Samstag Ä 7. Juni 1Ö08 158. Jahrgang Erstes Blatt Bezugspreis! monatlich 7LPs., viertel- 1 diePost ML.2.—oiertel- jahrl. cmSkcht. Bestellg. ZeilenpreiS: lokci.15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den polttychen Teil: (L. Anderson: f. Feuilleton und »Vermischtes* P. Wiltko; für »Stadt u. Land" und „Gerichts- Nr. 14$> Der ©teßenex Snzetger erscheini täglich, außer Sonntags. - Beilagen: d ter mal wöchentlich HiehenerZanliltenblätter; »weiinal wöchentl.llreiS' blattfürdenttretsGietzen (Dienstag und Freitag); iroetmai monatl Land» wtrtfchastttche SeNfragen Sitrung 4>er StaSLvsporSneten. Gießen, 26. Juni. (Schluß.) a jährlich Mk. 2.20; durch 10» Abhole- u. Zweigstellen I ▼ monatlich 65 Pf.; durch * Dem „Vorwärts" zufolge hatte der Abg. Liebknecht ouf die Ablehnung des Oberreichsanwalts, ihn zur Landtagstagung zu beurlauben, eine telegraphische Be fe Sen Reichskanzler gerichtet. Er erhielt am Don- merstaa nachmittag folgenden telegraphischen Beschew. Zur Aenderung des vorn Oberreichsanwalt feiltet Bescheides hat der Reichskanzler keinen Anlaß. Enn An- wrud), behufs Teilnahme an den sLandtagsverhandlungen Jn Unterbrechung der Strafhast gewahrterhalten, ist durch gesetzliche Vorschrift nicht zu begründen. Aus Billigkeitsrücksichten wird grundsätzlich Urlaub nwt be- willigt, wenn bei der Fortsetzung der Hast, bem Verurteilen oder seiner Familie erhebliche außerhalb des Strafzweües liegende Nachteile erwachsen würden, ^hrem Wunsche bedauere ich deshalb nicht entsprechen zu tonnen. (gez.) Der Reichskanzler. I. B.: Nieberding. °nfC6Sto. Troß bemerkt. Stabte. Dr. Gutfleisch habe ftüh-r schon sehr richtig ausgeführt, daß durch Schalung derartiger Nerkehrseinrichtungen der Verkehr und das Un,chen der ^stadl gehoben werde. Wichtig sei, daß man riästlg und zugleich beid. Linien baue. Die Linie zur ztaferne ivlle man statt rn die Lraier Straße zum Trieb führen, wo in Zukunft ofiers größere Fcst- lichkeiten sein würden. Die Entwickelung der Worin;er ^trasten- bahii zeige, daß man auch hier Mit ihrer Errichtung gut tun werde. Die Bestellung weiterer Sachverständiger halte er für Rolle, hierfür käme vielmehr der Zug des Verkehr^ in Betracht. Deshalb sei er für die gleichzeitige Erbauung bettnr Linien wenn die Sache finanziell durchführbar lei der bitweisen Beschränkung des Betriebs in den.schwachen Verkehrfftunden stimme er zu. Ins Auge zu fassen sei, die Einrichtung; so »u treffen, daß eine Ueberschreitung der. oberhestgchent Bahn mog i .) sei, eventl. zu Fuß, wie bei der Frantsurt-Offnib^er Bahn. Beig. Georgi schließt sich den anerlenncnden Worten für Oberbürgermeister Mecums Tätigkeit an. Nach der Durchsicht des gegebenen Zahlenmaterials habe er sich sem Urteil dahin, geülldet, daß man heute schlüssig werden loUc, unter allen Umständen zwei Linien zu bauen. Wenn rnan stur eine ^"ne heute beschließe, werde die zweite auf eine lang. Reihe von Zähren hinausgeschoben und damit ein ganzer Stadtteil empfindlich geschädigt. Wenn man zwei Linien errichte, werde man für den Anfang bei etwas beschränktem 7»/- Mmutenvertehr mit o0 000 Mt. Zuschuß rechnen müssen, was sich später verringern werch. Auch das sei zu beachten, daß man beim Strom, der mit 12 Psg. angesetzt sei, noch etwas verdienen werbe. Vorausietzung |u; die Zustimmung müsse sein, daß die gegebenen Zahlen ouruj einen uninteressierten Sachverständigen nachgepruft wurden, damit werde in der Sache selbst nichts aufgehalten . I Oberbürgermeister Mecu in ist nut der Bestellung eine» oadj- I verständigen einverstanden, macht aber daraus ausmerham, daß Idie Firmen, die die Offerten einreichten, bereit find, für die Do.i ihnen angegebene Summe den Bau der Bahn auszufuhren. Stadtv Haubach würde ebenfalls die Linienführung durch die West-Anlage für falsch halten und meint, es käme nur Die Errichtung zweier. Linien in Betracht. Die Gruiidlage für die endgültige Entscheidung müsse allein das finanzielle Ergebnis sein, weshalb er sich dem Antrag des Beig. Georgi, einen Sachverständigen mit der Prüfung des Materials zu beauftragen. Gs?ettb»n, drpcöition und Druckerei: Schulstratzi L Anreigenteil: H." Beck. W vormittags 10 Uhr. _____________ Stadtv. W.i n n schließt sich dem Dank für die ra,che und gründliche Fertigstellung der Vorarbeiten durch den Oberbürgermeister an und bemerkt weiter unter großer Heiterkeit, das inu, e umsomehr hervorgehoben werden, als es nicht 1immer derFall sei Er bat sodann, heute die Angelegenheit defrnitiv ;u ent- feben uxxb auch ben 7i/s Minutenverkehr festzulegen Wenn man dics tue, könnten die welleren Berechnungen °ngestellt werdm Zu empfehlen sei bei der Bahn die Selbstregie. auch zu beachten, daß in den angenommenen Baucoften auch Betrage für die Straßenpflasterung und Geländeerwerb vorge,ehen Ktcn, um die sich die eigentlichen Baukosten geringer, stellten. . Stadtv. Wallenfels bemerkt, es herr,che woh Einigkeit darüber, daß der Omnibus nicht länger bestehen bleiben tonne. eher deshalb die elektrische Bahn tarne, ^esto beper ,ei ts. En sei für den Bau in der Richtung der Ommbuvlinien und meine man brauch ° nicht so ängstlich zu sein. Wenn man Waren wolle, solle man nur am riditigen fei, ob man die beiden Linien nicht an der Mollkcsttaße bezw. am Wiesecker Weg zu Ende gehen lassen solle. Stadtv Krum m hält die Stadt geradezu für verpslichtet, beide Linien zu bauen. Die eine Linie könne man aber ganz aut am Wfau" enden lassen. Er fei der Ansicht, oatz die Stadt den Bau selbst leiten, jedenfalls aber die Firma Hecker au^'scheiden lassen solle. Auch et halte es für selbstverständlich, daß man heule nicht endgültig beschließe, sondern noch einmal iineu S-ch°-rstandigen befrage. Wie bei jedem Unten.ehmen müsse man auch bei der Straßenbahn em gewiße-, Ripko ubm- nchmeu Er habe aber die Zuversicht, bau es ebenso wie b im Theaterbau besser gehen werde als man glaube. Man sei durch das Bestehen der Omnibuslinien yewiffermaßeii^erblich! delastet, deshalb müsse mau die zwei Simen bauen. Wenn man zum Ommbus 12 000 Mk. Zuschuß gebe, könne man die elektrische Bahn ruhig einen größeren Zuschuß geben, »ueiiii e» cl- ürberlidr sei. Er hoffe, daß über die Frage die Einigkeit vorhanden sei, die in der Versammlung stets geherrscht habe, wenn iU Msicht. daß bu Sach- feine dilatorische Behandlung vertrage. Wenn man aber im K^n Stadium der Angelegenheit nochmals einen Sachverständige zu- ziehe, tue man dies. Deshalb meme er, man solle m dem zu fassenden Beschluß weiter gehen. Es ,fei ^chtig, daß die landespolizeiliche Genehmigung unter Umstanden longi 3j t in Anspruch nehme, aber man habe in letzter Zett in ^aiinuaor offenbar das Bestreben, die Wünsche der Stadt Gietzen raid) Ä Maa fülle beide Linien bef«Men und nnen sachverständigen zur Prüfung der Offerten zuziehen, ^.a^ vorliegende Material sei derart, daß man vor allen unangenehmen LLchungen geschützt sei. E° sei de- AnsiM. M man hoch- tenS eine angenehme lleberraschuiig erleben werde. Stadtv. Dr. Biermer legt Wert darauf, in diesem staduim ber Verhandlungen nochmals festzustellen, daß er stets b^ Vrup zwiellen Meinung gewesen sei, daß man bei den m Betracht kommenden J-irrnen hätte anfragen sollen, ob sie den Bau und Betrieb übernehmen wollten. Die Angelegenheit sei sehr gi- förbert worden. Es stehe fest, daß die Bahn gebaut werde und X Qinien, mit beschränktem 7V3 Minutenbetrieb und Tübruna der" einen Linie bis zum Wieseaer Weg. Bei der herr- chenden Stimmung halte er es für nutzlos, das vorhandene TJtaterial nochmals prüfen zu lassen, denn silb>t, wenn die -^vu- su^g ung^M ausfalle. Werde die Mehrheit den alsbaldigen Ban beschtech-n. Firmen bereit seien Bau und Betrieb zu übernehnren. Er ,-e aber gegen cme Verpachtung aus längere Zeit hinaus, dagegen fei sre sur dir allererste Zett unter Umständen angebracht. ■ Stadtv Plank würde es für eine Verschleppung halti.it, wenn man jetzt noch einen Sachverständigen mit, der Prüfung der Staue Er wolle als weiteren Grund für die En-bauung zweier Linien noch anführen, daß es bei nur einer ~tme leicht zur Ueberfüllnng der Wagen kommen werde, was namentlich bei dem Verkehr znm Bahnhof mißlich sei. ^ne gegenseitige Konkurrenz sei in den beiden Linien nicht zu erblicken, -ten Omnibus habe man bei^seiner Gründung allgemein als einen lieber gang zum späteren Straßenbahnbetrieb angesehen und gerade mit dem Hinweis darauf die Leute m der -balmhoistratze zum Zeichnen von Aktien veranlaßt. Wenn das auch du ^tadt aly ^lche rechtlich nichts angehe, so verstärke es doch die Grunde, bie für die Linie in der Bahnhofstraße sprechen. ustung der Rheinschiffahrt sowie des^ süddeutschen Handels und Verkehrs. Der Oeffentlichkeit wurde von diesen Verhandlimgen nur in einer kurzen offiziofen Notiz der Köln. Ztg. Mittettung gemacht. Erireulicherweise geht aus der Notiz hervor, daß die Verhandlungen wiederum er g,eb n is- los waren. Tenn „von der Fassung bewnderer Befchlupe wurde zunächst noch abgesehen/' Man „vertagte" fie bih, zum Herbste. Die Gegner der (2chiffahrisabgaben können rede derartige Vertagung mit Genugtuung, begrüßen. Eine ganze Reihe ergebnisloser Konferenzen beweist nun schon, luie barmacEig der Widec- iitvtri UHU u.uu uvui , I stand gegen die Abgaben ist, die Preiltzen durch das Gesetz vom fantu auf seinen Sessel. Die Obstruktion ber \ Aprtt 1905 einführen wollte. Und soweit dieser Widerstand in ” Süddeutschland infolge preußischer Verlprecl,ungen zeitweilig er- Daiz innen zu laujuu/tr Mitarbeit, falls sie dazu die lahmt war, ,iA er erfreulick-erweise neuerdings wieder im Zu- Weisung bckundcn sollten, die Gelegenheit nicht oerjchrmüt nelM-n begriisen. , und ihnen ouch die MöglichM einer Jnttmtive mchr Theologi-.Profkffor übet Deutlchland und England, verschlossen wird, ergab stch gl-rcy!« ls schon ans b efer un ) B £ » ble Fahrt der dentschen Geist- b Wt nach England schließt Professor D Rade (Marburg) deine rt und auf ^Haftentlassung des Aog. Lieb- in einer christlichen Zeitschrift mit folgendem bemerkenswerten e ch t als dessen provisorischen Wohnsitz das Aiitglieder-1 ^ergleict): „ .r, hM-JrrfmiS die Kommandantur Glatz angibt, hat die frei- ,,©o groß und bewunderungswürdig vieles drüben ist: wn i n i n e V 0 l k s v a r t e i die fehlende Anzahl von Unter- haben keine Ursache, unserer Eigenart und unserer Geichlchte uns von ihm entsandten Abgeordneten geliehen. ~ ~ - firfl rnfrhpv Rur eine halbe Stunde erjorberte diese Sitzung. Am 'Samstag wird wohl ein beschl iisifähiges HauS die Konstituierung durch Wahl des Prastdiums ermöglichen. ^Bis dahin leitet mit staunenswerter Frische der b4 fahrige 5)obrecht als Alterspräsident die Geschäfte, da der noch ältere Pole Szuman auä) diesmal einen Demonstrations- 6^8 ^r.Äk°»s°hat es leichter, die FoonlllMlten lzu erledigen. Zu seiner Beschlußsahigkeit bedarf e^> nur der Anwesenheit von 60 Mitgliedern, und so konnte m 10 Minuten das alte Präsidium von neuem beJatigt werden und nach kleiner, W)e eine zrveite Sitzung siuK- finden, in der durck) einmütige Annahme 0 c v k 1 l a) e n- aesetzes auch b.ie sachliche Arbeit dieser 23oi-tagung erledigt wurde. Mir wenige Sätze enthält die Allerhöchste Botschaft, die Fürst Bülow an der Spitze des bis auf den Marineminisher v. Tirpitz vollzähligen Staatv- ministeriums ohne Feierlichkeit verlas. Mit einem an- schließenden Hoch aus den König, das der Prafident des Herrenhauses Frhr. v. Manteuffel ausbrachte, war der Land- kag eröffnet, und nun erst betraten die Sozialdemokraten beit Saal, um sich nach ihren Plätzen umzusehen. heutige Nummer umsatzt <6 -M.N, I «WM j« «» SMfcfti. ’S? Ä »as neue preuhiiche Adge-rdmtenh-»-. lie Hoflogen blieben leer — und dem stark besetzten Hause;Lfrcie Wissenschaft' ? Wahrlich, Bayerns Kult - von den 443 Abgeordneten haben 390 ihre Meldung beim Verwaltung könnte einen Wettbewerb der deutschen Kultus- Bnreau abgegeben. Ministerien um den weitesten Rückschritt nut der stolzesten Die Neugierde auf den roten Einschlag im Dreiklassen- Zuversicht auf sicheren Gewinn ausschreiben. Parlament wurde rasch beffiedigt und volle Klarheit über 4 die durch den Einzug von sieben Sozialdemokraten ge- Tagungen und Vertagungen. febanene Lage gegeben. Es wird so sein wie bisher: die Meder einmal haben Verhandlungen über die Einführung Genossen" bleiben vereinsamt und werden nicht tue üon Schisfahrtsabgabe n ftattgefunden. Sie wurden auf genügende Un ter stütz un g zu einer erfolgreichen Obstruk- Beranlassung Preußens in b?^pr^uß chcn Li/potttit Daben,1 benn aud> ihre engftot Frrunb«, Ine S V» Polen, tun dabei Nicht mit. . , 1 an frffarfem Widerspruch gegen die geplanten Dies ist das Ergebnis der ersten konstituierenden Sitz-! Sckiffalwlsabcrabeii gefehlt hat, geht schon daraus hervor, daß ung. Die Sozialdemokraten wider letzten fiü) durch chren ^pci diesen Verhandlungen vertreten war. Denn die ba- Fraklionsführer Bergmann der Absicht aller bürgerlichen Regierung wehrt sich bekanntlich mit anerkennenswerter Parteien, das Kirchengesetz durch Anwendring der durch Die ^arlnäaigleit gegen die drohende Belast GLfchäftsordnung hierfür gegebenen Möglichkeiten so rasch funh 9W iu erledigen, daß diese Vorsession am zweiten, sp^bstens am dritten Sitzungstage geschlossen werden kann. 15 Mitglieder sind erforderlich, um die Abweichung von den ftamn Vorschriften der Geschäftsordnung zu verhiudern; unfchluf- sig erhob sich Korsanty, zögernd 'noch zwei oder drei andere Polen, aber ihre Fweunde fühlten die Bedeutung dieses Augenblicks, der sie zur Obstruktionspartei gestempelt hatte: fie blieben sitzen und unter dem Geläcyter des Hauses sank !^ch Kors' -------- — «-"•* HfiftruFhnn der „Genossen" war gescheitert. Daß ihnen zu sachlicher tosserdichter otabtb. -ir. G utslcisch schließt sich dem dem Vorsitzenden ausgesprochenen Dank an und will diese Anerkennung auch aus seine Helfer, insbesondere den Betriebsleiter Stolte ausgedehnt wissen. Im wesentlichen schließe er sich der Konstatierung der Tatsache an, daß mau einig darin sei, die Bahn zu bauen. Auch habe er das Gefühl, daß alle sich durch einen etwaigen Zuschuß nicht abschrecken ließen. Wenn man die Bahn baue, erziele man einen ansehnlichen Fortschritt, nicht nur sür den Versehr, sondern auch für die Gleichstellung der einzelnen Stadtteile. Deshalb sei es erforderlich, daß man zugleich die beiden Linien baue, damit man gewisse Stadtteile, deren Verkehrsverhältnis,e durch die Entwickelung der Stadt zurückgeblieben seien, wieder in den Verkehr hineinziehe. Damit werde auch das Bestreben, int Norden der Stadt eine Station zu bekommen, etwas zurücktreten. Er meine übrigens, daß die Haltestelle int Norden einmal doch kommen werde, wenn auch vielleicht für andere Zwecke, als sie jetzt erstrebt lverde. lieber die genaue Linienführung usw. habe man heute nicht zu beschließen, wo inan sich über die Grundprinzipien zu einigen habe. Das müsse in der Kommission geschehen, allerdiitgs mit möglichster Beschleunigung. Heute solle man deshalb den Bau der zwei Linien beschließen und mit der Ansarbeitnng und Prüfung der Details, die in die Ausschreibung gehören, die Kommission beauftragen. Der Betrieb sei so einzurichten, daß es der Mühe wert sei, die Bahn zu benutzen, denn sonst stehe ihre Rentabilität in Frage. Ob man die oberhessische Bahn später durch eine Unter- oder Ueberfüh- rung zu überschreiten habe, brauche man jetzt nicht zu prüfen. Zu wünschen sei aber, daß bald eine den Bedürfnissen der Stadt und ihres Verkehrs gerecht werdende Regelung der Bahnhofsverhältnisse erfolge. Schon bei der Prüfung des Kleebachtalbahn- vrojekts werde die Frage, wie der für den Verkehr ungenügende Bahnhof diese neue Linie aufnehmen könne, eine wichtige Rolle spielen. Der mangelhafte Gießener Bahnhof berge die Gefahr in sich, daß der Stadt das Wasser in Bahnfragen troch mehr wie seither abgegraben werde. Weiter sei die Prüfung der Frage am Platze, ob man nicht die Straßenbahn auf ein größeres Verkehrsgebiet ausdehnen und namentlich auf die Fabrikvororte ausdehnen solle. In erster Linie kämen Klein-Linden und Wieseck in Betracht, aber er denke auch an Krofdorf. Durch dessen Einbeziehung werde man auch' auf einen besseren Fuß bei der Erwerbung der Biebertalbahn kommen, die eine gutrentierende und zukunftsreiche Bahn sei, namentlich, wenn deren Weiterführung durchgeführt lverde. Es müsse von dem Grundsatz abgegangen werden, der in den letzten Jahren gehandhabt werde, alle neuen Bahnen um Gießen herum zu bauen. Dadurch werde der Verkehr von Gießen abgelenkt, deshalb solle die Stadt sich bestreben, weiteres Hinterland in ihre Verkehrsverhältnisse einzubeziehen. Er wünsche, daß das Straßenbahnprojekt eiligst und rasch weiter bearbeitet und dabei nicht außer Acht gelassen werde, die Vororte einzubeziehen. Dies falle sehr ins Gewicht bei der Prüfung der Frage, wie das jetzige Projekt zu gestalten sei. Er sei für die zwei Linien und habe die Meinung, daß man eine weitere Prüfung durch Sachverständige nicht entbehren könne. Dies könne aber gleichzeitig mit der Vorbereitung der Ausschreibung geschehen. Die elektrische Bahnfrage sei die wichtigste Ausgabe, die dem Oberbürgermeister von Gießen seit Jahren gestellt worden sei, und er sei davon überzeugt, daß der Oberbürgermeister seinen Stolz darin erblicken werde, die Sache zu einem gedeihlichen Ende zu führen. Er habe die Ueberzeugung, daß die Kommissionsberatung rasch verlaufen werde, wenn man ,sich vergegenwärtige, daß seit langen Jahren keine Sache für Gießen und das Gedeihen von Gießen so wichtig gewesen sei. wie diese. (Bravo!) Der Vorsitzende ist der Ansicht, daß man zurzeit die Vororte trickst in die Straßenbahn einbeziehen, wohl aber dies Projekt . so gestalten solle, daß ihrem späteren Abschluß feine Schwierigkeiten entgegenständen. Beig. Heyligenstaedt wünscht, daß man in eine ernste und eingehende Prüfung dessen eintrete, was Stadtv. Dr. Gutfleisch angeregt habe. Was das heutige Projekt anbelange, so halte er die vom Oberbürgermeister gemachte Aufstellung für 'äußerst instruktiv, er (Redner) berechne aber die Betriebskosten bedeutend höher als in der Aufstellung angegeben sei. Namentlich ,durch die hier erforderlichen zahlreichen Kurven werde man bedeutend höhere Ausgaben haben. Er rechne mit mindestens 125 000 Mk. jährlichen Betriebsausgaben, und um diese Summe einzunehmSn, müßten täglich 3200 Personen fahren ober, bei zwei Linien, in jedem Wagen durchschnittlich 7' j Personen. Wenn im Durchschnitt nur eine halbe Person weniger fahre, so mache dies jährlich 10 000 Mk. Ausfall aus, den die Stadt zu decken habe. Es sei deshalb notwendig, den Vorschlag nochmals dureh Sachverständige prüfen zu lassen, um ein objektives Resultat zu erhalten. Stadtv. Dr. Ebel stimmt den Ausführungen des Stadtv. Dr. Gutfleisch wegen der Vororte zu und empfiehlt die möglichst baldige Einbeziehung von Klein-Linden, da hiermit die wichtige und wünschenswerte elektrische Bahnverbindung zwischen Universität und Kliniken verbunden werden könne. Zur Erhöhung der Einnahmen empfehle sich die Einführung der Paketbefördemng. Stadtv. Krumm spricht sich gegen die Verpachtung der Bahn aus. Er sei für den Vorschlag des Stadtv. Grünewald und ist der Ansicht, daß man im Sinne des Stadtv. Dr. Biermer bei dem Ausschreiben anfragen solle, wie der Betrieb zu gestalten sei. Stadtv. Haubach hält es für richtig, zunächst einen Sach- verständigen mit der Prüfung der Bau- und Anlagekosten zu beauftragen. Bezüglich der Betriebskosten sei es eine andere Sache. Wenn nicht so verfahren werde, sei er nicht in der Lage, für die Vorlage zu stimmen und er werde sich der Abstimmung enthalten. Stadtv. Löber führt aus, der Ruhm, daß die wichtige Frage der elektrischen Bahn so weit gefördert fei, gebühre vor allein dem Stadtv. Gabriel. Er gab dann seiner Freude Ausdruck, daß die Stadtverordneten einstimung für die Errichtung der Bahn seien. Er sei aus finanziellen Erwägungen heraus geneigt gewesen, vorerst nur eine Linie zu bewilligen, sei aber durch die heutigen Verhandlungen zu der Ansicht gekommen, daß es richtig sei, gleich die beiden Linien zu bauen nnd schrecke auch vor einem Zuschuß von 25 000 bis 30 000 Mk. aus der Stadlkasse nicht, zurück. Stadtv. Gabriel ist für Prüfung des Materials durch eilten tüchtigen Sachverständigen und schlägt als solchen den Direktor der Frankfurter elektrischen Straßenbahn Behringer ober Geh. Rat Prof. Dr. Kittler in Darmstadt vor. Er spricht nochmals seine Ansicht dahin aus, daß die Annahme einer Betriebseinnahme von 78 000 Mk. zu gering fei. Man könne, wie ihm von Sachverständigen wiederholt versichert worden sei, ruhig das 41/2 facye des fjeutigen Omnibusverkehrs annehmen, was einer Summe von 95 800 Mk. entspreche. Fast die gleiche Summe erhalte man, wenn man mit dem Durchschnittsergebnis aus fast allen Städten mit elektrischer Bahn rechne. Gießen habe 31000 Einwohner, und es sei nach den Erfahrungen anderer Städte an- zunehmen, daß ein jeder Einwohner durchschnittlich 31.2 Fahrten jährlich ausführe. Er sei für die Bestellung eines Sachverständigen, der namentlich die angenommenen Ausgaben und die iRentabilitätsaussichten zu prüfen haben werde. Stadtv. Emmelius bemerkt, alle angegebenen Zahlen seien nur Mutmaßungen, deshalb sei eine nochmalige Prüfung durch Sachverständige unbedingt erforderlich. Die Stadtvv. Grünewald und Genossen beantragten, es solle beschlossen werden, z w e i L i n i e n B a h n h 0 s — Käse r 11 c und Bahnhof — Friedhof zu bauen. Ferner möge die Ver- kehrskominission beauftragt werden, binnen zwei Monaten unter Zuziehung eines unparteiischen Sachverständigen die Details weiter auszuarbeiten nnd btc Ausschreibungen für Ban und Betrieb vorzubereiten. Dieser Antrag sand einstimmige Annahme. Beig. Heyligenstaedt und Stadtv. Haubach enthalten sich der Abstimmung. Der Vorsitzende schloß hierauf die Sitzung mit dem Ausdruck des Wunsches, daß der heutige Beschluß der Stadt Gießen zum Segen gereichen möge. Juni 1908 Pro Quadratmeter und Woche 10 Pfg. Teleph. 4017. Telegr.« Adr.: Industriebedarf E Welter Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Witt ko. Handel Körne, 27. Juni, 1.15 Uhr. Portugiesen 3% III 85.00 Prince-Heuri-Eisenbahu . 118.80 Tendenz: etwas besser. Berliner Börse, 27. Juni. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . . 195.20 C67» russ.Staatsaul. 1905 434% Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose A% Griech. Monopol-Anl. . 456 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . 4^7° Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W Bestand-eile: ftemfter Meoizinal-Lcbcrtran 150,0, prima Glyzerin 60,0, untcrphoSphoriqsaurcr Kalk 4,3, uiiterphosphorig'aureS Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129A Älkolwl 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt«, Mandel- und Ganlthcriaol je 2 Tropfen. o örofoherzogllch ßehlfdier ßoflieierant <* ITlufikfalon und Herrenzimmer (Entwürfe von Profeiior 3. IN. Olbrldi) <►«-> Schlafzimmer (Enlwuri von HrdiHekf Brand) (gez.) Hermann Esser. 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Aniänglich zeigte sie auch gegen Scotts Emulsion einige Abneigung, gewann aber dann das Präparat fo lieb, daß sie jeden Augenblick elbst die Flasche herbelholte und emnehmen wollte. Das Präparat kräitigte unser Kind in kurzer Zeit zusehends, die kleinen Bäckchen röteten sich wieder, kurz und gut, wir sind mit dem erzielten Erfolge äußerst zufrieden." Vie 22. Wander Ausstellung der deutschen Landwirt- schafts Gesellschaft in Stuttgart. Bei herrlichstem Sonnenscheine, in Anwesenheit des Königs nnd der König von Württemberg, eröffnete Herzog Albrecht die Ausstellung. Nach ihm sprach der Minister des Innern von Pischek. Er führte u. a. aus: Als vor zwölf Jahren die Gesellschaft zum erstenmal hier Heerschau hielt über ihre Truppen und damit auch über ihr elftes, württeinbergisches, landwirtschaftliches Armeekorps, war in der Lage der Landwirtschaft manches nicht so bestellt, wie ihre Angehörigen und wie wir alle es wünschen mußten nnd wünschten. Es ist inzwischen anders geworden nnd im großen und ganzen sind glücklichere Tage für unsere Landwirtschaft wieder angebrochen. Und daß es besser geworben ist, das danken wir zu einem großen Teil der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, die, ohne Parteipvlitik zu treiben, durch die überzeugende Darlegung der Berechtigung ihrer Bestrebungen ivie durch die erzielten Erfolge einen starken und heilsamen Einfluß auf die Gesetzgebung wie auf die Verwaltung begonnen hat. Ter Gebrauch iyer landwirtschaftlichen Maschinen hat trotz der aus nuferen Besitz- und Boden- veichältnissen sich ergebenden Erschwerung ihrer Anwendung seit 1896 eine bedeutende Ausdehnung erlangt: die'Benützung elektrischer Kraft im landwirtschaftlicksien Betrieb hat in den letzten Jahren eine große Verbreitung gefunden; die Verwendung künstlichen Düngers hat sich, wie die Einfuhrverzeichnisse zeigen, seit 1896 nahezu verdoppelt; dementsprechend haben sich die Erträgnisse des Bodens gehoben und hat der V i e h st a n d z u genommen. — Hinsichtlich der Größe des Rindviehstandes im Vergleich zur landwirtschaftlich benützten Fläche steht Württemberg feit 1904 an der Spitze sämtlicher deutschen Bundesstaaten.. Ter Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, non Knaufe, führte u. a. aus: -Als vor 12 Jahrev an dieser Stätte mein Amtsvorgänger die Deutsche Laitdwirtschaftsgesellschaft bei uns begrüßte, hat er davon gesprochen, unsere nichtwürttembergischen Stammesbrüder, insbesondere diejenigen aus Norddeutschland, werden wohl erstaunt sein, hierzulande nichts wahrzunehmen von einem schroffen Gegensatz zwischen Stadt und Land. Leider müssen wir bekennen, daß heute jener Gegensatz ungefähr ebenso bei uns zu finben i)t, wie anderswo. Vielleicht ist es aber kein Unglück, wenn sich zeitweilig die wirtschaftlichen Gegensätze zuspitzen und wenn die wirtschaftlichen Interessen der verschiedenen Stände scharf, vielleicht manchmal zu scharf, geltend gemacht werden. Ein Unglück wäre es nur, wenn sie sich so verschärften, daß sie dauernd zu einem Grund der Entzweiung und des Sich-nicht- mehv-verstehen-KönnenS würden. Nun sind aber erfreulicherweise Anzeichen dafür vorhanden, daß jener Gegensatz feine größte Schärfe s ch o n überlebt habe, mfj es erscheint bte Hoffnung begründet, daß beide Teile sich mehr und mehr auf ihre gemeinsamen Interessen besinnen, wesentlich unter dem Einfluß der Gedanken, die bei beiden Teilen der Widerstand des anderen Teils ausgelöst hat. Von der Stadt Stuttgart darf ich fugen, sie fei sich stets bewußt, die 'Hauptstadt eines trotz feiner industriellen Entwicklung überwiegend Landwirtschaft treibenden Landes und darum an der Blüte der Landwirtschaft selbst höchlich interessiert zu sein. Von dem Land und der Landwirtschaft haben wir die Zuversicht, sie werden ihrerseits nickst vergessen, wie sehr sie kräftige Städte nötig haben, Nicht bloß als Verbraucherimien ihrer Erzeugnisse, sondern vor allem als leistungsfähige Steuerträger, die überwiegend die Staatslasten zu tragen haben. So sind wenigstens die Ansätze einer gegenseitigen gerechten Würdigung vorhanden und die Vor- bebingungtn für eine Verständigung gegeben. Eine solche aber wird umso eher gelingen, je mehr die Landwirtschaft die technischen Errungenschaften der Neuzeit sich zunutze macht, je mehr sie mit Maschinen und Naturkräften arbeitet, die landwirtschaftlichen Nebenbetriebe entwickelt, überhaupt alle wirtschaftlichen Möglich- keiten rationell für sich verwertet. Denn umso loenigcr wird sie stch fühlen als etwas Gesondertes, das den andern wirtschaftlichen Jaktoren gegensätzlich gegenübssrsteht, und sie wird sich einfügen in den wirtschaftlichen Gesamtorganismus als eines seiner wichtigsten Glieder und wohl als das wichtigste, das cbeii darum auf besondere Beachtung Anspruch erheben darf. Charakteristisch für die Stellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ist die Person ihres Gründers (v. Eyth), auf den wir Schwaben stolz sind. Er ist a u £ g c g a n g c n von derJndustrie und der Technik; er hat sich zeitlebens als Techniker gefühlt, und trotzdem war feine Lebensarbeit vor allem — und mit welchem Erfolg' — der Landwirtschaft gewidmet. Er ist vorbildlich für die Teutsckst Land- ' wirtschaftsgesellschaft; er kann in gewissem Sinne uns allen vor- blldlich sein. Seine Person zeigt, wie wenig Wirklichkeit jenem io vielfach angenommenen Gegensatz tatsächlich innewohnt. So kann ent ^täbtcbcrtrctcr der deutschen Landwirtschaft und ihrer Organisation, der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, aus voller Ueberzeugung die wärmsten Sympathien entgegenbringen und ihr bürt Herzen alles Glück und Gedeihen wünschen. Ritterichaftsrat oon Freier, Vorsitzender des Vorstaiides der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, erwiderte auf diese Begrüßungen u. a.: Wenn wir uns wieder auf dürfen, hier eine Ausstellung zu veranstalten, so hoffen wir, den Beweis zu liefern, daß die deutsche ' Landwirtichaft Fortschritte gemacht hat. — Nach den Aus- ' führungen des Oberbürgermeisters scheint sich mehr und mehr ein ; Interessengegensatz zwischen Stadt und Land hcrauSgebildet zu haben. Ich kann nur sagen: wir haben davon nichts empfunden. Uns ist es so vorgekommen, als wäre es so geblieben, und ich möchte heute iwch sagen: Möchte es in Zukunft so bleiben, möchte auch diese Ausstellung manches ' Freundesband knüpfen zwischen den verschiedenen deutschen Gauen und z w i s ch e n S t a d t u n d L a n d ! (Wiederholter stürmischer Beifall.) Vie internationale Ausstellung für Tierschutz in Berlin. Man treibt uns aus Berlin: Die kleine Ausstellung, die z. Zt. hier in der Philharmonie Itattrmbet, bietet für Tierfreunde und Tierbefitzer viel Interessantes, Belehrendes und Nützliches. • Ich geriet zunächst an einen großen Tisch, auf dem nur Drucksachen gegen die Vivisektion auslagen und verteilt wurden. Ein jüngerer Herr, ein Besucher wie ich, fein „Beteiligter," zog mich sofort in ein längeres Gespräch darüber. Er verdammte sie vollständig und sprach ihr jeden Erfolg und Nutzen ab. Ich verteidigte sie vom wissenschaftlichen Standpunkt aus und verwies namentlich auf die Lymphen und Heil-Seren. Er aber meinte u. a., die Leiden, die die Menschheit heimsuchen, habe nicht die Natur ihr zugedacht; die verdankten wir zum größten Teil der eigenen Schuld, durch falsche Lebensweise usw. Ich erwiderte ihm, daß ich ein durchaus gesunder Mensch sei, daß ich gegen die wichtigsten Naturgesetze wohl nicht verstoße, mich aber doch nicht für immun gegen alle Bakterien und Ansteckungen hielte. Die Abbildungen aber von den Quälereien, denen die vivifezierenden Tiere ausgesetzt sind, haben mich doch recht bedenklich gemacht. Es steht ja außer Frage, daß durch die Vivisektion die Wirkung zahlreicher, der Menschheit ungeheuer wertvoll gewordener Medikamente aus den Organismus erst erprobt worden ist und erprobt werden kann. Aber wozu so besonders schauerliche Torturen, die jeder Fühlende verdamnren muß! Freilich ist dem Laien jede sachgemäße Beurteilung unmöglich und er kann höchstens an bas Herz der Vivisektoren appellieren und ihnen zurufen : Seid mitleidsvoll auch im Dienste b e r d i e M enschheit fördernden F o r s ch u n g ! Das Podium des Hauptfaales nimmt der Stand der „P f c r beschütz - Vereinigung von ganz Deutschland" ein. Von Interesse fand ich zwei Malereien: Pferbeköpfe von Schönbeck, unb ein großes Papiermodell des Pferbekörpers. Viele Mittel gegen Krankheiten, Naturheilverfahreii, Desinfektionsmittel, Futter, Stalleinrichtungen. Striegel, Hufeisen usw. sind hier vertreten. Be- wunberungswürdig durch seine praktische Zweckmäßigkeit ist ein großer Wagen zur Beförderung gefallener Tiere und ein Wunderkühlapparat. 11.9 I 11,6 i 9,9 Ein paar Firmen, R. Herzog und E. Sterner, haben Sport-' foftümc m den elegantesten Genres ausgestellt. Anziehender sind die Dinge für Wild und Geflügel. Besonders die Vogelnistkasten nach von Berlepsch und die Futterhäuschen mit ihren sinnreichen Einrichtungen Hub mustergültig. Es steht hier auch ein großes „Futter ha ns aus Hessen" Für Hunde sind hier die praktischsten und feinsten Sachen zu sehen: Mäntelchen, Schuhe, sogar Aiitomobil-Brillen, Armbänder, wunderschöne Halsbänder, zierliche Hüte und Spielzeug für Hundebabys. Auch Hundekuchen und andere Tiernahrung kann man hier sehen. Eine auseinandernehmbare Hundehütte „JdeaU scheint sehr praktisch und komfortabel, sie ist patentiert und mit den höchsten Auszeichnungen des In- und Auslandes prämiiert. Kostenpunkt 25 Mk. für einen mittleren Hund ^n den Nebenräumen sind Niesenauslagen von R o ß s ch l n ch - ter ex en. Die Würste, Schinken usw. sehen alle delikat aus Kostproben werden verteilt unb ich entschloß mich nach einiger Ueberhnnbung auch, zu probieren. Ich muß gestehen, die ganze Abneigung ist eigentlich nur Einbildung, denn ein wi" viel reinlicheres appetitlicheres Tier ist doch ein Pferd als ein Schwein! Die Wurst war sehr gut unb ich bin überzeugt, sie ruhig Zedern zu dessen Genüsse vorsetzen zu fönnen, der nicht weitz, daß er Pferdewurst ißt. q Sch . 159.20 . 122.60 . 227.90 . 132.50 WNESTLE'5 WMF? KINDERMEHL aftbewährt,stets zuverlässig- den 28. Juni, nachmittags 4 Uhr Die Beerdigung findet Sonntag, 3934 Friedhofs aus statt, hesfes. D«1, 3921) 8 Uhr Vater Heinrich Nahrgang 3904 3938 Pronßische pfandbrief-Bank Buchacke^j teilen paue^l Schuhputz 3942 Seit23Jahrenijewährl HERCULES; He?ettleö"-8äder Bleichstrahe 14, Gießen Vertreter: Fr. Linker 05367 Giehen, den 27. Juni 1908. Metzgcrmeister. 3852) StDIMer ÄrbeitMllPeis Netzes Gartenstratzc 2, Zimmer 2. 1 Weis-binder, erhalten. Lacke ßnilgit tu btbea 6tii Säte Äente Adler-Drogerie, Seltersweg 39 2799 Telefon 262. Marktplatz 17. Wagner, jiaherin, 1J Lehrlinge Klasse 3930 Hy peil und JBL Brost Cassel macht das Leder wasserdicht; ist überall erhallt . " Spratts * Hundekachco tröst» I Ole HUH» gern. Das.Allerbeste Giessen, Wöllstein, den 27. Juni 1908 aus garantiert reinen Borsten sehr billig Emil Päst©i* Nacht Marktstr. 10. Giessen (Roonstr. 44), den 27. Juni 1908, Todes-Anzeig*©. Gott der Allmächtige hat gestern früh 31/, Uhr unsem Heben Alle Hnnde gedeihen prächtig, wenn fie morgens u. nachmittag, üchenmädchen, 3 landwirtschaftliche Arbeiterinnen. 2 Schreiner, 1 Spengler. bit. Oclfirnist Spirituolackc Möbelpolitur Broncelack Emaillelack Fustbodenlack Lederlack Säiultasellack Ofenlack Funbodenlackmrbc Eopallack Eifenlack Zaponlack Politurlack Bernstcinlack Ocllacke Trockcnfirnis? Hutlack Finsel gEgBM B Kgr. 8ach3. | j Technikum | j Mittweida L. Direktor: Professor Holzt Höhere technische Lehranstalt für Elektro- u. Maschinentechnik, ßonderabteilungen für Ingenieure, Techniker u. Werkmeister. Elektrot. u. Masch.-Laboratorien. f Beliebt und begehrt, wegen ihrer Zuver- .'M// läingkeit und ihres spielend leichten Laufes, sind die der Nürnberger Hercules-Werkc, A.-G., in Nürnberg. ' ES können eingestellt werden: 1 bei hiesigen Arbeitgebern. 1 Friseur, 1 Wagner, 1 jüngerer Arbeiter 1 Lausmädchen, 3 ^aunrauen,1Laschnau, 1 jüngeres Llmdermadchen, 1PutzN-au, 2 mm ^'eürlinge: 1 Spengler, 1 (Älaier gegen -6er 1 Tapezierer gegen Vergütung, 1 ^chremer. lj. bei auswärtigen Arbeltgebern. 1 Haushälterin, 1 Dienstmädchen, von der Kapelle des neuen UN0 Von Blumen und Beileidsbesuchen bitten wir gütigst abzusehen, Grotzh. Bürgermeisterei Dorf-Gill K u h l.___ Wkd Mw« Die Ziehung der I. Klasse 219. Lotterie beginnt am 7. Jul, Zöpfe in seltenen Farben. -röpfc in grau und wem' . Zöpfe werden von ausgekammten Haaren angeiertigt. 11929 Toupe u. Scheitel nach Mag bei Hsmräch Tscfoy, Spezialgeschäft in Haararbeiten, Seiterslveg 43, Ecke der Goethestr. BstooStr-Mf. Gestern Mittag verschied plötzlich Herr Heinrich Schmidt derselbe war bereits 18 Jahre als ®=6Ufe bei mir täM und hat sich während dieser Zeit treu und flechig und zu vorkommend gegen jedermann aezergt. kbrendes Ich und meine Familie werden ihm ent eyrenoe^ Andenken bewahren. Emil Noll, Dachdeckermetzter. Die Beerdigung findet in der Stille statt, Preussische Pfandbrief-Bank Die am 1. Juli 1908 fülligen Zinsseheme, unserer Wie erlangt man wahre Schönheit? I„ia 1 a rr.Mneinenblendend reinen In 10-14 lagen rosigzarlen Teint! Bei Anwendung meiner „Venus“ tritt sofort, schon nach dem 1. Tage, eine auffallende Teintverschone- mi., Potsdamer Str. 2Gb. Präm. gold. Medaillen Paris u.Lond. 1902. VW__ eiupfohlcn und bringe mein -lager teilen in empfehlende Erinnerung. theken - Pfandbriefe , vomTä. 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Elisabeth Schimpf, geb. Leib Ludwig Schimpf, Oberlehrer. (GeschästSstunden von 8—1 und von 3 u uur.i i ntintöbl wimmer, 1 Werkstatt, 1 Wagenhalle. ,BI0/ rfu mieten «cS? iw äliobnunnen » H * >1; | I V .. '*? V* j tz i B I i- *-V >;• A UKMM. M^WWWMWWW VA IW iWlih BIMO) Henkels Äassiii 11 Isa . fs-Räume E3 Anfang 8 Uhr. Ende gegen 10% Uhr. IH» A. Goldschmidt Eta a27/G TH. BRUßK iS 88 ich. in Zstidwig* Klmg, Grabstein-Geschäft s 0 Wäeseck, Giessener Str. 117. 3932] derKtil.Sächs.u.Kgl.Rumän.Hoflief. 10 Schaufenster. 100 Zimmereinrichtungen. Villa fds-EcH, mis s. dlda. $««« ’S*/*, Es starten 35 Boote mit 187 Ruderern. Praclitv grosse (.Martenhüte Eintrittspreise: Kartenverkauf: D27/, strasse. W. Kaiser. Kaiserallee. Mt^MDWoiihle^LfdllM, von Leinenwäsche unterscheiden. Syemt und schwarzem Schwedisch-Granit zu bedeutend herabgesetzten Preisen. MEYs Stoffwäsche Lieferant der Fürstenzimmer Zell-Romrod u. Bad-Nauheim, Foyer-Möbel des Stadttheaters, Inneneinrichtung Neue Aula. 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