tectcn auch Das engere Gebiet, aus dem es sich erhebt; ebenso steht unserer schönen Literatur unmogliü), sondern es gehl auch.manches!! -. ,® ’ t ubirete XuU jaulen ternertne tage-btt Werk zugrunde, das vielleicht anfangs wenig wertvoll schien, sich Ä au£. anqei&loifen 9 % ° ,d) aI<»v i,,, Qnuio hör 4otr hm rhrinnf nhpr mpnmfrpnfi nlS ttMtPh PINP1 ? -O^uiraw Oll angescywlsen. Zentralheizung, ui da oerorauchle Mark 15 719 296 5 403 986 2115 877 4 074 568 1876 269 1 265 000 1 125 323 1 688 169 800 000 510 000 104 000 800 000 960 000 400 000 300 00U 250 000 200 000 400 000 200 000 Die „Siebener ZamillenblStter" werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. ■jeiioen Kessel- jeus liegende jnrd) Röhren, liuft durch an Der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften. Bei dem vorgestrigen Empfangsabend der 45. Wander- Versammlung der bayrischen Landwirte in Bamberg, dem u. a. auch Prinz Ludwig von Bayern, Minister v. Brettreich u. a. m. beiwohnten, sowie Herzog von Bayern, hielt der Prinz Ludwig eine längere Rede, in der er u. a. ausführte: Stets habe ich mich am Guten festgehalten und bin abgegangen von Maßnahmen, die ich als irrig erkannt habe. Es ist selbstverständlich, daß bei der großen Konkurrenz der anderen Stände für die L a n d w i r t s ch a f t schwer Arbeitskräfte zu erhalten sind. Wenn aber den letzteren das geboten wird, lvorauf sie mit Recht Anspruch machen, so fehlt es auch gar nicht an Arbeitern. — Gras Feilitsch bezeichnete die Landloirte als den ersten Faktor im Staate. Echo" Klage. Wenn schon die Mittel für Anschaffung aller nötigen missenschaftl. Werke eil knapp genug sind und fortwährend die wertvollsten Privatbibliotheken verstorbener deutscher Gelehrten und Sammler ins zahlungsfähigere Ausland wandern, so ist es auf dem Gebiete der neueren schönwissenschaftlichen deutschen Literatur vielfach geradezu kläglich bestellt. Alles was auf diesem Gebiete aus der Zeit nach Goethes Tod staiiimr, wird in der stiefmütterlichsten Weise vernachlässigt, ja sogar von dem Rechte der staatlichen Biblio- lheken, voii jeden: im Buchhandel erscheinenden neuen Werke ein sogenanntes Pflichtexemplar kostenlos zu verlangen (em Recht, das allerdings zur Zeit nur, außer bei uns in Hessen, in Preußen, lYl _ . . . .... i\Y k1'. i - V • It« \ «II A » M «I A A «■ V l A I II AVA I « I I A Al“ t A A< Alt noch nach dem Kriege 1870/71 irgend eine finanzielleUnterstützung seitens des Kronfideikommisses oder sonst aus königlichen Privatfonds zuteil geworden ist, und daß diese Fonds niemals mit irgendeinem Kapitalbetrage an dem Kruppschen Werke beteiligt gewesen sind. 38 192 488 In diesen Summen sind die Apanagen, die den Prinzen und Prinzessinnen der fürstlichen Familien gewährt werden, mit einbegriffen. Jeder Deutsche steuerte also ungefähr 64 Pfennig zu den Zivillisten seiner Fürsten bei. politifdte Tagesschar-. Was zahlt das deutsche Volk seinen Fürsten für Zivillisten? Anläßlich der Frage, die soeben aufgeworfen wurde, ob es nötig, ob es nicht nötig sei, die Zivilliste des Königs von Preußen zu erhöhen, respektive dem deutschen Kaiser aus Reichsmitteln Zuschüsse zu gewähren, ist e8 interessant, festzustellen, wieviel das deutsche Volk insgesamt seinen Fürsten an Zioillisten zahlen muß. Manche Staatsoberhäupter der kleineren deutschen Bundesstaaten erhalten offiziell überhaupt keine Zivilliste, doch wird hier nur der Form nach ein Unterschied gemacht, da ihnen als Entschädigung ein großer Teil des Dominialvermögens und der Domäneneinkünfte über- laffen wurde. Es erhalten die Staatsoberhäupter von: Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:e^H2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen» Das Ureiskrankelchaus m Alsfeld. Alsfeld, 1. Juni. A:n heutigen Montag sand die Weihe beS Kreiskrankenhauses statt. Damit wurde ein Werk seiner Bestimmung übergeben, teilen Vollendung einen Markstein bildet in Der Entwickelung unseres Kreises und dessen Zustandekommen als ein erfreuliches Zeugnis sozialer Gesinnung gelten darf. Ten Segen, der künftig von ihm ausgeht, wird ter Einz-elne >vie die Gesamtheit empfinden. Tas Krankenhaus liegt un Nordoften an ter Peripherie der Stadt und ist in kürzester Zeit erreichbar. Seine Lage ist geschützt gegen Nörten und Westen und biclet freien Ausblick gegen Osten. In weitem Bogen umsäumen es Gärten mit reichem Baumbestand, im Werten begrmene, ziergärtnerische Anlagen besitzt elektrisches Licht und Kaltwasserleitung, ferner Warmwasser- leituns, die alle Auienthaltsräume mit warmem Wasser versieht, und Riederbruck-TampfHeizung, die alle Räume erwärmt, u. a. auch die sogenannten Tag.rfi.ume, viele Meter lange Korridore, in denen die Rekonvaleszenten fich aushallen, ivcnn die Witterung! ten Aufenthalt im Freien nicht erlaubt. Tie Zentralheizung, Tie Anstalt bestehe aus einem Hauplg ebäude und drei Nebengebäuden. Ersteres ist ein langgestreckter rnafsiver Bau mit vorstoßenden Seitenflügeln, mit hellgrauem Verputz, Sockel, Gurten und Fenstergewandung aus rotem Randstein, das Tach nach deutscher Art geschiefert. Tementsprechend ist auch das Aeußere der Nebengebäude gehalten. Tas ganze inachr mit feinen einfachen, aufs Zweckmäßige gerichteten und tech gefälligen, modernen Formen einen anziehenden und zugleich iinpofanten Eindruck. Ten Charakter der Emfachheit, Zweckmäßigkeit und Gediegenheit trägt auch die innere Einrichtung und Ausstattung. Ueberall hohe luftige, infolge ihres hellfarbigen Anstriches lichte Raume, die seicht von Staub und Krankheitskeimen jeher Art freizuhalten. sind. Sie sind ausgestattet mit allen für eine sachgemäße Pflege der Kranken geeigneten Möbeln und Gebrauchsgegenstänten, die Mume für die chirurgische Behandlung der ^ranken bergen die neuesten technischen Apparate und Hilfsmittel. Tie Anstalt be- aber im Laufe der Zeit durchringt oder wenigstens als Glied einer Eittwicktnngsreihe Bedeutung beanspruchen kann. Lange führt eine» Reihe von Fällen zuin Beweise dafür an und tomuu schließlich zu der Forderung einer Reichsbibliothek für die deutsche Lchön- lileralur, die außer den Werken aller zeitgenössischen deutschen Dichter und Schriftsteller auch die reiche Literatur über diese nebst den einschlägigen Zeitschriften zu sammeln hätte. Diese Naiional-- bibliothek brauchte nicht in Berlin ihren Sitz zu haben, sondern ebensowohl in Leipzig, oder etwa m FrankUlrt a. M. Am Schlüsse seiner Ausführungen fordert Lange die urteilsfähigen Kreise auf, zu seiner Anregung Stellung zu nehmen. — Kleine Kun st chronik. Von Schalom Asch, dem Verfasser des Dramas -Ter Gott der Rache", ist bet S. Fischer in Berlin eine neue Tragödie unter dem Titel .Sabbatm Zewi" erschienen. Preußen Bayern Württemberg Sachsen . ’ Baden Hessen Braunschweig Anhalt Sachsen-Altenburg Oldenburg Sachsen-Eoburg-Gotha . Sachsen-Meiningen Sachsen-Weimar-Eisenach . . . . Mecklenburg-Schwerin und Strelitzer Reuß ältere und jüngere Linie Schaumburg-Lippe Lippe-Detmold Schwarzburg-Rudolstadt u. Sondershausen Waldeck AleLnes Feuilleton. — EinGeschenk des Kaisers, ein K i r ch e n f e n st e r für die Johanniskirche i n iiü ne bürg, verdient in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Tas Fenster ist 11,50 'Dieter hoch und 1,40 Meter breit. Tas Hauplbild ist eine sarbenvolle Darstellung der Kreuzigung. Darunter befindet sich die Taufe tzhristi und dann kommt das Sockelbild mit dem Kaiserlichen (Stifter. Hofglasmaler Karl de Bauchs in München hat nut fernem Vorschlag, den Geber auf seinem Geschenk zu verewigen, emo alte lbepflogenheit erneuert, die bei bildlichen Dekorationen an Kirchen vor Jahrhuiidcrten üblich war. Auf Bildern der Niederländer, der Kölnischen Schule, der Holbeine nsw. finden sich die Stifter m verschiedenen Größen auf den Bildern je nach dem Zeitgeschmack, in winzig kleinen Liliputaner-Figürchen oder größeren dominieren- den Formaten, oder eine der Figuren tragt die Zuge des Gebers. Ter Münchener Hofglasmaler hat diese alte Idee wieder ani- gegriffen und in neuer Form zur Geltung gebracht, und der Kaiser stimmte dem Vorschlag bei. Es zeigt den Monarchen in knie end er Stellung, und auf besonderen Wunsch des Kaiiers tragt er auf dem Bilde R i 11 e r - R Ü stu n g und den schwarz- »ioletten Dlaiitel Staife r He in nchs II. cms dem^om- schätz von Bamberg. Rechts und links flankieren Engel mit «pruch- bänbern und Wappen das Mittelslück. — Gießener Ko n z er t v er ein. Neben ben Choren loirfen bei dem Konzerte morgen treffliche Solisten mit. Es find gute Bekannte, die jeher gern mal wieder Horen wird, krau Kämpfen und Herr Kohmann fingen zudem einige eilte Mente Lieder die ganz in den Rahmen des Abends passen, terr Vaterhaus hat die Haupt-Baß-Bufso-Partien m ten Kan- taten von Bach. Das ist sein Gebiet, da ist er Mister. Erst lüt-ckick bericküeten Leitungen von glanzenden Erfolgen te» Sänaeis - bat er dock L B- in Köln in der Matthauspan wn Kelle eine/Meisters wie Johannes Messchaert die vaupt- o le gesungen als dieser erkrankte, und höchstes Lob erhalten. " schrieben über ihn: Der wunderbar me- Miitbe aana1 in bet Stimme, der herrliche Wohllaut lerne» Manges und"besonders der lebendige icidjütterte die Zuhörer und jnbelnbe vcroorruie loste die se 'e’nberunß d°n b°gn°d°t--i Sang-r ,, - „ b ■ ji, a “(i eu «idlioihetweseno suhlt der Gieisawaldeo llniversitälsdibliolhetar Dr. Edmund Hange ini Literarischen die als Fernheizwerk von dem i.: S?::. Cüuiu uns bewirkt luirb, eijtredi sich ... Jsoliergebäude, ihr te.'thi:. i;-... Die Lüftung geschieh, oerrui, oaß v.c Der Herr Bürgernreister. Den Nikolaus Rapp hab'n j' Zum Bürgermoasta gemacht; Er hat Geld als wia Heu Und is dumm wia die Nacht! Warum hab'» sie denn g'wählt So on teppeten G'föll'n? . . . Mit an G'scheutern, da lomiten's Halt nit Wan, was sie wöll'n! Rudolf Greinz (in der Münch. „Jugend"). Kronfideikommisse und Firma Krupp. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Seitens der Reicks- tagsabgcordneten Erzberger und ©übemm ist in der Reicys- Mgssitzung am 30. März und später eines Gerüchtes Erwähnung getan worden, wonach die Firma Krupp nach 1870/71 von der preußischen Kronfideikommißverwaltung einen Vorschuß zur Betriebserweiterung erhalten habe, daß er noch nicht zurückgezahlt sei und noch die Unterlage für eine relativ hohe Gewinnbeteiligung der Krone an dem Kruppschen Unternehmen bilde, daß es hieraus zurückzuführen sei, wenn die Mitglieder der Artillerieprüfungskommission sich zu einer Art Begünstigung von Krupp für verpflichtet erachten. Letztere Behauptung wies der Vertreter des Kriegsminifters alsbald in derselben Sitzung als eine unbewiesene und unbeweisbare Behauptung zurück. Nachdem verschiedene Zeitungen aber bis in die letzte Zeit auf die Angelegenheit zurückgekommen find, erscheint es geboten, auch hinsichtlich des ersten Teiles des Gerüchtes hiermit festzustellen, daß der Firma Krupp niemals, weder vor Die deutschen Geistlichen in London. Zu Ehren der deutschen Geistlichen sand am 1. Juni in der Alberthall unter dem Vorsitze des Marquis von Northampton eine Versammlung von kirchlichen Würdenträgern statt. Premierminister Asquith hatte ein herzliches Schreiben gesandt, in dem er die Geistlichen willkommen hieß und folgende Worte an sie richtete: „lieber- bringen Sie auf Ihrer Rückkehr Ihren Landsleuten in Ihrer Heimat die Versicherung, daß die Bevölkerung dieses Landes herzlich die Botschaft des guten Willens erwidert, deren Träger Sie gewesen sind, und die iveiterc Versicherung, daß wir fest entschlossen sind, mitzuarbeiten an der edlen Aufgabe, die herzlichen Beziehungen und die gute Kameradschaft zwischen Deutschland und England ausrecht zu erhalten." Der deutsche Botschafter hatte ein in warmen Worten gehaltenes Begrüßungsschreiben an die Versammlung gerichtet, in dem er den Zielen der Veranstaltung seine Anerkennung aussprach. Der Bischof von London schlug eine Resolution vor, wobei er ausführte: Wir als die Vertreter der christlichen Kirchen von Deutschland und England richten an alle Klassen beider Völker die Aufforderung, gegenseitig guten Willen und Freundschaft zu fördern. Wir sind eng verbündet durch unsere Rasse, durch die Verwandtschaft unserer Herrscher und durch die wechselseitigen Beziehungen unserer Literatur. Generalsuperinten- dent Faber unterstützte diese Resolution, indem er sagte: Wir sind eine Rasse durch die Bande der Blutsverwandte schast; die deutsche und die englische Gedankenwelt flämmt in den höchsten und tiefsten Dingen überein. Hos- und Domprediger v. Dry and er, der gleichsalls die vorgeschlagene Resolution unterstützte, führte aus, es sei der Himmelskönig gewesen, der den Völkern die Einigkeit gebracht habe; er hoffe, es werde die Zeit kommen, wo der einzige Wettbewerb zwischen den Nationen der Wettbewerb der Liebe sein wGde. Lage waren, die Kosten tes Anschlusses allein aufsubringcii, wurden Beihülfcn aus ter Kreistasse bewilligt. Ter Arbeitsnachweis bat sich seither nicht in dem Maße entwickelt, wie es wünschenswert ist. Es ist dies in ter Hauptsache darauf zurückzuführcn, daß die Befürchtung herrscht, durch den Arbeitsnackpveis würden die Arbeitskräfte in die Stadt gezogen, weshalb die Landbevölkerung dem Unternehmen nicht sympathisch gegenüber steht. Eine Besserung wird erhofft durch den Anschluß an den neugegrrünteten mitteldeutschen Arbeilsnachwcisvcrband, ter hauptsächlich die Interessen der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung wahren soll. Ter landwirtschaftliche Unterricht hat sich in (erfreulicher Weise weiter entwickelt. Tie landwirtschaftliche Win- terichule in Lieh hat ein eigenes Gebäude erhalten. In beiten Klassen der Schule wird mit gutem Erfolg gearbeitet. Für den naturkundlichen Unterricht in ten Fortbildungsschulen unter Berücksichtigung ter Landwirtschaft ist bereits der dritte Kursus eröffnet worden. Die Wauter-Kvch- und Haushaltungsfchule er- freut fidj großer Beliebtheit. Um möglichst viele Gemeinden ihre Vorteile genießen zu lassen, ist die Errichtung einer zweiten Klasse vorgesehen. Ter Unterricht soll nicht allein in ten Landgemeinden, sondern auch in der Stadt Gießen stattfinden und zwar soll hier ein Kursus im Herbst d. I. eröffnet loerbcn. Es steht zu hoffen, daß es auch gelingen werde, einen Kursus für die Fabrikarbeiterinnen ins Leben zu rufen, ter zwar nicht den ganzen Tag, wohl aber vielleicht zwei Stunden an jedem Tage stattsinden könne. \ . Tie Wasserversorgung der Gemeinden ist soweit gediehen, daß nach wenigen Jahren kaum mehr eine Gemeinde un Kreise Gießen vorhanden sein wird, die ohne Hochdruckwasserleitung ist. Fertiggestellt sind bis jetzt 30, projektiert 9 und in Ausführung begriffen 11. Bei 12 Gemeinten ist ter Anschluß an das Wasserwerk Inheiden vorgesehen. Tie S tr a ßen v er h äl tnisse sind überall gute, mit Ausnahme der Straße Gießen—Steinbach. Trotzdem diese neuerdings mit einem frischen Unterbau versehen worden ist, läßt ihr Zustand immer noch zu wünschen übrig. Von sachverständiger Seile ist vorgeschlagen worden, einen Schutzstreifen zu beiden Seiten der Straße freizumachen und sie aus diese Weise auszutrocknen. Bauunternehmer Winn bezeichnete es als sehr erfreulich, daß ein Schutzstreisen angelegt werte. Er bitte, bei dieser Gelegenheit auch die Bankette zu befestigen und dafür zu sorgen, daß das Lagern der Steine auf dem einen Bankett unterlassen werde. Kvmmerzienrat Emmelius schlägt vor, auf dem Unterbau ter Straße nochmals neu zu bauen und weist darauf hin, daß dieses Verfahren auf der preußijck-en Strecke ter Straße Gießen—Rod- teun seinerzeit Erfolg gehabt habe. £6eringenieur Müller bemerkt, statt des zwecken Banketts könne ja ter eine Schutzstreifen Verwendung finden. Ties sei für den Fußverkehr viel dienlicher, wie die Benutzung des '.'Raterialbanketts, das nicht entbehrt werden könne. Bauunternehmer Winn macht daran, aufmerlfam, daß in verschiedenen Orten sich noch tiefe Mulden befänden, die störend auf den Verkehr wirkten. Dem Uebelstand sei sehr leicht abzuhelfen, wenn man statt der Viulten hiohr- kauäle lege. Ter Vorfitzende erwidert, daß es das Bestreben bet Kreisverwaltung sei, diese Mulden zu beseitigen. Ties ser aber nur nach und nach möalich. Im diesjährigen Voranschlag sei wieder ein Betrag für dies en Zweck vorgesehen. Bei Beratung tes KreiskasseVoranschlags für 1908 bemerkt Kommerzienrat Emmelius, in dem Bericht tes Schularztes sei ihm die Menge der zahnkranken Kinder ausgefallen (ca. 38—39tu;. Er bitte, in dieser Richtung Schritte zu tun, durch Belehrung ter Kinder und der Eltern, für welchen Zweck er eine kleine Broschüre empfehle. Ter Vorsitzende entgegnet, daß, so viel ihm bekannt, schon durch den Schularzt das Ersorderliche veranlaßt werde. Im übrigen sollen weitere Ermittelungen ftattrinten, hierauf fand die Vorlage des generellen Projektes sür das Wasserwerk Inheiden statt, ilter die bereits besonders berichtet ist. Zu M i t g l i e b e r n der Kreiskörkom Missionen wurden gewählt: im Bezirk Gießen: Mrgermeist. Boller zu Ober- hörgern und Bürgermeister Krämer zu Steinbach als Alitglieter, Bürgermeister Kuhl zu Torf-Gill und öeinr. Gilbert II. zu Heuchelheim als Stellvertreter: ini ^firt (Grimberg : Gutsbesitzer Hahn zu Bellersheim und Mirgermeister Stein zu Kefsel- bach als Mitglieder, Will). Weil zu Lang-Göus und Herrn. Velten zu Göbelnrod als Stellvertreter. Als Sachverständige sür die Flurschadensabschätzungen wurden gewählt: Rentner Helfrich zu Gießen, Pachter Klingelhöfer zu Hof-Gratz, Bürgermeister Stein zu Kesselbach, Bürgermeister Zimmer zu Grünberg, Rentner Lahr zu Gießen, Pachter Kammei. zu Beltcrsheim uno Bürgermeister Holler zu Ober-Hörgern (die beiden letzteren als Stellvertreter). Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen. Z Gießen, 27. Mai. Nachdem der Vorsitzende des Kreistages, Geheimerat Dr. Breidert, die heutige Sitzung eröffnet und die Erschienenen begrüßt hatte, wurden zunächst die Ergänzungswahlen zum Kreistage geprüft. Sie hatten folgendes Ergebnis: Wieder gewählt sind: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Georgi, Geh. Zustizrat Tr. Schäfer zu Gießen, Beigeordneter Welcker zu Allendorf ä. d. Lda., Bürgermeister Gilbert zu Grüningen, ztzomm.-Rat Emmelius, Kömutt-Rat Gail zu Gießen u. Brauereibes. Jhring zu Lich: neugewählt sind: Iohs. HirzIX. zu Watzenborn, Vürgermeist. Schwalb zu Großen-Buseck, Bürgermeister Benner zu Treis a. b. Lda., Bürgermeister Türmer zu Lich unb Landgerichtsrat Neuenhagen zu Gießen. Ter Kreistag erteilte zu diesen Wahlen feine Zustimmung. Zu Mitgliedern der E i n s ch ä tz u n g s r o m m i s s i o n I. Abteilung ter Einkommensteuer wurden gewählt: im Steuerkommill'ariats- bezirk Gießen: Heinrich Lang zu Wieieck, Bürgermeister Leun zu Grvßen-Linben, Direktor Nies zu Lollar und Iohs. Weber V. zu Lang-Göns als Mckglieder, Ludwig Frey II. zu Lollar und Zvhs. 'Faber II. zu Lang-Göns als Stellvertreter; im Bezirk Grün berg: H. M. Jöckel, Herm. Aug. Christ zu Grünberg, Apotheker Welcker zu Allendorf a. d. Lda.. als Mitglieder, Karl Schott, Bürgvrmeister Zimmer zu Grünberg als Stellvertreter; im Bezirk Hungen: Bürgermeister Bormann zu Trais-Horloff, Beigeordneter Jockel zu Hungen, Adam Köhler zu Lich als Mitglieder, Bürgermeister Fendt zu Hungen, Drauereibesitzer C. H. Ehr. Jhring zu Lich als Stellvertreter; im Bezirk Butzbach: Bürgermeister Holler zu Ober-Hörgern als Mitglied. Aus den zum Verwaltungsbericht gegebenen Erläuterungen des Vorsitzenden ist zu erwähnen, daß bas Bestreben der Krelsverwaltung darauf gerichtet war, alle Gemeinden mit öffentlichen Fern sprech stell en zu versehen, was schon mit Rücksicht auf die Sammelwasenmeisterei eine 'Notwen- bigfeit ist. Es ist jetzt nur noch ein kleiner Teil von Gemeinden anzuschließen. Bei zwei Gemeinten, die nicht in ter gir. 128 Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag L. Juni 184)8 tüglld) mL $tu4naf;me t>e3 ^onnt.igä, .A X XiA Rotattonsdruck und Verlag der Bra i>Nch-- OlOiCIlo ^tilWlOCl General-Anzeiger für Gberhejsen M 2.25, 8.- 4.50, 5.50 z garantiert ihulstr. 4. , dcu 3. Jimi U -Mliaes 2 Utt n Licker sche.i rL : arlie Möbel l.st- ageirlphologMt^ ü.lr i, GtiWElp eibank. is« W r. w -14’ tert Tecken angebrachte Rosetten entweicht, in besonderen Kaminen angesammelt und hinaus durch den Bodenraum ins Freie g«- sührt wird. Tic Fußböden, Treppen und Gänge im Krankenhaus lind überall massiv (Terrazzo oder Torgament), die Decken- und Wändc-Anstriche so beschaffen, daß sie auch stärkeren Desinfektions- mittehi Widerstand leisten können. Die Verwaltungsräume liegen im linken Seitenflügel des Hauptgebäudes. Dort befindet sich auch der Eingang zur Anstalt, durch den der Hauptverkehr geht. Ter Ausnahme suchende Kranke, der hier eintritt, befindet sich int Erdgeschoß. Er gelangt zunächst in das linker Hand liegende Wartezimmer. Weitn er durch dessen zweite Tür hindurchtrirt, stehl er im Arztzimmer. Hat die ärztliche Untersuchung seine Ausnahme zur Folge, so wird er durch die diensttuende Schwester, bereu Zimmer jenseits des Korridors gegenüberliegt, an seinen Besttmmungsor!. geleitet. Alle weiblichen Kranken werden im Erdgeschoß, alle männlichen in dem darüberliegenden Obergeschoß untergebracht. Tie Krankenzimmer liegen im Erd- wie im Obergeschoß in einer Flucht auf der östlichen Längsseite des Hauptgebäudes. Tie Einteilung der, letzteren gestaltet sich im Erdgeschoß, von dtordosten nach Südwesten verlaufend wie folgt: Speisezimmer der Schwestern — Teeküche, zugleich Speifeverteilungsraum — Klosetts — Zimmer der diensb- luenden Schwester — mehrere Krankenzimmer I., II. und III. Klasse — Baderaum — 8 Betten-Saal. Dieselbe Einteilung findet sich im Obergeschoß vor, nur daß an Stelle des zuerst genannten Speisezimmers der Schwestern das Zimmer der Oberschwester tritt. Im Kellergeschoß folgen die Räume "auf der gleichen Seite des Gebäudes und in der gleichen Richtung in nachstehender Weise: Kochküche — Spülraum — Speisekammer — Klosetts — Baderaum — Zimmer für Krätze-Kranke — Raum für Wäsche — Wärterzimmer — Isolierzelle für Geisteskranke — Obstkeller — großer Keller für Viktualien und dergl. Im Tachgeschoß befinden sich t>:- Zimmer für die Dienstmädchen, das Flick- und Nähzimmer, d'e Aufbewahrungsräume für die Kleider der Kranken sowie zwei große Trockenböden. Von der Küche im Kellergeschoß führt ein Aufzug nach oben. Im Obergeschoß, in gleicher Höhe mit der Männerabteilung, liegt der Operationssaal. In ihm wie im anstoßenden Raume, in dem die Waschvorrichtung und die Sterilisierungs-Apparate untergebracht sind, glänzt alles in Weiß, es herrscht helle, obschon nicht grelle Beleuchtung. Tie technische Ausstattung steht auf 'der Höhe der Zeit. Der linke Seitenflügel des Hauptgebäudes ist der Sitz wichtiger Betriebsfunktionen. Im Kellergeschoß befindet sich der Kesselraum, in dem die beiden Kessel zur Dampfheizung und zur Warmwasserleitung aufgestellt sind, dahinter liegen die Räume für das Feuerungsmaterial. Ueber diesen Räumen, im Erdgeschoß, finden wir den Aufnahme-Raum für infizierte Wäsche, den Desinfektionsraum, die Waschküche und das Bügelzimmer. Eine sinnreiche Vorrichtung verhütet das Sichberührcn von infizierter Wäsche mit Personen oder Gegenständen des Tcsin- fcktionsraumes. Der eiserne Wäsche-Desinsektions-Apparat ist durch die Wand, die den Desinfektionsraum von dem Raum für die infizierte Wäsche trennt, gesteckt, so daß je eine seiner beiden fest verschließbaren Oeffnungen in die genannten Räume hineinragt. Auf der einen Seite wird die infizierte Wäsche in den Zylinder gebracht und fest verschlossen; auf der anderen, im Desinfektionsraume, wird aus einem Dampfkessel heißer Dampf in den geschlossenen Desinfektions-Apparat geleitet und jeder Krankheitskeim vernichtet. Dann wird der Apparat geöffnet, die Wäsche herausgenommen und zur Weiterbehandlung in, die anstoßende Waschküche gegeben. Das Bügelzimmer ist aufs vorteilhafteste mit der Waschküche und dem Korridor des Erdgeschosses verbunden, von dem aus die fertige Wäsche durch eine Oeffnung in der Wand bequem abgenommen werden kann. Etwas abseits vom Hauptgebäude liegt das Isolier-Haus. Es dient zur Aufnahme von mit ansteckenden Krankheiten behafteten Kranken. Der in der Mitte liegende Flur trennt es in zwei Teile, einen für männliche, und einen für weibliche Kranke. Jeder Teil besteht aus einem größeren und einem kleineren Krankenzimmer, Baderaunt und Klosett. Dach- und Kellergeschoß sind Aufbewahrungsräume. Zu der Anstalt gehören noch die int Hintergründe liegende Leichenhalle mit Aufbewahrungs- und Sekttonsraum und eine Remise für Wagen und dergl. Im Kreis-Krankenhaus sind zunächst zwei Schwestern des Alice-Frauenvereins als Pflegerinnen tätig. Es wird verpflegt in 1., 2. und 3. Klasse. Der behandelnde Arzt ist in erster Linie der Anstaltsarzt Dr. Weber. Indessen wird dem Prinzip der freien Aerztewahl in weitmöglichstem Maße Rechnung getragen. Allen in der 1. und 2. Klasse verpflegten Kranken ist, da sie eine höhere Vergütung bezahlen, freie Aerztewahl gestattet. Es ist aber auch den in der 3. Klasse verpflegten selbstzahlenden Minderbemittelten möglich gemacht, sich ihren Arzt selbst zu wählen. Alle Kranken hingegen, für die ausschließlich die Kranken- usw. Kassen die Entrichtung der Behandlungs- und Verpflegungskosten übernehmen, werden vom Anstaltsarzt behandelt. In der Anstalt sind vorerst 29 Krankenbetten zur Aufstellung gelangt, !) im Jsolierhaus, 20 im Hauptgebäude; doch kann letztere Zahl ohne besondere Vorkehrungen auf das doppelte erhöht werden. Die Lage unseres Kreiskrankenhauses gewinnt noch durch ihren landschaftlichen Reiz. Von den Fenstern der Kranken- ztmnier aus öffnet sich ein herrlicher Ausblick. Weithin fällt das Gelände allmählich ab. Der Blick schweift über saftiggrüne Wiesen, prangende Felder, blumige Auen hinab ins Schwalmtal und hinüber, zu den jenseitigen bewaldeten Höhen. Durch die Baumwipfel schimmern von rechts her die Häuser der Unterstadt, im Hintergründe grüßt Schloß Altenburg. Fern int Nordosten dämmern die Gipset des Knüllgebirges. Ein fesselndes Panorama liegt vor dem Beschauer, von dem der Blick nur ungern sich losreißt. A. O. Z. Aus Stadt und Land. Gießen, 2. Juni 1908. In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog u. a. Professor Horn von Gießen. •* Titelverleihung. S. K. H. der Groß Herzog haben dem Kreisamtmann bei dem Kreisamt Friedberg Dr. Emil Ga ßner den Charakter als Negierungsrat und dem Oberlehrer an der höheren Mädchenschiile zu Dieburg Heinr. Kinkel den Charakter als Professor erteilt. ""Eine Sitzung des Provinzial-Ausschuss es findet am Samstag den 6. d. Mts., vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gemeinderatswahl zu Annerod. 2. Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. ** Wissenschaftlicher Fortbildungskursus für Volksschullehrer. Die Vorlesungen beginnen um 4i/4 Ufjc (nicht 41/2 Uhr, wie es in dem gestrigen Inserat hieß). Arbeitsjubiläum. Morgen, 3. Juni, werden es 2 5 Jahr, daß der Glasergehilfe Wilhelm Sickert aus Giebichenstein bei Hatte in dec Glaserei Hermann Sch er ff Ww. hier tätig ist. ♦* Hessische Unterbeamte. In Frankfurt pielten gestern die Hess. Unterbeamten ihre Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Ter Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit einem Hoch auf den Landes- Oerrn. Es wurde sodann das Ergebnis der an Grvßh. Re- und Landstände gerichteten Petition besprochen. Schriftführer H ä u s e r-Darmstadt erstattete hierüber einen -bencbt, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. Es gelangte )oöaini folgende Resolution einstimmig zur Annahme: ,,-iic heute zu Frankfurt a. M. versammelten HM- Unterbeamten sind über die Mitteilung ihres Vorstandes über das Ergibnis der an Regierung und Landstände gerichteten Eingabe erfreut, nachdem bet Beratung der fragt Petition bei dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer die in der Eingabe enthaltenen Wünsche und Forderungen Beachtung sanden, und der Finanzausschuß beantragte, die Regierung zu ersuchen, bei einer baldigen Revision der Be- soloungsordnung die Wunsche der Antragsteller nach Möglichkeit zu beachten. Daß die Großh. Regierung und Landstände den Beamten gegenüber ihr Wohlwollen durch Gewährung eines Woynungsgeldzuschusses bewiesen haben, erfüllt die heutige Versammlung mit Dankbarkeit, jedoch dürfe nicht verkannt werden, daß mit der Gewährung des Wohnungsgeldzuschusses infolge der Teuerungsverhältnisse noch keine nennenswerte Besserung eingetreten ist, zumal es Tatsache ist, daß gerade die Unterbeamten bei dem geringsten Diensteinkommen und größter Ausnützung des Körpers und der Gesundheit am meisten betroffen sind. Die versammelten Unterbeamten, die treu und fest zu ihrem Landesherrn stehen und mit größtem Vertrauen auf das Wohlwollen der Großh. Regierung und Landstände hoffen, sprechen die mit größter Ehrfurcht gehegte Hoffnung aus, daß die hohe Regierung die zurzeit noch bei den Unterbeamten bestehenden ungerechten Verhältnisse hochgeneigtest einer eingehenden Prüfung unterziehen und in Anerkennung der Notlage, noch in diesem Jahre, sich zu dem Schritt entschließen möchte, eine Besserstellung der Unterbeamten herbeizuführen/' Die vorgelegte Rechnung wurde genehmigt, der Vorstand wiedergewählt und bann die neu vorgelegten Satzungen gut geheißen. ** T as Kolosseum hatte gestern abend Programmwechsel, Grund genug, daß sich am Abend eine recht stattliche Besucherzahl in dem luftigen Saal einfand. Das diesmalige, recht gut gewählte Programm räumt namentlich der Musik einen weiten Raum ein und bietet der fleißigen Hauskapelle Gelegenheit, ihre Kunstfertigkeit zu zeigen. Ten artistischen Teil eröffnet eine recht nette Drahtseilkünstlerin M i ß Lilli, deren Kunst sich auch auf das Dressieren von Tauben erstreckt, mit denen zusammen sie ein allerliebstes Bild abgibt. Eine zweite Dame und ein Herr assistieren ihr durch ihre starken Zähne. Sehr schik und temperamentvoll gibt sich die Soubrette Marietta Varietta, ein kleines Sprühtenselchen mit nicht sehr großer, aber angenehmer Stimme und lustigen Liedern. Marco und Tartiana, ein komisches Künstlerpaar, sind auf vielen Gebieten zu Hause. Lustige Clvwnfpäße wechseln mit Tänzen, eine amüsante Schnellmalerei mit musikalischen Vorträgen auf verschiedenen seltsamen Instrumenten, und alles findet gleich dankbaren Beifall. Ein schneidiges Tänzerinnenpaar, Les Montez, gefällt bei aller Ausgelassenheit durch das Dezente feiner Darbietungen, die eleganten Kostüme und die große Geschicklichkeit, die es beim Tanz und den gebotenen gymnastischen Kunststücken zeigt. Tie drei Warringtons schließlich bieten eine. Anzahl prächtiger Marmorbilder, die zumeist klassischen Vorbildern nachgebildet sind. Als Hauptstück des Programms erfreut wiederum ein Burles ken-En- f emb I e das Publikum. Eine Blütenlese von höherem Blödsinn geht in ihren tollen Stückchen auf das lachende und entzückte Publikum nieder, das namentlich an den launigen Einfällen und der Falstaff-Figur des Direktors Blatzheim seine Freude hat. Es wird selten im Kolosseum so viel gelacht worden sein, und wer sich in den nächsten Tagen eine durch keinerlei Verstandestätigkeit getrübte vergnügte Stunde bereiten will, möge sich den „kräftigen Jungen" ansehen, der auf dem Gebiet des höheren Blödsinns in der Tat einen Rekord bedeutet. —- Steinberg, 1. Juni. An dem an Pfingsten aus Anlaß des 2Ojährigen Stiftungsfestes des Gesangvereins „Jugendfreund" stattfindenden G e s a n gswett streit werden folgende Vereine teilnehmen: I. Klasse: „Liederzweig" Walldorf, „Germania" Lollar; IIa Klasse: „Germania" Gcoßen- Buseck, „Thalia" Heldenbergen, „Frohsinn" Garbenteich; IIb Klasse: „Liederkranz" Leihgestern, „Germania" Großen- Linden; Illa Klasse: „Sängerlust" Büdingen, „Männer- gesangverein" Münster; IIIb Klasse: „Jugendfreund" Steinberg, „Viktoria" Garbenteich, „Sängerkranz" Watzenborn. Die bei dem Gesangswettstreit tätigen Preisrichter werden vor Beginn des Wettsingens nicht bekannt gegeben. Das letztere findet am 2. Pfingstfeiertag vormittags, von 10 Uhr ab in der Wirtschaft „Zur Krone" statt; der Festplatz befindet sich auf der sogenannten „Mockswiese", wo auch die Kirchweih abgehalten wird. An dem Festzug am zweiten Feiertag beteiligen sich außer den vorgenannten Vereinen u. a. noch folgende Gesangvereine- die auf dem Festplatze auch Einzelchöre zum Vortrag bringen: „Eintracht" Steinberg, „Germania" Lang-Göns, „Harmonie" und „Germania" Watzenborn. Nach den getroffenen Vorbereitungen ist dem festgebenden Verein ein guter Besuch zu wünschen. — DaL vor ungefähr 5 Jahren in Benutzung genommene stattliche Schulhaus hat sich zu klein erwiesen, sodaß eine Erweiterung in der Richtung nach Watzenborn zu in Aussicht steht. Der Raummangel ist dadurch herbeigeführt worden, daß in diesem Jahre über 10O ABC-Schützen aufgenommen wurden. O,Lauterbach, 1. Juni. Einen zweitägigen Pfingstausslug in den Vogelsberg plant der Zweigverein V. H. C. in Frankfurt a. M. Am ersten Tage wird bis Station Laubacher Wald mit dem 10 Uhrzug gefahren und über Ulrichstein nach hier (ca. 6 Stunden) zu Fuß gewandert, abends geselliges Zusammensein mit der hiesigen Sektion. Der zweite Tag führt die Touristen über Eisenbach. Jlbershausen nach Station Oberwald, von wo aus leicht mit der Bahn die Heimfahrt erfolgt. □ Büdingen, 1. Juni. Der hiesige Maurer Höhn war heute vormittag mit Reparatur einer Gartenmauer beschäftigt. Plötzlich stürzte dec in den 50igec Jahren stehende Mann leblos zu Boden. Mit dem Spitalfuhrwerk brachte man ihn nach Hause. Die Todesursache konnte noch nicht festgestellt werden. h. Worms, 1. Juni. Gestern abend erstach der Straßenkehrer Hofmeister feinen Schwiegersohn auf offener Straße. Der Getötete hatte des öfteren seine Frau schwer mißhandelt und soll kurz vor dem Tode den Versuch gemacht haben, sie aus dem Fenster des vierten Stockwerks herauszuwerfen. X Herborn, 1. Juni. Am Samstag, den 30. Mai sand in Herborn die Submission der III. Landes- Heil- und Pf leg e a n stal t statt. In Anbetracht der sehr hohen Bausumme dürfte die Bekanntgabe der Resultate sehr interessant sein. Loos I: Franke-Limburg 1 268563,85 Pik., Büscher-Münster 1309 069,07 Mk., H. Wmn & Co.-- Gießen 1 331 211,84 Mk., Klein-Dillenburg 1369 675,81 Mk., A. Behln - Iserlohn 1392 641,30 Mk., Müller - Wetzlar 1 398 565,50 Mk^ Düren - Goddesberg 1457153,40 M Lolat Eisenbeton - Gießen 1 497 703,88 Mk. Loos II' Büscher - Münster 101 112,41 Mk., A. Behln - Iserlohn 107 920,40 Mk., Klein-Dillenburg 113 920,30 Mk., Müller- Wetzlar 114 771,12 Mk., Düren-Goddesberg 115 290,30 Ms Pfaff-Herborn 116 336,55 Mk., R. Thielmann - Herborn 116427,05 Mk, Loos III: Büscher-Münster 150034,61 Mk., Klein - Dillenburg 158 707,00 Mk., Müller - Wetzla- 162 981,56 Mk., A. Behln-Jserlohn 163 931,25 Mk., Düren! Goddesberg 163 940,15 Mk., Pfaff-Herborn 166 010,24 Mk. Thielmann-Herborn 167 174,50 Mk. Vermischtes. *Wer kann gutzählen? Wie viel kommt heraus wenn man zusammenzählt: den Kaiser Wilhelm, Bulow' 5 Offiziere, 1 Schutzmann und 2 Hasen? — Zwölf, denn Kaiser Wilhelm und Bülow sind 1, dazu 5 Offiziere macht 6 ein Schutzmann gibt 8, zusammen also 14, und die beiden Hasen werden abgezogen^ also bleibt 12. * Gewitter. Bei Zalenze (Oberschlesiew wurde eine Radsahrergesellsck)aft vom Gewitter überrascht. Der Arbeiter Tyüa wurde vom Blitzstrahl getroffen und war sofort tot. — Pei Karlsruhe schlug am Sonntag der Blitz in ein Anwesen und tötete den Besitzer und zwei Kühe. * Automobilunfälle. In Stuttgart stießen auf einer Straßenkreuzung zwei Automobile zusammen. Zwei Personen wurden schwer verletzt. — Der Kunstmaler Fuhrmann aus Pasing bei München ist auf einer A u t 0 m 0 b i l f a h r t in der Nähe von Freising verunglückt und soll schwere Verletzungen erlitten haben. — Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich ferner zwischen Düsseldorf und Cleve. Bei Rheinberg rannte ein mit fünf Personen besetztes Automobil mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Führer des Wagens, zwei Kinder und eine Dame wurden schwer, die anderen Insassen leichter verletzt, das Automobil zertrümmert. * Eisenbahn unfäl l e. Ein Eilzug Brüssel — München ist bei dem Kreuzungspunkt Chenee-Herve in Belgien, wahrscheinlich durch den Bruch einer Schienenverbindungsstange, auseinander gerissen worden. Es stürzte ein Wagen um und wurde teilweise zertrümmert. Zahlreiche Passagiere wurden verletzt, drei getötet. Der vorletzte Wagen stürzte gegen das Weichen-' stellerhäuschen, welches vollständig zertrümmert wurde. In dem umgestürzten Wagen, welcher eine Strecke mitgeschleift wurde, befanden sich 15 Reisende. Die meisten waren deutscher Nationalität. Von diesen sind sechs schwer verletzt. — Ein Personenzug ist in der Nähe der ungar. Station Szemes aus bisher unbekannten Ursachen entgleist. Mehrere Wagen wurden zertrümmert. Ein Schaffner wurde schwer, mehrere Passagiere leichter verletzt. — Ferner ist ein Schnellzug auf der Strecke Weimar —Oßmann- st e t t mit dem letzten Wagen entgleist. Ein Reisender wurde schwer, zwei wurden leicht verletzt. — Endlich bei dem Haltepunkte Pu st leben (Prov. Sachsen) entgleiste eine Achse des im V-Zug laufenden Speisewagens und sprang im H-Stück einer Weiche wieder in die rechte Spur. Personen wurden nicht verletzt. — Im Owen-Sound im Staate Ontario ist auf der Canadian Pacific Bahn eine Lokomotive auf ein abschüssiges Gleise geraten und gegen einen Eilzug gerannt. Der Lokomotivführer des Eilzuges wurde schwer verletzt, der Zug teilweise zertrümmert. Unter den Trümmern entstand eine Feuersbrunst; eine größere Anzahl von Passagieren wurde verletzt. Kleine Tageschronik. In Oppau (Platz- ist uh protestantischen Pfarrbaus ein Lepra-Fa ll festgestellt worden. Ter Schwager des Pfarrers Walter war vor sieben Jahren aus Brasilien zurückgekehrt. Jetzl erst trat die Krankheit bei dem Manne zu Tage. Es sind strenge Absp-errungsmaßregeln getroffen worden. Arge Unregelmäßi gleiten in dem sozialdemokratischen Wahl verein in Wilhelmsruh bei Berlin sind entdeckt worden. Es sollen nicht nur Mitgliedev-Beitväge unterschlagen, auch Ouil- tungen und Beläge gefälscht wovden sein. Die Mgelegenheil ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden, welche ein Strafverfahren gegen den Vertrauensmann eingeleitet hat. Bei einem Trabrennen in Westend bei Berlin ist der Fahrer Stolzenberg tätlich verunglückt — In Berlin wurde ferner der 41jährige Arbeiter Grahl vom Hitzschlage getroffen und war sofort tot. Dem Landgerichtspräsidenten Paul E h r en b e r g in Potsdam ist der erbliche Adel verliehen worden. König Friedrich August von Sachsen tritt im Juli eine Fußtour durch 9t 0 r w e g e n an. Im Cais „Modern" zu München versuchte der Schauspieler Anton Hoier vom Wiener Raimund-Ensemble, das zur Zeit im Münchener Lustspielhaus gastiert, eine Kollegin zu erschießen. Als der Schuß fehl ging, wollte Hofer die Waffe gegen sich richten. Ein Kellner entriß sie ihm. Im nächsten Augenblick brachte sich Hoier mit seinem Taschenmesser einen lebens- gefährlichen Stich in die Herzgegend bet. Das Motiv der Tal ist Eifersucht. In H i r s ch b e r g (Schles.) gerieten die Arbeiter Zimmer und Binder wegen der Landtagswahlen in Streit. Fran Binder, die ihrem Manne beisiehen wollte, erhielt dabei einen so heftigen Stoß vor bie Brust, daß sie auf der Stelle st a r b. Tic 21 jährige Tochter des Magistratsrates Widmann in Hall (Tirol) ist beim Blumensuchen aus der Hohen Wand etwa hundert Meter tief ab gestürzt. Tie Leiche ist geborgen. Tie zwei Begleiterinnen der Vcrunglückien hatten sich verstiegen und mußten durch eine Rettungs-Expedition herabgeholt werben. Sorge verwandelt sich in Freude. M? Nur echt mit dieser Marte—demFischcr — dem Garantie- Zeichen de8 Scott- lchen Derfahrenüt erforderliche Kräftigung. Dieses vortress- liche Nahrungsmittel wird von den Kleinen selbst dann gut vertragen, wenn Much ihnen nicht bekommt, weil es so leicht verdaulich ist, daß der kindliche Körper, auch bei ernstlicher Entkräftung, den vollen Nährwert auszunützen vermag. unterschätzen ist dabei, daß die Kinder das Präparat gern und mühelos nehmen. Scott» (Smulfion wird von une auölchltchtich i“1 .9'^ verlaust, uno zwar nie tose nach Gewicht oder Mal», l0" ct nur in versiegelten Ortginalflaschcn in Karton nut um Sdjuyniuvfe Milcher mit dem Dorsch). Scott u. Loiv» - m. b. H, Fraiiksurl a. M. -ga, Bcstandreilc: feinster Mrdizmal-Uedertran 150,0, prima (iapjcrtn; R unic,pl>oopi,oriasaurcr Katt 4,3, unterphodpl,orig>aureS Natron 2,u, puin. aiuh 3,0, iernster arab. töuuimt pulv. 2,0, bcfülL Hasser 129/), LUtoyol 11A aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel- und (Laultheriaöl je 2 Dropse». Ducherow, Kr. Anklam, den 23. Oktober 1907. „Da mein Töchterchen Hedwig im Alter von 2 Jahren »och feinen Fuß aufsetzen konnte, so entschloß ich mich, ihm Scolis Emulsion eiuzugebeu. Schon nach der ersten Flasche konnte ich wahrnehmen, daß eine deutliche Wirkung sichtbar war, indem die Kleine bedeutend munterer wurde und besseren Wppent bekam. Nach Verbrauch der zweiten Flasche vermochte das Kind schon an einer Halid zu gehen, und jetzt, nachdem sie das Präparat eine Zeitlang regelmäßig erhalten har, läuft sie geschlviud wie eine Kugel überall herum, ißt und trinkt alles und hat auch im Sprechen ausgezeichnete Fortschritte gemacht. Au dem kleinen Mädchen, das vorher n»stl Sorgenkind gewesen ist, haben mein Mann und ich unsere helleJreude. (gez.) Frau. M. Putzer. Scotts Emulsion brachte dem Kinde die so unbedmgl L N St Waillei Continental 6 MjMW I I I I s I I I I I I I D2, 3429 B»/s [04678 Sehr ausgiebig, daher billig ist Bestens empfohlen von Eberhard Dort, Walltorstr. 45. wege vergeben werden: L3imm.rarbc.ten °mschl.H°--l'°s--ung °-r°nschl.z.M. 2336,16 » -in« Rohbau . , 323 — Emil Karn. [3441 2745 Emil Fischbach v2/e 2741 MAGGI Die Lerstellung jedes einzelnen Reifens Wird von Fachleuten Überwacht, und kein Steifen verläßt die Fabrik, welcher nicht vorher auf seine Verläßlichkeit geprüft ist. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärm e 16l/a°R Einzig und allein für den enorm billigen Preis pr. Stück c% Man würze nach Geschmack und erst beim Anrichten. Madapolam mit breiter Stickerei Batist und Chiffon mit Stickereigarnitur Feines Hemdentuch und Linon mit breiter Spitzengarnitur aus ganz feinen Stoffen verarbeitet 1822.33 400.— 424.— 339.— 214.— eingereicht sein. Zuschlagsfrist 8 Tage. Lich, den 1. Ium 1908. K. Schön, Baumspektor. Gießener Wetterdienst. VoranSfichtliche Witterung für Heften am Mittwoch, den 3. Juni: Ziemlich trüb. Regelt. Ättch Gewitter. Erheblich kühler. Untverjitäts-Nerchrichten. — Wie uns aus Wien gemeldet wird, ist der Staats- und Verwaltungsrechtslehrer an der dortigen Universität, Reichsrats- und Landtagsabg. Pros. Dr. Joses Redlich von ver Harward- Üniversity in Cambridge bei Boston eingeladen worden, Vorlesungen an dieser Hochschule zu haltet». Pros. Redlich wird im Sommersemester 1909 an der Harvard - Üniversity Vorlesungen halten. — Zu Geh. Hofräten mürben dieLeipziger Universitäts- proiessoren Romairist Dr. phil. Adolf Birch-Hirschfeld und Physiker Dr. phil. uat. et med. Ctto Wiener ernannt, die beide früher Ordirrarieir in Gießen waren. — Ter „Reichsanz." veröffentlicht die Ernennung des Geh. Hofrats Professors Pfeffer zu Leipzig zum stimmberechtigten Rrlter es Ordetrs pour le mferite für Wissenschaften und Künste. „CZualität" sollte bei der Wahl eines Fahrrad »Reifens maßgebend sein. K. Reitz u. Frau Luise geb. Wagner. Gießen, den 2. Juni 1908. Photographische Apparate und sämtliches Zubehör kauft man reell und vorteilhaft in der Central-Drogerie, Schulstrasse Kartoffeln feinste Speise- u. Salatkarlost'eln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 100-1 I Hautet, Reuen Baue < Telephon 612. a?/6] Marktatrasse 17 p, I, II, III- ö. Qual. 62—ö6 Psg. Lebeudgeiv. UU Ptg. Ge,chatt bei pouiuiei) gut, kein Ueberstand. Geschäft in Kleinvieh gut, kein Ueberstand. gestattet. Darmstadt, den 19. Mai 1908. Grofih. Obere Bergbehörde. W* Wien alier Art: vernickeln, verkupfern, vermessingen sowie Aufarbeiten von Lampen, Gaskronen und allen Metallgegenatiinden unter billigster Berechnung in dauerhafter Ausführung. Eugen Haußmann, Lampenfabrik Sphiffenberger Weg 50 2800 Fernspr. 264 Fussboden'Anstrich. Fussbodcnöl, ftaubbindend , neifarben, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Jngre- bici“ien zum Anstreichen und Wichsen der Fußboden, empfiehlt Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berg gesetzes in dec Fassung vom 30. September 1899 wird hier durch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Seine Eclauch der Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach als Inhaber des Gräflich Solms-Laubach'schen Familienfideikommisses mit dem Eisensteinbergwerk ,Roon" in der Gemarkung Inheiden, Kreis Gießen, bcliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen 3 Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigentümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des SituatlonSrisses bei der Bergmeislerei Darmstadt Jedem Gerrehtssaal. Leipzig, 1. Juni. Vor dem vereinigten 2. und 3. Strafsenat begann heute früh der Spiouageprozeß gegen den Schrissteller Mathias S ch i w a r a, zuletzt in Solingen wohnhaft. Stach dem Eröffnungsbeschluß hat der Angeklagte seit Anfang des Jahres 1905 bis zum 25. August 1907 in Deutschland und als Deutscher in Belgien und Frankreich sich hinreichend verdächtig gemacht, in fortgesetzter Handlung vorsetzlich Schriften und Zeichnungen, deren Geheimhaltung im Interesse der Sicherheit des Deutschen Reiches geboten war, sich verschafft und zur Kenntnis der französisck)en Regierung gebracht zu haben, in dem Bewußtsein, die Sicher- heit des deutschen Reiches zu gefährden. Teilweise handle es sich nur um den Versuch dieses Verbrechens. Der Angeklagte erklärte, er bekenne sich für schuldig, in vier Fällen gegen das Gesetz sich vergangen zu haben. Er bedauere dies, glaube sich aber nicht strafbar gemacht zu haben, da er nur Berichte über Tatsachen und Vorgänge, wie Kaisermannöver usw. geliefert habe, die jedermann zugängliä) waren. Im übrigen wolle er aber, soweit er sich schuldig gemacht Habe, bestreiten, das Bewußtsein gehabt zu haben, daß seine Mitteilungen die U.d.Protektorate S.K.H.d.Prinzregenten Luitpold von Bayern.im neuen Aussteiiungspark.MaibisOKtober AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 Alles.wasindie Erscheinungtritb.wird durch einfache, sachliche Gestaltung die Beziehungen der angewandten Kunst zu Münchens Leben und Schaffen erkennen las* Sen: Handrrerk-Jndustrie-Handel-Oeffentliche Einrichtungen- Sportl. Wettbewerbe u.Spiele-Aufführungen auf der neuen Schaubühne -KonzertVeranstalt, ungen- Künstlerfeste-Vergnügungspark.oddo ktttw ro Bl w H ■ ■ w M"»-n"«3EHEani BJLPJW »^12 wird, beginnend am z u _ Mittwoch, den 3. Ium im ^mvslokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Übt, pbfle&alten werden Jmpfpfiichtig im laufenden Kalenderjahr stnd die un vorigen ftnhre aeborcnen Stuwer, sowie die rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche lmptpfilchtige Kinder haben, aur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem bemerken ein bah alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich iini. i“e mcht benuhen E Immun« icitted nflichtiaen Kindes bis zum Iabrestchlufie am ferne Konen bctoertitclhacn lassen, widrigenfalls ihm int Januar »rächst«.« Jahres eiue vierwochentlrche Frist zur Nachholung der Jmvmng Kinder, welche im ,an,enden Jahre aeboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter .geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müßen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erfchetnen. Kinder deren Zurückstellung von der Impfung wegen Ärantlich- feit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte m den °"°MZuZiÄEKlSr^Lsche und rein «ewnichenem Körper Impfung gebracht werden.. Es wird nur an erneut Arme imt Lymphe aus dem Landesimpstnstitut germpft. Kinder auS Familien, in denen ansteckende Krankheiten Herrichen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 29. Akai 1908. . , B Großh. Bürgermeisterei Gießen I. B. Keller.______ Orrginal-Drahtmel-nngen. I,insbruck, 2. Juni. Obgleich die gestrige erste Vorlesung des Professors Wahrmnnd ohne Zwischenfall verlies, hat doch der Universitätsrektor vom Aiinisterpräildenlen ein Tetegramni erhalten, wonach dem Professor Wahrmund die io eitere Abhaltung auch von Semtnarubungen verboten werben soll. Antwerpen, 2. Juni. Passagiere des Dampfers Bruxel- lesville, welche aus dem Kongo zurückgekehrt sind, geben Einzelheiten über den Untergang des Dampfers Ville de Bruges auf dem Kongo-Fluß (worüber s. Zt. berichtet worden ist). Als der Kapitän infolge Sturmes sem Schiff dem Ufer zuwenden wollte, wurde es umgeworfen. Kapitän Lundgren und der norwegische Leutnant Ronmg wurden von per Kommandobrücke ins Wasser geschleudert. Es gelang beiden, sich ans User zu retten, aber, kaum gelandet, wurden ,ic von Eingeborenen angegriffen und erschlagen und ihre Zeichen un Dickicht verspeist. An Bord des Schiffes befanden sich außerdem drei weiße Kongo-Beamte, die sich im (öpetiejaaL befanden, als die Katastrophe erfolgte. Es ist sicher, datz fte ebenfalls umgekommen sind und daß auch ihre Leichen von den Regern verspeist worden sind, da keine Spur von ihnen auszu- finden war. Äußer diesen fünf Weißen ertranken 14 Reger. Ter Heizer des Dampfers, ebensalls ein Weitzer, wurde wahnsinnig im Walde umherirrend ausgejunden., Bekanntmachung Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen Feinsten Hiintar-M per Fl. 50, .75,(100,1150II. 200 Psg. Gebrüder Berda Bahnhofstraße 87. La2/® 2. Schlofserarbeiten zum Rohbau , r 3. Lieferung von 8858,98 kg Frager „ 4. Lieferung von 200 Ztn. Zement (Dtckerhost) 5. Lieferung von 530 Ztn. Schwarzkalk , 6. Lieferung von 11300 Stück Tuffsteine , 7 Lieseruna von glas. Donröhr. (Rhein. Fabr.) Voranschlag und Bedingungen können nächsten Donnerstag, den 4. d. Mts., von morgens 8 bis abends 6 Uhr auf 'meinem Bureau eingesehen werden. . Die Angebote müssen in Prozenten ausgedruckt bis oum Mittwoch den 10. Juni, morgens 10 Uhr versiegelt ui mitte*ipr^cnbcr Ausjchrstt mrsrhcn bei bem Unterzeichneten heilt ProfessorRud. £1011(111 Dcnbard,Eifeuach i. Tbür. Einzige Anstatt, diö mehrf. staatl. ausg., wiedh. d.S.M.LlaiscrWilhclmn. Pro sp. grat. Honorar nach Heilung. Mitteiter: Pr. med. Hoevfner. Billige Woshe! "dE Wegen Umbau des Ladens 3434 Riiwgs - Ausverkauf auf sämtliche Artikel extra billige Ausnahme - Preise. BSax iarum Bahnhofstrasse 4 Giessener Bazar aller Haushalt-Artikel, Galanterie-, , Lnxns- u. Spielwaren. Bekanntmachung. Si bS ßrb n Ort Hol znochrückstärtdig.sirtd, Iverden hiermit aufgefordert, für die Abfuhr des Holzes bis spätestens 30. ount d. 3d. ^orge su L-n, °nKn,°w*°°°°n jte MWxMtMe erfolgt, m. (Stichen, den 30. 3Jtat 1908. _ ® Großherzogliche Bürgermetsterei Gießen. Mecum_______ Arbeitsvergebung. Zur Erbauung eines Schweinestalls 'm Gräflich Sotms.Laubach'schen Hofgut zu Utphe .ollen naMehende Bauarbeiten und Materiallieferungen auf dem SubmifftonS- E Die glückliche Geburt eines gesunden 8 Mädchens zeigen hocherfreut an Sicherheit des Reiches gefährden. Rur in zwei Fällen gebe er zu, daß durch seine Handlungsweise die Sicherheit des Reiches gefährdet werden konnte. Der Präsident ermahnte den Angeklagten, ein volles Geständnis abzulegen. Der Angeklagte erwiderte, das sei seine Ansicht. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dietz wurde dann für die ganze Dauer der Verhandlung die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Märkte. fc. Frankfurt a. 9JL, 1. Juni. (Orig.-Telegr. des „Gießen 21m.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise Weizen Mk. 21.50—21.75, Kurhessischer Mk. 21.50—21.75, La Plata Mk. 23.80—24.25, Kansas Mk. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 20.25—20.40 Gerste (Wetterauer) Mk. 20.75—21.75, Franken- selber Mk. 21.00—22.50, Haier 16.75—17.50, Mais Mk. 15.90—16.00. Weizenmehl Alk. 32.50—33.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 30.00 bis Alk. 30.25, 3. Qualität Mk. 29.00—29.50, Roagemnehl o Mk. 29.75—30.00, l.Qualität Mk. 28.75—29.00, Weizenklete Alk. 11.25 dis Mk. 11.40, Roggenkleie Mk. 12.75—13.00, Maiskeime Mk. 12.90 bis Mk. 13.10, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., I.Juni. (Telear. Orig.-Bertcht des v®ieß Anz."). Amtl. Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Znm Verkaufe standen: 586 Ochsen, 77 ans Oesterreich, 87 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 977 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 521 Kälber, 51 Schafe und Hammel, 00 Schase aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1900 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPsund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 80—83 -pik., 2. Qual 73—77 Alk., 3. Qual. 58—65Alk.; Bullen l.Qual. 63 bis 66 Mk., 2. Qual. 58—60 Alk.; Kühe 1. Qual. 74—76 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 44-46 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—009)1 L Kälber: 1. Qual.98—100 Psg., Lebendgewicht 58-60 Pf., 2. Qual. 84—90 Pig., Lebendgeivicht 48—53 Pig., Schlachtgewicht 70—75 Psg. schase: 1. Qual. 82—00, 2. Qual. 74—76 Psg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. 63—64 Psg., itebdgcw. 49,5—50,0 Psg., 2. Qu. 62-00,0 Psg., Lebendgew. 49—09,0 Psg., TT? AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 H. lB dtorirf1 Telefon 644 04671 2 Zimmer 6 Zimmer Goethestr. 54, 5=. setzungsh. zu o. Es ladet ergebend ein H. Elges. 04660 Dienstmädchen (Ä. 04634] Becker, Tiesenweg 1. 04581] 1 Lehrling gegen sofortige Vergütung gesucht. Ä. Schmidt, Neusiadt59, Polsterern. Tapezier. 04650] Frau zum Waschen u. Putzen gesucht. Kirchenplatz 21, Nebenh. Schöne geraum. 4—5 Zimmer- Wohnung per 1. 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