Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 24. November 1908 General-Anzeiger für Oberheffen bi Ä“ Rotationsdruck und Verlag der vrühfschen Untv.-Vuch- und Steindruuerel R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: §chuistrahe 7. iQt ni“u . <.*. *uCut Bezugspreis: monallich75Pf.,viertek- jährlich 3)lt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monntlicf) 66 Ps.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährt, ausjcht. Beslellg. ZeilenpreiS: lokal!5Ps^ auSwättS 20 Pfennig. Berank wörtlich für den politischen Teil, für .Reutlleion* und .Berniischte-E: Ernst Anderson; für .Stadt u. Land- und.Gerichts- Nr. 277 Der Siehencr Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: d, er mal wöchentlich GiedenerZamilienbläiter; Iweunal wochentl.Ureir- laltfürtzrnUreisGieben (Dienstag und Freitag); ziveunal monall. rand- wirtschaftliche Sestsragen Fernsprech - Anschlüsse r für tue Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschenr Anzeiger (Biegen. Annahme von Anzeigen Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. ~ ~ —- ■■ — ■ —— £orö Roberts über eine deutsche Invasion. Der vvm deutschen Kaiser s. Zt. so außerordentlich gefeierte und mit dem Schwarzen Adlcrorden ausgezeichnete Lord Roberts hat gestern ün englischen Oberhause eine recht eigenartige Resolution eingebcacht, die nicht gerade dazu dienen wird, die friedlichen uitd freundschastlichen Beziehungen zwiscl^en Deutschland und England zu fördern. Die 'Süissichrungen des Lords Roberts zeigen auch deutlich genug, woran eS liegt, das; eine mirttidN Der st in- digitng zwischen beiden Ländern so sehr erschwerr wird. Auf deutscher Seite liegt die Schuld nicht. Die Art und Weise, wie Lord Roberts die Frage einer deutschen Invasion behandelt, wird in Deutsckftand geradezu als Beleidigung vmjTfuTibcn werden; nach allen den förmlichen, offiziellen, aintlich>en und privaten Erklärungen über die friedlichen Absichten Deutschlands und die Gesinnung des deutschen Volkes gegen England. In der Resolution l>es Lord Roberts fai^t eS, die Frage der Landesverteidigung erfordere die unvcrMlicfa Aufmerksamkeit der Regierung zum Zweck der Beschaffung eines HerreS, das so stark an Zahl und so wirksam durch seine Eigenschaften sei, daß die furchtbarste fremde Macht zögern würde, eine Landung an der Küste Englands zu versuchen. Der Redner sagte, der Punkt, aus den er die AufmerksamiLit des Landes zu lenken wünsche, sei, ob eine Invasion möglich sei oder nicht. Lord Bal- fvur habe am 11. Mai 1905 gesagt, daß eine ernstliche Invasion nicht möglich sei. Diese Schlußfolgerung habe ans Daten beruht, die von der Admiralität in Hinblick auf F-rankrcich als das wichst gelegene Land geliefert seien, da von dort aus ein Einfall dm leichtesten auszuführen wäre. Eine in jüngerer Zeit angcstellte Untersuchung habe aber gezeigt, daß Balfours F-cstilel- lung, wenn sie andv bezüglich Frankreiä)s int Jahre 1905 zu- trcssend war, beziiglich Deutschlands im Jahre 1908 nicht äutraf. Die Bedingungen, die Balfour in seinem Urteil bestimmten, hätten sich vollkommen geändert, und England könne 1 i ch n i ch r länger vor der Möglichkeit einer Invasion sicher fühlen. Lord Roberts fuhr fort: Ich habe die frrage runter dem GesickMpunk geprüft, daß die ein fallende Macht von Deutschland Herkommen werde. Lord Balfour hat Frankreich als Beispiel angeführt, ohne daß er dabei an Feindschaft gegenüber Frankreich oder an eine von diesem Lairde zu hegende Befürchtung dachte. Für meine analoge Beziehung auf Deutschland nehme ich dementsprechenden Anspruch, daß sie weder Feindseligkeit gegen Deutschland noch Furcht vor ihm ein- schließt. Ärd Roberts fuhr fort: Er und Lord Lovat Härten ermittelt, daß in Dentsckftaud jederzeit Schiffe verfügbar seien, die jur Unterbringung von 200 000 Mann au seichtem Diese Truppen könnten während mehrerer Atonale des Jahres in den ihren Bezirken zunächst gelegenen Häfen zusammengezogen werden, ohne Mobilisierungsmaßnahmen. Die Eiscnbahuvcroindungen seien so nahe, daß sie gestatteten, dieses Beer in sehr viel geringerer Zeit als in Frankreich nach den ipäjen zu bringen unv cinzusch'.sfen. Seine Unterjudjiungen und diejenigen Lovats hätten bewiesen, das ein deulsckres Heer vön 150 000 Mann in der gleichen Zahl von Schiffen transportiert werden könnten, die Balfour für die Einschiffung der falben Zahl für nötig erklärte. Die Einschiffung und bie Auschisfung würden weit weniger Zeil in Anspruch) nehmen, als dafür angenommen worden sei. Nachdem > ich Lord Roberts eingehend über diesen Punkt vev- breitet uni) aus die verschiedenen verwaltungstechnischen uno strategischen Vorteile hingewiesen hatte, durch die es Deutschland möglich sein würde, der englischen Flotte zu entgehen und eine Invasion auszuführen, fuhr er fort: Es w.sie Torheit, unsere Augen diesen Möglichkeiten gegenüber zu verschliefen, so sehr w.r den Frieden wünsch)en. Tie wartenden Ereignisse im na falt Osten brachten es dem sorglosesUn Beobachter zttm Bewusstsein, daß nichts ein Land zu retten vermag, daß für seinen Schub nicht vorbereitet ist. Weder Bündnisse noch Verträge sind von Nutzen. Wenn wir fortsahren, die gewöhnlichsten Vorsichtsmaßregeln »u vernachlässigen, so können wir uns eines Tages in den Händen einer eingedrungenen 'Macht befinden uno bezwungen sein, uns den demütigendsten Bedingungen zu unterwerfen. Tie Gefahr wird mit jedem Tage drohender. Innerhalb von zehn Jahren har Deutschland die größte Seemacht geschaffen, die außer der augenblicklichen furchtbaren englischen Flottenmacht jemals bestaitdcn hat. Wenn die ausgezeichneten gesetzlichen Maßnahmen für eine weitere Verstärkung der deutschen Seemacht getroffen werden, so werden keine Häsen in der Welt besser ausgestattet sein als die deutschen Nordseehäfen, uno die Hatwetsmarme wird mit jedem Tage wirksamer werden. Um eine Invasion ausführen zu können, muß eine Nation nicht notwendig die Herrschaft zu See besitzen. Eine zeitweise ober lokale Beherrschung würde genügen. Dies ist den Deutschen sehr wohl bekannt und es kommt nicht daraus an, wie starr unsere Flotte fein kann, das Häupter fordernis ist ein starkes Lanöheer, ein Heer aus Bürgern, d a S aus einer 2)2 i H i o n M a n n bestehen sollte. Jenseits des na fan Meeres lebt ein Volk, das über 60 Millionen Menschen zählt, die unsere stärksten Nebenbuhler im Handel sind unb die die grösste Heeresmacht der Welt besitzen; sie fügen zu einer überwiegenden Militärmacht eine Flotte hinzu, die sich entschieden und schnell vergrößert hat, während wir keine entsprechenden militärischen Gegenmaßregeln getroffen haben. In ähnlicher, wenn auch nicht so herausfordernder Weise wie Lord tlkobcrtS sprach sich bann Lord Cromer aus, und der Staatssekretär des Svoloninlamts, Earl o f Crewe liest in seiner Erwiderung kein Mittel unversucht, den schlechten Eindruck zu verwischen, den die beiden Vorredner herrorgerufen falten. Crewe sagte, die parlan'.enlarisck-e Erörterung eines solchen Gegeii- staudes sei eine ernste Angelegenheit, weil es schwierig sei, eine |olcfa Erörterung so zu leiten, oast sie aufarfalo nicht zu ernst lick-en M istyer standnsi । en An la st geue. Er tonne nur fassen, dast em foldjes Mistvershrndnis sich nicht ergeben werde. Liedner verwies dann auf Die Rede Campucll Äannermanns, in der dieser die Bezugnahme auf Frankreich in Balfours Erklärung von 1905 bedauerte, und sagte, die Umstände seien heute andere; er möchte aoer den Appell Eampöell Bannernrnnns icicberfalen, weil er das Gefühl haue, fast, ivenn ein solck-cr Appell nicht erfolge, in der Öftentlidjen Rteinung Englands und des Auslandes aus der Rede Loro Roberts sich (nicht unnatür.ick-erweise- jwnfequenzcn ergeben Eonnton, die von allen bedauert werden möchten. Was den Landrsoerteidigungs.russchust anuctreffe, so unterliegen dessen .Aiiscfauungen uno Beschulse einer stündigen Revision. _ Crewe wies auf verschiedene, feit 1905 gemaa-ie neue Errungenschaften hin, wie drahllose Telegraphie, erhöhte Schnelligkeit der Kriegsschiffe, Forischrate im Bau von Unierfeeoooten, und meinte, das feien die wichligst.'n Erwägungen, die man sich stets e gegenwärtig falten müsse. Zum Schlüsse seiner Ausführungen teilte Earl of Crewe mit, dast der Generalstab Pläne ausarbeite, die England ermöa- licheen sollen, zu jeder beliebigen Zeit an jeden beliebigen Ort eine größtmögliche Truppenmacht zu werfen, wenn dies erforderlich sei. Die Unterhaltung eines Heeres von einer Million Mann, wie Lord Roberts verlange, bedeute eine jährliche Erhöhung der HcereS- erfordernisse um 20 Millionen Pfund Sterling. Die Resolution des Lords Roberts wurde schließlich mit 74 gegen 32 Stimmen angenommen. Im deutschen Reiche wird mau sich diese Vorgänge im englischen Oberfause wohl merken müsien. Sie zeigen besser als alles andere, wessen wir unS von England zu versehen haben. Erwähnt sei übrigens, dast auch das englische Unterfaud gestern über Rüstungsfragen debattiert hat; man hütete sich allerdings sorgsam batwr, die Spitze offen gegen Deutschland zu kehren. Au8 bem NeichsbaushaltSetat. Die „Nordd. Allg. Zlg." verösfenilicht einen Artikel, betreffend den Rcichshaiishaftselat. Darnach stellen sich bei der Verwaltung der öieichseuenbahnen die Einnahmen un oidemlichen Etat ans 123 291 000 Mk. (minus 2 2-11000 Alk.), im außerordentlichen Etat au' 519 LOO Mk. (plus 148 590 Alk.). Tie 'oitomieuiöcu 'llnigaben belaßen sich auf 98 774 009 Alk. (plus 3 626 000 Alk.), die einmaligen auf 3015070 Alk. (uunuS 3817 100 Alk). Bei einer Ge- sanuauSgabe des ordemlichen Eiais von 101 708 070 Alk. verbleibt mithin em Ueberjchuß von 21501 930 Alk (minus 204920’) Alk.. 3m austeroidentlicheii Etat loeiöen 20 799 500 Alk. (plus 1 063 Ou-> Aiark) vcilangt. Bei den einmaligen 'Ausgaben des ordentlichen Etats wird u. a. ange'oidert eine neue ei sie Rate zu Eigäuzungs aibeuen in der ipaiipliveifiiäiie IHülhnufcn, zum Umbau und zur Erweileriing dec Ifofomotioiepcutuuvanlnge Der paupliveikställe Alonligny, sowie zur Sichtung und Tlusbesserung des älteren Tunnels bet Tcieichen. Im anbei oibciuiicl)cn Etat sind juv Vermehrung der Betriebsmittel 7 Millionen angesetzt. Für einen als noiivciiDiq erlamuc» Smurnelbahni.oi noiöiid) von Ticdenho'eu für Die Saarbahn, die Alojewahn und bie Luxemburg-Lime sind Die Gesanukosieii d'ec Aus tihrung vorläufig auf 38 800 Oüu Alk. ermittelt unD zunächst 2 Millionen zu Ginnderiverd eingeflellt. Tie - 'len Raten werben tentev gewidert zur Ansflihrnug genauer Bor- uiueiicu für Den Baueinglelsiger oollipurigcr Nebenbahnen. In, ordentlichen Etat treten Veränderungen ein in Den persönlichen Ausgaben lEtatsslellen, die ztun Teil auf der UingenaUuug Dei Betriebsverwaltung beruhen und deren Duichsührung arnl. Oliober 1909 erfolgen soll. Nevolverschikßerei in der Universität. Ein geradezu beispielloser Vorfall hat sich gestern an der Wiener Universität ereignet. Zwischen italienischen Studenten, die für die Errichtung einer italienischen Universität in Triest demonstrierten, und deutschen Studenten kam es gestern vormittag an der Wiener Universität zu Zusammenstößen. Die Italiener sangen die Garibaldihymne, die Deutschen „Die Wacht am Rhein". Während eines Handgemenges fielen plötzlich seitens der Italiener Rm^lverjchüise, wodurch m.faere deutsche Studenten mehr ooer müiDcr verletzt wurden. Zahlreiche Stuoenten wurden auch durch Stockhiebe verwundet. Die Italiener wurden jchiießlich aus der Aula verdrängt. Die Polizei nahm auf der Straße mehrere Verhaftungen vor. In der Universität wurden 23 Studenten Verfallet; von ihnen drei wegen schwerer Wrpervcr- letzung, die in das Landgericht eingeliesert wurden. Die übrigen 20 wurden nach ihrer Wohnung sreigelassen. Nach einer anderen Meldung wurden bei den gestrigen Vorfällen in der Univerftläl 19 Studenten mehr oder weniger schwer verletzt. Zahlreiche Verletzte begaben sich direkt in ein Hospital oder in häusliche Pflege, so daß die Gesamtzahl nicht fcflgcftellt werden kann. Die Universität ist zurzeft geschlossen. Der Senat berät über die zu ergreifenden Maßnahmen. Deutsches Uerch. Für die geplante Kaiser reise nach Korfu im Frühjahre stehl nunmehr fest, daß der Kotier von Bremerhaven ans Den Seeweg wählen und dem Könige von Spanien einen Befuch abslalten' wird, Tie Kaijenn wird mit der Prinzessin Viktoria Luise und dem Priiizen Joachim über Venedig nach Storni reifen. Angaben über Aeußerungen des Kaisers gingen dieser Tage durch die Presse, aber sie'Hangen jo tnuvahifdieinhch, daß wir von ihnen keine Notiz genommen haben. Nun fchrerbi der .Reichsanz." : Äleivyorker Dleldungen zufolge macht die „World" Angaben über Aenßerimgen, Die Der Kaiser bei einer dein ameri- kainjchen L chiiftsieller William Haie gewäbrien Audienz getan haben soll. Wir sind ermächtigt, Diese A >i g a b e n von A n fang bis zu Ende als haltlose E r i i n D n n g e n zu bezeichnen. Caprivi-Zipfel. Ter Olouveuieur o. Schlickman» Hai, nm die >2luhed)teiha(umg der Ordnung und die Erlialinng Des WildbestandeS un Capiloi - Zipfel (Delltjch -Südweslaftlka) nach Alögllchken zu sichern, den Zutritt dorlhin Durch eine Verordnung vom 16. Oktober d. I. verholen. Zur Frage Der öeuerbestaltung in Preußen hort Das „föerl. Tacicbl.", daß eine gesetzliche Regelung der An- gelegenheit in absehbarer Zeit nunmehr als gesichert anzu- iehcn ist. Austand. Erweiterung der Ve'ugnisse b e 5 öfterreichi - scheu Thronfolgers. Es gebt Das Gerücht, Daß am 2. Tezember durch cme kaiserliche Kundgebung der Koinpelenzkreis des Erzhetzog-Thron'oigers meiemlid) enveum werden wird. Tas französische Gelbbuch über Al a r o k k o ist soeben erschienen. ES schilDerl die bekannlen Vorgänge u> Alarolko vom erstell Auilreten Muley Hafids an bis zu Der Stole über seine Anerkennung als Sultan. Ter deutfd)-'rauzösijd)e Zivijchen'all von Casablanca wub nicht ciwähnt. D l e Zarin bat sich während des LeichenbeaängnisieS des Großnirsteil 2llexis eiläliet und ,nuß aui ärzllid)e AnordnunF das Bell hüten. Präsident Castro soll nach einer Privatmeldunq aus Cariacae im Begriss stehen, imd) Enrova zu reisen, um sich ui einer Berliner Klinik operieren z»i lassen. Aus Sta&t ii6i^ Larrd. Gictzen, 24. November 1908. ** Der zweite Hessenprinz. Tas BejInden der Großherzogin und des kleinen Prinzen ist so zusrieden- stellend, daß reine TagesöulietinS mehr ausgegeben werden. Prof. Dr. von Franquä, der im Neuen Palais Wohnung genommen hatte, reifte im Lause des Sonntags Nachmittag wieder nach Gießen zurück. Geb.-Rat Heß und die ihn am SamSlag bei einer forstlichen Exkursion begleitenden 11 Studierenden der Forst- wissensck)aft richteleil von Frankfurt aus ein Glü^wnnsch- Telegramm an Se. K. H. den Großherzog, das mit dem Satze schloß, daß man auf das Wohl des neuen Prinzen mit einem dreimaligen Hoch trinken werde, was auch sofort in dem betreffenden Restaurant geschah. Hierauf ist weiiige Stunden später folgendes, nach Gießen gerichtetes, daher erst nach der Rückkunft von der Exkursion vorgefundenes huldvolles Telegramm eingegangen: „Geheimerat Heß, Gießen. Habe mich über die freundlichen Glückwünsche sehr gefreut unb bitte Sic, meinen herzlichsten Dank den Studierenden der Fprstwissenschaft zu übermitteln. Ernst L u d w i g'." ♦ * Ordensverleihung. Wie der „Preuß. Staats- anzeiger" meldet, erhielt der bisherige hessische Gesandte in Berlin, Dr. v. Neid Hardt, das Großkreuz des Lioten Adlerordeus. * * 'Neuer Kamm er Herr. S. & H. der Großherzog haben den Rittmeister a. 2. Wilh. Freiherr» Schenck zu Schweinsberg zum Stamm er Ijcrrn ernannt. * * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. des Großherzogs dem Phil. Dan. Gorr zu Heuchelheim. •* AuS dem ^Militär - Wochenblatt^. Im Beiirlanbtenstande: Befördert zu Leutnants der Reserve: die Vizefeldwebel, bezw. Vizetvachtmeister: Snermondt (IV Berlin), deS Leib-Trag.-Regts (3. Großh, Hess.) 2ir. 24, — Seeltg (Hersfeld), deS Letdgacde-Jns.- 'Rcgls. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, — v. Helmolt (Fried- betg), di'S Drag.-Regls. Frhr. v. Niantenffel (Rhetn.) 9?r. 5. — Zu Oberleutnants: die Lts.: Lauteren (Atainz) Der Res. deS Garde-Trag.-ReglS. (1. Großh. Hess.) 91 r. 23, — Bickelhaupt (Erbach) der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots, — Freiherr v. Fechenbach (II Darmsladl), Haberkorn (Gießen) des Landm.-TrainS 1. 9lnfgebots. — Zn Hauptleuten: Dölp (WormS) der Ref. des 2. Großh. Hess. Feld- Art.-Regts. 91 c. 61, Metten Heimer (Gießen), Geyer (Worms) dec Landw.-Jnf. 2. Aufgebots. — Der Abschied bcwiUigt: Peiffer (Worms), Lt. der Landw.-Kav. 1. Aufgebots, — Geyl (Mainz), Lt. der Landwehr-Feld-Art. 2. Aufgebots. ” Tie Reichsbanknebenstelle Gießen ist am 25. November (Gcoßherzogs Geburtstag), nur bis Mittags 12 Uhr geöffnet. ' Kricgervercin. Die Feier von Großher- zogS Geburtstag findet heute (Dienstag) abend im vilöiuen' statt. ** Stadttheater. Es fei darauf hingewiesen, daß zur morgigen Feftvorstellung die Herren Studierenden die bekannte Ermäßigung genießen. Tas Ende dieser Voc- siellung ist gegen 9\'2 Uhr zu setzen, nicht 10(2 Uhr, loie ui dcr gestrigen Annonce zu, lesen. In Ergänzung des Spielplans sei mitgeteilt, daß am fomnicnöen Samstag nachmittag 31/2 Uhr eine Schülervorstcllung von „Nathan der Weise" stattfindet. " Wohltätigkeits-Konzert. ßu Gunsten der Hinterbliebenen dec dem schauerlichen Unglück auf der Zeche R a d b 0 d 311m Opfer gefallenen Bergleute wird, wie beflimmt verlautet, der Bauer'sche Gesangverein an einem der nächsten Tage em Konzert veranstalten. Zum Vortrage werden Kuustchöre, Volkslieder und Sologesänge gelangen. Tie Veranslallung findet statt im Sladttheatec und zwar obends von 8—1U Uhr. 9lähereS hierüber wird noch bekannt gegeben. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß fai Dem bekannten Opfersinn der Einwohner Gießens und der Umgegend jedermann die Gelegenheit gerne benutzen wild, nach Vlöglichkeit fern Scherflein beantragen zur Linderung öec großen 9tot bet' so schwer vom Schicksal betroffenen Witwen und Waisen, und es bedarf deshalb wohl keines besonderen 9lppells an die Mildtäligkeit aller Edelbenkenden. Bemerkt wird, daß die hiesigen Behörden der Sache bereits wohlwollend beigetrelen sind. ** Frauenarbeit. Man schreibt uns: Ueberall öffnen sich der Frauenarbeit neue Wege zu fernen, erftre- bcnsiucrien Zielen. Ein «rischer Luftzug fegt veraltete Anschauungen hinweg. Gebiete, die bis jetzt für verschlossen galten, werden kühn erobert: ein ziclbewußtes Forlschrciten auf der ganzen Linie. Auch das uralte Felo der Frauen- tätigfeit, oie Fürsorge für Armc, Kranke, Verlassene, Verirrte, muß — den Forderungen der Gegenw-.'.rt entsprechend — neu bestellt werven. Es soll eine neue Generation von Frauen herangebildet werden, die mit offenen Augen den lozialen Schäoen entgegentritt und dadurch imstande ist, eine höhere Form der Armenpslege zu üben. J.i diesem ÄÜine möchten die vier Gemcinde-Franenvereinc wirken, die im Laufe dieses Jahres hier gegründet wurden. Mcht dariii sehen sie ihre Au,gabe, jedem Bittenden die offenen Hände zu füllen. Sie wollen weniger und doch mehr: ,ie wollen die Ursache jeder Not zu erforschen suchen, um — wie ein guter Arzt — nicht die Symptome, sondern das Leiden selbst beiämpjen zu tonnen. Dabei wollen sie dessen eingebenf sein, was eine unserer ersten Autoritäten auf bem Gebiete praktischer Armenpslege gesagt hat: „Tas gute Herz allein züchtet die Armut, züchtet den Bettel." Beruht auch die ganze Arbeit auf der Liebe zu den Notleidenden, so beoari sie doch nicht nur der Liebe; die ist bei vielen vorhanden, die auch Arveits.reudigkeit und energischen Willen genug besitzen. Aber diese drei Dinge, so uneiit- behrlich sie auch sind, genügen noch nicht, um den Fordern..gen gerecht zu werden, die wir au uns stellen müssen. Zur Losung ocr o,t so oer.uiufc.tcn praktischen Fragen ist es unbedingt nötig, daß wir auäaerintet werben mit einet Reihe theoretischer Kenntnisse. Tie Wenigsten aber unter uns sind in der Lage, sich diese Kenntnisse durch den Besuch von irgend einer Fachschule für Wohlfahrtspflege zu verschaffen. Da haben sich nun eifrige Förderer unserer Arbeit bereit erklärt, helfend einzugreifen. Durch Vorträge aus den verschiedenen Gebieten sozialer Hilfsarbeit soll unsere Erkenntnis vertieft und erweitert werden. Die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen sollen behandelt werden: die Praxis der städtischen Armenpflege wird dabei erklärt, damit Irrtümer und Fehlgriffe so viel als möglich vermieden werden können. Herr Kirchenrat D. Schlosser eröffnet als Erster die Reihe der Vorträge, indem er über „unsere Armenpflege" sprechen luirb. Es werden folgen Herr Pfarrer Schwabe mit einem Vortrag über „Kranken pflege" und Herr Professor Schian mit einem solchen über „Die Geschichte der christlichen Liebestätigkeit". Später wird behandelt werden: „Die Frau im Kampf gegen den Alkohol" und „Die Bekämpfung der Tuberkulose". Wir hegen die freudige Zuversicht, daß das Interesse für diese wichtigen Gegenstände viele Frauen anziehen wird, auch solche, die nicht die Absicht oder die Möglichkeit haben, sich in weiterem Kreise unmittelbar praktisch zu betätigen. Die Not derer, die geistig und körperlich leiden, läßt uns nicht rufjen. Nicht mehr taub und blind: hörend und sehend tvoUeii wir unseren Weg gehen und nicht müde werden, auch wem: er über Enttäuschungen und Niederlagen hinweg führt. Das allein macht des Menschen Leben wertvoll, daß es beiträgt zum Wohle anderer. Wir denken an das Wort Ernst von Bergmanns: „Wir sind nicht für unser Glück auf der Welt, sondern dafür, daß wir es anderen bereiten." ** Damenturnen. Man schreibt uns: Bereits in den Vorjahren war eine Anzahl Damen hier zusammen getreten, um unter sachkundiger Leitung turnerischen Uebun gen obzuliegen. Nunmehr l-aben diese Damen einen Ver - e i n gearünoet, der Gießener Frauen und Mädchen Gelegen- heit geben will, sich dem Turnsport zu widmen. Man bar, wohl das Unternebmen als zeitgemäß bezeichnen und wün fchen, daß es gelingen möge, auch in weiteren Streifen der Damenwelt Gierens Interesse für das Turnen und feinen Wert zu wecken. In der richtigen Erkenntnis, bat, der Turn spart auch zum Gemeingut der Frauen erhoben werden muß, hat dankenswerterweise die Stadtverordneten Versammlung dem Verein den Turnsaal einer städtischen Schule für seine Hebungen überlassen. Wegen des Beitritts zu dem Verein sei auf die Annonce verwiesen. *• Nachträg lieh e§ zum Prozeß Ruh land — Biermer. Wie sehr man sich auch in studentischen Kreisen über den günstigen Ausgang des Prozesses „fBiermei contra Ruhland" gefreut hat, geht aus dein stürmischen Empfang hervor, den die Hörer des Biermer'schen Kollegs ihrem Lehrer bei feiner Vorlesung nach der Verhandlung bereitet haben. Durch langandauerndes Beifall - Trampeln wollte man zum Ausdruck bringen, daß der national-ökonomische Lehrstuhl Gießens von einem Manne besetzt sei, bei in der Lage ist, seine wissenschaftlichen Anschauungen selbständig zu vertreten und für das, waL er im Dienste feiner Wissenschaft tut, seine Persönlichkeit ins Treffen führe. Pros. Dr. Biermer dankte in einer kleinen Ansprache für die Syin- pathie und das Interesse, das man seiner Person entgegen» brachte und gab dem Gedanken Ausdruck, daß ihn der Ausgang dcS Prozesses für seine Kommilitonen und Freunde umsomehr freue, als ihnen gegenüber doch seine wissenschaftliche Autorität gerettet sei. "Die Maul- und Klauenseiichc ist ausgebrochen in Genschmar, Kreis LcbuS, Regierungsbczirt Frankfurt a. O., am 21. November. — Daubringen, 23. Nov. Der Fürstlich Solms- Braunfelssche Hof Heibertshauscn, der lange Jahre unter Wassermangel zu leiden hatte und wegen der hohen Forderung der Gemeinde Daubringen vom Anschluß an die neue Gemeindewasserleitung absah, setzte vor einigen Wochen seine neue Wasserversorgungsanlage, die selbsttätig das Wasser auf 40 m Höhe fördert und von mehreren Fachleuten als unmöglich bezeichnet wurde, in Betrieb. Die Anlage soll bet erheblichem Wasserüberschuß tadellos funktionieren. Die von der Tiesbaustrma Schott in Gießen nach dem Projekt und unter Leitung des Jng. Schennuly in Weilburg geschaffene Anlage mußte unter den schwierigen Verhältnissen uud weil die Verhandlungen mit der Gemeinde abgebrochen mären, unter allen Umständen und mit Lieber» nähme von Risiko gelingen, weshalb der Unternehmer keinen leichten Stand halte. — Lollar, 23. Nov. Am Mittwoch, 25. d. Mts., feiert Stationsvorsteher Schelhorn sein 25jährigeL Eisen- "bahn-Dienstjubiläum. r. Lich, 24. Nov. Herr Hch. Ludwig, der morgen im Alter von 85 Jahren mit seiner Frau die goldene Hochzeit feiert, erzählt, daß er in feinem 24. Lebensjahre beinahe lebendig begraben worden wäre. Er verfiel damals nach einer Krankheit in Starrkrampf, worin er 49 Stunden verblieb. Der Leichenbeschauer erklärte ihn für tot, so daß die Vorbereitungen zur Beerdigung getroffen wurden. Der .Leichnam" wurde in bed Sarg gelegt und dieser sollte kurz darauf zugenagclt werden, als Herr Ludwig, der alles mit angehört hatte, stöhnend warnen konnte, um wieder in feinen Zustand zu verfallen. z. Inheiden, 24. Nov. Während der kalten monb- hellen Nächte, die vor 8 Tagen herrschten, hörte man des Nachts Schießerei. Bei näherer Erforschung ergab sich, daß eine Zigeunerbande regelrechte nächtliche Treibjagden abhielt. le. Friedberg, 23. Nov. Der frühere hessische Landlagsabgeordnete Otto Hirsche!, Direktor der .Landwirt- 'schaftllchen Hauptgenossenschaft für Oberhessen in Friedberg" hat den Vorstand dieser Genossenschaft in Kenntnis gesetzt, daß er am 1. Januar 1909 von der von ihm seither inne- gehabten ersten Direktorslelle freiwillig zurücktrete. Am 22. August d. I., in der 7. Generalversammlung der Haupt- genosfenschast unter Vorsitz des Geh. Negierungsrats Haas- Darmstadt wurde bekanntlich Hirschcl einstimmig ans iveitere drei Jahre für den in Rede stehenden Posten wiedergewählt. Der Grund des Rücktritts ist der, um einem Rufe der ^Vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend" Folge zu leisten. Die „Vereinigten Landwirte" beabsichtigen ihre Vereinigung nach verschiedenen Richtungen unter Hirschels Leitung weiter auszubauen. Das Betätigungsfeld Hirschels bei den „Vereinigten" wird eine Vorstandssitzung am 30. November d. I. in Frankfurt a. M. genau fixieren. x Nidda, 23. Nov. Gestern wurde unser alter ehr' würdiger Stadtrechner Mantel zur Erde bestattet im Atter von über 80 Jahren. Eine große Schar Leidtragender von hier und auswärts folgte seinem Sarg: der Gesangverein Liederkranz fang ihm den letzten Gruß ins Grab. War er doch ein echtes Stück „Altnidda"; aber auch wohlverdient um die Stadt. Nachdem er eine Reihe van Jahren auf der Bürgermeisterei tätig gewesen war, übernahm er 1858 die Stadtrechnerstelle und führte diese mit einer Pünktlichkeit, Gewissenhastigkeit und Treue, die alle Anerkennung verdiente. Im Ortsgericht war er eine geschätzte Kraft durch feine genaue Kenntnis der Gesetze. Als Mitglied des Kirchen- und Schulvorstands, wie der Synode des Dekanats war er bedacht, das Wohl von Kirche und Schule zu sördern. Er war seinem Standpunkte nach freisinnig, aber nicht in dem Sinne stetiger Opposition gegen alles, was von oben kommt, sondern in der Erstrebung freiheitlicher Zustände, aber streng im Rahmen der bestehenden Gesetze. Seinen Freimut verleugnete er nie; man wußte, was man an ihm hatte; was er für Recht hielt, suchte er durchzusühren bis zur obersten Instanz. Dabei war er gern bereit, jedermann mit Rat und Tat zur Hand zu gehen. Im Namen der Stadt legte Bürgermeister Roth mit anenennenben Worten einen Kranz am Grabe nieder, ebenso Rentner Roth im Namen des Gesangvereins. Die Grabrede hielt Herr Pfarrer Werner. Sein Gedächtnis wirb unter uns stets in Ehren gehalten werden. — Tas Totenfest wurde gestern in unserer Gemeinde unter überaus großer Beteiligung gefeiert; die Gräber waren reich mit Kränzen geschmückt, und trotz der ungünstigen Witterung tuar der Friedhof von zahlreichen Leidtragenden besucht. □ Ortenberg, 23. Nov. Ein überaus großer Leichenzug bewegte sich heule zum Städtchen hinaus, nach dem Friedhose — es galt, dem aus der Blüte der Jahre geschiedenen Bezirkssparkaff enrechnei: Georg Pfeiffer das letzte Geleit zu geben. Seit August d. I. kränkelte der Verstorbene an einem unheilbaren Gehirnleioen. Am Grabe vielt Dekan Ellenberger unter Grundlegung des Kap. 14, Vers 32 und mit Einflechtung des Lebensganges des Ver- vlicheuen eine gehaltvolle, ehrende Leichenrede. Kaufmann Lenz fen., Direktor der Bczirkssparkasfe, Kreisarnisaffeffor Dr. Schäfer-Büdingen, Bürgermeister Hebbel, Krieger- oereinspräsident Winter und Lehrer Ph. Köhler legten unter bewegten Ansprachen Kränze nieder. Durch Freund- lichkeit und Bereitwckligkeit, Znverlä,scgwir und Tüch.igkeit int Amte hatte sich der Verstorbene allerseits Anerkennung und Freunde erworben. Die ganze Umgegend wird dem biederen Manne, der nur ein Alter von 40 Jahren erreichte, übers Grab hinaus ein dankbares, freundliches Gedenken bewahren. Darmstadt', 23. Nov. (.»Estern früh starb hier Geh. Hosrat Ernst Kanncgißer. Der Verstorbene, ein Kriegsveteran aus dem Jahre 70/71, gehörte -reichlich zwanzig Jahre der hiesigen Preußischen tz-esaitdlschäft an, bis ihn vor wenigen Monaten ein rasch fortschreitendes Herzleiden zwang, in den Ruhestand zu treten. Seine Regierung ehrte seine Pflichttreue, indem sie ihn zum (Mjcimcrat ernannte. s. Marburg, , 23. 91od. Die Zahl der ländlichen Fortbildungsschulen im hiesigen Kreise erhöht sich in oiesern Winter auf 35. Insgesamt dürften rund 540 Schüler von 46 Lehrern unterrichtet werden. ** Kleine i 11 e 11 u n n c u n u 5 Hessen und den Nachbarstaaten. In der gestrigen S ch o t t e n e r Notiz über den Tod Mollers muß es heißen, daß das Ätobiliar 700 Mk. und nicht 11700 Mk. Ivert ist. — ?\ii Worms starb infolge eines Schlaganfalles der Führer bei bärtigen Zentrumspartci, Recht-r- anwalt Roth, im 56. Jahre. ________________________ Eichener Freie Ztudentenschast. Tie Eröffnungsverfmumlung bei Gieff.inr lueitia gebraucht. Zwei neue Break 4 u. Giium. Ein ganz leichter Selbstlütschiertlüa>.en rur 2 Personen. Zwct Handwagen (’Jiatur» 4 u. ^fiOiö- Gin 4filziger Mutidjiev'hjafleii. Ein tvenm gebauchtes Doggart und cm Gigg. Cnipfiehlt su augerst biU. Preisen Uageusaiu k tzonr. sikp-jan «71») Großcn-BusecL bei (Sieben. 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AciHung! x^larki-Ahifieige. Mittwoch den 25. November aus dem Marktplatz. Passende Viktoria - Diamanten-Weibuachtogcjchcnkc. — Beste Brillanten - Imitation der Welt, gesagt als herrliche Ringe, Broichcu, Nadeln, Ohrringe, Colters. 09697 Bin direkt aus Berlin hier eingetroffen mit einem weltbekannten Viktoria-Diatnantcu-Lchutuckwarculagcr.. Bevor Sic Ihre Cm- tdui'c machen, vei säumen Sie bitte majt die wirklich imereiinmc Ausstellullg zu besichtigen. Biktoria-Dianianlen haben sich als Ersatz echter Diamanten in den feinsten Kreisen bestens eingeführt. Pntiier 91enbcit. — Erkenntlich an der Firma. —BilltgrtePrcike. Reelles Heiratsgesuch! Lrere «nd Weinflaschen, sowi> Wasirrflaschen werden in jedem Posten zu kaufen gejucht. Offerten mit Angebote des O-autumS unter (»dti-l a. d. (Lrv. d. Bl. erb. timiftocrndie Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lauter pro 1909 liegt vom 27. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterci- bilrcau zur Einsicht der Interessenten offen. Lauter, den 23. November 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Lauter. htz Giessen, den 22. November 1908. 6767 Das Vorgehen scheint auch einen ... _ ., den einen Vertreter wagt man sich nicht, den andern läßt man liukv liegen. Wem qh einer gerechten Vertretung der Gießener Handelsintereßen gelegen Empfehle als besonders preiswert: Damen-Schnürstiefcl in Chevreaux Dnmerl-Lchnürsticfel in Chevreaux und Boxcalf nut Lackkappen Damen-Schuürstiefel, Chevreaux, Lackkappen und Derby-2chn.lt Rahmen-?lrbeit Hcrrcn-Box-Schttürstiefcl Herren-Boxcalf-Schnürstiefel Herren-Boxcals-Schnürstiefel, Derbyschnitt Rahmen-Arbeit Herren-Chevreaux-Schnürftiefel, Lackkappe, Hassia, Rahmen-Arbeit Ä27.J hoch, l*/i Bieter bien, zu lausen ________________UJ__ _____________________________ gesucht___Hammstraße 5. !0!)6b9 -----Unter'dcn zahlreichen LorschlägenHr"Haudelskaminerwahl vermißt man eine einheitliche Liste des seitherigen Kollegiums. Haben die Herren nicht ihre Schuldigkeit getan, oder liegen Erunde vor aus dem Gebiete des Handels, für den doch die Vertretung bestimmt ist, daß eine Wiederwahl einzelner abzulehnen ist? Anerkennenswerter Weise hat der Detaillisten-Lerein beschlossen, an den seit- heriaen vcwährten Vertretern des Gießener Kaufmaunsstandcs sestzuhalten. Wir schließen uns diesem Vorschläge an und empfehlen allen einsichtigen von Kliquen- hiffpit iinabbäuaiaen r^irmeninhabern die Herren. „ 10.50 . „ 7 »0 „ 8.50 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Minna Fäueibach geb. Maikomesius Johanna Meyer geb. Maikomesius Giessen, Friedberg, 23. November 1908. Carl iFäuCib^ch Ludwigstrasso 30. OttO 2\ZLcyet 3 E .kel Die Beerdigung findet Mittwoch den 25. November, nachmittags 3 Uhr auf dem alten Friedhöfe statt <771 Mk. 6.— an ,, 8.50 Eber. Donnerstag den 26. November L nachmittag? 2 Uhr, wird im hiesigen allen Schuliaal ein der Gemeinde gehöriger, gut genährter Eber öffentlich versteigert. Tie Gemeinde beabsichtigt einen anderen Eber anzukaufen, und können sich Interessenten innerhalb drei Tagen auf hiesiger Bürgermeisterei schriftlich melden. Aynerod, am 23. November 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Horn. 6784 > „ st!,,.. Mädchen können yUyCilUk in 4 rochen das ^ein- und Glanzbügeln durchaus giunbl. erlern. ,;rau G. Gracier, Bahubosllr.31,11 r. Laselb,r wird a. B^a!che a. Bügeln angen. (09682 chalqe; m yiigeln nommett, auf Wunsch auch abgeholt, v. 16451 ö-rctu Louts iKettt LLwe., Bruch,tr. 31,1)., 9ieub. tyr. Seibel. Blteeul ,W = = - Telefon 024-- Dringe meine zur Abhaltung v. Festlichkeiten jeglich. Art in einyseylende Erinnerung. Kuchen, Torten u. s. w. | täglich frisch. (6770 Gemütliche ttafsezimnrcr. | Grüß. Gesellichajten Anmeldung vorher erwünscht. Hochachiend ______________J. Löbbert. /Treffe am Mittwoch zum xiiartte aus Oswalds Garten nut einem Waggon 167.8 FMiurtttfenttsesien flochgcfchirr'^ ein u. verkaufe in Partien Stück für Stück zu *20 Psg. 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Der unter dem Rindvieh zu Gr 0 ß e n =>2 i nb en auZge- brochene Bläschenausschlag ist erloschen. Gießen, den 23. November 1908. Großhev'.' .n .. .int Gießen. I. V.: Langermann. Ich bescuaffe naschest und verschwiegen Iter filier iülli* für- hiesige und auswärtige Detail-, Engrus- und labrik- Geschäfte aller Branchen, Gewerbebetriebe jeder Art, Zins-, . G schäfts-, Fabrik - Grundstücke, Villen, Guter etc. etc. Durch auf meine Kosten in 900 der gelegensten Zeilungtn ganzjährig eiscueinende Reklame stehe ich ständig mit ca. 250u tapitai- krält gen Reflektanten für Objekte aller Art in Verbindung, dauer meine vielen, durch glänzende Anerkennungen na« hweisbaren. olt innerhalb 8 Tagen erzielten Erfolge. Meine Bedingungen sind die denkbar besien, vun Jedermann amienmbar. Verlangen Sic kostenfreien Besuch zwecKS Besichtigung und Kücksprache. l^v^g E. Kommen NaehL, Köln a. Rh., Kreuzpässe 0, I. Ahes bestfundiertes Unternehmen mit Bureaus in Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a. 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