JiJJ® Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag S3. November 1908 erscheint täglich, aus-er ’W*^' A VezugspreiZ: Sonntags. - Beilagen: v vM ▼ monatlich75Pi^viertel- »termal wöchentlich ▲ XX A >< AA A A 4*. A /< A jährlich Mk. 2.20; durch GiebenerZamllienblatter; M W M IST äSut flW MW Abhol», u. Zweigsteü« ^ü®ivnv ncr ziHwiuCi für die Redaklion 112, VXjr Verantwortlich MW. General-Anzeiger für Gberheffen WW dir „ommaS'iö’ui" Hotafionsftu« und Verlag der vrShl'schen U«lv.-Vuch- und Sleinbruaerei B. Lange, vedattion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. 8°^^ni-u°b Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Zürft und Doll. 3um ersten Stale nach den traurigen Erlebnissen der letzten Wochen ist der Kaiser am Samstag wieder in der .Oeffentlichleit erschienen, und zrvar anläßlich einer Feier, die zur (Erinnerung an die Verleihung der «tüdteordnung im Berliner Rathause gefeiert wurde. Tiefe Feier, an der außer dem Kaiser auch die fteijernt, das Kronprinzenpaar, der Neichslanzler, die Staatssekretäre, die preußischen Minister, die (Generalität, Magistrat und Stadtverordneten teilnahmen, ist aus mehr als einem Gründe bedeutsam. Sie erweckt vor allem die Empfindung, daß der Kaiser den besten Willen hat, alles Trennende, was sich in den letzten Wochen zwischen ihm und dem deutschen Volke aufgerichtet .chatte, wieder zu beseitigen. Das erfuhr man aus dem Munde des Ltzaisers selbst, das zeigte sich aber auch darin, baß der Kaiser, nicht wie sonst, frei sprach, sondern die 'Rede aus der Hano seines verantwortlichen Kanzlers nahm, .ganz wie bei den Thronreden. Der Kaiser hat damit zum -ersten Stale und recht ostentativ bekundet, daß er die Lehren der letzten Zeit und die Wünsche der Nation keineswegs ignorieren will. Dem Kaiser mag es bei seinem impulsiven Temperament nicht leicht sein, sich bei seinem öffentlichen Auftreten Zwang aufzuerlegen, daß er es aber im Interesse der Nation doch tut, muß ihm hochangerechnet .roeroen. Der Kaiser hat Entgegenkommen gezeigt, nun darf 'auch das deutsche Volk nicht langer grollend beiseite stehen, sondern muß auch seinerseits "alles daran setzen, damit, wie der Kaiser sagte, ausstecgende Wolken ihre Schatten niemals trennend zwischen ihn und das deutsche Volt werfen. ; , Die Feier iin Berliner Rathause begann mit folgender Ansprache des Oberbürgermeisters: „Eure KaiserliHe und Königliche Majestäten bitte ich 'namens des Magistrates und der Stadtverordneten von Berlin, den ehrfurchtsvollsten Dank dafür entgegenzunehmen, daß Ew. Majestäten die Gnade haben, begleitet von den Prinzen und Prinzessinnen des Königl. Hauses, an der heutigen Feier des 100jährigen Bestehens der Städteordnung inmitten der städtischen Behörden teilzuneymen. 3n den schweren Heimsuchungen der Jahre 1806 und 1807, durch die die Kraft des Staates Friedrichs des Großen gebrochen schien, hatten sich die preußischen Städte nicht 'als lebensvolle, an den Geschicken des Vaterlandes tatkräftig teilnehmende, op^.rbereiic und widerstandsfähige Glieder des Staates erwiesen. . i . . Es ist das unsterbliche Verdienst Cw. Majestät erlauchten Vorfahrens, des Königs Friedrich Wilhelm III., dessen wir heute in inniger Daiik- barkeit gedenken, daß er dem Vertrauen zu seinem Volke fein Herz geöffnet, den preußischen Städten in Betätigung dieses Vertrauens die Städteordnung und in ihr die Selbstverwaltung gegeben hat, zum Heue für die Städte und zum Segen für das gesamte Vaterland. - Ew. Majestät haben es wiederholt mit huldvollen, gnädigen Worten auszusprechen geruht, daß die Städte dieses 'Vertrauen gerechtfertigt haben. Diese Anerkennung ermutigt uns zu der ehrfurchtsvollen Bitte, Ew. Majestät wollen auch in Zukunft den preußischen Städten und insbesondere unserer Stadt eine vertrauensvolle, gnädige Gesinnung bewahren. Uns aber, den Vertretern der Bürgerschaft Ew. Maejftät Haupt- und Nesidenzstadt Berlin, ist eS ein Herzensbedürfnis, Ew. Majestät das Gelübde zu erneuern, daß die Bürgerschaft dieser Stadt auch künftig in guten und in schweren Zeiten mit allen Kräften unablässig bemüht fein wird, in unwandelbarer Treue und Hingabe an das Vaterland und das angestammte Königshaus sich des Vertrauens Ew. Majestät würdig zu zeigen." Nachdem der Oberbürgermeister geendet und die Bravorufe verklungen waren, erhob sich der Kaiser und schüttelte Herrn Kirschner die Hand. Dann erhob sich Fürst Bülow, der seinen Platz hinter dem Sessel des Kaisers eingenommen hatte, und überreichte dem Kaiser einen großen weißen Bogen Papier. Der Kaiser bestieg die Rednertribüne und verlas langsam und mit Nachdruck folgende Rede: „Mein verehrter Herr Oberbürgermeister! Es war mir eine besondere Freude, durch Ihre Einladung Gelegenheit zu erhalten, an der Feier des hundertjährigen Vefiehens der preußischen Städteordnung teilzunehmen und.unter den Bürgern meiner Haupt-- und Ne- sidenMadt zu weilen. Ihren Worten über die Bedeutung dieser Städteordnung für unser Vaterland ftirfnne ich aus voller Ueberzeugung zu. Der mit der Gewährung der Selbstverwaltung von meinem Ahnen seinem Volke gegebene Beweis des Vertrauens und der damit verbundene Appell an die geistigen und sittlichen Kräfte des Bürgertums haben reiche Früchie getragen. „Echtes Gold wird klar im Feuer!" Das echte Gold deutscher Treue und Tüchtigkeit, weiches die Bürgerschaft der preußischen Städte erfüllt, wurde im Feuer der Bc- sreiungslriege geklärt und in hundertjähriger op,ersreu- diger Arbeit für das Gemeinwohl bewährt. Diese Erinnerung gibt mir die Zuer,icht, daß die preußischen Städte und ihnen voran meine Haupt- und Resioenz- ftadt Berlin auch in Zukunst die großen Aufgaben kommunalen und staailicl)en Vorwärtsschreitens in Treue, Gewissenhastigkeit und Kraft erfüllen werden. Und weiter hege ich das feste Vertrauen, daß das Band der Treue und Zuneigung, welches in unjerin Vaterland von altersber König und Bürgerschaft, Fürst und Voll so eng verbindet, sich immer mehr als unzerreißbar erweisen wird. Wenn nach den Worten des Preußenliedes nicht immer Sonnenschein leuchten kann und es auch trübe Tage gebe nmuß, so sollen aufsteigende Wollen ihren Schatten niemals trennend zwischen mich und mein Voll werfen. Zur Erinnerung an die he.tige Feier und als Zeichen meines Wohlwollens habe ich t_r Stadt Berlin mein Bildnis verliehen, das 3,neu später zugehen wird." Soweit ging die jieDe, wie sie au, dem Pap.er |ianb; der Kaiser fügte dann noch die folgenden Worte hinzu: „Gott segne meine Haupt-- und Nesidenzstadt Berlin!" Lauter Beifall ertönte, als der Kaiser geendet hatte. Dann betrat Burgermeiper Dr. Reicke die „icbneriribüiie und begann, gegen das Kaiserpaar sich verneigend, seine Festrede, die ausschließlich dem Schöp,er der Städteorb- nung gewidmet war. Mit den eigenen Worten Steins und feiner Mitarbeiter suchte Dr. Reiae die Ziele und Tendenzen klarzulegen, die damals Stein und seine Mitkämpfer bei ihrem Resorm- merf geleitet hatten. Den „geistigen Stüdteeröauer" nannte Redner den Minister Friedrich Wilhelms III. Zwei grundlegende Gedanken, so führte er dabei aus, waren es vor allem, auf denen die schöpferische Wirkung der Stä^t.- orbnung berühre, und aus denen die ganze Re,orm ihre geheimen Kräfte sog: der Kamps gegen die Bureauiratie und die Heranziehung des Laienelements, „des Bürgers", Gieizener Stadttheater. Elga. Drama in 6 Bildern von ^-erhärt Hauptmann. Seitdem Max Koch in seiner Geschichte der deutschen Literatur, die die neuen und neuesten Werke deutscher Dichter nur sehr mangelhaft und ohne poetisches Mitfühlen und Begreifen, aber mit viel tönenden Worten, behandelt, seitdem er Gerhart Hauptmann einen „Esfekthascher" genannt hat und ihn nur als „dichterisch begabt" hinstellt, seitdem glaubt jeder Winkelrezeusent über den Schlesier hersallen und ihn mit ein paar bedauernden Worten abtun ;u können. Gewiß, als Hauptmann zum ersten Male auf der freien Bühne zu Wort kam, da wurde er bedeutend iiberfchätzt ünb der schneidige M. G. Conrad glaubte in ihm einen zweiten Zola feiern zu können. Dann aber lchlug sich das Blatt bald um und heutzutage ist Hauptmann sehr mit Unrecht fast nur noch als „einstiger Bahnbrecher" ancrtainu, obschon auch in seinen neuesten Werten überall ein Dichter von starker und überragender Persönlich- lichteit hervortritt. Daß er dabei der Bühne so wenig eni- gegcnkommt, ist im Grunde kein Fehler an dem Dichter, denn wenn er tatsächlich der „Theatraliker" wäre, als den man ihn des öfteren bezeichnet hat, dann würde er sich eben der Bühne viel mehr anpassen. Es fällt ja auch kaum jemandem ein, dem alten Goethe die Dichterlrone abzusprechen, unb buch sinb bie größte Mehrzahl seiner )ramatisck)en Schöpfungen nicht bühnengerecht unb aud) nicht bühnenwirksam. Leider kommt bei uns Deutschen das Borurteil immer vor dem Urteil. So kann es denn auch kommen, daß Hauptmanns Fuhrmann Henschel in Berlin jüngst einen äußerst starken Erfolg gehabt hatte, nachdem es Jahre vorher nur sehr kühl ausgenommen wor- Len war. Auch die hiesige Ausführung der Elga machte einen starken Eindruck, obgleich gar manches geeignet war, Lie Stimmung arg zu stören. Vor allem war es ein Mißgriff der Regie, in den Pausen das Haus vollständig zu Lerdunkeln. Die damit beabsichtigte Stimmung scheuerre cm dem bedauernswerten Unverständnis einiger Besucher, die sich deS Unsugs nicht enthalten konnten. Es wäre vielleicht Litjamer gewesen, einige Lampen im Zuschauerraum zu entzünden, um anstatt eines undurchdringlichen Dunkels eine leichte Dämmerung zu schaffen. Im übrigen aber leitete Direktor Steingoetter die Ausführung sehr geschmackvoll und mit durchdringendem Verständnis. Die Bühnenbilder waren eindrucksvoll und ohne jede Ueberladung prächtig ausgeführt. Von den Darstellern gebührt Rudolf Goll unbedingt der Vorrang. Sein Graf StarschenSü war eine wahre Prachtleistung. Klug und gemäßigt vermied er mit viel Geschick die Zahlreichen Klippen, die die Handlung feiner Darstellung in Den Weg stellt, und führte sie mit leiden- schastlicher Deredtsamleit und warmer J.iuigkeit zu Ende. Weniger bedeutend schien mir Helene Ach ter berg, die das Kokottenhaste in dem Charaller b:r Elga zu ungunflen des Dämonischen zu stark beton.e. I i ihrer Aufsagung war sie ja hinreißend oder voll schneidender Kälte, aber ich glaube nicht, daß sich diese Ausfassung vollkommen mit oer Absicht des Dichters deckt. Erich Wein gärtner gab seine Rolle als Ritter sehr angenehm und mit gewohnier Sprechkunst wieder; Clemens Roden als Oginsch war ebenfalls sehr anerkennenswert. Eine sehr schone Leistung bot auch Riols Ziegler als Hausverwalter und Grete H ö ck e r als Marina. i^ari 14curatü — Kleine Chronik aus Kunst unb Wissenschaft. Unter den Beständen der Hof- und Staatsbibliothek in Mwicbcn hat der Privatdvzem der rjrmmiicfcn Philologie an der Dortigen Universität Dr. Leo Jordan eine Handschrift des Rwmans „Die Mondrc ise" des Cyrano de Berge rac erkannt, von dein bisher nur eine einzige, in der Pariser Nationalbiblioihek anfbewahrte Handschrift bekannt war. Die neucntbccfte Hano- schrift ist nod) den bis^rigen Pwvcn mit der Pariier als gleiä)- werlig anzusehen. — Der valencianifche Dichter Teodoro Llo- rento hat eine Uebersetzwig ausgew-ahUcc HernescherLieder m einer neuen erweiterten Auslage veröffentlicht. — Am 5. Dezember wird die erste ägyptische Universität feierlich eröffnet werden. Die ersten Vorlegungen werden sich auf französische, und englische Literatur, auf die nwfeünaniidje Zuülstauon und auf araoifche Philosophie erstrecken. — Die Gerüchte von Dem Rücktritt des Gencralirckcudanten v. Hülfen sind. Der N. Ä. Z. »u folge, völlig unbegründet. — Professor Lombrosö in Florenz bereuet eine Studie über Kaiser Wilhelm vor, die in einem italienischen Blaue zur Becofsciuiia-ung gelangen soll. — Das Theater inBuenosAires wico Den „P a tf i f a V mit dem berühmten Tenor Fiorella G i r 2 u d von Der Scala in Mailand zur Aufstch.. ig bringen. — Ein Berlauf des Schlosses Stolzenf ;», den wir gleich bezweifelten, ist nicht beabsichtigt. im Gegensatz zuni Beamten. „Ich halte es für wichtig," schrieb Stein an Hardenburg, „oie Fesseln zu zerbrechen, durch welche die Bureaukratie den Aufschwung der mcnsch- lichen Tätigkeit hemmt — seine Anhänglichkeit ans Mecha- nijd)e zu zerstören, die diese Regierungsform beherrscht." Voti Steins Mitarbeiter, dem Königsberger Polizeibirektor Frey, zitierte Reicke bas Wort „Zutrauen verebelt ben Menschen, ewige Vormunbschast hemmt sein Reisen". Pie Stellung bes Reformators zu bem Zweiten Grunbgebanken: Heranziehung bes Bürgers zur Stadtverwaltung, beleuchtet Redner eben,alls burd) eine Reihe von AuSsprüd)en, die die Sd)öpfer dieses Werkes getan haben. Als dem Mi- nister entgegengehalten wurde, ob Laien auch genügend wifscnsd-astlichc Bildung und Gesd)ästskenntnis haben würben, da hielt Stein den Fragenden entgegen: Ob denn der Gejchästsvetrieb für den Laien keinen ^teiz habe. Wie höchst selten sei wisseiisdfaflliche Bildung bei ben besoldeten unb siubierlen Beamten, unb Geschäftskenntnis erlange man bock am besten eben burch die Geschäfte. Mutige Worte fano Reicke sodann gegen ben Geist bet Bureaukratie, der mehr unb mehr wieber in unserem Vaterlanbe umgehe und gegen ben es, wie zu Zeiten Steins, nur in anberer Weise gelle, ben Abwehrkampf zu führen. Schreibseligieit unb Formelkram seien wieber mehr wie einst ein Kennzeichen ocr Behörben geworben. Dabei berührte Redner ben von Stein schon angeregten Gebauten, baS Laienelement über bas Stäbteweseu hinaus aud) an ben RegiernngSgeschäften, b. h. hier aud) am Wir len ber Au ssichtsbehörben teil- nehmen zu lassen. Unter ben Lebensfragen, bereit Lösung bann vielleicht eine ganz andere Wendung nehmen würde, nennt er auch Groß-Berlin. Zu Stein zurückkehrenb, nennt er ihn den Mann, der Dem neuen Preußen die deutsche 3^ce in die Wiege gelegt habe, unb schließt mit ben Worten: „Ein Sämann wie kaum ein zweiter ist er gewesen, eine politisch-moralische Kraft, bie Begeisterung unb Mut zur Durchsetzung idealer Gedanken und großer Ziele ausstreute, unb beibes können wir nod) heute brauchen." Nach biesem Vorträge zog ber Kaiser ben Bürgermeister Dr. Reicke in ein längeres Gespräch. Als Dleide bei ber Frage um bas Tempclhoser Feld darauf anjpielte, daß die Schwierigkeiten im Ministerium des Innern liegen, wandte siä) der Kaiser anm Kronprinzen und sagte: „Das seid also Ihr!" Betanntlich arbeitet der Kronprinz zurzeit im Ministerium des Innern. Um 12V* Uhr berdey das Kaiscrp iar das Rathaus, nachdem es sich nod) lange mit den beiden Bürgermeistern, unterhalten hatte. Deutsches Ueich. Prinz und Prinzessin August Wilhelm von Preußen statteten am SamStage in Friedrichsha,en dem Grafen Zeppelm einen Besuch ab. Wertzuwachs steuer in Württemberg. Der wurp- tembergische Minister des Innern teilte dem Volks,virüchaftiichen Ausschüsse mit, bie Regierung arbeite ben Entwurf einer Wertzuwachs steuer als fakultativer Gemcindesteuer aus. Nicht wahr. Die Ateldung, daß Abgeordneter H u e einen schweren^Blutsturz erlitten habe, ist unrichtig. '2i.bg. Hus ist am Samstag im Reichstag erschienen. Gütergemeinschaft. Der württembergifche „StaatS- anzeiger" vernimmt, daß das Güterwagenübereinkommen aus der Konferenz der Regierungsvertreter in Frankfurt a. M. am Samstag Unterzeichner worden ist. Ausland. Der Vatikan und Proiejsor Schnitzler. In den nächsten Tagen erwartet man Die Cxkommunikatwn des Münchener ThcologieprofessorS Dr. Josef Schnitzler. Die Anwesenheit deS NuytlUs Dr. Frühwirr hängt bamit zusammen, In streng klerikalen Kreisen wird das jüngste Vorgehen des Vatikans gegen Schnitzler (Verbot jedes öffentlichen Hervortretens) als eine taltijch verfehlte, praktisch für Schwäche auszulegende Halbheit herb kritisiert. Die Deisetzung der Leiche de§ Großfürsten Alexis hat am Sonntag in St. Petersburg stattgefunden. Die türkische Boykottbewegung gegen Lesterreich- U n garn dauert fort unb beginnt auch Deutschland in Mitleidcnschafl zu ziehen. So wurden vor einigen Tagen m Jaifa deutsche Waren, die von zwei Dampfern der Levaute- Linie entladen wurden, von der ausgehehten Bevölkerung ins Wasser geworfen. Auf sofortige nachdrückliche Vorstellungen des deutschen Konsuls in Jerusalem wurde der Kaimakan von Jaffa seines Amtes enthoben. Die österreichisch-ungarische Regierung ihrerseits hat der Pforte erklärt, daß sie die Verhandlungen wegen Bosniens und der Herzegowina abbrechen werde, falls die türkische Regierung nicht endlich energisch gegen jede Boykottbewegiuig einjchreite. Die Eedurt des zweiten hessenprinzen. Tas Befinden I. K. H. der Großherzogin und deS neugeborenen Prinzen ist nadj den von Professor Dr. von Franaus und Leibarzt Happel jeden Tag ausgegebenen Bulletins fortgesetzt sehr befriedigend. Fortgefei't laufen aus dein Lande sowie von Den befreunoeten unp verwandten Fürstenhäusern noch zahlreiche Glückwunsä-telegramme ein. Zwisciien dem Großl^rzog undderhiesigcnStudenten- schast Hal folgender Depescl>enwechsel stattgefunden: S. K. H. Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen n. b. Rh. unb ^5. K. x>. Eleonore, Großherzogin von Hessen u b. Rh Die Studentensci-ast Der Ludoviciana gestattet sich, ihrem alb- verehrten Recwr Si.agnisiccniissimus und feiner erlauchten Gemahlin die herzlichsten Glückoünsche zum heutigen Tage darzu- vnngen. « Die Gießener Studentenschaft nrrD Stratemeyer. Jnsä-cr. Rausch. Als Anboort traf cm: Ueoennüieln ^.ic uute Der Großhertzogin und meinen aufrich- trgsten 2xmt [ur die srenndlichen Glückwünsche. . .. Ernst Ludwig. -con ben übrigen hiesigen Gratulanten sei iuu} der itrieger- erf u21l n erwähnt, der eoenfalls ein herzliches Dankielegramaq 2er Abg. Köhler- Langsdorf sandte, nach feiner Rückkunft S2r,S^lul' T pigendes TelLgramn: an den Großherzog und bie Großtzerzogm von Hefsen: Ihren Königlichen Hoheiten dein Groß Herzog und der Groß^ Herzogin von Lessen in Darmstadt. Im Sinne der allgemeinen Volksstinrmung des Landtagswahl- Eeytrfcs Lich-Hungen, bitte ich Ew. Ew. Königlichen Hoheiten, zur Geburt des Ivetten Hcssenprinzen die herzlichsten und ehrerbie- ligsten Glückwünsche der engeren Leimat Ihrer Königlichen Ho- hAt der Großherzogin gnadigst entgegenzunehmen. Unser Hessisches Volk preist die göttliche Vorsehung, die uns den heimischen, cbelen Stammen Hessen und Solms, uns Allen 'tzum Heil, neues, hoffnungsreiches Leben entsprießen ließ. Möchte der Prinz in einem glücklichen und langen Leben leimnol sich würdig erweisen seinen beiden großen Ahnen: Philipps von Hessen und Philipps zu Solms. Köhler-Langsdorf. Der Großherzog antwortete darauf: Abgeordneter Köhler-Langsdorf'. Für Ihre freundlichen und treuen Wünsche sagen die Groß- herzogin und ich unseren aufrichtigsten Dank. Ernst Ludwig. Zum Telegraipm Köhlers wäre zu bemerken, daß unter Philipp von Hessen ohne weiteres Philipp der Großmütige zu verstehen ist. Nicht ganz so klar geht es mit Philipp zu Solms, als einem direkten Vorfahren der^Großhcrzogin. Man könnte ja wohl an Graf Philipp zu vsolms-Lich denken, den Vater des früh verstorbenen zweiten Gemahls der Anna, Landgränn v. Hessen, der Mutter Philipps des Großmütigen. Das scheidet aber aus gegenüber der bedeutenderen Erscheinung des zu Hungen int Jahre 1494 geborenen nitd daselbst im Jahre L581 verstorbenen Grafen Philipp zu Solms-Hungen- Braunfels. Es kann also als Ahne des zweiten Hejsenprinzen im Köhlerschen Telegramm Wohl in übertragenem Sinne nur dieser in Betracht kommen. Und das hat seine volle Berechtigung, da die nächste Blutsvertvandrsckiaft zwischen beiden Philippen bestand. Graf Philipp zu Solms, der Hungener, aber verdient sehr wohl das Prädikat des „Großen", iveil er — tzwar in beschränktem Gebiet — jedoch wirklich Großes während seiner Regierung leistete: Als Landesherr fing Philipp die Reformation der Kirche seines Gebietes an: er nahm auch den sogenannten „armen Leuten" in seinem Werterauischen Landesbezirk die Fesseln der Leibeigenschaft ab. Deshalb wird der Tag der Befreiung, der Tag des Hippolyt (13. August), im Hungisck)cn bis heute noch in mancherlei Weise gefeiert (Langsdorfcr Kirntest, Bettenhäuser Haalseier 2c.1. Dieser Großtat zunächst steht die Abfassung und Einführung der „Solmsischen Landordnung" vom Jahre 1571, die in Solinftr Landen, und weit über sie hinaus, bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs vom 1. Januar 1900 ihre Geltung behielt. 2lus Stadt und Land. Gießen, 23. November 1908. •* Aus dem „Militär-Wochenblatt". Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich, Lt. im 5. Thür. Inf.» Regt. Nr. 94 (Großh. von Sachsen), ein Patent vom 18. Nov. 1906 verliehen. — 0. Becker, Nittrn. im Garde- Drag.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, bisher nach Japan kommandiert, zum Eskadr.-Chef ernannt. — v. Rettberg, Hauptm. im Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, kommand. zum Bekleidungsamt des 8. Armeekorps, zu diesem Bekleidungsamt versetzt. — Befördert zu Leutnants die Fähnriche: v. den Brink en im Leib-Garde- Inst-Regt. (1. Großh. Heff.) Nr. 115, — v. Fischer, Gr. v. Bredow im Garde-Drag.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, — v. Jlsemann im 2. Großh. Hess. Feld-Art.« Regt. Nr. 61. — Den Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt: dem Major v. Stoesser, Abteil.-Kommandeur im 1. Großh. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 25, unter Verleihung de§ Charakters als Oberstlt., mit der Erlaubnis zum Tragen der Regts.-Uniform; den Hauptleuten: Wilhelm!, Komp.- Chef im Jnf.-Leib-Negt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, v. Knobloch, Komp.-Chef im Leib-Garde-Jnf.- Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, dieser mit der Aussicht auf Anstellung in der Gendarmerie; zugleich bei den Osstzieren der Landw.-Jäger 2. Aufgeb. angestellt. ** Das Wohltätigkeitsfest, das am Samstag labend im Hause des Gesellschaftsvereins zum Besten der hiesigen 5ttantenschmestern abgehalten wurde, hatte sich eines sehr guten Besuches zu erfreuen, so daß jedenfalls ein hübscher Ueberschuß zu erwarten ist. Wie wir schon am Samstag mitterlten, waren die einzelnen Räume sehr schön ausgeschmückt und zu allen möglichen Zwecken hergerichtet. Im unteren Saale standen verschiedene hübsche .Häuschen und Buden, wo -Ansichtskarten, Lebkuchen, Körbe Sekt, Bier, Erfrischungen aller Art und andere .Herrlichkeiten verkauft wurden, im Nebenraum war ebenfalls eine große Erfrischungsbude und eine große Kunsthandlung, die neben verschiedenen Bildern auch eine große Anzahl kunstgewerblicher Gegenstände und .Handarbeiten feilhiüt. Im ersten Stock war ein Glücksrad, eine kleine Bühne, ein Teegarten und Mehrere Erfrischungsbuden. Sehr schön waren die mimischen Vorführungen von Pierrot und Kolombine und die Darbietungen des Kvschat-Theaters, die sich eines sehr lebhaften Besuches zu erfreuen hatten. Zu den schönsten und farbenvollsten Bildern aber gehörte der von etwa zehn Paaren ausgeführte chinesische Reigen, der so starken Anklang und freudigen Beifall fand, daß er nochmals ausgeführt werden mußte. Und in all diesem Treiben die geschäftigen Damen, die mit viel Eifer und Neberredungskunst ihre tausenderlei Sächelchen verkauften. Blumen, Zigarren, Lebkuchen, Postkarten, belegte Brötchen, Getränte und was sonst noch alles da war, es fand rasch willige Käufer. Selbst die Körbchen, die doch sonst unentgeltlich verteilt werden, wurden nicht ungern bezahlt und mancher schelmische Blick begleitete den seltsamen und nicht immer bedeutungslosen Korbhandel. Auch eine große Verlosung von Kunstgegenständen wurde abgehalten und erregte lebhafte Anteilnahme. Gegen 11 Uhr verlief sich dann der Schwarm allmählich und — aber das geht uns nichts an. — Eingeleitet wurde der fröhliche Jahrmarkt durch einen ernsten, würdigen Prolog, bei von Frau Hauptmann Köttschau sehr wirkungsvoll gesprochen wurde und sehr starken Beifall fand. Das Konzert wurde von der Kapelle unseres Regiments mit bekannter Vollendung bestritten. An der Ausstattung des Hauses waren die hiesigen Firmen Petri, Becker und Stückrath beteiligt, die sich chrer Aufgaben mit Geschmack und Geschick erledigt hatten. Wie man uns mitteilt, ergab das schöne Fest, das so zahlreiche Beteiligung und so outen Besuch erfahren hatte, einen Ueberschuß, bei 3000 Mk. nicht unwesentlich übersteigen dürfte. *• Stadttheater. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß die Festo 0istcllung am kommenden Mittwoch um 7 Uhr beginnt und daß eine Wiederholung des Stückes „Donna $)iana' ausgeschlossen ist. — Am 3. und 4. Dezember werden „Die Schlierseer' gastieren und zwar in zwei neuen Bauernkomödien ,Jn der Sommerfrischen^ und in dem „Paragraphcnschuster*. In beiden Stücken spielt Taver Terofal die Hauptrolle. — Vorn eigenen Personal werden gegenwärtig vorbereitet: Ibsens „John Gabriel Bopkmann", Richard Fellmgers „Pfarrerm^, die bei der Uraufführung in Darmstädter Hoftheater jüngst großen Erfolg erzielte, „Die Tür ins Freie" von Blumenthal^und Kadel- bitrg, sowie Tinters elsässische Komödie „Die Schmuggler", die ein Seitenstück zu der hier bekannten Komödie „Kater Lampe* bildet. **FürsorgekassefürKommunal beamte. Die unter den: Vorsitz des Reichs- und Landtagsabg. Kohler gestern hier tagende oberhessische Beamtenversammlung war von über 300 Fürsorgekasse-Jnteresfenten beucht. 'Jatd) einem sehr instruktiven Vortrag von Regierungsrat Dr. Merck über das Fürsorgegesetz wurde eine Kandidatenliste für die Ausschußwahlen ausgestellt, i Näherer Bertcht folgt.) "Turnverein Gießen. Vielfachen Anregungen aus Mitglicderkreisen entsprechend, werden von jetzt ab allmonatlich Monatsversammlungen abgehalten werden, in denen turnerische und sonstige auf die Leibesübungen bezügliche Fragen erörtert, Vereinsangelegenheiten besprochen und turnerische Geselligkeiten, deutscher Turnergesang usw. gepsiegt werden sollen. Man erwartet von dieser Neueinrichtung ein Aiifblühen des turnerischen Lebend im Verein und eine regere Anteilnahme der Mitglieder an den VereinS- bestrebungen, insbes. auch seitens der älteren Mitglieder, denen dadurch Gelegenheit geboten ist, ohne besondere Mühewaltung mit Rat und Tat der Vereinsleitung fördernd zur Seite stehen zu können. Die erste derartige Versammlung wird morgen abend im Saale des Eafe Ebel stattsinden, sie ivird u. a. ein sehr interessantes Referat des Gauturnwarts über den turnerischen Teil des Frankfurter Deutschen Turnfestes bringen. ** Wandervogel. Da in der jetzigen Jahreszeit Wanderfahrten nicht in dem Maße wie seither unternommen werden können, hat sich der Führerrat des Wandervogel bemüht, seinen Mitgliedern einigen Ersatz zu bieten. Zunächst wurde am Samstag die Besichtig un g des Elekt rizitäts- iverks unternommen. Den klaren Darstellungen deS Betriebsleiters Herrn Stolle folgten die Teilnehmer mit großem Interesse. Der Besuch anderer Betriebe ist in Aussicht genommen. ** Lesebuch für die hessischeu Schulen. Die Verlagsfirma Emil Roth hat den kürzlich erschienenen 2. Band (für Quinta) ihres „Deutschen Lesebuches für die höheren Schulen des Groß Herzogtums Hessen" Sr. K. H. dem Großherzog übersandt und darauf vom Großh. Kabinett ein herzliches Dankschreiben erhalten, nach dem der Großherzog das Buch mit Interesse und bestens dankend entgegengenommen hat. " Was ein Häkchen werden will. Drei hiesige Fabrikarbeiter im Alter von 14, 15 und 16 Jahren hatten gestern mittag ihren Wochenlohn erhalten und machten dann nachmittags blau. Sie zogen von einer Wirtschaft zur anderen, bis der letzte Heller fort war. Der jüngste blieb betrunken liegen und wurde von seinen Angehörigen nach Hans geholt, während die beiden älteren beschlossen, ein Fahrrad zu stehlen, um es zu Geld zu machen. Sie holten dann auch aus einem Hose der Marktstraße ein Rad und tuurt-cn später von einem Schutzmann betroffen, der ihnen das Rad abnahm. ** Abgefaßt. Am Freitag abend hatten sich drei Burschen mit einem Handwagen nach der Bichler'schen Brauerei begeben, dort den Wagen mit altem Zink beladen, das zu Geld gemacht werden sollte. Sie wurden in ihrer Arbeit gestört und ergriffen die Flucht, den Wagen zurücklassend. Der Eigentümer des Wagens kann ihn bei der Kriminal-Abteilung des Polizeiamts m Empfang nehmen. — Am gleichen Abend wurden zwei B u r s ch e n am Nahrungs- berg betroffen, nachdem sie an einem Gartenhause die Dach- kandeln abgerissen, zerkleinert und in einen Sack gebracht hatten. Auch diese ergriffen unter Zurücklassung der Beute die Flucht. "Einbrüche. Zu dem Einbruch im Güterbahnhofe wird uns noch mitgeteilt, daß der Dieb ein Adler- Drei^ rad am Tatort zurückließ und noch in einer Wirtschaft der Frankfurter Straße einen Einbruch beging und außer etwas Kleingeld und Briefmarken auch ein Fahrrad stahl. Mit diesem dürfte er dann weiter gefahren sein. Man ist sich darüber klar, daß alle drei in der Nacht ausgeführten Einbrüche von einem auswärtigen Gauner begangen wurden. m. Lollar, 21. Nov. Gestern, Freitag abend gegen 7 Uhr verschied infolge eines Schlaganfalls der in weiten Kreisen bekannte und sehr geachtete Bierbrauereibesitzer Schadeck von Salzböden auf hiesigem Bahnhof. Sch., der, um den Zug nach Fronhausen zu erreichen, nach dem Bahnhof gelaufen war, siel, kaum dort angekommen, toi nieder. = Lick), 22. Nov. Am 25. d. M. feiert der Kirchenvorsteher Hch. Ludwig und dessen Ehefrau Marie, geb. Zimmer zu Lich in geistiger und körperlicher Frische das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Mr wünschen dem Paar einen recht heiteren und ungetrübten Lebensabend. [| Bingenheim, 20. Nov. Am Dienstag abend sand hier im Saale des Gastwirts Pipp ein von dem hiesigen Zweigverein des Evang. Bundes veranstalteter Luther ab end statt, der zahlreich besucht war. Nach dem Gesang des Lutherlicdes eröffnete Forstmeister Lang von hier die Versammlung und wies auf die Ziele und die bisherigen Leistungen des Bundes hin. Im Mittelpunkte des Abends stand ein Vortrag von Pfarrer Loos aus Butzbach über „Luther als deiitschen Mann*, während der Ortspfarrcr die Schlußansprache hielt. Dazwischen sorgten Deklamationen von größeren Schulkindern und gemeinsame Gesänge aus dem Liederbuch des Evang, Bundes für die erwünschte Ab- wechSliing. Der Zweigvcrein zählt jetzt 47 Tlitglieber. -s- Deckenbach, 22. Nov. Ein seltenes Fest feierte heute hier die bekannte Zigeunerfamilie von Konrad Lan- binger, gebürtig von der Kröte bei Battenberg, nämlich die Taufe ihres bereits 14 Jahre alten Sohnes. Der Laufhandlung, die im Beisein del Familie Pfarcverwalter Hcberer in unserer Kirche vollzog, wohnte selbstverständlich eine große Anzahl von Neugierigen bei. Zur Feier des Tages gab die sehr musikalische Familie ein Konzerts das von unserer Jugend vollzählig besucht war. Hoffentlich wird die Konsirmation nicht so lange, wie die Taufe auf sich warten lassen. ? Schotten, 22. Nov. Der vor kurzem hier ver- schwundcne Aktuar Wilh. Mol ter ist in der Nacht vom Freitag in Frankfurt in einer Anlage erschossen aufgefunden worden. Die erste Nachricht, daß nichts Besonderes gegen Plotter vorliege, erfährt eine unliebsame Wendung, indem sich inzwischen Unregelmäßig teilen heraus- stellten, die M. in den Tod Getrieben haben. Dienstliche Verfehlungen können werft nicht behauptet werden, da nicht bekannt ist, was die zweitägige Revision ergeben hat, es werden hier nur Vermutungen ausgesprochen, dagegen hat der Selbstmörder besonders in einem Falle sich eines groben Vertrauensmißbrauchs schuldig gemacht. Er hat sich nämlich erboten, in einer Nermögensangelegenheit den Betrag von 5000 Mark an den Empfänger in Amerika zu übermitteln, und aus Vertrauen wurde ihm diese Gefälligkeit über» tragen. Das Geld ist aber nickt an seinem Bestimmungsort angenommen, vielmehr stellte sich auf wiederholtes Drängen heraus, daß die Summe unterschlagen ist. Wohin der Se. trag gekommen, da er doch unmöglich verlebt sein kann, ist nicht befarmt, doch wird allgemein angenommen, daß Motter das Geld in lockerer Tamengesellschaft in Frankfurt (wohin er oft reifte) verpraßt hat. Jedoch «nicht allein diesen Betrag hat M. verbraucht, er hat (neben seinem Gehalt) noch Anleihen gemacht, hat auch noch größere sonstige Schulden hinterlassen, so daß von ihm zirla 10 000 Mark gefordert werden. Ueber die Hinterlassenschaft, die zirka 11 700 Mk. beträgt, ist der Konkurs eröffnet. * ®s wird davon gesprochen, daß auch in Darmstadt, wo fNolter vorher war, noch Schulden für ihn vorhanden seien, die Summe kann heute nod) nicht genannt werden. Molter war ein sehr begabter Mensch, der aber dem Bier in unvernünftig großem Maße zusprach, er saß halbe Tage lang ruhig am Tisch und trank manchmal über 50 Glas Bier, setzte sich auch halbe Nächte ruhig, ohne ein Wort zu sprechen, ganz allein an den Biertisch und trank. In einem Entschuldigungsbrief suchte M. sein Vergehen in ein besseres Licht zu stellen — aber die Geschädigten werden das Nachsehen haben. m. WeningS, 22. Nov. Der Unhold, der am verflossenen Sonntag, 15. d. Mts., die 60jährige Frau E. S. von Bindsachsen in der Nähe eines Wäldchens zwifcher. Usenborn und Gelnhaar zu vergewaltigen suchte und mit dem Messer bedrohte, wurde in der Person des 19 Jahre alten Ernst ©mmel von Gelnhaar, der auf dem Baumwieser Hof bei Gelnhausen bedienstet ist, ermittelt und durch die hiesige Gendarmerie in das Amtsgericht Octenberg abgeführt. Emmel hat die Tat eingestanden. s. Darmstadt, 23. Nov. Die land- und forstwirtschaftliche B e r n f s g e n 0 s s e n s ch a f t für das Großherzogtum Hessen bewilligte in ihrer Generalversamm- ung 800000 Mark für den Bau eines Kur- und (Sc» nesungshauses in Darmstadt. Gerichessaaz. Kiel, 22. Nov. Das Kriegsgerichtverurteilte den Marineleutnaut Besch vom Linienschiff „Elsaß" wegen Verfehlung gegen Untergebene aus § 175 zu drei Monaten Gefängnis und Dienstentlassung. Spenden für Raddod. Die Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert: 1308.65 Mk^ H. S. 1.—, '1)L R. 2.—, ). W. 2—, Fran A. E. 5.—, Hobr. u. W. 4.—, I. S. 5.—, Karl Bourgeois 2.—, Dr. St. 3.—, I. Sch. 10.—, L. L. 3.—, L. Kattrein 5.—, I. St. 5.—, Skatverem Großcn-Linden 25.—, Skattisch Burk- hardsielden 3.—, Dl. G. 10.—, 2)L L. 3. Zusammen 1396.65 Mk. In Anbetracht des schrecklichen Unheils, bitten 1d i r unsere Leser, r hr c Spenden möglichst umgeh c n d an uns gelangen zu lassen, damit wir das Geld möglichst rasch au die Hinterbliebenen ab- uhren können. Kleine Tageschrontk. Ter Frauen m örder K 0 ch aus Oberndorf wurde am Samstag m Erkürt htngerichtet. Hundert Fischer, die von der W i n t e r w i t t e r un g überrascht wurden, sind in der Provinz Astrachan seit zwer Tagen verschwunden. Alan vermutet, daß sie sich auf einer Eisscholle befinden. In Siende (Jndochina) kam es zu einem Z u f a m in e n- st 0 ß zwischen i r a u 3 ö j t f d) e n Soldaten und einer Bande von acht Piraten. Die Piraten wurden nach längerem Wiher- tanbe sämtlich erschossen. Märkte. io. Frankfurt a. M., 23. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gieß Anz/) Amtliche ^louernngen der heutigen Fruck) tmarktprerse. Weizen Alk. 20 00—20.50, Kurhessischer Alk. 20.75—21.00, La Plata Mk. 33.75—24.50, Kansas All. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 17.75—18.00 Gerste (Wctterauer) Alk. 21.50—22.00, Franken- selber Mk. 21.50—22.25, Haier 16.00—17.90, Mais Alk. 17.75—18.00. Weizenmehl Mk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 30.M bis Mk. 31.00, 3. Qualität Mk. 29.00—30.25, Roggemnehl 0 Pik. 27.75—28.00,1.Qualität Mk. 26.75—27.00, Weizenkleie Mk. 10.25 bis Ml. 10.50, Roggenlleie Mk. 10.75—11.00, Maiskeime Mk. 13.50 bis Mk. 13.75, Franken, Psälzer, Ried Aik. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. tc. Frankfurt a. M., 23. Nov. (Telegr. Orig. - Bericht der „Gieß. Anz.".) Amtlick)e Notierungen der heutigen Biehmarkt- preise. Zmn Verkaufe standen: 352 Ochsen, 77 aus Oesterreich 43 Bullen, 0 aus Oesterreich, 905 Kühe, Fersen, Stiere und Rmder, 327 Kälber, 429 Schaie und Hümmel, 1768 Schweine, 00 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schallämmer. Bezahlt wurden für 100 Psund Schlachtgewicht: Ochsei;: 1. Qualität 80—83 Dik^ 2. Qualität 74—76 Mk., 3. Qualität 60—65 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 68-70 Pik, 2. Qual. 60—62 Pik., 3. Qual. 48—50 Pik., 4. Qual. 00—00 Pik, 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Psund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 97 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Pfg., 2. Qualität 82—90 Psg., Lebendgewicht 48-52 Pig, Schlachtgew 70—OOPsg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pig„ 2. Qual. 50—54 Pfg. Schweine: 1. Qual. 72—73 Pf, Lebendgewicht 57—57,5 Ps., 2. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 56—56,5 Pfg., 3. Qiial. 66—68 Psg., Lebendgewicht 00 — 00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, kein Ueberftcmb, bei Kleinvieh mittel- mäßig, Ueberstanb gering. Cingefanöt. Die Zustande in der o u 9 ii i) u 1 ft raße zwischen Löwen- und Wolkengasse spotten geradezu jeder Beschreibung. Tagv» lang ist das Trottoir aufgerissen unb nun, seitdem regnertsä)^ Wetter eingetreten ist, ^sperrt .man mit fragwürdigen Lattengestellen einfach die eine Seite der Straße ab. Das liebe Publikum watet durch den Schmutz in der Fahrbahn, denn auf der andere» Straßenseite ist das Trottoir auch teilwcise in bejammernswerte« Zustande. Wie lange soll denn die Absperrung der Schaufenster unb Läden noch dauern, etwa bis trockenes Wetter eintritt- Große und kleine Kinder machen sich ein Vergnügen daraus, die Längs-- Rangen der Absverrung 5ujammen^ula/icben unb so kurzerhand selbst die Eingänge -u den Ladentüren unnwglich zu ntachcn. Aber dic Bahnlwfstraße mit ihrem „geringen Verkehr" kann auch derartige Einrichtungen vor der Weihnachtszcit ruhig hül- nehinen, ähnlich wie vor einigen Jahren die Ecdorbeiten, die durch die Legung eines Posttaoels hervorgerusen waren! Sie gilt ja doch mir als Verkehrsstraße dritter oder vierter Güte! Ich wollte cinmni sehen, wenn man das ben Geschäftsleuten! auf dem Seltersweg bieten wollte! Kümmert sich oenn keiner von den Sxnxn, die es angeht. Um solche Zustände? Muß man in Gießen inaner ein die Press: anrufen, pm sclbstr erstündlichen Uebelständen auzuhclfoi?. .Der Cinseuder. der daß der unt Pr tär vis i» E Lo ive W dies 3Ke der die W lreiß zi wer Wc dm bis an für 1. eii 27. zur Iah auf Inte »al iegt ßepi 10 Mrchttche Nachrichte«. Evangelische Gemeinde. Montag beit 23. November, obenbS 8 Uhr im IohanneSsaal: Bibel st und e. Pfarrer A u S f e l b. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Oefieu am TienStag den 24. November: Wechselnde Bewölkung. Regen- und Schneeschauer. Etwas kühler. Starke nördliche Winde. GrigrnaL-DraytmcLSutttzcn. Paris, 23. Nov. „Petit Parisien" bringt die den Stempel der Erfindung auf der Stirn tragende Meldung auS (Scttinje, daß der dortige deutsche Vertreter als Vermittler der österreichischen Regierung dem Fürsten Nikita den Vorschlag unterbreitet habe, Montenegro unter österreichisches Protektorat zu stellen, sowohl in wirtschaftlicher wie militärischer Einsicht. Ter Vorschlag sei vom Fürsten mit großer Ironie angenommen worden. London, 23. Nov. Die „Times" meldet aus Teheran : vier wurde ein Edikt veröffentlicht, worin der Schah mittcilt, oaß die jUmftitulion abgesch»afst fei und daß er auf Grund der Vorschriften des Horan die Regierung führen werde. Diese Kunogcoung güt als bitcb.c Velcidigung für England und Rußland. Beide Regierungen seien darin einig, gegen dieses Vorgehen energisch Protest einzulegeii. London, 23^ 9cov. iilad) einer xonftantinopeler Meldung der „Times" sei der österreichische Bvlsä-after von der Pforte venachriasiigt worden, daü Befehl erteilt worden sei, die Verladung von österreichischen Waren vorzu- netzmcn. Die Pforte fügt hinzu, weitergehende '.'Maßnahmen zu treffen, sei ihr unmöglich. Eingesandt zur HandelskammerwahS\ Die diesmaligen dij/m Handelstamrnerwahlen in Gießen stehen unter einem ganz besonderen Zeichen. Die Hauptindustric unserer Stadt, die Tabakindustric, der wir in erster Linie die Wohlhabenheit unseres blühenden Gemeinwesens verdanken, steht vor folgenschweren Ereig- niffen. Erst kürzlich hat sie heftige sozialpolitische Kämpfe zu bestehen gehabt, und jetzt beschäftigt alle Gemüter die Steuerfrage. Es ist also von der allergrößten Wichtigkeit, daß die Tabakindustrie in der Handelskammer eine kräftige und sachverständige Vertretung findet, der alle Firmen des Bezirks vertrauensvoll die Wahrnehmung ihrer Interessen übertragen können und wollen. Niemand ist dafür besser geeignet, als Herr Kommerzienrat Heinrich Schirmer der Vorsitzende des hiesigen Tabakindustricllen-VereinS und das nach jeder Richtung hin bewährte bisherige Mitglied des Haudelskammerkollegiums. Es wäre geradezu unbegreiflich, wenn in dieser ernsten Zeit eine Wiederwahl nicht erfolgte und ein Tabakindustrieller auf den Schild erhoben würde, der anerkanntermaßen von seinen Kollegenkreisen abgerückt ist. Die zweitwichtigste Industrie unseres Bezirks ist die Eisenindustrie. Ihr Hauptvertreter, der in allen Kreisen der Bevölkerung das größte Ansehen genießt, ist leider nicht mehr unser ReichSlagsabgeordneter. Es ist in hohem Grade bedauerlich, daß wir int Reichsparlament jetzt auf eine ernste und sachkundige wirtschaftspolitische Vertretung verzichten müssen. Um so höhere Bedeutung gewinnen die Aufgaben der Handelskammer. Jeder wahlberechtigte Kauflnann hat die Pflicht, bei der morgigen Wahl für Herrn Kommerzienrat Louis Hcyligenstacdt einen Mann von seltenen Charaktereigenschaften, weitem Blick und ungewöhnlichem Pflichtbewußtsein, einzutreten. Er wird eine Zierde des HandelSkanimcrkollcgiums sein und selbst die größten Hoffnungen, die man in ihn setzt, in vollem Umfange erfüllen. In den Diskussionen der letzten Tage sind neben den Herren Hcyligenstaedt und Schir» mer auch andere Namen genannt worden. Sie können unseres Erachtens einen Vergleich mit jenen nach keiner Richtung hin aushalten, und jede Stimmenzersplitterung kann höchst bedenkliche Folgen haben. Hoffentlich findet unser Appell an die Wähler den gewünschten Anklang! Mehrere Kaufleute der Stadt. liiSäetir Wenn man sich die Zusammensetzung bet diesigen Handelskammer näher betiad)tet, fo hat man unbedingt bas Gcsuhl, baß einzelne der hier anjäiiigen geschäftlichen UiilemeOiiumgen unoer- bättnlsmäßig stark, andere baiür überhaupt nicht vertreten sind. Zu den letzteren gehört unsere auibtühende Eilen- und Metall- Industrie, sowie die damit verivandten Gciverbsziveige. Es mag uns bcsiuegctt gestattet sein, an Stelle des verstorbenen Handelskammer-Mitgliedes E. W. Rowack Herrn Kommersicnrat H. Schaffstatdt vorznschlagen. Es erübrigt sich bei ber Popularität des genannten Herrn näheres über lerne E>gen|chauen, die ihn für ein derartiges Amt vollam qnalisizieren, zu lagen. Wir hosten vielmehr, daß es nur dieser Anregung bedari, um sämtliche zur Haubelskammerwahl berechtigte Geschänsmhaber zu veranlassen Herrn Kommerzienriit H. Schaffslaedt ihre Stimme zu geben. 6763 Mkhrcre I teressknten. I In^nihohrHt'h für alle, die aus einem schönen, zarten, bluten« uiieniuciii nun rcincnXeint Wert legen ist die von Professoren und Aerzten alö feinite hygienische Toiletteseife empfohlene Myrr« holinseife, die hergeslellt aus ben seinuen Rohmaterialien, durch Zusatz des Myrrholin höchst wirtungSvolle coömet. Eigenschaft, besitzt. ,Omaiin‘ moderne Möbel-Politur UneoWshrl. für jede Hausfran empfiehlt [6633 A. Grünebaum Möbel - Magazin Bahnhofstrasse 35. schnell und sicher wirkend, verkauft ohne Giftichein in Gläsern zu 50, 70 und 100 Pfennig. Georg Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 46 gegenüber d. Engel°2tpotheLe. (5952 SpmÄtaW nur gute Cualiiüt, zum billigsten Tagespreise empfiehlt tü776 J. IlankeL Neucubäue 7. Telephon AL überall erhältlich! — u in 6it(tn. He laj non (Emil 6752 Einsicht offen. !6B66 empfiehlt 6756 Das Komite. 6757 Born m a n n. bis 6755 Allen, die durch ihre so tätige Mitwirkung, durch Spenden von Gaben und Geldbeiträgen, oder durch unentgeltliche Ausführung der erforderlichen Arbeiten zu dem erfreulichen Gelingen des am 21. November veranstalteten der Konkurrenten ist der beste Beweis dafür, wie unangenehm sie es empfinden, daß „Kathreiners Malzkaffee" sich der steigenden Beliebtheit der nach Millionen zählenden Anhänger erfreut. Wer „Kathreiners Malzkafiee" noch nicht kennt, mache einen Versuch und kaufe ein Paket für 10 Pfg. „ X2tto Michel „ Ludwig Michel. Wieseck, den 22. November 1908. Ällendorf o. d. Lumda, den 22. November 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Ällendorf a. b. Lumda. Rein. zur Einsicht der Beteiligten offen. Bettenhausen, den 24. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. Edgar Borrulmm Effcn-,Aaudlullg ThlewnM Gieße» Nemtadtll Soeben erschienen: Dr. Joh. Friedrich von Schulte Betautttmachrrng. Der Voranschlag der Gemeinde Ällendorf a. d. Lumda für bas Rj. 1909 liegt 8 Tage lang, vorn 24. bis mkl. 1. Dezember 1908 auf beut Bürgermeisterei - Bureau zur spätestens 26. November MoltkeStrasse 8 abgeben zu wollen. [C”AJ öas Hornig. Die Anfertigung, Anlieferung und AufsleUnng der eisernen. Dachkonsirttltion nebst Toren, Rauchiangcn, Äasjerbottichen und eisernen Fenstern für den Neubau eures Lolomotlvschuvvens nebst Wasseritation auf Bahnhof Aidda soll im Ganzen vergeben werden. Verdingungc-unteriag^,! und Zeichnungen sind in der untcr= zetchneteli Inspettion einzusehen, erstere rönnen auch, soweit vorhanden, gegen vorto- u. be stetige ld freie Einsendung von 1,00 M. in bar bezogen werden. Tic Zeichnungen der Schuppcnwre, Rauck- iange und der Dacl/lonstricktioii tdnncn in beschrcintter Anzahl zum Preise von 1,00 Lll., bezw. 0,50, bezw. 1,00 M. abgegeben werden. Angebote nut entsprechender Aunchrift sind bis zum 1O.Dezbr. d. Js., ooruüttago 11 Uhr emzurelchen. Zuschlagsirist 3 Wochen. Gießen, den 21. SLovember 1908. (B”,'u Gr. Eisenbahn-Betriebsinspektion 2. tzS MchW zur Vertilgung von Hatten und Läusen Beka>,«r«u,>chnng. Der Voranschlag ber Gemeinde Beltcnhausen liegt vorn 27. b. Rtts. ab acht Tage auf bem Bürgermeister-Bureau :: :: Wohlt ätigkeitsfestes :: :: beigetragen haben, sagen vielen herzlichen Dank. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen, teuren Dkutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante ÖjceiMr stiichcl Wuwe, Elisabüh gtb. Acch sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Die traucrudcu Hinterbliebenen: Familie Maria Teibcl Ww., geb. Michel Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Trais-Horloff für bas Jahr 1909 liegt vom 27. November b. I. an 8 Tage lang auf dem Bürgermeisterei - Bürcau babiev zur Einsicht der Interessenten offen. Trais-Horloff, den 21. November 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei TraiS-Horloff. (Wer etwa» zu kaufen, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, wer Personal, Vertreter, Beteiligung, Stellung rc. [teM und sich zu diesem Zwecke der Annonce bedienen will, wendet sich mit Vorteil an unsere Annoncen-Expedition. Er findet hier eine streng sachliche Beratung über die für seinen Zweck geeignetsten Blätter, über richtige Abfasiung und auffällige Ausstattung seiner Anzeige und erzielt außerdem eine Ersparnis an «osten, Zeit u Arbeit schon beim kleinsten Au strag. Annoncen - Expedition Rudolf Masse Giessen, Schulstrasse 7. ü.otei Maiserliof Dienstag, den 24. d. MtS., Morgens Wellfleisch mit Kraut. 09678 Hvchachtend l. FeideL Alle Aktes Oefen Näuchcrschvänkc.Wärmflascheu indicbctrodncr, Ütmbfäec- und Werkzeugkasten x., sowie Nübcnmüble «„Patent Bummels Heizbare ^rlnk-Gefätze für Geflügel rc. U Lebenserinnerungen M II. Baud. KirchenpoÜtische Aufsätze aus den Jahren 1874—1886. Mil Porträt des Derfaflerö in Photograoure mtd Fatsimile. Preis drosch. Mk. 6.— geb. 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