u u r Cb. Ä flft '|gC^ «ft* 8.E»-;^=is ES, "« l. - 3._ a$Q=^^S 5ä*uaU« .-;. ^act°2j = ?'?? e^ = ^2'~b4^ aZS o^at:C7o$;E ~SwO^--fc2“;;'r o2: s «m“l»; £2-Q="~ä^u •■ l. ~ e u.*- » i ? '“22. Ä üti 8ikp aßrs vom 16. fymi 1 eiten nach Losen geiri n 2 Sojen) hküche ca. 160 qm jjß. :a. 160 qm Fenster e i Lose zusammen gib )ingung§unterlagen Kr. Straße, eingesehen, ir- Zeichnung solange der La istkosten abgegebene" in besonderen Uiu^s rechender Slufschrist nistens zum Eröffnung-W ormittags 11 Uhr 2 Wochen. 8 $*' iiburcau Irrenanstalt. ; gön.____—- *, Crato s Iberkuchf K» ackPH*^ Shene form Parkanlagen U rnn -rr Maizena’ S 1V,SÄ!.£ Nr. S03 Erstes Blatt 158. Jahrgang Samstag Ätt. August 1L>08 Der Clt|tntl Unjetget _ ,_ — ___ _ Nc»uaüvretsr Sr^SS aa a a X a s •tftiencrSommenbldtter; ß ■ V^i "Ws Zvä W B 4®T /öj. -lbhole- u. biveigltellcn iTDCtfnalroöd)entl.KrttSi flE Ft Ä a w B Q fi 1» B ▼ B B A W B Ä gR w) monatlich 6ü Pf.: durch blatt für den Xrrtt Sieben «A M W VW WÄ H Z M H B Z ö > H B D -Ä? EZ fl fl H « dtePost^A.'l.-viertel- ggWivDviivi aiijviyvi^g =«■ General-Anzeiger für Oberhessen MW LLoahmr von Anzeige« V i » II u.i!anbe unb„(Scnd)t»- ß «mnmagTiou^ Rotafionsbrwf und Verlag der Vrühpschen Untv.-Vuch. und Ztelndruckeret. R. Lange. Redaktion. Expedition und VruSerei: Schulstrahe 7. 8n!elgenie?l? H."BeL Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Apolitische Wochenschau. Gießen, 29. August. Mit Befriedigung dürfen die Blockparteien auf die neue Wendung der Dinge in der Schückin -Affäre blicken. Durch die Zurücknahme deS Zeugniszwangsverfahrens gegen die Fvankftrrtci: ^itung und durch die Beurlaubung des Regicrungs^ Präsidenten v. Dolega-Zwziewivski hat die Regierung gezeigt, bau sie den guten Willen Hal, die ganze Angelegenheit in ein ruhigeres Fahrivasser gleiten &u lassen. Sie läßt hierdurch gleichzeitig erkennen, daß die Beleidigung des Liberalismus durch einzelne Re- gierungSvrgane durchaus nicht iljrcn Absichten entspricht. Es handelt sich bei dieser Angelegenheit also wirklich nur um mißverstand licheic Uebevciser einiger Beamten, n.nd man muß eS anerkennen, daß der Minister DkoltK nicht länger gezögert hat, solche Maßnahmen znrückzunehnicn, die geeignet waren, den Block frieden zu stören. Unverständlich bleibt eS trotzdem, daß so etwas geschehen konnte und daß cs> erst langer Erörterungen in der Presse bedurft hat, um die Regierung zum Eingrüsen zu veranlassen Unbegreiflich bleibt es rrotzalledem, daß ein so lwher Beamter, wie der Regicvungspräsident von Schleswig, nicht besser die In- tentioncn der Regierung verstanden hat. Oder sollte es wirklich wahr sein, daß Fürst Blilow — wie einige boshafte Leute be- haupten — keinen rechten Einfluß auf die ihm untergeordneten Instanzen hat? Man möchte cd nicht gern glauben, denn Disziplin hat doch von jeher nicht nur in unserem Heere geherrscht, sondern auch in der deutschen Beamtenschaft. Es handelt sich in dieseni und vielen ähnlichen Jollen also offenbar nur um Mißverständnisse, aber man darf nun doch wohl ernstlich erwarten, daß der artige Mißverständnisse sich nickst gar zu häufig wiederholen. Sind solche Mißverstundnissc in der inneren Politik schon schlimm genug, so sind sie cs noch doppelt und dreifach in der auswärtigen. Wenn Mort ein Beamter die Absichten seiner Regierung nicht rrchtig anfgesaßt hat, so kann das natürlich von den unheilvollsten folgen sein. Der jüngst vcriwrbene Botschafter des Deutschen Reiches in Washington, Frhr. Speck v. Sternburg, gehörte zu denjenigen Beamten, die cs glänzend verstanden haben, im Sinne der verantwortlichen Leiter der deutschen aus- ibärtigen Politik zu wirken. Sein Tod riß eine empfindliche Lücke, denn an hervorragenden Diplomaten haben wir leider keinen Ueberfluß. In unserer auswärtigen Politik sind gerade in den letzten Jahrzehnten Ungeschicklichkeit und Unverstand die Regel gewesen. Frhr. Speck v. Sternburg gehörte zu denjenigen Diplomaten, die sich den gegebenen Verhältnissen ansgez^chnet anzupassen vcrftanoen haben, unc aus ihnen «den möglichst größten Bor- teil für bad Deutsch Reich zu ziehen. Wenn er auch nicht "alles erreick-cn konnte, was man im Interesse der deutsch»amcrikanisck)en Beziehungen hätte wünschen dürfen, so muß mnn eS doch dankbar anerkennen, daß cs seiner Wirksamkeit gelungen ist, die politischen und kommerziellen Beziehungen zioischen beiden Ländern ganz bedeutend zu bessern. Wir würden vielleicht auch mit manchen uiberen Ländern besser shehen, loenn mir in ihnen durch ähnliche tüchtige jirästc vertreten waren. Tie M a r o k k a s r a g e erscheint augenblicklich als ein rcr» HAtNismäfeiges einfaches Problem, aber wer vermöchte sich dem Wunsche zu verschließen, daß cs uns auch bei der '.Neuregelung der Dinge in Marokko nicht an klugen und geschickten Diplomaten fehlen möchte. Der bisherige Sultan von Marokko, Abdul Asis, ist in dem Ringen mit seinem Bruoer Muley Hasid unterlegen, und dieser wird, lucnn nicht außergelvöhnliche Hindernisse dazwischen treten, in Kürze der neue, von allen anerkannte Sultan von Marokko sein. Angenehm ist ben Franzosen die Niederlage des Sultans Abdul Asis gewiß nid)t. Sie waren- es vor allem, die ihn bisher auf jegliche Weise zu halten suchten, aber auch für jic Hal der Sieg Muley Hasids das gute, daß sie sich jetzt mit Shreir aus der unersreulichen und tostz'pieligen Marokkoaffäre derausziehcii können. Nicht ohne Bedeutung ist es, daß jetzt auch eine fmirzösische Beibmg, das Journal des Debats, schreibt, )aß die Politik der Heißsporne in MarokK) Dorübcr sei und daß ibnen nnrnnehr übrig bleibe, sich der veränderten Lage anzupassen. Und bann heißt es in dieser Zeitung weiter: „WaS wir mti dem gesamten Europa ivünschen können, ist, daß auS ben gegenwärtigen Ereignissen eine Regierung in Marokko hervorgehen möge, die stark genug ist, daß wir von ihr die Einhaltung ihrer Verpflichtungen und die Beobachmng der Vertrage erlangen können." In einem ähnlichen Sinne hat man sich in den letzten Tagen auch auf den Konferenzen der maßgebenden Persönlichkeiten Frankreichs und Spaniens ausgesprochen. In ^Jtarienbab ist in einer 2ludienz, die die Vertreter Rußlands und Frankreichs bei König Eduard hatten, Marokko ebenfalls Gegenstand der Unterhaltung gewesen. Aller Voraussicht irach wird die Marokkofrage jetzt wiederum für geraume Zeit eines der Haupt- gesprächsthemen dcr pvlüischcn Welt bilden. Auch in unserer inneren Politik wird cs nun bald wieder mehr Stoff yt politischen Betrachtungen gcoeii, denn daS, was der Bayerische Courier über die Steuerpläne der Regierung erfahren Hal, ist wohl der Erörterung wert. Nun wird sich wohl aud) bic Regierung nicht mehr länger sträuben können, ihre Pläne in vollem Umfange bekannt -u geben. Man wird dann auch erfahren, waS an dem Gerüchte von einer neuen umfangreichen Militärvorlagc wahres ist. Die Geheimniskrämerei der Regierung bei der Reick^sfinairzresorm, an der die Allgemeinheit ooch in so hohem Maße interessiert ist, erneut nicht gerade freudige Gestihle. Sie verrät gar zu sehr den kleinlichen burcaukratischen Standpunkt, den Geist der Bevormundung, die künstlich herangezüchtete Neigung des prcußisch-'deutsckien Beamtentums, sich in allen Dingen über den gewöhnlichen Steuerzahler zu erheben. Man vermeint geradc-zu Aktenftubenlust zu riechen, wenn man die offiziöse Erklärung der Regiernirg liest, und ihre Gründe hört, warum sie es nicht für angebradxt hält, die Sleuerplane bekannt zu geben. Tie Erklärung zeigt Lebenssrentdhnt und Unkenntnis der berechtigten Wünsche des Publikums, das doch ein Recht hat, an wichtigen politischen Fragen des Landes teil zu nehmen. Die Klagen über Bevormundung durch die Bureaukratie sind alt und man horchte hoch auf, als dieser Tage bekannt wurde, wie sich der deutsche Krvnprmz über Bureaukratismus ausgesprochen hat: „For^ mit all' dem überflüssigen Aktenkram!' „Der Landrat darf nicht noch mehr, als schon bisl)er, an den grünen Tisch festgenagelt werden." Diese Worte hatte b,r Kronprinz auf ein Aktenstück geschrieben, das er bei feiner jetzigen Tätigkeit int Ministerium des Innern kennen zu lernen Gelegenheit gehabt hatte. Die Randbemerkungen des Krvnpriitzcn lassen erkennen, daß ihm die Refvrmbedürftigkeit unserer deutschen Bureaukratie nicht entgangen ist. Groß ist die Hoffnung trotzdem nicht, daß der Einfluß des strottprinzen '.chott hinreichn werde, die Bitreaukratie aus ihrer Erstarrung plötzli1 Uhr ein. Unmittelbar nach bem Ein-- treffen der Majestäten im Kaiser-Palast sand großer Zivilempsang statt. Zur Abendtafel bei Ihren Majestäten im Kaiser-Palast um 8 Uhr war eine Anzahl von Einladungen ergangen. Der Kaiser beabsichtigt in Begleitung des Unterstaatssekretärs Zorn von Bulach eine Ä u t 0 m v b i l s a h r t f a ft durch daS ganze Elsaß von Zabern bis ans Ende des ober- elsässischen W e i n g e b i e t e s zu unternehmen. Der Kaiser hat auch ben Wunsch ausgesprochen, der Aufführung eines clsäss. Stückes in bem Elsässischen Theater beiLUwohnen. —'-T-mrr'-Wtr ■a—m lUciitc» Feuilleton. — Der Kaiser als Regisseur. Am Berliner Opernhaus soll demnächst das alte Ballett „SardanapLl" in einer öniicmcrung gegeben werden, die beweisen soll, daß sich auch bekehrte der Bühne zu widmen ttnstandc sind. Schon feit Jahren schwebt dem Kaiser der Gedanke vor, das Ballett „Sardanapal" auierstchen zu lassen mit einer historiscktzM Treue, wie sie vorher noch keinem anderen Bühnenstück 5uteil wurde. Als Vorbilder iur bic Inszenierung nahm sich der Nionarch die letzten assyrischen Funde und verschiedene Stücke aus fremden Museen, aus denen man Unterlagen für die s’lu£>|tattung und Kostümierung hat. Jiatb einer Aussprache mit Professor Friedrich 'Delitzsch entwarf der Kaiser persönlich den umgeänderten Plan der Aufführung, bei dem er insbesondere die letzten deutschen Ausgrabungen in Nmivc in Betraust zog. Jedoch bald [teilte sich heraus, da» es kolossale Schwierigkeiten bereitete, bic ätelicfy, die als *>orbubcr dienten, in plastische Formen zu bringen, in manchen galten schien dies überhaupt unmöglich. Darauflstn zog dcr Kaper roei terc Gelehrte zu Rate, und interessant, so werd aus Berlrn geschrieben, mar cd bei diesen Konferenzen, wie gut ftch der Stauer in dieser Sache informiert zeigte und mit welcher Phantane er^rch die Verkörperung der Vorgefundenen Zeichnungen uorstcllte. 6‘ur die Aufführung waren hinsichtlich der Oertlichkett bie Reliefs von Slchvrsobad unb stujundschick maßgebend, bic Szenerie ist in öieien Abbildern aus alter Zeit bis in die kleinsten Details uachgebttdet, so daß man fast von einer Darstellung lebender .ötiixr auö assyrischer Zeit sprechen kann. E i n W e r k des K aiier b 1 st auch der Entwurf der assyrnchen Schlachtwagen undBespannung derselben, wie er überhaupt, selbst bei otden Geriilgfügigkeitcn, zahlreiche Zeichnu n g e n J c l b Jt h et stellte unb schließlich auch zur Geltung bringen mutzte Der Kaiser bat weder Mühe noch Kosten geicheut, um die Auftührung ben Originalen möglichst nahe zu bringen, er liefe Werke, sogar der auSländiichen Literatur, über das Dhema wmmen, zudem befahl er die Extraanfertigung des Mr Dekoration de^ Palastsaales nötigen Purpurstoneo mit as,hnschcn ^blenuA, wctt vergleichen in Deutschland nicht auijuttciben war. Den Proven zu diesem Ballett hat der Kaiser beige,vohnt, wobei er micbei -ahl reiche 'Jlenberungen vornehmen ließ, o jcnc n eutroar i uno Einlagen schuf. Daß es dem Kaiser daran liegt, sur diese Schöpfung das Urteil der Wnstler und Gelehrten zu yoren, liegt auf der Hand. So hat denn der Monarch für die erste Vorstellung fast über den ganzen Raum doS Opernhauses verfügt und zahlreiche Einladungen zur erstmaligen Auftührung ergehen lassen, wobei auf bic bedeutendsten Gelehrten des Auslaiides hauptsächlich Rücksicht genommen wurde. Um von der mühevollen Arbeit, die der Kaiser mit seinen Beiräten vom Opernhaus und auch aus der Gelehrtenwelt hinter sich hat, ein Andenken zu haben, sind die einzelnen Akte und Gruppen auf Wunsch des Kaisers photographiert wvrdcn. Diese Illustrationen werden zu einem Album vereinigt werden, das der Kaiser seinen Gästen am Erstauisü^rungstagc, 1. Sept., übergeben lassen wird. — Hierzu bemerkt der B. B. T.: „Wenn hier der Kaiser sichtlich in den Gang der Inszenierung einge- grifsen hat, so ist dies nicht etwa nur ein vereinzelter Fall, denn itt dem Vortrags-Zyklus, der dem Kaiser von den verfchiebensten Vortragenden gehalten werden muß, nehmen die Fragen des MxmgL Theaters keinen bescheidenen Raum ein, und lwuptsäch- lich sind cs die Fragen der Ausstattung, für bie sich der Herrscher besonbers interessiert, die ihm auch oft Anregung geben, selbst seine Meinung zu äußern in einer Weise, bic oft den Bühnenpraktiker hinsichtlich der wirklichen Originalität überraschen muß." — M a n schreibt uns aus Frankfurt: Frankfurt hatte bas Glück jahrelang einen Mann an der Spitze zu haben, der knauserte und geizte, wo es ging. So häuften sich in dem Stadtsäckcl Gelder an, die Mainmetropole wurde zur reichsten Stadt im deutsckjen Städtckranz, und die letzte Statistik hat feststellen können, daß die meisten Millionäre in Frankfurt wohnen. Und aus 'Dliquel folgte ein Mann, der mit großen Plänen vom Norden nach dem Main kam, der beseelt war von dem Gedanken, aus Frankfurt ein modernes Gemeinwesen zu machen. Dr. Franz Adickes vermochte es durchzusetzen, daß Frankfurt auf einmal eine freigebige Hand hatte, daß Millionenforderungen über Millionen- jorberungen unbeanstandet das Stadtverordnetenkollegium paffier- tcn. Kaiserlicher Wunsch kam Adickes noch zuguterletzt zu Hilfe, das; er sein Projekt ausfuhren konnte, dem Kontinent den größten Hüllenbe.u zu schenken. 9tun wird diese Riesenhalle feiner eigentlichen Besnmmung zugeführt: Es sollen in ihr die Käifergesangs- roettflrcitc dauernd abgehalten werden. Man sagt uns Teutschen nach, daß, wenn wir lustig und fidel sind, wir das Lied anstimmen: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, daß ich so — traurig bin". Etwas Wahres liegt in dieser Verspottung. Man wird sich der Scherzworte des Kaisers erinnern, die er bei dem zweiten Kaiserwettsingen sagte, als ein Gesangverein nach dem andern sich durch die Schwere des selbstgewählten Ehores zu überbieten suchte: „Gott Str a m ba ch , | d>0 n wieder ei n Eh 0 r von Brambach!" . . . Im Jahre 1909 werden, soweiL bis jetzt bie Anfragen einlaufen, wobl an die 50 000 bic Sängerreise nach Frankfurt machen. Frankmrt beginnt sich jetzt schon für das Kaiierwettsingen zu rüsten. Wenn man bedenkt, daß bie Vorbereitungen für das Turnfest genau IV» Jahr vorher begonnen haben, so wird man cs nicht als zu früh bezeichnen Lünnen, daß, schon knappe 3/» Jahre vor dem Feste der Magistrat an bas Sänger- fest sich herarimacht. In der letzten Woche weilte der Erbauer der Festhalle, der Münchener Professor Thiersch, in Frankfurt und überzeugte sich von bem Fortgang der Arbeiten bei dem Hallenbau. Tie Turner faßen nuc den Hallenbau, bis zunr Sängerfest, aber sollen auch die Anbauten, die Vorbauten fertig sein. Natürlich spielt auch die Geldfrage eine große Rolle. Die Ausgaben für das Turnfest haben annähernd 3/< Millionen Mark betragen. Frankfurts Magistrat arbeitet gegenwärtig eine Vorlage aus, bic einen mindestens sechsstelligen Betrag als städtisches Zuschuß für das Kaiscrwettsingen fordern wird. — Die Bezirksversammlung des Rhein-Mai- Nischen Verbandes für Volksbildung^ Abteilung für Volksvorlesungen, die am Sonntag nachmittag in 2 ch w a n h c i ml veranstaltet wurde, war ein voller Erfolg. Tie Ausstellung enthielt die Sammlungen, die die naturwissenschaftliche Sektion: des Schwanheimer Ausschusses in dem abgelaufenen ersten Jahre ihres Bestehens zusammengebracht hat: eine Anzahl der kleinen Säugettere, etwa 40 Vogelartcn, eine vollständige 2ammlung der Kriechtiere und Amphibien unserer Gegend uno einige Fische. Ferner eine Auswahl aus der GesteinSsammlling und eine Reihe von haltbaren Schwämuicn. A. Noll und Vy. Köbaut hatten Wespen-- und Hummelnester ausgestellt. Neven diesen Sammlungen sanden die römischen und vorrömischen Ucberrcftc viel Beachtung und vor allem die Käfersammlung des Herrn Christina im, die Hummel- unb Wanzeniammlung des Herrn Ä. Noll und die Sammlung von Ziegenhornern unb aus Knochen angefertigter Zigarrenspitzen des Herrn Heiber. Besonders erwähnenswert ist die SchmeUerlingssammlung des Herrn Thorold auS Sachscn- baufen, die zu den DoUftänbigften unb bestgepflegten in weitem Umkreise gehört unb bie Bewunderung aller Kenner erregte. Einen Kasten mit einheimischen Schmetterlingen hatte Willy Hein- zerling ausgestellt, Schnecken und Muscheln D. Kniprath (Höchst) und Dr. Kobelt. Von diesem waren auch die Farnkräuter unseres? Deutscher Reich. Die neue Militärvorlage. Alle Meldungen von einer neuen Militärvorlage, die in diesem Herbst dem Reichstage unterbreitet werden sollte, gehören, wie die Post von zuständiger Seite erfährt, in das Gebiet der Erfindung. Eine neue Militärvorlage wird und muß kommen, aber erst, wenn das gegenwärtige Qninquenat abgelaufen i|'t und b»S dahin hat es noch gute Zeit. Der Kaiser und die Marokkofrage. Die.Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Ein ungarisches Blatt veröffentlichte in seiner Abendausgabe vom 26. August eine Meldung auS Frankfurt a. M., worin unter Berufung auf dortige Blätter berichtet wird, der Kaiser habe mit einem Telegramm in die Marokkofrage eingegriffen und habe den deutschen Gesandten in Tanger beauftragt, Muley Hafid im Falle der Annahme der AlgeciraS-Akte die Anerkennung Deutschlands umgehend zu überbringen. Diese angebliche Nachricht ist eine grobe Unwahrheit, die wir hiermit gebührend festnageln. Die Beisetzung deS verst o rb e ne n B otscha fte r S Speck o. Sternberg hat gestern in Lützschena bei Leipzig staltgefunden. ' 2ht» S*taOt und Land. Gießen, 29. August 1908. •• Lehrerpersonalicn. Uebertragen wurde dem SchulamtSaspiranten Fricdr. Wilh. Meininger auS Mittel- Gründau die Lehrcrstelle au der Gemeindeschule zu Bernsfeld. — Erledigt sind: Eine mit einem eoang. Lehrer zu Ausland. Kaiser Franz Josef hat sich am Dienstag in Ischl auf einem ZaadauSstng erkältet. Jedoch besteht zurzeit lein Anlaß zu Beriorgnissen. Der Kaiser hat gestern seinen gewöhnlichen cinftünbigen Aiorgcnspaziergang un Park der taiierbcfocn Villa unternommen: auch abends war das Befinden zufrieden- stellend. _ Der Konflikt der Niederlande mit Venezuela. Ter Kreuzer „(^elderland" fuhr nach La Guaira, um dee für den beatidjcu ltzesandten in Caracas bestrmmtcn Aufklärungen und Jnsiruktionci' hinsichtlich der jüngsten Zwischenfälle zu überbringen. Bekaiintlia) ist der deutsche (Yefandte in Caracas mit der Wal>- ruiig der niederländischen Interessen betraut. Als das Schiff auf der Reede vor Anker gegangen war, wurde feine Dampi- prnaf'u mit den für Caracas bestimmten Postsäcken an Land gesandt. Der Zolloampjer fuhr der Pinafse entgegen und teilte ihr mit, hast sie nid)l anlegcn dürste und die Postfäcke nid>t ent gegen genommen würden. Zu gleicher Zeit sah man, wie Truppeti an Land Bewegungen ausführtcn und Fort Vigia feine Kanonen schicstbereu machte. Darauf kehrte „Gclderland" nach Curacao iMrüd. . , Zur Erleichterung deS Grenz- und Reisever- kehr» nach Deutschland und Lesterreiä>-Ungarn ernannte die russische Regierung eine Sonderkommisswn, um die Paß- und Zollrcvisioi. auf den Grenzstationen zu vereinfachen. Rach Besichtigung von Wirbalten, Alexandrowo und Granitza schlug die Kommission dem Minister verschiedene Äenderungen vor, deren Annahme sicher erscheint. Den deutschen Reisenden dürften zahlreiche Belästigungen erspart und der Verkehr bedeutend beschleunigt werden. , AuS der Türkei. Die türkische Regierung beabsichtigt, den stellvertretenden Kriegsminister Osman Nizarn als Nachfolger Tcivfik^Pascl-as in Berlin vorzufchlagen. — Die Meldung eines Blattes von einer demnächst bevorstehenden Reise des Sultans nach Berlin wird unterrichteterseits dementiert. — Der neue Kckicgsminister Ali Riza Pascha hat Befehl erteilt, den (General L>alil Pascha in Aleppo wegen reaktionärer Umtriebe zu verhaften. — Der bisherige üofa Urologe Cbel Hu da würbe verbannt und erhielt die Erlaubnis, äch üt Aegypten aufzuhalten. M arok ko. Das Blatt „Telegramm de Riff" veröffentlicht ein Interview mit dem Roghi Dieser erklärte, er werde Aculey Hafid in der gleichen Weise bekämpfen, wie Abdul Ans. Argentinien hat 220 Mill. Mk zur Verstärkung der Marine uni/ Feldartillerie bewilligt. Das M ist trauen Argentiniens gegen Brasilien wächst ständig, trotz der ofstziellen Mlengnungen. Man glaubt allgemein in BuenoS- Aires, das, Brafüien beabsichtige, Argentinien wegen seiner Haltung gegen Uruguay mit SVrieg zu überziehen. Brasilianische Agenten sind kürzlich in Europa eingetrosfen, um Kävallerie- und Artillerieoffiziere zu engagieren, und Kriegsmaterial anzu- kaufen. ^hina soll eine Bersassung erhalten, die frohe Kunde macht ein Kaiserliches Edikt vom 27. August den gelben Söhnen deü Himmel« bekannt. Wald.s Die Aquarien der Herren Abt, Heider, Roll und Paff und ein von Herrn tot ausgestelltes Terrarium mit Eidechsen, Fröschen und Kröten wird wohl manchen veranlassen, sich eben- fallv ein Aguarium ober ein Terrarium anzuschafsen. Tie Ber- Ihinbtungen drehten sich besonders um die Bedeutung des natur- wifsenfcl-aftlichen Sammelns Nach dem Bericht des Herrn Dr. 510- belt sprachen die Herren G. Volk vom PerbandSvorstand, KreiS- icbuhuiiKtior Hahne von Hanau^ Pros. Stork von Offenbach, Pros. Römer, der Direkwr des «enckenbergischen Museums, die Herren Lehrer Cidmanii und Sclnihmacher Heller aus Darm' stadt, Lehrer Rippci aus Kelsterbach und die Herren Prof. Epstein und Stadtrat Flesch aus Franksurt Wir erw^nen noch, dast auch die wichtigsten im Besitze der Scl-ivanheimer Sammler besiiid- lichen natu i will en i d>a 111 idw u Werke ausgestellt waren, und von der Verbandsbuchl)andlung eine Anzahl einschlägiger Werke auS- — Wagnerfestspiele finden jetzt im Prinz-Regenten- Theater zu München statt. Am letzten TonnerStaa kam „Triftan" zur Aufführung. Tic Isolde fang diesmal Frau Burk- Berger, bekanntlich eine geb. Betzberger aus unserem oberhess. Sdidtdren Nidda. Die „M. N. N." schreiben: Wenn cs ihr achngi. auch die Trotzszenen des ersten Aktes psychologisch noch so zu vertiefen, wie dies bereits jetzt beim Tag- und Nachtgefpr ich im eilen Aki erreicht ist, so darf ihre Verkörperung der „wilden, «inniger Diaid hohes Lob beanfpiuchen. Auch nad) der rein gefanglicber. Seite bot die ausgezeichnete Künstlerin meist Vor- trefstiches und mit ungebrochener JVraft besiegte das leuchtende Organ die Tonfluten des „Liebestods". — Kleine R u n ft d) v o im L Pläne zur Neubebauung der 9)1 u I e u m fl i n | c l in Berlin^ die von Geheimrat Professor Messel entworfen und dem Kaiser vorgelegt wurden, sind jeljt vom Ministerimn der öffentlichen Arbeiten geprüft worden. 3m picußischcn Etat für 190V wirb die erste Vanrate erscheinen. Tic Kosten des gesamten Baue« sollen auf mehrere EtatS>ahre verteilt werden, da auch die Bauteil mehrere Fahre in Anspruch nehmen r. Ludwig Fulda wird sich in der nächsten Zeit mti FrU Hermann in Frankfurt a. TL veirnählen, der Tochter be5 verstorbenen bcivorragenben Mitgliedes des Frankfurter Schauspielhauses Professor Hermami. — Bei dem Grälen Leo Tolstoi trat, nach Erkundigung der Petersburger Tele- graphen-')lgen»ur, in den letzten Tagen ein veraltetes 6uBleiben tu heftiger Form auf, das ihn zwang, das Zimmer ru buten. Im allgemeinen gibt fein Bestnden zu keinerlei Befürchtungen Knlast. — An bie Lehrer der Hamburger Kunstaewerbe- schule 91 vd)itehen 6 d) m i b i und Heller ist die Aufforderung ergangen, den künstlerischen Nachlast deS oerftorbeuen Tarmstädter Professors Olbrich — d. h. seine in Köln unvollendet gebliebenen Bauten zu vollenden. besehend« Lehrerstelle an der Gemeind eschnie zu RüffelSheim. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzend« Lehrerstelle an der Gemeindeschale zu Gau-BHchofShetm; mit der Stelle ist Lrganistendienst verbunden. — Die Lahnkanalisatioa. Am Donnerstag nachmittag 3 Uhr ranb rm Hotel .Preußischer Hof zu Lim- »urg eme Vorstands-Sitzung des La hnkan al - Vereins statt, m der der Vorsitzende — Generaldirektor Kauer- Wetzlar — eingehend über die Vermögenslage des Vereins oroie über den gegenwärtigen Stand der LahnkanalisierungS- Trage Bericht erstattete. Insbesondere wurde auch .".tgeteilt, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten die Königliche Wafferbau-Inspektion in T«ez beauftragt habe, über die Wirtschaftlichkeit der Lahnkanalisierung eingehende Unter- uchungen anzustellen. Zu diesem Zweck habe die Königliche Wafferbau-Inspektion an alle im Gebiete der Lahn gelegenen größeren Handelsfirmen und industriellen Unternehmungen Fragebogen betr. den gegenwärtigen Empfang und Versandt von Maffengütem gerichtet. Da bei der außerordentlichen Tragweite, die das erzielte Ergebnis für die Verwirklichung des Kanalprojektes besitzt, eine möglichst vollständige und rasche Ausfüllung der Fragebogen äußerst wünschenswert erscheint, beschloß der Vorstand, die VereinS- mttglieber durch ein Rundschreiben auf die große Wichtigkeit der Erhebungen besonders aufmerksam zu machen und sie dringend aufzufordern, im allgemeinen Interesse alle gewünschten Eintragungen in die Fragebogen umgehend zu bewerkstelligen. Ferner wurde beschloffen, für oonntag, 18. Oktober, nachmittags 3 Uhr eine Hauptversammlung deS Vereins nach Limburg zu berufen, in der u. a. auch an längerer Vortrag über den gegenwärtigen Stand deS Lahn- analprojekteS gehalten werden soll. •* Vermessung deS LahnbetteS. Nachdem das Tiefbauamt schon früher die Tiefe der Lahn von der Wismarer AemarkungSgrenze bis zum Wehr am ElektcizffätSwerk durch AuSpalen festgestellt hat, ist jetzt ein Beamter damit beschäftigt, den Rest deS Flußbettes bis zur Wieseckmündung, da« bei dem augenblicklichen niederen Wasserstand fast trocken ist, z« vermeßen. Es handelt sich darum, festzustellen, wo KteS gebaggert werden kann, was unbedingt geschehen muß, wenn dieser Teil deS FluffeS nicht weiter versanden soll. ES hat sich nämlich unterhalb deS Wehres eine förmliche Insel ge- bildet, die den Flußlauf beengt. Eine gründliche Ausbaggerung dient dazu, das schnellere Abfluten der Wassermassen bei Hochwasser herbeizuführen, um so ein Ueberschwemmen der Gärten am Ufer der Lahn zu verhindern. *♦ Benutzung der Vorderseite der Drucksachenkarten. Der Staatssekretär des Reich-,poftamtS hat eine neue Erleid) terung un Druck fachen verkehr geschaffen, indem er die Benutzung der Vorderseite .ii.aLe bewrvert werden, aus dem linken Teile der Boroerscire 'Jlngabcn jeder Art angebracht wcrbai. Selbsb- berständlich müssen diese Angaben ebenfalls ged ruckt oder durd) ein sonstiges mechanisd-cs Vervielsältigungsverfahren l-ergestcllt sein. "Der SängerkranzauSflug ins Biebertal, der für morgen vorgesehen war, findet nicht statt. Statt besten wird ein geselliges Zusammensein auf der Liebigshöhe abgehalten. . (S. Inserat). • • Im Stadtverordneten-EitzungSsaale sind während der Ferien HandwerkSleute eingezogen, um den Raum neu herzustellen. Die Decke wird neu gemalt und die Wände werden modern in grau tapeziert. Auch wird die Beleuchtung durch Hängeglühlicht verbestert. • • Besitzwechsel. Der Kaufmann Rudolf Hahn erwarb von der KaSpar Heinzerling'schen KonkurSmaste daS Anwesen Liebigstraße 89 für den Preis von 26 000 Mk. * * Haltet den Dieb. Gestern nachmittag ließ sich ein fremder Bursche von einem hiesigen Kutscher ui der Stadt iimher- fahren, gab dabei in Tamcnkneipen viel Geld aus, und als er >cn Kuticher bezahlen sollte, begab er sich unter Zurücklassung seines HuteS in der Sä)loßgasse in ein Haus und kam nicht wieder heraus ES stellte sich heraus, daß er auf das Dach des HaufeS gestiegen und über andere Dächer hinweg in der Kaplaneigaffe wieder gelandet war. Znzwisd)en war auch der Polizei telephonisch von Marburg mitgeteilt worden, daß ein angeblicher Karl Schwarz zu Oberasphe 100 Mk. gestohlen, ein Fahrrad aus geschwindelt und in der Richtung nach Gießen geflüchtet sei. Der Bursd)e wurde dann hier noch er- griffen und entpuppte sich als der von mehreren Behörden steckbrieflich verfolgte Karl Stein aus Stumpertenrod. * * Diebstahl. Einem Dienstmädchen in der >^chanzen- straße wurde auS der Schlaffmbe eine goldene Damenuhr gestohlen. ♦ * Unfall ober Selbstmord In verflossener Nacht stürzte eine alte Frau auS dem Fenster ihrer Schlafitube in den Hof. Sie wurde als Leiche gefunden. Cb Unfall oder Selbstmord vorliegt, wird die Untersuchung ergeben. •• Kirchweihen finden morgen u. a. statt in Klein- Linden, Lollar, Rodheim a. d. B., Großen-Äuseck, Londorf und Muschenheirn. /X Ruttershausen, 28. August. Bei der am verflossenen Mittwoch stattgefundenen Jagdverpachtung war Händler Kail Erdmann von Lollar mit 415 Mark Höchstbietender. Tie Genehmigung steht noch ans. — Lang-GönS, 28. Aug. Der Landwirt Job. Wilh. Weber verkaufte em Mut ter sch wein im Gewicht von 605 Pfund an den Metzger Waldschmidt in Wetzlar. -|- Lich, 28. August. Am 26. und 27. September findet in Lich durch Veranlaffung der Landwirtschastükammer eine Bezirks-Ausstellung von Erzeugnissen des Acker- undOdstbaueS statt, verbunden mit P rüm i i e r u n g und Abhaltiing emeS Obst- unb Saatgutmarktes. Tie Vorbereitungen zu dieser AuSstellimg sind in vollen» Gange und sie wird nut Produkten des Acker- und besonders LdilbaueS gut beschickt werden, da die diesjährige Ernte m der Landwirtschaft und besonders im Obstbau cm allgemein günstiges Resultat ergeben »oird. Em lebhafter Verkehr von Rah und Fer», ist zu erwarten, zumal die Bahnverbindungen günstig sind. Die Ausstellung findet in den geräumigen Sälen und Garten- anlagen des Wirtschafts • Etablissements von Jakob Sten» in der Rühe des Bahnhofs statt. Für die Präiniierimgen der besten Ausstellungs-Produkte sind bereits mehrere Preise und Diplome gestiftet worden, u. a. von der LandwirlschaftS- kannner, von» Landw. BezirkSverein und von der Stadt Lich Ehrenoorsitz übernommen und die Stiftung einet Preises zu- gefagL X Holzheim, 28. Aug. 0m unserem Turnverein, der »ehr gute Fortschritte macht, einen geeigneten Raum für die Vornahme seiner Hebungen zu schaffen, beabsichtigt East- wirt Sauer einen größeren Saal zu errichten. ? Hungen, 28. August. Gegenwärtig wird hier am sog. Wehre der Horloff beim Schießplätze eme Schleusen, an läge errichtet, um bei em treten dem Hochwasser schnell die Waffermaffcn ableiten zu können. Bei den Ausschachtung.» arbeiten hierzu wurde au3 geringer Tiefe ein Gr ab de nk» mal zu Tage gefördert, das Jahrhunderte hier gelegen und einen hohen nltertünilichen Wett hat. Tie eme Lecke siett ein Wappen mit Krone. Ferner ist der Name bet verewigten Johann Conrad Eberhard, sowie die Aemter, dre er bekleidete :c., 'N den Stein eingehauen. Auf der anderen Seite steht em Spruch. Ter Stein, von den» leider bet Sockel nicht mehr vorhanden ist, soll dem hiesigen Musemr einverleibt »verden. --- Bad-Nnuheim, 28. Aug. BiS zum 27. Aug. sind 26 926 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5480 anwesend waren. Bader wurden b»4 zum 27. August 340 368 abgegeben. B.-B. Darmstadt, 28. Aug. Aus der Lande,, außftellunq wird am nächsten Montag noch em neuer TlppendiL eröffnet worden. Das .Große HauS Glückert^, das nist einer äußerst kostbaren inneren Einrichtung auSgestallcr worden ist, die z. T. von Pro». Olbrich entworfen »fL Die Eröffnung erfolgt durch den Groß Herzog. Bingen. 26. Äug. lieber d.c Cm^Hd) erfolgte Entlass«« dcS Oberarztes be. dies »gen Hospitals Herrn It ytob bnnaeii die Lokalblätter lange brühte. Es imrb dar» behauptet, bub die Entlassung dieses sonst sehr beliebten Äryrt cm ultra montane Einflüsse zurück»ufübren fei, da n klerikal genug gewesen feu Besonders aber sei das siebten txieS ÄTujinriiJ nn Lperanonssaal der Stein des Anstpges geweicv vcrr Tr. Brod habe itd> namlidj der Anbringung eines Kruustprs m dem Op.raiumSsaai widersetzt mit der Begründung, t«r. dem heutig en 3tano der Wiisenschaft jeder Staubfänger eine 4k- fahr für die Kranken bedeut.. Nach all den umgebenden Ok» rächteii baue bie Ltadtvenvaltung doch die Pfltch:, durch eine geeignete Veröffentlichi'.ng iharbcti in diese Lntlassun,isgc»chuhir zu bringen. (»• Br., = WormS, 28. Aug. Die Nachricht von der Verlegung des 4. Hess. Infanterie-Regiments 91t. 118 wird dementiert. Siebener Ltraskammer. )( Gießen, 28. Aug. Ein ungeeigneter Vormund. Dem Taglöbner Hch, W. X. von Viekeck ging ein Geld, betrag von 39 Mk. ui seiner Eigenschaft als Vormunc» üoer bte minberjäjpggen Kinder deS oerflorbenm Zigarrenmachers T von der Landeswaisenkasse zu, den er verzinslich anlegen füllte. Tti Vormundsd^asiSgeriä t foroerte ibn vielfach unter Sirasandroduug und zuletzt unter disziplinärer Ahndung auf, den Nachweis 8t den Feisitellungen des Schöffengeiuhts irarei» un letzten Fruhiahr die Weißbinder ui- iolge Streiks >u Bad Nauheim von den Arbeitgebern in Fnedber§ ausgefperrt Worden. Wiihrend dieser wurde der bei tue: OTicbbayer Firma in Arbeit stehende Weißbinder U. aus Roohen« v. d. H. vielfach angegangen, einer Crganifaiion bcizuttttm BSb ioju er sich als verheirateter nicht verstehen konnte. Ais er eines nrorgens an die 8tW gehen wollte, drangt.- sich der Angeklagte auf dem Fried. r Bahnhof an ihn h . ite, »vo er arbeite. Nach Be^> Wartung der Frage »tollte der Angeklagte missen, »vo U. bt fw noruuj dieser, da er den Angeklaglen kannte und im xbu-l ivußle, nxiv man mit ihm wolle, antwortete: „Von taham, s» alle Leut her sein," wodurch er dem Angeklagten zu verstehen qAa wollte, datz er für feine Abfid)ten nicht zu gv!utnnen sei Der fc» geklagte bemerkte hierauf dem U.: „Du arbeitest teilte vier t.kx« mehr, ich fncg dick, schon, du Stromer, Nichtsnutz, Lump: * Ule dir nod) die Därmen aus dem Leide. Bei dir icheirn M Solidaritats- oc-tr L ^,aiii,'atioiisgefühl zu den Hunden geslsM zu sein." DaS Schösieitgericht erblickte u. a. in den AeußeroMa :i i-. n ji 153 fer Gewerbeordnung und O rannte nut '’iiiu < - erletzung auf eine nif fltaf t vo« 14 Tage n. Der Anaekl. ■ ' J.eruiung; er befrrut den größten Teil der Aeutzerungen i* behauptete, es habe ihm icmgelcgtn, U. zum Beitttl» zur Crg«'- Der Arbeit zu bestimm en. IM e >-ache nicht end aufgefldd icke, um auf Grund des g 153 der c^ewcrbcorbnung aur 2n^" u erkennen, so hielt fte doch neben der Beleidigung eine <<• Drohung mit der Begehung eines Verbrechens für oorltegenb c» ücrwaxf die Berufung des Angeklagten, der wegen GewalttütH' fi-itci» mehrfach befnart ist, mit der Maßgabe, daß ber 6 in Wegfall »u L nun en habe, bagcaan der - 241 Platz grnjt, womit eS bei der vom Schöffengericht erkannten Strafe iai t»* wenden behielt. Ein Hundebiß. 3m letzien Frühjahr . oer am r-hrrJlrunnen bef auf Hänoen uno Fußen in den Hof der Mühle gqtbiflwi und dort um Hllse g. r.: . - . .... n 7 te.cir.ui gegen V An- Pagr iix-qen iahttasiiger Körpern, rletznng, weil er den Hu"> ebne Beaufsichtiguu. umbcilaufen lieft. Der Ang.ki b «r. ; 9* luhev Yeqdmlixn und behaupte te, 1 _r B un . weise über seinen Hof gegangen, um ...1 >. .!.. c ;Hi..rjöU ßn Den sJ)ioid)cen von Tanger würbe Paris 29. Aug. Der „Eclair" meldet aus Tanger: EI Menebhi, der Tanger verlassen hat, lieb den Pascha von Arsia, Remidi, der deutscher Schutzb e sohlener ist, verhalten, weil er sich geweigert hatte, srch Mu- ley Dasid zu unterwerfen. , London, 29. Aug. Der römische Korrespondent des „Globe versichert, er sei von zuständiger Seite informiert worden, ba& die italienische Regierung sich der Einberufung einer neuen Marokko-Konferenz widersetzen würde. Norderney, 29. Aug. Gesandter Dr. Rosen i|t gestcrA in Norderney cingetroffen und hatte nachmittags einen ein* stündigcn Vortrag beim Reichskanzler Fürsten Bülow und wurde abends - von diesem zur Famrlrentafel zu- gezogen. Deute reift Dr. Rosen nach Berlin. Tanger, 29. Aug. Mulcy Dafid rft gestern auch in Mogador als rechtmäßiger Sultan proklamiert worden. Bu Auda hat sich von Abdul Asis abgewendet und befindet sich von Arsile auf dem Wege nach Tanger. Washington, 29. Aug. Ein Telegramm aus Puerto. Cabello berichtet, daß die venezolanische tzafenbehörde den amerikanischen Dampfer, der die Post mitbrachte, während 48 Stunden im Hasen zurückbehalten habe, indem sie sich weigerte, dem Schiff feine Papiere auszustellen. Dieser neue Zwischenfall dürfte eine Verschärfung der Beziehungen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten zur Folge haben. Bvrscn-Wochcnbcricht. = Frankfurt a. M., 28. Aug. OrigsttttL-DrahtmeLdunsen. Stuttgart, 29. Aug. Das Krouprinzenpaar spendete zum Zeppelin-Fonds 51)00 Mk. T r e § b e n, 29. August. Tw BezirrZhauptmannschait verfugte die Einführung bes S i e b e n u h r l a b en s ch l u ss e 3 ab 7. September. .. Rom, 29 Aug. Der Papst empfing gestern dw deutschen Pilger, die sich auf der Rückreise von Palästina befinden. Paris, 29. Aug. In den Moscheen von Tanger wurde gestern zuni erstell Male für den Sultan Muley Hafid HanSrl un» verkehr, VoltetDirOcb-itt. ^eutscheReichsbank. Im Zentralausschuß der Rcichs- bank wies der Präsident Ravenstein auf die Stärkung des Status hm, die in den letzten Tagen weitere Fortstzitte gemacht hat Tie steuerfteie Notenreserve betrage etwa 346 Mill. Mk. und s^i bomb um etwa 170 Mill, gegen den entsprechenden Zeitraum dc^ Vorjahres höher. Auch die fremden Gelder haben erheblich zugeuommcn, doch handelt es sich viel um Staatsguthaben Die Goldbestände seien gleichfalls bedeutend hoher als im Vorlage, und etwa 200 Mill. 9)tf. seien aus dem Auslande zugeflos,en. öffeLtliche Geldmarkt sei sehr leicht, dagegen zeige der Ma- übermittelte. Tagcschroni«. infbcfanmcn Gründen gang 1908/09 (2 Teile, Preis 2.o0 Mk. 'K-tlaa von Emü Roth in Gießen. Unter diesem Titel i|t das bereits angcfünbigtc neue weidniäiinifche Merkchen in zwei Bänden un Verlag von Eonl diotd-Gießen erschienen. Tas in handlichem xasckfensormat gc- lxillene Blich ist m seinem ersten, 511111 Einsteckai in die stoppe- lösche bestimmten Teil ein unentbehrlick-er Genosse fito^dcn Wcid- niann. Es enthalt eme FAle praktisck)er Tabellen, "Schußlisten, Jagdkassc, Treibjagbsormulare usiv., ferner auch cm Äülcnbcwum, eine Sammlung schöner Jägerlieder, kurz, ein sehr reichlich^ Dandmatcrial snr den Jäger. Der Streite ^eil, der broschint ist, umsaßt eine Fülle von belehrenden und oricnhenmbcn Aussätzen aus der praktischen Jagdkunde, und außetban ein Verzeichnis der Gemeindejagden in Dessen, Desscn-Rassan usw. mit genauer Anglibe der Pächter, der Größe, des Preises und des Ablaufstermins jeder Jagd. Diese Statistik, die hier zum erstenmal zusammim- aefLcitt ist, erscheint für alle Jäger von großem Mert, zeigt fie ihnen doch, welche Reviere zur Verpachnng kommen, tme groß fic sind, wie teuer, wo sie liegen usw. Dem Büchleur darf wohl eilt guter Erfolg vorhergesagt werden. (immer. (Gießen, 28. lormunb, 111 ging ein @6 wit atö Vomund üba Ji Zigarrenmachns 2 nslich anlege,1 jollte hach unter SttaimbuL ng auf, den Kchwch 2 m; er gab aber ubei5_ haflsgerichl das Lnsgi. 1 Vorschlag zu bringen.. jü), daß W. das to; ihn Anklage wegen Uc Intreue erhoben rourbt! 1 große Bedrängnis gtre »ergriffen haben. Uebr;. ch der Enthebung als! fert. 2er Ortsgerichl-. chichen bestätigte, hielt riftigen Fähigkeiten für .gnet und glaubte niüji, i otte hinreißen lchsen, rot «uaui uihckx Strafe hi wundert, wie man den 1 einer geringen Bqähtzr eine hmislichen Verbälll'i eignet, früher als wer -se sttafmindernden Urijz. Men Maße berüdiia; F-allen bis auf fünf Zä träfe erkannt werden rei Wochen, wie |i- CsHßefaitdt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schreiber dieses, ein 76jädriger Greis, kneipt mit Wonne unb bestem Erfolg feit 6 Wochen in dem hier neu errichteten Licht-, Luft- und S 0 n 11 c n b a b Luft unb Licht, auch fonnl er feine Gebeine mit Behagen fo gut als wohlgemut, als bie§ in bem heurigen, unter bem Regiment bes langweiligen Jupiter pluvius sleheiiden Sommers möglich ist. Befremdlich und zu verwunbern ,‘t bie Wahrnehmung, baß verhältnismäßig mir wenige unserer Mitbürger von bem segensreichen, mit bem Wasserbabe in ber Lahn unmittelbar veibunbencn Institut Gebrauch machen. Dasselbe gilt auch von ber angegliebcrteu Abteilung für baS schönere Geschlecht, hoffentlich bringt bas [onunenbe Jahr Besserung l Unsere nervöse Menschheit, Männlein wie Fräulein, hat bas slärkenbc Labsal, bie Erquickung burch Lust, Licht unb Sonne überaus notig. — Ium Schluffe sei mir verftattet, burch Hülfe ber Tagespreße an bie löblichen Lorstänbe ber allerorten errichteten Luft- re. Baber die Bitte zu richten, daß sie durch Gründung eines Kartells ihren A d 0 n n e n t e 11 die Möglichkeit verfchaffeu möchten, beri ihren Sommerreifen auf ®rimb ihrer Mitgliederlailen bie örtlichen Vuftbäber ohne Entgelt zu benutzen. Eine solche Bercinbarung wäre im Interesse ber Luslkneiper, wie ber fegenZrelchen Instituts hoch zu begrüßen. L- erg hatte J» ! m unter der Anschck^ >n duck Drohung unu t, einer Vereinigung^ eÜsbedinguiMmW^ W den FeOellMv- ruhjahr die en^itgebnnmM r Zeit mrde der ins Weißbinder U- fauSW Organisation belM^- sich als verhciratck - efla9te wo er arbeite. . klagte raffen, Jw «• g. iten kannd: unb utwortetc. , b^ten ru vE X gemtnnen fet ^. NG WÄW1 en-., C- ÄeußeE w ie wobei W& ■■■ <** U *5 's- «'to'”"1; -L Gießener Wetterdienst. BoranSsichtlichc WUtcrnng für Hessen am Sonntag den 30. August: Fortdauer der trüben Witterung. Regenfalle. Starke westliche Winde. Temperatur nicht verändert. T?^eue Frankfurter Stadtanleihe. Frank surr hat in den letzten Jahren des öfteren an den Geldmartt ä.pcllicrt Im Jahre 1906 wurden 27 Mül. Mk. teilw^e mit 3i,- proz., teils mit 4 pro5. Verzinsung auSgegeben. JJn Dezember 1907 erschien eine weitere 4 proz. 2Udeibe von 1d »cm Mark und nunmehr soll eine abermalige Anleihe,er,e in voye von 50 MÜl- Mk. mit lwck.stcns 4 Proz. verzinslich hcrau>..- kommen. Gleichtvie bie Anleihe des vergangenen Wahres, ,o joll auch die neue vorwiegend für Befckwficn der Mittel fur dui Ost Hafer dienen, ixnin aber auch für die Erweiterung des Itabt. Elektrizitätswerkes, ber Bahnbetriebe, für Verlegung bes 3d - Hofes unb des Danplstcueramls usw. Teimmchst wirb ein Teil- betrag von 20 bis 25 Mül. l-erauskommen Die letzte 4 proz. Anleche vom Dezember 1907 war in Berlin unb Frankfurt zu 98.8 Proz. zur Zeichnung gelangt und notiert tui volles Prozent Ijölicr. Am 1. April 1907 stellte lid) die Gesanit schuld der Stadl Frankftirt auf 196.33 Mill. Mk., ‘oosu ininnfrih n weitere 15 Mill. Mk. getreten sind. Der Wert dcS SUnyHcrci- vermögens wird mit 365.48 Mül. .23. angegeben. Universitäts-Nachrichten. — Zu bem vom 28. bis 31. Juli 1909 statlsinbenden Jubi° IO i äum ber Universität Leipzig wirb bie vorläufige Fest- | it'bnuug bekannt. Am 28. Juli sinb die Begrüßungen im Palmen- I .prten. Am 29. Juli wirb Festgotlesbienst in ber Pauliner Kirche ..wehalten, woran sich ber erste Festakt schließen wirb, ftönig !j! svriebrich August wirb als rector magnificentisaimus eine l ebe hallen. Am Nachmittag ist Festessen im Palmengarlcu nm 1- arteufei'L Mm 80. Juli findet mit Festrede des Geh. Rats Prol. K’ ‘Xr. Wundt ein zweiter Festakt statt. Mittags beginnt ber aroße 1 , iristonsche Festzug. Am Abeub wirb eine Festvorstettung nn Neuen H -Lhealcr unb zu gleicher Jeü ein Konzert im Neuen Gewanbhanse [. ,-egcbcn. Von 9 Uhr abenbS ist Kommers. Für biesen läßt bic H Stabt Leipzig ein Jell auf bem Meßplatz erbauen, bas 10 OOu I Uerfoncn faßen wirb. Luftschisfahrtwescn. Der Par s ev al - Ballon soll, wie aus Berlin gemeldet wird, | Montag eine Rell)e von Fahrten beginnen, in beren Verlaus er | Leie ihni gestellten 4 Aufgaben zu lösen hat, falls leine lieber- i; ahme als Regierungslballon erfolgen soll. 9Jlontag wirb et ^uichst in einer vierstündigen Fahrt versuchen, die von der I Militärbehörde gewünschte, aber geheim gehaltene Döl)c zu o I üridien. Am Alütwoch erfolgt die zwölsstündige Dauerfahrt. Der Derzog von Cumberland hat 20 000 Mk. als zweite I ieppelin-Spende der Rentenbank in Stuttgart gesandt. Die I ^tabt Wiesbaden spendete für Zeppelin 4000 Mk.; ferner wurde iueui Platz der Name „Zeppcliiiplatz" beigelegt. Art der New Yorker Börse haben sich in ber längsten Zeir in-chesonbcre an der letzten Samstagsbörse Vorgänge abgespielt, bic ein Einschreiten bes Börsenvorstanbes veranlaßten. ÜNäheres Über bie Vorgänge ist zwar bisher nicht bekannt geworben, es würbe nur von Scheinabschlüsien berichtet, dennoch hielt man es aber für geboten, Vorsicht zu beobachten, weil man befürchtetet, baß starke Ausschreitungen der Spelulation vorge- tommen sind die neue Erschütterungen in Wall Street hervor- ruscn könnten. Nun sinb uns biese Erschütterungen aber glücklicherweise erspart geblieben. Ein Bankhaus, welches sowohl an ber Stock-Exchange als auch an der Getreide- und Baumwoll- böf'e stark operierte unb große Baisse-Engagements an der ENek- tenbörse lausen hatte, stellte mit nicht weniger als lo Mül. Dollars Verbindlichkeiten seine Zahlungen em und dadurch wurde bic ganze Situation wieder geklärt. Daß an ber Börse in Rew- yort eine solche Zahlungseftistellniig ziemlich ,purlos voruber- ging, ist immerhin ein Beweis für die gute Vcrfanung derselben, indessen wird man sich doch gegenwärtig halten müffen, daß bie Spekulation in Wall Street wieder stark an ber Aroctt ill unb babureb sich leicht Sünben aushäufen können. In Lo nb o n wiro augenblicklich ber »iinenmarft mit größerem Erfolg bearbeitet, bie guten Ausbeuten kommen dabei ben Leitern ber Bewegung wesentlich zu statten. An ben deutschen Mä r k.t c n befähle man sich btese Woche vorwiegend mtt der L i q u i b a 110 n. Gs stellte sich babei heraus, daß in einzelnen Werten immer noch größere Baissc-Engagenicnts beftelfen, namentlich Montan- papiere waren im Hinblick auf bie wenig günstige Verfanung des Montanmarttes vielfach „gefixt" worden und bie Ruckkanfe, bie in ber letzten Zeit vorgenommen würben, trugei^ jebcnfaU» erheblich zur ^Kurssteigerung bei. Gelb war für ^cknebungs- zwecke reichlich vorlMiben unb stellte sich auf etwa 3Vs Proz., in Berlin ging man sogar vereinzelt bis auf 27s Proz. herunter. Privatdiskonto stellte sich aus 2^ Proz. Diese günstige Versa,attc sich ein 33jährigcr Schieserbecker ui Chemnitz cwsge,ucht, der be- rnf tragt war, bic Dachrinne cmcs oorttgen dreiswckigeiiDmttes rciiiiaeii Bei bieser Arbeit war ber Mann, aus dem Tachraiu) ?chmd d?e L über die Dachrinne herabM^nd und den Oberkörper an den Sch nee saug anlehnend, cingefchlafen drohte -ebe yiiinute abzustürzcn. Durch bic l-erbcigcrufene Feuerwehr L ein^ SÄmioun lvurde be- (Ml^etc, nachdeni er geiocdt worden war, sich allein vont Dache begab, vor Schaden %uf dem Gute Schwenzi in der Nähe von Waren (Mecklenb. ^ I wollte der Besitzer, Rittmeister PeÄador^, mif dem Wege zur 1 Jagd eme Kreuzotter mit dem Gewehrkolben enck>lagen, als sich plötzlich das Gewehr entlud unb ihm die volle Ladung ms Derz drang. Er war sofort tot. __ m, ■ , : Die Nachricht, bau sich oer Geisteszustand der Frau Maior v. Schönebeck gebessert habe, und daß sie sich wegen An- ftiftung zur Ermordimg ihres Gatten werde verantworten musieu, b e ft a t i'g t s i ch n i ch t. . . . In einem Wartejaalc des! Bahnhofs Dirschau vettvundet. der Büfettier, der mit einigen Personen in Streit geraten war, einen Postschassner, der die Streitenden beruhigen wollte, durcki vier Schüsse. Er wurde verhaftet. In Aachen wurde einem ruiittchen Petroleurnmagnatcn au, dein Bahnhof von einem jungen Manne die Briestasche mit 3000 Mark Bargeld unb 15 000 Mark in Krebitbriesen gestohlen. In Salzburg wurbe ein Manu namens Georg Rettl aus Hei mager verhaftet, ber int G c rmanifche u At u f e u ni in Nürnberg Kostbarkeiten un Weile von 2000 Mk. gestohlen hatte. Tas Gestohlene würbe bei Rettl gefunben. AuS einer gefährlichen Lage würbe eine Touristen- gnwpe gerettet, bic ohne Führer eine Besteigung b e r Jungfrau unternonimen hatte. Eine Expcbition, bic zum Zwecke photographifcher Llufnahmen ben Juugfraugipiel ubcrschrut, fand die Gruppe von vier Personen, darunter zwei zameii, btc völlig erschöpft eine furchtbare Nacht in Kälte und Nebel Angebracht hatten. Sie hatten sich in einer Schncchöhlc notbiiiUig cuigcgrabeii, zum Tot waren ihnen bic Hänbc erfroren. Tie pholographiiche Erpebilion brachic bic Geretteten nach ber Konkorbiahüllc. In B u b a p e ft ereignete sich infolge ber Unachttcuntcü eines Packträgers, ber mit ber brennenben Pieifc im Munde eme große Benzmslafche in em Haus trug, auf der Treppe fiel und bie Ben- zinflafche jcrtiümmevtc, eine gewaltige Expt 0 fl 0 n. Gin -teil des Hauses stürzte ein. Z w c \ M cnfchcn verbrannten, acht Personen würben schwer verletzt. Zwei Schwabroneu Ulanen, bie in Altofen (Ungarn) einen Bahndamm passieren nvi'.ten, würben von einem Eiienbalmzuge überrascht. Durch bie Signale ber Lokonwtive wurden bic Uilcruc scheu unb warfen ihre Steuer ab, weldje ben Bahndamm hinunter stürzten und nur mit Mühe vor bem F-allcu in die Donau bewahrt werden konnten. 4 Ulanen erlitten schwere Verletzungen, ebenso 10 Pferde. . « ,—. Der durch bie Ucberschwcmmung in Nord- unb Sub- carolina angerichtete Schaben beträgt 2*2 Miitioneu Dollars. — In Felsern (Neu-Mexito) sinb 15 Perfonen int Gimmcrcn er trunken. Eine Anzahl von Wohnhäusern i)t fortgeid-wemmt wor ben. Bei Triuibcb (Colorado) find weite Gegenden ubersd-wemmt. Zwölf Eifenbahnbrückeu find zerstört. Nach einer Nachricht aus Toli) ift ber c n g (11 d) c x- a m f) c r Duuca u" währeudeines Taifuns veiberInsel Kiuschiu un ter- geg an gen. Von der 53köpsigen Lesatzung sollen nur zwei Mann gerettet fein.__ ’^cx geohrfeigte Botschaftsrat. In Paris wurde idiaft be-' Sohnes einer reichen Familie, immens Saeco, unb roieberholt auf ben Wert biejev Stücke aufmerksam gemacht unb es Qi nfttoftcn ^rcifen an einen Kunstliebhaber zu verkaufen. Saeco ol'jekt bereits an ben Mann gebracht. In ver ümg 1 j mehrmals fernem Frewibe Betrage, die in g ’ geit verürich, 23 000 Franks ausniachtcn. xa aber eme a’9cJe aUe $e. ohne bau ber Baron wieber von sich hoicit "^8, hiteben mühungert Saccos zu feinem ^de L» korn^ Seine fuhr diefer nach Paris, um ben Bolfcha tsiat aiuzmucyc Versuche, ben Tiplomalen zu sprechen, bl'eben vergedlicy^ ) traf e? ihn bes Abenbs in der Nahe der Oper. Er trat mif u> zu unb versetzte ihn mehrere Ohrfeigen. 1 f tr.cr Teppich, zwischen beide und machten ber Szene em C. ibe Amerika der das Streitobjekt bildet, soll von .Baron mom nau, nm einen weit höheren Preis verfauft worden sem, als ..-F-mNi. nt r agö b i das Leben gekostet hat, ^ch m 6 . m nut seinen gespielt. Arn Samstag hatte sich der Photogiapy unn rtitnlmarft Koch immer' dne gewisse Spamumg^ xrotz dcS güav Hfftrt Standes der Bank sei eine Diskontermätzigung wegen der bevorstehenden Ansprüche an bic Dank zum Quartals!chlutz nicht '' die i 6«en. 31 S ?’ 58,5 ium 27» 5°^ Berichte, £i»en ® f aber sei hna aJS'01 r ^ie,e ^Miung&jtfts von ^bec 'Regiments 3lt.iL :a fei nicht ouSgeschloffen, daß ihn der Dmtd auf dem Dos ge- ucklt habe und da» er dabei den Unfall erlitten habe. Er hielt j j ffir ausgeschlossen, daß der Verletzte mit gebrochenen Bem 80 I ter weit sich fortschlepven konnte. Wenn das schöffmgericht 1 ch bie i>lnssagen bes Verletzten mit besonderer Sorgfalt aufnehmcn lcaßte, da von ihnen nicht allein die Verurteilung des Ange- 1 egten, sondern auch dessen Ersotzpfticht für den, Unfall herge- - tet wirb, so tonnte es doch nicht annehmen, datz der Verletzte ütai wifsenllickfen Meineid geleistet habe. Es schenkte deshalb -men Angaben, die übrigens auch noch durch andere Momente ‘ j ücrflütt wurden, Glauben, und verurteilte den Angeklagten -u ^llMarkGeldstrafe. Die infolge Berufung des! Angeklagteii .'«folgte Verhandlung endigte mit Ycncr. Abricht- u. Dickten- IIo bei maschine fliMl tnilM! kllirt! O e pi.iiMffi'Tr SIMft'StMM m li’riHn mUM ü7ui4j Schone 4- .jimnierwohng. zu oermtcren. Neuen Baue 5. Per 1. Oktober oder später schöne 3 oder 1 Zimmer Wohnung Wh einen Lchrcivcrcibetrieb wird ein gebrauchter Helle, massiogcbautc Werkilättc mit od. olmc Wohnung zu vcrm. Schristl. Anfragen unter 4988 an den siebener Anzeiger erb. möglichst mir Nebenraum, per ioiorr oder 1. Oktober zu miet, gesucht. Außführll Offerten uni. SST til Äl. tJnni.-Vofl« 1 Zimm. m. 2 Betten fj. verm. Kaplansgasse 23. '07111 07023] Schöne Wohnung au ruh. ^eute zu verm. Walltorstr. 8 Arbeiter für 2andWirtschaft gesucht, füttfi Ar. Eäff. Monrag. den 31. Lugoff, abends 8'/» Ubr: Haupt-üebnng. 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