Dienstag ZA. Februar 1908 irtwr Marotto. w Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und „Vermischtes" P. Wittko; für „Stadt Land" und „Gerichts* Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Ml. 2L0; durch Aühole- xu Zweigstellen. monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.—viertel-' jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPf^ auswärts 20 Pfennig. E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. dstes n Mit' polithdse Cagesseh««. Ein neuer „Fall". Das königliche Konsistorium für die Provinz Hannover hat den Pfarrer Dr. Pfannkuch durch strengen Verweis gemaßregelt, weil, er im Osnabrücker Lehrerverein einen Vortrag über die neuesten Forschungen bezüglich der historischen Legebenheiten dc§ Alten Testaments gehalten hat. Die Maß- regelung wurde der Allg. Ztg." zufolge ohne Anhörung Des Geistlichen ausgesprochen und damit begründet, ,daß ein solcher Vortrag die Lehrer verwirre und mehrere Ellern von Kindern kirchlich beunruhigt habe". Der gemaßregelle Pfarrer )at Beschwerde eingelegt. Dieser neue Fall dürfte nicht iveniger Aufsehen erregen als die Fälle Römer, Cösar, Jatho usw. Ec unterscheidet sich von ihnen durch die ganz besondere Engherzigkeit und Kurzsichtigkeit, mit der die Kirchenbehörde riorgeht. Hier handelt es sich nicht einmal um eine angefochtene ttirchenlehre, um einen Verstoß gegen das kirchliche Glaubensbekenntnis. Hier handelt es sich um die Frage, ob iic Ergebnisse der historisch-kirchlichen Wissenschaft vor gebildeten Laienkreisen von einem Pfarrer vorgetragen werden dürfen. Das Konsistorium scheint nach den Ruhmeskränzen Noms den Modernisten gegenüber zu verlangen! Deutsches Resch. Berlin, 24. Febr. Bei der Fortsetzung der Beratung des Kultus-EtatS im Abgeordnetenhause kündigte Minister Holle eine neue Gebührenordnung für Beseitigung der Uebelstände im Hebammenwesen an. Heute wird wieder eine Adendsitzuna staltfinden. Der neue Staatssekretär Sydow hat heute die Geschäfte des Reichsschatzamtes übernommen. Der Erlaß des Gouverneurs von Südwestafrika betreffend Aufhebung der Kriegsgefangen- fchaft bei den Hereros, dessen Inkraftsetzung für Kaisers Geburtstag geplant war, ist nicht in Kraft getreten, da in letzter Zeit viele Hereros entlaufen sind. Schioer in, 24. Febr. Der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin ist nach überstandener Jn- fkiicnza an Lia fern erkrankt, oec Verkauf ist bisher normal, ohne Komplikationen. Stuttgart, 24. Fehr. An Stelle des von seiner —Klung als kommandierender General des 13. (Württemberg.) Ä:rneekorpS enthobenen General von F a l l o i s ist Herzog Albrecht von Württemberg, bisher kommandierender Bmeral des 16. Armeekorps in Kassel, zum kommandierenden General des 13. Württemberg. Armeekorps ernannt 'Dieben. Stl,n6 «B H Sammlung m. 171 '?[■’: ■n‘ J11 18G. h N Strauß:;, LamburgM tid) verfairdl. sirasvcrsolgung 2 L Preis 1.50 S: c „Mutterschutz"^ M. 4. Ich Mir des subllM Preis 2 Frcs. Mels de [a k- Preis 2 Frcs. uti> ähnlich-lautLo Pölten, L Schier. Mischer tzaus- c ig Harmonie, ßä Äeimatlieder. L, lichter-Gedä^ > 7. Bd.: R'riegj leist,^W. v. Eonta mb Theodor FM !. Bd., ältere M r-GedächtnisOtiM Dorfgeschichten (ItK Heike, Broni'. & ses. öerauyQtg. ü g fürs deutsche er Grimm: fitie Novellen. 2c: anshauptmar: Solksfchullehrer. & eiheit int „»ehifl l M., Neuer Fis AiLS8a2Tv. London, 24. Febr. Die englische Admiralität hat den Schluß gefaßt, einen neuen großartigen Hafen für Kriegsmarine an der englischen »Lüdküste anzulegen. Hafen wird von Hastings bis Norman Bay und Pevens cuiSgedehnt. Der ^Daily Ehronicle" meldet, daß die Kosten ',vn nächstjährigen Marine-Etat veranschlagt werden. — Das Y teresbu dget weist eine Abnahme von 301 000 Pfund Dieding bei einer Verringerung des Mamtschaftenbestandes nm 5000Mann auf. — Das Marinebudget für 1908/09 «läuft sich auf 32 319 500 Pfd. Sterl. gegen 31 419 500 1907/08. — Der „Berl. Lok.-Anz." meldet aus Petersburg: den Mass en Verhaftungen von Terroristen Eden insgesamt bis heute 96 Personen festgenominen. Ein --l wurde freigelasfen, da ihre Unschuld erwiesen wurde. Der ' üere Teil wurde in der Peter Pauls-Festung im Zellen- ^angnisse untergebracht. In letzterem brachen gestern Un- v- ?cn aus« Die Arrestanten zertrümmerten verschiedene .*?♦ * •-^er ^ugeber, der die Massenverhaftungen verur- ^yte, ist der unlängst am filmischen Bahnhofe arretierte "oarmerieunteroffizier Bogdanow, der während seiner ^-hastung eine Bombe werfen sollte. KÄ!« S Sw Tmtq WrnÄl Der heische Ltrratrvoranschlag. Der Bericht oes Finanzausschusses ruber den diesjäh- rrgcn Staatshaushalt ist mmmehr erschienen. Wir geben daraus für heute die allgemeine finanzpolitische Ein- lertung wieder. Das Bestreben der Großh. Regierung, die mit dem Hauptvoranschlag 1907 verbunden gewe'cne Gesundung der onnanzen des Landes durch äußerste Sparsamkeit in allen Refforts der Staatsverwaltung zu unterstützen und damit bas Reformwerk zu festigen, iomntt in dem vorliegenden Hauptvoranschlag zum Ausdruck. Grundsätzlich beivegen sich tm allgemeinen die eingestellten Mehrausgaben und Anforderungen, wie dies auch im Vorwort zum Hauptvor- anschlng betont wird, nur im Nahmen der natürlichen Steigerung der vorhandenen Einnahmen. Für uns wird es nun für dre Zukunft eine Hauptaufgabe bleiben, an dieser Richtung festzuhalten. — Nur dann wird es möglich sein, auf dte Dauer das Gleichgewicht im Staatshaushalt aufrecht zu erhalten. Wir glauben, daß schon das Etatsjahr 1909 hierfür zum Prüfstein werden kann. Als wir im vorigen Jahre an derselben Stelle aus- sührten, daß Zeiten der Stockungen auf fast allen Gebieten des gewerblichen Lebens, des Verkehrs und des Handels eintreten konnten, war niet'L yorausznschen, daß schon wenige Monate später die Vorboten einer rückläufigen Bewegung in die Erscheinung treten würden. Die im Herbst des verflossenen Jahres in Nordamertka misgebrochene Geldkrisis hat sich aus unseren Markt übertragen und sie lastet schwer auf unseren wirtschaftlichen Verhältnissen. Teuerer Geld- srand ist fast immer der Vorläufer einer Krisis, und je länger em solcher Zustand dauert, desto größer ist die Schädigung für das ganze Erwerbsleben. Wir befinden uns, wenn auch der Zinsfuß wieder etwas herabgegaugen ist, erst in den Anfängen dieser Krisis. Wer wollte Voraussagen, wie lange sie dauern wird, und welche Schädigung sie bei längerer Dauer noch ausüben kann? Erfreulich aber ist es, sestzu- stellen, daß die Landwirtschaft im allgemeinen eine ergiebige Ernte hinter sich hat und lohnende Preise für ihre Erzeua- nisfe erzielen konnte. llnsere Ausgaben im Hauptvoranschlag für 1908 1. Teil stehen so gut wie fest. Ob und wie weit aus unsere Einnahmen z. B. aus direkten und indirekten Steuern, die einen wesentlichen Bestandteil unserer Einnahmen bilden,, die oben geschilderten Verhältnisse schon für 1908 von Einfluß sein können, ist nicht Vorauszusehen. Die Einstellung von 10 860 000 Mk. bei der Einkommensteuer und 3355 000 ML bei der Vermögenssteuer stützt sich auf die Erfahrungen steigender Erträgnisse der letzten Jahre, die getragen waren von wirtschaftlichem Aufschwung auf fast allen Gebieten. Bei der Vorsicht, mit der diese Einnahmen eingestellt sind, kann daher angenommen werden, daß sie keine Enttäuschung bringen werden. Aus Stempel sind wieder 3 325 200 Mk. eingestellt, wozu als Ergel^ris der Erhöhung des Urkund en stempels 1080000 Mk. kommen. In der gemeinsamen Beratung des Haupworanschlages wurde von der Regierung mitgereilt, daß nach den bis jetzt für das laufende Jahr zusammengcsteltten Eingängen die für den Urkundenstempel vorgesehene Summe nicht erreicht werden würde. Dieser FLhlbetrag würde aber durch Atehr- einnahmen aus höheren Erträgnissen aus Holz und direkten Steuern im laufenden Etatsjahr voraussichtlich .Deckung ftndern Wenn wir also heute schon mit der Tatsache rechnen müssens daß von den Mehrerträgnissen des lausenden Jahres ein großer Teil Verwendung finden muß zur Deckung von Mindereinnahmen in diesem Etatsjahre, so kann nicht unausgesprochen bleiben, daß dieser Umstand allein schon genügens ist, seinen Schatten, wenn nicht für das Etatsjahr 1908, so doch für das Etatsjahr 1909 voraus zu werfen. Hierzu kommen noch: L die rückgängig werdenden Uebcr- schüfse aus der Preußisch-Hesfischen Eisenbahngemeinschaft, 2. die noch nicht gelöste Frage oer Reichssteuer-Reform. Aus der Preußisch-Hessischen Eisenbäl-ngemeinschaft sind in diesem Etatsjahr wieder 15 000000 Mk. als Betriebsüberschuß eingestellt. Der preußische Verkeörsminister hat in seiner Rede zum .Etat im Abgeordnetenhcruse ein wenig erfreuliches Bild der Reinerträge für 1907 und für den Etat 1908 entworfen. Dem gewaltig gestiegenen Personen- und Güterverkehr und den Mehreinnahmen aus ihnen stunden ganz außergewöhnliche Ueberschrcitungeu der Voranschläge der Ausgaben gegenüber, die 4 Titeln allein auf 88 Mill, geschätzt werden (bei Löhnen für Betriebs-Arbeiter und Hilfsbeamten ea. 40 Millionen, Heiz bedarf der Eisenbahnen ca. 20 Millionen, Bahnunterhaltung ca. 8 Millionen, Unterhaltung des Fuhrparks ca. 20 Millionen). Es würde zu weit ühren, wollten wir an dieser Stelle noch näher in diese Materie eindringen; nur ein allgemeines Bild wollen wir noch bei fügen: Der BetrtebsLveffizient betrug 1895 54.8 Prozent, 1906,62.-6 Prozent 'und wird betragen 190? 67 Proz. Dar ElMtziMsWeri bei Litzberg. -r. Schotten, 23. Febr. Bürgermeister und Land tags ab geordneter Stöpler zu Lauter» bach hat einen Zyklus von Vorträgen übenromanen, um auf Grund seiner Erfahrungen bei dem Elektrizitätswerk der Stadt Lauterbach aufklärend und interessierend für das Lißberger Elektrizitätswerk zu wirken. In einer mit heutigen Sonntag in die „Klone" in Schotten einberufenen Versammlung, zu der zahlreiche Interessenten aus Schotten, sowie mehrere Bürgermeister und sonstige Teilnehmer der Umgegend er- schienen waren, wies zunächst Geh. Regierungsrat Schönfeld einleitend auf die Entstehung und Verfolgung des großzügigen Planes hin. Durch die Verschmelzung des Jnheidener Wasserwerks mit dem LißbeiAer Elektrizitätswerk sei den Letzterer die Möglichkeit der Errichtung gegeben. Geheimerat Tr. Brei- dcrt-Gießen stellt die Fertigstellung der Vorarbeiten für das Elektrizitätswerk für den nächsten Sommer in Aussicht, das Jnheidener Projekt sei fertig, worauf der Vortragende, Bürgr- meistcr Stöpler, mit drei Fragen: was ist Elektrizität, was leistet sie, was kostet sie, seinen Bovtrag begann. Die erste Frage ist uns allen so gut oder so schlecht bekannt, wie den größten Elektrotechnikern, nämlich daß Elektrizität eine Natur- trast ist, deren Wesen man noch nicht ergründet hat. Die AnnelMtlichkciLen, die mit Ausbeutung der Elektrizität heute der Menschheit geboten sind, sind allgemein einleuchtend und was zuerst den Städten und kapitalkräftigen Leuten geboten toar, die Zeit bringt es nach und nach allen Menschen. Wenn ja andere Beleuchtungsarten auch il-re Annehmlichkeiten haben, eine sofortige Bereitsck-aft und äußerst sparsamen Verbrauch wie die Elektrizität haben sie nicht. Besonders für das Land und kleine Plätze, Städtchen mit winkligen Straßen, sei keine andere als die elektrische Beleuchtungsart angebracht. Was aber vor der Beleuchtung ins Gewicht fällt, der Kraftverbrauch ist in siner so angenehmen, sparsamen und reinlichen Weise geboten, daß dadurch der Kleinindustrie ein Mütel gegeben ist, rationell zu arbeiten und mit größeren Betrieben zu konkurrieren Der Redner führt die Beispiele seiner Heimatstadt an, die ersehen lassen, welche Fortschritte die Industrie in Lauterbach macht, die klcmsten Betriebe ledwedev Brauche arbeiten mit Elektromotoren. Wenn durch T-nick auf den Knopf auf einmal die ganze Stra^enbllemyluug hergestellt ist (die auch partiell ^stellt mewett kann), so ist das eine angenehme Sache und Petroleum aul Gemer:ideL>sten in den Lampen des Laternen, tvmckers gibt es nicht mehr. Wasserversorgung mit Äeürischeu, iüd = 6,443a =: 9,58 , ' = 1,32 , ' = 1,51 , ' = 4,66 , = 55,02 , r = 11,13 । „29 cm Durchs . 37,97 8ni.O - 48 FM., ußtanne = V0 ? * - 3id hBicsernE fi«" inb nach t >«d °-«'L St«*; W-5S elbm wieu' Ecöfsnnng^s- gestrigen S i tzun g der sranzösischen Kämmer stellte V ?y G'a den Minister des Aeuüeaeu Pichon die angekün- S bezüglich Marokko. Jaurss wünschte Aufklärung A-' ,. ^uleihe, die Abdul Asis gewährt wurde, sowie Auf- , General d' Amrche nad> dem Br.ese Mulay Mächte keine Instruktionen abgewartet hätte, bevor tnrf-?« .^0 Kilometer von der Küste entfernt vornahm. n in seiner Antwort, daß der Brief Mulay Hafids FaT1Wl,cfc11 Vertreter in Casablanca als nicht ernst zu [V• ne^ ^ovden sei. ?Rulay Hafid predige über- i"1 ?! wovden sei Mulay Hafid predige über- V? 511 eg g egen dir Franzosen, und es ist nicht mög- if'!01«’ m den Jnteressensttcck zwischen Ääulay .Hafid 'iir'ff/w eingreise, noch vor irgend einem scherifischen i. iLiL n Waffen strech:. Mulay Hafid werde sich dazu ver- a,n bie, Vertreter Frankreichs Bevollmächtigte zu i^-.E/yJ^sen zu cntsercden. Im übrigen feien den Übertretern Instruktionen erteilt tuorben. Pichon schließt: »Qi d^^gen m Marokko kein politisches, sondern ein t r'h' eJ . rJ- lassen Sie Frankreich ungestört die Rolle i 1ÖIC-.C5 übernahm, tBeifall im Zentrum.) — Jau- Wwcrte: M-nnkveich hat gegenüber Marokko niemals eine Gefahr besteht nicht in der begonnenen :i lni^< -l.n ber Frage, ob Frankreichs Rechte, Pflichte sie rechtfertigen. (Beifall links.) Als Eng- • un0 Staaten auf fremden Erdteilen ein- •i -‘lVJauLC''n 11C »niemals gegenüber einer internatio- - wirft der Regierung vor, daß sie • m.;" Hptunismns in der Presse organisiert habe, •V Pudlmnn über die Gefahren ihrer Ädystifikattonspolitik lig tuJ«’1-’1' Wu ,n,n9 fi öll. I öu tauschen. (Stürmischer Beifall auf der äußersten Linken.) — Eonstant (gemäßigt) beantragt die Unrwandlung der Frage m eine Interpellation, was Pichon annimmt. Constant begrün» öet daraus seine Interpellation. Nach langer Debatte nahm das Haus mtt 3zO gegen 65 Stimmen eine Tagesordnung an, in dw es der Tapferkeit der Truppen seine Aneikennung und der Regierung das Verttauen ausspricht, daß sie in Marvkio die Verteidigung der Interessen und Rechte Frankreichs in lieber» cmMmmung mit der Algeciras-Atte sichern werde. — Von Ber- uner Zuständiger Stelle erhält die Tägliche Rundschau zu den Lün9lt.cr11 Vorgängen in Marokko folgende Bemerkungen: Derr Pichon und ClSmenceau stellten die Nachrichten über die ttnnzvttlche Niederlage als übertrieben dar. Man wird nickst seht gehen, wenn man in der Aufbauschung der Niederlage und ^in geschicktes Manöver derjenigen Partei Nelst, die die augenblialiche ungünstige Lage der Franzosen dazu ausnutzen mochte, um stärkere Truvven-Nachschübe und eine intensivere Aktion in Marokko herbeizu- kuhven. Beides sind aber Ziele, die mit der Politik, die man am Quai d Onay gemäß den internationalen Llbmachungen prv- ckamaert hat, nicht vereinbar such. Darüber ist man sich in den Krrlien um Pichon und Clöntenceau wohl llar. । In dieser Entwicklung des Betviebskoefsi^ienten liegt der ■ Hinweis auf die Frage, ob mit Sicherheit auf den vvllen ' Eingang der 15 000 000 Mk. und damit auf die vorgesehene . Abführung an den Ausgleichsfonds zu recynen sei. Die im vorigen Jahre eingesührten Reichs-Steuern auf Bier, Zigaretten, die Fahrkartensteuer usw. können als eine aus- ■ reichende Reform der Reichsfinanzen nicht betrack)tet werden. Stets wachsende Ausgaben des Reiches, darunter diejenigen für die weitere Ausbildung der Flotte, erhöhen des Reiches Finanznot mit jedem Jahre. Dieser Zustand, sowie die fortgesetzte Verzögerilng der Lösung der Füianzreform wirkt lähmend auch auf die Finanzen der Bundesstaaten. Reichsregierung und Reichstag sind einig darin, daß dem Reiche nur geholfen werden kan'.i, durch eine durchgreifende Reform, welu)e die Finanzen des Rskhes auf Jahre hinaus sicher stellt, lieber das „Wie" gehen die Meinungen noch wett auseinander. £)b die Lösung der Frage durch Veredelung" der Matrikularbetträge oder durch Einführung direkter Steuerrr in Verbindung mit der Ausbildung indirekter Steuern gefttnden werden soll, hoffen wir bald entschieden zu sehen. — Das Eine steht fest, daß der F i n a n z n o t d e s Reiches auch im Interesse der Bundesstaaten bald ab« geholfen merken muß, und daß ihr nicht abgeholfen werden sollte aus Kosten der Bundesstaaten. Die nach dem Reichsgesetz vorn 3. Juni 1906 festgelegte Stundung der den Betrag von 40 Pfg. auf den Kopf der Bevölkerung über- fteigenben ungedeckten Matrikularbeiträge veranlaßte für Hessen im Etatsjahr 1906 eine bis 1909 gestundete Schuld an das Reich von 560 639.39 Mk. und in 1907 eine gleiche bis 1910 gestundete Schuld von 1314 000 Mk. Die Rückzahlung dieser Summe belastet vorweg unsere Etatsjahre 1909 und 1910. Die Mittel müssen, da andere voraussichtlich nicht vorhanden sind, dem Ausgleichsfonds entnommen werden. Die in Vorstehendem niedergelegten Betrachtungen sind wenig geeignet, ein erfreuliches Bild der Finanzen des Landes für die nächstetl Jahre zu entwerfen. Manche Wünsche werden zurückgestellt werden müssen. Unter diesen befinden sich auch Gesuche aus den Beamtenkreisen wegen Regulierung der Beamtenbesoldungen. Wir erkennen an, daß diese wichtige Frage auf tne Dauer nicht unerledigt bleiben darf. Wenn Mittel zu einer solchen Reform nicht vorhanden sein sollten, dann müßte der Weg einer Steuererhöhung betreten werden, um die Mittel zu beschaffen, die Beamtenbesold.ungen auskömmlicher und den yeutigen Verhälttrissen entsprechend zu gestalten. Der FinanzausschußderErftenKammer hielt vor der gemeinsamen Beratung mit dem Finanzausschuß des anderen Hauses noch eine b esondere Sitzung ab, an der Nnanzminister Dr. Gnauth und die Ministerialräte Dr. Becker und Süffert teilnahmen. Der Ausschuß beschäftigte sich ausschließlich mit der Erledigung früherer Beschlüsse der Zweiten Kammer. Zu der Vorstellung der Bürgermeisterei und Gemeinde Pfeddersheim in betreff der Errichtung eines Steuerkommifsariats beschloß der Ausschuß, dem Beschluß der Zweiten Stammet nicht beizutreten, sondern die Vorstellungen für erledigt zu erklären. Auch den Beschlüssen der Zweiten Kammer über die Anträge Haas und Gen. bett, die Bahnlinie Mrth— Reichelsheim und die llebernahme der Strecke Reichelsheim-^ Reinheim auf den Staat, sowie dem Antrag Wolf auf Erbauung einer Nebenbahn von Undenheim nach Armsheim beschloß der Attsschuß, nicht beizutreten. Dagegen sttmmte er dem Beschluß der Zweiten Kammer auf Ablehnung der Vorstellung des Eisenbahnkomitees zur Erbauung einer Eisenbahn Eppingen—Richen nach Wimpfen—Jagstfeld und dem weiteren Beschll-ß der Zweite-n Kammer bezüglich der Vorstellung der Hebammen aus Stadt und K^reis Mainz betreffend die Besserung chrer materiellen Lage zu. Nr. 47 Erstes Blatt I^S.Jahrgema Der -ietzrnrr Anzeiger erscheint täglich, außer MA Sonntags. - Beilagen: /TT" W W sMchenerAilM MM General-Anzeiger für Gberheffen & Ä“ BotafioitslniS und Verlag der Vr8h!>,chen Aniv.-Vuch- und Steindruckerek. 8. Lange. Eeöattion, Lrpeditian und Druckerei- Schniftrake 7 w ____ . 1.1 j, ________ “ « I U *• 91nmi selbsttätigem Pumpwerk, elektrisch gebügelter Stehkragen, elck- 1 risch gekochter Tee und Mahlzeiten, elektrisch gefüllte Blasbälge der Kivchenorgel, die Nachrichten in der Zeitung elektrisch gedruckt — elektrisch — elektrisch — Lauterbach hat alles elektrisch. Und Tank der rastlosen Arbeit von Männern wie Tr. Breidert und Dr. Weber wirb in absehbarer Zeit ein grober Teil der Provinz, gerade der, dem als einzige Naturwohl- taten jetzt nur Luft und Wasser vergönnt ist, mit den großen Wohltaten der Elektrizität versorgt werden, sowohl die Landwirtschaft wie die Industrie müssen von ihr profitieren. Wenn elektrisch betriebene Pflüge zwar jetzt schon vorhanden sind, so ist es nur itod) eine Krage der Zeit, sie zum allgemeinen Gebrauch technisch zu fabrizieren, wie alle sonstigen Ätaschinen der Landwirtschaft elektrisch zu bewegen heute bereits eüige- führt ist; elektrisch die Kühe zu melken, cs ist teure Illusion, sondern Tatsache. Mit Gas und anderen Mitteln hier zu konkurrieren ist unmöglich. Was die Kosten betrifft, so fei eine erfolgreiche Konkurrenz der Elektrizität das neue Osmiumlicht, wie cs z. A. im Hotel Schütz in Gießen vorhanden ist. Bei dieser Beleuchtungsart kostet die 16 kerzige Lampe pro Brennstunde 1 Pfg., Elektrizität sei demgegenüber etwas teuerer. Alle anderen Beleuchtungsarten können in Betracht aller Unv- ftänbe einen Vergleich nicht aushalten, besonders auch bezüglich der Handhabung, der Bereitschaft unD_ der Kosten von Kraft. So kostet in Lauterbach die Pferdekraftstunde 11—17 Pfg., Anheizen, Ueberdruck, übrig bleibende Atmosphäre wie beim Dampf gibt es nicht, der Kraftverbrauch regelt sich von selbst und kann jederzeit ohne Verlust unterbrochen werden. Hierin liegt das Geheimnis des großen Vorteils für das kleine Gewerbe: zu jeder Zeit billige Kvast. Tie Stadt Lauterbach hat an ihrem Elektrizitätswerk, das 192 OOO Mk. kostet, bis Ende 1907 : 100 000 Mk. abgeschrieben, in nicht ferner Zeit könnte der Stadt an bcm Werk eine ständige Einnahmequelle erstehen, aber der stützen soll den Stromabnehmern zugute kommen, indem nach Amortisation des Werkes Licht unb Kraft noch verbilligt werden sollen. — Bei der in Frage stehenden Errichtung eines Elektrizitätswerks bei Lißberg sind in erster Linie Die Wasserschätze der Provinz (der Vogelsberg) berufen, dem Werke sein Entstehen und ferne Existenz zu frchern. Von der Provinz ist ein umfangreiches Queltengebiet bei Inheiden an» gekauft worden. Ein daselbst zu errichtendes Wasserwerk soll von ca. 70 Gemeinden das Wasser liefern; es bleibt aber von dem täglich hervortretenden Quantum von nahezu 30 000 Kubikmeter eine so große Menge übrig, daß der Stadt Frankfurt täglich ca. 25 000 Kubikmeter Wasser ä 12 Pfg. abgelassen werden können. Mit dem Erlös aus diesem Verkauf ist es möglich, die elektrische Ueberlandzeillralc bei Lißberg zu bauen, außerdem sollen beide Werke jnbezug auf bie Kraft wechselseitig wirken. — Geheimerat Tr. Breidert erklärt, daß das Wasserwerk von Anfang einen jährlichen lieberschuß von 2—2xh Millionen Mark haben werde. Tamit sei die Zukunft des Elektrizitätswerkes gesichert und wenn aus diesem Werke selbst Gewinne fließen, was sicher zu erwarten ist, sollen diese in gleicher oder ähnlicher Weise zur Hebung des wirtschaftlichen Wohlstandes der Provinz verwendet werden. Auf Befragen gibt Oberingenieur Müller den Bescheid, daß die einjährigen Berechnungen der zu Kcaftzweaen nutzbar vorhandenen Wasserkräfte zu einem überaus güuitigen Resultate ge,ührt hätten. Man werde am bcsteit beit zweiten Ausbau des Werts nehmen (um bei einem 1. [Heineren] Ausbau keine Anbauten nötig zu haben). Zu den benötigten 800 000 Kilowart seien 11 Millionen Kubikmeter Wasser erforderlich. Ter Hillers- bach allein liefert nun jährlich 11,2 Millionen Kübikmeter Wasser, dazu sei aber noch die Nidder mit jährlich 32 Millionen Kubikmetern vorhanden. Tie Kluft ist also mehr als erforderlich ge- igeben, um das Werk über 30 Kilometer rentabel auszubauen. — Ten Männern, die ihre Kräfte der genialen Sache gewidmet haben, wurde im Namen der Bersamullung durch Bürgermeister K r v m m, sowie seitens des Geh. Rats Schönfeld gedankt, aber die Herren nrollen heute noch keinen Tank haben. Erst wenn elektrisches Licht allenthalben uns umstrahlt, wenn eleltrische Maschinen surren und das Werk sicher und gut fertig stehe, dann rönne man danken den Männern, denen Tank gebührt. Abg. Tr. Weber teilte mit, daß man bald Angaben über beabsichtigte Abnahme, namentlich von Kraft, in den zirkulierenden Fragebogen machen möge, da auf einem demnächftigen Provinziallandtage über beihe Werke gleichzeitig beschlossen werden soll. Tamit schloß die Versammlung. AUS SrUÖt UN0 LUU0. Gießen, 25. Febr. 1908. Das projektierte Wetterauer Elektrizitätswerk zu Reichelsheim. Vor fast drei Jayreu begann in dem zirka 1000 Einwohner zählenden Städtchen Reichelsheim eine Agitation für die Errichtung eines Elektrizitätswerks für die Orte der mittleren Wetterau. Tas Werk ist jetzt bereits soweit gediehen, daß vor einiger Zett eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung gegründet werden konnte, an deren Spitze Aiolkereidirektor Bopp, Apotheker Hernpel und Landwirt Koburger stehen. Auch fand am 4. Februar unter dem Vorsitz des Regierungsrats Fey-Friedberg eine Besprechung mit den Bürgermeistern der in Betracht kommenden Orte statt, bei der sich bereits sechs Orte für den Anschluß anssprachen. Eine für das Zustandekommen des Werkes hinreichende Beteiligung scheint vorhanden zu sein. In unserer jetzigen Zech, die fast allenthalben unter dem Zeichen der Wasser- leitungsbauten und der Feldbereinigung steht, werden allerdings hohe und zahlreiche Anforderungen an die Gemeindekassen gestellt, so daß man die Abneigung gegen Neuausgaben begreiflich findet. Aber das Elektrizitätswerk bietet doch den Orten der Wetterau derartige Vorteile, daß die allseitige Beteiligung nicht ausbleiben dürfte. Jetzt sind schon 150 Genossen mit eurer Einlage von je 100 Mk. gewonnen. Nächste -Woche werden die in Betracht kommenden Orte von drei Herren bereist, um weitere Beteiligung für das Werk zu werben. Man hofft zum mindesten 300 Genossen mit einem Kapital von 30000 Mk. zu finden. Von der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank' erhofft man einen Vorschuß von 20000 Mk. Außerdem hat man eine Institution der stillen Teilhaber geplant, da in Reichelsheim hierzu schon 10 000 Mk. gezeichnet sind, so rechnet man dieses Konto auf 25 000 Mk. Tie Baufirma schießt zum Bauen 25 000 Mk. vor und läßt 20 000 Mk. stehen, welche Summe durch Amortisation gedeckt werden soll. So wird die erforderliche Gesamtsumme von 120 000 Mk. erreicht. Für Herstellung der Gebäulichkeiten rechnet man 29 500 Mk., für Maschinen usw. 44 400 Mk, für den elektrischen Teil 12 450 Mk, für Fernleitung 31800 Mk. und für die Bauleitung 1600 Mk. Die Leitung nach den einzelnen Ortschaften erfolgt oberirdisch. Die Firma A. Gobiel u. Co.-Kassel soll das Werk bauen, sie hat auch die Werke zu Lauterbach, Groß-Almerode usw. gebaut. Als Ingenieur ist Herr Ritsert-Darmstadt gewonnen. Die Anlage des Werkes ist von Autoritäten als durchaus günstig bezeichnet worden, besonders ist es ein großer Vorzug, daß das Braunkohlenbergwerk Weüesheim bin in unsere Gemarkung reicht und noch auf Jahrhunderte Kohlen liefern kann. Gegenüber anderen Anlagen mit Steiniohlenfeuerung ist das ein großer Vorteil, zumal das Werk die Braunkohlen für 35—40 Mk. für den Waggon erhalten soll. Der Lichtpreis soll sich für die Kilowattstunde auf 40—45 Pfg. stellen. Das Wert füll westlich dem Bahnhof Reichelsheim erbaut werben und Gleisanschluß an das Braunkohlenbergwert erhalten. Während man dem Werk vom Kreisamt Friedberg Icbljaftc Sympathien entgegenbringt, hält . in den Gemeinden des Kreises Büdingen mit Rücksicht au, das geplante große Eiet trrzitätswerk in Lißberg zurück. Wenn das hiesige Werk erst einmal in Betrieb ist, glaubt man es auf 60—70 Ortschaften ausdehnen zu können, ja man denkt sogar für später cm eine elektrische Straßenbahn von Ranstadt über Ober- Mockstadt, Nieder-Mockstadt, Staden, Nieder-Florstadt nach Reichelsheim. Anfang März iüirb die Agitation für das Werk beginnen, man' hofft bei einigem Entgegenkommen der Gemeinden bis zum Frühjahr das Werk beginnen zu können. Im günstigen Falle könnte dann schon bis Oktober die Wetterau mit elektrischem Licht versehen iverden. Bei der Lichtversorgung handelt es sich vorläufig nur um die Orte: Reichelsheim, Weckesheim, Beienheim, Dorheim, Heuchelheim, Bauernheim, Ossenheim, Bruchenbrücken, Assen- heim, Dorn-Assenheim, Ober- und Nieder-Florstadt. ** Tageskalender für Dienstag, 25. Febr.: Stadttheater: /Baler und Sohn" (Gastspiel von Angelina Gurlit). Anfang 8 Uhr. ' Vom Großherzogl. Hofe. Die Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich traf n. d. „Darmst. Zig/' am Samstag, 22. d. Mts., zu mehrtägigem Besuch tm Neuen Palais ein. ** In Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Großherzog am Samstag u. a. Geh. Regierungsrat Schönfeld von Schotten, Professor Dr. von Franquö von Gießen und Seminarlehrer Schuchmann von Friedberg. - Kulturtechniker Keller in Friedberg wurde von S. K. H. dem Großherzog auf fein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. ** Prozeß Hirschel. Vor der hiesigen Strafkammer wird am 3. April die Verhandlung gegen den Landtagsabgeordneten Hirschel unter Vorsitz des Landgerlchtsdireklors Bücking stattsinden. Der Verteidiger deL Angeklagten, Rechtsanwalt von Brentano, hat auf Wunsch Hirschels neuerlich die Terminfestsetzung beantragt. "Die Landwirts chaflskammer für Hessen hielt gestern in' Darmstadt ihre 22. Vorstandssitzung ab. Zur Beratung tarn zunächst der Entwurf des Hauptvoranichlags für 1908. Daraus sind hervorzuheben unter E i n n a h m e n : Staatsziischuß 144 100 Mark, Gebühren 2000 Mk., Umlagen (je 20 Pfg. auf 1000 All. Vermögen), 280 000 Mk. Unter Ausgaben: Vortragskurse für prakt. Laiidwirle 2000 Mk., Studienreisen 1000 Alk., Wandervor- lräge 4000 Mk., Förderung der landw. Buchführung 5000 Mk., Haüshaltungsschulen 6000 Mk., Beratung kleinbäuerlichen Wirtschaften 3000—7000 Alk, Zujchußbedarf der landw. Zeitschrift und Korrespondenz 10 000 Mk., Preisnotierungsstelle 700 'Mk., Maschinen- prüfung 1500 Pik., Förderung des landw. Bauweseiis 4000 Mk., Rechtsauskunftsdienst 3000 Mk., Arbeitsnachweisdienst 3000 Mk. Förderung der Tierzucht: Pferdezucht 17800 Mk., der Rmdoiehzucht 99 300 Aik., Schweinezucht 15150 Mk., Ziegenzucht 11100 Aik., Geflügelzucht 6280 'Mk., Schafzucht 500 Aik., Förderung des Obst-, Wein-, Gemüse- und Gartenbaues 25 234 Aik., Förderung der allg. Landeskultur usw. 16 200 Aik., Ausslellungswejen 15 OOu Aik., Beiträge an ruidere Körperschaften 2000 Aik., Verwoltuirgs- kosten 92000 Aik., Tagegelder und Reisekosten 25 000 Aik., Rück- zahluiig an den Staat 3800 Mk., Kosten des Umlageausscblags 14 000 Mk. Aus dein Spezialvoranschlag für die landwirtjch. Zeitschrift ist hervorzuheben, daß die Einnahmen 41100 Mk., die Ausgaben 51100 Mk. betragen. Es wurde hieraus noch das Dienst- aller des neu gewählten Generalsekretärs sowie die Gebühren für die Bauberatimg, die Forstberatung und die Rechtsauskunft festgesetzt. Die nächste H a u p t v e r s a m m 1 u ii g soll a m 23. und 24. März 1908 in Darmstadt stattsinden. Hieraus wurde die von den Landwirten mit großem Interesse erwartete Organisation betr. der Arbeiterverinitllung beraten. Ihr Sitz soll in Fränkfurt sein und es ist zu erivarten, daß sie für die gesamte Landivirtjchaft große Vorteile bringen wird. Zum Schluß wurde noch der Voranschlag zur Beschickung der Ausstellung in Stuttgart mit ca. 5000 Mark gut geheißen. ** In der Bereinigung für Volkskunde sprach gestern Pfarrer Ko rc l l von Königstädten über das Ger a u e r Land. Es umfaßt die Landschaft bei Groß-Gerau und hat schon bei Riehl eine eiugehenoe Würdigung erfahren. Tie flache Gegend hat zwar leine hochromanlischLn, aber dennoch ihre Reize. Es ist im Hochsommer das Land der großen Getreidefelder und im Herbst das Land der dichten Nebel. Tas Gebiet ist stark vom Verkehr durchflutet und steht durchaus unter dem Einfluß derKbenachbarten großen Städte Mainz, Frankfurt uitb Tarmstadt. So kommt es, daß fidji in der Dorfanlage, in der Sprache, Sitte und Tracht der Bewohner nichts eigenartiges erhalten hat und die Dörfer ein Abklatsch der Städte siiid, d. h. der Städte vor einigen Jahrzehnten. Auch der Bauer ist verstädtert, aber er hängt mit gleicher Liebe an seinem Grund und Boden wie der oberhessische Bauer. Er hat es geschickt versta-ioen, feinen Betrieb den veränderten Zeit- verhälMissen anzupassen und entwickelt beim Absatz seiner feld- mäßig aitgebauten Gemüse usw. kaufmännischen Sinn. Ter Arbeiter, auch der industrielle, geht daraus aus, sich ein eigenes Besitztum äit erwerben und sehnt den Tag herbei, an dem er die Fabrikarbeit mit der Feldarbeit verkauf chen kann. Beiden Bevölkerungsteilen ist gemeinsam trcc Sinn für Pünktlichkeit und eine hohe Achtung und Wertschätzung der Schute gegeben, während, vielleicht im Zusammenhang damit, in der Jugend die Unterordnung unter die Familie nicht sehr stark und noch mehr im Sinken begriffen ist. Weniger groß ist der Einfluß der Kirche und auch von Staatsgedanken ist bet Bauern und Arbeitern iveniger zu finden. Reizlos, wie die Torfanlagen unter der Nachahmung der Städte und ihrem sich täglich machenden Einfluß geworden sind, ist auch das geistige Leben. Es leidet vor allem unter der rastlosen Erwerbsarbeit, die dem Gerauer Bauer und Arbeiter weniger Zeit läßt, als Bewohnern fruchtbarerer Gegeiiden. Tvch ist der Boden für die Bildungsarbeit gut und die Bevölkerung könnte leicht von einigen in ihnen lebenden kraftvollen PerjönlichLiten auf die Bahn geistigen Fortschritts geteuft werden. Dadurch wird es möglich fern, die aus den Städten auf die Tarier dringende Unkultur zu beseitigen und dem Gerauer Land wieder eine eigene bodenständige Entwickelung zu geben. In diesem Sinne wird z. Zt. die Volksbildungsarbell getrieben und es ist zu hoffen, daß dann auch wahrl-ask edle Religion wieder mehr Einfluß dort gewinnen wird. — Die von fcharfer Beobachtungsgabe zeugenden und von warmer Liebe zu Volk und Land getragenen Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Eine kurze Diskussion schloß sich an. Kolosseum. Tie gestrigen internationalen Frauen- Ringkämpie endigten mit folgendem Ergebnis. Als erstes Paar rangen Frl. Berg-Berlin gegen Frll Muranky-Ungarn, fürwahr ein schöner Kampf, in dem die Berlinerin nach 24 Mm. durch Kopfgriff auS dem Stande Siegerin blieb. Der Kampf Frl. Hanlon- Elfaß gegen Frl. Phillppi-Aachen nahm einen spannenden Verlauf, mußte jedoch nach 20 Min. als unentschieden abgebrochen werden. Der letzte Kamps war der zwischen Frll Knorr- Rheinland und Frl. v. d. Straaten-Holland, bei der Frl. Knorr durch Hüfteufchwung Siegerin blieb. Zeit 7,02 Min. Die zahlreichen Zuschauer verfolgten mit Interesse die einzelnen kritischen Moinenle, die die bargebotenen Kämpfe boten, und geizten nach der Entscheidung nicht mit ihrem Beifall. "Wieder in Untersuchungshaft. Kaufmann Lenhardt aus Weilburg, der vor einiger Zeit einen Mordversuch auf seine Frau machte und dann zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die Klinik für physisch und nervöse Kranke hier untergebracht worden war, ist gestern wieder in das Untersuchungsgefängnis nach Limburg übergeführt worden. ** Unfall. Im btotoifeum verunglückte am verflossenen Sonntag während der Vorstellung eine Ringkämpferin, indem fie sich beim Ringen das Fußgelenk verzerrte. Dieselbe wurde in die chirurg. Klinik aufgeuommen. -V Alten-Buseck, 24. Febr. Am gestrigen Abend fand im Saale von Wilhelm Raben an hier ein Volks- unterhaltnngsabend statt. Anknüpfend an das zu Beginn der Feier gesungene Lied: „Wenn ich den Wanderer frage: Wo kommst du her?" hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Fischer, einen Vortrag über das Busecker Tal und die Gemeinde Alten-Buseck. Die Ausführungen schlossen mit einem warmen Appell an die Versammelten, Heimat und Vaterland von ganzem Herren zu lieben. Als zweiter Redner sprach Lehrer Hübner in ausführlichem, von echt patriotischer Gesinnung durchwehtem Vortrage über das große Jahr 1870/71, unter besonderer Hervorhebung der ruhmreichen Taten unserer hessischen Division. Beide Vorträge wurden eingeleitet und geschlossen durch entsprechende Deklamationen und Lieder, die unter Leitung des Lehrers Hübner von den Schulkindern der Oberklasse in exakter und feiner Weise zu Gehör gebracht wurden. Zum Schlüsse sprach der Ortsgeistliche ein kurzes Dankeswort, das den Schulkindern für ihre treue Mitwirkung und namentlich dem Lehrer Hübner für seine viele Mühe um den Festabeno galt. Mau schied mit dem Bewußtsein, einen wirklich schönen und genußreichen Wend verlebt zu haben. □ Stockheim, 24. Febr. Durch Gewannregulierung anläßlich der hier vorgenvmmenen Feldbereiniguug wurde auch ein größeres Stuck Hochwald niedergelegt und war seit Jahren wieder einmal eine größere Holzversteigerung. Weit über 900 Raummeter Buchen-Scheit und -Knüppel kamen zur Versteigerung mit einem schönen Erlös, 9—10 Mk. waren gängige Preise für den Meter Scheit. Viele Käufer aus der Wetterau erstanden ihren Bedarf. Die Bestände hatten nach den Urkunden der Gemeindeverwaltung ein Alter von über 120 Jahren; starke Bäume lieferten über 4 Meier Scheitholz. — Die hiesige Zucker- fabrik steht noch immer in Unterhandlungen wegen Verkaufs. Die Gebäude, aus denen alle Maschinen verkauft find, sollten nach neulichen Verhandlungen zu einer chemischen Fabrik hergerichtet werden. .Ein definitiver Beschluß steht noch aus. h. Biedenkopf, 24. Febr. In der Grube „Alte Dreis- b a ch" im Siegerland wurde der Bergmann Memr durch einen zu früh losgegangenen Sprengschuß in Stücke geriffen und sein Mitarbeiter schwer verletzt. Rom, 25. Febr. Nasi wurde wegen fortgesetzter Veruntreuung amtlicher Gelder unter Zubilligung mildernder Umstände zu 11 Monaten 20 Tagen Gefängnis ver- ” urteilt. Ferner wurde er auf die Tauer von 4 y2 Jahren für unfähig zur Bekleidung öffentlicher Aemter verurteilt. 'Außerdem wurde ihm eine Geldbuße von 242 Lire und die ungeheuren Kosten des Prozesses auserlegr. Tie mitangetlagte Lombarde wurde wegen mangelnder Beweist außer Verfolgung gesetzt. Nasis Einlieferung ins Gefängnis wird zu spater Nachtstunde erfolgen, um Temonstratwnen vorzubeugen. Die Menge belagert Nasis Haus. SMchte Tagcschronik. • Ein orkanartiger G e w i tt e r stu r m, von Hagelschauern be gleitet, verursachte im Fuldatal, in Hannover, Thüringen und Sachsen großen Schaden. Telegraphenlellungen sind zerstört. In Waldungen wurden Bäume enllvnrzelt. Dächer wurden von oen HÜnjern gerissen. Namentlich weiden von sämtlichen weslsälischen Bahnstrecken, aus dem Diemclkale und aus dem Ruhrtale gröbere Schäden gemeldet. Bei WilhelmShöhe im Habichts walde wurde die Leich« eines Mannes gefunden, dein Kopf, Hals und Zunge ab- geriffen waren. Ter Unterkiefer war gehalten und allen Fleisches entblößt. Die Brust rotes ein großes Loch auf. Tie mit Blut bejubelten Kleidungsstücke sind zerrissen. Die Untersuchung roird ergeben, ob em Verbrechen vorliegt. Ter Kommerzienrat S chöller und Frau schenkten der Stadt Düren anläßlich der Vermählung ihrer Tochter 100000 Alk. zu verschiedenen ivohltätigen Zroecken. Ter berühmte ErsiUder Edison mußte sich einer schweren Operation unterziehen, die wegen der Begleiiumstänbe zu ernsten Befürchtungen Anlaß gibt. Ed-ijon ist seit Jahren schwerhörig. Der chronische Aiitlelohr-Kätarrh, an dem er leidet, nahm aber in der letzten Zeit eine akute Form an und führte zu einer Absceßoildiung im Mittelohr. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesse» ant Mittwoch den 26. Februar 1908: Abnehmende Bewölkung. Keine erheblichen ötiederjchläge. Nachts Frost. Nördliche Winde. ........... .....i".1”______ - ............. ■— Drsginat-DrahtmeLdttirgen. Oldenburg, 25. Februar. Zlvischcil der Staatsregierung und der Mehrheit des Finanz-Ausschusses im Landtage ist eine Verständigung über die Frage der Steuerermäßigung erfolgt, die bekanntlich zu eiuem Konflikt zwischen der Negierung und dem Lundtage geführt l)atte. Die Stacusregierung hat im Ausschuß die Erklärung abgegeben, daß sie einer Steuerermäßigung bis zur Höhe von 10 Proz. der Einkommensteuer und Vermögenssteuer nicht länge: widerstreben werde. aamiaMininaiw Twitsigaaraw i m km———h— Vergebung reu WOrleiluuMbektell. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung einer Wasserleitung mit Wasserturm und Pumpenhaus für die Gemeinde Climbach und zwar: 1. Die Arbeiten zur Herstellung von rb. 1000 Meter Gußrohrleitung von 125—40 m/m l. W. einschl. Lieferung der erforderlichen Armaturen hierzu, und 500 Meter Anschlußleckungen. 2. Die zur Erbauung eines Wasserturmes erforderlichen Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Glaser-, Schlosser-, Schreiner- und Weiß- binder-Arbeiten einschließl. Aiateriallieferung veranschlagt zu 5700 Mk. sowie die Lieferung und Montierung eines eisernen Behälters von 40 Kbm. Inhalt. 3. Die zur Herstellung eines Pumpenhauses erforderlichen Erd-, Maurer-, Glaser- und Schlosser-Arbeiten einschl. Materiallieferung veranschlagt zu 1300 Alk. sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Großh. Kreisbauinspektors, Zimmer Nr. 24, zur Einsicht offen, .woselbst Angebotsformularc gegen Erstattung der Herstellungskosten in Empfang genommen werden können. Die Angebote sind bis zum 10. März l. Js., vormittags 11 Nhr auf dem Bureau des Unterzeichneten abzugeben, wo dann die Eröffnung derselben in Gegemvart der erschienenen Bietet stattsindet. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. — Zuschlagsfrch 3 Wochen. Gießen, den 24. Februar 1908. Der Großh. Kreisbauinspeklor des Kreises Gießen. I. V.: Kalbfleisch. B24/. „Mob sei' K on feil] nmHil Gießen i li • Der Gießt fit Veerts ? A von gflr bi tön schwere W der e den ausrichtil Ließen, Rür die ton Zweien: «für die j ntan herzlii S I Ließen, i 6Ür die «ihinicheide Mer, Zchwi M allen der r iic reichen Herrn Pja «^wngvere »SWenjtfr S> Eroßen-8 Bei ■ W c,Mer burd iE Arni Arn Ni SS nnb L ; UM i te Wen 2) M ,SÖ6, ’" hekti Dörrobst nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. 1247 m tt » Friedhof statt. W. >i » M tiefbetrübten Eltern n » u Rlißitißs falte 26 Bahnhofstrasse 26 Dießen, den 26. Februar 1908. [1246 1M Tapetenhandlang Schanzenstr. 6. Gießen, den 22. Februar 1908. 1229 Mii Ba des [01365 Nach dein Vortrag: Vorführerng von Lichthildern. Gäste willkommen. v25/, Das beste Waschmittel /» % Paket f5 Pfg. 1234 Praktisch, billig-, bequem sind 1. 4. 5. 6. [reise- ihriif-0)cfndjc 3n vcilinutX'n 25 35 50 25 m öogeljdimiml >ev, Xijünngtn * en sind zerslijn. - ler wurden uon a ntlidjen roe|W in Ruhriale giW Nene türk. Pflaumen . Magi* CaO). Plaumen Entsteinte Pflaumen . Birnensctinitzel . . Neue Rosinen . . Neue Aprikosen . . Feinstes Miscliobst . CaliL Pörsis* . . Neue Apfelringe . . Neue Bobräpiel . . Familie W. Balser. Elisabeth Schäfer. 125 55 85 55 70 Georg Lang. Großen Linden, den 25. Februar 1908. Der tieftrauernde Hinterbliebene: Karl Löhr. Giehen lStephanstr. 43), den 24. Februar 1908. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 26. ds. M., nachm. 3'/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. e wurde bitte und äunjtal- jcjpalteu urf ata Üod.) auf £it ®i Die lla.wN Schmerzerfüllt teilen wirVerwandten und Bekannten mit, dah gestern Nacht l*/8 Uhr unser liebes Töchterchen Kitt! im zarten Alter von 14 Monaten durch einen sanften Tod von seinem Leiden er Um stille Teilnahme Holzheim, den 24. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. Klotz. y.-(cyiere 3iuiificoaiu<>,e von 4—7000 Mk. zu lausen gesucht. Schriftl. Angebote imter 01338 an den Gies;. 2lnz. erbeten. t. it am Äw:‘; z. Steine echK- )e. _ Fabrikanten: Imbszynski & Co. Berlin NO. hv8/2 Vertreter gesucht. 2000 Mark auf prima Grundstück von pünktl. Zinszahler gesucht. Offert, unt. 01377 a. d. Erp. d. Gieh. Anz. erb. Mcht to sEvintzigßt Metall tziMbiau? $bü schiaittt niiljt In Glas- tlrtffhptt ^10,20,30 u. Blech- M/lYksiu.50Pfg. Ueberall z« Haven. Zu kaufen gesucht J ein oder mehrere große GSteckniplexe Gesamtgröhe bis 25000 Morgen. Hessen-Nassau ob. Grohherz.Hessen. Nachweis wird unter Zusicherung absol. Diskretion honoriert. Gefällige Offerten unter F. C. H. 451 an Rudolf Mo sie, Frankfurt a. M. Mrgen Hildach I. Kniese Fr. Ries ■ fortgesetzter & 19 mildernder ü Gefängnis ttj n Zahlen z rurleiit. Autzcüg md die ungebee tgellagte gung gesetzt. it Nachrsrniidr t Die Menge & Lucratives, leichtes tiesohäi't am hiesigen Platze für pensionierten Herrn, auch für Dame, oder als Nebenerwerb vorzüglich geeignet, sofort zu verkaufen. — Schriftl. Angebote unter 01353 an den Gießener Anzeiger erbeten. Georg Hüttcuverger uud Frau Jobauua geb. Nenzel Giehen (Krosdorser Str. 13) den 25. Februar 1908. Die Beerdigung findet morgen Mittwoch, den 26. Februar, 4V< Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 101384 Alle Bäume und Sträucher, für Wald, Park und Hecken, in rauher Lage selbst gezogen, liefert billigst das Forstkultur-Geschäft: (Verzeichnis frei.) [hvM/a Gebe«. Hasses, w tNäflner-Tflnnlmii 2. 3. Danksagung Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem schweren Verluste, sowie für die liebevolle Pflege der evangelischen Schwestern sagen hierdurch den aufrichtigsten Dank c) Begegnung d) Himmlische Zeit ________ Elutrittstartcu für Nichtmitglicdcr sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder (eine Dame hat freien Eintritt) zahlen 50 Pfennig. Der Bonrag des Herrn Hauptmann Härtel muh wegen Erkrankung des Herrn verschoben werden. v#/> 1 schenkten bti i ____ Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dah heute Nacht 12-/« Uhr, unser innigstgeliebtes Töchterchen, Schwesterchen und Eukelchen Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 4. März, nachm. 2 Uhr soll die der l-ememde Holzheim zustehende Jagd, bestehend in ca. 673 Hektar '-ld und 88 Hektar Wald auf weitere 6 Jahre verpachtet «erden. Ein fast neues Halbvcrdcck, 2 dovpelsp. Fubrmannöwagcn u. 1 Fedcrrolle zu verkaufen. Zur Ansicht Sieinstrahe 49. (1239 Das den Erben des verstorbenen Kaufmann FricdrichsEberbard zu Marburg a. L. gehörige Wahn-1!. Geschäftshaus, in der besten Geschäftslage Marburgs gelegen — soll mein- bietend verkauft werden. Ich lade Kaufliebhaber zu dem hierzu am Freitag, den 28. Februar, vormittags 10 Uhr, im Hause Neustadt 18 zu Marburg statt - findenden Termine ein. [1241 Der Nachlahverwalter. _________Carl P litt. Veteranen - Verein. Die Beerdigung unseres Kameraden Ludwig IffiüHer findet Mittwoch, den 26. 1. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Donnerstag, den 27. Februar, abends 83/4 Uhr, im oberen Saale des Casb Metropol TORTBAS Beweise herzlicher Teilnahme bei dem I unseres lieben Gatten und Vaters, sowie :n Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hirfterbliebenen: Elisabeth Kalesky nebst Kindern. Turn-Verein Saiessen. (Gegr. 1846.) Sonntag, den 1. März, von 4 Uhr ab in der Turnhalle am Oswaldsgarten [vV« pfc iassl M mit vielseitigem bnmorisl Programm, ——-—- unter Mtwirkung bedeutender Künstler. - - Eintritt für Mitglieder und bereit Zlngehörigen 20 Pfg. ä Person Der Vorstand. Tapeten - Reste in jeder Rollenzahl zu bedeutend herabgesetzten Preisen empfiehlt 1115 Rofoea-t ^asse, Inh.: Otto Täubert Drei sehr schöne, sprungfähige Simmenthaler Bullen. Mehrere tracht, u. jung. Rindern. Herdbuch- tieren stammend find abzugeb. bei Heinr. Geist II., Windhausen, Kr. Alsfeld, Stal. Ehringshausen. jI»n7uL franz. Bistard ist preiswert zu verkaufen. Schriftl. Angebote unter 1237 an den Gieh. Änz. erbeten. taiiMreiB Ost. Donnerstag, den 27. Februar abends 9 Uhr findet im Restaur. „Rrsuprmz" Licherstrastc Mitzliedcniklfamüllllog statt. Tagesordnung: „Das hessische Wertzuwachssteuergesetz". D^/a Der Vorstand. Gäste sind willkommen: Rudolf Rüdiger. ^alltorstr. 35 Fernsprecher 397 Elektrische Licht-«. Kraftanlagen Motore Dynamos Prospekte and Kostenanschläge gratis. 1079 aller unh S1 ■SBä .""'M w; reinigung W gelegt °^verstej :tn schonen •n Meter 41 ihren $$ ler ^ntembüy.. l- starke £ Znüei, ngen wegen aschinen dciU rt zu einer imitiher ArM- ?e .«Uelrei» lenn durch ein«. Ie 1 * i! t n unh ja ejerunge» P ;unn »ad t n/'m t- laturen W*' utmts ijejetui'ä 5j|£ n 405*4 on *v t..wf Hauses j' nelgevenc Jj . heiI] aneu- . 11 Herrn Zahnarzt Jäger, über: „feist«Mai'seillt äe 6 feie si langt/ Hi ta feearistta teh“. McÄadel-BröSfhilOllS haben sich vorzüglich bewährt u. sind zu haben a30u.50kfg.bei Gastav Vv alter. Thv11/. c) Hochzeitslied Rezitationen: aj Das taubstumme Kmd b) Die kleine Bersetzerin c) Aus esthnische Schnurren Gesang: a) Heraus! b) Frühling ist dal j^ürfela zu 10 Pfg. für l- .l«‘.r Suppe. Ohne weitere Zutat u".W Wasser in wenigen Minuten zuzubereiten. Ange- «-Whchst empfohlen von C25^. 'iQwig Steinhänser. Neuen-Bäue 17 und Filiale Seltersweg. ist Di- Thompson*8 SEEFENPULVER lngen* fchc» 6 ' »roa in J1** rÄs . «ide «J1 Detlev v. Lilieneron Isidor Praschka Rud. Seuberlich Julius Stnieie Am Samstag den 29. Februar, abends 7.59 Uhr findet in sämtlichen Räumen des Ca 16 Leib unser diesjähriges Kostüm-Fest statt, wozu wir unsere Mitglieder ergeb en st einladen. Mitglieder, die sich nicht kostümieren, werden gebeten, in Sommer- Toilette zu erscheinen. — Es haben nur mit Einlaßkarten versehene Mitglieder und deren Familie Zutritt. Die Ausgabe der Karten erfolgt vom 26. bis 29. Februar bei unserem Mitglied Georg Todt, Blockstraße 9. Fastnacht - Dienstag karnevalistischer Familienabend v^/aJ im Caf6 Ebel. Der Vorstand. evlchiedenco — -* * *- * — - > ' - gebrauchte Ladenthek" i mit Glasaussatz billig zu verkauf. C. Schmidt, Bahnhofstr. 8. Umzugshalb, preiswert zu verl. 1 Trumeaux-Sviegel Glasgröhe 131/57 Crystallfacette, 2 Sofas, Spiegel. (01368) Löberstr. 8, 1. Donrrerstarr, den 27. Februar, 872 Uhr pünktlich in Steins Garten (Saalbau). 7. Bortrags-Äde«d Ausführende: Fräulein Käthe Brämer, Wernigerode, Rczitatorin Fräulein Elfe Brämer, Wernigerode, Konzertsängerin Herr Albert Kasten, Giesteu, Musiklehrer Bechsteinslügel aus der Pianoforlefabrik von Wilh. Skudolph, Grosth. Hess. Hostieferant. Programm: Rezitationen: a) Die Glocken Edgar Allen Poa b) Die Mette von Manenburg Felix Dahn Gesang: Dyvekes wieder P. Heise Rezitationen: a) Die Glocken von Dumbar Alice v. Gaudy b) Die Gräfin von Monbijou Börries, Frech, o. Münchhausen c) Jan Bart Th. Folltane Drei Gesäuge von Hans Hermann a) Sehnsucht b) Mt der Pinaffe nie (Taunus). eröffnet das Sommer-Halbjahr am 2. April d. Js. Programme und Meldebogen versendet kostenlos DVa Die Direktion. UH-kMa-Mr in allen Gröhen, in grober Auswahl stets zu haben bei (664 Louis Engel, Butzbach. la. Speise- und Salat- Kartoffeln in den verschiedensten Sorten empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen [1244 H. Drechsler Telefon 581. Steinstraße 48. 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Js. während der •sicnititunben entgegen. Glefien, 21. Februar 1908. Ba/3 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. - ___________Keller._____________________ . Die Arbeiten und Lreferungen der Materialien zur Erbauung Dienstwohngebäudes mit Nebengebäude für 1 Unterbeamten Haltepunkt Inheiden sollen vergeben werden. Zeichnungen, ' mngiulgen und Angebotsmuster liegen auf dem Bureau der ^ ^öeichneten Inspektlon zur Einficht aus und können von da, t.?- ohne Zeichnungen, gegen je 1,50 2Dlf. in bar (bei Postan- !uu,una Bestellgeld frei) bezogen meröen. „ ,-ßic Eröffnung der ntu entsprechender Aufschrift versehenen Mgebote erwlgt am 12. März d. FS., vormittags 11 Ubr, auf ni -oureau der mtterzeichneten Inspektion. Äuichlagsfrist 3 Wochen. Glenen, den 24. Februar 1908. B25/» Grotzherzoaliche Eisenbahnbetriebs-Inspektion 2. co SEIFENPULVER DCTHOMPSON'S JT241 Bleichstraße 12. [1235 Bleichstrahe 14, J. mieten. eo. früher zu vermieten. 34 Kaplaneigasse 5. 01264] Lauffrau- od. Nlädcheu gesucht. 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