str.95 an- ueuezaustemrichtung niitMusik von Weingartner. u: Weimar wird uns geschrieben: wir auf Zurein Gegen 101/4, Uhr wurde ein Antrag auf Vertagung genommen. nachweis im Musikalienhandel". Es ist eine Aufstellung aller Verläufe und Uebergänge geschlossener Verlage, Verlagstelle und einzelner Werke mit Angabe der jetzigen Besitzer, ein wertvolles Nachschlageheft für jeden Musikalienhändler, aber auch für Musikvereine, Musik-Dirigenten, sowie für Freunde der Musikliteratur. Das Büchelchen zählt nur 48 Seiten, ist aber sicherlich das Resultat einer überaus schwierigen und langwierigen Arbeit des nimmermüden Verfassers. Geht er doch in seinen gewissenhaften Feststellungen bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts zurück. - -iai extremen Forderungen der Sozialdemokratie entgcgen- d n. — Das ist die, theoretische Seite. Praktisch treten uns !as Rednerpult, denn eine Reihe bedeutender Nationalöko- r r sind aus diesem Lande hervorgegangen: Friedrich List, l'.ia-» Schmoll er u. a. Ihr Land erinnert an die beiden PBten Dynastien: Die Hohenstaufen und die Hohenzollern, pr deren Arbell das Deutsche Reich entstanden. Die beiden bastien mögen für uns das Vorblld sein. Und aus neuerer |2 ist zu erwähnen, daß das, was die Stadt Ulm und andere ffijche Städte auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt getan, Bdjer Stadt und manchen Stadtverordneten zum Muster viiH kann. — Es handelt sich gegenwärtig nicht mehr um (Trage, ist eine Steuer auf unverdienten Wertzuwachs un- c ligt und prakttsch durchführbar. Die Gründe walten ob, -!in!> vorhanden in den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen, u r geivaltigen Konzentrationsbewegungen vorn Lande nach t - tobt. Man kann nun fragen, ist es richtig, eine Wertzu- ki: Reuer von Grund und Boden zu erheben, da sich Kon- ftargewinne doch überall vorftnden? Darauf ist zu ant- F«: Nicht so regelmäßig und so massig, wie beim Grund v 3oben. Und weiter: Wie kann einem Einzelnen ein Wert p:yjen, den er nicht mit eigener Arbeit erreicht hat? Der hlulant, der herausgesunden, welches Grundstück im Werte Mi wird, leistet zwar auch Arbeit, aber die Arbeit ist klein 1 der Gewinn unverhältnismäßig hoch. Und auf wessen M - Auf Kosten d-er jetzigen und späteren Generation, pde die nationalen Parteien haben über die Grundlasten faiit die sie aus der Feudalzeit übernommen. Und doch Gering sind diese Lasten gegen das, was durch die Belastung tiionb und Boden heranwächst. Aber das wird verschwiegen, t es eine Folge des Privateigentumrechts ist und weil diese rzueamg mit der in der Verfassung gegebenen Sicherung k Privateigentums nicht vereinbar sei. Wie fleht es damit? s lÄ ist wahr: Maßregeln wie die Wertzuwachssteuer stehen ■ 5’iDiHer Hinsicht in schärfstem Gegensatz zu dem Privateigen- r Und ich gestehe weller: Wenn man unter dem Ausdruck «Ivmus etwas Vernünftiges verstehen will, so dürfen » ns nicht weller scheuen, mit der Wertzuwachssteuer etwas F. Zusammenfallendes zu bezeichnen. Der Vorwurf des ismus ist ein Schlagwort, den man gegen alles Mögliche fitbcn kann. Auch die Unfallversicherungs- und die Ar- k Lchutz-Versicherungs-Gesetze sind als sozialdemokratisch ver- ■ »orben. In einem vernünftigen Sinne sind wir in einem Mhimus, insbesondere Kommunalsozialismus drinnen. =•• i'prud)!) Wir wollen in einem gewissen Maße sozialistisch von Professor Brückner in Koburg gemalt -sind, trugen das ihrige zu einer tief dringenden, erhabenen Wirkung bei. Weiser selbst als Mephisto zeigte — und das will viel sagen — sogar den Schalk, der uns am wenigsten zur Last ist. Weingartners Musik verdient volle freudige Zustimmung. Sie ist überall passend und anpassend, sich ängstlich hütend vor opernhaftem Sichvordrängen, selbst in der Hexenküche hält sie sich zurück, wo sie in realistischer Derbheit aus den Meerkatzenton eingestimmt ist. Ueberall geschmackvoll und hinter der Dichtung zurücktretend gibt sie Bühnenmusik — ä capella, wo es sein muß — Lieder in gutem Volkston — und im ersten Teil nur einmal wird sie zu eigenem Erzählen und musikalischem Eigenleben; in der Walpurgisnacht — und hier — fast der einzigen Stelle, wo man zu einem musikalischen Urteil der Orchestersprache gelangen kann — ist sie allerdings ganz hervorragend schön. Im zweiten Teil prangen in reicher Dekoration Kaiser- Palast und Arkadion, Alpenland und Meeresstrand. Hier wird aus der Fülle des Stosses alles, was irgend wichtig erscheint, in Vollständigkell vorgeführt. Bei dieser Haren ausgedehnten Wiedergabe mußte das Verständnis für den Goetheschen Sinn des so oft als dunkel verschrieenen zweiten Teils aufgehen. Die Musik, die auch im zweiten Teil im wesentlichen dienende Mitllerin bleibt, hatte allerdings doch verschiedentlich Gelegenhell, sich breiter auszulassen, so bei dem Maskenzug am Kaiserhof, in der Schlußapotheose des Ganzen und der Nereiden-Schlußszene der klassischen lisrnus unmöglich. Das werden Sie einfthen, wenn Sie den „Vorwärts" in die eine, die „Vossische Zeitung" in die andere Hand nehmen. Der deutsche Liberalismus ist 30 Jahre lang von der aktiven Politik ausgeschaltet gewesen, als eine dauernde Protestpartei zweiten Grades. Und wenn er jetzt nicht gleich den Willen zur Macht besitzt, nicht alles aus den 50 Mann herausholt, was man he raus ho len könnte, so soll man nicht sagen, der Block hat den Liberalismus demoralisiert. Man muß die.Schuld in der Geschichte suchen. Es muß der Liberalismus erst wieder an politische Aktivität sich gewöhnen. Dr. Barth sagt: „Ihr werdet beim Block noch schlechter, wie chr ohnehin sck-on seid." (Heiterkeit.) Aber eine Politik ohne Kompromisse ans freier Hand ist für den Liberalismus dftekt unschön, die zweite Gartenszene wurde auch bei zu hellem Tag- licht gespielt, obwohl hier einzig fortgeschrittene Dämmerung am Platze ist, wenn sie nicht Gretchens Liebesworte unkeusch machen soll, Dom, Brunnen und Gretchens Haus sind noch zu nah beieinander, obwohl diese Zusammenlegung als bühnentechnischer Notbehelf aus praktischen Gründen erlaubt sein muß — kurzum, mancherlei fehlte noch an einer ganz vollendeten Wiedergabe der Dichtung —, indes das Ganze bewies sich als ein gewaltiger Fortschritt. Die schwierige Szene des Osterspazierganges (drei Verwandlungen), namentlich die dritte davon, die Abendszene, dann der Geisterchor, der durch einen Schleier der Erdennähe entrückt ward und so der Phantasie des Zuschauers freien Lauf ließ. Die gleiche Verwischung durch Schleier kam der ewig nndarstellbar bleibenden Walpurgisnacht zu statten. Ein Meisterltück in jeder Hinsicht war die Hexenküche; sogar die Meerkatzen wirkten natürlich in ihren Bewegungen wie in ihrem gequetschten Katergesang, unter Mithilfe der Musik. Gleich meisterhaft und überaus stimmungsvoll war Gretchens Zimmer und namentlich die Kerkerszene. Herrliche neue Dekorationen, die R.-A. Dr. Go the in. Es ist iwtwendig, mit der gegenwärtigen Blockpolitik ein Ende zu machen und zwar möglichst bald. Ich blicke jetzt schwarz in die Zukunft, denn die Mehrheit der Fraktionsgemeinschaft hängt anscheinend an der Blockpolitik. Besser wäre es, die Sache schon jetzt zur Liquidation zu bringen und nicht erst bei dec Finanzresorm. An Barth richte ich die dringende Bitte: „Bleibe bei uns, gehe nicht fort!" (Stürm. Beifall.- Es ist eine schwere Zeit für den Liberalismus, die schlimmste seit 15 Jahren. Deshalb müssen umsontehr einig sein. Es liegt die Gefahr vor, daß wir den Weg kommen, nationalliberal zu werben. (Stürm, ftininmng.) Deshalb ist es vor allem notwendig, die liberale Idee hock-tzuhalten. Zweiter Tag. Der Vorsitzende, Adg. Schrader, eröffnete pünktlich 81/« Uhr mit geschäftlichen Mitteilungen die Verhandlungen. Arbeitersekrelär I a k 0 b s-Essen a. d. R. bedauerte den Ton, den Pachnicke angeschlagen hat. Abg. Dr. Mo in ins en: Ich gebe zu, daß Fehler beim 93er- einSgesetz und bei der Behandlung der Vorlage oorgefounnen sind. Aber geben sie uns 50 Abgeordnete anstatt 15, und diese Fehler werden in Zukunft verniieden werden. Dr. Bre it sche id-Bcrlin. Ich bewundere, mit welchem Mut Herr Dr. Pachnicke hier das Tischtuch zerschnitten hat und das nach den Ereignissen vorn 10. Januar. (Znftsckenruf: Sehr gut.) Es ist wahr, daß in der Partei tiefe Gegensätze vorhanden sind, bereits seit 1903. Wir haben gewiß das Verhalten der Fraktionsmehrheit rücksichtslos kritisiert. Aber ich erinnere daran, wie anderseits die „Freisinn. Ztg.", die jetzt anscheinend ein sakrosanktes Palabium geworden ist, noch vor kurzem den Abgeordneten Struve mit Kvt beworfen hat. (Stür- miiche Zustimmung.) Herr v. Payer hat in seiner Rede, über die ick mich direkt schäme, erklärt, wir werden weiter den eingeschlagenen Weg verfolgen, und ba kann ich nur sagen, daß dieser Blockweg ein Weg des Verderbens ist. (Stürmische Zusttmmung.) Ich glaube, es ist nur noch eine Frage von wenigen Monaten, daß die Freisinnige Vereinigung in der Volkspartei aufgebt. Führende Mitglieder der Fraktion sind ich darüber einig, daß cs notwendig ist, daß die Partei zur Volkspartei übergeht, sck-on um die Einigkeit des Liberalismus nach außenhin zu dokumentieren. Dazu gehört aber vor allen Dingen auch ein politischer Mille zu einer Demonstrations- Politik, den wir bisher vermissen. Die ganze Bewegung ist nur ein Vorstoß zur endlichen Vereinigung mit den National- liberalen. (Lebhafte Zusttmmung.) Herr Abg. Heckscher stimmt mir zu, und er ist ja ein großer Freund des Gedankens der Einigung des Gesamtliberalismus. Trotzdem waren Sie einmal, Herr Hecksck-er, der Meinung, daß im Nationalliberalismus kein Funke von Liberalismus vorhanden sei. (Stürm. Zustimmung.) Ter Nationalliberalismus ist eine Partei, die zwar mit schwerem 3. Ordentlicher Vertretertag des wahlvereinr der Liberalen. S. u. H. Frankfurt, 21. April. ö (Fortsetzung.) Dr. Koppel-Berlin. Tie Stellung des Dr. Barth ist Verrrrung. Die Blockpolitik kann noch gute Früchte zeitigen, bie dem Liberalismus sehr genehm sein werden. Abg. Pachnicke. Dr. Barth hat sich in schroffem Gegen- >atz zur Mehrheit der freisinnigen Vereinigung gestellt. Darüber führt leine Brücke mehr. Spielen wir wirklich denn im Block eine so unglückliche Rolle? (Zurufe: ja.) Ich verstehe mit Ihren Zurufen, daß zwischen uns und Ihnen es keine loeitcre Gemeinschaft mehr gibt. In 20 Jahren, wenn wir eine Harte Partei sein werden, werden wir mit dem bekannten § 7 aufräumen. Wir bleiben jetzt nrie weiterhin die Re* sen- tanten der alten liberalen Ideen. (Lebhafter Beifall.) Dr. Ho hl mann. Tie Auffassung des Herrn Pachnicke und des Dr. Kohn ist veraltet. Ich glaube, wir sind über diese Anschauungen hinweg. Der Moment ist nicht geeignet, die Kräfte zu zersplittern. Statt den Barth und Gerlach zu zu sagen, „es ist kein Platz bei uns", sollte man sie zu gemeinsamer Arbeit, aufsordern. (Beifall bei der Mehrheit.) R.-A. Münsterberg schließt sich den Ausführungen des Dr. Hohlmann an. R.-A. Neumann-Ho fer (mit Beifall empfangen) sagt: Kompromisse müssen gemacht werden. Aber sie haben auch eine Grenze: dort, wo es sich um die ewigen Grundsätze des Liberalismus handelt. Die F-rattionsgemeinschaft will er aufrecht erhalten, da sie keinen J-raktionszwang bedeutet. R.-A. Heckscher. Auch er stelle das liberale Prinzip voran. Tcshalb habe er es als eine umso größere Bitterkeit empfunden, daß solche Angriffe gegen uns gerichtet wurden, und gerade aus liberalen Meisen. Dr. Barth ist, das dürfen wir nicht verkennen, von Anfang an ein scharfer Gegner der Blockpolitik gewesen. Wenn er jetzt mit Vorschlägen zugunsten de? Blockpolitik kommt, müssen wir von vornherein mißtrauisch sein. In der Frage der Behandlung Der Sozialdemokratie trennen sich unsere Wege. Ein Block mit der Sozialdemokratie würde eine direkte Unmöglichkeit fein. Es ist das Wort von dem agrarischen Reichskanzler zlliert worden. Der Leichenstein, an dem das agrarische Wort steht, wird verwittern und der Ruhm wird dem Fürsten Bütoiv bleioen, daß es ihm gelungen ist, in einer Zeit der politischen Gleichgültigkeit aus der Herrschaft des Zentrums das Volk aufzurufen. (Laute Ohorufe. Bravo und.Zischen.) l ® ,e i 1 e p / der Oberregisseur unseres Hoftheaters und vSM Dramatiker (er ist ein Sohn Oberhessens, gebürtiger ! J c r. D. Red.), hat eine neu# Fausteinrichtung geschaffen, ’J,c der Musik von Weingartner an den beiden Osterfeier- >^_,öoftheater zur ersten Aufführung gelangte. W. hat gestellt, den reinen, unverfälschten Faust, wie ihn ÄU^^lchterauge gesehen und seine Ditanenkraft gestaltet hat, bühne zu erobern, ohne jede „Verbesserung" des Textes, auch ohne allzu viele Streichungen — abgesehen von , UN '^ruch-kritischen Ballast der beiden Walpurgisnächte, mög- . 53öbruitg des raschen Wechsels der Schauplätze, wie ML ^to)tiuig verlangt, und namentlich unter Beibehaltung *cn' für die innere Erfassung des Gedichtes nur ; wtwendig ist. Andere Bearbeiter, bedeutende Künstler , ’ • iter, haben das Gleiche erstrebt und Bedeutendes erreicht. A haftete fast allen diesen Bearbeitungen an: sic mußten f OBi' 0011 Gewaltmaßregeln an wenden, um das Riesenwerk z iw« Theaterabenden zu geben. Für den Regisseur, der eine 2 anchtung schaffen will, gilt es also nicht. Neues zu Sfflr1' >andern das Werk ebenso lang zu geben, wie es ist: an H bS/ ’r« ci Abenden. Aber da erlahmt zu sehr das Interesse * Sjüü" -u'ums; vielmehr sollte im Verlauf von zweimal 24 5 fcSSr k Geschick Fausts vom Himmel durch die Welt zur ' renjngcfebrt) durchmessen sein. So galt es zweierlei fQh.aL:fl Grstens die Einteilung zu finden, welche die Genuß- \ iä“ unb Spannkraft des Publikums nicht zu sehr abschwächt, > yMiy oas die Kürzungen vorzunehmen, welche nur im Streichen abtain Entfernung von Rankenwerk bestehen, iowti' Achiige ganze Partien des Riesenwerkes opfern. So ^arl Weiser in seiner Bühnenansgabe des Faust das, nm,».1, sollte, und wir dürfen sagen: er hat es glücklich und bat > am Hoftheater vollendet ausgebildete Technil myuLin Verwandlungen bei offener Szene und eine nicht WJ ■ ' anpassungsfähige Bühnenmusik, zu deren Schöpfung mtfte, 3t?tner bcm General-Intendanten Exz. v. Vignau felbst beiul-L bnttc' halfen ihm zum Erfolg. Durch das Jntereffe diü4m^^zogs wurden die Mittel für die große Neuanschaffung vuM^^^'anssührung bewilligt, und so ward aus dieser Fester : Sauft ein Erlebnis, würdig der alten Traditionen z^Kn Stätte dieses Theaters. , unhu"Jtc5t latzt Weiser das Vorspiel auf dem Theater fort ?nit dem stimmungsvoll eingerichteten Prolog im Untren erblickt man die Hälfte der Erdkugel, in tiefer ÖOBtl ; J i '^webend, auf der bann Mephisto erscheint. Von Vertzju'Herrn hört man nur die Stimme. Die schlimmsten l)dUt ü n9en smd hier beseitigt; indes die Menge der Engel vunb die wenigen hätten dann weniger shmmetrrsch m werden sollen. Wie hier ist man noch sonst manchmal I deutsches Reiche Der Redner geht auf die Reichsfinanzlage I wäre ein Zusammengehen zivifchen Sozialdemokratie und Libera- em und befürwortet eine Reichswertzuwachssteuer,' ' J ' ~ ~ ' von der etwa ein Drittel dem Reich, ein Drittel dem Staat und ein Drittel der Kommune zukommen soll. Wir sind in eine Finanzlage hineingeraten, die eigentlich ein Schimpf unb Spott ist, und da gUt es über die, Menge Hhinier. Bedenken hinrwegl- zugehen. Man möge deshalb doch einmal erwägen, ob nicht eine allgemeine Wertzuwachssteuer, wie sie von vielen Lastd- und Stadtverwaltungen bereits eingeführt, für Reick)s-, staatliche und kommunale Zwecke in die Wege zu leiten fei. Die Frage der Wertzuwachssteuer ist kaum noch strittig; wo sie die Gesetzgebung noch nicht gestattet, so ist sie rückständig, ob bie Aus- behnung auf Staat und Reich spruchsreif ist, das ist dislütabill. Gut Ding will Wolle halben, aber das darf uns nicht abhalten, fleißig unb tätig zu sein. „Welch eine Wendung durch Gottes ö’ügung", sprach einst der große König. Mögen wir ein ähnliches Wort finden, wenn wir in 100 Jahren einen Rückblick halten. (Lebhafter BeifaU und Händeklatschen.) Es folgte eine rege Diskussion. R.-A. Dr. Naumann. Nach den Wahlen von 1903 sind wir zur freisinnigen Vereinigung gegangen, denn wir sagten uns, man muß -nm großen Körper gehen, wenn man etwas erreichen will. Tut man bas aber, so muß man sich auch den Gesetzen des politischen Körpers untcrorbnen. Selbst wenn uns dessen Schritte mitunter langsam oder auch sttauchelnd vorkommen. Was uns den Anschluß damals leicht machte, das war gerade die Person des Dr. Barth. (Sehr richtig!) An den Grundsätzen, an den Ideen, die uns damals zum Abschluß brachten, werde ich festhalten, solange ich im politischen Leben I stehe. (Stürm. Beifall.) Auch ivenn der Block nicht bestände, auf halbem Wege stehen geblieben, so sind beim Spaziergange I vor dem Dorfe und bei Valentins Ermordung immer noch zu ,.... viel Menschen auf der Bühne, der Bettler singt immer noch zu I Bibliographenfleißes erscheinen lassen unter dem Titel „Verlags- frfinn. hie itneite (tinrtpniirnp »nitrhp rrnrh Fwm 21t üpftow Ta.-,-, nnrhwieia. T YTT ni 11 o 1 • f Zweites Blatt 138. Jahrgang Donnerstag 23. April 1908 krschEnt täglich mit Ausnahme des Sonntags. tot „ & Die ..Sletzener Samtlienblätter" werden dem M | | /'l| Sj I ..Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das W H JL y m VI ,Kret$blatl für den Kreis Stehen" zweimal w | ® ™ v V V » ) j V GH W «öchentlich. Die „Landwirtschastlichen seit- w. monant^ iroeimaL General-Anzelger für Oderhessen Weiler 4 4 Höchste Temperatur Niedrigste „ Teieiomsc^e Kursberichte Elektriz. tichuckert . Portugiesen JII 4>4°/0 lus.-.btaatsaul. 1905 Anfangskurse Berliner iSörse, 23 ApriL 151.30 232.40 139.00 Ungar Goldrente . Italien. Bente . . Portugiesen Serie I 215 20 112.20 Sonnenschein Bed. Himmel BörNe, 23. April, 1.15 Ubr. 91.401 Llektriz. Lahmeyer . . + 9,7 6 C. - 0,6 " C. 60.90 62.10 94 80 86.90 95.40 149.10 49.20 85.50 66.50 95.10 Harpeuer Bergwerk. uaurauütte . . . ..umuardeu E. B. Nordd. Lloyd . . . t ürkenlose . . . > 24!" 120N 81.70 91.20 81.60 90 90 91.50 98 75 ! 9.15 93.5u Lsebweiier Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk Bamuurg-Amerik Paket! Harpeuer Bergwerk. Lauraüütte .... Aordd. Lloyd . . . . Übeischles. Eisen-Industrie 2l9.W 193.« 112.« 196 » 2u7.|.v) 97.mi 99.3 161.® 125.0 121.8» . 1U8.0 24.4) 97 Ä . 149>d) 4 % Uonv. Türken von 1003 Türkenlose ...... 1% Gnecb. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . o°/0 Mexikaner . . . 4>a v/0 Chinesen . . . . früheren preuß. Generalintendanten der kgl. Theater, der bei Oer Garde als Offizier stand, hatte vor Jahr und Tag eine kleine Verkäuferin in einem Berliner Monfeklionsgefchäste Frl. Carow, ein hübsches Mädchen von schlichter Bescheidenheit und Mamer- lichkeit, geheiratet. .Er hatte sich dadurch, gleich vielen anderen Löhnen hochgeborener Geschlechter, mit den Seinen überworfen, den Abschied genommen und war nach Amerika gegangen. Dort, Aktien; ist er, ein ungewöhnlich intelligenter junger Alaun, bald md)t ßochum Guss . . . abgesetzt wurden. Limburg a. d. Lahn, 22.April. Fruchtmarkt. Durch- scbnittspreis pro Aialter. Roter Weizen (nassauischer) 17,20 -Dlf, weißer Weizen 00,00 Alk., Korn 14,20 Alk., Gerste 11,10 Alk., Haier Kronprinzen empfangen werden wird, der auch für die Aussöhnung von Vater und Sohn schon vielfach besorgt gewesen ist. Ter junge Herr Barnes gilt als ein eifriger Kunst- Verehrer von Geschmack und ungewöhnlich starkgeistiger und ehrci . etter Charakter. * • Aprilschnee. In ganz Oesterreich schneite es am 21. ds. Alts, lus zu 500 Mir. Meereshöhe hinab, am heftigsten in den Südalpen und in Dalmatien. Der Semmering, das Eiserne Tor und der Schöpft sind bis ins Tal mit Neuschnee bedeckt. Ain Brenner wurde ein Maschinen- wärter erfroren aufgefunden. — Seit mehreren Tagen herrscht auch in der Zentral- und Nord-Schweiz richtiges Winlerweltec. Am Samstag setzte ein furchtbares 'Schneegestöber ein, das über beide Oslertage bis heute fortdauert. Erne dicke Schneedecke liegt in allen Alpen-Tälern. — Die mittelitalienische Stadt Siena hatte gleichfalls einstündigen 4/0 4% 3% 3% 22. April = 22. = S SSE SSE Märkte. le. Frankfurt a. M., 21. April. Der israelitischen Feiertage wegen wird in dieser Woche der Hau pt-Kälber markt und zweite Großviehmarkt von Donnerstag den 23. April aui Freitag den 24. April verlegt. — Am dem Heuligen Haupt- viehmärkt gingen Schweille 1. und 2. Qualität um je 2 Pfennig, 3. Qualität um 6 Pfennige pro Pfund Schlachtgewicht gegen die Vorwoche in die Höhe. Angetrieben waren 1620 Stück, die glatt sturmes untergegangen ist. Dreißig Alaun von der Be- latzung ertranken, nur der Kapitän, der erste Ingenieur und der zweite Maat wurden gerettet. "Der wunderliche Roman des Sprossen eines bekannten deutschen Grafengeschlechles macht jetzt viel von sich reden. Ein Sohn des Grasen Bodo v. Hoch berg, des 4% Uesterr. Goldrente. 4l/6y0 Uesterr. öilberreute Verhältnissen hat dieser Aeghpter zu den einflußreichsten Ehren- äellen des Reimes sich emporgearbeitet, er selbft hat die Geschichte ieiner glanzvollen Karriere in Hieroglyphenschrift in den Stein seines Grabes cinnieiBeln lassen. „Ich war ein Mann von niederer Herkunft, sowohl seilens meines Vaters als auch meiner Mutter. Aber der Fürst half mir. Er liest mich steigen. Als ich ein Mann ohne Eigen war, machte er mein Volt sich vermehren; für mich aber liest er das ganze Volk arbeiten. Und als ich Herr einer Stadt ward, da führte er mich zusammen mit Fürsten und deren Gefährten, obgleich ich jemand gewesen war, der all letzter Stelle gestanden. Er gab mir Nahrung und Mittel jeden Tag, mir, der ich einst um Brot gebettelt hatte." Es scheint, dast die Vielseitigkeit seiner Tätigkeit dem Liebling des Glücks schließlich zum Verderben geworden ist; wahrscheinlich war es die Tätigkeit als Privatsekretär des Königs, die ihn eines Tages in Ungnade iallen liest. Er wurde plötzlich aller Aemter beraubt und ist anscheinend eines gewaltjamen Todes gestorben. Obgleich der Pharao die Vernichtung seiner Erinnerungen aiwrdnele und befahl, dast fein Grabstein zerstört werde, kann man jetzt iwch die bildlichen Darstellungen gewahren, die das Leben dieses seltsamen Mannes veranschaulichen. — Kleine Ehrouik aus St u n ff und Wissenschaft. Der Plan für die Errichtung eines Hoteltheaters m Berlin, eines Theaters für gastierende auswärtige Gesell- schalten, wird jetzt ernstlich erwogen. Tast solch em Theater, daS den Gastipielumernehmungen Bühne, Haus, technisches Personal zur Veriügung stellt, sie aber nicht durch die Forderung eines Ersatzes "für die Kosten des eigenen künstlerischen Hauspersonals abschreckt, in Berlin einem Ledurinis emgegenlommen wurde, davon ist man in der Reichshauplfladl überzeugt. — In Freiburg i. B. ist der Lchriflfleller Emil Gott, bekannt durch fein Lustspiel „Verbotene Fr ü^ch t ey , das in Giestcn vor einigen Jahren unter dem Titel „Der Schwarzkünstler" em wenig umgearbeitet zur Aufführung gelangte, am Herzfchlag verichieden. — Der L a r i) n g o » und h t n o 1 o g e n - K o n g r e st zu Wie n begann am 22. d. Ai. die wissenfcha'tlichen Verhandlungen. Bei Beginn der Sitzung widmete der Kongrestpräsidem Ehtan dem ve - storbenen Ehreiipräsidenten des Kongrehes, Schrötter, einen Nachruf. Der Redner hob Die wiffenfchöstliche Bedeutung des Verstorbenen hervor und leierte ihn als eine Zierde Der ärztlichen Wissenschaft. Die Sitzung wurde Darauf zum Jochen der Trauer unterbrochen. TaS Präsidium drückte Der Familie dcS Verstorbenen namelis des Kongresses daS Beileid aus. — In Pans starb am 22 d. Ai. Der französische Schristfleller Emil Gebhart, geb. 1839 zu Nancy. Er war Professor für romanische Literaturen an der philojovhlscheii Jafultat in Pans, Mitglied Der Akademie der moralljchen und olitifchen Wissenschaften. Am bedeutendsten sind seine Schnsten über die Renaissance in Italien. Meteorologische Beooochtuugen der Station Gieße». Fri-uklurter P.eichsanleihe . . do. . . Konsuls .... do. .... Hessen ..... UUeruessen . . . Berliner iluudelsges. . • Darmstädter Bans . . . Deutsche Bank . . . . Deutscu-Asiat. Bank . ■ Diskouto-Kornmaudit. . • Dresdner Bauk . .. . breaitaktreu . . . Baltimore- uud Ohio- Liseulahu..... Gottnarubauu . . > Lombard. Liseubahu . . Uesterr. Slaaisuahn . . • Inuce-ileun-KiseubaUn . 13 . 175.-01 . 138 N) . 198.*' . 83JU Schneefall. Von Florenz ans sieht man die Spitzen des I Appenins mit Schnee bedeckt. — Ein en gl. Passagierdampfei brachte nach London die Nachricht, Dast der japanische 3%° Lampfer „Kwanormaru" auf der Fahrt von Yokohama nacl) H^°/o Sokaia auf der Höhe von Hokkaido während eines Schnee- 4 >2", 0 upan. Staatsanleihe nun aus Liverpool telegraphiert: , Unter den von der „Sufi tania" m Liverpool am 21. d. Ni. gelandeten Passagieren O^mstädte^Bank aus New-York befanden sich auch Herr Barnes und Frau. Deutacue Baak . fteraen, aber twtz allcbem gegen bic Volrsrechte geht. Herr von Kvpsch reist jetzt im Lande umher und erklärt, wrr müsset einen Lulturblock bis zn Zedlitz schaffen. Er befürwortet also gerade das, was wir betämvfen. Der Herr Pros. Brentano ist aus unserer Fraktion ausgetreten, Weil nach ferner Auffassung der Paragraph 7 gegen die Koalitionsfrechelt^verftotzt. Herr v. Payer hat in Stuttgart erklärt, dast es in der -Lprachen- fragc keinen Kdmprvmist gebe und schliestlich ist biejer Kompromiß doch zustande getommen. Wenn wir mtt Naumann nicht mehr einig sind, so geschieht das, weil wir aus dem alten Standpunkt von f)Laumann stehen. Die Erfahrungen der» letzten Woche haben uns an der stärke des polltsteyen Willen^ Naumanns zweifeln lassen. Wir wollen weiter verharren auf dem alten Standpunkt Naumanns. Wir wollen, wenn es notig ist, die alte Naumannsche Politik auch ohne Naumann welleriuhren. (Stürm, langanhaltender Beifall, Zwischenrufe.) Tr. Dohrn mahnt erneut zur Einigkeit. , v. Ger lach (mit lebhaftem Häudetlastchen empfangen): A-ie Kritik, die an mir und meinen Freunden grübt worden ift, erscheint mir nach der Formel, die man gegen uuoeguemc Beamte gebraucht: der Mann har sich in der Form vergangen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich habe getotB manch fchar,es Awvi geschrieben. Ich bereue aber keines von denen, die ich feit dem 10. Januar gegenüber der Frattionsmehrheit gebraucht habe. (Zustimmung.) Prvf. Laband hat erklärt, datz der Para- araph < eine Verkümmerung des Verernsgefetzes bedeute. JJcU der Begründung der polltifchen Mehrheit können fw ebenso qut ein Sozialistengesetz befürworten. Bei der dritten ~eiung bed Vereinsgesetzes wurden alle Abünderungsanträge von vorn- bmin abgelehnt, nuc damit die Btockfrucht nach t-dause gebracht werde. Die Möglichreit des weiteren Zufammenarbellens ist nur vorhanden, wenn zugegeben wird, datz der § 7 ein Ver- swst gegen Die Grund,atze der Partei ist. Die Lofung lautet: Block oder Liberalismus. Auf eine allgemeine Ver,öhnungs- üimmung können wir uns nicht einlassen. (£>tünu. Zustimm.) Pastor Korell. Wenn hier gesagt wird, ich unternähme eine Rettungsaltwn. zugunsten des Herrn v. Gerlack>, so will ich allerdings Herrn v. Gerlach eben dem Luiksliveralismus erhalten, lieber als ich etwa den Fürsten Bulow dem deutschen Volke als Reichskanzler erhalten wi,,en möchte. (Lebh. Zustimmung.) Wir wollen Mit dem Block arbeiten, aber auch die Schädigungen avivehren, die im Block sur den Liberalismus liegen. Wenn wir aber jetzt auseinandergingen würde man das brausten im Lande kaum verstehen. Den ft'amp gegen Naumann machen mir nicht mit. Wrr werden Naumann heraushauen, mag er stehen, wo er wolle. (Sturm. Zustimmung.) Es entipinm sich daraus eine lange Gefchasts- vrdnungsdebatte, teilweise in sehr erregter Form über die vorliegenden Resolutwnen. Ein Amendement Dr. Bra- band-Hambnrg, welcksts lautet: „Ter Telegierteniag bedauert die Stellungnahme der Frak- tionsmehrheit zum 8 '< des Reichsoereinsgesetzes, wenn er auch die Motive, die zu dieser Haltung geführt haben, durchaus Couverts mit ßirma Ls Srvhl'sche llnioersitätr-Drutlerel r-anoer. Frankfurt a. M., 21. April. Heicke sand hier unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Reinhart-Worms bic zahP reich besuchte Hauptversammlung des Zentraloereins der deutschen, Lederindustrie statt. Sie beschäftigte sich mit den verschiedensten auch allgemein interessierenden Fragen. So wurde beschlossen, beim Bundesrat vorstellig zu werden, dast in der Novelle zum jetzigen autonomen Zolltarif sämtliche Gerbmaterialienzölle beseitigt werden. Nach einem Referate des Generalsekretärs Krause-Berlin wurde beschlossen, iwchmals an den Reichstag heranzutreten, um im Interesse der Lederindustrie notwendige Aenderungen in der Novelle zum N e i ch s - V i e h s e n ch e n g e s e tz herbeizuführen. Tie Versammlung erklärte sich gegen die Errichtung einer Austeii- handelsstelle, wie sie' von a über er Seite angestrebt und im Reichstage besprochen worden ist. Es soll versucht werden, die Gerbmaterialzollrückvergütung durchzusetzcn. Der Vorstand wurde beauftragt, den Versuch zu machen, ob ein Anschluß an den Zentralverband deutscher Industrieller zu erreichen ist. Es wurde als notwendig bezeichnet, daß möglichst Die gesamte Industrie Deutschlands sich in einem Verbände vereinigt. bat. Der Antrag wird darnach für erledigt erklärt. Betreffs des weiteren Antrags Ulrich und Gen., die Regierung zu ersuchen, eine Vorlage einzubringen, welche die vollständige T r c n - nung von Schule und ftirche vorfielst hat fich die Regierung aus einen ablehnenden Staiidpunkt gestellt und der Aus- chust, der diesen Standpunkt der Regierung billigt, wird daher der Kammer Vorschlägen, den Antrag für erledigt zu ^erklärem Eine längere Erörterung erfolgte über Die Vorstellung des Lundes Deutscher Frauenvereine, die dahin geht, durch Erlatz etnes Landesgesetzes die Fortbil düng s schul Pflicht auf Die gewerblichen Arbeiterinnen auszud eh neu. ~ie obligatorische Fortbildungsschule fei ein notwendiges Forderungs- mittel der Berufsbildung und der Mangel, eines solchen trage die Schuld an den geringen Industrielöhnen Mr Frauenarbeit. Die Einführung der obligatorischen Fortbildungsschule für Mädchen sei ferner das einzige Mittel, um die weibliche Jugaid für ihre Pflichten als Hausfrau und Mutter heranzubilden, da bei den fo rasch sich ändernden Wirtschafts- und Lebensbedingungen Traditionen und mütterliche Anleitung hierfür Nicht mehr a^sreichten. Viele Ehen gingen zu Grunde, weil die Frau von der Wirtschaftsführung nichts versteht. Auch aus allgemeinen erziehlichen Gründen sei die obligatorische Fortbildungsfchule wunsckfenswert. Der erziehliche Einslust müsse sich dahin erstrecken, den mit 14 Zähren ins Erwerbsleben tretenden Mädchen sittlichen Halt und Charakterfestigkeit zu verleihen, die sie den Gefahren und Verfuchungen des Lebens widerstandsfähiger machen usw. Die Grotzh. Regierung hat sich in einem eingehenden Schreiben zu dieser Vorstellung geäußert und erflärt, daß sie im Prinzip an der Ausdehnung der Fortbildungsschulpflicht für die Mädchen festhalte. Sie glaube indessen, daß die Frage jetzt noch nicht zur endgültigen Entscheidung reif sei und wünscht deshalb, daß vorerst von per fakultativen Einführung möglichst Gebrauch gemacht werden möge. Der Ausschuß war sich der Schwierigkeiten, die der obligatorischen Einführung des ForlbildungsschulunterrichtS für Mndchen ent- aegenstehen, wohl bewußt; er glaubt aber, daß eine fakultative Vw, ,.. V v • rr-.t < , y. _ r. umK ad (rrnnfj» 2.1 r nPTrt des Giessener Anzeigers, nntgeteüt von der Bank lür Handel und Industrie, Giessen. am 21. bis , 21. D nur Der Generalsekretär, sondern auch der Adoptivsohn eines I Buaerus B. W. . . . Großindustriellen namens Barnes geworden. Heute wird | lendens: behauptet. Einführung keinen Erfolg haben werde und gelangte zu dem} 7.50—8.00 Mk. nach Qual., Erbsen 0,00 Mk., ftartofseln 6,00 Mk. einmütigen Beschluß, die obligatorische Einführung und Zwar zu- ------------- ■ - —- ■ ' ■ ' • Ä -u Äff- Ülonati. Uedersicht der Csderfalle in der Stadt Sieher. berichterftatter Abg. Dr. Fr en an aiisgeführt, daß bei der wirt- Monat Marz 1908. schaftlichen Entwicklung unserer Verhältnisse die Mädchendem I Tinwohuerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Aiann Militär.) weiblichen Beruf immer mehr entfremdet würden und dadurch das L>terbllchkeitsziffer: 24,78%,. Familienleben in eminenter Weise geschädigt werde. Der 2ul>- I nach Abzug von 36 ÖrtsiremDen- 7,37 u/co. schuß setzt seine Beratungen Donnerstag früh fort.__| Kinder Herr BarneS bestätigte einem Befrager, er sei Graf Hoch-1 Dortinunder-Union C. berg, und erklärte, dast er sich nut feiner Gattin nur auf I Dresdner Bank . . einer Vergnügungsreise nach Deutschland befinde. Er beab- Tendenz anentsclnedeu. sichtige aber, nach den Vereinigten Staaten zurückzukehrenj^, - und den Namen Barnes beizubehalten^. Als er noch Den;Ä«S©6ffi VäföJP vlti Ö£1 id® 11 SIwT^ den Flamen Hochberg trug, gehörte er zu den nächsten SSeixI© S -°und°n d es b eu tsche n K--nprinzen, »Nb es ift SchneUen IS=8. Hamburg., den 5. 3uni 07. tag’ höchst charaktenstifch für die schone Unvoreingenommenheit stieg. Bioson bat bei meinen beiden ftmbern geradezu Wunder ^ und Den Edelmut des zukünftigen deutschen Kaisers, dast er wirkt! Zn einemZeilraum von 4 BZochen, nach Gebrauch des Dio ,, . 0 : a liefen beide Kinder allein, was ich nur dem Bivfon veroami. feinem Kameraden und Freunde. auv der frohen I 5Kinder, wovon drei durch englische Krankheit sehr »u Lentnantszeit auch nach dessen ^Ausscheiden aus dem Heere find, die ich auch Bioson trinken lassen werde. — Zck, uabciruiu* w.° »em »W b« Hoch-»..», lmÄ-g-nj-S äu' »em Vater des einstigen lungcn Grafen, feine ^reiindfchaft keines- große Ltzirtung bai, wie das Bioson. Hochachtungsvoll.' -e»» entzogen, sonbern tou bewahrt unb wiederholt feine alte Treue verflchert hat. Es ift anzunehnien, Lchmache, in in Llvolbeteii, Drogerien usw. das Paket 0 das Herr Barnes bei Dem jetzigen Besuche seiner Heimat vom erhältlich, welches für ea. 14 Tage aus reicht. würdigt", . . wird mit 315 gegen 98 Stimmen bet 18 Stimmenthaltungen abgelehnt, nachdem die Reichstagsabgeordnelen erklärt haben, daß eine Tätigreit im yieiüjytag unter Dem Druck eines solchen Mißtrauensvotums unmöglich sein würde. Die RefoluiwnSabsiininmng wird mu lebhaften Bravorufen aufgenommen. . . .. Sofort nach Betanntgave des 9lb,timmungsre,ultates crllar- ten 2 0 i t g 1 i e b e r deS sozial-liberalen Vereins, Darunter T r. Barth, Dr. Breirscheidt, Herr von Ge r l a ch, F r a n 0. Gerlach u n d fto ch k e i h r e n A u s - tritt aus Dem liberalen Wah 1 verein. Es wurde sodann solgenbe Resolution angenommen: Ter Parteitag spricht sich für die Aufrechterhaltung der linksliberalen Fraklionsgemeinschast aus, in der Erwartung, daß sie den Liberalismus festigen werde. Er halt es für notwendig, alle entfchieden liberalen Eiemente zusammenzu- faüen und fordert auf, im Rahmen ber liberalen Frarrwns- gemeinschait Den entschiedenen Liberalismus zu vertreten. Er hält es aber im Inlere.se einer solchen Politik für geboten, paß alle Kritik, Die in feiner Weise unterbunden werden soll, sich stets Der ^chtwendigkeit des Zusammenarbeitens bewußt bleibt." Die Annahme dieser Resolution erfolgte mit 371 gegen 33 Stimmen bei 12 Stimmenthaltungen. Es trat sodann eine Pause bis 4 Uhr nachmittags ein. parlamctitar^d?i*s aus He?sen. R. B. Darmstadt, 22. April. Der vierte Ausschuß der Z w e i t e n Kammer trat heute zur Erledigung einer läii- geren Reihe von Beratungsgegenstanden zusammen. Zunächst beschäftigte er sich nochmals mit Der Vorstellung Der Hofckapell- Mitglieder um Erhöhung ihrer Bezüge. Der Ausschuv stellte sich einmütig auf den Standpunkt, Daß in Der Angelegenheit unbedingt enuas geschehen müsse, und genehmigte einen dahingehenden, vom Abg. Dr. F r e n a h als Berichterstatter formulierten Antrag. Dem bei Beginn Der ftamineriaguug im Dezember lUüa üngebrachten Antrag Ulrich und Gen., die Ausbildung der L 0 l k s s ch u 11 e h r e r einer Neuregelung zu unterziehen, ist nach einer Erklärung der Regierung zum Teil Rechnung getragen wor- liircbc uiafc sehnle. — Der zum Ehrendoktor Der Theologie von der Universität Kiel promovierte Frankfurter Konsistorialrat Friedrich 9)1 a h l t n g ift am 14. Februar 1865 zu Frauk'urt a. M. als Sohn eines Handwerkers geboren. Schon mit 24 Jahren wurde er Hllfsprediger des Pastors Paliner in Hamburg-Hamm, weilte dann kurze Zeck in ähnlicher Stellung in Gernsheim in Hessen, wurde aber schon 1892 als Vorsteher Der StaDtmissron nach Hamburg berufen, wo er eme segensreiche Tätigkeit entfaltete. Seiner Initiative daiikt das uielbeiudite Heun lür junge Alädchen und die Zufluchtflatte in Eppendorf ihre Entstehung. Als Herausgeber des 3. Band^i der Gesammelteii Werke Joha,m Hrnnch Wtcherns macht er fich als Wicherii.Foncher bekannt. 1905 folgte er einem Rufe an die Luther- kirche in Frankfurt a. 9)1. , — Der 3. deutsche V olksho chf chultag, veranstaltet vom Verbände für volkstümliche Kurse von Hochschullehrern des Deutschen Reiches und vom Ausschüsse für voltstümliche Umverfi-i Summe 63 (36) 43 (_5j 9(4) 11(7) tätsvorrräge an der Wiener Universität, findet am 2k. Avril in Unm.: Tie m Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel Dresden statt. Tagesordnung: J Ut)r dormittags I t>er Todesfälle in Der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach lang der Delegierten im ftonferenzfaale der "^^^'-^^H-.^ochfchulc. gebrachte ftranfe kommen. 1 Bauernhochschulen, Referent Fr. Lembke, Direktor der | p ............. ländlichen Volkshochschule in Albersdors. 2. Austausch von Erfahrungen und Bekansttgabe von geschaffenen Einrichtungen, Referent Pros. Dr. Lampa, Wien. 12 Uhr: Oesfentliche Versammlung in der Aula der Technischen Hoch^chjule. L Die Erfolge der Hochschulbewegung in Deutschland, Referent Dr. Strubell, Dresden. 2. Volksprofcssurcn, Referent Dr. L. M. Hartmann, Wien. Es starben an: Zusammen: Erwachsene : im Lebensjahr: vom 2.-15. Fahr 1. Scharlach 2 — — 2 Diphtherie 2(1) — — 2(1) Tuberkulose 8(4) 7(3) — KD Limgeiientzündung 2(1) 1 — KD Influenza 3(1) 2(1) 1 — anderen Lungenkrankheiten 6(3) 4(3) -> — Herzkrankheiten 6(1) 6(1) — — Schlagfluß 3(1) 3 (1) — — Darnikatarrh 1 — 1 —— Bliuddarmeiitzündung 2 (1) 1 — 1(1) sttiereuentzünDung 2(1) 2(1) — — Bösartigen Neubildungen 10 (9) 10 (9) — — anderen ftrankheiten 16 (13) 7 (6) 5(4) 4(3) April 1908 Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Iielative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 22. 2 “ 742,7 9,6 6,1 69 22. 9« 742,7 5,9 6,2 90 23. 716 741,0 6,2 6,5 91 Unters Zn Berlin jnglands, 5-ra' &ri)|«aMonim jwh in St. P [inb-L Schwede, Semit find i zliir.'chterhalnn unb die wohl den sic bcljanb in güniH^in Iccrden diesen sjiruchen, j)ic Puds »u Schm Von zustai | dcnvrozcsscs m kl belastenden Lerstner Staat f kerlchnng der Lersahren wird ' unb ohne Ml tnrchgefichrt. li | sehen, da sclbf I klaitcnbeit Ze I ivissen. lltbtii 1 klö nach Aoga »n aintsweger tüige sexuelle unb Crten, in stellt worden, I. sie den Benin preschenden Ä i!i solches ans [ fersuchlc inzw I interviewen, fu sm Zustand 1 ton. Tagegei 1 tog weilenden mpfangen, de i und in i I M nur im I kn Mund sei I perichiecsiattcr Ifticln! ; i trugen venwn »Mlären, als w : ^chte Geheim I mit endlich < f W die Tach- borwürse auf »6 nichts vcrl L ^eichsta Rum des Re F die Abänd Gütung des < )0l K Vlifsmitglie . öür die tz .^urde M Ichtvieric Mparte' Momuroi adgeichic ptofia Slni w ‘Nen ajt. ( ^H'bcia(En e • U»i> ÖQmr MK «L allen V>e unb Nttt dleIei dyiidli rü ru' tirunb f b ist «trMi