»sen m"*"« leMahe,.^^ 151 8öth tÄt: ß8 Serien ' WmalM »eilii iäer Wantikrr. obalicfjc '4Jreijt. len3u haben. le «ai S* le ^Vüniov iSSPPmanD «*.1S Stiii .^ODD- 0jiÄ' Herr, welcher « .^Februar.«« hu-Alelier (®£ ineAdresseeebiL uer 02261 an i- einererbetew—. pautow ,rliö, Paßasc- -S- MsrB , ^hcnicw 316 isiÄK H < I .Süll I **v derunz °e«. welche iir ’ .Oiachlatz des u W veriivrdcnk KrS AuM Äegennände yn i im Besitz baba ;mnl. Avril bg, iidjneien'Mlo-.! en. M! Sdederboi, ^^xiicnbabnitt? ötitor " uristische Eraniv ausendeS Rerei bis 8um 1. ü ebote, wenn niwl gen, unter W x Anzeiger em wird sauber p? iur neu gebügelt säsche jum bügele i, Lvlkengasscl?. ich im Anse«, sr. üonsirm.-AMu > billig außeftniiL über, ÄberSHm Acker zu di* , EichgürtewrnL cd.Lchtssenbergen l. Angcboie unan ;e&. Zlnz. erbeten. schafi sgerei. ide^irlichasl^ inem JabustneK ictzens baldigst» x zu ueuaufa sich wenden an W » Ä (Dal»L Nr. 70 Zweites Blatt 158. Jahrgang Montag ZK. März 1008 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Zamllienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Itreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: S^A112. Tel.-AdruAnzeigerGießen. Der Kamp? für die Liandesehre. Mer gehofft haben mochte, daß der Zentrumsabgeordnete Gröber der beleidigten deutschen Presse die verlangte Genugtuung geben würde, die er ihr als Christ, als Vertreter des Nichterstandes und als Mann von Ehre schuldig war, der sieht sich jetzt bitter getäuscht. Als frommer Zentrumsmann ist der Abg. Gröber natürlich ein Gegner jener Art von Genugtuung, die unter Kavalieren üblich ist, als Abg. genießt er aber auch die Vorteile der Immunität und kann dah.r nicht einmal gezwungen werden, sich vor dem Richter zu verantworten. Wenn dcr Abg. Gröber es unter solchen Umständen mit seinem Christentum vereinigen kann, seine Nebenmenschen aus sicherem .Hinterhalte zu beschimpfen, so mag er das mit seinem Gewissen ausmachen. Sache des Reiclfstags- präsidiums abcv wäre es da gewesen, 'den Journalisten für die ihnen von einem Mitglied des Reichstages zugefügtc Beschimpfung in irgend einer Form Genugtuung zu geben. Tas ist leider nicht geschehen, und so ist fetzt ein offener fttieg zwischen Presse und Reichstag ausgevrochen. Keine anständige Zeitung bringt heute einen Bericht über die Verhandlungen im Reichstage, so daß dieser jetzt vollständig unter Ausschluß der Oeffentlichkeir tagt. Tast es den Abg. unter diesen Verhältnissen wenig Freude macht, lange Reden zu halten, ist begreiflich, und die Verhandlungen find daher in den letzten Tagen recht kurz gewesen. Am heutigen Montag sollte der Reichs- kanzler reden, aber c5 fragt sich, ob es dazu kommen wird, da diese für die weiteste Oessentlichkeit bestimmte Rede von keiner Zeitung mitgcteilt werden wird. Selbst die großen Zeitungen des Auslandes haben sich verpflichtet, mit keiner Silbe von der Rede Bülows Notiz zu nehmen. Ta der Reichskanzler nun - befürchtet, daß ec für das, was er zu sagen hat, nur eine ungenügende Ziesonnanz haben würde, ist SamStag morgen sein Adlatus, Untcrstaatssekretär Löbell, beim Reichstagsprosidenlen Grafen Stolberg gewesen, der anscheinend ebenfalls seine ablehncde Haltung ausgegebcn und sich zu größerem Entgegenkommen bereit erklärt hat. Bleibt nun auch Montag die erwartete Genugtuung aus, so luirb der Widerstand der Presse fortdauern. Die einzigen Leidtragenden sind da allerdings die Zeitungsleser, aber sie werden, soweit sie gerecht denken, der Presse hieraus keinen Vorwurf machen. Sie werben einsehen, daß man auch dem Journalisten die Ehre, dieses kostbarste und edelste Gut eines jeden anständigen Menschen nicht in frevelhafter Weise antasten soll. Menn im Journaliftenstande auch einzelne Elemente vorhanden sind, die mit dem Namen Revolversournalist schon genügend gekennzeichnet sind,, so bedauert das sicherlich niemand mehr, als die deutsch. Journalisten selbst, die dock) in ihrer überwiegenden Mehrzahl erfreulicherweise .aus ebenso anständigen, ehrenhaften und gebildeten Männern besteht, wie der Offiziersstand, der Stand der Gelehrten, der Stand der Aerzte, der Jvuriften, der Lehrer usw. Und loenn der Journalistenstand auch jiocl) keine staatliche Approbation kennt, so muß er darum doch geistig nicht weniger arbeiten, als jedcns andere geistige Beruf. Auch er hat seine Fachausbildung, auch er must fort und fort, und mehr noch als jeder andere Beruf an seiner weiteren Ausbildung arbeiten, um auf der Höhe seiner Zeit und seiner Ausgaben zu bleiben. Ist es unter solchen Unv- stÄiden Ueberhebung, .venu auch der Journalist für sich dieselbe Achtung beansprucht, die man doch sonst keinem anständigen Menschen versagt. Am deutschen Publikum liegt der größte Teil der Schuld, daß im Jvunialisütrstande auch manche zweifelhafte Elemente vorhanden sind. Man istre doch endlich einmal auf, alle (Journalisten in den gleichen Topf derjenigen zu werfen, für die ? Gröber sein bekanntes schönes Schimpfwort gefunden bat. Solange der Journalistenstand im allgemeinen gesellschaftlich geringgesclsttzt wird, muß mancher zartbeseitetcr Mann sich scheuen, sich diesem Berufe zu widmen. Es ist nicht jeder eine Kämpsnatur; nicht jedem ist es gegeben, in seinem Berufe tagtäglich gegen Vorurteile und Unverstand zu kämpfen. Mancher andere wird auch dieses ewigen Kumpfes müde und sucht schließlich Unterkammen in einem anderen weniger geächteten Berufe. Damit werden aber so vielen minderwertigen uub zweifelhaften Elementen die Wege zum Jour- nalistenberufe nur geebnet, zum Schaden des ganzen Standes und zum Schaden der Zeitungsleser. Ter Kampf, der jetzt zwischen der Preise und dem Reichstage gekämpft wird, er kann, wenn das große Publikum sich die eigenartige Stellung des Journalistenstand cs in unserem heutigen Leben erst einmal klar macht, und den Journalisten unterstützt, das wünschenswerte Ergebnis haben, daß der ganze, für das heutige Kulturleben so eminent wichtige Stand auch ün Tcutschen Reiche gesellschaftlich die Stellung findet, die ihm gebührt und die er unter anderen gebildeten Nationen als edvas selbstverständliches schon längst hat. Ter bekannte Satz hat auch heute noch seine unbestrittene Geltung: ein jedes Land hat die Presse, die es verdient. Ueber den gegenwärtigen Stand der Tinge auf dem Journa- sasten Kriegsschauplätze meldet man uns unter dem 21. d. Mts. folgendes: i Die Vertreter der Reichstags presse traten heute bei Beginn der Plenarsitzung wieder im Lesesaal der Journalistentribüne zusammen. Mit großer Befriedigung wurde die vollkommene Solidarität der gesamten Presse festgestellt. Die gestern zur Kenntnis der Versanimlnng gelangten Kundgebungen der Redaktionen und der Vertreter der in- und ausländischen Presse wurden durch eine Reihe weiterer Telegramme und Erklärungen heute ergänzt. Die Zustimmungserklärung des Vorstandes des Münchener Journalisten- mrd Schriftsteller-Vereins ist bereits gestern durch das Wolsfsche LScgraphenbürcau verbreitet worden. Der Verein der Wuppe e la ler Presse telegraphiert: „Hocherfreut über einmütiges Zusammenhalten wünscht besten Erfolg.^ Der Journalisten- und Schriftßellerverein Camburg-Altona spricht telegraphisch „unseren schwerbeleidi ien Kollegen zu ihrem Verhalten tn dem Falle Gröber die w< -aste Sympathie aus." Auch der Württemberg! sche Journc. isten- und Schriftstellerverein sendet eine Sympathieerklärung. Aus Wien ist folgende Depesche eingegangen: „Das Syndikat österreichischer Zeitungskorrespondenten, in welchem Blätter sämtlicher österreichischer Nationallitäten ver. igt sind, beglück- toünfdjf die reichsdeutschen Kollegen zu ihrer wackren Haltung und drückt ihnen die wärmsten Sympathien aus." Ebenso sind von den Redaktionen einzelner auswärtiger Plätter, u. a. der „Rhein- und Ruhrzeitung", dem „Gießener An- Betper", der „Müblhauser Zeitung" (Thüringen) telegraphisch oder brieflich Sympathie- und Solidaritätskundgebungen eingegangen. Auch die Redaktion der „K r e u z z e i t u n g", die infolge unzulänglicher Information sich gestern dem Vorgehen der Reichstags- Vertreter noch nicht angeschlossen hatte, lies; die Erklärung abgeben, baßjic fortan, so lange die Angelegenheit nicht in einer den Ansprüchen der Journalisten entsprechenden Weise erledigt sei, von den Reichstagsverhandlungen keinen Vermerk mehr nehmen werde auch nicht einmal von den Regierungserklärungen, sondern sich lediglich auf die Mitteilung der Beschlüsse beschränken werde. Auch das Louis Hirschsche Telegraphcnbureau und das De- Peschenbureau Herold werden über die Reichstagsverhandlungen sichte erst dann aussenden, wenn die Journalijtentribüne ihre Tätigkeit wieder mifgenommen hat. Arn Montag wird der Etat des Auswärtigen Amts im Reichstage zur Verhandlung stehen. Die Londoner Blätter „Daily Mail", „Daily Expreß", Daily Telegraph" und „Standard" geben telegraphisch bekannt, daß sie, falls die Angelegenheit nicht erledigt wrrd, über diese Verhandlungen des Reichstages keine Zeile der- öffentlichen und daß sich ihnen auch die übrigen englischen Zeitungen anschließen mürben. Die gleiche Versicherung wurde auch von eme^ Reihe Berliner Vertretern anderer ausländischer Blattes •gegeben. Der Verein der deutschen Zeitungsverlegcr, der zurzeit in Berlin gerade eine Tagung hat, erklärt sich gleichfalls mit den Journalisten vollkommen solidarisch. Es wird der Versammlung die Mitteilung gemacht, baß der Präsident des Reichstages Graf Stolberg, der den Vertretern der Presse volle Genugtuung zu geben wünscht, den Wunsch nach einer neuen Besprechung ausgedrückt hat. Es wird eine Abordnung aus drei Herren gewählt, die, ohne daß ihr ein Auftrag im einzelnen! erteilt wird, mit dem Präsidenten verhandeln soll, sobald er in der Lage ist, das Präsidium an den im ersten Teil der Sitzung als Kommissionsberichtcrstatter fungierenden Vizepräsidenten Paasche abzugeben. Im Laufe des Tages traf eine große Anzahl weiterer Telegramme ein, in denen den NeichstagSjoiirnalisten für ihre tatkräftige und taktvolle Wahrung der StandeSehre Dank und Ge- jnungtuung ausgesprochen wird: u. a. Vom Vorstand des Karls, jr u h e r Schriftsteller- und Journalistenvereius, dem schlesischen Journalistenverein, dem Verein der N i e d e r s ä ch i i s ch e n fresse, den vereinigten Königsberger Zeitungen dem Vernein Dresdener Journalisten, dem Frankfurter Journal klisten- und Schriftstellerverein, dem Landesvercin hessischer ^citungSrebaf teure, dem Wiesbadener Tageblatt, der T h o rJ 'n e r -Ostdeutschen Zeitung, der Osnabrücker Zeitung, der ^Bergisch-Märkischen Zeitung in Elberfeld. Ferner von benl Journalisten des Hessischen Landtags, sowie von den Kammer, journalisten des Bayerischen Landtages mit Ausnahme deS Zentrums; ferner vom Syndikat bet Ungarischen Parlamentsberichterstatter. Der Seniorenkonvent der Vereinigung der parlamentarischen Berichterstatter des ö st e r r e i ch i s ch c n Abgeordnetenhauses begrüßt mit lebhaftester Sympathie die Haltung seiner journalistischen Kollegen im deutschen Reichstage und fühlt mit ihnen die? schwere Beleidigung, die dem gesamten Stande von denjenigen zugefügt wurde, in deren Interesse wir tätig sind. Eingedenk des Kampfes, den wir schon in ähnlicher Lage mit Erfolg durcygeiührt $abcn, erwarten wir, daß sie in Einigkeit ausharren werden, big ihnen die gebührende Genugtuung zuteil geworden ist. Diese Be. zugnahmc betrifft Vorgänge aus den achtziger Jahren unter dem Ministerium des Grasen Taassss. Damals hatten die Bericht, erftafter der Oesterreichischen Kammer acht Tage lang ihre Tätig- leit eingestellt, weil ihnen der Zutritt zu den Wandelgängen gesperrt war. ES wurde ihnen volle Genugtuung gewährt. Graf Taaffe erklärte damals bekanntlich, ein Parlament könne ohne Oesfentlichkeit nicht bestehen. Auch die Association der Marseiller Tagespreise drückt ihre „sympathies et solidaritä confraternelle“ aus. Die großen Pariser Blätter schließen sich der Erklärung der englischen Blätter, daß sie über die Verhandlungen beim Etat des auswärtigen Amts nichts berichten würden, vollkommen an; ebenso die offiziöse Agrnce Havas, und ebenso Fournier. DaK. selbe gilt von der Petersburger Telegraphenagentur. Nachdem Präsident Graf Stolberg das Präsidium an den Vizepräsidenten abgegeben hatte, traten die von der Versammlung der Presseverlreter beauftragten Herren mit ihm in Verhandlung. Diese sand statt in Gegenwart des Abg. Frhru. v. Hertling sowie des Abg. v. Normann. Das Ergebnis war ein negatives. Der Herr Präsident glaubte nach Rücksprachen, die er inzwischen gehabt hatte, den Vorschlag, den er den Pressevertretern am Vormittag hatte übermitteln lassen Und den sie als vollkommen befriedigend angesehen hatten, nicht mehr busrechterhalten zu können, und die Abordnung war lediglich in der Sage, bei Versammlung folgenden von Herrn Frhr. v. Hertling formulierten Vorschlag zu unterbreiten: Die Journalisten sollten zunächst Herrn Gröber gegenüber ihr Bedauern über die auf der Tribüne vorgekommenen Störungen ausdrücken; danach — und zwar in dieser chronologi- scheu Reihenfolge — würde Herr Gröber erklären, er ziehe unter dem Ausdruck des Bedauerns feine beleidigende Aeußerung zurück. • • In der Nachmittag-Versammlung der Pressevertreter wurde dieser Vorschlag zur Abstimmung gestellt. Die Versammlung, an der 86 Herren sämtlicher Partcirichtungen einschließlich des Zentrums teilnahmen, lehnte diesen Vorschlag mit 84 gegen 2 Stimmen ab und beauftragte ein Mitglied der Abordnung, diesen Beschluß dem Präsidenten mitzuteilcn. Dies geschah gleichfalls in Gegenwart der Abgg. Frhr. v. Hertling und v. Normann. Ein weiteres Ergebnis wurde hierdurch nicht erzielt. Nachdem das der Versammlung mitgeteilt war, beschloß diese nach längerer Aussprache, am Montag 11 Va Uhr wieder zusammen- zntreten und bis dahin die Dreier-Kommission permanent zu erklären. Sie wurde zu neuen Verhandlungen in der Zwischenzeit ermächtigt in dcr Richtung, daß Herr Gröber zunächst seine Worte öffentlich mit dem Ausdruck beö Bedauerns zurücknimmt; danach würden die Journalisten sich gern bereit erklären, zu versichern, daß niemand seine und seiner Freunde religiöse Gefühle habe verletzen wollen. Weitere Solidaritäts- und Sympath'ekund. gebnngen sind eingegangen u. a. von den „M ü n ch e n e r Neuesten Nachrichten", dem Mannheimer Journalisten- und Schriftstellerverein, den „Braunschweiger Neuesten N a ch r i ch t e n", der Wiener „Z e i t", der „Dortmunder Zeitun g". Vom Vorstand des Vereins „Berliner Presse" ist folgende Zuschrift eingegangen: Der Vorstand des Vereins „Berliner Presse" drückt einmütig feine Sympathien mit dem Vorgehen der Kollegen von der Journalistentribüne des deutschen Reichstages au8. Er bedauert lebhaft, daß die Pressevertreter vor beleidigenden Aeußerungen aus dem Reichstage keinen wirksameren Schutz durch das Präsidium gesunden haben. Der Vorstand erwartet, daß die Journalistentribüne und die deutsche Presse die Berichterstattung über die Reichstagsverhandlungen solange aussetzen werden, bis den beleidigten Journalisten eine ausreichende Genugtuung gegeben ist. Er begrüßt mit Dankbarkeit das solidarische Verhalten der Redaktionen und der Verleger der Presse» des In- und Auslandes in Wahrung dcr ^tandesehre. Am kommenden Dienstag findet eine außerordentliche Sitzung des Vereins „Berliner Presse" in dieser Angelegenheit statt. l ........... ■ 11 — Di; neuer? oberhesstschen Bahnlinien. (Schluß.) Ueber die Linienführung im allgemeinen ist zu be- unerten, daß zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit die Hauptstrecke Alsfeld—Niederaula mit einen stärksten Neigung von 1:80 und einem kleinsten Halbmesser der Krümmungen von 500 Meter projektiert ist. Ferner ist im Interesse der erhöben Betriebs- sicherheit eine möglichste Vermeidung von Wegübergängen in Schie- nenhölw angestvebt und es sind hierfür Uncer- und Ueberführungcn der Wege vorgesehen. Auf der Zweiglinie nach Schlitz beträgt die stärkste Neigung 1:100 und der Weinste Halbmesser ist mit 300 Meter angenommen. Verfolgt man den Lauf der Bahn von Alsfeld bis zur Hessischen Grenze nach Mederaula hin, so ist es zunächst dcr Bahnhof Alsfeld, der eine vollständige Umgestaltung .reibet. Ticscr ausgedehnte Umbau ist jedoch nicht allein durch Die Einmündung der neuen Bahn bedingt, sondern zum große.. Teile schon zur Befriedigung der Bedürfnisse des vorhandenen gesteigerten Verkehrs notwendig. Cs sollen daher auch die Kosten der Gesamterweiterung des Bahnhofs nur mit etwa Vs auf den Voranschlag der "Nebenbahn übernommen werden- während die übrigen Kosten (%) demnächst im Budget angefordert werden sollen. Vom Bahnhof Alsfeld wendet sich die Bahn auf eine kur e Strecke nach Süden und verfolgt alsdann mehr die östliche, zuletzt die nordöstliche Richtung und kommt nach Tnrch- zieh'.mg der letzten hessischen Gemarkung Wallersdorf in einer Entfernung ton 20,7 Kilometer von Alsfe-b zur Hcssisck^Prcu- ßischeu Laudcsgreuze. Bedeutende Schwierigkeiten bietet der Bau u.r Linie infolge des gcoirgigen Terrains und der vielen Wasserläufe auf lfessischem! Gebiete und zwar erheblich mehr als arv bet preußischen Teilstrecke von ber Landesgrenze bis Niederaula. Auf der -0,7 Kilometer langen Teilstrecke Alsfeld—Landes grenze sind an Kunstbauten erforderlich: 10 Wegeunter- und acht Wegeüberführungen, je 1 Viadukt über 2 Täler von 140 und 260 Meter Länge und ein solcher über eine Bergschlucht von 130 Meter Länge, 1 Tunnel von 300 Meter Länge zur Ueber» fchreitung der Wasserscheide und mehrere Wasserdurchlässe. Diese vielen und bedeutenden Bauwerke verteuern die .Linie selbstverständlich erheblich. Tie hessischen Ortschaften Eifa, Schwarz und (Grebenau bc&ntr.ten je einen Bahnhof für Personeu- unb Güterverkehr. Tie Abzweigung nach Schlitz beginnt in einer Entfernung von etwa 3 Kilometer südlich ber Station Niederaula an' der Trennungsstation (Haltepunkt) Solms und erreicht von bitt in 1,5 Kilometer Entfernung die hessische Landesgrenze. Die Bahn folgt fodann im wefentlichen in südlicher Richtung dem Tal dcr Fulda, meist in der Nähe der Straße nach Schlitz her- laufend. Tie Kreuzung der Bahn mit letzterer Straße erfolgt zweimal in Schicneuhöhe und dreimal mittelst Straßenunterführungen. Außer diesen 3 Straßenbrücken und einem 290 Meter langen Tunnel kommen weitere weseiltliche Bauwerke aus dieser Strecke nickst vor. Tie Ei'ckä^rung dec Linie in den Bahnhof Schlitz gestaltet Ich ohne cr-^öliche Aenderutzgeu der bestehenden Anlagen. Zwischen TrerulungSstation und Station Schlitz sind auf hessischem Gebiete au den Ortschaften O b er;vcg f u r t f) und O-uect je ein Bahnhof für Persoiwu- und Gütecverkehr und ein Haltepunkt für Personen-- und Gepäckverkehr an den Ortschaften Hntzbors-SandlofS vorgesehen. Ter Voraus.i,tag für die 2.0, l Kiwmeter lange hessische Teilstrecke von Als selb bis zur Lanbcsgrenze nach Niedceaula hin beläuft sich ausschließlich Grundetwerb auf 5 ÖjOOOU Dck. Tes- glcid;.n für bie 11,0 Kilometer lange Zweiglinie nach Schlitz auf hessischem Gebiet, ausschließlich GruuRrwerö auf 2 110000 Mk., zusammen somit auf 8 090 000 Mk. Nachträglich hat sich die No., er-big feit herausgestellt, den Kvste-ranschlag beider Linien um 118000 Mk. zu erhöhen, so baß sich bie Gesamtesten beiucr Linien auf 8118 000 Mr. belaufen. Eine IV2 prozentige Verzinsung dieser Summe soll der Teilungs- zifser Hessens zugcrechnet luerbcn. Ter Gruubcrwerb ersterer Linie einschließlich des auf die neue Nebenbahn entfallenden Ameils am Gaunderwerb für die Enveiterung des Bahnhofs Alsfeld ist veranschlagt mit 409000 Mk. und derjenige für die Zweiglinie nach Schlitz mit 190000 Mk., ber Gruuderwerb auf hessischem Gebiet zusammen sonach auf 599 000 Mk. ober ruiib 600 000 Mk. Tie dost bcrt gelten kann. Aber auch bas kürzere Stück ber Bahn würde für die beteiligte Bevölkerung, bie dadurch einen Bahnanschluß erhält, von grobem Werte sein, auch namentlich dazu dienen, die bei Ebersgöns und Obergfecn gelegenen uncfangreichen Stttlflager aufzuschließen und ein bet Ebersgöns gelegenes Eifen- steiu-Bcrgweri, das in früheren Jahren betrieben wurde, aber urstlge des Mangels einer Buhnvcröinbung den Betrieb einffellen «mutz, wieder betriebsfähig zu machen. Tie Balyi wirb mit 5,3 ftttometer auf heffisckxs Gebiet zu liegen kommen. Tire Kosten bes Banuntcrnchmens sind für den hessischen rund V2 Mrllwn, für^bcn preußischen Teil auf rund z'0000 Mk. verunsuckaZt. Ter Staatszuschuß würde mit 30 vvm ^oO OOO Mk. betragen. Tie Gemeinden Ba u Vach und PvhtzGönv haben zusammen beit Bewag von 175Oüu i..r. in zu ixrjingl'üzm Ovligalivnen aufeubringen ickmiiommen, mabrenb ber MstbeNag in Aktien ton preußischen Gemeinden! fen und von ber Firma Lenz u. Eo., G. ni. b H, in ,Bwcan aibernontinicn wirb. Tas in Hessen erforderliche (Mäuite wird von den Gemünden Butzbach und Pohb-Göns gestellt. Die projektierte Nebenbahn beginnt auf dem Bahnhof Butzbach-Ost der Bahn Butzbach—Lich, der entsprechend erweitert werden wird, und berührt innerlE des Großherzogtums .Hessen außer der Gemarkung Butzbach nur die Gemarkung Pohl-Göns. Tie Gemeinde Pohl-Göns und die etwa 1—1V2 Kilometer von der Grenze gelegenen preußischen Gemeinden Ebersgöns und Ober- gleen erhalten je einen Bahnhof. Ter für die Gemeinde Obergleen in nächster Nähe der Station Ebersgöns vorgesehene Bahnhof ist nur als provisorische Anlage zu betrachten und wird bei der Fortsetzung der Bahnlinie nach Wetzlar an eine günstigere Stelle verlegt werden. * Hierzu ist eine Vorstellung des Ortsvorstandes zu Wisselsheim der Zweiten Kammer zugegangen, in,der folgendes ausgeführt wird: Tie Vertretung der Gemeinde Wissels- heim bittet dringend, die Wettertalbahn mit der projektierten Einmündung von Norden in den Staatsbahnhof Bad-Nauheim unter Umgehung von Wisselsheim und Rödgen abzulehnen, da bei dieser Führung der Bahnlinie die beiden Orte auf immer von der Möglicltkeit eine Bahn zu bekommen, ausgeschlossen wären. Wir glauben um so eher zu dieser Bitte berechtigt zu sein, da die Firma Lenz u. Co. und die übrigen beteiligten Gemeinden vier Jahre lang gemeinschaftlich mit uns verhandelt haben und uns zweimal an der Finanzierung der Strecke über Wisselsheim und Rödgen teilnehmen ließen. Bei diesen Finanzierungen genehmigten wir, was von uns gefordert wurde, und die übrigen Beteiligten müssen doch dadunh, daß sie die Finanzierung mit uns gemeinschaftlich vorgenommen haben, die ALöglichkeit zugeben, daß die geplante Bahri tatsächlich über Wisselsheim und Rödgen nach Bad- Nauheim geführt werden kann. Man lese den Gietzmer Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung GhecheUens mit des Beilagen „ZanMenblätter", „LandWirjschasttrche Fettftagen" rmd dem Ureisblatt für den Ureis Sletzen. Auflage über M00 Expl. Ms Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Aus StaSt und Land. Gießen, 23. Marz 1908. Invaliden- und Altersversicherung. Bei der Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen ffinb im Februar 368 Rentengesuche (334 Jnvaliden- und Krantenrentenanträge, sowie 34 Altersrentenanträge) eingegangen. Unerledigt wurden in den genannten Monat übernommen 290 Rentengesuche, so daß 658 Gesuche in Bearbeitung standen. Es sanden Erledigung 233 durch Rentenbewilligung (205 Invaliden-, 12 Kranken- und 16 Altersrentengesuche); 37 durch Ablehnung, weil unbegründet (35 Invalidenrenten- uni) 2 Altersrentengesuche), 12 durch andere Weise — Zurücknahme usw. — (7 Invaliden- und 5 Altersrentengesuche), zusammen 282, so daß 376 Gesuche als unerledigt aus den Atonal März I. I. übernommen werden mußten. Ferner mürben 29r< Anträge aus Beitragserstattung gestellt, und zwar 23b infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.), 60 infolge Todes versicherter Personen (T.) und 1 wegen Bezugs von Unfallrente (U.). Unerledigt wurden in den genannten Monat übernommen 137 Erstattungsanträge, so daß zu bearbeiten waren 434 Gesuche. Bewilligt wurden 278 Anträge (228 H., 49 T. und 1 11.), ab- yelehnt wurden 23 Anträge (7 H., 15 T. und 1 U.) Aus andere Art erledigt wurde 1 T.-Erstattungsanspruch. Unerledigt blieben 132 Erstattungsanträge (108 H., 22 T., 2 11.), die aus den Monat März übernommen wurden. — Vom 1. Jan. bis Ende Fedr. haben ausschließlich der 'aus 1907 übernommenen Fälle insgesamt 366 Anträge auf Uebernahme des Heilverfahrens bei. der Landesversicherungsanftalt Großh. Hessen zur Bearbeitung vorgelegen, die wie folgt zur Erledigung tarnen: Bei 39 Personen wurde das Heilverfahren durchgeführt, und zwar in 23 Fällen mit Erfolg und in 16 Fällen ohne Erfolg. Weiter befinden sich zurzeit noch von den verbleibenden 327 aus 1907 stammenden Personen in Anstaltsbehandlung 124, und zwar in der Lungenheilanstalt „Ernst Ludwig-Hellstälte" 63, m der Lungenheilaiistalt „Cleonoren- Hellftätte" 29, in der Luirgenheilaustalt Reichelsheim i. Ob. 1 (mit Einschluß der aus dem Jahre 1907 in den Lungenheilanstalten noch verbliebenen Personen sind diese Anstalten nahezu voll belegt), ferner in der Dr. Schmittschen Kur- und Wasserheilanstalt Lindenfels 9, in Bad-Rauheim 14, in sonstigen Bädern 0, in Kliniken 3, in Krankenhäusern 1, in sonstiger Behandlung 4. Das beantragte Heilverfahren ist nicht zustande gekommen, bezw. es haben auf dasselbe wieder verzichtet 3.Personen. Die Anträge von 5 Personen mußten an die zuständigen Versicherungsanstalten weitergegeben werden. Es mußten 43 Anträge teils wegen Aussichtslosigkeit des beantragten Heilverfahrens und teils wegen unzureichender Markenverwendung ab= gelehnt werden, ferner war die Ablehnung in 28 Fällen geboten, weil das Hellverfahren auf Kosten der Krankenkassen durchgeführk werden tonnte, weil bereits 3 Kuren schon übernommen waren, weil die Anwartschaft aus den nachgewiesenen Beiträgen erloschen war, weil bet der letzten Kur disziplinär vorzeitig enllassen usw. Weiter schweben zurzeit noch 124 Anträge, über die Entschließung noch nicht getroffen werden konnte. •• Vom Großherzogl ichen Hofe. Im Neuen Palais zu Darmsladt finden heute und Mittwoch Aufführungen von drei Einaktern, und zwar je eines deutschen, englischen und französischen Stückes, durch Tarnen und Herren der Hofgesellschaft |iatt. Zu der heutigen 9ckichmiltags-Vor- stellung i|t auf 1/24 Uhr, zu der Abend-Vorstellung am Mittwoch auf V27 Ubr cingeladcn. Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen mit Gefolge werden der Nach- niittags-Vorstellung am Montag, die Fürstlich Lich'schen Herrschaften werden beiden Aufführungen beiwohnen. Die Hauptprobe fand am Samstag, nachmittags 31/. Uhr statt. Zu ihr war u. a. außer den Direktionsmitgliedern und Beamten des Hoftheaters und der Hofämter Die Hofdienerschaft geladen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Hch. Meißln ger zu Kesselbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbach. — Bestätigt wurde. der von dem Fürsten zu Weilburg und Büdingen in Büdingen auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rohrbach präsentierte Lehrer Anton Bach zu Haarhausen. — Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Undenheim und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Burg-Gräsenrode. •• Jagd»vaffenpüsse und auswärtige Jäger. Es dürfte wohl in Jägerkreisen allgemein bekannt sein, daß nach § 4 der hessischen Verordnung über die Jagdwaffenpässe an Personen, die im Großherzogtum weder Wohnsitz, noch dauernden Aufenthalt haben und sich im Besitze eines von einer auswärtigen deutschen Staatsbehörde auf ein Jahr ausgestellten und noch gültigen Jagdwaffenpasses befinden, auf ihr Verlangen ein Jagdwaffenpaß auf sieben aufeinanderfolgende Tage ausgestellt werden kann. Wie der „Darmst. Ztg." mitgeteilt wird, hat sich mm die Frage aufgeworfen, ivie es zu halten sei in dem Falle, daß der außerhessische deutsche Jahrespaß, auf Grund dessen die Ausstellung der Wochenkarte beantragt wird, zwar zur Zeit des Einganges des Antrages bei dem Kceisaint noch gültig ist, seine Gültigkeit jedoch wegen Ablauf des Jahres bereits zu Beginn der Woche, für die die Wochenkarte beantragt ist, oder im Laufe dieser Woche aiifhört. Bei Beurteilung dieser Frage Dürfte zu berücksichtigen fein, daß die obengenannte Vorschrift lediglich ein Entgegenkommen bedeutet gegenüber den auswärtigen Jägern, die bereits im Besitze eines ordnungsmäßigen außer- hessischen Jahrespasses sind, und daß dieses Entgegenkommen nicht so weit gehen kann, daß ein hessischer Wochenpaß auch für eine Zeit ausgestellt wird, für die der fremde Jahrespaß nicht niel)r gültig ist. Die gleiche Ansicht vertritt die Großh. Regierung. Es wird deshalb damit zu rechnen sein, daß in Fällen der vorliegenden sllrt Wvchenpässe in Zukunft nur für olche Zeilen ausgestellt werden, für die der erforderliche Jahrespaß noch gilt. *' Schenkungen und Vermächtnisse an evang. Kirchen m Hessen. Im 4. Vierteljahr 1907 wurden folgenden kirchlichen Schenkimgen usw. aus Oberhessen die landesherrliche Genehmigung erteilt: Kirche Assenheim: Für Die Klcmkmderschule: von der Frau Gräfin zu Solms- Rödelheim ein Harmonium und eine Opferbüchse von unbekanntem Wert, aus der Prinzeß Elisabeth - Gedächtnisspende 250 Mk. Kirche Eudorf: Zur Anschaffung neuer Glocken von Johannes 'JJlerle 350 Mk. Kirche Haar Haus en: Zur Anschaffung eines Chrislusbildes von mehreren Gemeinde- gltedern 20 Alk. Kirche Hain-Gründau: Zur Kirchen- Heizung von Prinzessin 2)laric zu Psenbnrg - Büdingen 50 Alk. Kirche Hartershausen: Von Pfarrer Schäfer zwei Altarleuchter im Wert von 20 Mk. Kirche Hitz- kirchen: Zum Kirchbaufonds von Major Marlnn in Wiesbaden 40 Aik. Kirche Hungen: Ziir Wiederherstellung der Stadtkirche, Gesamtbetrag der Spenden 4234 Mk. Kirche Melbach: Zum Orgelfonds von Bürgermeister Stopard gesammelt 91 Mk. Kirche Nieder-Ofleiden: Ziir Anschaffung einer Altardecke von Gemeindegliedern 45,40 Nik. Kirche Ober-Ofleiden: Zur Anschaffung eines Abend- mahlskelchcs von Gemeindegliedern aus Ober - Ofleiden 26,85 Nik., ans Gontershausen 15,40 Mk.; zusammen 42,25 Mk. Kirche Rödgen: Für die Kleinkinderschule 1533,39 Mk. Kirche Ulrichstein: Zur Ausschmückung der Kirche von Karl Köhler 10 Mk. Kirche Wallenrod: Zur Anschaffung eines Schrankes für die Krankenpflege: von der Spar- und DarlehnSkasse Wallenrod 55 Pik., von Miß Poung und Frau Orphall aus Philadelphia 63,50 Mk., vom Hessischen Landesverein für Innere Mission 25 Mk.; zusammen 143,50 Mk. X Nidda, 21. März. Gestern feierte unser zweitältester Einwohner seinen 9 0. Geburtstag. Es ist der Landwirt Christian Hofmann. Er fuhr 50 Jahre lang den Leichenwagen, bis er vor wenigen Jahren das Amt abgab. Er ist der letzte der früheren Stadtmusikanten, welche früher mit dem damaligen sog. „Turmmann" Kammer und einigen Linderen jeden Abend um 7 Uhr einen Choral vom Stadtkirchturm bliesen. Hofmann ist körperlich und grillig noch rüstig. Der Turnverein brachte ihm einen Fackelzug, bet dem ein Mitglied des Vereins eine poetische Ansprache hielt. Zahlreiche Glückwünsche liefen bei dem „Alten", im Volks mund „Opa" genannt, ein. Ter älteste Einwohner unserer Stadt, Landwirt Orth, ein Junggeselle, steht im 95. Jahr und ist, abgesehen von Gehürmangel, noch sehr rüstig und tätig. — Die Influenza ist gegenwärtig auch bei uns heimisch geworden, ohne jedoch bösartig zu sein. Gießener Strafkammer. )( G i eßen, 20. März. Erfolglose Berufung. Auf Strafantrag tun» Uiciiyen o-wl Hetzen wurde der jetzt in Pautow b. Berlin wohnhafte Loromvtivftihver O. St. wegen xj cleib 13 ung zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurteilt und dem Beleidigten die Publikationsvesugnis zugeiprochen. Ter Feld- schiütze hatte zwei Damen, die einen Fußpfad unbefugter Weise benutzten, zur 'Jiebe gesellt. Als dies der Angeklagte sah, mischte er sich in die Angelegenheit, 1 vorauf ihm der Feldschütze empfahl, seine Wege zu gehen, da ihn die Sache nichts angebe. Belm Weggehen ließ er die Bemerkung fallen: „Sie ichlechter 'Mensch". Ter Angeklagte locht das Urteil an und bestritt die Aeußerung getan zu haben. Er behauptete, er have die Damen in Schutz nehmen wollen, da er den Feld,chützen nicht gekannt und in ihm einen Betrunkenen vermutete, der die Tamen aus dem öffentlichen Wege belästigte, zumai dieser mir erhooenem Stoa hinter den Tamen verging, als treibe er eine Herde Gänse. Für das Gericht bestand kein Zweifel, der Angeklagte Ijabe gewußt, daß er einen Beamten vor sich bat; es hatte auch feinen Grund an bet Glaubwürdigkeit des Feldschützen zu zweisetn, da ihn. von allen Seiten das denkbar beste Zeugnis ausgestellt wurde. Tas llrteil mußte deshalb be- I ('tätigt werden. Freigefprochen. Ein hiesiger Schristsetzcr ijarte ui Gesellschaft des Händlers L. G. aus Frankfurt a. M. eine Nacht dura>gezecht. Als in der Frühe noch em (£afe ausgesucht wurde, schlief der angetrunkene Schristsetzer am Tische ein. G. wuroe von verschiedenen Gästen beobachtet, wie er dem schlafenden in die Tasche griff und Geld Herausnahme Darüber zur Rede gestellt, behauptete er, der Bruder seines Zecl)geiwssen zu sein, dem er das Geld ausheben wolle. Ta dies sich als umvahr erwies, und G. ein wiederholt bestrafter Mensch ist, erging gegen ihn Anklage wegen Tiebstahls. Er blieb dabei, daß er das Geld habe ansheben wollen und da ihm das Gegenteil nicht nachzuweisen war, erging Freispruch Die Scheu vor dem Arbeitshaus. Ter Taglöhner H. I. aus Hohensolms hatte hier gebettelt, wofür ihn das Schössengericht mit 4 Wochen Haft belegte und ihn, da er vielfach bestraft ist, der Landespolizeibehörde zur Unterbringung in das Arbeitshaus überwies. Er focht das Urteil an, da er sich nicht für strafbar hielt, zum mindesten habe er aber das Arbeitshaus nicht verdient, denn ein Schutzmann hätte ihm gesagt, er dürfe betteln, nur dürfe er sich nicht erwischen lassen. Tatsächlich sei er auch nicht erwischt worden und es ist ihm unbegreiflich, daß er trotzdem zur Anzeige gebracht worden ist. Tem Gericht genügt die Tatsache, daß er gebettelt hat und daß er wiederholt wegen Bettelns bestraft ist, womit alle Voraussetzung zur Bestrafung und llcberrocifung gegeben sind. Tas Urteil fand deshalb seine Bestätigung. VersrrZßchre». * T i e Siebe z u m i ii e । 11 u) e n Ehemann. Frau Howard (&ouLb, eine amerikanische Millionenerbin, forderte chre Schwester, welche vor acht Jahren einen Chinesen namens Tong Sung Pue ehelichte und deshalb von ihrem Vater enterbt routiic, auf, nach Newyork zu kommen und an dem Reichtum der Schwester tcilzunehmen. Tong Sung Pue ist krank und in recht schlechten Verhältnissen, aber seine Frau erwiderte ihrer Schwester, daß sie lieber Hungers sterben würde, als ihren Gatten verlassen. Kleine Tagcschronik. In Cöln vcrhaflcle 01c 5triinuiaipoii3ei in einem Hotel einen Hochstapler, der von Berlin aus gifudjt wurde, wo er sich ein Automobil im Werte von 2d uOU Mk. aneigncte und für 8ÖU0 Mk. versetzte. Der Beamte der Baseler Staalskafse Thommen, der 40060Fr. unterschlagen hat, wurde verhaftet. Als ein Laufbursche der i<öwenapotheke in Diedenhofen mit offenem Lichte den Keller der Apotheke deirat, erfolgte eine Benzin-Ex« plosiou, durch die der Bursche schwer verletzt und bas Schaufenster der Apotheke zertrümmert wurde. Tas Feuer tonnte nur mit größter Gefahr vor weiteren Explosionen gelöscht werden. Unter den russischen Arbeitern, die auf dem Gute der Zucker- iabriE Benntngjen (Hannover) beschäüigt sind, sind die schwarzen Pocken ausgebrochen, em lugenölicDer Arbeiter ist der Kraillheit erlegen und ein zweiter schwer trank. Turch den Kreispbysitus m Springe wurde die Sperre über das Gehöfte verhängt. In einer Arbeiteikaserne in den Na p h t b a w er k en von Balachani) ^Kaukasien) trug sich eine heftige Explosion zu, deren Ursache bisher nicht fesizupellen war. Tas Gebäude wurde teilweise zerstört; unter den Trümmern wurden elf Leichen geiunden. Ter spanische Generalleutnant Borroro brachte sich mit einem Revolverichnß lebensgefährliche Verletzungen bei und ist feinen Verwundungen erlegen. MereokvIogljcHe Beovirchrrrugen der Statio» Gießen. Wetter März 1908 22. 2?6 743,6 11,0 7,2 74 NNE 4 Sonnenschein 22. 9,b 741,7 6,4 6,4 90 8 2 Klarer Hnnmel 23. 715 743,6 2,3 4.9 91 NNE 2 Sonnenschein Höchste Nledrl Temp qste eralut am 2. „ 21 _22 ___22." März = + --- 4- 12,9 v C. 3,6 v c. Teieioabäscäne des Giessenei Anzeigers, mitge und ludusir Frankfurter iiiir 3>£% Reichsauleihe . . 92.051 3% do. . . 82.25 ö^°/0 Konsols . . .. 91.90 6% do 82.25 oJ6°/0 Hessen .... 91.00 °/0 Oberhesseu . . . 92.00 Uesterr. Goldrente. 9890 4l/5 % Uesterr. Silbeirente 99.20 4)?u Ungar. Goldreute . . 92.85 4% Italien. Rente ...-- 3% Portugiesen Serie I 60.80 3% Portugiesen „ 111 61.50 A x/3 °/0 russ.btaatsaul. 1905 9-175 % japan. Staatsanleihe 88.00 1% Uouv. Türken von 1UU3 95.30 lurkenlose 150.80 1% Gnech. Monopol-Aul. . 49.60 A% äussere Argentinier . 86.00 uu/0 Alexinaner . . . b7.6Ü 4^% Chinesen .... 95.95 Aktien: Bochum Guss 199 00 Buderus K W 111.70 lenden,.; fest. berliner ISiirse, i Canada E. B 147.90 Barmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 238.80 Dortmunder-Union C. . . 57.00 Dresdner Bank ... 138.20 Tendenz: fest. teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. se, 23. März, 1.15 Uhr. I Elektriz. Lahmeyer . . . 119.00 Elektnz. 8chuckert . . . 103.10 Eschweiler Bergwerk . . 2O6.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.50 Hamburg-Ainenk. PaketL 212.00 Uaxpener Bergwerk. . 195.50 Laurahütte 210.20 .\ordd. Lloyd . ... 97.-0 Obcrschles. Eisen-Industrie 96.25 Berliner Huudelsges. . . 159.70 Darmstädter Bann . . . 124.70 Deutsche Bank .... 239.30 Deutsch-Asiat. Bank . . 137.00 Diskonto-KomuiaudiL . . 177.10 Dresdner Bank .... 138.20 Kreditaktien 202.20 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 81.50 Gotthardbahu —.— Lomoarü. Eisenbahn . . 25 60 Uesterr. 8Laatsoaüu . . . 143.80 Pnnce-Heun-Eisenbahn . 118.00 3. Mälz. Anlangskurse. Harpeuer Bergwerk. . . 195.20 laurahütte 210.20 Lombarden E. B. ... 25.40 Nordd. Lloyd 97.70 i lirkeulose ..... 150.70 Kindermehl •Krankenkost Bestbewährte gesunde und magendarmkranke Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Werkstätten iür Handwerkskunst Georg Ehrhardt & Söhne Möoel-Fabrik ■■■■ Darmstadt Feldbergstraße 36 (hinter dem Hauptbahnhof) Etablissement für gediegene vornehme Wohnungseinrichtungen Besichtigung der --------— -■•-■= Z**Z m» Ausstellung fertiger IV1 usterräume und ! der mustergültigen Fabrikationsanlage erbeten. Reizeshe Neiiheiten... LTinderwagen eingeiroffen. — Alleinverkauf der berühmten Brcnnabor-riindcr- wagen zu Original-Favrikprelfen. 1273 August K-ilbang-er, jetzt SelterSweg 79 (Neubau). « ■ 1 ■■ Rheinische.*. 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' ' ' S!n . - ' ' 'iB 'tg hrungfür: sch§* ksku»91 Söhn6 Oarmst®dl 'tbahnj0^ ifl8einr‘cht“;..; Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Be tr.: Feldb.'rcinigung in der Gemarkuna Nicder-Beisingen. Nachdem die Feldbcrcinigung in der Gemarkung Nieder- Bessingen endgültig beschlossen und der Beginn der Fcldbcreini- gungSarbeiten von Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, .Handel und Gewerbe angeordnet worden ist, lade ich hiermit sämtliche beteiligte Grundeigentümer zu der in Gemäßheit des Art. 16 des Feldbereinigungsgesetzes Donnerstag, den 9. Avril 1908 vormittags 10 Uhr lm Saale des Gastwirts Wilh. Lotz in Nieder-Bessingen stattfindenden Versammlung ein. Die Versammlung hat: 1. darüber zu beschließen, wie die Feldbereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt oder den Abschätzungswert der Grundstücke oder abgesehen von dem in Art. 20 des Feldbereinigungs- gesetzcs bezeichneten Fall, durch Bildung und Verkauf von Massegrundstückcn, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalausnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugskommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter (Art. 3d Ges.) zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung har jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme, auch wenn, er mehrfach bevollmächtigt ist. Tie Beschlüsse erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilcn der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Beteiligter Grundeigentümer im Sinne des Feldbereinigungsgesetzes ist, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Ter Inhaber einer erblichen Leihe wird dem Eigentümer der Grundstücke gleichgestellt. Wenn ein hiernach beteiligter Grundeigentümer oder bekannte Erben derselben nicht vorhanden sind, der Aufenthalt der Beteiligten unbekannt ist oder diese sich außerhalb des Teutschen Reichs aufhalten, so ist der Besitzer als Beteiligter zu erachten, insofern er sich durch eine entsprechende Bescheinigung des Ortsgerichts als solcher ausweist. Ist unbekannt oder ungewiß, wer beteiligt ist, so findet die Urschrift des § 1913 des Bürgerlichen Gesetzbuches entsprechende Anwendung. Gehört ein Grundstück zum Gesamtgut, so bedarf der Mann nicht der Zustimmung der Frau. Gehört ein Grundstück zum eingebrachten Gute der Frau, so bedarf diese nicht der Einwilligung des Mannes. Vertreter von beteiligten Grundeigentümern haben gehörige Vollmachten vorzülegen. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu stände, so hat: zu 1. Tie Vvllzugskommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. Tie Landeskommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich die außerhalb Niader-Beisingen wohnenden beteiligten Grundeigentümer (Ausmärker) auf, zur Wahrung ihrer Jnteresien einen in Nieder-Bessingen wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Feldbereinigungsverfahrens an sie nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 20. März 1908. Ter Grvßherzogliche Feldbereinigungskommissär: K i r n b e r g e r, Kreisamtmann. Bekanntmachung die Bedienung der Nückstauvcrfchlüsse betreffend. Unter Hinweis auf § 18 Absatz 2 der Polizeiverordnung von, 1. August 1904, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend zum Abdruck bringen, machen wir diejenigen Hausbesitzer, welche ihre Grundstücke an die Neukanalisation bereits angeschlossen haben, daraus aufmerksam, daß vom 26. Mürz bis 16. April d. I. eine Spülung sämtlicher städt. Straßcutänüle öorgenonunen- wirb. Gießen, den 21. März 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Mceum. B,3/3 Der Eigentümer hat für dcu ordnungsmäßigen Zustand und die richtige Handhabung des Berschlusses Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rückstau des Sielwasjers hervorgernfcne Schäden verantwortlich. Die Verschlüsse sind so anzubringen, daß sie jeder Zeit, anch bet Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können. BekanntmachuNg. Für die am 3. April 1908 stnttfindende Wahl der Beisitzer für das Kaufmannsgericht Gießen sind nachstehende 4 Vorschlagslisten rechtzeitig eingegangen und nicht zu beanstanden: a. Vorschlagsliste für Beisitzer aus den selbständigen Kaufleuten: 1. Franz Holterhoff, Inhaber der Firma A. Hollerhoff, Söhne, 2. Adolf Noll in Firma F. B. Noll, 3. August Noll, Bahnhof,kraße 51, 4. Moritz Strauß, Teilhaber der Firma Goldenberg und Mareus. b. Vorschlagslisten für Beisitzer aus den Handlungsgehilfen: 1. Liste. Hermann Will bei der Brühl schen Druckerei, A b r. Hofmann bei Bantier Grünewald, O t l o D i l h m a r int Hause Friedel & Asvrion, Karl Ho sch „ „ Hermann Mettenheimer, 2. Liste. Karl Weidig „ Heinrich Wahl „ P e t e r R e i ch e r t „ E m i l A b e r l „ W. & G. Schuchardt, W. & G. Schuchardt, Wilhelm Wallenfels Sohn, Friedrich Heimer & Co. 3. Liste. Hugo Engel bei der Bank für Handel und Industrie, Depositenckasse Gießen, Karl H o s ch im Hause Hermann Mettenheimer, Theodor Vaubel im Hause C. Klingspor, Hermann Will bei der Brühl'schen Druckerei. Gießen, den 21. März 1908. B23^ Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. M e e u m. ArbeiLsvergeburrg. Die zur Umänderung von Türen int Gebäude des Realgymnasiums ersorderlichen Schreiner-, Schlosser- und LLeißbinder- arbeiten sollen Mittwoch, den 1. April d.J., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeilsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin, bei uns einzureichen. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, 23. März 1908. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. B28^ Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderats Chrtuoph Friedrich Andreas Löber ist alsbald eine lebenslängliche Pfründe in Höhe von jährlich 260 Mk. an einen in Gießen geborenen, wahrhaft bedürftigen Witwer, Handwerker, mit gutem Ruf zu vergeben. Meldungen sind bis 15. Avril d. FS., auf dem Armenamt, Neuen-Bäue 25, Zimmer Nr. 2, schriftlich oder mündlich einzureichen. Gießen, den 20. März 1908. B23/3 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Keller. Bekanntmachung. DaS sechste Ziel Gemeindesteuer für 1907 ist innerhalb acht Tagen bei Vermeidung der Beitreibung zu zahlen. Gießen, 21. März 1908. B$1/< Stadtkasse Gießen. Doepfer. Prämiierung von Dienstboten. Die bewilligten Prämien können von Montag, den 23. l. MLS. ab während der Geschäftsstunden bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Gießen, am 18. März 1908. B’% Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Verdingung. Für die Feldbereinigimgsgetnarkung Dorf-Gill sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen durch öffentliches Ausgebot Donnerstag, den 26. d. Mts., vormitt. 10 Uhr auf dem Nathause zu Dorf-Gill vergeben werden: 1. Rodungsarbeiten ca. 13600 qm in 6 Losen, 2. Liefern von Basaltbruchsteinen zur Herstellung der Kreisstraßenabfahrten ca. 550 cbm in 9 Losen. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Grotzh. Bürgermeisterei Dorf-Gill zur Einsicht offen. Gießen, den 21. März 1908. BM/3 Großh. ÄuLturirrspettion Gießen. I. V.: Wq lief. Holzverfteigerrmg. _ Freitag den 27. März 1908 werden versteigert aus den Distrikten Sicklergeheeg 1 u. 4, Rinnwege 7 u. 19, Exerzierplatz 3, Hundsiegstanne 5, Kahleberg 3, Äatzengeheeg 1, Hainstruth 2 u. 3 und Holzapfeldrusch 1: , Stämme: Elchen 27 Stück lzu Deichseln geeignet), von 4 bis 10 ro Länge und 11—19 cm Dchm. mit 2,81 Fm. Terbstangcn: Elchen 48 Stück