Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. kaufen Stocks tanbes- ieue§ Parteitag der freisinnigen Landervereins. L ichmacl ihr. ins. aicus jeschäft )lansgasse l8 Eine Verbindung der Frage der ReichSsinanzresorm mit an» i-'TCit politischen Fvageii fei einer Diskussion wert, zumal es l"J) dabei nicht um den persönlichen Vorteil Einzelner handeln - I« uii, sondern um eine Erweiterung der Volksrechle. Die Frei- i iinigcn hätten niemals versagt, wenn es sich um die Bewilligung i -Uocndiger Mittel gehandelt habe. Aber man könne verlangen, i*<& die Verteilung dec Lasten nach gered/ten Grundsätzen erfolge. : i! .-eiter müsse man verlangen, daß alle Parteien als gleichberecl-. i-ltc behandelt 1 verben. Fülle, wie die Haltung des ReichS- I uzlerö in der preußischen Wahlrechtsvorlage und die Bchand- li-11 (T Schüclings, seien nicht geeignet, in freijinnigen K'reisen Bell-oslerung für die Blockpolitik zu erwecken. In Hessen, dessen ^vorstehende Landtagswahl unter dem Zeict-en des schwarz-blauen 'S stehe, l)abc eine rückschrittliche politische Bewegung ein» außer bei der Wahlrechtsreform zeige sich dies bei der I schätzen, das in mancher Hinsicht an Kraft der Individualität und KampseZmut seinen Epigonen der Kultur überlegen war, — Unheilige Bildlverkenn heiligen Orten. Ein Dr. Wikowski hat, wie das „Berl. Tagebl." mitteilt, in französischer Sprache ein sehr unterhaltendes Buch veröffentlicht: es handelt von dem satirischen und manchmal geradezu unzüchtigen Phantasien, die unsere frommen Ahnen sich erlaubten, wenn sie die Kirchen mit Bildwerken schmückten. Zn Frankreich waren die Bildschnitzer Freunde einer grob sinnlichen Kunst und grotesker oder derber Scherze; der heilige Franyois de Sales nannte das: Gott „ä la Gauloise“ behandeln. In der Hauptkirche zu Amiens schmückte man die Chorstühle mit geschnitzten Bildern ga- lanter Frauen, die ganz entkleidet in eine Badewanne fliegen; halb entkleidete Männer schauten dem interessanten Vorgang mit entzückten Blicken zu. Säulen kapitale zeigten den Kampf zweier Ehegatten, die sich gegenseitig das Symbol der ehelichen Würde, die Hose, zu entreißen suchten. In der Saint-Seurin-Kirche zu Bordeaux sieht man Bildschnitzereien, die sich gar nicht schildern lassen; zu den „harmloseren" gehört ein riesiger Leib, der auf einem von einem Diener gezogenen Ltogen liegt. In der Kirche äu Bille-sranche-de-Rouerge sieht man einen langohrigen Affen, der eine Dame umarmt. An solchen erbaulichen „Lujets" fehlt es auch in Paris nicht. Man findet Schnitzereien dieser Art auf dem mittleren Portal von Notre-Dame auf de,: Kapitalen von Saint-Germain de fßrgd usw. Das Sott amüsierte sich über den kühnen Naturalismus der Bildschnitzer und war auch nicht ein einziges Mal sittlich ent- ru|tet “ bettelarme Kunstler. Zn den nächsten Tagen wird in Paris der Herbspalon eröffnet werden; das vor- anlaßt die „Wiesb. Ztg.", einige Fakta aus dem Leben berühmter Künstler zu verzeichnen, Fakta, die geeignet sind oiejenigen unserer Maler, welchen es noch nicht ganz nach Aht, zu geduldigem Ausharren zu ermuntern ^Rem! S ’n ätzten Lebensjahren Armenunter- stützung. Sem „Bildnis"^ die Perle des Louvre, brachte ."®ifen und besprach die Ergebnisse der Untersuchungen des ZnndeS von Menschenresten aus der Tiluvialzeir, den Prof, x ranberger in Krapina bei Agram gemacht hatte. Der .dpische Neandertalcharakter der betreffenden Fragmente ■tim festgestellt. An der Existenz einer mit den Riesen- ioemeu der Eiszeittierwelt und wahrscheinlich schon vorher •ja Mitteleuropa primitiven Menschenrasse war daher nicht 3i ihr zu zweifeln. In neuester Zeit hat der Redner ein Neandertalslelert ausgegraben und zwar in Südfrank- •i ch. Dort hat ein Schweizer Gelehrter Hauser schon im !pril ein Menschenskelelt ausgegraben. Alls hunderten von Bruchstücken wurde der Schädel so vollständig wiederherge- iLlt, daß das Skelett das eines jugendlichen, vermutlich n mnlichen Individuums war, welches in allen seinen Teilen pcnz spezifisch die Kombination von Merkmalen zeigte, die I il:i charakteristisch für den Neandertaltvpus gelten. Nach u: Ansicht Tr. Klaatschs vereinigt diese fossile Rasse Zu- i lMde, die heute bei voneinander sehr verschiedenen Rassen ^kommen. Zn dem kurzen gedrungenen Bau der Extremi- sta:ienknochen liegt ein Anklang an heutige arktische Rassen, >i»! Eskimo, vor. Die Stärke der Knochen und das kolossale Rabitz erinnern an Afrikaneger, mit denen auch am Schädel itocndje Uebereinstimmungen bestehen. Die stteandertal- mmschen waren von mittlerer Statur, das Gesicht war lang, 'ugenhöhle und Nasenhöhle waren ungewöhnlich weit, der Btnäbei niedrig, aber sehr lang und breit. Die Ueberaugen- Mste umrandeten saft halbkreisförmig von oben die großen lugenhöhlen. Es bestehen viele gemeinsame Züge zwisck)en k: i>reandertalrasse und den heutigen Eingeborenen Austra- iLis, welch letztere vielfach noch unter den Altdiluvialen Dmmutjägern Europas stehen. Die Uraustralier sind aus Der primitive Mensch. Auf dem 80. deutschen Naturforscher- und Aerztetag hielt P:of. Dr. Klaatsch (Breslau) einen Vortrag über das in» i."essante Thema: Der primitive Mensch in Vergangenheit mb Gegenwart. Ter Vortragende entwarf eine kurze historische Uebersicht Mr die Entwicklung der Lehre von den fossilen Menschen- dieie, daß sie umkehrt, auch so ihr entgegenkommen möchten. (Lebh. Zustimmung.) Was das Verhältnis zu den Siational- liberalen anbelange, so sei die frcisümige Partti Hessens zu einer Annäherung bereit, aber bis jetzt fehle die Voraussetzung dazu, nämlich die liberale Grundstimmung bei den Nationalliberalen. Tie notionalliberalc Partei verbinde sich lieber mit dem Zentrum, wie mit den Freisinnigen und habe bis jetzt die liberale Einigung so aufgesaßt, daß sie die gaiue Last bei- parlamentarischen Vertretung auf sich nehmen wolle. Auch die Zungliberalm seien in Leisen stets bereit, ihren alten Herren bie Hegel auszustellcn, statt liberale Forderungen zu vertreten. Schließlich polemisierte der Referent gegen die „Wormser Ztg." und legte ihr und den Nationalliberalen in Erwiderung auf ihre Fragen an die Freisinnigen, wer Rheinhessen Nebenbahnen verschalst habe, ,ver bie Eisenbahngemeinschaft gebracht, wer für die Hagelbeschüdigten gesorgt habe und ähnliches mehr, u. a. die Frage vor, »ver hintertreibt seit 10 Jahren die Geincindesteuerreform, wer verhindert die Erlangung des direkten Wahlrechts ohne Preisgabe von Volksrechten, wer ist dem Zentrum zu Liebe für die Konfessionsschule,r, wer hat die Tenunziation von Korcll und Wörishvser begangen? (Lebhafter Beifall.) Zum Schluß betonte der Sieb,ter die Notwendigkeit bet Erhaltung dcS entschiedenen Liberalismus zwisck^n den Exttenten von rechts und links, der auf der Grundlage deS Idealismus, der politischen Md Rechlsglcichhett beruhe. (Lebh. Beifall.) jjn der Diskussion betonte Prosesfor F l e g l e r - Bensheim die Notwendigkeit, daß die Linksliberalen dafür sorgen müßten, bei der Rcichssirmn-rcform das Ävnttollrecht des SieichSlags durch Einführung einer direkten Steuer zu erhöhen. Abg. Fischbeck bezeichnete diese Auffassung als der Meinung der Fraktionen entsprechend. AmtsrichtcrMüller-Vilbel beantragt in diesem Sinne einen Zusatz zu der Resolution, so daß am vorletzten Satz angcsügt wird „unter Stärkung des Kontrollrechts des Reichstags über Einnahmen und Ausgaben". Ter politische Jahresbericht unb bie Resolution über bie Neichsfinanzrefomt werben angenommen, ebenfalls folgende Resolution zur Partcistellung des LandcSvcreins bestätigt : „Ter Laudesvevein der freisinnigen Partei für das Großherzogtum Hefsen bekennt sich zu den Grundsätzen deS Eiscnack)er Programms der Freisinnigen Volkspartci und aum sog. Frankfurter Diindcstfirogramm, erachtet cs aber mit Rücksicht auf die besonderen hessischen Verhältnisse zur Zeit nicht für angczeigt, sich an eine der drei linksliberalcn Parteien formell anzugliedern, läßt vielmehr de» einzelnen Vereinen und Wahlkreisen die Stellungnahme frei." Ter vom Parteisekretär 5k u h l m a n n erstattete geschäftliche Jahresbericht verzeichnet cm Fortschreiten der Organisation im Lande. Während 1906 nur 8 Bereute mit 700 Mitgliedern bestanden, sind nunmehr 39 Vereine (bavon sind 22 nn Jahre 1907 unb 9 1008 gegründet, mit 35lO Mitgliedern vorhanden. Zahlreiche Vereins- unb öffentliche Versammlungen fanden statt, ebenso ein glänzend vcilautciies Parlcifcst. Tie Neichstagswahlen brachten keinen posiliueil Erfolg, aber eine erhebliche Zunahme der Stnnmen- zahl. Tie Stadtverordnctenmahlen des letzten Winters brachten m WormS — wo cs gelang, dem allmächtigen Regime öcS perrii v. Hcyl eine empfindliche Niederlage zu bereiten —, Tarmsladt, Gießen, Mainz und Bmgen imt> in einer Reihe von flcrncren Stäöten unb Landortcu Erfolge. Tic Niederlage in Alzey wurde Veranlassung zu intensiver Arbeit »md großen Anfjchivungs. Tie Partciprcssc hat sich gut entwickelt, dagegen bedürfen die finanziellen Verhältnisse dringend der Besicrimg. Wciin ivie seither weiter- gearbeitet ivürde, werde die Partei sicher die Bedentung erringen, die ihr gebühre, .aufwärts und vorivärlS für Fortschritt, Freiheit und Recht.' (Vebljaficv Beifall.) Der Gcfchästsvcricht fand Annahme. Zur Organisation des LandcSvcrcins wurden folgende Beschlüsse gefaßt: a) Das Statut erhält bezüglich dcr Zusammcnfctzmig des Landes- ausschlisscs folgenbe Fassung: Ter LandesauSschuß besteht aus einem gcschäslssühiendcn Vorst «nd von drei Mitgliedern, scnicr au3 je einem Vertreter der hessischen RcichStagsivahlkicije, auS den Vertretern der dem Londes- vcrcin angefchlosscucn Ortsvcreinc und aus den nn Gioßhcizogtum Hesien gewählten oder wohiienden freifinnigen Reichstags- und Landtagsabgcordnctcn, sowie denjenigen Partemutgliedeiu, die für einem gleich zu Beginn der Menschenausbreitung abgesprengten Teil der alten Urhorde hervorgegangen. Die niederen Zustände, welche der fossile primitive Mensch der Vergangenheit Europas und derjenige der australischen Gegenwart gemeinsam haben, verweisen auf die gemeinsame Wurzel der Menschheit und gelten daher für alle Zweige derselben, somit auch für unsere Vorahnenreihe, wenn diese auch keineswegs über den Neandertaltypus führen dürste und die Australier heute nur unsere armen, infolge ihrer langen Isolierung rückständigen Vettern barstellen. Ter Vortragenbe entwarf ein Bilb bavon, wie man fich den Urmenschen zu denken habe. Er kommt zu dem Urteil, daß der primitive Mensch weder als schlecht noch als dumm bezeichnet werden darf, wenn er auch einem Unkundigen so erfchernen könnte. Tie Australier sind enorm cntwickelungs- fähig. Es wird ihnen nur nicht das Verständnis v.nb die Hilfe zuteil, um deu ungeheuren Sprung aus altfteinzeit- licher Naivität in die moderne Kuitur ungefährdet aus- füljren zu können. Die Europäcr-Kinder wiederholen den primitiven Menschen in vielen ihrer Beschäftigungen, Neigungen, Feßlern und Tugenden. Mit dem Begriff des Unrechts und der Sünde muß man beim primitiven Menschen vorsichtig sein. Manches was so scheint, ist nur ein niederer Zustand, eine Unfähigkeit. So ist die Scheidung des Wirklichen von dem Eingebildeten sehr schwer, solange, wie bei den Australiern, die Träume für Wirklichkct! gehalten werden . Daher darf der Hang zum Lügen weder bei den Australiern noch bei den Europäer-Kindern zu tragisch genommen werden. Anders steht es mit dem Diebstahl, der dem Urmenschen fremd ist. Treue im Halten von Versprechen, gegenseitige Liebe innerhalb der Gemeinschafi und der H.rde, Pietät vor dem Wter und vor den Toten sind F-.mdamenia - tugenben der Menschheit. Aus dem Traumleben ist der Glaube an die Unabhängigkeit der Seele vom Körper und daher die Idee der Unsterblichkeit als ein uralter Besitz der Menschheit zu erklären. Die Sorgfalt der Bestattung zeigte sich auch bei den Neandcrtalmenschen, deren Sö ::rmer- stellung auf Feuersteinplatten geb.tiet idjt. Dei .vi-:r!t:ve Mensch, unser Ahne, ist als ein hochstehendes Wesen zu — WormS, 27. Sept. Ter starke Besuch deS diesjährigen freisinniacn Parttitages ist bezctchiiend fur die gegenwärtige politische Lage in Hessen, utc im Zeichen der LMibtagswahlbewegung unb des Wahlrechts» .l'ammeö Iteljt. ldcrung der Verfassung zu Gunsten der Ersten Stammet auS. Er verlangt vorbehaltlose Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts ziim Landtag und bedauert, daß die Rcgiermig durch ihre letzte Gesetzesvorlage biefer Einsühning schwere Hindernisse bereitet hat.* Ter Parteitag deS freif. Landesvereins für Hessen begrüßt die konsequcuie cntschicbenc Halttmg der freisiunigen Abgeordneteu zur WahlicchtSvorlagc. Er fordert die Frcisiimigeu deS Hessenlanoes auf, bei den bevorstehenden Wahlen alle Straft einzusetzen zur Stärkung der Linken der Kammer und nur für solche Kandidaten ihre Stimme abzugeben, die sich verpflichten, für das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht zmn Landtag einzu- treten unter Ablehnung jeder Erweitcnmg der Rechte der Ersten Kammer.' Er bitte um einstimmige Annahme dieser Resolution, bie von eit esch. Marke Off® ich » star^5?fe ante kiM vLn Mn' S ettefihaus a fischet Elter*we»89-^ I (ill** lau aui den ebote aui rnil b ???'■ pro 600 ,r !';5L Blatt 188. Jahrgang Ma-ttag 88. ScUtroib« 1908 erscheint täglich, außer Ä Bezug»pret5: Sonntags. - Beilagen: monatlich7LP^viertcl- ZsGMener Ameiaer । Fernsorech - Anschlüffe: p. Lj BF auswärts 20 Pseimig. für die Redakiwu 112, WM Berantwortllch Verlagu.Expedition bl M Mi < ** —den politischen Teil, i-MMSeneral-Anzetger für Oberheffen WW bis »onmttngä io Uhr. RolaHonstiru» lind Verlag der vrühl'schen UniojBu». und Ltelndrnckerel H. lange. Bcöaltfon, Lkpedltion und vruckerel- rqnlstratze 7. | webt. ... I i'^meiiibcftcucrrefonn. Regierung u. Vvllsverttetung seien einig I trüber, aber das Zustandekommen scheitere an dem Widerstand I Herrenkammer. Auch hierbei zeige sich wieder, daß die Standes- 8s hLrrcn bei allen Fragen ihr materielles Interesse zu wahren I ii‘übten. Die twraeschlagenc Reform würde namentlich für den I fi einen Grundbesitz eine Erleichterung bedeutet haben, während ■ Jafür der Großgrundbefitz stärker herangezogen worden sei. Dos 's i i die wahre Ursack>c des Widerstandes der 1. Kammer und wenn K »ili „Tüormser Ztg." in ihren licbeitSwürdioen Anftagen an dic ■ LnikSlibcralcn diesen „Bauernfang" imterzuschiebcn suche, so falle I i. ser Vorwurf auf sic und ihre Hintermänner zurück. Ein Licht- II blllck sei bie liberale Einigung, bie ja in Hessen am weittften vov- gychritten fei. Tie freisinnige Partei Hessens betrachte sich den ! )uti linkslivevalen Parteien als gleich nahcstthend uno bitte nur «lief) die Staatsanwaltschaft und eine Gericht Von der Präsidialstelle allein ante mitgemacht haben geführt worden: daneben ind schon 900 Lehrer an die osort durch den Ter Mann mit ben du Gastspiel von Enrico Gant jo: „La Boheme Lannhäusn Abends 7 Uhr nachm. 4 Uhr: „Tcc fibelc Pauer. 1I41’ 3X da. Portn chaft durch den gestrigen Unfall erleidet, ist grob Tn herabgestürzte Wagen dritter blasse ist vollständig yrnur mert, der andere erheblid) beschädigt. Unvergleichlich grw.: ist der Schadensersatz, den die Hochbahngesettjchaft an he Hinterbliebenen der Toten und die Verletzten zu In-tri hat, und der die Höhe mehrerer Millionen erleiden durst. Zahlreiche Lchadensersatzansprüche dürften die Folge der vorgestrigen .Katastrophe sein. ,cschlossen. TonncrStag den 1. Ott.: , Frauen/ Freitag den 2. Ott. geschlossen 'Montag den 5. Oki., abends halb 8 Uhr: 6. Oki.: „Der Mann mit den öiei Flauen hörne, 28 . . 242.9V . . 59.1U 14o.4V Elcktnx. Ocliockert . . . Eachwciler Dcr^werk . . Uel'eukirebeu Kergwcrk . Heajburg - Amcrik- l'aketl Hmt euer Bergwerk. . . LanrnuiiUo Nord». Llujd . . . . Obuschk.1. Klaeu-IuduilriO Berliner Houdelegea. . . . . - Deutsche Bank . . . . Deniaen-Aiiat. Bank . . Diikonlo-KomniandiL . • Dresdner Bank ... 4 Kieditaklieu . . . . • BalUiuure- und Ohio- hisonlanu , . . . . < ulluardbahu Lumoard. huenUahn . • gestellten Mittel gestatten, durch Serbematcrial, Bor träge usw. bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Im besonderen möchten wir anemp'ehlen, sich ber Mitwirkung der Presse, aud) ber kleinen Lokalpresse, zu versichern, worüber wir uns noch besonbere Mitteilung vorbelialten. Für bic Ber- anstaltung von Portragsabenben kann nicht einbringltch genug auf die von Jahr zu Jahr sich mehrcnbe Zahl von Lehrern hingewiesen werden, die eine Fahrt zur Wasser Schreiber und sein Mt.fahrer Sonde, denen die Schule an dem Unglück zugeschrieben wird, wurden noch abend', zu Vernehmungen nach dem Polizeipräsidium sistiert. Gleich nach dem Unglück ivaren sie so bestürzt, daß sie nicht ver nommen werden konnten. Bei den bis nach 11 Uhr nadn erfolgten Vernehmungen stellte sick der Vorgang ivesci: lieh anders heraus, als bisher auch von Sachverständige angenommen wurde. Schreiber und sein Minahr-r Sonde Haden bereit» g c ft a u b c n, datz sie während politische Tagesschau. Aus dem FloUeuvkrem. Dom Großadmiral v. M öfter, dem Präsidenten deS Teut^ schon Flottenvereins, werden wir um Veröffentlichung des nachstehenden Programms für die Arbeiten des Flotten Vereins gebeten: „Nachdem durch die Flottengesetznovelle von 1908 der Bau des Linienfchiffsersatzes für die nächsten vier Jahre in rascheren Fluß gekommen ist, muß unser Streben der Beseitigung einer bei der Aufstellung der Novelle von 1906 vielleicht nicht vermeidbaren, folgenschweren Maßnahme, nämlid) der Anrechnung schwacher geschützter Kreuzer auf die Zahl der vom Gesetz gewollten Panzerkreuzer sowie der inneren Ausgestaltung der vorhandenen Flotte gelten. Unsere Gegner und vielleicht aud) manche unserer Vereinsmitglieder werden wohl den Ginwand erheben, eine Zeit, in der die Volksvertretung fick) mit der so schwierigen Regelung der Reichsfinanzen zu befaffen habe, sei schlecht gewählt für die Aufstellung neuer Marineforderungen. Wir find aber der Meinung, daß es gerade jetzt, wo durch eine eingreifende Finanzreform Mittel für die Zukunft bereitgestellt werden sollen, die ridjtige Zeit ist, darauf hinznweiseu, daß nod) wichtige Bestimmungen des Flotteugesetzes ihrer Ausführung harren. Sir müssen also dafür eintreten, baß bic Finanzreform trotz aller Schwierigkeiten in großzügiger Weise durchgeführt wird, mit der Absicht, unter allen Umständen die für unsere nationale Wehrkraft erforderlichen Mittel zu schaffen. In welcher Weife die einzelnen Verbände bei ihrem Hinwirken 4H*/. russ-StaaUanl. IWj V,V.e Japan. StaaUanleihe < \ tuns. Türken von D^Uö 1 urkculoie Gnccb. Mouopol-AuL . 4H Innere Argentinier . o*7. Auiuaner . . . 4>e7e Ubweeen . . . . Aktien: Bochum Gua Buder na KW Tendenz: schwächer. Hör*«*, 28. September, 1.15 Uhr. . V2.45I hlekinz. Laumeyer . . Unbine/ T icnstag ftn * Mittwoch den 7. tt: Frniikfurter 3 J»•/, Beicbaanleihe . t!U 14* Eine Dame verrät nie mit weid) einfachen Mitteln eie cs oft erreich«, t** sondere vorteilhaft zu kleiden. Die enorme Beilebcbet deren eich Erdal speziell bei den Damen erfreut. es jedoch, dass dieses ideale Schuhcreme » den fachen Geheimnissen ihrer Eleganz gehört. Erdal überall erhältlich — aber ausdr. Erdal verlangen- General-Vertreter: Frlta Julimann. Bahn Lvf>U **■ 62.5V V6 8V bl .75 94.25 14520 52.60 66.00 97.8V 2O7JI jUSfll September. AnfangekaiM iiaipsue* Bergwerk. . • LaurahUUe i.umuarden KB. • • • Nordd. Liojrd i ursenkise . • • • • • 84.20 92.35 F4.I0 eu.80 9v.lv V# 10 99.lv 93.50 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mit geteilt von der Bank für Hast* und Industrie, Giessen. oealerr. Slaaisoaöo . . • I nDce-beun-Lucnbaba • Ubd- Spieiplan der verciniglcn Srantturter StaOfljÄ1- Opernhaus. Dlontag den 28» Sept.'-: „£am|oii und Talila/ Zinrtu-, den 29. Sept.: »Die Zonberflöte/ Mittwoch den 30. Serie!. : auf die Erreichung dieses Zieles entsprechend den örtlichen sowie den Erkennungsdienst, der pl biographische Ausnahmen personellen und materiellen Verhältnissen vorgehe t können, «achte Auch die Staatsanwaltschaft und ein: Gerichts« muß ihrem eigenen Ermessen überlassen bleiben. Das Kommission besichtigte die Unglücksstätte. Ter Motorführer! Präsidium wird es sich angelegen sein lassen, sie, soweit es ihm die von der letzten Hauptversammlung zur Verfügung der Fahrt über das Gleisdreieck die Signale nie: beobachten und daher auch nicht gesehen hatten, b3«- diese aus „Halt" standen. Tic beiden Beamten des ver unglückten Zuges, der Motorführer Gesellin» und de: 3^. »eglcitcr Xlcmm wurden gestern vernommen. Tie betbrz schuldigen Zugbeamten Schreiber und Wonde wurden ve-. haftet. Direktor Wittig von der Hochbahngesellschaft äußer: ich über die Ursache der rratastrovbe folgcndermafjM' 1f Schuld an dem Unglücksfall tragt der Motorführer des ob gestürzten Wagen:. Vorschriftsmäßig war ihm am Dreieck das Haltesignal gegeben worden, bannt er den fast glei^. zeitig vom leipziger Platz kommenden Zug vorübersahr^ lasse. Warum er das Haltesignal nicht beachtet hat, ob r es überhaupt nicht gesehen hat, weil ihn vielleicht mcnitr tau ein Unwohlsein befallen hat, oder ob er leichtsr:. weitcrgesahren ist in der Hoffnung, 11 oa) vor dem andere Zug die Station Möckernbrücke zu erreichen, läßt sich nicht seststcllen. Die rtatastrophc an sich läßt keinen Schhtz auf eine allgemeine Unsicherheit des Betriebes zu. Gz liegt eben das Berschulden eines einzelnen Mannes der seine strikten Dienstvorschriften nicht beachtet hat. -0, Minister der öffentlichen Arbeiten war gleich nach de?» dem Sebaufcn getragen sei, die Rechte deS Volkes zu wahren. (Lebhaitcr Beifall-. staubnonn (5 l5sser-Tarmstadt Lat um cintimmiae An- nabnte oct Resolution, tie bic nonvencnqe Kampicsstcllimg ^iach rechts klar zum AiCdruck bringe, Ls bandle sich nicht um Freisinnige und Sozialdemokraten, 'andern um den hainpf der Lucken gegen die Koalition der Rechten, f’.’tt den hc 'J^en National- liberalen könne man bet urem beständigen Gienen nach rechts nicht zufammengehen, und bei dem Äampi um l'olfSredjtt iuiö Rulluritagcu loiuic man Leute wie Tr. David nicht entbehren. «Lebhafter Beifall.) Roch niemals iei Lei einem Wahlkampf die Stellung fo klar gegeben gewesen wie diesmal; cs handle sich um die Tieljniiig der .'Ibwehrmehrheit der Linken .ic ich d>e Re.iklior-; deshalb fei öic Resolution ohne weitere Tiskusston anzunehmeir. (Lebhaster Bei'att.) Die Resolution kam dann einstimmig zur Annahme. ($m Antrag des freisinnigen Vereins ^len-Fjenbnr t ans Gr- richtung von Vortrogskursen, um auS dein Lande 'Agilauonskräilc zu gewinnen, und limlciiuii.i einer energncheu ‘.'Iguniioii hic t c ^jeitungSflenossenfd)ast zur Schanimg einer Tageszeitung wird dem zeschä'tssnhrenden Vonrand 1 erwiesen. Tieselbe Grlebt nmg 'und ein 'Anliaa von Flonheim, . :r die alljährliche Abhaluutg eincv liberalen Volksicstes in einer der drei Proomzen iordert. Zustizrat Reh erstattete dann cm kurzes, aber erschöpfendes Referat über die Reform der VerwaltungSgesetze. Ter Hauptvorzug der bevorstehenden Reiornr sei die Vescitigung der Ministerialinstanz in VerwaltungStechtssrageii. Zn der llre>s- imd Proomzialordnung sei in dein Entionri kein öortichiul zu verzeichnen, namentlich ind)t bezüglich der Wahlen zum Uic.Stage Hierbei tnnssc man dem üinivoyner mehr Einfluß eirttäumeu, als cS das jetzige gemischte Wahlsystem znlasie. Zn der Städte- imb Landgemeinoeordninig sei vor allem zu fordern, daß Der Unterschied zwischen OrtSbürgern unb lllichtoAsbürgern beseitigt iüciöc. Tiefe Untencheidung sei jetzt uid)l mehr zeitgemäß. Alle 'Bürget hätten gleiche Pflichten niid man müsse ihnen deshalb auch gleiche Rechte einräumeii. 'Auch fei das passive Wahlredst lut bic ließen unb Volköschnllehrer zu lovbein, beim auch hierbei handle es sich um gleiche Pflichten unb Rechte. Sie LandiagSirallion werde in diesem Sinne wirken. Weiter iei ö.e ibcieitigung des bisherigen Bestäligungörechts der Regierung bei Gemeindewahlen zu 'ordern. Bon der ganzen Verwaltungsgc^ey - Rcjorm sei nur infolge eines Fnitialio-AntrageS ein kleines Ltück Gesetz geioorden, cs sei iiäm- Irch Landgemeinden mit mehr alS öOOO Emivohnern bie Aloglich- ’eit gegeben worden, sich LeriisSbnrgernrcistcr zu wählen. Jlad) diesen mit Veisall aiitgcnoinmeiien 'AuSiührnngen bc- gründete Lehrer Jung mit Tankesworten für die ^iistiinmmig ber Landlagssraktion zur Forderung des passiven Wahlrechts >rir die Volksschnllehrer einen entsprechenden 'Antrag, der einstimmige Annahme finbcl. e,, Tie Veilinimuiig der Zeit unb des LrleS des nächsten^Partei- tageS wird dem geschäitssüyrenden Vorstand überlassen. Ziistizral Reh sprach dem gejchästSiührenden Vorstanb, nißbeL >ju|iijiai Gallus Tank für die Vorbereitung und Leitung des Parteitages aus, worauf die Tagung geschlofjeii wurde. Bei dem sich anschließenden Atittagessen in den oberen Räumen brachte Zustizrat Gallus den Trmkspruch auf das Vaterland aus. Stadtverord. H e n r r ch begrüßte die Vertreter der Parteileitungen der drei liulolibcralcn Parteien. Prozessor.piiminel- .üarlsruhe trank auf den hessischen Liberalismus, Stadtverordneten- porsteber Fulda- Alanuhcinr aus die Stadl Worms imb Tr. W 0 lf- Gouscnheun aus die Frauen. abends Haid 8 Uhr: Gastspiel von Enrico Caruso: .Ter dchauspiclhau». Montag den 28. Scpibr. •): .Sunfon.' Tienitag tr 29. Scplbr.: Zum ersten 'Male: .Tas wahre Gesicht.- Von 8Rc Halbe. 'Mittwoch den 30. Sept.: .Husarcusicber.' Tonner«!-- den 1. Cfl.: .Mein Leopold/ Frenag den 2. Cü. ,Knembu> Rache." Samstag den 3. Lkt.: .Das wahre Gesicht.' cw..«,, deii 4. Ch., uachm. halb 4 Uhr: .'Bei un» da Drüben/ üreü» 7 Uhr: ,TaS roahrc Gesrdu/ Montag den 5. Cti.: ,^u>o>k fieber/ Dienstag den 6. Ott.: .Tie Radcnstemcnn.' -Mnue«: den 7. CtL: ,TaS rvahre Gesicht." *) Anfang, wenn nicht onber» bemerkt, abends um 7 llbr. jat ber Leiter der Crtsgruppe Eisenach gleichfalls etwa 900 Lehrern und Lehrerinnen Gelegenheit geboten, ihre Marinekenntnisse durch eigene Anschauung zu erweitern und zu vertiefen. Zbnen ivird es durch ihre r^rnntnis »er örtlichen Verhältnisse besonders leicht werden, die rich- igen Saiten anzuschlagen, um Verständnis und Interesse ür unsere Bestrebungen zu erwecken."____________________ Großes Unglück aut der Berliner Hochbahn. Auf der Berliner elektr. Hochbahn ereignete sich Samstag nachm. um 2 Uhr ein entsetzliches Unglück. Am sogen. Gleisdreieck rannte infolge falscher Signalstettung ein Zug in einen anderen und zwar mit solcher Wucht, daß ein Wagen dritter Klasse den hohen Viadukt hinadstürzte und vollständig zertrümmert wurde, wahrend der folgende Wagest zweiter Klasse teilweise über dem Abgrund schwebte. Tas 'Gleisdreieck ist eine besondere Einrichtung zur Erleichterung der Arcuzung der drei Hochbahnlinien Leipziger Platz—Warschauerbrücke, Zoologischer Garten—Leipziger Platz und Zoologischer Garten—Warschauerbrücke. Zahlreiche Personen — man spricht von 50 — wurden getötet oder verwundet. Tie Feuerwehr wurde sofort alarmiert, um die Rettungsarbeiten vorzunehmen. 2ic Verunglückten wurden alsbald nach der nahegelegenen Unfallstation transportiert. — Tie amtliche Meldung von dem Unglück lautet, wie folgt: „Ein vom Bahnhof Leipziger Platz nach dem Bahnhof Möckernbrücke fahrender Zug der .Hoch- und Untergrundbahn überfuhr heute nachmittag um 2 Uhr am Gleisdreieck das Haltesignal und fuhr einem von der Bülowstraße kommenden, nach Bahnhof Möckernbrücke fahrenden Zug in die Flanke, wobei der Führerwagen des letzteren vom Viadukt fiel, wahrend die beiden anderen Wagen des Zuges auf dem Viadukt stehen blieben. Bis 3 Uhr nachmittags sind 13 Tote und drei Verwundete geborgen." Tie Leichen wurden mit Wagen des Verbandes für erste Hilfe dem Leichenschauhause zugeführt. Unter ihnen sind manche gräßlich verstümmelt. So ist einer Leiche vollständig der stopf aberissen. Tas Kuratorium der Unfallstation hat auf den Polizeialarm sofort 12 Aerzte auf die llufallftättc entsandt. Ein ungeheures Aufgebot von Schutzleuten und Mannschaften der Feuerwehr war dabei, die schweren Eisenteile, unter denen Tote unb Verwundete lagen, wegzuschaffen. Tas ganze Gebiet war von Schutzleuten in weitem Umkreis abgesperrt, so daß niemand an die Stätte des Unglücks kommen konnte. Ter zertrümmerte Wagen lag genau in dem Hofe der Kühlraumgesell-. schäft. Ter Direktor der Hochbahngesellschaft, Baurat Paul Wittich, gibt die folgende Tarstellung von der slatastrophe: Zusammengestoßen sind zwei Züge der Linien Westen—Osten and Stadt—Osten. Ter Führer des letzteren, vom Bahnhof Bülowstraße her kommenden Zuges hat das über dem Gleisdreieck befindliche Haltesignal übersehen. Einen Moment später kam der vom Leipziger Platz nach Osten sal)rende Zug, der nicht sofort bremsen tonnte und bal)er trotz verminderter Schnelligkeit auf der Weichenkreuzung den auf dem Außengleise befindlichen Zug mit furchtbarer Gewalt beiseite drängte, so daß dieser das Schutzeisen durchbrach und vom Viadukt herunterstürzte. Ter erste Wagen ist fürchterlich zertrümmert, der zweite Wagen, der Wagen zweiter Klaffe, blieb hängen, der Motorführer ist tot. Nach amtlicher Feststellung find bei dem Hochbahn Unglück 17 Personen getötet und 17 schwerer verletzt worden. Von letztere mehrere so schwer, daß sie kaum mit dem Leben davonkommen dürften. Tie Zahl der leichter Verletzten war bisher nicht festzustellen, dürfte aber beträchtlich fein. Unter den Toten befinden fich Sekretär Lewinfol/n, Kaufmann Paul Engel, Angestellter des rkaufhaufeS des Westens, Schlosser Otto Äientops, Titschler Richard Lange, Kaufmann Gutheim, Architekt Wendt, Wilhelm Heinrich, Josef Nikosch, L 5tätc Blaß, Rudolfplatz 5, L. v. Leyen Rosenthal, Prinzenstr. 11, Franziska Hoheifer Rixdors, Flie ' Mertens, Blumentalstr. Elsa VenteS- Scholz, Blücherftr. 32, Hannchen Close, Fräulein Emma Schneider, ein Fensterputzer unb unter den Schwerverletzten: 1. Architekt Georg Bambroschkc, »lreuzbergftraße 30 <.'top, . Hand unb Beinrcdc| Beine abgefahren. 3. Fräulein Else Babe, HoUmannstraßc 25,26 (5d)äbclbrud) . 1. Fensterpuver Okorg Gregor, Höchstestraßc 22 (llnterfdxnfclbrud- 0. Hodrbahnjdrasfner Earl Geseil 1 us, Camphausenstraße 19 llntcritbenfelbrud) unb ‘Itipionlcpungen . ihogcnerstraße 1' 2d brud). 7. Tape.icrer Wilhelm Schumann, Urbanstraß- 188 (schwere innere '-L^rlesungvn, komplizierter Unterschenkelbruch. 8. sdilosser Earl Lindemann aus Vcrlebcrg, besuchsweise bei einer Familie Schwär-, Äaiserallce 18 Rivvenbruch, ‘J. Fabrikant Wilhelm Deutschen, Alte Zakobstraße 142 (Kops- unb Ge- sidilsverletzungeii 10 Dessen Tochier Llara Deut schert ^Rippenbruch 11 Lehrerin Elsbeth Robiger, Blüdrerplah 2 (Quetschungen unb sd)were Lenoenwuchelverlebung 12. ©ettrub ■ brmgerltraße 7 (Nvpwerleßung und Beinbruch). 14. Damenschneider Fritz Revel, Äoltbujcr Tamm d (innere Verlcvungen . 15. Sd>asiner OttoüIemm , Gobenstroße 13 (tomplijicrtct Beden- brud) . 16. Marie Luise St l öppe r, Stegliyer Straße 47 (Rippen- brud). 17. Elise Rill, Linbenstraße 2 (Beckenbruch. 18. Bu- icaubiencr Ckorg Wichach, Lindenstrave Id (tLvpwcrlevung. Die Verletzungen mehrerer Personen sind so schwerer Natur, daß nach Ansicht der Aerzte mehrere von ihnen : noch sterben werden. Ter Betrieb war den ganzen Nachmittag infolge des UnglückS gestört. Erst gegen 63,'4 Uhr wurde der Betrie.» ■ wieder ausgenommen. Zur Ausnahme des Tatbestandes entsandte die Krimi- . ualpolizei die riommission für besondere Vorkommnisse, 3)t e/e Konsols . . . . 3?, do 8>je/e Heesen..... 3 S *'« Oberhessen . . . 4 s Uesterr Guldreuu. 0taten, bilbeneute ihm ganze zehn Mark; die „Geburt Christi", der . des Buckingham Palastes, trug ihm 240 Mark ein; das Bildnis eines Mannes, das sich jetzt m Berlin befindet, wurde in Amsterdam mit dem Rahmen für 1.20 Mark ver- kauft. Salomon Ruysda < tarb, arm und vergessen, w einem Hotelzimmer. Correggio war 10 arm, daß er zu seiner sterbenden Frau keinen Arzt holen lassen konnte, Salvator stlosa mar Straßenbetiler, Zakob Rnysdael Strumpfwirker, Claude Audran Pförtner. Die Frau des Malers Zohann von Holland suchte düe Bilder ihres Gal ten auf Jahrmärkten loszuschlageii Poussin malte Laden- schilder Mittet malte cm Schild für eine Hebamme, die ihm dafür 21 Mark bezahlte. Annibale Earracci verkaufte seine große „Auferstehung', die sich jetzt im Louvre befindet, jur eine Maß Wein und eine Matz Getreide. Für sein wunderbares vfcmälbc „Christus im Oelgartcn" betam Lor- reflgio zwei Maß (Betreibe und cm Schwein; Watteau, der wöchentlich drei Franks und „die Sountagsiuppe^^ verdiente, gab seinem Friseur für eine Perücke zwei kleine Watteau. Zngres zeichnete in Rom feine „Wasserdleibilder" für den Durchschnittspreis von acht Talern. Um sie überhaupt verkaufen zu können, brauchte er bic Protektion eines Dienst- mannes, der „tu seinen Streifen" den Hunftler warm empfahl. — SchlagfertigeBe scheiden!) eit. Zn den demnächst erscheinenden interessanten Ledensennnerungen von August Niemann (Verlag E- Pierson, Dresden) wird solgende Brahnis-Anekdote erzählt: Ter Meister mar zu einem Mon- zert in Hamburg geladen, wo nur feine Schöpfungen vorgetragen wurden. Nachher mar cm Abendessen ihm zu tLhren, und hier erhob sich der Kapellmeister und brachte einen Doast auf den größten Komponisten aus, womit er Brahms bezeichnen wollte, ohne um zu nennen. Eilig t erhob sich Brahms mit seinem Glase und rief: Jawohl, die Gesundheit des größten noiuponisten! Mozart lebe hoch! — Kleine Ebronik aus Kunst unb Wissenschaft. Sarasatc hinterließ ein Vermögen von drei Millionen Francs. _ Bcfchlagnahmt wurden m der Gimtherschen Bnchbaiiblung zu dlschcrslebeii mehrere Sieinbruckdilbcr rou '.trtbur Voltmann (Nymphen, Tiberbabi aus dem Verlage von Brenkov' und Härtel. AMA Danksagung Herrn Carl Wilhelm Nowack sagen innigsten Dank Lollar und 16 Enkelkinder Ich habe mein Bureau von Herrnstrasse 1 5737 Danksagung verlegt nach 5763 Gießen, den 28. September 1908. B”/, Freiwilligen 5762 Gießen, den 28. September 1908. Amtlicher Teil. I. V.: Kalbfleisch. B 47400 Kgr. altes Gußeisen B*/« Englische Damcn-Kostüme. Plockstrasse 1, I Giessen 08123 fc- 5729 Worms, den 25. September 1908. r# MF wflnsehen, empfehle solch« tz, grösster Auswahl. die unter Garantie passende vorschriftsmässig« Anfertigung nach Mass. Reparaturen prompt u. billigst. Schmiedeeisen Messing die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Grossvaters, Onkels des Rudolf Nowack und Frau geb. Remmert Fritz Nowack und Frau geb. Engelbrecht Carl Nowack und Frau geb. Schmidt Wilhelm Nowack, Frankfurt a. M. Dr. Heinrich Zinsser und Frau geb. Nowack Plärrer Heinrich Port u. Frau geb. Nowack, Dieburg Plärrer Georg Groth u. Frau geb. Nowack, Rödgen Forstassessor Gustav Baader U. Frau geb. Nowack 9200 2700 zur Einsicht offen. Gießen, den 26. September 1908. Großh. Kulturinspcktion Gießen. I. 93.: H. Steinbach. Für Schwagers und Lerdingung vonDrainagearbeiten Für die Feldbereinigung Muschenheim sollen die Drainagearbeiten — 5950 m, sowie das Anfahren der Nähren — 660 Zentner durch öffentliches Ausgebot Samstag den 3. Oktober, vorn«. 9 Uhr auf dem Gemeindehause zu Muschenheim vergeben werden. Tie Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Muschenheim Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Frauenarzt Dr. med. Mäurer und Frau Clara geb. Eichenauer Von Mitte nächster Woche emtrcffcndcn Ladungen I a. Speise Kartoffeln (haltbare Wintcrware) Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer getroffenen Verluste unseres lieben Gatten und Vaters Heinrich Bartsch sagen innigsten Dank. Tic trauernden Hinterbliebene« Eia wirklich gewinn- reicher and origineller Plan. Los 1 Mark (Porto und Liste 25 Pfg.) Zu haben in allen Lotteriegeschäften < Bowie bei dem General-Unternehmer Obstversteigernngen an den KreiSstraßen des Kreises Gießen int III. Baubczirk bestehend auS gutem Tafelobst (Goldparmänen re.) 1. Mittwoch den 30. Septbr. 1908 auf der Straße Langsdorf—Lich bis zum Wald, Llnsang am Ortsausgaug Langsdorf, vormittags 9 Uhr. Hieran anschließend auf der Straße Langsdorf—Huugen. 2. Donnerstag den 1. Oktober 1908 auf der Straße Hungen— Inheiden. Anfang am Baum Nr. 1, vormittags 9 Uhr. Hieran anschließend auf der Straße Utphe—Berstadt. Gießen, am 26. September 1908. Der Großh. Kreisbauinspekior dcS Kreises Gießen. Grösse Darmstädter Au sstellunes Lotter ie^., OstirPetrenz, Darmstadt- . Tiehung bestimmt am 7. u. 8. Oktober in Darmstadt, In 141000011 hoi* Itifh. Baehacker. König!. Lotterie* ID. vieSStll Uvl • Einnehmer, Phil. Weiler. Ihv4/« Dienst- Strassen ^er Eiaeutümcr hat für den ordnungsmäßigen Zustand nud^die rkchNgc Handhabung des «crschlnfs-S .Sorge zu trage» uud ist allein für alle, durch ctwargeu Ruckstau Lieuvasserö hcrvorgerufcue Schaden verantwortlich^ ~ Verschlüsse sind so auzubrrugcu, dav ste I"er oen, a»m Rückstau zugänglich sind uud bequem gchaudh lönucu. —t Frankfurter Strasse 56 pari Bureaustunden: 8—12 Vormittags 2—ü Nachmittags Rechtsanwalt Dr. Rothschild, Ofisnbach Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner lieben und unvergeßlichen Frau, unserer guten Tochter, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspendcn sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die tiestraucrnd Hinterbliebenen: Foh. Fleischhauer, Schutzmann und Familie Joh. Ochs 1150 „ „ Kupfer sollen verkauft werden. Die Bedingungen liegen bei Großh. Tiefbauamt Bad-Nauheim Verwaltungsgebäude Nord während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote sind längstens bis zum 12. Oktober 1908, vormittags 11 Uhr verschlossen und mit der Aufschrift: .Angebot auf Alteisen" bei uns ein- zurcichcn. Zuschlagsfrist 14 Tage. Bad-Nauheuu, den 26. September 1908. Großh. BadedirekNon Bad-Nauhenn. N. REISS Frankfurter Schuhlager Giessen -K-°° M* jtarth Elegante Herren-Garderobe nach Mass Grosses Stofflager 5202 des Betriebes J •s ^«relnen ;nW beachtet bei ten toQr gleich nQt j eine bahntechnische nn >vesentlicheii U ^^Wittig beMiztl ;L blc Hochbahn!^ ten von Berlin, (& beucht erstatten uote iu|"erii (irfunbigungt» den Minister be: fc ch solgendes Iclepc Nachricht des sch^ iner Hochbahn gehörigen der ichen Hochbahn, beir istete, meine wärmt- 1. I. R." . den die Hochbch: all erleidet, ist guj; ässe ist vollständig ß digt. Unvergleichtut: Hochbahngesellschaji? b die verletzten zur c Millionen erleide: 7 iche dürften die jjij ii • ii ii 5°nbe k Noti,-,?1' WZ! '1 bis nn* , M* ii6> M) Bekanntmachung btc Bedienung der Rückstauvcrschlüsse betreffend. Unter Hinweis auf § 18 Absatz 2 der Pol.zewerordnung vom 1 AuauÜ 1904, bie Entwässerung von Grundstücken im 2ln|d)luB an die städtifche Llanalijatiou betreffend, welchen wir nachstehend -um Abdruck bringen, machen wir diejenigen pausbesttzer, welche ihre Grundstücke an die Neulanatisation bereits angeschloffen haben, Ä aufmeriiam, °°tz in °-r 3cit »nm 18. Se<>‘cmber b.« x. Lktobcr d. Jö. eine Spülung samtltchcr stadt. «trastcu lauäle vorgenommen wird. Gicücn, den 16. September 1908. b Großherzogllche Bürgermelsterer Gießen Mecum. Keüanntmachung. aicnt emelocL (hv ■ I arnayerP ^Systems M Betrieb W Bedienung JPrirna .• j Referenzen J \ ow»e b,l den durch Plakate kenntliche* Verkaufsstelle» - = Mittwoch, den 30. Lev». d. 2., nachmittags 2 Nbr, werden im Bieter'schen Saale ucrüciacrt: (574b Möbel aller Arten. 1 »inb* maschine, 3 Pieidegeschirrc, eine Barne Lattlcr- u. 2cOuUwnrcii, -4 itilibiüc, 40 Lvd. Hcrrcn- traaen. 2U Dutzend Ltrohhüie, öüNegenichirine, 1 Laücnschrant mit verschiebbareni tr)iasver- kchlust u. a. m (Mei Bier, GerichtZvollUcber Versteigerung. TienStag, den 29. revtemder, nachmittags z Ubr, verftcigcic ich Siciiilob: öd dahier gegen Bar.^ablung^ 5700 3 Bierde. 1 rstoUwagen, 1 Fahrrad, lb Paar -vevTenfiiciel, Herrentteider und Wasche, cm Pelzkragen. 1 Koster. 1 Weife- vlaid. Möbel u. andere Kleinigkeiten. Born, Gerichts»)oll.ucbcr 1 A 3nhif ,l*"UN Mil mc^v St tuet* ♦ uL | 1 Haarwasser (München) 3 U 'iaail. geprüft u.bcauiachL 3- v- um krSf. u.2Rf.i.iubd J. II. Fahr, 3onncnflr.25. (hvt, •£TZ“ hoiosseum tiiesseu a./L. Albert Rarpmann Spezialitäten - Theater. a Heute, Montag den 25. September 1905 <=> mit ihrem allen Repertoire. Tie zwei Hamiltons mit den lech» Hände». S2 Dcmoll Truppe bette Vliu Parterre Utrobaieu der Jel»tz,tt. M Pcviuo mit Ll-Weiu und Hunden. 0=3 Leo bleuere*, die liciniien Leute der LOclt. 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