Erstes Blatt L 158. Jahrgang Dienstag 36. Mai 1908 Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. keineswegs un- Seitdem ist es vorn Panslavismus stiller ind PItlS zum Teil durch staatlichen Selb- ehle meine SRaicriü: trotfenHe nach rk älligen BernM4 fc H. TrcvvulSn S» storben. Ein Vierteljahrhundert hat er den schönen Rheingaukreis int preußifchen Abgeordnetenhanse vertreten. Schwere Krankheit liey ihn die Wähler bitten, von seiner Wiederwahl abznsehen. Nun ist er, noch vor Ablans des Mandats, dahingegangen. Eduard Lo» tichius war ain 11. November 1847 in St. Goarshausen geboren. Er stammt aus einer Familie, der bekannte Prediger und Dichter der resormatorischen und nachresormatorische>l Zeit entsprossen sind. Er genoß den ersten llnlerrid)t in einein Prwatinstitnt, besuchte dann die Bürgerschule in Hanau und kam später in die fauf- männische Lehre. Nachdem er feiner Militärpflicht genügt und beim ö. Dragoner-Regimenr den Krieg 1870-71 mitgemacht halte, ging er nach Leipzig, wo er Nationalökonomie und Geschichte studierte. Tort beendete er auch seine Studien durch den Erwerb des Toktortitels und kehrte dann in seine Heimat zurück. Im preußischen Abgeordnetenhaufe war Lotlchius erprobter Sachverständiger für Schul- und Kunstfrage»!. Namentlich das Schulwesen Nassaus mit seiner eigenartigen Ausgestaltung der Simultan- schule verdankt ihm viel. Die neue belgische Deputicrteukammer wird aus 87 Katholiken, 43 Liberalen, 35 Sozialisten und 1 christlichen Demokraten bestehen. Tie katholische Mehrheit fällt also von 12 auf 8 Stimmen. Tie Minister für Auswärtige Angelegenheiten, für Industrie und Handel wurden wiedergewählt. Ter Senat wird aus 64 Katholiken. 35 Liberalen und 12 Sozialisten bestehen. Die katholische Mehrheit des Senates steigt demnach von 14 aus 17 Stimmen. "c-’ Mädchra jwgtg* rt.odcr Met b * mhr Gelegen^ M >r Rochen weit 'die Angebote Siebener Jlnseigettfe ilbar sicherste W anlagc. iööb.x: Itl Zlnsjavter, S&Wß mkilltt-- Atz Rr. 133 Der Stetzener Anzeiger krscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich KlrhenerZamilienblätter; weimalwöcheml.ttreiS' »lattfürdenUreisGietzen Dienstag und Freitag); iweunal monatl. Land- virlschastltcheSeitsragen Selbstlob den Slaven für staatengründend und kulturfähig halten und dabei vergessen, daß er alles, was er jetzt an politischer Einsicht, oder besser Ausbildung feiner Instinkte, und an menschlicher Kultur besitzt, d«em Germanen zu danken hat. Das Bedenkliche aber bei beni Petersburger Kdngreß ist, daß sich einerseits österreichische Parlamentarier, wie Tr. Aramarz, Hribar und Hli- bowicki nicht entblöden, daran teilzunehmen und so gegen ihr Erzhcrzogshaus und den in ihm verkörperten österreichischen Ge- samtstaat zu opponieren, und daß anderseits das offizielle Rußland diesen auf Stärkung der augettblicklichen staatlichen Verhältnisse gerichteten Panslavisten-Kvngreß in einer Weise zu feiern gedenkt, die im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Weltfriedens zum energischen Widerspruch herausfordert. Ministerpräsident Stolypin, Neichsralspcäsident Akimow und Dumapräsident Chomjakow werden, wie das Programm vorsieht, die Abordnungen des Kvngresses feierlich empfangen, parlamentarische Klubs und militärische Bereinigungen veranstalten zu Ehren des Kongresses festliche Banketts, und bet einer zum Gedächtnis der Slavenapostel Kyrill und Methodius stattfindenden Messe sollen sich Ost- und Westslaven verbrüdern, inbent' sie auch ihre religiösen Gegensätze vergessen. Und gibt es nicht sehr zu denken, daß auf diesen Kvngreß ein A l l sla v e ntag in Prag folgen soll, sobald die Duma in die Ferien gegangen ist, und somit die panslavistische Bewegung auch in das uns verbündete Oesterreich hineingetragen wird? Muß es nicht lueiter zu Befürchtungen Anlaß geben, daß sich an den Prager ^Kvngreß am 17. September ein allgem ei nerSlaventagin Moskau schließen soll, an dem sich neben den Balkanslaven auch die preußischen Polen beteiligen sollen? Wird nicht damit der Brennstoff der panslavistischen Verbrüderung auch in das Haus des deutschen Reiä>es getragen und die Balkanfrage zu einer brennenden gemacht? So ist augenscheinlich durch das Wiedererwachen des Pan- slavismus Gefahr ün Verzüge, weniger für das Germanentum, als für den Weltfrieden. Das Germanentum, das in der sla- vischen keine Herren- und Kulturrasse sieht, wird diesen Verbrüderungsversuchen mit voller Ruhe „Gewehr bei Fuß" zuschauen. Aber auf den Weltfrieden können die panslavistischen Vereinigungsgelüste unter Umständen recht komplizierend werken. Kotttrsche Lagesjcharr. Berliner Einkommcnverh'ältniffe. Au§ den Wählerliste»! zu den Wahlen des preußischcu Abgeord» netenhauses hat man bekanntlich die Einkoinrnensverhältnisse der einzelne»! Personen übersehen können. Interessant sind die Mitteilungen, die über das Berliner Tiergartenviertel aemacht werden. Sim Anfang der Tiergarlenstraße, in der Viktoriastraße und den angrenzenden Vierteln schließt die erste Klaffe mit einem Steuer- betrage von 210 000 Alk. ab, das bedeutet also ein Einkommen von weit über zwei Millionen Mark. Hier wohnen die Geh Kommerzienräte Dr. Eduard Simon, Ravenö und Pmtsch. Zn bei1 Regeuten- und Malhaikirchstraße inuß man auch schon 202 000 Mk. Steuer zahlen, also über zwei Millionen Mark Einkommen haben, um zur ersten Abteilung zu rechnen. Geheimer Kommerzienrat Arnhold und Oscar Huldschinsku werden hier die Wähler der ersten Abteilung fein. Auch in oer Mitte der Tiergartenstraße und in der Bendlerstraße sind für die erste Abteilung 202 000 Mark Steuern, also ein Einkommen von mehr als zwei Millionen Mk. erforderlich. Hier kommen für die erste Klasse James Simon und Hans v. Bleichröder in Betracht. Aus den Wählerlisten ist zu ersehen, daß in diesen und den angrenzenden (Rauch-, Drake-, Stülerstraße) Bezirken ctiva 25—30 Personen wohnen, die ein Einkommen von mehr als 500000 Mk. haben. Hierzu gehören u. a.: Geh. Kommerzienrat Loewe, Kommerzienrat Eonrad Borsig, Zeitungsverleger August Scherl, A. v. Siemens, Graf Tiele-Winckler us»v. Einer der reichsten Bezirke ist die Gegend um den Köuigsplatz, wo der Chef des Hailfes Rudolph Hertzog wohnt, voll dem befaimt ist, daß er mehr als zwei Millionen Mark Einkommen hat. Ein Einkommen von zirka 3 Millionen Mark (291 831 Alk. Jahresfleuer) hat Geh. Koiumer- zicurat Einst v. Mendelsohn-Barlholby. lieber zwei Millionen Mark Jahreseinkonlmen hat and) Rudolf Mosse (219 837 Mark Steuern). An zwei Millionen Mark reicht aud), wenn unsere Annahmen xidjlig sind, das Einkomnien von Generalkonsul Dr. Schwa- bad) heran (170 544 Al art Steuern), über eine Million Mark Ein- koniiuen versteuer»» aud) Kommerzienrat Bötzoiv (111594 Mark Steuern), Geheimer Komlnerzienrat v. Friedlünder-Fuld und Fürst Hciickcl von Donnersmarck. . Abg. Lotichius f. Ter Abg. Lolichius, der im Begriff staiid, sich ai»5 dem parlamentarischen Leben zurückzuziehen, ist in St. Goarshausen ge- Wie im Osten polonisiert wird. Nach den „Danz. N. Nack;r." soll die p o l n i f d) c 2lgitation unter den Masuren jetzt ivieder n a ch driicklich betrieben werden, nad)bem sich das bekannte „Masurische Komitee" des Straschvereins, wenn aud) unter großen Opfern, wieder in den Besitz des „Alazur" zii Ortelsbnrg gefetzt hat. Man trachtet ba- nad), die Leiitc durch „g n t e" polnische B ü ck) c r zunächst mit polnischem Geiste zu ei füllen. Für 15 Pfennig wird schon eine polnische Geschichte mit zahlreichen Bildern und eine polnische Fibel geliefert. Ob dieses Geschichtsbild) mit Rücksicht auf das evangelische Bekenntnis der Masuren befonders bearbeitet worden ist? Allerdings ivird darauf hingestredt, die Masuren gleid)zeitig für das Polenium und beit katholischen Glauben zu gewinnen ; schoii aus Liebe zur Köuigin ber Krone Polen (d. h. der Jungfrau Maria) werden sie katholisch werden müssen, ivenn sie sich von den Polen unlgarnen kiffen. Bisher hat allerdings gerade die gut cüangelifd)e Gesinmmg die Masuren gegen die poliiische Agitation geschützt. Doch möge man nicht vergessen, daß jetzt ivieder größere Mittel dem Masurischen Komitee ztir Verfügung stehen und der „Mazur" wieder ein polnisches Blatt ist. Z. Aus Jraukiurt a. M. wird u>S g°!chr>-b°n- Wieder A die Welt um eine Hoffnung ärmer! Wir hatten geglaubt, es sei Selbsterkenntnis und eine Art von Ber,prechen gewestn, daß Oslar Blumenthal für sein vorjähriges Werk den ^"el „-^r letzte gmken" wählen ließ. Wir hatten gehofft, lenes Werk sollte der Schlußstein im dramatischen oeavre be§ groben Oskar iem. ^er- Jenes Hoffen! Auf den „Letzten Funken ist "och em aller letzter Itlolgt, - man kann wenigstens kaum annehmen, daß nach btejem, Eern an unferm zum ersten Male gegebenen chen Ja und Nein!" der müde Geist des einst so ipruhEuben witzigen BühnenschriftsteUerä noch einmal std) zur Produklion ^itch^ ?Gen Much,. > Pcnci .ln;eiget. ™ dchcngeg.^Q- ?hdwi8 Sten stur- u. Seihata*» Und doch ist er jetzt wieder erwacht. Das Verdienst, dies beiüirlt zu haben, gebührt in erster Linie der dritten Duma, die, int Gegensatz zur ersten und zweiten, gemäß ihrer ganzeit reak- livitären und national rilssisck)en Zusammensetzung das russisch- slavische Gemeingefühl mehr betonte und es durch Slavophilen, löie den Duma Präs identen Chomjakow und zahlreiche andere Parlamentarier, wie Kowalewski und Miljukow, auch auf die übrigen Slaven ausdehnte. So dienen seit einiger Zeit wieder Presse und Liieratur dem panslavistischen Gedanken mehr denn je und suchen nach einem Angelpunkt, in dem fick) die slavische Welt auck) prak- I lisch vereinigen kann. Ein solcher ist nun der wiedererwachten !>anslavistischen Bewegung, die sonst wohl eine Frage an theo- | relischen Erläuterungen erstickt wäre, gegeben, und zwar einmal lurch das preußische Enteignungsgesetz gegen die Polen, das man av Entrechtung der slavischen Rasse überhaupt hinzustellen beliebt, iiT.b sodann durch die Huldigung deutscher Bundesfürsten in Wien, in der man eine Herausforderung nicht nur des Tschechentums, I sondern des gesamten Slaventums durch die Germanen erblickt, k Dns Enteignungsrecht hat den Deutschenhaß unter den Polen derartig gesteigert, daß sie es vorzogen, mit ihren russischen Unter- . bridern, wenn auch keinen Frieden, so doch eine Art von Wasfen- t Mstand zu schließen ün Zeichen der gegen das Germanentum | gerichteten panslavistischen Bewegung. Die Kaiserhuldigung von 5i)önbrunn aber machte bei den österreichischen Slaven böses Älut. Man sah in ihr die Inanspruchnahme Kaiser Franz Josefs, bes doch bei seinem national zerklüfteten Oesterreich ein Herrscher . aller seiner Völker sein soll, für das speziell im deutschen Reich verkörperte Germanentum und glaubte aus diesem Grunde den Germanen H.en Fehdehandschuh hinwerfen zu müssen. Gleich- fctitig schien der bekannte Riß des Mürzfteger Abkommens den htrren Panslavisten darauf hinzudeuten, daß Rußland geneigt sei, eine von Oesterreich abweichende slavophile Politik auf dem ‘•Mfan einzuleiten. -Nüchtern und vom. germanischen Gesichtspunkte aus betrachtet, sird natürlid) diese drei Momente ziemlich bedeutungslos. Den vhmtasievollen Slaven aber scheinen sie den geeigneten Anhaltspunkt zu bieten, ihre theoretischen panslavistischen Gelüste in du Tat umzusetzen. So hat man zum 24. Mai nach Petersburg tincii panslavistischen Kongreß berufen, wo die Einigkeit aller Slaven gefeiert und gegen die Gelüste des Herrenvolkes der Germanen protestiert werden soll. Wenn nun dieser Ingreß darin bestände, daß die Herren Slaven dort bei Wein unb Bier — und wohl mehr noch bei Schnaps — in irgend einem • Restaurant ihre Brandreden hielten, so wäre dagegen »venig zu ia:gen; es muß auch solche Käuze geben, die in einer Art von Deutsche Geistliche in England. Gestern haben sich 130 Geistliche aus allen Teilen Deutschlands übet Bremen nach London begeben. In London ivetden die Herren von dem Eoniits, an dessen Spitze der Herzog von Argyll steht und dem die Erzbischöfe und Bischöfe Englands angehören, empfangen werden. Der Lord Mayor von London gibt den Herren am 28. ds. M. im Maufeon House einen Lund). In der St. Pauls- und Westminister-Kathedrale finden Festgottesdienste statt. Im Parlament werden die geistlichen Herren den Mitgliedern des Unter-- hauscs vorgestellt rverden. Am Freitag »vird der Universität Eam- bridge ein Bcsud) abgestattet. Sonnabend, den 30. ds. Vormittags 108j\ Uhr »vird König Eduard eine Abordnung der deutsd)en Geisllid)en im Buckingham-Palast empfangen. * Besuch des Präsidenten Fallieres in England. Gestern nachmittag ist Präsident Fallleres programmaßig an Bord des französischen Kriegsschiffes „Lson (Sambetta" in Dover eiiigetroffen und vom Herzog von Eonnaught bei der Landung empfangen »vorden. Bersd)!cdene Korporationen überreichlen eine Adresse, diachmittags um 4 Uhr 15 Min. traf der Präsident in London ein und wurde vom König, dem Prinzen von Wales, dem Prinzen Ehristian von Sdileswig - Holstein, den Herzögen von Älrgyll und Füe, foiuie mehreren Mitgliedern des Kabinets empfangen. Als der Präsident Fallisres den Bahnhof verließ, um mit Gefolge in feierlichem Aufzuge nach dem Priuee James- Palast zu fahren, spielte das auf dein Bahnhof aufgestellte Musik- korpZ die Marseillaise unb die englische Nationalhymne. Auf dem Wege begrüßte ihn eine zahlreiche Menschenmenge mit Zurusen. Tie sranzösifdieu Zuschauer riefen: Vive roi Edouard! Vive le President! Die Engländer riefen: Vive Fallierest Vive la France! — Kurz nach 5 Uhr verließe»! Präsident Fallieres und Aiintster Pichon unter den Bearüßungsrufen der auf den Straßen harrenden Äienschenmenge den James-Palast, um sich zum König nach dem Buckingham-Palast zu begeben. Bei der Ankunft im Buckingham- Palast wurde Präsident Fallieres von den Hosbeantlen empfangen und unter Beobachtung des vorgeschriebenen Zeremoniells zu dem König geleitet, der ihn ivarm begrüßte und der Königin unb der Prinzeß Viktoria vorstellle. Nachdem man den Tee eingenommen hatte, begab sich der Präsident nach dem Marlborough-Palast zum Besuch des Prinzen und der Prinzessin von Wales, die ihm ihre Kinder vorstellten. Durch diese Aufmerksamkeit war der Präsident sehr gerührt. Hierauf kehrte Präsident Falliöres nack) dem Saint James-Palast zurück. Zu Ehren des Präsidenten Fallieres fand gestern abend im Bnckingham - Palast ein Festmahl statt, bei dem die Prinzessin von Wales zur Linken des Königs und der Präside»it Fallieres zwischen dem König und der Königin saß. q.2, (itWq 60 Ä» auf lllth WohnhlUlS M ----- . ffin lelauieiUW» ^Vf***. Regungen der YansSavismur. Der Panslavismus, also das Bestreben, alle Slaven unter russischem Szepter zu vereinigen, um sie gegen das in Deutschland unb Oesterreich verkörperte Germanentum auszuspielen, bat an- s cheinend seine größte Zeit hinter sich. Es »var zu Ende der nebliger und zu Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als er in Rußland unter Mäirnern »vie Aksakow, Katkoiv und Skobelew dominierte und auf die russischen Hofkreise unter Mexander lll. solchen Einfluß gewann, daß ma»f in Deutschland voii einer panslavistischen Gefahr fprechen koiinte. Unb wenn damals das gefainte Slaventum.alfo Russen, Ruthenen, Polen, Tschechen,Mahren, Liendcn, Serben, Kroaten, Slooenen und Bulgaren, sich nicht unter Rußlands Führung vereinigte, so lag das in der Hauptsache daran, daß die österreichischen Slaven, die int Ausgleich von L867 einigermaßen ziwückgebväirgt waren, seit 1879 größere Selbständigkeit erlangten, daß die preußischen Slaven, also hauptsächlich die Polen, sich durck) das rigorose administrative Vorgehen Rußlands gegen ihre dortigen Stammesgenossen abgestoßen fühlten, unb daß die Slaven auf dem Balkan, nachdem sie im rufsiscki- trrkifchen Krieg gesehen, daß Rußlands Macht ---- —- begrenzt war, sich mit dem begnügten, was sie die Berliner Konferenz erlangten, nämlick) ihrer ständigkeit. Adolf L'Arronge f. Am 8. März d. I. feierte Adolf L'Arronge feinen 70. Gebnrts- ftg, unb wer hätte da gedacht, daß er, der allezeit heitere, schon do bald dahingehe»! werde. Eine Bronchitis, an der er vor acht Segen erkrankt war, hat ihn gestern früh jäl) dahingerafft. Als Ueaterbid)ter hat er jahrzehntelang die deutsche Lustsptelbuhne be;errscht, und seine heileren, anspruchslosen Stücke erfreuen sein 'S nblitum auch heute noch. Aus der großen Reihe feiner Stucke inib zu nennen : „Der Kompagnon", „Doktor Klaus", „Hafemanns Achter", „Das große Los", „Atein Leopold", „Wohltätige Frauen", i.Haus Louay", -Die Sorglosen", „Der Weg zum Herzen", „Lolos 5«ter", „Pastor Brose". Auch ein Trauerspiel hat L'Arronge ge- jltiriebcu: „Tie Loreley", und den zweiten Teil von Göthes „ I (mit Streick)ung der Helene-Szene) unter dem -titel „Fausts ^.od. Iv'Slrronge mürbe in Hamburg geboren und widmete sich nach Wolvieruug des Gymnasiums der Musik und war bann Kapeli- Igiftet in kauzig, Königsberg, Köln, Würzburg, >Ltiittgart, Buba- ve-i,, zuletzt am' Kroll'chen Theater in Berlin. 1869 würbe er [letlenber Rebakleur ber Berliner Gerichlszeitung unb blieb m ber I SLlllung bis 1872. Zwei Jahre später mürbe er Direktor des |^ie§(aner Lobe-Thealers, 1881 bes Berliner Friebrich-^-tlhelm- MMischen Theaters. 1882 uerbanb er sick) mit §orster, Friebmann, Ipaafe unb Barmay zur Gründung des Deiilschen ^.Heaters m IBerlin, das er nach dem allmählichen Ausscheiden der übrigen |5ocietärc selbstständig bis Juli 1894 leitete. * hto 25. lontas. Wt; ** aufraffen wird. Hätte er es doch fdion diesmal gelasseii, hätte er doch, als er noch zwischen Ja und Nein! schwankte, den Mut ber Selbsterkenntnis gehabt, Nem zu sagen 1 Es ist wirklich ein trauriger Anblick unb ein beschämenber zugleick), »vie hier die ältesten Sdia- bloncnge|talten unb abgegriffenen Cliches imeber herhalten müssen unb wie bet Autor sich müht, ivenigstens ein kleines Restchen von dem Glanz des Dialoges aufjubringen, den er früher verschwenderisch sprühen ließ. Und dann diese unerträgliche Biedermannsmiene, mit der die Philosophie des gesamten Menschenverstandes gepredigt und eine scheinbar vorurteilslose Lebensauffassung zur Schau getragen wird. Um einen jungen Adligen und Diplomaten zu bringen, mit ber Karriere unb mit den Uebcrliefcrungen seines stolzen Hauses zu bred)en und eine junge Malerin aus ber Boheme zu heiraten (pater iu certua), braucht der Verfasser brei lange, natürlich mit allerlei Ueberflüssigkeilen angefüllte Akte. Geklatscht würbe aber trotzbem nach Herzenslust. Mundus vult decipi! — Der Internationale Architekten-Kongreß in Wien führte am Samstag feine Beratungen zu Ende. Es wurde befchlosseii, den näck)sten Kongreß im Jahre 1911 in Rom abzuhalten. — Der dieser Tage verstorbene (ranzösische Dichter Frantzois Eoppee, der im Jahre 1842 ut Paris als der Lohn eines kleinen Beamten geboren wurde und zuerst sich ebenfalls ber Beamtenlaufbahn zugewanbt hatte, würbe zuerst in weiteren Kreisen bekannt unb berühmt durch die im Jahre 1869 erschienenen „Poemes modernes“. Coppse hat sich als Dramatiker, Lytiker und Romandichter erfolgreich betätigt. Seit dem Jahre 1884 war er aud) 'Mitglied der französischen Akademie. Im Jahre 1898 trat ein vollständiger Umschwung in der Gesinnung des bisher freiheitlichen Zielen und Bestrebungen huldigenden Dichters ein; nack) einer schweren Krankheit genesen, vollwg er seinen radikalen Uebertritt zur Reaktion und zur katholischen Rechtgläubigkeit. In einem Roman hat er selbst seine „Rückkehr zum katholischen Kirchen- glauben" geschildert. Francois Eoppee erlebte aber als Apostel der Reaktionäre unb Nationalisten ein klägliches Fiasko, namentlich gegen Emile Zola. — Der M art ne malerHeinrich Petersen aus Flensburg ist im Alter von 41 Jahren in Düsseldorf gestorben. Die Aalandinseln. Anläßlich der in der „Wiener polilifchen Korrespondenz" als offiziös bezeichneten rufffschen Aeußerung, daß Rußland jetzt auf Grund der Aufhebung des Novembervertrages von 1855 das Recht habe, seine souveränen Reck)te auf Aaland auszuüben, selbst lueim aud) die Aalandsklanfel des Pariser Vertrages nicht ausdrücklich aufgehoben werde, schreibt „Stockholms T i d n i n g c n" offiziös: Der Nooemberoertrag hatte mit der Aalandskonvenlion nichts zu schaffen. Diese ivurden zwischen Rußland, England und Frankreich in intimer Verbindung mit dem Friedensvertrag nack) dem Krimkrieg abgeschlossen. Direkt habe Schweden somit nichts mit der Aalandskonvenlion zu tun, aber Schweden sei ber Ansicht, baß die Befestigung auf den Aalandinseln wegen ihrer u n m i 11 c l- baren Nähe von Stockholm eine Gefahr für das Land bilden. Obgleick) das Verhältnis zwischen Rußland und Schweden, besonders nach dem Abschluß des Ostjeevertrages, bas allerbeste ist, so sieht Schweben sick) genötigt, auf das bestimmteste daran festzuhalten, daß Schweden die völlige und sichere Garantie Hal, daß Aaland unbefestigt bleibt. Schiveden muß deshalb darauf achten, daß es auf keine Weise, weder direkt, noch indirekt, den Weg ebnet für eine Beseitigung der einzigen bestehenden Garantien ber Konvention von 1855, es sei beim, daß eine andere, ebenso beruhigende Sicherheit geboten wirb, ba bas «Ml»?. % !B6e W Ä Bezugspreis: sa' d lxF W monatlich75Pf.,viertel- Gießener AnrelgerM Femsprecd-Anschlüffe r N C? y W SB auswärts 20 Pfennig, für die Rebaktion 112, MrM Verantwortlich Verlag u. Expedition 51 'S • * •• /i|a f ■< a* für den politischen Teil: General-Anzeiger für Gberheffen WZU ponuttfags'iöu»“ Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Uni».-Vuch. und Sieindruckerei. H. fange. Reöflttion, 6$pe6ifion und Druckerei: Schulstretze 7. H°B°L lhtss'tztzt irteilt unciitgclilij : und AuA riira ckM chitunden jr, jieuen Säue SU # wirb sauber stwfc ■ nermüud, WolleMb _ JlW Friseuse «J morgens Don MM lunben ait. Kl ... _____ _ _______ geworden. Die rtifsisch-östrrreichische Balkanentente, der Zusammenbruck) Rußlands itn Kriege gegen Japan und vor allem die russische Revolution, die das slavische Rassen- und Nationalgefühl zu zerstören trachtete, um an seine Stelle das Ideal der sozialistischen Menschenvor- btüberung zu setzen, gaben ihm den Rest, so daß, zumal die religiösen Gegensätze zwischen Römisck)- und Griechisch-Katholischen, also zwischen West- und Ostslaven, fortdauerten, fein Wieder- crivachen einigermaßen zu den völkerpsychologischen Unmöglichkeiten zu gehören schien. Vstsee-Uebereinkommen nur kestsetzt, daß andere Fragen al5 Die- jentqen, welche die territoriale Integrität betreffen, von der Uebereinknnft nicht berührt werden. Das Blatt hebt schließlich noch hervor, daß keine Verhandlungen beniglid) der Aalands- inseln iveDev 511 dem einen, noch zu dem anderen Zwecke geführt würden. zieischervezirtrtag. (:) Dillenburg, 24. Mai. Heute fand Hierselbst in unserer zu Ehren der Gäste mit Fahnen und Tannengrün geschmückten Stadt der Bezirkstag beider Hessen und Hessen-Nassau für das M etzger- g ein erbe statt, der aus allen Teilen des weiten Gebiets trotz der Ungunst des Wetters sehr gut besucht war. Um 2 Uhr nachmittags hatten sich, als unter Vorsitz des Obermeisters Lautz- Darmstadt im Saale des Kurhauses die Beratungen ihren Anfang nahmen, die Vertreter folgender Innungen emgefunden: Allendorf, Alsfeld, Arolsen, Bingen, Kassel, Darmstadt,, Dillenburg, Ehrenbreitenstein, Frankfurt a. 59t., Fulda, Gieren, Haiger, Hanau, Hersdfeld, Höchst, Kreuznach, Lauterbach, Mainz, Marburg, Schlüchtern, Wetzlar, Wildungen, Wiesbaden, Worms und Herborn, sowie über 300 Fleischermeister. Der gedruckt vorliegende Jahresbericht des Bezirksvereins stellte fest, daß das Metzgergewerbe im abgelaufenen Jahre mit Widerwärtigkeiten aller Art, besonders mit dem Niedergang der Konjunktur zu rechnen hatte. Ter Vereinigung gehören an 2224 Jnnungs- und 48 Einzelmeister. Aus dem Bezirksverein und dem Verbände trat aus die Innung Koblenz, wogegen zutraten die Innungen Boppard, Haiger und noch Herborn. t . Schwarz- Fulda referierte über die Aufhebung, des Oktrois im Jahre 1910. Er wies darauf hin, daß sich eine ganze Reihe von Städten schon jetzt darauf emrichte, den Ausfall an Einnahmen durch Erschließung anderer Emnahrne- qv.ellen auszugleichen. Scharf kritisierte er aber die Stadtverwaltungen, die erklären, sie könnten das Oktroi im Jahre 1910 nicht aufgeben, weil sie einen Ersatz für den Einnahmeausfall nicht zu schaffen vermöchten. Es sei noch nie dagewesen, daß man eine Gesetzesbestimmung ehe sie überhaupt wirksam geworden, durch ein anderes Gesetz wieder aufhebe, was jene Städte anstreben, indem sie dieserhalb beim Reichstag und beim Bundesrat vorstellig werden. Redner stellt den Antrag: „Den Verband zu ersuchen, bei den gesetzgebenden Körperschaften des Reiches zu beantragen, daß die Petition der Städte, welche die Hinausschiebung des Termins der Aufhebung des Oktrois auf Fleisch usw., von diesen zurückzuweisen sei." Der Antrag wurde einstimmig zum Beschluß erhoben. Die Beratung über Gründung von Vieheinkaufs- bezw. Viehverkaufsgenossenschaften mußte abgesetzt werden, weil der Referent Obermeister S chu e l l - Kassel verhindert war. lieber das Verhältnis der Meister zu den Gesellen und die A r b e i t e r s ch u tz g e s e tz e sprach Gewerberat Falk- Mainz. Er wies darauf hin, daß auf, sozial-politischem Gebiet die Kollegen nicht rückständig geblieben seien. Verhältnisse, wie sie z. B. die Enquete seiner Zeit im Bäckergewerbe festgestellt habe, beständen im Fleischergewerbe nicht, wie dies die amtlich angestellten Ermittelungen ergeben hätten. Trotzdem müsse man zugestehen, daß es noch Verhältnisse gebe, wo der Meister die Arbeitskraft seiner Leute ausnütze, nur um billig seine Ware absetzen zu können. Hier wolle die Gesetzgebung einsetzen und dies müsse man mit Freuden begrüßen. Genau so liege es mit den Bestrebungen nach Ergänzung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe, deren Verbesserung man nicht etwa einheitlich für das Reich vornahm, sondern für die einzelnen Bezirke je nach den Verhältnissen einführe. Auch damit müsse man sich abfinden und werde dies gern tun. lieber die Einführung des Handels nach Lebendge- kvicht und des Schlußscheinzwangs berichtet Weidmann-Wiesbaden. Er erklärt diese Forderung für unannehmbar, weil damit dem Betrug Tür und Tor geöffnet wird. W a lösch m i d t - Wetzlar ist der Ansicht, daß man sich mit dem vorgeschlagenen Modus absindeß könne. Der Metzger müsse eben wenn er es nich,t verstehe, lernens das lebende Gewicht in Schlachtgewicht abzuschätzen und der reelle Landwirt werde den Metzger auch reell bedienen. F al ck-Mainz tritt dem entschieden entgegen, die Interessen der Landwirte und der Metzger seien verschieden. Man brauche nicht die Landwirte als unreeller hinzustellen, als die Metzger, die die ersteren auch beim Handel Übervorteilen können. Beim jetzigen Modus der Bezahlung nach Schlachtgewicht komme niemand zu kurz. Man solle doch nicht vergessen, wie die Agrarier in der Zeit der hohen Fleischpreise die Metzger in der Öffentlichkeit beschuldigt hätten, sie verursachten die teueren Fleischpreise. Würden die Viehpreise nach Lebendgewicht in den Zeitungen angegeben, so würde ein Vergleich des Publikums dieser Preise mit denen im Laden erst recht Unzufriedenheit Hervorrufen. Heß- Frankfurt berichtet über die Verweigerung ber gesetzlichen Währschaft auf dem Frankfurter Viehmarkt durch die Händler. Er teilt mit, daß der Mitteldeutsche Viehhändler-Verein seine Mitglieder bei einer Konventionalstrafe von 150 Mk. für jeden Fall verpflichtet habe, nur noch ohne Währschaft Vieh zu verkaufen. Damit ist' die Versicherung der Tiere, die früher der Landwirt trüg, wenn er sich gegen Währschaftsschäden schützen wollte, zu Lasten des Fleischergewerbes übergegangen. Das Referat rief eine sehr lebhafte Debatte hervor, wobei das Verlangen gestellt wurde, der Bezirksverein resp. der Verband solle dagegen einschreiten, daß das Währschaftsgesetz durch die Händler außer Kraft gesetzt werde. Der Vorsitzende erklärte, man solle doch nicht alles von den Führern verlangen. Die Kollegien, die am Frankfurter Markt interessiert sind, sollten sich vereinigen und keine Ware ohne die gesetzliche Währschaft kaufen. Es komme hierbei auf eine Machtprobe an. Heß-Frankfurt a. M. bemerkt, daß wegen dieser Angelegenheit in Frankfurt demnächst von der Innung eine Versammlung einberufen werde. Es wurde beschlossen, daß alles Material in dieser Frage dem Vorstand des Bezirksvereins zugehen soll. R a p p e i - Limburg berichtet, daß der Landrat und K'reistierarzt des Kreises Limburg für die Ortschaften des Kreises eine Viehversicherungs-Kasse gegründet habe. Alles Freibankfleisch komme ans den 51 Orten des Kreises auf der Limburger städtischen Freibank zum Verkauf, wodurch das reelle Geschäft am Platze notleide. Alle Beschwerden der Limburger Innung seien bisher ohne Erfolg geblieben, wenn auch der Uebelstand etwas gemildert worden sei. Es wurde mitgeteilt, daß nach den Bestimmungen in Preußen dagegen nur von der Schlachthofsverwaltung in Limburg in der Weise vorgegangen werden könne, daß, wenn am Platze selbst kein Mangel an Frcibankfleisch vorhanden sei, das vom Lande zurückgewiefen werden könne. Ein Antrag Schwarz- Fulda, daß der Verband erneut beim Bundesrat und Reichstag den Antrag stellt, daß die Kosten der Fleischbeschau von den Bundesstaaten übernommen werden, wird vom Bezirkstag angenommen. lieber die Einführung des kleinen Besahi- oungsnachweises im Handwerk berichtet Weidmann-Wiesbaden. Er spricht fein Bedauern aus, daß nicht auch der Gesellentitel gesetzlich geschützt worden sei. Es folgt dann eine Auseinandersetzung des Obermeisters Waldschmid-Wetzlar mit L. Schuhmann-Herborn wegen einer Konkurrenz, die letzterer seinen Kollegen bei einem Konsumverein gemacht hat. Falk- Mainz spricht sich ganz entschieden dagegen aus, daß man den Konsum-Vereinen überhaupt Rabatt gibt, man schade damit dem freien Handwerk und fülle die Kasse dieser Vereine. 1 Heber das Schlachten und Auspf ünden durch Private führt die Innung Worms-Land lebhaft Klage. Auch -aus dem Bezirk Schlüchtern wird diese Klage geführt. Die Aussprache darüber führt zu dem Ergebnis, daß nur durch polizeiliche Maßnahmen der örtlichen Behörden etwas dagegen zu machen sein wird. L a u tz - Darmstadt berichtet über die Tätigkeit der Zeiiungs kommission, der es gelungen ist, für den Verband ein amtliches Organ zu schaffen. Tie Versammlung erklärt nach längerer Debatte einstimmig, daß sie mit dem .Errichteten jtch zufrieden gibt. Der Jahresbericht des Kassierers und" die Vorstandswahl vollzogen sich glatt. Die ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes wurden wieder gewählt. Für die Entsendung von Delegierten zum Verbandstage nach Essen wurden 400 Mk. bewilligt. Den Ort des nächsten Verbandstages soll der Vorland später bestimmen, da eine Einladung nicht vorlag. DermSfAtes» • Zu den Unterschlagungen in Spandau. Der Betriebsschreiber Müller, der in der Spandauer Gewehrfabrik bedeutende Unterschlagungen in Gemeinschaft mit einem zweiten Betriebsschreiber begangen hatte, es handelt sich um Lohnbuchfälschungen in Höhe von etwa 15 000 Mk., hat sich im Stössensee an der sogenannten Sechserbrücke, die Pichels- berge mit Pichelswerda verbindet, ertränkt. Die Leiche wurde Samstag früh um 5% Uhr gefunden und nachmittags nach dem Selbstmörderfriedhofe überführt. * Eine furchtbare Ballonkatastrophe. Nach einer Meldung aus Oakland (Kalifornien) stürzte das Luftschiff „Groath Morell", das 450 Fuß lang ist und 500 000 Kübiksuß Gas hält, bet einer Probefahrt ans der Höhe von 300 Fuß in die Tiefe. Der Ballon des Luftschiffes barst, wie der „Sun" berichtet, plötzlich und das Fahrzeug, in dem sich 20 Insassen befanden, sank erst langsam bis auf eine Höhe von 75 Fuß: dann fiel es m sich zusammen und begrub die Insassen unter feinen Trümmern. Sieben Personen wurden getütet und die übrigen erlitten schwere Verletzungen. — lieber die Katastrophe wird von aüderer Seite noch folgendes gemeldet: Die Urfachen der Katastrophe, die dem Morellschen Luftschiff in Berkeley zustieß, sind noch nicht genau ermittelt. Man nimmt an, daß das Hinterdeck beim Anlaufen des Prepellers in heftige Schwankungen geriet und daß ein Schraubenflügel während dieser heftigen Pendelbewegung die Ballonhülle auffchlrtzte. Das Luftschiff fiel zunächst 225 Fuß langsam, dann aber, als der Riß sich .erweiterte, stürzte es wie ein Bleiklotz, 75 Fuß herab. Die ursprüngliche Annahme, daß 7 von den 16 Insassen der Gondel getötet seien, ist unzutreffend, aber alle 16 find schwer verletzt, darunter auch Morell selbst, der bis zur Stunde noch bewußtlos ist. Daher kann man über die inneren Ursachen der Katastrophe noch nichts genaues erfahren. Nach Ansicht der Sachverständigen war das Luftschiff zwar gut ersonnen, aber zu leicht konstruiert und vor allem schlecht ausbalanziert. Dem Lokal-Anzeiger zufolge platzte in einer Höhe von etwa 300 Fuß vom Erdboden ein Gasbehälter und der Morell begann sich zu senken. Bald darauf erfolgte eine zweite Explosion, infolge deren der ganze, mehrere Tonnen schwere Apparat mit Vehemenz herabstürzte. Die Verunglückten erlitten meist Arm- und Bein- joroie Schädelbrüche. Sämtliche Verunglückte wurden ins Ktanken- hau§ geschafft, wo bald darauf 7 von ihnen starben. Bei der Katastrophe waren Tausende von Zuschauern anwesend, deren sich eine furchtbare Aufregung bemächtigte. Viele Frauen fielen in Ohnmacht. Kleine Tageschronik. S ch w e r e r S ch i f f s z u s a in m e n st 0 ß. Aus Toulon wird unter dem 23. d. Mts. gemeldet: Der Torpedojäger „Diberfille" stieß infolge schlechten Wetters mit der Yacht „Prinzeß Alice" des Fürsten von Monaco zusammen. Verletzt rourbe Niemand. Die beiden Schiße gingen zur Reparatur ins Dock. Das Luftschiff Nhitewing wurde nach einer Meldung aus New-York, nachdem es 10 Sekunden in einer Höhe von etwa 20 Fuß gefahren war, vom Winde umgeworfen. Selb st mord eines Studenten. Der feit Januar vermißte Student B am d e r g e r aus Nürnberg wurde Freitag Abend auf einem Berge bei Schliersee tot aufgefunden. Der Leichnam lag auf dem Rucksack; da ein Revolver in der Hand des Toten aufgesunden wurde, wird Selbstmord angenommen. D i e Bombe im Beichtstühle. In einem Beichtstuhl der St. Georgskirche zu La Coruna explodierte wahrend der Messe, der die dort garnifonierenben Truppen beiwohnten, eine Bombe; zwei Soldaten wurden verletzt. A u t 0 m 0 b i t u n g l ü ck. Unweit Vicenza hat sich ein Automobilimglück ereignet. Der russische B 0 t f ch a s t s r at Graf K a p n i st wurde getötet, feine Gemahlin und Tochter sowie eine andere Dame wurden verwundet. G r u b e n u n g l ü cf bei S 0 su 0 wice. Bei dem dirrch Wassereinbruch verursachten Grubenunglück nn Kohlenschacht Barbara sanden, wie mmmehr feftgeftellt ist, 12 Bergleute den Tod. Die Leichen sind geborgen. Auch die benachbarten Gruben sind durch die Wasserfluteii tu Mitleidenschast gezogen, die Maschinen siiid beschädigt und eine große Zahl von Bergleuten geriet in Lebensgefahr. Landwirtschaft. Berlin, 25. Mai. Saaten stand des Deutschen Reichs um Mitte Mai. Tic eingeklammerten Zahlen sind von Mitte Mai 1907: Winterweizen 2.3 (3,0), Sommerweizen 2,6 (2,5), Winterspelz 2,1 (2,4), Winterroggen 2,6 (2,9), Sommerroggen 2,3 (2,4), Sommergerste 2,9 (2,3), Hafer 2,3 (2,4), Klee 2,3 (3,0), Luzerne 2,2 (2,6-, Bewasserungswiesen 2,0 (2,2-, andere Wiesen 2,4 (2,7). Wegen Auswinterung usw. umgepflügte Fläche in Prozenten der Anbaufläche der betr. Frucht: Winterweizen 2,4 (27,4), Winterspelz 0,7 < 4,1), Winterroggen 2,2 (4,1), Klee L4 (9,3), Luzerne 1,2 (7,9). In den Bemerkungen zn dem Bericht heißt es: Infolge der kalten und nassen Witterung des Vormonats machte das Wachstum der Früchte nur geringe Fortschritte und die Bestellung der Frühjahrssaaten und Hackfrüchte wurde mehr oder weniger verzögert. Die durch Auswinterung usw. nötig gewordenen Umpflügungen nahmen in diesem Jahre im allgemeinen einen geringen Umfang an. Der gegenwärtige Stand der Wintersaaten wird im allgemeinen als befriedigend bezeichnet; das gilt besonders von Winterweizen, Winterspelt, und von den Frühjahrsjaaten des Winterroggens. Tie Bestellung der Sommerhalmfrüchte hatte unter der naßkalten Witterung viel zu leiden. Die rechtzeitig zur Ausiaar gelangten Saaten sind fast überall gut ausgelaufen und haben sich größtenteils gut entwickelt, sind aber verschiedentlich start mit Unt'raut durchwachsen. Tas Legen der Kartoffeln ging infolge der Nässe nur langsam vonstatten. Klee und Luzerne haben sich in letzter Zeit sehr gebessert. Auch die Wiesen finden eine bessere Beurteilung als im Vormonat. Getreide-Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 19. bis 25 Mai 1908. Ter amtliche Bericht für Preußen entsprach insofern den allgemeinen Erwartungen, als die megen Auswinterung und sonstiger Schäden ungepflügte Fläche im Gegensatz zum Vorjahr nur von geringer Bedeutung ist. Weniger günstig als erwartet, beurteilt der Bericht dagegen den Stand der Saaten um Mitte Mai, doch wurden diese, namentlich Winlerroggen betreffenden Ausführungen nicht mehr als zuiressend erachtet, weil die seit der amtlicher Erhebung herrschende fruchtbare Witterung die Saaten zlveisetlos ivesentüch befördert und den Rücisliand des Wachstums zum Teil ausgeglichen haben dürste. Mit derartigen Erwägungen hing auch die fchwachere Stimmung zusammen, die den Getreidemarkt noch zu Anfang der Woche veyerrjchte. Jndeß vermochten weder die gebesserten Ernteaussichtcn noch das hohe Aufgeld für alte JSrnte größeres Angebot herauszulocken, ein Umstand, der die Schwerfälligkeit des Warenabsatzes iveniger scharf hervortreten ließ, und die Abgeber auf dem Lieferungsmarkte um so vorsichtiger machte, als auch das Ausland an seinen beträchtlich über hiesiger Parität ausiommenden Forderungen festhält, und von der Donau und aus Sübrußland ernste Klagen über Regenmangel Vorlagen. Der Umfang des durch das Unwetter der letzten Tage verursachten Schadens -läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen, doch scheint der Osten iveniger als Mittel- und Westdeutschland in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Jedenfalls haben die damit zusammenhängenden Befürchtungeii dem Lieferungsmartt stärkere Kaufaufträge zugeführt, deren Eriedigiing eine mertiiche Besserung der Wetzen- und Roggenpreise Herbeiführte. Das Hafergeschäft bewegte sich wieder in sehr enje.i Grenzen, da die vom Kbnjum bewilligten Preise gegenüber den Ford.'rüngen der Provin; dem Handel nur wenig Nutzen lasten. Gerste, von Rußland zeitweise inniger angeboten, hat sich z ste st wieder befestigt. Angeboten von Mais auf Jlblaoung iourb: int allgemeinen nur geringes Jntereiie emgegengebrachl. Es stellten sich die Preise üir inländisches Getreide nm letzten Markttage Weizen Roggen Hafer Königsberg 223 (- ) 188 (- 1) 156 - 2) Danzig 226 (+ 1) 194 (4- 2) 162 - 2) Stettin 219 (4- 2) 191 (- 2) 162 1 =1! Posen 221 (- ) 182 (- 4) 157 Breslau 218 (— 2) 188 (- 3) 157 - 1) Berlin 222 (4- 1) 195 (— 1) 178 - ) Magdebiirg 214 (- ) 194 (— 1) 164 -1) Halle 216 (+ 1) 196 (4- 1) * 160 - ) Leipzig 214 (- 1) 196 (— 3) 161 -1) Rostock 217 (— 3) 191 (4- ) 169 - 1) Hambiirg 212 (4- 1) 193 (4- 1) 178 - ) Hannover 216 (- ) 198 H 2) 162 - 2) Braunschweig 212 (- 1) 193 (- 3) 161 - 1) Düsseldori 218 (— 4) 200 (- 3) 170 - 5) Frankfurt a.M. 219 (—3‘/o) 207 (4- 1) 180 - ) Mannheim 228 (4- 7,) 205 (4- 1) 177 - */,) Straßburg 230 (- ) 202V, (- ) 195 - ) Stuttgart 2321 * * 4 * * * * * * * * * * * * */, (-2V,) — 185 - ) München 232 (— 2) 198 (- 6) 184 - ) Weltmarktpreise: Weizen: Berliir 9)lai 223.75 4- 3.05). Budapest Okt. 188.30 (+ 17,30) Paris Mai 190.80 (4- 3.50) Liverpool Juli 169,50 (4- 1.30). Chicago Mai 156.60 + 2.80). Roggen: Berlin Mai 199,50 (+ 3.50). Hafer: Berlin Mai 164.50 (4- 0.50) Mk. Märkte. Gießen, 26. Mai. 5DI a r 11 b e 11U) t. Auf heutigem Wacken- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Psg,, Erbsen p. Psd. 18—24 Psg., Linsen p. Psd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 9)1 L, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsensteisch pr. Psd. 76—84 Psg., Kuh- Mid Rindfleisch pr. Vfnnb 74—76 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 70—84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Ziviebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepset per Ztr. 10-25 Mk., Birnen per Ztr. 10-25 Mk. Nüsse 100 Stück 50-00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzcit von 7—1 Nhr. fc. Frankfurt a. 2)1., 22. Mai. veu- und Strohmarkt. Angescchren waren heute vormittag 12 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt tvurde für Heu 9)1 f. 3.00—3.60, für Stroh Mk. 2.60-0.00, Maschinenstroh Mk. 1.90-0,00. Alles per 50 kg. — Kartoffel nr arkt-Be richt vom 25. Mai 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.10—2.30, Magnum bonum 2.60—2.70, weiße runde 2.10—2.30, Gelbfleischige, rote, 2.50 bis 2.80, weiße 2.35—2.50. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Mk. 2.00—0.00, Magnum bonum 2.50—0.00, weiße runde 2.00-0.00, Ge l fleischige, rote, 2.50, iveiße 3.50. Wiesbaden: Magnum bon.mi 2.75—0.00, weiße runde 2.60, Gelbfleischige rote 0.00, weiße 3.00. 2)1 a n n (j e t m: Magnum bonum 2)tk. 2.40—2.50, Gelbfleischi e, blaue 3.50 bis 3.60, rote 3,80—4.00. Köln: Rote Daber "jJif. 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.30, Magnum bonum 2.70 bis 2.80, weiße runde 2.26—0.00, Gelbfleischige rote 2.50—0.00, weiße 2 4 5—2.80. Dort m und: Magnum bomtm Mk. 3.10, weiße rllnde 2.70. Gelbfleischige, blaue 0.00, rote 2.95, weiße 3.90—0.00. Münster: Magnum bonum 2,60—2.75, Gelbfleischige rote 2.90 bis 3.10, weiße 3.65—4.00. Hagen: Magnum bonum. 3.10—3.20, weiße runde 2.80—0.00, Gelbfleischige iveiße 3.70. Saarlouis: Rote Sorte 2,50, Magnum bonum Mk. 0.00, iveiße runde Mk. 2.50. Frankenthal: Rote Sorten 2.30, Magnum bonum 2.50, iveiße runde 2.40, Gelbfleischige blaue 3.00, rote 3.00, weiße 3.25. Wi11ich b. Krefeld: Rote Sorte 0.00, Magnum bonum 2.80—3.00, Gelbfleischige, rote 2.80 bis 3.00, weitze 2.70—2.90. K empen: Magnum bonum 2.90-0.00, Gelb- fleischige rote 3.10. Saarlouis: Rote Sorten 2.50, löingnuiiL bonum 0.00, iveiße runde 2.50. Ai ü n ch e n : Magnum bonum: 2.40, Gelbfleischige weiße 2.00. (Alles per 50 Kilogr.). Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. SSerantro. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. Anders 04 Mai 1908 Barometer aut 0° reduziert 1 b 1% t i-, 3 jQ Absolute Tveucbtiokeit Relative Feuchtigkeit Wmdricbtulm Windstärke Wetter 25. 2“ 747,6 10,3 8,5 92 W 2 Regen 25. 925 747,5 10,8 9.4 98 SSW 2 Regen 26. 7" 750,3 9,6 8,3 94 SW 2 Bed. Himmel Höchste Tempe ratur m 24 bis 25. Mc li — T 10,9 ° C. Niedrigste „ 24 ö 25. II -4 7,6" c. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handell und Industrie, Giessen. Frankfurter ISörae, 26. Mai, 1.15 Uhr. 3^% Beichsanleihe . . 91.801 Elektriz. Lahineyer . . do. . . 82.60 3^°/0 Konsols . . . . 91.80 "6% do. .... 82.65 3^°/o Hessen.....90.80 3>$0/0 Oberhessen . . . 91.50 4% Vesterr. Goldrente. . 98 95 4X/S % Gesten, Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrente . . 93.65 4% Italien. Rente . . . 104.30 3% Portugiesen Serie I 62.50 3% Portugiesen „ III 63 80 russ.Staatsanl. 1905 95.50 4^v/0 japau. Staatsanleihe 88.65 4 >6 Uonv. Türken von 19U3 96.00 Türkenlose......150.60 Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . 192.0.1 Hamburg-Amerik. PakelL HO«®® Harpener Bergwerk. . - 197-0)0 Laurahütte......212M Nordd. Lloyd . . . . . 95.0)0 Obeischles. Eisen-Industrie 100.0.- Berliner Handelsges. . - 162.--L Darmstädter Bank . . . 124.1*) Deutsche Bank .... 232.3X) Deutsch-Asiat Bank . . 137-M) Diskonto-Kommaudit . . 17°--~ Dresdner Bank .... 1S9.4W Kreditaktieu.....198.00 120.0» 109.8)0 204.0)0 4% Griech. Monopol-Aul. . 50.20 4-s äussere Argentinier . 86.70 3u/0 Mexikaner . . . 66.50 4>i7o Chinesen .... 96,50 Aktien: Bochum Guss.....217.50 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staatsbahu . . Pnnce-Henri-Eiseubahu 87.8» ' 23 0» . 148.5» 120.UXJ Buderus E. W.....110.00 Tendenz: ziemlich fest. Berliner isörse, 26. Mai. Anlangskurse. Cauada E. B. . . . . . 155.30 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 61.00 Dresdner Bank . . . — Tendenz: fest. Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . • Lombarden E. B. • • Nordd. Lloyd . . • • L'ürkenlose..... . 197.(0) . 212.(0) . 23.20) ’ 149.0 Sanatorium Hofheim im Taunus. All de gei««‘ A litt do: O ßU! O Sie 6' *' Sie [oiin an W@ie^ DieS [er tfenfew WM 5 ' Arbei Mlislunde iei Mielbit litilt oeriel * Wbc M3 SoelMatz '■(icnigen A SWB de Gieße Das II HlizungSmc ;; 3 Meter I] hüttenkoki ] Wen G II We H j | Wene A Montag, ■ in Zimmer | Lic Vergeb ■ Ninislerialei ■ allgemeinen E ungen, wel U ftnb. Letzte I i.'Wtrcn, I »leiste! Curt Gießet Sei I »er der 5 I fliegen, bei I tnippen in b I ... Sie na I M Western 11 -Nbote qi ■ M versiegel Ber Tie Eeme wi i>em Su( ^"«crstQg, Wrmeijk Wngetrer «Wait sjj «ich,: Karis . Tonue ? Wrer Reiben, ^intern «1,(a8e 15 ließen, Bin t "'«t Pr« 1 I tfl Ecke Löwengasse Bahnhofstrasse 23 h. • 2) 1) Prima Centrum : 6) Schuhwareu Ntr: Seriin t Herren B «/. 2745 s smlta Farben 8(11« Beizefarben Beste Qualitäten Hßchieinßs Lichtßnhainer Weissbier hv“/s empfiehlt die städtische Brauerei zu Jena Bin noch einige Wochen verreist, nehme dann 3312 meine Praxis wieder auf H. 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Die Angebote müssen für jeden Bullen getrennt und nicht auf Gewicht gerichtet, ausgedruckt fern. Währschaft für Mängel wird nicht geleistet. Lich, den 24. Mai 1908. Bto/5 Großh. Bürgermeisterei. Dörmer. Kaufhaus S. Elsoffer Giessen. Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf Bekanntmachung. In der Zeit vom 16. bis 23. Mai 1908 wurden in hiesiger Stadt gesunde n: 3 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kinderstrohhut, 1 Peitsche, 1 Lederiasche, 1 rotes Kinderkäppchen und 1 Zigarettenetui: verloren: 1 vernickeltes Stativ von einem photographischen Apparat, 1 Paket, Inhalt Kinderstrümpse und 1 Schere usw., 1 dunkelrotes Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kra- vattennadel in Form einer Harfe mit Granatsteinen aus Gold, 1 Scheck über 67 Mk., auf den Namen Salfeld ausgestellt und 1 schwarzes ledernes Zigarrenetui mit Ausweiskarte. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. D ie Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentage von 11 —12 Uhr vor- mittagsund4bis5Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde, Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 23. Mai 1908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______________Reinhart. ,ardeB \ , - 162 d 8 h 131 U 1 Julius Seouls® Kreuzplatz Vergebung von Maurerarbeit. Die Maurerarbeit für die Befestigung der Bürgersteige in der Henselstrahe soll Montag, den 1. Juni d. Js., vorm. 11 Ubr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck der daselbst erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. Mai 1908. Eisenbauanstalt DARrfsTADT.^ Dachstühle — genietete Trager —jStützen^ moderne Fa ssaden — Hallen — Trepp en.* rc. Segm Siegen . Sei. Bekanntmachung. Mit Rücksicht aus die Herstellung der Bürgersteige in der Goethestraße zwischen Löber- und Ludwigstraße fordern wir hiermit diejenigen Anlieger auf, welche einen Anschluß an das Lickt- und S'raftnetr des städt. Elektrizitäts-Werkes beabsichtigen, die Anmeldung zum Strombezug bis zum 1. Juni d. Jö. zu bewirken. Gießen, den 25. Mai 1908. BM/6 Städt. Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Fleisch-Verdingung Am 2. Juni 1908, 10 Ubr vormittags wird im Geschäftszimmer der Verwaltung — Kaserne I — wo auch die Bedingungen uusliegen, der Bedarf an Fleisch- und Wurstwaren für die hiesigen Truppen in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember d. Js. verdungen. Die nach Ziffer 17 der Bedingungen aufzustellenden Angebote sind spätestens zu dem obengenannten Zeitpunkte, mit der Aufschrift »Angebote auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" versehen, hier versiegelt abzugeben. .. „ Garmw»-Verwaltung Gienen. spart Arbeit, Zeit, Geld. [3028] Billligste Preise le» btt e» billigt Ä? 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Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß, betr. das Verdingungswesen, enthaltenen allgemeinen und den dahier aufgestellten besonderen Bedingungen, welche dahier offen liegen bezw. kostenfrei erhältlich sind. Letztere dürften eine Lieferung auswärtiger Bewerber erschweren. Nähere Auskunft erteilt auch der Gr. Hausmeister Curths. Der Zuschlag bleibt zehn Tage vorbehalten. Gießen, den 25. Mai 1908. d” Der Großherzogliche Landgerichts-Sekretär: Dr. Schmuttermaier. Mark 1.25 fei,6 2.49 Eckte Borcalf-Kuopf- und schnur-«treicl 21—22 23-—24 25—26 2/—30 31 3>> ~ Mark 2.60 2.85 3.40 4.20 4.75 . Ein Posten braune Ebcvrcanx- und Zteacnlcdcr-Mädchen-Knops- und Schnür-Stiefel von 3.50 an Nadfahreri Continental lvrE^uäU - rr-^tieD»^ in 7/ X- tESnosm billig1 es Angebot tu 31 für laushalt •tikel 795 Pfg. Der festgebende Verein. 3314 r Preislage. 2845 Robert Hasse Inh.: Otto Täubert Schanze ast rasse 6. 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