->«. «L' ■z-unterrich c ?u ieder raga»v Schmidt, Saijitj. S-&tenfle3L Ääs*« äJSl? Fonorar r:; 5**rtnn' di« ita •ÜLSttiflRtoklS^ Ädu> tu (Slaiubfifltit. man in 4 ftoiier-älirt M, g )ne ueiilegima von 8az enn einroanbirtit t; Mn ober Liche^hni nlgen taulrob Wad । Jten wirb. Slibdeull-k Zigaw? mit, welche nurHandii^ igareuen hersielü veise iMilly geschästsgcwandien-m Sranchekenntnisse nhfct e ^deriich. Reklame btt; ; dabvit Offenen m nl F. 1L an Ri!: ossc, Maundeim. >r IHMil leine Kapitalien in 8. isen werden für ilchcrr fixen gesucht. Ma ifragen an BOcher- leor Hotop.üerltn 27 Ke Adresse notieren. lneWal bis 2 MeMMmcrn tr- im Benltumbe: Stabi: rludentenvcrbiMnggeil. oeres unter Moa* eit Anz, erdeten. tithe Toaae, befliatbit “ ünwen Farrv knliauje»., 9 AaiittMe,il ^mTuT^TW- hisäsi S-MWE KLLÄÄ7« eWhls» nn °° GiesseL«# ’fejndenwf^f^ Xs><Ä 4--L- Redaktion, Ervedmon und Druckerei: Ecbul« strahe 7. Eroedmon und Vertag; e^S 6L 9lcbatnon:e^ll2. LeL-Adru AnzergerGreb«, Die ..«iehener Zamtltendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kretsblati für den Krdi Siehrn" zweimal wöchentlich. Tie ..randwirtschastlichen Seit- kragen" erscheinen monatlich zweimal, Nr. 29« Zweites Blatt 158. Jahrgang Samstag 19. Dezember 1908 Seneral-Anzeiger für GberheMn Mit einer Adresse der Kammer zil b e a n t* I nctcn Mitteilen, man kann doch das Offenbacher Abendblatt hier _ r.. . *. • r . ctr............... . 1 .Or aam \l nmnirr npfrnmtpil des Italien. Reute . 4% 3% Portugiesen Serie I 3% der zur 108.50 an 175.50 c ■£‘Mi L 218 40 108.50 18.10 88/.'O 143.60 18.10 143 80 121.00 58.70 07 20 92.45 93.40 143.40 49 40 86.20 63.60 97.95 Dezember. Antaugskane. Ilarpeuer Bergwerk. . Laurau ütLe .... umbarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . ♦ . 1 urkenlose .... Industrie, Glessen. Bör*e» 19. Dezember, 1.15 Uhr. 1 % Oesterr Goldrente. 4*/6 % Oesterr. Silberreute 4?6 Ungar Goldrente . . endenz ruhig eher fest Beriiuer a»6ree, 19 147.10 ruhig. Elektnz. Labmeyer . . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte .X ordd. Lloyd . . . . Ubezschlea. Eisen-Industrie Berliner tiaudelsges. . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . , Diskonto-KommandiL . Dresdner Bank . .. . Kreditakticn Baltimore- und Ohio- Eisen L ahn Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn . . oesterr. Staatsoahn . . . l'nuee-Heim-hisenbahn . Cauada E. B. . . . t •annstadter Bank . . Deutsche Bank . . . Durtmuuder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz fest aber 116 50 116.80 187 20 188.20 110 70 192.50 192.50 89.00 91.00 169.00 12810 210.00 134 00 179.30 147.25 195.75 94 50 85 25 94 65 85.05 93.15 92.00 97 90 97.60 92.65 104 20 mit Bozena Brezina, beide in Gießen. 12. Konrad Henkel, Lackierer, mit Anna Bauer, beide in (Sieben. 16. Ludwig Rohrbach, Bahnschreiner i. P., mit Elisabeths Ebel, geb. BooS, beide in Gießen. 16 Karl Tiebel, Sattler, mit Maria Sorst, beide in Gießen. [6. Martin Roller, Müller, mit Maria Amend, beide in Gießen. Präs. Haas will nunmehr als nachträglichen Gegenstand Tagesordnung die Adresse an den Grobherzog Beratung stellen. Geborene. Dezember. 9. Dem Schmiedemeister August Wilhelm Keppler eine Tochter, Elisabeth Philippine Margarete. 11. Dem UnioerfitätS- Prozessor Dr. jur- Paul Gustav Krelichmar ein Sohn, Karl Jrnmo. 12. Dem Sanitätsfeldwebel Aiigust Bues ein Sohn, Enist August Hans. 13. Dem Gilenbnbnolffftenten Ludwig Dickel ein Sohn, Karl Wilhelm. 13 Tem Lokomotivführer Ludwig Kleiti eine Tochter, Lieselotte Georgina Johanna. 13. Tem Kaufmann Friedrich Wilhelm Busch cnie Tochter, Paula Elise. 14. Tem Kaufmann Nathan Julius Drei'uß eine Tochter, Rosa. 14. Dem Buchhalter Rudolf Ltndenschmidt ein Sohn, Rudolf 'Wilhelm Heinrich. 16. Dem Kaufmann Heinrich Jughardt ein Cohn. Gestorbene. Dezember. 12. Theodor Dm deck, Privatier, 78 Jahre alt, Neustadt 78. 14. Willy Pitz. 7 Monate alt, Ritlerqasse 11. 15. Gustav Max Paul Lepver, 2 Jahre alt, Asterweq 12. 15. Karo- line Sauer, geb. Eißner, 59 Jabre alt, Neustadt 78. 16. Amalie Therese Schepers, \ Jahr alt, Steinstraße 73. 17. Marie Lerch, geb. Richber, 56 Jahre alt, Frankfurter Straße 72. 17. Kaspar veinzerling, Cchreinermeister, 46 Jahre alt, Cchifsenberger We g 65 Abg. Ulrich erklärt dagegen, er habe auch die Absicht, sich . der Debatte über die Adresse zu beteiligen. Er könne dies aber nicht tun, weil ihm ja diese noch nicht offiziell bekannt sei. Präs, Haas erwidert: Wenn Herr Ulrich noch nichts von polififebc Tagerscbarr. Die französische Fremdenlegion. Die Meuterei in der Fremdenlegion in Südoran hat auch die Aufmerksamkeit der französischen Behörden^in be- .r nderem Maße auf diese Truppe gelenkt. In seinem Tages- i fehl an das 1. Regiment der Fremdenlegion in Sidi bei Aobes erklärt der Oberst die Behauptungen eines die Miß- (taube in der Fremdenlegion kritisierenden Lyoner Blattes als eine gehässige Entstellung der Tatsachen. In dem Matte war von Mißhandlungen der Legionäre, von der Häuftg- feif der Selbstmorde und von Mangel an Fürsorge zur Verhütung von Ansteckungen die Rede. Der Oberst gab seiner Entrüstung Ausdruck, daß solche Anklagen in einer französischen Zeitung zu lesen waren. Viel Glauben werden die Darlegungen des Obersten nicht finden, denn man weiß es ja aus dem Munde ehemaliger Fremdenlegionäre zur (Genüge, wie schlecht sie, namentlich wenn sie Deutsche sind, in der französischen Fremdenlegion behandelt werden. Beachtung verdient es, daß das französische Kriegsministerium und das Ministerium des Innern jetzt der von parlamentarischer Seite gegebenen Anregung näher treten wollen, und den auf fünf Jahre verpflichteten Fremdenlegionären unter gewissen Voraussetzungen daS französische Staatsbürgerrecht zu verleihen. Daneben ist die Aufmerksamkeit der Negierung auf die erschreckend anwachsende Ziffer derjenigen Heerespflichtigen gelenkt worden, die sich ihrer Militärpflicht entziehen. Die „Köln. Ztg." .meldet auS Berlin: Im Zusammenhang mit dem Streich der 50 Fremdenlegionäre in Südoran ist wieder von einem Verein gegen die Fremdenlegion die Rede, der in Köln oder Aachen seinen Sitz haben soll. Eingehende Ermittelungen ergaben, daß von einem solchen Verein weder in Köln noch in Aachen etwas bekannt ist. Selbstverständlich haben die deutschen Behörden mit den als Förderern dieser Bestrebungen genannten Persönlichkeiten nicht das Mindeste zu tun, wofür, ganz abgesehen von den politischen Bedenken, triftigste Gründe verschiedener Art vvrliegen. Nau, beide in Gießen. 12. Telefonisch« Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel 4Ji°/e rnss.Staatsanl. 1905 4>$% japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von lbU3 Türken oso i H Griech. Honopol-Aul.. 4H äussere Argentinier . o°le Mexikaner . . . i>tX Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W. . . . Wh 3% Wh 3% Wh Wh und Frankfurter B ei ebsan leihe . do. Konsole . . . do. ... Hessen .... Oberhessen . . Notiz genommen. Ich nehme doch an, das; auch Herr \ ? dies Zeitung zu Gesicht bekommt. (Reiter teit.i Abg. Bähr: Man sollte doch die Thronrede den Abgeord- Dle nach- A »rul n 9’nd Sonntag, 20. Dezbr., nur von -lebenden Ä V 1 L l V 12 Uhr mittags bis 12 Ihr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffen: |D‘*/lt Dr. Pioch, Asterwecr 34. - Dr. Schliephake, Goethestr.44. Dr Wagner, West-Anlage 49. Portugiesen „ HI der Adresse weiß, so ist das seine Schuld, weil er der gestrigen Eröffnung des Landes nicht beigewohnt hat. (Rufe: sehr gut. Heiterkeit.) Ich bin nicht dazu beauftragt, so und soviel Exem- vlare der Thronrede in die Hand zu, nehmen und die einzelnen Herren zu fragen, ob sie sie schon gelesen hätten. Abg. Ulrich: Ich beoaure sehr, daß der Präsident nicht daran gedacht hat, daß es auch Abgeordnete gibt, die nicht zu Hose gehen. (Heiterkeit. Ruse: na, na.) Wenn wir aber nachher über die Thronrede hier eine Adresse beraten sollen, so ist es doch nötig, den Wortlaut vor uns zu haben. Abg. Dr. Osann: Soweit ich gesehen habe, hat d-. Offenbacher Abendblatt gestern sehr ausführlich von der ' -onredc Tie Kriegserklärung Venezuelas an die Niederlande. Im Haag hat man bis jetzt noch keine Bestätigung der Meldung von der Wegnahme eines dritten venezolanischen Schiffes durch die holländische Marine noch bezüglich der Kriegserklärung Denezoelas an die Niederlande. Im Ministerium wurde erklärt,- daß man sich auch keine genaue Vorstellung machen könne, wie die Kriegserklärung an die Niederlande hätte gesandt werden sollen, es sei denn, daß man es für diesen Zweck als genügend angesehen habe, in Venezuela durch Prollamation den Kriegszustand zu erklären und mit den Feindseligkeiten zu beginnen. Jmdessen habe noch nichts ein kriegerisches Vorgehen Venezuelas erwiesen. Die niederländische Flottille, die sich augenblicklich in den Karaibischen Gewässern aufhält, wird im Verein mit einem vierten Panzerschiff, das sich augenblicklich auf dem Wege nach Venezuela befindet, vorderhand als ausreichend angesehen, um allen Möglichkeiten die Spitze zu bieten. Nach einer weiteren Meldung des Reuterschen Bureaus ist man im Ministerium des Aeußern im Haag der festen Ueberzengung, daß der Umstand, daß in der überallhin verbreiteten Meldung von der Verhängung des Belagerungszustandes in Venezuela die Worte „stats of war" gebraucht waren, Anlaß zu dem Mißverständnis gegeben haben, Venezuela hätte Holland den Krieg erklärt. Der Andeutung Castros von der Entsendung von Vertrauensleuten nach Holland mißt man ziemlick)en Wert bei. Diese Andeutung war um so mehr unvermerkt geblieben, als der in der zweiten, an Holland gerichteten und im November eingegangenen Note enthaltene Vorschlag der venezolanischen Negierung, einen holländischen Diplomaten nach Caracas zu entsenden, von Holland nicht angenommen worden war. Bezeichnend für die Lage in Venezuela ist, daß der nord- amerikaniscbe Asphalttrust die venezolanischen Revolutio- itäre durch Waffen, Munition und Geldmittel unterstützt. Die Unionsregierung ist schnell bereit, die neue Regierung anzuerkennen, sobald eine solche gebildet ist. Nach einer venezolanischen Korrespondenz wird allgemein Castros Rück- kehr bezweifelt. DeutdcheS Keicb. Ein Dementi! Bor einigen Tagen ging durch die Blätter die Meldung von einer angeblich bevorstehenden Verlobung im Kaiserhause. Wir haben von dieser Meldung keine Notiz genommen, weil sie uns auf Kombination zu beruhen schien. Das bestätigt sich nun auch. Die „Nordd. Allg. Ztg." erllärt die in der ausländischen Presse verbreiteten Gerüchte über die bevorstehende Verlobung der Prinzessin Viktoria Luise mit dem König Emanuel von Portugal für auf freier Erfindung beruhend. R e i ch s t a g s p r ä s i d e n t G r a f S t o l b e r g hat an das türkische Parlament zu seiner Eröffnung ein herzliches Degrüßungstelegramm gesandt. Arbeitslosendemonstrationen. Etwa 1000 Arbeitslose veranstalteten gestern abend in Stettin Sttaßen- demonstrationen vor dem Arbeitsnachweise und dem Rathause. Die Arbeitslosigkeit unter den Hafenarbettern wird auf 50 Prozent geschätzt. Die Breslauer Stadtverordneten bewilligten 500 000 Mark für den Bau eines Säuglingsheims. Sie stellten in beu Etat jährlich 10 003 Marr ein für die Ausbildung besonders befähigter Volksschüler an höheren Lehranstalten. Znterpellation über die ReichSweinstener vom 21. Dezember ab zu beantworten. Ter Präsident schlägt daher vor, gleich in den ersten Tagen deS Januar eine besondere Sitzung dakür abzubalten. Abg. M o 11 b a n bemerkt, er sei überrascht, daß die Beantwortung seiner Interpellation nicht schon heute zu ermöglichen ge- weken sei. Er erkläre sich aber mit der Beratung Ansang Januar einverstanden. Staatsminister Ewald erwidert, die Deanlwortunq der Anfrage sei nicht so einfach, wenn man sich nicht auf die schon in der .Tarmstädler Ztg/ abgegebene Erklänmq beschranken wolle, daß die Negierung im Bundesrat ihre Zustimmung zu der Vorlage versagt habe. .Es hätten sich alle drei Ministerien mit der Angelegenheit zu befaficn; es müßte eine gemeinsame Besprechung er- folgen, was aber nicht bis zum Montag erfolgen könnte. Auch er halte daher den Vorschlag de« Präsidenten für ratsam, Anfang Januar in einer besonderen, ad hoc anzuberaumenden Sitzung die Vorlage zu behandeln. Tie Kammer erklärt sich mit der Anberaumung einer Sitzung Anfang Januar einverstanden. Zur Beratung kommt nun der Antrag Glässing, die Wahlrechttvorlage betreffend. SlaatSminister Ewald bemerkt hierzu, er wolle namentlich für die neu eingetretenen Mitglieder de4 Hauses einige Erlämer- ungen geben. Nachdem die Negierung im 31., 32 und 33. Landtage dem Hause eine Wahlrechtsvorlage unterbreitet hat, glaubte sie ohne bte vorherige Verständigung beider Kammern über die streitigen Fragen der VerfaffungSändeniug eine neue Vorlage nicht wieder einbringen zu dürfen. E« tft ja auch in der Thronrede auf diese Voraussetzung hingewiesen worden. Die Verhandlungen der vorigen Kammer haben nun zu einer solchen Verständigung geführt. Ter heutige Antrag nimmt aber darauf nicht Bezug. Wenn der Antrag heute angenoinmen wird, so kann er nur bann eine Basis für eine neu einzubringende Vorlage erkennen lasten, wenn die weiteren VerhaiidlnN'geu ergeben, daß jene Verständigung als eine geeignete Grundlage für die Vorlage betrachtet wird. Tas werde selbstredend etwaige Abweichungen von Einzelheiten niederer Bedeutung nicht ausschließen. Während des Wahl- lampfes hat namentlich der Vorschlag eine Rolle gespielt, nach dem das Budget, wenn eS von der Zweiten Kammer abgelehnt wird, mit einer Durchstimmung beider Kammern zustande gebracht werden kann. Eine Erklärung über diesen Vorschlag, wenn er zu einer Bedingung für das Zustandekommen gemacht wild, muß die Regierung sich Vorbehalten, bis die Verhandlungen in beiden Kammern erkennen lasten, daß darauf ein entscheidender Wert gelegt wird. Tie Regierung wird also nicht unter allen Umständen darauf bestehen mästen. Bei einer derartigen Aufastung der Sachlage könnte die Zweite Kammer zu erkennen geben, ob die Einigungsgebniste deS letzteii Laiidtags als eine geeigneie Grundlage betrachtet werden fömien. ES handelt sich natürlich hierbei nur um die Verfastuugssragen, alle anderen Pimkte scheiden vorerst aus. Abg. Dr. Osann erklärt, er wolle sich darauf beschränken, als Berichterstatter für den Driuglichkeitsantrag den Antrag Glässing dem Hause zur Annahme zu empfehlen, damit die wichtige Vorlage endlich erledigt werden fannn. Abg. Tr. Glässing gibt darauf ein ausführliches Referat über die langen Vorberatungen der beiden GesetzgebiingSausschüsse und eine sachliche Schilderung ihrer Beschlüste. Zum Schluß betont Redner in nachdrücklichster Weise, daß auch sämtliche Aus- ichußmitglieder sich in keiner Weise beziiglicl; der einzelnen Punkte der Vorlage zu binden erklärt haben; auch er selber halte nur an der allgemeinen Verständigung fest und binde sich nicht an irgend welche Einzelheiten der Vorlage. Abg. Dr. Osann gibt darauf namens der nationalliberalen Fraktion die Erklärung ab, daß jetzt ihre sämtlichen Mitglieder und überhaupt sämtliche Mitglieder des Hauses auf dem Boden des direkten Wahlrechts ftrnben. Wenn jetzt der vorliegende Antrag angenommen werde und eine Einigung über die Versträn- digungsvorschläge erzielt werde, so werde man doch endlich zu oem so lange ersehnten direkten Wahlrecht kommen. Der Auffassung des Staatsministers entgegen glaube er, daß mit der Annahme des heutigen Antrags die verlangte Voraussetzung zur Einbringung einer neuen Mahlrechtsvorlage erfüllt werde. Abg. v. Brentano gibt namens seiner Fraktion die Erklärung ab, daß die Partei, wie seit vielen Jahren, an der Forderung der baldigsten Eimührung des direkten Wahlrechts feslhalte. Sie lei aber auch einmütig der Ueberzeugung, daß nur auf der Grundlage des Antrages Glässing eine Verständigung gefunden werden könne. Ter Dlnsicht des Abg. Dr. Osann über den Sinn der heutigen Erklärung des Slaat«miuisters stimme er zu. Er spreche seine große Freude darüber aus, daß nunmehr sämtliche Dlitglieder der Zweiten Kammer einmütig das direkte Wahlrecht anstrebten, und er gebe der Ersten Kammer zu erwägen, ob sie noch einmal das Odium auf sich laden wolle, durch Geltendmachung unerfüllbarer Wünsche das einmütige Verlangen deS Volkes und seiner berufenen Vertretung zu Nichte zu machen. Nach dem sachlich objektiven Bericht des Abg. Gläisi'ig wolle er heute von einer weiteren Erörterung der ganzen Sache absehen. Er delchränke sich auf die Erklärung, daß seine Partei, vorbehaltlich aller Einzelheiten, dem heutigen Antrag Glässing einmütig zustimmen. Abg. Ulrich erklärt, daß auch seine Partei diesem Anttag zustimme, ohne sich jedoch dabei nach irgend einer Richtung hin sestzulegen. Abg. K o r e l l erklärt namens des Bauernbundes, daß dieser einmütig dem nationalliberalen Antrag zustimmen werde. Er und seine Freunde betrachten den Antrag Glässing als wertvolles Material für die weitere Beratung der Wahlrechtsvorlage. Nachdem auch Abg. Reh seine und seiner beiden Parteifreunde Zustimmung erllärt, wird der Antrag Glässing einstimmig unter lauten Bravorufen angenom- m e n. Fe;? Kammer. Am Ministertische: Staa.^Minister Tr. Ewald, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, yiinifierialrat Lorba eh e r. Präsident Haas regt vor Euilrut in die Tagesordnung an, nicht als ossizielles Organ der Kammer betrachten. Abg Ulrich: Ick muß allerdings zugeben, bau ich als eifriger Leser des Offenbacher Abendblattes auch die Thronrede darin gelesen habe. Ich habe sie aber nicht offiziell gelten und das mußte dock geschahen, wenn ich hier zu einer ^ldresse Stellung i die Thronrede t. Worten. DaS HauS stimmt dieser Anregung einmütig zu. Ter Präsident verliest darauf ein Schreiben des Staats Ministers, worin sich derselbe bereit erklärt, die Ehcschliehnngen. Dezember. 12. Konrad Rockel, Taglöhner, mit Helene Pfeiffer, beide tu Gießen. 12. Heinrich Schmidt, Schmied, mit Margarete ‘ '"!. Johann Maxian, Bergwerksarbeiter, n Gießen. 12. Konrad Henkel, Lackierer, nehmen soll. Abg Dr. Schmitt: Herr Ulrrck sollte |td> bannt begnügen, daß der Präsident in Aussicht stellt, die Thronrede, wenn darüber debattiert werden soll, den Abgeordneten gedruckt vorzufegeu, wie daS auch früher geschehen ist. Er schlage deshalb vor, die Beratung der Adresse üus die Januarsitzung zu vertagen. Das HauS ist damit einverstanden. Präs. Haas schließt daraus mit besten Wünschen zum Weid- nachtssest die Sitzung nach 12 Uhr. Nächste Sitzung unbestimmt. Spielplan öes Neuen Siebener Stadttheaicrs. Sonntag den 20. Dez., nachmittags 3V. Uhr, bei kleinen Preisen: Erstes Gastfoiel des Wiffenschaitlichen Theaters der „Urania', Berlin: .Im Laude der Mstteruachtssonne.' Ende 51/, Uhr. Abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: Zweite- und letztes Gastfotel des Wiffenfchaftltchen Theaters der .Uratnn', Berlin: .Frühlingstage an der Riviera." Ende 10 Uhr. Dienstag den 22. Dez., abends 8 Uhr: 11.DienStaq-Abonnemeut-Vorstellung: .Cornelius Voß." Lustspiel in vier Akten von Fr. v. Sckonthan. Ende 10'/, Uhr. Mittwoch den 23. Dez., nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen, unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Jnf.- RegtS.: Kindervorstellung: .Puppenfee/ Vorher: .Das Wetterhäuschen.- Ende 6 Uhr. Freitag den 26. Dezbr. (1. .reiertag), abends TL Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: .Der Talisman. Ende gegen 10 Uhr. Samstag den 26. Dez. (2. Feiertag), nachmittags 87, Uhr, bei DolkSvreisen: Kindervorstellung: ,Gold- härdien/ Ende 67, Uhr. Abends 77, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: „Tie Tür ins Freie/ Ende 97, Uhr. Sonntag den 27. Dez., nachmittags 87, Uhr, bei DolkSpreisen: Kindervorstellung. .Goldhärchen/ Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen: »Die Puppen-' 'ee/ Vorher: „Guten Morgen, Herr Fischer/ Sonntag, 20. Dez., von nachm. LJ.manUnna41iaI/o 4 Uhr bis 9 Uhr abends nur geöffnet: JlirSCildpOinCK“. Giessen, den 19. Dez. 1908. v Grossh. Polieciarot. Reinhart. B7( Auszug o. d. Stanöcsamtsregittem der Stadt Sieben. Aufgebote. Dezember. 15. Heinrich Muth, Elektromonteur in Gießen, mit Katharina Elisabetba Ruppe! in Gelnhausen. 16. Friedrich Wilhelm Hormel, Former in Staufenberg, mit Elise NicklauS ht Gießen. 18. Alwin Walther, Schriftsetzer, mit Martha Elsa Zieger, geb. Höfer, beide in Gießen. 18. Oskar Froelich. GroßherzogL NegierungSaffeffor in Gießen, mit Wilhelmine Eva Anna Magdalena Becker in Darmstadt. au Weihnaohts-Geschenken vorzüglich geeignet Damen-Paletots Kinder-Jacken Blusen Kostüm-Röcke Unterröcke Kuder Marktstrasse 25 Besondere Vorteile bieten wir bei Einkauf in BCIeiderStoffeile Feize m: Nerzmurmel Tibet Skunks Mouflon Kanin auffallend preiswert oiinchorn Neuenweg 17 Ünrutgestliche Arbeitsveimittelung. Ztüdtischer Arbeitsmchiveis Gietzen. Olartenstrafic 2, Zimmer 2. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Schriftsetzer, 1 jüngerer Wagner, 1 Buchbinder, 1 landmirtsch. Arbeiter, 4 Dienstmädchen, 1 Lausfrau, 1 Putzfrau. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: — 1 jüngerer Wagner, 1 landw. Pferdeknecht. ES suchen Arbeit: Bw/12 1 Eisengießer, 1 Schneider, 1 Buchbinder, 3 Spengler, 2 Heizer! 2 Seltner, 2 Schreiber, 1 Gärtner, 3 Ataurer, 6 Bauschlosfer, 3 Lackierer, 4 Weihbinder, 2 Installateure, 3 Süfer, 3 Polsterer u. Tapezierer, 1 Oberschweizer, 4 Schreiner, 2 Kutscher, 3 Zuhr- knechte, 10 Hausburschen, 1 Packer, 12 Arbeiter, 5 Laussrauen, 2 Flicktrauen, 2 Laufmädchen. Stiiiitischer WohmuMlhVeis ließen. Gartenstraste %, Zimmer 2. _ _ (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) fittb an vermieten. 1 Wohnung von 8 Zimmern, 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zinimern, 8 Wohnungen von 5 Ziumiern, 13 Wohnungen von 4 Ziumiern, 6 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Laden, 4 Wohnungen von 2 Zimmern, 10 mbbL Zimmer, 2 unmöbl. Zimmer, 1 Werkstatt. 3u mieten gesucht: 23 Wohmmgen von 2—7 Zimmern. |B^/,;> Bekanntmachung. Die Lieferung von etwa 100 Zentnern Streu,»roh (Roggen- frroh-Mafchinendruschs für daL städtische Schlachthaus ist zu vergeben. Mu entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis 22. d. Mts. bei uns einzureicheu. Gießen, den 17. Dezember 1308. B Großherzoglrche Bürgermeisterei Gießen. _________Mecum._________________ Bekanntmachung. tft mehrfach die Wahrnehmung gemacht worden, daß an Eutwafferuugsanlagen Acnderuugeu vorgenommen, dah Bade- rvannen angeschlossen und Ausgußbecken angebracht wurden, ohne "bafe unter Borlage der Pläne die nach § 13 der Polizeiverordnung vom l^August 1904 vorgeschriebene Genehmigung eingeholt worden ist. Wir machen Eigentümer und Handwerker daraus Qufmeuiam, dah sie sich strafbar machen, wenn sie nicht genehmigte Entwässer- migsantagen oder Aenderungen zur Ausführung bringen lassen bezw. bringen. Gtehen, den 3. Dezember 1908. B5/r Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. , _______________I. Keller.____________________ Bekanntmachung. In unserem Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehenskasse e. G. m. u. H. in Langd folgender Eintrag vollzogen: Christian Best ist aus deni Borstande am 1. November 1908 ausgeschieden; an seine Stelle ist Pfarrer Fritz Lahr gewählt worden. Hungen, den 10. Dezember 1908. Großh. Amtsgericht. $>»/ BcrtlNlttmachuttG Der Voranschlag der Gemeinde Nieder - Bessingen für 1909 liegt auf dem Bürgermeisterei - Bureau vom 23. bis '30. Dezember I. Is. zur Einsicht acht Tage offen. Nieder-Bessingen,den 18. Dezember 1908. Großh. Bürgernreisterei Nieder-Bessingen. 1177 H o r st 631 TüchtigeVcn Häckselmaschinen L flelkuchenbpecber landw. Maicliinen bt,wo wirnoch nie Bekanntmachung, betreffend: Die Ecgänzui.gswahl des Vorftanoes der israelitischen Neligionsgememde Gießen. Bei der heute vorgenommenen rubr. Wahl ist Herr Leopold Sonnebocn dahier für eine Amtszeit bis Ende des Jahres 1913, zum Mitglieds des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde gewählt worden. Es wird dies mit den Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß während dreier Tage nämlich am 21., 22. und 23. Dezember d. I. das Wahlprotokoll mit allen Anlagen in der Wohnung des unterzeichneten Wahlkomnussärs, offen gelegt sein wird, und daß während dec unerstrecklichen Frist dieser drei Tage die Stimmberechtigten sowie der Gewählte von dem Wahlpcotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und Emivendungen gegen die Wahl, oder gegen den Gewählten, bezw. auch Ablehnung der Wahl bei Vermeidung des Ausschlusses bei Großherzogl. Kreisamt Gießen Vorbringen können. Gießen, den 18. Dezember 1908. Der Wahlkommissär: Siegmund Rosenbaum. b18/„ Vergebung von Bauarbellcn. Folgende zum Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in der Bahnhofstraße zu Gießen nötigen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: Tlt. I. Erd- und Maurerarbeiten, , II. Steinhauerarbelten, , III. Zimmerarbeiten, , IV. Dachdeckeracbelten, , V. Grobschlosserarbeiten und Trägerlieserung 5000 kg, „ VI. Spenglerarbeiten, , VII. Schremerarbelten, „ VIII. Schlosseracbeiten, , IX. Glasecarbeilen, w X. Weißbinderarbeiten werden hiermit zur Vergebung ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen können bei Herrn Generalagent Alf. Fröhlich, Nord-Anlage Nr. 31 L eingesehen und gegen Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Er- öffniingStermm: Montag, 28. Dezember 1908, nachmittags 2 Uhr, dort abzugeben. Die Auswahl unter den Anbietern bleibt Vorbehalten. Gießen, 16. Dezember 1908. Selters-Sprudel „Augusta Viktoria" G. m. b. H. Selters an der Lahn. ____________________A. Fröhlich.________________ Gedäride-Abdruch. Die Gebäude in der früher Noll'schen Hofreile, Große Mühst gasse 35 und 39, sollen Mittwoch den 23. Dezember d. I., vorm. 11 Ubr, im Wege öffentlicher Verdingung aus den Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Die Besichtigung der Gebäude ist Interessenten gestattet. Angebote find schriftlich, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlags frist 14 Tage. Gießen, 18. Dezember 1908. Städtisches Hochbauamt. _______________________Gerbet.__________________BM/n HMalbkitsMe m Frl. LauSums. Die Ausstellung der WeihnachtS-Handarbeiten findet statt am SamStag, 19. und Sonntag, 20. De« Höhere M Erweiterte RiiSchellschille z« Gietze». Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn deS kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Mittwoch den 13. und Donnerstag den 14. Januar von 10—1 Uhr im Schulhause, Nord-Anlage 14, entgegengenommen. Vorzulegen sind: Geburtsurkunde und Impfschein, bezw. Bescheinigung der 2. Impfung, und bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung oorzustellen. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die bete. Klassen nicht schon vollzählig sind. Gießen, 17. Dezember 1908. Großherzogliche Direktion: Dr. Stoen ko. b'7„ Bice-Schule BÖ » t" e- Die Ausstellung von Weihnachts-Arbeiten unserer Schülerinnen und die Ausstellung der Kochschule findet Sonntag den 20. und Montag den 21. Dezember von 11—6 Uhr statt und wird um zahlreichen Besuch gebeten. Der Unterricht beginnt wieder am 5. Januar 1909. Auf Wunsch wird wieder ein Handelskursus errichtet und werden Anmeldungen hierzu bis zum 4. Januar 1909 erbeten. a,9'„ L. Moeser, Oberlehrerin. Sellersweg 89 Nmeg 89 Korsettenhaus Anna Fischer Von heute bis Weihnachten gebe auf jedes Korsett vom einfachsten bis zum fernsten Genres 7180 20 Prozent, Keine Dame versäume bet Bedarf sich von der Preiswürdigkeit und unübertrefflichen Paßform meiner Korsetts zn überzeugen. Bei Hustenreiz wirken Menthol-Eue. Bonbous „Bonus", Paket 30 Pf«., sofort lindernd und erfrischend! Hirsch Avotbeke, frankfurter Str. 4. 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M ib bet der Anmelder itzten Zeit kSnnen tun rti. Klassen nicht eftwn: i. n hule. hts-ArdettenM^ der Kochschulr si^ )en 2L Dezember r >lreichen Besuch gedeicc n 5. Favuar 1909. delskursus erndjtet ui 4. Januar 1909 M Weser, Oberlehrern^ ig8S MMl rsettenhans Ba Fischer **«!»*** s gorfett -°m * femsten Genre? I Prozent. , der ’ ö i'Ln W nüberfrenW« J Korsetts z» übelZ^ , V- Central -Drogerie 7189 Ausverkauf Kredit Uhren Preisen. Kredit. Kredit Preisausschreiben Bahnhofatraße 8. (703.) 010208 hierfür zu wählen. W auf sämtliche Spielwaren ™| aller Art: i ....... Kredit | sparsame Hausfrauan | 7190 s Imlt der Schutzmarke: I Eichhörnchen! Pr. Plockwurst n 1 • ä Psg. 1/30 M. 7076 j Benmehinns äs! . . rx mit und ohne Knoblauch, (D. R. P.) 5155 JUtir noch einige Tage! 010196 WApparafc spottbillig Feste Preise Weiss-' Rot- Grösstes Wobei- u. W arenversandhaus Oberhessens. Plockstr. 14-16. "Weine von 65 Pfg. an per Flasche. zu ermäßigten Preisen passend als Weihnachls-ÄescheMe. 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