Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. vezngSprei-r monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. LLO; durch Abhole' u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Dtk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pft auswärts 20 Pfennig. verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuille- Entgegen der Meldung der „Germania" hört die „Tägl. Rundschau", daß Unterstaatssekretär im Reichs- schatzamt Twele im Amte verbleiben würde. Stuttgart, 22. Febr. Der kommandierende General Fallois reichte sein Abschiedsgesuch ein. . . Cuxhaven, 23. Febr. Heute nachmittag fand die feierliche Eröffnung der neuerbauten Fisch- markthalleu statt. Die Stadt und der Hafen hatten reichen Flaggenschmuck angelegt. Und wir lachen, lachen allesamt aus vollem Halse, wenn wrr uns das Grausen über die Ungeheuerlichkeiten des Wedekindes ab- geschüttelt, wenn wir ob des ernsthaft tieferen Sinnes uns mit uns wieder in Einklang gebracht haben; wir lachen nrcht sowohl nut herbem Spotte über diese „beste aller Welten", als wenigstens über dieser „Tragödie" (!) burlesk-komischen Schlußakt. Ter erinnert nut seinem hülbdutzendweisen Aufmarsch von Liebhabern der Nimmersatten modernen Messalina gar sehr an studenlischc Mimiken und Biersprele, an Wedekind den einstigen Obersten des Münchener „Elf Scharsrichter"-Ueberbrettls, der hier, wie von einem Veitstanz konsulvisischer Leidenschaften befallen, einen neuen brunsloollen Astartekilll herauibeschwört unter wilder, krait° genialischer Verzerrung des realen Lebensbildes. „In bunten Bildern wenig Klarheit, Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit" möchte man mit Goethes Lustiger Person tm „Faust" als Gesamt- urteil über Wedekinds „Erdgeist" ausrufen, und man möchte die Worte des Herrn im Prolog im Himmel hinzusügen: „Wenn er mir jetzt auch nur verworren dient, So werd' ich ihn bald in die Klarheit führen" als frommen Wunsch für Wedekinds endliches Hinauswachsen aus der überlange andauernden Epoche wilder Gärungen. Was mir am Samstag Abend mit am besten in unserem Stadltheater gefallen hat, das war das Publikum. Es zeigte genügend literarische Schulung und ernsthaft kritisches Verständnis für die Absichten des Autors, für seinen geistreichen Dialog und seine eminente Eharakterisiernngskunst und Straft. Es wußte, daß es im Theater nicht eine Stätte für abspannende Erholung und flaches Amüsement zu erblicken hat. Kurzum, sieghafter Beifall durchbrauste wiederholt das Haus, ein Zeichen des Taktes und der Duldung jeglichen literarischen Genres, in Erinnerung an den Voltaireschen Ausspruch: „Tous les geures sont bons, hors le gerne ennuyeux". Unbestritten gelobt und bewundert zu werden verdient der größere Teil des Hamburger Ensenibles. Bet dieser Dichtung kommt natürlich alles au' die Darstellung an. Wenn sie sich vergreist, ist der Mißerfolg sicher. Die Aussührung ist ein Werk hervorragender Neglekunsk. Alan Hal Respekt vor dieser Meisterung des Zusammenspiels und der Herausarbeitung des geistvoll cynischen, kunstvoll nachlässigen Dialogs, um so größeren Respekt, wenn man sich vorhält, daß die StünfUer fast allabendlich seit Monaten den „Erdgeist" mimen, trotzdem aber nur zum kleineren Teile, wie der Darsteller des Prinzen Escemy und, in gewisser Weise, der, übrigens für seine Rolle viel zu alte Darsteller des Malers, in gelangweilt routinierte Manier verfallen. Die Rolle der männermorbenben holdenUnholdiu gibt Emmy S ch r o t h. Sie nahm keineswegs josart gefangen, zumal sie als Zur Lage in Maroiko. Casablanca, 21. Febr. Der RückzugdesGenerals d'Amade scheint verursacl>t worden zu sein durch das Schicksal der Kolonne von Born Znika, das zu ganz falschen und absolut- unbegründeten Gerüchten Anlaß gegeben hatte. Es werden bedeutende Zusammenrottungen in der Richtung von Azemmur gemeldet, die auch in bisher neutral gebliebenen hegenden eine erregte Stimmung hervorzurufen säumen. Paris, 22. Febr. Aus Mazagan erhält die Agence havas die Meldung, daß der Bote der deutschen Post am 18. Februar angehalten, aber wieder freigelassen worden sei, als es sich herausstellte, daß er nicht zur französischen Post gehörte. — Admiral Philibert telegraphiert, daß in Mazagan Md in den anderen Häfen Ruhe herrscht. Tanger, 23. Febr. General d'Amade kehrte am 19. Febr. nach Berroschid zurück. Die Franzosen planen nach einigen Ruhetagen einen neuen Vorstoß. d'Amade wird wegen der zu großen Zersplitterung der Truppen getadelt. In Ulez Said ist ein neuer heiliger Bunuala aufgetreten, er hat großen Zulauf und plant die Vertreibung der Franzosen. Im Lager Muley Ha- iids sind bie.Köpfe von zwei französischen Offizieren als Trophäe aufgestellt worden, worüber d'Amade sehr aufgebracht ift. . 24- Feör- Die gestern eingetroffenen Rachrichten der Parrfer Korrespondenten, die sich bei den Truppen d'A m a de s in Casablanca befinden, lassen die Situation recht bedenklich erscheinen. Der Zweck der Expedition, die Unterwerfung der Ndakra und Nzao ist keineswegs erreicht, röhrend im Ministerrat am Samstag noch Pichon die Lage ticl Künftiger beurteilte, hat man hier den Eindruck, daß trotz ter zremlich bedeutenden Truppenmacht von 8000 Mann, die zur- mt m Marokko ist, die Absendung von Verstärkungen notwendig Derben wird. Deutsches Resch. Berlin, 22. Febr. Der „Reichsanz." gibt die Ent- üssung des Staatssekretärs des Reichsschatz-- rmtes Frhrn. v. Stengel unter Verleihung oes Groß- lreuzes des Roten Adlerordens sowie die Ernennung des ^^^^^^'btärs Sydow zum Staatssekretär des Re ichs- ^chcchamtes bekannt. — Der „Staatsauzeiger" gibt ferner . Ernennung des Staatssekretärs Sydow zum Staats- mmlster und Mitgliede des Staatsministeriums bekannt. -KarLasnetttarisches. Berlin, 22. Febr. Das preuß. Abgeordnetenhaus nahm zunächst den Gesetzentwurf betr. Herstellung einer Eisenbahn-Dampffähren-Verbindung zwischen Saßnitz und Treckeborg in 3. Lesung ohne Debatte an und setzte dann die Beratung des Kultus-Etats fort. Nach Vor- bringung mannigfacher Spezialwünsche wurde das Kapitel Kunst und Wissenschaft erledigt. Stach Erledigung zweier weiterer Kapitel vertagte sich das Haus auf Montag. In der Budgetkommission des preuß. Abgeordnetenhauses wurde Uebereinstimmimg darin erzielt, daß eine dauernde Erhöhung derEinkommen- steuer nicht zu billigen sei. Nürnberg, 23. Febr. Der Nestor des LandesauA- schusses der freisinnigen Partei Bayerns, der achtzigjährige Oberlandesgerichts Präs ident ©tröffen reu H; er ist gestorben. St. war seinerzeit Untersuchungsrichter gegen Küll- mann, der das Kissinger Sittentat auf Bismarck verübt hatte. Pierrot den Absichten der $erf(eibung nicht gerecht wurde. In den folgenden Akten aber glaubte man auch ihrer äußeren Er- fcheimmg die Etrce, die so viel Aienschenopfer fordert; die acht oder neun Kostüme, die sie im Laufe der Vorstellung trägt, sind so gewählt, daß sie sich immer vorteilhafter, bestrickender präsentiert. Und ihr raffiniert pikantes Spiel verfolgt die innersten Vorstellungsreihen des Dichters mit erschöpfender Einsicht. Freilich m. E. mit zu durchsichtiger Schlangenschläue, mit zu ostentativer Kalkulation und Kombination. Sie ist zu wenig unberechnend triebhaft, zu bewußt sieghaft, ein von innerer Lebensenergie und unfehlbarer Weibesklugheit sowie durch die freiwillig unfreiwillige Versklavung der Männer zu ausschweifenden Ueberlölpelungen der Mannheit getriebenes Geschöpf. So steht sie denn eigentlich tnehr über, als m der Rolle. Wenn man also gegen die Auffassung wohl Einwendungen machen fann, w i e sie ihre Ausfaffung zum Ausdruck bringt, das ist bewundernswert. Ihr Girren und Kosen berückt, und der echte Eva-Umschlag au? den Augenblicken leidenschaftlicher Erregung zu kalter Gegenwartsbrutalität bedeutet Gipfelpunkte darstellerischer Kunst. Die Lulu der Emmy Schroth ist nicht nur vollendete Grisette, sondern personisizierte Sexualmacht, und damit restlose Erfüllung einer der Absichten deS Dichters. Sie ist aber nicht „das wahre Tier", das, „von Anbeginn gefräßig", in „süßer Unschuld" „. . . ward geschaffen, Unheil anzustiften, zu locken, zu verführen, zu vergiften". Den grandios stilisierten Tr. Schön, den zuweilen Wedekind selber auf die Bühne stellt, spielte Emanuel Stockhausen, so viel ich weiß, ein Sohn des großen Frankfurter Gesangmeisters, em auch als Rezitator bekannter Künstler. Dieser von der Schlange „mit starkem Druck umringelte Tiger" ,st eine fleißige Studie Stockhausens, aber ein wenig monoton und steif und auch ein wenig theatralisch, aber doch die imposante Gestalt eines impo- fanten Künstlers. Eine Figur in Goyas Warner, fesselnd m ihrer umheimlichen Häßlichkeit, darstellerisch von vollendeter Kunst, ist der alte Lump Schigolch, wie ihn Weil hinslellt. Auch der Mebizinal- rat Dr. Goll m der Taistellung Du Bois-Rey monds kann sich sehen lassen. Ten Prolog sprach wohl nicht, wie der Zettel angab, Stockhausen, sondern der Darsteller deS „stärksten WanneS der Welt", und in der unmöglichen Langhaarigkeit wie im Ausdruck ziemlich verfehlt, ganz ohne die Allüren des echten Warft- schreterS. Wan mag die ästhetische Berechtigung eines solchen Werkes an- zweifeln, wenngleich man damit den Selbstzweck der Kunst leugnen wurde; man mag es als abscheuliche Karnkatur perhorreSzieren - man wird trotzdem die wuchtige Dichterkraft Wedekinds anerkennen,' zum minderen ihre sensationelle Wirkung zugeben müssen. P. W. AarlamenSarZsches aus Hes?ers» R. B. Darmstadt, 23. Febr. Die Finanzausschüsse beider Ständekammern waren am Samstag nachmittag in einer dreistündigen Sitzung zur Beratung des neuen Staate Haushalts beisammen, an der and) Staatsminister Dr. Ewald, F-inanzininister Dr. G n a u t h und Minister des Innern Dr. Braun, sowie Geh. Staatsrat Krug von Nidda und die Ministerialräte Dr. Becker und Lorbacher teilnahmen. Die Besprechung über die wichtigeren Etatskapitel war sehr eingehend. Bei Kap. 3, Weinbaudomänen, das, wie schon früher erwähnt, eine Einnahme von 151500 Mk. und eine Ausgabe von 143 360 Mk. veranschlagt, hat die Negierung den Ausschüssen einen Rentaüilitätsnachweis für die Jahre 1900—1904 unterbreite., wonach das Domanialgnt in Bodenheim in diesen vier Rechnungsjahren eine Rente von 0,78 Proz., dasjenige in Nackenheim eine solche von 2,17 Proz., das in Oppenheim 5,84 Proz. und schließlich das Weingut von Bingen 0,95 Proz. abgeworsen ljat. so daß also die Weinbaudomänen in den Jahren 1900—1904 eine Durchschnittsrente von 2,29 P r o z. brachten. Eine größere Rentabilität konnte schon aus dem Grunde noch nickst in Ersck^einung treten, weil ein Teil der erworbenen Weinberge noch Jung- und Wüstftlber sind, die einen Ertrag kaum liefern, während anderseits ständig bedeutende Aufwendungen zu machen sind, die naturgemäß erst in späteren Rechnungsjahren eine angemessene Rente ermöglichen. Man ist mit Recht auch in den Ausschüssen der Ansicht, daß weniger der materielle Gewinn, als vielmehr der hohe ideelle Wert des Unternehmens in den Vordergrund zu treten habe, der in der vorbildlichen Wirksamkeit der Domanialverwaltung für unsere weinbautreibende Bevölkerung zu erblicken ist. Geh. Kvmmerzienrat Lauteren richtete bei diesem Kapitel an die Regierung das Ersuchen, bei der Steuer einschätzung von Weingutsbesitzern nickst mehr das Betriebskapital als Grundlage zu nehmen, sonder^ den wirklick)en Ertrag der Weinberge, worauf von dem uiegio rungsvertreter entgegnet wurde, daß die jetzige Art der Steuereinschätzung auf gesetzlicher Grundlage beruhe und eine Abänderung nur durch Gesetz möglich sei. Dasselbe Mitglied der Ersten Kämmer fragte dann bei Kap. Staatseisenbahnen, ob die unter Kap. 122 gestellte Anforderung von nahezu 3 Millionen Mark für die Erneuerung des Oberbaues der Eisenbahn- brückeüberdenRheinober halb Mainz auch gründlich erwogen worden sei in bezug auf die Tragfähigkeit des ganzen Unterbaus, worauf F-inanzminister G n a u t h erwiderte, daß die Pläne und Berechnungen dafür vom preußischen Eisenbahnministerium veranlaßt worden seien und dieses demnach auch die Verantwortung für das ganze Projekt zu tragen habe. Zn einer ausführlichen Debatte gab dann die Anforderung für Bad- Nauheim Veranlassung. Für die großen Erneuerungs- und Umbauten in Vad-Nanheim werden als 5. Baurate insgesamt 629 700 Mk. im Etat angefordert. Beide Ausschüsse erklärten fid) aber einmütig mit der Regierung darin einverstanden, die Beschlußfassung über die Anforderungen für Bad-Nauheim solange auszusetzen, bis sich die Stadt Bad-Nauheim zu einem Beitrag von 80 000 Mk. für den Erwerb des Kemschen Kohlensäurewerkes bereit erklärt. Die Mitglieder des Finanzausschusses der Ersten Kammer stimmten im weiteren Verlaufe der Beratung auch Gießzener SLa-tthserLer. Der Erdgeist. Von Frank Wedekind. (Buchausgabe: 4. Anfl. München, 1906, Albert Langen.) Berits vor zehn Jahren machte Dr. Karl Heine, der jetzige ».verregifieur des Frantfurler Schanfpielhauses, der damals'ein rwendes Ibsen-Theater leitete, das kühne Experiment, in einigen «uycyen ^iädten, wie z. B. seiner Vaterstadt Halle, Wedekinds hnvkx » «uc Aufführung zu bringen. Dieser Vorgang findet jetzt J 005 Personal des Hamburger Thaliatheaters Nachahmung, -ucy zu uns sind nun diese unentwegten Wedekind-Propagandisten onnnen, und der Versuch, uns einen der wunderlichsten 11 n- "vier den deutschen Dichtern der Gegenwart, Vergangen- liewesem ^U Un^ verständlich zu machen, ist nicht ganz umsonst Hf, „21Cbsr "Erdgeist", dieses abstruse Literaturproduft, habe ®e berückend und unheimlich zugleich nur noch der Däne Jonas '"'msV einem bisher wohl noch nirgends aufgeführten Drama ti't 1898' ®- I- Göschen) geschaffen hat. Wedekmd i- u Das Menschengeschlecht dem Sexualtrieb rettungslos unterjocht. .^wachere Geschlecht erscheint ihm als das ganz un- hattmsmaßig stärkere. Freilich sieht er im Weibe nur ein Tier, topf.a .Ft rin elegantes Tier, ein Prachtstier", aber der Wael)t fffiinn mte§ der Wann mitleidslos preisgegeben. Tie Lulit- Wn.10 ♦ biese vielnamige Heldin, die eben das Weib d ) ' ruinicrt jeden Wann, der in ihre Kreise kommt, saugt ihm ip Dini ""s.siud jagt ihn in den Tod. Aber nicht absichtlich. Sie r; h, 8" egoistisch, um sich mit Gedanken an andere abzugeben; Ht fr kUt cn oder vielmehr nur an ihren Leib und an ihre £nnpt't0 r em ^er, so welischmerzelt Wedekind, bleibt es in gewissem ir drh. g ]T' baß die Frauen uns himmlische Rosen ins irdische, allzu bo» 7® ^ben flechten. Denn die C.nalen, die der Wann durch S« E« iu erdulden hat, sind ihm zugleich Seligkeit, und seine iteÄ?. niig Ut sein Glück. Darum betet er die Bestie an, die wic bas Weib, so ist die Welt der Wenden nach be Q,!'- vollkommen jenseits von gut und böse, voller beglückende le r » n* un‘> voller bestialischer Roheit, ein Rätsel, das uns Vv s« Ebrost und morgen unter die Füße treten wird. Das ist L. 17v^eil1 / wie ihn Wedekmd sich oder vielmehr uns oorstellt, h^s.„s0berne ~.eufelnw(er, der grausige Schilderer der irdischen o mt » kn' cr »Höllenbreughel" unserer Tage. Darum aber, ^ bewahret euch den Humor und lachet über das dumme i ' ö,e*es Swcckloje Nichts, ivemrs euch auch bitter antomiut. * 83 Stimmen erfolgte. Vorher kam es noch zu Lärmszenen, die in Tätlichkeiten anszuarten drohten. Konstantinopel, 23. Febr. Die Justizreform in Makedonien ist als gefallen zu betrachten. Dagegen ist die Verlängerung oer Mandate der Zivilagenten und Finanzkontrolleure durch die Türkei auf sreben Jahre bestimmt zu erwarten. Die Differenzen in den Botschafter- Konferenzen infolge der türkischen Opposition konnten nicht beigelegt werden, so daß die Botschafter sich wegen neuer Instruktionen an ihre Kabinette gewandt haben. Montevideo, 22. Febr. Das Persvital aller @if en» bahnen der Republik ist in den Aus st and getreten. Matt 158- Jahrgang Montag 2-1. Februar 1908 erscheint täglich, äußer A AM HM KV RttlM MM General-Anzeiger für Oberheffe» «ä Kl «otafionsto!» und Verlag der SrLhl'schen Unio,v«ch- und SteindruSerei. H. Lange. NedaMsn, Lxpedttion und Druckerei - SchulktraKe 1 ii iw __________________________________ U Anzeigenteil: H. Beck. ArrsLassH. Tetschen, 22. Febr. Wie ein hiesiges Blatt meldet, hat das Unterrichtsministerium Vorerhebungen zur Errick)- tung einer katholischen Universität in Salz- Ku rg eingeleitet. Brüssel, 22. Febr. Der gestern abend hier einge- trofsene marokkanische F-inanzminister El Mokri erklärte einem Journalisten, daß er nicht, wie einige Blätter behauptet haben, nach Belgien gekommen sei, um Uuterhand- lungen wegen Ausnahme einer marokkanischen Anleihe auzuknüpfen. Bezüglich der .Haltung Frankreichs gegenüber Marokko erklärte El Mokri, die Verwaltung sei vollkommen loyal und der Sultan sei mit ihr volö ständig einverstanden. El Mokri begibt sich morgen nach Älntwerpen, um dort die Hafenanlagen zu besichtigen. — Die Demission des Ministerpräsidenten S ch o - la er t und des gesamten Kabinetts steht für die nächsten Tage zu erwarten, falls der König nicht den von der Regierung als Desinilivum beschlossenen Text des Kongovertrages al^eptiert. Der König verließ die letzte Miuister- ratssitzung, in der es sehr stürmisch zuging, in sehr brüsker Weise und nahm seitdem in Ostende Aufenthalt. Der üble Eindruck, den die gegenwärtigen kongofeindlichen De- nwnstrationen in allen Kreisen Belgiens Hervorrufen und das Nationalgefühl verletzen, kompliziert die politische Lage des Weiteren. L o n d o n, 22. Febr. Daily Telegraph meldet aus Lissabon, daß ein neues Komplott gegen die bestehende Regierung entdeckt worden sei. Es bestand die Absicht, eine Erhebung der Armee herbeizuführen. Die Regierung hat die weitgehendsten Vorsichts-Maßregeln dagegen getroffen. Petersburg, 23. Febr In Zarskoje Selo wurden zwei als .Hoflakaien verkleidete Revolutionäre verhaftet. — Der anläßlich der jüngsten Attentatsaffäre verhaftete italienische Zeitungskorrefpondent Calvini wurde als gänzlich unschuldig aus der Haft entlassen. — Das Befinden der Zarin ist wieder vorzüglich. Sie unternahm gestern bereits eine Ausfahrt. — Bezüglich der immer von neuem auftauchenden Gerüchte betr. Verhandlungen über eine neue russische Ausländsanleihe wird der „Frkf. Ztg." wiederholt versichert, daß die gemeldeten Rußlanosreisen verschiedener französischer Finanziers ausschließlich mit der Angelegenheit der Rufsftch-chmesischen Bank Zusammenhängen. Auch die Reise des Herrn Fischel nach London habe mit der russischen Finanzftage nichts zu tun gehabt, was schon daraus hervorgeht, daß sein Aufenthalt in London nicht einmal einen ganzen Tag gedauert habe. V e l g r a d, 23. Febr. Trotz heftigster Gegnerschaft und trotz der Erklärung des Kronprinzen, daß er keine Apanage aitnehme, bestand die Negierung doch in der Skupschtina auf Votierung der Apanage, die gestern mit -Ur >ng: w-rdcn Wertet toetbenfe |ten? ter e betreffende 31^ Glossen bin, bestehenden Drr erste £ Meniuett und £c- urdigung des fiife Al möglich. CäE ^°rwärts" mitgtir- >°>leieruno tl ng-l'chtshos hat, en. Warum ist t* ciHen? Ich g ucht, gegen mich L-, beriefen sich aus v ine Fraktion fteOte: Strafberfolgung W •nferbatibe Sdermc ‘itie v. UnruBe^- nmoltschast für .ü Reschästsordnungilr >ie Genehmige! ^ilen. Nach eh» ft die Mitteilung, agegen Beschwerde!' ister. WaS soll, ft n in geheimer Cift mkliche Anklage ersch habe, etwas straffa! itlastungSmaierial, c Fabrikanten, gegen n soll, inzwischen k iten gegen den fe Ich zeichnete bieh wörtlich, um angel- zelnen der Ehrenri-b rhalt ist allen befr Malßan und üerle soll ich dazu fo? Inwabrheit l echolt hat, von f1" nächtigt. Wer oft ytShof habe mich w chweigi, daß das -- ,z gemeiner»» . Frhrn. v. Krauses. - niLt ÄerllM 'p rufe Sie zur *«'« “f ! Wort von dein iwahr, daßst'ne- sind; in eri'-r ^ verurteilt. ft - vier Mitgl^ ' dr-' Dritteln < alls Hal) 2as ^ichtverletzung M ,-hm- » mrülkgezogew . M Taö Leck-V" ^rengerich^^ ^Iefunlcrt'unh^ Würfel^ ' mit dem Kre« i,tä>en" [c5, Suppen j * ««aller sfe I die verfäng- cinanber ver- fc. Cassel, 23. Febr. Am vergangenen Sonntag entfernte sich die 56 jährige Witwe L. Müller ans der &er- sorgungsanstalt in der städtischen Kaserne, und am Montag morgen wurde ihre Leiche aus der Fulda gelandet. Naa einigen Tagen fand die Beerdigung statt. Wie erstaunt wa: vorzubehalten. Die Aufführung war recht nett und wird wohl bei Wieder- Holungen im Tempo noch gesteigert werden. Zufällige technische Umstände, wie Erkrankung der Souffleuse :c., dürften allem es verlangsamt haben. Doch ist es hier von Wert, daß. wie der Pianist den Mmutenwalzer von Chopm übt, möglichst zwei Stunden Spielzeit nicht überschruten werden. TaS mutz nur so herunter- prasseln; dem Zuschauer mutz es so wirbelig werden wie dem Helden — so geschwind muß das alles gehen. Goll sah sehr stark 42jähriq aus und war von zwangloserMunter- keit und liebenswürdig, harmlos gemütlicher Diskretion selbst m seinen heikelsten Szenen. Elivas mehr Eleganz hatte ihm freilich sehr zu großem Vorteil gereicht. Tour Sylva und er aber spielten reizelid zusammen, sie, in talentvollem Toiletteiiprnnk, tragend, binciib, bettelnd, dann von hüifchmelzender Liebe ganz erfüllt, er immer jokos und fidel, beide zufannnen von mitreißender Fröhlichkeit. In besonderem Maße aber gewann sich am Sonntag v. d. B e ck e die Gunst des Publikums durch die köstliche Komik, ivie er, namentlich im 2. Akte als maßlos Uebermüdeter, Andrss Freund, den gutmütigen Hohlkopf Pernard, zu ergötzlicher Wirkung brachte. Das Ehepaar DuprL spielten Helene Schumann und N e i ni e r - S ch t e g e l ga»iz anerkennenswert, und W e i n - Wirklich jebex?. Doch wohl. Denn der Schwant ist bei gärtner brachte den steifeu Engländer in seiner Sprechweise und Aus StaM und Land» Gießen, 24. Febr. 1903. waren, und ließ zum Schlüsse zu deren Gunsten eine Sauunel« büchsc rund gehen. Der Vorstand wurde einstimmig >v>eder- gewählt und das diesjährige Kriegerveibandsfcft M Battenberg auf den 12. Juli festgesetzt. Am Mittagessen nahmen 80 Persons teil. Während der Tafel konzertierte die Musik, die die auswärtigen Vertreter um 4 Uhr auch wieder zur Bahn geleitete. Unser Kriegerberein feierte am Abend bei Konzert und -um? sein 34. Stiftungsfest in bester Stimmung. [] Marburg, 23. Febr. Die katholische Gemeind, hielt heute aus Anlaß der 25jährigen Amtsjubil.aum§ des Pfarres Dr. Weber in den Stadtsälen eineFestfeicrab. wahrhaft klassischen Ruhe zu vorzüglicher Geltung. Von den üb' ngen Darstellern seien noch Marie Lautermann uw Schmidt > Pauly mit Anerkennung genannt. Die Regie (Dir. Steingoetter» halte für ein gutes Zusammen' piel gesorgt. Die wiederkehrende Dekoration des ersten Aktes v« em reizvolles Interieur, und sehr hübsch war das im 2. Akte |tö zeigende Alpenpauorama. Das Publikum war mit dem Ganze« ehr zufrieden und spendete nach allen Akten reichlichen Beiwll. fischupterhaltung ist. . . Ein liebenswürdiges, graziöses und verwöhntes kleines Fräulein, Josette Tuprch wickelt ihren guten Patenonkel Andre um den Finger. Und damit sie die verrückte Erbschaftstlausel einer schrulligen alten Tante erfüllte, da vor schreibt, daß sie mit 18 Jahren verheiratet sei, widrigenfalls sie des großen Tantenvermögens verlustig geht, heiratet sieden Paten, obgleich sie einen anderen ließt Ter ober hat gerade am Tage vorher zufällig eine unaufschiebbare kleine Weltreise anzutteten und ist daher augenblicklich leider nicht hochzeitsfähig. Josette, die flotte Jungsrau, und Andrch der flotte Junggeselle, gehen also eine Scheinehe ein. Sie bleibt für den Bräutigam reserviert. Nach einem Jahre soll Andrs Frl. Josette, seine Frau, an Joe Jackson, den Weltreisenden, unversehrt abliefern. Abeer ungestraft ist man nicht andauernd mit einem so | aller Ungeniertheit doch lustig und gehört nicht zu den be- denklichsten seiner Art, wenn er auch teilweise eine ziemlich eindeutige Sprache spricht. Das Recht auf Uebermut muß man aber einer gewissen Gattung von Bühnenproduktionen nach dem Vorbilde aller Zeiten (Aristophanes, Plautus!) einräumen. Gewiß, es werden mit artiger Unart Dinge zur Sprache gebracht, die bei der Tafel der guten Gesellschaft nicht serviert zu werden pflegen. Aber daS geschieht nur stellenweise. Im übrigen entwickelt sich die Geschichte ganz sittsam und sauber — nicht jeder - Franzose hält so rein. Es ist ja frellich ein altes Motto, das von der stellvertretenden Ehe, uttb es sind die alten Puppen der gallisck-en Lustspielphantasie, die in amüsantem Wirrwarr ' durcheinandergeschüttelt werden. Aber es ist doch eines jener ; seltenen Werklein, die den außerordentlichen Vorzug haben, sich : beständig zu steigern und die besten Trümpfe den letzten Akten reizenden Frauchen auf Kündigung vermählt. Ter Hilfsehemann wird vor sich unb der Welt zum Hansnarren — von weiteren ♦* Ein ungewöhnlich günstiges Ergebnis hatte die Verpachtung dcr Ja g o int Domauialwald Schis- senberg. Während der seitherige Pachtpreis 1340 Mark betrug, wurden bei der gestrigen Verpachtung 2700 Mark erzielt. Die seitherigen Jagdpächter, die Herren Felsing und Möser, machten das zweithöchste Gebot. "Eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses findet am Samstag, 29. d. M. vorm. 9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des Ortsarmcnveibaudes Slorndorf gegen Ortsar'meuverband Liederbuch wegen Unterstützung der Kinder von Johs. Roth, Eheleute. 2. Aufbringung der Kosten des Geländeerwerbs für die Nebenbahn Friedberg-Friedrichsdorf. 3. Rekurs des Leonhard Jüngling zu Usenborn gegen einen ‘ Polizeibesehl Gr. KreisamtS Lüdigen wegen ttntauglichmachung tincs Brunnens. " Major a. D. Scriba -f-. In Darmstadt starb am Samstag vormittag ein alter hessischer Offizier, der Major a. D. Scriba, im 86. Lebensjahr, nach längeren Leiden. Der Verstorbene war nach seinem Weggang vom Militär vom 1. Januar 1870 bis Ende Oktober 1879 Direktor des Landeszuchthauses Marienschloß und bis 1874 militärischer Kommandant desselben. Die Beerdigung findet heute nachmittag in Darmstadt statt. ** Der Ball dcr Unteroffiziere. AuS der Bürgerschaft gingen UNS einige Zuschriften zu über einen Borfall, der sich am Samstag abend bei dem Ball der Unteroffiziere des 2. Bataillous zutrug, von denen wir nachstehend eine, die uns sehr objektiv gchallcn zu fein scheint, wieder, -ch Rod heim a. d. Bieber, 23. Febr. Im festlich geschmückten Saale des Gastwirts Schlierbach tagte heute die 2 4 Vertreterversammlung des Kreis krieg erver- b an des Biedenkopf. Die meisten Vertreter, vor allem die aus dem Battenberger, Biedenköpser und Gladenbacher Bezirl trafen mit dem 11 Uhrzug hier ein. Der hresige Knegerverein stand mit der Vereinsfahne zum Empfang am Bähnchen bereit, unb unter den Klängen der 116 er Kapelle bewegte sich ein statt- licher Zug durch unsere Ortssttaßc Der Vorsitzende de- Verbandes, Landrat Dr. Daniels-Biedenkopf, hieß die Vertteter willkommen und brachte das Hurra auf den Kaiser aus. Bürgermeister Bechtold hieß alle Erschienenen besonders deii Ehrenvorsitzenden Kammerherrn von Heimourg-Wiesbaben herzlich luilb kommen Bevor zur Tagesordnung über geschritten wurde, gedachte der Vorsitzende des gestern verstorbenen langfähngen Vor- standsmitgliedes, Kaufmann Hahn aus Biedenkops, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen die Versammlung ehrte. Die Feststellung der Vertteter ergab, daß von 99 66 antotW waren. Jacobi-Biedenkopf verlas das Protokoll der 23. Verttctei- Versammlung in Wollau. Aus dem Geschäftsbericht ict erwähnt: der ihcUoerbanb zählt in 80 Vereinen 3293 Mitglieder, baruntcr 360 Kriegsveteranen und 118 Ehrenmitglieder. Die ^ahrcs- rccfjnung ergab 3273,61 Mk. in Einnahmen und 3233,07 Ml. in Ausgaben; das Vereinsvermögen ist auf 900 Mk. gestiegen unb die „Parole" wurde in 93 Exemplaren gelesen. Lehret Burk-Biedenkovf hielt sodann einen Vortrag über das wesen im Anschluß an die Devise: „Edel sei der Mensch, hilsrcuu und gut". Er berichtete über unsere 4 Kriegerwaisen- Die Nebenbahn Lich—Grünberß. Der Butzbach-Licher Eisenbahn-Aktiengesellschaft rst dte lcnrdesherrliche Konzession zum Bau und Betrieb einer mittels Dampfkraft zu ^betreibenden und für die Beförderung von Personen und Gütern im öffentlichen Verkehr bestimmten Nebenbahn von Lich nach Grünberg unter folgenden Bedingungen verliehen worden: Die Bahn von Lich nach Grünberg ist mit der bestehenden Nebenbahn von Butzbach nach Lich als ein einheitliches Unternehmen zu be- trerben. Die eintretendenfalls zu zahlende Konventionalstrafe und die zu leistende Kaution wird auf 70000 Mk. bemessen. Für die Gesamtstrecke Butzbach—Grünberg ist ein Erneuerungsfonds und ein Reservefonds zu bilden. Solange die nötige Verzinsung des Baukapitals nicht erreicht wird, wird auch nach Ablauf der festgefetzren Betviebszett die Äufsichtsbehövde auf den Antrag der Gesellschaft gestatten, daß nur drei der Personeiibeförderung dienende Züge in einer Richtung befördert werden, wenn es jtd) zeigt, daß ein Bedürfnis für vier Züge nicht besteht. Für die Gesamtstreüe Butzbach—Grüuberg ist nur eine Betriebsordnung auszustellen. Die Konzession erlischt mit dem 30. September 1957. Vom 1. Oktober 1928 an steht es der Großh. Regierung jederzeit frei, den Betrieb der Nebenbahn Butzbach—Grünberg für Rechnung des Hessischen Staates oder der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft zu übernehmen oder auf die Verwaltung dieser Gemeinschaft zu übertragen. Die neu auszugebenden Aktien sind von der Firma Lenz u. Comp. G. m. b. H. in Berlin zu übernehmen, soweit sie nicht von anderen Interessenten gezeichnet lucrben. Die Beschränkung der Verkäuflichkeit iv.rd auch aus die neu auszugebenden Aktien, soweit sie von der Firma Lenz u. Eornv. G. m. b. H. in Berlin übernom- uten werden, mit der Maßgabe ausgedehnt, daß die fünfjährige Frist mit dem Tag der Betriebseröffnung der Strecke Lich—Grün berg zu laufen beginnt. Ws unb dem 4 Jahre alten Kind ins Gesicht. Tas Kind wurde im Gesicht nicht unbebeutenb verletzt, zum Gluck sind die Augen des Kindes unverletzt geblieben. U Friedberg, 22. Febr. Das S ch u l l e h, r c r ]je in in ar bat in dem jetzt zu Ende gehenden Schnsiahr einen o hohen S ch n l c r st a n d wie seit Jahrzehnten nicht, es zahlt runb 200 Seminaristen und umfaßt 5 Klassen, früher waren es nur 3 Klaßen, ^ie Oberklasse, die in 2 Parallelklasien geteilt war, ist letzt ent- lassen worden. Der Entlassungsprnsnng w^nte Großh. Oder- chulrat Scheuermann aus Darmstadt bei. 69 Schulamtsaspiranten haben das Seminar verlassen und schon zum -r.eil Verwendung im Schuldienst gefunden. Von den rund 200 Seminaristen sind 17^ evangelisch; 146 wurden in Präparandenschulen vorbereitet. Aus Oberhessen sind 126, aus Starkenburg 32, aus Rhemhesien 22; Nicht Hessen sind 12. 4- Meckesheim, 23. Febr. Das hiesige Braunkohlenbergwerk soll eine beträchtliche Betriebs- er Weiterung erhalten. Verflossene Woche ist ein mächtiger Dampfkessel von 400 Zentner Gewicht angekommen, der zur Preßklvtzefabrikation dienen soll. Das Bergwerk weift nach geologischen Untersuchungen Kohlensiager von 30 und mehr Meter Dicke aus und wird noch auf mehrere Jahrhunderte Kohlen liefern. f . a n Büdingen, 23. Oft. Tas seltemr Schauspiel eines Q i q eunerbegräbnisses lockte geltcrn t-.iie zahlreickie Schar Neugieriger an. Ein jugendliches Nritglied einer Zigeuner- qesellschast. die hier und in der Nachbarschaft einen^nzbrnen sehm ließ, mußte wegen Lnngenentz-undung das Mathildenhowi- tal ausiuchen, wo er nach einigen Tagen üarb. ycur vm Paar braune Söhne der Pußta folgten dem^ Sarge. Syrern ^Änftche, daß Schulkinder am Grabe fingen mochten, wnnte nicht wch- fabrt nstrjxn. Dagegen hatten sie eine Musikkapelle^ aus der Stadt aufgeboten. Zwei Geldrollen zu Haupten und Grab kreuz wurde bestellt und im Voraus bezahlt. Das Alter des Verstorbenen, der „irgendwo" zwilchen Köln und Mainz geboren loar, „schätzten" seine Angehörigen auf 18—19 ^ahre. Er war grieckftsch-katholischeu Glaubens. V Offenbach a. M., 23. Febr. Die Stadtverord- neten-Versammlung war gestern mittag zu einer nichtöffentlichen Sitzung einümifen worden. Es wurde mitgetecki, daß die Bürgernveisterei bei dem Großh. Ministerium des Innern die Suspension dos Stadtrechners Grebe beantragt habe und daß noch bei zwei weiteren Kassen Unterschlagungen in Höhe von 2700 und 1800 ML festgestellt seien. 2700 ML ■ fehlen "in der Küsse, dieStadirechner Grebe über Slraßenbeitrage : und bergt führte. 1800 Wik. hat der ^>ttuererhobegehilie Am- ' berg veruntreut, der geständig ist und in H a f t genommen iimrbe. Somit befinden sch nun der Rendant Grebe feit, bet . Oberbuchhalter Grebe jr. und der Steuererhebegehifte Aniberg in Untoriuchungshaft. Tie Stadtverordneten-Versammlung. hat weiterhin beschlossen, sämftickft^ stadttsck)e Küssen und Gcheber- stellen einer grüitdlichen Zievisiou zu unterziehen. idem Beschluß des anderen Ausschusses zu, die Nachttagsforderung Don 100 000 Ml. für die Errichtung eines neuen Kreisamts- aebäudes in Offenbach bis zur Vorlage genauer Baupläne und Kostenanschläge zurückzustellen. übrigen kann ttmstatiert werden, daß zwischen den tziden Ausschüßen über den neuen Staatsvoranschlag keinerlei Differenzen bestehen und darnach auch mit Bestimmtheit eine glatte Erledig ung des Etats in beiden Kammern erwartet werden darf. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hatte schon am Samstag vormittag eine längere Beratung unter Beteiligung des Ministers Braun und des Nttnistenatta^ -t>r. B e st abgehalten und sich hauptsächlich mit der Regierungsvorlage in betreff der Fürsorgekasse für die Beam ev: der Landgemeinden und weiten Konimimalverbande beschafttgck In Der Beratung des 55 Arttkel umfassenden Gesetzes für das Abg. Dn Osann die Berichterstattiuig übernommen hat, würbe: etwa■ bje Hafte.des Gesetzentwurfs erledigt, wagend die Beratung über die zweite Halste am nächsten Dimtslag erfolgen soll. Beratung wurde zu gunsten der Burgerineister w a. eine Verständigung dahin erreicht, daß nicht allein solche B arger in e i ft c r , die in ihrem Amt als Hauptberuf ein Mindesteinkommen von 1000 Mk. haben, sondeni schon solche rmt nm 8 0 0 M k. E i n k o m m e n im Hauptberuf eine Berechtigung zml Beitritt zur Fürsorgekasse hüben sollen. Des wetteren soll die Ausübung des Rechts zum Beitritt in die Fürsorgekasse nicht von der Genehmigung des Gemeinderats abhängig gemacht w-erden. Der Ausschun erledigte auch noch verschied?ne von den maischen wieder zahlreich eingegangenen Vorstellungen einzelner Beamten- tategorien um Gehaltsaufbesserung. — Eine Stelle aus der „Naturgeschichte ber 5rauen von Bogumil Goltz fei hier zitiert, weck sie eine intciesjan- Parallele zu Webekinbschen Ansicht e n bietet:äa mutz mit den Frauen zu verkehren wißen wie mit Feuer, b-asst- und Wind, mit Licht und Lust. . . Sie zeigen Qde^16 Würdigkeiten und Schrecken der elementaren Natur. Sie \w diviuatorisch, phantasiereich, naiv, bildkrästig, erfinderisch, graziös', aber zugleich wetlerwendig, farbenwechselnd und in ""9^' blicken so egoistisch, verhüllend, listig, unwahr und unbarmheiftii als die Natur, als die Sinnlichkeit, welche in ihren MetamorplM ein Ringen nach Einheit und Riihe, nach dem oernünitigeii ^ei!- batlcgt, den sie erst im Mann erlangt . . . Wer kann Feuer i> Wasser dämmen, wer faim Soniienstrahlen fontrotlieven, roer ia die Lust iest machen? Aber was da wächst und blüht, was ou'le^ sich bildet und färbt, das gedeiht unb wird so: durch die elenie tarc Natur. Sie zeitigt allerlei Samen, allerlei Blüten, jupe UL, herbe Früchte, Disteln und Trauben; sie zeugt Fledermäuse w Singvögel in demselben Schoße; und so schafft sie and) im' Rosen unb Dornen. In den Aitgen, den Gebärden der Frmt« in ihrer Liebe liegen Himmel und Hölle. Es ist nichts fitßer,ni^ bitterer, nichts beseligender, nichts danionischer als ein Weib. 5 kann alles, sie ist alles, sie verwandelt sich in alles." wttetow widerrust Goltz diese Charakteristik des Weibes in seiner „Gcsm-a neb Charakteristik bes bcntjd)en Genius" (Meyers Volksouw 1432—1437) zum großen Teile unb sagt m dem Kapitel „Parau zwischen deutschen nnb französischen Frauen" alles Böse ber draiijöi nach und macht der deutschen Frau viel Komplimente. seelischen unb physischen Höllenqualen zu schweigen. Jedenfalls bringt diese Ehe, die keine Ehe ist, beiden tausend Unge- legenheiten und vcrfänglick>e Situationen, und lichste ist, daß sich die platonischen Eheleute in ... lieben. Tie anfangs iwch beiderseits unbewußt emiporwimende Neigung stören zwar imi besten Moment die dazwischenkommen- den bummien Schwiegereltern, aber da Herr Jackson inzwisckwn selber Josetten untren geworden und sich ausgerechnet mit bet Tochter des Gwßvczicrs von Sansibar vermählt hat, kommt es wie es in einer Ehe kommen muß, -- „und jeder geht zw- frieden aus dem Haus". aebeu- DaS UnterofsizierkorpS des zweiten Satainonfl 3nfantene^cg> 1 ment« Kaiser Wilhelm II. Nr. 116 feierte gesiern abend in der „Turn* halle" sein Übliches Winterfest, das in der Regel immer ^en sehr gut 1 m; erlauf nimmt, und versprach auch diesmal gegen dre vorhergehend Festlichkeiten nicht zurückzustehen. Die Osfizftre deS Bataillons, Ange- böriqe ber Unteroffiziere, die teilweise größere Reisen unternommen hatten, um mit ihren Verwandten das Fest verherrlichen zu helfen waren erschienen ebenso waren viele Gäste auS Bürgerkreisen, an die Einladungen ergangen waren, anwesend. In der prachtvoll belonerten Turnhalle zcwte sich dann auch von 8 Uhr ab ein reges Lebern daS darauf lieft, daß alle die nötige Feststimmung nntgebracht hatten — Gegen »/IO Uhr, als das erste Theaterstück in Szene ging, trat aber plötzlich enc Störung ein, indem ber Regimentskommandeur das Bataillon alarmieren ließ; wohl oder Übel mußten die Offiziere und^Unter. offlziere, soweit sie nicht anderen Bataillonen angehdrten, die Festlichkett verlassen. Von vielen Seiten wurde anfänglich geglaubt, es handle sich um einen Fastnachtsscherz, unb den flotten ^anzermnen wäre eS am liebsten gewesen, wenn sie mit alarmiert worden waren, atec tS Jjar anders. ^Nach dem Alarm durften die Unteroffiziere die Kaserne nicht mehr verlassen und mußten ihre Angehörigen im Sttche laßen welchen Eindruck dies auf die Anwesenden gemacht hat, laßt sich leicht denken. Was ben Regimeittskomilianbenr dazu beftmunt hat, ui dieser Weile eine derartige Festliclikeit zu stören, läßt sich leicht erklären, aber so viel ist sicher, baß burch solche Maßnahmen bie Lust unb Liebe zum ©olbateu- ^tCin(go?bie'^uJd'rift. Wir wandten unS mit dem Ersuchen um Ausklärung an daS Regimentskommaudo unb erhielten bie Auskunft, baß der Regimentskommandeur die Beseitigung des Wentzwanges, der infolge einer Abmachung mit den Witten bei derartigen Festen hier üblich sei, gewünscht habe. Da die Unteroffiziere sich diesem Wunsch nicht gefügt hätten, habe er den Alarm angeordnet. . ** Ein heftiges Unwetter tobte in ber Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 11 unb 1 Uhr. .Aturm unb Regen Donner unb Blitz schienen bas Herannahert bes Frühlings an- zukünbigen; hoffentlich gibt ihnen bie Witterung ber nächsten Wochen recht. Auch in ber Umgegenb, in ber Gcgenb von Marburg unb in ber Wetter an machte sich bas Unwetter bemerkbar. ** Aus bent Bureau best Stabttheaters schreibt man uns: F-räulein Angelina Gur litt, bie in dieser Woche in dem Lustspiel von Esman „Vater und Sohn" als C'thel Holm gastiert, hatte in Berlin im Kleinen Theater" mit dieser Stolle einen bemertenswerten Erfolg. Sämtliche Berliner Zeitunaen sprechen fich über bie junge, interessante und bildschöne Künstlerin aufs Günstigste aus. In einer Rezension heißt es: ,Dre moderne junge Frau mit dem Herzen auf dem rechten Fleck von Angelina Gurlitt war eine IjerDorragenbe Leistung. Wie sie Ijerumging unb zwitscherte, wie sie schelte unb lachte, das war so anmutig, so vornehm, so ursprünglich unb fttbst- verstänblich, baß bie Darstellerin mehrmals auf offener Szene Beifall erlebte." ** Kolosseum. Die Kämpfe ber internationalen^amen- Ringkampf-Konkurrenz finben großes Interesse. Der 6. -tag mar wieder einer der interessantesten ber bisherigen Kampfe, mit größter Spannung folgte ber dicht besetzte Saal ben Vorgängen am ber Buhne. Als erstes Paar rangen Frl. P h il l 1 p p i -Aachen gegen Frl. v. b. Slraalen-Holland, erstere siegte durch Halbnelson -tun Boden in 6,13 Mt. Der zweite Kamps war der zwischen Frl. S i m s 0 n - Hannover und Frl. B 0 s l 0 w S k y - Ostpreußen, der Kamps war reich an Aufregungen, bas Publikum folgte mit lautloser Spannung, zeitweife in laute Bravo-Ausruse ausbrechend dem interessanten Kampse, das Ringen mußte nach 20 Aimuten als unentschieden abgebrochen lüetben. Als letztes Paar rangen Frl. H a n 10 n - Elsaß gegen Frl. Berg- Berlin, erst mit 19,4o Alt. konnte Frl. H a n l 0 n über die gewandte Berlinerin den Sieg durch Hüstenschwung davon tragen. Von heute ab finden täglich Schluß- und Entscheidungskämpse statt. ** Kaiserpanorama. Ein Geograph vom hiesigen Gymnasium schreibt uns: Das Ka i ser - P a n 0 r am a, bas feit dem 1. Februar in wöchentlich wechselbaren „Runbretfen Gebiete aus landschaftlich besonders reizvollen Teilen Europas brachte tfür später hier auch die anderen Erbteile in Aussicht genommen) erfreut sich anbanernb eines guten Zuspruchs, unb nut Recht, denn bas Unternehmen verdient bas größte Interesse, das man ihm von vielen Seiten entgegenbringt. Die Bilder sind so plastisch unb naturwahr, bie Perspektive ist so treffenb, baß man' das Siaijervanorama mit gutem Gewissen als ein erstklassiges ttn- chauuiigsmittel für den geographischen Unterricht bezeichnen kaum Aber nicht nur Schülern unb Schülerinnen ist ber Besuch des wissenschaftlich hochstehenden Instituts zu empfehlen, sondern überhaupt allen denen, die ihre Kenntnisse ber betreffenben Gegenben auf anmutige Art bereichern unb vertiefen wollen, ober solchen, bie sieh diese, wenn sie sie bereits aus eigener Anschauung fennen, unu yill , UV11W,^ __ — .. . . . in ihren charakteristischen Eigenschaften im Bild nochmals ^Käufer, in denen im letzten Jahr 944 Kinder untergebracht Augen sichren möchten. Wer einmal dort war, kommt regel- s - ' ~ -------- - mäßig. Erfreulicherweise bleibt das Panorama noch einige Zeit hier; diese Woche bringt es „Die Riviera von Genna, Ätonaeo bis Cannes", die nächste „Das Flottenmanöver von ^wine- ** Unfall. Ein recht bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern Morgen in ber Turnhalle. Das Unlerofsizierkorps des 2. Bataillons hiett aut Samstag Abend in der Turnhalle sein übliches Winterfest ab. Ein Unteroffizier gebrauchte beim Vortrag auch einen Revolver und hatte ihn mit Platzpatronen geladen. Als plötzlich gegen 101/, Uhr das 2. Bataillon allarmiert wurde, ließ der Uiileroifizier den geladenen Revolver in der Bühnengarderobe liegen, einesteils wohl in der Eile, audernteils auch wohl in der Erwartung, bald wieder zurückzukehren und die Vorträge fortsetzen zu können. So kam es, daß der Revolver in der Garderobe liegen blieb. Hier spielten nun gestern früh die Kinder des Vereinsdieners, der in der Turnhalle »vohitt. Ein Kind machte sich mit dem Revolver zu schaffen, der Schutz ging Fräulein Josette — meine Frau Lustspiel in 4 Akten von Gavault unb Charvey. Ein amüsant unliterarisches Stück, diese franzöfische Komödie Mit dem verfänglichen Titel unb bem Gedankenstrich mittenbrin. Dieser Strich gibt dem gespannten Zuschauer von vom herein zu benren. Da werden sich die beiden Verfasser — seit Scribe mit seinen vielen Mitarbeitern ibmimen namenütd) in Frankreich die Lustspielbichter zumieist paarweise auf die Welt, wie bie Handschuhe — was ganz Tolles ausgebacht haben, so meint wohl mancher. Nun, gar so schlimim ists nicht, wenn es auch nicht gerade eine Back- Die Beerdigung des verstorbenen Kameraden Hsinrish Benner findet Dienstag, den 25. l. Mts., nachmitt. x/24 Uhr, von der flapelle des neuen Friedhofs aus statt. Zusammenkunft am Friedhofsportale. v«/ w. r#v & >. I ■ - WWW^ BHS WWWMW ■K! EMWWDWWW WWMWDWWV WAWW WWW« Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Max Jaskowsky Johann Michel Wiiheim Becker Wilhelm Spengler Ludwig Müller. Giessen, Hungen, Klein-Linden, den 24. Februar 1908. neuen FriedhoFstftt^ Mittwoch den 261 d- M-> nachmittags 4 Uhr auf dem Margarethe Müller, geb Nödin Familie " ' ~ . Gestern früh 2 Uhr starb plötzlich in Folge eines Schlaganfalles mein mnigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater Schwiegervater, Schwager und Onkel, der frühere Oberschmelzmeister auf der Margaretenhütte Zaudwig* Müller im 67. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet 1214 Der Mord an der Verkäuferin Dora Rose in Hannover, )ey im August v. I. Aussehen erregte, ist jetzt aufgeklärt. Ter Pierde- chlachter Heinrich Schalter, der sich vor der Strafkammer zu Dort' mund wegen schwerer Einbruchsdiebstähle zu verantworten hatte, hat eingestanden die Rose ermordet zu haben. Ein Rau bans all wurde vor dem Bahnhof in Neusulz- heim (Baden) aus einen 60>ährigen Zlgarrensabrikailtcn verübt, der einen Beutel mit 2000 Mark zur Lohnzahlung bestimmter Gelder bei sich trug. Bei dem Attentat ging der Beutel aus und etwa 600 Mark rollten aus die Straße. Der Täter entfloh mit den übrigen 1400 Mark und verwundete einen jungen Alaun, der ihn bei der Fliicht aushalten wollte, durch einen Dolchstich schwer. Im Namen der Hinterbliebenen Ehr. Arnold, Tapezierer. Gießen, Bahnhofstraße 31. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt. geschritten rouiixj : icn langjährigen t - irdeitlopf, bett»i 1 BersammlMgr- (ßcric^tsfaale Berlin, 22. Febr. Das Landgericht! Berlin verurteilte den Redaktelw Otto Weber ivegen Beleidigung des Rechtskandidaten Wilhelm von B ü l o w, des Reffen des Reichskanzlers, ;u zwei Monaten Gefängnis und sprach dem Beleidigten die 'publlkationsbesugnis zu. Der Prozeß ist eine Folge des Prozesses des Reichskanzlers gegen den Schriftsteller Adolf Brand. Toulon, 22. Febr. Der wegen Spionage angeklagte Schiffsfähnrich Ullmo wurde zu lebenslänglicher Unterbringung an befestigten Orlen sowie zur Degradation verurteilt. Zu dem Urteil wird niitgeteilt, daß die Beschlüsse, die von der Verteidigung eingebracht wurden, einstimmig abgeiviescn wurden. Ullmo wurde nach dein Spionagegesetz vom Jahre 1886 abgeurteilt. Das Kriegsgericht beantwortete' bejahend die Fragen, ab Ullmo Verbindungen mit dem Auslande unterhalten und ob geheime Dokumente, die die Sicherheit des Staates betrafen, re» aroduziert wurden, verneinte aber die Frage, ob den Beziehungen ivelche Ullmo mit dem Auslände hatte, die Auslieferung von' Dokumenten gefolgt sei. Die Verkündigung des Urteils faiid unter Ausschluß der Oeffeiitlichkeit in Gegenwart der Richter und des liegierungskommissars statt. Ullmo hat Revision angemeldet. Technische Hochschule Darmstadt. Der Bericht des !cheidenden Rektors, Geh. Baurals Prof. Gutermuth über die Studienjahre 1905/06 und 1906/07 und die Rede des neuen Rektors Prof. Walde über: „Baukunst und Hochschulunterricht" sind im Verlage der C. F. Winterschen Buchdriicterei erschienen. Hemer ist erschienen die Rede von Professor Dr. Reinhold Müller «m Geburtstage des Großherzogs über: „Die geometrische Relief- Perspektive in ihrer Anwendung auf die Werke der bildenden Sunil" im Verlag der Herberlschen Hofbuchdruckerei (A. Koch) in Darmstadt. Origtttal.DrahtrsisldrtngeM. Berlin, 24. Febr. Am Sonntag wiil.de auf die 6c- scholtene Auguste Schirrmeister ein Mordversuch verübt von einem jungen Menschen, der sie begleitet hatte. Dieser brachte ihr mit einem langen Messer oberhalb der rechten Brust einen Slich bei. Als das Mädchen laut um Hilfe rief, verschwand der Täter, Messer, Hut und Ueberzieher zurücklassend. Essen a. d. Ruhr, 24. Febr. Hier fand der erste fortschrittliche Arbeitertag statt, den der liberal- demokratische Arbeiterausschuß in Düsseldorf einberufen hatte. Es wurde eine Resolution angenommen, in der es' heißt: Der Liberalismus könne nur dann den letzten Rest der Arbeiterschaft in seinen Reihen behalten, wenn er zukünftig kräftiger als bisher für die arbeitende Bevölkerung auf dem Gebiete der Sozialpolitik eintrete. Jauer, 24. Febr. Der Bierverleger Hein von hier erhielt auf der Fahrt von Liegnitz, als er aus dem Schlafe erwachte, von zwei in demselben Abteile befindlichen Männern einen heftigen Schlag ins Gesicht. Dann überwältigten ihn die Männer und warfen ihn, nachdem sie ihn beraubt hatten, aus dem Zuge. Hein blieb eine Zeitlang bewußtlos liegen, konnte sich dann aber aufraffen und zur Station gehen. Brüssel, 23. Febr. Der „Etoile Belge", der zum Kongo st aate in engen Beziehungen steht, bestätigt, daß zwischen dem Könige und dem Ministerium bezüglich der Abänderung des Angliederungsvertrags kein Einvernehmen' erzielt worden sei, erklärt aber, von da bis zu dem Ausbruche einer Ministerkrise sei noch ein weiter Weg. Wie verlautet, beansprucht der König, daß der zu begründende Leopoldfonds, für den von parlamentartscher Seite 120 Millionen Francs in Aussicht genommen sind, sich bis auf 2ö0 Millionen belaufen solle, und daß ihm die Verwaltung und die Verwendung desselben für öffentliche Arbeiten überlassen werde. G testen er Wetter dienst. Boranssichtliche Witterung für denen am Dienstag den 2o. Februar 1908: Abnehmende Bewölkung. Geringer Schnee. Etwas kälter. t Stadtvrrvtt. I ?.ag zu einer ni6 t iS wurde mitgtfc j iilteiüim des Zme i 5 Grebe beontc? I (en Unten djlagiiM | lll seien ML4 über Ätrahenbeilch J iticrHegdnlje ü | in Hast getumc K dank Gcebe seit., k | erhebegehilse M ■’ en-Versammlung jefl lassen und Lrhk ■ lersiehen. rbr. 3nt sestlij $ X buch tagte heult x | reislriegervciW rtteter, vor allen) l Gladenbacher N j hiesige KriegeMnc 'I am Ahmhen ’ bewegte sich ein i-.J Vorsitzende bei & f chs, hieb bie Sßertnz «| . Kaiser aus. 3üi:: besonbers ben W j Uesbaben herzlich GsngstzasrSe. In Nr. 44 Ihrer werten Heilung, finde ich einen Artikel von Echzell, welcher den Ankaui ausländischer Zier vögel zu der Verlosung der am 8.-10. Februar in Gießen stattgeyabten Verbands-Ausstellung Oberhessischer Geflügelzucht-Vereine rügt. Ich bin im allgemeinen ganz der Ansicht des Herrn Einsenders und möchte hier nur auf die letzte Anfrage des Herrn antworten. Ter Verband Oberhess. Geflügelzuchtoereine hat in seiner letzten Sitzung vor der obigen Ausstellung beschlossen: In Zukunft Vögel zur Verloiung bei seinen Ausstellungen nicht mehr anzukaufen. In Anbetracht, daß der Verein Gießen seine Vorarbeiten, hier betr. Lose- verkauf, so geregelt halte, daß eine Anzahl dieser Vögel gekauft werden mußte, so ist deni Verein noch einmal bewilligt worden, eine mäßige Anzahl Vögel anzukaufen. Dies nur zur Ailjktärunq betr Stellung des Verbandes zu dieser Sache. Ph. Södler, Nieder'Gemünden, Vorsitzender. Ttirchliche NLichtechten. ^vaage»tfche Gemeinde. Montag den 24. Februar, abends 8 Uhr, im Lukassaale: r) i b e l st u n de. V'arrer B echt o l s h e i m e r. Gründliche Fachausbildung f. Praktiker wie Schlosser,Montoure,Mechaniker u. a. m. in Vierteljahreskureen. Beginn 1. Januar, 1. April usw. Elektromonteur- schuie in Köln Privatfachsch. n. etaatl. Aufs. Progr. koslonL Köln a. Rh., LUttioherstr. 8. L. ’riT VlUUli .«chl i(| • tew ‘taget Oon > ’°$ «ef j-afe m>. %ir om fc \ Ihrem Sunir konnte nicht v -usikkapelle i Mn und Fütz^l ; UeberhüW *>; grn: ein iDttttets bezahlt. 2as ^vln mb Mm-., ans 13-19 5 ^«nhelsvitz. von 99 66 ante'- Mder23.,Lettte. ift-bericht sei eite1-- 13 Vitglicber, baue qlieber. Die f men unb 3233,07 § I mii 900 Ml. 9g , ►laten gelesen. * ig über bas <5^ sei der Mensch, W < 4 Kriegcrm^. 4 Anbei unters gunflen ««=."' * “MU* <** je b“ 6ci Aonzert w Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß uns am Samstag, den 22. d. Mts., unser innigstgeliebtes unvergeßliches Töchterchen Augusts im Alter von nicht ganz l3/4 Jahren durch den Tod plötzlich entrissen wurde. Das -sargiagcr der feiatiiiiigs-GfflssffiM m freien Giessener Sdireiner-VereiniGiinn _ besindet sich bei 764 Schremersnsister H. Haas Telephon 692. Bleichstratze 8, Hinterhaus. Telephon 692 itjälen eine ö#* I ingen™e»”*t . _a u'iib am Hande!. Bcr l i n, 21. Febr. Staci> den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindusttsielier betrug die Roheisenerzeugung in Deutschland und Luxemburg während des Monats ^auuar 1308 insgesamt 1061 329 Tonnen gegen 1 106 375 Tonnen uru Dezember 1907 und 1062 152 Tonnen im Januar 1907. Xie Erzeugung verteilte sich auf die einzelnen Sorten uue folgt, nwbei m Klammern die Erzeugung für Januar 1907 angegetzsn worden ist. Gießereiroheisen 192 456 (1/7 543) t, Vessemerroh- ei|en 39 303 (40172) t, Thomasroheiseu 682-102 (686 901) t ; Stahl- und Spiegeleisen 89 462 (87 493) t und Puddelroheisen oö /06 (69 j03) t. Seit langer Zxit weist das Siegerland wieder eine kleine Quantität Thonmsroheiieu nach (325 t). Dom Geld- und Devisenmarkt. Die Nachfrage nach Ultimogeld ist infolge der großen Gcschäflsstille an den deutschen Börsen recht gering gewesen. Der Zinssatz für tägliches Geld hielt sich auf 4%. Bei der Scchandlnng war Geld von Ende d. M. bis 20. März mit 41/, %, in größeren Summen auch billiger, erhältlich. Der PrwardiSkont ging am Samstag neuerdings um 1,8% auf 4%% zurück. Wechsel blieben nach Feststellung der Notiz gesucht. Ans London wurde der Privatdiskont mit 3% % und tägliches Geld mit 3%% gemeldet. ES geht der Gckd- verbilligung jetzt doch mit Nicsenschritten entgegen. fc a. M., 24. Febr. lTelegr. Orig^-Bericht deS .Gieß/ ?«rz. ). Amtl. Notierungen der heutigen Vieh Marktpreise. Zum Verkaufe standen: 394 Ochsen, 00 aus Tesrerreich, 38 Buttes 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 854 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 314 Kälber, 317 Schafe und Hümmel, 60 Schafe aus Cefteireicb, 00 Ziegen, 1714 Schweine. Bezahlt mürbe für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 79—81 Mk.. rn 3- -ual. 62-66Alt.; Bullen l.Qual. 65 bis 67 Mk., 2. Qual.60-62 Mk.; Xühe l.Qual. 70-72 Mk., 2. Qual. ^06 Mk. 3. Qual. 48-50 Alt, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00Nck. Kalber: 1. Qual.92-94 Pfg., Lebendgewicht54-56 PQ 2. Qual. 76—8-1 Pfg., Lebendgewicht 44—49 Pfg., Schlacht- sfewicht 60-65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80—00, 2. Qual. *72—74 Pia. 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 58—59 Pfg., Lebdgew! 46,0—00,0 Pfg., 2. Qll. 57-00,0 Pfg., ^ebendgew. 45,0—00 Pfq_ 3. Qual. 48—51 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh aut, fein Uebersland. Märkte. re. Frauksurt a. M., 24. öebe. (Qrig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Llmtliche Slouerungen der heutigen Fruchtmarktpreije. Weizen Alk. 21.00—00.00, Kurhessischer Alk. 21.00—00.00, La Plata Mk. ?3.25 24.00, Kansas Alk. 24.00—24.50, Roggen (hiesiger) Mk. 20.00—00.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 20.75—21.75, Franken, selder Dik. 2VL 22.75, Haier 17.50—18.25, Mais Alk. 10.00—00.00 Weizenmehl Alk. 31.75—32.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 30.75 bis Alk. 3..00, 3. Qualität Alk. 29.25—29.50, Roggeumehl 0 Mk. 31.50—32.00,1.Qualität Alk. 30.50—31.00, Weizenklele Alk. 11.50 bis Alk. 11.75, Roggenkleie Alk. 13.25—13.50, Alaiskeime Alk. 12.50 bis Alk. 13.00, Franken, Pfälzer, Ried-Alk. 21.75—22.75. 2lÜe§ per 100 Kg. ab hier. Vermischtes. * Ein entsetzliches Verbrechen ist in Mühlhausen t. Th. verübt worden. Ter Fabrikarbeiter Albin Heiliger wurde 1 ms offener Straße verhaftet, weil er se i n e i g ene s 2i/2 jähriges «indermordet hat. Die Leiche wurde in der „Thomasquelle" r-ufgefunben und zeigte ami Sintertopf zwei fast unmittelbar neben- nanbw liegende klaffende Wunden. Der Mörder hat angesichts des erdrückenden Belveismaterials ein umfassendes Geständnis abgelegt und unumLvunden eingeräumt, daß er seinen Küaben mit voller Ueberlegung auf die grausamste Weise getötet hat. Er Hobe sich des Kindes entledigen wollen, da es ihm, zur Last ge- füllen sei. Er gab zu, das Kind zuerst auf die Erde geworfen und dann mit einem mehr als faustgroßen Stein mel-rere Schläge an) den Vmterkops versetzt zu haben, bis es tot war. Ter ruch-- Loie Mörder hat vor kurzer Zeit erst sein 26. Lebensjahr vollendet, w gelang der Polizei nur mit großer 9Mhe, den t'Rörder un- orletzt ms Gefängnis zu bringen, do die große Menge, die b am Rathaus angesmnmelt hatte, eine drohende .Haltung e.nnaym. KLcine Tageschronik. In Bielefeld sisuerte die Polizei den früheren Diener Hiuz- st'terS, well er verdächtig ist, Briefe des Kaisers an Hinzpeter nh aiigeeignet zu haben. Rach einem eingehenden Verhör wurde o:r Diener indeß wieder sreigelasfen weil er den rechtmäßigen Lrwerb der Briese nachweisen ckonnte. Zu einer schweren Katastrophe scheint eine Skifahrt geführt : ' Wnen, welche eine Gesellschaft von sechs ^Alünchnern über das ohe Ioch (Tirol) unternahmen. Sämtliche Teilnehmer an _ Tour sind verschwunden und man befürchtet, daß sie von ^uer bawine erfaßt und begraben worden seien. In Akna Szlatina erfolgte vor dem Kunignndeschachte des u migen Salzbergwerkes ein Erdsturz von je 60 Aleier Länge und --rette und von 62 Aleter Tiefe. Die Straße, die nach Akna führt, ! »rde entzweigeschnilten. Die Bergwerkspumpen stehen unter --aller. Es ist eine Strecke von etwa 800 Meiern so gefährdet, ' "-'3 leden Augenblick ein neuer Einsturz erlolgen kann. Tie Be- tncif u°» L w" Ä $"mit *** wohner der auf der gefährdeten Strecke stehenden Häuser müssen diese räumen. Eine Bäuerin und zwei Kinder, die auf der Landstraße waren, sanden ihren Tod. Als eine Kompagnie Alpenjäger von Lasalle nach Eol Serema (Piemont) marschierte, ging eine Lawine nieder. Ein Korporal und ein Soldat wurden getötet, ein Soldat wurde verwundet. Eine erschütternde Ehetragödie spielte sich in Sieben bei Prag ab. Der in der Broscheschen Spirttusfabrik an gefiepte Chemiker Dr. Karl Gilbert vergiftete sich mit Cyankali. Seme Gattin, die Anstalten zur Uebersiedlung in die Heimat getroffen hatte, hat sich bald danach ebenfalls mit Cyankali vergiftet. Ter Grund der Verzivcistungstat des jungen Ehepaares ist völlig unbekannt. Der Ulanenleulnant von B ä r e n f p r u n g, der am 22. d. M. von Berlin in seine Gamison Fürstenwalde fuhr, stürzte zwischen' Hirschgarten und Friedrichshagen aus dem Waggon unter die Rader. Ein Fuß wurde völlig abgetrennt, außerdem wurde er an Kopf und Armen schwer verletzt. Nachdem ihm ein Nowerband angelegt worden war, wurde er in das Köpenicker Krankenhaus übergeführt. Er war allein im Kupee. Der aus Anlaß der F r i e d b e r g . A s f ä r e verhaftete Kassierer -r.honke in Berlin wurde gegen Stellung einer Kaution von 10,000 Mark aus der Untetsuchungshast entlassen. In Dortmund gab der Bureaugehülfe Walter Scheiffler auf seine 19jährige Stiefschwester, die er wiederholt durch Liebesanträge belästigt hatte, zwei Revoloerschüsse ab, die das Mädchen nur unerheblich verletzten. Darauf richtete er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich drei Schüsse in die Herzgegend beu Sein Zustand ist sehr bedenklich. In K ö l n versetzte cm über 50 Jahre alter Arbeiter nach der Heimkehr mit seiner Frau von einer Karnevalsfestlichkeit öer Frau in seiner Wohnung zwei Revoloerschüsse in >en Kopf, durch welche sie schwer verletzt wurde, und verwundete ich dann selbst lebonsgesährltch. Emen verzweifelten Kamps mit Einbrechern hatte der Juwelier Castorin Duisburg in der Nacht zu bestehen. In einem Laden waren zwei Diebe emgedrungen, die derartiges Ge° rausch verursachten, daß der Geschästsinhabec erwachte. ‘ Sofort stürzte sich einer der Einbrecher aus ihn und verletzte ihn durch zahlreiche Messerstiche so schwer, daß er cewußtkos zusammenbrach. Die Diebe raubten die wertvollsten Gold-- und Silberwaren und lohen dann. !’-'S? i>b! « : *■ Vergebung. In der Zusammenlegungssache von Krofdorf - Gleiberg soll die Anfuhr von Grenzsteinen von Station Abendstern in das Zusammenlegungsobjekt wenigstnehniend vergeben werden. Termin dazu wird auf Donnerstag, den 27. Februar, abends 8 Uhr in der Wirtschaft bei Eduard Moos anberaumt. Nähere Auskunft erteilt der Deputierte Ludwig Laucht in Krofdorf.[1204 Meinkinder-Bewahranstalt. Die Beitrüge zu unserer Anstalt für dcrs Jabr 1908 sollen von jetzt an erhoben werden. Die Erhebung geschieht lediglich durch unsere rrühere AnstaltSdienerin Aätbchcu Hofmann, jetzt vereheltchre C..bcrd.^e Aleinkinder-Bewabranstalt bietet Kindern von 2V, bis 6 Jahren, deren Eltern durch ihre Berufsarbeit den Kleinen dle nötige Sorgfalt nicht widmen können, den Tag über Pflege, Aufsicht, Bewahrung und Erziehung. Die Anstalt, eine grobe Wohltat für ihre etwa 250 Kinder und deren Angehörige, ist von Anfang an auf freie Liebesgaben gegründet und bat stets ihre höchste Einnahme aus den Jahresbeiträgen ihrer Wohltäter und Freunde bezogen. Wir bitten auch in diesem Jahre herzlich um solche Beiträge; die teure Zeit bat auch unsere Aufgaben erhöht. Mögen die alten Wohltäter mit rhren Gaben uns treu bleiben, mögen recht viele neue unsere Sache willig unterstützen! Sie alle tun em gutes Werk. Giehen, den 17. Februar 1908. Der Vorstand der Meinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Kirchenrat. v°h — Zum — WMM halten wirunsere Baumschulen bestens emvfohl, und bitten um baldgefällige Aufträge. Preisverzeichn. ----- umsonst ----- SS*1/» Gisssener Lesehalle-Verein. Freitag, den 28. Februar 1808, abends S1/« Uhr Iritillitk liljlltitr - hrniiltig ■1 ■ ■■=:■■■— im Hotel Schütz.---------------=~~'......= Tageö-Ordnnug: 1. Geschäfts - Bericht über das abgelausene Bereinsjahr. D21/2 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Nm zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Emil Dörr Grosser Steinweg 14 8ail-«. Wertstatt-Spengierei Anlagen von Gas und Wasser Kompl. Hausentwässcruugeu rc. Billige Preise. [mol Kostenanschläge gratis. Tapeten in größter Auswahl empfiehlt [1050 RofeeH E-ZAkSSz Iah.: Otto Täubert Tapetenhandlung. — Schanzenstr.. 6. -------■----------- _ Feinsten.* «iSteröogrsac garant. frei von Essenzen u. Oel. Liter 95 Pi., '/, Liter Mk. 1.80 inkl. Glas. ßetoier Berttex Babubofftrassc 27. 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