J21L, Erstts Blatt »S8.J°hrg»w.|iaW miihimi Bayreuther Zeitspiele. Bayreuth, 24. Juli. I. Parjisal und Ring, die ständigen Darbietungen Bayreuths, laben in diesem Jahr den „Lohengrin" als Gefährten erhalten. Mit ihm wurde die Festspielzeit am Mittwoch eröffnet. Schon int Jahre 1894 hatte man Lohengrin in Bayreuth aufgeführt amb zugleich starke Siebenten erregt, ob das frühe Merk für das Festspiell-aus tauge. Zweifellos, für das Herdeckte Orchester ist tiefe Instrumentation nicht gedacht und manche opernhasten Rudimente scheinen dem Bayreuther Stil zu widersprechen. Nun, man soll nicht kleinlich sein — eine vollendete Lohengrin-Auf- sichrnng ist ein Festspiel. Selbst eine so wenig vollendete wie die gestrige gewinnt durch den genius loci eine besondere Bedeutung, die sich wohl .über den Alltag erhebt. Schon das gesellschaftliche Bild, die fröhliche Auffahrt sommerlich gepichter Menschen erweckt rasch eine glückliche Aufnahmefähigkeit, und man Wäre gestern bereit gewesen, Außerordentliches zu erleben. Das blieb nun freilich aus. Siegfried Wagner hat die künstlerische Leitung der Spiele in seine Hand genommen — die kranke Mutter mußte der Ausführung und den Proben fernbleiben. Zweifellos ist der Sohn des Meisters, dessen Kompositionsversuche nur von den unentwegteren Bayreuthianern hochgeschätzt werden, sehr begabt. Er herrscht aus der Bühne wie int Orchester mit großer Routine, und die Arbeit, die er in feiner Lohengcm-Aufführung geleistet hat, i|‘t höchst respektabel zu nennen. Freilich außergewöhnliche Züge scheinen völlig zu fehlen. Tas in feiner Zusammensetzung vortreffliche Orchester hat sich ja auch durch Richters und Mucks Stoben bereits so fest gefügt, datz Siegfried hierin wohl die i:ftefte Hilfe hatte. Aber gerade von dem, was Bayreuth geben Dill — eine an sich einwandssreie Darstellung nach treuer Ueber- lieierung, zum Muster und zur stündigen Kontrolle aller „All- vagsbühnen" — blieb Siegfried Wagner weit entfernt. Er hat — .wohl von Mottl — die Vorliebe für langsame Tempi, ohne fliese breite Vortragsart auf so erstaunlich innerliche Weise wie ;ber Münchener Hosoperndireklor beleben zu können. Bläser und 'Länger l-alten ihre Mühe, den Atem für diese ständigen Ver- Meppungen aufzubringen. Auch kleinen, unvermeidlichen Unebenheiten sich anzuschmiegen scheint ihm schiver zu werben. Be- Lenklick-er ist aber eine gelegentlich l-ervortr elende Unklarheit in ter Phrasierung. Oft genug wurde die melodische Pointe ver- torben. In der Rollenbesetzung waltete keine glückliche Hand. Allein Alfred von Bary in der Titelrolle gab trotz starker Jndis- »osiiion eine überragende Leistung als Sänger wie als Dar- ssieller. Seine prachtvolle, echte Tenorstimme behandelt von Bary nit großer Kunst, sein dramatischer Ausdruck ist ebenso schlicht Nie wahr und groß. Auch die Ortrud der Frau Edith Walker i|t eine groß angelegte, mit starkem Temperament und eninentem Können durchgeführte Darbietung. Nur ist ihre um- ftngreiche Stimme für die Ortrud allzu hell und zart gefärbt. Stimmlich war Allen Hinckley ein vortrefflicher König, dem mir alle persönliche Bedeutsamkeit fehlte. HerrGeise-Winkel lieh dem Heerrufer feine schöne, weiche Stirnckre. Dagegen bot Katharina Fleischer-Edel eine wenig anmutende Elsa. So sckchn und wohlgebiloet ihr Material an sich ist, so unbeseelt iß Gesang unb Spiel. Der Bayreuther Drill nutzt eben bei dem gelehrigsten Lehrling nichts, wenn das künstlerische Eigenleben so völlig fehlt. Anders ist es wohl um Max Dawson bestellt, dessen Telramund fast wie eine Karikatur anmutete. Dieser Sänger weiß fein tenoral gefärbtes Material nur höchst unvollkommen zu bel-andcln. Tie Leidenschaft seines Spiels aber ist nur eine an das Komische streifende Folge von Verzerrungen. Man sieht, cs gibt mancherlei zu tadeln, wenn man die höchsten Anforderungen stellt. Und wo dürste man sie stellen, wenn nicht in Bayreuth? Manches hat man eben wirklich an anderen Orten vollkommener, gehört. Auch die Inszenierung bot nichts, was über die Konvention hiirausginge, und die aus den Bayreuther Stil erpichten Regisseure leisteten sich öfters das Vergnügen, Solisten und Chor kühn in das Publikum fingen zu lassen. Und doch war auch an dieser vielfach unzureichenden Darstellung etwas Besonderes. Das frische und fröhliche Zusammenarbeiten aller Faktoren ist auch heute noch in Bayreuth das eigentlich belebende Element. Besonders Lob verdient der von dem Berliner Chordirektor Rüdel einstudierte Chor. Wie klangschön int Gesang, wie temperamentvoll und interessant im Spiel! Und da der Chor eben im Lohengrin doch eine Hauptrolle spielt, so trug er in erster Linie zum günstigen Gesamteindruck bei, den diese Lohengrin-Aussührung hervorgerufen hat, und bewirkte zum Schluß einen lebhaften Applaus. II. War der gläubige Bayreut^Pilger im Lohengrin recht wider Millen gezwungen, Vergleiche anzustellen, die nicht immer zu Gunsten der Festspielleüung aussielen, so gab eS am zweiten Abend in der Ausführung des Parsifal Darbietungen, die uits locit über alle Lust am Kritteln hinaushoben und eine restlose künstlerische Erschütterung bewirkten. Der erste Akt bot in seiner Gesamtheit Vollkommenes, wie es eben wirklich nur Bayreuth geben famu Alle Müh,al des Einstudierens war überwunden. Künstlertum schien heiligstes Priestertum geworden zu fein. Ter Ungläubige wurde hier durch heilige Symbole ewigen Lebens tief bewegt und sah für Augenblicke in Welten — jenseits des Theaters, jenseits des Guten und des Bösen. Es war nicht mehr die tyrage: wer singt, wer dirigiert. Und erst in der Stunde des Niederschreibens greift der Rezensent nach dem Theaier- zeUel, um zu erfahren, um sich zu erinnern, daß Felix von Krau den Gurnemanz, Clarence E. Whitehill den Am- sortas, Frau Leffler-Burckhardt die Kundry gelungen hat, daß Muck dirigierte. Aber nicht nennen kann man die namen- lo]en Herrschaften vom Chor und Orchester, die nicht minder ehrfürchtig und ergreifend ihres Amtes gewaltet hatten. Aber ach, ivelch grausamer Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Akt. Zwar muß man wiederum der musikalischen wie der rein dramatischen Ausgestaltung das höchste Lob zollen. Wer wir haben leider nicht nur Ohren zu hören, sondern auch Augen zu sehen. Einzig Frau Lesfler-Burckhardt gab den Augen ungetrübten Genuß. Sie gab der Kundry eine reiche Seele, die wir aus Augen, Lächeln und Geberde lasen. Nie trat die Verführung milder, innerlick-er an die Unschuld. Nicht grobe Sinnlichkeit, nein — zarteste, von heimlichem Schmerz bewegte Liebenswürdigkeit verführte die Zuhörer — nur nicht Herrn Bur- rian, der dazu verurteilt war, den Parsifal zu fingen. Verurteilt, denn es gibt nichts traurigeres für einen Sänger und Darsteller als eine Rolle spielen zu müssen, zu der feine Eriche in mrg in stärkstem Gegensatz steht. In dieser kleinen dicklichen Gestalt, dem klugen, aber unschönen Gesicht mit der beleidigenden. Lockenperücke den rei n Toren vermuten zu lassen. Wenn sich diese beiden politischen Bcan'.tcn feiner nnnchmen und die Städte dem Landrat unterstellt werben. Ter Kui- turforlschritt der Städte wirb dann wohl etwas unterbunden. Wer das ist ja Absicht!" Gegen den Verfasser dieser freimütigen Betrachtungen soll ein Disziplinarverfahren auf Amtsentsetzung eingeleitet Worden sein. Veranlassung hierzu hat folgendes gegeben: Vor etwa drei Monaten erschien anonym eine kleine Schrift, die ein nicht gewöhnliches Aufsehen machte. ES war eines der Bücher, die immer Aufsehen machen: c» behandelte einen Mißstand, der in aller Munde ist und über dessen Tasein sich nicht streiten läßt; es behandelte ihn aber so, daß der Leser mit Vergnügen empfand: der schöpft auS dem Vollen, der weiß, wo bic Glocken hängen; waS aber besonders zu dem Buche hinzog, war die lebendige und anschauliche Art, zu schildern und zu erzählen. Tas Buch hieß: Tie Reaktion in der preußischen Verwaltung, der Verfasser hüllte sich in die geheimnisvolle Andeutung: X. V- in Z. Ter Verfasser blieb aber nicht verborgen; ähnliche Gedanken legte er in ähnlicher Form unter seinem Namen der Oeffentlichkeit vor; so entdeckte man hinter dem L. P. in Z. den Husumer Bürgermeister Lothar Schücking. Von diesem Manne sagt nun ein nüchternes Blatt, wie die „Kölnische Zeitung": „Wir sind unverdächtig, mit Lothar Schücking, der sich zu der sozialliberalen Richtung zu halten scheint, am selben Strange zu ziehen; von seinen! Buche aber muß jeder Liberale sagen, daß es eine verdienstvolle Arbeit ist, ein gutes Rüstzeug im Kampfe mit der Reaktion. In manchen Nebendingen, z. B. in seinen Spitzen gegen das Korpsstubententum, mag der Verfasser des Guten zuviel getan haben; im wesentlichen hat er ins Schwarze getroffen, wenn er nach allen Richtungen hin den Polizeigeist unserer Verwaltung matt, den Wahn vieler Verwaltungsstellen geißelt, Wir befänden und noch in einem Feudalstaat, in dem man es mit Untertanen und Bürgern zweiter Ordnung zu tun hat. Eine solche Schilderung mag vielen unerquicklich unb unlieb sein: wir möchten aber vorderhand nicht glauben, daß sie den Anlaß zu einem Tisziplinarver- fahren auf Amtsentsetzung abgeben soll. Wie einige Blätter wissen wollen." Es wird in der Tat schwer, zu glauben, daß man einen Mann, wie Schücking, der in feinen Urteilen sich als so kenntnisreich und verständig erweist, selbst in Preußen kaltstellen könnte. Finanzpolitik und kriegerische Rüstungen. Bei der dritten Lesung des Finanzaesetzes im englischen Unterhaus übte Auston Chamberlain (Kons.- Kritik an der Finanzpolitik der diegierung. Er wies dabei auf die warnenden Worte hin, mit denen Lord Cromer vor kurzem ün Oberhause die Notwendigkeit betonte, für einen möglichen europäischen Konflikt Vorsorge zu treffen. Schatzlanzler Lloyd-George erwiderte, er erinnere sich keiner Zeit, in der die Lage in Europa nicht ernst gewesen sei. (Heiterkeit.) wird schwer. Aber Burriau, der sonst Vor.r.'fflich.'s icifict, liegt der Parsifal auch nicht stimmlich. Tas Bedenklichste, ja das Unbegreiflichste ist jedoch die Dekoration, die z>var nun feit 26, Jahren dieselbe ist, aber mit jedem Jahr geschmackloser wird. Tie Getreuen Wahnsrieds behaupten zwar, sic sei unantastbar, da sie vom Meister selbst gewissermaßen entworfen sei. Aber Wagner war schließlich fein genialer Maler, und es ist nicht eine Wandlung, sondern ein Fortschritt unseres Geschmacks, wenn wir diese Blumenaufmachung einfach nicht mehr vertragen. Der letzte Akc gab wieder schlechthin Vollkommenes. Konnte auch Burrian seinen Helden nicht recht glaubhaft machen, so war doch das Gesamtniveau des dramatisch-musikalischen Ausdrucks auf so reiner Höhe, daß die Kritik gern schweigt, um restlos zu bewundern. — Der 80. deutsche Naturforscher- undAerzte- t a g wird in Köl n vom 20. bis 26. September lagen. In den Hauptatlsschuß der Kölner 9taluriorfd)er- und Aerzte-Versammlnng hat sich auch der Kultusminister Tr. Holle ausnehinen lassen, ebenso der K a r d i n a l F i s ch e r in Köln. Es ist wohl das ev|ic Mal, daß der höchste Würdenträger der katholischen Kirche in Deutschland an einem Naturforscher- und Aerztetag teilnimml. Auf dem Programm steht u. a. ein Vortrag des durch die Erfindinig des lenkbaren Militärluftballons bekannt gewordenen Majors v. Parseval über „M otorballon unb Flugmaschin e". Ferner werden u. a. sprechen Pros. Tr. Miene r-^eipzig (ftüher in Gießen- über „die Entwickelung der Farbenphotographie" und Prof. Tr. Cricb Kayser-Gießen über „die Entstehung des Rhemtales". — Eine große T h e a t e r a u s st e l l u n g in Rom, in der die Entwicklungsgeschichte des Dramas in einer langen Reihe von Aufiührungen veranschaulicht werden soll, wird im Jahre 1911 anläßlich der italienischen Unabl-ungigtei.s'ciw von dem Gras-n von San Marttno und dem Direttor Hugo Falena im Argentina- Theater veranstaltet werden. Griechische und römische Tragödien, die Mysterienspiele des Mittelalters, die luftigen Komödien des 16. Jahrhunderts werden hier neu auferfteben bis hinauf zu den Tragödien von Alfieri, den witzsprühenden Lustspielen Goldonis, den Werken Gozzis. Ter italienische Zyklus gipfelt dann in der Moderne, in einer Aufführung von d'Annunzios Tragödie über den Ursprung Roms und in einer Komödie Rovettas, die ein Motiv aus dem Risorgimento behandelt. Der Plan aber um saßt auch die außeritalienische Theaterkunst, ein englischer Zyllus, der von Shakespeare bis zu Shaw und Pinero führt, ein spanischer der von Calderon und Cervantes bis zu Eschegaray geht, ist in den umfassenden Plan ausgenommen. Ebenso wird eine deutsche S e r r e zur Auffüllung gebracht, die mit Schiller und G o e l h e einsetzt und mit Hauptmann und Sudermann abschliej.t Em fünfter Zyklus wird die Geschichte des französischen Dramas von Grrngvrre bis zu den modernsten veranschaulichen, und endlich werden auch die nordischen Dramendichter durch Ibsen und Biornion oertreten fein. — K l e in e K u n sich rouik. TieZweite badische K a m in e r be’pro lange, bis die Nationen beginnen, die Torheit ihrer gegenseitigen Scheelsucht in die Tat umzito' en, indem h-" thce geller schärfen, um aufeinander loszustechen, und indem Ne für Rüstungen gigantische Summen ausgeben, die viel dener Mr die Verbesserung der Lage de» eigenen Volkes verwendet werden könnten Es wurde für uns weil bener fern, v»e 400 000 000, die jetzt für Kriegsmaterial auigewendet )mD, nicht auszugeben uno zu einer Verständigung zu gelangen, wie sie zwe, oder drei beliebige vernünftige Leute mit den Jahren sicherlich erreicht hätten. Ter Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Zustand nicht rn der menich- lichen Natur begründet und daher dauernd sei, sondern zweifellos schließlich vorübergehen werde Tie Lage habe sich ja bereits gebessert. Bor einigen Jahren inen es drei oder vier Nationen gewesen, die eine ausgesprochene schüft gegen England hegten, fortwährend habe England Streit und Schwierigkeiten gehabt, mit Rußland wegen des fernen Ostens, mit Frankreich m Südafrika und fomiroo Diese Schwierigkeiten seien jetzt alle beseitigt und die Lage sei weit entfernt, schlechter zu sein als früher, tm Gegenteil viel günstiger als zuvor Ter zur Gewohnheit gewordene Versuch, eine Atmosphäre des Mißtrauens und des liebel- wollens zu schaffen dadurch, daß man es immer so dar- stelle, als ob eine bestimmte Macht gegen England zum Schlage aushole 'Beifall), fei der Deg. auf dem man zu Schlägen komme Er habe nicht den geringsten Zweifel, baß, wenn eine soziale Reform verschoben werden mußte, bis törichte Menschen aufhorten, wilde Artikel in den Zeitungen zu schreiben und Mißtrauen unter den Völkern zu säen, jebtd menschlich denkende Parlament an ihrem Zustandekommen verzweifeln würde Er halte Eiigland für stark genug, sich selbst gegen fremde Nationen ztt schützen Englands Hilfsquellen seien reich genug zur Verteidigung gegen jeden, der es angreife. Wenn es Leute gäbe, die etwas für ihre Versorgung im Alter Übrig hätten, so glaube er dennoch nicht, daß diese Argumente Eromers und Ehamber- lainS genügend stichhaltig seien, um alle sozialen Reformen zu vertreiben, bis man aufgehört habe, Leitartikel zu schreiben, in denen Einer den Andern schmähe und in denen der Eine von einem bevorsteheiiden Eindringen deS Anderen in fein «Gebiet spreche. (Heiterkeit und Beifall.) Lloyd- (George wies zum Schlüsse darauf hin, daß die Regierung für die Deckung der Verbindlichkeiten des laufcnben Jahres Sorge getragen habe Es fei unnütz, Steuern zur Tedung derjenigen Lasten zu erheben, die nicht das laufende Jahr beträfen England wünsche nicht, sechs oder sieben Millionen Pfund Sterling aufzutreiben, lediglich in der Absicht, sich selbst ober Deutschland einen Beweis zu liefern dafür, daß eö dazu imstande sei. Er seinerseits würde bei jedem Penny prüfen, ob er nicht zu Rüstungszwecken verwendet werde, die über das für des Landes Sicherheit notwendige Maß hinausgehen Eine derartige Ausgabe sei weggewor senes Mb und eine Bedrohung anberer Länder Es fei ein lächerlicher (Vebanfe, baß »»ic Regierung bie Hilfsquellen des Landes zerstöre, wenn fic die Steuern herabfetze. Er trat der Feststellung, baß England am Ende seiner Reserven angclaiigt sei, nachdrücklich entgegen. Tas Haus nahm dann in dritter Lesung bas (besetz betreffeub die Gründung zweier neuer irischer Universitäten mit 207 gegen 19 Stimmen an. Unit>crfitäts»Uad?rid?ten. — Tr. Franz R t u | hi 8, Assistenzarzt am Institut sürAutzen- btilfinibe in Marburg, bat sich dort als Privatdozent habilitiert. — In Heidelberg erhielt bei der Wahl der Nichtinkorporierten zum weiteren A u S s ch u si der S t u d e n t e n s ch a s t Aum ersten Male eine Tarne Silj und Stimme in der offiziellen Vertretung und celbftvciivaltunfl der Studentenschaft; al3 Vertreter der natur- ivisfeiischaftlich-inatheinatischen Fakultät wurde Fräulein Sind. Amalie B o h r in a n n gewählt. — Tie Ausländer auf den deutschen Universität en. In diesem Sommerbalbiahr find an den Universitäten des Reichs zusammen 3694 Ausländer als ordentliche oder außer ordentliche Studierende eingeschrieben geiveseu gegen 3869 im letzten Winter, 3766 un Sommer 1907, 388*.i vor zwei, 2819 vor vier Jahren und erst etwa 1200 ru Anfang der achtziger Zähre bei vorigen Jahrhunderts. Im Vergleich zum Winterhalbjahr 1906 07, in dem die ausländischen Besucher unserer Umoersitäte» ochfteii Stand von 41.')! erreichten, beträgt ihr fl d g 5 5 7. Von Juterefsc ist, wie sich die ausländischen Studenten aus die einzelnen Universttäten des absolut, wie im Verhältnis zur ®qaintftubcnicn,ial)l der llniverfität verteilen. In letzter Richtung stand seit Jahren Heidelberg an der Spitze der Hochschulen, letzt ist eS mit 11,6 Prozent (absolute Zahl 237) an die dritte mit 12,3 (504) überholt worden . dann folgen Jena mit 9,7 Prozent 1 (207), München nut 8,9 (656), 1 - , (Bötlingen mit 7,7 ,156), 1B i Straßburg mit 5,5 .93), Freiburg nut 5,1 (134), Würzburg nut 4,7 i62), Marburg nut 4,2 (80), BreSlau mit 8,7 (75), Bonn mit 3,6 (124), Greifswald mit 3,6 (32), Erlangen mit 3,0 (32), Rostock und Tübingen mit je 2,6 <19 und 46), Wiel mit 2,5 (.35) und Wlimster mit 0,6 Prozent (10). -icichSgericht-brief. Nachdruck verb. I. S. L e i p z i g , Juli 1908. WildeTclephonistenundSchabensersatz am *.«. 3um 1905 d,c brim Fernsprechamt in Düsseldorf an gestellte Telcgraphengehilnn N. btt Ausübung ihres Dienst, s durch einen eleftnfdrn Strom gesundheitlich geschädigt worben. Erfolg geblieben war, wurde fie als durch den Unfall dauernd dieustuniädig geworden auf Grund des Reiedssüriorgegesetze m den Ruhestand versetzt. Für die ihr durch den Unrail erwachsend» n Schaden machte sie ipater da» Deutsch - Belgische Handel, konloc in Hamburg haftbar. E» war leßgcitdlt worben, daß der zu starke Weckruf an einer in Düsfeldorf bestehenden Iweii lucbcrlafiung der BrNagten auSgraangen war. Ter Slagcan sprach von 1893.62 Mk nebst idbrlidicr Rentenzadlnna von 111 Mart stützt sich daraui. baß durch vorschriftswidrige Benutzung de» jxcrniptftbapparate» der Union fahrlässig herbe,geführt worden ici. Das Landqeiuiu Düsseldorf erkannte den Anspruch der Älagetm dem Grunde nach lür gerechtfertigt an. Iie tufung der Beklagten wurde vom Cbetlaiiboaeiid'*. zu Tüüeb darf jurüdgrivtefr» Ta» Lberlandesgencht erachtete eine ichuld- haste orbnurtg*H’tbrmt Bcnutzunz th» .vernivrechapvarates für erwiesen, sowie, baß diese fdnilMxrtc Handlung entweder dem da maligen Prokuristen brr Beklagten v. H ober ibicm Handlung». acbtlKn L tut Last fall. Es führt aus. baß die Beklagt, iur d n Uniall aullomnitu inüfse, wenn biefrt von einer der gedachten Personen vnichuibet je, Der Prokurist sc, al verfall uny» mäßig berufener Vertreter der Beklagten apzuichen mti> ou Beklagte habe tormschrn rlurSbüchcr". Leidig, Juli Wetter 1908 9 des 3>ie/e Konsols do. 3 H 3H Portugiesen 111 Itcrliuer Htiree, 27. Juli. Aulaogskurae. 18'.3) 146.40 Als die 21 Jahr« alte Josefa Sz. am 2H. 3uni von einem 2h,flgang nut Hilfe R.'fl auf der 215 00 lOtzchO . 164 00 . 122 10 . 230. — ■c c > 26,9 e C. 4- 11,9’ C. heften. Ergänzungsheit der C. G. Rödcr. Preis 2o Pfg Elektriz. Schocken . . . E scbweiler Here werk . . 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Juli 26. „ 4 ',i’/, russ Staatsaul. 1903 4>i1 o .apAti Staatsanleihe 4 H Uonr.Türken vou l*JÜ3 Türkeuloae 1(»riech. Monopol-Aul. . 4)6 nassere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . . 4>te/e Uhineseu . . . Aktien: Bochum Guss Buderus EL W Tendenz: fest Höchste Temperatur Niedrigste , Ein Binde» mord wurde in Berli n vou einem Brautpaar begangen. Al» Die 21 Jahre alle Jose'a Lz. am 2h. gUni mit ihrem Bräutigam, einem Mechaniker R, von einem Ausgang abend» um 10* Uhr hetmfebrte, brachte sie mit Hilfe R.'« auf btt irepre ein Mädchen zur Welt. Weil bafl Rmb lehne wickelte efl d.e '.'.'luner ihre Schürze io fest em, daß es ersticken mußte, '.'.ach acht -tagen begruben beide bei einem Ausflug nach Tegel die "«ch« '» dem Walde. Erst ,etzt kam bai verbrechen an den Tag am 25. bi» , 25. . 82.55 91.80 82.55 90.30 9u.J0 9» 70 104.70 62.10 62 9t) 95 90 88.90 95.80 147.20 50.60 86.15 65.00 9720 3>»7e Hesscu..... 3^°/e überhesseu . . . 1 Uesterr Goldrcntc. 4*/, S Uesterr. bilberreute 4% Ungar Guldrente . . 4 ?» Italien. Beute . . . 3?o Portugiesen Serie I . 117.10 106.60 196 50 189,90 108 *) 197.VO 204J» 92.00 97 60 159 0 122 3» 229 91 186.00 170.90 136.40 194 25 Verantwortlich für ^,?lus Stadt und Land" und „GcrichtSfaal": *y. B.: E. Anderson. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, nütgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, <• leinten. Frankfnrter Börse, 27. Juli, 1.15 Uhr. Tic Donau von Paffau bis zuin sd-warzen Meere. Wien, Tonau Tampfschiffahrts-Gesellsdiaft. Umsonst. Führer durch Graubündens Murortf, Sommerfrischen und Sportplätze Boarb. von ?■. Hasselbrink- Tados-Platz, Buch- brucferct Tavos ll-erausgeq vom Bcrbanb der bündnerifchen Bet- kcbrSveteine. 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Iller Wahrscheinlichkeit nach bürrtc ber Junb ein gericht- ichcs Nachspiel haben, ba ber bringenbe Derbacht ber ?ehlerei vorliegt. . • Ein Attentat auf bas Automobil be S iteuß. Kriegsministers von Eincm, w Icher seit iniger Zeit mit seiner Jam'lte auf schloß .Hubertusstock n ber Lchorshetb.' Auscnthalt genommen hat. wird aus kbcrswalde gemelbet. Als bas Automobil btefer Tage bie zwischen Ruhlsborf unb P!arienwerber gelegene Ehaussee »assierte. bemerkte ber Ehaufsenr. daß mehrer? Männer jinter Ruhlsdors fortwährend über die Straße liefen unb ich bort zu schaffen machten. Tas (Zfefahrt war nur noch -twa 20 bis 30 Meter von jener Stelle entfernt, als ber Sßauffeur die Wahrnehmung machte, baß bie Manner große steine quer über bic Straße gelegt hatten, um so ein Unglück lerbeizuführen. Ter Wagen wurde nur leicht beschädigt, >on den Insassen nicmanb verletzt. • Gi ii .weiblicher Prinz*, dessen Taten im März »ieseS Jahres m Wien Aufsehen erregten, ist jetzt in eine Zrrenanstalt geschickt morden. Der angebliche Prinz hatte ich, wie erinnerlich, als eine gewisse Margarete Erb ent- nippt, bie unter dem Namen Egon Ludwig von Bayern nehr als einem Dutzend Leuten große Geldbeträge entlockt )atte. Auch mehrere Bräute hatte bie Hochstaplerin sich zu- zelegt. Sie wurde jetzt nach üiermonatiger Beobachtung auf >a§ Giltachten der Wiener Psychiater an die Jrrenabteilnng Steinhof abgegeben. Alle Leute, die mit ihr zu tun hatten, rbgleich sie ihr jahrelang glaubten, sie habe Anspruch auf iroölf in München für sie bereit liegende Millionen, sind der Ansicht, sie sei durchaus nicht geistesgestört, sondern eine raffinierte Schwindlerin unb überzeugende Simulantin, vieleicht wirklich diskreter Geburt. *Einen gelungenen Studcntenulk haben sich für j- ich einige Jünger ber Universität von Shrewsbury geleistet, sie kauften sich ein paar Hühner unb fuhren den Fluß hinaus iach Sbeton Rougb, einem Ausflugsort. Tort würben bie Hühner gerupft, gebraten und verzehrt. Die Federn aber wurden sorg- altig gesammelt, und um Mitternacht verzierte man eine Statue res Herkules damit —, so daß sie ähnlich aussah wie Buschs Meister Quast im „Maler Kleckset". Der komiscl-c Anblick des gefiederten Herkules lockt.- tagelang ein ganzes Heer von Wall- ialyrcin herbei, und jetzt wird man sich an bic mühsame unb kostspielige Arbeit des „RupfcnS" machen müssen. Tie vier Studenten aber werden sich gerichtlich zu i'crontrvortcn haben. Hoffentlich kommen sie mit einer recht leichten Strafe davon: denn man muß jagen, daß sic bedeutend mehr Geschmack entwickelt I'xibcn, als Leipziger Studiosi, die dieser Tage der Kriminalpolizei dadurch einen bösen Streich gespielt haben, daß sic sich nicht fdeuten, bei der Suche nad) hem fehlenden Kvpfe, dessen Rumpf in der Pleisse gefunden wurde, verfdjicdenc abgetrennle (Sdwbfl in die Fluten der mühsam abgeleiteten Pleisse zu locrfcn, und auf diese Weise die ÄTiminalpolijct irre zu führen und bei der Bevölkerung fortgesetzte Gerüdstc von neuen Mordtaten in Umlauf zu setzen. D. E. K. Los von Rom-Schwindler. Ein neuerdings Öfter beobachtetes Schwindelmanöver ,(inner Reifender* besteht darin, daß sie allerlei Märchen übet Trangfalicrungcn durch katholische Plärrer und ihren eigenen beabsichtigten Uebertritt zum ProtestautlSmuS vorbringeu, um damit die Herzen zu rühren und die Geldbörsen zu öffnen. Sogar bis in dieje streife ist also ivenigsteils die stunde vo» der Los von Nom-Bewegunq gedrungen. Gelähr- lidjcr als diese Pennbrüder sind jene Schwindler, die, wie vor Jahr und Tag ein gewisser „Tr. Lsenjack" Freunde der evangelischen Beivegnnq licimfudieu, durch ihr sichere» Austreteu nnoonieren und verhältnismäßig große Summen beronfllodcn. Tie neueste Spielart de» unlauteren Wettbewerb» auf konfessionellem Gebiet ist >vohl das raffinierte Bettelsystem des „Frei Herrn von S ch m i d tz - H o s m a n n , Schloß Day stochany, Post MelccSicz, Ungarn", geiveseu, der nicht nur in öffentlichen Blattern um Ttud- schrillen und Gelb für innere Mission in Cefterreicfy-Ungorn- Serb»en-BoSnien gebeten, sondern die erste und einzige 9lt. einer eigenen Zellung mit Quittungen über Sammlungen an viele Adressen oerschidt hat. Sein Erfolg machte ihn so kühn, daß er in verschiedenen großen Städten Teutschland» Vorträge über spirüiflmu6 unb die 2aqe ber Deutschen in Ungarn zu halten begann. Aber in Bieleseld ereilte den Schwindler sein Schicksal. Er als ? i frühere Gärtnergehilfe Wilhelm Br^- pohl auS Rntnnbcrg bei Esten erkannt unb vorübergehend festgenommen. Hoffentlich nmb solchen LoS von Rom-Spekulanten i'aS Handwerk gründlich gelegt. Tie Freunde der VoS von Rom- Bewegung aber »verden gut tun, grunosätzlich ihre Gaben nur den bekannten SammelfteUen und nicht irgend einem unbekannten Bittsteller, Briefschreiber oder ZenungSschreiber anzuoertraueii. -liich hier schützt nur bie Crbnung vor Mißbrauch der Wohltätigkeit. Kleine Tageschronik. Nach dem Urteil von Technikern, früheren Angestellten ber cimvloiumtemthmung, ist das Unglück im Lotschderg- 2 u ii n e l ber o c r l c b 11 e n Irnct deS Tunnels zuzuschreiben, '-eiche nur 180 Meter der Oberfläche deS Randerglenchers durchführt. DaS Rop ende des Tunnels sei wahrscheinlich auf dre Kops- moniiic eines Gletschers gestoßen. Aach emgeblich sicheren Mitteilmigen fährt Graf Zeppelin mit fernem Luftfchist m der letzten vdlfte dieser Woche auf. Tie Revaraturarbcit ist fast vollendet. Täglich treffen GaSwaggonS in Friedrichshafen ein. Neue Reifeliteratur. ^Besprechung erfolgt neck . Lvebf G we Verpflichtung »ur^ Besprechung und ; ir Aurbem hriw' n- verlangt elngesandter Bücher wirb nicht übernommen.) Fremden Führer für Vad Nauheim. Dab Nauheim, Berkehrs-Kvmmifsion. . Lauterbad- unb Umgebung, oerausgegeben vom Ber. kehrsverein Lauterbach. Grieben- Adiseführer. Bd 6, Berlin unb Um. gebung. 52 Auil , bearb von Tr Mar>dul|. PrciS ^Mk Dd. 10. Dorsbam unb Umgebung. 38. Auil, bearb von Drosesior C. Fcllenberg Brei» 50 Piq. Band 36, D.r Schwarzwald 15. Ausl, bearbeitet von Edmund Wöhrle Preis 250 ML Band 38, Heidelberg und Umgebung. I Aufl bearb von Professor Hintzelmann Preis GO Pfg. Band 71, Kissiüae, und llmg.-lung. 14 Auil., bearb. von T.-id'-nann. Preis 1 Mk. Berlin W. 62, A. Golbsdmiidt. N a d) i ch l a g f Reise B ii ch , I Folqe. entblltend auS'uhr- liebe Angaben über lln:crfuniiflortc usn. Mannheim, Auskunft-, keile für Landaufenthalt. Preis .35 Pfg. Mayer- Reisebücher. Schwarzwald, Odenwald. Bergstraße, Heidelberg und Siraßö'-irg. 12 Auflage. Preis 2 Mk- Thüringen und Frankenwald. 19. Aufl., große Ausgabe. Preis 2.50 Mk Leipzig, Bibtograpl i-ckes Institut. Führer durch fren unlcreu Westerwald. Herousgeg. von dem Berfchönerungsvercin f. d. u. Westerwald. 4. Auflage. Neuwied, Franz Gützkow. Preis 1.20 Mk. Tr. med Wilhelm Hiller. Hi)gieniick<- Winke für Bergtouren. 6.- 8. Taufend Stuttgart, Ernst Hch Moritz. Preis 75 Pfg. Ich weiß Bescheid in Berlin. Sn|l:mai'id)»r Führer durch Groß-Berlin. Ausg. 1908 09. Berlin W 35, B. Behr. Relie-skarte vom B a y e r i s d: e n Hochland. Tar- gestellt von Professor M. Z. T i c m c r. Münd>en, Karl Gerber- Preis 1 Mk. Zwölf Tage in München. München, Verein zur Forderung des Jremdenverkehrs in Münd n und im bayr. Hochland. 13 U»er beliebigen rchrlstan en» «srke» UlllllUl Ivll ,orIC- ,ook ml« Sirkeln aller |nXn!lld«e ' vereinigonge». liefert jn mätzlge» preifee 6richl1qe UnioerfriäU°Druderei, Sdjuljtrabe Z X die von ihm in AuSiübrunz der ihm iuu*nt*n ^"rtchtungen 30 31 B B. einzun-b n B-.uL'ch deS HandlungSgeVslwn^ :r- der - Kil B 'n B mef lebend r die ^eurtn!ung - -en Jedoch fei biraui nickt ein;ugeden, da Me --^bad^i-ma^ stckt schon nach ! 8?3 B B. '.str begründet mr -d-leich schon mek--:^ oorttftn'tflimbng getobt rcorDcii :d dieo -ich vom ^elegraphenamt mit gcruqt ^d^ ' ' tz. bed btc Beklagte e- an de? ibr m tbrcn t*™) ungfl* äf-gen Vertretern oblieoenden Pklick: ber Beausiichrigung unb rtf'htroriuna ber Angestellten edlen l.c’lfn- <- gvRflOtf s-egen bc Urteil des Cb44 Born, Gerichtsvollzieher. 122 > Einmach-Zucker 10 Pfund Mk. 2.20 Ludwig Steinhäuser Bekanntmachung Das 2. 3M Gemeindesteuer und Kanalgcbllhrcn, das 1. Quartal Schulgeld der höheren u. crivcitcrtcn Madchenichule, des Acalghmnasiums, der Qbcrrcalichulc und der Borschule des Gnmnasinms, sowie die Pachtgelder von Triebviertclu und andcrcu städtischen Grundstücken slnd^innerhalb 8 Tagen bei Ber- nieidung der Beitreibung zur hiengen Stadtkasse zu bezahlen. stehen, den 25. Juli 1908. (B“/7 Doepfer, Stadtrechner. der BcstattungSgenossenfchast der freien Cchrclnervercinia» ung Gicsrcw. M. ____ •sberic'dte tiU der Bank für Huk Betr.: Die Besetzung einer Schutzmannsstelle in der Stadt Friedberg. Bekanntmachung. Bei der unterzeichneten Behörde'ist alsbald eine Schutz- mannsstelle zu besetzen. Der Anfangsgchalt beträgt 1200 Mk. und steigt bis zum Höchstgehalt von 1700 Mk. Außerdem werden 8% des Höchstgehaltes als Ortszulage und freie Dienstkleidung gewährt. Bewerber, welche während ihrer aktiven Dienstzeit beim deutschen Reichsheere oder der Marine mindestens 3 Jahre als Unteroffizier gedient haben, wollen sich bis zum 1. SeptFmb^r 1908 bei uns melden. Dem Gesuch sind beizufügcn: a) selbstgeschriebener Lebenslauf, b) Militärpapiere und c) Führungszeugnisse. Persönliche Vorstellung kann wahrend der üblichen Buro- tuu unglaubliche Dienste in sämtlichen Viehställen, sowie bei Pisioir-Anlagen usw. usw. Niederlage in fast allen Baumaterialien-Handlungeu der Umgegend. 2816 — Größte Verbreitung in kurzer Zeit. . Während jeder längeren Abwesenheit empfiehlt es sich Wertpapiere aller Art. Policen, wichtige Schriftstücke. Gold- und Silbergegenstände und dergleichen auf die Bank zu geben und offerieren wir für diesen Zweck unsere Safes-Einrichtung. Wir vermieten auf die Dauer von 6 Wochen Schrankfächer für 11k. 2.—. Bank für Bandel u. Industrie Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank). Giessen, Johannestrasse 1 am neuen Stadttheater. Statt besouderer Meldung. In tiefer Betrübnis zeigen wir den Tod unseres teuren Vaters und Schwiegervaters, des Oberrealfchuldirektors a D. $rojcjjor Dl Robert Rchlsky in Weißenfels a. d. S. hierdurch an. Clara König, geb. RosalSky. Professor Dr. Walter König. Vertretungen, Agenturen nimmt aa (061,6 Wilhelm Ruppert II. Heuchelheim b. Gießen. Kuverts mit Firma ----o liefert billigst ---------------------- BrühHdie Uniperütäts-Druckerei • Siehsn Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten machen wir die traurige Mitteilung, daß mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Hm Heinrich Schaum ID, Schaffner nach kurzem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Familie Schaum. Grohen-Linden, den 25. Juli 1908. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. b. MtS^ Bullerr-Verkauf Donnerstag, »en 30. lft>. Mts., nachm. I Uhr wird im hiesigen alten Schulsaal ein der Gemeinde gehöriger Bulle, Simmentaler Rasse, öffentlich versteigert. Die Gemeinde beabsichtigt einen anderen Bullen dieser Rasse anzukaufen und können sich Interessenten innerhalb drei Tagen auf hiesiger Bürgermeisterei schriftlich melden. Annerod am 25. Juli 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Automobil- kmimtili - Reparaturen Arbeitsvergebnng. Die zur Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums und der Obcrrcalschule nötigen Wcißbindcrarbcitcn, lorote das liefern und Verlegen eines «tcinbolzmtzbodcns 1011 Mittwoch den 29. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr DilCnl1 ÄrbehSidjreiMmg und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen, Angeboie auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zuni genannten Termine an uns emzurelchen. Zuschlagssrist 8 Tage. h Gießen, 25. Juli 19lL. Städtisches Lochbauamt. Gerbet. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner TeL 487 Krofdorfer Strasse 12 TeL ® Haushaltung»- und Aussteuer-Wasche Amerikan. Fein-Wäscherei und. Neuplätterei für Oberhemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden unter 'Garantie für absolute Schonung. Abholen u. Rückliefern durch eigne Wagen. Eilige Aufträge können in wenigen Stunden. spätestens 3 Tagen, geliefert werden. Nach auswärts prompter Versand. — Am 28. Juli, vormittags 10 Ubr, sollen aus hiesigem Güter hoben herrenlose Güler als: 16 Stück neue gedrehte Tischbeine, Bettzeug, leere Säcke, Fässer, Stiften rc. öffentlich an den Meistbietenden gegen sofortige Barzahlung ver° auft werden. Gießen, den 25. Juli 1908. Großh. Güterabfertigung. Ladung. Der Taalöhner Georg Krick, geb. 5. Oktober 1872 in Leihgestern ev.,zuletzt in Leihgestern wohnhaft wird beschuldigt, daß er als beurlaubter Reservist oder als Wehrmann der Landwehr ohne Erlaubnis auögewandert ist. — UebertreMng gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs, in Verbindung mit §§ 4, 11 des Reichs- gcsetzes vom 11. Februar 1888. Derselbe wird auf iD"7? Freitag, den 18. Sevt. 1908, vormittags 9 Ubr, vor das Großherzogliche Schöffengericht in Gießen Zimmer Nr. 6 zur Hauvtverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach § 472 der Strafprozeßordnung von dem Gr. Bezirks- kommando Gießen ausgestellten Erklärung verurteilt werden. Gießen, den 2. Juli 1908. Der GroßherAvgl. Amtsamvalt. Weidemann. Arbeitsvergebmm. Die zur Unterhaltung der Gebäude der städtischen Staferne erforderlichen Wcißbindcrarbeitcn sollen Samstag, den 8. August d. I., vormtttags 10 Ubr öffentlich vergeben werden. Arbeitöbeschreibung und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, und bis zum genannten Termin an uns einzureichen. — Zuschlagsmst: Juli - + 26,9° C. , =-}-ll,9*L. flechten. Ich war auf bem flanjnt Lriit mit einer Art Flechte behaftet, welche mich burch ba» ewige Jucken Tag unb Stacht nicht in Ruhe lieb. — Nach einer Einreibung von Taum 14 Tagen mit Zucker ' ö Pnikltt- Medizinal - Seife waren meine Flechten vollständig verldjwttnden. Deshalb lafie ich e» mir nicht nehmen, Ihne.t hiermit taufcnbmal Dank ju lagen, benn JbrcZucker sPateni-Mediziital-Seife ist nicht Mk. 1L0, fonbern Mk. 100 wert. Ich habe unb werbe, soviel ich kann, jebem bieseS wirkungsvolle Mittel empfehlen. i Greifswald, 12 Avril 1907. M., S. In ähnlicher Weile äuhern sich viele Anbere. bic an Flechten. Hautgeschwüren, Hautjucken, juckenben HauiauSschlägen. Furunkeln. Mitessern, Pickeln, Blüten, 8) rat- merln, Röten :c. leiben, über bic Wirkung von Zucker'APateut Medizittal-Cetse, D.R. P, ärztlich empfohlen uub tanlenbfad) bewährt. Drei, 50 Pk. (kleine Packung, ! 15°/oig) unb Mk 1,50 (grosto Packung, 35^19, von stärkster Wirkung). Lebiglich diele, von vielen Seiten bestätigte Wirkung unb die große Macht persönlicher Empfehlung begrünben die starke Verbreitung von 3» ibätte • • ' . . '' (arden E-»' 1. Lloyd - - ' , .st'' enlose • ' sWK SÄ? ’iz. Schlickert. teilet Bergwerk . ,Uer Bergwerk. ■ ■ * Karl den Grossen und MW/ überWOOOOim Gebrauch \ 12Gold.u.Staatsmedaille ' i |— r~l~ «6^ f?1 Sn Qm 10 als bpr « • ’tt (üet; innen.)9 Cln9elanbttj Qu-9e9eben vom 5^ rlc. 'Itrtiä 8»b tl 'gfc6. * cn*^!tenb ausiübi Mannheim, AskZ Dbenwalt Juilage. 'Breis 2 Ui große Ail-gab -5 5nfhtut. ’ 'ald. detausgeg ”Ii>1 4- Auslage. Winke für Hers lisi Äch. Moritz. ^inal'.schsr Führer burj 00, H, Hehr. en Hochland. Tsi- -'"cnn^n, Karl Gerl«. ünchen, Herein zur Fs-, und int bayr. 5od)[an: baren Fahrschei?.. 'n Knrsbnd)er". Leich chivarzen Meere. $iE 1 sonst. )rte, Sommersrischen er. f- Tavos-Platz, Ach > der bündnerischen nbmtg. 1 Mer, .Surorie u) '[[gemeine MeraiM ^Siseu-Iudnstne ier Handelsges. • •10 Städter Bank . • die Bank . - • lCb-Asiat Bank • llllv.Kominandit. - • & JoHouben Söhn Carl AG =8 3 jj Aachen. [ner Bana . ■ ' ' 19J; 9if leiilalm • lardbabu • • • ' «i lUd. Ei=««* ■ ,rr Staatsbahu • ■ ^Heuri-Eiseubahu 2 Sonnenlchti» 2 KlarerHinm 2 1 Sonnenii® Fabrik - Niederlage Ofienbacher Lederwaren Seltersweg 2. R, Loeb, Seltersweg 2. H. Haas Bll Bleichst». 8, Hinterhaus, Telefon 69* Patent-Koffer, ReisearükeL Billigste Preise. Grosse Auswahl. und kaufen Sie schlemngst Nigrin, wenn Sie auf prachtvoll glänzendes Schub- zeug reflektteren. hv,l/i sind folgende Artikel noch zu haben : Innl/nn I/nnliirrn Serie I sehr praktisches Reisekleid, prima Ver- <$85 JSCKfin-KOSlUlilU arbeitung, gut sitzend Mk. 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