nter prejs ttines l‘ user arktplatz 9- n lerz Am ** ®te ^«iehener $amtltenblätterw werden dem ^ütgciger* viermal wöchentlich beigelegt, das ^Lreirblav fflr den Kreis Gießen" zweimal «öchenttrch Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. ,i/,% pro*'’81” | käisfe. ;h nicht passend ihäftslokal nicht ich einen aller Art rstoffe billige Stickshoffherstellung muß daher die nächste Aufgabe sein. — Auch dieser Vortrag fand lebhaften Beifall. — Stir» nach liy3 Ufa schloß der Vorsitzende die Sitzung. Gietzenev Aonzertvevern. VII i. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^6L Redaktion:^^I12. Tel.-AdruAnzeigerGleßen. 013$ er :r Jacke jungen, Au- “d u •» i"’ ng von i* M »Qli iQ tieWihrunw apierenu.^' Dgungen. sionsfreie» ii-eeMUv ätzen. Tn- ;B tur 111 emge test und auf eine gute Beschickung M rechnen ist. Leider Steigerung des Ertrages und des Gewinnes. Hohe Erträge unb bat es sich nicht eriiDglrchm lasten, eine Bahnverbindung nach hohe Gewinne sind aber nicht möglich, oljnc reichste Stickstoff- bu-nr am Neaar hingestceckten Ausstellungsplatz zu erhalten, da I ernährung. Diese ist aber nicht möglich ohne hohe Kosten Die bic in Betracht fommenbe Firma einen Zuschuß von 7—10 000 M. verlangte. Es hat sich aber eine Auto Mobilfabrik gefunden, die mei Autobusse verkehren lassen will. — Lieber die Aussichten dar Woll,chafhaltung referierte Rittergutsbesitzer Geheimer Oetoiw- ntacrat Steiger-Dresden. Das Wollschaf, in der Hauptsache zu der Meriiwrasse gehörend, kam Ende des 18. Jahrhunderts nach Preußen. Im Jahre 1864 hatten wir 30 Millionen Sck>afe, haupt- sächllch Merinos. In der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts verminderte sich die Schafhaltung immer mehr und 1004 ergab bte Zählung nur noch 7,9 Millionen, wobei der größte Teil reine Merinos war. Tie Ursache liegt darin, daß viele Besitzer durch das Fallen der Wollpreise sich veranlaßt sahen, die Schafhaltung herabzusetzen, statt durch die Fleischverwertung die Zucht rationell zu gestalten. Es sei aber zu hoffen, daß die Schafzucht wieder zu ihrem Recht kommen werde, denn die besseren und haltbaren Kleidungsstücke und Hüte erfordern die Merinowolle. Die alten Glanztage werden allerdings nicht wtederkehren, dazu haben stch die wirtschaftlichen Verhältnisse zu sehr verschoben. Zum Schlüsse bezeichnete der Referent die Zukunft der Merino- Schafzucht nicht als ungünstig, da das Merino-Schaf sich eben- saUs für die Fleischverwettung eignet wie jebe andere Schafraffe, wenn eine entsprechende Fütterung und Pflege erfolgt. — Die Veriamnilung zollte den Ausfüh-xungen lebhaften Beifall. — Anttäge nrurben nicht gestellt. Um -1 Uhr erfolgte Schluß der Sitzung, an die sich em Festessen für die Ausschußmitglieder aistchloß. Zweiter Orchesterabend. 13. Februar b. I. waren es 25 Jahre her, seit mO)arb Wagner nicht mehr unter den Lebenden weilt, meinem Gedächtnisse war der gestrige Orchester-Wend m • Konzertvereins gewidmet Der Streit um Wagner । lan_9ft verstummt, und in der heutigen gebildeten Welt fiibt es wohl keinen Menschen mehr, dem die Werke des Sn Bayreuther Meisters, vom Rienzi bis zum Parsifal, fr'?n6 toären- Ziemlich unbekannt, und nicht nur dem r 5, Publikum, sind jedoch bis heute noch die ersten JI'^oj’Tun9en Wagners, die uns sein Werden zeigen. Der f Uier-Komponist erinnerte sich in seiner späteren uS 1a gern jener Erstlinge seiner Künst, die ihn 6anz im Banne seiner großen Lehrmeister zeigen. enE 8U bcr ^eit, als der „Rienzi" und der „Tannhäuser" fiiK m luu^t€ man f° gut wie nichts mehr von diesen l -öeriudjen des jungen Komponisten. Man sah in ihm nrfrf wt ful^nen Neuerer, der sich um das 5^erkömmliche näiS und der wohl nicht einmal ordentliche Kennt- "i Vorgänger habe. Man sprach ihm sogar die her » ßCn ^utnisse in der Tonsetzlehre ab. 9ioch nach Ausführung des Tannhäusers im Jahre 1845 J^neb Robert Schumann an Mendelssohn: „Da hat Wägner UM D^lne neue Oper fertig — gewiß ein geistreicher Kerl ch D^br Einfälle und keck über die Maßen — aber er -innnK nicht vier Takte schön, kaum gut hinter- Vr-m ■ ^äschreibeu und denken. Eben an der reinen clft ^cr vierstimmigen Choralgeschicklichkeit — da ^uen allen." So urteilte man damals allgemein Hc k2r$ner' und das Urteil Schumanns kam: wohl noch - maß vollste gelten. Boin großen Publikum und erfip wurde Magner in einer Weise herunter- ii-T n ^nit Injurien überhäuft, daß man heute as-nm? mit Beschämung daran denken kann. Und doch ieFipn - a?nc-r' die Technik seiner Kunst anlangt, min- soviel gelernt, wie seine Kritiker und Feinde. S Heyse' er seinerzeit sehr sorgfältige Studien turi Oebrete der Ton,atzlehre gemacht hat. Daß er Sc, herivmmlicher Weise zu komponieren verstanden, 1TC 3^vhen Meister der Tonkunst sehr genau iiSe a,|cn unä seine ersten zwnlpositionsver- toeSe ^^unen. Zu diesen'Werken gehören eine Üre in D-Moll^Äbuschlag in B-Dur, eine Konzertouver- - ™ und ciusju C-JUL, LM.SLMexvMe Hauptversammlung der deutschen LandwirtfchaftSgesellschaft. Zur Architektenhause fand heute die 58. Hauptversarnmlnng b.r Aei-tid^n Landwirtschastsgesellschaft statt. Reichstagsabgeordneter Georg Prinzzu Schoe n a i ch-C a r o l a t H-Saabor berichtete .über „Reinblut der Land es Pferde zücht". Der Referent stellte folgende Leitsätze auf: 1. Was ist Landespferdezucht ! Lantespferdezucht im engeren Sinne ist eine a) über einen größeren Landstrich gleichmäßig verbreitete, b) auf dessen eigenste Anfzuchtvcrhältnisse ausgebaute, c) gleichartig entwickelte, d) den örtlichen Bedürfnissen vollauf Rechnung tragende Pferdezucht. 2. Was ist Reinblut? Neinblut hat ein Tier, für welches der Nachweis erbracht ist, daß es von gleichartig beschaffenen, zielbewußt gepaarten Vorfahren durch eine so lange Reihe von Generationen abstamwt, (daß die Folgerung berechtigt ist, in ihm seien: a für Gebrauchszwecke diejenigen bekannten Eigenschaften, welche der betreffenden Zucht in hervorragendem Maße innewohnen, b) für Zuchtz-wecke: eine hohe Fähigkeit, diese Eigenschaften sicher zu vererben, — zu finden. — Der Referent erörterte zunächst den Begriff Landespferdezucht; Man müsse unterscheiden zwischen Lan- despferdezucht im) weiteren und im engeren Sinne. Man tonne allgemein sprechen von einer guten Landespferdezucht in Frankreich, in Ungarn usw. Landespferdezucht im engeren Sinne bedeute dagegen etwas anderes und basiere auf den verschiedenen Eigentümlichkeiten der einzelnen Landesteile und bereit Bedürfnisse. Ter Redner gibt dann einen Rückblick auf die Entwicklungsgeschichte der Pferdezucht in Oldenburg, Ostpreußen usw. Ter bekannte Pferdezüchter Stöckel habe sich s. Z. einer Definition über den Begriff reinblütiger Pferdezucht enthalten, er (Redner) habe ,ich aber entschlossen, die Frage an den aufgestellten Leitsätzen zu beanttoötieen. Unter Hinweis auf die Erfolge der Landespferdezucht in Oldenburg, Ostfriesland, Schleswig-Holstein, Hannover und Ostpreußen kommt der Referent zu dem Schluß, daß wir uM die Zukunft der deutschen 'Landespferdezucht nicht 3u verzagen brauchen. Das Zusammengehen der Negierung mit den bett. Zuchtvereinen und die Mitarbeit erfolgreicher Einzel- Mchter läßt erhoffen, daß wir bald in der Lage sein werden, der Not in der deutschen Pferdezucht ein Ende zu machen. (Lebhafter Beifall.) Eine Besprechung wird nicht gewünscht und die aufgestellten Leitsätze werden gutgeheißen. — .Hierauf referierte Geh. Hofrat Prof. Tr. Wagner- Darmstadt über das Thema: Tie Düngungslehre im Licht der Arbeiten der Deutschen Landwirtschastsgesellschaft. Ter Referent gibt einen Rückblick auf die ungemein sorgsamen u. vielseitigen Arbeiten der Versuchsstationen der Deutstl-en Landwirschastsgesellschaft, durch deren Veröffentlichungen tatsächlich ein praktischer Führer znm Ziele einer maßgebenden Düngung gegeben sei, wenigstens zur sicheren Grundlage für eine Entsä-eitemg der Dünger frage je nach der Boden- beschaffenheit, -ter Art der eigenen Pflanzen usw. unb zwar zur B-Dur, eine Polonaise für Klavier zu vier Händen und anderes mehr. Noch charakteristischer als diese Kompositionen sind aber die soeben zum ersten Male veröffentlichten Partituren von vier Ouvertüren Wagners aus den Jayren 1832 bis 1836: „König Enzio", „Polonia", „Christoph Columbus" und „Rule Brilanni a". Die beiden zuletzt genannten Ouvertüren wurden gestern unter Leitung des Herrn Prof. G. Traut mann vom verstärkten Symphonie-Orchester des Zoologischen Gartens in Frankfurt a. M. in formvollendeter Weise gespielt. Die Ouvertüre zu Apels Schauspiel „Christoph Columbus", die seinerzeit unter Wagners Leitung in Magdeburg, Riga, Paris und Leipzig aufgesührt worden ist, verrät deutlich den Einfluß Beethovens. An musikalischen Schönheiten ist sie sehr reich. Langgezogene Akkorde der Blasinstrumente wechseln hier mit wogenden Figuren der Streichinstrumente ab. Dann lassen Die Trompeten das Hauptthema erklingen, und ein Auf- und Abwogen auf dem Es-Dur-Dreiklang, erinnert den Hörer entfernt an das Rheingold. Endlich geben die Streichinstrumente das sehnsuchtsvolle Gesaugthema der Ouvertüre an. Holzbläser, Trompeten und Posaunen bilden dann den jubelnden Schluß. Die Ouvertüre Rule Britannia, die an Bedeutung und innerem Werte wohl der Ouvertüre zu Christoph Columbus bedeutend nachsteht, verrät den Einfluß Webers. Sie ist 1836 in Königsberg komponiert und dort, sowie auch in Riga, von Wagner selbst aufgeführt worden. Sie stellt gewissermaßen eine Paraphrase des bekannten altenglischen Nationalliedes dar. Während die eben erwähnten Werke Wagners int Grunde genommen doch nur historisches Interesse beanspruchen tonnen, bot die Kunst von Wilhe lm Back haus, der Kompositionen von Tschaikowski), Liszt und C^pin spielte, unendlich viel mehr, lieber seine glanzende Technik und seinen wunderbaren Vortrag, die ja auch dem Gießener Konzertpublikum schon von früher her bekannt sind, läßt sich wohl kaum iwä) etwas neues sagen. 'Vor dieser Kunst, die uns das Höchste und Schönste der Aiusik in so hehrer Weise zu offenbaren vermag, rpuß alles Kritisieren und Bekritteln verstummen. Hier können wir uns rückhaltlos dem reinsten Genüsse der einzelnen Tonschöpsungcn hingeben und uns in die EmPfnwnnLswelt dds Komponisten hineinleüen. Was man, an Backhaus so hoch schätzen muß und was WM Mr niM-genug ruMM tann, ist^daß, er jetn gcm^s. Aus Stadt und Land. Gießen, 24. Februar 1908. Aus dem städtischen Verwaltungsbericht für 1906. XI. Die Zahl ter Beerdigungen betrug 434 gegen 419 iiri Erfahr, die Zahl der Ausgrabungen und Umlegungen 3 gegen 2. 19 (15) Erbbegräbnisstätten wurden abgegeben, ferner 15 (13) Einlassungsgräber. Die Zahl ter Grabstätten, deren dauernde Unterhaltung von ter Stadt beschlossen wurde, ist von 125 auf 148 Gesamtkosten des Friedhsts am Rodberg betragen 311 603,lo M., von denen 16 620 M. abgeschrieben sind. Anträge auf Versicherungen von Gebäuden in der Lantesbwandverjicherungsanstalt wurden 183 (187) gestellt. Brand- wurden 19 (25) gemeldet, darunter 18 Zimmerbrändc. Ter grogte Brand verup achte einen Schaden ton nur 260 M. Tie Zahl der Landesbrandkass- versicherten Gebäude betrug 2282 qi n 530 j M. Bra ndv ers icher ung s ka vital, ,0 519 310 (68 020 850) M. Umlagen, 42 311,59 (47 614,74) M. ^andvenicherungsbc^ttägen und 1290 (14 369) M. Brandent- schategungeTr. Die der Stadt vom. Staat zu leistende Vergütung Tire Löfcheinrichtungen betrug 13 160 M. T-er Feuersck-utz wurde ausgeübt durch die Gießener freiwiNige Fcue«vehr mit 186 Mann, ter freite. Gail'schen Wehr mit 98 Mann und der Pflichtfeuerwehr mit 120 Mann. Tie Wehren ivnrten bet drei Bränden alarmiert. . ^,^^,^ndt i sche Archiv wurde in das Seitengebäude der t früher Weberichen Besitzung verlegt. Stadto. Tr. Ebel hat vom l.Wpfcd )907 ab auf die für, bic Führung der Geschäfte itenj früher zugebilligte Vergütung von 500 M. verzichtet liädtische Elektrizitätswerk erzeugte 778839 (to4812) Kilowattstunten Strom, es entstand ein Verlust von 180o,3,6 (13178,,2) Stunden. S.rom abgegeben wurde für Ll^^^Eung 129 566 (106 576), für Kraftzwecke 93 943 (80121), an die Eiseilbahn 351823 (316 968), für Straßenbeleuchtung 3621 (3713), für Selbstverbrauch 19 311 (15 64-1), zusammen 595 26o,4 (523 024,8) Kilowattstunten. Hausanschlüsse teuren 502 (441), Abnebmer 554 (480) Vorhäuten. Angeschlossen waren 12133 (9989) Güihlampen, 169 (122) Bogenlampen, 233 23 l20) Apparate in der Stadt, 1297 (846) Glühlampen, 1,0 (154) Bogenlampen unb 24 (6) Motoren im ^J^tej^bict Tas Leitungsnetz war antl Schluß des Jahres 118 422,9o Meter lang und ,7 210 Kilvgrai.rm schwer. Für die Erzeugung ter Elektrizität wurden 281 330 Kilogramm Anthrazit 2? Ä?J611'?6 91104 Kilogramm Gaskoks im Wert ton 2192,87 M verbraucht. Tie Einnahmen tes Werkes betrugen für ten Betrieb 177 997,12 unb-für das Vermögen 26 755,62, zusammen 204 ,o3,34 M., bic Ausgaben 177 537,73 M. für den betrieb unb 26755,62 M. fstv das Vermögen. Die Betriebs- ergcbncife ^Werces gestattete sich so günstig, daß anstelle der vorgesehenen 36 780 M. 68189,92 M. für die Tilgung tiertoenoet teerben konnten. , ♦ • # Tageskalender für Montag den 23. Febr.: Hessische Vereinigung für Völkerkunde: Vortrag des Pfarrers Ko re ll-Königstädten „Aus dem Gerauer Land" im CafH Ebel, Anfang 8 Uhr. * * Land esuniv ersität. S. K. H. der GroßHerzog haben den Privatdozenlen Dr. Franz <5 o et beer in Gießen zum außerordentlichen Professor bei der medizinischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. * * Vom Großherzoglichen Hofe. Prinz Ludwig von Battenberg trat n. d. Darmst. Ztg. am Samstag bie Rückreise nach Malta an. Verwendung von jüngeren Juristen im Kaiserl. Statistischen Amt. Es besteht die Absicht, Können so ganz in den Dienst des Komponisten stellt, den er spielt. Das zeigte sich schon in Tschaikowskys Konzert in B-Moll (op. 23) für Pianoforte. Diskreter hat stch wohl selten ein Pianist dem Orchester gegenüber verhalten, als Backhaus. Es war ein förmliches Aufgehen in seiner Aufgabe, es war, als wenn dieser Meister des Klaviers nichts ängstlicher vermeiden wollte, als sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Und trotzdem: dieser unend- Uch weiche Anschlag, dieser Schmelz im Ton, dieses innige Empfinden, dieser Ausdruck im Spiel, sie nehmen den Hörer gefangen und machen ihm die häufig überraschende Eigene art des russischen Tonschöpfers erst recht verständlich. Die Orchesterbegleitung paßte sich dem Spiel von Backhaus in ausgezeichneter Weise an. Welche Kraft und geradezu schwindelerregende Technik Backhaus zu entwickeln imstande ist, das zeigte sich namentlich im dritten Satze des Tschaikowskv- schen Konzerts, im Allegro con fuoco. Die höchsten Triumphe feierte die Kunst dieses bewundernswerten Meisters des Klaviers gestern abend in den Chopmschen Stücken. Wir Deutschen gelten im allgemeinen auch heute noch als schwerfällig, man stellt uns als die Antipoden der eleganten Franzosen und der graziösen und temperamentvollen Polen hin. Aber, dieses Feuer, dieses Temperament, diese Eleganz und Grazie des Spiels von Backhaus erinnert in keiner Weise an den Ur- und Erbfehler, den man uns nachsagt. Oder sollte Backhaus auch hierin nur eine Ausnahme unter uns Deutschen bilden? Das Publikum dankte dem Künstler duhch jubelnden Beifall. Gleich nach seiner ersten Kvnzertnummer wurde ihm ein prachtvoller Lorbeerkranz überreicht. Schon vor dem Konzerte war Herrn Backhaus die freudige Mitteiluna geworden, daß S. K H. öer Großherzog ihm das Ritterkreuz 1. KlassedesVerdien st ordensPhi- lippsdesGroßmü Ligen verliehen habe. Auch dem verdienstvollen Leiter des Konzerts, Herrn Professor Traut- man n, juurbe freudiger Applaus, in den sich laute Bravo- zuteil. Nach der Aufführung der Ouvertüre äU-^?rtK0|)I),9^*-^. Mkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, IW-PL Müttern und Rekonvaleszenten jeder Art von hohen medizmycq Autoritäten empfohlen wird. _ Holzversteigerung. Versteigert werden: Freitag den 28. L Mts. ans den Domanialwald- .distrikten Hexenbusch, Tiefental, Fuchsbau, Rehloch, Rehhcckc und Töpfertaute, der Forstwartei Großcn-Lindcn: Stämme: Kiefer: 4 St. 3. Kl. — 2,61 Fm., 9 St. 4. Kl. = 3,08 Fm., 14 St. 5. Kl. = 3,61 Fm.; Fichte: 19 St. 5. Kl. = 2,70 Fm.; NutzscheiLer: 60 Nm. Kiefer (3 und 4 m lang); NutzLnüppcl: 36 Nm. Kiefer (3 u. 4m lang), 18 Nm. Eiche (2,5rn lang); ferner Scheiter: 6 Nm. Eiche (2. Kl.), 58 Nm. Kiefer; Knüppel: 17,2 Nm. Eiche, 273 Nm. Kiefer; Ncisig: 1470 Eichen-Wellen, 620 Weiden-Wellen, 6610 Kiefern-Wellen, 200 Fichten- Wellen; Stöcke: 40 Nm. Eiche, 128 Nm. Kiefer, 2 Nm. Fichte. Weitere Auskunft erteilt Forstwartaspirant Pfeil in Großen-Linden. Beginn norm. 91/, Uhr am Pflanzgarten im Hexenbusch. Gießen, 19. Februbr 1908. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. QS foti deshalb nun bet bet inneren Ausstattung die samkeit geübt wenden, weshalb mehrere Gegenstände Kirche, und namentlich die alte Kanzel in dem Neubau ^ermenbung ftniKTi. Auch über die Anschaffung einer neuen ^el oder eirns Harmoniums (in der alten Kirche wurde noch vor gelungen) wll erst Beschluß gefaßt werden, wenn die hierzu bestimmte ^.ekmEs- Fo Hefte bekannt ist. Tie Stimmung der Gemeindefür den Kirck/M- bau ist zurzeit nicht die beste, da man sich sihr'^^^n den neuen Baustll bet Kirche, namentlich an das simltch etwas fwimitive Türmchen und die kleinen Fenster an der schönsten —emg^jette ou gewöhnen vermag. Jedenfalls trifft aber him ^ Baubehörde keine Schuld, denn enttveder war dies durch den Baustil geboten oder der große Kostenpunkt ausschlaggebend. --Friedberg, 23. Febr. Heute nachmittag wurde unter großer Beteiligung der Seminardiener t. P. Joh. Ludw. Haber zu Grabe getragen, der am Freitag nach längerem schweren Leiden im 74. Lebensjahr verstorben ist. Nahezu 30 Jahre lang war er vor seiner Pensionierung als Diener des hiesigen Lehrerseminars und des Predigerseminars tätig gewesen und hat sich durch seine Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit allgemeiner Wertschätzung zu erfreuen gehabt. O Marburg, 20. Febr. Für die Provinz Hetzen- Nassau ist hier eine Prüfungs-Kommission für Turnlehrer gebildet worden. Ihr gehören an Provinzlalschul- rat Dr. Baier Kaffel, Prof. Dr. Disse, Oberrealschuldicektor Dr. Knabe, Prof. Engelhard und Oberlehrer Dr. Stange- Marburg. _____ verliehen. ** Einem eigenartigen Dienftboten- s ch w i n d e l, der von Belgien aus betrieben wird, ist man in Limburg auf die Spur gekommen. In einem Landwirt- schastlichen Anzeigenblatt stand folgende Anzeige: „Deutsche Mädchen und Knechte, sowie Burschen habe sofort abzu- neben A. Jansen, Arbeitsunternehmer, Dolhain bei Herbestal, Sablonplatz 8." Mehrere Landwirte aus dem Dorfe Obertiefenbach traten mit der Firma in Verbindung und erhielten von Frau A. Jansen die Mitteilung, daß sechs brave, gute und durchaus tüchtige Dienstmädchen bei einem Jahreslohn von je 120 bis 180 Mk. zum Eintritt bereit feiert. Für jedes Dienstmädchen seien aber 36.84 Franks Unkosten einzusenden. Als die Interessenten weitere Garantie für den Eintritt der Mädchen verlangten, erhielten sie von Frau A. Jansen vier mit weiblichen Namen unterschriebene Kontrakte und die nochmalige Aufforderung, die dann noch telegraphisch erneuert wurde, die Unkosten sofort einzusenden. Da die Bauern mißtrauisch geworden waren, schickten sie auf gemeinsame Kosten crnen Beauftragten nach Dolhain, das auf belgischem Gebiete liegt, der dem „Nass. Boten" zufolge feststelltc, daß die Firma A. Jansen den deutschen Landwirten wohl das Geld aus der Tasche nimmt, aber keine Dienstboten sendet. e. Obbornhofen, 22. Febr. Im ^aale des Gastwirts <>inancr fand am 19. d. M. wiederum ein gutbesuchter Ge mein d e- Nbend statt. Im Anschluß an einen Lichtbildervortrag über die evang. Bewegung in Oesterreich hielt Pfarrer ^ritich einen lllleressanten Dortrag über Zweck und Ziele des Evang. Bun - des 27 Mitglieder traten daraufhin zu einer Ortsgruppe zu- sammen. Schön paßten zu dem Ganzen die von dem Gesangverein '„Frohsinn" vorgetragenen stimmungsvollen Helmuts- und Dater- ckanMieder. Homberg, 22. Febr. Tie Mitteilung über den Kirchen- b a u in S ch a d e n b a ch ist dahin zu ergänzen, daß ine kleine, noa> nickst ganz 200 Seelen zählende Gemeinde em großes Opfer zur Befriedigung chrer religiösen Bedürfnisse bringt, denn schon je&t nach Vollendung des Rohbaues weiß Man, daß die anfänglich 1 vorgesehene Bausumme von 15 000 M. bei weiteni nicht ausreicht. 80 Eichen = 25,74 Fm.; 60 Lärchen = 37,97 Fm.; 31 Kiefern = 17,34 Fm.; 68 Fichten = 48 Fm.; 2 Wey- mouths-Kiefern = 1,18 Fm.; 1 Weißtanne = 1,15 Fm. Grubenholz rc.: Fichten 13—19 cm Durchm.; 182 Stück — 42,24 Fm., 12—19 cm Durchm.: 176 Eichen — 27,98 Fm.; 119 Lärchen — 31,28 Fm.; 400 Kiefern — 49,02 Fm.; 2 Weymouths-Kiefern — 0,33 Fm. Sämtliches Holz ist fertig aufgearbeitet, mit der Rindc gemessen und lagert nahe den Chausseen zirka 3 km vom Bahnhof Reiskirchen. Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, dein Förster Sames in Winnerod, Post Reiskirchen, (Oberhessi») einzureichen, welcher bereit ist, das Holz im Walde vorzw zeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart dcc erschienenen Bieter zu Gießen, am Freitag, den 28. Febr. nachur. 3 Uhr, im Felsenkeller, in der Nähe des Bahnhofes. Die Vertaufsbedingungen sind dieselben wie in den vorhergehenden Jahren und werden in dem Eröffnungstermin vcr-> lesen.__ Durchm. 6—25 m L. ----- zirka 90 Fm. Durchm. 7—20 m L. — zirka 1,94 Fm. Durchm. 3,20 m L. — zirka 0,51 Fm. Durchm. 10—17 m L. — zirka 3,20 Fm. Neue Bücher. (Besprechung erfolgt naa) (Sine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt cuigesandter Bücher wird nicht übernommen.) Rudolf Martin: Billiges Geld. Positive Reformvor- schläge. Berlin, Hermann Ehbock. . Dr. K o n r a d K ü st e r : Ernstes und Helleres aus großer Zeit. Kriegserinnerungen von 1866 und l8«0//l. Berlin S. W. 48, I. HarnvitzNachf. t Hans F. Helmolt: Briefe der Herzogin Etyabeth Charlotte von Orleans. In Auswahl herausgegeben. 2 Bde. Leip- zig, Jnstl^Verlag.^o^nt. David Friedrich Strauß als Denker und Erzieher. Leipzig, Adolf Kröner. Aus Natur und Geisteswelt. Sammlung wystw schaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen Leipzig, B. G. Teubner Preis d. Bds.: geh. 1 Mk., geb. 1.25 Mk. Nr. 171 Dr.Roland Sticher: Gesundl-eitslehre für Frauen. Nr 186, Vans Richert: Philosophie. Cinführung in die. Wmenschaft, ihr Wesen und ihre Probleme. Nr. 194, Dr. Max Strauß: Die Miete nach dem bürgerlick-en Gesetzbuch. Schreibtisch-Kalender für 1908. Homburg-Groß- Borstel, Gutenberg-Verlag. Wird unentgeltlich versandt. Ludwig Feuth: Humanität und Strafverfolgung im 20. Jahrhundert. Berlin, Hugo Bermühler. Preis 1.50 Mk. Sexual-Problemc. Der Zeitichrift „Mutterschutz" neue Folge. Herausgeg. von Dr. med. Max Marcuse. 4. Jahrg., 1. Heft. Preis halbjährl. 3 Mk A Burger: Negles infaillibles du genre des substantifs allemands. St. Pölten, Ludwig Schubert. Preis 2 Fres. A Burger: Mots-Raeines les plus usuels de la langue allemande. St. Pölten, Ludwig Schubert. Preis 2 Fres. Dr Anton Burger: Die gleich- und ahnlich-lautenden Wörter der, französischen Sprache. St. Pölten, L. Schubert. H a^rn?o nie-Kalender 1908. Musikalischer VauS- und Familien-Almanach. Berlin W. 35, Verlag Harmonie. Preis 1 lara Schobest: Ein Veilchenkranz. Heimatlieder. Mag- deburg, R. Zacharias. _ . , t k . Hausbücherei de r Teutfchen Dichter-Gedacht- nis-S ti s t un g. 24. Bd.: Novellenbuch, 7. Bd.: Kriegsno v e l l e n von Karl Berger, Deinr. v. Kleist,^W. v. Conrado, Max v La Rvck/e, Detlev von Liliencron und Theodor Fontane. 25 und 26. Band. Balladenbuch, 2. Bd., ältere Dichter. Hamburg-Grost-Borstel, Deutsche Dichter-Gedöchtnis-Stiftung. Preis d. Bds. 1 Mk. „ r Paul Heyse, Novellen. 16. Bd, Dorfgeschichten (Laverl, Tvrfronrantik, Marienkiud, Ter Siebengeschelle, Brom). Ltutd gart, I. G. Cotta Nächst y Die Bücher des d eutschen §) auf es. Herausgeg. von Rudolf Presber. Berlin-Leipzig, Buchverlag fürs deutsche Vans. Preis d. geb. Bds. 75 Pfg. Nr. 9, Brüder Gr imm : Kinder- und Hausmärchen. Bd. 14, Spanische Novellen. Deutsch von Else Otten und R. Speyer. Bd. 15, H a n s H a u p t m a n n : Auf tönernen Füßen. Roman. K O. Leipacher: Unwürdig zum Volks, chullehrer. Mein Kampf um Geist, Gewissen und Lehrfreiheit im „weltlichen Külturstaat" Preußen 1907. Frankfurt a. M., Neuer Frankfurter Verlag. Preis 30 Pfg. und für das laufende W noch feine Besserung der Börsen Verhältnisse vorausgesehen werden kann. Auch S ch i f f a hr ts. aUicn abgeschwächt; man wollte winen, daß der zustande gekommene Pool den deutschen Gesellsckwften keine großen Vorteile bringe, überdies werden sie durch die starke Abnahme der Auswanderung nach Amerika und den Rückgang des Exports ge- gentoärtig nachteilig beeinflußt. Bahnen still, Westiizillayer matter, weil durch die Berufung der Regierung in dem bc- Tannten Prozesse die Berstaatlichungsfrage neuerdings ver,chleppt wivd. M o n t a n - unb andere Jndustnepapiere ohne größere Veränderungen. , PrivatdisLnto 4 Vie Prozent. Hungere Beamte mit juristischer Vorbildung, die sich der vor- '^eschriebenen Abschlußprüfung für den höheren Verwaltungs- und Justizdienst mit Erfolg unterzogen haben, vorubergeheud als Hilfsr eferenten im Kaiser!. Statistischen 9lmte zu beschäftigen. Den Beamten würde dadurch Gelegenheit zur praktischen Betätigung auf volkswirtschaftlichem und statistischem Gebiete geboten werden. Die Euiberufung geeigneter Bewerber würde in der Regel auf die Dauer eines Jahres folgen. — Nähere Auskunft wird, n. d. „Darmst. Ztg.", au den Sekretariaten der heff. Ntinisterien des Innern und der Chem.WaschanstaltGebr.Röver,Färberei Justiz erteilt. , Y, *• Die staatliche Hundesteuer erbrachte im Rechnungsjahr 1906 357 101 Mk. und die Gemeindehundesteuer 93 837 Mk. In Oberheffen erbrachte die staatliche Hundesteuer 86 200 Mk. und die Gemeindehundesteuer 16 334 Mk. Es waren im ganzen Lande 37 757 Hunde vorhanden, von denen 2046 steuerfrei ivaren. Von den Provinzen hatte Starkenburg 16 487 (720 steuerfreie), Oberheffen 8620 (1142) und Rheinhessen 10 604 (184) Hunde. Während der Prozentsatz der steuerfreien Hunde im Lande 5,4 betrug, stieg er in Oberhessen auf 11,7. Dagegen betrug er in Starkenburg mir 4,2 und in Rheinhessen nur 1,7 Prozent. ** Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Känzletrat H. Kraft zu Darmstadt die Krone zum Nllter- kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Eber-Verkauf. Die Gemeinde Ettingshausen will einen abgängigen gut genährten Eber im Wege der Submission auf lebend Gewicht verkaufen. Jieflektanten wollen ihre Offerten bis zum 28. Februar, vormittags 11 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei abgeben, wo alsdann in Gegenwart der miterschienenen Submittenten die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen liegen auf dem hiesigen Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht offen. Ettingshausen, den 20. Februar 1908. Großherzog.liche Bürgermeisterei Ettingshausen. _______________________Keil.__________________[1186 Submissions-Holzverkauf. Aus den Waldungen der Gemeinde Londorf sollen im Submissions-Hausverkauf Mlchßolz-Suömiffton Winnerod Die Gemeinde Ettingshausen beabsichtigt ein zweistöckiges Freitag, den 28. Februar doppeltes Wohnhaus aus eichen Holz erbaut auf dem Wege der Submission auf den Abbruch zu verkaufen. Reflektanten wollen ihre Offerten bis zum 29. d. Mts., mittags 1 Uhr mit passender Aufschrift bei Großh. Bürgermeisterei einreichen, später eingereichte Gebote bleiben unberücksichtigt. Nachmittags 2 Uhr findet ebendaselbst die Eröffnung statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Die Erteilung des Zuschlags kann 8 Tage hinausgeschoben werden. Die Bedingungen liegen auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen. Ettingshausen, den 20. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. [1185 Eichen 40—49 cm Durchm., 8 Stück = 6,44 Fm. 30—39 u u 13 n = 9,53 , Buchen 40—48 II u 2 u = 1,32 , 30—99 II M 2 n = 1,51 , Fichten 40—49 u II 2 w == 4,66 „ 30—39 V II 38 u = 55,02 , Lärchen 30—3? II u 11 w = 11,13 v 23 au Holz 2C. : Stämme von 2C >—29 cm Durchm.