von 2000 Stimmen aus dem Sattel gehoben und Dr. Osann gewählt, dank des einmütigen Zusammengehens aller bürgerlichen Elemente. Erst vor wenig Tagen hat die „Freisinnige Zeitung", die als früheres Organ des verewigten Eugen Richter, doch immer noch das maßgebende Parteiblatt darstellt, sich mit der Frage der Bün d n i s f ä h i g ke i t d e r So zi a ld e m o- k r a t i e beschäftigt und dabei darauf hingewiesen, daß diese bei ihrer agitatorischen Tätigkeit und der Wahl ihrer Mittel' „von Stufe zu Stufe moralisch herabgesunken ist"; Dor den früheren Männern mußte man Hochachtung haben, aber jetzt sei sie herabgesunken auf das Mveau der Okiffe und der Gosse, gerade in demselben Maße, in welchem ihre Macht wuchs. Es sei für sie ein besonderer Sport, die persönliche Ehre ihrer Gegner zu besudeln, sie sei zu einer schimpfenden und verleumdenden Partei geworden, sie suche hinter allem, was ihren vermeintlichen Interessen zuwider- läuft, absichtlich schmutzige Motive und mache sich geradezu der Korrumpierung des deutschen Volkes schuldig. Das Blatt kommt dem Schluß, daß ans allen diesen Gründen jedes Zusammengehen mit dieser Partei völlig ausgeschlossen erscheinen muß. — Auch wir meinen, die hessischen Freisinnigen und Linksliberalen werden es sich sicherlich noch zehnmal überlegen, ob sie wirtlich noch mit der Sozialdemokratie in irgend welche Verbindung eintreten können. Aus Stadt und Lund. Gießen, 30. Juli 1908. ** Vom Großh. Hofe. Der „Darmstadter Ztg." zufolge reisten das Großyerzogspaar von Hessen mit dem Prinzen und der Prinzessin Reinhard zu SolinS-Hohensolms- Lich gestern nachmittag nach Frankfurt a. M. zur Teilnahine an den Polowettspielen. Von dort aus begaben die Herrschaften sich abends nach Lich. — Wie die „Darinstädt. Ztg." meldet, sind die Söhne des Prinzen Friedrich Karl von Hessen gestern von Schloß Wolfsgartcn nach Frankfurt a. M. zurückgekehrt. LEI. Landes-Universität. Am 1.August begeht der ordentliche Professor der Philosophie Geh. Hosrat Dr. Hermann Siebeck sein 25jähriges Diensljubiläum als Ordinarius an unserer Ludoviciana. ** Das Vorlesungsverzeichnis unserer Universität für das Winterhalbjahr 1908/09 ist soeben erschienen. "In den Nil he st and versetzt wurde der Großh. Weichensteller in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Karl Stuckert zu Neinheim mit Wirkung vom 1. Oktober 1908 an. ** Militär-Wochenblatt. Frhr. v. Gall, Lt. im Leib-Garde-Jnf.-Regt. (1,. Großh. Hessen) Rr. 115, scheidet mit dem 31. Juli aus dem Heere aus und wird mit dem 1. August 1908 in der Marine im See-Bat. angestellt. ** Bisrnarckgedächtnisfeicr. Der Gedächtnis-, abend, den die beiden hiesigen nationallibcralen Vereine anläßlich des zehnjährigen Todestages des Altreichskanzlers veranstalteten, war gut besucht. Pros. L u l e y eröffnete denselben mit einer Begrüßung der Erschienenen und der Gäste aus Lollar und Lauterbach. Nach einer trefflichen Schilderung der Charaktere unserer beiden Herrscher brachte er ein Hoch auf Kuiser und Reich aus. Daran schloß sichs der Gesang der Herrscherhymne. Nachdem der Redakteur des Wetzlarer nationalliberalen Organs, der „Vaterländ. Blätter" (deren Bismarcknummer verteilt wurde), Herr O. Riedel einen von ihm verfaßten Prolog Dorgetragen Bayreuther Mspiele. (Nachdruck verboten.) Bayreuth, 25. Juli. III. Rheingold. Gestern war Ruhetag, und heute begann mit einer merkwürdig matten Nheingold-Aufsilhrung die Darstellung des Ringes. Es ist schwer, hier das rech.e Wort zu finden. Man hat eine ganze Anzahl vorlresslicher Künstler zu großem Werke vereinigt. Eine vollendete Ausarbeitung ließ das musikalische Bild in makelloser Reinheit erstehen. Hans Richter leitet ja wie immer so auch in diesem Jahre die erste Ringaufführung. Konnte es da an etwas fehlen? Nun, es fehlte eben nicht mehr und nickst weniger als das Außerordentliche. Im Lohengrin war es mehr der wundervolle Clwr, die Erscheinung Barys, im Parsifal war es Felix von Kraus, — sie hoben fast mühelos die Vorstellung in eine höhere Sphäre. Man hat oft gesagt, und zuweilen glaubt man es selbst: Bayreuths außerordentliche Wirkung beruhe in seinem Tarstellungsniveau, in seinem Stil, der künstlerische Adel kröne das Ganze, während die Einzelleitung — möge sie noch so trefflich fein — zurücktrete. Ja selbst das Mindergelingen einer Einzelheit vermöge daran nichts zu ändern. Man mochte das im Parsifal glauben, wo beispielsweise Burrian ganz aus dem Rahmen siel und doch dem gewaltigen Eindruck des ersten Aktes keinen Abbruch tun tonnte. Und nun kommt diese zweifellos vorzügliche Aufführung des Rheingold und wirft mit_ ihrem Mangel an Stimmung die schönsten Maximen über den Haufen. Walter Soomer (Leipzig) sang zum erstenmal den Wotan in Bayreuth. Er hatte die fast urrlösbare Aufgabe, die Erinnerung an Theodor Bertram zu bannen, der hier zuletzt den Wotan gefangen hatte — der hier auf so traurige Art ums -eben gekommen ist. Man dachte mit Trauer Bertrams- Wohl hat Herr Soomer eine sehr schöne Stimme, die nur ein bißchen allzu unfrei klingt. Ein verständiger Darsteller ist er auch, — mehr vermochte man vorläufig nicht zu fpuren. Frau Reuß -- Beloe, die auf dem offiziellen Programm als „dramatische Assistenz" genannt ist, fang wie immer die Fricka. Leider ist die Stimme der klugen und keiintnisreichen Darstellerin DcrbLübt. Daß Lilly Hafgren (Freia), Alois Hadwiger (Froh) und Schützendorf-Billwidt (Donner) keine Osfenbarungen bieten würden, daraus war man gefaßt. Ihre musikalische Pflicht taten alle. Gegen dicfe Götter hatte Dr. Otto Briesemecster feinen schweren Stand, der wie immer seinen berühmten Loge sang. Diese höchst geistreiche und graziöse Leistung ist so viel gelobt morden, — und doch — der Witz will auf leichten Füßen laufen ; bei aller Feinl-eit ist Briesemeister immer noch zu plump. Es bleibt schließlich doch alles m der merfoaren Absicht stecken! Und am Ende glaubt man gar an eine recht täppische Wichtigtuerei. Ligenlümlick)ere Züge mochte man an Fafner (Carl Braun) ent- becken, dem sein Bruder Lorenz Corvinus faum nachstand. Von dem pmderen Bruderpaar kann man freilich nur Mime (Hans Breuer) Anerkennung zollen. Max Tawison, der schon als Tel- tarnunb alles verdarb, zeigte sich dem Alberich gar nicht ge- Dachjen. D^e Damen Frieda Hempel, Bella Alfen, Adr. von Krausborne in Zusammenklang und Intonation ein vollendetes Rheintöchtertrio. Es fehlte nur eben ein bißchen persönlicher Reiz. Den durste man freilich nicht von Fräulein Hempel verlangen, die eine ebenso schöne wie kalte Stimme hat. So bot das Rheingold wenig Tadelnswertes und gar nichts, was uns begeistern konnte. Gerade das Versagen des Alberich mußte sreilich der dramatischen Gesamteindruck empfindlich schädigen. Bayreuth, 26. Juli. IV. Walküre. Die Enttäuschung, die mit dem Rheingold begann, scheint ihre Fortsetzung nehmen zu wollen. Glaubte man doch, gerade vom ersten Akt der Walküre Besonderes erwarten zu dürfen. Alfred von Bary, der als Lohengrin so lebhafte Sympathie erweckt hat, war zum Siegmund bestimmt, Frau Leffler-Burkhard zur Sieglinde. 9tun, diese gab denn auch wirklich eine Leistung, die sich vollkommen auf der Höhe ihrer Kundry beinegte. Es ist merkwürdig, die Heroinen, die in unserm Schauspiel so selten werden, sind auf der Opernbühne noch zu finden. Frau Leffler- Burkhard ist eine der hinreißendsten. Was will es gegenüber ihrer großen dramatischen Straft besagen, daß die (Stimme nicht mehr so ganz intakt ist? Eine seltsame Stimme von außerordentlichem Umfang: ein ausgesprochener Soprantimbre in der Höhe, ein ebenso entschiedener Charakter in der Tiefe. Aber diese Entwicklung scheint nicht auf.ganz natürliche Weise zugegangen zu sein. Zuweilen spürt man den Bruch. Man spürt ihn, und man ward doch nicht gestört. Gibt doch diese Frau in der völligen Beherrschung des musikalisck)--dramatischen Parts nur noch sich selbst. Es ist kein Gedanke mehr an Kapellmeister und Regisseur, ein freies Entfalten aller seelischen Kräfte. Und diese prachtvolle Erscheinung an einen unglücklichen Siegmund gefesselt, der Mut und Anstand eines Tanzstundenhelden hat. Herr von Bary soll — wie man erzählt — an einem Augenleiden fronten, das ihm die Bewegung auf der Bühne außerordentlich schwer macht. Vielleicht wurde ihm die Darstellung des Lohengrin, dessen Schritte so wohl abgezählt sind, leichter als die des Siegmund — aber die stürmische Leidenschaft des Weisungen brachte er nicht auf, selbst wenn er ruhig neben feiner bräutlichen Schwester zu fitzen hatte. Dafür zeigte sich sein gesanglicher Vortrag auch nicht ohne Manier. Und zwar war es die spezifisch Bayreuther Vtanier, die sich vordringlich bemerkbar machte. Briefemeisters Loge zeigt sie in höchster Vollendung, und bei der geistreichsten Gestalt des Ringes ist die Art eines bis in das kleinste Detail durchgearbeiteten Vortrags erträglich und vielleicht erforderlich. Siegmund aber ist durchaus nicht geistreich. So notwendig jedes Wort zum dra- matifd}en Aufbau ist, der Gefühlsuntergrund ist viel stärker. Er diktiert die melodische Linie, die gerade im ersten Akt der Walküre hinreißender i)t, denn in allen anderen Teilen des Rings. Und das ging verloren über einer minutiösen Kleinmalerei, die zudem noch stark den Eindruck des Einstudierten machte. Aber auch stimmlich schien Herr von Bary die Indisposition nicht überwunden zu haben, die im Lohengrin seine glänzende Leistung kaum beeinttäd’tiste. Erst ganz muü .Schluß des zweiten Aktes^ sand er eine gewisse Größe wieder. Allen Hinckley ft.’llte einen sehr charakteristischen Hunding auf die Szene. Ellen Gulbransson fang — wie so oft -- die Brunhilde. Noch immer ist ihre große schöne Stimme rund und Doll, noch immer aber ist ihre dramatisch Leistung recht kühl und nordisch. Wird sie jm weiteren Verlaufe die Wärme finden? Hans Soomer fang den Wotan. Wie so vielen Baritonhelden liegt auch ihm der Wotan zu tief. Aber feine Mittel, gesangliche und darstellerisck)e, erlauben ihm, den unglücklichen Göttervater würdig zu repräsentieren. Töne besonderer Wärme findet er aber erst im dritten Akt, der sich überhaupt zu einen Größe emporschwang, an die man nach den beiden vorangehenden Akten kaum glauben mochte. Das SBalfürencnfcmblc erinnere ich mich kaum je so vollendet gehört zu haben. Ellen Gulbransson mit Walter Soomer fangen il-re Abschiedsszene mit erschütternder, Gewalt und das wundervolle Orchester unter Hans Richter brachia den Abend glücklich zunt Abschluß. So brach denn heute zum erstenmal wählend der bisherigen Festspiele das Publikum in spontanen Beifall aus, der genügt hätte, die Darsteller zehnmal auf bie Bühne zu rufen, wenn diese Praktik nicht verpönt wäre. — Ein mit Recht entrüsteter Freund der deutschen Dichtkunst schreibt uns folgend: Zeilen ehrlichen Zornes: Wie verdorben leider heutigen Tages der Geschmack vieler Menschen ist, dürfte ein „Gedicht" eines (Gott sei dank) ungekannten „Dichters" bezeugen. Jedermann kennt das ergreifende Gedicht Freiligraths: „O lieb' so lang du lieben kannst, o lieb so lang du lieben magst, die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst." Ta heißc es nun im genannten „Gedicht": „O turn’ )o lang du turnen kannst, o turn so lang du turnen magst--Es kommt die Zeit, da dich dein Wanst dran hindert und du stöhnend klagst." Ich fand diese Eselei in einem ober hessischen Lokalblatte und kann ihr nur einen Pfuiruf widmen. — Kleine Kunstchronik. Ter weimarische Hoifchau- spieler und Oberregisseur Start Weiser, der auch als Schriftsteller sich vielfach betätigt hat und früher im Ensemble der „Meininger" als Darsteller hervorragend wirkte, feierte gestern, am Mittwoch, den sechzigsten Geburtstag. Er ist zu Alsfeld geboren und vom Studium der Theologie zur Schaujplelknnst übergegangen. Ten Krieg von 1870 machte er als Freiwilliger mit. — Ter Bcr - band der P r i o a t - T h e a t e r - V e r e i n e Deutschlands, e. B., hält am 22., 23. und 24. August feinen 16. Verbandstag in Einbeck (Hannover) ab, wozu alle dramatüchen Vereine Teutschlands — auch solche, die dem Verband nicht angehören — emgelaöen werden, Vertreter zu entsenden. Ter Verband besitzt eine Bibliothek von rund 600 dramatischen Werken mit ausgeschriebenem kompletten Rollen- und Notemnatenal für Orchester- und Klaviermusik, die den Vereinen zur freien Benutzung (ohne Leihgebühr) zur Verfügung stehl. hatte, ergriff Herr Professor Altendorf das Wort zu seiner Festrede Tiefe ist von und schon bei andere (j*- legenheit nach Wcbütjr gewürdigt worden. Hier in «'«Keßen wurde sie mit stürmischem Beifall ausgenommen und erweckte große Begeisterung. Rach einer weiteren Deklamation toastete Herr Prof. Bi er mann auf da- von Bismarck geeinte Baterland in zündenoen Lorten Mit dem Oiefang Der Nationalhymne schloß die wirkungsvolle Gedächinisferer •* Danktelegramm des Herrn hessischen Finanzministers. Aus ein Begrüßungstelegramm des Reichsverbandes deutscher Zollaujseher aui dem Verbände tage in Stettin lief jetzt folgendes Tanktclegramni ein „Bad Bertrich bei Coblenz Verbindlichen Tank für freundliche Begrüßung. Finanzminister Gnauth." •• DerOrtsg ewerbeverein Gießen plant tut Sonntag den 9. August bekanntlich in Gcmctnfchaft mit den dem BezirkSverbande «ließen angehörenden «.Gewerbe vereinen einen Besuch der Tarrnstadtcr Ausstellung. •• Die studentischen Arbei ter-BildungSkurse, welche vom Privatdozenten Dr. Vogt an unserer Hoch'chin in8 Leben gerufen wurden, und nun für daS Sommer- Halbjahr beendet und hoben offiziell durch einen 9luS'lug nach Annerod am Sonntag ihren Abschluß gefunden. An diesem Spaziergang beteiligten sich nicht nur die Teilnehmer der Nurse, sondern auch deren Frauen und Ninder sowie samt, liche dabei tätig gewesenen Lehrer. — Für die 6 eingerichteten Nurse der einzelnen Fächer standen als Leiter 1 Lehramte- Assessor, 2 LehramtS-Reserendare und 15 Studenten, darunter für jebeS Fach 2 der letzteren als Helfer zur Verfügung. «Met)rt wurde Deutsch, Ober- und Unterstufe, Rechnen, Cber. nnb Unterstufe, Geographie (Süddeutschland), Naturkunde (Botanik). In jedem Fach wurden in jeder abgehaltenen Stunde etwa 20 Minuten dazu oer- ivendet zur Einführung der Hörer tn die deutsche klassische Literatur. An den Nursen nahmen etwa 170—180 Personen teil, darunter eine ganze Anzahl kleinere Beamte der Post und Eisenbahn. Diese Arbeiter-BildungSkurse werden unter Leitung deS Dr. Vogt im Winterhalbjahr wahrscheinlich sogar 'n erweitertem Maße fortgesetzt. Ferien st immung herrscht jetzt ün Gebäude des Justizpalastcs an der Ost-Anlage. 9htr die Strafjustiz und bei den Zivilgerichten die Feriensachen werden bearbeitet und verhandelt. Auf den sonst so lebhaften Korridoren des .. bäudes herrscht Oedc Selbst die Herren ^crinccfier scheinen auf die Ferien der Gerichte Rücksicht zu nehmen, denn auch die Strafkammer und bad Schöffengericht sind nicht so in Anspruch genommen wie sonst. Aber ein anderer Geist als der der Juristen hat jetzt in das große Gebäude seinen Einzug gehalten. Maurer, Weißbinder und Schreiner sind cs, die dort ihre Arbeit verrichten und ausbessern, was im Laufe des Jahres schadhaft geworden in den Räumen )cs Hauses. *• Die Schulferien beginnen in ganz Hessen für Me höheren «schulen am 1. August, für die Volksschulen xm 15. August. «Schulanfang ist wieder für alle Lehranstalten am 15. «September. Wenn man die Ferien des ganzen Jahres zusammenrechnet, so ist den Lehrern und. Schülern der lsijheren Schulen acht Tage mehr Gelegenheit geboten, der Ruhe und Erholung zu pflegen, als denen der Volksschulen. " Doppelt hält gut. Am unteren Neuenweg zwischen Trillergäßchen und Nencnbäue hat man mit einem doppelten Pflaster der Fahrbahn einen Versuch gemacht. DaS alte Pflaster ist tiefer gelegt worden, wobei dessen Fugen mit Zement teilweise auSgcgossen wurden. Aus dieser allerdings festen Unterlage hat man eine Pflasterung mit Kleinpflaster- fteinen hergestellt. Bewährt sich diese Methode des Straßen- pflafterS, so sollen in dieser Weise weitere Straßenbefesligungen oorgenommeii werden. )( Londorf, 30. Juli. Das Fest der silbernen Hochzeit begingen gestern in vollster Rüstigkeit Herr Da- niel Schäfer und seine El)efrau Margarethe, geb. Ä r ä f. ---- Burkhardsfelden, 27. Juli. Eine Messer- siech er ei ereignete sich am Sonntag abend in einer hiesigen Wirtschaft. Ein junger Bursche, der an diesem Tage seine Verlobung feierte, zog, wie eS heißt, ohne jegliche Veran- lafiung das Messer. Einem der anderen Burschen, der da- zwischensprang, um dem Messerhelden daS Mesier zu entreißen, wurde ein Finger durchschnitten. — Büdingen, 28. Juli. Wie auB guter Quelle verlautet, ging der benachbarte Fürstlich Jsenburgische GntShos Hermhaag, der seither an Landtagsabgeordneten Bähr verpachtet war, mit dem heutigen Tage an den Landwirt Titzel von EckartShansen über. Bähr wird künftighin seinen Wohnsitz m Rohrbach im hiesigen Kreise nehmen, wo er auch noch em eigenes Gut besitzt. sc. Kassel, 29. Juli Der Förster Glanz von Hcrckers- hausen erwischte den Emil Schulz von hier, in der Karo- linensrraße wohnhaft, beim Wildern in dem Walde von Harleshausen. Aus den dreimaligen Anruf des Försters ging der Wilddieb in Anschlag, worauf der Förster, ehe der Wilderer auf ihn feuern konnte, schnell auf den Wilderer feuerte. Schulz fluchtete, wurde aber bei Harleshausen dingfest gemacht 4>nb in das hiesige Untersuchungsgefängnis ibgefiibrl. fc Wildunyen, 29. Juli. Drei Kinder einer Fa- tnilie in Flechtdors erkrankten nach dem Genüsse von Tollkirschen. Zwei starben sofort, eins befindet sich noch in __ Universität».Nachricht«, X Marburg, 30. Juli. Der o. Professor für Mathematik an der hiesigen Universität Dr. phil. Kurt Hensel hat den Ruf an die Universität Leipzig abgelehnt. Er sollte dort den verstorbenen Geh. Hofrat Prof. W. Scheibner ersetzen. Prof. Hensel (geb. 1861 zu Königsberg i. Pr.) ist seit 1887 Universitätslehrer. Zuerst Privatdozem in Berlin, wurde er 1891 ebenda Extraordinarius und folgte 1902 einem Rufe als Ordinarius und Nachfolger Friedrich Schottkys nach Marburg. Er ,st seit 1902 Herausgeber des von Crellc begründeten „Journals für reine und an gewandte Mathematik.- Sein ArbeitSgebliet ist hauptsächlich die Zahlentheorie, die Analysis, Funkuonenthevrie, Kurven und Flächentheor»c. — Der älteste noch lebende Jenaer Un,ver- sitätSprofesfor (1852—56) ist, wie uns aus Jena ge- aeckel, der Senior Dann folgen \2 Jahr alt. schrieben wird, RochuS Frechen von 2lI,c^°"/.^Iter Berlin, 8« Jahre alt Aad) ihm kommen dem -eben-alte nach: ter Gynäkologe Bernhard Schultze (m 2en« lehrend 1 »58-1903), 81 Jahre; Landgericht-rot g- \ Ortloff in Weimar (1855-64), 80 Lehrer Prof. Karl Kniep (seit 1S7S)., .6 ^e, der Pro^ esior f r pathologische Anatomie Wilhelm Muller ,ett lt64), ebenio wie der Chemiker Ehristian Gaenge (seit 1878), 76 Jahre; der Zoologe Ernst Haeck- der aktiven Profesioren (seit 1861), 74 Jahre, der Mediziner Moritz Seidel (seit 186.», der 71 jährige Freiburger klassische Philologe Bernhard Schmidt ,1865—72); der Würzburger Zivilrecht-lehrer Hugo von Burkhard (1863-72), der ebenso wie der Kirchenhistoriker Friedrich Nipp old (seit 1883) unb der Theologe Adalbert Mcrx m Heidelberg (186o—69) im 70ten Lebensjahre steht. — Der ordentliche Professor für römisches und deutsches bürgerliches Recht an der Universität Heidelberg, Dtrkl. Geh. Rat Dr. jur. Ernst Immanuel Bekker, ist auf sein Nachsuchen vom 1. Oktober ab in den Ruhestand versetzt worden, wobei ihm der Charakter als ordentlicher Honorar rrosessor verliehen wurde. Zu seinem Nachfolger wurde der ordentliche Professor an der Grazer Universität Dr. jur. Leopold Wenger ernannt. Straßburg i. Els., 29. Juli. Prinz August Wilhelm von Preußen bestand daS Doktorexamen mit „sehr gut“. Sport. v. Rudersport. Ter hiesige Ruderklub .Hassia', welcher am letzten Sonntag bei der 9. Regatta deS Süddeutschen RuderverbandeS in Mainz m 4 Rennen startete, gewann den ErmuMerungSoierer in schönem etile überlegen gegen die Mainzer „Fortuna', unterlcm aber nm dieser Mannschaft (W. Rupp, E. Ruvp, Rohrbach, Schöning, Schußler) :m Jtuuorvterer, welchen die Frankfurter ,Amicit,a' tm Ziel gegen die frank'urter .Borussia' heimholte. Im 2. Seniorvierer wurde „Valfia" mit der Aiannschail Schußler, Baurn, Ioedt, Reich, Kaiser nach Kamps eine klare Länge hinter .Aimcina" auf dem 2. Platz und lief tm Gaslvierer, welchen die Offenbacher .Germania' errang, dicht hinter .Amicuia" auf den 3. Platz. Ter 1. Senior- Bterer und der Senior-Achter sah die Frankfurter .Alemanma' als Sieger, tm ersteren Rennen gegen .Fortuna“ spielend, im letzteren Reimen ledoch nach erbittertem Slampf mit der .Borusita' bis ins Ziel. Ten Eeuior-Emer gewann F. Bucher (.Borussia') gegen G. Bräutigam (.Fortuna') nach Belieben. Ten Trosl- Bierer bestritt .Fortuna' allein. Ter noch an der Regatta beteiligte Mat uz er Ruderklub 1 90 3, welcher übrigens seine aus den 12. Juli festgesetzte Regatta mit Rücksicht aus die hiesige am 5. Juli nunmehr Sonntag, 16. Augu st abhalten wird, ging leider leer au«. Melde- und Nennungsschluß, sowie Start- veriosung zu dieser Regatta nut 10 frei ausgeschriebenen Rennen ist Louutag, 2. August, nachmittags 4 Uhr, tm Bootshause des Klub 1903. Berlin, 29. Juli. Heber die Ankunst der an derKaiser- P r e i 5 - F a h r l W i e n - B e r l i n teilnehmenden Mitglieder des beuischen und österreichischen freiwilligen Automobil- o r p s wird gemeldet: Als Erster traf 12 Uhr 11 Minuten das Mitglied des österreichischen Korps Dreher ein. Es folgten zwei Cefierretd)er, denen sich erst nach längerer Pause mehrere deutsche Wagen anschloffcn. Sämtliche Wagen kamen in guter Konstitution an, mir 3 von 34 Teilnehmern haben die Fahrt aufgeben müssen. Am Abend fand eine Sitzung des Komitees, in welcher die PreiS- uerteilung beraten wurde, statt. Außerdem war eine zwanglose Zu- sammenkuttst der Fahrtteilnehmer im LandeSauSstellunyspark, dem morgen ein Festbankett nchst Pretsveiteilung unter Teilnahme des Prinzen Eitet Friedrich folgen soll. L o n d o n , 29. Juli. O l y m pi s ch e S p i e l e. Die Regatta begann gestern bei prachwollem Wetter. Im erstens Skuller-Rennen siegte von Gaza (Deutschland) über (SiUer (Ungarn), im zivenen Einerrcunen von Gaza über ScholeZ-Kanada. Bäder. Bad W i l d u n g e n. Die Zahl der Kurgaste betrug am 29. Juli 7229. Bad Brückenau, 23. Juli. Heute fand die feierliche Em» weihuug der neuen katholischen Kirche in Bad Brückenau durch den Herrn Bischof von Würzburg in Anwesenheit der Vertreter des K. Staatsministeriums der Ftnauzen und der K. Regierung von Hntersranken statt. Tie Kirche, in Barockstil von Herrn K. Hos- baitral Trollinger, München, erbaut, befindet sich aus einem herrlichen freien, rings von Wiesen und Wäldern umgebenen Platz und bietet einen neuen Reiz deS idyllischen Bades. Dcrmifcbtcs. * Bom Wetter. In Madrid wurde am 29. Juli eine Hitze von 40 Grad im Schatten und 47 Grad in der Sonne verzeichnet. Die öffentlichen Gebäude waren am Nachmittag geschlossen. — In der Gegend von Namur in Belgien gingen heftige Regen nieder, wodurch großer Schaden angcrichtet wurde. , Viele Gärten standen unter Wasser. Der Bahnverkehr auf der Linie Namur—Tislemont ist wegen stcllenweiser Unterspülung des Bahndammes eingestellt worden — Bei Metz fuhr ein Blitzstrahl in eine Gruppe von Männern, die unter einem Baume Schutz gesucht hatten, und tötete einen. — In Strodthagen (Hannover) wurden ein Gastwirt und ein Landwirt durch Blitzschlag getötet. — Bei dem Taifu n, der den Hafen von Hongkong heimsuchte, flranbeten außer dem Passagierdampfer „Aingking" und dem Kantondampfer „Tung- kong" die französischen Kanonenboote „Bigilante" und „ArguS", sowie das englische Kanonenboot „Robin" und der TorpcdobootSzerstörer „Whiting", dessen Lage schlecht ist. Eine ganze Flotte von Blumenbooten, sowie viele Frachtboote und Leichter find getattert imb bedecken die Oberfläche des Flusses. Die Verluste an Menschen sind sehr beträchtlich , . $Lt0cn- Tiroler christlich-soziale Blätter bringen bic Kttiame Stunde, daß Professor Wahr mund, der bekanntlich vom x->cmrum arg befebbete Gelehrte, eine Tour im Mauntcrtal auigcden mußte, weil er erkannt wurde und alle Wirte td-ntne, Unterkunft verweigerten. Wie fam W "«uf den Bergen weht die Fvechett." x c ^nw iMTber, im bekannter Her- hnm, bal fub auf der Retterptatre in tirvl erschossen. Die Leiche deS verungluckien^D-r.sdener Touristen Bock wurde go unöCTi. xer tkutittft- ^ourist Baron Rosenberg stürzte 5?& Mountauns infolge al‘ "utirr tles berabgefdilei^k-ct, konnte aber ebne nennenswerte Beriepung daS nahegelegene Dorf erreütm. xer versetzte Staatsanwalt. Die von unS beklagte Inszenierung der Enthauptung Grete Be.erS zu e.nem VolkSschaujpiel .st, rote eS scheint, jetzt nachträglich auch der wch'iichen Regierung peinlich. Tag sächsische Justiz, mmistenuin gibt bekannt, daß der Staatsanwalt Dr. Tlonbl, i\ad) bellen Plaidoyecs die Geschworenen seinerzeü die Grete Beter ichuldtg sprachen, nach Plauen im Vogtland versetzt roirD 'nian onngt, \o wtro aus TrrSbcn geschrieben, b-ese schnelle Versetzung deS StaaLSanwaltS mit der Erregung darüber in Zusammenhang, daß die Freiberger Staatsanwaltschaft zur Enthauptung der Grete Be-.er 2 00 Em. trittSkarten nuSgcgeben hatte. Plauen »|t allerdings erheblich größer olS Freiberg, so daß man hierin nicht, wie das ,B. T.' meint, dem wir diese Notiz entnehmen, et ne Maßregelung deS Staatsanwalts zu erblicken hat. DaS ächsischc Jusrizministerium entzieht den Herrn nur den empörten Freibergern. f • Eine .")ahre all. JnOberleiuach im Bezirk Würzburg wurde in der Nacht ein Ba n e r V e in W a hnsi n ii b e fall c n Gr schnitt innen un Belt liegenden vier Kindern mit einem Messer den Vals durch und nahm sich bann selbst aus die gleiche Weise das Leben. In Odessa würben infolge Wolkenbruches eine Vorsladk ioivie zahlreiche Hauser ccr inneren 5labt unter Wasser gesetzt, mehrere Häuser zerstört. Eine IHcngc und auch mehrere Atenschen sind um5 Leben gekommen. Wegen Betrugs, Unlerschlagiing und Unttene ist der aui Nürnberg gefluchtete Bankier Moritz 2 t n t e 8 b ü h l c r in London verhaftet und zu Schiff in polizeilicher Begleitung in Hamburg cingetroffen. Im Grünewald bei Berlin fuhren gestern abend zwei Auto' mobile gegeneinander und stürzten in den Ehauffeegraben. Zwei Tarnen wurden erheblich, drei Herren sowie die Chauffeure leichter verletzt. Am 29. Juli unternahm Herr Sands, ein Sticssohn del Mllliardärs Pandcrbilt, in Begl ttunq seinem Paris aus eine A u t o m o b t 1 s a h r l nach Poissv. Infolge zu schneller Fahrt stürzte der Wagen um und geriet durch Erplo - ii on des Benzins tn Brand sandS kam unter den Wagen iii liegen und erlitt schwere Verlesungen, denen er nach kurzer Zeit erlag. Die Beine wurden vollständig verkohlt. Dec Mechaniker blieb unverletzt. Zum Perlendiebstahl bei der Gräfin WartenSlebei in Berlin wird noä> gemeid.t: Maßgebend für die Haiicnllassmie der Frau Lteger n ir, daß ein Fluch.verdacht nicht vorli-gt ro stand 'S nicht weiter zu be» ’orgen tit. Ebenso loaren Die Angaben der Bcichaldigtcn, bah sie sich die Perlen wid.-rrechtlich nicht habe aneignen wollen, sondere lediglich au? :Kad iudit gchan&cit i nicht zu wider- Femen Einsluß. Die Unter'uckung nimmt vielm'lyr ihren Fortgans Bei den Sprengarbeiten am Bau der BodenseeToq« denburg-Bahn und auf dem Bahn hoi Herisau 5 Arden« idr.crt verletzt ivoroen, von denen bereit» drei tot sind lu* Mine war nur halb lo*gcgangen. Bei der D.tlcrbohruirg Wtß man aus den Rest der Labung, bic unversehens explodierte. Ms der amerikanische Präsidentschaftskandidat Tast in Li»' cinnatti eine Illumination der Flußuser besichtigte, wurde ein Schrot schuß aui ihn abgegeben. Eine Frau wurde IctdK verletzt Ter Täter Hieb unernnttelt. 'Jiath einem Telegramm auS Richland .Amerika legte der Farbige James William Feuer an seine Gefängnis' zelle. Er wollte sich lieber selbst lebend verbrennen, all ut die Anstalt für entlassene Sträflinge zurückkehren. Andere siri1, linge zogen ihn auS der Zelle. William ober sprang in die Flammen zurück, wo er seinen Tod ’anb TieS bat du Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf schmähliche Ungcrcchtlgkntti in der SttäflingSkolonie gelenkt, und die Regierung bat bereit! eine Untersuchung eingeleitet. Märkte. 5 Grün berg, 29. Juli. Ten heute hier abgehalteiien Jo» k o b i m a r f t begünstigte recht gutes Wetter, bas aUerbmg* etwa! icbr heiß war. Troy Der Kornernte zeigte bcc Markt guten f«<* such, her aUerbing« nur dem Biehmartt galt. Dieser war mit Schweinen recht stark befahren. Ter Hanbel ging aber u cd rückt, weil bie Nachfrage nicht fo stark als bas Angebot 'vor. Tie Preise waren nicht fo hoch wie in Ulrichstein. Mau 1-zahlte für baS Paar Ferkel erster Sorte 55-«5 Ml., zweiter 50 - 56 TIL, billigster von 40—45 Mk. Ter Riubviehmarkt zeigte die gewöhnlich« v?hiffat)rt. Hier herrschten gute Preise bei rlieyenbcm Handel. Limdurg a. d. Lahn , 29. Juli. . x ud)tmailt. iut> schnittSprciS pro Malter. Roter Wruen (iiafiauiidjei) 17^6 weißer Weue.i 00,uO Ttt., Korn 18,80 WIL, weifte 00,00 Mk, Haje* 8.16—OXX) Wit, Erbsen 0,00 Wl(^ Kartoffeln, neue, 9,00 M. H. Haas III Bletchstr. 8, Hinterhaus, Telefon 6®Ü 1 1 (1) Handel. Sehabl.' Äe leiAt >ert, j02Jjnb ^Nchls. 2? 7'--L «r-K nach Abzug von Zusammen: KD 1 (1) ■ Bas allein echte lilaggi c’% Vergebung Kreistiefbauamt. Lamstag, den 1 August Mk. und , 232,00 von Willich. Strassburger I Freibank. d Bon Freitag früh 8 Uhr ab: Gros. Baubureau einzusenden. DMA CÖ5 I A.: W. Georgi. E,! mit nnd'bijlig bei J. JTTMANN, Giessen, Piockstrasse 14-16.. j Auf Teilzahlung kauft man 2(2) 2d) 1(1) 1 KD KD 1(1) 2(1) 1(1) ES starben an: Tuberkulose Herzleiden Krebs Tarmkatarrh Lebensschwäche Müller'fche Badeanstalt. Wasserwärnre der Lahn 20°R. Wetzlar, den 29. Juli 1908. Buderus'fche Erfenwertc. Pferde-V ersteigeruiig. Dienstag, den 4. August, vormittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle dahier, vier, seit fünf Wochen kastrierte Landgestütsbeschäler gegen Barzahlung versteigert werden. Hierunter befinden sich drei jüngere starke Pferde. Darmstadt, den 28. Juli 1908. Großherzogliche Landgestüts-Direktion. gegeben werden. Wetzlar, den 28. Juli 1908. Gießen, am 18. Juli 1908. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. werden und zwar: Maurerarbeiten Pflasterarbeiten Liefern von Zementröhren Einfallrösten Verkauf sstellen-lathweis durch C. Koch, Berleburg, a [B18/, gesalzenes Ochicuslcifch, Pfund 35 Ä R^Vr Bezirkssparkaffe Gießen. Die am 1. l. Mts. fällig gewesenen Zinsen pro I. Halbjahr 1908 für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch bis Ende Juli er. ohne Kosten bezahlt werden. Sinnt.; Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 6 Ortsfremden' 3,45 ’/ce. Kinder Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesieu am Freitag den 81. Juli: Teilweise heiter. Gewitterregen. Temperatur wie heute. Nördliche Ahnde. Neue Kartoffeln per Ztr. 4.— Mark empfiehlt I. Weisel, Soimenstr. 6 4155) Telephon 235. Blinddarmentzünd. Summa: Vergebung non WOWrsilngsarbeitcu. Die Gemeinden Groß-Altenstädten und Bermoll (Bürgermeisterei Hohensolms) vergeben Wasscrschürsungs- arbeiten, u. a. einen längeren Stollen. Angebote bis zum 8. Augnst d. Js., an das ilnterzeichnete Bauamt erbeten, von dem auch die Vordrucke mit Bedingungen ab- Zuschlagsfrist 14 Tage. Friedberg i. H., den 27. Juli 1908. Aktiengesellschaft Städtisches Schwimmbads Edberg .. H. Bekanntmachung. Die Rechnungen über Lieferungen und Arbeiten sarS Jugendfest sind bei Vermeidung der vorläufigen Nicht- Berücksichtigung innerhalb 8 Tagen an Herrn Lehrer Rod Schmidt, Ostanlage 15, einzureichen. B“/T Gießen, den 30. Juli 1908. Für den Fest-AuSschuß. Keller. 8 (6) 4 (3) 2 (1) 2 (2) Die Lieferung von gußeisernen Ocscn, Küchenberden und Waslbkefselöfeu für die Mictwohngebaude auf Bahnhof Nidda soll oerge |Pe^-J^n0SuntcrIancn find bei der unterzeichnelcnJnsvdllon t?inzusehen und könncu auch gegen post- und bestellgeldfreic Cm- scndung von 0^0 Mk. in bar bezogen werden.,, Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis 10. August, vormittags 11 Uhr, einzureichen. R80/ schlagSfrist lt Tage. h . ' (Ärotzberzogli^ Eisenbahn-Betriebsinspektion 2.__ Donnerstag, den 20. 2lugu«t 1908, nachmittags 3 Uhr, lazien die Friedr. Führer Witwe.Erben aus hiesigem Ortsgerrcht dnentlich meistbietend freiwillig veriteigern. Flur 1/730,5-177 qm jpofrcite auf dem Scltersweg, Flur 1/731-5 qm Llall dasclbfi, u. von Flur 1/730,1 -36 qm Em,ahrt das. die ideelle Hälfte, u. von Flur 1 734=69 qm Einfahrt das. das ideelle Fünftel. Giehen, den 29. Juli 1908. Gr. Ortsgericht (Siegen. Gros.________<ß-°/7 Für SOlMmerfriseäller bei^guter bVer- pflegung und mässigen Preisen (volle Pension tägl. 8— Mk.) Gasthof Hessischer Hot Sk. Schweiber wwe. Homberg (Oberhessen) Die Königliche Baugewerkschule zu Idstein (Taunus) für, Hochbau und Tiefbau eröffnet das Winterhalbjahr am 20. Oktober. Fünf ansteigende Klassen. Programme und Meldebogen versendet ^^enlos Die UircKiion. Origirral-Drahtmel-urrsen. Frankfurt a. M., 30. Juli. Der hessische Landtags- abaeordnete Hirsche! wurde bekanntlicti vor einigen I.ip* naten wegen Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Hirsche! ging nunmehr die Aufforderung zu, sich zum Strafantritt HU stellen. Damit dürfte das politische Wirken Hirschels em Ende erreicht haben. Frankfurt a. M., 30. Juli. Tic im November 1906 verstorbene Frau Charlotte Beyer, geb. Stcru, hat das Mädchenstift, dessen Ehrenvorsitzende sic war, mit einem Vermächtnis von 80 000 Mk. bedacht und außerdem jebem Pflegling ein Sparkapital von 300 Mk. zugewandt. Petersburg, 30. Juli. In Hofkreiscn verlautet, daß der M önig von 9i o r w c g c n im Laufe dieses Jahres dem Zaren einen Besuch abstatten null, xie ^u- sammenkunft soll in Reval stattfinden. L o n d o u, 30. Juli. Nach einer Konstantinopeler Meldung des „Daily Telegraph" herrscht unter der türkischen Bevölkerung vielfach der Glalibc, daß die jüngsten E r - eignisse auf England und Frankreich zuruck- zu führ en seien. , _ Konstantinopel, 30. Juli. In den letzten Tagen sind vielfach muselmanische Frauen ohne wchleier auf der Straße erschienen. Auch der Großwcsir hat gestern eine unverschleierte Dame empfangen und sich mit ihr einige Zeit unterhalten. Teheran, 30. Juli. Eine Granate schlug gestern in die kaiserliche Bank von Teheran ein. — Ter neue Oberbefehlshaber ist gestern nach Täbris abgereist. SZU l»11- Leraebung von Mauerarbeiten. DaS Auftnauern von etwa 90 qm eingeflürztem ^brPscn- ntmieriuert am Srhificnberg soll vergeben werden. Dw Beding- unaen find bei dem Großh. Forftwart Mennes zu Forfthaus Baumgarten cinzufehen, Angebote bis zum 8. L Mts. an die unter- icrtigfte Stelle zu richten. Gienen, den 28. Juli 1908. . , '7 Großh. Oberförsterei Schifienberg. Trautwein.______ __ Vom Geldmarkt. Berliner Berichten zufolge lat die Ultimoliquidation einen ganz glatten Verlauf ge- , »mmen und in Frankfurt war das gleiche zu beobachten. , >ter wie dort war das Engagement gering, das Geld- 'raebot bedeutend und die Nachfrage den Engagements ent- orechend. Auch die fremden Guthaben haben neuerdings -ine Verminderung erfahren. Große Beträge ^französischer nd englischer Pensionen sind zurückgezahlt worden und weitere werden auf den 19. August fällig. Aller Voraus- jicht nach wird der Gcldüberfluß im August noch zunehmen, a(nn das Börsengeschäft nicht ganz bedeutend an Umfang timehmen sollte, was aber kaum zu erwarten ist. D»e f>erbstansprüche werden schwerlich vor dem ersten Drittel des September beginnen und deshalb ist auch die Frage auf- ikworsen worden, ob nicht doch noch der Neichsbankzmsfuß i is zu 'den späteren Bedürfnissen um Vs % herabgesetzt werden könne. Daß die Neichsbank fürs erste nichts davon toiflen will, hat man aus der Dienstagssitzung des Zentral- I imSschusseS erfahren. __Von der Berliner Börse. An der heutigen Börse war die Tendenz im ganzen wiederum als fest zu : bezeichnen, während das Geschäft gering war. Die amerikanischen Nachrichten, sowie der Abschluß des Stahltrusts imren geeignet zu stimulieren und trotzdem konnte von einem imr einigermaßen lebhaften Geschäft doch nicht die Rede jein Bergwerksaktien waren auf Gewinnrealisationen etwas ^geschwächt. Bankaktien ohne Leben. Amerikanische Werte '°u-n iß ° «in. £*«.?** LentNmen n,lt fi Mlen Hai' ? Holzlieserung. Di- Siefenina des Holzbedarscs unjeter samtl'ch-» (Stuben in den B-rgreoieren Wetzlar, Weilburg Menbutg und Oberhessen beabsichtigen w>r sur die Jahre 1909 und können von unserer Hauptverwaltung unentgeltlich bezogen ^Angebote erbitten wir uns bis zum IS. Augusi bs. Js. .tue die c' Öwnun battenÄ X, 1X1 -oakteno^ MAGGI* Würze Mw.inw immun.irmsaanaa mit dem Kreuzstern, Dr. Oetker’s Plumkake. Zutaten. 250 g Mehl. '/, Päckchen Dr. Oetkers Backpulver, 150 g Zucker. 150g Rosinen. loOg Korinthen, d^ abgeriÄ Gelbe -/.Zitrone. 80 g Butter, Marganne oder Palmin, 2 Eier, ’/b Liter Rahm. Zubereitung. Rühre die Butter schaumig, gib den Rahm die Eier, Zucker. Rosinen. Korinthen und das Zitronengelb hinzu. Füge zu dieser Masse das mit dem Backpulver gemischte Mehl, arbeite einen geschmeidigen Teig daraus und fülle ihn in eine gut. gefettete mit feinem Wefkmehl aXestreute. längliche Form und backe den Kuchen 1 Stunde bei Mittelhitze. An Stelle der teuren Vanille - Schoten nimmt man jetzt zur Erzielung eines feinen Vanille-Geschmackes stets Dr. Oetker’s Vanillin-Zucker zu allen möglichen Mehlspeisen, Cremes und Pudding^ Der Inhalt eines Päckchens entspricht 2—3 benoten guter V anille. 7 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Päckchen 25 Pfg- nil 'u'ichen ßufttoiRea * bet^u% fj ist ein von lechz gu, ?ber?°albQSn '°.nweggechleudert^ ein Äiiib unfc ? einem Wortwechfr, m- E'nler, eine 2ö S ^"g M Rettung E 6et helfen rooQie, mutte nJ1 e n nach Genuß r Bergiftungserfcheinungtz ind infolge Genusses K: teus mehr, teils roenie W gestorben. Mittwoch ein Gesangs den. JndemMorg-s nd sich ein Aufseher c uf dem Mort war, rr:- eHandvollPjesiil rf ihn zum ffenftc leine gezogm hatte, r.-- eur wurde mit itbirar id)tigen Verbrecher , ii (Hannover) wurde ta ermutlich (lammen fcv stau 25 Jahre i )uxg wurde in en. Erschnit!^ einem Messer den Sei: gleiche Weise das Üte kenbrncheS eine 3oü'-: abt unter Waffel gdk" Hausliere sind ertnir/r wen gekommen. mb Untreue ist bei oJ nkesbühlerinLonk er Begleilnng in NtL1: eitern abend zwei Sink' den Chausseegrabeii. iroie die Chauffeure ltO :anb5, ein SW» k t seines Mechanikers r: nach PoissY. W.; und geriet durch Zands lm unter >■- erlebungen, Reit er r- vollstandig verkohlt. - LrLfin Wartenslebt verdacht nicht vorli-gt >ftnnbe§ nicht weiter zu ?,n der Bchch'-lldigtcn^ ibe aneignen wollen,!^ »kr yii* & . Job Arbeitsvergebung. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Neubau des Schwimmbades der A.-G. „Städt. Schwimmbad Friedberg i. H." sollen im Wege des öffentlichen Angeboü- oergcben werden und zwar: 1. Weißbindcrarbeiten: Putz- und Anstreicherarbecken 2. Glascrarbeiten 3. Schlosserarbeitcn: a) Kunstschmiedearbeiten b) Lieferung eiserner Zensier 4. Einmaucrung der beiden Tampskcsicl und Bau beS 28 m hohen Dampftamincs 5 Plattenarbeitcn: Liefern und Verlegen von Fußboden- und Wandplatten, Ausführling von Badewannen u,w. 6. Tcrrazzoarbeiten. _ . Die Zeichnungen und Unterlagen liegen vom 30. b. Ai. an im Baubureau in Friedberg und bei dem Architekten H. Me per- Gießen zur Einsicht offen. Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen werden dort zum Selbstkostenpreis abgegeben. Die Angebote sind verschloßen und portofrei nut entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eroffnungstermm Montag den 10. August 1908, vorm. 11 Uhr, an das mit Brut vernichtet radikal Bade- machera Goldgeist. PatenUmtL eesch. No. 75193. Geruch- u. farblos. EeiniRt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhütet Zuzug von Parasiten; Wichtig für Rpjiqikinder. flfiSCb« 55 Plfl. In (riessen bei ss“n C. Seibel, Drogerie. veranschlagt zu 141,46 , , 936,75 In dem Gemeindehause zu W i e s e ck sollen Tamstag, den 1. August l. Js., nachmittags 5 Uhr, nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben Gießen, den 27. Juli 1908. Senßfelder, Kreisstraßenmeister. (eh. Volkshochschule (Bartholdy) Rcgenbogeng. 10). Einj., Prima., Abitur., Assist., Sekret. Tag und Abendkurse. Mit und ohne Pension. Prospekt grat. Seit 1. Oktober bestanden von 32 Kandidaten 31. Eintr. jederzeit. Wintersemester 1. Okt. Dir. Ruff. K38/08 _ TonnerStaa, den 3. »cvt. 1908, nadjmitiags 3 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgermft des vordem Xiamen der Aug. .vcltcnbeui Ehefrau sichende Grundstück der Gemarkung Gießen: 2/104,7=507 qm Hofteite lmks der Chauffee, . . öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 29. Juli 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. waren zwar im lebhaften Verkehr, der Kursgewinn jedoch bescheiden. Hingegen sind Kanadaaktien bis 166,70 gestiegen. Inländische Anleihen waren gut umgesetzt und die Türkenwerte fanden weiter Beachtung, besonders die Türkenlose. Der Privatdiskont schloß 2% %• wöchentl. Ueberficht derCoderfälle L d.Zlabt Sieben. 30. Woche. Vom 19. bis 25. Juli 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (inkl. 1600 Aiann Militär.) Sterblichkeitszifier: 13,80%,, Neue Heringe Neue Arten Neues Lauerkraut cingctroffen, empfiehlt [4597 Cberh. Metzger. NcucmarmierteHärin^c Neues Grünkorn Neue Salz-Gurke» Neues Sauerkraut empfiehlt (4518 I. M.Schulhoi. Infolge der großen Wein- Ernten Süd-Frankrelchs in den letzten Jahren bin ich in der Lage, einen naturreinen Rotwein die ganze Flasche &u 65 Pfg. bei sechs Jlafchen zu 60 Pfg. ohne Glas, verkaufen zu können. Georg Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 46 gegenüber d.Engel-Avotheke. |39.j3 Kaufen Sie nurSchmidts . 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Cale imend, Bahnhöfslr. 66, Zur Eröffnung meiner nkueii,gerichteten 0>orten lote« litätca Donnerstag, den 30. Juli: ♦ Grosses Garten-Konzert | auSgefübrt von der hiesigen Regimenlß'-Musik. Anfang «i/. Uhr. (4584) Anfang 8»/. tthr. Kaufmännischer Verein Telephon No. 724 Sonntag, Den 2 August, abcnd* 7 Uhr Afierweg 52, pari. 45941 4602 Buclidnickerei \ilsdiltowski 00219 per 1 W210) 2 Zimmer Giessen Ausführliche Offenen erbeten 125 Mk. obiuflcbcn. (00258 kräftiget Arbeiter jüngerer Bursche 002551 Modi. [4588 Wolltorstr. 5. 4 Zimmer Braves Mädchen Läden etc. »xa)‘ 00283] Schöne 2 Zimm -Wohn. au ocrni- M. Schorf, Vubroinitr. 57 Schone 4 Jimmcr Wobuuug mit (Vas und ollem Zubehör ver 1. Sept. oder fpät zu vermieten. 5!örbc u. Stühle werden schnell u. blll. geflacht, d. btldrilc, vorn, Pnrtvier, Seltersweg 81. (VIVW icn unter 3432 aiciacr erbet. 002071 Möbl Pr. 15 Mk. 2 Frühkartotieln Veile, Kaiserkrone u. 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