Samstag Z5. Januar 1908 Zweites Blatt Nr. 21 Jahrgang E^chetnr täali<6 mit Ausnahme des Sonntags. Geyeral-Mzezger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichen Unwersiläls - Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Exvebftion und Druckerei: Scbul- straße 7. Erpebitwn und Verlag: e®5L Redaktion:112. Tel.-AbruAnzeigerGießen. t>te .Sießene» HanftUendlätter" werden dem otermal wöchentlich beigelegt, das „Mitisblan für den Kreis Sichen" zwennal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen 5ett- kra-en" erscheinen monatlich zweimal. Stiiumungsbüö aus dem preu-j. Abgeordnetenyauie. Berlin, 24. Jaiitiar. Mit der schlesischen Hochwasserkalamität und beweglichen Klagen über die Unzuverlässigkeit der beamteten Wetterpropheten begann, mit der üblichen langen Tebatle über Kaltblut- uni) Warmblu 1 zucht ich log die Freitagssitzung des Abgeordneten- haujes. Was dazwischen lag, war das Interessanteste des Tages: Tie Beratung des sogenaiinten Oslionds und des Fonds für die Kolonisation in O st v r e u ß e n und Pommern, und in Verbindung damit die Erörterung der Eutschulduugs- Vorlage, die die Oupreugische Landschasl der iliegieruug unterbreitet hat. Tie beiden Fonds hatten das Vans schoit ain Mittwoch beichäütgt, imd sie waren mit den dazu gestellteu Anträgen nochmals an die Komniission ucnuiejen worden. Tort hat es m der Zwischenzeit cm kleines Aergernts gegeben: Der Kommissar des FmanzinuusierS hat einen konservativen Antrag von Bieberstein, der zu Gunsten des Oslionds den zweiten Fonds um 200 UOü Mk. kürzen ivollte, schlaukiveg als Produkt der „Begehrlichkeit der Ostpreußen" bezeichnet, uuD er hat sich auch über den Eittjchuldungsvotschlag der Ostpreußischen Landschaft abiäUig geäußert. Ter Auiragsleller war in der Kommistion nicht zugegen, daiür nahm er sich deii waghalsigen Kommissar heute im Plenum atiis Korn. Selten ist em Vertreter der 'Regierung von konjer- vauver Seile so schart abgekanzelt, so össentlich zurecht- gcwiesen ivorden, wte der unglückielige Aianoatar des Herrn v. Rheinbaben. Aber nicht er allem ist eS un Regiertingslager, der den Zorn der Rechten aus sich geladen hat! Auch Herr Aeseler, der Justlzuunlster, hat es mit lhuen verichüttet. Er hat deu Eutschulduugsvorjmlag, eine Arbeit, der auch der Gegner des Gedankens Gründlichkeit und Sorgsalt nicht absprecheu faim, ktirzer- haud „atts juristischen Gründen" abgelehut. „Leider", fügte Herr v. Aruun, der Landwlrtschaitsmtnilter, bezclchneiid genug hinzu. Und die,e „juristischen Grunde" oifizteU der Landschaft muzuteileu, hat Herr Beieler vorderhand nicht tur zweckmäßig erachtet. Siur piivatun hat er sich darüber ausgelassen. Daß das die Rechte ärgerii mußte, lag aus der Hand, uitd Herr Bejeler bunte bei seinem Etat eine koiiiervative Quutuiig iniiuilltonunencn Inhalts erhalten. Denn kaum am erneu ihrer Gesegeiuwür'e hat b.e Rechte io große Hojjniiugen gesetzt, wie aus diesen En ls chu ldun gsv or jch l ag. WaS süid Hosjuungen, was sind Entwürsel Die beiden Fonds wurden schlieglich dem Kommissiousbeschlus; gemäß nach dem Etats» ansatz beivilligt, zugleich beschloß das Haus, auch für die Kolonisation ui anderen Provinzen von der Regierung erhöhte Ausiven- düng zu verlangen. Die weiter geiorderte sofortige Hergabe von Staatsmitteln zttr Bejchasiiing von Saatgut sür bie oilpreusz. Dtiszernlegegendeii land jelbfiverftändlich das Placel der rliegteruiig, und nachdem dann der Landwirtschnusetat ttud der Gejtütsetat beivilligt wareii, vertagte sich bie zweite Kammer auf Souuabend. hessische Zweite Kammer. R. B. Dar m ft a b t, 24. Januar. Die Sitzung wird voin zweiten Vizepräsidenten Dr. Schiltitt um 93/4 Uhr eröffnet. Die Kammer tritt sofort in bie Tagesordnung ein, Beratung folgender Anträge: a. Antrag der Abgeordneten Dr. Frenay und Genossen, die Gewerbeaufficht betr., 6. Antrag der Abgg. Ulricg unu Geno,)en, die Gewerbe- infpektion Bcll, c. Antrag der Abgg. Ulrich und Gen., be;t Bauarbeiter schütz betr., d. Boxstellung der Zentral',. i.ttnission der Bauarbeiter Hessens, Schutzuorschristen für Bauarbeiter betr.» e. Vorstellung der Vereinigung der mittleren Baubeamten im Groß Herzog mm Hessen, beir. die Gewerbeaussicht und die Bauarbeiterschutzge,etze, s. Vorstellung der vereinigten Arbettgxber-Veroanoe oer Bauhand- wcrrer Hessens, den Bauarbeiterschutz betr. Münster Braun macht hierzu längere Ausführungen, in denen er sich im wesentlichen aus bas im Ausschußbericht Gesagte bezieht. Einem etwaigen Vorwurf der Ver- r—.:"?rnmriwiii hi—ui um ii um । Gießener Lijeaier-vereln. Fra Diavolo oder Das Gasthaus von Terracina. Komische Oper in 3 Akten von Scribe. Musik von Ander. Mit Dankbarkeit dürfen wir Gießener der drei Gastspiele des Großherzoglichen HostheaterS in Darmstadt gedenken, die mit der gestrigen Ausführung des Fra Diaoolo für dieses Mal ihr Ende erreicht haben. Sie haben unS eine Fülle des Mu,ilalisch-Schönen gebracht: Rossinis Barbier von Sevilla, Beethovens Fidecko und nun zu guterletzt eines der Meisterwerke des genialen Franzosen. Die Reihe ist nicht groß, aber eine jebe dieser Opern stellt ein unvergängliches Meisterwcrt der Musik dar und zugleich ein für das Vaterland des Komponisten und seine Eigenart typische Schöpfung. ES sind Werke, bie weit hinauSrcichen über ihre Zeit und uns auch heute noch, nach zwei Menschenaltern, durch ihr Iugeudsrische und ursprüngliche Kraft bezaubern. Tie gestrige Aufführung oeS Fra Diavolo unter der feinsinnigen musikalischen Leitung des Herrn Kapellmeisters Kittel fügte sich in feuer Beziehung den voraufgegangenen Aufführungen würdig an. Ja, die Ouvertüre war wiederum ein Meisterwec, der Kleinkunst und dabei doch auch wieder von einer Einheitlichkeit und Größe der Auffassung. Diese minutiöse Exaktheit in den Einzelheiten und die Eleganz des Gesamtspiels des Orchesters sind schwerlich zu übertreffen. Hat man eS beispielsweise allgemein gewußt, daß die Trommel ein so modulations- fähiges Instrument ist und in solcher Weise imstande ist, den leisesten Empfindungsregungeri zu folgen, ivie das gcjlern zu Beginn der Ouvertüre der Fall war. Und dann die Blasinstrumente, die häufig so ungelenkigen und lau- nerihaften Herrschaften, waren |ie nicht von einer beispiellosen Schönheit in Klang und Ausdruck? Daß die Streichinstrumente in diejem Ensemble nichts von ihrer Souve- rdnüät einbüßren, ist natürlich selbstverständlich. Die Inszenierung durch Herrn Oberregisseur Bald eck war int ungemeinen gut, nur hätte auch hier wiederum, 'beuso wie s. Zt. in der Aufführung des Barbiers, die goldige Heiterkeit noch etwas besser zum Ausdruck gebracht werden dürfen. An hübschen Momenten derber Storni l hat es ja freilia) nicht gefehlt. Wie die beiden Halunken, Beppo und Giacomo, Zerliue kopierten, das war beispiels- toci|C ganz außerordentlich wirksam und von höchster Komik, aber sonst war der Humor dieser beiden ruppigen Gesellen doch meist von ziemlich geringer Wirkung. Ihnen zögerung möchte Redner von vornherein entgegentreten. Die Mgierung habe erst einmal die Anschauungen der Ständekammer kennen lernen wollen, namcniliu) wie sie sich die Durchführung der Kontrollvorschriften denkt. Der Ausschuß neigt der Ansicht zu, die Baukontrolle sei der Gewerheaussicht unterzuoronen und sür diese Ansicht sprechen aua) verschiedene Momente. Dennoch müße die Regierung ablehnen, die Kontrolleure durch bie Arbeiter wählen zu lassen. (Sehr richtig.) Rach ferner Ansicht dürfte vielmehr in den mittleren Baubcamlen das Perfonal für die Aussichisbcamt'n zu finden sein. Daß auch die Arbeitgeber für einen Bauarbeiterschntz eintreten, sei erfreulich. Die Bauunfälle zeigen nach den Statistiken in den letzten Jahren eine steigende Tendenz, durch die der 3tuf nach besserem Schutz gerechtfertigt ist. Was den Wunsch betri||i, daß bie Berbänoe der Arbeitnehmer unb -Geber vor dem Erlasse befragt werden mögen, so werden die zu erlassenden Vorschriften beweisen, daß auch den Wünschen der Arbeitnehmer Rechnung getragen wurde. Abg. Naab be,pricht oeö längeren den Antrag seiner Partei unb bie Materie im allgemeinen. Die nachweisbar unzureichende Kontrolle und bie fortgesetzt sich mehrenden Uii|dlte haben den 9iuf nach staatlicher Regelung des Bauarbeiter schütz cs ausgclvjt. Eu sei unbedingt notwendig, daß die Kontrolle auch von Arbeitern ausgesührt toiro. Sieoner führt da,ür verschiedene Fälle als Beweis an. Von der bieichsregierung sei für die Wünsche seiner Partei nichts zu erwarten, da müsse die Landesregierung eingreifen. Von oen Unternehmern werde ste^s versucht, die bejieyenuen Vorschriften illusorisch zu machen; darum sei Staatsaufsicht unumgänglich nouoenoig. tivc-mcr mochte im Namen seiner Partei unv alter Bauarbeiter die Regierung brüigeno bitten, ihre gegebenen Versprechen recht bato einzulösen, damit sei dann schon viel erreicht. Abg. Adelung erstattet sodann kurz Bericht über einige neu eingelausene Vorstellungen zu vorliegender Sache. Er wenvet sich nameniiich gegen eme Eingabe der Arbeitgeberverbände vetr. Iurüaftecknng der ganzen Materie und beantragt namens des Ausschusses, diese Vorstellungen für erieoigt zu erklären. Abg. Dr. Osann i,i erfreut über den von der anderen Seite angeschlagenen versöhnlichen uno ruhigen Ton, der es erleichtert, die schwierige Angelegenheit hier in Ruhe zu erörtern. Den Wunsch, den Arbeitern, die sich meist in erhöhter Lebensgefahr besinoen, besseren und ausreichenden Schutz angeveiheu zu lassen, 1) eben wohl acke Parteien des Hauses, jeooch sei b.e Sache in der Praxis viel schwieriger, wie in der Theorie. Dagegen müsse seine Partei sich aussprechen, daß oie Aussichtobeamten alle drei Jahre neu gewählt werden sollen, also nach dem Verfahren der Geiv^rbegerichte. Die von der Regierung als ulipurteiischc Behörde öefitmmten Arbeiter, die dadurch Beamtenquali- fitation erhalten, dürfen nicht von der Wttitür der Atbeiicr abhangen, sondern inüs,en unabhängig sein. Gegen die Wahl von Arbeitern haoe seine Partei setöst nichts einzu- wenoen. Daß meine Partei bereit i,t, an oer Losung dieser Fragen mitzuarbeiten, ist selbstverstälidlich. Abg. Dr. Frenay geht sehr eingehend auf die Materie em. Was bie Wahl von Arbeitern als Stontroll» beamten betrifft, so sei dabei vorauszusetzen, daß sie ein gewisses Maß von technischen Kenntnis,en sich erworben haben. Man könne wohl zu der Regierung das Vertrauen haben, daß sie die richtigen Manner auswahlt. Im übrigen I bezieht sich Redner auf seinen Ausschußbericht und bittet, fehlte der richtige Gauiierhumor. Auch bie Komik in der Figur Lord Kootburn ver,agte recht oft. Hübsch waren eigentlich nur die Boxübungen Mylords. Durch ein mehr der Zeit (1830) angepaßtes Kostüm hätte man hier ebenfalls manche Wirkung steigern tonnen. In wie weit die entzückenden Roben der Laoy Pamella der Mode von 1830 entsprachen, wage ich nicht zu entscheiden. Aus alle Fälle sah Frl. A Müller in dieser Rolle reizend aus. Die gesanglichen Leistungen standen auch dieses Mal wieder auf unbestreitbarer Hohe. Herr ©bemann erfreute vor allem als Fra Diavolo durch seine glänzenden, weichen und so ausdrucksvollen Stimmittel. Sehr schön war die Darcarole im zweiten Akte, aber noch um vieles prächtiger gelang die Arie und daS Rondo des dritten Aktes. Und dabei war die Darstellung sehr gut. Lord Kootburn, der von Sjerrn Riechmann gegeben wurde, tritt rein gesanglich in dieser Oper weniger hervor, jedoch das Duett des ersten Aktes gelang recht gut Dasselbe gilt auch von Frl. Müller als Pamella. Den Lorenzo sang Herr Wolf teilweise etwaS forciert, aber sonst edel und rein in der Tonfärbung. Nach der wundervollen Leistung, die Frl. Roediger alS Marzelline im Fidelio geboten hatte, konnte man mit Spannung ihrer gestrigen Zerline entgegensehen, und die Erwartungen wurden keineswegs getäuscht. Diese Stimme ist von einer Weichheit, einem Wohlklang, einer Kraft und eurer Ausdrucksfähigkeit, die einem immer neue Bewunderung aufnötigl, je länger man sie hört. Wie rührend klang ihre Romanze im ersten Akte, und wie innig und heiter die Kavatine int zweiten, die vielleicht das Schönste genannt werden kann, was dieser Abend bot. Mit ihrer Romanze zu Beginn des zweiten Aktes erntete sie stürmischen Beifall bei offener Szene. Von den übrigen Sängern seien an dieser Stelle noch besonders erwähnt Herr Schwarze als Matteo, §err Drap al als Giacomo und Herr Dr. Kuhn als Beppo. Nach Schluß des letzten Aktes wurde dem Frl. Roediger ein prachtvoller Lorbeerkranz überreicht. Der Applaus und die Bravorufe des Publikums wollten gar nicht enden. Kunstverein. Gießen, 25. Januar. Mit dem vorigen Sonntag, der befondeis zcftsireiche Besucher in das Turmhaus am Brand gelockt hatte, i|t unsere Kunstausstellung, die tu deu Festwochen erllärlicherweise immer etwas in der herrschenoen ^^r,ähnlichen Stimmung", den Ausschußanträgen zuzustimmen. Abg. N 0 a ck wendet sich gegen den Vorwurf des Abg Raab, baß die Arbeitgeber mit ihrer Eingabe nur eine Verschleppung beabsicht.grm. Was die Bauanssicht auf dem Lande betrifft, so könnte diese sehr wohl den S.raßenbau- auffehern Übertranen werden. Im übrigen steht Redner auf bem Boden des Ausschußantrages. Abg. Orb meint, ourch Die städtischen Kontrolleure würde der beabsichtigte Zweck nur zum Teil erreicht. Besser würde es erst werden, toenn Arbeitern dieses Amt übertragen werde. Man könne sich damit zufrieden geben, wenn eine Anzahl Arbeiter der Regierung in Voijihlag gebracht und von dieser die Auswahl bann getroffen wird. Abg. Raab wendet sich gegen den Abg. Dr. Osann bezüglich der Wahl der Konirolleure. Man scheine nur zu befürchten, daß ein Sozialremoirat gewählt tocroen könnte unb wittert dabei gleich Parieipoliiik, ohne zu bedenken, baß auch andere Parteien Parteipolitik treiben. Die „versöhnliche Stimmung", die Abg. Osann hatte, wurde durch oie entgcgcntomme.ibe Halcung der Regierung hervorge- rufen. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Dr. Frenay und Orb wird die Beratung geschlossen, oie Ausschuß- a n träge werden gegen 5 Stimmen angen omni e n. Es tritt dann eine Pause ein. Nach der Pause toiro der Antrag des Abg. Köhler beraten, betr. §-ie Einrichtung landwirtschaftlicher Lehrkurse für Soldaten. Der Anirag geyt dayin, oie zwecke Kammer wolle beschließen, bie Giogyerzogliche Regierung zu ersuchen, im Bundesrat die Anregung zu geben, dich sakuitativ den Aiannfchaften und LUuero (fixieren ein- bis zweimal wocheniiich landwcktschaftlicher Uiwerricht erteilt werbe: 1. im allgemeinen in geeigneten Garnisonen im ganzen Reiche, L. im besonoern zu Gießen, im Anschluß an bie Lehrmethode Professur Gisevins uno Leidich--angsborf. Die Regierung äußert sich im Schreiben vom 1. Juli 1907: „Bereits unterm 21. Mai 1902 haben wir uns dahi«, geäußert, daß die Großherzogliche Regierung ein Eingehen auf den in Drucksache Nr. 808 enthaltenen Antrag des Abgeoroneckn Kohler wegen Einrichtung laiwwirifci)asckicher Lehrkurse für Soldaten mit Rücks.cht auf die diesem Anträge beigegebene Begründung ablehnen müsse. In der gleichen Weife haben wir uns unterm 31. Januar 1903 zu oer dieselbe Angelegenheit betreffenden Anfrage des genannten Abgeoroneteii ausgesprockxan. In Lern nunmehrigen Anträge lvieoerholt der Aogeordnete Kohler nicht nur bie bezeichnete Begründung, fuueern er gtot auch als Bestandteil seines Aiurags ferne in der Schung der zweiten Kammer vom 19. März 19u3 von dem Herrn PrästOenten bean- stande..i.n Aeußerungen wieder. Jusolgedessen muß es die Groß herzogliche Rcg.erung gleichwie früher ablehnen, sich zu oem gestellten Anträge zu äußern." Wie damals hat auch jetzt wieder die Regierung einen durchaus ablei;cnven Standpunkt eingenommen, da ihr in jener Begründung' eine einwertige Sienung zugunsten des Hänblerrums unu der Jnoiifiru, Unfähigkeit a^rwrpviitisch zu denken, sowie Diangel an Herz unb Sinn für die Land- wirtschaft zum Vorwurf gemacht wurde. Wenn sich auch der Ausschuß entschieden gegen die durch nichts gerechtfertigte Behaup.nng te5 Antrag.iellerS aussprechen muß, so ist er doch der An ficht, daß der ^runo^ IneimätterUcy dehaiwett luirö, in die zweue HaUie ihrer ^imcr- jaifon euuteueieii. Was sie diesmal biciet, hl, rvenn auch nicht einen Ranges, |o doch erirculut) und nut Tank zu begrüßen. Eine Ausstellung ohne Lenjalioueu, von erufler Grundstiinniuiig, scheint Iie befonoevec Erkläiungen und trithcher Hil'en weniger zu be- dürien, als manche ihrer Vorgängerinnen. Und doch rechoerligi sich em beionOcier Hinweis schon durch die Eigenart emeS der Ausfleller, des AtuuchenerS ihalb auch Römers) H. <5. Wagne r. Tenn hier werden wir dem Alltäglichen emhoben unb von einem leck und sicher zmasfenden Künstler bald in eine großartige sJlatur entrückt, bald zur Be>vundeiuug ausgesuchter Farbenpracht ins Hille Kämmerlein geloüi. Tas sieht zunächst etivas nach rein äußerlicher Wache und Esselthaicherei aus, die sich heutzutage in wlchcii von strenger Foini gnädig verschonten Forbensymphonieii mit Vorliebe ergeht; aber der Eriolg entscheidet, unb f ü r den Künstler. ES ist geradezu erfiaimlich, wie biete groß gesehenen, nur eben etwas wild gemalten Eampagnalandjchasten den Beichauer 'esthalten und zu immer lieierem Betrachten zivlngeu, wie die Blliinenstücke unb cuilleben, bie zunächst nur launenhaile und kunflliche Zusammeiislellimgeii irappierender Farbenlone scheinen, immer ivohliliender aus bei Tiefe ihrer echt malerischen Empsinbuiig wirken, Slimiiiung erzeugen, dem aunnertiam Verwelleuben und Lchauenben sich mr Hcrz schmeicheln. Tast bas Jelchneilsche babei 'ast ganz zurucklritt, toll dem Künstler nicht zum Vorivurs gereichen, obivohl die immerhin kleine Reihe von Bildern nicht zu entscheiden erlaubt, rote wett sein zeichnerisches Können dem malel ischen gleich- lomml. Tie bebcutenk |ien Bilder sind wohl die „Alononacht bei Rom", „Aus der Bia Eassia", „Stürmischer Abend auf der Bia ppia", „Sonnenuntergang an der Via jlanunia" und von den Blllmenslücken die „iapamjche Vase", die „Herbslphantasie", besonders aber das feierlich gestmiMle„Slilleben"mit de>l 9iUen. Tie 2Porträts reichen nicht aus, den Künfller als Bildmsmaler zu beurteilen. Es ist von diescii farbcimoljen Schöpfilngen Wagners kein großer Schritt zu H. K 0 b e r ft e i n s prächtigen „Kaninchen in kohl", die in erster Linie ebenfalls durch ihre icur abgeiiimmien Farben wirken. Tagegen stellt sich m jdiacien Gegensag zu die,en 9lcueien der Karlsruher A. H 0 e r st e r (f > mit seinen soliden, aber etwas irocken unb stmimungslos gemalten ^anbichaiten. W. Hama ch er- Berlm, hier wohlbetannt, bringt eine Reihe guter Maiineaguarelle; cm paar ähnliche, bie das Verlangen nach mehr erwecken, A Lachen in a i) e r - Berlin. Tie Landichakten von E. L e n g u 1 ci)- Tresden, sind gut beobachtet, aber etwas zu welch unb man los m der Älusiührimg. Als ein ciud aus einer anbecen Well sieht in dieser Ausstellung bas Genrebilb Aiax K a 11 e n m 0 j e r ' s, bad aus hiesigem Privatbesitz luunnit und als verkäuslich bezeichiiet ist. Las ist lieiüd) tcuie Leibl'jche Tamauerm, aber hübsch i|t sie unb liebevoll gemalt, unb wer einige Erfahrung in dem weilen Gebiet des obcrbai)ri|cl)en Genrebildes hat, wirb bekennen müssen, daß dieses auch m Farben und Licht sehr reizvolle und delikate Bild des zmilich jung üei|torbencii Künstlers em erlesenes Stück jener Kunstgattung ist. Heutzutage sieht man an dergleichen leucht vorbei, m 2U, vielleicht schon m io Fahren roub eß wieder „entdeckt" fern. Kaufkräittge Kunstireunde, ine nicht ausschließlich Modernes suchen und nicht nur auf Meister ersten Ranges schwor en, finden hier Gelegenheit zu einem kauf, ber nicht wicht gereuen wurde. li. 3. gedanke des Antrags einen gesunden Kern enthalt. Jede weitere Ausbildung unseres Volkes und ganz- besonders die Erhöhung und Bereicherung aller für die Landwirtschaft notwendigen Kenntnisse kann nur mit Freuden begrüßt werden, denn Bildung macht frei! Und daß unsere zweite Kammer diesem Bildunasbestreben wo nur immer möglich völlige Förderung zuteil werden läßt, das hat sie schon in zahlreichen Fällen bewiesen. Gegen den in Vorschlag gebrachten Weg, die landwirtschaftliche Bildung zu heben, scheinen dem Ausschuß indes große Bedenken obzuwalten. Denn erstens glaubt der Ausschuß, daß in der militärischen Organisation große Hindernisse vorliegen werden. Zweitens liegt die Befürchtung vor, daß, wenn einem Berufe eine so weitgehende Unterstützung gewährt wird, die anderen mit gleichem Recht die gleiche Förderung verlangen werden, was doch zu unerträglichen Konsequenzen führen müßte. Drittens scheinen dem Ausschuß noch nicht genügende Erfahrungen und Unterlagen für das ganze Unternehmen vorzuliegen, die ganze Frage noch nicht spruchreif zu sein, so daß bis heute ein zustimmender Beschluß nicht gefaßt werden kann. Der Ausschuß beantragt daher, den ^Antrag Köhler für erledigt zu erklären. Mg. Köhler begrünoet seinen Antrag. Er wird jedoch abgeiehnt uno der A u s s ch u ß a n t r a g angenommen- Zur Vorstellung der Bürger von Hofheim, Bürstadt und Lampertheim, betr. die Aufbringung der Betriebskosten für die Entwässerungsanlage ninden drei Gemarkungen wendet sich Abg. Hi r> ch el scharf gegen Vorwürfe, die in der „Worms. Ztg." gegen den Finanzausschuß bezügl. der Behandlung dieser Angelegenheit er» !hoben wurden. Abg. Seelinger bedauert die Angrisfe in dem genannten Blatte und befürwortet dann die Eingaben der drei Gemeinden, indem er näher auf die lokalen Verhältnisse eingeht. Er beantragt, die Vorlage an den Ausschuß zurüct- zuverweisen und zur nochmaligen eingehenden Beratung zu bringen. Abg. Uebel hält im Gegensatz zu der Ansicht des Ausschusses und der Regierung d.e damalige Versammlung (24. 2. 07) in Lampertherm für eine sehr bedeutsame Kundgebung. Von der jüngsten Versammlung aber, von der die „W. Z." berichtet, kann das nicht gejagt werden, sie sei vielmehr im Interesse der Sache tief zu bedauern. Er halte es sür frevelhaft, die tiefgehende Erregung der Bevölkerung politijch für Partcizweae auszuschlachten. Das allein sei die Absicht der Versammlung gewesen, was aus dem Bericht deutlich hervorgehe. Man wollte weiter nichts, als die dortigen erregten Bauern zur „Heylsarmee" einmarschieren zu lassen. Redner hofft ebenfalls, daß die Angelegenheit nochmals eingehend geprüft und beraten werde. Finanzminifter Gnauth meint, es müsse den Herren sehr schwer geworden sein, aus der kleinen geringen Beteiligung des Finanzminisieriums diese große Aktion zu konstruieren. Es handelt sich bei dieser Sache um 350 000 Mk., von denen nur etwa 2800 Mk. aus die Pächter abgewälzt worden sind. Redner habe gegen eine nochmalige recht gründliche Beratung der Anlage nichts einzuwenden, wenn er auch die Vorwürfe gegen oc» Finanzausschuß sür unangebracht und unberechtigt halte. Abg. M o l t h a n nimmt ebenfalls den Finanzausschuß gegen die Vorwürfe in Schutz. Er hält vie Zurüctoer- wersung für ein Mißtrauensvotum gegen den Fmanzaus- schuß und bittet, sie abzulehnen. Mintster des Innern Brau n schließt sich den Bemerkungen des Finanzministers an und rst der Meinung, daß auch bei einer nochmaligen Beratung int Ausschuß nichts anderes Herauskommen weroe. Der Ansicht des Abg. ©dinger, daß zu ,bem Projekt eine Staatshilse in Aussicht geworden war, müsse Reoner entgegentreten, das sei nie der Fall gewesen. -Das Prvfett sei auch den Gemeinden nicht aufgedräugt worden, sondern es sei auf Grund der Vorschrisren des Bach- 'gesetzes in Angriff genommen, nachdem em ganz genauer Voruaschlag ausgestellt war. Interessant ist, da ßeinige ! i—w ■mmwuw pamaa Tage vor der Versammlung das Verwaltungsstreitver- sahren durch Vergleich vor dem Kreisantt Bensheim eingestellt war. Davon habe man auf der Versammlung fein Wort gesagt. (Hört, hört!) Schließend spricht sich Redner gegen den Rückverweisungsantrag aus. Abg. Bähr bittet hingegen, den Rückverweisungsantrag anzunehmen. Abg. Noack bittet den Antrag abzulehnen, schon um damit zu bekunden, daß man dem Bericht der „W. Z." keinerlei Wert beimißt. Abgg. Uebel und Dr. Osann sprechen für den Rück- verweisungsantrag. Der Antrag wird sodann angenommen. Das Haus erledigt noch eine weitere Position ohne öffentliches Interesse; die Sitzung wird dann um li/i Uhr geschlossen. Nächste Sitzung Dienstag 10 Uhr. ♦ Der Gesetzgebungsausschußder zweiten Kämmer sollte heute, Freitag, nachmittag zu einer Sitzung zusammentreten, um über die neuen Vorschläge des Gesetzgebungsausschusses der ersten Kammer bezüglich der Ver- sassungsarillel tn der Wahlrechtsvorlage zu beraten. Infolge einer ernstlichen Erkrankung des Abg. Dr. Gläs sing, der auch n.cht an dem ge^rigen parlamentarischen AtAnd teilneymen konnte, i|i die Ausschußsitzung in letzter Stunde au, nächste Woche verschoben worden. ttleiue Tageschrouik. In Dresd en sind der König der Geldschrankdiebe Kirsch und jem Geyille Gorski von den Gerichtsbehörden iür irrsinnig erklärt worden uiid werden nach einer preußischen Irrenanstalt überiührt werben. Kirsch war der Führer einer Gesell- Ichast von Verbrechern, nut denen er Strenzüge diirch ganz Deutsch- laiid iiiilernahni. Das aus der Notre-dame-Kirche in Gourtrai (Belgien) g - floh lene, auf eine halbe Million geschätzte van Dyck-Gemälde, Darstellung der Errichtung dcs Kreuzes, wurde auf einem Rollwagen in Arooye w ie de r g e f u n d e n. In Großwardein wurde wegen Fälschung vierprozentiger K ro nenr e nten-Obligatwncn der Gewerbeschulprofessor Molnar verhaftet. In Paris brach in der Zentral Markthalle Feuer aus, das in b.r elettrijchen Krastjtation ansing und eine große Panik vervreckete. Das Licht erwsch und dichter Nauck) erfüllte die Halle, während Schreaensru,e von allen Seiten ertönten. Die Arbeiter der elektrischen Station gaben sofort Alarm, ignal und verfuchten sich dann zu retten. Man hofft, daß alle mit dem Leven davongekommen sind. Ter Materialschaden wird auf eine Million Franks beziffert. Durch Vernichtung der Kabel ist ein großer Teil des Opernvierteis in Dunkel gehüllt. Aus N e u y o r k wird gemeldet, daß die Schauspielerin M a y Clark in einem Restaurant zu einer Zeit, da das Lokal mit den vornehmsten Gasten angesüllt war, emen Mord und darauf Selbstmord verübte. Das Opfer des Mordes war em Kaufmann namens John Brady. Tie Schauspielerin stürzte sich auf ihn und enchoß ihn, wahrend er fein Diner einnahm. Darauf er,choß sich May Clark felvst. Beide lagen tot auf dem Fußboden des Restaurants. Eine Panik entstand. Brady stand friUjer in näheren Beziehungen zu der Schauspielerin und hatte sie verlassen. Die Untersuchung gegen einen in New-Port kürzlich verhafteten Manu namens Giordaui, der zur Unterstützung der revolutionären Bewegung in Haiti unö St. Domingo falsches Geld an* aeieriigt halle, hat den anierlkanischen Konsul in Si. Mare auf Haiti derartig bloßgestellt, daß er ,euies Amtes enthoben worden ist. Tre Untersuchung gegen Giordam hat zur Beschlagnahme von 2000 Stück Gewehren und von 800000 Dollars Falschgeld geführt. AvSsüh m dru ^ifln6tßflüdßrfyi|inu on AlM idtttzku. Aufgebote. Januar. 18. Karl Rohrbach II., Hüttenarbeiter in Lollar, mit Elisabeth Jung dahier. 21. Heinrich Georg Gerbig, Sergeant dahier, mit Maria Becker in Schwarz. 21. Blllhelm Rum, Kernmacher, mit Marie Kehrum, beide dahier. 21. Otto Degenhard, Kaufmann, mit Emilie Rujag, beide dahier. 22. Andreas Stieler, Telegraphenarbelter in Rainrod, mir Luise Trehwald in Großen- i twiih— i>TTiiTn~raiTi—nfinnrniiTmi t i mn i iiinniMiMiiiin in» i ■ ■ IIIMM—■ I u—uj 3n den LordMeren und Ecuador. Besteigung des Chimboraffo und Cotopaxi. So (outete das Thema, über das am legren Donnerstag Prof. Dr. jur. et Phil. Hans Meyer ans Leipzig, Ehrenooitor der philos. Fakultät der Ludoviciana, vor oer Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde zu Gießen sprach. Professor Hans Meyer, der jetzige Leiter des Bibliographischen' Instituts in Leipzig, der Herausgeber von Meyers Konversationslexikon, ist der berühmte Besteiger des Kilimandscharo. Er steht heute bereits im 50. Lebensjahre, macht aber den Eindruck eines flotten Dreißigers. Die ungeheueren Strapazen, denen er in den Gletscherregionen Jnnerasrilas und Südamerikas sich mit bewundernswerter Kühnheit und rastlosem Forschereifer aussetzte, haben ihn also nicht, wie man anneymen sollte, früh altern lassen, sondern vielmehr jung erhalten. Pros. Meyer ist ein Meister des wissenschaftlichen Vortrages. Klar und kirapp und von wohltuender, ausge- glicyener Ruhe und zugleich bescheidener Sachlichkeit in seinen Ausführungen steht ihm ein prachtvolles Organ zur Verfügung, dem er stets die rechten Maße angedeihen lägt. Eine eminente wissenschaftliche Tat war seine im Jahre 1903 mit dem Müncyener Aquarellisten und Alpinisten R e s ch r e i t e r ausge, ührte Besteigung der gewaltigen Schneeriesen Ecuadors, eine Tat in erster Linie aus geführt im Dienste der Glazialforschung. Prof. Meyer gab im Eingänge seines von Prof. Dr. Wilh. Sievers mit betoiUtommnenöen Worten eingeleiteten Vortrages eine kurze Schilderung des südamerlla- nischen Landes Ecuador (Aequator), das 20 mal so groß ist wie das Königreich Sachsen, dessen Bevölkerung aber nur ein Drittel der Einwohnerzahl Sachsens beträgt. Tie Cordilleren sind zwei einander parallel lausende v^llanischc Gebirgsketten, die ein durchschnittlich 3u00 Mier Hohes Hochplateau umgrenzen, den Hauptsitz der Bevölkerung des Landes. Währeno die subtropische Andenregion eine reiche Flora ausweist und die Sie|ebenen rechts und links der Gebirge von dichten Urwäldern bedeckt sind, findet man auf den von heftigen Winden fast unausgesetzt heimgesuchten unwirtlichen Hochebenen, die bei ca. 3000 Meter Höhe beginnen, nirgends Wald, sondern nur spärliche Kakteen, Opunzien, Agaven, von 4000 Meter Höhe ab nur em gelbgraues seriöses Gras. Tie Bevölkerung ist fast rein indianisch und trotz repuMiiamfajer Verfassung tatsächlich den wenigen reichen Großgrundbesitzern hörig. Das Land besistt nur eine Eisenbahn, die von der H.l,enstadiGuaYa- quil nach der Hauptstadt Quito zu geführt wird und erst zur Hälfte etwa in Betrieb ist, und nur eine einzige Fahrstraße, sonst nur Saumpfade, die wahrend der halb- jährigen Regenzeit unpassierbar sind, so daß bann aller Verkehr stockt. Nur wenige Pferoe und Maultiere und ein paar Indianer begleiteten Meyer und Reschreiter auf ihren Besteigungen oes Cotopaxi wie des Eylmborazo. Der erstere der beiden Bergriesen (5988 Meter) ist der höchste tätige Vulkan der Erde, weit höher als Vesuv, Aetna und Stromboli zusammengenommen. Durch Jeme stets urplötzlichen Eruptionen ist er von jeher der Schrecken der Eingeborenen. Wilh. Reiß (1872) und Alsvns Stubel (18 <3; waren seine ersten Ueberwinder, der dritte Theodor Wolf. Alle drei deutschen Forscher fanden die Spitze des Berges stets in anderer Verfassung, eine Folge semer vulkanischen Tätigkeit. Seit 1880 war der Gipset nicht mehr erreicht worden. Der Aufstieg Meyers erfolgte von der Südseite aus, bei andauerndem heftigem -Ostwind, in Begleitung von Reschreiter und nur zwei Indianern. Er erforderte zehn Stundeti. Die Struktur des Berges zeigte, daß seit Jahren keine Eruption erfolgt war. Bei einer Höhe von 5070 Meter zeigte sich im dichten Nebel plötzlich vor den Bergwanderern eine Felswand, die bei ihrer Berührung sich als heiß erwies. Die Schneegrenze befindet sich in etwa 4700 Meter Höhe. Hier hatte man die Tiere zurücklassen müssen. Während die früheren Besteiger die äußerste an lichtblauen Firnen reiche Höhe start felsig geiunoen hatten, beobachtete Meyer hier nirgends Fels. Der ungeheuere Schlund des Gipselkraters hat einen Durchmesser von 750—800 Meter. In eine Tiefe von etwa 100 Meter, die dreifache Höhe des Kölner Domes, vermochte Aieyer hinabzusteigen auf senkrecht abfallenden Firnenstufen. Das lichtblaue Eis hob sich von dem grauen Wasserdampf, der unaufhörlich dem Krater entsteigt, in wirksamstem Kontraste ab. Die Kvaterwänoe waren zum größten Teil überzogen von fingerlangen Eisblättern, die wohl als Kristallisationen des Masterdampfes anzusehen sind, als Bildungen des Rauhsrojics. Es betrug die Temperatur aus dem Gipfel nur —2 Grad. Die beiden Wanderer, der Gelehrte und der Zeichner, hielten sich dort in emsiger Arbeit bis 4 Uhr nachm. auf und mußten sich bann beeilen, um bis 6 Uhr unier die Schneegrenze herunterzukommen, was ihnen auch gelang; noch vor Dunkelewrden waren sie bei ihren Tieren angelangt und konnten in ihren Zelten etwa 1200 Meter unter dem Gipfel übernachten. Den Chimborazo (6310 Meter) hat Meyer mit Reschreiter zweimal erklommen. Humboldt war 1802 sein erster Ersteiger, indes nur bis etwa 5900 Meter. Stübel blieb 1872 noch etwa 100 Nieter drunter. Der Engländer Whymper erreichte 1880 als einziger bisher seine höchste Spitze. Die hat 1903 nun auch Meyer nicht erreicht. Dieser gewaltige Riese von wundervoller Formation strebt in fünf großen Gipfeloomen zum Himmelszelt und ist von mehr als zwei Dutzend Riesengletschern überströmt. Seit Aeonen ist er nicht mehr als Vulkan tätig. Die erste Besteigung cr- solgte im Juni, die Weite un Anguß. Aus einer Höhe von 3700 Meter erreichten sie eine Hacienda, die höchste menschliche Ansiedelung. Dann zeigt der Berg mir noch Buseck. 22. Karl Reitz, Fabrikarbeiter, mit Margarete Volk, beide in Watzenborn. 22. Karl Droß, Landwirt in Holzhausen, mit Friederike Katharine Dorlaß dahier. 22. Georg Woli, Kanzlei- gehilie, mit Sophie Fritsch, beide dahier. 22. Heinrich Rockel, Telegraphenarbelter dahier, mit Margarete Eckhardt in Wolf. 23, Heinrich Diehm, Großh. Banrat und Provinzial-Jngeuieur dahier, mit Charlotte Sidonie Elisabctha Johanna Sandmann in Lauterbach. 23. Heinrich Biervert, Schirnvabrikant, mit Thekla Sack, beide dahier. Eheschließungen. Januar. 18. Adam Kircher, Aiechaniker, mit Katharina Vomend, beide dahier. 18. Adam Hahn, Unteroffizier, mit Kai Harme Wassern, beide dahier. 18. Karl Pflüger, Kanalarbeiter, mit Jvhannelte Schmidt, beide dahier. 21. Philipp Jakob Gregorlus, Fuhrmann, mit Ellsabeihe Weber, geborene Tepp, beide dahier. 21. Arthur Friede, Kaufmann in Dortmund, nut Ehe Stahlberg dahier. Geborene. Januar. 14. Dem Hauplmanu Wilhelm Buhtz ein Sohn, Georg Wilhelm. 15. Dem Oberlehrer Ludwig ttl-cbev eine Tochler, Sigrid. 17. Dem Lokomolivheizer Wilhelm Gisset em Sohn. 18. Dem Kaufmann Nathan Bullenwieser eine Tochter, Fanny. 18. Dem Taglöhner Johann Mettler em Sohn, Wilhelm. 19’ Dem Kulturtechncker Karl Friedel eine Tochler. 19. Dem Eifenbahn- schaffner Johannes Becker em Sohn, Friedrich. 19. Dem Bau- nnternehmer Johann Otto Schneider eine Tochler, Gertrude Maria. 20. Dem Fuhrmann Wilhelm Deibel ein Sohn, Lndivlg. 20. Tein Glaser Hemrick) Röhm eine Tochter. 23. Dem Fabrrtanlen Theodor Lotz eine Tochter, Anna Luise Ätarie. Gestorbene. Januar. 17. Henriette Kreckel, geb. Schwarz, 54 Jahre alt, Maigasse 15. 20. Peier Prell, 61 Jahre alt, Reslaurateur, Kreuz- platz 5. 21. Röhm (noch ohne Bornaine), 5 Stunden alt, Eder- Uvaße 18. 22. Heinrich Pitzer, 44 Jahre alt, Oberposlasflilent, Nordanlage 29. 22. Jakob Heinrich Backhaus, 8 Atouate alt, Sandgasse 25. 23. Elisabeth Horny, 2 Jahre alt, Dammstr. 20 Die nach- A a sind Sonntag den 26. Januar stehenden Avl L & V von 12 Uhr mittags bis 12 ehr nachts nur Iür dringende Fälle sicher anzutreüen. IP’5/, l>r. (jieyer, Seltersweg 64. — l>r. Klein, Ost-Anlage 37. — ________________lir. Zinsser, Goethestras.se 10._______________ Sonntag, den 26. Januar 1908 H a nur von 4—9 Uhr nachmittags offen: AJ11 öVlldpUlllCKtJ. Giessen, den 25. Januar 1908. tivossh. Polizeiauit, Reinhart. D25/i TeieioBiiscöie des Gicssenet Anzeigers, mitgeteilt von der Hank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter tiörse, 25. Januar. 1.15 Uhr. 3%°/0 Reichsauleihe . . 93.40 3% do. . . 82.60 3>$0/0 Konsols .... 93.70 "6% do 82.60 J/4°/0 Hessen.....9210 3>^*7O Oberhessen . . . 92.00 4y^o Uesterr. Goldrente. 98 50 4l/6 Uesterr. Silberreute 99 00 4^6 Ungar Goldrente . . 94 05 4% Italien. Rente . . . —.— 3-o Portugiesen Serie I 61.00 3% Portugiesen „ 111 62.65 4>$0/0 russ.btaatsanl. IOUj 94 8u 4>i °/0 japau. Staatsanleihe 88.75 4-ü L'ouv. Türken von lbu3 95.60 Tiirkenluse 146 40 4% Griech. Iloiiopol-Anl. . 49.40 4% äussere Argentinier . 86.15 d°/0 Mexikaner .... 65.20 4>iv/0 Chinesen .... 95.50 Aktien: Bochum Guss 199.25 Buderus E. W 112.70 Tendenz: behauptet. Berliner ifiörse, 25 Ganada E. B 156.20 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... —.— Dortmuuder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . — Tendenz. unentschieden. Elektriz. Lahmeyer . . . 123.25 Elektriz. Schlickert . . . 107.20 Eschweiler Bergwerk . . 206 oO Gelseukircheu Bergwerk . 187.20 Hamburg - Amerik. Paket». 119.20 Harpeuer Bergwerk. . . 201.75 Laurahütte 218.70 Xordd. Lloyd 106.50 Ubeischles. Eiseu-Iudnstrie 99.75 Berliner dandelsges. . . 157.25 Darmstädter Bank . . . 126.40 Deutsche Bank .... 233.25 Deutsch-Asiat Bank . . 137 00 Dibkoutu-KomuiaudiL . . 173,00 Dresdner Bauk .... 189.30 Kreditaktieu 201.60 Baltimore- und Ohio- Eiseulahn 87.20 Gotthard bahu — .— Lomuard. Eisenbahn . . 27 60 Uesterr. titaaLshuhn . . . 145.25 l'rnice-Henn-Eiseubahu . 118.50 Januar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 202 10 uaurahütte 218.70 Lombarden E. B. ... 27.60 Nordd. Lloyd 106.00 l uraenlose 146.40 braungvaues Gvas. In einer Hohe von erwcc 4aOO Meter beobachtete Meyer noaj den Kolibri, voroom noch den Hirsch und Pekari, und noch in der Höhe von 5200 Meter eine alpine Pflanze, Senerio, trotz aller unausgesetzter Stürme. Später ist alles felsiger Schutt, dann Firuruppeln auf rötlichem Steinunterbau. In etwa 5800 Peeter Hohe erfroren Meyer, trotz dickster Pelzyandschuhe, zwei Finger, die später opc» rierk werden mußten. Wieder mußten die Tiere, spürcr auch die eingeborenen Begleiter, zurückgelassen werden. Manche Firnen erreichten Die Höhe von 70 Meter. Ein Ein Schneesturm, der sich erhob, tobte sich zumeist zu ihren Füßen aus, und bei 6050 Meter Höhe sahen sie unter sich die Wollen gleich Schneefluten. Ein weiteres Vordringen war wegen der Späte der Tageszeit nicht angängig, und es mußte die Rückkehr angetreten werden. 'Beim zweiten Aufstiegei m August hatte sich der Firn droben in förmliche Stachelpanzer verwandelt, die sie 7 Wochen zuvor gut hatten besteigen können. Es herrschte eine Kälte von —9 Grad. Diese phantastischen Firnsormationen führen den Namen Penitentes (Büsser), da sie in langen Reihen gleich erstarrten Pilgern fiel) hinziehen, wälzend sie zuweilen gleich schäumenden Schneewellen dahinzufluten scheinen. Meyer beobachtete 20 bis 30 Meter lange Eiszapfen. Bei 6180 Meter Höhe war ihm das zweite Mal vas Weiterdringen im fürchterlichen Schneesturm unmöglich. Beim Abstiege entdeckte er einen neuen, den größten Gletscher des Chimborazo, dem Moränen bis zu 400 Meter Höhe vorgelagert sind. Prof. Meyer stellte fest, daß der Ausgang des Tertiär und der Anfang des Quartär Anteil an der Zusammensetzung der Kordilleren haben, die übrigens keine streng zusammenhängende, sondeni ost unterbrochene Bergkette bilden, daß sie im späteren Diluvium entstanden juto, daß sie vordem ein größeres Gebiet in anderer, niedrigerer Formation bedeckten. Es unterliegt für ihn keinem Zweifel, daß die südamerikanische Gletscherwelt großen periodischen Schwanmugen ausgesetzt ist, in steter Abhängigkeit von der in Jahrmiliiouen gleichfalls schwankenden Stärle der Sonncnwärme, von der wir winzigen Erdensöhne nur eine leise Ahnung erhalten im forjchenden Anblicke jener Urweltkolosse. Im Anschlüsse an seinen vortrefflichen Vortrag ließ Pros. Meyer noch eine stattliche Reche von Lichtbildern an uns vorüberziehen, die uns einen sehr lehrrcici-en und zugleich anmutsvollen Einblick gewährien in oie Mannigfaltigkeit der Landschaft Ecuadors, feine Städte und Steppen, seine Urwälder und seine wunderbare Hochgebirgs- welll — Kleine Ku n sich ro ui k. Ter Kaiser hat Pron-ssor Gabriel v. S c i d 1 aus Allincheii und Proieiior Aiax Bruch' Berlin nach slattgehabier Wahl zu jliuimberechligien Rittern des Ordens pour le m6rite für Wissenschaften und Künste ernannt. sw meines Billig© Preise az&/1 apotheke. w^esse 820 cm breit • garantiert: Schweizer Fabrikat Heranziehung eine besondere Mitteilung. Gegen die Veranlagung stehen, ihm die reine Wolle IN. creme beste Qualität Mir. herabgesetzt auf per Meter elegante, feine Qualität reine Wolle, Ersatz für Cachcmire Weisse Weisse und farbige 3. B-5/i m Seide, Tüll und Wolle Während der Beizten Woche 37 Wohnungen von 1—8 Zimmern. [B »/, Handtüchern^ Tischtüchern, Bettbarchent. 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' m,t rheklq . 157.25 . 126.40 . 233.25 . 13700 . 173.00 . b'J.30 . 201.60 § 5. Aenderungen des Flächeninhaltes oder des Brandversicherungswertes oder in der Person des Eigentümers sind der Bürgermeisterei vor Ablauf des Steuerjahres schriftlich oder zu Protokoll anzuzcigen. MtWr WchMgsnchM Wen. Gartenstrasre 2, Zimmer 2. < Geschäfts,tunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 3 Wohnungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 6 Wohnungen von 5 Zimmern, 9 Wohnungen von 4 Zimmern, 5 Wohnungen von 3 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern mit Laden, 3 Wohnungen von 2 Zimmern, 4 möbl. Zimmer. Zu mieten gejucht: Arbeitsvec,;ebung. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines Nebengebäudes mit Abortanlage und Waschküche auf dem neuen Friedhof am Rodberg sollen. Montag, den 10. Februar d. Js., vormittags IO Uhr öffentlich vergeben werden 1. Erd- und Maurerarbeiten. 2. Steinhauerarbeiten: Geschieht dies nicht, so hastet bis zum Beginn des auf den Eingang der verspäteten Anzeige Ortsstatut, enthaltend die Gebührenordnung für die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen. Auf Grund der Artikel 7, 9 und 98 der Städteordnung und des Artikels 5 des Gesetzes vom 22. Februar 1872, die Gemeinde- ausgäben betreffend, wird auf Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung vom 3. Oktober 1907 und vom 16. Januar 1908, tnit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 22. Januar 1908 zu Nr. M. d. 1.1120 folgendes Ortsstatut erlassen. 8 1. Für jede Liegenschaft, die an das allgemeine Kanalnetz der Stadt Gießen angeschlossen ist, oder angeschlossen wird, hat ihr Eigentümer eine jährliche Gebühr für die Benutzung der Kanäle an die Stadt Gießen zu entrichten. Mehrere Eigentümer haften als Gesamtschuldner. Die Verpflichtung zur Zahlung der Gebühr ruht auf dem Grundstück als dingliche Last. Die Gebühr unterliegt der Zwangsbeitreibung wie die direkten Steuern. § 2. Die jährliche Gebühr beträgt ein und dreiviertel Pfennig für jeden Quadratmeter grundbuchmäßigcn Flächeninhalts der angeschlossenen Liegenschaft und zwei vom Tausend des Brwnd- versicherungswertes der darauf befindlichen Gebäude. Für ihre Berechnung ist die Grundstückseinteilung in den öffentlichen Büchern nicht maßgebend, sondern die ganze, eine wirtschaftliche Einheit bildende Liegenschaft desselben Eigentü—-ws zu Grunde zu legen. Wenn der so ermittelte Betrag der Gebühr nicht durch 6 ohne Pfennigrest teilbar ist, werden ihr zur Erzielung eines vielfachen von 6 Pfennig bis zu 3 Pfennig zu- oder abgezählt. Bei einem Rest von 3 Pfennig werden 3 Pfennig zugezählt. § 3. Die Gebührenpflicht beginnt für alle am 1. Februar 1908 an geschlossenen Liegenschaften mit diesem Tage, für alle anderen mir dem 1. des auf den Anschluß folgenden Monats, so daß für Liegenschaften, die im Laufe eines Steuerjahres angeschlossen werden, die Gebühr für dieses Jahr nur im Verhältnis des noch nicht abgelaufenen Teils des Jahres zu entrichten ist. Die Gebühr ist fällig an denselben Tagen, und für die gleichen Zeiträume wie die direkten Gemeindesteuern. § 4. Aenderungen des Flächeninhalts oder der Brandversicherungswertes bedingen mit Beginn des auf die Acndcrung folgenden Steuerjahres die entsprechende Aenderung der Gebühr. Bei einem Eigentumswechesel tritt mit Beginn des hierauf folgenden Steuerjahres der neue Eigentümer an die Stelle des früheren. Rechtsmittel des Artikels 96 der Städteordnung zu. § 7. Diese Gebührenordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft und gilt bis zur völligen Tilgung des Anlagekapitals. Der Zeitpunkt der erfolgten Tilgung wird durch Beschluß des Stadtvorstandes mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern festgesetzt werden. Gießen, den 25. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. auch der frühere Eigentümer für den fällig gewordenen Gebühren. § 6. • Jeder Pflichtige erhält über seine ei» Lohn ,eine Wei , e<» Sohn t'Ä* * ‘•'«W I i Große Allgemeine Ausstellung für das Gaüivirte-Gewerbe und verwandte Berufszweige. Kochkunst-Ausstellung. Die in den Hallen der Ende März d. I. hier stattfindenden vorg. Ausstellung erforderlich werdenden Zimmererarbeiten bezw. Fußböden und Wandverschalungen sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden. Reflektanten wollen ihre diesbezüglichen Offerten bis zum 5. Februar d. I. abends an die Herren Architekten Senlmg und Nicolaus, Walltorstraße hier gelangen lassen. Während den üblichen Bureaustunden liegen für Interessenten die diesbezüglichen Unterlagen auf deren Bureau zur Einsicht auf. )a IjOO Meter noch den pirsch eiereme alpine türme, später auf rötlichem r froren Meyer, Vie spater opc- - Tiere, sparcr fassen werden. "0 Meter. Em meßt pr ihm ahen sw unter Vordringen wingig. u»d« £it den Awen erstarrten ^ gleich M““* Meyer be> ';.n Lei 6lv0 L'-iterdrmgen Lm ^oslicgc 5 8*2 - feine rre»v 119 «'nerakette ür * »er®1“ 8 »6- * S«S It^nniT Ul Hilf 111 Ic ^iahlderg ikune. rk. . . 20210 . .213.70 . . 27.60 . . .106.00 , .146.40 in ,, 27 60 . . . 145.25 bahu . Uböb Uhr. r- . .123.25 t . . . 107.20 erk . . 2U6cO ^werk . 187.20 i akeU. 119.20 ’k. . .201.75 . . .218.70 . . . 1U6.50 Industrie 99.75 Lio- , . . . 87.20 ßahrr ch. “tour, üreiul .?«°li, tzvei-. KyWnent, ' Atonale alt Qininilt. 20 ' 26- Januar *2 ihr nachts ID'4;, ^Anlage 37. - :«l per Meter ?*n uevntietcn Biömarckstranc 45, 7-Zimmer - Wohnung mit allem Zubehör zum 1. 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Sonntag, den 26. tzanuar avends 8 Uhr irn Cafe Edel Farnilisnahcud znr Zcicr ScS GMrtstnzs Er. Mkjtßkl dcs KüifttS. Um zahlreiche Teilnahme ersucht v~7* Der Vorstano. Veteranen-Verein Giessen. Montag, den 27. tn Mts. abends 9Uhr(Kamerad Bourgeois) Feier de^ Allerhöchsien Geburtstages S. M. dcs Lzaiscrs. v26/! Der Vorstand. ErsleröteeFZiepmiitaeiii Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 3Vr Uhr, in der Stadt Kassel (571 Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Nechnnngsablager 2. Entlastung des Rechners: 3. Berichlerstatlung: 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. ____________Der Vorstand. IfeclimbaortanpÄ Sonntag, den 26. Januar Ausflug mit Tanz z. „Ludwigöburg" Heuchelheim Freunde willkommen * 0487 Ter Vorstand. Stoize-Schrey Donnerstag, den 30. Januar, abends v Udr, beginnen wir im Restaurant .Schipkapast" (Eingang rechts) einen [DÄ/j Anfängerkursus iür Damen. Honorar 6 Mark. Anmeldungen erb. an Kaufmann Phil. Wagner, Neustadt 4. Im Anschlull an obigen Kursus erstreben wir die Gründung eines „Damen-Vereius" u. bitten daher um recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand deS Stenographen - Verein- Stoize-Schrey Gienen. Artillerie-Verein Geburtstagsfeier Seiner Majestät des Kaisers findet Freitag, den 31. d. Mts., avenoö o Uhr, Hotel Schütz statt. (D”/i NB. ^Näheres durch Postkarte. Der Vorstand. taia elißtiiaiipr Pioniere zu Gienen. Kaiser EeioiftslaBIntt Montag, 27. l. Mts., abends bxla Uhr im Vereinslokal, Restauration „Herbert", Niausourg. Dah Zu zahlreichem L»esuch laden wir untere Mitglieder sowie Freunde des Vereins ergebenst em. Der Vorstand. Aeues Ltilüchcaler Gießen. Direktion Hermaiin Steingoetter Sonntag den 26. Januar 1008 uachmillagS 3'/, Uor: Älcinc Prcuc! Kleine Preise! Unter Mitwirkung der Kapelle des Insatiterie-Negiineuts Kaiser Wiihetm ^cr. 116. Oer fmeiiHier. Original Zauv^t.u»tt«.chen m 7 Bildei.i von Zerd. b.aimuud. MMik von Eoiiruoiu Ereutzer. Anfang 3*/a Upr. Ende geg. 6‘/s Uhr Adeuds 7*/a Ubr: Kleine Preise! Kleine Preise! Die Orientreise. Schwank ui 3 Akten von Oskar Blumemhai u. Gustav Kadelburg. Anfang «'/, Uhr, omoe lOUyr. Montag, den 27. Jan. 11)68. 2111 iang > l/2 uor Fe^vc-iftLUuttg zu Kaisers tz^eburtSiag. Bei seitlich erleuchictem Hanse. auSgetührt von der Kapelle des Inf.-RegimcuiS „Kaiser Wliiiellu" uir. 116) unter Leitung des Grouh. 'A/iuficöirettord Kraufte. Kieme Preise! Kleine Preise! Zopf u, Schwert Lunfpiel in 5 Aufzügen von Karl Gutzivip. Ansang7Vg Uhr. tenoe nach 10Uhr. DGTOGGSGG«