Der Vorstand. -sen iSes1'*6« ds S-/, Uhr Brtes Mag ben 29.'M en, an ben übrige Mi Vorvcrkmi -link Alk. ie,-: Z'garrenhanbiwi Mmdusverbin^ nng ^rstin zu gölte W 1908 1 am LswM igverein. Felsenkeller: i$n) 3*f^& en, W gl** *>. W- re onc”’©»0’ »ea Ä\u W- ttpg9 *tL^ D! gerlür, Paßage. ; und gM-e^ ckeo ^cne-yn®» er Welt. d- "Ä» 4 y“v; jeu*'" Ä ; in Nr. 73 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:L^H2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen« Zweites Blatt 1S8. Jahrgang Donnerstag 2«. März 1908 ^ch^n, ,-gN» müSutnotjme beS Sonnt oj«. /jF • £► . X AAM Rotationsdruck und Settag bet Brühl-schm ■ässsä.s WnCUCi LViUMW —wsäs—* „Kreisblati für den Kreis Gießen" zweimal 1® v * v v ▼ wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- ttagen" erscheinen monatlich zweimal GMkMt'LiRZElßb Mk hessische Zweite Hammer. Darmstadt, 25. März. Am Ministertisch: Staatsminister Ewald, Finanzminister G n a u t h, Minister des Innern Braun, Geh. Staatsrat Krug v. Nidda. Nach Eröffnung der Sitzung um 10 Vs Uhr macht Abg. Molt Han die Mitteilung, er habe vom Palazzo Pitti in Florenz uird dem neuen Provinzialarresthaus in Mainz Photographien anfertigen lassen, die er int Hause auslege. Dann tritt das Haus in die Tagesordnung ein und genehmigt ohne Debatte die Regierungsvorlage betr. die summarische Ueberstcht der Einnahmen und Ausgaben der Staatsschuldenverwaltung für das Rechnungsjahr 1902/03. Beamtenwunfche. Die Vorstellung des Bundes Deutscher Militäranlvärter betr. die Probedienstzeit der Kanzleigehilfen im Großherzogtum, wird dem Ausschußantrag entsprechend abgelehnt, ebenso die Vorstellung des Landesverbandes Deutscher Militäranwärter, betr. die Besoldungsverhaltnisse der Militäranwärter im Staats- und Kommunaldienft. Die Vorstellung der Kanzleiinspektorcn bei den Kollegialgerichten, der Oberrechnungskammer und der Hauptstaatskasse, beantragt der Ausschuß, der Regierung „zur Berücksichtigung bei der demnächstigen Revision der Besoldungsordnung zu überweisen". Abg. Reinhart tritt, auf der Tribüne völlig unverständlich, anscheineitd für die Wünsche der Petenten ein und führt aus, daß man mit der Erfüllung derselben nicht bis zur Durchführung der Reichsfinanzrefornb warten könne. Finanzminifter G n a u t h erklärt, er wolle heute nicht noch einmal eine Generaldebatte über den Etat eröffnen, sondern sich auf die Erklärung beschränken, daß er seine frühere Bemerkung von der Rajchlebigteit oder Vergeßlichteit unserer Zeit, namentlich an solche Kreise von Beamten gerichtet wissen wollte, die nach der Festsetzung der Wohnungsyclbzuschüsse schon wieder mit neuen Anforderungen an die Regierung herantraten. Er erinnere das Haus auch daran, dag im vorigen Jahre die Ausbesserungen für die Volksschullehrer und die übrigen Gehaltsverbesserungen nur dann bewilligt werden sollten, wenn die Itegierung nachweisen könne, daß das ohne eine Steuererhöhung durchzusühren sei. Heute mache man nun der Regierung den Vorwurf, daß sie die Beamten vernachlässige, weil sie keine Steuererhöhung eintteten lassen wolle. Er könne hier nur sagen, daß sich die Regierung in ihrem Wohlwollen für die Beamten noch nie von Anderen habe überbieten lassen. Abg. Brauer erklärt, die Finanzausschußmehrheit sei der Meinung, daß die Regelung der Reichsfinanzreform abgewartet werden solle, bevor an die Revision der Besoldungsordnung herangetrcten werden könne. Abg. M o l t h a n ist derselben Meinung wie der Vorredner. Abg. Ulrich führt aus, der Finanzausschuß sei bei seiner Etatsberatung in so unerhörter Weise angestrengt worden, daß ihm nicht die geringste Zeit übrig blieb, die einzelnen Vorstellungen näher zu prüfen. , Das Haus nahm datauf den Ausschußantrag auf Ueber- weisung zur Berücksichtigung am Die Vorstellung der Minifterialkanzlisten um Neuregelung Hhrer Gehaltsverhältnisse und die Vorstellung der Diener hessischer /Staatsbehörden, die Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse bett., wurden gleichfalls der Regierung mit dem Ersuchen überwiesen, die Wünsche der Petenten bei der demnächstigen Revision der Besoldungsordnung zu berücksichtigen. Der Beamtenerlaß. . Zu den Anträgen Köhler, bett, den sogenannten Schlippc- schen Erlaß und den sog. Beamtenerlaß beantragt der zweite 'Ausschuß, beiden Anträgen ftattzugeben. Abg. Dr. Gutfleisch bedauert, daß Abg. Köhler nicht selber bei der Debatte über seine Anträge zugegen sei. Er halte die Aufhebung der beiden Erlasse nicht für zweckmäßig, weil sie zu falschen Schlüssen führen könnte und bitte, den Ausschußanträgen auf Aufhebung beider Erlasse nicht beizustimmen. Staatsminister Ewald erinnert daran, daß schon im Jahre 1898 bei Beratung derselben Anträge sein Amtsvorgänger sich gegen die Aufhebung der Erlasse ausgesprochen habe. Die Zurückziehung derselben würbe in der Tat zu falschen Schlüssen führen und die Meinung auskommen lassen, als ob der gesunde Grundgedanke aufgegeben worden sei. Der Schlippescke Erlaß habe heute keinen Zweck mehr, nachdem die antisemitische Bewegung in ein ruhigeres Fahrwasser eingelausen sei, aber eine Aushefung desselben sei doch nicht zu empfehlen. Es falle doch niemand ein, im Sommer einen Erlaß für Schneefälle zurückzuziehen, weil der Erlaß im Sommer keinen Zweck habe. Der -Minister bittet .schließlich, entgegen dem Ausschußautrag keine Aufhebung der beiden Erlasse zu beschließen. Abg. Wolf versteht nicht, wie die Regierung' dazu kommen -tonne, die Zurückziehung der Erlasse als ein Zeichen der Schwäche zu bettachten. Auch die Juden wünschten doch nichts sehnlicher, als die Aufhebung derselben, und er werde deshalb für dieselbe - stimmet:. Abg. Hirsche! wünscht ebenfalls die Zurückziehung der Erlasse und schließt fick) im allgemeinen dem Vorredner an. Abg. Dr. Fulda betont, es entspreche durchaus den Wünschen der Juden, wenn die Erlasse aufgehoben werden. Dieselben seien unbegründet. Die Juden wollten keinen besonderen, mittelalterlichen Schutz, keine Ausnahmebestimmungen für sich. Sie wollten nicht als Schutzjuden betrachtet werden, sondern verlangten nur Gleichberechtigung. - Staatsminister Ewald weist die letztere Bemerkung als um Nckrefsend zurück und verliest einen Artikel aus einer Pariser israelitischen Zeitschrift, die einen dem Vorredner entgegenge wtzten Standpunkt vertritt. Abg. Dr. Schmitt bemerkt, es sei darin wohl alles einig, daß die beiden Erlasse keinen Zweck mehr hätten. Aus der Beseitigung derselben könne auch wohl nur der Verständnislose falsche Schlüsse ziehen, die Juden ständen heute vollständig auf dem Boden der Gleickcherechttgung. Der Ausschußantrag auf Aushebung der beiden Schlippe'scl-en Erlasse wird alsdann nach einigen Ausführungen des Abg. Leun mit großer Mehrheit angenommen. Unentgeltliche Lehrmittel. Den Antrag der Avgg. Ulrich und Genossen „die Regierung tnoge der Kammer eine Vorlage machen, wonach den Schülern der Volksschule alle erforderlichen Lehrmittel unentgelttich ge- 'liefert werden, die entstehenden Kosten übernimmt die Staatskasse", beantragt der Ausschuß al> zu lehnen. Abg. Adelung wünscht Auskuust von der Regierung, ob die Getvährung von Lehrmitteln als Armenuntcrstützung ausgefaßl vürde. Minister Braun erwidert, daß in solchen Fällen von ArinLn- miterscützung keine Rede fein könne. Auf die weitere Anirage Adelungs, ob apch in den Fällen, in denen nur den Kindern ärmerer Leute unentgeltliche Lehrmittel überwiesen werden, keine Armen- llnterstützung vorttege, erklärt der Minister, es sei im Gesetz über den Unterstützungswohnsitz von Lernmitteln nichts erwähnt. D:e- fcchen.könnten alio auch in diesem Falle nicht als Armenunteo- itützung ausgefaßt werden. Das Haus beschließt darauf die Ablehnung des Antrags Ulrichs. Schlachtviehversicherung. , Zu dem Entwurf „Eine Anweisung zur Ausführung des Gesetzes über die staatliche Schlachtviehversicherung vom 12. April 1905" macht Abg. Schönberger längere Ausführungen und beklagt, daß der Viehgwßhandel und die Metzger darin sehr einseitig bevorzugt, die Landwirte aber sehr benachteiligt würden. Die Einführung des Gesetzes sei ja unbedingt notwendig, doch enthalte der Entwurf Bestimmungen, die er nicht billigen könne. Redner macht alsdann mehrere Abänderungsvorschläge. Nach wetterer Debatte an welcher sich die Abgg. Wolf und Korell, sowie Minister Braun beteiligen, wird der Ausschuß- anttag auf Genehmigung des Entwurfs abgelehnt, weil derselbe inkorrett sei, indem eine Regierungsverordnung gar nicht der Genehmigung der Landstande bedürfe, und der Regierung ernpfol)- fohlen, die Anregungen des Abg. Schönberger in Erwäaung zu ziehen. Mobiliarverfichrrnng. Den Anttag der Abgg. ll e b e l und Genossen, die Mobiliar- vevsi-cherung betteffend, und drn Anttag Ulrich und Genossen, betteffend die Einrichtting einer obligatorischen staatlichen Mobiliar- Versicherung beantragt ber Ausschuß abzulehnen. Ministerialrat Dr. Best wendet sich besonder? gegen den Anttag Ulrich, welcher eine Vernichtung der Privatmobiliar- versicherung zur Folge haben und dem Staat große Opfer für Entschädigung der Batteffenden auferlegen würde. Der Staat werde auch keine billigeren Versicherungsprämien gewähren können und in zwei Schweizer Kantonen, in denen ein Versuch mit der staatlichen Mobiliarversicherung gemacht wurde, sei diese Erfahrung bestätigt worden. Abg. Schönberger bemerkt dagegen, der Anttag Ulrich sei ihm nicht unsympathisch und die vom Ausschuß dagegen ev- hobenen Bedenken erichienen ihm ziemlich „lahm". • Abg. Dr. FrenaY trägt verschiedene Bedenken gegen den Antrag Ulrich vor, worauf Abg. Ulrich erwidert, daß nach seiner Meinung Hessen sehr wohl in der Lage sein würde, die obligatorische Versicheruna durchzusührrn. Abg. Wo l f steht dem Antrag sympathisch gegenüber und wird mit einem Teil seiner F-rennde gegen den Ausschußanttag stimmen. Die Regierung sollte die Frage der obligatbriid^en Mobiliarversicherung doch für die Zukunft nicht außer Acht Lassen. Abg. Leun setzt den großen Unterschied zwischen der Im- Mobiliar- und der Mobiliarversicherung auseinander, die sich beide gar nicht vergleichen ließen und meint, so leicht, wie Abg. Wolf «ich das vorstelle, sei die staatliche Ättbittavverstcherung doch nicht durchzufülwen. Der Ausschußantrag auf Ablehnung beider Anträge wird darauf angenommen. Die Sitzung schließt alsdann \’22 Uhr. Nächste Sitzung morgen vormittag 9 Uhr. * Ein der Zweiten Kammer zugegangener Antrag des Abg. D r. Weber, bett, das F v r st i n st i t u t der U n t v e r s i t ä t (Ließen, hat folgenden Inhalt: die Großh. Regierung zu ersuche::, den Ausbau des Forstinftituts der Untversi- tä t G i e ße n durch Vereinigung mit einer höheren Fvrstlehranstatt anderer Bundesstaaten anzusttcben, oder die Errichtung einer gemeinsamen höheren Forstlehranstalt in Verbindung mit anderen Bundesstaaten an einer süddeutschen Universität ins Auge zu fassen, wenn durch Vcrttäge zwischen diesen Bundesstaaten der Laudesuniversttät Gießen ausreichende Kompensation geboten werden kann. Ferner ging der Kümmer zu eine Denkschrift über die Hessischen Eisenbahnen in der Pveußisch-Hcssisll)en Be- ttievs- uni) Finanzgemeinschaft vom 1. April 1897 bis 31. März 1907. W.r kommen auf sie noch zurück. Ein Antrag des Abg. Leun geht dahin, den § 24 der Verordnung über den Radfahrer-Verkehr dahin zu erweitern, daß die vorgeschricbcnen Bescheinigungen auch von Arbeitgebern erteilt werden können. * Die Erste Kammer der Land stände ist nunmehr für Montag den 30. März, Dorrn. 10 Uhr, zur Abhaltung ihrer Plenarberatungen einberusen worden. Die erste Aufgabe der Kammer wird natürlich die Beratung und Abstimmung über den Staatshausbaltsvoranschlag für 1908 bilden. Daneben aber weist die Tagesordnung noch 38 andere Beratungsgegenstandc auf, sodaß sich die Plenarsitzungen sicherlich auf mehrere Tage ausdehnen werden. Unter den zur Erledigung stehenden Vorlagen befinden sich noch die Regierungsvorlagen, betr. das Finanzgesetz, ferner betr. die Abänderung des Gesetzes über die Ruhegehaltsverhältnisse rc. der im Geineinschaftsdienst angestellten Slaatseisenvahnbeamten sowie betr. die Vereinigung von Kastel mit Mainz, weiter die Anträge Ulrich bett, die Schulreform, Gewerbeinspektion, Bauarbeiterschutz, Nebenbahnen, Vereins- und Versammlungsrechtrc. Ulan lese den Gießener AnZeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gdsrhesftus mit den Beilagen „Iamilienblätter", „Lan-wUtschastUche Zeitsragen" und dem ttreisblatt für den Kreis Gietzen. Auslage über 15000 Expl. Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Atts 5taM unO Gießen, 26. März 1908. Rettungswcscn. Der Verband von Rettungshäusern und verwandten Anstalten und Vereinen in Hessen und der Provinz Hessen-Nassau hielt am Mittwock) nachmittag in Frankfurt seine neunte Hauptversammlung ab. Auß.r zahlreichen Freunden der Verbands- bciiTebungcn waren die Heimchen Provinzial- und Kveisvehörden, die Oberftaatsanwaltschaften, die Gemeindebehörden, ferner die Wiesbadener Regierung, der Landeshauptmann, der Magisttat der Stadt ütanfiurt und das Polizeipräsidium, die Gerichtsbehörden vertteten. Der erste Verbandsvvrsitzende,^Konsiseürialrat Jäger aus Bierstadt erstattete Bericht Über die Tätigleit der Lcieüis- anstatten. Das Lehrlingsheim in Dillenburg nahm 19 Zöglinge auf und entließ 15, wähv-end die Anstatt Aumühle bei Darmstadt 97 Zöglinge aufnahm und 40 entließ. Die Anstalten sind so überfüllt und d-ie Anwroerungen so hohe, oaß die Schassung einer dritten Anstalt bereits in Erwägung gezogen ist. Die Ber- banbdTcujnungcn ,ind gepvüsl und richtig befunden, sie wurden genehmigt und Entlastung erteilt. Tie Haupte in nahm en des Verbandes bleiben stets die juilehcn in Hessen und Hessen-Nassau, die er einstiveilen rwch nicht entbehren kann. Der bisherige Vorstand wurde wieder-, anstelle des peritorbenen Iuistttrats 2Ä. Ponfick in Darmstadt Amlsgerichtsrat Allmenröder in Frankfurt neu gewählt. Es folgten Vorttäge. Amtsgerichtsrat Allmen- röder-Frankfurt, der Vorsitzende des hier kürzlich geschaffenen Jugendgcrichtshofs, sprach über Erfahrungen und Wünsche bei Ausführung des Füriorgeerziehungsgcsctzes und dessen Bedeutung für das Jugendgericht. Das Thema dieses Vortrags hatte auf die Frankfurter und hessischen Jiiristen eine außerordentliche Anzieh- ungsirast ausgeübt. Ter Redner führte aus, daß es für den Richter wünschenswert sei, wenn noch mehr Anträge auf Fürsorgeerziehung und fror allem, wenn sie früher als bisher üblich, gestellt würden. Bettübenü fei, dost die Lehrerschaft, die doch vielfach in der Sage sei, bei einem Schüler die Notwendigkeit der Fürsorgeerziehung zu erkennen, so selten an den Richter heran- tretc. Der Grund liege darin, daß die Lehrer mit ihren Anträgen bei den vorgesetzten Behörden vielsach nicht den gewünschten Erfolg gehabt hätten. Es mangele aber auch vielfach der Lehrerschaft an der Kenntnis, wie sie sich verhalten solle. In Kürze werde jedoch in dieser Beziehung eine Fühlungnahme mit den Lehrern erfolgen. Die Mißerfolge ans dem Gebiet der Fürsorgeerziehung liegen vielfack) darin, daß sie zu spät einsetze. Wichtig sei, daß in alten Bezirken der Stadt Leute seien, die den Richtern zeitig von der beginnenden Vettvahrlofuiig Mitteilung machten. In Frankfurt seien diesbezügliche Verhandlungen dem Abschluß nahe. Ve-- dauevlich ist der Mangel an vorläufigen Unterkünftsstellen für die Fürsovgezöglinge, sie werden vielfach der Polizei übergeben und bann ins Polizeigefängnis gesteckt, bis sie anderweitig unten» gebracht werben. Abhilfe sei hier bringend nötig. Tie Elter:: sollten stets persönlick) gehört werben Erkundigungen sollten so rücksichtsvoll wie möglich erfolgen. Bedauerlich fei auch, daß ber Richter über die der Fürsoigeerziehung zugesührten Personen niemals später mehr etwas erfahre. Rebner schilberte weiter die Vorzüge bes Jugendgerichtshoss, helfen Tätiakeit der Erziehung ber Jugendlichen angepaßt sei. Schon in der Vernehmung müsse ber Richter bas Vertrauen des Jugendlichen gern innen, Strafverfahren gegen Jugendliche, die mit FreispreckMNg enden, müßten vermieden werden. Freibeits st rasen sollten aus crziel-erischen Grün-, den cTiiiniit, aber nienvals vollstreckt werben. — Beigeordneter Dr. Wevcrs aus Worms beleuchtete bas Fürsorgeerziehungsgcsctz vom V^Lvaltungsstanopuntt. Die jetzige Praxis sei unhaltbar, benn sie wirke oit schädlich. Redner brachte zahlreiche Wünsche vor. Aus Anttag dcs Oberbürgermeisters Kölster-Worms wurde beschlossen, beide Vorttäge druck.'u und an alle daran interessierten Stellen verschicken zu lassen. In der Dksiussion stimmte Ober*, staatsanwalt Theobald-Gießen den Ansch.,rangen d.s A.-G.-R. Allnrenuöder zu und wies darauf hin, welche nachtellige Folgen nvanckMal die hessische Bezeichnung „Zwaugs"-Erzi'.'hungs-Gesetz habe. Weiter sprachen u. a. Schulinspektor Frentzen-Worms,' Pfarrer Götze-Preungcsyeim. Direktor SckIvenk-Jbstein, Staatsanwall Dr. Knecht-Frontsurt. * " Pfarrpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben ben evang. Pfarrer Kirchenrat Damian Bergmann zu Babenhausen auf sein Ättchsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Nuhestand versetzt. •* Gastrvirte-Ausftellung. Au der Eröffnung der Ausstellung, am Samstag, nehmen die Licher Herrschaften Teil, ebenso ist ein Besuch I. K.H. der Großherzogin im Laufe nächster Woche nicht unwahrschemlich. Von der Nctchhattlgkeit der Ausstellung gibt das Gruppen-Verzeichnis ein anschauliches Bild. — Gruppe 1: Kochkunst, Gruppe 2: Konditorei-Erzeugnisse, Gruppe 3 : Wurst- und Fleischivarcn, Gruppe 4: Kühlanlagen, ElSschränke usw., Gruppe 5: Alkoholhaltige Getränke, Gruppe 6: Alkoholfreie Getränke, Gruppe 7: Riusitinstrumente jeglicher Art, Gruppe 8: Haiishaltungsgegenstände, Küchengeräte, Oefen, Herde, Waschlnaschinen usw., Gruppe 9: Literatur und Musik, Gruppe 10: Allgemeines. — Wertvolle Ehrenpreise stiftete« noch dieProtettorm, dieFürstinSolms-Hohensottns- Lich, sowie der Verkehrs-Verem Gießen. ** Postalisches aus dem Vogelsberg. Seitdem die neue Kreisstraße Schotlen-Rubingsliain dem Verkehr übergeben lvordeu ist,wirb diese auch von der täglich zivischen Engelrob- Ulnchsteiii-Schotten verkehrenden Personenpost, die früher über Götzen fuhr, benutzt. Diese Aenberung in der Fahrlime wird allgemein, trotzdem sich jetzt bas Fahrgelb infolge der etwas kürzer gewordenen Fahrstrecke um löPsg. billiger stellt, sehr beklagt. Und in der Tat wird sich jeder, der diese beiden Straßen kennt, fragen: „Wie kann die Postveiwattung eine solche Aenderung uornebmen?" Tie Straße über Götzen ist eine schöne breite, in oenkoar bestem Zustande befindliche, von Schotten aus allmählich steigende Lan'b- straße, wahrend die über Rudingshain em schmaler mitunter holpriger und von Rudingshain nach der Rappensttuth zu rapid steigender Weg ist, der so beschwerlich zu benutzen ist, daß der tzoslillyn, wenn es bergan geht — wie Einsender beobachten tonnte — mehrmals still halt, nm die Pferde ausruhen zu lassen. Bezeichnend ist, auch die Tatsache, bau bie neue Fahrlmte, trotzdem sie iirzer ist, etwa 20 Minuten Fahrzeit langer bebari, als die ältere über Götzen. Die Nudingshamer Straße ist außerdem so schmal, daß, wenn ber Post em Fuhrwerk begegnet, biejeö auf dem Bankett aubaüen muß, um elftere vorbeifahren zu lassen. Es besteht somit auch (Sefabr für bie Verkehrssicherheit, inZvesonbere auch bann, wenn bie Post abends bei trüben nebligen Tagen fragt Weg passiert. Hofsentlich zieht man an zuständiger Stelle in ernste Erwägung, ob man nicht bie frühere Fahrlime über Götzen beibehält, und zwar noch bevor ein Unglück passiert ist. Wenn ein solches bisher nicht geschehen ist, so muß biei lediglich ber Aufmerksamkeit bes Postillons zugute gehalten werben. Die Tatsache, baß bas jetzige Fahlgelb etwas billiger ist, kann nicht ausschlaggebend fein, sondern in erster Linie bie Verkehrssicherheit. ** Danny Gürtler, der inzwischen in Frankfurt, seiner Vaterstadt, Dannslabt und Offenbach aufgetreten ist, wird morgen nochmals im Kolosseum gastieren. Da dies seine letzte Abschiedsvoritellung aus längere Zeit hinaus sein wird, machen wir seine zahlreichen Freunde und alle, bie den „letzten Romantiker" noch nicht gesehen haben, auf sein Auftreten besonders ausmertfam. x Weitershatri, 25. März. Am Sonntag dem 22. d. M. hielt O. Riedel aus Gießen bei Gastwirt Theiß hier einen Vortrag über die politische Lage. Die Versammlung war sehr stark besucht. Die Anwesenden folgten mit der größten Aufmerksamkeit ben überaus klaren und sachlichen Ausführungen über äußere und innere Politik. In der Disktisston meldeten sich keine Gegner znm Wort, so daß die Versammlung äußerst ruhig verlief. -I- Sickendorf bei Lauterbach, 24. März. In der Nacht vom 20. auf 21. d. 2)i. wurde bei Gastwirt Noth hier cm Einbruchdiebstahl verübt, wobei den Dieben ruckst unerhebliche Beträge in die Hänbe fielen. Roth war am Nachmittag in Lauterbach gewesen und halte 300 NU. eingenommen, die er dcS Nachts in seinem an die Wand gehängten Rock stecken lieg. Die Diebe, die das Küchcnfenster erbrachen und eindrangen, durchstöberten alle Kisten und Kasten, hießen außer den 300 Mk. noch verschiedene kleinere Beträge in Höhe von ca. 50 Mk., eine silberne Taschenuhr, ein Kistchen Zigarren, Taschenmesser 2c. mitgehen und verschwanden. Bis seht hat man von ihnen noch keine Spur, doch darf man mit Sicherheit annehmen, daß die Diebstähle von lokalkundigen Personen ausgesührt wurden. § Aus dem Vogelsber-g, 25. März. Der Einzug des Frühlings hat mit seinem kalendarischen Termin stattgesunden. Frühlingslüfte wehen tagsüber, aber nachts sinkt das Thermometer unter Null. Noch gibt es keine Veilchen — eine Seltenheit. Im oberen Vogelsberg sehen nicht nur die Koppen weiß ins Tal, der Schnee liegt bis nach Feldkrücken, Kölzenhain u. a. noch geschlossen. Die linden Frühlingslüfte haben ihn noch nicht megzutauen^ vermocht. Ja, noch in diesen Tagen hat man dort den Schnee aus den Hohlwegen geschippt. Kem Lerchensang ertönt im Feld, und das Frühlingslied der Schwarzamsel ist wieder verstummt. Das ist ein besonders später Frühling, dessen Einzug nur die Schneeglöckchen einläuten und die zahlreichen Schwärme von Kranichen ankünden. -s- Ober-Ohmen, 25. März. Der jüngste Ordenssegen für treugediente Frauen von 25 und mehr Dienstjahren bei ein und derselben Herrschaft gibt uns Veranlassung, einer freuen, zuverlässigen Botenfrau von hier, der Anne Marie Bast zu gedenken. Sie steht in einem Alter von 73 Jahren. Sie geht ununterbrochen 45 Jahre lang nach Grünberg als Botenfrau. In Grünberg kennt jedes Kind die alte, treue Botenfrau. Kein Wind, kein Wetter scheut die bejahrte Frau; unverdrossen besorgt sie noch ihre Botengänge in alter gewohnter Sorgfalt. Sie ist also auch eine langjährige, freue Dienerin gar vieler und hat wohl eine Auszeichnung verdient. Hoffentlich geben diese Zeilen dazu die Veranlassung. X Stockheim, 25. März. Auch die zweite Holzversteigerung im Gemeindewald brachte außerordentlich hohe Preise. An 1500 Rm. Buchen-Scheit-, Knüppel- und Stock- holz wurden ausgeboten. Bis zu 12 Mk. wurden für den Raummeter Buchen-Scheitholz erlöst, Prügel bis 9V2 Mk., Stockholz bis zu 6 Mk. der Raummeter. Zumeist wurde das Holz von den umliegenden Dorfbewohnern erstanden. Ortend erg, 25. März. In vorhergehenden Jahren herrschte hier eine äußerst rege Bautätigkeit. Schulhaus für 2 Klassen nebst Lehrerwohnungen, Postgebäude, Vorschußkaffe, Bezirkskaffe, Sparkasse, wohl noch 10 dis 12 Neubauten von Privaten gaben dem freundlich gelegenen Städtchen ein nobles Aussehen. Am Wippenbacher Weg erbaut gegenwärtig Rentner Söhnge eine schöne Villa. Jetzt scheint die Wohnungsnot gestillt zu sein. — Offenbach, 25. März. Bei den gestrigen Stadt- vcrordnetenwahlen im Stadtteil Bürgel, der am 1. April d. I. eingetfteinbet wird, fielen auf die bürgerlichen Kandidaten: Ernst Becker, Fabrikant, Peter Grämlich, Bankbeamter, Augustin Ohlig, Landwirt, Georg Reuter, Spengler- meister, Konrad Röder, Portefeuiller, Joh. Jakob Wenzel, Schlosser, 515 bis 553 Stimmen, während die Sozicfl- demokraten Karl Armbruster, Portefeuiller, Friedrich Henß, Lederarbeiter, Joh. Paul Kopp, Schriftgießer, Jul. B. Kuntzsch, Gauleiter, Friedrich Mäbus, Heizer, Joh. Möllinger, Schuh- machermeister, zwischen 328 und 362 Stimmen erhielten. Der Sieg der bürgerlichen Parteien ist umso bedeutungsvoller, als die Bürgeler Einwohnerschaft zu 90 Prozent aus Arbeitern besteht. r. Rodheim a. d. Bieber, 25. März. Am Sonntag sand hier in Gegenwart der Lehrer und mehrerer Vorftands- mstglieder durch Bergschullehrer Dönges aus Dillenburg die Prüfung in dec gewerblichen Fortbildungsschule statt. Geprüft wurden die Schüler der Abendschule int Deutsch und Rechnen. Die im Laufe des Jahres angefertigten Zeichnungen lagen au3, ebenso die Hefte mit schriftlichen Arbeiten. Während des Winterhalbjahres wurde die Gewerbeschule von 39 Schülern besucht. Der Gewerbeverein, gegründet 1903, erstreckt sich über den Bezirk Rodheim und zählt 63 Mitglieder. — Am nächsten Sonntag, 29. März, findet bet Gastwirt Jak. Bechthold die Wahl der Ausschußmitglieder für die Gesellenprüfungen auf weitere 3 Jahre statt. — Bieber, 25. März. Die am Montag hier für den Schutzbezirk „Strupbach" abgehaltene Holzoersteigerung war gut besucht. Das ausgebotene Werk- unb Nutzholz wurde mit 20—40 Mk. Eichen und 10—12 Mk. Tannen der Festmeter bezahlt. Auch das Bnchen-Scheitholz war sehr begehrt und durchschnittlich mit 10—11 Mk. der Raummeter bewertet. Billige Holzpreise kennt man auch im waldreichen Biebertal schon lange nicht mehr. UniverSitäts-Nachrichten. Für den durch die Uebcrftcbehmg des ord. Prof. Dr. Otto von Franquä nach Gießen erledigten Lehrstuhl der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Prager deutschen Universität mürben vorgeschlagen: prhno et aequo loco: der a. o. Professor an der Wiener Universität 2r. Werth et in unb bei ord. Prof. Dr. von H erst m Basel (der den Ruf nach Gießen ablehnte', secundo et aequo loco: der a. a. Pro*. Dr. Klein haus (Prag) und Privatdozent Tr. H a l b a n (Wien). Verbot einer Berliner studentischen 33 er- bindling. Die bet__ der Berliner Universität bestehende freie Burschenschaft Stausia ist vorn Rektor und Richter atif Grund der §§ 41, 42 der Vorschriften für die Stildterendeil der preußischen Landesunivorsitälen verboten worden, weil ihr Bestehen die akaderiiische Disziplin gefährde unb das Verhalten ihrer tlhib glieber Anlaß zu disziplinarischem Einschreiten gegeben hat. Die „Stausia" ist eine Verbindung von nur sechs Mitgliedern; vier von diesen Studierenden besitzen iticht das akadeirtlsche Reifezeugnis. Der Verein hat die Uniuer|itätsbe|limmungen dadurch verletzt, daß ferne Mitglieder wiederholt andere Studierende ohite itemieiis- roerten Anlaß auf der Straße buisfteilen, ihnen „wegen verweigerten Grußes" unb anderer Lappalien Herausforde - x u n gen übersandten ttnb nach erfolgter Ablehnung den 31 e r r u i aussprachcu. Das Verbot erinnert an einen Scherz, der vor Jahren passiert ist. Em Witzbold hatte in einem Anschläge am schwarzen Brett bas t beseitigt, unb so mar aus der -Stausia eine — Saufia geworden. ** V o n b e r A kade in i zu Frankfurt a. M. Das Vorlcsungsberz^ichnis für das am 28. April beginnende «Ärmmer- semester ist erschienen. Von den Vorlesungen und Hebungen entfallen aus die staats und handclswin^nschastliche Abnisiing 53 (21 auf Vollswirt'chchtsl- nnd Wir>.l,.\,.sgcograbhie, 13 ans RcchtswissenschaU, o auf B.riicherltn^.dffsimchasi, Mathematik unb Statistik, 14 aus Handels.oisscnsch.is.en, für welche eine iteue Lehrkraft (Werner, Leipzig) beruien ist), 43 auf die philosophische Abteilung (Philosophie, Geschichte, Geographie., Literatur-' geschickte, Neuere Sprachen) und 14 auf Technik, Chemie, Phl)- sik und Gewerbehbgienc. — Neu eingerichtet ist eine Vorlesung über Latein für Neuphilologen (Prof. Dr. Heraeus. Es besteht die Absicht, die Staats- unb H a n de lsw is se ns ch a s t " liebe Abteilung auszubauen/ durch Berufung zweier Juristen ür öffentliches und für privates Recht, Erweiterung der Vorlesungen über Kolonialwesen, insbes. koloniale Naturwissenschaften, Einrichtung von besonderen Vorlestmgen unb Hebungen für Genossenschaftswesen und Gewerbehygiene. Auch die für den Handel wichtigen Verkehrssprachen zweiten Ranges, wie russisch, portugiesisch, holländisch, sollen weitere Pflege finden. Der zu berufende Assistent für cngltfdjc Sprache wird zugleich den Studierenden der modernen Philologie W Gttte kommen. Universität und Bresse. Ter Abg. Rosenow verlangte vom preußischen Abgeordnetenhause die Errichtung von Lehrstühlen für die Journalistik an den preußischen Universitäten. Der Gedanke, Professuren in Journalistik zu errichten, ist für Preußen neu: allerdings bat Prof. Dr. v. Wenck- fterit kurze Zeit in Greifswald über „Presse und Journalismus" gelesen, und Prof. Tr. Schmitt in Berlin 1906 während eines Semesters eine Stunde über „Die Entwickelung der öffentlichen Meinung und des Zeitungswesens in Deutschland" vorgetragen. Dagegen hat nameulltch der Geschichtsprofesior Dr. Koch, ein Mcum, der selbst dem Journalistenstande angehört hat, schon seit 13 Jahren an der Umversität Heidelberg Vorlesungen gehalten über „Geschichte, Wesen und Bedeutung der öffentlichen Meinung, der Presse unb des Journalismus in Teutschland" und über „Geschichte und Kritik der politischen Parteien". In Leipzig hielt Prof. Bucher ein Kolleg über Journalistik, in Bern und Zürich ist das Bedürfnis staatlich anerkannt, die Universitätsbehörden haben Dozenturen für Journalistik eingerichtet. An den Handelshoch- chulen in Köln unb Danzig werben gleichfalls Vorlesungen „über das heutige Zeitungswesen gehalten, und neuerdings hat auch die Handelshochschule Berlin ein Kolleg über Handelsjournalistik angekündigt. Ter Vorschlag des Abg. Rosenow. wissenschaftlich gebildete Manner aus der Praxis auf die Lehrstühle zu berufen, er-- fheint durchaus angebracht, weil bei diesem Fache ganz besonders Wissen und Können, untrennbar sind. Tie „Voss. Ztg." schreibt dazu: Wie zuverlässig bekannt irrirb, steht • bic preußische Unter- richtsverwaltung der Anregung des Abg. Rosenom sympathisch gegenüber, sie will schon in allernächster Zeit außerordentliche Professuren für Journalistik an preußischen Universitäten errichten. D ermüdete». • Zum Besten der kleineren Landwirte! Zur Errichtung einer Heinrich Lanz-Stiftung hat Frau Lanz, die Witwe des bekannten Mannheimer Fabrikanten landw. Maschinen, der deutschen Landwirtschaftsgefellschaft 50 000 Mk. überwiesen. Die Zinsen dieser Summe sollen vorzugsweise für solche Maßnahmen verwendet werden, die den kleineren und mittleren deutschen Landwirten zugute kommen. • Berlin, 25. März. Heute lockte ein etwa 18 jähriger Bursche die auf der Straße spielende dreijährige Tochter des Posamenten- inachers Proffog in einen Hausflur und versuchte, das Kind zu vergewaltigen. Apf das Schreien der Kleinen eilten Hausbewohner herbei, worauf der Täter die Flucht ergriff und in der Verwirrung entkam. Das Kind zeigt einige Wunden. — In einem Anfall von geistiger Um- nachtung tötete gestern Nachmittag in Rixdorf die Frau des Maschinisten Minnig ihr einjähriges Kind, indem sie ihm Morphium gab und die Pulsadern ausschnitt. Dann versuchte die Frau, sich durch Oeffnen der Pulsadern das Leben zu nehmen. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. — Heute Morgen gegen 2 Uhr stießen infolge von falscher Weichenstellung — herbeigeführt von böswilliger Hand — zwei Straße nba h n züge vor dem Stettiner Bahnhof aufeinander. Der Anprall erfolgte mit solcher Gewalt, daß zwölf Personen verletzt wurden. V o m M i l l i o n e n schw i n d le r Ra o lil R o ch e tte wird aus Paris vom 26. d. M. gemeldet: Als heute nachmittag Rochette in Begleitung von zwei Schutzmännern sein Bank- burcau, wohin er gewisser Auskünfte wegen gebracht w,orden war, verließ, bereitete ihm eine vor dem Hause angesammelte Menge, die vornehmlich aus Angestellten, Lieferanten unb Aktionären bestand, eine minutenlange Huldigung. Rochette wurde mit Blumen überschüttet und förmlich im Triumph zu seinem Automobil gebracht, das ihn ins Gefängnis zurückführte. Aus der Umgegend mußten Schutzmänner geholt werden, um das Ausspannen der Pferde zu verhindern. — Rochette behauptet in seiner Zeitschrift „Le Financier", daß er das Opfer eines Racheaktes geworden sei, und hofft, bald wieder in Freiheit gesetzt zu werden. In den Provinzsiädten, in denen Rochette Zweigniederlassungen errichtet hatte, wurden verschiedentlich Haussuchungen vorgenonimen. Vorerst werden die Aktiven auf 14 bis 18 Millionen, die Passiven dagegen auf 100 bis 200 Millionen Frank geschätzt. In Pariser Börsenkreisen wird aber behauptet, daß diese Summe stark übertrieben sei; im schlimmsten Falle würden die Passiven etwa 40 Millionen betragen. — Rochettes Vater hat das für ihn von seinem Sohne Raoul errichtete prächtige Land- haliS verlassen, um sich wieder der Feldarbeit zuzuwenden. Rochettes älterer Bruder hat sich der Bühnenlairfbahn gewidmet. Auch Raoul Rochette hat gewisse theatralische Eigenheiten in Wort und Geberde, die ihm im Verkehr mit den Klienten, die er zu blenden verstand, sehr zustatten kamen Rochette hat auch kleine Kapitalisten Belgiens, denen Aktien ber in Brüssel und Lüttich von ihm begründeten industriellen Gesellschaften zur Fabrikation von Messern, Metallegierungen lind Glühstrümpfen durch verlockende Zirkulare angepriesen mürben, um viele Millionen geschädigt. Er hatte es verstanden, für die Vorstände der Gesellschaften Namen bekannter belgischer Persönlichkeiten zu gewinnen. — Neben der Affäre Rochette erregt ein weiteres Fallissement in Frankreich unliebsames Aufsehen. Das Mitglied des Senats Eliis Evrard in Lille ist nach Zusammenbruch seiner geschäftlichen Unter- nehinilngen flüchtig geworden. Tie Passiven betragen eine Million Frank; hauptsächlich ist die Geschäftswelt von Lille betroffen. ** Brand im Londoner Drury-Lane-T Heater. Rach einem Telegramm aus London mürbe am 26. d. Bi. die Bühne des Drury-Lane-Theaters durch Feuer zerstört. Der Brand brach um 5 Uhr morgens hinter der Bühne aus unb verbreitete sich reißend über die ganze Bühne. Die im Theater Wache haltende Feiierwehr ließ sofort den eisernen Vorhang herab, wodurch der erst kürzlich erneute Zuschauer- raum gerettet mürbe. Ein großer Teil ber Lonboncr Feuerwehr war schnell zur Stelle unb mit zwanzig Dampfspritzen gelang es, ben Brand bald zu loschen. Die Bühne und die Szenerie ist durch Feuer und Wasser fast gänzlich vernichtet; der Verlust ist sehr erheblich. Tie Ursache des Brandes ist, noch unbelannt. Tas Drury-Lane-Theater gehört zu den historischen Stätten der englischen Hauptstadt. In diesem Theater — übrigens das einzige in London, das den Titesi Königlich fuhrt — hat schon Shakespeare seine eigenen Stucke gespielt. Im Jahre 1663 gegründet, ist es das älteste Bühnenhaus Londons. „Drury-Lane" hat erst bessere Zeiten gesehen. Während seine prächtige, große Bühne in letzter Zeit im Winter für allerhand Pantomimen und in der übrigen Spielzeit für Sensationsstücke — meistenteils dramatisierte Romane, an denen die Inszenierung stets das Hervorragendste war — herhalten mußte, spielten früher hier — und es ist noch gar nicht lange her — Englands größte Schauspieler. Da waren Garrik unb Kean, die Kembles und Mrs. Siddon, Henry Jrwing und Beerboom Tree oft unb gern gesehene Gäste. In allerletzter Zeit brachte „Drury- Lane" fast nur noch Ausstattungsstücke. Kleine Tageschronik. In Altona mürbe bei ber Veriolgung eines Einbrechers, der auf das Dach eines Haufes geflüchtet 'm ar, einer der Verfolger, ber Schlächter Bernitt, von dem Einbrecher nach hartnäckigenr Kampfe auf die Straße hinnnterg estoß em Er erlitt schwere Verletzungen, an denen er im Krankenhause st a r b. In Aubing tu Oberbayern zündete ein 19jäk>riger, von einer Tienstmagb beim Kammerfenster abgewiesener Tienstknecht in derselben Nacht das Bauernhaus an, sodaß das ganze Anwesen eingeäschert roitrbc. Ter Täter wurde festgenommen unb gestand alles ein. Der R ech tsanwalt Seiler aus B u r q städt (Rouigr. Sachsen) ist nach Unterschlagungen uon über 20 000 Mcark flüchtig geworden. Der StaatZanwalt hat hinter dem Flüchtigen einen Steckbrie' erlaffen. In Schweidnitz ereignete sich beim Umzug des Kaufmannes Bittner in dessen fast ausgeräumter Wohnung eine furchtbare Gasexplosion. Bittner kam in der Küche der Gasleitung mit einem Streichholz zu nahe; das Gas explodierte. Die Seiteniuänbe und die Decke ber Küche stürzten ein, bas Ehepaar Bittner, das Dieustmabchen unb einen 10jährigen Knaben begrabend; die Verschütteten wurden lebend, aber verletzt bervorgezogen. Der schleswig-holst. Provinziallandtag drückte in einer Resolution jöen dringenden Wunsch aus, baß durch ein Landesgesetz die Proviuzialverbände erntächtigt iverbeu, Automo bilbesitzer ihres Bezirkes zu Beiträgen zu den Wegeunterhaltungs» kosten hermtzuziehen. In I g l a u hat der Tierbändiger Johnson seine Braut die Trechslerstochter Julie Weiser, nach einer Eifersuchtsszene durch 2 Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt und hat sich bann von einer 30 Meter hohen Felswand herabgestürzt, wobei er sich lebensgefährlich verletzte. Meteorologische Beobachtungen der Station Giesren. März 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lttst Absolute Fetichtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 25. 225 751,5 6,0 3,3 47 SE 4 Sonnenschein 25. 9” 751,9 2.1 3.4 64 SSE 9 Klarer Simmel 26. 7’5 751,3 — 1,2 3,5 82 NE Sonnenschein Höchste Temperatur am 2‘ L—25. März — H - 6,8 * C. Niedrigste „ 24.-25. H = — - 2,1 • C. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel. und Industrie, Giessen. Frankfurter Itörse, 26. März. 1.1b Uhr. 3>2°/0 Reichsanleihe . . 91.90 o% do. . . 82.10 3/5 °/0 Konsols .... 91.80 'i% do. .... 82.10 3M°/o Hessen . . . . . 90.85 3^°/0 Oberhessen . . . 92.00 4% Oesterr. Goldrente. . 98 80 4l/6 % Oesterr. Silberrente 99.30 4% Ungar. Goldrente . . 93.70 4% Italien. Rente ...-- 3% Portugiesen Serie I . 60.95 3% Portugiesen „ III 61.35 4 y. °!e russ.Staatsanl. 1905 94 95 4^0/0 japau. Staatsanleihe 88.60 4-z Couv. Türken von 1903 94.60 Türkenlose 150 40 X% Griech. Monopol-Anl.. 49.40 4Zä äussere Argentinier . 86.00 3°/„ Mexikaner . . . 67.50 4yu(0 Chinesen .... 95.75 Aktien: Boohum Guss 200 00 Buderus E. W. . . . . 111.50 Elektriz. Lahmeyer . . . 118.50 Elektriz. Schuckert . . . 103 25 Eschweiler Bergwerk . . 206 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 184 80 Hamburg-Amerik. Paket! 110.25 Harpener Bergwerk. . . 195.25 Laurahütte 210.70 Nordd. Lloyd . ... 97.40 Obeischles. Eisen-Industrie 97 50 Berliner Handelsges. . . 160.10 Darmstädter Bank . . . 124.50 Deutsche Bank .... 239 10 Deutsch-Asiat. Bank . . 137.40 Diskonto-Kommandit . . 176.80 Dresdner Bank .... 138.30 Kreditaktien 202.30 Baltimore- und Ohio- Eisentabu 82.60 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 25 40 Oesterr. Staatsbahu . . . 144.90 Prince-Hemi-Eisenbahu . 118.00 Tendenz: fest. Berliner Börse, 26 MäJz. Anfans-skurse Canada E- B 150.30 Darmstädter Bank . . . 124 50 Deutsche Bank .... 239.25 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank . . . 138.60 Tendenz: träge. Harpener Bergwerk. . . 195.20 Läurabütte —•— Lombarden E. B. Nordd. Lloyd 97 20 Türkenlose 150.20 Einen überraschenden Erfolg! brachte die Anwendung des Bioson wie aus nachstehendem Brief hcrvorgeht, dessen Unterschrift amtlich beglaubigt ist. Wer eines stärkenden, kräftigenden Atittcls zur gesunden Älittbildung bedars, der mache einen Berfuch mit Bioson, und oft schon nach wenigen Tagen macht sich die belebende Wirkung tut Allgemeinbefutden bemerkbar. Zittau, 6. Mac 07. Ich teile Ihnen höflichst mit, daß ich Bwfon tu einem Falle von Blutarmut angewandt Habe und einen überraschenden Erfolg verzeichnen kann. Ich Habe täglich /o Gramm Bioson nach Vorschrift laut Broschüre zubereiten lassen, und die Wirkung ist demnach nicht ausgeblieben. Hochachtendl Alfr. Lipvte. Unterschrift beglaubigt: Zittau, 25. Juli 07. Mar Alex. Thiemer, Kömgl. Sachs. Wotar. Bioion, das beste und biüigsle für Kranke und Schwache, ist in Apotheken, Drogerien usw. das Paket zu drei Mark erhältlich, welches für ca. 14 Tage ausreicht. b10/» 16 Prozent von reinem Eiweiss — dem Grundstoff für den Aufbau dee 1 M Körpers — enthält Quaker Oats. Keine ra andere Nahrung kann mit Quaker Oats verglichen werden. Keine andere Nahrung H. ist so schmackhaft und sparsam. weil Die B heut schv nach Jens Tie ber EcW Schlosser- Mitü öffenllich oi Arbi Gnsichl ossi bis zum ge UTage. Gies Lergi Die Augenkli stäche, Lie Multerbod ttlchz di r’it enlspa dem 4. ? Uchlagssi Gieße Gcoßl ■ ZnN dec « 11 Nr. «LI N. I-, jtn 6. A ^L.ieöe- ^W> ■ Sei die g J seit ( Wbeii. I Aktiva. An innigstgeliebten Sohn und Bruder 2009 1,000,000.- n It 8,906,670 12 883,143.82 90,518,084 68 K8/08 B”/3 tf Verlust Konto M 4 225,770! 23 M,968 17 62488 02 Gießen . . 261,016.38 42351 12,71050 nttgen n 100,000.- üEeller 300,000.- 3,510,000.- 4WLW.12 4,476.589 46 8132431 6376,009; 64 B”/a empfehle meine Tapezierer- Polsterer- Zuschlagsftist 14 Tage. B26/f und Dekorations- Elegante Jacken-Kleider Werkstätten. [a5/s id Obio- soabu. Grosse Auswahl in Stoff - Neuheiten Gebr. Imheuser ■ ß. 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Gießen (Brandgasse 3), den 26. März 1908. Die Beerdigung findet Samstag, 28. März, nachmittags 3*/a Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. wollen Sie sein beim Einkauf von Veilchen-Setfenpulver ..Goldperle“ mit den hübschen Betlagen in jedem Paket. Achten Sie genau auf den 9iamen „Goldperlc" 1393352 70 1,918360 19 1,627,908'48 943,661185 K26/08 Bv2k , Donnerstag, den 2. April 1908, nachmittags 3 Uhr werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Auguit Gottlieb Kames, jetzt in Basel, stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 1/1243,7=350 qm Ho freite auf dem Garneld, 1/12443=44 qm Grabgarten das., öffentlich meiitbietenb versteigert werden. (Steffen, den 11. März 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. . Sil . B Brise-Bise-Vorhänge Paar 1.25 bis 4 Gardinen-Spitzen Mtr. 18 bis 50 Pfg. Rouleauxköper la.Qual. Mt. 95 Pfg., 110 cm br. „Zum ümsug“ ak« eH«liruni pars»®-. | - Hiermit die traurige Nachricht, dass meine- innigstgeliebte, gute Frau Greta Walther geb. Geider heute morgen 31/2 Uhr nach längerem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen MoBf Walther Posthalter. Darmstadt^ 25 März 1908. Die Beerdigung findet vom Sterbehaus Grafenstr. 6 am Freitag den 27. d. Mts. nachmitt. 2 Uhr statt [1967 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unfern Vergebung von Gärtnerarbeiten. Die Aussührung der Gartenanlagen bei der neuen Augenklinik zu Gießen (Einsäen von rd. 7000 qm Gcas- fläche, Liefern und Pflanzen von Sträuchern, Verkarren des Mutterbodens) sollen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses voin 16. Juni 1893 vergeben werden. Angebote nut entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, dem 4. April, vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen. bi auf Mobilien„ Gewinn-Saldo Verteilung: außer- ordentl. Abschreibung aufMobiliar- Konlo . . . Alk. Zuweisung an die Konto-Korrent- Reserve . ... „ 6Vs °/0 Dividende auf Mk. 54,000,000 Aktieittayital . . „ Tantiemen an Auf- fichtsrat und Vorstand ......„ Vortrag auf neue Rechnung . . . . „ Zum Umzug: Montag, den 30. März d. Fs., einer ersten u. Montag, den 6. April d. Fs., einer zweiten freiwilligen Verstelge- rung, jedesmal nachmittags 4 Uhr, auf hiesigem Rathause ausgesetzt werden. Bei Erreichung der Taxation bei der letzten Versteigerung wird die Genehmigung sofort erteilt. ' Das Haus befindet sich in bester Geschäftslage und wird darin seit 60 Jahren ein rentabeles Manufakturwarengeschäft 2,29131918 64,650- ilaben. Per Gewinn-Vortrag aus 1906 . . „ Zinsen-Konto (Ueberschuü im Konw-Korrent und auf Lombard-Konto) ....... „ Wechsel-Konto....... „ Provlsimrs-Konto...... „ Effekten- u. Konsortial-Konto . „ Kominanditen u. Beteiligung- Konto ........ „ Konto pro Diverse (Kleine Gewinne und Mieten) . . . . Englische Gardinen Mtr. von 30 bis 150 Pfg. Gardinenhalter Paar „ 10 _ 75 „ Erschloss. Fahrräder u. Zube- örl. lief, billigst, a. a. Teilz.Vertr. ges. Katalog gr. Hans Crome & (5o., Eiubcck92. ____________ib-'/r) fertigen wir nach Mass, unter Garantie für tadellosen Sitz an JC 1^ 4,622,795 5T 28,989,595 84 7,435,025 59 1356,265t: 8,230320 60 ien-Iuduätrie g Dilanz der Mitteldeutschen Kreditbank per 3L Dezember 1907. Ille5 Einbrech^ I ' «'»er der < 'S ^rtnackiM I 1 l9ioE)riqer, vor Tienslknch $ganze An. ^genommen unt MirJ 'der 20 000 wd I '«ter dem Finch; mzug des unfeine iurdtt. Küche der Ea-, erplodierte. Di ei«, das Ehepaar naben begrabend; «orqezoqen. te in einer n Landesgesetz bit nobilbesilzer ierhaltnngs. Passiva. Per Aktien-Kavital-Konto . . . „ Reserve-Konto Mk. 5400,000. 10 bis 25 Pfg. Hosrette-Bersteigerung. , Im Auftrage Gr. Amtsgerichts Butzbach sollen auf An trog der Louis Wieffler Eheleute folgende Grundstücke: Fl. I 91 r. 264=225 HZMtr. Grasgarten in der Neugasse, II 6,876,009,64 Frankfurt a. M., den 24. März 1908. Der Vorstand der Mitteldeutschen Kreditbank. Arvertsvergebung. Die zur Umänderung von Türen in den Schulgebäuden in der Schillerstrabe und Westanlage erforderlichen Schreiner-, Schlosser- und Weifrbiuder-Arbcitcu sollen Mittwoch, den 1. April d IS., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einficht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagöfrist Kongress-Stoffe, einfarbig und mit bunten Streifen, Küchenvorhänge, Tüll- und Spachtel- Kanten, Notenständer, Papier- und Staubtuchkörbe. Wachstuche in vielen Sorten, Breiten und Preislagen. a- /3 A. Salomon & Cie., ’S?.“"» In der heute abgehaltenen 53. ordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 1907 aus 6'/r °/0 festgesetzt. Der Tividendenscyein für 1907 kommt mit M. 19.50 für jebc Aktie zu M. 300 „ 78.— „ „ « „ „ 1200 zur Auszahlung. Die Einlösung der Dividendenscheine erfolgt von heute ab: in Frankfurt a. M., Berlin, Nürnberg, Fürth, Esien-Ruhr, Wiesbaden und Gtetzeu an unseren Kassen vormittags zwischen 9 und 11 Uhr, . _ in Baden Baden bet der Bankcommandttc Baden Baden, Metzer & Ttfi, tn Hamburg bet der Firma M. M. Warburg & Co., in Leipzig bet der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt (Abteilung Becker & (Lo.), in Meiningen und Gotha bet der Bank für Thüringen vormals B. M. Struvv, Akticngesellichnft, in Atüncheu bei der Firma Moritz Schulmauu und bet der Kommanditgesellschaft Bernard Weinmann, in Stuttgart bei der Firma Docrtenbach & Co. Die Dwidendenscheine sind auf der Rückseite mit dem Firmenstempel oder dem Namen des Einreichenden zu versehen. D26^ Frankfurt a. M., den 24. März 1908. Mitteldeutsche Kreditbank. :be u ci SoU. An Unkosten-Konto Gehalte, Geschäftssvesen, Tantiemen der Vorsteher der Silmlen, der Prokurtsten und orueher der Wechselstuben re. in Frankfurt a. 'M-, Berlin, Nürnberg-Fürth, Wiesbaden und Gießen . Mk. 2,030302.80 Steuern tn Frank- firrt 0.2)1, Berlin, Nürnberg-Fürth, Wiesbaden und Portierenborden Mtr. „ 40 Mk. 61317,741.75 abzüglich durchlaufend. Posten „ 3,567,159.81 Guthaben von Batrken und Bankiers (9Zoitri)..... Dtoidenden-Konto iUnerhobene Dividenden) ....... Gewintt- imb Verlust-Konw Reingewinn des Jahres 1907 . Mk. 435031933 Vortrag aus dem Jahr iffOÖ . „ 225,770.23 169,472,008.47 (ttchiiiim Iliib :kert . ■ , rzrwerk . E Bergwerk . effk. Paket! 110» -werk. • ' S ... . 2111 5 * W Vr5 *•* Kufjet (jiet 9tÖ6i- lc Sc>hble§ un) 1 ttec °H unk * .Trun,. K30/08 (E*/9 Donnerstag, den 7. Mar 1908, nachuutt. 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die der Ehesrau des August Lelfenbein in Gießen, Hermme geb. Rohde gehörigen Grundstücke der Gemarkung Gieffen: 2/1643=507 qm Hofreite, links der Chaussee, 21/15,2 — 262 qm Grab garten rechts des Wiesecker Wegs, 21/153 = 1053 qm Grabgarten daselbst, 21/15,8 ■= 24«6 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 24. März 1908. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. Donnerstag, den 7. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigen Ortsgericht die vor den Namen des Friedrich Kahle stehende Parzelle der Gemarkung Gießen: 6/105,4=379 qm Hofreite beim Jughardsbruluten rechts an der Landstraße, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. März 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ K32/08 BW-, Donnerstag, den 23. Avril 1908, nachmittags 3 Uhr, werden nur hiesigem Ortsgericht die vordem Stamen der Äug. Helfenbein Ehefrau geb. Rohde in Gießen । ireyenden Parzellen der Gemarkung Giegen: 2/164,4=507 qm Hofreite links der Chaussee, 21/153—262 qm Grabgarten rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5=2496 qm Hofreite bau 21/153=1053 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend oerstetgerl werden. Gießen, den 11. März 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. 2,709,430- 3,953,494 69 100,001 - S-Konto ........ sel-Konto ....... ard-Konto....... Kupons-Konw ....... Effekten-Konto ....... Konsortial-Konto...... Debitoren in laufender Rechnung Mk. 100,085,244.49 abzüglich durchlaufender Posten . . „ 3,567,15931 Guthaben bei Banken und Bankiers lNostri)..... Aval-Debitoren....... Kominanditen- und Beteiligungs- Konto ...... . . . . Immobilien-Konto...... Mobiliar-Konto....... Kreditoren der Niederlassungen Frankfurt a. 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ISänner-Tnrnvereinfiiessen Dnienflicbe MM-D!Kl!s!'s8i'Miiilii!ig Samstag, den 11. April dS. IS., abcndS 9 Ubr im Lerernslokal Darmstädter Hauö. Wir verfehlen nicht, unsere Mitglieder auf Satz 33 Absatz 3 unserer Satzungen aufmerksam zu machen und bitten um zahlreiches Erscheinen. v“/, _______________Der Vorstand. Holz-Submission. ” Nachverzeichneles Holz aus den Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll auf dem Wege schriftlichen Angebots verkauft weiden: 3 142 Fichtenstämme mit 143,65 Fm. a) 14 „ v. 30-39 ern Atittendchm. m. 23,79 Fm. b) 33 , 25-29 , „ , 43,81 „ c) 95 y v 12-24 , , v 71,05 , Die Angebote sind pro Fm. und getrennt nach Sortimenten, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bi8 spätestens Samstag, den 4. April l. I., nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzurelchen, wo alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Weitere Auskunft erteilt Forstwart Zecher Staufenberg. ■ Die üblichen Submissionsbedingungen können auf unterzeichneter Bürgecmeiilerel eingesehen werden. Mainzlar, den 25. März 1908. 1988 Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. _____________________Vogel.__- Nutzholz-Vnstelgelung Winnerod Nächste» Freitag der» 27. März sollen im Distrikt Petersgrund versteigert werden: Fichten-Stangen von 8—13 cm Durchm. 1958 Stück mit 177,79 Fstm. Inhalt, Lärchen-Stangen von 8—13 cm Durchm. 154 Stück mit 15,57 Fstm. Inhalt. Die Stangen eignen sich zu Leiterbäumen, Spalierlatten, Dachsparren re. Zusammenkunft vormittags 1210 Uhr auf dec Chaussee Winnerod-Saasen am Petecsgrundwald. Winnerod, den 23. März 1908. D25/, Schweineschmalz gar. rein Md. Empfehle mein reines, klares Di: Thompson’5 Seifenpulver 1l» ?Z Paket 15 Pfg. 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