tz b * M isssen Jtltfniii I BM iea-EnsemM AL-"* Salome snivmime. 4 unHtji ftellung' > Plätzen die W wZonzert bei U .Immer fide' mtags 4 Uhr. D w, Tirektor nwali lai ■nzert I i (2. Gr. Hm) H rektors C« KW Eintritt 40 Hr w fällt aui, r imenseii -hgc«- >ig- ireirfi”1 i »»*£?£ i I 1 l’!W Kaufes, M I ft**«— I Nr. I^SL Drittes Blatt Samstag 23. Mar lOOS' Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags, General-Anzeiger für OderWen 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersttätS - Buch- und Sleinbruckerei. 9t Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schu!- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:-L-EH2. Tel.-Adr.:AnzeigerGicßen. Die ..Stehener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich bergelegt, das „Kreisbiart für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. 7R7. (Lebh. au: liberalisrnus beim Vereinsgesetz mehr hätte erreichen können. sein. 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Vor allem habe man innerhalb des Liberalismus Erziehungsarbeit zu leisten, in dem Sinne, daß man den Bedürfnissen der Zeit Rechnung trage. Innerhalb des Liberalismus müsse man Toleranz üben und sich gegenseitig verstehen. Er glaube, daß der Vcrsucn des geeinigten Liberalismus zum Guten ausschlagen lucrbc. Bei der Nachgabe an die wirtschaftlichen Forderungen an den Bund der Landwirte gerate man auch in politische Abhängigkeit von den Konservativen. Eine Gesundung unserer agrarischen Zustände durch die Schutzzollpolitik werde man nicht erreichen, sondern bloß eine Konservierung des Großgrundbesitzes. Zum Schluß führte der Redner aus, liberal sein bedeute, für das Recht der Persönlichkeit in allen Fragen cinzutrcten und forderte im Sinne Dr. Gutfleischs ebenfalls zu eifriger politischer Arbeit auf. Nachdem der lebhafte Beifall, der auch dem Schlußwort des Referenten gezollt wurde, verklungen war, schloß Justizrat Metz die ruhig und würdig verlaufene Versammlung. Ter § 7 werde den gewünschten Erfolg nicht haben, er werbe bloß die Polen in geschlossene Gesellschaften hincintreiben. Ju den Bemerkungen des Prof. Biermann, daß man bi? Zoll- Meteorologische Beobrrchtmsgen der Station Gießen. Verhältnisse baran schuld. Für wirklich liberale Männer werde man auch in Zukunft stimmen. Zur Frage der Freiheit, der Wissenschaft habe er zu sagen, daß die deutschen Professoren geschwiegen hätten, als es sich um den Sozialdemokraten Dr. Arons gehandelt habe. Für eine Kirck>e, die nur bestehen könne, wenn sie sich auf den Staat stütze, sei es besser, wenn sie überhaupt nicht vorhanden wäre. Auch seine Partei wolle den politischen Kampf mit geistigen Waffen geführt haben, aber schlimmer als der Terrorismus einfacher Leute sei oft der von der anderen Seite geübte Terrorismus. Eine Verständigung der Sozialdemokraten und Liberalen im Wahlkreis Gießen sei dann möglich, wenn die Liberalen wirklich liberale Politik trieben. Der § 7 sei nicht ein Ausnahmegesetz gegen die Polen, sondern gegen die deutsck-en Arbeiter. Zur Frage des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat könne er nur sagen, daß die Verquickung von beiden gerade der Kirche schade. Das preußische Wahlrecht sei schon lange tot, wenn die Lächerlichkeit töte. Der Redner schloß mit der Versicherung, daß tue heutige Art der Verhandlung die Freude am politischen Leben erwecken lasse. (Lebh. Beisall.) Landtagsabg. Dr. G u t f l e i s ch wandte sich gegen die Behauptung des Vorredners, daß die Freisinnigen früher die Sozialdemokraten von der Diskussion ausgeschlossen hätten. Man sei bloS abgeschreckt worden durch den Mißbrauch der Gastfreund- schast, der sich darin geäußert habe, daß man stundenlang allern geredet habe. Den Appell des Pfarrers Korell, sich im politischen Leben zu betätigen, unterstütze er warm. Vor allem aber müsse man verlangen, daß jeder ernst zu nehmende Mann sein oberstes Recht ausübe und wähle. Namentlich ber den Landtagswahlen sei die Beteiligung äußerst gering und es sei ein Hauptargument der Vertreter der Regierung, wenn eine Erweiterung der Volksrechte verlangt werde, daß das Volk die ihm gewährten Rechte ja nicht ausnutze. Die Lauheit sei der gefährlichste Feind, deshalb wolle er der Hoffnung Ausdruck gebe, daß alle liberalen Männer im ganzen Lande bei der bevorstehenden Landtagswahl ihre oberste Bürgerpflicht erfüllen. Wer sich nicht dazu verstehen könne^ dreie Pflicht zu erfüllen, den solle man bis zur nächsten Wahl daraufhin Höchste Temperatur am 21. bis Hühneraugen und Hornhaut entfernt in kurzer Zeit Itadika.1 per Fläschchen 50 Pf ff. Germania Progerie, Carl SeibcS. von Piarrer Korell ausgestellten Forderungen einverstanden sein. Tas Vorhandensein einer großen liberalen Partei werde von der Sozialbemokratie durchaus gewünscht, sie müsse aber aus wirklichen Liberalen bestehen. Von einem Liberalismus, der sich mit dem Pluralwahlrecht zufrieden gebe, halte er nichts. Für die Erweiterung der politischen Rechte der Frauen sei er durchaus, wenn feine Partei auch zunächst davon Nachteile haben werde. Tie Stellung des Vortragenden zum Koalitionsrecht bergrüße er, aber in der Praxis handelten die Liberalen oft anders. Wenn die Sozialdemokraten nicht mehr wie früher bei den Wahlen die Freisinnigen unterstützen, so seien die H. frechster Steinstr. 48. Telefon 581. Wirten unb Wiedervcrkäufern hoher Rabatt. Bei den Landtagswahlen sei eine Verstärkung des Bürgertums ansehen, daß er zu den inferioren Elementen gehöre, gegenüber dem Ägrariertum anzustreben. Daß Gießen wieder j Beifall.) ___ einen Freisinnigen entsenden werde, sei außer Frage. Auch er forderte zu eifriger Arbeit auf, namentlich bie Jugend, und das politische Interesse werde am besten erhalten bleiben, wenn auch in Zukunft der Liberalismus gemeinsam kämpfen werde. (Lebh. Versteigerung. Dienstag, dcn2.u. Mittwoch, den 3. 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Kin ke l und zwar im wesentlichen zustimmend zu den Ausführungen des Redners. Er wies u. a. darauf hin, daß immerhin in Theorie und Praxis vielfach ein Unterschied bestehe. Er begrüßte die Trennung von Barth, v. Gerlach usw., die auch erzieherisch aus den Liberalismus wirken werde, und wandte sich dagegen, daß dec Redner gewissermaßen den Liberalismus als eine Partei der Evangelischen in Anspruch genommen habe. Professor Dr. B i e r m a n n bekannte sich als Nationalliüe- raler ebenfalls vielfach zu den von Pfarrer Korell ausgesprochenen Grundgedanken, insbesondere hinsichtlich der Freimachung der Persönlichkeit, der Frauensrage und der Koalitionsfreiheit, deren Ausdehnung aus die laitdw. Arbeiter er für erforderlich hielt. Auch bezüglich der Kultursragen stehe er auf dem Standpunkt des Pfarrers Korell. Er und seine Freunde seien stets dafür etn- getreten, die Freiheit der Wissenschaft zu erhalten. Er wisse, daß Strömungen vorhanden seien, bet der Berufung von Professoren nicht bloß die wissenschaftliche Tüchtigkeit maßgebend sein zu lassen, namentlich bezügl. der theologischen Fakultät seien mächtige Einflüsse am Werk, um die Regierung zu beeinflussen. 5)er Vortragende habe die Trennung von Staat und Kirche empfohlen. Das sei eine alte Forderung des Liberalismus, die man wohl stellen könne, deren Ausführung aber noch in weitem Felde stehe. Mit Recht sei gesagt worden, die evangel. Kirche fei vom Staat abhängig, es sei zweifelhaft, daß sie im Falle ihrer Loslösung vom Staat weiter bestehen könne. Hinsichtlich der Wilitärforderungen herrsche zwischen allen liberalen Richtungen Einigkeit. Nicht übereinstimmen könne er mit den wirtschaftspolitischen Forderungen. Die Höhe des Zolles sei nicht bestimmend für die Zugehörigkeit des Liberalismus, wenn er auch für die extrem agrarischen Forderungen nicht zu haben sein toerbe. Das Muß. Landtagswahlrecht sei allerdings verbesserungsbedürftig, aber im Interesse des praktisch Erreichbaren müsse man sich mit einer wesentlichen Verbesserung zufrieden geben, wenn man auch das Reichstagswahlrecht nicht erreiche. Jedenfalls glaube er, daß ine Herren in Berlin zu sehr die Verhältnisse der dortigen Sozialdemokratie im Auge hätten, wenn sie von der Einführung des Reichstagswahlrechts eine Gefährdung des preußischen Staates befürchteten. Die Heranziehung der Sozialdemokratie zur praktischen Mitarbeit an toen staatlichen Aufgaben hält der Redner ebenfalls für erforderlich. Auch er (unb mit ihm die gesamte juristische Fakultät) hätten deshalb die Bestätigung des sozialdemokratischen Offenbacher Beigeordneten nicht mißbilligt und der Vertreter der Universität in der Ersten Kammer habe dem cud) Ausdruck gegeben. Er stehe durchaus auf dem Standpunkt der Blockpolitik, vor allem, damit in nationalen Fragen eine sichere Nehrheit vorhanden sei. Das Reichsvereinsgesetz sei durchaus ein Fortschritt gewesen. Ec verstehe, daß man den ß 7 zwar prinzipiell verwerfen könne, aber er hätte um des im Osten tatsächlich vorhandenen Notstandes willen in den Kauf genommen werden müssen. Die Blockpolitik habe dem Liberalismus Vorteile gebracht. Von einer Abstoßung der rechtsnationalliberalen Elemente sei eine Stärkung des Liberalismus nicht zu erwarten. Pro Quadratmeter und Woche 10 Pfg. Teleph. 4017. Talego.- . Adr.: Industrie- < bedarf. ■? Bahnhofstraße [2570 frische Maibowle Natorreiner Apfelwein Hl o 0 E& D KW HJJ I Mai 1908 Barometer aui 0° reduziert Temperatur ber Luff Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit f Z ß Windstärke Wetter 22. c>r» 742,3 21,5 13,7 72 N 2 Bern. Hirmnel 22. 915 7 44,9 11,2 8,6 86 WKW 4 Bed. Himmel 23. >p4 748,6 8,0 7,3 92 W 2 Regen »DMW UW Peter Kronenberg Inh.: Hermann Dominicas. Gseseen9 18 Kaplansgasse 18 •SzV^^-l MM W« •"•TTT™ WM . .. ■.—. S<<' ,1^77" vr £iiwi|$toio« Grt$$Xarki natürl. 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Die erledigte Stelle eines Kreisstraßenwarts für die Steinbacherstraße mit dem Sitz in Gießen, Steinbach oder einem der nächstgelegenen Orte soll demnächst wieder besetzt werden. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Beischluß von Zeugniffen bis zum 1. Funi 1. Fs. an Gcoßh. Kreisamt Gießen, Zimmer Nr. 17, einreichen. Gießen, den 15. Mai 1908. b28/5 Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses des Kreises Gießen. I. V.: W e l ck e r. Bekanntmachung. Montag, den 25. Mai d. Äs., nach»:. 2 Ubr wird im Hof der Bürgermeisterei die Grasnutzung non den Schneisen und Wegen des Gießener Stadtwaldcs öffentlich meistbietend versteigert. B21/s Gießen, den 20. Mai 1908. Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen. I. L.: Keller. AMersteigerullg Her AM Wen. Die Stadt Gießen läßt Montag, den 25. Mai 1908 folgende Grasnutzungen öffentlich meistbietend versteigern. 1. Bormittags 9 Ubr an Ort und Stelle die Grasnutzung von den städtischen Grundstücken bei der Kläranlage in der Nähe der Margareterchüttc; 2. Bormittags 10 Ubr an Ort und Stelle die einmalige Aberntung der Wiescckböschungcn, Zusammenkunft in der Hamm- straße am Eisenbahn-Uebergang: 3. BormittagS 11 Ubr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Friedhof am Nabrnngöbcrg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Abernmng vergeben wird, sowie die einmalige Grasnutzung vom Obstbaumstück in 4 Abteilungen: 4. Nachmittags 2 Ubr im Bürgermeistereihof die Gras- nutzung von sämtlichen Feldwegen für das ganze Jahr: 5. Nachmittags 5 Ubr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Friedhof am Nodtberg für das ganze Jahr. B21/s Gießen, den 20., Mai 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Gesetzliche Meister-Priisüngek für SaniMrker in der Provinz Oberyeffen. Die diesjährigen Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels (§ 133 dec Gewerbeordnung) werden innerhalb der Monate April, Mai, Juni, Juli d. I. abgehalten. Die Gesuche um Zulassung zur Meisterprüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich) spätestens bis zum 30. Juni d. I an die unterzeichnete Prüfungskommission zu richten. Beizufügen sind nach § 2 der Meisterprüfungs-Ordnung folgende Unterlagen; 1. ein kurzer eigenhändig geschriebener Lebenslauf. 2. eine Geburtsurkunde, 3. das Prüfungszeugnis über die Gesellenprüfung, oder der Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen nach § 129 der Gewerbe-Ordnung sich erworben hat, 4. der Nachweis über eine mindestens 3jährige Tätigkeit als Geselle, 5. die Zeugnisse über etwaigen Besuch gewerblicher Unterrichtsanstalten, 6. ein polizeiliches Führungszeugnis. Bor der Anmeldung zur Prüfung ist an das Sekretariat der Handwerkskammer zu Darmstadt, Georgenstraße 9, eine Prüfungsgebühr von 25 Mark einzuzahlen. Eine Quittung hierüber ist dem Gesuche beizufügen. (D9/3 Gießen (Kirchstraße 16), den 4. März 1908. Die!Hn8m|Jrüfuug6liömiiiif|imifiiti)ie$)rDuiii; Obtthessen T rabcr, Vorsitzender. Telephon 487. Krofdorfer Str. 12. und sümtliche Bedarfsartikel Photographische Arbeiten Dunkelkammer Adolf Bieler, Marktstrasse 5. 2533 Freies Abholen und Rücklieferung durch eigene Wagen. 1515 Die Reinigung von Gardinen jeder Art (wie Spachte], Etamine, Mull, Tüll etc.) unter Garantie absolutester Schonung, Herstellung wie neu, besorgt am schnellsten und billigsten Dampfwaschanslalt Edelweiss Friedrich Wörner Tapeten Reichhaltige Musterkollektionen in jeder Preislage. 2815 Robert Hasse Inh.: Otto Täubert Schanzenstrasse 6. Telephon 326. Eber-Berfteigernng. Montag, den 25. d. Mts., mittags 1 Nhr, soll ein der Gemeinde gehöriger abständiger Eber auf hiesigem Rathaus versteigert werden. Grüningen, den 21. Mai 1908. 3261 Gilbert, Bürgermeister. Verkauf eines Bullen." Die hiesige Gemeinde hat einen 2 jährigen Simmentaler Bullen zum Schlachten zu verkaufen. Schriftliche Angebote pro Zentner Lebendgewicht wolle man bis spätestens Montag, den 25. d. Mts., nachm. 4 Uhr hierher einreichen. 3239 Großcn-Linden, den 20. Mai 1908. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leu n. Verein der Hausbesitzer Giessen. Wohmuigsnachweis. WWelleLelteMM Zu vermieten: 7 Wohnungen 6—8 Zimmer 20 „ 4-5 18 „ 2-3 4 Läden für Friseure und Bäcker geeignet. Gesucht werden: Wohnungen in allen Größen, in der Westanlage, Moltkestraße, Bleichstraße und -LÜdoterlet. Gönckes-, Westfalen-, Aliright- u. Herkules-Fahr- und Motorräder, welche zu den besten Erzeugnissen zählen und einen Weltruf besitzen, sind stets auf Lager. 1863 Mein Kaufzwang. Ansicht gerne gestattet. 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