Die heutige Nummer umfaßt 10 Leiten. nachm. 5 und abends 8 Uhr in der youn eines Projettwns- Voctrages behandelt. In zirka 150 elektrischen, bühnengroben Lichtbildern wird dem Besucher die däinonische Gewalt der feuerspeienden Berge bildlich in packender Naturtceue voc- geführt. Der begleitende Vortrag bietet in ausführlicher und interessanter Weise eine instruktive Erklärung dec Natur des Ecdinncrn. Herrliche Bilder von den schönsten Piinkten Italiens, aber auch der Vesuv in seiner alles zerstörenden, unheimlichen Macht wechseln ab mit den bildlichen Vor- stellungen anderer landschaftlich hervorragender Punkte, die ebenfalls ständig unter dem,Einfluß von verderbenbringenden Ailsbrüchen stehen. — Heuchelheim, 24. Jan. Der Gesangverein Germania feiert am 21. und 22. Juni sein 35jährigeS Stift ungsfe st, verbunden mit Fahnenweihe, in größerem Maßstabe. Die Lieferung der Fahne hat man der Firma Hisgen in Lich übertragen. S. Watzenborn, 26. Jan. Ein schweres Geschick traf den hiesigen Bergmann Jakob Gilbert I. Sein neun- jähriger Sohn Karl, ein munterer Knabe, vergnügte sich am Donnerstag abend auf dem Eis, fiel dabei heftig ?us den Hintertopf und klagte seitdem über Kvp.weh. Eine Ichtvere Ge h i r n en tz ün o u n g war die Folge, welcher der arme Junge am Samstag früh nach schlverem Leiben erlag. Heute, Sonntag, wurde er unter großer Beteiligung der Gemeinde beerdigt. < Lang-Göns, 26. Ian. Unser Gemeindeeinnehmer Dern ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten,, nachdem er vom 30. September 1849 oiä 18. Februar 1862 ute Stelle als Orts- und Ehausseegelderheber und von da ab als Gemeindeemnehrner mit dem größten Eifer und pünktlichsten Gewisseiihaftigkeit geführt hatte. Wie aufopfernd der Dienst gerade in der Zeit von 1849 bis 1862 als Chausseegelderheber für ihn war, geht daraus hervor, daß er sichs gefallen lassen mußte, zu jeder Stunde bei ^.ag wie lbei Nacht den durchfahrenden Fuhrwerken, die vor seiner Wohnung damals errichtete Bariere zu öffnen und das Chausseegeck) in Empfang zu nehmen. Wer autif als Gemeindeeinnehmer stapd er bis in sein hohes Alter als Musber da, dieses zu bezeugen, hatte seine borgefc/>te ^ehörde wiederholt Gelegenheit. Aus Anlaß dessen wurde heute dem Jubilar voni Bürgermeister Rompf und Beigeordneten Heinrich im Auftrage des Qrtsvorstandes em Ehrendiplom und ein Ruhesessel überreicht. Bürgermeister Rompf gedachte des Jubilars in einer sehr ergreifenden Ansprache, dankte ihm für die vielen Verdienste, die er sich in Anbetracht feiner großen unwandelbaren Treue, sowie wegen der gewissenhaften Führung der Gemeindeeinnehmerstelle erworben hätte. Er schloß mit dem Wunsch, daß es dem Jubckar vergönnt sei, noch recht viele Fahre in seinem Ztuhesessel die verdiente Ruhe zu genießen und ihm und seiner Ehefrau ein ruhiger Lebensabend beschieden sei. itzolizeidiener Weil begrüßte den Jubilar als Rendant und glaubt dieses um o eher sich ertauben zu dürfen, als es dem Jubilar vergönnt sei, auf eine 58 jährige Amtszeit zurüelzublicten, was als eine große Seltenheit zu betrachten sei. Er dankte ihm auch namens der Bediensteten der Gemeinde für die mnktliche Bezahlung ihrer Gehälter und für sein überaus wohlwollendes Entgegenkommen. Gemeindeeinnehmer Dern dankte tief gerührt für die unerwartete Ehrung. Er glaubt, daß er nur soviel getan, als in seinen Kräften gestanden und er zu tun verpflichtet gewesen fei. x Harbach, 25. Jan. Gestern mittag wurde der 17jährige Chr. S. von hier wegen eines Sittlichkeitsfrüher mitunter allzu impulsiven der nachdenkliche gereifte Mann, dem — die letzte Manöverrede erwies es — oft melancholische Gedanken das Hirn beschleichen. In diesen zwei Dezennien sind Kaiser und Volk, die einander mitunter mißverstanden haben, sich doch nahe gerückt und haben sich endlich gegenseitig begreifen lernen. Und darum flingt es von Jahr zu Jahr am 27. Januar Heller, lauter, einmütiger; Lang lebe der Kaiser! Heil ihm! ** Ordensangelegenheiten. S. K. H. der Großherzog haben dem Generalsekretär des Deutschen 1 Sportvereins zu Berlin Rob. Schlieper die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Norwegen verliehenen Ritterkreuzes 1. Klasse des St. Olafs-Ordens erteilt ** Pfarr Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Pfarrer Johs. Hill zu Maar die evang. Pfarrstelle zu Dalsheim und dem Psarrverwalter Lic. theol. Will). Gaul zu Beedenkirchen die evang. Pfarr- stelle daselbst übertragen. ** Lehr er Personalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspirantcn Ludw. Ahl aus Bickenbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gadernheim; dem Schulamtsaspiranten Joh. Franz aus Appenheim die Lehrersteile an der Gemeindeschule zu Wald-Erlenbach. — Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ockstadt. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde schule zu Dirlammen. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienft verbunden. ** Steueramtspersonali en. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Steüerkommissär des Steueikommissarlats Mainz 1 Negierungsrat Otto Stroh in gleicher Dienst, eigenschas't in das Steuerkommissariat Darmstadt I versetzt und den Fmanzaspiranten Daniel Hisse rich aus Homberg a. d. Ohm zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Haupt- Itencramt Mainz ernannt. ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Phil. Klinger aus Bierbach die L e h r e r st e l l e an der Gemeindeschule zu Harreshausen. ** Die Prüfungsordnung für das Lehramt an höheren Schulen vom 9. Dez. 1899 wird aufgehoben. Dafür wurde am 25. Jan. 1908 eine neue Verordnung vom 8. Jan. 1908 im 9iegierungsblatt veröffentlicht, die mit deyt heutigen Tage in Kraft tritt. ^Postsendungen nach dem Ausland. Nach den Wahrnehmungen der Grenz-Ausgangs-Postanstalten rechnet das Publikum bei der Auflieferung von Briefsendungen nach überseeischen Orten fast nur mit den letzten Versendungsgelegenheiten, die auf Grund des Beiheftes zum Amtsblatte des Reichs-Postamts durch die Zeitungen bekanntgegeben werden, während über das Bestehen von Vorversanden kaum etwas bekannt ist. Da die letzten Beförderungsgelegenheiten infolge von Störungen im Gange der Eisenbahnzüge nicht selten in den Hasenorten den Anschluß an die abgehenden Dampfer verfehlen, empfiehlt es sich dringend, die Briefsendungen möglichst zeitig aufzuliefern, damit sie mit den Borversanden Beförderung erhalten, die auch bei.Verspätungen der Eisen- bahnzüge die Schiffe in den Abgangshäfen rechtzeitig und sicher erreichen. •• Die Feuergewalten in den Tiefen des Erdballes. Dieses hochinteressante Thema wird am Donnerstag, 30. Januar, in der „Renen Aula des Gymnasiums^ Aers £«a£t ttno tumo« Gießen, 27. Jan. 1908. ** Vom Großh. Hofe. I K. H. d e r G r o ß h e rz o g und dreGroß Herzogin reisten am Samstag 10.44 Uhr nachts mit Gefolge nach Berlin ab. Sie trafen Samstag vormittag 10 Uhr 45 Min. dort ein und wurden vom Prinzen Heinrich empfangen und in das Schloß geleitet Die Rückkehr erfolgt morgen. Koffers Geburtstag. (Zum 27. Januar.) Der Kaiser tritt am Montag in ein neues Lebensjahr, in sein 50., und wie alljährlich, rüstet sich die Liebe eines ganzen Volkes, den Tag festlich zu begehen. Der Kaisersgeburtstag ist uns im Reich zusammengeschlossenen Deutschen wie ein Symbol: wir feiern an diesem Tage in ihrem sichtbarlichen Oberhaupt die schwer errungene deutsche Einheit. Wenn man will, feiern wir aber zugleich auch die Monarchie. Unser Verhältnis zur Monarchie hat sich mit den Jahren nicht unbeträchtlich gewandelt Ein monarchisches Volk sind die Deutschen immer gewesen. Aber es gediehen daneben doch manche Kryptorepubli- Taner; allerlei versonnene Männer, die vielleicht seufzend mit der monarchischen Gegenwart sich abfanden, denen das Idealbild aber allzeit der „Freistaat" blieb. Diese Träumer sind nach und nach ausgestorben. Wir haben unterschiedliche Republiken lange genug an der Arbeit gesehen und wir wissen jetzt, daß die Freiheit der Bürger im monarchischen Staatswesen zum mindesten gleich gut gewährleistet ist. Diese Erkenntnis ist. bis in die sozialdemokratischen Reihen gedrungen. Vielleicht gibt es heute weniger Gefühlsroyalisten als ehedem; um so intensiver wird die Monarchie dafür von dem wägenden .Verstand erfaßt Aber nicht nur Symbol der Einheit und des monarchischen Empfindens ist uns der Geburtstag des Kaisers. Es schwingt auch noch ein starker persönlicher Ton mit Im Mai werden es zwanzig Jahre, daß Wilhelm II. als deutscher Kaiser die Geschicke des Reiches leitet. Aus dem „jungen Kaiser" ist der Großvater geworden, dem sich graue Haarsträhnen um die Schläfen legen; aus dem verbrechens durch den Wachtmeister Oestreich von Reiskirchen verhaftet. Ein lOjähciges Mädchen hat ihn beschuldigt, er habe sie am letzten Sonntng hinter eine Hecke gelockt, indem er ihr 20 Pfennig versprochen, und sie dann vergewaltigt. Das ganze Ort ist über die Tat in Aufregung. Soeben weilte das Amtsgericht Grünbecg hier um die Sache zu untersuchen. (g.) Bad-Nauheim, 24. Jan. In Begleitung des Schulrats Süß, FRedberg, stattete Geh. Oberschulrat Dr. scheuer mann, der in diesen Tagen gelegentlich der Abgangsprüfung der Seminaristen in Friedberg weilte, heute der hiesigen Fortbildungsschule einen Besuch ab. Es galt ihm ganz besonders darum, sich zu überzeugen, wie sich die neue Klasseneinteilung (nach Berufen) in der Fortbildungsschule bewähre. Sehr zufrieden war Dr. Scheuermann über die bei seiner Visitation gemachten Erfahrungen. Ganz besonders anerkennend sprach er sich auch über das schöne Schulgebäude aus, durch das vor Beginn des Unterrichts ein Rundgang gemacht wurde. o. Dutenhofen, 24. Jan. Lehrer Wiegandt, der am 1. April vier Jahre hier wirkt, wird uns an jenem Zeitpunkt verlassen, um eine Stelle an der ev. Schule zu Andernach a. Rhein zu übernehmen. An seine Stelle tritt Lehrer Wilhelm Hamel aus Andernach. — Zwischen der Regierung und unserer Gemeinde schweben schon feit Jahresfrist Verhandlungen betreffs Errichtung eines neuen Schulgebäudes, das vier Klaffen erhalten soll. Bei der regen Baulust und den hohen Bodenpreisen, die hier herrschen, konnte die Platzfrage bis jetzt noch nicht entschieden werden. Es besteht die Absicht, die neue Schule auf die Höhe in unmittelbarer Nähe der Gießener Straße zu stellen. Hoffentlich finden die schwebenden Verhandlungen baldigst einen befriedigenden Abschluß. x Hochelheim, 24. Jan. Das Hüttenberger B u n d e s s ä n g e r f e st findet den 28. Juni statt, verbunden mit dem 25. Stiftungsfest des Gesangvereins Hochelheim. Die schon jetzt mit Eifer betriebenen Vorbereitungen lassen für die Veranstaltungen das beste erwarten. Die MaroLkopoMik Frankreichs. ... mit großer SR:.t etu. c tussion über me fran o|.]ci)e Marollop.litik in der Deputiertenkammer ? , uunmehr eingesetzt, eingeleitet durch die Inter- Pell a t r o n «ö a u r 5 §, der ziemlich scharfe Kritik übte französischen Regierung allerlei geheimnisvolle Absichten unterlegte. Die Sensation des Tages war aber mcijt jeme dtebe, sondern die Ausführungen des früheren Ministers des Aeußeren Deleassö, dem es wohl weniger ran Öegen die jetzige Regierung vorzugehen, als vielmehr jeme eigenen viel angegriffenen Maßnahmen vor aller Oefsentlichkeit zu verteidigen. Herrn Jaures Rede verpusite zienillch wirkungslos, zumal seine angeblichen Ent- Yu.langen, die mit großem Tamtam vorher angekündigt woroen waren, kaum etwas wesentliches brachten; auch nicht einmal die Mitteilung von Briefen Mauchamps und über gehe: ne Absichten der französischen Regierung vermochte zu zünden. Selbst wenn Mauchamps, dessen Er- mvrdung den Stein wieder ins Rollen brachte, wirklich französischer Geheimagent gewesen sein soll, was will es trotzdem besagen, daß dieser Mann den Vorschlag gemacht haben soll, die Erhebung Muley Hasids zu unterstützen. Herr Puyon tonnte sich leicht rechtfertigen, indem er dazwischen rief, daß er niemals mit dem Dr. Mauchamps in irgendwelchen Beziehungen gestanden habe. Auch die Ausführungen Jaurös über eine zwiespältige Marokkopolitii Der Regierung, indem sie bald zu Abdul Asis, bald zu Muley Hafid gehalten gäbe, vermochte keinen besonderen Eindruck hervorzurufen, zumal der Redner, anstatt Tatsachen anzuchhren, sich mehrfach in Hypothesen erging, für die chm die Grundlagen fehlten. Gaiiz anders dagegen die Rede Delea ssss, die — wie auch der Gegner anerkennen muß — groß angelegt ~ar und vom französischen Standpunkte aus durchaus den Beifall verdiente, den sie fand. Es gelang Delcassü richtigen Ton zu finden, der in Frankreich noch nie oer,agi hat, indem er seinen Ausführungen eine patriotische Note gab und bei einzelnen geschickt auf» Ü^n-?Äen ^udungen tosenden Beifall erntete. Ve- grelsilcherweise hatte die Rede einen etwas chauvinifti- L?/ nk. c 10 e f ü) in a cE, aber man darf nicht vergessen, -■?'» .augenblicklich recht ungefährlich ist, da Herr r ■ « Portefeuille mehr besitzt. Ter große Anllang, 'bme Rede gefunden hat, braucht uns in Deutschland ourchaus nicht zu verstimmen, denn man weiß ja zur Ociiuge, daß das französische Volks stets entschieden hinter oemjenigen gestanoen hat, der die Ehre der Nation energisch verrndigte; und man dar, nicht vergessen, daß Delcassä um die auswärtige PvliUL und den Maa-rzuwarn"'Frankreichs, der aus dem Abschlüsse von Bündnis en hervor- gegangen ist, sich ganz hervorragende Verdienste um sein ^land erworben hat, wenn er auch schließlich loeichen mußte, wert er in diesem Bestreben gar zu weit gegangen tuar und leicht folgenschwere Verwicklungen über Frank- HEe herembringen können. Ebenso ist es begreif, lldk daß er Herrn Rouvier, der ihn zum Sturze zwang anschwarmte und daß in seiner Rede auch einigeSei- fenh.iebe gegen Deutschland fielen. Trotz alledem bestätigt gerade diese Rede Teleassös die No iw en di g- realt.JerTner Entfernung aus dem Amte, denn aus ihr Hingt zwischen den Zeilen hindurch, d a ß F r a n i- reich m Marokko nach eigenem Gutdünken schalten und walten wollte, zumal er zweifellos chaneyes wesentliche im Interesse seiner Berteioigung ver- Ichwieg Ueberhaupt har man seine ganzen Ausführungen lediglich unter dem Gesichtswinkel einer Verteidigungsrede zu betrachten, und darum geht ihr, o eindrucksvoll sie auch gewesen sein mag, jedebleibende Bedeutung ab. Es war ein Auge nblicksersolg und schon macht sich eine gewisse Reaktion bemerkbar: es hat verschiedentlich verstimmt, oaß Herr Delcasch allzu uvermaßig feine eigenen Verdienste pries, und auch in Frankreich ist unser Sprichwort vom Eigenlob nicht unbekannt. Deleassö mag durch seine Diebe auch beabsichtigt haben, wieder A n s ch i u.ß zu suchen, wenigstens beutci ferne Erklärung, daß er je$t durchaus auf den Boden öer Algecirasaire siehe, so sehr er aua.) gegen die Konferenz Spesen war, daraus hin, daß ereineB rücke finden möchte; ob er freilich damit bei seiner scharf ausgeprägten Eigenart viel Glück haberr wird, steht gar sehr dahm; man wiro es sich wohl jenseits der Voge.en Doppelt überlegen, einem Mann lieber die Leitung der auswärtigen Angelegenheilen zu übertragen, dem Deutschland berechtigterweise mit dein größten Mip^rauen begegnen müßte, und dies in einer Zeit, wo man im eigensten Jnteressc Wert darauf legt, mit Deutschland sich auf mögllictm guten Fuß zu stellen. anyig« 158, Jahrgang Montag 2^. Jasmav 1908 jRF ® 4kw" o , viermal wöchentlich el jv. 4k a». a toi - V monatlich7oM.,mertel- OtehenerZamilienblötter; M «MM wl M iährlich Alk. 2.20; durch gää 1 o 1BZ|> |Tgylr VI iizMAArSÄS UliWlUVls ä Gemral-Rnzetger für Oberhessen MW L «-tatk-N5^ck und v-rlag der vrüh-'sch-n Un!».-Vuch- und St^druckerri. «. ränge. SednMon, -xpedm-n und Druckerei: Schuistratze 7. ....... i ninrnmi—Mi ■!!!■■■ iihmi ■——ihw .hu I 11 um .... __ Anzeigenteil: H. Beck. Handel des . . 105.75 Obexsehles. Eisen-Industrie 99.50 87.00 198.70 an ein fortreißendes Temperament. Dr. P. L. Geist aufs Neue in uns Prof. A. Ammann. aus Berlin: Emil Strauß, der — Man schreibt uns in seiner feinen Knabengeschichte vorn der 4% Öesterr. Goldrente. 41/b % Oesterr. Silberrente 4%°/0 russ.Staatsaul. 1905 4%°ln japau. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 Laurahütte . . N'ordd. Lloyd . 123.00 106 90 207.75 183.80 119.10 202.60 219.50 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . Esch weil er Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . 27 00 . 145.10 . 118.50 Daß Und Hast Der 4% 4% 3% 3-6 . 146.60 . 49.40 . 86.00 . 65.20 . 95.75 Reichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen . . Oberhessen 3>6°/e 3-6 3ya °/c 3-6 W/< 3 >6% sich des Irrtums Trugbild offenbare, an der ew'gen Wahrheit Weihaltare deines Geistes Kraft du hingegeben. Pfaffen und der Finsterlinge Wüten Türkenlose..... 4-6 Griech. Mouopol-Anl, 4-6 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . 4>6 *7o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . . . Tendenz: schwächer. inneren Entwicklung resultierenden Taten int Lichte des Theaters unverständlich brutal werden. Daß er wirklicher Dichter, nur kein Dramatiker ist, zeigt Strauß in dem schönen vierten Akte, in dem die Stimmung aus der kleinlich niederen Enge des Alltags ins phantastisch Märchenhafte sich erhebt und die beiden Liebesleuten in einer innigen Zwiesprache ursprünglich reinsten Fühlens ihr Glück erleben. Nach uralter Germanensitle springen sie zum Zeichen ewiger Treue dreimal diirchs lodernde Herdfeiler. Aber so feine und zarte Gedanken eines dichterischen Gemütes gingen unter iu der Langeweile der Szenenführung, der Leere der Gestalten und, wie schon viele vor ihm und nicht die schlechtesten, scheiterte Strauß an der harten Realität des Theaters, das Handlung verlangt und Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbuhn . . Prince-Henri-Eisenbahn Daoiö Friedrich Ztrautz. Zum 27. Januar 1908. (Originalbeitrag des Gieß. Anz.) Von Wiffensdurst beseelt tratst du ins Leben, Begeistert für das Schöne und das Wahre; Zur Höhe drängte gleich dem kühnen Aare Dein Heldenstnn in edlem, lautrem Streben. Voll Mut und Stolz ließt du dein Banner schweben, Teäefonüsc^e äCursfoerecMe Giessener Anzeigers, mitgeteiit von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 27. Januar. 1.15 Uhr. . 157.20 . 126.40 . 234.80 . 139.80 . 173.20 . 139 00 . 201.60 Buffalo. Am fühlbarsten wird sich diese Kombination von Kanälen! in unserem Handel mit Südamerika und bem fernen Osten machen, und das dürfte besonders deutsche Exporteure nachdenL- lich machen, Stahl aus Pittsburgh, Getreide aus Iowa und Maschinen aus Chicago werden nach irgend einem Lande der Welt genau so billig transportiert werden können, als wenn diese Städte und Staaten am Ozean lägen." C. K. Ein französisch es Geschenk an den Kais er. Ein französischer Offizier, Major Moll, der Leiter der deutschfranzösischen Grenzkommission für die Festlegung _b?r Grenzen zwischen dem französischen Kvngostaat und Deutsch-Kamerun, hat von seiner Regierung die Erlaubnis erhalten, tem deutschen Kaiser ein Geschenk zu machen. Tics Geschenk besteht in einem kostbaren Album von Photographien, in denen das Leben und die Landschaft dieser Grcnzbezirke fcstgchaltcn ist. Tie Photographien sind auf Seide aufgezogen und das Album ist in einen wundervollen Eiuband aus marokkanischem Leder gebunden, einem Meisterwerk der Buchbinderschulc von Nancy, der mit dem Wappen des deutschen Kaisers geschmückt ist. Tas Album wird in nächster Zeit dem Kaiser erreicht werdm. Ein ähnliches Album ist soeben dem Präsidenten Falliöres überreicht worden. Kleine Tageschronik. Nach Rücksprache mit seinem Verteidiger hat Graf L Y n a t sich entschlossen, keinerlei Rechtsmittel gegen den Urteilsspruch zu ergreifen, also keine Berufung einzulcgen. Tas Urteil wird deut Kaiser zur Bestätigung vorgelegt. Auf die 29 jährige Tochter des Landwirtes.Widdcll wurde bei R a t t i n g e n (Rhl.) von einem 20 jährigen Knechte ein Lustmord versucht. Ter Uebersallenen wurden vier Zähne ausgeschlagen. Sie erhielt außerdem zwölf Messerstiche in Gesicht und Hals. Ter Täter wurde verhaftet. 93.30 82.55 93.75 82.50 92 10 92.00 98 70 99 50 94 40 104.10 62.60 63.60 94 80 88.60 95.60 . 219.60 . 27.00 . 105.50 v 146.60 — Kleine K u n st ch r o n i k. In 9t ewyork ist der Komponist und Pianist M a e d o w e l l gestorben. Edward Alexander Macdoroell war 1861 in Newyork geboren. Seine Studien machte er in Paris und Frankfurt a. M. 1881—84 war er Lehrer am Darmstädter Konservatorium, 1884—88 wohnte er in Wiesbaden. Dann ließ er sich in Boston nieder und seit 1896 wohnte er in Newyork, wo er bis 1904 als Professor der Musik an der Columbia-Universität wirkte. — In Berlin wurde am 25. Jan. auf Allerhöchsten Befehl in der Kgl. Akademie der Künste eine A u s st e l l u n g v o n W e r k e n älterer e n g l i j ch e r K u n st eröffnet Unter den geladenen Gästen bemerkte man die Minister Holle und Frhr. v. Rhenibaben, Staatssekretär v. Schön und den engl scheu Botschaster Lascelles. 9)iit dem Kaiser waren erschienen die Kaiserin, Prinz Heinrich, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen rc. — Am 26. dS. Alts, fand im neuen Köuigl. Opern- thealer zu Berlin auf Befehl des Kaisers die erste Vorstellung für die Berliner Arbeite rschait statt. Anwesend waren der Kaiser und die Kaiserin, die taiserl. Prinzen, Prinzessin Viktoria Luise, Prmz Heinrich und das Großherzogspaar von Hessen. Gegeben wurde Kleists „Prinz Friedrich von H o m b u r g". — Frieda Strindberg , die ehemalige Gattin des schivcd. Dichters Augiist Etriudberg, ift aus Wien flüchtig. Gegen sie schweben gerichtliche Anzeigen ivegeit Erpressung, gefährlicher Drohung, Veruntreuung unb wegen Betrugs, weshalb die Erlassung eines Steckbriefes bevorstehl. Sie lebte seit 1903 in Wien und soll sich jetzt in Paris oder London beftnden. — Die Romanschriftstellerin Ouida ist am 25. d. 9)1. im Alter von 78 Jahren in Viaroggio verschieden. Sie hinterläßt viele unveröffentlichte Arbeiten, daruiiter ein Tagebuch. — Tas Reisekomitee des Brooklyner G e s a >i g v e r e i n s „91 r t o n" berichtet, daß der Verein vor dem deutschen Kaiser, falls es diesem genehm sei, nach dessen Rückkehr von der Nordlandretse in Kasfel singen werde. Tie Konzertreise dcS Verems durch Deutschland schließt am öl. Juli in Köln. schwäbische Dichter, der in seiner seinen Knabengeschichte vom „Freund Hein" ein episch reiches Talent offenbarte, hat sich in einem Drama versucht. Sein soeben bei S. Fischer als Buch erschienenes Schauspiel „Hochzeit" mürbe dieser Tage zum ersten sDlale in den „K a m m e r s p i e l e n des DeutschenT Heaters" auigesührt. Was an dem Rqmandichter und Novellisten so anzoq, die schwäbisch enge Behaglichkeit des Milieus, der enthusiastische Idealismus jugendstolzen Fühlens, die aus Träumerei und Liebes-' fehusucht gewobene lyrische Stimmung, all das leuchtet wohl auch hie und da m dem Drama auf, wie eine schüchterne, nur leise anklingende Melodie, aber all das geht unter in der Hilflosigkeit den Forderungen der Bühne gegenüber, m dem Mangel dramatischen Temperaments. Tie große Frage dieses Stückes ist die: Wird der alte Onkel Liesegang die junge Emmy Ueing kriegen oder der junge Neffe Bartel? und das ist eigentlich gar keine Frage, beim natürlich bekommt der junge Bartel die junge Emmy. Aber auf Umwegen. Sie heiratet erst den Alten aus Dankbarkeit und Aufopferung für ihren selbstsüchtigen Vater; sie folgt bann dem Neffen aus dem Hochzeitshause des Onkels unb leiert mit ihm Hochzeit in einer alten romantischen Heidenhöhle; sie kehrt dann noch einmal zu dem Onkel zurück und geht am Schluß des 5. Aktes noch einmal mit dem Neffen ans und davon; wie wir wohl annehmen dürsen, mm definitiv. Es ist em Verkennen aller dramatischen Wirkung und Technik, roenn man auf so unsruchlbaren Motiven, auf einer so eintönig int Zick-Zack ziellos hm- und herlaufenden Handlung ein Bühnemverk umbauen will. Strauß will die allmähliche seelische Loslösung eines erwachenden Mäbchencharakters von hemmenden niedrigen Einflüssen der Ronueiitioit, sein Wachsen und Reuen in Liebe und Stolz darslellen, aber er tut das mit epischen Mittel» der Schilderung durch Dritte, während die auL solcher Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I Portugiesen „ 1II feine einheitliche. Von Fonds sind Ruffen unb Serben bester bezahlt worden, Japaner lagen matter. Banken zogen etwas an ebenso Schiffahrtsaktien. Bahnen dagegen teilweise schwächer, auch Montanpapiere weisen teilweise Kursverluste aiü. Von anderen Jndustriepapiere n verloren Blei- uiid Silberhütte Braubach auf den zu erwartenden Betriebsverlust 12 Vroz., höher finden wir dagegen Scheideanstalt 11 Proz., Kleyer 7 Proz. und Westdeutsche Jute 6 Proz. Börsenwochenbericht. — Frankfurt a. M., 24. Januar. Auf dem internationalen Geldmarkt haben die Verhältnisse sich günstiger gestaltet, als man noch vor kurzer Zeit glauben mochte. In Amerika scheint man über die Kalamitäten mm völlig hinaus zu sein, die Bank von England ging mit ihrer offiziellen Rate auf 4 Proz. zurück, die Bank von Frankreich auf 3 Proz., Prioatdiskonto stellt sich in London auf 3n/16 Proz., in Berlin hielt er sich bis jetzt noch auf 43/t Proz. und Ultimogeld stellte sich dort auf etwa 5 Proz. Das sind niedrige Sätze, roenn man sich ver- qegenroärtigt, wie teuer das Geld noch vor roenigen Wochen gewesen ist. Die Reichsbank ist unter diesen Umständen mit ihrer Rate am Samstag roohl gleichfalls herabgegaugeii, roenn auch in Deutschland Geld sich nicht in dem Maße verbilligt hat, rote in England. Ausfallen muß allerdings, daß gerade in England die Emissionen einen so schlechten Erfolg haben, roaren doch von der jüngst aufgelegten Transvaalanleihe nur 10 Proz. genommen morden. In Deutschland sind die Emissionen der verschiedenen Bundesstaaten besser gegangen, aber es sind noch so viele Geld- bebürfnific von Staaten, Städten und Jndustriegesellschafteii zu be° ' friedigen, daß man billig daran zweifeln darf, daß der Kapitalmarkt sich dafür schon genügend gekrästigt erweise,! wird, zumal unsere Industrie noch immer erhebliche Mittel in Anspruch nimmt unb noch stark an die Banken verschuldet ist. Die Erleichterung auf dem internationalen Geldmarkt hängt ja zweifellos mit dem scharfen Rückgang verschiedener Stahlprodukte, insbesondere der 'Metalle zusammen, ferner mit dem geringeren allgemeinen Bedarf der Industrie. Das Tempo derselben lstck sich verlangsamt, in Amerika ist es erheblich schlechter geworden, wofür auch die schart abfallenden Eisenbahneinnahmen sprechen, bei uns wetzen die Eisenbahnen noch immer eine Besserung gegen die vorjährigen Vergleichszistern auf, aber es unterliegt doch feinem Zweifel, daß die Industrie abgeflaut ist. Jene Branchen, die von dem Rückgang bisher noch verschont gebtieben waren, verspüren ihn all- inählich auch mehr; so sieht es augenblicklich in Der Textilbranche recht ungünstig aus. Freilich möchten wir damit nicht sagen, daß unbedingt weitere Kursrückgänge in Jndustriewerten eintreten müßten, denn es ist ja bekannt, daß die Börse stets in die Zu- kunst zu blicken pflegt; sollte der Zinsfuß etwa weiter zurückgehen, dann würde sich auch der Konfum wieder heben unb so konnte von ber Börs e eine Besserung schon wieder eskomptiert werden in dem Augenblick, in dem die Industrie noch lebhafte Klage zu führen hatte. Die Kursbewegung in der verflossenen Woche war iArrtzerordeullicher 8. Kongreß der Freien Bereinigung Deutscher Gewerkschaften. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) S. u. H. Berlin, 24. Januar 1908. Im weiteren Verlauf des Kongresses beschäftigt sich dieser mit den Einigungsverhandlungen, wie sie in dem Beschlüsse des soztal- demokratischen Parteitages in Esten vorgeschlagen wurden. -ta-> Referat hat der Vorsitzende ber Geschäftskommitzion Fritz Kater übernommen. Er verlas den Beschluß des Essener Parteitages, ber dahin geht, daß der Parteitag beauftragt wird, die Eimgnngsver- handliiugen mit den lokalistischen Gewerkschaften 'ortzusetzen. ~cr Parteitag verurteilt die im Gegensatz zum Parteiprogramm betriebene Agitation und fordert die Lokalisten zu emer einheitlichen Organisation in dem Zentralverband auf. Die freien Gewersichctzten haben seit ihrem Bestehen, also seit 1897, ba§ roeniglte am die Form der Organisation, das Hauptgewicht aus die Prinzipien gelegt. Run hat sich die sozialdemokratifche Partei gewandelt, indem sie die eigentlichen grundlegenden Bestimmungen des Erfurter Parte,tage^ auiqegeben und nur die taktische Ausführung und den parlainenM- rismus noch anerkennt. Auf ähnlichem Standpiinkte standen uc internationalen Kongresse, zuletzt noch der Stuttgarter, denn es war immer nur Die Rede von politischen Erfolgen, die sich durch grope Mandatcnzahl ausdrückt. Der sozialdemokratische Parteivor- ftand hält es für richtig, daß die Arbeiterbewegung in eine politische und gewerkschaftliche gete,lt wird, wir sind anderer Ansicht. Dann kann man das Gesetz, wo politische Vereine miteinander in Verbindung treten tonnen. *,ie Kentral-Verbände und die Partei konnten sich verichmelzen, aber die Gewerkschaften blieben neutral. In Mannheim ist auf dem sozialdemokratischen Parteitag die Einigung mit den Gewerkschaften vollzogen. "Aber die Partei hat die Grimdanfchauungen und Bestimmungen der Gewerkschaften angenommen unb nicht umgekehrt. Wie stehen wir nun zur politischen Betätigung? Wie sollen einmal bie Ketten des Proletariats gebrochen werden, ob durch Parlamentarismus ober bie „action directe ? Mit Dem Parlamentarismus allein kann immöglich bie soziale Frage gelost werben. Wir halten als wichtiges Milte! geeignet hierzu auch ben Generalstreik. Kein Zweifel besteht darüber, daß der Maffenstreik von den schaffenden Proletariern gegen bas kapitalistische Unternehmertum geführt werden muß. Wir sagten uns, der erste Schritt ist getan, das übrige muß folgen. Ter Referent berichtete sodann über bie Verhandlungen mit dem Parteworstanbe. Das Zerwürfnis habe sich nach bem Stuttgarter Kongreß und dem Essener Parteitage immer mehr verschärft. — Zur Beratung steht zu diesem Punkte, ber Antrag der Freien ^Bereinigung der Maurer Deutschlands auf Auflösung der Freien Vereinigung. (Psui-Ruse). Der Referent schließt: Waschen wir unsere Wasche so rein wie möglich, damit man uns später nichts anhaben kann und damit auch nicht ein Titelchen an uns hängen bleibt. (Lebhafter Beiiall). Man trat bann in bie Diskussion ein, bie in dieser Sitzung jedoch nicht mehr zum Abschluß kam. <$erid?MaaL Köln, 23. Jan. Das Schwurgericht verurteilte den Kaufmann Karl Otto B r a h m aus Weida in Sachsen-Weimar wegen des am 16. Dezember vorigen Jahres an bem ©elbbrieftrager Adel in Köln verübten Raubmordoersuches zu 12 I ah r e n Ziichthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. h. Münche n, 23. Jan. Heute abend 61/. Uhr wurde im Prozeß gegen den Restaurateur Wölfl und besten Frau folgendes Urteil gesprochen: August Wölfl wird gegen eines Verbrechens der fortgesetzten Urkunbefäischung unb wegen bes Verbrechens der fortgesetzten Erpresiimg zu 5 I a h r e n Zuchthaus unb -000 Mk. Geldstraie eventl. weitere 200 Tage Zuchthaus, sowie zur Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren, Josefine Wölfl wegen Beihilfe zu eine Verbrechen ber fortge- etzten Erpressung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Jahren und yiberfcmiung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verurteilt. Die Kosten des Verfahrens und der Strafvollstreckung fallen beiden Angekagten zur Last. Die Angeklagten nahmen das Urteil gelassen auf. Tie Annahme der Strafe behielten ie sich vor. ____________________________ vermischtes. C. K. Gewaltige K analb a u tcn in Nordamerika. Außer dem gigantischen Nnternchmen des Panama-Kanals, dessen wirtschaftliche Bedeutung nicht gut überschätzt werden kann, beschäftigt die Amerikaner gegenwärtig noch besonders ein anderes riesiges Kanalproblem: die Verbindung der großen Seen mit dem Golf von Mcriko burd> den Mississippi. In einer Kvrrespondent aus Pittsburg, die der von Prof. Äinnebcrg herausgegebenen Internationalen Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik zugeht, werden über diese Pläne interessante Einzelheiten. mit- geteilt, denen wir folgendes entnehmen: Dem amerikanischen Parlament liegt zurzeit eine Bill vor, die 500 Millionen Dollar für den Ausbau von Wasserstraßen fordert und die zu einem großen Teil auf diesen Plan eines Wasserweges vom äußersten Norden nach dem äußersten Süden der Vereinigten Staaten bezugnimmt. Es handelt sich um die wirtschaftliche Erschließung der Mississivpi-Staaten, bereit jährliche Produktion gegenwärtig einen Wert von zehn Milliarden Dollar hat, während 40°/o dieser Länder von zureichenden Marktmöglichkeiten abgeschlossen sind und eine umfassende Ausbeutung der Bodenschätze kaum in Angriff genommen ist. Im Tale des Mississippi sind nicht weniger als 15 000 englische Meilen von Stromläufen, und zur Herstellung einer direkten Wasserverbindung von Chicago nach Neu-Orleans sind fünf Känalstrecken zu bauen, von denen ein Teil, von Chicago nach Joliet, bereits von der Stadt Chicago für 55 Millionen Dollar fertig gestellt ist: die Gesamtkosten für die noch übrig bleibenden Strecken würden sich aus 125 Millionen Dollar belaufen. „Zweifellos wird dieser Kanal gebaut werden, und seine Rückwirkung auf Industrie unb Landwirtschaft ist kaum auszumalen. Man wird die Kvhle aus Pcnnsylvanien billig tausende von Meilen per Ohio oder Mississippi verschiffen können und damit Industrien anpflanzen können, wo sie lohnend erscheinen. Tie Häfen des Golfes von Mexiko werden in bitefte Verbindung gebracht mit Memphis, St. Louis, Chicago, Duluth, Detroit, Cleveland unb Lieh bir des Märtyrtumes hehre Krone. Doch die Ideen, die deinem Geist entsprühten, Beschenkten dich mit heiß erkämpftem Lohne, Und des Triumphes Siegesflammen glühten Des Schwabenlandes ruhmbekränztem Sohne. Deute sind cs hundert Jahre, baß Tavid Friedrich Strauß geboren wurde, einer der größten Gelehrten, der tiefsten Denker, der hervorragendsten Charaktere des vorigen Jahrhun^rls, einer unserer letzten klassischen Schriftsteller und einer der bedeutendsten Söhne des wackeren Stammes ber -Schwaben. Welche Verdienste er sich auf dem Gebiete der theologischen Forschung ertooroen hat, ist weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus bekannt; er hat den Mythusbegrisf auf b'.e Geschichte des Lebens Jem angewandt unb sich hierbei als der scharfsinnigste Kritiker erwiesen. Tie rasenden, gehässigen Anfeindungen und Angriffe, die er erfuhr, verbitterten seinen Lebensabend, unb aus trüber, b-ergriun- ter Stimmung entsprang sein letztes Werk, der alte unb ber neue Glaube. Unübertrefflich steht er als Biograph da; sein ßeben Voltaires, das demnächst in neuer Ausgabe erfdjeinen wirb, ist eine Mustcrlcistung ersten Ranges von Biographie. Wie sorg- fälllig und gewissenhaft benutzt er alle ihm zu Gebote stehenden -Quellen, wie maßvoll und bcsonucii ist r in ber Beurteilung ber Manner, bereit Lcbcnsgang zu erforschen unb zu schildern ichn ein Herzensbedürfnis getrieben hatte! Als Stilist ist Strauß mustergültig; er schreibt totreit, tlar, ^estmWt, schöst ,i& bes vollen Bedeutung dieser BeLLichnungeli, Berufswechsel. Auf die fetten Jahre folgen die mageren, dem Aufstieg im roirtschasllichen Leben das Äbsteigeii. Allgemeiner Auf- schioung der Geschäfte führt zur Geldknappheit und Geldtsuerung, und diese in ganz natürlicher Entwickelung zum Abflauen der Geschäfte. Augenblicklich befinden wir uns zweifellos im Beginn einer Zeit des Niederganges, der bei dem innigen Zusainmenhang des wirtschaftlichen Lebens allen Kreisen der Bevölkerung fühlbar wird. Eine wachsende Zahl von Männern aus allen Schichten unseres Volkes wird sich daher nach einem anderen, besseren Erwerb Umsehen, der Industrielle, der Kausinanu, der Handwerker, der Angestellte, der Arbeiter. Ihnen allen steht ein Berus offen, der seinen Mann in schlechten Zeiten ebenso gut ernährt rote in guten, bet Außendienst im Versicherungswesen. Die Erfahrung lehn, daß bet wirtschaftliche Niedergang w gut wie gar keinen Einfluß auf das Versichcrungsgeschäft bat. Schlechte Zeiten zwingen zur Selbsteinkehr und mahnen zur Vorsicht, und das ist die Stimmung, die der Ber- sicherungsnahme geneigt macht. Stellung und Einkommen sind int Versicherungs-Autzenbienst ebenso verschieden, wie im allgemeinen kaufmännischen Leben. Atan kann .Hunderte, Tausende, Zehntausende verdienen, man kann eine große Zahl von Mitarbeitern unter sich haben, man kann aber auch in regelmäßiger täglicher Kleinarbeit schlecht unb recht feinen Unterhalt erwerben. Die besten Chancen bieten sich bei der weitaus größten deutschen Versicherungsgesellschaft, bei der Victoria, die fast alle Verstcherungszwcige führt. In einem kleinen Büchelchen „Der Außendienst bei ber Victoria, eine Orientierung für Bewerber", bespricht sie offen die Licht- und Schatten» feiten des Berufs. Wer seinen Erwerbszweig wechseln will ober muß, prüfe selbst vorurteilslos die Krage, 0(j daraus rechnen kann, bei oer Victoria das Gesuchte zu flnden. unb diese glänzende Eigenschaft, verbunden mit dem gediegenen Inhalt seiner Werke, haben ihm den Namen eines Klassikers unserer Sittevatur für immer gesichert. Leider muß an dieser Stelle mit allem Nachdruck hervorgelwoen werden, daß es den meisten unserer heutigen philosophischen Schriftsteller dringend nottut, an Straußens Stil schreiben zu lernen. Strauß war auch ein Mann von der vieljeitigsten Bildung; er war begeistert für die Musik unb hatte ein tief poetii"^ Gemüt- Seine zahlreichen Gedichte, bie er nur so nebenbei bei äußeren Anlässen verfaßte, sind alle formvollendet unb tragen das Gepräge echt dichterischer Empfindung. Sein edler, lauterer Charakter wird am deutlichsten ersichtlich in der von Zeller herausgegebenen Sammlung seiner vielen Briefe. Strauß hatte ein lebhaftes Freundschastsbedürfnis, wie Schiller. Möge sein lebendig werden und wirken. handel. •• Di e Gesamt-Roh ei sen-Erz eugung des Jahres 1907 betrug 130 457,60 Tonnen gegen 124 730,67 Tonnen in 1906. Die Verteilung auf die einzelnen Sorten stellt sich pro 1907 gegen 1906 wie folgt: Gießerei-Roheifen 225 941,6 Tonnen (210 368,4 To.); Bessemer-Roheisen 471 355 Tonnen (482 740 To.); Thomas-Roh- eisen 849 422,6 Tonnen 808 853,4 To.); Stahl- und Spiegeleifen 103 465,0 Tonnen (934 573 To.); Puddel-Roheifen. 786113 Tonnen (854 834 To.) — Unter den Erzeugungsbezirken nimmt Rheinland- Westialen nach wie vor die erste Stelle ein, es erzeugte 1907 544 612,4 Tonnen gegen 514 278,3 Tonnen in 1906; im Siegerland, Lahnbezirk und Hessen-Nassau betrug die Erzeugung 889 906 Tonnen (851,020 To.). In immer steigendem Maße wird in Deutschland Thomas-Roheifen, hauptsächlich in Rheinland, Westfalen und Luxemburg, erzeugt. Gestiegen ist auch die Produktion des Gießerei- Roheisens für säst dieselben Bezirke, neben welchen Siegerland und Pommern vornehmlich üt Betracht kommen. Auch Stahl- und Spiegeleisen tft in der gewonnenen Menge gestiegen, während der Rückgang des Puddeleisens, das hauptsächlich in Schlesien und im Siegerland erzeugt wird, auch im vergangenen Jahre angehalten- hat.' Die Prodliktion von Bessemer-Roheisen hat sich wenig verändert. W. Bremen, 24. Jan. Die kleine hiesige TabakstMportfirma Gräuel & Eo. befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Der hiesige Platz ist nur mit Bankforderungen, welche überdeckt sind, beteiligt; dagegen sollen Antwerpener und New- Porter Firmen ungedeckte Forderungen haben. Berliner Börste, 27 Januar. Anfangskarse. Canada E. B...... 157.30 I Harpener Bergwerk. . Darmstädter Bank . . . 126.40} Laurahütte . . « . Deutsche Bank .... 234 501 uembarden E. B. . . Dortmunder-Union C. . . —I Nordd. Lloyd . . . . Dresdner Bank . . . 139.001 Türkenlose..... Tendenz: schwächer. Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Vetr.: Vorträge über Obstbau. Ter Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbauvereins, Herr H. Wiesner aus Friedberg beabsichtigt, die nachbenannten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um Vorträge über Obstbau zu halten und an Obstbäumen praktische Unterweisungen zu erteilen. Die Vorträge beginnen abends 8 Uhr, die praktischen Unler- jweisungen gewöhnlich am anderen Tage, nach Vereinbarung mit den Interessenten. Dienstag den 28. Januar in Beltershain. Verlosung. Mittwoch „ 29. r „ Lumda „ Donnerstag , 30. „ , Londorf , Freitag „ 31. , , Allendorf. Samstag „ 1. Februar , Staufenberg. Den Herren Bürgermeistern und Obmännern gehen noch besoirdcre Mitteilungen zu. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht. Gießen, den 23. Januar lb08. Der Vorsitzeiide des Vereinsbezirks Gießen des Oberhejsischen Obstbauvcreins. L a n g e r ni a n n, Gr. Kreisamtmann. Ortsftatut, enthaltend die Gebührenordnung für die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen. Auf Grund der Artikel 7, 9 und 98 der Städteordnung und des Artikels 5 des Gesetzes vom 22. Februar 1872, die Gemeinde- ausgaben betreffend, wird auf Beschluß der Stadtverordneten- Bersammlung vom 3. Oktober 1907 und vom 16. Januar 1908, mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 22. Januar 1908 zu Nr. M. d. 1.1120 folgendes Ortsstatut erlassen. § 1. Für jede Liegenschaft, die an das allgemeine Kanalnetz der Stadt Gießen angeschlossen ist, oder angeschlossen wird, hat ihr Eigentümer eine jährliche Gebühr für die Benutzung der Kanäle an die Stadt Gießen zu entrichten. Mehrere Eigentümer haften als Gesamtschuldner. Die Verpflichtung zur Zahlung der Gebühr ruht auf dem Grundstück als dingliche Last. Die Gebühr unterliegt der Zwangsbeitreibung wie die direkten Steuern. § 2. Die jährliche Gebühr beträgt ein und dreiviertel Pfennig für jeden Quadratmeter grunbbuchmäßigen Flächeninhalts der angeschlossenen Liegenschaft uni) zwei vom Tausend des Brandversicherungswertes der darauf befindlichen Gebäude. Für ihre Berechnung ist die Grundstückseinteilung in den öffentlichen Büchern nicht maßgebend, sondern die ganze, eine wirtschaftliche Einheit bildende Liegenschaft desselben Eigentümers zu Grunde zu legen. Wenn der so ermittelte Betrag der Gebühr nicht durch 6 ohne Pfennigrest teilbar ist, werden ihr zur Erzielung eines vielfachen von 6 Pfennig bis zu 3 Pfennig zu- oder abgezählt. Bei einem Rest von 3 Pfennig werden 3 Pfennig zugezählt. § 3. Die Gebührenpflicht beginnt für alle am 1. Februar 1908 angeschlossenen Liegenschaften mit diesem Tage, für alle anderen mit dem 1. des auf den Anschluß folgenden Monats, so daß für Liegenschaften, die im Laufe eines Steuerjahres angeschlossen werden, die Gebühr für dieses Jahr nur im Verhältnis des noch nicht abgelaufencn Teils des Jahres zu entrichten ist. Die Gebühr ist fällig an denselben Tagen, und für die gleichen Zeiträume wie die direkten Gemeindesteuern. § 4. Aenderungen des Flächeninhalts oder der Brandversicherungswertes bedingen mit Beginn des auf die Aenderung folgenden Steucrjahres die entsprechende Aenderung der Gebühr. Bei einem Eigentumswechesel tritt mit Beginn des hierauf folgenden Steuerjahres der neue Eigentümer an die Stelle des früheren. § 5. Aenderungen des Flächeninhaltes oder des Brandversiche- rungswertes oder in der Person des Eigentümers sind der Bürgermeisterei vor Ablauf des Steuerjahres schriftlich oder zu Protokoll anzuzeigen. Geschieht dies nicht, so haftet bis zum Beginn des auf den Eingang der verspäteten Anzeige folgenden Steuerjahres auch der frühere Eigentümer für den Eingang der bis dahin fällig gewordenen Gebühren. § 6. x^eber Pflichtige erhält über seine Heranziehung eine besondere Mitteilung. Gegen die Veranlagung stehen ihm die Rechtsmittel des Artikels 96 der Städteordnung zu. , § 7. Diese Gebührenordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft unb gilt bis zur völligen Tilgung des Anlagekapitals. Der Zeitpunkt der erfolgten Tilgung wird durch Beschluß des Stadtvorstandes mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern festgesetzt werden. Gießen, ben 25. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e e u m. Bekanntmachung. Auf Grund der §§ 1 und 8 des Kcankenversicherungsgesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 25. Mai 1903 und des 8 2 der Verordnung vom 13. Dezember 1899 betreffend die Ausführung des Jnvalidenversicherungsgesetzcs ist der ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Tage arb eiter und der Durchschnittswert der Naturalbezüge mit Wirkung vom 1. Juli 1908 von Großh. Kreisamt Gießen wie folgt festgesetzt worden: 1. Ortsüblicher Tagelohn. männl. weibl. Personen über 16 Jahren 3,00 Mk. „ unter 16 „ 1,50 „ „ „ 14 „ 0,80 „ 2. Durchschnittswert der Naturalbezüge: n. Wohnung alleinstehender Personen jährlich b Familienwohnung „ c. Heizung „ d. Beleuchtung „ e. Kost für männl. U. weibl. Personen „ Gießen, den 22. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I .V.: K e l l e r. 2,00 Mk. 1,20 „ 0,80 „ 72 Mk. 180 „ 20 „ 10 „ 400 „ B28/t Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Sich. Montag den 3. Februar, von vormittags »'/- Ubr an, lm Distrikt Meilbach: Scheiter rm: 537 Buchen; Knüppel rm: 141 Buchen, 14 Eichen, 12 Erlen: Stöcke rm: 138 Buchen, H E chen, 6 Erlen Reisholz-Wellen: 4200 Buchen, 180 Eichen, 2tX) Hartlaubbolz, 750 Weichlaubholz. - Die Zusainmenkumt 'st auf der Kreis- straße Lich-Hattenrod, wo dieselbe vom Vtemalweg Burkhardsfelden —Niederbessingen gekreuzt wird. Dienstag den 4. Februar, von vormittags 10 Ubr an, in den Distrikten Müblwäldchcn und Lnngebcrg: Scheiter rm: 2 Eichen: Knüppel rm: 2 Buchen, 2<) Eichen, 4 Nadelholz; Stöcke rm: 55 Eichen, 6 Nadelholz; Reisholz-Wellen: 1080 Buchen, 1510 Elchen, 600 Weichhol?,, 130 Nadelholz. — 16 Eichen = 3,47 Fstm. bis 38 cm Durchmesser). .. , Von mittags 12 Ubr an im Distrikt Wcbrholz: Knüppel rm: 14 Elchen, 1,8 'Nadelholz; Stöcke rm: 21 (Silben; 380 Eichen- Wellen. - 5Eichen^ 1,61 Fstm. (26 bis 41 en. Durchmesser). Von mittags 1 Ubr an im Diftrikt Erleöbcrg: 140 rm Kiefer-Knüppel, 1200 Kiefer-Wellen. _ .. f Die erste Zusammenkunft um Tage ist bei Muhlsachsen am Mühlwäldchen. b /n Bekanntmachung. In das Genoffenschaftsregister wurde eingetragen : Firma Konsum-Verein II Watzenborn, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Sitz Watzenborn. Gegenstand des Unternehmens: a) Gemeinsamer Einkauf von Lebens- unb Genußmitteln, Bekleidungsgegenständen, Materialien und Artikel für Hauswirtschaft, Wohnungszwecke und persönlichen Bedarf, und, mit oder ohne vorherige Bearbeitung, Ablassung derselben an die Mitglieder oder deren Vertreter, sowie Erwerb oder Bau der für Produktion oder Betrieb erforderlichen Gebäude, b) Abschluß von Verträgen mit Gewerbetreibenden und Kaufleuten, wodurch diese sich verpflichten, bei Lieferung guter, und unverfälschter Waren gegen sofortige Barzahlung einen vereinbarten Rabatt an den Verein zu gewähren, c) Abgabe in eigener Produktion hergestellter oder veränderter Waren auch an Nichtmitglieder. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Kassierer und dem Beisitzer. Vorsitzender.: Balthasar Happel IV.; Kassierer: Georg Jung IV., Rechner; Beisitzer: Johannes Fett, Kontrolleur. Das Statut ist errichtet am 28. Dezember 1907. Bekanntmachungen erfolgen durch zwei Vorstands- beziehungsweise Aussichtsratsmitglieder in dem Gießener Anzeiger. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Willenserklärungen des Vorstandes erfolgen durch zwei Vorstandsmit-- mitglieder. Die Zeichnung geschieht, indem dieselben der Firma ihre Namensunterschrift beifügen. Ha-ftsumme: Dreißig Mark. Jeder Genosse kann sich mit nicht mehr als 50 Geschäftsanteilen beteiligen. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Gießen, den 10. Januar 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stabiverorbne.en-Versammlung vorn 23. b. Mts. vorgenammenen planmäßigen Verloiung der am l.Mai 1908 zurNückzablung kommenden Schuldverschreibungen OcS AnlcbeuS der Stadt Gießen vom Fabre 1903 wurden folgende Stucke zur Rückzahlung bestimmt: Reihe III Nr. 2, 18, 133, 137, 170, 210, 285, 370 zu ... 2000 M. „ III „ 414, 415, 481, 666, 698, 713, 774, 776 zu .. 1000 „ „ III „ 811, 823,890, 970,1015,1157,1201,1240,1249 zu 500 „ „ III „ 1327, 1399, 1490, 1496, 1509, 1550 zu . . . 200 „ „ III „ 1557, 1559, 1658 zu..........100 „ Es wirb dies unter dem Ansügen zur Kenntnis der Besitzer der Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung der gezogenen Stücke bei der Stadtkasse Gießen bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt am Main und Berlin bei der Deutschen Genossenschaftsbank in Frankfurt am Main und Berlin erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung am 1. Mai 1908 aufhört. Gießen, den 24. Januar 1908. Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. B“/i___________________________Mecum.____________ Bekanntmachung. Die Heberollen-Auszüge über die fürs II. Quartal 1907 gemäß § 27 des Bauunsallversicherungsgesetzes berechneten an die Hessen-Nassauische Baugewerksberufs-Genossenschaft zu entrichtenden Prämien liegen vom 25. d. Mts. an während zweier Wochen zur Einsicht der Beteiligten bei uns — Zimmer Nr. 2 — offen. Binnen einer weiteren Frist von zwei Wochen kann — unbeschadet der Verpflichtung zur vorläufigen Zahlung — Einspruch gegen die Pra- mienberechnung beim Genossenschaftsvorstand erhoben werden. Gießen, den 22. Januar 1908. B25/i Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________________I. V.: Keller.______________________ Die Stelle eines Hilfs-Trichinenschauers ist zu besetzen. Nähere Auskunft über die Bedingungen erteilt die Schlachthausverwaltung. Bewerber wollen ihre Meldungen bis zum 15. Februar d. Js. hierher einreichen. Gießen, den 24. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________________J.V.: Keller.___________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Eberstadt für 1908 liegt vom 3. Februar L Js. ab 8 Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Eberstadt, den 27. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Eberstadt. __________Görlach. ____________ [604 Vergebung von Lieferungen. Für die innere Einrichtung des Keeiskrankenhauses zu Alsfeld (Oberhessen) sollen nachstehende Lieferungen unter Hinweis auf die im Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 enthaltenen Bedingungen auf dem Submissionswege vergeben werden: Los I. Lieferung von eisernen Bettstellen für Erwachsene (23 Stück) und Kinder (4 Stück), sowie Lieferung von eisernen Nachttischen (26 Stuck), eisernen Krankenstühlen (4 Stück), Bettschnmen (2 Stück), Krankenbetttischen (3 Stück), Bettfahrer (1 Stück), sowie eisernen Waschgestellen :c. Los II. Lieferung von dreiteiligen Polstermatratzen mit Roßhaarfüllung für Betten von Erwachsenen (23 Stuck) unb Kinberbetten (4 Stück), Lieferung von Keilkissen mit Roßhaarfüllung für Betten von Erwachsenen (13 Stück) unb Kinderbetten (4 Stück). Lieferung von Matratzenschonern aus Leinen für 23 Betten von Erwachsenen und 4 Kinderbetten. LosIII.Lieferung von Holzschränken. Los IV. Lieferung von Holztischen. Los V. Lieferung von hölzernen Stühlen und Bänken. Los VI. Lieferung von Realen unb Gestellen aus Holz. 9lngebotgforimi(arc sind von dem Unterzeichneten zum Selbstkostenpreise zu beziehen und die Zeichnungen für LoS III bis VI auf dessen Bureau einzusehen. Die Angebote sind portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 11. Februar 1908, vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen, um welche Zeit die Eröffnung der Angebote erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Alsfeld, den 25. Januar 1908. D,7A Der Großh. Kreisbaumspektor: Fischer. Bau- und Nutzholzverfteigerung der Gräflichen Obcrförsterei Arnsburg. Mittwoch, de» 29. Januar 1908, nach Zusammenkunft 9Vr Uhr vormittags im Kloster, werden versteigert in den Distrikten: Hard, Hein, Seewald, Secberg, Seife und Kolnhäuserkopf (u. z. in dieser Reihenfolge): 1. Stämme. 92 Eichen mit bis 77cmDurchm.-- 87 fm) ^Wagne^olz.^ 4 Rotbuchen „ „ 52 „ „ = 4 „ 330 Fichten ,, „ 41 „ „ = 109 „ 20 Kiefern u. Lärchen,, „ 39 „ „ = 17 „ 2. Stangen.^ 2900FichtenI.,II.u.III.511.— 3. Schichtnnlrholz. 3,8 rm Eichen-Werkfcheiler. Das Elchenfchnilthvlz kommt meist zu Beginn der Versteigerung zum Ausgebot. B21/i Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten und Licserungen zur Erbauung eines Nebengebäudes mit Abortanlage und Waschküche aus dem neuen Friedhof am Rodberg sollen. Montag, den 10. Februar d. I s., vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden 1. Erd- und Maurerarbeiten. 2. Steinhauerarbeitcn: a) 3.30 cbm Lungstein (Basaltlava); b) 7.50 cbm Sandstein. 3. Lieferung von Treppenstufen aus Zementbeton. 4. Zimmerarbeiten. 5. Lieferung von Dach-Schalbrettern. 6. Walzeisenlieserung. 7. Dachdeckerarbeiten. BM/i 8. Spenglerarbciten. Zeichnungen, Arbeitsbeschrcibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsftist 3 Wochen. Gießen, den 25. Januar 1908. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. erp a ch tun g. Montag, den 3. Februar 1908 nachmittags 2 Uhr. soll bie der Gemeinde Röthges zustehende Jagd in der Wirtschaft des Wilhelm Butteron dahier, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen werden bet der Verpachtung bekannt gemacht. Röthges, den 22. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei 529]__________________Meckel._____________________ Jagd-Verpachtung. Montag, den 3. Februar, nachmittags 2 Uhr soll auf dem dahiesigen Rathaufe die der Gemeinde Climbach zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist von der Bahnstation Allendorf a. d. Lumda in einer halben Stunde zu erreichen. Climbach, am 27. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Climbach. ____________________Stein.____________________ Jagd-Verpachtung. Montag, den 3. Februar 1908, vorm. 11 Uhr, wird auf hiesiger Bürgermeisterei die der hiesigen Ge- meiitde zustehende Jagd, bestehend aus ca. 582 Hektar Wald und 834 Hektar Feld aus 6 Jahre verpachtet. Allendorf a. d. Lumda am 24. Januar 1908. Grotzh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. _______________________Nein._____________________[563 ' Jägd-Berpachtung. Mittwoch, den 5. Februar, nachmittttttS 2 Uhr soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau die der Gemeinde Allertshausen zustehende Feld- unb Waldjagb auf weitere 6 Jahre verpachtet werben. Tas Jagdgebiet ist von der Bahnstation Londorf m einer halben Stunde zu erreichen. Allertshausen, den 25. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. y. V.: Römer, Beigeordneter. 594 Jagd-Berpachlung. Donnerstag, den 6. Februar l. IS., nachmittags 1 Uhr soll im Rathause dahier die der Gemeinde Inheiden zustehende Jagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß unsere Haltestelle der Bahn Friedberg- Hungen in der Mitte des Jagdbezirks liegt. Inheiden, den 22. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. ____________________Re i tz. 590 Oeffentiiche Vergebung. Mittwoch den 29. L Mts., vormittags 11 Uhr, sollen m der Gemeinde Treis a. L. nachstehende Arbeiten und Lieserungen versteigert werden, und zwar: Erd- und Chaussicrarbeiten, veranschlagt zu 661,25 Mk. Fuhrleistungen und Steinsetzen „ „ 173,75 , Zernentrohrlieserung „ „ 44,00 , Gießen, den 24. Januar 1908. [554 Senß seldcr, Kreisstraßenmeister. Grubenholz. Samstag, den 1. Febrnar 1908, vorm. 11 Uhr, werden aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda, Distr. Kaulsköppel unb Lausköppel 215,03 Fm. kiefern Grubenholz im Sudmissionswege vergeben. Angebote sind bis zu genanntem Termin verschlossen mit Aufschrift versehen, an hiesige Bürgermeisterei, wo alsdann Oeffnung stattfindet, einzureichen. Angebote können aufs ganze Holz oder and) auf einzelne Districkte erfolgen. Zur Besichtigung des Holzes wolle man sich an Forstwart Franz dahier wenden. Allendorf a. d. Lumda am 24. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. [569 Statt besonderer Anzeige. 0532 N Auguste Windheil Julius Seligmann Verlobte. Gießen im Januar 1908. I I Wetzlar L-..... in Flaschen, Syphons und Gebinden empfiehlt Em§3 SchmaES [586 Telephon 83 Hessischer Hof Biergrosshandlung. Der befindet sich BismareEcstyasse 42 591 ©■ Fehn, Univ. Fechtmeister. 5. 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