Kunst-' schmieg' arbßi^- m s'le" Metall- arten Mvvtaz rL6. Oktober 1908 Zweites Blatt Nr. 252 Erschein« tSgflch mit Ausnahme des Sonntag«. V< Stunde i Gießen, erei Gießen. Tage dein Derer en verausgabt. konMuiertc Generalver- 158. Jahrgang ing '^iKitrn wird die $ür den z-ch. IfijintionSbrud tmb Verlag der LrstbNch« Unwersuäl? - Buch- unb Ewindruckeret. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedrtton und Verlag; ess® 51. Redaktion: e-gA 112. TeU-AdraAnzeigerGleßen, wird am nächsten Dienstag stattfinden. Auch sozialdemokratische Fraktion wird an diesem König den Treueid schwören. Die demokratische Vereinigung Ans Stadt und Land. Gießen, 26. Oktober 1908. Von unserem Regiment. Am 24. Oktober verstarb in D ar m st a d t der königliche Oberstleutnant a. D. Emil Goldmann. Der Verstorbene hat unserem Regiment 29 Jahre lang ununterbrochen angehört. Das Regi ment verliert in dem Entschlafenen einen seiner alten tapferen Offiziere, die den Fahnen des Regiments in Deutsch» lands großer Zeit zu Ruhm und Sieg verhülfen haben. Das Offizierkorps betrauert einen treuen, bewährten Kameraden, der nie aufgehört bat, ein echter 116 er zu fein, und dem ein weit über das Grab hinaus währendes ehrenvolles Andenken gesichert ist. Wilhelm Rudolf Emil Goldmann wurde am 22. April 1852 als der Sohn des Groß- herzoglich hessischen Präsidenten des Oberkonsistoriums, späteren Geheimerats Goldmann und seiner Gemahlin geb. Dietz in Biedenkopf geboren. Nachdem er seine Schulbildung auf dem Gymnasium zu Darmstadt genossen hatte, studierte er an der Universität Gießen Theologie. Am 1. April 1869 trat er als Eins. Freiwilliger in das damalige 2. Infanterieregiment Großherzog in Gießen ein. Am 31. März 1870 zur Reserve entlassen, wurde er nach ausgesprochener Mobilmachung am 20. Juli desselben Jahres zum Regiment einberufen. Während der Einschließung von Metz, an der er in den Reihen des Regiments Deutsches Resch. Gegen die Gas- und Elektrizitätsfteuer. Wie die „N. Bad. Landesztg." meldet, nahm der Verband Süddeutscher Industrieller in seiner gestrigen ersten Jahresversammlung in Mannheim Resolutionen gegen die Gas- und Elektrizitätssteuern, sowie gegen die Brausteuer- Partei. Gegen die Arbeitslosigkeit. Am kommenden Montag treten die Vertreter der Städte von Westdeutschland in Köln zu einer Konferenz zusammen, die sich mit Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit befassen wird. Die Koburger Regierung hat dem Landtag ein neues Steuergesetz auf progressiver Grundlage mit Dekla- ralionszwang vorgelegt. Der deutsche Kreuzer „Viktoria Luise" erhielt Befehl, anfangs November sich von Korfu nach Smyrna zu begeben. AusLcsnS. Ein gemaßrege lter Professor in Ungarn. Professor Eugen Zovaniyi, Lehrer an der Sarospataker protestantischen Hochschule, wurde wegen der Behauptung in seinem Buche über die Geschichte des ungarischen Protestantismus^ daß nicht Calvin, sondern Martin Luther Die „Lietzener Zamiltenblätter" werden dem ,91njeigere viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblati für bcn Krcts Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. sich gestern in Berlin in einer stark besuchten sammlung, die auch von zahlreichen auswärtigen Delegierten besucht war, endgültig als politische »ng. lbsatz 2 de) Gesetzes vm i(i bettesiend, und des 5 ö die Ausführung der all aus Leichluß der Stadt- r 1908 nach Anhörung de« den jUeisausschuv mit ms des Znnern vom..... Mgspian für das (ilcbia Ütiav/wefl folgende 0W r (Serocrfimbnuna tot ffJl VI, VIII Ulli) X tti Kliniken atwwto erhöhung an. Preußisches Abgeordnetenhaus. Für die am nächsten Montag im preußischen Abgeordnetenhause statt- findende erste Lesung der Beamten- und Steuervorlagen hat der Präsident v. Kröcher folgenden Beratungsplan auf Anregung des Seniorenkonvents vorgeschlagen: Zuerst gelangt zur Beratung die Besoldungsordnung, zu zweit das Lehrerbcsoldungsgesetz, alsdann die Pfarrerbesoldungsgesetze, schließlich die Steuervorlagen und zum Schluß das Mantelgesetz, lieber den Wohnungsgeldzuschuß darf nicht gefprochen werden, da der betreffende Entwurf dem Landtage erst später zugehen soll. Die Vereidigung der neu eingetretenen Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses, die einen Eid auf die Verfassung noch nicht geleistet haben, bte gesamte mg. boca/ auigenelll uni) füll meirroerocii. &?rl5bnu?aCunfl liegt jtieitmunnue onen. iS Hub binnen der gleichen 2 oorzulningeu. liessen 5. jeve verehrt. Mitglieder der am TormeM im oberen Saale bei denden der Reformator der Welt sei, von der vorgesetzten Kirchenbehörde seiner Stelle enthoben, und es wurde eine Dis- ziptinaruntersuchung gegen ihn eingcleitet. Zevonaiyi hat um Einsetzung eines Kirchengerichts nachgesucht und ein Buch herausgegeben, das die inkriminierten Stellen des Werkes und eine Eingabe an die deutschen und ungarischer Theologen enthält. Kein politisches Duell. Die Meldung der Blätter, der österreichisch-ungarische Botschafter in St. Petersburg, Prinz Fürstenberg, habe den MinistergeHilfen Tscharykow gefordert, entbehrt der Begründung. Prinz Fürstender^ verlangte lediglich eine Zurückweisung der groben Beschuldigungen der „Nowoje Wremja" durch das russische Ministerium des Aeußern, und diesem Verlangen ist Tscharykow sowohl in der „Nowoje Wremja" wie in der offiziösen „Wossija" nachgelommen. Die Russen in Persien. Die Meldung über den Einmarsch russischer Truppen in Persien und über die be- vorstehende Besetzung von Täbris entbehrt jeglicher Begründung. Neues aus dem Reiche Castros. Einem Telegramm aus St. Vincent (Britisch-Westindien) zufolge ist der Schoner „Lady Kensington", der nach Trinidad bestimmt war, von venezolanischen Beamten beschlagnahmt worden. Die Mannschaft und die Passagiere wurden ins Gefängnis gebracht. Der Gouverneur von Trinidad hat den britischen Gesandten in Caracas aufgefordert, eine Untersuchung der Angelegenheit einzuleiten. Taft oder Bryan? Bei einer Probeabstimmung der „Literary Digests" entfielen 19 324 Stimmen auf Taft und 14 712 auf Bryan. Da 95 Prozent der Leser sich aus Prediger-, Bankier-, Anwalts- und Lehrerkreisen rekrutieren, die im allgemeinen als Taft-freundlich gelten, erscheint das Ergebnis als für Bryan günftig. und begannen aus die Studenten einzuhauen. 17 von ihnen wurden verletzt. Ein Student stürzte und brach einen Arm. Unter den Verletzten befinden sich drei Studenten aus Salle, Lech- zig und Freiberg i. S. -Als die Polizisten das Gebäude verließen, brach der Pöbel in Hochrufe auf tue Polizei aus. Die Wachmannschaften danlten nach allen Seiten für ine Ovationen nnt militärischem Gruß. Wenige Minuten später, nachdem ine Studenten in das Kasino zurückgedrängt worden waren, zogen zirka 4000 tschechische Studenten unter Voraincitt mehrerer Protestoren demonstrierend über tlen Graben, entblößten vor dem deutschen Hause die Köpfe uno sangen ein tschechisches Kampflied. Am Nach- mittag wiederholten sich die Unruhen. Um 5 Uhr wurden drei deutsch Studenten vom Pöbel überfallen und geprügelt. (Siner von ihnen wurde schwer verletzt. AuS zahlreichen Landgemeinden Südbvhmens werden neue Unruhen gegen die Deutschen gemeldet. Auf offener Straße finden Ueberfälle statt. Für die kommende Nacht werden von den Deutschen ernste Unruhen befürchtet. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Zswol^i) in Berlin. Der irussische Minftt-i des Ausw.,iug-'n Iswolsky hat am SamStag und Sonntag in Berlin mit den maßgebenden Herren der deutschen Regierung konferiert und ist auch vom oeut>chen .Kaiser empfangen luorbcn. Ein Berliner Telcgranrm der ,,Koln. Zeitung" fuhrt aus: Die Unlwredungen, die der ru,suche Minister des Auswärtigen Iswolsky mit dem Reich-skanzler und dem Staatssekretär v. Schön gehabt hat, waren von dem gemeinsamen Wunsche getragen, der allgemeinen Beruhigung zu dienen, ernsteren Verwicklungen vorzuveugen und das Einvernehmen unter den Mächten zu fördern. Der freundschaftliche «lon, in welchem diese Besprechungen geführt wurden, entsprach den liberlieserten freundschaftlichen Beziehungen z'vischen Petersburg und Berlin. Blutige Zusam menstöße in Prag. In Prag ist es aut gestrigen Sonntage zu blutigen Zusammenstößen der Polizei mit den deutschen Studenten gekommen. Bekanntlich war diesen der Bummel untersagt worden. Als ,ie ihn jedoch versuchten, wurde nur einem Teil von ihnen gestattet, das deutsche Kasino -u verlassen. Bon dem nach Tau,enden zahlenden Pöbel wurden sie sofort mit Pfeifen und schreien empsangen. Die Polizei zog um.dne deutschen Studenten einen Cordon vom deutschen Hause bis zur Landes-Bank, in dem der Bummel vor sich ging. Nach kurzer Zeit jedoch erklärten Polizeiosflziere den Studenten, daß sie soforc in das deutsche Haus östruckzulehrew hätten. Tic Srudenten protestiertcii dagegen, wurden jedoch von der Sckjutzmannschast in der rohesten Weise mit Fausftchlagen und Fiißtritten zurückgetrieben. Als dann die Polizei die SQjließung der Tore des deutschen Hauses verlangte unh die Studenten dies verweigerten, sprengten plötzlich vier Schutzleute zu Pjerve unter dem Kommando eines Pvlizeionizicrs m oas atz.no, zogen blank Auch in Kindergarderobe wurde viel mehr ausgegeben als heute. Die Knabenbildnisse eines van Dyck oder Gainsborough zeige- cinen außerordentlichen Luxus. Das Seidenkleid eines Kimbl mit dazu passenden Scbuhen und Strümpfen kostete nicht selten 2500 Franks unb darüber. Was alles damals für jene so wenig beachteten Kleinigkeiten der Mode bezahlt wurde, erhellt aus dem Bericht über Trousseau einer französischen Braut aus dem Jahre 1720, der Mlle. de Tournom Danach wurde für „Fächer, Taschen und Strumpsenbänder" die Summe von 17 500 Franks WM — Das studierende Europa. Nach einer Zusammenstellung in der Wochenschrift „Science" gibt es in Europa 125 Universitäten, die im vorigen Jahre von 228 732 Studenten besucht wurden. Die größte Zahl hatte Berlin Mit 13 884 Studenten auszuweisen Paris mit 12 985 Studenten wurde von Berlin zum erstenmal überflügelt. Weiter folgten Budapest mit 6551 unb Wien mit 6205 Studenten. Deutschland steht in der Zahl der Universitäten und der Studenten an erster Stelle: cs hat 21 Universitäten und rund 49 000 Studenten. Dann folgen Frankreich mit 16 Universitäten und 32 000 Studenten, Oesterreich-Ungarn mit 11 und 30 000, England mit 15 und 25 000, das an kleinen Hochschulen reiche Italien mit 21 und 24 000, Rußland mit 9 unb 23 000, Spanien mit 9 und 12 000, die Schweiz mit 7 unb 6500, Belgien mit 4 und 5000, Schweden mit 3 unb aOOO Rumänien mit 2 und 5000 und Holland mit 5 UniDcr|itaten unb j-000 Studenten. Griechenland, Norwegen, Dänemark, Portugal, Bulgarien und Serbien haben nur je eine Universität. — Ein Rembrandt-Museum wird binnen kurzem in Amsterdam eröifnet werden. Ein reicher Handelsherr ter Stadt hat das Haus, in feem der berühmte Maler von 1630 bis 1658 lebte, angelauft und einer Kommission mit der BeMm- muna übergeben, daß eS genau in denselben Zustand wieder gebracht werde, in dem cs sich zu Lebzeiten Rcmorandts beraub. Sobald dies geschehen ist, wird, dem „Journal des Dsbats/ zufolge, dort eine ständige Ausstellung nickst nur von Bildern Rembrandts stattfinden, sondern es soll ,y,kmatisch alles gesammelt werden, was auf das persönlich und rünstlerische Le- oen des holländischen Meisters Bezug hat. Insbesondere hofft man, auf diese Weise Briefe Rembrandts zu erhalten — bisher Und nur sieben beEannt — und dadurch einen Einblick in manche, bisher noch du'klle Periode feines Lebens zu gewinnen. Außerdem sott auch die gesamte Literatur über ihn und sein Schaffen dort gesammelt werden. — Eine große römische Villa ist in Hemsworth bei Wimborne (England) ausgegraben worden. Die einzelnen Teile des Hauses sind noch ausgezeichnet erhalten, besonders das in dieser Woche freigelegte Bad. Die Wände sind aus Gips oder Zcmcnt hergestellt uno ohne jede Seidkihiminn D-» bes yjabcg bestM aus Riosaik, von dem auch noch nicht das kleinste Stückchen fehlt. Tickst i.i dem Badezimmer befindet sich ein qroßer Raum, auf dessen mosaikartigem Fußboden sich einMe- politische Tagesschau. Ter Entwurf eines Weingesehes ist, wie er vom Bundesrat beschlossen worden ist, nebst Begründung und 22 Beilagen beim Reichstage eingegangen. Bekanntlich wurde ein Entwurf in der Ausarbeitung des Reichsaints des Innern, bevor er dem Bundesrate zuging, zu Ostern in der „Nordd. Mlg. Ztg." veröffentlicht und hat eine sehr lebhafte Kritik seitens der Interessenten erfahren. Der jetzige Entwurf bringt eine Reihe von Aenderungen gegen diesen, zu Ostern in der „Nordd. Allg. Ztg." veröffeiitlichten. Vor allem ist in zwei Bestimmungen den Bedenken und Wünschen der Winzer Rechnung getragen. Zunächst in bezug auf die zeitliche Begrenzung der Zuckerung. Während der damalige Entwurf die Zuckerung nur bis Schluß des Kalenderjahrcv zuließ und wenn es die besonderen Verhältnisse eines Jahres erfordern, die Möglichkeit einer Verlängerung der Frist durch die höhere Verwaltungsbehörde bis zum 31. Jan.'zuließ, ist jetzt allgemein die Frist auf den 31. Jan. festgesetzt worden. Außerdem ist es gestattet, innerhalb dieser Frist die Zuckerung im folgenden Herbst oder in späteren Jahren nachzuholen. Die zweite einschneidende Aenderung ist die der Sachverständigen im Hauptamt. Während der frühere Entwurf nur für die am Weinbau sehr wesentlich beteiligten Gebiete, also für die Weinbaugebiete, die Bestellung dieser hauptamtlichen Sachverständigen vorjah, soll jetzt dem Verlangen der Winzer entsprechend die Bestellung der Beamten auch für Orte und Bezirke, in denen Weinhandel in ernstlichem Umfange ftatifmbet, vorgeschricbcn werden. Wie weit dies im übrigen noch zu geschehen hat, soll nach dem jetzigen wie nach dem früheren Entwürfe die Landeszentralbehörde im Einvernehmen chit dem Reichskanzler bestimmen. Die Bestimmungen über die Buchiuhrung sowie über die Verpflichtung zur Auskunft und Vorlegung der qefck)äftlichcn Aufzeichnungen und Bück-er soll nicht nur für die Inhaber von Weinkcllereien gelten, sondern auch für die gewerbsmäßigen Vermittler ausgedehnt werden. Ebenso sollen auch die Strasbestimmungen für die Verkaufsvermittler für staftel, die zur Weinbereitung dienen, gelten. Im übrigen.unterscheidet ,ich der Entwurf nicht wesentlich von dem zu Ostern in der „Nord. Allg. Ztg." veröffentlichten, der gegenüber dem geltenden Gc,etz von 1901 einschneidende Aenderungen bringt, xie Wein steuer, bie als Staffelsteuer gedacht ist, foll nach dem Entwürfe des Reichsfchatzamtcs 50 Millionen einbringen. ähnlicher Fußboden mit dem Bilde der Venus entdeckt, wahreiü» sich neben diesen Räumen ein langgestrecktes Zimmer befindet, in dem noch ine Feuermigsanlagen und der Holzstoß gefunden wurden. or . — „Amerika". Ueber die Frage, wem Amerika teinen Namen verdankt, bringt der Kosmos folgende Mitteilungen: Es ist ein allgemein verbreiteter Irrtum, daß die „Neue Welt" ihren Warnen dem Italiener Americus Vespucius verdankt. Profc>sor Wilde bemerkte, daß die Geschichtsforschung einen Fehler lange Zeit unbeachtet gelassen hat. Der richtige Name des angeführten Geographen lautet: Albericus Vespucius. Diesen Autornamen führt er auch auf seinem im Jahre 1502 über Amerika gedruckten Bericht. Vespucius, geboren am 9. Mär» 1451 zu Florenz^ machte mehrere Reisen nach Amerika, unter anderem auch nach Nicaragua, und seinen Berichten verdankte man damals die genauere Kenntnis der „Mundi novi". Der deutsche Gelehrte Maltzemüller nahm VeSpucci für den Entdecker von Amerika an und schlug in seiner Flugschrift „EoSmographiae introductio" 1507 vor, die „Neue Welt" nach ihm zu benennen. Aber erst 1522 finden wir auf einer Baseler Karte den Namen „America Provincia" verzeichnet. In diesem Jahre eroberte Gil Gonzales de Avila den Staat Nicaragua, und hier finden wir schon Den Namen America bei den Eingeborenen vor. Zwischen Juigalpa unb Libertad (Provinz Chontales) liegt ein Bergland, das den Namen „Americ" ober „Ameriouc" führt. Jane bedeutet in der alten Tolletcnsprache „groß", während merk „Berg" bedeutet. Professor Wilde tat wohl auch recht, ivenn er meint, daß Amerika seinen Namen dem Berglande verdankt-und nicht Al- bcricus Vespucius die Ehre gebührt, seiner „novo Mundo" den Namen gegeben zu haben. — Ein Professor, der seinen Kopf verkauft. Prof. John Mason T v l e r, Dozent für Biologie an dem College von Amherst in Amerika, hat seinen Kopf bereits zu Lebzeiten für 40 000 Mk. verkauft. Ter Kopf Prof. Tylers gilt als einer der am besten ausgebildeten in Amerika, er weist eine außerordentliche Gehirnentwickelung auf, und man glaubt, daß dieses Haupt für bie Wissenschaft von besonderem Interesse sein wird. (Schade, daß das erst nach dem Tode des Professors der Fall ist. Besser, wenn auch nicht einträglicher, wäre es, wenn das Haupt schon bei Lebzeiten der Wissenschaft dienlich wäre. Die Red.) — Tie „Nat. Ztg." meldet, daß A n t o n v. Werner zunt Direktor der Slationaigalerie ernannt werden solle. Nach Erkundigungen an zuständiger Stelle liegt ein Beschluß bisher nicht vor, die Piöglichkeit ist aber nicht ausgeschlossen. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. In Kopenhagen ist der Lstaler Professor Lorentz Frölich 88 Jahre alt, g eft o r b c n. — Am Samstag ivurde in Altenburg das neuevbaute naturh istoris che Mus e u m e t n g c- ru e 11,1. - In der Gemeiudcabstimmimg der Stadt Bern wurde mit 5000 gegen 2000 Stimmen die Wiederherstellung des ehemaligen historischen Museums verworfen. scheinen .lieber hier«» er IkcbafttnetoVonGie^ und Getränke E W Hochachtend ICUine» FeuiUe-on. — Die Extravaganz der „guten alten Zeit". Es ist ein Gemeinplatz, daß heute alles viel mehr kostet wie früher und besonders im Klciderluxus glaubt man, heute werde noch nie Dagewesencs geleistet. Doch ein Vltck rückwärts in die „gute alte Zeil" belehrt uns eines Besseren. Die moderne rz-rau mit all ihren kostspieligen Schneiberrechnungen und Extravaganzen ist ein Muster an Spariamkeit und Einsachheit gegenüber ben großen Damen vergangener Epochen. Wollte man nach den Statistiken, bic Henri be Gallier zusammengestellt Ijat, ben Toi- lettenctat einer vornehmen Frau des 17 unb 18. Jahrhunderts berechnen, so Käme eine viel größere Summe heraus als die vielgenannten 2000 Dollars, die eine rei$e Amerikanerin zur Bestreitung bet notwendigen Kleiderrechnungen ,ur.erforderlich angegeben hat. Gewöhnliche Gesellschaftskleider der rranzr.nschen Hosbamen kosteten 3750 bis 10 000 Franks. Bei be,anders festlichen Gelegenheiten wurden Toiletten getragen, die mit ihrem reichen Edelfteinschmuck unb ihren kostbaren Stickereien nicht eiten über 20 000 Franks kosteten. Mabame be Choyeul, die Ga^ti.i des Ministers unter Ludwig XV., trug an einem Abenokleio Spitzen int Werte von 75 000 Franks. Ein besonderer Luxus wurde mit Unterkleidung getrieben, fie wurwen aus feinstem -^tnen und bester Spitze verfertigt, und man ,ah gleich,am einen Sport darin, möglichst viel davon zu besitzen. Als eine eiwsache xomc bet franzöfischen Gesellschaft, Madame be Berrue ftarb, lanben sich in ihrem Besitz 500 Dutzend Spitzentaschentücher, 4S0 £)emben und 60 Korsetts. Die Korsetftrage, die ja auch.heute einen bedeutenden Posten in der Toilettenrechnung beamprucht^ war damals unendlich schwieriger und nur unter viel größeren ^Plern zu lösen. Ein Korsett der spanischen Hoftrackp, eine lener gewaltigen rüstungähnlichen Ntaschinen aus -stahl, konnte mcht billiget als mit 500 biS 2500 Franks nach heutigem Geld, bezahlt werden. Und bie Slriiwhnc! Sollte >ie in wirklich eleganter unb vornehmer Weise auf fall en, bann war wett mejr notroenbig als ein einfaches Drahtgestell mit Sonnenregen b- spannt. Die hohen Stelzenschuhe mit eingelegter Arbeit und Ebelsteinschnallen, die man zur Zeit der Königin Elisabeth trug, hatten allein einen Materialwert von mindestem- Der Preis für bie einfachsten Formen betrug oangoerern Grünberg ein Bild, der Gesangverein „Ge- mutlichken -Gießen durch Schriftsührer Lehrmund einen Aecher. -sogar aus der Reichshauptstadr traf von dem Geiangvcrein Liederfteunde ein Eichenkranz bur chdcn 2 Vor- sitzeiibeii eeibcnmnb, ein geborener Gießener, ein herzliches! Glückwunschtelegramm ein. Tie von ben einzelnen G sana- veremen vorgetragenen Lieder wurden aufs beste gegeben und ernteten fortgesetzt lebhaften Beifall. Tie Chöre gaben lebhaftes Zeugnis dafür, baß die Vereine besonbers das deutsche Volks- und Vaterlandslieb zu schätzen wissen unb sich in erster Linie diesem widmet. Beiondere Auerteimung qe- bührt auch dem Chore „Kaiser Friedrich III., den der sest- gebende Verein zu Gehör brachte. Beim Schluß des Kommerses übenrichte der Vorsitzende dem Sänger Tavio Löffln, eine hübsche Ehrenurkunde für seine 25jährige Mitwirkung als Sänger. Mends um 8 Ahr begann .inter Leitung des Vorsitzenden Berber die Vorführung von 13 lebenden Bil-I dem mit Text unb Musikbegleitung: ,/Vou der Wiege bis zum I Traualt^. Daran schloß sich ein Düll, der die Festgäste noch lange zusammenhielt. Die ganze Feier nahm einen überaus schönen Verlauf. Der Gesangverein Heiterkeit ist aus kleinen Anfängen hervorgÄvachsen und verfügt heute über 140 Mitglieder. Seine Leistungen haben wiederholt auf Wettstreiten durch Verleihen von Preisen Anerkennung gefunden. Ter Verein hat sich unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Becker, des öfteren auch in den Dreist der Wohltätigkeit gestellt und wirkte u. a. bei der großen Eichen- dorffeier mit Auch die Feste hiesiger Vereine hak er wiederholt verschönern helfen. *• liebet das Ensemble Bergbaus, das sich am Dienstag im »Hotel Kaiserhost und Mittwoch im „Hotel Einhorn* produziert, lesen wir im „Heidelb. Anz.": Wir hatten Gelegenheit, bem ersten Konzert des „Ensembles Berghans* in der Aktienbrauerei beizuwohnen unb müssen gestehen, daß wir uns einige Stunden ganz angenehm unterhalten haben. Herr Berghaus, ein alter Bekannter hier, hat es verstanden, das Programm ganz amüsant zusammenzustellen. Soloszenen, komische Tuette, oberbayerlsche Geblrgsszcnen, sächsische Humoresken wechseln in rascher Folge, auch sind die einzelnen Leistungen als gut zu bezeichnen. " Unbe ft eilbare Postsendungen. Bei der Ober- Postdirel'uon m Darmstadt haben im Jahre 1907 25 792 Posl-- ienbungen aus Orten des Großherzoaiums Hessen (unb zwar 4628 B' leie, 20 800 Postkarten und 364 Drucksachen) verilichtet iverdcn müssen, wert ihre Zustellung weder an Empfänger noch an den Absender möglich war. Die Zahl ist gegen das Vorjahr um 43r'8 gestiegen. Bei 14 404 Senbimgeii (1508 Briesen, 12 792 Postkarten und 104 Drucksachen) harre der Absender sich auf oder m den Sendungen nicht genannt. Wie viele Unannehmlichkeiten mögen den Empiängern und den Absendern auS diesem Anlaß erwachsen lern, unb wie viel ungerechte Vorwürfe Über Unzuverlässigkeit fmb wohl gegen bie Posloerwaltung unb ihre Beamte erhoben worben Immer roicber müssen wir daher ben Briefschreibern empsehlen, in ober auf ben Postsenbuugen stets Name unb Wohnung bes Älb- senbers, sei es handschriftlich ober durch Abbruck eines Stempels, anziigeden, bannt ihnen, «alls ber Emp'änger nicht ermittelt wirb, die Senbnngen zurückgegeben werden können. A Klein-Linden, 25. Oft. Unser Kirchweihfest wurde heute gefeiert; sie bildet einen Unterschied zu der weltlichen Kirmes, die im August begangen wird. Am 28. Oft. sind es 42 Jahre, daß in bem Krregsjahre 1866 die jetzige Kirche ihre Weihe erhielt. Dainals stand bie Kirche am Enbe, also fast außerhalb des Dorfes, heute steht sie mitten barin, denn es ist seit jener Zeit sehr viel gebaut worben. Die Bc- oölferung hat sich, seit damals mindestens verdreifacht. § Lollar, 23. Oft. Die hiesige über 30 Jahre bestehende Ca s i n o - G e se l l sch a ft, deren Mitgliederzahl in den letzten Jahren durch Wegzug sehr zurückgegangen war, hat in ihrer vor furzem abgehaltenen Generalversammlung beschlossen, sich aufzulösen. — An dem hier unb in ber Umgegend weit unb breit bekannten alten Gasthof ,3um Löwen", ber nunmehr boch an den Metzgermeister Hch. Moos V dahier käuflich übergegangen ist, werden z. Zt. weitgehende Renovierungen vorgenonnnen. Der nunmehrige Inhaber beabsichtigt Gastwirtschaft unb Metzgerei zu betreiben. — Seit Donnerstag, 21. b. Mts., tagt hier die Feld- bereinigungsfommiffion, um die Reklamationen ber Landwirte, die mit der Zuteilung ber neuen Grundstücke nicht zufrieden sind, entgegen zu nehmen und darüber zu verhandeln. Dem Vernehmen nach sind 8 3 Reklamationen emgelaiifen. Ein erheblicher Teil davon mußte, da eine Einigung nicht ziiftande kam, bem später noch einzubecusenden Schiedsgericht übeiwlesen werden. X Treis a. b. Lda., 24. Oft An Stelle beS seit- herigen Gerneinbeeinnehrners Becker, der sein Amt, bas er nahezu 40 Jahre mit Treue unb Hingabe geführt, wegen seines hohen Alters nicbergelcgt hat, würbe Wilhelm Limmstruth von hier zum Rechner ber hiesigen Geineinbe- fasie ernannt. Zugleich imirbe ihm bie Verwaltung ber Ortsfranfenkasse und der Kasse ber Alters- unb Jnvaliditäts- versicherung übertragen. Die Ucberheferimg hat im Lause dieser Woche stattzusinben. — Bad-Nauheim, 24. Oft. In der abgelaiisenen Woche sind 107 Kurgäste angefotnmen. Die Gesamt- srequenz beträgt bis 'zum 22. Oftobec 29 996 Personen, wovon am genannten Tage' noch 428 anwesend waren. Bader wurden bis zum 22. Oktober 401 375 abgegeben. Die Badehäiiser V unb VI werden am 25. Oktober mittags geschlossen. Die Bäderabgabe erfolgt vom 26. Oktober ab nur noch im Badehaus IX Nord. Daselbst werden abgegeben: Thermalbäder von Quelle XII, Sprudelbädec von den Quellen VII und XII, sowie Säßwasserbäder. — Der Badekartenverkauf erfolgt gleichfalls im BadehauS IX Nord. □ Alsfeld, 25. Oft Die Erweiterung uns eres Bahnhofes soll mit Beginn des Frühjahrs erfolgen. Zugleich wird auch die neue Bahnstrecke Alsfeld— Nieder- Aula in Angriff genommen. O Laubach, 25. Oft. Nach 57jähriger Tätigkeit als Schäfer im Gräflichen Dienst ist dec 72 Jahre alte Schäfer Spuck in ben Ruhestand getreten. RB. Darm sta dt, 23. Oft Der frühere Unteroffizier Nif. Himmel ha ber aus Semd i. O., ber im Frühjahr wegen einer Reihe raffinierter Heiratsschwinbeleien zu sieben Jahren Gefängnis unb 10 Jahren Ehrverlust verurteilt worden war, ist plötzlich geisteskrank geworben, unb mußte deshalb aus bem^Gefängnis injbie Irrenanstalt verbracht werden. h Frankfurt a. M., 24. Oft Heute Nacht zwischen 11 unb 12 Uhr entgleisen im Hauptbahnhof brei leere Personenwagen infolge zu frühzeitiger Umstellung einer Weiche. Personen würben nicht verletzt, einige Zuge erlitten geringe Verspätungen. Provinzial-AuSschuß der Provinz Oberheffen. L. Gießen, 24. Okt. Nachdem der Provinzial-Ausschuß unter in 18. Dezember v. I. die Wahl eines Bürgermeisters zu Saasen für un- ffiltig erklärt harte, fand am 5. Februar Ls. Js. 'Neuwahl statt, oei brr Acax ^star! mit 57 Stimmen gewählt wurde, währenb sein Gegenkandidat Wilhelm Schcpp nur 46 Stimmen erhielt. Tor Letztere reflamicrte ^.egen die Wahl, indem er behaupcetc, es l«rcn unjulänige Becinfluffungen von Wählern borgefommen, e^n-ai,c¥, obwohl er stimmberechtigt gewesen sei, von ber Wahl zuruckgewiescn worden. Der Kreisausschuß wies nach Vernehmung einer Reihe von Zeugen die Reklamation als un- vegrundet zurück. Er hielt den itiachweis von Beeinflussungen nut,t Tur erorad)t_ uno war bezüglich des zurückgewiesencn Wählers oer Aiyid/t, daß bie Zurückweisung xwar zu Unrecht erfolgt sei, eine nieicntlufc Aenderung des Wahlergebnisses jedoch irotz- oein nicht cutgeh -cit wäre. Gegen das Kreisausscl7ußurteil vcr- wlgte cer Anwalt ix-s R.ckamanten Rekurs an btn Provinzial- ausid-mb. euigefjenbcr oeugcnbernebniung hielt dieser bie «-ad läge ’.il iukI) nicht genügend gefmri unb beschloß, zunächst! nod ccien .rügen m terncl;mcn unb bie Entscheidung sodann am ju.ajium ^amstag zu »eriunbigeiL I Hierauf hruibc die Entscheidung in der Sache: Verlegung des Bahnhofs Vilbel: hier Enteignung von Gelände in Gemarkung Vilbel verkündet. Danach hat die König!. Eisen- bahndirektion Frankfurt a. M. den Fr. Lindemann Eheleuten zu Vilbel als Entsck>ädigilNF für abzutrelcndes Gelände den Bo- trag, von 24 702.20 Mk. zu vergüten. Weiter wurde das Urteil in der Sacke: Gesuch ber Firma! „Gießener Brauhaus" zu Gießen um Erlaubnis zur Auf- stellnng eines Dampfkessels verkünbct. Tie Firma erhält bie iiachgesuchte Erlaubnis unter verschiebenen Bebingungen- woburch ben, von ber Rcachbarschast geltenb gemachten Bebenkcn Rechnung getragen wird. Ein Polizeibefehl bes Großh. .Kreisamts Friebberg gegert bie Heinrich Haas III. Eheleute gab benselben auf, ihren, Brunnen tz u schließen, ba bas Wasser besselbcn ungenießbar sei, wie burd). eine kreisärztliche Untersuchung festgestcllt worden war. Gegen den Polizeibeseht rekurrierten die Eheleute Haas ion beit Provinzial-Ausschuß, indem sie behaupteten, daß die Verunreinigung des Brunnens von ber Mistlaute ihres Nachbarn herrühre, bie undicht feL Da hiernach die Ursache dcLI. Uebelstandes bei diesem zu [udyeit und zunächst zur Beseitigung desselben anzuhalten ist, hob ber Probinzial-Aus,chuß heute den Polizeibesehl auf. Karl Heebel II. zu Ortcnberg ist um die Erlaubnis zur- ©rridjtung einer Gastwirtschaft mit Fremdenherberge ein» gekommen. Obwohl ber Gemernbevat bie Bebürsnissrage bejaht hatte, beschicb ber Kreisaussckmß bes Kreises Bübingen beit Ge- luchsteller abschlägig, weil er sich von bem Vorhanbensein. eines Bebürfnisses nicht zu überzeugen vermochte. Die gleiche Entscheibung traf ber Provinzial-Ausschuß, an ben ber Gesuch- stellet Rekurs verfolgt hatte. ßanöwirtjdiaft Frankfurt a. 'DL, 25. Okt. Die reiche Obsternte dieses Jahres veranlaßt die Zentralstelle ’ür Odfloerwertung und das Obslniarfl-Zlomilee in Frankfurt a. DL einen dritten Obst» markt abznhallen, auf dem besonders billiges Wirisch a s t s o b st znni Verkauf gestellt werden sott. Es ist nicht zu zweifeln, daß der Alarkt gut beschickt werden wirb und somit den weniger bemittelten Kreisen Gelegenheit geboten ist, zu mäßigen Preijeu Einkäufe zu machen. Aiich dieser drille Atarkt wird wieder tm früheren Seuckenbergischen Museum, Bleichstraße 59 zu Frankfurt a. M. abgehalteu, unb zwar Mittwoch, 28. Oktober, von 10 Uhr vormittags an. GericHtsdcsaä. D ü s s e l b o r s, 25. Okt. Tas Kriegsgericht verurteilte ben Füsilier Johann Hecker vorn 39. Infanterie-Regiment, der m der Trunkenheit mit bem Schemel nach einem Unteroffizier geworfen Halle, zu zwei Jahren sieben Monaten Gefängnis. K r e f e t b, 25. Oft. Tas Schwurgericht verurteilte ben Rohscidenhän'oler Thomas, der seine Gläubiger um mehrere hunderttausend Mark schädigte, zu 3* 1 *j3 Jahren Gefängnis. Berlin, 24. Okt. Dec Tiamantenhändler Max Mal i tz k i rourbe heute von der 5. Sirastanimer des Landgerichts Berlin I wogen Mädchenhandels z u einem Jahre Zuchthaus und 600 Aik. Gctdslrci'c, eventuell nach 40 Tage Zuchlhaus, 5 Jahre Ehrvcrlnst und Ztllässigkeil der Polizeiaufsicht verurleilt uno sofort m Haft genommen. Olm l'i tz, 25. Oft. Ter Rittmeister im 10. Dragoner- regiment Baron Bluinenkron wurde wegen Mißhandlung von Untergebenen vom hiesigen G a r n i s o n s g e c l ch t zu zwei 'Dl o n a t c n ft r c n g c m A r r c ft verurleilt. Schivabis ch - H all, 26. Oft. Das Schwurgericht verurteilte den^72jährigen Schäfer Peler Diener, der einen anderen Schäler erstochen haue, zum Tod e. iilon, 24. Oll. Das öee geriet) t sprach heute den Kapitän 'Dlomic, der beschnldigt ist, den Untergang des Transportschiffes „Ülwc" vernrsachl zu haben, frei. Dar Urteil wurde nut Beifall üuigenoinmcn. Ncichsgcrichtsbrief. Nachdruck verboten. I. S. Leipzig, Okt. 1908. Haftpflicht wegen fahrlässigem U e b e r l a s s e» eines Fuhrwerks an einen 15jährigen Knaben. Ter Bäckermeister M. in Kassel hatte bei einer Fahrt mit seinem Wagen seinen 15jährigen Lehrling S. mitgenommen. Auf einer Strecke des Weges ber Wilheirnshöhcr Allee legte M. die Zügel des Fuhrwerks auf ben Wagen unb überließ es Dem Lehrling, bie Pseroe beim Kopfe zu führen. Kürz Darauf fuhr dieser bei einer Wcgebiegnng mit einem ihm entgegenkommenden Wagen zusammen, unb geriet unter ben Wagen seines Meisters. Die Folge war eine Beinvevletzung, bie erst gute Heilung aufwüs, dann aber in eine Verschlimmerung überging, so daß bas Bein abgenommen werden mußte. Die infolge biefes Unfalles gegen ben Bäckermeister M. geltend gemachten Schadensersatzansprüche des S. stützten sich ba- rauf, baß er von 2 Uhr muirgens bis in bie Nacht hinein von )einem Meister beschäftigt worben sei, was gegen bie Vorschriften der Gewerbeordnung verstoßen habe. Die Folge dieser Ueber- müdung sei es gewesen, baß er ber Situation bes Fahrens nicht gewachsen gewesen sei. Der Beklagte widersprach bem Damit, baß 's. vorher ausgeschlafen hätte uitD Daß mit einem Nagel im Bremsklotz nicht bie int Verkehr übliche Sorgfalt verletzt sei, weil man damit nicht zu rechnen brauche, baß sich jemand unter bem Bremsklotz zu schaffen mache. . Tas Lanbgericht Kassel trat Den Ausführungen bes Beklagten bei unb erkannte auf Abweisung ber Klage. Gegen dieses Urteil hatte ber Kläger mit Erfolg Berufung beim Oberlandesgericht Kaifel eingelegt. Letzteres entschied in zwei Urteilen zugunsten des Klägers. Tas Oberlandesgericht führte aus. Daß Die Haftung aus § 823 Abs. II B. G.-B. begründet sei. Denn ein- r Betagte gegen § 53 Der StraßenpolizeiverorDnung verstoßen haben, wenn er Dem iwch nicht 16 Jahre alten Kläger Das Gefährt allein überließ. Hätte Der Klager das Gefährt aber nicht geführt, so würde cs führerlos gewesen sein unD dabei rourbe ber Lei tagte gegen § 54 Derselben VerorDnung verstoßen, haben. Aber auch gegen Msatz I § 823 B. G.-B. habe Der Beklagte verstoßen, Da er Den Kläger fahrlässig in eine gefährliche ^age gebracht habe. Er hätte sich sagen müssen, baß, wenn er bie Zugel ivcgiegte, leicht Gefahr enlstcheu könnte. Ein Mtt- tieridyulbcn fei Dem Kläger nicht beizumessen. Da Der Fehler auT seine Jugendlichkeit unb Unerfahrenheit zurück- zuruhren Gegen bas Urteil bes Oberlanbesgerichts Kassel hatte ber Beklagte jic v ij t o n beim Reichsgericht eingelegt. Ter 6. Zivilsenat bes höchitcn Gerichtshofes erkannte jedoch auf Zurück- w e rsu n g ber Revision. —, Beklagte haste also erstens wegen Uebertretung eines Schutz^setzev sobann aber auch bcshalb, weil sein 2Bagen nicht näierem Zustande gewesen sei, denn in bem Brems- klotz habe )ich ern Nagel befnnben. * Zeppelin. Am Samstag mittag 2 Uhr erfolgte ein zweiter Aufstieg bes „Zeppelin", ber sehr gut verlief. 2er nächste Ausstieg wirb am Dienstag mit Prinz 5)einrich von Preußen an Borb erfolgen. Der Kronprinz wirb am Mittwoch erwartet. Zeppelin wnrbe am Samstag in Berlin vom Staatssekretär bes Innern v. Bethmann-Holl- weg empfangen, um mit ihm bie bevorstehenbe Wieber-' aufnahme ber Fahrten im einzelnen zu besprechen. * ~ i c Ei n w c ihung bes Zeppelin-Gebenkit e l n u an ber Lanbungsstelle bei Echterbingen fanb am Samstag statt. Der Stein trägt bie Inschrift: Hier 1(1) 1 Cftobcc — 2j Höchste Handel 92.9UI Elektnz. Lahmeyer 99.10 Börse, 26. Oktober. Anfangskarse. . 145.40 Bessere Woll-Waren K. Holterhoff Söhne 20 Seltersweg 20 Telefon 662. Telefon 662. . 220.10 . 111.50 Freitag den Samstag den . 22.50 . 146 60 . 123.00 W!» 3% 3/6 °/e . 174.60 . 126.50 . 237.90 . 137.00 . 177.20 . 145.50 . 198.20 Reichsanleibe do. Konsols . . do. Hessen . . Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz; fest. Berliner Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fester. 84.00 92.90 83.90 91.20 90.10 97.90 99 20 92.50 103.90 59 10 60.50 97 05 90.75 91.10 ü.sgenchlverurWe niaiiierie-Regiineiil, der ' ewem Unteroi^ier ge- ’en Monaten ®c. jeridft verurteilte den aubiger um mehrere 31/) fahren Ge- ändler Mar Mal itzki :s Landgerichts Berlin I i Jahre Zuchthaus Tage Zuchthaus, 5 Zahle ichl Dcrmleilt und jojott st er im IO. Dragoner- ’gen Mißhandlung onsgerichlzu jroei iit. as Schwurgericht Peter Diener, du i Tode. d)t sprach Heute ben !)t Untergang d8 zu haben, frri. Diphtherie Lungentuberfulose Brechdurchfall Hcrziehlcr Unierlcibsentzündung Nierenentzündung Krebs (Siterimg deS Hirn- bluileuerä 119.00 119.00 191.10 186.00 105.30 200.00 200.50 83.30 97.00 166.40 126.40 238.30 Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpcner Bergwerk. . . Daurahütte ..... >ordd. Lloyd . . . . . Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsgcs. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien .... Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lomuard. Eisenbahn . Uestcrr. titaatsbahn . . I'nnce-Heun-Eisonbabn Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgoteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 26. Oktober, 1.15 Uhr. Ä)iereoro1ogljciie Deovachtungen der Station Gietzeu. wöchentt. Ueberjicht derTaderfälle L d.Stadt Eichen. 42. Woche. 'Boni 11. Cftobcr bi5 17. Cftobcr 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (infl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: lb,816/ee, nach Llbzug von 7 Ortsireindcn: 6,90 V«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Fahr J* Obfcmt, di,,,. "‘Ig'.S; lomit £ ir.-s.tt Summa: 11(7) 9 (6) 1 1(1) Sinnt.: Die m SUmmnerii gesetzten Zistern geben an, wie viel der Todesiälle m der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach ließen gebrachte Kranke kommen. Hochbahn-Unglück. Tie Hochbahn-Katastrophe vom 26. -sept. d. I. hat das -Dublitunt ivctt über die Grenzen Berlins hinaus nut Schreaen und Graus erfüllt. Erklärlich; denn das Eifenbahn-ttn glück, das mit einem Schlage 18 blühende Menschenleben vernichtet und viele Personen schwer verletzt, gehört nicht zu den Alltäglich, teilen. Tas groge Publilum vergißt aber, dag Enenbahn-Ungluae überhaupt zu den täglichen Portvmnuiisftn gehören, -'cack dem statliuschen Uahrbuch traten auf deutschen Eisenbahnen unwahre 1906 o33 Entgleisungen, 391 ^usammemtöge und 3067 sonstige Unfälle ein, getütet wurden 1195 und verletzt 2543 Personen! Tabei nnö Die Strauenbahnen mit ihren zahlreichen Unfällen noch gar nicht mit gerechnet. Eisenbahn -Unglücke lind eben schlechthin unvermeidbar, was immer man auch zu ihrer Perhütung tun mag. ES tu daher nur naturgemäß das; dte Versicherung gegen die körperlichen Obigen eines Eisenbahn-Unglücks eine ilelgenoe Perbreitung findet, -tia her Victoria belieben weit über 150UDO solcher Versicherungen. Sic gewahrt diese Versicherung gegen eine einzige ^.^esvramie au die ganze Lebenszeit, ^bre Versicherung gilt tut alle ^nenbaöneri der ganzen Erde und auch gleichzeitig, ohne besondere^Brawie, für Dantvischine und lUiotorboote aus europaiidjen -oinnengewaiiern. 3u den Eisenbahnen werden nudj gerechnei Stragenbahnen ledm: Art, Zahnrad' und Drahtseilbahnen, Hoch - Untergrund- u. Schwebebahnen. Die eine ynoredprnnuc rann ui ^,^o^nrate>i entrtätet iverden. Der Preis der Versicherung ist verschwindend klein, betragt er doch aus die ganze Lebenszeit verteilt nur wenige L,enmge rur die Loche. Ze früher man sie ium,nl. desto billiger schnei sie sich. Sie m daher and) für lunge Xfcute und Stinöer beiderlei Geschlechts durchaus emviehtenswert. ^'IQ Postpalet-ASreMn mit Krma ur,. MHtgfi vrüvl'iche UntperRtäts-Pruderet Sieben. 3>j0/e Oberbessen . . . 4>6 Uestcrr Goldrcute. . 41/6?o Uestcrr. bilberreute ly0 Ungar Goldreute . . 4% Italien. Bente . . . 3-6 Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ JII 4/i°/o russ.Staatsanl. 1905 4/au)0 Japan. Staatsanleihe 1 -z Uouv. Türken von 1903 lanbete am 5. August Graf Zeppelin zum erstenmal auf t Fund wurde dem Präparator Braunholz hier zum Aus- festem Boden. — Ter Graf selbst hatte in einem Schreiben stopfen übergeben. . an die «emeinbe Echter^ n daß er äu seinem Bedauern der Feier nicht beiwohnen tonne, weil er nut gern: fggeft neben mir wohl eine Stunde lang — ohne Arbeit überhäuft sei; es widerstrebe ihm auch, sich bei ein Wort zu sprechen." Vöi-Iapoh ist für Frauen und Mädchen jeder Tag, den sic V ei 101 en vorübergehen lassen ohne aus die Pflege ihres Teints und ihrer Haut die notige Sorgfalt zu verwenden, üfm m Den Formen von der Aatur vernachlässigtes Antlitz erregt uberau Wohl gefallen und Bewunderung burdj den gesunden Temt nach steter Anwendung von IUIyrrho11ns eise.________________________lb >« »• , njr «i* „ittag- “L dcr l‘W, §£ia»4 tag11111 mildö!f Wlt Leipzig, Olt M zem Ueberlassc» jährigen Snaben. le bei einer Zuhrt aii § mitgenommen, ms zher Allee legte A. die h überließ es dem Kurz daraus Mr bit|tt Igegenbmmenden Sogen i seines Meisters-A gute Seistmg^M rging, >o daß dm, Sxw 1t $aa u/0 Chinesen .... 97.00 Aktien: 4- 7,4 ° C. + 0,10 C. Wer Kraft bedarf, trink' Biofon. Tie Tasse tostet nur 12 Pf. u. ist von ersten mediziiiischeii X'Uitoritatcn warm empfohlen. Erhiiltl. V: Kilo Tur einige P-oa>en ausreichend 3 'M. ui Apothek-, Brogenen ufw. einer solchen Gelegenheit in den Vordergrund zu stellen. "' " * Eisenbahnunfälle. FN der diacht von Freitag! '»Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des auf Samstag stießen in der Station Hochzoll im Schmiedemeisters Jean Rath gebe r in Worms wurde am Nebel ein Güterzug und ein Eilzug zusammen. Zwei! 10. Cft. das Konfursversahren eröffnet. Rechtsanwalt Rahn in Prionen wurden« e tö t et und fünf sch wer und mehrere ~ würbe leicht verletzt. Unter den Getöteten befindet sich der I ,,^,den. — Heber das Vermögen der Firma Simoii M a y Ehefrau Kaufmann Böttger aus Frankfurt a. M. und derh)lunnette geb. Tleper, Viehhandlung m Wö 11 stein, wurde am Cbertnqenieur Probst aus München. Ter Kölner 19. Oktober das Konkursverfahren eröffnet, da von einer Glau. n f to a a e n wurde schwer beschädiat und ber bi9erin wegen Ueberschuldimg und ZahlungsemsteUung der Ge- Schlafwagen^ wuroe 1 a) ro l r d e i a) a o i g t uno ocr lu»inld)u(bnenn ölc Konkurseröstnung über bereit Vermögen bcaiP Schlafwagenschaffner lebensgefährlich verletzt. 10 0ütcr^ lvQilt Unö legiere auch ihre Zahlungsunfähigkeit zugestanden hat. wagen wurden zertrümmert. Ter Verkehr kann auf der Rechtsanwalt Alten darf in Wöllstein wurde zum Konkurs- Strecke Augsburg—München vorerst nur eingleisig aufrecht I Verwalter ernannt. Aontnrsforoerungen sind bis zum 9. Rov. bei JziTL- merhPH — am Sonntaa früh der v-ctua c>em Amtsgericht Wöllstein anzumelden. — Ueber das Verwogen galten Werben- - am Sonntag pip Ber U-M Heinrich Friedrich Steinbrecher, Schlos,ermeister zu Derlm—Mailand tn den iL-tuttgarter Bahnhof eurttes, ver- Grotz.Zi.ninern, Inhaber der Firma I. H. Steinbrecher sagte die Bremse und die eine Lokomotive drang in Sohn, wiirde am 16. Cft. das Konfursvenahren eröfineL Rechis- sfl5 Bahnhofsgebäude. Sie durch stieß d ie! awvalt Püf t zu Tleburg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Wand zn dem Postburcau. Es wurde "iem-nd ver-1Otto'«ei«fe letzt, der Materialschaden aber rst bedeutend. Die rn dav I ut a t n s wurde am 21. «t. bdd Konkursverfahren eröffnet. Bahnhofsgebäude cingebrungene Lokomotive war bereits jtnmnUsgcl)ilfe Karl Fehler in Mainz rourbe zum Konfursver- um 10 Uhr wieder abgefchleppt. Von dem Lokomotivpersonal waller ernannt Konkinssorderungen sind bis zum 10. 91od. bei d" H«z-r ^g-sp-»ng«n, während,der Führ - r auj °emveröffenLiHt den feinem Posten blieb und mit der ..raschiN'- ut das Ge- I^gg^nstandum Atitte ObtSöer. Die cuigcflamnierten Zahlen bäude hineinfuhr, ohne verletzt zu worden. — Ter Zug hatte I ^deuten tltobennilte 1907. Dint.rweizen 2,4 (2,4); Winter- auf der Weiterfahrt einen zweiten Unfall. Infolge ^?lz 2,2 (2,5); Wimerroggen 2,6 (2,4) und Kartoffeln 2,5 (2,6). eine» eigntifd)^ fuhr die S-I>iebel°k°m°iive bei Swtt- ung noch mit: Waren die^ etwa-, höheren Forderungen bis die Sacke duldet keinen Aufschub. Zch sage es Ihnen noch zur vollen Entwickelung der ^plrUu^Produktion nicht zu ent- einmal- Sie nehmen das Paket mit nack Hause und arbeiten I mehren, so kommt mit den vom 1. Dezemver er. an gettendcn bcu Stofs noch heute auf." Wütend ergriff ber Aermste, der Preisen die Leistungsfahigteit der Gemeinickjaft nach dem neuen aerade feinen Geburtstag hatte feiern wollen, Stock, Hut und! >öanptvertrage ynm Ausdruck. Infolge der niedrigen Betriebskosten das Unglnckspalet. Zn Hause angekommen, öffnete er das Paket! Tonnen «also die Verkaufsvreise der Spiritns-Zentrale auf anvoller loru 11m diese so hochwichtige Angelegenheit kennen zu I nähernd die gleiche Grundlage gestellt werden, mobei bre bis-- leriten - da fand er, statt der vermuteten Papiere, eine Nuß-Urigen billigen Brenn,pirituspreise bcibcljaltcn und die anderen torte und einen Zettel von Althofs: „Lassen. Sie sich's ^Ückfluft zur Reichs- ,a)m c ti aifer Franz Josef seine Minister be- bank hat sich in den letzten Tagen weiter fortgesetzt. Ter Aus- 1 e b r 1^ Erst jetzt wird eine tteine Anekdote bekannt, die ein weis vom 23. ds. dürfte eine f teuer freie ^tcnrci erbe oonrunb siÄes Lickt darauf wirst, daß Kaiser Franz Joses nicht nur WO Mill. Mk. auftvei,en Zur gleichen Zeit des Vorjahres war durch Verftigungen ober Anregungen, sondern auch durch belehrende noch eine Steuerpfticht in der Höhe von 129 Mill. » vorhanden. Beispiele die Acnderuug mancher mißlichen Zustände herbeifuhren D1 f f er e n je 1 nraanb °eL^rob u ttenboy e. f.n , ~n ;Qnx Cv duf seinen Spazierfahrten, baß verschiedene I dem bekannten Tifierelizeinwandprozetz d-r Firma C. Bloch in te de^ Umaeaeick von Last!) ^ durchaus unzulänglickjem Zn- Berlin gegen Wen (jjetrdoelpiibier Wilhelm Werner m Posen A ninren ohne daß für bereit Restaurierung gesorgt würbe. I hat jetzt auch bas Reichsgericht den Beklagten zur Zahtuiig per- Sr Ä S »arte“ ,mn einen recht trügen Tag ab. oor LlrteiU. Ls banMtJto hxauei um den lernet Zen Diel Stof. I pa^tiifhtin n'reanet hatte Er lieft an diesem an ben ver--1 sehen erregenden Disfeteuzeinwand, br.n Werner gelegentlich eines SSSÄhSÄÄÄ SÄ» uar, im Schlosse anlangte, merkte er, datz er in dem offenen | geridit zur Entscheidung stand. Sd) fonbeiibcjöidgPr^ Aug/n zu'ttettmvereinigten zrankjurter Ztadttheater. sich daher an den ihn einführenden, natürlich vorher durch ben ^peinhaus. Kaiser instruierten Erzherzog und trug ihm die ^ache vor „Tos Montag den 26. Oft.., abends halb 3 Uhr: „Zar und Zimmer- macht nix!", sagte dieser, wenn der Kaiser diese Route benutzt, mQun» Tienslag den 27. Cft.*): „Ter Mann mit Den drei kommt er alle Tag so 5' Haus." Kaum 14 -tage ocrgingen, ~voucn/ Piinivoch den 28. Cft.: .Hofmanns Erzählungen" und die Straßen waren neu gepflastert und geebnet. I Donnerstag den 29. Cft.: »Ein Wintermarchen. * Ein ackjtvciniger H a s e. Tas „Wolfen- Zo. Ctt, abends halb 8 Uhr: .Em Walzertraum. bütteler Kreisblatt" schreibt: Freiherr von Münchhausen Zi.Lki.: „Aida." Sonntag beit 1. Slov., nachm. halb 4 Uhr: pr -öli 11 uns von ciif'in ü(I)ibeirtiqcn Hasen, ben er fast Nicht Ter Waffenschmied." Abends 7 Uhr. „Em Wnuerinarchen. Ex"«.» H sehr schwer beizukornmen war. An dieses Jägerlatein er- ) " zchauspiclhaus. innert jetzt eine Tatsache. Im benachbarcen Beddingen Montan den 26. Cft.v): „2ie Xiiebe n)ad)t." Dienstag den fourbc ein solches Wundertier von einem Einwohner ge->. Tie Kiebe wacht." 'JJiithood) ben 28. Cft: „Was ihr funben. Das Tierchen war Eider schon eingegangen. Es ,völit.« "Domierstag den 29. Cft., abends halb 8 Uhr: Kriemhilds hat nach dem Urteil sachverständiger ein Alter von 12 bis sj{QC[)e/ Freitag den 30. Cft.: „Zeas ihr wollt. Samstag den 14 Taacn erreicht und besitzt auch gut entwickelte Beine, 31. oft.: ,Em Falllsfement. toonn ag ben 1. Nov., nachm. und eine Lunge be.rtzt, wahrend die anderen inneren un --- 1 bemerkt, abends um 7 Uhr. äußeren Körperteile alle doppelt vorhanden sind, ^er seltene, ) -imang, wenn man Temperatur am 2j.—25. Niedrigste , , 24.-25. Harpcner Bergwerk. . . 200.00 Laurahütte .... 201.25 Lombarden E. B. ... 22.50 Nordd. Lloyd 83.40 i’ürkenlose 139.00 1(1) — 4(1) 4(1) 1 —— 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1(1) 1 m 1(1) KD 1 (1) i(i) 1 (1) Cftobcr 1908 Barometer au» 09 reduziert Temperatur der Lust o> "0 S "<7- 0 ~ ■2 s eL Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 25. 2“ 744,3 5,7 6.4 94 NW 4 Bed. Himmel 25. g» 744,4 6,4 7,1 99 NW 9 Klarer Himmel 26. 7” 747,1 3,6 5,7 97 still still Bew. Himmel Auto-Schals von 3,50—1,00 Mk. Leibbinden 7» 3,00—1,25 •n Kniewärmer n 2,00—1,30 77 Kinder-Hauben r> 12 00—0,60 71 Kinder-Mützen T. 5,00—0,50 71 Kinder-Höschen 7) 2,50—0,55 T) Kinder-Böckchen r> 3,00—1,40 7) Kinder-J äckchen 71 5,00—0,80 7» Kinder-Capes u. Mäntel 7) 12,00—2,50 71 Strumpf-Mützen f. Knaben n 2,75=0,70 T Swaeters t. Knaben u. Mädch. 7! 5,25—1,50 71 Damen-Golf-Jackets von 15,00—8,75 Mk. 1 Kinder-Golt-Jackets 77 9,00—6,75 „ Damen-Golf-Blusen 77 10,00—6,00 n Schulterkragen 77 7,50—3,50 n Blusen-Schoner 77 5,50—2,85 n Damen-Anstandsröcke 77 8,00—1,50 „ Damen-Westen 77 5,00—2,00 n Chenille-Schals 77 10,00—3,50 „ Chenille-Fichus 77 4,00 -1,85 „ Chenille-Capotten 77 4,00—2,50 „ Echarpes und Tücher 77 15,00—0,85 „ Pfeildreieck-Seifen tat ysbsrzsöiftJ W ID’/ durch flSKESQ wird billigst besorgt. I 10 | Julins Sctote, Km-Bstz 6226 Tanz - Lehr - Institut W. Will, Tanzlehrer. 6268 WN Preisen im Möbel-Fabrik-Lager und Ausstattungs-Geschäft Hermann Dominions, 18 Kaplan-gasse 18 GIESSEN. Prd von Scharfe, garant. rein und bei höchster Reinigungskraft nicht teuerer wie jede andere gute Seife. Wilb. Rudolph ürutih. tles» tiufheferaut Pianohandlg u Reparatur werkstätUa. Sellerbweg til Keine Gratisbeigabe, dafür volles Gewicht u. beste Quall- Ueberall erhältlich. mit patent Apparaten eigener Konstruktion, die sich Weltruf erworben haben, unter ständiger ehern. Weine erster Kellereien. .................. Besitzer: Max Jaskowsky. Kontrolle aus den reinsten Pflanzenfetten hergestellt, sind von besonderer ^0 Härte und deshalb äusserst sparsam im Ver- brauch. Perfteigerrnig. Dienstag, den 27. d. Mts., nachnr. 2 Uhr Neustadt 55, dahier. 1. Fortsetzung der Verstei- gerunga«üdemNaclda»N der Johis. Neeb Ww., nie Dainenkleider, Wäsche u. Hauo- Halrungsgegenslände pp. 2. 3 Pferde, Rollwagen, Fahrrad, Schrelblisch, Piauino, Breacke, Doppelspünner^Pierdegeschirr, Dlamanlrlng,Badeell'.tlchtuilg, Lorbeerbäume, versch. lUiÜbei u. 1 Kaninchen, lBelg. Ricscn- ^unglier.) 6285 Die Pers.cigcrung äh 1 findet bestimmt statt, zu 2 teilweise. Born, Gertcht-vollzieHrr. T&orikant: August Jaoobi, 1 k Darmstadt ■ £ Klavier- Stimmen Reparieren Polieren tu tadeUubtu Ausführung W. Will. Anmeldungen zum Tanzkursus der Herren StndiereiideBi nehme jederzeit in meiner Wohnung i Lö berstrasse, Nr. 12 entgegen. Unterrichtsabende Dienstag und Freitag, Hochachtungsvoll Alleinige Fabrikanten: A. L. Mohr, Act.-Ges., Aliona-Bahrenteld X Emil Lotz X Kit chcnplata 9. TeL 314.1 Nusskohlen Prcssklölzo I Holz 6907 */AV B Kampf den alten Vorurteilen, deren Sklave Ihr noch immer, Nehmet Margarine „MohPfi"' und Ihr lasset sie dann nimmer! Lange habe ich gezögert, endlich hab’ ich‘s überwunden, Kaufe „^Ohir-a“ jetzt statt Butter, die ich habe gut befunden! Ihr zur Seite stehet würdig, köstlich fein die „Sieger-ün14, Mög’sie siegreich mit der „£"tioiira“inden deutschen Haushalt ziehn! Verlobte welche rieh ihr zukünftiges Heim behaglich einrichten wollen, finden die grösste Auswahl gediegener Möbel zu u :: :: :: :: Hotel-Restaurant u z - u :: „Zum Einhorn“ Lindcnplatz Tel. 405 Kirchenpiatz Bekanntes Haus guten Ranges im Mittelpunkt der Stadt Großes rauchfreies Kcstaurant mit vorzüglicher =r—=-- ■——Küche. ----- ■ ■■■ ■■ - ■ Anerkannt guter Miitagsiisch in u. außer Abonnement. Reichhaltige Tages- u. Aoendkarte. — Spezial-Ausschank: Münchener Hofbrüu, Dortmunder und Gießener Biere. Gas Koks / Höiten-Koks Eiform-Briketts ZtrSWke nid SocKen | in prima Qualitäten. Ganz besonders empfehle sehr dauerhafte schwarze, lederbraune und farbige Kinder Strümpfe 0 in allen Größen zu billigsten Preisen w Strickwolle -w d per Piund von Mk. 2»50an. Stricken und Anweben von Strümpfen W [Flutzextract] Verlag von Emil LvA Roth in Glessen. Illustrierter Wegweiser durch die Universitätsstadt Gießen. Gießener Verkehrs-Handbuch. Preis: Elegant geheftet Mk. 1.—, elegant gebunden Mk. 1.50. Der Frankfurter General-Anzeiger brachte folgenden Hinweis: „Ein Werk Uber Gießen. Im Verlag von Emil Roth, Gießen, ist ein „Wegweiser durch die Universitätsstadt Gießen" erschienen, der an Ausstattung und Inhalt ein gleich mustergültiges Werk darstellt. Wir in Frankfurt haben eö zu einem solchen Führer durch unsere Stadt noch nicht gebracht. Da fehlt nichts, waS dem Fremden oder Einheimischen irgend wiffens- wert fern könnte. Geschichte, Kunst, Geographie, Geologie, kommunale Einrichtungen, Umgebung, alles ist von meisterlicher Jeder behandelt, ausführlich dargestellt und von zahllosen außerordentlich wohlgelungenen Illustrationen unterstützt. Sogar verschiedene Aguarelldrucke zieren das Werk, daS der Heimatstadt und seinem Schöpfer in gleicher Weife zur Ehre gereicht". la"/,» MemOr (äeiöiipemii töiejjfn. Probenbeginn CeylonWedda Kakao ] GhOcoladel Montag den 26. Oktober 1908, abends 8 Nhr in der alten Aula der Universität (Collegiengebäude) L. v. Beethoven: Missa solemnis. R. Schumann: Manfred. Wir bitten dringend um allseitiges Erscheinen t“/tt Der Vorstand. JL 16.50, JL 18.—, dl 20.— roll chrvHaz" dar Sahir & Allein-Verkauf: 1GD fiu Seppen nnd Damen H . H. 10.50,12.50,14.50 Za. SÜSS Mark(str. 9 Telephon 434 Wettergasse : : : : Beachten Sie meine : : : : Tanz- u. Hausschuh-Ausstellung. Colosseum Giessen Walltorstr. 36—38 (früher Cafo Leib) Telephon 644 Spezialitäten-Theater 8.8!anges Heute Montag Grosses Gastspiel der totes Indischen Scteeil Miss ASIaeaies als Salome-Tänzorin sowie das wundervolle Sper-ialitäten-Progranum nur Künstler 1. Ranges. Keine erhöhten Preise. "stzNT Anfang 8 Uhr. Im oord. Restaurant Großes Familieu-Konzert deö verstärkten Eintritt frei. Tameu-Lrchcners „Jidclidas". Anfang 7 Uhr. £0^* Der Saal ist aufs beste geherzt. Es ladet ergebenst ein 08970) Direktion A. Rappmann. ❖ ko Mimt. ❖ Hotel Kaiserhof 0299] Dienstag 27. Oktober, erstes jtueirbt’scta Konzert des bestens bekannten Singspiel-Ensembles 3 Damen EfisSt BgrghakS 3 Herren' aus Eibexfeld. LLoÄGrt Maas M aciif. kV neu, in flüssiger Form, aufs angelegentlichste zu empfehlen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. nk1’/, •■3 und eine allgemeine Kräftigung des Organismus M handelt, ist der Gebrauch von I Eisen-SgnrafDse Wenn es sich um eine Aufbesserung der Blntecliatienheit Seltersweg 18 £0806« echt Hieler Kleider, Anzüge = Paletots, Pyjacs, Wirev, Vertanf von Dünger. Dec in der Zeit vom 1. November 19u8 bis zum 31. Oktober 1909 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, io wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zum 30. Oktober d. Js. einzureichen. ■ ,,^ic Bedingungen sind in der chirurgischen Veterinär- kllntk, ^ranksurter Strage 94, einzusehen. Gießen, den 28. September 1908. T«f ®ic Direktion der chirurgischen Veterinärkliuik. Abwechselungsreiches amüsantes Programm k Eintritt frei. Statt Karten. -33 8807 1 geb. Wallenfels. ->4- Düsseldort, den 24 Oktober 1908. Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Frauenarzt Dr. Wanner und Frau Wanner ! UM. Hiermit wird zur Kenntnis gebracht, daß dis unterzeichneten Friseure die Haarwäsche mitPixa- von m ihren g-riüerkabinelten für Herren u.Damen eingefllhrt haben. Pixavon ist ein flüssiges Leer- vräparal, das mtttels patentierten Verfahrens geruchlos gemacht worden ist. Es wirkt durch feinen Leergehalt direkt anregend auf den Haarwuchs. Die tceclntähiac Pixavon - Haarpflege kann als die gegenwärtig denkbar beste Methode zur Konservierung der Haare empfohlen werden. PreisetnerFlasche Pixavon 2 Mark in allen einschlägigen Geschäften. Sehr sparsam im Gebrauch. Emil Koch, Bahnhofstr. 62, Herrn. Plank Wwe-, Kaplans- gasse 2, Fritz Schnecke, Ludwigstr. 22, Ph. Stier, Neuen Bäue 3. D19/m