Nr. 228 Zweites Blatt Montag 28. September 1908 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der vrühl'ichen UniversitätS • Buch- und Stemdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion. Expedition imb Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und vertag: 5L Redaktion:e^KN2. Tel.-AdruAnzelgerGicßen. Tie „Sietzener Zamilicnblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich bergelegt, das „Nretrblatt für den Krtls Eiehen" zweimal wöchentlich. D»e „Landwirtschaftlichen seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. werblichen Unterrichtswesens. Tie Einnahmen und Ausgaben aller gewerblichen Bereinigungen betragen 2 778 305 Mk. und 2 648317 Mk., die bezüglichen Angaben der Reick>sstatistik erhöhen sich dem» nach um 53,9 und 72,2 »,o. Unter Berücksichtigung der Ausgaben der Gewerbevereine nsw. für besondere Veranstaltungen mit 761999 Mk. erhöhen sich die bezüglichen Ermittelungen des Statistischen Amtes um 205,9 °,o. Tas Vermögen der Innungen und der bei ihnen bestehenden Fonds und Stiftungen betragt nach der amtlichen Veröffentlichung 11 794 012 Mk. und 1 151 655 Mk. Unter Berücksichtigung der für die gewerblichen Vereinigungen ermittelten diesbezüglichen Zahlen von 4 768 480 Mk. und 613 621 Mk. erhöhen sich diese Angaben um 40,4 und 40,5c -). Tas Ergebnis ücr Tcnkschrist benxist, daß cs keineswegs möglich ist, ein wirkliches und umfassendes Bild über die Durchführung des Hanbwerkergesetzcs zu erlangen, wenn nicht die Tätigkeit der freien gewerblichen Vereinigungen auf dem Gebiete der Handwerks- und Gcwerbesördcrung bei d.'n Erhebungen mit in Betracht gezogen wird. Und cs muß daher immer wieder betont werden, dass bei der Handwerkerorganisation die Gelverbc- und Handwerkervereine nicht ausgcsckialtet werden können, da nach dem Reick-sgesetz die Geiverbevcreine als Wahlkörper, wie dcc Innungen, den Unterbau dcv Handwerkerorganlsation zu bilden haben. Tiefe Vereine waven von jeher bestrebt, das Handwerk wirtschaftlich voranzubringen und ihm den Wettbewerb mit dem Großbetrieb zu erleichtern. Tie Aufgaben zur Hebung des Handwerker- und Gewerbestandes sind so ausserordentlich zahlreich und gross, dass treue Arbeiter an allen Enden nötig sind. Wenn sie auch getrennt marschieren, so ist doch die Förderung der Interessen deS Handwerks das gemeinsame Ziel der Innungen, wie der Ge- werbeveveine, und darum rüst auch der Verfasser der Reichs- rcgierung für alle Zeiten die Losung zu: „Mit den Innungen und den Gewerbcvereinen." Tie Denkschrift bildet einen Teil deS Tätigkeitsberichts des Verbandes deutscher Gelverbevereine für das Bereinsjahr 1907/08, Der als Vorlage für die 15. orbentlidje Hauptversammlung vom 20. bis 22. September zu Tannstadt gedruckt worden ist. Einladung zum Bezug der Gießener Anzeigerz für dar letzte Vierteljahr 1(908. Die langen Winterabende stehen vor der Tür, und mit ihnen mehrt sich naturgemäß das Lesebedürfnis. Von besonderem Interesse wird es da wohl für jedermann sein, über die neuesten Ereignisse in der Nähe und in der weiten Ferne rasch und zuverlässig unterrichtet zu werden. In der Politik unserer engeren hessischen Heimat und des Reiches stehen für diesen Herbst wichtige Entscheidungen bevor. In Hessen sind es die Landtagswahlen, im Reiche die Finanzresorm, die unserem politischen und öffentlichen Leben auf lange hinaus ihr Gepräge geben werden. Vom Ausfall der l)essischen Landtagswahlen, über die der Gießener Anzeiger ausführlich berichten wird, hängt cs vor allem ab, wie sich unser hessisches Wahlrecht in Zukunft gestalten loird. Auch über die auswärtige Politik wird der Leser des Gießener Anzeigers in ausreichendem Maße unterrichtet werden. Wie bisher, so wird der Leser auch in Zukunft von allen irgendwie bemerkenswerten Vorgängen in Stadt und Land, insbesondere aus Oberhessen, ausführliche und zuverlässige Kenntnis erhalten. Ebenso ist auch für das Unterhaltungsbedürsnis unserer Leser bestens gesorgt. Ein großer Stab von Mitarbeitern aus allen Gesellschaftsklassen gibt dem Gießener Anzeiger die Möglichkeit, über alles Wissenswerte schnell und erschöpfend zu berichten und — so weit es möglich ist — allen Interessen Rechnung zu tragen. Bestellungen auf den „Gießener Anzeiger" werden ent- gegengenommen: in Gießen von der Geschäftsstelle, Schulstraße 7, von den Austrägerinnen und den Filial- stellen; auswärts von den Postämtern, Briefträgern und Zweigstelleninhabcrn. politiiebe Tagesschau. Ein deutsch-französischer Zwischenfall. In Casablanca hat sich ein Vorfall ereignet, der leicht ernste Folgen haben kann. Von amtlicher Seite wird hierüber aus Berlin folgendes gemeldet: Bei der Einschiffung von drei deutschen Deserteuren der Fremdenlegion wurden der deutsche Konsulatssekretär und ein Konsulatssoldat, welche die Deserteure auf dem Dampfer abliefern sollten, von französischen Marinesoldaten angegriffen; ersterer wurde von einem Offizier mit dem Revolver bedroht, letzterer wurde gefesselt und erst auf Einschreiten des deutschen Dragomans freigelassen. Tie Deserteure sind in französischer Haft. Tie Bestrafung der Schuldigen ist beantragt. Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." in der Morgenausgabe vom 28. September bespricht diesen Zwischenfall in Casablanca folgendermaßen: Der Zwischenfall ist im höchsten Grade bedauerlich und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Verhalten der französischen Soldaten gegen die deutschen Konsulatsbeamten durchaus rechtswidrig war, und daß weder die Bedrohung, noch der gewalttätige Angriff auf die Beamten in irgend einer Weise entschuldigt werden kann. Es sind daher auch sofort auf diplomatischem Wege von deutscher Seite Vorstellungen erhoben worden. Tie Angelegenheit wird von der deutschen Regierung mit der durch die Umstände und Schwere der Uebergrisfe gebotenen Entschiedenheit, aber auch mit voller Ruhe weiter verfolgt werden. Schon jetzt liegen Anzeichen vor, daß man von franz. Seite den Vorfall ebenso bedauerlich betrachtet als auf deutscher Seite, zumal gerade jetzt durch das weite Entgegenkommen der deutschen Note eine freundliche Aussprache über das marokkanische Verhältnis angebahnt war. Eine Beilegung des Zwischenfalles wird von deutscher Seite verlangt werden, sie wird umso leichter sein, als die französischen Ausschreitungen von untergeordneten Personen begangen worden sind, für deren Verschulden die französische Regierung nur dann als verantwortlich betrachtet werden kann, wenn es gedeckt würde. Man zweifelt aber keinen Augenblick daran, daß daS nicht geschehen wird und daß dieser Zwischenfall in loyaler Weise erledigt werden wird, und man darf annehmen, daß die nötige Remedur eintreten wird. • Tie Schwierigkeiten des österreichischen Ministerpräsidenten. Ter österreichische Ministerpräsident Frhr. v. Beck hatte es bisher recht geschickt verstanden, die einzelnen Nationen und Natiönchen der Monarchie durch allerhand Konzessionen zufrieden zu stellen. Heute gab er den Deutschen ein Zuckerbrötchen, morgen den Slawen. Aus die Dauer läßt sich eine solche Politik natürlich nicht sortführen, nnb die Vorgänge in Laibach und Prag haben auf einmal den ganzen Ernst der Lage in Oesterreich offenbart. Frhr. v. Beck ist jetzt in tausend Schwierigkeiten. Die Konferenz des Ministerpräsidenten mit den deutschen Abgeordneten war am Samstag beendet worden. Obwohl von den deutsch-böh- mischen Führern über das Ergebnis ungünstige Mitteilungen ausgegeben werden, hat man in Regierungskreiscn die Hoffnung, bis Mittwoch die strittige Angelegenheit wieder ins Reine zu bringen und die Verhandlungen des böhmischen Landtages in ruhige Bahnen zu lenken. Wie verlautet, soll Frhr. v. Beck sich in den wesentlichen Punkten auf die Seite der Deutschen gestellt haben. Tie „Neue Fr. Pr." schreibt: Die deutsch-böhmischen Führer, die heute mit dem Ministerpräsidenten v. Beck konferieren, beobachten eine feste und entschlossene Haltung; sie fordern die Vertagung des böhmischen Landtages. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß es dem Ministerpräsidentep gelingt, ein Kompromiß auf der Basis herbeizuführen, daß vorerst die Anträge der; Deutschen im Landtage verhandelt werden. Deutsches Ueich. Der Kaiser in Friedrichshafen. Blättcrmel- dungeu zufolge sind die Fremdenzimmer des königlichen Schlosses in Friedrichshafen für einen bevorstehenden Besuch des Kaisers instand gesetzt worden. Die Fahrkartenstcncr wird verbessert. In' Bundesratskreisen wird cs nicht für ausgeschlossen gehalten, daß anstatt der vom Staatssekretär Sydow in Aussicht gestellten völligen Aufhebung der Fahrkartensteuer zunächst) der Versuch gemacht werden wird, die Fahrrartcnslcuer: zu, verbessern durch Einführung mäßiger fester Sätze und auch durch Heranziehung der 4. Wagen klasse zur Steuer, wodurch der Abwanderung in die niederen Klassen gesteuert werden soll. Tic traditionelle deutsch-russische Freund-- schäft. Ter Besuch des russischen Ministers des Acußern Iswolski bei dem deutschen Staatssekretär v. Schön in Berchtesgaden entsprang dem natürlichen Wunsche, langjährige persönliche politische Freundschastsbeziehungen zu pflegen. Ein Gedankenaustausch über politische Tinge hat ergeben, daß zwischen Deutschland und Rußland kelnerlei weder direkt noch indirekt sie berührende Fragen vorliegen, die geeignet wären, die von beeiden Seiten gewünschte Fortführung der traditionellen 'freundschaftlichen Beziehungen zwischen Teutschland und Rußland zu erschweren oder zu vereiteln. Linienschiff „Rheinland". Auf der Werft des Stettiner Vull'anS ist am Samstag das Linienschiff „Ersatz- Württemberg" vom Stapel gelaufen. Tie Taufe vollzog die Fürstin zu Wied. Tas Schiff bekam den Namen Rheinland. Die Tausrede hielt der Oberpräsident der Rheinprovinz, Frhr. v. Schorlemer-Licscr. Die Freilassung Eulenburgs ist aufge-, hoben! Ter Zweite Strafsenat des Stammet» aerichtshobbenBeschlußbctreffenddieFrci- lassung des Fürsten Eulenburg auf und knüpfte die Freilassung an eine Sicherheitsleistung von 100000 Mark. Nach Meldungen schweizerischer Buttler soll Fürst Eulenburg noch im kommenden Monat nach Rohrschach übcrzusiedeln beaosichtigen. Es sei bereits eine Villa mit 14 Zimmern für ihn von einem Züricher Agenten auf unbestimmte Zeit gemietet worden. Ter Berliner Magistrat hat für die Speisung bedürftiger Schulkinder im nächsten Winter 70000 Mark bewilligt. Ausland. Wahlrechtsdemonstrationen in Le st erreich. Sonntag nachmittag fanden vor dem Landtage und vor b;m kranken Hausgebäude in Lemberg Demonstrationen der sozial- demokratlschen Partei zugunsten des allgemeinen Land- tagsmahlrechteS statt. Tie Menge wurde von der Polizei auseinandergetrieben, wobei einige Personen verletzt würben. Spater wiederholten sich die Temonitmtionen vor der Statthaltern und auf dem Marienplatz. Hier wurde ein Polizeibeamter durch einen Steinwurf am Kvpfe verletzt. Tas spanische Königspaar traf am Samstag abend in Paris ein. Zwischen dem Könige und dem Präsidenten Falliöres fanden BespreHingen über die Marokkopolitik statt, ebenso zwischen dem spanischen Minister des Aeußern und Pichern. Gestern reiste das Königspaar von Paris nach München ab. TieverwitweteKönigin von Portugal will, wie verlautet, ihren Wohnsitz in England nehmen. Der Grund ist in den unaufhörlichen Anariffen der Republikaner gegen sie zu suchen. Ter Nachlaß des Königs Alexander von Serbien ist noch immer nickt vollständig geregelt. Ein Rechtsanwalt veröffentlicht in einer Belgrader Zeitung eine Annonce, in der er einen Teil der Güter des unglücklichen Monarchen zum Stauf anbietcl. Es handelt sich um Häuser, Hausplätze und anoerc Grundstücke. In wessen Auftrag der Rechtsanwalt handelt, ist nicht gesagt. Verkauft wird nur gegen bar. Im Londoner Hydepark fand am Samstag nachmittag eine Monstredem^onftration gegen die Schankgcfetz- vorlagc statt. Tie Beteiligung war eine ungeheure. Tee Demonstration verlief in vorzüglicher Ordnung. Studenten streik in Rußland. Ter UnterrichtSmini» inltniS der Bevölkerungszahl zu der ercinsmitgliedcr ivesentlich, wie in auf je 10 000 der Bevölkerum schied liegt in der in den Innungen uiw Vereinen iorporierten Handwerker in Norddeutschland (97,8:11,3) und in Süddeutschland (29,9:65,2) »er Bevölkerung. Tie Erklärung für diesen Untere der stärkeren Verbreitung der Vereine im Süden cbicte gcgcnubcrgeltcnt. Hier- übersichtliches Bild über die verschiedenen Ergebnisse bei den Innungen unb Gewerbevereinen 23,7 Vereinsmitglieder. In den einzelnen Staaten und Gebietsteilen ändert sich dies Derhä Iahl bur Jnnungs- und B regierungen und dem Reichsaimc des Innern bei den Gewerbevereinen veranstalteten Erhebungen nebeneinander dargestellt sind, um so in neuer Form eine Vergleichung der in den einzelnen Bundesstaaten des deutschen Reiches verschiedenartig gelagerten Vehältnrisse der Handwerkerorganisationen, ihrer Einrichtungcii und der dafür gemachten Aufwendungen zu ermöglichen. Tabei würden die Ergebnisse aus der Reichsstatistik für die einzelnen Handwerks- und Gewerbekammerbezirke nach den einzelnen Staaten und Gebietsteilen zusammengefaßr und ihnen jeweils die Ergebnisse der Erhebung bei den freien gewerblichen Bereinigungen in dem betreffenden Gebiete acgeuübergestellt. Hierdurch wurde nicht nur allein ein übersichtliches Bild über die einer dem Texte cingesügten llebersicht in äußerst markanter Weise nachgewicsen ist. Wenn ntait 9lorb» und Süddeutschland gegen» überstellt, so ergeben sich durchschnittlich auf je 10 000 Einwohner im 91orben 97,8 Jnnungs- und 11,3 Vcrcinsmitglieder, im Süden 29,9 Jnnungs- und 66,2 Vereinsmitglieder. Es ergibt sich hiernach eine bedeutende Verschiedenheit zwischen den Verhältniszahlen des Reicks. Tenn weit und grundsätzlich gehen in den verschiedenen Gebieten des Deutschen Reiches die Anschauungen darüber auseinander, wer zweckmäßiger unb erfolgreicher die Interessen bes Handwerks wahrzunehmen vermag, ob die Innungen oder die Ge- iverbevcreinc. Im Süden Deutschlands toerten vornehmlich die Äewerbevcreine bevorzugt, während man im Norden hauptsächlich in den Innungen das geeignetste Mittel zur F-örderung und Stärkung des Handwerks erblickt. Diese Anschauungen gründen sich auf die Folgen der Einführung der Gewerbefreiheit, sowie auf die Verschiedenheit der historisck-en Entwickelung des Handwerkerlichen VereinswesenS, die bedingt war nicht nur durch die Verschiedenheit der örtlichen Verhältnisse, der wirtsä-aftlichen Gestattung unb nicht zum mindesten wohl auch der politischen Auffaisung. Werden die Mitglicker der Innungen und die Handwerker der Vereine im ganzen in Betracht gezogen, so kommen durch- chnittlich in Norddeutschland 101.6, in Süddeutschland 76.4 und :m deutschen Reiche 95.8 auf je 10 000 Einwolmer. Tas Ergebnis der Erhebungen gibt denen Recht, die die Anlicht vertreten, daß bad deutsche Handwerk in seiner übergroßen Mehrheit von der Zwangsorganisation nichts wissen will. Tenn von ben 12 726 gewerblichen Vereinigungen sind nur 3164 (24.9 Prozent- Zwangsinnungen, dagegen 8147 (64 Pro-.) freien Innungen und 1415 (11.1 Proz.) Gewerbcvereinen usw. angefdjloficn. Tie Darstellungen in der Denkschrift erstrecken sich weiterhin auf die Hilfspersonen (Gesellen, Gehilfen und Lehrlinge) bet den InnungS- und Vereins-Handwcrkermitguedern, das Lehrlings nefen, das Schulwesen, die Einnahmen unb Ausgaben und das vermögen, die besonderen Veranstaltungen, sowie auf die Fonds nnb Stiftungen unb die gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebe d« Innungen und Gcwcrbevcreine usw., die in vieler Hinficht äußerst interessante '.'Nachweise bieten, auf die wir hier aber nicht im kinzelnen eingehen können. „ .. DaS Ergebnis der von dem Verbandsiekretar, Grotzh. UtcDiior ?l. M a hr bearbeiteten Denkschrift ist geradezu überraschend. Durch Einbeziehung der 1415 freien gewerblichen Vereinigungen in die Keick)sstatistik über die Erhebungen bei den Innungen erhöht lick) die Zahl der Korporationen Wohl nur um 12,2 °/o, dagegen die Mitgliederzahl schon unt 28,9’ j. Tie Zahlen der Gesellen und Lehrlinge steigen nm 13,2 und 17,5°o unb die Zahl der Lehrlinge, die eine Fach- ober Fortbildungsschule besuchen, um 21,3no. Eie Zahl der Lehrlinge, die sich der Gesellenprüfung unterzogen itiben, erhöht sich um 19,1 °,o. Wenn man aber die xatigteit )cr freien gewerblichen Vereinigungen in Betracht zieht, |o andern iidj die bezüglichen Angaben in der Reichsltatiltik in einer geradezu ibcrrafdxnbcn Weise. So erhöhen sich die Zahlen der schulen um 14,7°,o, der Schüler um 97,6°.o und der Lehrer um r5°.°. -tui'd) bic Einbeziehung der von den Vereinen auS eigenen Mitteln lür eigene Schulen geleisteten Unterstützungen von insgesamt 641 9 7 2 Mk. erhöhen sich 'enc Ermittelungen der Reichsbehörde um 6 2 4 c« und durch die Berücksichtigung der von den einzelnen Staaten, Kreisen, Gemeinden und sonstigen Körperschaften rur )ie Vercinsschulen geleisteten Beilrüge von zusammen 501 629 Mk. teigen die Zahlen der Reichsstatistik um 2 0 1 ,°.o. Es gebt meraus )ctoor, daß die Tätigkeit der Geweröcvereine haupefächnch aui >cm Gebiete Der AusöilOung der gewerblichen Jugend liegt. In ben süddeutschen Bundcsstualen, besondere in Hessen und auch ltt Nassau, sind sie sogar fast ausschließlich die Seiger des gern den einzelnen Staaten und Gebietsteilen gegeben, sondern cs wurde auch eine zweckmäßige Vergleichung nnb Gegenüberstellung der beiden Organisationen nach ihrer Stärke und Gedeutung für die Handwerks- und Gewerbesörderung ermöglicht. Ten Tabellen ist ein ausführlicher Text mit vielen lieber|id)ten und zahlenmäßigen Gegenüberstellungen der bezüglichen Verhältnisse in Worb* unb Süddeutschland beigegeben. Die Ergebnisse der Eihebungen bei ben Gewerbe- und Hand- werkervercinen wurden in neuerer Zeit durch bic Einbeziehung der Gewerbevercine des Königreichs-Sachsen erweitert und hierdurch ist das Bild der Tätigkeit der dem Verbände deutscher Gewerbevereine augeschlossenen Landesverbände im Dienste der allgemeinen Getverbesördcrung in erfreulichster Weise vervollständigt urorbcii. Das Ergebnis der Tenkschrist wird wohl manchem die Augen öffnen über die Bedeutung bet bentschen Gcwerbevereine und zugleich den Beweis liefern, baß bic reichsgesetzlich zur Organisation des Hanbwerks berufenen Stellen an ihnen treue und ‘hrrtc Mitarbeiter finden können zur Förderung der beiden gemein- iamen Ausgaben für das Wohl des bcutfchcn Gewerbcstandes. Nach der Zusammenstellung des Verbandes deutscher Gewerbe- Vereine sind in die Erhebungen insgesamt 11311 Innungen mit 488 700 Mitgliedern und 1415 Gewerbevereine usw. mit 141374 Mitgliedern einbejogen worden. Unter letzteren befanden sich 98 337 Handwerker, von welchen 17 237 zugleich einer Innung nngchörcn. Bon der Erhebung im ganzen wurden hiernach er saßt, 12 726 Innungen unb Gewerbevercine mit insgesamt 630 074 Mitgliedern überhaupt und 569 800 Handwerker-Mitgliedern. Bei einer Rcick-Sbevölkerung von 59 475 000 um die Mitte des Jahres 1904 kamen hiernach auf je 10 000 Einwohner 82,2 Jnnungs- und Erhebung über die Wirkungen der ljandwerkergesetzer. (Reichsgesetz uoni 56. Juli 1897). Zur Ergänzung der anfangs März dieses Jahres von der Rcichsregicriing veröffentlichten Zlatim! über oie Wirkungen dcs Handwerkirgesetzes, die aber nur ein unvollständiges Bild über die Durchführung dieses Gesetzes abgeben kann, weil in ihr bic deutschen Geioerbe- und Hanowerkervereine usw. nicht berücksichtigt sind, veröffentlicht der Vorstand des Verband.s dcurscher Gewerbevercine zu Tarmstadt soeben eine Zusammenstellung der Uigebnm'c ber Erhebungen bei den Innungen, Gewerbe- und Hand- werletticreinen usw., die allgemeine Aufmerksamkeit finden bürste. Tie Grundlage dieser Tenkschrist, die sich an die amtliche Statistik anlehnt, bilden sieben große Tabellen, in denen die Ergebnisse der Erhebungen der Reichslnhörde bei ben Innungen und die im Jahre 1906 von dem, Verbanoe deutscher Gcwerbevereine veröifent- lichtcn Ergebnisse der im Einverständnis mit den Bundis- Zchlcchlc Pcrdau-n Üppclitioiigkcil und fc- lerjchivinden bald naa jung von Karns pe^sin-Wei! Central-Drogerie,:... ^sebBirüciüüÄä^ Sorten, einige -MabM. SelterjWL Klavier Stimmen Beparieren Polieren M. Rndolpi Saal- Bit neuer Theaterh ESIS*- Giessen »*w*t5* r Vors* Eröffn.-vu' gjlittW0“’' Allein Fritz Schulz Jun. k.-G., L* 1 lch6r« Aifbg. , ■Saf=») tote, | hre* Fragen. essen all - .■ ^rptciubct Idos itretih ■« Repertoire. teJK**** ■obttten der Jetztzrit, ™ und Hundcu. Leute der Welt. N.Mu-Huuwrift ten-Äoniirc-Proanai. ■steine 3otcn! ^ung uub Alt! u ^wdörenb und »ach de! Si?tL 2Rflric ätcTamcn-Lrchesikkt' tH-xt Bitt 12 P,. bleichst ein niaun, ums inQiei;cmi.}}Tanlrr |kr Trebern > hat neuerdings alle Ttivilegien der Universitäten, die während der Revolution cinqefübrt worbcii, roieocr aufgehoben Er hat u. a den Trcaucn die Beendigung ihrer 2lubi:n an den Universitäten verboten, die Autonomie dec Unweri'rtäten, und verschreoene den Studenten eingeräumtcn JrcihUlen beseitigt. Tie Folge hiervon ist eine große Erregung in bm akademischen Ureisen. In einer am Sonntag abgchgltenen B^rsammlung von Studenten .in Petersburg ivinve mit 2300 gegen 72 stimm i Lei 86 Stimmenthaltungen beschlossen, den allgemeinen l.iv.and der studierenden zu erklären, falls weitere Repressiv.».a^rcgeln der Regierung gegen die Studenten erfolgen sollten Ein Bomben-und Wasfenlager in T , i l i s. In TifliS wurde neben einem Hauke ein großes nuteni ches X .-ntbcn- und Waffenlager entdeckt. Tie Zahl der gefundenen icrtigen Bomben betragt etwa hundert. Tas- Bcrst.ck 0 ic schwierige Lage HafidS zu berücksichtigen und die Au-, führung der Forderungen in diesen nicht zu überstürzen. Ter bulgarisch-türkische Konflikt soll neuerdings Aussicht haben, friedlich beigelegt zu werden. Bulgarien soll keineSweg-Z die Absicht haben, seine llnabhängigkeit zu erklären. Ter Londoner bulgarische Gesandte, der von solchen Plänen ge- sprchen hatte, wird jetzt vn seiner Regierung deooSavouiert. 2lus Stadt und (and. Gießen, 28. Sept. 1908. Tic Ueberreichung der Meisterbriefe. Reachdem die praktischen und theoretischen Meisterprüfungen in der Provinz Oberhessci» beendet noaren, fand gestern vormittag in dem einen feierlichen Eindruck machenden Festsale des Gcivcrbcljauscs die feierliche Ueberreichung der Meisterbriefe an die Iung- meister statt. MS Vertreter Dec Regierung waren Kreis omtmann Pfeiffer und Regierungsrat Tr. Welker, für den Ortsgelverbeverein Kommerzienrat .Heyligcnstacdt und für die Handwerkskammer Herr Petri II. erschienen. Oberbürgermeister Mecum und Rcgierungsrat ^toarf, die beide verhindert ivaren, ließen die besten Wünsche übermitteln. 9tach Begrüßung der Amvesendcn durch den Vorsitzenden der Mcisterprüfungskommission, Baumeister Traber, der mit ernsten Worten auf die Bedeutung der Prüfung, wie auf den Wert und die nötigen weiteren Erfordcrniffe für die Prüfung hinlvies, wurden die Kandidaten zu Meistern in ihren Handlverken gesprochen. Ter Regierungsvertreter, Kreisamtmann Pfeiffer, überbrachte im Namen des Ministerialrats Dr. Usingcr die besten Wünsche. Er machte in längerer Ansprache auf den Wert und die Wichtigieit des kleinen Befähigungsnachweises aufmerksam und versicherte, daß die Staatsregierung dem Handwerk gern und stets die Hand reichen würde zur Hebung des Standes auch in materieller Hinsicht. Kommerzienrat H c y l i g e n st a c d t betonte in seiner Ansprache, daß die Iungmeifter nicht aufhören sollten, immer weiter ztt lernen, mit dem heutigen Abschluß der Prüfung sei noch nicht alles geschehen, die Anforderungen des Lebens müßten ganze Männer finden. Stadtv. Petri beglückwünschte die neuen Meister namens der Handwerlskammer - als deren Vorstandsmitglied —, und ermahnte in herzlichen Worten, die den kollegialischcn Tvn nicht vermissen ließen, sie zum Zusammenschluß und Anschluß aii die Ortsgewervevereine und Fachvcreine, in denen jede Weiterbildung ihnen geboten sei. dtunmehr wui> den die Meisterbriefe unter Handschlag der Altmeister Kürschnermeistcr A. Kr e tz f ch m a r und Tachdeckcrmeister Ruckstuhl überreicht, worauf Iungmcister E. Berg in herzlichen Worten den Dank an die PrüfungSkommif,ion abstattcte. Mittags vereinigten sich die Iungmcister und ein Teil der Prüsungsmeister zu einem einfachen Mittagsmahl, bei dem ernste und launige Ansprachen nicht fehlten, und die Teilnehmer daS Arrangement des Ganzen nur loben konnten. Folgende Iungmeifter bestanden die Meisterprüfung: Installateur Dionys Gemünd in Butzbach, Spengler Karl Köhler in Lauterbach, Elektromechaniker Karl Lüdke in Friedberg, Dachdecker Heinrich Meucr in. in Ortenberg, Dachdecker Nikolaus Götz in Ortcnberg, Dachdecker Wilhelm Orth in Nidda, Glaser Fritz Ring s hausen in Nidda, Glaser Ludwig Ewald in Nidda, Sattler Berthold Kühne in Gießen, Schuhmacher Karl Berg in Gießen, Schuhmacher Karl Frei Höfer in Alsfeld, Buchbinder Hugo Sann in Gießen, Maler Ehristoph Rühl tu Laubach, Kürschner Heinrich Schultheis in Gießen, Schmied Heinrich Ludw. Hock in Obcr-Roßbach, Schmied Heinrich Henkel in Freiensteinau, Schlosser Sallv Naumann in Nidda, Scnreiner Philipp M i ck e l in Treis a. d. Ld , Schreiner Heinrich H o r n in Gießen, Wagner Otto Emrich in Eichelsdvrf, Metzger Wilhelm Jung in Gießen, Metzger Heinrich Schwarz in Gießen, Metzger Heinrich Dörner ui Üauterbacü, Metzger Iolwnnes Höchst m Londorf, Metzger Karl Philipp Trescr in Büdingen, Bäcker Johann Deuker in Gießen, Backer Wilhelm Bäcker in ivießcn, Bäcker Karl Son»- in er in Gießen, Bäcker Otto Haak m Gießen, Maurer Hein räch Stcnglcr in Lich, Maurer Philipp Eise in Lid), Maurer Ions. Backer in Holthausen a. d »., Maurer Theodor Ba ch in Wallcrnhaufcn, Maurer Heinrich Michel in Ober-Ofleiden, Maurer Heinrich Kraft i^ c^wntcrs- krrchen, Maurer Wilhelm S t e u e r n a g e l in Bad-Nau- heim, Minimerer Friedrich P i ;t in Steinbach, Zimmerer .ldolf B o r r m a n n in Utphe. • - Nationalliberaler Parteitag für Ober- h essen. Am Sonntag, 11. Oktober l. IS. stndct in Grün- berg etn nationallideralcr Parteitag für Ober- Hessen statt. •• Titcloerlelhu >ig. S. ST. H. der Großherzog haben dein Lehrer an der Professor Philipp Schnudtfchcn Akademie für Tonkunst zu Tarmstadt Martin K lass er t den Charakter als Musikdirektor erteilt. "Verwaltungsdienst. S. ST. Ö. der Groß- Herz og haben den Vorstand des Polizeiamts Tarmstadt RegienmgSrat Tr. Herrn. Kratz zum KreiSrat des Kreises Dieburg ernannt. — Ernannt wurden die ©efangemuätier an der Zellenstrafanstalt Butzbach Andreas Schmidt und Gg. Emrich zu Defangenauffehern an dieser Anstalt. " Hof und Geschäftsleute. Auf Beranlassung der Großherzogin soll Mitte November im Residenz schloß zum Besten armer Lungenkranker und tuberkulöser Perioneii ein Berkau ssbazar ftatts inden und da s Hos- marschallamt hatte aus diesem Anlaß ersucht, die Waren -um Selbstkostenpreis zu liefert und dabei bemerkt: , Waren jeder Art werben beim Schloßinspektor angenommen." Selbstverständlich werden Spenden für den guten Zweck mit bestem Tank entgegengenommen." Ter Tarmsiadter Tetaillistenvcrein hatte sich gegen dieses Ersuchen nut einer Eingabe an die Großherzogin gewandt und daraufhin ist umgehend folgende Erklärung erfolgt: Auf ein gestern abend in Wolfsgarten eingetroffenes Gefuch des hiesigen Vereins der Tetaillii'ten an I. K. H. die Großherzogin, in welchem gebeten wird, von Heranziehung zu dem Brrkausstag am 14. November durch Abgabe von Waren zum Selvstkosten- preis abzusehen, hat I. K. H. diese Bitte sofort genehmigt. Auf allerhöchsten Befehl wird dies den Lieferanten hiermit zur Kenntnis gebracht, gez. Frhr. v. Leon- hardi. Frhr. v. Ungern-Sternverg. — Tic hiesige Kauf- mannfd art, die zum großen Teil im Detaillistenverein vertreten ist, bcab ichtigt in Zukunft auch gegen alle ähnlichen Veranstaltung-», die in den letzten Jahren einen die Geschäftswelt ja';.er schädigenden Umfang angenommen haben, energisch Freut zu machen. Zunächst wird der Verein sich gegen die Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Schulvereins wenden, der alljährlich durch seine bazarähnlichen Veranstaltungen die Kaufmannschaft zu bedeutenden Opfern heranzieht. " Die studentischen Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte veranstalten kommenden Mittwoch, 30. d. Mts., und Miltivoch, 14. Oktober, im Rechnen (Ober- und Untetfhife) abends von 8XIX bis 10 Uhr in dein UniversitatSgebaude je einen Ferienkurs. Die Manöver dcS 16. Armeekorps sollen im nächsten Jahr in Oberheffen stattfinden und zwar im nördlichen Teile der Provinz in den Streifen Lauterbach, AlSseld und Schotten bis nach Gießen zu. " Gustav Adolf-Verein. Am 20. September wurde zu Steinbach das IahreSfest des ZiveigoeremS gefeiert. Die Kirche und Umgebung waren aufs freundlichste geschmückt. Tcii HanptgotteSdienst versah Psarrcr Barth- Großen-Bnscck mit zündender Predigt. In dein anschließenden, voin Schristsührer verlesenen Jahresbericht konnte u. a. scstgestellt werden, daß im Berichtsjahr der hessische Haupt- ucrcin die größte bisherige Summe aufgebracht hat. Die Rachversainniliing, die ebenfalls in der Kirche statisand, gab den Pfarrern Hcp ding-Hausen unb Schnialtz - Beuern Gelegenheit, die Tätigkeit des Vereins auf einzelnen Gebieten in eingehender Weife der Feftgeineinde vor Augen zu führen. Die Festkollekte ergab 45,50 Mk. "Freidenker-Vereinigung. Am vergangenen Freitag sand im Hotel Einhorn die General-Versammlung statt. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß im verflossenen Geschäftsjahr neun öffentliche Vortrage veranstaltet wurden. In diesen sprachen die Herren Prediger Klaukc Frankfurt a. M., K. Neurath-Mainz, C. W. Meyer-Altona, Pros. Dr. Kinkel-Gießen (dreimal), Frau Heur. Fürth-Frankfurt, Dr. G. Falter-Gießen, Dr. B. Wille-Friedrichshagen. Auch für den kommenden Winter sind wieder eine Reihe öffcntlitfycr Borträge in Aussicht genommen, deren erster am Samstag, 10. Oktober, ftatt- sinden wird. Herr Dr. Julius Cahn aus Frankfurt a..M., ein Vorstandsmitglied des dcutsd-en Freidcllkerbnndes, wird sprechen über das Thema: „Das Freidenkertum, seine Ziele und seine Gegner"'. ♦* S t a d t t h c a t c r. Auf zahlreiche Anfragen sei mitgeteilt, daß die E r ö f f n u n g s v o r st e l l u n g am Freitag im Abounemeut stattfindet. — Die Proben zu Schillers „Jungfrau von Orleans" sind seit Samstag im Gange und beschäftigen das gesamte Personal. Direktor Ste'uigoetter hat für eine gediegene Ausstattung Sorge getragen. Außer den Arbeiten, die von den Werkstätten dcS Stadtthcatcrs geliefert werden, sind neue Rüstungen, Waffen und Kostüme von den bekannten Berliner Firmen Berd) und Flothow sowie Eberhardt unb Siegmann geliefert worden. Für den 4. Akt, der den Krönungszug und die große Volksszene vor der Kathedrale in Rheims dar- stellt, wurde eine eigene Dekoration von der Firma Gruber u. Co. in Hamburg angefertigt. In diesem Atelier ist auch ein Teil der übrigen, so wirksamen Dekorationen unseres StadttheaterS hergeftellt worden. Durch zahlreiche offene Verwandlungen hofft die Regie, daS Stück gegen IO9/« Uhr zu Ende führen zu können. ** Die „Fünfziger" unternahmen gestern nachmittag eine Wagenfahn nach dem Dunsberg. Bei Wein und Lied, fow-ie dem nötigen Imbiß waren die Altersgenossen recht vergnügt, zumal ihnen bad Wetter günstig war und einen Aufenthalt im Freien gestattete Eine niii- ncnommcnc Musiktapctle sorgte jur bcii musikalischen Teil. Leider sand die schöne Feier aus der Heimfahrt burdj ein Mißgeschick einen betrübenden Ausgang. Tie Pferde des ersten Wagens scheuten beim Herannahen der Biebertal- bahn — in der Nähe des SchlackthoseS — wodurch der Wagenführer die Pferde nicht mehr in der Gewalt hatte und das Gefährt auf das Bahngleisc geriet. Bon diesem wurde es durch den heransahreuden Eifendahnzug den Abhang hinunter gedruckt. Einer der Insassen des Wagens erlitt einen Armbruch, die andern kamen inü dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen davon. Während das eine Pferd sich auch nur Haiitverlctzungen zuzog, erlitt das andere io schwere Verletzungen, daß es alsbald abgeschlachtet werden mußte. Der W^igen wurde sehr stark beschädigt. -f- Klein-Linden, 26. Sept. Trotz der reichen Obsternte würben bei ber gestrigen O b stv er st e ig er u n g der Gemeinbe gute Preise erzielt, so daß die Geineinbe etwa 9U0 2DIL eingenommen hat. Tie Preise sind burchschnilttich zwischen 5 unb 9 Mk. für den Zentner am Baum. Dagegen waren die Preise bei einer Privatoerftelgerung bedeutend Niedilger. Liniere Obstanlagen wurden vor etwa 20 Jahren vom früheren Bürgermeister Germer auf alten Kaltstelnbrüchen I angelegt. Trotz ihrer Jugend sind die Lbftpstanziingen de. rcitS für die Semeinde eine gute Einnahmeauelle geworben, bie sich mit den Jahren >,och mehr steigern wirb. A Lollar, 26. Sept. Heute nachwütag 5 Uhr fand durch Kreisfeuerwehrinspektor LooS von Gießen eine Besichtigung unserer sreiw. Feii erwehr nebst der bau erschienenen HilfSmanüschasten fPstichtseuenvehr) statt. Roch einer kurzen Begrüßung auf der sog. Festwiese, woselbst die Wehr mit sämtlichen Geräten Alifstellung genommen hau, wurde zu einem markierten Brandangrlff übergegangen. Qc. gleich ertönten die Alarmsignale. Ter Blitz hotte nfimi.* nach der angenommenen Brandidee in die Slirche eingeschlagen und daS Feuer ,var auf die benachbarte Hofreite übet- gesprungen. Tie Ausgabe der Feuenvehr war nun, d<; FeuerS s o rasch als möglich Herr zu werden unb seine Aur. dehnung zu verhindern. Rach Eintreffen auf der BrandüLtte wurde denn auch sofort eine sieberhofte Tätigkeit entwickel indem man dem Element von zwei Seiten zu Le.tr rückte. In ganz kurzer Zeck war alles so in Btwegu^, u; im Falle eines wirklichen BrandcS jede wertere Gefahr au;, geschlossen gewesen wäre. Auch der RettungSsack wurde m Tätigkeit gesetzt unb eine Anzahl Personen auS ben oder Stockwerken hernickerbesörbert. Nachdem daS Ganze |t: vollsten Zufriedenheit ausgefallen war, wurde zum Rückjuz geblasen. Tie gestrige Uebung hat (zur Beryhiaung Unserer Einwohnerschaft) gezeigt, baß, wenn im Falle eines Brande; die Feuerwehr nut ollen ihr zu Gebote stehenden Mitteln c:. decket, an ein größeres Unglück gar nicht zu denken ist. □ Ruttershausen, 27. Eept. Ein Huhn, bol twr im Gewicht von 115 gr legt, besitzt der Landwirt Ludv - RöhrSheim von hier. — Glücklicher Hühnerbesitzer! x— ©rüHingen, 26. Eept. Äm 2. Okiober 184? übernahm der 28jähr;ge Ehr. Leidig II. das R e chner- a m t der Gemeinde ©rünmgen. Später übertrug man ibe auch das ber hiesigen Slirche. Ta ber geistig fusche en) körperlich rüstige nun säst 69jährige Greis als Kirchenrechra: immer noch aktiv tätig ist, jo feiert er am 2. Oktober L F. daS äußerst seltene 60jährige Dienst-Jubiläuo-. Möge er, so lange seine Slrast hinreicht, in seinem Amte oer- bleiben, weil nur geistige Beschäftigung unb DeraniivoNungt- gefühl ihn befriedigen unb frisch z»i erhalten vermögen. (:) Stcinbad), 26. Sept. Die Jagdergebnisse sind im laufenden Jahre recht unersreulidi. Hühner und Hasen sind sehr schwach vertreten. 2 - tofrelemte hörte man sonst abends in bei T überall ben Lockruf' einzelner Rebhühner, bie ihre „xttie suchten, einen Laut, ben man heuer gar Auch die an den Wiesen herziehenben Die gewöhnlich viel unter Hasensraß zu leiben haben, fiib fast unversehrt: d-t bciie < Da bleibt für bie Jäger ivcnig zu tun, unb man steht nc daher aud) nur selten dem [roh werk obliegen. Es gilt, die schnarchen Wildbestände möglichst zu schonen. X Lich, 27. Eept. Bei dem Verladen von Ruben an dem Licher Bahnhof, Strecke Gießen, ereignete sich em schwerer Unglücksfall. Der Arbeiter Fritz Böhm na-, auf dem hinteren Teil eines mit Rüben gefüllten 'Sagem, dessen Deichsel nach dem Bahngeleis zugewendet war. Tn dort gerade rangierende ©üterzug erfaßte die Deichsel, so bc; durch ben Anprall ber schwere Wagen inS Rollen (am, bet daraus flehende Mann herunter unter den Wagen kiel und überfahren wurde. Ter Verletzte erlitt hierbei einen Bnn- brach; er wurde inS SlrankenhauS gebracht. Wen bie Echvi: trifft, ist noch nicht feftgeftetlt. = Lonborf, 27. Eept. Beim Abturnen bei Turnvereins am 27. September erhielten solgenbeTurner Preise: Erste Riege: Georg Straft 1., Start Appel 2, Heinr. Jäger 3. unb Älbolf Tinael 4. Preis. — Zweite Riege: Wckh. Stlapp 1., Jak. Megmer 2., Phil. Wagner 3. Heinr. Schnecker 3., Aonr. Schneckec 4., Theod. Thcil l». unb Heinr. Becker 6. Preis. -s- Lang-GönS, 26. Eept. Am 1. Oktober feiert unser Straßenwärter P h. Schrnib t dahier sein 2 51äbr. Diensljubilüu in. Schmidt ist hier sehr beliebt, auch fern: Vorgesetzten schätzen ihn wegen seiner pflichttreuen Dlentlc sehr. X Bad-Rauheim, 26. Sept. Ter Erbprinz ur.b die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen trafen zum Besuch der Faniilie Vanderbilt im ,Kaisel!;s?' heute ein. 0 Friedberg, 26. Sept. Energischen Widerspruch gegen den Großh. Fiskus erhob die ley« Sitzung der Stadtverordneten. Bei Anlegung des Grüne- buchs für Bad-Nauheim verweigert nämlich der Fiskur ben Eintrag, ber ben Bewohnern unserer Stabt auch fernerhin das Redck zugesteht, am Lubwigsbrunnen uneetgtlt* lich Sauerwasfer holen zu können. Tie Stabt erhebt hier« gegen Klage unb will burch öffentliche Aufforberung i 1 wei-material für bas Recht ihrer Bewohner sammeln. — Unser städtisches Bolksda hochherziger Spender mit einer bctraciühdicn Summe bfl Anlaß gab, ist im Rohbau vollendet. Auch sind die mäck tigen Maschinen und Dampfkessel bereits aufmonUcrt. 1 Eröffnung des Bades soll am 1. Mai statifinden. I Pläne sind von Architekt Meyer-Gießen entworfen. 7 - Baukosten betragen ca. 160 000 Mark. — Kreic fcucrwets' Inspektor HieroniinuS hat wegen hohen Alters fr-3 Amt niedergelegt, sein Nachfolger wurde Karl Mutter. - Ratsdiener Wagner, ein Veteran an- den Feld.u^r 1866 und 1870/71, ist im Alter von 65 Jahren gestorben A Hartmanns ha in, 27. Eept. Gegenwärtig in unserer Gemarkung an der großen Fernjprech-Per- bindnng Berlin — Straßburg gearbeitet. Etwa >(upserdrähte werden an ben gut beseitigten Stangen an.n- bracht. Um bie schöne Straßcnallee bet Greben Ham mch« zu deschäbigen, ivucbe bie Heilung ein Elück WegS fr.u: der Straße an einem chauffierten Feldwege entlang geführt. FC. Mainz, 26. Eept. TaS bischöfliche Tow- kapitel hat gegen den Redakteur unb Verleger bn .Mainzer Volkszeitung' wegen Beleidigung unb leumbnng des geistlichen RatS Engelhardt in Bingen Sirs'« an trag bei ber Staatsanwaltschaft gestellt. Tie .Volks- zeitung' hatte ein Flugblatt, daS von New-Park aus 'r Bingen verbreitet wurde, adgednickt, m bem gegta öen & lichen schwere Vorivürfe erhoben ivurben, die sich auf ein u» Jahre 1693 velfaßtcs Leftament beziehen. x Atzbach, 27. Eept. Unter großer Beteiligung heute Liachmcktag ber hiesige Tumoercln fein Adtumea ad. Landwirt L» Lahn- und Lhnital betraut worden. Außer etwa 300 Stämmen (beflügel aller Art sind Seim M turnen »er erhielten folgendh g Kraft 1., Karl A^- igel 4. Preis. - Zci icßmer 2., W-W’ iccker 4., Thcod. 2:.- Gerichtssaal. Kassel, 27. Sept. TaS Kriegsgericht der 22. Division ver- urteilte den Leutnant A d a >n y vom 83. Infanterie-Regiment wegen Vergehens gegen § 17 5, begangen an Untergebenen, zu drei Monaten GriängmS und Verlust des OlstzierSpatenls. ritte, eröffnet. Nach ihm sprach Geh. Ncg.-Nat Landrat von Negelein-Marburg. Tie kurhessische Landwirtsä-astSkammcr war durch Herrn Tr. Strecker vertreten. ES wurde mitgeteilt, daß der Verband jefct 17 Vereine mit 1200 Geflügel Züchtern zählt. Die nächste Ausstellung soll in Schmalkalden stattfinden. Bei der Prämiierung gelangten auch Staats- und Kämme § reise, sowie viele Ehrenpreise zur Verteilung. vermischte». * Der Ehrenhandel. giuiju^u oem Grafen ZepP elin und dem Major Groß, dem Kommandeur der LuMMMerab- teilung soll, wie uns berichtet wird, nur aus Vermutungen beruhen. Major Groß soll erklärt haben, dav ihm nichtdas geringste von einer Berstunmung zwi»ci>en chm und Zeppelin de- kanut sei. — Tatsache ist also nur, bau Zeppelin m Steriut mi- wZend ist, und daß er mit verschiedenen hervorragenden Personrtch- keitcn Konferenzen gehabt hat. <>. Tie Eholerasrar istik in den lebten 24 Stunden weist eine Zunahme von 208 Erkrankten und uon_ a£Jr r- . .vrankenbestand ist nickst angegeaen. seit ^gume ter ( .aiie sind 4945 Personen erkrankt, 18<4 gestorben uüd etwa 1_ J gesundet. — In Berlin sind die russische Sstratsratrn < ..golowsli dem Typbus und der Knabe Vans Mund den P o den erlegen. — Auf Manila breitet nch.dw C Hiera immer mehr aus. Ter Besuch des amcrikanischen Meuzer- geschwaters ist deshalb vertagt worden. . , . * Ein unglaublicher Leichtsinn. Drciundacht,ig Soldaten eines rugischen Eisenbahn-Bataillons rouxten am tag mit ter transkaukasischen Eisenbahn von r5 i r u s a nach Aschabad gesandt. An einem Gefälle der Bahn wurde ter «Pagen, um eine größere Sckmcltigkeit zu erzielen, ab ge koppelt. -oei dem Versuche, an einer Kurve die Geschwindigkeit zu vertang- samen, versagte die Bremse und der Wagen sprang au5 dem uo leise. 19 Soldaten erlitten tätliche Verübungen. * Das 22öjährigeJubiläum deutsche r E t n - toanderer in Amerika. Philadelphia rüstet sich zu Geflügel aller Art sind zugleich auch Ziegen und Kaninchen, sowie Geflügelhöse und sonstige damit in Zusammenhang stehende Erzeugnisse ausgestellt. Kurz und gut, die ganze Veranstaltung lasst nichts zu wünschen übrig. Gestern mittag wurde die Aus ststlung durch den Verbands-Vorsißenden, Herrn Landgrebe-Alten Reichsgcrichtsbricf. Nachdruck verboten. 7. 8. L e i p z i g, September. Die Sachverständigens rage in der Tierhalter- Has t u n g. Nicht selten ist bei Schadensersatstlagen aus Grund der Tier- halterhaslung die Hörung von Cachverständigeu geboten. Jede Partei hat hier daS Recht, Sachverständige in Vorschlag zu bringen oder Sachverständigen-Gutachten nach Belieben vorzulegen. Immer ist es jedoch Sache des Tatrichters, über diese Gutachten zu ver° lügen. Es sicht ihm hei, eins oder mehrere dieser Gutachten zu würdigen, diesen ober jenen Sachverständigen zu vernehmen oder mehrere zu hören, ohne daß eine Parier etwas daran ändern kann, falls sie nicht Mittel besitzt, die Persönlichkeit des betresfenden Sachverständigen anzusechten. Ebenso kann der Tatrichter auch alle Sachverständigengutachten ablehnen und aus Grund eigener Anschauung entscheiden. Jin vorliegenden Falle war der Handelsmann I. in All- Reichenau infolge Durchgehens eines dem Handelsmamr N. in Oslroivo gehörigen Pscrdcgespannes zu Schaden gekommen. Er haste gegen N. Klage aus Rentenzahlung in Höhe von 431,25 Alt jährlich erhoben, intern er behauptete, in der Zeit vom l.Julr 1903 bis an sein Lebensende durch den erlittenen Unfall geschädigt zu sein. Tas Landgericht Ostrowo hatte die Klage abgew lesen. Im selben Sinne ciitschied auch das Oberlandcsgericht Posen auf die Berufung des Klägers. Letzterer hatte bei dem Oberlandes- gcricht den Antrag cingebracht, außer dem einen bereits vernommenen Sachverständigen Dr. E. noch weitere Sachverständige zu vernehmen, rvas ter Bcrusungsrichter jedoch ablehnte. Auf Gruiid des einen Sachverständigengutachtens erachtete der Berusungs- richter für erwiesen, das; Kläger seit dem 1. Juli 1906 nicht mehr in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Er fügt bann noch den EntfcheidungSgründen feines Urteils bei : Kläger trage, falls er noch jetzt in seiner Eriverbslätigkeit beschränkt sei, daran selbst Schuld, weil er nicht rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hätte. „ , . , , . en r > Dieses Urteil yriff Kläger durch das Rechtsmittel der Revisions- Einlegung au, jedoch ohne Erfolg. Der 6. Zimlicnai teSReichLgerichts erkaniite auf Z u r ü ck w e i f u n g der R e v i f i o n , mb em er dazu erklärt, daß der Tatrichtcr nach § 404 der Zlvstprozevordmmg er- mächliat fei, sich ach die Worte eines einzigen Sachverständigen zu beschränken. Dadurch sc, aber die Klageabwe.sung schon gerecht- fertigt, wenn auch die andere (oben wicbergegebene) Deduktion des Lerufungsrichters nicht ganz bebenkeiifrei fei. .pH Am 1. Oflobn ,dt dahier jein 25jch hier sehr beliebt, eui - :iner pflichttreuen Sept. Der Erbpmj- chsen-Meiniilg^ ' nderbilt im Energischen^ , Fiskus erhob du- Bei Anlegung de- o- dgert nämlich der n “nietet oubtvigsbrunnt« ««'M "SS« S£ Aeisjeoes 0 Mark- t •”*”?”£( $ill! lS« ** d°» 5» 5£teiaß3«i«Helm Veginn bn •• ends in der Tämi^ 'bhuhner, bic ihre x ucc ganz selten berni- ehenden 'Jiunlelrübi-- zu leiden habt:., • 's, daß die Hasen t I zu tun, und mar srohen Waidwerk -de Möglichst zu scho-- m Lerladen von M: Gießen, ereignete j: Arbeiter Fritz Äöhvr t Rüben geMttnQ. leis zugewendet wo: - erfaßte die Leichsel, 3agen in§ Rollen Ir. miet öen Wagen r. . erlitt hierbei tim;. gebracht. 2Ben öie c 5 »on Snm,. et,Ä Z '» Litz' i“ »ttbra »k r1""1' ' °°i ÖIOCl Stil,“ "Oes (o in g,' » . jede “Ä>"4 Alle htestgen Vereine waren der an ne ergangenen Einladung gefolgt. Ter noch sehr junge Turnverein ist in steter Zunahme begriffen. Ec zählt bereits 80 Mitglieder mit 30 jugendlichen Turnern. sj Marburg, 28. Sept. (Tel.) Ter Professor der Anatomie -Zum st ein .ist, 47 Jahre alt, gestorben. W Frankfurt a. M., 28. Sept. Gestern Abend gegen 10 Uhr trafen mittels SoudcrzugeS, von Weimar kommend, 280 Mitglieder der Internationalen Presfe- oereinigung hier ein. Sie würben von dem Empfangs- auSschllssc deS hiesigen Journalisten- und Cchriftstclleroereins empfangen und zu ihren Hotels geleitet. Später folgte ein zwangloses Zusammensein im Cafö Buetose. Landwirtschaft. + Büdingen, im Scpt. Für den hiesigen Obst- markt am 3. und 4. Lktober sind 128 Zentner Aepfcl und Birnen angemeldet und zwar folgende bewährte Sorten: Aepfel: Goldparmäne, Schoner von Boskoop, Goldrenette von Blenheim, Kanadarenette, Landsberger Renette, große Kasseler Renette, Ehampabnerrenette, gelber Mecklenburger, graue Herbstrenette, Boiken, gr. Schafsnasc, Bohnapfel' brauner Matapfcl; Birnen: Poiteau, Herzogin von s2üt- poulcmc, Liegelsbutterbirnen, Paswrenbirne, grüne Winter dirne. Es tverdcn Mengen von 30 bis 200 Pfund einzelner Sorten gebracht. Tic Berkaussprei c werden mit der Ausstellungsleitung geschätzt und festgesetzt und werden voraussichtlich der Marktlage entsprechend ganz niedrig. Kisten und Packmaterial zur vorfchriflsmäßigen Verpackung ist zur Stelle. Am Montag, 5. Oktober, wird sich eine Unterweisung im Verpacken anschließen. Es bietet sich eine sehr günstige Gelegenheit zum Einkauf, auch für auswärtige. Tie Tombola wird mit zahlreichen Lbstgewinnen ausgestattct sein. M u st e r von den Saatbaustellen der Landwir.schaitstammer und von dem Versuchsfeld Büdingen werden als Saatgut m a r k t und Muster von Kartoffeln, worunter besonders die bekannten Böhmschen Züchtungen, als Kartofselmarlt ausgestellt. 0 Kölbe b. Marburg, 27. Scpt. Taß die Geflügelzucht in Kurhessen gute Fortschritte gemacht hat, zeigt die gegenwärtig hier ftattfinbenbe 6. Wander-Ausstellung des Per> bau des der kurhessischen Geflügelzucht-Vereine. Mit der Einrichtung derselben war der Bäuerliche Rutzgeslügelzucht^Verein im einer glänzenden Feier feines 22ä jährigen Bestehens. Die Tage vom 2. bis 6. Oktober werden durch prunkvolle Fest- züge und eine Reihe anderer festlicher Veranstaltungen geeiert werden. Für das Deutschtum bedeutet diese Feier gleichzeitig das 225 jährige Jubiläum deutscher Einwanderung in Amerika. Tenn fast zu derselben Zeit, in der Philadelphia erstand, landeten deutsche Mennonitcn aus >er Krefelder Gegend unter der Führung von Pastorius auf amerikanischem Boden und gründeten Germantown. Tieses Ereignisses wird während der Festwoche gebührend gedacht werden. * Gin Soldat, der noch gegen Napoleon!, gekämpft hat. Gestorben ist, wie wir der „Allg. Fl. Ztg." entnehmen, im Moskauer Krönungsasyl ein Grenadier im Alter von 118 Jahren. Tiefer Mann, der Peter Pakotin hieß und bis zu seinem Tode noch die Uniform der russischen Grenadiere vom Jahre 1810 trug, war der noch einzig überlebende Zeuge aus der Zeit Napoleons I. Er stand in der Reihe der russischen Grenadiere, die gegen Napoleon I. kämpften, und hat den großen Brand von Moskau mit eigenen Augen gesehen. Er war ein Bauer aus dem Twerschen Gouvernement, der trotz seines hohen Alters von Krankheiten und Gebrechen des Körpers nicht geplagt wurde. * Ein Eiffelturm in Newvork. In Newyork _beab- sichtigt man zum Zweck meteorologischer Leobacb.ungen einen Turm zu bauen, der den Pariser Eiffelturm an Höhe beinahe um das Doppelte überragen soll. Die vorläufig in Ausächt genommene Höhe tes TurmcS soll nämlich nicht weniger als siebenhundert Pieter betragen und der Ban wird die Kleinigkeit von 250 Millionen Dollars verschlingen. Tie Pläne sind nach den Ideen des Architekten £>; Scnish ausgearbeitet, der sich in den Vereinigten Staaten als Baumeister einer besonderen Wertschätzung erfreut. Der Turnt wirb massw aus Beton, Zement und Stahl hergestellt unb werben die Mauern unten in einer Stärke von nahezu brei Metern aufgesührt, tne sich aber nach oben zu an Stärke immer verringern unb an ter Spitze nur noch 30 Zentimeter Dicke besitzen. Tas Gesamtgewicht der Mauern wirb 203 000 Tonnen betragen, während die einzelnen Plattformen ter fünf Etagen 213 500 Tonnen wiegen werten. Dieses gigantische Bauwerk, bas in gewissem Sinne an die Torecsck^n Abbildungen des Turmes von Babel erinnert, soll in sieben Jahren fertiggestellt sein. Tie V>aulizenz ist bereits erteilt Ja ter ersten Etage wird eine Restauration unb ein Theater, das tausend Personen fassen soll, errichtet werden, in der zweiten Etage ein Warenhaus, in dem allerhand Artikel, besonders aber Sportartikel, zum Verkauf gelangen, und über die Einrichtung der übrigen Etagen, mit Ausnahme der letzten, die als meteorologische Station, dienen soll, sind sich die Erbauer noch nicht einig. * Fein herausgezogen. Feldwebel (der mit Einjährigen gekneipt hat, tut, ais ob er zahlen wollte): „Ober, zahlen!" — Kellner: „Es ist bereits bezahlt!" — Feldwebel: „Ach so! Man wird immer vergeßlicher." Kleine TageSchrorttk. In Marseille erfolgte an Bord dcS Norddeutschen Lloyd bampfcTy „Preußen" eine Kesselexplosion, wodurch sechs Riatrosen verletzt wurden. Ter deutsche Generalkonsul leitete die Untersuchung. Tas Sck)lsf setzte seine Reise nach der Levante fort. Ter Herzog der Abruzzen soll in den nächsten Tagen eine Reife nach Amerika antveten, um sich dort mit Miß Elkins zu vermählen. Auf der Station Bogdany wurde der Warschauer Post- zug von 20 Bewaffneten Überfällen und mit einer Bombe beworfen. Ter Stations-Gendarm wurde erschossen, 4 Soldaten und der den Postwagen begleitende Gendar.n schwer verletzt. Ter Hausarzt des Königs Alfons, Dr. Colleja, der dem internationalen Tuberkulose-Kongreß in Washington beiwohnte, hat sich bei einem Absturz von ter Straßenbahn erhebliche Verletzungen zugezvgen. Eilt Zyklon verwüstete in ter Nacht vom Tonnerstag auf Freitag die Insel Guadaloupe in Westindien. Handel. " Jubiläum. A>n 1. Oktober feiert Herr Arthur Siebert, Mitglied deS Vorstandes der Frankilirter Niederlasfung der Mittel- b c u t f d) e n Kreditbank unb kgl. württeinb. Konsul, das Jubiläum seiner 25jährigen gefchäsilicheii Tätigkeit. Ter Jubilar, der als tüchtiger Fmanzmann gilt unb solide geschäftliche Prinzipien vcifolgt, erfreut sich auch feiner guten perjönlichen Eigenjchajten halber großer Beliebtheit und zu seinem Jubiläum werden ihm die besten Wünsche entgegengebracht. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 2k. Sept. (Orig.-Tclegr. deö „Gieß Anz.") Llmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 20.25—21.50, Kurhesstscher All. 21.25—21.50, La Plata Plf. 23.75—24.50, Kansas Pit. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 18.00—18.50 Gerste (Wetterauer) Pik. 21.50—22.00, Franken- iclbcr Alk. 21.50—22.25, Hafer 16.00—17.50, Mais Plf. 16.75—17.25. Weizenmehl Alk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 30.50 bis Mk. 31.00, 3. Qualität Mk. 29.00—30.25, Roggenmeht o Pik. 27.75—28.00,1.Qualität PIf. 26.75—27.00, Wetzenklete Alk. 10.25 bis Alk. 10.50, Roggenkleie Alk. 11.50—12.00, Mcnsteime Alk. 12.50 bis Alk. 12.75, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ic. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Telegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. 2luz.".) Amtliche Sistierungen der heutigen Piebmartt- vrcifc. Zinn Verkaufe standen: 385 Ochsen, 101 aus Oesterreich 29 Bullen, 0 ans Oesterreich, 8^6 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 348 Kälber, 353 Schafe und Hämmet, 188.« Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaftämmcr. Bezahlt wurden für 100 Psund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Alk., 2. Qualität 73—75 ' Mk-, 3. Qualität 60—65 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 74-76 Alk., 2. Qual. 66—67 Alk., 3. Qual. 54—56 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5'. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebendgewicht 55—56 Psg., 2. Qnalilär 78—86 Psg., Lebendgewicht 46-51 Psg., Schlachtgeiv. 68—70 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachlgew. 80 bis 00 Pfg., 2. Qual. 65—70 Psg. Schweine: 1. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 55,5—00 Pf., 2. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 55,0—00 pfg., 3. Qual. 62—67 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, kein Ucberftanb; bei Kleinvieh Kälber gedrückt. ______________________________________________________ wöchentl. Uedersicht der Todesfälle L ö.Stad! Sieben. 38. Woche. Vom 13. bis 19. September 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Mann Militär.) ^terblichkeitsziffer: 17,1 le/M, nach Abzug von 5 Ortsfremden: 8,88 V«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Tuberkulose der Lungen 1 (1) Tuberkulose anderer Organe 2 (1) Eitervergiftung 1 Krämpfen 1 Nierenentzündung 2 (1) Neubildungen 2 (2) Skorbut 1___ Kl) - 2 (1) - 1 — - 1 — 2(1) - - 2(2) - 1 — — Summa: 10 (5) 6 (4) 2 2 (1) Anm.: Die tn Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Mctcorologisüre Beobachtungen 1908 26.-27 9 ? Windstärke ‘O -O 5# 4 Weller 2” 9“ 9.3 9.0 der Station ließen. w sw = 4- 15.9 ' C. — -j- 9.9" C. Höchste Temperatur am 26.-27. Septbr. Regen Klarer Hiinntel Nebel 70 95 99 Sept. joü 27. 28* c 747.6 15.6 748.9, 10,6 751,7 6,7 Gicßcncr Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 29. September: -trüb und neblig, später Regenfällc, kühl. Lestliche, später westliche Winde. Original« Dratytntcl£iiit5€ii. Berlin, 28. Sept. Tie Morgenblätter melden aus London: Einer hiesigen Krankenpflegerin fielen durch Testament eines dankbaren Patienten 600 000 Mark zu für siebenjährige Pflege. Sto n ft an 3, 27. Sept. Heute morgen 11',3 Uhr wurde hier im Konziliumssaalc die erste H a u p t v e r s a m m - l u n g der i n t e r n a t i o n a t c it Vereinigung zur Förderung der Schiffbarmachung des Rheins bis zum Bodensee eröffnet. Aus den Nachbarländern lagen zahlreiche Sympathiekundgebungen vor, ebenso von dem König von Württemberg, und dem Prinzen Ludwig von Bayern. Graf Zeppelin sandte ans Berlin ein Begrüßungsschreiben, in dem er der Versammlung guten Erfolg wünscht. Paris, 28. Sept. Ter „Matin" meldet in anscheinend tendenziöser Absicht aus Casablanca: Infolge des neuesten Zwischenfalles sei die feindselige Stimmung zwischen Deutschen u n d Fr a n z 0 s c n im Zu n e hm c n begriffen und man befürchte weitere ernste Zwischenfälle. Die nichtdeutschen Deserteure bedauerten nunmehr ihr Verhalten und beschuldigten die deutschen Legionäre, sie zur Tesertion aufgcwiegelt zu haben. Paris, 28. Sept. Ter frühere Gesandte de Villers erklärte im Hiublick auf den Zwischenfall voit Casablanca, die Regierung sei schlecht informiert gewesen, als sie nach Casablanca Truppen sandte, welche zum größten Teile aus Fremden zusammengesetzt waren und unter denen die Deutschen die Mehrheit bildeten. Paris, 28. Scpt. Tcr Korrespondent tes Matin in Casablanca befragte den General d'Amade wegen ter deutschen Forderung auf Freilassung der verhafteten Deserteure. Der General antwortete: Wir befanden uns hier in einem militärisch besetzten Gebiet und im Kriegszustände. Tas Militar-Stwsgesetzvuch besagt, daß auf vorgerückten Poften gegen Teserteure geschossen werten dürfe. Wir Ijxbcit die Deserteure nur verijaftet unb damit nur ein Minimum deS uns zuftchenten Rechtes ausgcübt. Paris, 28. Scpt. Nach Ansicht informierter Kreise wirft ter Zwischenfall von Casablanca verschiedene Fragen tes internationalen Rechtes auf unb dürfte Feine besonderen ernsten Folgen nach sich ziehen. Tie Regierung hat bereits von General d'Aninde einen genauen Bericht verlangt, der mit dem dcutschci' verglichen inerten soll, bevor weitere Entschlüsse gefaßt werden. Paris, L8. Sept. Ter Malin meldet aus Casablanca: Trei Deserteure waren Deutsche. Unter den anderen befanden iid) je ein Russe, ein Ceftmxicter und ein Schweizer. Ter deutsche KonsulatS-Sekretar erklärte tent Korrespondenten^ des Matin, das deutsche Konsulat habe den deutschen Untertanen Schutz angedeihen lassen inüssen. Man befinde sich auf fremdem Gebiet und habe lediglich pflichtgemäß gehandelt. Madrid, 28. Sept. Ter Cxminister Vtllauueva veröffentlicht aufsehenerregende Enthüllungen über d i e V e r n a ch 1 ä s s t g u n g der spanischen Interessen an der Küste von Marokko sowie über die gleichzeitige Protektion der Franzosen, deren Einfluß immer mehr wachse, durch die spanische Negierung selbst. Unter anderem habe der spanische Kriegsminister unrechtmäßigerweise einer franzöjischen Gesellschaft innerhalb des Festungs-Rayons von Melilla zum Bau von Werkstätten und Lagerräumen, die durch ihre H>öhe sogar die Befestigungen überragen, die Konzession erteilt. Casablanca, 28. Scpt. Gestern begab sich der deutsche Konsul nach dem französischen Konsulat unb verlangte die Auslieferung b er verhafteten De - serteure. Der französische Konsul erklärte, daß er die Forderung der französischen Militär - Behörde unterbreiten werde. Fricrh und npqund erhält man den Körper durch den r rlSCn unu gesunu reichen Gebrauch der von Professoren und Aerzten als beste Toilette- und Gesundheitsseife emvsohlenc lUnrrbolinfeiie; sie allein enthält den cosmet. Bestandteil „Myrr Holm" mit hervorragend belebenden, und eonservierend. Eigenschaften Sängerkranz. Montag den 28. ds. Mts. Beginn der regelmäßig Montags und Donnerstags stattfindenden Singstunden im Vereinslokal Cafv Ebel. [vM/e 8 Uhr: Damen. 9 Uhr: Herren. Stein/s Garten ■ Giessen Mittwoch, 30. Sept. u. Donnerstag. 1. Okt-, abends 8 Uhr Wissenschaftl-psychologischer Experimental-Vortrag von J. W. Ixnot. ÄuNNerge wöhnlichc Demonstrationen der Willen*- beeinfluMMung ohne Anwendung der hypnotischen „ , SuKffCMtion (08141 an vollkommen wachen penonen und ohne Aufhebung des Bewußtseins. Willensbeeinflussung durch das Grammophon, das die von Herrn Jgnot aus eine Platte gesprochenen Worte wieöcrgibt. Suggestion durch Musik u. Gesang L Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1.00 Mk., Galerie 60 Psg. ö Die Auslagen o enthalten: Heute Abend 6 Uhr: Ä -W D t: k ' k»Llk ABC. ni( .t{rmo SÄ Fr*' Wijrtl Kostüm-Stoffe Blusen-Stoffe Kleider-Stoffe Pelze Wiener und Pariser Modell-Kostüme Modelle io Blusen Modelle in Kostüm Röcken WMiiW- UMmi Marktplatz 6 Marktplatz 6 eingetroffen: Blusen-Stoffe Kleider-Stoffe Kostüm-Tuche Seiden-Sloffe Sammete Tennis-Stoffe hell und dunkel für Kleider u. Blusen p er häufe. tlunocn dicocubocf verkauft 0K121I L. Nau, 'Alten-Buicck. Prima 5738 Brieftauben preiswert zu verkaufen. Näh. Kaiser Allee 23. Mehrere Sorten nute Birnen zu verkaufen, per *4>fb. 12 Pfg. 5740,_____________Qcflenitrnhc 8. tiilrrhQlt.Anicnhnnrpffifrii für gröberen Raum zu verkaufen. 56831_________Bahnhofftrafze 46. Ein ntobet nut erhalt Kochherd ist UiUin zu verkaufen. 07U?J ^einr. Gabriel, Wiefeckerw. 40,1II. Ein nut erh.Lommer-u. Winter- EaveS abzua- NiarbitrgerstrL6,lll. ______________07UiK______________ SP Kür Bäcker! Eine eiserne Uackmulde, Mehl- fiebinafchinen, Sackausklopsmajch. und etn Mehllasten, alles nut erhalten, find zu verkaufen. 15736 ftr. HcuningS, SelterSiveg 14. 1.1 fllrffn »crfch. Gräben, sowie 11 4 grobe genfer, out erhalten, bllitn zu verkaufen. k>«74! Badndostttafte 06. Kauf Gesuche lirntr vörr Hrlrhaftsylius! sofort gesucht. Anzahlung co. iv.uuo Mk. eiferten von Selbst vefibern u.^Eluustig", Mannheim, witlogernd. ihva% Bariplah für berrfchaftiikhe» WvviihauS in feinster Vnoc gesucht. Schr. Angebote mit Voncplnn und Preis unter 5756 an den Gieb Anz. Vicbinfiraüc ti.s. 1. Stock u »{immer nut Zubehör per L Oktober zu oexnt <4154 .'Idols «Tiitbcr, Alicestr 28 od. 30. 5 .Zimmer M3« Zwei hochmoderne .'» bi» 6- . ..inmerwohn^ 3. Obergeichob, L'-rfe frankfurter u. Jriedrichftr^ mit eleganter Badeeinrichtung. beige? Waifer, Gao n. elektr. Licht und Linoleumboden, foiort oder spater zu vermieten. (firn, Liebigstrabe 31 L Ltebigstraste 3, II. V-Zimmer-Wobnung mit allem Zubehör, neu renoviert, per sofort zu vermieten. (5505 _______Bär L Wetterbabu. (fint 5-Mnitt-MMllg wenzugShalber zu verm. [5307 Earl Stlickrath, Selteröweg. 142) Schone 5-Zimmer Wohnung 1 Mansardenzimmer, Bodenkammer, Trockenboden, GaS, Ganenanteil per 1. Clt. zu verm. ^iabcrcv Afieriveg 53, I. Stock. 3d0v> Schone Ö-Zimmer-Wohnung 1. Etage evtl, mit Gaö u. allem Zuveh. per 1. ütl. zu vermieten. Schillerftr. 14, Ecke Nordanlage. | 4 Zimmer | 5764) 4-Zimmertvobnuna mit EaS neu bergerichtet, per 1. Oktober zu vermieten._______ttaiser Allee 2. WirlcuSraft 4 ebener Erde und erster Stock, je 4 Zimmer nut Zubehör, sofort zu vermieten. 5600 Näh. bet Necktüanwalt Peters, _____________Bahnhosstrave 60. | 3 Zimmer | 08134] Ml. 3-Ziinmerwohn. zu v. Iran Heim, Lteiitstrahe 78. 3 Zimmer Wohnung zu verm. 4KM>Niarburgcrnrahe 42. 2 Zimmer Malier Allee 47 sind zwei 2- Zlmmerwobnungen mit grober Mache und Mansarde per 1. oo. 15. Oktober zu verm. Nab. '.'Zeiten Butte 12 im Vaöen beijl'irr_________ ,3767 2chlinc geräumige cr- Wobnnng nut allem Zubehör per 1. Oktober cucntl. früher zu vermieten. Steinstrabe 7j. 5270 46641 2-Ziutmer Wohnung zu ver- mieten.__________Woliirrane 11. LM02) 2-Ziminerwodn. p. 1. Noo. zu vertn. Ltetnstr. 50. Qinterb. todbj ÖTCunbL 2-^immerwohng. zn vermieten. Neustadt 2k | Verschiedene | 3323 Zwei 2 Znninrrwobnungen Ebelitr^ sowie 3- und 4-Ztmmer- luobminocn Ecke Mitteltveg-Ered« nerstrabe. per 1. Okt. zu verm. M Weh rum, Bauaeschaft, __________Ebelitrai.e 30.__________ 1368, verschiedene 3-, 4- und 3-^Ummcr Wohnungen zu verm. Näheres Stepbanstrage 25, I. Maiscr-Attcc ölt III. Stock zu vermieten. [5408 573V1 2 Wohnungen mit Dampfheizung u. Zubeb. billig zu verm. ________ Seltersweg 50. 5uÜ3. Em schon mobt. u. ein grobes unmvbl. Zimmer ’ofori zu vertu. Bletchurabe ch Hmterh. Kirchkiiplatz 21. Wohnung mit Werkstatt zu vermieten. 5458 2-3immct=lUal)nung hör. in schöner Lane, an kinderloses Ehepaar, welches die Reinigung von einigen Montorräumcn nut zu übernehmen hätte, zu vermieten. Ebenso 2 Zimmer, möbl. oder unmöbliert. Näheres zu erfragen bei Nathan Roieutdal, Wildelmftrabe 1.(5747 Möbl. Zimmer | 08L30j iZreundlich möbl. Zimmer am liebst, an Staufm. od. Reifend. zu verm. Babnbosttrabe 44, II. 08138] Ntöbliertco Z,immer zu vermieten. Sonnenstrahc 20. 0812^1 Sch. gr. fr dl. möbl. Zimmer zu verni. Wolfstrabe 13, II. 08128] j)löbL Zimmer mit Benb zu verm. Blomarck'tr. 16, III. 57611 Schon möbl Zimmer zu vermieten. Dammstrabe 82. I. 5603] Schön möbl. Zimmer zu vermieten; auf Wunsch a. Wohn- und Schlafzimmer. _______frankfurter Str. N, I. 07740] Möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Kreitzvlah 3, II. 07ti54j 2 schöne Zimmer nt. Beniion au vermiet. Auch gebe ich guten Mittagstisch. oraii ylammc, Witwe, 2djulittahe 11, II, links. IHöbl Jimmtr 08115) Schön möbl. Zimm. p. fof. zu verm. Kühne. Seltersweg 26. 08114, Zimmer mit Bett zu vermieten. Ebelftrabe 84. y, II. Schön möbl. Zimmer zu verm. Llndetivlay 3IL 107308 4"^r OJut möbl Zimmer zu vermieten. ,frankfurter Str. 5, p. Möll Gut möbl Wohn- u. Schlaf- zimmer zu v. Süd «An läge 20. I. 2)idblicrt. Zimmer zu vermieten.Steinitrabe o. ItiichU'ludie 4 Zimmerwohu. von kinderlos. Ehevaar tu Hess.-dause per fofort gesucht. Schr. Angeb. mit Preis- ang. unter 08125 an d. (Sieh. Anz. Junger Beamter sucht fofon möbl. Zimmer nut Kabinett Schriftl. Angebote unter 5749 an den ölte». Anz. erbeten. 57M Student sucht für Winter- Semester dudich möbl. Zimmer. Angebote an Auguit Schneider. Mainz, Rbeinallee 14. I._________ ^öiLfljefn-u.Sililohimmrr von akademisch gebild. £*rm in Ictnfter ruhiger Lage gesucht. Schrtstl. Angebote utUct 5756 an den lihefe. Anz. erb. Einfaches möbliertes Wobn- u. Schlafzimmer für IDlittc Oktober von Assessor bei zuvorkommenden Hausleuten gesucht. Schriftl. Angebote unter 5739 an den (Vieh. Anzeiger erbeten. Ein grvgerer Laden mvglichit mit sleUerraumcn, in der Slcuftnbt ver November od. Dezember zu mieten ges. Schrtstl. Llngeb. nut Preis- angabe u. 08126 an den Gieb- Anzeiger erbeten. (Offene Strllrir Arzt-Gesuch: Suche zur Leitung eine» Ambula- toriuin» für ^autleiöen, cucntl. sofort, einen Arzt, der dem Leipz. Verb. nicht angehört. — Sehr angenehme, selbständige, dauernde Stellung, freie Station und Ü)lL 10.— pro Lag. Iss*/« Off. mit Bild u. F. A. H. 3768 an Rnd. Moste, Arankfukt a.M. Altrenommierte rheinische KogM-Brennerei verbünd, mit LiaueurdcstiNatiou sucht für Giehen und Umgegend bei der einschlägigen Kundschaft gut eingeführren, respektablen Vertreter gegeit Hobe Provision. Offerten »uh. K. X. 3910 an Nndolf Moste, Köln.___________ Lctituugcsäli., gröbere Mühle sucht tüchtigen, gut elugcführt. Vertreter für (Sieben und Umgegend. Schristliche Angebote unter 5693 an. die tfgueb. do. Bl. Jmigtt grbilbdrr itintiu wird vormittags 2 Stunden zum Borlesen eo. zum Spaziergang gesucht. Schriftl. Meldungen unter 5727 an dte Erved. d. Enes; Anz. erb. Tüchtige 5742 Rohrleger und Installateure zum sofortigen Eintritt gesucht. Nkrldungcn mit Zeugnissen an 94. Terlicö. .Inger. < rüd|tig..ps|kllslhllkitier auf Werkuäuc gesucht. 57t£. ________W. ♦€*. Tücht. Lchreiuer ges i'.M33 6. Kliugelmever, Ludwigitr. 57. Tuchttger Lchreiuer geucht. 0bU8. Bleichur. 8. u en ragen ('bcntvanc 1 un Vai) 5744 en. yviTdji ebenes Stfllrn-Oirfiidir 5650. Wegen Verheiratung mci- nco Mädchens suche ich zum 1. No- oemder cfn zuverlässiges Mldchen. i)rau Vrof. Weber, Ostanlage 90. ?ia tnditign MüdaikM für Küche u. vau6 zu bald (Elntrlu gesucht. Krau ufcb -StQi Netto, TWm 3üb Vlnlnge 13. Wiederbeginn unserer lhid< für Damen-Sclmeiderei and Weissnähei am 1. Oktober. iM» Junge Damen können om 1. tat 15. eine» leben Monats cmtreiti (^cid)lu fttr 2ühel Neu.ubäue 17, I. Tüchtig. Lagttalbeittt sofort gesucht. 574G| NaiHan Noscntdal. Ein ifl. Mann, welch, tut l5® Tirnn Abvlanalp, Sicllen -Ver» Friedberg i.jb^ Televdon SU Nraukiurt a. M., 2d)nuteai<54 Telephon 10676» Jobnllagti beabsichtigt tiift an allen groi>> ter. £ n.u bet Ur flebung ein Svezial nr Itret«•-<.rechnn in Berreu- und Dameukltidtt ftosteu zu errichten. . lein sondern Ltaae.mcfcha't, I für lebe lablimni-abinc «leine» Lager n. iin. doch Verdi nevnbc belieb. C". an <» steinLVogler«. <» Wcre u Jllcibcrftnic Ü7U13' ; Zg. Mädchen, 17 9. alt, sucht auf Kontor hiesigen f>abnt * oder EngroS • Geschäft» Stellung zur Erlernung der Korrespondenz u. Buchführung. Ostern n unter 575h an die Qfe* schqitsnelle de» tiiefc. Snz. erb. Erfahr bell. Mädchen f. Stelle a. Stuue d. 15. CiL eo. a. früh. 10b133 Stellenb. Hoimatm, Taamtstr. 15. (rf sucht Aufn. in einerfi Cfierten unter A. W. 100 stadtooillagemd. QM Uluidjr lumßü.rlu™1-«» auf Wunsch auch a^ctolu n. V® •''xau Lonis Neil» W«*. BruantT.31, u", Sleub. urt. WK Wäsche z. Bug. i. Horste w MF* Lucwignr.57. zu ernt. > LMWW ti-13000 ®b.r.Ä Schriftl. Angebote unter «I* an den (Üiehcner Nn-MMV Junge Tobermene» CieX» 9 Wochen alt. topicn, «4^*^ gekommen. Vor Ank^.st w:r» c warnt. SimtMtrahe 1. 10 tüchtige Erdarbeiter gegen hohen Lohn foiort gesucht. 108122 Näheres Teulelslisttgartchcn 20. Znverla '. Ln|irbnl.f.f foiort nllcht. rnijikfirkstl ocfudit. 57521 q. K. Spiest, Mittelweg 7. •jlrbcitcr gclucht. 5753l Licherttr. ». 30 bis 10 (Erdarbeiter, sowie noch 20 tüchtige Aclsarbeuer finöcn dauernde Äelchäftigung. 07911] (lleorg ttttbl, Lollar. Leute ». Kanostelausmachen ges. 5754)1_______Spiest, Mittelweg 7. (Zunger Bursche, möglichst vom Lande, als HaiiSburi'che gesucht. jiüngrrtt h-iisdmscht ______O. Briest, Ebelstraste 2. tzin vom 1. Oktober bis 1. November gesucht, ötau Tr. v. Dippel, a747. fjri edrichitr. 12, T. Ein füng. Mädchen tafleübjtef. 08124)___________Altcestrahe 27. Junges, sauberes Mädchen od. Iran tür VaufftcUc gesucht. 08129)Stcinstrage 53. p.