Aus Stadt und Land. Gießen, 22. April 1908. Boni Landesgewerbeverein. Die Delegiertenvcrfamiulung der S t e r b e k a s s e für Mitglieder des hessischen, Landesgewerbevereins und des Verbandes Deutscher Gewerbevereine tagte am Oster- Dienstag in Bingen. Sämtliche Delegierte waren erschienen. Den Vorsitz führte Regierungsrat N o a ck. Zunächst wurde der Kassenbericht durch den Geschäftsführer Handelskammer-Syndikus Engelbach zur Verlesung gebracht. Darnach beträgt die Gesamteinnahme 37 401 Mk., die Gesamtausgabe 36 908 Mk. Mithin bleibt Barbestand am Jahresschluß 493 Mk. Der Ver- mögcnsbestand hat sich um 11 b*±2, Mk. vermehrt und beträgt jetzt 79 807 Mr. Der Gesamtüberschuß beträgt 1847 Mk. Der Umstand, daß durch den tiefen' Kursstand der Wertpapiere am 31. Dez. 1907 der Gewinnanteil der Mitglieder um den Kursrückgang geringer ist. Läßt es ungeheizt erscheinen, eine Verteilung eines Ueberschusses nicht vorzunehmen, sondern den Gewinnbetrag von 1847.08 Mk. für die Mitglieder auf neue Rechnung vorzutragen. Aus dem Verwaltungsbericht ist hervorzuheben, daß der Gefchäftskreis der Kasse im Berichtsjahre eine Erweiterung insofern erfahren hat, als neben dem Württemberg. Landesverband nunmehr auch der Landesverband Elfaß-Lothring. Gewerbe- und Handwerkervereine seinen Anschluß beschlossen hat. Im Jahre 1907 find zugegangen 55 Mitglieder mit einem Ver- ficherungskapital von 34 400 Mk. Abgegangen durch Tod und aus anderen Gründen 31, so daß die Gesamtzahl der Mitglieder Ende 1907 1’200' beträgt. Vorstandssitzungen haben im abgelaufenen Jahre 3 stattgesunden. Die Berichte wurden genehmigt. Auf einen Antrag des Verbandes Elfaß-Lothring. Gewerbe- und SjanbroerferBereinigungen auf Aenderung des Namens der Sterbe- kasse wurde beschlossen, daß alsbald nach der Anmeldung von 100 Mitgliedern aus diesem Verband in dem Titel der Sterbekaffe eine entsprechende Aenderung veranlaßt werden soll. Die Frage der Vergütung an die Ortsrechner wurde dahin gelöst, daß anstatt der bisherigen Bezüge eine Vergütung von 50 Pfg. für das Mitglied und Jahr erfolgen soll. In den Prüfungsausschuß wurden gewählt die Herren E m m e l - Hungen, Haas- Gießen und A. Weber-Darmstadt, als Ersatzmänner Schaffner- Homberg und Albert-Lorsch. Es wurden dann noch einige geschäftliche Anträge erledigt. Als Ort der nächstjährigen Dele- gierten-Verfammlung wurde Gießen bestimmt. * Das Silberjubiläum des Reichsverbandes der deutschen landwirtsch. Genossenschaften. 9lm 6. Juli d. I. vollenden sich 25 Jahre seit der Errichtung der großen Zentralorganisation deS deutschen ländlichen Ge- nosienschaftswesens — deS ReichsverbandeS der deutschen landwirtschaftlichen Genosienschaften. In einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne ist der Reichsverband zu einem machtvollen Bund von 41 Genossenschastsverbänden mit 17 163 Genossenschaften und l1/, Millionen Mitgliedern erstarkt. Er wird seine alljährliche öffentliche Tagung — den deutschen landwirtschaftlichen Genoffenschaftstag — in diesem Jahre in der ersten Hälfte deS Monats Juli in Mainz festlich begehen. Unter dem Ehrenpräsidium deS Großherzogs verspricht der diesjährige Genoffenschaftstag sowohl nach der ernsten, wie festlichen Seite hin einen ganz besonders erhebenden und glänzenden Verlauf zu nehmen. Gründer des ReichsverbandeS ist der nunmehrige Gcneralanwalt Geh. Regierungsrat Haas-Darmstadt. Erstes Blatt 158. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige NuwMer umfatzt 10 Seiten. für meint । sich neben einheitlichen Rechtsnormen auch biS zu einem ge- • o.rsicherungstcchnischen Bedenken, die in den ganz verschiedene. Auslage über $000 Expl. siebenen großen und durch die Rentezahlimg verschieden in I lauplatz pr- lechältnissen der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung wurzelten, sprach gegen eine Verschmelzung vor allein die Tatsache, daß die drei Versicherungsträger (Krankenkassen, ^erufsgenossenschaften, Invalidenversicherungen) sich im Laufe bet Jahre zu selbständigen RechtSsubjekten mit eigenen, vcr-' nfmilll " Lrganisationsbehörden schaffen lassen. Freilich wäre eine Verschmelzung der Organisationen Die Reform der sozialen Versicherungswesens. ak. Schon seit längerer Zeit wußte man, daß das Reichsamt des Innern eine Reform unserer Arbeiterversicherung, also der Kranken-, Unfall-, JnvaliditätS- und Altersoersicher- ung, plane, die gleichzeitig mit der Arbeiterwitwen- und Äaisenversicherung, also im Jahre 1910, in Kraft treten solle. Die früher viel vertretene Anschauung, daß eS sich dabei um (ine Verschmelzung der Organisation der verschiedenen Ver- sicherungSzweige handeln würde, war von dem früheren Staatssekretär deS Innern, Grafen Posadowsky, bereits im vorjährigen FrühjahrSsessionSabschnitt des Reichstages als irrig bezeichnet und dahin berichtigt worden, daß unter Auf- lechterhaltung der bisherigen Versicherungstrüaer, also der Krankenkassen, Berufsgenossenschasten und JnvaliditätS-Ver- ! cherungsanstalten, das ganze soziale Versicherungswesen kinheltlichen Rechtsbestlm mungen unterworfen nttrben würde, und es war bekannt, daß sich der Nachfolger Posadowskps, Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg, diesen Plan seines ^orgängers zu eigen gemacht hatte. Demgemäß halten schon im Herbst vor. Js. Konferenzen in Berlin, ÜreSlau und Düffeldorf stattgefunden, auf denen die ganze Materie noch einmal einer Klärung unterzogen werden sollte. DaS Resultat dieser Konferenzen liegt jetzt vor und zeigt, das; letztes Spruchkollegium angliedert, berufen sein, die Renten Jwt drei Versicherungsarten in erster Instanz festzusetzen, 0115 bisher von Selten der VersicherungSträger geschah, also SelÄ-«A^ e Adniie wsp an öic MU- ttrctft mm* iß ouEtt bffl^ gtcinwü^i. e iftünc Schnee fiel, ist keine Seltenheit. fiel im Jahr 1865, allerdings schon am 1. April, der Schnee sehr mächtig. Damals stand aber der Winterfamen (RapS" schon in voller Blüte. 1 Tie Leute eilten deshalb hinaus und schüttelten den Schnee ** Hessische Oberlehrerversammlung. Zum 23. Male kommen in diesem Jahre die hessischen Oberlehrer zusammen und zwar in der alten Nibelungenstadt Worms am 24. und 25. April, nachdem sie vorher in Mainz, Gießen, Darmstadt, Bingen, Offenbach und Friede berg getagt haben. Zuerst werden die Sehenswürdigkeiten der Stadt unter kundiger Führung besichtigt, und dann führt ein Begrüßungsabend die Festteilnehmer zu heiterer Geselligkeit zusammen. Am Haupttage werden die geschäftlichen Angelegenheiten erledigt, worunter diesmal die Ernennung eines Ehrenmitgliedes hervorzuheben ist. 2 Vorträge schließen sich an: „Wie können wir uns gegen die das Ansehen unseres Standes schädigenden Angriffe auf unsere erzieherische Tätigkeit schützen?" (Oberlehrer Krauß, Worms) und „Wie können die Arbeiten der geologisch en Landesaufnahme für die Schule nutzbar gemacht werden?" (Direktor Or. Lahm, Worms). Nach dem gemeinschaftlichen Mittagsmahl beschließt ein Abschiedstrunk die Tagung. Ein Ausflug in die Pfalz soll am darauffolgenden Sonntag noch stattsinden. ** Vom Wetler. „Grüne Weihnachten — weiße Ostern" besagt eine bekannte Witterungsregel. Am letzten Weihnachts- feft war aber nur der erste Feiertag „grün", am zweiten setzte Schneefall ein. Da war die Hoffnung auf „grüne" Ostern gegeben, und sie war umso berechtigter, als diesmal Ostern recht spät fiel, um drei Wvchen später als im vorigen Jahre. Schmäh- amcht, K lein tann n i brääfö : unö «ent. fan/ni fleiudjL lll'öichutß illch! humäch ititehmtay von einer Stelle, die geschäftlich an einer Kürzung der Renten interessiert war. ZweGellos würde dies dazu beitragen, das Vertrauen der Arbeitnehmer in unsere soziale Gesetzgebung zu stärken, wenn sich auch eine Festsetzung der Renten zweiter Instanz nach wie vor durch die Versicherungsträger nicht umgehen ließe. Jedenfalls würde mit der Reform einmal der Kreis der Versicherten einheitlich gestaltet, zweitens aber für die soziale Versicherung selbst ein gemeinsamer Unterbau gewonnen, der dem ReichsversicherungSamt, das jetzt in Detailarbeit aller Art erstickt, einwandfreies Material für prinzipielle Entscheidungen nach 9lrt des Reichsgerichts lieferte. Wie sich die Witwen- und Waisenversicherung, wie sich die Arbeitslosen- Versicherung, und wie sich schließlich die Privatbeamtenoer- sicherung mit ihren selbständigen Zuschußprämien in dies System eingliedert, mag spätere Sorge bleiben. Noch steht die Reform nur in den obigen Grundzügen fest, sie ist erst in der Ausarbeitung begriffen. Vielleicht findet sich ihre Krönung bann, daß von dem mit Arbeit überlasteten Reichsamt des Innern das ReichsversicherungSamt als selbständiges Ministerium für soziale Angelegenheiten abgezweigt und ihm als beratendes Organ ein aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzter sozialer Beirat zur Seite gestellt wird. ii schul'. Isiilhr. r halb, fee hänft hätte, es sei denn, daß durch weitere staatliche Zu- -hüsfe hier ein Ausgleich geschaffen worden wäre. Wie sehr t'ie Vermögenslage, die Einnahmen und der Versicherten- - Hanb der drei großen Organisationen von einander ab- weichen, darüber gibt die letzte Statistik genügend Auskunft ionach gab es im Jahre 1906 im deutschen Reiche 23 000 Mkstantenkassen, die über ein Vermögen von 213 Mill. Mark, - '>tr eine jährliche Einnahme von 265 'Mill. Mark und über einen Versicherungsbestand von ll^ Mill. 'Mark verfügten. ■ ^nen gegenüber standen 60 gewerbliche und 48 landwirt- • c.)!iftliche BerufSgenossenschaften der Unfallversicherung mit tmein Vermögen von 237 Millionen, einer jährlichen Ein- u hme von 168 Millionen und 19 Millionen versicherten, rohrend die 31 Jnfaliditatsoersicherungsanstalten ein Ver- iüi]cn von 1200 Mill. Mark, eine jährliche Einnahme von 258,5 DiiUionen und einen Versichertenbestand von 13,75 Milanen ihr eigen nannten. Und diese nummerische Verschieden- iien werden, auch wenn man von der ganz verschiedenen kecsicheningsgefahr bei den drei Zweigen absieht, weiter p ba-burd; differenziert, daß diese Vermögen und jährlichen Em- lahmen auf ganz verschiedene Weise, ja, von ganz ver- (Siebenen Personenkreisen, aufgebracht sind. So zahlen bei Krankenversicherung die Arbeitnehmer zwei Drittel, die |l Arbeitgeber em Drittel der Beiträge während sie sich bei der Unfall- und Jnvaliditätsversicherung je zur Hälfte in die Beiträge teilen, zu letzterer aber das Reich einen ehrlichen Zuschuß ?uon 45 Millionen beisteuert. kbtnso verschieden finb" die Personenkreise, die zu den f verschiedenen Kassen beitragspflichtig sind. Während nämlich I Jnvaiiditäts- und Altersversicherung im allgemeinen alle Betonen mit einer Jahreseinnahme bis zu 2000 Mk. unter» ■aeii, beschränkt die Unfallversicherung den Kreis der Versicher- . tf - zri e- _ s VVU ouunitH um cigciiuitigiy .piimjuuciu luijny. .cumui» 3eltf tragen" und dem Ureisblatt für den Kreis Girtzerr. schippte man im Obertoalde des Vogel soerges durch die Schneewehen passierbare Gänge und Wege. Daß, im April hoher ihi iti- obff SesC j L Stintes: | L'anbwitutni* , 8,yraiiln ferm. Cnaitill^— r_ . Üj H.i r wlffen Grade em m auf die in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben Eigen Personen, und die Krankenversicherung schließt von wen noch weiter aus die landwirtschaftlichen Arbeiter, die ^mstbotcn und Heimarbeiter. Hier will nun die Reform zunächst einsetzen, indem sie diese Arbeiterkategorien dem Krankenversicherungszwange mieriteQt. Damit waren dann alle Arbeiter gleichzeitig allen drei Versicherungen versichert. Ferner aber E für alle Versicherungsarten eine einheitliche behördliche ^!iäa Zeesen, gehört während eines Menschenalters zu den seltensten Erlebnissen. ** Im Kaiser-Panorama sind gegenwärtig Skulpturen aus dem Pariser Louvre und dem Luxembourg-Aiuseum zu sehen, die die Aufmerksamkeit eines jeden Kunstfreundes in Anspruch nehmen dürsten. Die plastischen Werke der bedeutendsten bildenden Künstler aller Zeiten, wie sie in diesen weltberühmten Kimststätten aufgespeichert sind, werden in vorzüglicher Wiedergabe und Natürlichkeit dem Beschauer vor-- geführt. Sie geben dem, der bisher keine Gelegenheit hatte die Skulpturen in Original oder 'Abguß zu sehen, Gelegenheit, sich einen Begriff von der großen Wirkung dieser hervorragenden Werke zu machen. Wer in diesen Tagen eine halbe Stunde Zeit hat, sollte nicht versäumen, die Ausstellung, die nur Erwachsenen zugänglich ist, sich anzusehen, es wird ihn sicherlich nicht gereuen. ** Tagung der Antiduell-Liga in Mainz. Die Gruppe Hessen der Deutschen Antiduell-Liga veranstaltet am Sonntag, 3. Mai in Mainz eine öffentliche Versammlung, in der Prof. Dr. Mittermaicr von hier über „Das Wesen und den Schutz der Ehre" sprechen wird. Zu dieser Versammlung haben auch Damen Zutritt. Bad-Nauheim, 21. April. Vom 1. Januar bis 15. April wurden 823 Kurgäste angemeldet; hiervon waren am 15. April noch 380 anwesend. — Mister W. Wal- dorf-Astor, der Besitzer des Waldorf - Astoria - Hotel m Newyork, des größten Hotels Amerikas, trifft am 3. Mai hier zur Kur ein. :. Hungen, 16. April. Man schreibt uns: Die Frage des Schulhaus-Neubaues wird nunmehr ivieder in den Vordergrund gerückt; es haben sich dieserhalb zwei Parteien gebildet. Die eine Partei (die „Idealisten") wollen das Schulhaus an einen Platz gestellt wissen, an den es vernünftigerweise gehört, während die andere Partei (die „Ma- terialiften")an einem Platz festhalten will, der für ein Schul- hauS nicht geeignet erscheint. Vor ungefähr 4 Jahren wurde die Schulhausfrage aktuell, bald darauf wurde auch im Gemeinderat die Sache erörtert und ein Beschluß gefaßt, das Schulhaus nach Beendigung der Feldbereinigung in die ^Pfanne" zu stellen. Dazu waren aber noch verschiedene Vorbedingungen zu erfüllen, nämlich das Brauhaus (ein altes Steingebäude früherer Jahrhunderte) abzutragen, um mit dessen Steinen teilweise Baumaterial zum Schulhaus zu gewinnen, und mit dem Bauschutt, sowie mit dem Grund des Hinterm Brauhaus befindlichen Walles einen Teil der wiederum dahinter liegenden Pfanne (Sumpf) auszufüllen. Durch Erfüllung dieser Vorbedingllngen wäre gleichzeitig eine enge ZugangSgaffe (vielfach an Miststätten 2C. vorbei) zum Schulhaus geschaffen worden, der Hauptzugang hätte sich durch diese Gaffe bewegen müßen. Nun ist aber die Sache insofern vereitelt worden, als der Denkmalspfleger bestimmt hat, daß da§ Brauhaus und der Wall vorläufig nicht veräußert loerben dürfen. Der Zugang zum Schulhaus in der Pfanne müßte also nach anderen Richtungen geschaffen werden. Warum aber Schmutz suchen, wenn es nicht nötig ift? Mit Gewalt soll ein Schulhaus, das zum Segen der kommenden Generatwn dienen soll, in einen Sumpf gestopft Anspruch genommenen Vermögen entwickelt hatten, fo bat j[| an durch ihre Verschmelzung die Versicherungen, die dieses Vermögen aufgebracht, in ihren wohlerworbenen Rechten ge- r tmem groben allgemeinen Versicherungsverbaude uimueifei - i ~ ®ün^ng,„ertere gercefen. , o.,6er JcmficiJ mit bCh 8eU«9« Nr. 94 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Mittwoch 22. April 1908 Sonntags. - Beilagen: M ” monatlich7oP,.,viertel- dermal wöchentlich i/U Jk ▲ A Jk. A JkA jährlich Alk. 2.20; durch lteyenerZamiliendlatter; ffl JWhv ■■ -lbhole- u. Ziveigstellen nveimal wochentl.^rett- W W W 'y W JP W W fl V ■ 8$ W H M ® H Ä W 88 monatlich 6v PI.; dirrch statt fürdenUcetäSietzen W W M ES W El/r W » WWW Al WWW W die Post Mk. 2.-viertel- üx bte Redaktion 112, VSjr NM Verantwortlich SS General-Anzeiger für Oberhessen WGZ Annahme von Anzeigen W 6 M u. Land" und ^Gerichts- £ Xnuta8Tiomu^ RotatiottS^rufl uni» Verlag der vriihl'schen Un!v.-Vuch- und Steindrnckerei. B. Lange. BedaNIon, Expedition und Druckerei! Schuistra'ge 7. ^ieigeniefi^'^Vetf lief) ist diese Hoffnung getauscht worden; ein Schneefall trat ein, "......... ... f fo heftig ivie im höchsten Winter. Hatte, nicht die frühlings- hettltche, für alle Versicherungsarten geltend Man lese den Gietzener Anzeiger • märe die Schne^ecke geworden. " Deffenungcachtet lag der orden schaffen lasten. , ' ' w v Sdjnee dicht geschlossen, dazu batte sich wahrend der größte und reichhaltigste Tageszeitung Vbertzegens Frost emsesteut. wer „srühlingswin^. erinnert : 3 u 1 ‘ 5 n ; haft an den des Jahres 1891, nrj am zwecken Pfingsttage dicker werden. Alle Hungener kennen die Pfanne und den anstoßenden „Grassee" rc. als einen stets feuchten, zugigen, das ganze Jahr kalten Platz, in dem Pfuhl und Abwässer dec Stadt sich vereinigen, einen Tust verbreitend, der neben anderem für Typhusepidemien rc. sehr geeignet ist. Dabei hätte man ein Baukapital von vielleicht 100 000 Mark in eine Ecke gelegt — nur, daß die „Altstadt auch was hätte*. Welchen greifbaren Gewinn übrigens das Schulhalis den Geschäften eines Stadtteiles von Hungen bringen soll, ist lächerlich und unverständlich, Hungen erleidet darum auf diese oder jene Weise keine geschäftlichen Verschiebungen. Es wird weiter vorgebracht, der Weg sei zu weit bis zur Vorstadt — als ob in Hungen überhaupt von weiten Entfernungen geredet werden könnte. Sollten die Kinder von „Sachsenhausen" wirklich nicht fähig fein, nach Beginn des Schiilläutens zur Schule gehen zu tonnen, um noch, vor Schulbeginn im Schulhalls m der Vorstadt anzukommen ? Kurz sei's gesagt: alle gegen den Schulhausneubau in der Vorstadt von den Altstädtecn gesuchten und vorgebrachten Bedenken sind haltlos und mit dem Festhalten am Psannenprojekt schneiden sie sich ms eigene Fleiich. Ter vor Jahren gefaßte Gemeinderatsbeschluß (Lieblingsidee des leider so früh verstorbenen Gemeinderatsmitglledes Reinhardt), an den sich die Altstadt klammert, käme unter den jetzigen, völlig veränderten Verhältnissen sicher nicht niehr durch. Es hat sich ein ganz neuer Stadtteil gebildet und die Leute, die diesen Teil zum Bauen wählen, werden doch wohl auch vernünftige Leute sein. Sie haben sich eine gesunde Lage, Lust und Licht ausgesucht. — Jedes der Häuser des neuen Stadi- teilS präsentirt sich schön für sich. Wie imposant sieht z. B. die neue katholische Kirche aus, trotz ihrer Einfachheit. Wenn wirklich kein anderer Platz außer der Pfanne für em Schul- hauS vorhanden wäre, dann müßte man eben dorthin bauen, aber der geeignete Platz ist ja wie geschaffen vorhanden, keinerlei Bedenken sprechen gegen seine Wahl, nur ein gewisser Neid ist gegen die Vorstadt vorhanden. Der jetzige Gemeinderat ist in seiner Mehrheit gegen bfe Pfanne und für die Vorstadt, Hungen kann sich auch nur nach dieser Seite ausdehnen, und wenn sich die jetzige Generation nicht von der nachfolgenden oder noch viel früher ernste Vocwücle machen lassen will, dann baut man ein Schulhaus dahin, wo es hingehört: in die Vorstadt. Da gibt e6 keinen Sumpf, keinen Zug, keinen Vieh-, Mist-, Abort- und Käsegeruch, sondern frische freie Luft. Zu den Fehlern, die früher gemacht wurden (unpraktische Turnhalle rc.) reihe man nicht einen neuen noch größeren, sondern baue das Schulhaus hin, wo es alle bauenden Gemeinden hinstellen: m die gesunde Lage. X Alsfeld, 21. April. Auf das Ausschreiben der 1. Lehrerstelle an der hiesigen städt. Volksschule (Hauptlehrerstelle) hatte sich nur ein auswärtiger Bewerber gemeldet. ^Daraufhin beschlossen Stadt- und Schulvorstand die vakante Stelle dem Lehrer R n d o l p h - Alsfeld zu übertragen. △ Ruppertenrod, 21. April. Schon wochenlang tritt in unserem Ort die Influenza mit besonderer Heftigkeit auf und noch immer nicht will die Krankheit welchen. In der Oberklasse der Volksschule fehlten wochenlang täglich 14—Iß Kinder, die von d^r Influenza befallen waren. Jetzt sucht sie insbesondere die alten Leute heim; bereits drei Greise sind ihr zum Opfer gefallen. + Büdingen, 20. April. Nächsten Sonntag, 26. ds., wird der Delegiertentag zum „Nationalen Gesangs- Wettstreit", der vom 4. bis 6. Jult l. Js. hier stattfinden wird, tagen. Bis zu diesem Termine werden noch Anmeldungen von dem festgebenden Verein entgegengenommen. Bis jetzt beteiligen sich 33 Vereine mit über 1000 Sängern an dem Wettstreit, außerdem haben viele Gastoereine — haupt- üchlich aus der näheren Umgebung — mit vielen hundert Mitgliedern ihr Erscheinen zugesagt. Da am gleichen Tage mehrere derartige Wettstreite statlftnden, mußte die erste Städteklasse wegen ungenügender Beteiligung ausfallen, wodurch die überaus zahlreichen wertvollen und zum Teil kostbaren Ehrenpreise den anderen Klassen zugute kommen werden. Dies ist ein Grund mehr, um die noch säumigen Vereine zu umgehender Anmeldung zu veranlassen, um die selten günstigen Chancen auszunützen. — Auch in anderer Beziehung wird alles aufgeboten werden, um den lieben Sanges- brüdern und sonstigen Besuchern den Aufenthalt in unserem gastfreundlichen Büdingen so angenehm als nur möglich zu machen. So sind alle Voraussetzungen vorhanden, um die Festtage, während deren die Hanauer Ulanenkapelle konzertieren wird, für die Teilnehmer als solche in des Wortes bester Bedeutung zu gestalten. X Harnbach, 21. April. Unter einem ungewöhnlich großen Leichengefolge wurde gestern der „alte Alu sch" zu Grabe getragen. Er halte das selten hohe Alter von 89 Jahren erreicht. 32 Jahre lang hatte er in größter Pflichttreue das Amt eines Briefboten geführt, seit 16 Jahren lebte er im wohlverdienten Ruhestände. Ter Verstorbene war ein Ehrenmann im vollsten Sinne des Wortes und beliebt bei jedermann. ? Blitzenrod, 21. April. Das Fahnenweihfest, das der hiesige Männergesangoerein am 2. Pfingsttage zu feiern gedenkt, darf auf einen reichen Besuch auswärtiger Gäste rechnen. Bis jetzt hat schon eine größere Anzahl von Vereinen aus Nah und Fern ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. Wie verlautet, wird die Direktion der Hutfabrik in dankenswerter Weise ihre elektrische Lichtanlage zur Beleuchtung des Festplatzes zur Verfügung iicücn. Dann wird der schön gelegene Festplatz noch bts tief in die Nacht hinein seine An- ziehungskraft ausüben können. Universitöits-NacyrrMrcn. — Arn 4. yjiai tveroeu. es 50 Jahre, daß Geyeimcrat Pro- fesior Dr^ Adolf v. Bae her in M ünche n den Tottvrgrad erhielt. Seil 1875 ist er der Nachfolger von Justus v. Lieoig an der Unioeriitat zu München, der er seitdem ars einer ihrer llolzesten Zierden angehört. 190u wurde Proses,or v. iöaeijer der iltobelpreis im Betrage von 200 000 Kr. verliehen. 7- Die Universität der spanischen Stadt Oviedo, die in malerischer Umgebung am ilcordaohaug des Eantaörischen Gebirges liegt und itn '.drittelalter, als die Mauren das südliche Spanien ^beherrschten, ^auch für kurze Zeit königlliche Residenz gewesen ist, will im . s. iv., laufen gleichfalls Meldungen über starken Schneefall ein. In mehreren französ. Bezirken haben die Saaten narf gelitten, desgleichen die Obslbäume, die teilweise in voller Blüte standen. Der durch Frost und Schnee irt Frankreich aber auch in den Rheinlanden, Thüringen, Schlesien rc. an Obiibäumeii angerichlrle Schaden läßt sich nicht genau über» sehen, ist aber sehr bedeutend. — Aehnliche Nachrichten liegen aus dem ganzen Alpengebiet, sowie Oellerreich- Ungarn vor. — In dem luxemburgischen Orte Tetingen mürbe in der Nacht zum Dienstag em un Freien übernachtender Bergmann erfroren aufgesunden. * Aus der Reichsh a nptstadt. Am 20. d. Mts. verübte der 27jähcige Musiker Paul Kruppa auf einem Rummelplätze in We 1 ßensee in Berlin auf seine Geliebte einen Revolveranschlag. Kruppa unterhielt seit drei Jahren mit der 42 Jahre alten Schaustellers-- und Schankwictsfrau Henriette Peetsch, deren SUtann auf dem Rummelplätze sein Geschäft betreibt, ein Liebesverhältnis. Wie Kruppa behauptet, habe die. ältere Frau ihn an sich gelockt und ihn in trunkenem Zustande zu dem sträflichen Verkehr verleitet. In der letzten Zeit erfuhr er, daß seine Geliebte auch noch einem anderen Manne ihre Gunst schenke. Hierüber erbost begab er sich nach dem Rummelplätze, wo er mit Fran Peetsch, die sich in Begleitung anderer Frauen befand, zusammentraf. Ohne ein Wort zu sagen, zog er seinen Revolver und schoß auf seine Geliebte, wobei diese schwer verletzt wurde. Eine andere Frau wurde durch einen Streifschuß verletzt. Das Publikum siel über Kruppa her, prügelte ihn durch und übergab ihn bann der Polizei, während seine Geliebte in das Krankenhaus gebracht wurde. Kruppa behauptet, er habe seine Geliebte nicht töten, sondern ihr nur einen Denkzettel geben wollen. — In der vorletzten Nacht hat der Juwelier Acon, Inhaber eines Juweliergeschäfts Unter den Linden, Selbstmord verübt. — Während des vorgestrigen Rennens in Karlshorst hat die Kriminalpolizei acht Buchmacher wegen gewerbsmäßigen Glückspiels verhaftet. * Eine Eheirriingsgeschichte aus Anwaltskreisen wird im Berliner Hansaviectel kolportiert. Ein vielbeschäftigter Rechtsanwalt, der eine junge, hübsche Frau hat, nahm seine Gatlm allwöchentlich zu einem Skatabend in ein besseres Restaurant mit. Als einzige Gesellschaft hatte die Frau Rechtsanwalt, während die Herren spielten, lediglich die Gattin eines Skatbruders. Kürzlich bemerkte der Rechtsanwalt, daß seine Gemahlin mit einem Bleistift ganze Zifferncelhen schrieb. Als sich der Anwalt unbeobachtet wußte, sah er sich die Rechenexempel ferner besseren Hälfte etwas näher an. Dabei fiel ihm auf, daß die Ziffer 5 jedesmal außergewöhnlich groß geschrieben war. Tags darauf kehrte er um 5 Uhr unuer- mutllch nach Hause zurück und sah sich dort dem — Oberkellner seines Stammlokales gegenüber . . . Der Ganymed wurde von dem Hausherrn einigermaßen unsanft aufgefordert, die Wohnung zu veclaffen. Ob er der Aufforderung mit feinem stereotypen „Bitte sehr, bitte gleich" nachgekommen ist, darüber schweigt die Geschichte. * Automobilunfälle. Der hannov. Landeshauptmann Lichtenberg verunglückte bei einer Automobilfahrt in Altenhagen bei Celle. Ter Automobilführer wollte einem Wagen ausweichen und stieß gegen einen Baum. Dec Landeshauptmann trug einen Bruch beider Beine davon, was seine Ueberführnng in das allgemeine Krankenhaus in Celle notwendig machte. — Bei Neustadt a. H. überfuhr das Autdmobll des Generaldirektors Oloff dec Frankfurter Gummi- marenfabril e. G. am Montag nachmittag auf der Landstraße einen achtjährigen Knaben, der tot liegen blieb. Dec Chauffeur, den feine Schuld treffen soll, stellte sich dec Polizei. * Ein Zwischenfall in dec Petcrskirchezu Rom. Ein Zwischenfall wahrend der Ostermcsse, die der Papst zelebrierte, wird von sämtlichen römischen Blättern in spaltenlangen Artikeln behandelt. Unter dem Publikum, das der Messe beiwohnte, befand sich auch der Wiener Professor Dr. Feilbogen mit seiner Frau und Schwägerin. Wie den ubrigon Anwesenden, so wurde auch diesen, der israelitischen Konfession angehörigen drei Personen, denen das Verlassen des Saales während der heiligen Funktion unmöglich war, von. den Händen des Papstes die Kommunion gereicht. Hiecoet begab es sich daß den Lippen der Frau Fellbogen die Hostie entglitt. Sofort entstand unter dem Publikum eine allgemeine Bewegung. Monsignori, Prälaten und vatikäniscl)e Beamte umringten die Familie Feilbogen und nötigten sie, die Eapella Sistina zu verlassen. Man unterwacs sie einem Verhör unter der Behauptung, es liege ein Akt m 1 f 1 e n 111 a, c t La kramen cs schandung vor. Tann erst wurde die Familie Feilbogen entlassen. Inzwischen hat auch die österreichische Botschaft, die Prosefsor Feilbogen an den Vatikan zu dieser Zerenwnie empfohlen hatte, den Gelehrten und seine Gattin einem Verhör unterzogen. * Die Eisenbahn lata st rophe bei Braybrook, von der wir gestern bereits kurz berichteten, ist das schwerste Bahnunglück in Australien. Der eine Zug kam von Bendigo, der andere von Ballarat. Beide Bahnlinien treffen bei Braycook-Junetion zusammen. Der Zug von Bendigo krachte, ohne auf die Signale zu achten, in den Hinteren Teil des Zuges von Ballarat, als letzterer gerade langsam aus dein Bahnhof fuhr. Fünf Wagen des Zuges von Ballarat wurden gänzlich zerschmettert, während her andere Zug nur roeniq beschädigt wurde. Die Trümmer gerieten in Brand. Es wurden 42 Personen getötet, 10 Leichen hat* man bereits unter den Trümmern hervorgeholt. Viele davon sind bis zur Unkenntnis verstümmelt, 88 Personen wurden verletzt, 46 schwer. Annähernd 20 Personen werden vecniißr' Unter den Trümmern vermutet man Verunglückte mit deutschen Namen. Geborgen sind bisher Rosa Ackermann (ivl), Johann Posener (verletzt). Der Führer des Zuges von Bendigo erklärt, die Katastrophe sei auf däs Versagen bet Bremsen zurückzuführen. — Viele dec Opfer des Zngzufainmen- sioßes waren in den Zug ans Ballarat erst in Braybrook emgefliegen. Als der Schaffner eben in fein Abteil cinfletgcn wollte, sah er den mit zwei Lokomotiven bespannten Eilzug heranbrausen und rettete sich durch einen Seitenspcnug. Eine unbeschreiblich grauenhafte Szene folgte. Drei der zertnumner- len Wagen gerieten in Brand. Mhele Opfer slaibeu, sobald man sie aufhob. Herzzereißende Szenen spielten sich ab, als der unversehrte Teil des Zuges in '.Melbourne ankam. Unter" den Toten war eme junge Frau, die am Tage vorher geheiratet hatte. Ihr Galle wurde verletzt. L)«n-eL. Wegen der K 0 n l r o l l st e m p e l u n g der Prämienanleihen verweisen lvir Jnterefjeiuen auf das in dec ijeuiiqen Nummer enihallene Inserat des Bantgejchasts Jakob G r üuewald. vjJiäpian der vereinigten Zrankfurter Staüttheater. ippernhaus. Freitag den 24. Apnl gefchlohen. Samstag den 25. April'): »Tie Jüdin." Sonntag den 26. April: „Tie Zaubeistöle." Aiomaq den 27. April, abends halb ti Uhr; „Ein Walzeriraum." Schauspielhaus. Donnerstag den 23. April, abends halb 8 Uhr: .Maria Magdalene." Freuag den 24. April * : „2x2 — 5". Samstag öen 25. April: „Wallensteins Lager." Hieraiii: „Tie Piccolomini.' Sonntag den 26. April, nachnullags halb 4 Uhr: „'-bei uns ön drüben." Abends 7 Uhr: „Wallensteins Lager." Hiecau': „Tu Piceolommi." Montag den 27. April: „2x2 — 5." Tienslog den 28. April: „Meisterin." , *) Anlang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. S)Lcreoro1oglsche ^eovtrrl)tuugen der Station Gießen. April 1908 Barometer aui 0° reduzierl Temperanir der Lust Llbsolute Feuchtigkeit .2 o ZK Windrichtung Windstärke i Wetter 21. 2“ 740,2 6,8 4,7 64 WSW 6 Bed. Himmel 21. 916 741,8 3,2 5.3 92 W 4 Regen 22. 72- 743,8 2,3 4,9 91 8 4 Sonneiijchciii Höchste Tempei atur a n 20. bis 2J. April = 4- 7,1' C. vliedrigste „ 20. 21. „ — - 1,9 • C. Telefonische Etursoeric^te des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank lilr Handel und Industi Frankfurter Kör» Reichsanleihe . . 91.20 do. . . 81.75 3^°/0 Konsols .... 91.30 "6% do 81.65 Hessen —.— ü/^°/o Oberhessen . . . 91.50 4% Uesterr. Goldrente. . — 4l/c % Uesterr. tiilberrente ! 9 30 4/6 Ungar. Goldrente . . 93.7o 4^6 Italien. Rente ...-- 3% Portugiesen Serie I 61.00 3% Portugiesen „ 111 62.00 4 russ.ätaatsanl. 190o 94.75 4>5U/O japau. Staatsanleihe 87.00 Uonv. Türken von 1903 95.40 Türkenlose 149.60 Griech. Mouopol-Anl. . 49.20 4% äussere Argentinier . 85.40 ou/0 Mexikaner . . . 66.60 4>av/o Chinesen .... 95.15 Aktien: Bochum Guss 216.50 Buderus K W 112.20 Tenden-: ruhig. Berliner Börse, 21 Cauada E. B 152.70 Darmstädter Bank . . . —. Deutsche Bank .... 233.70 Dortmunder-Lnion C. . . 63.20 Dresdner Bank .... —.— Tendenz: ruhig. ie, Giessen. e, 22. April, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahineyer . . . 122.00 Elektnz. Schlickert . . 109.80 Eschweiler Bergwerk . . 2u9J0 Gelsenkirchen Bergwerk . 194.00 Hamburg-Amerik. Paket1- 112.70 Harpener Bergwerk. . . 197.7c Laurahütte 207.50 doräd. Lloyd . ... 97.80 Ubeisehles. Eisen-Industrie 99.60 Berliner riaudelsges. . . 162.50 Darmstädter Bank . . . 12>>.O0 Deutsche Bank . . . . 233 10 Deutsch-Asiat. Bank . . 137.40 Diskonto-Kommandit. . . 175.80 Dresdner Bank .... 139.75 Kreditaktien 199.20 Baltimore- und Olüo- Bisenlahn 83.10 Gottiiardbahu — Lomuard. Eisenbahn . . 2420 Uesterr. titautsbahn . . . 147.60 Pnnce-Heun-Eisenbalm . 120.00 . April. Anfaugskurse. Ihirpener Bergwerk. . . 197.50 Laurahütte 208.70 Lombarden E. B. ... 24.— Nordd. Lloyd 07 60 lürkenlose 149.70 IButterick’s Kaumagraph- rmn-) Muster statt der bisherigen Pausen und Schablonen fQr Stickereien eine neue Methode. Das Muster wird mit heissem Eisen auf den Stoff eeplätiet und ist sofort gebrauchsfertig. Tadellos wie nlle Buitertck’s Schnitte. Jedes Muster 45 Pf. durch jede Butterick’s Agentur oder direkt von der ij Actien-Ge*ell*chnft für Butterick’s Verlag, Berlin W. *. ! z, Bulterick’s Moden - Revue, dies tonangebende Moden - Journal M- g pro Quartal, Ausland M. L50. Probehclt gratis nur vom Verlag. ■ Verlag wu ßinil .M. Sotij in Gießen. Die lMirtsWWe NlltvrkNk Ein Leitfaden für Lehrer an ländlichen Fortbildungsfchnlen sowie äum Selbstunterricht. Versaht von Professor Dr. Paul Giscv'ns, Direktor des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Gießen Preis gehestet Mk. 2.40, gebunden Mk. 3.—. Tie ländliche Fortbildnngsschnlc, 1907, No. 8: Der Verfasser leitet die Kurse zur Ausbildung von ländlichen Fortb.-Schullehrern an der Universität Gießen. Das Hauptgewicht liegt dabei naturgemäß darauf, die Naturkunde in der Fortb.-Schuie der Landwirtschaft dienstbar zu machen, „Der in dem Kursus behandelte Stoff wurde in dem vorliegenden Leilfadeu zusammengefaßt, um die in Gießen gesammelten Erfahrungen auch weiteren Streifen zugänglich zu machen Der dem Fortb.-Schullehrer dargebotene Stofs geht naturgemäß über den Swfjumsang hinaus, den die einzelne Schule chren Schülern darbleiet. Ausgabe der einzelnen Fortb.-Schule bleibt eß, den lokalen Verhältnissen nach die Stoffauöwahl im einzelnen zu treffen." Inhalt: Der Boden lBestandteile, Ent- stehung, Eigenschaften, Arten, Schichten uud Feldarbeit), der Dünger [Haupt- u. Beidünger), Landwirtschastl. Pflanzenkunde lBestandteile der Pflanze, Halmfrüchte, Schmetterlingsblütler, andere Futterpflanzen, Wurzelfrüchte, Oel-, Gespinst-, Fabrik-, Wiesenpflanzen, schädliche Pflanzen), Landwirtschaftliche Tierkunde, [Bau, Ernährung, Gesundheitspflege, Tierzucht, Milchvcr- wendung, schädliche Tiere). Das Buch wird euwsohlen. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, von dem am 20. April in Giessen erfolgten Tode ihres lieben A. H. Geh. Kirchenrat D. TSsonnsa® Stesik geziemend Mitteilung zu machen. Die Giessener Burschenschaft Alemannia I. A.: Schmidt K stllUW Etil« Schanzenstr. 22 p. Ecke Westanlage. Auswärtige Damen ganze oder teilweise Pensioir. (2597 IL- Oppenrod, den 21. Slpril 1908. 03274 Gegenstandes 1711 1) Flur M. 35e -Nuß- und Jctfische 38 Hofrelte 372 Acker J. M. Prompter Versand nach auswärts 100 7) Flur 2, Nr. Acker 213 X* Flur 3, Nr. 3 14) Flur 4, Nr. Acker 14 am Hack- und Häufelpflüge 60 19) Flur 6, Nr. Acker 209 am Kataloge gratis R , DralitgetlecktL Kl & 2) 3) 4) Flur Flur Flur Acker Acker Acker Acker qm qm qm 11) 12) 13) Flur Flur Flur Flur 1, Nr. 1, Nr. 1, Nr. 1, Nr. 1, Nr. 387 241 438 301 328 386 383 467 Wiese die Steinwiese 294 qm Acker auf der Platte 794 qm Acker Acker Acker 1406 1406 1263 1031 481 1181 1181 qm qm 4 4 20) Flur 6, Nr. 21) Flur 6, Nr. 22) Flur 6, Nr. 23) Flur 3, Nr. 15) Flur 4, Nr. 16) Flur 4, Nr. 17) Flur 4, Nr. 18) Flur 6, Nr. Flur Flur Flur Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker das. das. das. das. das. qm qm qm 750 3000 35 25 50 238 237 275 388 M. M. 30 180 15 3 50 + 7,Pt -1.9't 8) 9) 10) b) 6) 50 50 40 40 14a 40 12 163 M. M. M. M. M. M. M. M. M. 150 425 425 50 40 , l.lö Uhr. uoejer. . udert. . steigerungserlös an die Stelle des versteigerten tritt. 193. qm ?nciite r Bank Ihr I« 3, Nr. 3, Nr. 2, Nr. 2, Nr. 3, Nr. mk . ■ iL Bank wmaudil- aik . • iad Ohio- Daselbst Blatt 192. 35710 Grasgarten im Ort 622 Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, flatt. Gießen, den 3. April 1908. Grobherzogliches Amtsgericht. dkl? Hf--‘ vorzügliches Gerät znm Behacken und Häufeln derKartoffeln, fabrizieren ’ und liefern unter Garantie -PH. MAYFARTH & Co. Frankfurt a. M. .,At MW SitjC. co’.ir.W [Medizimschc Klinik, Klinikstmße) Sprechstunde: Jeden Donnerstag abend 6—7 Uhr. UneritgeUliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. (D25^ Ausgabe von Attesten für Ausnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Aniteckung. Volt. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch sür Hausen Baud I, Blatt : 5, Nr. 296 Grasgarten tm hiß 613 jrgwerk- ■ u - • 1- ■ ' ' empfiehlt billigst J. Eisenhandlung. Privat - Lehr - Institut iür u. ^eidermachen. Der Unterricht in den Bor- und NachmittagSkursen beginnt wieder am 27. Aprli. Auskunft und ^leuanmeldungeit täglich. akad. geb. Lehrerin 4- Uav 6-cckig Ttachrldraht, Spanndraht, Drahtkrampen rc. gp sowie sämtliche Gartengeräte daj. 150 487 qm M. Häusermühlweg Todes-Anzetge. Gott dem Allmächtigen hat es gesallen, unseren neben Gatten, Vater, Großvater, Bruder und Onkel, Johs. Brück 11., CcmHömliM, nach langem, schwerem Leiden zu sich abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. aMümiu, lb •» der 39 den 25. lubeifüie,' $2 ierirauin/ ' Todes-Anzeige Hiermit die traurige Nachricht, daß unser treuer Mitarbeiter Herr Johannes Kessler beute Nacht sanft entschlafen ist. Das Personal der Mediz. Klinik. Die Beerdigung findet Donnerstag, 23. d. Mts., nachmitt. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 2610 und Winterstoffe werden unter Garantie gegen Motten und Feuerschaden zur Aufbewahrung angenommen. s. Se uiihkis, Kiiljchwl Marktstraßc 3. [2458 SS -E 731 qm M. Ochsenmeidweg kl-tn,}.., •*» 'HS tcl * > u , ■ • ■ Lseubftbo ■ ■ iisüaliu. ■ ' [•KiteaMM • Zwangsversteigerung Der Anteil des Heinrich Atzbach in Hausen an den unten bezeichneten Grundstücken, die zur Zeit der Eintragung des Nersleigerungsoecmerks und zwar Bl. 192 auf den Namen der 1. Konrad Aichach III. Wwe. Kail), geb. Schneider zu 1/2, 2. Heinrich Atzbach zu 1/8, 3. Ludwig Atzbach zu 1/8, 4. Wilhelm Atzbach zu 1/8, Katharina Atzbach zu 1/8 und bezügl. Bl. 193 auf die zu 2—5 Genannten'zu je 1/4 mt Grundbuch eingetragen waren, sollen Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr durch das nnlerzeichnete Gericht auf dem Gemeindehaus zu Hausen im Wege der Zwangs- vollstreckuug öffentlich versteigert werden. Der Verstcigerungsoermerk ist am 3. Februar 1908 in das Grpndbuch eingetragen tvorden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Ver- steigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche em der Versteigerung entgegenslehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- Douncrstaa, 23. Avril 1908, vormittags 11 Uhr, wird zu Berstadt [Wetterau): 1 Pferd und 1 Kreissäge mit Gestell von Eisen, öffentlich, zwangsweise gegen Barzahlung an denMeislbietenden versteigert. Die Busammenkunft erfolgt um 103/. nhr auf dem Bügermelfterclbureau. [2589 Reis, Gerichtsvollzieher in Hungen. SSiix-itilanic ist der beste [1611 Herdplatteiipntzer zirka 1000 Stück verkauft. Zu haben bei: Ludwig Kröll, Küchengeräte - Magazin, Plockstrasse. Bergwerk. • J u Bergwerk • »j merik PaWjl irgvverk. . ®| Pension Holthusen verbünd, mit e. Handarbeitsschule Darmstadt, Orangerie-Allee 10. Eig. Villa in gesund. Lage d. Stadt. Unterr. i.dcutsch,einschl.Litteratur u. Kunstgeschichte, Sprach. Anleit, im HauSh. Gelegenh. z. Besuche d. Theatersu. Museums v. Konzert., Vorträgen unddergl. Prospekte u. Referenzen durch die Vorsteherin. hv6/,l Frau Tb. Holthusen Ww. 4lufi- und Seefische, iaitkefiügel, Delikatessen, ttrno“r allerseinst Qualität zu (i ^üen, tägliche Sendungen. vs. Kieinhenn, ÄÄ r>?* r06' Telefon 66. 11 • auswärts, nmfl. gewaperteu Stockfisch. qm auf die Schmidttzwiefen lb 8 Ut)r: <2 = 5‘, Uhr: ,üeig| x‘ W* ,ü - um ‘ Hji j ^ettfedern - Neinigung. Die Federn werden gewaschen, getrocknet und desinfiziert. Konkurrenzlos am Platze. Federmann kann beim Reinigungsprozeß zugegen sein. P, , Waschen des Drells (Barchent) aus Wunsch. ckeies Abholen u. Rücklieferung durch eigenes Fuhrwerk . Dampfwaschanstait „Edelweiss“ -?nbbon 487 __________[1425]__________Krofdorfer Straße 12 an dem Oberwäldchen 819 qm M. das. 437 qm M. hinter dem Kühberg 869 qm M. in der Schwarzlach nn Flachenfeld 981 qm M. am Steeg 1637 qm M. am Schwarzen 413 qm Di. auf dem Ziegenberg 506 qm M. das. 369 qm M. in den 'Mattern 1981 qm M. auf dem Mehlacker t|l m n Abteil «gl ^nnttnjS ■’ Uotbtn Ml ,clteM^cU antam. M ooihd J j'?brik lanriwirtschafdicher Ma chmen. C15/4 < 11 Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner innigstgeliebten Frau, unserer lieben Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Elisabcthe Ludwig geb. Goppelt sagen wir hiermit herzlichen Dank. Der tieftrauernde Gatte Heinrich Ludwig. Familie Goppelt. Familie Ludwig. Lich im April 1908. 2596 udelsgw . D2V AW =r 'S .. 7 ■ ■ •# v-< I 7 Einzig und allein „6ZnaliLät" sollte bei der Wahl dne6 Fahrrad-Reifens maßgebend fein. 1 Die Verstellung jedes einzelnen Nelsens wird von Fachleuten überwacht, und kein Steifen verläßt die Fabrik, welcher nicht vorher auf seine Verläßlichkeit geprüft ist. 1851 Langjährige Garantie. Probelieferung überallhin Miete 1t. besonderen Bedingungen, Gutschrift der Brosse BqwatBroeMIte lOr Hflfrel, Planta ttaonlms Klavierstimmen. Aufpolieren von Pianos. PSaonoBa 950 u. 1250 M. Gespielte Pianinos, Flügel und Harmoniums sind meistens in grösserer Zahl vorrätig (30 bis 12U0M.) FLÜGEL 1000 bis 3300 M. Pianoh and Ptßoafiola-Päaina 2150—2650 M. GW. Pianos zu vermieten, auch Harmoniums; monatliche Mietpreise 2 bis 12 M. Bei Ankauf eines gemieteten Instrumenta WILH. RUDOLPH Grossh. Hess. Hoflieferant [c Seltersweg 91. Giessen. Seltersweg 91. PIANINOS 380 bis 1700 M. HARMONIUMS 33 bis 1000 M. 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