iren L ML RPOESSffl 4 8 >* A -V'l tA llseife empfiehlt A os. Mobs, , Seifenfabrik uNm 147ui s e I 3 [B001 1481« etü- I 149318 48 414 69 S' | M 756 Ml 151“ ! I <7 259 473 Hl gl» I 115 70 097 1 55« U’ I 156373 6M « »'“ I 1 173 306 96 T* tt 11 I 7001 460 534 «7 7v!^N I 29! (1000] 3« ® "9. I 1327 96 “JiS I 5 99 376 81 827 16t. I 49 165H9 6» y I 502 613 934 H 1g I 667 70 15001 71 « M' ■ «i I „täta sssa-'l 199049 I-13* 2(llf I -MD 82 631 1$1 *< I W >5>“ S 8ZS“ S , S »|.Ä; J •“'feS. M*W '■ , 33 320 A, 2’".; j i’’01 .rt4jt^d E! > 9i , r fll 5? 413 511 H *' «4 I Nr. 122 Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 25. Mai 1808 Der Siebener Anzeiger _ v* Ä " ° ei1rf)etni täglich, außer j^yiW flÄ WH Ve-ugSpretS: Sonntags. - Beilagen: Jr^'J "MM kH ” monatlich 75 Pf., viertel- viermal wöchentlich & A Ä vk M. AA AA MR kW A ▲ ▲ A A A A jährlich Mk. 2.20; durch MZGMMer JinieiQer wtrNchastttcheSettftagrn W U W W W B W M 1Ä Zeilenpreis: lokct.1SPf^ yernlprech-Anschlüsse: ' MM V V V V I« W W V ▼ "W v auswärts 20 Pfennig, für dir Redaktion 112, Verantwortlich MU General-Anzeiger für Oberhesien MW fö wnnmoS"wuK RotationrdruS und Verlag dervrühl'fchen Univ.'vuch. und Steindruckerei. R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Sch'.ilstratze 7. jz.^eigente^? h"Äck Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Harden vor dem Reichsgericht. DaS Reichsgericht hat am Samstag nach zweitägiger Verhandlung über den Revisionsantrag Hardens die Entscheidung gefällt, das Urteil des Landgerichts I in dem Prozeß Moltke contra Harden aufgehoben und die Sache zu einer neuen Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Bemerkenswert ist e8 nun aber, daß das Reichsgericht in dem Eingreifen des Staatsanwalts nach dem freisprechenden Urteil des ersten Harden - Moltke - Prozesses keinen Rechtsirrtum sieht. Bekanntlich hatte sich die Mehrzahl der namhaftesten Juristen auf den Standpunkt gestellt, daß das Eingreifen des Staatsanwalts nach Fällung eines rechtskräftigen Urteils unzulässig gewesen sei. Nur ein verhältnismäßig geringfügiger Umstand hat das Reichsgericht veranlaßt, dem Revisionsantrage Hardens stattzugeben. In der Begründung der ReichSgerichtsentscheidung heißt eS: Der Grundsatz „ne bis in idem” ist nicht verletzt worden, da das erste Verfahren nicht mehr rechtshängig gewesen ist. Wenn eine Entscheidung, die mit unbefristslcr Beschwerde angefochten werden kann, nicht angefochten wird, dann ist sie eben rechtskräftig. Wollte der Angeklagte den Einstellungsbeschluß anfechten, so hatte er Gelegenheit dazu. DaS hat er nicht getan. Mithin fällt der Einwand der Rechtshängigkeit des ersten Verfahrens weg und damit auch der Einwand, das zweite Verfahren sei unzulässig gewesen. Es gibt kein Verfahren, das so lange rechtshängig bleibt, bis eine Beschwerde erfolgt. Die Beleidigung ist ohne Rechts- irrtum festgestellt worden, ebenso der Begriff des fortlaufenden Delikts. Mit Recht ist dem Angeklagten der Schutz des § 193 versagt geblieben. Die Presse hat allerdings das Recht, Mißstände zu erörtern und zu rügen, darf damit aber nicht die Rechtsgüter anderer Personen verletzen. Weder ethische noch philosophische Erwägungen können hier einen 'Ausgleich schaffen, sondern man kann sich nur an das Gesetz halten, das ein berechtigtes Interesse nur dann als vorliegend betrachtet, wenn die Sache dem Täter besonders nahe liegt, d. h. wenn sie ihn besonders angeht. Wesentliche Bedenten hatte das Reichsgericht in der gerügten Anwendung der idealen Konkurrenz gefunden. Nach den Feststellungen deS Urteils hat der Angeklagte den Nebenkläger durch die Bezeichnung „Der Süße" und durch die Bemerkung .schon warm genug", die als der Vorwurf „Warme Brüder" angenommen wurden, beleidigt. Das ist aber ein Teil der nicht erweislichen Tatsachen, die schon auf Grund des § 186 im Urteil bedacht wärest. Es durften diese Beleidigungen, wie in dein Urteil geschehen, nicht noch einmal als einfache Beleidigungen mit dem § 185 herangezogen werden. Dieser Verstoß gegen das materielle Recht würde schon dazu geführt haben, das Urteil wegen einfacher Beleidigung aufzuhoben, da nicht zu bestreiten ist, daß dadurch der Angeklagte benachteiligt bezw. eine Verschärfung des Urteils eingetreten ist. Ein Einblick in die Akten habe nicht ergeben, daß das erwähnte Schriftstück des Grafen Otto v. Moltke als Beweisstück gewürdigt worden sei, ebenso wenig, als die Ehc- scheidungsakten Moltke contra Moltke als Beweis dienten. Begründet sei aber nach Punkt 19 die Prozeßbeschwerde ivegen der unvereidigten Vernehmung des Zeugen Geritz. AuS den Prozeßakten gehe ohne Zweifel hervor, daß seine Entlassung eine definitive war. Er hätte bei dieser zweiten Vernehmung wieder vereidigt werden müssen. Auf den übrigen Inhalt der RevisionSschrift brauche man nicht einzugehen, da er sich nach dem anerkannten erledige. Der Prozeß Moltke - Harden wird nun also aufs Neue, Ium dritten Male, das Landgericht beschäftigen, und damit ivird Harden erwünschte Gelegenheit finden, die neue Eulen- tkurgsche Affäre wirksamer als früher zu verwerten. Den Enthüllungen schmutziger Geschichten find damit für unab- ßkhbare Zeit neue Möglichkeiten geboten. Die Sensation hat leuen Stoff. Das Vaterland wird gerettet. politische LagesSchan. Mißbrauch des Gastrechts. In der letzten Versammlung der Gießener Liberalen war tl a. auch von dem Mißbrauch die Rede, den die Sozialdemokraten in liberalen Versammlungen häufig vom Gastrecht machen. Einen beachtenswerten Beitrag zur Illustrierung ? nes solchen Verhaltens der Sozialdemokraten hat eine national- llberale Wahlversammlung geboten, die am 21. Mai d. Js. h Wiesbaden abgehalten worden ist. Die Sozialdemokraten HQten dort in Stärke von 40 Mann und zwei Damen erschienen und unterbrachen den Herrn Kommerzienrat Bertling, dm Redner dieser Versammlung und Landtagskandidaten, zu wiederholten Malen, so daß schließlich ein Sozialdemokrat so- pr aus dem Saale gewiesen werden mußte. In der Dis- Ml’ion sprachen, wie man aus den Versammlungsberichten Wiesbadener Zeitungen ersehen kann, zunächst drei Sozialdemokraten hintereinander, dann 1 Ratio- illiberaler, hierauf wieder 2 Sozialdemokraten, sodann ein Professor und ein Vertreter der Freisinnigen Lslkspartei. ■ ♦ Der abgelehute Orden. Die Weiterungen, die sich aus der kürzlich erfolgten Acleihung einer preußischen Ordcnsauszeichnung an den Wiener Magistratsdircktor Dr. Weißkirchner ergeben, werden auch in der reichsdeutschen Presse erörtert. Dies geschieht sichtlich unter dem Eindrücke dec Ausführungen einzelner Blätter, die meinen, daß die Verleihung des Kronenordens der Würde eines Präsidenten einer parlamentarischen Körperschaft nicht entsprochen hätte. Zur Klarlegung des Sachverhalts wird von österreichischer berufener Seite Nachstehendes mitgcteilt: Es war dec Wunsch der maßgebenden deutschen Faktoren, daß anläßlich des Wiener Besuches Kaiser Wilhelms und der deutschen Bundesfürsten eine Auszeichnung der Spitzen der Gemeindeverwaltung Wiens erfolgte. Bei der Verwirklichung dieses Vorhabens konnte ausnahmsweise die Stellung des Dr. Weißkirchncc als Präsidenten der österreichischen Volksvertretung nicht in Betracht kommen. In dieser Eigenschaft konnte er von einer fremden Regierung überhaupt nicht dekoriert werden, ohne daß die Auszeichnung ein politisches Gepräge erlangt hätte. Daher mußte der ModuS in Geltung bleiben, wonach in früheren Fällen die Dekoration der leitenden Funktionäre der Gememdeverwaltung stattfand. Im Jahre 1903 erhielt Bürgermeister Dr. Lueger ranggemäß den preußischen Kronenorden 2. Klasse mit Stern, Vizebürgermeister Strobach den Kronenorden 2. Klasse und diese Präzedenz war nun auch für die Ordensverleihung an den Vizebürgermeister Dr. Neumayer und an den Magistcats- direktor Dr. Weißkirchner entscheidend. Letzterer verdankt demgemäß die ihm eriviesene Auszeichnung lediglich seiner Eigenschaft als Mitglied der Gemeindeverwaltung der Haupt- und Residenzstadt. Es wird noch hinzugefügt, daß die Wiener Presse bei der Besprechung der An- gelegenheit anfänglich durch die irrige Meldung beeinflußt worden war, Dr. Weißkirchncc hätte nicht die 2., sondern die 3. Klasse des Kronenordens erhalten. Die süddeutschen Bürgermeister beim Könige von England. Die süddeutschen Bürgermeister fuhren am 23. Mai in offenen Equipagen zum Buckinghampalast. Der deutsche Botschafter, Graf Wolff-Melicrnich stellte dem Könige fünf Oberbürgermeister vor, welche dann die anderen Bürgermeister vorstellten. Der König hielt eine deutsche Ansprache, in der er auf das ausgezeichnete Wetter hinwieZ und die Hoffnung aussprach, daß alle anderen Umstände des Besuchs damit im Einklänge stehen möchten. Es sei ihm ein sehr großes Vergnügen, die deutschen Bürgermeister in seiner Residenz zu empfangen und ihnen herzlich Willkommen zu sagen. Der erste Bürgermeister von München, Geheimrat von Borscht, dankte dem Könige in einer kurzen Ansprache für seine außerordentliche Güte, für die Einladung nach Windsor und den Empfang, den er und seine Kollegen aufs höchste zu würdigen wüßten; die Worte fehlten ihm, um die Herzlichkeit der Gastfreiheit und die Güte zu schildern, die der Abordnung während ihrer ganzen englischen Reise zuteil geworden seien und von der sie die dankbarste Erinnerung mit nach Hause nehmen. Sie hoffe und glaube aufrichtig, daß der Austausch von Besuchen dazu beitragen werde, die bestehenden Beziehungen zwischen beiden Ländern noch zu stärken. Nach dem Empfang besichtigten die Bürgermeister verfchiedene Staatsgemächec und Kunstschätze. Deutsches Reich. Monar chen - V ege gnun g in Homburg. Der „Standard" läßt sich aus Berlin eine Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Eduard melden, die Herrscher würden sich im August in Homburg treffen, wenn dort das Denkmal der Landgräfin Elisabeth von Hessen enthüllt werden würde. Die Nachricht beruht, soweit die „Post" feststellen konnte, auf einer Vermutung. Als Nachfolger des deutschen Botschafters in Spanien, von Radowitz, kommt, wie in diplomatischen Kreisen verlautet, der deutsche Gesandte in Bukarest, von Kiderlen-Wächter, oder der deutsche Gesandte in Brüssel, Graf von Wallwitz, in Frage. DieVertreter sämtlicher Rheinufer - Staaten, z. B. von Preußen, Bayern, Hessen, Baden, Elsaß-Lothringen usw. werden anfangs Juni nach dem „Fr. Gen.-Anz." in Bingen zusammenkommen. Der einzige Punkt der Tagesordnung ist die Rhein-Regulierung. Der Fall Eulenburg. Nach den „Hamb. Nachr." besteht der Verdacht, daß Fürst Eulenburg auch zu dem Hamburger vor einiger Zeit wegen zahlreicher Vergehen gegen § 193 verhafteten Schauspieler Pagin in unerlaubten Beziehungen stand. Dec Verkehr soll in Berlin und Wien stattgefunden haben. Von Berlin auö sei bereits die Anweisung ergangen, Pangin auch m dieser Sache zu vernehmen. Einige Bemerkungen zu dem Artikel de; Herrn Grünewald „Aliniksbauten". Von Professor Dr. Vossius, Geh. Medizinalrat. Es ist nicht meine Absicht aewesen, mich in eine längere Diskussion mit Herrn Grünewald darüber cinzulassen, ob die Gießener neue Augenklinik zu groß ist und ob die von ihm früher vorgeschlagene Stelle für den Kliniksbau hoch oben auf dem Seltersweg hinter der medizinischen Klinik besser gewesen wäre, lote der Ort, an dem sie errichtet ist. Die Klinik in jetzt fertig und ein Streit Mr diese Fragen ist zwecklos. Ich kann darüber auch nur mit einem Sachverständigen verhandeln. Als einen Sachonchtzärchigen tonn, ich nur einen Ophthalmologen betrachten, aber nicht Herrn Grüuelvald, der daraus ja auch selbst keinen Anspruch erhebt und es für deplaziert erklärt, daß ich das besonders hervorgehoben habe. Nach der kurzen, mir in der Zeitung damals zur Verfügung stehenden Mitteilung aus der Stadtverordnetenversammlung mußte ich annehmen, daß Herr Grünewald sich für sachverständig gehalten habe und als Sachkenner gesprochen haben wollte. Herr Grünewald nennt die Hintermänner nicht, aus deren Urteil er sich sticht; er spricht nur von einer „communis opinio doetorum". Ich glaube indessen nicht, daß er die opinio aller doetorum toicbcrgegeben hat; ich schätze die opinio doetorum höher ein. Ich weiß nicht, mit wem ich eigentlich diskutiere oder noch diskutieren würde; deshalb gebe ich eine weitere Diskussion aus. Aber einige Bemerkungen zu dem Grünewald'schen Artikel kann ich nicht unterlassen. Ich habe niemals bestritten, daß sich das Gelände auf der Höhe des Seltersberges neben der medizinischen Klinik für ein Krankenhaus eigne. Ich habe den Platz nur für den Bau einer Augenklinik nicht für geeignet befunden und bin auch heute noch von dieser Ansicht ebenso durchdrungen wie Herr Grünewald von der feinigen. Ta Herr Geheimrat Riegel seinerzeit den Bau der medizinischen Klinik hier auf der Höhe wünschte, k-at er diesen Platz offenbar für den geeignetsten gehalten und ich wage nicht dem zu widersprechen. Die npue Augenklinik liegt auch auf dem Seltersberg, aber etwas tiefer als die medizinische Klinik, und das ist ein Vorteil, kein Nachteil. Auch für die jetzige Stelle gilt das Wort „des leider nicht mehr unter uns weilenden verehrten Mannes" von der reinen Luft, die der Kranke braucht. Für die Auswahl eines geeigneten Platzes zum Bau einer Augenklinik wird man in erster Linie einen Ophthalmologen hören müssen. Unter den von Herrn Grünewald genannten Sachverständigen fehlt ein Ophthalmologe. Außer Herrn Geheimrat Riegel kannte feiner der Sachverständigen Gießen und die Winde, die auf der .Höhe des Seltersberges wehen. Herr Pfannenstiel hatte sie kennen gelernt und mir deshalb „einigermaßen sekundiert". Auf sein Urteil scheint aber Herr Grünewald weniger Wert zu legen als auf das der fremden, die mit den Gießener Verhältnissen nicht vertrauten Herren. Zwei dieser Herren waren nicht einmal Krankenhausdirektoren. Aus verschiedenen Gründen habe ich den jetzigen Platz für den geeignetsten gehalten. Abgesehen von der geringeren Höhenlage war mir besonders die größere Nähe des Bahnhofs im Interesse der Patienten und die geringere Entfernung der Stadt in ihrem und der Studenten Interesse von Bedeutung. Die Studierenden haben nach unserem Lehrplan Mittags nur eine Stunde Pause; sie brauchen jetzt nicht den weiteren Weg von hinter der medizinischen Klinik zur Stadt zum Mittagessen zurückzulegen. Daß es für den Betrieb einer Klinik besser ist, loenn der Direktor in der Nähe der Anstalt seine Wohnung hat, wird niemand bestreiten können und auch nicht ernstlich bestreiten wollen. Etwas anderes habe ich seinerzeit bei dem Enreignungsversahren nicht gesagt. Das hat das Eroßh. Ministerium früher auch anerkannt, sonst wäre für die Direktion der medizinischen Franen- und psychiatrischen Klinik ein Direktoorhaus nicht gebaut. Für meine Person habe ich direkt auf eine Direktorwohnung den Herren Hirschhorn und Grünewald gegenüber weniger Wert gelegt und das auch damals unumwunden ausgesprochen, da ich ein eigenes Haus nicht weit von der neuen Klinik habe. Einem Nachfolger von mir kann cs aber von großem Wert erscheinen, int Interesse der Klinik eine Direktorwohnung neben der Klinik zu bekommen. Von einer Dienstwohnung in der Augenklinik habe ich nicht ge-- spcocl-en; ich glaube auch nicht, daß mie sich je ein Kliniis- bireftor wünscyen würde. Und selbst wenn auch später eine Direktorwohnung. niemals gebaut werden sollte, so ist für jede Klinik ein Schutzstreifen Land gegen die Nachbarschaft immer wünschenswert. Die Größe einer Klinik bemißt Herr Grüuelvald ganz richtig nach dem Lebczweck und dem Heilzweck. Der Heilzweck richtet sich nach der Zahl der tatsächlich in der Klinik Hilfe suchenden ittanten. In die Gießener Augenklinik werden auch nur die dringendsten Fälle aufgenommen, die entweder von Aerzten überwiesen werden oder von selbst kommen. Zum Vergnügen läßt wohl niemand in die Klinik aufitehmen, zumal wenn er dafür befahlen muß. Die Zahl der stationären Augenkranken ist von jeher sehr groß gewesen und in dem letzten Jahrzehnt auch stets gleich groß geblieben; das habe ich mit Zahlen belegt. Sie ist, wie ich ausdrücklich betont habe, so groß gewesen, wie in den wenigsten deutschen Universitäts-Augenkliniken. Ter Bettenzahl nach ist sie auch wirklich die größte; die Bettenzahl entspricht aber der Zahl der stationären Kranken hier wie überall. Herr Grünewald hat dies auch in seiner Uebersicht über die Bettenzahl der verschiedenen Universitätskliniken zum Ausdruck gebracht. Tie Kliniken mit weniger Betten haben auch weniger stationäre Kranke, wie Zahlen aus dem Jahre 1906, die mir grabe zur Verfügung stehen, beweisen. Mit den 39 Betten der Berliner Klinik soll ivohl die Augenabteilung der Berliner Ehacitö gemeint sein; die Königl. Augenklinik in der Ziegelstraße hat viel mehr Kranke und soviel ich weiß, auch bedeutend mehr Betten. Ich schreibe die Betten nach Grünewald neben die Zahl der Kranken in Klammer. Tie neuen Augenkliniken in Breslau und Bonn haben meines Missens mehr Betten, als Herr Grünewald angegeben hat. Zu berücksichtigen bleibt ferner, daß in Preußen und soweit mir bekannt, auch in Jena und Ziostock die Privatpatienten der Professoren nicht in die Klinik aufgenommen werden, wie in Gießen; hier ist darauf beim Ban deshalb auch Rücksicht genommen. Es wurden int Jahre 1906 stationäre Patienten behandelt: In der Augenabt. der Charils in Berlin .... 469 RnniflL 9Iiinenflinif „ ...» 1027 BreSlau . . . 983 (42) Erlangen ... 572 (65) Halle .... 1075 (72) Jena .... 707 (62) Stiel..... 828 (75) Marburg . . . 784 (40) Würzburg . . . 1032 (75) „ „ „ „ Gießen .... 1048 (123) Menn man nicht das Etatjahr (April bis April), sondern das Kalenderjahr 1906 nimmt, wie bei den anderen Kliniken, waren es 1108 Patienten. Mehr stationäre Patienten hatten nur Halle und Leipzig. In diesen Großstädten kommen viel mehr einheimische Patienten zur Aufnahme, die nach einer kürzeren Zeit viel eher wieder entlassen werden können, als die aus weiter Feme vom Lande kommenden Patienten, die schlechte Verkei^rsverhältnisse haben, wie das vielfach bei dem Gießener Material der Fall ist. Die hiesigen Verhältnisse kann nur der Eingeweihte und KUniksdirektor am besten beurteilen. An den Tatwchen kann auch Herr Grünewald mit seiner communis opinio doetorum nichts ändern. Tie Zahl der Studenten kann ebensowenig wie die Größer der Universitäts-Stadt für die Größe der Klinik ausschlaggebend^ sein. Für den Unterricht auch nur relativ weniger Studenten ifä Mittwoch, Iudenfamilie genehmigt. Bestrafungen und Sorge um Mai Weller e 1908 's K ft* Höchste 23. Niedrigste Handel °A Wehrum 9847 Mk. arbeiten: I. G. Pfaff 8812 Mk., G. Becker 8630 Mk., H. Scheppel berliner Börse, 25. Mai. Anfangskurse. 153.50 . 149W I SUki 'i r zuverlässig- Regen Regen Regen . 216.20 . 111.00 . 232.10 . 60.00 138.70 + 9,7 u C. +7 ,5° C. 91.95 82.65 91.95 82.65 90.80 91.50 99.05 99.20 93.70 . 124.6») . 232.200 , 136.Ö3) . 174.SW . 139» . 197» . 86» ' 23 W .' 148» . 119» Reichsauleihe do. Kousols . . do. Hessen . . Oberhessen Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: schwach. Elektriz. Lahmeyer . . - Elektriz. Öchuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . ckntl ittZPar- 119.50 110.00 203.93 192.(0 110.33 197.0 Berliner Handelsgcs. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Pnuce-Heuri-Eiseubahn seines Herzens heiraten. Die Hofdame und ihre Tochter werden nun möglichst rasch eine Reise ins Ausland antretcn, und die Königin hofft, daß ihre längere Abwesenheit den König seine Liebe vergessen lassen werde. * W i e man ohne Zeitverlust seine Garderobe ab geben und mit ne hm en kann. Eine interessante Neuheit, die, wenn auch auf keinem künstlerischen, so doch auf einem keineswegs unwichtigen theatralischen Gebiet von einschneidender Bedeutung zu werden verspricht, wird demnächst, zuerst in Amerika, eingeführt werden und sicherlich von dort aus für Europa bahnbrechend wirken. Es gilt der Reorganisation der Thcatergardcroben, und dem neuen Direktor des deutschen Theaters zu New-Pork, Herrn Baumfeld, der sich ein im Herbst zu eröffnendes neues Theater in New-York baut, wird die interessante„Novität" zu verdanken sein. Los von den Garderobefrauen! lautet das Losungswort Harpeuer Bergwerk. Laurahütte . . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . Aus Studt und Land. Gießen, 25. Mai 1908. ** Ordensangelegenheit. S. K. H. der Groß- h erzog haben dem Großh. Rheinschlffahrtsbevollmächtigten Geheimerat Freiherrn von Biegeleben die Erlaubnis zur ^Annahme und zum Tragen des ihm von der Königin der 'Niederlande verliehenen Großoffizierkreuzes des Ordens von Oranien-Nassau erteilt. ** Neuer Konsul. Der zum portugiesischen Konsul 'm Darmstadt ernannte Großkaufmann Friede. Pfeiffer, der sich im Besitz des Reichsexequaturs befindet, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen zugelassen worden. ** Ernannt wurde der Lehrer an der Oberrealschule Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 64 00 95.25 88.80 96.05 150.80 50.20 86.70 66.50 96.50 pachtet werden. h. Offenbach a. M, 23. Mai. In der mchtöffent- l lichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde die 3% Portugiesen Serie I . 4% Oesterr. Goldrente. 41/s z6 Oesterr. Silberrente 4>’o Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . selbst ernannt. Gerichtspersonalien. S. K. H. der Groß-, . haben den Aktuar bei dem Amtsgericht Alsfeld |g 1 A, Schneider 659 Mk., E. Dörr 513 Mk., E. Düll (Laubach) 497 Mk., Georg Appel 482 Mk., G. Dahmer 457 Mk., L. Reuschling (Heuchelheim) 436 Mk., L. Mootz 391 Mk. Bei den Spenglerarbeiten offerierte G. Appel 6 Proz. Abschlag für den Fall der Uebcrtragung aller drei Lose, d. h. der gesamten Spenglerarbeit; er ist aber auch dann nicht der billigste. Die Offerten der Unternehmer ohne Ortsbczeichnung sind sämtlich von Gießener Geschäftsleuten abgegeben. X Nidda, 23. Mai. Die Nachricht der Blätter, Frau Link habe den Antrag gestellt, ihren Mann auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen, hat hier allgemeines Kopfschütteln hervorzurufen. Wenn mein ihr hier dergleichen hätte zumuten wollen, würde sie sich gewiß sehr energisch dagegen gewehrt haben. Link hat hier sowohl im amtlichen als im geselligen Verkehr eine solche „Geistesgegenwart" jederzeit bewiesen, daß an einen geistigen Defekt hier Niemand glauben mag, eS müßte denn das Mitleid mit der Familie mit einen Einfluß üben. Die schnelle Bereitschaft, bei Verbrechen sowohl im Amt als außer dem Amt, sogleich einen geistigen Defekt zu vermuten, zeitigt, so berechtigt eine solche Untersuchung in einzelnen Fällen sein mag, leicht schlimme Folgen: die Verbrecherwelt wird dadurch ermutigt, und ehrliche Leute zahlen die Zeche, wie es faktisch im vorliegenden Falle geschehen ist. Q Laubach, 24. Mai. Die oberhessischen Schützen, die sich zum 2 tägigen Preisschießen jeden Spätsommer aus Gießen, Butzbach, Büdingen, Grünberg und Alsfeld, hier immer einfindcn, werden den seit Jahrhunderten auf der Hellcnwiese bestehenden Scheibenstan d, nahezu 1000 mtr nach Süden verlegt finden. Die Erdarbeiten sind soweit schon vollendet, die Maurerarbeiten etwa 20 cbm folgen nach. Bei diesen werden die Steine von dem Bau ausgeführt durch die Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt, zum Schutze mit einem Kostenaufwand von über 1000 Mk., Verwendung finden. Der neue Schießplatz soll am diesjährigen Ausschußfest (14.—16. Juni) eröffnet werden. An ihm ist der Karusselplatz, der seither für 1—200 Mk. vermietet war, an den Karusselbesitzer Viehl in Frankfurt a. M. zu dem Preise von 500 Mk. vec- Verantw. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. A n d er s o u. 4 2 Cauada E. B. . . . . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Uniou C. . Dresdner Bank . . . Tendenz : schwach. TeSewfiiiscihe ^.ursbeirictitle des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank lür und Industrie, Giessen. 1 rnnkfiairter Börse, 25. Mai, 1.15 Uhr. des Direktors Baumfeld. Statt dec bisher üblichen Garderoben, deren Räume niemals weit genug waren, und deren Bedienerinnen niemals Hände genug hatten, wird es der New-Porker Direktor mit automatischen Garderoben versuchen. Sie werden in zwei gesonderte Räume ciugeteilt sein, in eine solche für Damen und eine solche für Herren. Jeder der beiden Räume enthält nun eine große Anzahl hoher schmaler, mit verschließbaren Türen versehener Garderobentasten, die den Ueberkleidern, Hüten und Schirmen von je zwei Personen ganz bequem Platz bieten. Durch Einwurf eines Nikels wird der Schloßmechanismus gelöst, der Schrank kann geöffnet und ivicbcr verschlossen, und der Schlüssel herausgezogen.werden. So kann sich jedermann aufs bequemste selber bedienen, kann ohne jeden Zeitverlust seine Garderobe abgeben und mitnehmen, ohne Bestimmung vor — und ohne Unruhe nach der Vor- stellung. Es lag so nah und kam keiner darauf! Wenn diese wertvolle Neuerung auch bei uns in Gießen Eingang fände, dann würden es vor allem die Besucher der Konzerte in der Neuen Aula Dank hierfür wissen. 3" “ Dilhclr ' Gießen, NNW SSW W OUÜäiÄ tSAtiW IMO» täaÄ* . Drucksachen aher An liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BrühPsche Universitäts• Druckerei. Schulstr^ Temperatur am 23. bis 11 941 Ml., H. Scheppelmann 11 845 Mk., H. W. Rinn 11 631 Ml., I. G. Pfaff 11 294 Mk., Birkenstock u. Schneider 11 139 All., Abermann u. Kling 10 926 Mk. Zunmer- arbeiten: Hofmann (Atzbach) 5693 Mk., G. Schubeckcr 5651 Mk., H. Giar (Bad Nauheim) 5611 Mk., I. Henkel (Lauterbach) 5028 Mk., Sondermann u. Bücking (Alsfeld) 5025 Mk., Schubecker u. Bechthold 5013 Mk., Nuhn (Lollar) 4811 Mk., H. Schmidt VJ1. (Lich) 4549 Mk., W. Pitz «Steinbach) 4401 Mk. Dachdeckerarbeiten: I. Kraustopf 13328 Ml., I. Prang 3122 Mk., P. H. Kröck 3084 Mk., H. Ruckstuhl 3084 Mt., Heck 2977 Mk. Spenglerarbeiten: ff lü. Ziehung ? B Ziehung T lo Üe Gewinn Nu mm (Ohne Qewilb | ö 199 [MO' I !») 1558 195 1 ■ a« m 76 55! ■ Ü1X0) 5173 281 ■ * öl 7-0 813! ■ Ö M 51 [500] 1 II „ 10172 509 7 ■ 12:d 53 30 I3O ■ u- 9.1 270 I » 7* N 15037 I 16042 ■ ßs« 649 994 ] I BÖ liOO] 339 I I 20i(2 317 5 I [5001 57- I ",11 IW] 709 ! I W » 609 [100 ■ ‘0i!3 326 827 9; 11 u 6 513 68 28 ■ «»[JOM] 9! ■ 30016 IST ' ■ « » HO 892 J ■ ''i 33So [30.1(1 I ! 31U 4H 515 c «M 770 H üi 4 w) 520 82 BR» U . 50«? 2(? ■ fei411 ■ 2*1-0« 944 = B •üV®1'* ® ■ b,0w < ■ .462(09 I tftt64017 4 | j, « 51 855 I g!?’8u 67 ■ -y Ws 4771 H « 1 72 ; I arS I * ■ iijj; 871’i! ■ (Ü-ti 41 Hamburg-Amerik. PakelL Harpeuer Bergwerk. . . Laurahütte......212.(w ^ordd. Lloyd . . . . doW Obeischles. Eisen-Industrie . 161 .W I 'xx. Aus dem Hütten berg, 23. Mai. Der Sommer : im Anzug und mit ihm beginnt auch wieder die Zeit der este, die überall in Stadt und Land gefeiert werden. Auch r das Hüttenberger Land, das durch seine schmuke alte .olkstracht weit und breit bekannt ist, fleht diesmal eine fest- iche Fell bevor. Das „Kriegerverbandsfest Hüttenberg" ndet am 21. und 22. Juni in Dornholzhausen statt, iflg Verbandssest des „Sängerbundes Hüttenberg" wird am B und 29. Juni in Hochelheim gefeiert. In Großen- tnden werden die Gauturnfahrt des Gaues Hessen und die inweihung der renovierten Kirche festlich begangen. Kkein- inden bekommt ein Sänger- und Rabfahrerfest, Lang. >önS em Turnfest verbunden mit einem Trachtcnfestzug n Kleinen und Leihgestern weiht seine neue Kirche ein, ie anstelle des 1906 vom Gewittersturnl zerstörten Gottes- auses erbaut wird ' । — (ycredUdSaflL Berlin, 23. Mai. Vor der Strafkammer des Landgerichts II alle stch heule der Redakleur Dr. Heinrich I l g e n st e i n vom Blaubuch" wegen B e s ch i in m p f ii u g christlicher Einrrch- u n gen zu veranlworleu. Der Slaalsauwatl beantragte eine öoche Gefängnis, das Gericht erkannte auf F r e i s p r e ch u n g. Berlin, 22. Mai. Wegen Bc leid igung des griechischen Hof es, lisbcsondere' des Königs der Hellenen, wurde^ der Schriftsteller und ingenicur Mux Brünner von der zweilen Strafkanuner des Land, crichls II zu einem Monar Gesängins verurteilt. Brünner richtete un ioücmbcc 1907 an etwa JO deutsche Handelshäuser Briese, m welchen er ch erbot, den Titel eines „königlich griechischen Hoflieferanten" und,, Korn- ierzienrats" gegen ein Entgelt zu verschaffen; dies würde sich, wenn der lleflektant sich binnen einer oder zwei Wochen entschied, billiger als sonst stellen, aber griechische Hof angesichts der FestUchleUen anlüßli chder Lermählung es Prinzen Georg seinen Finanzen etwas aushelsen wolle. Tie p-lrma Zreitkopf und Härtel in Leipzig schickte das Schreiben an das griechische öeneraltonsulat, das die (Lmleilung eines Strafverfahrens veranlaßte. Srünncr räumte ein, daß die Angaben des Briefes aus der Luft gegriffen ;llb- ößrflfiiiSrfsftea * * König Manuels Liebesroman. Eme romanische Geschichte von der Liebe des jungen portuglesischen lönigs zu einer Dame seines Hofes wissen Lissaboner Zestungen ,n erzählen. König Manuel soll danach schon als Knabe :ine tiefe Steigung zu einem Mädcheu gezeigt haben, das der )öchsten Slristokratie Portugals angehört und dessen Dtutter Hofdame der Königin Amelie ist. Weder die Königin-Mutter, ioch der verstorbene König maßen dein viel Bedeutung bei, 3bec des Knaben Schivärmecei scheint nun zu einer starken Liebe geworden zu sein. Als vor einigen Tagen Königin Amelie und der Herzog Alfonso sich über die Zukunft des stönigs unterhielten und auch die Notwendigkeit einer baldigen Heirat erwähnten, hörte Ntanuel zufällig einige Worte des Gesprächs und erklärte plötzlich zur höchsten Ueberraschung der Königin und des Herzogs seine Liebe für die junge Dame: „Ich ivill sie heiraten oder niemand." Slllen Beschivöcungen gegenüber blieb der junge König fest und gmg so weit, zu erklären, daß ec lieber abdanken wolle, als gegen die Wahl 3" Mmnz Ludw. Rud R-itz zum Lehrer un dcr AugAstnicr. 1^ verlangte Ausweisung einer gn Uz eschen schule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg unter Be- , — - - ...... lasfimg in der Kategorie der Volksschullehrer. Jnansprilchnahme der Armenkasse sind nach dem Offen- ** Landwirtsch aftsle hrer. S. K. H. der Groß- Ir ..... - - - - ■ - dieselbe Zahl von Unter,'uchungs- und Lehrräumen und der gleiche Untersuchungsapparat erforderlich, wie für eine Universität nut mehr Studenteii. Tic Zahl unserer Minizisten schwankt: aber dvir haben schon mehr Klinizistcn in den letzten Jahren gehabt, eine Reihe der größeren Universitäten. Für die wissenichask- lichen Arbeiten müssen auch an kleinen Universitäten geeignete Laboratorien vorhanden sein. ! lieber alle diese Fragen hätte sich Herr Grünewald bet mir sehr leicht unterrichten können, denn ich allem kcuaic di-e Bedürfnisse der Gießener Augenklinik nach meinen 18 jährigen Er- lahrungeil am genauesten. Herrn Grünewald stand zu seiner Information entweder ein Automobil oder eine Schreibmaichme oder das Telephon zur Verfügung: ob er ein Fahrrad besttzt, ;mciü ich nicht, vielleicht aber einer der Bureaugehillen, der eine schriftliche Anfrage an mich hätte überbringen können. Ties ist jedenfalls mein letztes Wort in der Frage, ob die Augenklinik zu groß ist. Es ist und bleibt ein Marä^n, eine Legende, trotz dem Grünewald'schen Artikel, wie ich durch Zahlen gezeigt habe. Auch an der von Herrn Grünewald vorgeschlagenen Stelle hätte die Klinik ebenso groß gebaut werden müssen, wenn nicht bald ein kostspieliger Anbau hätte erforderlich werden loHcn, wie er eben für die Frauenklinik ausgeführt ist. Die KTinik entspricht den Bedürfnissen des Unterrichts und der großen Zahl der stationären Kranken, die an anderen Universitäten nicht vorhanden ist: daran ändert auch 'der Hinweis auf die Heil- und Pslegeanstalt für Augenkranke des Regierunsbezirks Arnsberg in Hagen und auch die Augen- heilanftalt in Wiesbaden nichts: neben der Herr Pagenstecher noch eine Privatklinik hat. Ich beanspruche für, mich dieielbe Glaubwürdigkeit wie Herr Grünewald und überlaste es den vorurteilslosen Lesern, ob sie sich jetzt zu meiner oder zu Herrn Grünewalds Anstcht bekennen wollen. Für weitere Tiskustlonen ist mir meine Zeit zw kostbar. AMNESTIE5 "IMEHL n-6« 999 <■! 70 ÄS' SÄ}?’ ÜS 4?' 111 ^J.^l 9j ,5 |>Ä K,. 24. Mai 24. „ BÖ Soniid I jj lliisecer E ürtikn. j enanntem ■ 11 «„läge 15 Gießen, . 196.ÖÖ) ■ 210.770 . . 22.;w B 94jW I w IMus 1$ im'elbi1 C1 Ä, verlebe' P 3 Giesen, Vollständig selbsttätig! Ohne Rasenbleiche und ohne Reiben bl 'dtenweisse Wasche durch einmaliges Kochen - Greift die Wäsche nicht im Geringsten an.-Desinficirt gleichzeitig. ozoA-waSehpUlver.«Beq‘'^-V°^ilhaft:1/2'tt^ Ueberall erhältlich. Alleiniger Fabrikant: Joseph Müller, Seifenfabrik.LimburA^Lahqy 3% Portugiesen „ III 4>^0/0 russ.btaatsaul. 1005 VA ";o japan. Staatsanleihe 4% Couv.Türken von 19U3 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Aul. . 4 % äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . 4 >3 u/0 Chinesen . . . . Aktien: • ■ , t - ,, . _ - , . . buchet Abendblatt die SRot.ve dieser Maßnahme, bet deren Herzog haben den Adalbert Mattern m^Oppenheim möglichst human verfahren werden soll. Landwtrstchastslehrer an der Wem- und Obstbauschule da- J J ..... ~~ ~ Sandel. ** Hebet das Vermögen be* nm 30. Jan. zu Lollar verstorbenen Landwirts P h i 11 p u Piaff III. wurde am 2. Mai das Konkurs- verfahren eröffnet. Heinrich Geiß 1 etV. in Lollar wurde zum Konkursverwaller ernannt. Konlursiorderungen sind bis zum 1. Juni bei dem Amtgcricht Gießen anzumelden. — Ueber den Nachlaß der in Büdesheim wohnhasl gewesenen und daselbst verlebten Eheleute Johann Baptist Anton Schild imb Sophie geb. Motz wurde am Mai das Konkursverfahren eröffnet. Notariatsgehülse Anton Reutter in Bmgen wurde zum Konkurs' Verwalter ernannt. Konkursforderungen sind vis zum 3. Juni bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. — Ueber das Vermögen des 'Metzgers Ludwig S t r e u b e r von Stockheim wurde am 13. 'Liai das Konkursverfahren eröffnet. Rentner Albert Sohnge zu Ortenberg ivurde ziun Konkursverwalter ernannt. Konkurs- wrderiingen 'sind bis zum 6. Juiii bei dem Amtsgericht Ortenberg anzumelden. — lieber den Nachlaß des am 6. Juli 1907 verstorbenen, zu Dar m st a d t wolmhafl gewesenen Agenten Gustav Wilhelm Hecht wiirde am 16. Mar das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und der ürachlaßpsleger Antrag am Konkurseröffnung gestellt hat. Rechtsanwalt Alois Kern m Darm- wiirde zum Koiikursverwalter ernannt. Konkiirsforderungen sind bis zum 10. Juni bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 anzumelden. Verlobte: Fräulein Ottilie Töll in Borsdorf mit Herrn Liidwig Lamp in Ober^Widdersheun. — Fräulein Jenny Brackels- berg in Milspe mit Herrn Dr. med. Hugo Richter in Büdiiigen. G e sl o r b e n e: Frau Ettsabethe Steller, geb. Fay, in Hungen. — Herr Heinrich Adam Henrich in Tüdelsheun. — Frau Marie Schäker, geb. Schmück, in Büdingen. — Herr Leopold Wallner ui Bad Nauheim. — Fräulein Katharina Fuchs in Friedberg. — Herr Salti Seligmann in Oberndori. I. Bllichtecsi J liislrcchnm I Ärslandt! ?. Beschluss i 1.6nf(a|iuiig ■ 1 Ergönzunc fonmiiifion I ■). Vergebung Watzenbi 24. 925 745,0 9,7 7,9 88 24. 9'26 745,6 8,9 8.2 96 25. 72i 746,9 8,6 7,9 95 Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firmen: a) Jakob Häuser in Gießen: Die Firma ist geändert in Jakob B. Häuser in Gießen; b) Jean Eckert zu Gießen: Dec Ehefrau des Kaufmanns Jean Eckert Emilie geb. Wilhelm ist Prokura erteilt; c) Gebrüder Schmoll in Gießen: Die Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator ist der Rechtsanwalt Dr. Spohr zu Gießen. b15/ Gießen, den 21. Mai 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Vergebung von Maurerarbeit. Die Maurerarbeit für die Besesliguua der Bürgersteige ht der Hensclstranc soll Montag, den 1. Juni d. Js., vorm. 11 Uhr jiRcntlid) vergeben werdefl. Arbeltsbeschreibuug und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Bordruck der daselbst erhältlich, find verfchlossen und mit entsprechender Auf- ichrift versehen, an uns einzureichcn. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. Mai 1908. Städtisches Tiefbauamt. Bö/S Braubach. Kaufmännische Fachschule Donnerstag, deu 28. Mai, abends 9 Uhr beginnt in unserer Schule ein Unterrichts-Kursus für Maschinenschreiben. Anmeldungen zur Teilnahme werden an genanntem Abend im Lehrsaal 3 der Schule — Nord- ttnlage 15 — entgegengenommen. Gießen, den 23. Mai 1908. v»/8 Die Schulkommissiou. Mittwoch, den 17. Juni l. Js., nachmittags 3 Uhr, findet die ordentliche General-Versammlung der Spur- u. Leihkasse Watzenborn-Steinberg (Aktiengesellschaft) im Saale der Konrad Ruhl Witwe statt. Tages-Ordnung: I. Berichterstattung, Vorlage der Bilanz, Geivinn- und Ver- liistrechnung des Rechnungsjahres 1907 mit Bericht des Vorstandes und des Aufsichtsrats; 2. Beschluß über Festsetzung der Dividenden; 3. Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsratcs. 4. Ergänzungswahl des Aufsicytsrates und der Revisionskommission. 6. Vergebung von Aktien. Watzenborn, den 23. Mai 1908. 3295 Der Vorstand. Spar- u. Vorschußkasse Kesselbach cingctr. Gcnosscnfchast mit unbcfchr. Haftpflicht. Bilanz am 31. Dezember 1907. Aktiva. M £ Ausgeliehene Kapitalien a. gegen gerichtl. Obligationen 564 849.56 b. geg.Bürgschast 253 964.48 c. gegen Gütcr- kaufgelder 102 776.66 d. gegen Wertpapiere nach deut Kurs am 31. Dez. 1907 17 975.86 Kasscvorrat 35 866.78 Ausstände 26 264.77 Mobilien 26.— 10% Abschr. 3.— 23.— 1001721.11 Passiva. Aufgenouimene Kapitalien Guthaben der Mitglieder Rcscrvc- fond 12040.42 Eintrittsgeld 65.- Allg. Reservefond Im voraus erhobene Zinsen von Güterkaufgeldern von 1908 bis 1911 Reingewinn 920 596.83 51392.— 12105.42 6 400.— 2 262.43 8 964.43 1001721.11 Stand der Mitglieder am 1. Januar 1907 281 Neu beigetretcn in 1907 6 287 Ausgeschieden _____7 Stand der Mitgliederzahl Ende 1907 280 Kesselbach, den 23. Mai 1908. Spar- und Vorschntzkasse zu Kesselbach. Eingetr. Genossenschaft mit nnbeschr. Haftpflicht. Stein, Lt n d enstru t h, Becker IV, Direktor. Rechner. Kontrolleur. General-Versammlung der Spar- und Borschußkasse zu Kesselbach, eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht, findet Mittwoch, deu 3. Juni 1908, nachmittags um 1 Uhr, im Saale des Wilhelm Meißinger II. dahier statt, wozu alle Mitglieder freundlichst eingeladen werden. Tages-Orduung: 1. Rechnungsablage pro 1907; 2. Beschlußfassung über Dividendenverteilung; 3. Verteilung der Dividenden; 4. Verschiedene Vereins-Angelegenheiten. Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der Mitglieder offen. 3297 Kesselbach, den 23. Mai 1908. Der Vorsitzende: I. Schomber II. Referenzen^ aniaqear* Systems M Berrieb W Bedienung neuesten . sparsamster j einfachste k fallein inWiejbaderr |ca35oqnlagen W ährend jeder längeren Abwesenheit empfiehlt es sich Wertpapiere aller Art, Policen, wichtige Schriftstücke, Gold- und Siibergcgenstünde und dergleichen auf die Bank zu geben und offerieren wir für diesen Zweck unsere Safes-Einrichtung. Wir vermieten auf die Dauer von 6 Wochen Schrankfächer für Mk. 2.—. Bank für [Mel n. Industrie Depositenkasse Giessen (Darmstädter Bank). Giessen, Johannestrasse 1 am neuen Stadttheater. a’Vs H. Haas BBS ne 443 691 913 877 98 252 409 131 740 276 808 384 916 746 706 16. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl, Preuss, Lotterie. , Ziehung vom 23. Mai 1908, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betretenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 85 199 [500] 209 321 507 655 [10 000] 745 877 920 [500] 1558 795 2 107 334 550 [500;] 3044 83 115 98 [500] 320 04 111 76 539 756 938 95 4216 38 557 620 799 887 915 21 (500] 5178 287 393 510 771 6190 225 544 660 7017 326 190 637 780 8123 302 705 61 76 824 914 41 [1000] 9269 <21 SO 51 [500] 73 639 792 824 970 10172 509 713 11023 31 472 559 | 3000] 70 623 751 12019 23 30 [30001 239 74 354 506 29 60 625 [500] 797 13012 138 90 270 93 310 [10001 413 69 780 862 939 14013 76 224 39 1 5007 48 71 243 [500] 411 [1000] 648 771 890 [500] 997 16042 190 99 370 814 68 17112 213 23 55 341 82 509 669 994 1 8325 430 561 64 679 910 1 9207 [1000] 18 33 1500] 339 641 1500] 57 764 899 915 20 262 317 531 2 1 218 69 305 435 569 636 2 2041 81 182 328 [500] 575 763 [3000] 885 2 3007 151 [500] 219 126 50 73 [500] 769 943 62 24156 71 289 312 484 559 [10001 677 726 809 [1000] 69 25204 10 50 82 352 69 554 999 26 1 33 326 827 953 54 [3000] 87 2 7087 832 [1000] 4.6 .62 M 95 813 88 2 8113 38 260 605 847 [1000] 29028 60 o43 852 [3000] 952 [3000] 68 no. 30016 137 220 320 673 [500] 81 737 984 31088 -.5 804 99 770 892 3 2083 [500] 99 113 69 253 439 5-16 [5001 770 33055 [3000] 117 315 466 711 22 53 800 985 34237 443 99 564 663 901 3 5236 304 537 3 6061 63 159 ^<3 876 37359 411 515 602 933 43 38261 309 733 8lO 61 39136 270 399 634 7 76 8 4 2 9 60 . _iro 40263 377 -ISO 91 531 85 614 73 703 817 41168 [1000] 240 [500] 820 823 909 4 2005 [500] 153 312 502 624 86 891 973 95 4 3 452 632 886 902 4 4021 101 27 273 341 591 672 850 907 [lOOO] 70 4 5028 249 315 615 29 901 46063 261 92 444 735 47037 137 219 448 559 736 66 8.. — 26 4 8055 237 48 [1000] 697 868 71 961 49019 51 175 780 [500] Q11 141369 142022 27 140044 147 322' 7 ’ 863 1 43004 95 [10001 139 55 480 85 [1000] 571 615 72 863 1« 76ß 862 83 - 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Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Pi'Btiss. Lotterie. Ziehung vom 23. Mai 1908, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 62 395 570 690 859 990 1180 213 [1000] 306 63 559 60 78 [500] 604 [500] 834 [500] 204 4 49 692 764 [500] 901 3111 24 294 99 354 83 529 696 4429 80 782 862 922 23 78 5227 [1000] 346 6.33 [1000] 79 852 [500] 988 6048 257 392 [3000] 514 78 95 [500] 849 7 169 240 327 572 8 0 611 8317 543 605 942 47 9103 [1000] 59 286 429 [1000] 729 77 843 951 5 8004 [1000] 26 107 219 459 74 590 96 778 444 6 2073 65063 152 226 302 425 596 97 603 65 712 99 952 582 838 635 59 832 981 118001 426 79 305 8 466 88 694 949 514 652 731 851 24251 417 60 630 [500] 51 26116 781 479 500 [3000] 6 82 638 66 236 94 303 435 541 866 933 245 405 116099 156 246 489 596 505 448 49 522 594 200 455 39023 [500] 68 112 39 202 346 58 564 643 60 711 33 41302 76 601 96 975 42131 77 450 930 43154 [ 3000] 667 811 44209 455 618 34 782 45117 [3000] 32 832 853 986 4 6019 [30001 216 84 [3000] 471 579 701 915 2O033 819 87 979 21292 [1000] 555 63-1 42 779 23448 826 [500] 913 [1000] 25407 930 2 7034 41 55 78 212 318 451 227 900 92 2 8020 158 [500] 79 ... — -- 29141 253 318 [1000] 445 615 730 [3000] 850 [ 500] 30006 [1000] 153 458 59 506 32 [500] 610 71 837 80 960 31490 825 952 69 32160 89 201 31 953 [500] 63 33192 93 216 311 74 403 501 642 767 99 34176 [500] 822 61 751 [500] 803 12 22 35185 [500] 721 [1000] 52 892 994 [ 3000] 3 6007 51 78 298 653 81 736 827 77 81 3 7024 [500] 37 537 [1000] 49 73 686 716 [1000] 32 803 53 905 3 8016 590 692 _ . „ 140436 624 766 825 1 4 1 202 31 338 676 722 1 42 200 [500] 315 435 574 937 1 43068 138 46 [1000] 66 204 509 54 629 797 [3000] 144018 37 218 51 374 438 824 145381 849 67 [500] 917 32 146192 229 586 670 794 987 [500J 147414 63 575 [1000] 148024 51 307 547 725 870 084 (5000] 86 149051 101 239 [500] 42 83 305 823 805 39 18330 4'4 [500] 845 936 19074 593 701 - ---------- 96 775 938 53 2 2098 311 71 56 96 191 270 419 512 81 [500] 654 8-12 6O009 101 [500] 27 337 560 739 61214 __... 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