Nr. 103 Zweites Blatt 158. Jahrgang Samstag 2. Mai 1908 erscheint täglich mit Ausnahme de? Sonntags. Die „Gtehener Kamilienblätter" werden dem /Jln^etger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Geyeral-Mzmger fix MertzeM Rotationsbrnck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei. St Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tel.-AbruAnzeigerGießen. Deutsches Reich. B a n k e n q u 6 t e k o in m i s s i o n. Die Sitzung der vom Reichskanzler einberufenen Bantenquötekommission wurde gestern inr Reichsbankgebäuüe zu Berlin eröffnet. Der Vertreter der Reichsverwaltung hob hervor, daß eine Untersuchung der Bankverhältnisse schon mit Rücksicht auf die Bestimmungen des Bank- gesctzcs über die Erneuerung des Neichsbankprivilegs unumgänglich sei. Die Grundpfeiler des deutschen Bank- und Kreditwesens, nämlich unsere Währung und die Verfassung der Neichs- bank, müßten unverändert erhalten bleiben. Ebenso wenig bestehe die Absicht, eine Trennung der deutschen Privatbanken in Effekten- und Depositenbanken herbeizusühren. Im übrigen aber sei die Enquete vollkommen unbegrenzt und jeder von ihr gebrachte Vorschlag werde vorurteilslos geprüft loerben. Die Dampfer-Subventions-Vorlage wurde von der Bndgetkommission beraten. Das Ergebnis war die Annahme der Subvention mit 14 gegen 13 Stimmen. Der polnische Vertreter fehlte. Die Mehrheit bestand aus der links- libcralen Fraktionsgemeinschaft, den Nationalliberalen und den beiden konservativen Parteien. Deutsch-französische Annäherung. Als ein weiterer Erfolg der zwischen Deutschland und Frankreich schwebenden Annäherungsversuche kann es gelten, daß, wie der „Con- fectioncir" mitteilt, am 11. Mai eine Anzahl Mitglieder der Grande Loge de France als Gäste der großen Landeslogen von Deutschland nach Berlin kommen werden und am 12. Mai eine Versammlung in der großen Loge Royal Bork stattfindet. Es hat seit dem Jahre 1870 der deutsche Verkehr mit den französischen Logen vollständig geruht. Aus Stadt tmö Land. Gießen, 2. Mai 1908. Dom städtischen Voranschlag. II. Wie aus dem Einnahmetitel „Gebäude" hervorgeht, ist die Stadl der größte Vermieter hier. Nimmt sie doch im ganzen 29 885,89 Mk. an Mieten ein gegen 27 241,18 9)if. im vorigen Jahr. Ten höchsten Ertrag bringt die städtische Kaserne nut 11 2U4.88 'Dif. (10 668,18 Mk.), dann folgt in weitem Abstand die seither dem Stadterweiternngsfonds gehörige und mit Beginn des Rechnungsjahres an die Stadt übergehende Ho>raite Wetzsteingasse 43, die 3810 Mk. Miete einbringt. Diesem Zugang ist es anch 311311- schreiben, daß sich der Atietertrag steigerte, trotzdem 7 städtische Hoheiten nicdergelegt wurden, die im vorigen Jahr noch 2264 Mk. Miete erbrachten. Es sind dies die Hoireiten Sonnenslraße ‘26 und 30, Tieienweg 7, Sandgasse 26, kl. Mühlgasse 7, gr. Mühlgasse 14 und 17. Der Ertrag der städtischen Waldungen konnte um rund 10 000 Mk. höher mit 106 382,10 Mk. anaejetzt waren, während die Ausgaben mit 42 605,01 Mk. fast unverändert blieben. Das günstigere Ergebnis ist darauf zurückzuführen, daß im laufenden Jahr mehr Bau- und Niitzholz geschlagen werden kann wie im Vorjahr, wo die Brennholzgeminnnng größer war. Von den 3 städtischen Werken, für die eine besondere Kasse- führung besteht, wird, ivie im Vorjahr nur das Gaswerk einen Betriebsüberfchuß an die S.adlkasse abführen (87 376 gegen 35 000 Mark), während Elektrizitätswerk und Wasserwerk ihre gesamten Ueberschüsse zur Schuldentilgung verivenden. Auch S ch l a ch t h 0 f und Fleischbeschau bringen der Stadtkasse unmittelbar nichts. Die Fleischbeschaugebühren dienen zur Dcckmig der Unkosten, die beim Schlachthausberrieb erzielten Ueberschüsse werden zur Schuldcntilgimg verwendet. In diesem Jahre sollen außer der regelmäßigen Schuldentilgung von 1'/, Proz. der Baukosten 9574,97 (12 510,31) Alk. dazu verwendet 1 -\ n. Das Schlachthaus-Anlagekapital beläuit sich nod) aus 9017. 13 äk. Der Ertrag der Jagden ist durch die Reuverp^.-.ung von 4015 auf 4538 Mk. gestiegen. Mit diesem Ertrag ist bis 1920 zu rechnen. An L 0 k a l k i r ch e n st e u e r n, die als durchlaufende Posten zu betrachten sind, famen für die evang. unb kath. Gemeinde je 10 Proz. der staatlichen Einlommenstener und der doppelten Grundzahlen der Realsleuern zur Erhcbuiig. Es ergibt dies einschließlich des liqu. ‘Ausstandes ans dem Vorjahr bei den Evangelischeii bl 000 Mk. und bei den Katholiken 5 400 Mk. Sie Volks- und Fortbildungsschule erfordert bet Nur 1507,02 Mk. Einnahmen eine Ausgabe von 210 336,03 Mk. gegen 202 557,32 Mk. im Vorjahr, die Aufwendungen für Besoldungen fliegen von 148 657,51 aus 165 607,50 Mk. und auch für die Beschaffung von Schulbänken mußten ivesentlich höhere Beträge vorgesehen werden (6000 Mk. statt 2550 Alk.). Auch zur Verminderung der Gefahren beim Ausbruche eines Brandes lind 1000 Alk. eingestellt, sie sollen zur Veränderung der Türen an den Schulgebäuden in der Schillerstraße und an der West-Anlage dienen. Günstiger stellt sich der Volksschul-Voranschlag durch den Fortfall der Ausgaben, die im vorigen Jahre lür die Umwandlung des Gebäudes der früheren höheren Mabchenschicke für Volksschnlzivecke entstanden. Auch sonst konnten mehrere sachliche Ausgaben oeriiiger bemeficn werden, mSbesonoere für Heizung, Beleuchtung, bauliche Unterhaltung mehrerer Gebäude u. s. iu. Die.höhere unb erweiterte Mädchenschule hat eine um 6000 Mk. erhöhte Einnahme eingestellt, was auf die mit Beginn des Schuljahres durchgeführle Schulgeld-Erhöhung zurück- zuiühren ist. Ten jetzt mit 46 694,29 All. angesetzten Einnahmen stehen 87 860,08 (im Vorjahre 80 825,34) Mk. Ausgaben gegenüber. Die Erhöhung ist fast ausschließlich auf die Rubrik Besoldungen zurückzusühren. Auch R e a l g i) m n a f i u in und O b e r r e a l j ch u l e erfordern rund 4800 Alk. uiehr. Hier steigt der von der Stadt zu leistende Beitrag zu beit persönlichen und sachlichen Ausgaben nur nm 302 Mk., von 46 691 auf 46 963 9)1 f., dagegen erhöhen sich die Kosten für die bauliche Unterhaltung des Schulgebäudes hauptsächlich durch die Kanalbenutzuiigsgebühr von 2800 auf 6700 Mk. Für die Umänderung der Türen werden 560 Mk. angeiorbert. Die Ausgaben für bie Vorschule des G y m nasi u m s steigen infolge der Gehaltserhöhungen von 10 870 auf 11 670, während der Schulgelbertrag von 6400 auf 6500 Mk. steigen wird, Gewerbeschule 11 i‘i b Ortgewerbeverein erhielten seither insgesamt 1000 Alk. Zuschuß. Mit dem Bezug des neuen Schulgebäudes steigt er aus 6000 Mk., wogegen die seitherigen Leistungen der Stadt für Heizung, Gebäudeunlerhaltung u. s. w. in Fortfall kommen. Dadurch beträgt der Mehraufmanb nur rund 4000 M. unb außerdem geht das seither benutzte Schulgebäude wieder m anberroeite städtische Benutzung über. *• Tageskalender. Wichernfeier: Vortrag von Professor I). Drews in der neuen Aula Samstag abend 8 Uhr. Kolosseum: Samstag abend Feier des einjährigen Bestehens (Festvorstellnng, Konzert, Tanzlränzchen). Kinematographcntheater: Programmwechsel. Anlage mustk (Volkskonzert) Sonntag vormittags lP/2 Uhr in der Süd-Anlage. Spiclplan: 1. Ouverturre zur Oper „Donna Diana" von 91. v. Reznicek. 2. Walzer tu d. Operette , Frühlingsluft" von Strauß-FetrLs. 3. Szenen a. d. Oper „Lohengrin" (Kriegsfanfaren und Königsgebet) von Wagner. 4. Armeemarsch Nr. 9 »Herzog von Braunschweig" 1. Bat. Garde 1806. * ** Der Taschensahrplan liegt der heutigen Stadtauflage deS Gießener Anzeigers bei. Den Beziehern unseres Blattes auf dem Lande wird der Fahrplan in den nächsten Tagen ebenfalls zugestellt werden. **Stadtoerordneten-Versamutlun g. Am Montag nachmittag 4 Uhr findet wiederum eine Sitzung der Stadtverordneten statt, in der die am vergangenen Donnerstag nicht erledigten Beratungsgcgenstande auf der Tagesordnung stehen. ** Eine Sitzung des Provinzialausschiisses findet Samstag, 9. Mai, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Rekurs dec Heinrich Haas III. Eheleute zu Bruchenbrücken gegen einen Polizeibefehl Großh. Kreisamts Friedberg wegen Schließimg ihres Brunnens. 2. Enteignung von Gelände zur Erweiterung des Bahnhofes Zell-Romrod. 3. Aiifbringung der Kosten des Ge l äu d e erw erb s sür die Nebenbahn Friedberg— Friedrichsdorf; hier Urteilsoertündigung. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Frankfurt a. M. gegen den Ortsarmenverband Wallernhausen wegen Unterstützung der Elisabeth Naumann. * Die Schwurgerichtssitzungen der Provinz Ober* Hessen für das 2. Vierteljahr 1908 beginnen laut Anschlag an der Gcrichtstafel Montag, 15. Juni, vormittags 91/, Uhr unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Neuen- hagen. Lehre rp ers^r n alien. Ernannt wurde der Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Sprendlingen (Kc. Alzey) Joh. Kopp ziim Lehrer an der Realschule und dem Pro- gymnasium zu Bingen unter Belassung in der Kategorie der Vvlksschullchcer. Uebertragen wurde dem Lehrer Franz H a nz zu Fränkisch-Ccumbach eine Lehrerstelle an der evangelischen Schicke 511 Nierstein, dem Lehrer Hch. Köhler zu Nierstein eine Lehrerstelle cm der Gemeindeschule zu Weiterstadt. — Erledigt ist eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerin- sielle an der Geineindeschulc zu Seligenstadt. * * Unsere Regimentsmusik konzertiert morgen in Bad-Nauheim. * * Trinkerfürsorge, lieber dieses Thema wird der Direktor des Provinzialsiechenhaufis, Tc. D ietz, in einer öffentlichen Versammlung des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke nächsten Montag abend im Hotel Einhorn sprechen. Jeder, der das furchtbare Elend kennt, das der Trinker über sich und seine Familie bringt, wird d.e Bestrebungen mit Interesse verfolgen, die darauf abzielen, die dem Trunk Ver- falleneit dem Läster zu entreißen und zu einem geordneten Leben zurückzusühren. Manches ist auf diesem Gebiet durch die hier bcstehenoeii Vereinigungeit zur Bekämpfung des Al-- koholismus — außer dem genannten Verein das blaue Kreuz und die Euttemplerioge — bereits geschehen. Aber mehr nod) bleibt z:t tun übrig. Es besteht Die Absicht, die ‘Arbeit planmäßiger zu gestalten. Hojstnllich finden sich zahlreiche Helfer und Helferinnen sür dieses Wert. An den Vortrag soll sich eine AuSspraa> anschließen. Jedermann ist freundlich cingeiaben. Sclbstcerstä üblich sind auch Frauen lötufommen, deren Mithilfe gerade auf diesem Gebiet besonders wertvoll ist (s. auch Anzeigenteil). * * Einbruch. Einem Bewohner des Schiffenberger Wegs wurden gestern nachmittag aus der Wohnung mittelst Erbrechens von Behältnissen 8 5 Mack gestohlen. Der Verdacht lenkte sfih auf einen Bruder des Bestohlenen und als der Verdächtige von Schutzleuten sestgenommen ivecden sollte, ergriff er die Flucht. • * Vermißt wird seit gestern nachmittag eine geistesgestörte Frau ans Krofdorf. Ein Arbeiter glaubte auch gestern nachmittag am sog. Felsen in der Lahn eine Fra rum- leiche gesehen zu haben, die stromabwärts trieb, unb auch ein Müller will beobachtet haben, baß gestern abenb eine Leiche über bas Mühlwehr ging. Da ein beu Frau gehöriges Medizinfläschchen am Launsbacher Steg am Lahnuser gesunden wurde, besteht kein Ziveifel darüber, daß die Kranke den Tod in der Lahn gefunden hat. Bis jetzt ist die Leiche nicht gelandet worden, sie dürfte im Strom weiter- getrieben sein. * * Zur Fortführung der Biebertatbahn. Man schreibt uns aus dem Biebertal: Bor kurzem ging wieder die erfreuliche Nachricht durch die Zeitungen, daß man die Biebertalbahn über Köriigsberg-Hohenfolms bis nact) Offenbach im Anschluß an die Ahrbahn .Herborn-Gladenbach auszubauctt gedenke. Infolge dec Fortführung der Kleinbahn könnten weitere Kallsteinwger im oberen Biebertal an der „Obermühle", vor allem aber ältere gewerblich Betriebe, wie der urckkle Bergbau bei Königsberg, wieder lebensfähig werden. Ta bisher die Abfuhr vieler Erzlager mit vielen Poften und Schwierigkeiten verbunden war, so ist gerade in der Gewinnung von Eifenerzen im hiesigen Tale ein Rückgang in den letzten Jahren eingetreten. Viele Bergleute suchen daher auswärts, vor allem mir dem Brauneisenstein-Bergwerk bei Gießen, lohnende Beschäftigung. 9kvch ganz andere Verhältnisse herrschen aber in den Gemeinden der weit verzweigten Bürgermeisterei Hohensolms, wo bisher noch gar kein Industriezweig infolge mangelnder Bahnverbindung aufgesckflosfen werben konnte. Hier find die kleineren Leute anjälrrlid) im Frühjahr geradezu gezwungen, die Heimat zu vcvlassen, um in der Fremde, im Rheinlande oder Westfalen, Lrvt zu suchen. Daher wäre der schon wiedev- holt angeregte Ausbau unserer Kleinbahn schon aus dem Grunde zu begrüßen, daß dann viele Bewohner bei Haus unb Herd verbleiben könnten. F. C. Bad Nauheim, 1. Mai. Die im Jahre 1732 von dein Grafen Johann Reinhard von Hanau-Lichtenberg (gestorben als Letzter des Hanauer Gcafengeschlechts am 28. März 1736) hier erbaute lutherische ReinharbSkirche, welche seit ca. zehn Jahren nicht mehr der evangelisch- lutherischen Gemeinde, da sie räumlich unzureichend geworben, sonbern der katholischen Gemeinde als Gotteshaus gedient, ist von dec griechisch-orthodoxen Gemeinde für 39 000 Mark erworben worden. DaS Innere des im Barockstil erbauten Kirchleins hat Veränderungen erfahren, entsprechend dein orthodoxen RituS. Kanzel, Altar, Gestühl hat man entfernt. Wände, Decke sind grau getüncht, an der Ostseite haben Heiligenbilder Platz gefunden. Von der Mitte der Decke herab hängt ein großer Arm-Leuchter. Der Boden ist gediehlt. Ec erhebt sich nach Osten zu einer ca. zwei Fuß hohen Empore. Die hohen Kirchensenster spenden durch matte Scheiben ein ^gedämpftes Licht. Auch neue Glocken werden gegossen. Die Renovationen sind soweit gediehen, daß Mitte Mai d. Js. die Eimveihimg dec Kirche ftatlfinoet, die der Erzpriestec von Malsow auS Berlin vollziehen wird. — Heute ging zum ersten Male von Bad Nauheim der neu eingelegte I) -Zug 12.24 Uhr mittags, der über Homburg, Rödelheim (ohne Frankfurt zu berühren), Höchst, Wiesbaden, Niedeclahnstcin, Köln, Herbcsthal, Mecheln direkt nach Osten de bezw. Vlissingen fährt, der Zug trifft abends 10.51 Uhr in Ostende, 10.50 Uhr in Vlissingen ein. Um 5.40 Uhr nachmittags traf in Bad Nauheim der erste derartige Zug aus umgelehcter Richtung ein. Er hatte Ostende heute früh 3.43 Uhr verlassen. 4- Lauterbach, 1. Mai. Vielseitigen Wünschen entsprechend hat der hiesige Vogelsberger Höhenklub, Zweig- oeucin Lauterbach, beschlossen, in dem Hainig vorübergehend im Turmzlmmec Wirtschaft zu betreiben. X Niederstoll, 30. April. Lehrer Eurich von hier wurde infolge Krankheit bis 1. Oktober d. Js. beurlaubt und Schulamtsaspirant (Sieg für diese Zeit zum Vikar bestellt. r Rainrod, 1. Mai. Auf der Staatsstraße zwischen hier und Eichelsdorf, da wo die Eisenbahn auf der Straße fährt, scheuten gestern Abend die zwei Pferde eines Fuhrmannes von hier vor dem Zuge und kamen zu Fall. Vom letzten Wagen des ZngeS wurde ein Pferd gefaßt und ihm eine große Flcischwnnde am Hinterbein zugesügt, wodurch das Pferd, wenn nicht unbrauchbar, doch längere Zeit außer Arbeit gestellt werden muß. Der Unfall ist noch verhältnismäßig gut abgelaufen. sd. Darmstadt, 1. Mai. Das hessische Landesgestük soll nach einer Mitteilung des Ministeriums an die Stadt Darm- < stabt auS Den jetzigen Räumen des .Larstalles ocrlegr werben. Da es für die Großh. Pferde an Platz mangelt, so daß der Marstall geräumt werden muß. Tas Ministerium hat sich nun an verschiedene Gemeinden gewendet, die sich event. für die Ausnahme des Gestüts interessieren würden. Reinheim l O. soll erst zugesagt, dann aber ivieder abgesäxrieben haben. In der gestrigen uichiöffenllichen Sitzung der Stadtverordneten wurde nun ,über das Ansuchen des Mmisteriums verhandelt: £itr Errichtung eines neuen Gebäudes ein geeignetes Terrain im Umfang von 2—2 Vs Hektar zur Verfügung zu stellen, was noch den hiesigen Verhällnisi'en einen Kostenaufwand von ca. 150 000 Mark ausmachen würde. Außerdem wird berlangt, daß bie Stadt auf ihre Kosten gute Zufuhrstraßen, eleltrifche Beleuchtung, Kanalisation, Waffe c-Zusührun g ec. her stellt, was« eine Aufwendung von weiteren 100 000 Mi. bedeuten dürste. Tie Stadt-, verordneten haben einstimmig dieses als eigentümliche Zumutung bezeichueie Ansümen zucückgewiefen, da es gegen die Interessen der Steuerzahler verstoße, einen solchen ödostenauswand für ein staatliches Institut zu machen. In der gleichen Sitzung wurde beschlvfsen, der Gesellschaft für Soziale LLeform in Berlin als Mitglied beizutreten. ** M a i n z, 29. April. Die Sanitäts-Kolonnen- U eb un g am 10. Mai, nachmittags von 2 Uhr ab, scheint aus dem vermuteten Rahmen heriruSzutreten, da außer 25 übenden Kolonnen mit 500 Mitgliedern noch viele Kolonnen u. a. auch 2 Kolonnenführer aus Ober-Elsaß ufiü. ihr Erscheinen zugesagt haben. Tie Uebungs-Jdee entspringt der Bedeutung der Stadt Mainz für die Kriegskrankeupflege, die sich im 1870/71 er Kriege in hervorragender Weise zeigte. Von den damals nach dem Generalstabswerk im ganzen beförderten 240 496 Kranken wurden auf dem Verbandplätze am Bahnhof in Mainz 72 000 versorgt und mit Eisenbahn und Schiffen weiter befördert. Dieser Tatsache und der Dienstvorschrift Rechnung tragend, soll die Hebung die Tätigkeit der freiwilligen Sanitätskolonnen zeigen, wie sie sich dem militärischen Sanitätsdienst im Kriege angliedert. In 5 Staffeln wird sich die Hebung vollziehen: Staffel 1; Verbinden und Lagerung von 60 feldmarschmäßig ausgerüsteten Soldaten aus dem 5)auptoerbandvlatz durch 14 Züge der erscheinenden Kolonnen, unter Benutzung des der Mainzer Kriegerkolonne gehörigen Trag- unb Lerbandsinven- tars. Hierauf Transport zum Kriegslazarett 7— von Kommerzienrat Römhelb zur Verfügung gestellten Fabrikräumen. In Staffel 2 wird das Verbringen der Verwundeten vom Kxiegslazarelt zum Hilfslazarerlzug (20 Wagen) mittelst verschiedener Transportmittel gezeigt, staffel 3 führt den Transport nach der Heimat mir Dem Hilfslazarettzug vor. Die Ausrüstung der Wagen erfolgt während der Hebung, soweit sie nicht die Mainzer Kriegerkoionne für 150 Lagerstellen vorher besorgt hat. Hnierwegs werden an einer markierten Etappe durch Schwestern des Alice-Frauen-Ver- eins unb Mainzer Sanitäter, unter Leitung des Kolonnenarztes Dr. Jöckel-Kastel und Des Kolonnensührers Brück- Gießen, Erfrischungen verabreicht. Staffel 4 zeigt bas Ausladen der Verwuiloeteu aus dem Hilssluzaretizug, Erfrischung und Speisung der' Verwundeten und Sanrtätsmann- schaften unter Benützung der Feldküche dec Kolonne Frankfurt a. M. durch Alice-Frauen-Vereinsschwestern unb Mainzer Sanitäter. In Staffel 5 enblich wird sich der Transport der Verwundeten zu den Hilfslazarettfchiffen — Dampfer, Schleppkahn und Baggernachen — vollziehen. Nach der Hebung marschieren bie Kolonnen zum Kommerse in ben festlich geschmückten Schöfferhof-Festsaal. te. Frankfurt a. M., 1. Mai. Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe warf sich eine gutgekle ibete Dame vor einen einfahcenben Zug, nachdem sie von einem Herrn Abschied genommen halte. Der Lokomotivführer brachte jedoch ben Zug sofort zum Stehen, sodaß die Dame unverletzt blieb. Als bie Dame aufgehoben wurde, erklärte sie auS Wiesbaden zu sein unb stcrven zu wollen. Gründe hierfür gab sie nicht an. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen unb den Nachbarstaaten. Die Frantmrter „Kleine Presse" brachte i«. - ■ /GGGE _ ~ . j _ _ /OOGOOODGOOOW m eleganten Herren- und Damen-Stiefeln sind eingetroffen. 'm Gesellschafts-Schuhe und -Stiefel in grosser Auswahl. Halbschuhe in allen Modefarben. Die Frankfurter Schublager ess n Giessen Telefon 539 Mäusburn 12 S» IVSSKOSOOGDOO^E teil und TRr 88 eine Zeichnung von der Ostereier-Halskette der Kronprinzessin, mit der ErÜLrung: „Unter ihren Schmnßsachen besitzt die deutsche Kronprinzessin auch das hier abgebildete Stück." Die „Kieme Presse', io meint der .Ulk", schmutzt hier von Sachen, bte ihr recht fern liegen". Rren; Mfyii Sport. — Das Bezirksamt Heidelberg hat in Verbindung mit dem badischen Ministerium dem Rhein. Automobilklub für den 24. Mai ein Berg st ratzen rennen auf den Königslluhl genehmigt. Die Ausschreibung, die mit Einverständnis des Kartells der deutschen Automobilklubs erfolgt, geschieht auf Grund der Berechnungstabelle der Bergfahrt der Prinz Heinrich-Fahrt. OrrgincrL-Drahtmelduttgen. R. V. Darm stadt, 2. Mai. Entgegen oen Meldungen, daß der Großherzog von Lessen an den Jubiläums- feierlichkeitcn in Wien teilnehmen werde, werd, uns jetzt zuverlässig bekannt, daß das nicht der Fall ist. Tas Herzogspaar bleibt bis Mitte Mai in Rußland. Nancy, 2. Riat. In der ^lähe von Valleroy, 5 km von Nancy, entgleiste ein Zug, wobei 12 Wagen zertrümmert wurden. 2 Personen wurden getötet, viele verletzt. London, 2. Mai. Das Programm für den Besuch des Präsidenten Fallier es in London ist ttunmehr enb* gültig sestgestellt. Der Präsident wird nach seiner Ankunft in London im Porkhause des St. James-Palastes Wohnung nehmen. Die Landung in Dover erfolgt am 25. Mai nachmittags. Der Prinz von Wales wird den Präsidenten namens des Königs aus englischem Boden willkommen heißen. Vom Landungsplatz wird ein Spezialzug den Präsidenten nach London bringen, wo er nachmittags 4.15 Uhr eintrifft. König Eduard persönlich wird den Präsidenten mit großem Gefolge aus dem Bahnhöfe empfangen und nach dem St. James-Palast geleiten. Präsident Fallieres wird dann den Mitgliedern der königlichen Familie Besuche abstatten, welche von diesen erwidert werden. Am Abend findet im Buckingham-Palast ein Galadiner statt, zu welchem Mitglieder der Regierung, hervorragende politische Persönlichleiten usw. geladen sind. Am Dienstag, den 26. werden der König und der Präsident die französisch-englische Ausstellung einweihen und abends bei dem Prinzenpaar von Wales speisen. London, 2. Mai. In Bornmouth entgleiste an einer scharfen Biegung ein elektrischer Straßenbahnwagen. 5 Personen wurden getötet, 12 verletzt. Christiania, 2. Mai. Der Rücktritt Frithjof Nansens vom Londoner Gesandtschastsposten hat zu einem diplomatischen Zwischenfall Anlaß gegeben, der großes Aussehen erregt. Die Regierung wollte nun den Gesandten in Berlin, v. Ditten, zum Nachfolger Nansens in London ernennen, sah aber davon ab auf das Ersuchen des deutschen Kaisers, v. Ditten auf dem Berliner Posten zu belassen. Infolgedessen wird am Dienstag der bisherige erste Legationssekretär in London, Jrgens, zum dortigen Gesandten ernannt werden, v. Ditten selbst wäre gern nach London gegangen, da die dortige Stellung als die höchste im diplomatischen Dienst betrachtet wird. Dem Kaiser mißfiel es aber, daß man die Versetzung von Berlin nach London als Beförderung betrachte und nicht geringe Sensation macht es auch, daß der Ministerpräsident Knutsen das ihm von König Eduard angebotene Großkreuz des Viktoria-Ordens ablehnte, da er als Radikaler prinzipieller Gegner aller Auszeichnungen fei. König Eduard bat ihn, den Orden trotzdem anzunehmen. Knutsen beharrte aber dennoch bei seiner Weigerung. Tanger, 2. Mai. Die Truppen des Generals d'Amade wurden am 29. April bei Sottra el Duala von der Mahallah Muley Haftds angegriffen. Dreißig Franzosen wurden bei dem Angriff verwundet. Handel. — Farbwerke vorm. Meister, Lucius u. Brüning, Höchst a. M. Wie der nunmehr erschienene Geschäftsbericht ausiührt, hat das Jahr 1907 fast bis zum Schluß unter dem günstigen Einfluß der Hochkonjunktur gestanden. Ter Umsatz der Gesellschaft, der wie üblich ziffernmäßig nicht genannt wird, habe sich wesentlich gesteigert, auch sei der Preisrückgang der fertigen Produkte nicht so allgemein wie in den letzten Jahren gewesen. Sämtliche Betriebe waren voll beschäftigt und es herrschte im ersten Semester Mangel an Arbeitslräslen und außerordentlicher Kohlenmangel. Im Tezember 1907 setzte der allgemeine Rückgang der Konjunktur ein, namentlich blieben die Abrufe und Bestellungen aus Amerika vollkommen aus. Im Januar machten sich die Erschütterungen des Weltmarktes noch recht fühlbar, im Februar und März war aber schon wieder eine Besserung der Verhältnisse zu erkennen. In dem Posten des Fabrikationsgewinns, der. 13,85 Mill. Mk. aufweist, sich also wieder um 646 632 Mk. gehoben hat, ist auch das Erträgnis inbegriffen, das die Gesellschaft auf die in ihrem Besitz befindlichen 51/2 Mill. Mk. Anteile Gericht-saal. Marburg, 1. Mai. Die Straf kamer verurteilte heute ben Sattlermeister Christian Sem in er aus Holzhaufen im greife Kirchhain wegen Beleidigung des dortigen Land ra t s amts, be., Amtsaer ichts zu Amöneburg und des 73 Jahre alten L e h re rs So b en b en b er zu Holzhausen zu 75 Mk. Gelbstrafe. Lemmer fanb es nicht für recht, baß mittags und nachmittags Handarbetts- unterricht gegeben würbe. Er behielt beshalb feine beiden Tochter zu Hause und würbe auf Anzeige des Lehrers hin bestraft. Salb darauf liefen bei ber Kgl. Regierung in Stoffel, wie auch bei dem Amtsgericht in Amöneburg und den Landratsamt in Kirchham Eingaben ein, in bertert Lemmer sich in allerhanb Ausfällen gegen die Behörden, baß biefe fo etwas gestatte, und gegen den alten Lehrer erging. Die Folge war eine umfangreiche Genehtsver-- hanblung, bie mit obigem Urteil enbete. berge" wieder eine Walpurgisfeier statt. Das Diner bestand aus Höllensuppe, Ragout von Salamanderschwänzen und Besen- .stielen, Hühnerpaftete in gefrorener Hexenbrühe, Teufelsfilet, Blocksbergsalat und Geisterkompot. Ueberraschungen bot die Eisenbahnfahrt infolge der oberhalb Schierke noch lagernden bedeutenden Schneemassen, die oft bis zu den Wagenfenstern reichten. Die Festleitung lag in den Händen des 1. Bürgermeisters Ebeling aus Wernigerode, der den Toast auf den »arjgrafen und Herrn des Brockens, den Fürsten Christian Emst zu Stolberg- Wernigerode ausbrachte. Mit allseitiger Zustimmung wurde folgendes Huldigungstelegramm an diesen nach Gedern in Hessen abgesandt: „Die zur Walpurgisseier auf dem Brocken versammelten Holden und Unholden haben soeben dem Harzgrafen gehuldigt und senden aus dem Zauberkreise Goethescher Erinnerungen Euer Durchlaucht und ber Fürstin ehrfurchtsvolle Grüße." Meine Taßeschronik. .©ine Bande von 20 arbeitslosen Italienern trieb sich seit Wochen in den Waldungen bei W a l d k a p p e l (Kurhessen) umher, die durch ihre stechen Betteleien, Diebstähle und Wilddiebereien zu einer wahren Plage für die ganze Gegend wurden. Einem Aufgebote von Gendarmen und Forstbeamten gelang es, 10 dingfest zu machen, die übrigen entflohen. In Berlin stürzte das 18jährige Dienstmädchen Anna Kantate aus dem offenen Fenster, als es auf einer Stehleiter die Uebergardinen bürstete. Es verstarb wenige Stunden spater. In dem Dorfe Pollychen (Neumark) überschüttete eine Dienstmagd ihr neugeborenes Kind mit Petroleum und verbrannte es. Im Neubau des Gymnasiums in Ster kr ade stürzten die Decken sämtlicher Stockwerke ein. Zahlreiche Arbeiter liegen unter dem Schutte begraben. Bisher wurden ein Toter und drei Schwerverletzte geborgen. Bei Brügge (Belgien) wurde ein Offizier bei einem Spazierritt von einem Automobil überrannt und getötet. Der Newyork-St. Louis-E xpr eßzug der Pennsylvania-Bahn, einer der schnellsten Züge Nordamerikas,^ der gewöhnlich einen großen Gc' betrag befördert, wurde von Eisenbahnräubern überfallen. Die Räuber überwältigten, banoen und knebelten die Postbeamten des Expreßzuges, zogen die Notbremse, brachten elf Meilen von Pittsburg den Zug zum Stehen und verließen ihn mit vier Geldsäcken. Die Höhe der geraubten Summe ist noch nicht bekannt. UntVerfttäts-Nachrichten. Straßburg, 1. Mai. Professor Laband, dein bekannten Staatsrechtslehrer, sind aus Anlaß fernes bOiährigen Doktor- jubiläums vom Kaifer die Brillanten zum Roten Adlerordeu 2. Kl. mit Stern und Eichenlaub verliehen worden, die ihm heute durch den Statthalter mit einem Glückwunsch persönlich überreicht wurden. Heute abend fand zu Ehren des Jubilars em Fackelzug der Studentenschaft statt. Ter berühmte Chemiker, Geh. Rat Prof. Dr. Adolf v. Baeyer in München leiert am 4. Mai das 50 j ä h r i g e D o k t o r j u b i- läum. Geboren wurde er zu Berlin 1835 als Sohn des Generalleutnants I. I. Baeyer, des Gründers der europäischen Grad- messung. Seit 1875 ist er der Nachfolger Justus von Liebigs in München. Er ist ordentliches Mitglied der bayrischen Akademie der Wissenschaften, Ehrendoktor der Medizin der Universität Heidelberg, Ehrendoktor-Ingenieur der Technischen Hochschulen Berlin und Hannover, Ritter und Mitglied des Kapitels des Maxinulianordeiw für Wissenschaft und Kunst, stimmfähiger Ritter des Ordens paar le merite, Inhaber der preußischen großen goldenen Medaille für Wissenschaft und Kunst sowie der Tcwy-Medaille der Royal-Society in London, der Lavoisier-Medaille der Academie des Sciences zu Paris, des Nobelpreises für Chemie und der goldenen Liebig- Medaille des Vereins deutscher Chemiker usw. — »Der 93.-6)/ ist ein kleines Heftchen betitelt, das im Vertage von August Hoffmann, Leipzig-Reudnitz, soeben erschienen ist. Es gibt Aufschluß über die Zwecke und Ziele des Verbandes der Turnerfchaften auf Deutschlands Hochschule n, der mit fernen 1700 Aktiven und Inaktiven und seinen circa 5000 Alten Herren neben dem S.-C. und D.-C. den stärksten Verband auf unseren Universitäten und Techn. Hochschulen darstellt. Mens sana in corpore sano ist der Wahlspruch, unter dem er für die Erziehung imjerer akademischen Jugend tümpft. Eine An-ahl Abbildungen, die meist Korporationshäuser wiedergeden, ist dem von jugendsroher Begeisterung durchpulsten Heftchen angefügt. * Der von Hamburg mit über 800 Passagieren an Bord abgcgaitgcite Lloyddampser „Köln" kollidierte unterhalb Norderney mit dem Hamburger Dampfer „Zar Nikolaus". Dieser ' hat den Dampfer „Köln" Mittschiff getroffen, während ihm der Bug gebrochen ist und das Vorderteil mit Wasser angefüllt würbe. Der Reichs-Postdampfer „Feldmarschall" hat die Passagiere des „Köln" übernommen und schleppte diesen nach der Weser. Bei der Uebemahme der Passagiere des „Köln" an Bord des „Feldmarschall" soll ein Kind ertrunken sein. * Walpurgisfeier auf dem Brocken. Nach längerer Unterbrechung sand in der ersten Mainacht aus dem „Blocks- deL Firma Leopold Gassella u. Co. G. m. b. H. in Frankfurt a. M. erzielt hat. Tie Dividende gelangt, wie schon gemeldet, wieder mit 30o/o in Vorschlag. Gegen 1902 ist der Reingewinn von 4 570 000 Mk. auf 11098 000 Mk. gestiegen. Die Arbeiter- Unterstützungen, die 1902 100 000 Mk. betrugen, wurden sueeessive erhöht und stellten sich im abgdauienen Geschäftsjahr auf 45 000 Mk. lieber die Verbindung mit Kalle u. Co. Akt.-Ges. in Biebrich spricht sich die Gesellschaft sehr zufriedenstellend aus und erwähnte dabei auch die notwendig gewordene Erhöhung des Grundkapitals um IO1/2 Mill. Mk. Heber das lausende Jahr schon jetzt Vermutungen auszusprechen, sei angesichts des ungeklärten Wirtschaftslebens der ganzen Welt, unmöglich. Vioransstchtliche Witterung für Hessen am Sonntag den 3. Mai: Zeitweise aufheiternd, veränderliche (nach Osten drehende) Winde, warm. Michel A D V i ■ t. i 1 7^ ^F' MM^WW LM^^MSL W vir LNM? - IW K W' &M-: /AP *£•• W K HÄ-i M :? D ffi'1' -M L M K »«•\ *' , J<'if i >< 1 V-i1 i >- t‘, 1,- Todes-Anaeifre. Heute morgen 6*/2 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere gute, treue Mutter, Grossmutter und Schwester im 78. Lebensjahre. Giessen, Lieh, Darmstadt, Friedberg : H., den 2. Mai 1908. Die Beerdigung finaet Montag, den 4. Mai, nachmittags Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Junker, geb. Georgi Elisabeth Georgi, geb. Kaess Wilhelm Georgi, Apotheker Georgi, geb. Leun Forstinspektor Wwe. (XXX) geziemend Mitteilung zu machen. Der Mhematisch-Natnrwissenschaltliclie Verein zu Giessen. Unterfertigter Verein erfüllt hiermit die traurige Pflicht, von dem am 1. Mai in Giessen erfolgten Tode seines lieben ordentlichen Mitgliedes Friedrich Schäfer siud. math. >v- * würben i« ffitE Acht 1 Serie-, inen, i4 ü. mild cs 1- M M t:? g als K tiiin chLcko M- on fe lehKL ungaji Grüningen, den 1. Mai 1908. 03648 Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. Todes-Anzeige. Heute morgen 11 Uhr entschlief nach langem, schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Aron Engei im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Gatten, Vater, Grossvater, Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel Konrad RuM, Gastwirt, nach kurzem, schweren Leiden zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Watzenborn, den l. Mai 1908. 03658 Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. d. Mts., nachmittags 3% Uhr, vom Sterbehaus aus statt. 03723 Großen-Bufeck, den 2. Mui 1908. B7.1 Ter Großh. Kreisbauiuspektor des Kr. Gießen. I. L.: Kalbfleisch. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, während der schweren Krankheit und gelegentlich des Hinscheidens unseres teuren Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Kaspar Schmidt sagen mir tiefgefühlten Dank. Die trauernde» Hinterbliebenen. In deren Namen: Christoph Schmidt. Arbeitsverrzebnng. Die zur Anlage einer Kanalisation für die Gemeinde Bersrod erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: 1. Erdarbeiten: ca. 3000 cbm Grabenaushub, 2. Cementrohrleitung: ca. 1490 lfd. m von 200 bis 600 mm Lichtewcite zu liefern und zu verlegen. 3. Maurerarbeiten: ca. 70 cbm Klinkermauerwerk zur Herstellung der Schächte. sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen und Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht offen und können letztere gegen Erstattung der Abschriftskosteu daselbst bezogen werden. Angebote sind verschlossen und portofrei bis Samstag, den 16. Mai vormittags 10 Nhr bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bieter stattsindet. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Gießen, den 30. April 1908. Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BrühPsche Universitäts - Druckerei. Schulstr. 7 """"Tar^rrv"—mm....... Statischer ArbeitMchmiö Gieße». Gartenstrasrc 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Schneider, 1 Hahrbursche, 1 Putzfrau, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Haushälterin, 9 Dienstmädchen, 1 Tabakentripperin, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Buchbinder gegen Vergütung, 1 Tapezierer gegen Vergütung, 1 Glaser, 1 Smkkaleur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Kutscher, 1 Schmied, 3 Weber, 1 jüngerer Schmied, 1 Wagner, 1 jüngerer Schneider, 1 Sattler und Polsterer, 2 Dienstmädchen, 1 Haushälterin. _ Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Schlaffer, 2 Schmiede, 1 Sattler. Es mchen Arbeit: B2/6 1 Möbelschreiner, 1 Buchbinder, 2 Feuerschmiede, 1 Wagner, 2 Maurer, 1 Hausdiener, 1 Heizer, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Maschinenschlosser, 4 Bauschlosser, 2 Hausburschen, 1 Ziutscher, 8 Arbeiter, 1 Lauffrau, 1 Näherin, 1 Haushälterin, 1 Waschfrau. litt ucvmietei 1269] Elegante 7-Zimmcrwohng. per 1. Juli in der Plockstratze zu vermieten. Näheres bei A. Geihner, Seltersweg 22. LudwigSplotz 10, parterre Wohnung, 7 Zimmer, zu vermieten.__[1731 2422) Alicestrahe 11 Beletage 7 Zimmer per 1. Juli zu verm. Näh. Büro Emil Horst, Riegelpfad 2245) Eine 7-Zunmer - Wohnung im L Stock, per 1. Juli nnd eine ö-Zimmer-Wohnnng im 3. Stock per L Mai zu vermieten. _________________Kaiser-Allee 5. 2455) Der 3. Stock meines Hauses, 7 Zimmer nut Zubehör, ist per 1. Juli anderweit zu vermieten. Adolf Zinner, Süd-Anlage 9. 6 Zimmer In dem städtischen Hause, Asrerweg 9, ist zum 1. Juli l. I. der L Stock, bestehend aus 6 Zimmer, Küche und Zubehör zu vermieten. 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