Anschluß ist ab 1. bunden. den stark wäre in tßaiv« rmäMü t $li |tfn -«ja an die großen nasiauischen Bäder in Betracht kommt, Mai sehr gut mit Homburg und Wiesbaden ver- Dagegcn fehlt eine Verbindung von Homburg nach besuchten Luftkurorten Königstein und Eppstein. Sie Wiesbaden. Es wäre also eine direktere Verbindung von Königstein mit Wiesbaden gesichert. Auf der anderen Sette geht die Bahn über Limburg, von wo aus Bad EmS im erster Lime herzustellen und zwar alS Eisenbahn. Von Eppstein besteht bereits die Bahn bis Niedernhausen und M Stellt reaudiem Deutsches Reich. — Die Auflösung deS preußischen L a n d t a g e § unb noch vor den Neuwahlen, voraussichtlich Ende Mai, ■Tolgen. Die Auflösimg erfolgt aus formeüen Gründen, •tt?>it nicht 2 Landtage neben einander bestehen. Der neue '«abtaq hat nach Art. 51 der Verfassung im Falle der Auf- 'kling 90 Tage nach der Aliflösilng zusamuienzutreten. Dieser 'rmelle Zusammentritt hat Ende August zu erfolgen. Der I^dtag hält an diesem Termin nur eine konstituirende Sitzung 3 und wird dann durch eine allerhöchste Botschaft auf QJlitte O^obec vertagt. An den Kaisern, anövern diesesJahreS wird die l6p8c dritte bayerische Division teilnehmen. — Die polnischen 9)?itglieber der Siebener- Mission der Bergarbeiter in Bochum haben den Antrag I'Uellt, den Abg. Behrens wegen seiner Haltung in der Vereins- chtzfrage (Sprachenparagraph) au§ der Kommission 0115311- Mßen. — Graf Wilhelm DouglaS, ein bekannter Partei- ch^er der badischen Konservativen und früherer langjähriger MeichstagSabgeordneter, ist gestern Nacht auf seinem Schloß '^dels im Alter von 60 Jahren gestorben. Graf Douglas s^rirat den 13. badischen Neichstagswahlkreis von 1888—1898. Der mit der Kurie in Konflikt geratene fess0r Schnitzer hat nunmehr auch die Beurlaubung c das Sommersemester erhalten, sodaß die Entscheidung über ,,ltl verbleiben auf dem Lehrstuhl der Münchner Universität ^zum Herbst vertagt erscheint. Ans Stavu nnd ttanO. Gießen, 23. April 1908. •* Landesverband der hessischen Gemeindebeamten. Die Gründung eines hessischen Gemeindebeamten- Verbandes ist soweit vorgeschritten, daß in der Kürze der 1. Verbaudstag und damit die feste Konstituierung des Verbandes stattfinden kann. Es wird allen Kollegen m Stadt und Land zur Freude gereichen, zu hören, daß der Offen- bacher Beamtenverein den 1. Verbaudstag nach Offenbach übernommen hat und es sind für ihn die Tage des 23. und 24. Mai bestimmt. Am 23. Mai findet nachmittags 6 Uhr zur Vorbereitung der geschäftlichen Verhandlungen im Gasthaus „zum Engel" eine Sitzung des einstweilen Verbands- I Ausschusses statt, dem sich um 9 Uhr im gleichen Lokal eine gesellige Vereinigung anschließt. Für Sonntag, 24. Mai, ist vormittags Ö>/2 Uhr die geschäftliche Verbandsversammliing un Restaurant Degenhardt (dicht am Lokalbahnhof) vorgesehen. Währenddessen ist für die Nichtbeteiligten und Damen ein Spaziergang durch die Stadt geplant. Um 12 Uhr findet ein Vortrag eines Vertreters des Verbandes deutscher Beamtenverelue über Zwecke und Ziele des Ver- bandeS statt, dem sich um 1 -Tir ein ge uvinschaft^cheS Mittagessen und am Nachmittag eine gesellige Vereinigung mit Konzert und Tanz anschließen soll. An alle Kollegen in Stadt und Land ergeht schon heute die Aufforderung, recht zahlreich in Offenbach zu erscheinen. Gilt eS doch, gemeinsame Interessen zu vertreten und das Gefühl dec Zusammen» aehöcigkelt und des Standesbewußtseins zu wecken. ** Kirchliche Personalien. Der Besitz der zur Ucbernahme eines Kirchenamts notwendigen Eigenschasren ist nachgewiesen worden von den Kandidaten der evang. Theologie Hch. Adolph zu Watzenborn, Fritz Haupt zu Neiße i. Schl., Gg. Laute n schlag er zu Darmstadt, Friedr. Vogt zu Lich und Stilb. Zentgraf zu Reichenbach. ** Oberrechnungskammer. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Oberrechnungsrevisor Rechnungsrat Jojeph Brücher zum Dirigenten der I. Justisikaturabteilung der Ober- rcchnungstammer ernannt. ** Die Hundeausstellung, die am nächsten Sonntag stattsindet, ist mit etwa 300 Hunden beschickt, und zwar, wie uns mitgetcilt wird, nur bestes Material. Selbst aus Belgien sind Hunde gemeldet. Besonders stark vertreten sind: Dackel, Dobermannpinscher, Doggen, Jagdhunde und deutsche Schäfer- hiinde. Wegen Eintrittspreis und Katalog vergleiche das Inserat in der heutigen Nummer. ** I n Amerika g e st 0 r b e n e Hessen. In Penfield bei Rochester Joh. Rissinger, geb. 11. Juli 1838 in Hohen- Sülzen. — In Cleveland (Ohio) Pfarrer Jak. Honecker geb. in Essenheim. — In Iowa Richfield (Washington) Joh. Bauer, 86 Jahre alt, geb. in Köngernheim. — In Jackson (Wash.) Johs. F l u ck, 74 Jahre alt, geb. in Schwabsburg. — In Newyork Mart. Bieser, geb. 1826 in Wolfsheim. — In Brooklnn Karl Wüst, geb. 1826 in Butzbach (Wüst war Freund und Mitkämpfer von Karl Schurz. Er hatte in Gietzen studiert und beteiligte sich an der Freiheitsbewegung von 1848. Nach Verbüßung einer deshalb erhaltenen Freiheitsstrafe wanderte er 1850 nach Amerika aus). — In Brooklyn Karl Schwab, 65 Jahre alt, geb. in Mainz. — In Waterloo Frau Barbara K u r t h geb. Stühlinger, 80 Jahre alt, aus Groß-Bieberau gebürtig. — In Louisville Witwe Sophie Hütsch, 84 Jahre alt, geb. in Bauschheim. — In Lexington Frau Anna Maria P h e tz i n g , geb. von Berlau, zu Rainrod, 81 Jahre alt. ** Ein nassauisches Bäderbahn-Projekt. Die geplante Bäderbahn Homburg — Eppstein — Wiesbaden dürfte, n. d. „Rh. K.", nicht zustande kommen, weil das dafür notwendige Kapital auf 5 Millionen Mark berechnet ist. Außerdem dürfte die Rentabilität durchaus fraglich sein, ziimal jetzt die Staatsbahnverwaltung eine ganze Reihe direkter Eilzüge Homburg—Wiesbaden und umgekehrt geschaffen hat. In Interessentenkreisen wird dagegen gegenwärtig ein neues Projekt erörtert, welches offenbar mehr Aussicht auf Verwirklichung hat. Es handelt sich darum, eme Verbindung aller großen nassauischen Bäder unter sich herbeizuführen. Und zwar ist dies in folgender Weise gedacht: Bad Nauheim, das als einziges hessisches Bad für den Heue Anschuldigungen gegen den Fürsten Eulenburg. Der DUinchener Beleidigungsprozeß Hardens, über den wir gestern berichtet haben, hat insofern einitze Überraschungen gebracht, als Fürst Eulenburg aufs neue schwer bloßgestellt ist. Zn den Berliner Prozessen hatte Eulenburg bekanntlich unter seinem Eide ausgesagt, daß er sich in keiner Weise gegen den § 175 vergangen habe. In dem Münchener Prozeß nun haben Zeugen ausgesagt, daß Eulenburg sich doch gegen diesen Para- Saph vergangen habe. Dem ersten Zeugen brauchte man keinen lauben zu schenken, denn er wurde als ziemlich übelbeleumundet hingestellt, aber der zweite Zeuge muß in dieser Angelegenhett um so schwerer ins Gewicht fallen. Er leugnete so lange er konnte die intimen Beziehungen, die zwischen ihm und Eulenburg bestanden haben sollen, und erst, als er sich gänzlich in die Enge getrieben sah, gestand er das, was Harden bisher von Eulenburg behauptet hatte. Es liegen jetzt somit Widersprüche oor zwischen den Aussagen der Zeugen und dem, was Eulenburg geschworen hat, und es bedarf darum dringend der Aufklärung iber diese Angelegenhett. Fürst Eulenburg soll denn auch schon «nt Münchener Gericht telegraphisch seine Vernehmung ange- roten haben, um die neuen eidlichen Anschuldigungen gegen ihn all widerlegen. Das Telegramm des Fürsten ist aber erst nach I- Verkündigung des Urteils eingetroffen. Inzwischen hat auch Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel in Berlin sich in einem Interview über seinen Standpunkt zu den Zeugen- | anssagen in dem Münchener Hardenprozeß folgendermaßen ge- 1 eußert: „Ich stehe durchaus noch aus demselben Standpunkt, ans dem ich am 2. Januar gestanden habe. Ich habe m ine An- 1 sicht in feiner Weise geändert, und sobald mir gültiges Material :? ccgen den Fürsten Eulenburg zur Verfügung steht, werde ich mit dler Rigorosität ohne Ansehen der Person gegen ihn einschreiten." Ion informierter Seite wird noch mitgeteilt, daß die Ober- Isaatsanwaltschaft seit dem Ende des Hardenprozesses ein eingehendes Ermittelungsverfahren gegen den Fürsten Eulenburg - cingeleitet hat. Der Zeuge Riedel war nach seinen Aussagen der Oberstaatsanwaltschast bereits bekannt. Nur der Fischermeister Ornst stellte eine Neuheit für die Anklagebehörde dar, zumal ec. ja ursprünglich zu Gunsten Eulenburgs ausgesagt und erst gestern nachmittag infolge der Ueberredung seitens des Vorsitzenden 1 L die Wendung kam. Von den zahlreichen Preßstimmen, die uns heute über die L neueste Wendung in der Sache „Eulenburg" vorliegen, greifen ■ nir nachstehende heraus. DaS „Verl. Tageblatt" schreibt: „Es i|t im höchsten Grade unerfreulich, es ist unsagbar un- woctitljch, immer wieder auf,diese Angelegenheiten zurückkommen za müssen, aber wenn die häßliche Geschichte wiederum auftaucht, trifft die Schuld doch wobt diejenigen, die sie nicht rechtzeitig, ^arch eine wirklich gründliche Untersuchung, zu beenden gewußt ^bcn. Heute entsteht die Frage, was die preußische Staatsan- LiiUffch-ft gegenüber dem Ur.eil und dnL ErgeLnim n des iUiünmeittr Prozesses zu tun gedenkt, und ob sie, zur notwendigen Aufhellung, Fürsten Philipp Eulenburg wegen Meineids verfolgen wird, ne preußische Justiz hat in dieser ganzen Affäre bisher nicht rrade glücklich operiert. Sie ioürbe gut tun, den Glauben nicht iiifommen zu lassen, daß man sich in schwierigen Fällen besser »ach München wendet." kaiserlichen Familie erwartet, begab sich der Herzog von Con- n a u g h t mit seiner Gemahlin und Tochter an Land, wo er von der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurde. Der Kaiser umarmte deu Herzog. Um 11 Uhr stattete der Herzog mit seiner Familie aus dem Achilleiou einen Besuch ab. Der He^og wird am Freitag wieder abreisen. Die interparlamentarische Kommission, die in Brüssel unter dem Vorsitz des Lords Weardale zusammengelreten ist, hat beschlossen, aus Vorschlag des deutschen Delegierten Eickhofs, die nächste interparlamentarische Konferenz für den Schiedsspruch, die in Berlin stattfindet, am 10., 11. und 12. September abzuhälteu. Für den 9. September wurde eine nichtöffentliche Zusammenkunft des interparlamentarischen Bureaus an- beraumt. Als Tagesordnung der Berliner Konferenz wurde festgesetzt: ein internationales Seerecht in Kricgszeiten, ein internationales Prisengericht und Unverletzlichkeit des Eigentums in Kriegszeiten. Keine neue Verschwörung! Wie die Agenee Havas aus Lissabon meldet, sind die in auswärtigen Blättern verbreiteten Gerüchte über die Entdeckung einer Verschwörung gegen König Manuel unbegründet. feineres Mitt«» 5 Schnellzug in nicht zu langer Zeit zu erreichen ist. Von ■ Niedernhausen ist dann eine Verbindung mit dcr Bahnstrecke Wiesbaden—Langenschwalbach in Aussicht genommen; diese ! VerbindungSstrecke würde über Engenhahn, Neuhof, Wehen nach Hahn geführt werden können. Auf diese Weise wäre : der Anschluß nach Langenschwalbach, daS im Sommer sehr stark besucht ist, hergestellt. Da schon seit langen Jahren von den in Betracht kommenden Orten zwischen Niedernhausen und Hahn um eine Bahn petitioniert wird, so dürfte : sich vielleicht bic Staatsbahnverwaltung entschließen, hier ein* ‘ zugreifen, zumal die Ortschaften zuin Teil einen sehr bedeutenden Arbeiter- und aiich Toiiristenverkehr aufzuweisen haben. RB. Darmstadt, 22. April. Darmstadt steht vor einer neuen beträchtlichen Steuererhöhung. Für das neue Rechnungsjahr bedarf die Stadt eines Mehraufwandes von 405 690 Mk. Davon können aber durch die natürliche Erhöhung der Gemeindesteuerkapitalien nur 83 300 Mk. gedeckt werden, während dec Rest von 322 000 Mk. durch Erhöhung des Steuerausschlagsatzes aufzubruigen wäre. Uni aber nicht eine allzu große Steuererhöhung eintreten zu lassen, wird beabsichtigt, einen Betrag von 150 000 Mk. aus dem AuS- gleichSfondS der Stadt zu entnehmen, der vor einigen Jahren angelegt wurde und z.Zt. ca. 170 000 NU. enthält, den Rest von 172 000 Mk. dagegen durch Steuerhöhung zu decken. Zu diesem Zwecke t|i ein Aufschlag der jetzigen Gemeindesteuer von 6,6 Proz. erforderlich, sodaß sie zum ersten Mal den Sta at s steuer satz übersteigt und von 97,2 auf 103,8 anwächst. Darmstadt, 22. April. Die Freunde der „Christ* lichen Welt" aus Süddeutschland und der Schwerz werden ihre JahreSversaimnliing in dieser Woche hier abhalten. Am Donnerstag abend 6 Uhr spricht Prof. D. Dr. Köhler- Gießen über: „Katholizismus und moderner Staat", am Freitag, vormittags 10 Uhr, Bibliothekar Dr. Koch-Gießen über: „Zur Beurteilung der modernen PersönlichkeitSkultur^. — Am 3. Mai findet der Bezirks-Schmiedetag der Provinz Heffen-Nassau, des Großherzogtums Heffen und des FürstentnmS Waldeck statt. Hieran anschließend wird ein Vorstandsmitglied der Schmv'de-V? '.iisgenoffcnfchaft über,Da" Wesen der Berufsgenofsenschaft" einen Vortrag halten. Offenb ach, 22. Aprck. Vor einigen Tagen fand man auf ber Bahnstrecke Mühlheim—Offenbach eine entsetzlich verbummelte, männliche Leiche, die damals nicijt erkannt wurde. Der Polizei ist es nunmehr gelungen, das Dunkel, das über bir Person des Lebensmüden scMvebte, zu lichten. In dem Selbstmörder wurde ber in der Töngesgasfe 55 in Frankfurt wohnende 35 jäOrige lebige Mcher Karl H 0 ttenr 0 th erlannt. Hotrenroth, der einer angesehenen Künstlerfamilie entstammt, lebte in nicht fe^r glänzenden Verhältnissen, galt aber für lolmtvoll. Sein Bruder, der Professor in Dresden war, starb vor einiger Zeit und hinterließ eine wertvolle Sammlung von Altertümern. Hottenroth nahm an ber Beerdigung seines Bruders in Dr.sden teil und eignete sich bei seinem Aufenthalt in der Familie des Verstorbenen eine Anzahl wertvoller Stücke ans d.r Alterlümersammlung an, die er mit nach Frankfurt nahm. Die Frau des Verstorbenen bemerkte dies und suckste wieder in den Besitz dieser Stücke zu gelangen. Sie wandle sich zu diesem Zweck an einen Bekannten ihres verstorbenen Mannes, den Frankfurter Kunstmaler Fritz Böhle, und setzte aud) die Polizei davon in Kenntnis. Böhle ging zu Hottenrvth und suckste diesen zu bewegen, die wertvollen Gegenstände wieder abzugeben. ^HottenWth entschloß sich auch dazu und schickte die Stücke m zwei Körben wieder nach Dresden zurück. Tie Angelegenhett würoe sicherlich keine schlimmen Folgen gehabt haben, wenn Hottenroth nicht bald darauf in Erfahrung gebracht hätte, daß bei ber F-rankfurter Polizei Anzeige gegen ihn erfiaitet worden war. Er geriet darüber in große Aufregung und hat dann in seiner Verzweiflung die entsetzliche Tat ausgeführt. Offenbach, 21. April. Der Vorsitzende der hiesigen Ortskrankenkaffe, Jakob Streb, hat seinen Austritt aus ber sozialdemokratischen Partei erklärt. Gleichzeitig hat er den Vorsitz im Gewerkschaftskartell niedergelegt. Wiesbaden, 22. April. Geh. Sauitätsrat Dr. Emil Pfeiffer ist als Landtagskandidat für den Stadtkreis Wiesbaden und den UntertaunuSkreis von der freisinnigen Volkspartei aufgesiellt und hat die Kandidatur 'angenommen. w. Wetzlar, 22. April. Die Regierung zu Koblenj hat für die Kreislehrerkonferenz folgendes Aussatz- thema gestellt: „Wie kann die Schule bei der Berufswahl der Kinder mttwirken?" Die alljährlich von dec Behörde gestellten Aufgaben sind abwechselnd von den drei Inspektionen des Kreises (Wetzlar, Braunfels und Greifen- ilein) zu behandeln. Die Bearbeitung obigen Themas fällt diesmal der Inspektion Greifenstein zu. Das neue Schuljahr beginnt für sämtliche Landschulen deS Kreises Donnerstag, 30. April. — Als ein sehr segensreiches Institut erweist sich die Allgemeine Sterbekasfe für Stadt und Kreis Wetzlar. Seit 10 Jahren besteht die Kasse und hat in dieser Zeit an Angehörige von 57 verstorbenen Mitgliedern 7400 Mark Sterbegelder ausgezahlt. Das Vermögen der Kasse beträgt jetzt bei einem Mitgliederbestand von 280 Mitgliedern ungefähr 14 000 Mk., was durch geringe Ntonatsbetträge bewirkt rourbc, die für jedermann leicht zu bestreiten sind. — Waldgirmes, 22. April. Außerordentlich war biß zum Spätherbst die Mä usep lage in unserer Feldmark, öie hat aber in keiner Weise den Saat- und Kleefeldern ge- schadet. Denn sie zeigen, trotz des durchwühlten Bodens, eme geichlossene grüne Decke und berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Mit Gift, Jauche u. s. f. rückte man den schäd- lichen Nagern zu Leibe. Den größten Ansporn zur Ver- mchtung gab daS in Aussicht gestellte Fangaeld von 1 Ausland. Kaiserpaar auf Korfu. Gestern früh tret das englische Kriegsschiff „Aboucir" unter dem Salut •Her vor Anker liegenden Schiffe im Hafen ein. Von der Tie „Vosfische Zeitung" schreibt: „Es leuchtet ein, fiü mit dem Münchener Urteil die Angelegenheit nicht abgeschlossen kann. Dieses Urteil wird ohne Zweifel rechtskräftig werden. 1 Kiels.Hifrtn btt Kläger kann mit ihm zufrieden sein und der Angeklagte Ängeboll r Et minder. Wer nicht damit zufrieden sein kann, ist Fürst eRcnerjiuJ^- ulcnturg. Für ihn wäre es, wenn die Zeugenaussagen nicht Mttert, nicht widerlegt werden könnten, vernichtend. Und -halb darf eine unverzügliche unb unzweideutige Erklärung des urftcn Eulenburg erwartet werden. Der unbefangene Zuschauer ^^Platterdings nicht verstehen, wie Fürst Eulenburg seinen Ad leisten, wie er einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen T -^Mlizrat Bernstein stellen konnte, wenn er sich schuldig fühlte, c.r man hat auch, auf Grund der Münchener Verhandlung, kein M)t, bie Aussagen der Zeugen Riedel und Ernst für unwahr u erklären., Es liegt mithin ein vollkommener Widerspruch vor, 1 auszuklären und aufzulösen gegenwärtig Sache des Fürsten I ^^aurg ist. Wir warten seine Aeußerung ab und halten liwtu * _ ü umsomehr für ein Gebot der Gerechtigkeit, bis dahin mit ’ner abschließenden Betrachtung zurückzuhalten, als der wirk- »' Angeklagte, der Schloßherr von Liebenberg, beanspruchen En, auf neue, ganz spezialisierte Bezichtigungen gehört zu wer- ehe die öffentliche Meimmg ihr endgültiges Urteil spricht." ühriE Ä £ irt Ä «ort. Nr. »5 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 23. April 1908 Der Siebener Anzeiger —?£_ Ä » -r erschein, täglich, außer ■ A Xk Ä Bezugspreis: Sonntags. - Beilagen: M monatlich75Pf., viertek- Dtermal wöchentlich Ä AA A A Ak JK A A A jährlich Mk. 2.20; durch Fernlprech - Anfchtüfle: MM xr mi v ▼ auSwättS 20 Pfennig. für die Redaktion 112, Berantwörtlich WZ General-Anzeiger für Oberheffen SSI L Hotafloitrtrn« 'Md Verlag »er vrSHI'schen Univ.,Such- un» Sielndrucksrei. H. Zange. Reöaftion, Lr, der Steindruckcr Gorski, beiindet sich im Irren- Hause, während der dritte, der Kellner Kißling, in Luxemburg verhaftet und denr Gericht in Amsterdam ausgeliesert tvurde, wo demnächst seine Verurteilung erfolgen toird. VerinLschtes. * Dreißig französische Studenten weilen z. Zt. in Berlin. Sie wurden am 22. ds. Mts. von dem Rektor der Berliner Universität, Geheimrat Stumps, in der Aula empfangen. Stumpf zog in seiner Begrüßungsansprache eine interessante Parallele zwischen Deutschlands hohen Schulen und der Sorbonne. Er begrüßte den Besuch der französischen Studenten als einen wichtigen Schritt zur Herbeiführung eines engeren Anschlusses der beiden ^Kulturvölker, die gegenseitig voneinander lernen können. Zum Schluß wünschte der Rektor den französischen Kommilitonen einen fröhlichen Aufenthalt in Deutschland und sprach die Hoffnung aus, daß die freund- sä-aftlichen Bande, die zwischen den deutschen und französischen Studenten in diesen Tagen geknüpft werden, von Dauer sein möchten. Den Dank der Gäste stattete Professor Andler von der Sorborne in einer kurzen, in deutscher Sprache gehaltenen Rede ab. Er stellte sich als ehemaligen Schüler der alma mater Berolinensis vor. Er pries die hohe Stufe, auf der deutsche Wissenschaft und deutsche Lehrinstitute ftonben, und sprach von der Hochachtung, die das gesamte Ausland vor der deutschen Universität und ihren Lehrern habe. Professor Andler kennzeichnete dann den Zweck des Besuches: die französischen Gäste wollten die vorbildlichen Einrichtungen Deutschlands kennen lernen, um nach ihrem Muster in der Heimat an die Gründung ähnlicher Institute gehen zu können. Außerdem sei der Wunsch, den deutschen Kommllitonen, von deren fröhlicher Geselligkeit und ernstem Fleiß sie soviel gehört, auch persönlich näher zu treten, die Triebfeder dieser Studienreise gewesen. Nach dem Empfang in der Aula begaben sich die französischen Studenten, die zum Teil Sammetkäppi mit farbigem Fakultätsband trugen, nach der Auskunftstelle der Berliner Finkenschaft. Dann wurden die Lesehalle, die Universitätsbibliothek und die Seminare besichtigt. Ein Besuck) des königlichen Schlosses schloß sich an. Am Abend fanden sich die Gäste mit ihren deutschen Studiengenossen und den Mitgliedern der deutsch-französischen Gesellschaft im Hotel Adlon ein, wo nach einem Konzert ein Souper yattsand. • 6 000 000 Gehalt. Guggenheims aus Frankfurt, die Inhaber großer Kupferminen in allen Teilen der Welt, die auch ein Geschäftshaus in Newyork besitzen, haben das Gehalt ihres ersten Mmen-Jngenieurs John Hammond, des bekanntesten Goldsuchers der Welt, um 3 000 000 Mk. erhöht, nachdem er bereits vorher dieselbe Summe als Fixum bezogen hatte, um ihn m ihrem Dienste zu behalten. Hammond war lange Zeit in Südafrika und hat seine Karriere unter Wernher und Beit begonnen, die ihm so große Erfolge einträgt. Kleine Tageschronik. In der Nähe von M ü n cb e n hat ein Säbelduell zwischen einem Offizier und einem Bürger aus Kempten i. A. statt- gefunden. Beide Duellanten würben schwer verwundet. In Gelsenkirchen wurde der Bergmann Otto Koch von zwei jungen Burschen, die unerkannt entkommen sind, ohne weiteres n i e b e r g e ft o d) e n ; der Ueberfallene war sofort tot. Ein Bauer in U 11 e n h o f e n in Niederbayern trug einen Kübel mit 20 Pfund Schießbaumwolle, wobei er eine Zigarre rauchte. Durch einen Funken der Zigarre erfolgte eine Explosion. Der Bauer erlitt tödliche Verletzungen. In Jena wurde Rechtsanwalt Alberti wegen Veruntreuungen im Amte verhaftet. Im städtischen Museum zu Essen wurde ein Gemälde von Gerhard Jansen zerschnitten. Vor einigen Tagen wurde dort eine Christusskulptur beschädigt. Das Frecherrlich Guttenvergfche Schloß in Oberfranken> ist mit allen Kostbarkeiten niedergebrannt. Auch die Schloßkirche und das Schloßarchiv wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer ist durch eine „ewige Lampe" in der Schloßkapelle entftanben. Eine unlängst in Hamburg verbotene Freidenkerversammlung wurde auch in Harburg verboten. Vier Wiener, die am Ostermontag eine Besteigung des Schneebergs unternahmen, werden seither vermißt. In Zürich wurde die Inhaberin eines Restaurants von ihrem früheren Liebhaber erschossen, weil sie sich mit einem anderen verlobt halle. Der Mörder tötete sich dann selbst. In der Passage Jousfroy zu Paris ereignete sich infolge Gasausströnrung eine heftige Explosion im Geschäfte eines Deutschen namens Joachim. Dieser wurde ziemlich schwer verletzt, während zwei im Moment der Explosion in der Passage weilende Damen durch herumfliegende Glassplitter leichtere Verletzungen erlitten. Die in Lemberg verhaftete Mutter des Mörders des Grafen P o t o ck i begann mit einem Hungerstreik, um den Tod herbeizuführen. Da sie sehr geschwächt ist, wurde sie in das Gefängnisspital gebracht. Wie aus D e b r e ez i u gemeldet wird, wurde dort gegen die Frau des Landwirtes Peter Klß die Anzeige erstattet, daß sie zwei ihrer Kinder ermorbet hätte. Die Untersuchung ergab, daß die Frau mit Hilie ihres Galten alle zwanzig von ihr bisher geborenen Kinder im Alter von einem Monat bis zu einem Jahre erwürgt hat. Beide Gatten wurden verhaftet. Sie gestanden, die Kinder ermorbei zu haben, weil sie sie der Not nid)t ausjetzen wollten. Am 21. April wurden in der Nähe der ungar. Eisenbahnstation V a l k a n y durch einen heftigen Orkan 21 Waggons eines Güterzuges u m g e st ü r z t. Auf derselben Station gerieten duich den Sturm vier weitere Güterwagen ins Rollen und wurden mehrere Stationen weiter-getrieben. In Valkany stürzte der Turm der Kirche em. In Kopenhagen erregt es peinliches Aiifsehen, daß das „Extrablatt" große Karikaturen der Könige von Dänemark und England und der Prinzessin Viktoria veröffentlichte. Der begle tenbe Text verspottet König Eduard und Prinzessiin Viktoria in äußerst icharier Weise. Der millionenreiche schottische Großgrundbesitzer und ehemalige Oberst der englischen Armee Chapman hat sich mit der ungar. Schauspielerin yl u v e l i e Ney, Mitglied des Volkstheaters zu Budapest, standesamtlich trauen lassen. Chapman hat seiner Gattm 800 000 Kronen zum Geschenk gemacht und sich kontraktlich verpflichtet, ihrem weiteren Austreten auf der Bühne kein Hindernis entgegen zu stellen. Qan&el und Verkehr, Volkswirtschaft. Berlin, 22. April. Der „Neichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach in nächster Zeit Noten der Reichs bank .über 1000, 100, 50 und 20 Mark zur Ausgabe gelangen, die vom 7. Februar 1908 datiert sind. Essen, 22. April. Der rechnungsmäßige Kohlenabsatz betrug int ersten Quartal 1908 bei 753/a Arbeitstagen 17 399 205 To., arbeitstäglich 230835 To., im gleichen Quartal das Vorjahres bei 747s Arbeitstagen 16 353 649 To., arbeitstäglich 220 623 To., mithin 1908 'gegen 1907 mehr 1045 556 To., arbeitstäglich mehr 10 212 To., gleich 4,63 Proz. Von der Beteiligung, welche sich auf 19 470 261 Tonnen (im Vorjahre 18 865 610 To5 bezifferte, wurden demnach abgesetzt 89,36 Proz. (int V. 86,68 Proz.i. Der Versand in Kohlen betrug bei 753/s Arbeitstagen 14 058 823 To. (L V. bei 74Vs Arbeitstagen 13 115 964 To.), in Koks bei 91 Arbeitstagen 3 595 791 To. (i. V. bei 90 Arbeitstagen 3 708 375 To.), in Briketts bei 753/s Arbeitstagen 800 815 Tonnen (i. V. bei 74Vs Arbeitstagen 646 308 To.). Tie Förderung stellt sich insgesamt auf 20808 025 To., arbeitstäglich 276 060 To., also gegen das Vorguartal um 3081 To. höher und gegen das gleiche Quartal des Vorjahres um 12 993 To. höher. Tie gegen Februar eingetretene Abnahme des rechnungsmäßigen Absatzes von arbellstügllch 5,61 Proz. ist erheblich größer als der Förderrückgang, der arbeitstäglich nur 1,92 Proz. betragt, was dadurch Erklärung fittdet, daß die kokserzeugenden Zechen dazu übergehen, die überschüssige Erzeugung auf Lager zu nehmen. Tie Abschtvächung der Marktlage hat sich auch im Kohlenverfand bemerkbar gemacht. Das Ergebnis darf noch als befriedigend bezeichnet roerben. Einen befriedigenden Verlauf nahm auch der Brikettversand. Auf die Beteiligung wurden 99,17 Proz. gegen 102,09 Proz. im Februar und 93,54 Proz. im ?Närz 1907 abgesetzt. Wenig erfreulich gestalten sich die Absatzverhältnisse für Koks. Bon der Beteiligung wurden 77,67 Proz. gegen 91,16 Proz. im Februar und 96,85 Proz. im März 1907 abgesetzt. — In der Beiratssitzung des Kvhlensyndikats wurde beschlossen, die Umlagen für Kohlen, Koks und Briketts für das zette Vierteljahr 1908 in der ■ bisherigen Höhe bestehen zu lassen. Düsseldorf, 22. April. Ter Versand des Stahlwerk- vcrbandes im Mävz betrug in Produkten A 486 348 To. (givh- stahlgewicht) gegen 420508 To. im Februar d. I. und 508 309 To. im Mürz 1907. Von dem Märzversand entfallen auf Halbzeug 13198u To. (108 854 To. im Februar d. I. und 147 769 To. im März 1907), auf Formeisen 155 521 To. (104 092 To. im Februar d. I. und 152 372 To. im März 1907), auf Eisenbahn- moterial 198 841 To. (207 562 To. im Februar d. I. und 208 168 To. im März 1907). Ter Versand von Halbzeug stellte sich rund 23 000 To., der von Formeisen rund 51 400 To. höher als im Februar d. I., während der von Eisenbahnmaterial um 8700 To. zurückbl'ieb. Gießcuer Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 24. April: Wechselnde Bewölkung. Niederschläge, stellenweise Gemüter. Kühl. Weslllche bis nördliche Winde. Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brorpreise am 22 April 1908. GxrginaL-DrahtmeLSungen. Höchste Schlachlviehpreise rn F r a n k i u r t a. Al. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schrveiire 50 Kg. Schlachtgewicht 76—80 Alk. ', Kg.Schlachtgew. 98—100V'. '/, „_______„______63—00 „ */, Kg. 76-84 Psg. 7, , 70-80 . 7, v 60-76 , Getreidepreise in Mannheim ■ 1 ' ' ■ ---------1----------- Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. oO.tü-OO.UU Mk. eggen 100 Kg. 00.00-OO.uO Alk. Weißbroi 2 Kg. 62 P,g. ' Schivarzbrol 2 Kg. 58 Psg. München, 23. April. Harden und Bernstein berieten über die voil ihnen weiter zu beobachtende Taktik. Sie beschlossen, sofort eine eingehend motivierte Meineidsanzeige gegen den Fürsten Eulenburg bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu erstatten. Wie ?; heißt, wollen Harden und Bernstein auch gegen den Grafen Moltke eine neue Aktion unternehmen. Sie glauben, schwerwiegendes Material in den Händen ju haben. Wien, 23. April. Aus Bialer wurden 40 Gendarmen telegraphisch nach Burzacz berufen, wo unter den ruthenischcn Bauern Unruhen ausgebrochen sind. Paris, 23. April. Nach einer Meldung des Eclair auS Monaco ist Fürst Albert noch immer leidend, und zwar soll seine Krankheit den Charakter der Neurasthenu tragen. Der Fürst soll ab und zu von Wahnideen befallen werden und wie Personen seiner Umgebung behaupten, zu Zeiten sogar Zeichen von Geistesstörungen äußern. Petersburg, 23.« April. Der Erfolg der Reisen des Fürsten Nikolaus von Montenegro besteht in. der Zusicherung einer unverbindlichen diplomatischen Unterst ützung der Bahnpläne des Fürsten, ferner in ber Bewilligung einer Privatanlei he aus dem Domänen« Fonds und einer jährlichen Unterstützung von 300000 Rubel für Militärzwecke. N e w - Ä o r k, 23. April. Das Attentat auf Eabrera wurde von Kadetten des Polytechnikums verübt, die die Ehrenwache bildeten. Sie gaben eine Salve auf den Präsidenten un) den Stab ab. Mehrere Personen wurden getötet, Labrerc wurde mehrfach leicht verwundet. 8 Kadetten sind foforl erschossen worden. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir unsere seither von Herrn Gustav Wohlmuth geführte Agentur für Gießen und Umgebung nunmehr Herrn Albin Klein, KMMmi, Seitersweg 83 — Telefon 362 übertragen haben. Das unserer Firma durch unseren seitherigen Vertreter entgegengebrachte Vertrauen bitten wir, nunmehr Herrn Albin Klein zuwenden zu wollen und wird es dessen Bestreben sein, sich durch prompte, gewissenhafte, fachmännische und billige Bedienung die Sympathie unserer geschätzten Kundschaft zu erwerben. Frankfurt a. M., den 22. April 1908. Hansen stein & Vogler A.-G. , Aelteste Annoncen-Cxpcdition. Im Anschluß an die vorstehende Bekanntmachung der Saaicnstein & Vogler, A. G., Frankfurt a. M., halte ich mich den verehrt. Inserenten zur Besorgung etwaiger Anzeigen für alle in Frage tonunenbe Zeitungen bestens empfohlen und stehe auf Wunsch gerne zu persönlichen Anslünsten, sowie kostenlose Lieferung von Kostenvoranschlägen, apparten Annoncen - Entwürfen 2c. zur Verfügung. Ihr*3/, Ich bitte um das geneigte Wohlwollen der verehr!. Inserenten, das ich durch gewissenhafte und billige Bedienung in jeder Weise rechtfertigen werde. Gießen, den 22. April 1908. Albin Klein, Buchdruckerei. I — KeiiamUmaHung. Betr. : Feldbereu.rgung in dcr O/cmaiuing Queckbom; hier Stellung des Geländes zur Nebenbahn Gvünverg-Lich. In der Zeit vom 24. bis einschließlich 30. April If. Js. liegt aus dem Amtszimmer ber Grvph. Bürgermeisterei Qucct - dorn das Abschätzungsverzeichnis sowie die geschoßweise Zusammenstellung ber voraussichtlich in das Bahngellmde fallenden Obstbäume zur Einsichtnahme offen. Einwendungen hc.rgegen sind bei Meldung des Ausschlusses im RellamatiouL.^rmin am 1. Mai I. I., vormittags von 11 bis 12 Uhr auf Gcoßh. Bürgermeisterei Queckvoru schriftlich errr- zureichen. 4 Friedberg, den 22. April 1908. Ter Großherzogllck-e Fttdvereungmrgskommijsär: Schnittspahn. ä.r .samtmann. Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Ugr, wird aur hiesigen Onogericht tue der August Heuendem wjenau Hermine geb. Rohde uebcnüc Parzelle der Gemaitüng Gienen: 2/164,7=007 qm Ho freite links der Ehaufsee, D'J/4 öffentlich mentbietenb versteigert, öicuen, den 8. April 1908. Grogh. Ortögericht Gießen. ___________GrvS. Versteigerung einer Aktie. Freitag, den 24. ds. MtS., nachmittags 2 LUn, wird in meiner AnrrSstube, Bahichofftraße 60 I., eine Aktie der Atuengesellschast Barniweite unb chemische Fabrik zu Richels- dorier-Hütte üuei IjOO Wit", gegen Barzahlung versteuert. Geißler, Gerichtsvollzieher. K92/07 Donnerstag, bett 21. Mar 1908, nachmittags 3 Uhr, werden aus blesigem Ortsgericht öie vor dem Namen des Gengtiagel, Carl Wilhelm u. Ehefrau geb. Kllngel- hoefser stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 1/982 — 101 qm Hosraum mit Scheuer in der Neustadt, 1/983®/™ = 49 qm Hofraum mit Oekonomlegeväuden das., 1/985=156 qm Hoi reite daselbst, U9861/io=68 qm Einfahrt daselbst, 1/981=105 qm Ernrahrt daselbst «von dieser Parzelle der den Carl Wilh. Gengnagel Eheleuten zustehende Anteil von Vio), öffentlich mentbietenb versteigert. Gteßen, ben 7. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. B^rgclmm; von Banarvellen. Tie für die Erbauting eines Schulhauses nebst Abortgebäude und Einfriedigung m Heuchelheim erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsuiiterlagen liegen auf dem Büro de§ Unterzeichneten Zimmer Nr. 18 während den Dlenststunden ziir Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind ver-- schlosien und portofrei bis spätestens Samstag, dctt 25. April lfd. Js., uachmiitags 3 Uhr auf Grotzh. Bürgcrmclstecel Heuchelheun einzureichen, woselbst die Eröffnimg in Gegenwart etwa erschienener Bewerber ersolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maiirerarbeilen . . . . jtt 8217,06 Sleinnietzarbellen , 1402,64 Ziinmerardeilen „ 2181,45 Dachdeckerardelten. ..... , ■ 1582,21 Spenglerardeiten 328,45 Schlosserarbeiten ...... „ 692,50 Malerarbeiten ....... ,, 949,81 Schreinerarbeiten 4171,70 Weißbinderarbetten ..... , 2083,95 Tapezlerarbeitcn 134,00 Eisen- und Röhrenlieferung . . . „ 1039,02 Elsenbetonarbelten „ 390,00 Gießen, am 16 April 1908. Der Großh. Kreisbauinspcktor des Kreises Gießen Bt8/4 I. B. Kalbfleisch. Stolle. K26/08 B°/< qm Softerte auf bo Reichensand, &aj,. 1/763,1=4.1 qm cvrabgarenua vsseiitlich mciiibicicnD vcilttiö G.eßen, den 8. Apnl E Gr. Ortsgertcht (Sieben- Gros- K 37/08 21 & : Donnerstag, den , 190», liachnnttags 3.Mr, die zur ztonlursma„e 1 Ä- E. Theodor l'onjflg , Grundstücte der Gema Todes-Anzeige. Gestern morgen lO'/z Uhr entschlief sanft unser lieber Gatte und Vater Güstwirt H. Reichmann im 61. Lebensjahr. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Vetzberg, ben 22. April 1908. Die Beerdigung findet am Freitag, bett 24. Avril, nacknv 3 Uhr vom Sterbehaufe Vetzberg 41 aus statt. Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Slauemrbeucn ist uas Kobel in e. Gartcustraße bis r/ubwigsplatz, LnowigSplatz und Loveriir bis Goetheftraße am 24. ds. Atts. norm, zwischen i und u , geschaltet und Die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten zur Äcnntniß bringen. Gießen, den 22. Avrll 1908. . . Städtisches Elettrizitätswerk Greven. Donnerstag, den 30. April 1908 nachm. 3 Uhr, werden aus bieiigem Ortsgericht die vor dem yiatuen des August Gottlteb Kames stehenden ttzrund'rucke der Gemartung Gießen: 1/1243,7=350 qm Hosreite ans dem Gartfeld, 1/1244^—44 qm Grabgarten das., öffentlich melstblelend versteigert. Greven, den 8. April 1908. Gr. Ortsgerrcht Gießen. 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